Bücher mit dem Tag "melville"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "melville" gekennzeichnet haben.

23 Bücher

  1. Cover des Buches Moby-Dick; oder: Der Wal (ISBN: 9783990270875)
    Herman Melville

    Moby-Dick; oder: Der Wal

     (457)
    Aktuelle Rezension von: Lorenz1984

    Welch wahnwitzig, abenteuerliche und aufschlussreiche Reise in eine mir bisher überaus unbekannte Welt. 

    Grausam und bezaubernd zugleich, werden wir Zeuge einer wahnwitzigen Reise eines Parsen namens Ismael, auf dem Walfangschiff Pequod. Was für eine für mich exotische Welt, in welche ich da tauchen durfte. 

    Einfach wundervoll übersetzt von Matthias Jendis. Sogar so gut übersetzt, dass man fast meinen möchte, es sei im Original von einem deutschen Autor geschrieben worden... 

    Der Grund warum ich nicht die volle Punktzahl vergeben wollte, war der, dass einfach soviele nautische Ausdrücke verwendet werden, die Teils nichtmal im Glossar zu finden waren, und man sich dann schon zusammenreimen muss, um was es sich da genau handeln könnte... Natürlich ist das nicht Melville's Schuld, sondern meine eigene, ich hätte ja jeden einzelnen Begriff extra im Netz nachschlagen können... 

    Das Buch steht zurecht in sämtlichen Weltliteratur Listen, und ich kann nur empfehlen es zu lesen. In original natürlich im Englisch von vor 170Jahren, gepaart mit nautischen Ausdrücken nicht einfach zu lesen (weswegen ich mich für die am besten gehandelte Übersetzung von Matthias Jendis entschieden habe)


  2. Cover des Buches Melville (ISBN: 9783730937389)
    Natalie Elter

    Melville

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Elfenstern

    Bereits als Kind lernte Melville die Gewalt kennen. Sein Bruder war der Liebling seines Vaters, der in Allem bevorzugt wurde, während Melville täglich vom Vater mit Stock oder Gürtel gezüchtigt wurde. Nichts von dem, was er machte fand die Anerkennung des Vaters. Selbst als er ein Einser Studium absolvierte, konnte er vom Vater nicht die Anerkennung finden, die ihm seiner Meinung nach zustand. Doch seine Zeit kommt. Und er wird sich für alles rächen, was ihm der verhasste Vater antat.


    Durch den außergewöhnlichen Erfolg und das Ansehen in der Finanzwelt, das Melville sich durch sein außergewöhnliches Talent im Umgang mit Geld, erarbeitet hatte, wurde auch eine geheime Gruppe auf ihn aufmerksam und schon bald tauchte Jemand auf, um ihn anzuwerben. Die Sache hat nur einen winzig kleinen Haken: Melville muss zu einem Vampir werden!


    Eine Vampirgeschichte, wie ich sie noch nie gelesen habe. Wahrscheinlich hat sie mich deshalb so gefesselt. Sie leben mitten unter uns, immer darauf bedacht, nicht aufzufallen und keine verräterischen Spuren, wie zum Beispiel leer gesaugte Menschenleichen, zu hinterlassen. Hier werden die ganzen Facetten des Vampir-Daseins gekonnt beleuchtet und so erzählt, dass die Geschichte nie langweilig wird. Und das obwohl das Buch fast tausend Seiten hat. Die Autorin baut hier nicht auf die altbekannten Klischees sondern hat ihre ganz eigenen Vorstellungen von der Welt der Vampire und die setzt sie sehr gekonnt um. Das macht die Geschichte so außerordentlich spannend. Vor Allem, als immer deutlicher wird, dass diese Art zu „leben“, die Melville durch seinen Erzeuger aufgezwungen wurde nicht die Einige ist. Es gibt noch andere Vampirgruppen, die eine andere Art des „Lebens“ bevorzugen und von Melvilles Gruppe zutiefst verabscheut werden und als das Böse schlechthin dargestellt werden. Doch ist das wirklich die ganze Wahrheit? Oder ist Alles gelogen und die Anderen sind die Guten und die eigene Gruppe die Bösen? Findet es selbst heraus – es lohnt sich auf alle Fälle.

  3. Cover des Buches Moby Dick (ISBN: 9781503280786)
    Herman Melville

    Moby Dick

     (58)
    Aktuelle Rezension von: CrazycolorTiger

    Moby Dick ist einer der bekanntesten Klassiker, daher musste ich ihn auch mal lesen. Der Einstieg ist sehr spannend und die Charakter wecken sofort Interesse. Queequeg ist sofort ein Favorit, da er für Spannung sorgt und äusserst loyal zu sein scheint. Danach versuchen sich die beiden Protagonisten als Walfänger unter der Führung von Kapitän Ahab. 

    Ab da zieht sich das Buch leider sehr in die Länge. Es wird oft beschrieben, wie sie auf See treiben und anderen Schiffen begegnen. Natürlich gibt es immer wieder ein paar Hinweise, wo sich Moby Dick aufhält. Der Walfang wird sehr brutal und detailliert beschrieben, was nicht für jeden angenehm ist. Der Schreibstil ist sehr alt, was man merkt, wenn über den dunkelhäutigen Queequeg geschrieben wird. Auch das Verständnis von Queequeg ist eher hinterwäldlerisch. 

    Leider hat mich das Buch in diesem Sinne nicht wirklich überzeugen können, dennoch finde ich es einen wertvollen Klassiker, den mal vielleicht mal gelesen haben sollte, einfach um die Anspielungen zu verstehen. Sehr wahrscheinlich werde ich dieses Buch aber nicht noch einmal lesen.

  4. Cover des Buches Der Geist der Bücher (ISBN: 9783548608488)
    Christoph Wortberg

    Der Geist der Bücher

     (93)
    Aktuelle Rezension von: natti_Lesemaus
    Inhalt:
    Der rachsüchtige Gondar hat der Weltliteratur den Kampf angesagt. Doch er hat nicht mit dem Widerstand der Schriftstellerin Lynn und ihres Neffen Ben gerechnet.
     Die berühmte Schriftstellerin Lynn aus New York kann nicht länger die Augen davor verschließen, dass die Welt der Literatur in Gefahr ist. Gondars Schergen meucheln Helden, zerstören Schauplätze und löschen die Erinnerung an ferne Zeiten. Lynn muss die Welt retten, die ihr so viel bedeutet. Ihr fünfzehnjähriger Neffe Ben folgt ihr, denn schließlich ist sie seine letzte Verwandte. Mit Hilfe eines Amuletts nimmt er ihre Spur auf und gelangt so in das Verona Romeo und Julias. In letzter Sekunde rettet er Julia vor den Häschern Gondars. Mit ihr und Romeos Freund Mercutio an der Seite setzt er seine Reise durch die aufregende Welt der literarischen Abenteuer fort – immer auf der Suche nach seiner Tante und dem Rätsel der Zerstörung dieser Welt. Dann nimmt Gondar auch ihn und seine Freunde ins Visier.

    Meinung:
    Ein Werk für Jugendliche das einen in die Welt der Bücher und Literatut führt.
    Das Buch ist gut lesbar und interessant, und vor allem, wenn man so ziemlich alle literarischen Figuren, die auftauchen, kennt, muss man weiterlesen.
    Kapitän Ahab mit seiner Mannschaft, Robinson Crusoe und   Freitag, Don Quijote und Sancho Panza, Oliver Twist, Madame Bovary, Anna Karenina, der junge Werther, das Fräulein von Scuderi und viele andere Protagonisten berühmter Klassiker kreuzen den Weg von Ben und helfen ihm bei der Suche und dem Kampf gegen den finsteren Gondar, was viele mit dem (vorläufigen) Tod bezahlen müssen.
    Einige große Sprünge plötzlich verwirren etwas und man fragt sich, wie können die Sprünge zwischen den einzelnen Büchern überhaupt funktionieren.
    Für Liebhaber der Literatur bestimmt ein gutes Werk, aber manchmal hätte es an einigen stellen weiter ausgebaut werden können.
  5. Cover des Buches Zwei Leben und ein Tag (ISBN: 9783442738441)
    Anna Mitgutsch

    Zwei Leben und ein Tag

     (17)
    Aktuelle Rezension von: sumsidie
    Dieses Buch beherbergt drei Geschichten in einer. Einmal ist es die Liebesgeschichte von Leonard und Edith, die wurzellos von einem Land in das nächste ziehen. Dann ist da Gabriels Sicht auf die Welt. Es handelt sich um Leonards und Ediths Sohn, der mit seiner enormen Auffassungsgabe, aber fehlendem sozialen Geschick große Probleme hat in ein 'normales' Leben einzufügen. Und letzlich gibt es Biographie Fragmente über Herman Melville. Diese teilweise gegensätzlichen Lebensläufe werden in wunderbarer Sprache geschildert. Leider hatte ich beim Lesen das Gefühl, dass diese drei Geschichten nicht alle in ein Buch passen. Edith, die ihre Vergangenheit mit Leonard in Briefen dokumentiert, zieht zwar immer wieder Parallelen zu den anderen beiden Perspektiven. Aber mir hat das als Leser nicht gereicht um so verschiedene Themenstränge miteinander zu verbinden. Auch erschien mir die ganze Stimmung zu fatalistisch und melancholisch, immer auf das Ende hinschreibend, so dass selbst schöne Erinnerungen einen traurigen Anstrich bekommen. Ich glaube nicht, dass man sein Leben tatsächlich am Ende so sieht.
  6. Cover des Buches The Art of Fielding (ISBN: 9780316217538)
    Chad Harbach

    The Art of Fielding

     (6)
    Noch keine Rezension vorhanden
  7. Cover des Buches Das Erbe der Lorimers: Träume und Vermächtnis (Die Geschichte einer Handelsfamilie 2) (ISBN: B07XCYJH6F)
    Anne Melville

    Das Erbe der Lorimers: Träume und Vermächtnis (Die Geschichte einer Handelsfamilie 2)

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Kiki77

    „Das Erbe der Lorimers – Träume und Vermächtnis“ von Anne Melville ist der zweite Teil der Familiengeschichte der Lorimers. Diesmal geht es um die Hinterlassenschaften von John Junius Lorimer, die er zum Teil am Bankrott der Bank vorbei gebracht hat, ohne das es jemand merkte. Aber nicht immer muss ein Erbe mit Glück gesegnet sein.

    Im Mittelpunkt des zweiten Teiles steht Alexa, die uneheliche Tochter von John Junius, die bei ihrer Schwester Margaret aufgewachsen ist. Sie hat eine Stimme, wie eine Diva und nutzt diese um die Opern der Welt für sich zu öffnen. Alexa hat es nicht leicht, wächst als Mündel auf und die Wahrheit ihres Erbes wird ihr mit der Volljährigkeit erst erzählt, was zu unschönen Nebenwirkungen führt.

    Eine schöne Familiengeschichte mit viel auf und ab. Das Schicksal meint es nicht immer gut, aber die Hoffnung auf eine positive Entscheidung schwingt immer mit.

    Das Buch hat sich sehr gut lesen lassen und man konnte gut in die Geschichte der Handelsdynastie einsteigen. Gerne gebe ich diesem Buch 4 Sterne.

  8. Cover des Buches Nennt mich nicht Ismael! (ISBN: 9783446269675)
    Michael Gerard Bauer

    Nennt mich nicht Ismael!

     (114)
    Aktuelle Rezension von: Elisi_

    Ismael wird von Barry Bagsley in der Schule gemobbt ist aber nicht allein. Es geht in dem Buch um Liebeskummer, Mobbing und Freundschaft.

    Ich fande es toll wie Ismael von einem ,,Weichei,, zu einem (etwas) selbstbewussteren Jungen wurde. Die Handlung war spannend. 

    Überhaupt nicht mochte ich den Charakter Barry Bagsley weil er andere gerne Mobbt und  ihnen Angst einjagt. Dagegen mochte ich James Scobie etwas mehr als alle anderen weil er vor nichts Angst hat.

  9. Cover des Buches Die Antiquarin (ISBN: 9783688114726)
    Sheridan Hay

    Die Antiquarin

     (107)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Rosemary Savage wuchs in Tasmanien auf. Sie hat feuerrote Haare und sie liebt Bücher über alles. Nachdem ihre Mutter gestorben ist, lebte sie ein Weilchen bei einer Freundin der Mutter, die einen kleinen Buchladen hat. Eines Tages machte diese Freundin Rosemary ein Geschenk. Sie schenkte ihr ein Flugticket und etwas Geld für eine Reise nach New York. Rosemary soll versuchen, ein neues Leben anzufangen. Und so quartiert sich Rosemary in ein Hotel ein und findet sehr schnell einen Job im "Arcade", ein riesiges Antiquariat, in dem die komischsten Typen arbeiten.
    Rosemary und Oscar (ein Kollege, der zwar schwul ist, in den sich Rosemary aber unsterblich verliebt hat) forschen nach Melville und seinem Geheimnis. Sie befinden sich gerade in einer Bibliothek und Rosemary liest ein Buch mit Briefen von Melville. Sie sind an Nathaniel Hawthorne gerichtet.
    Rosemary findet anhand der Briefe heraus, dass Melville die Geschichte einer Frau gehört hat, aus der sich ein Buch schreiben ließe. Aber er will es wohl nicht selbst schreiben und macht es Hawthorne schmackhaft. Schreibt ihm in seinen Breifen sogar, wie das Buch beginnen könnte usw.

    Bücher über Bücher, es gibt kaum eins, das mich nicht begeistert. Und dieses tut es von der ersten bis zur letzten Seite.
    Wenn ich mich aus meinem Buch "Wilde Dichter" genau erinnere, ist Melville nicht nur jemand, der tolle Geschichten schrieb, sondern auch jemand, der um des Schreibens willen schrieb. Er konnte gar nicht anders, als zu schreiben.
    Ein Buch von Melville habe ich noch nicht gelesen, aber seine Briefe sprühen nur so vor Leidenschaft. Im Anhang habe ich gesehen, dass es echte Briefausschnitte sind, die in diese Geschichte eingewebt wurden. Das fasziniert mich ja unheimlich.
  10. Cover des Buches Der Aufstieg der Lorimers: Triumph und Fall (Die Geschichte einer Handelsfamilie 1) (ISBN: B07ZV2NFYJ)
    Anne Melville

    Der Aufstieg der Lorimers: Triumph und Fall (Die Geschichte einer Handelsfamilie 1)

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Ayumaus

    Klappentext:

    Der fulminante Auftakt der großen, dramatischen Bestseller-Saga um das Schicksal der englischen Handelsfamilie Lorimer.

    England zu Zeiten Queen Victorias: Das Haus Lorimer ist auf dem Gipfel seiner Macht. Das Oberhaupt John Junius Lorimer führt seine Bank ebenso wie seine Familie mit eiserner Hand. Doch hinter der Fassade lauern Geheimnisse, die deren Stand und Glanz gefährden. John Junius hochmütige Frau Georgiana sowie seine ungleichen Kinder Ralph, William und Margaret sind nur Schachfiguren im Kampf um das Überleben der Handelsdynastie. Während William sich fügt und Ralph mit den Sünden seiner Ahnen hadert, rebelliert vor allem Margaret. Leidenschaftlich kämpft sie um ihre Unabhängigkeit, für die Erfüllung ihrer Wünsche und um ihre Liebe. Sie löst sich aus dem Schatten des mächtigen, alles bestimmenden Vaters, und beginnt gegen die viktorianischen Konventionen, die Vorurteile der Familie und einer ganzen Epoche, ein Medizinstudium in London …


    Mein Erlebnis mit dem Buch:

    Alles wird so detailliert geschrieben/beschrieben und die Leute quatschen, dass es schon wieder langweilig und nervig wird. So genau muss man das ja auch nicht wissen sondern man möchte auch noch voran kommen mit der Geschichte und sich mit dem wesentlichen Inhalt befassen.

    Für mich ist das Buch nichts. Es kommt einfach ewig nicht zum Punkt, also in Schwung bis  dann mal endlich was passiert. Die Autorin sollte sich etwas kürzer fassen.   

    Leider nichts für mich. 

  11. Cover des Buches Schicksalsjahre der Lorimers: Glanz und Schatten (Die Geschichte einer Handelsfamilie 3) (ISBN: B07X8QY272)
    Anne Melville

    Schicksalsjahre der Lorimers: Glanz und Schatten (Die Geschichte einer Handelsfamilie 3)

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Kiki77

    „Schicksalsjahre der Lorimers – Glanz und Schatten“ von Anne Melville ist der dritte Teil der Familiengeschichte rund um die Lorimers. Trotz des recht guten Lebens der Familie, zieht der ersten Weltkrieg auch an den Lorimers nicht spurlos vorüber. Die Männer der Lorimers ziehen in den Krieg und nicht jeder kommt wieder nach Hause. Aber Kate, die Tochter des Missionars Ralph, geht als Ärztin mit an die Front. Sie hilft wo sie kann und ihr eigenes Leben stellt sie in den Hintergrund. Später trifft sie ihren Mann, einen Fürsten und bleibt in Russland.

    Eine schöne Familiengeschichte mit viel auf und ab. Das Schicksal meint es nicht immer gut, aber die Hoffnung auf eine positive Entscheidung schwingt immer mit.

    Das Buch hat sich sehr gut lesen lassen und man konnte sich gut in die Familie Lorimer hineinversetzen. Gerne gebe ich diesem Buch 4 Sterne.

  12. Cover des Buches Der Untergang der Essex (ISBN: 9783492235143)
    Owen Chase

    Der Untergang der Essex

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  13. Cover des Buches Bartleby. Erzählungen (ISBN: B002LBZUDS)
    Herman Melville

    Bartleby. Erzählungen

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Sokrates
    Bartleby der Schreiber: Unter Literaturwissenschaftlern, so habe ich gelesen, eine schwer zu deutende Materie... Melville's Kurzgeschichte erzählt aus der Perspektive eines Anwalts dessen Erlebnisse mit seinem Schreiber Bartleby. Zunächst kommt Bartleby seinen Aufgaben nach, aber schon als er seine Schriften nochmals mit seinem Chef durchgehen soll, meint er mit Nachdruck "Ich möchte nicht". Immer mehr seiner Aufgaben lehnt Bartleby ab mit der immer gleichen Begründung "Ich möchte nicht". Am Ende arbeitet er garnicht mehr, bleibt den ganzen Tag in der Kanzlei, sein Chef versucht ihn zunächst zum Auszug zu bewegen, geht aber schließlich selbst, da sich Bartleby keinen Deut bewegt. Dass die Geschichte traurig endet, kann sich jeder denken (sollte es aber besser selbst lesen). Ein Melville, der einem nicht aus dem Kopf gehen wird! Der Schreibstil ist rund, angenehm und flüssig zu lesen. Melville lässt den verzweifelten Chef die Geschichte seines Schreibers erzählen, zeichnet so den für Dritte nicht nachvollziehbaren leisen, sanften Weg des Widerstands des Schreibers Bartleby. Zunächst muss man schmunzeln, denkt, man liest eine humorvolle Kurzgeschichte, die eine Charakterstudie werden soll. Erst ab der Mitte des Buches kippt die Stimmung ins nachdenklich-resignative, denn als Bartleby immer mehr Arbeiten verweigert, überhaupt nicht mehr redet, teilweise regungslos in der Mitte eines Raumes verharrt, beginnt man über die Ursachen nachzudenken, kann sein Verhalten nicht mehr entschuldigen, denn er liefert nie eine Erklärung. Das Ende bleibt für den Leser unbefriedigend, traurig, freudlos: Melville's (mögliche) Erklärung für das traurige Ende des Bartleby offenbart eine seltsame Sinnlosigkeit. Melville's Erklärung für Bartlebys "Lebensaufgabe", seinen Rückzug aus der Welt, seine stille Verweigerung, ist recht einfach (eine frühere Arbeitsstelle) und gerade diese Einfachheit vermag in ihrer drastischen Wirkung nicht wirklich überzeugen - ich war leicht desillusioniert. Möglicherweise handelte es sich bei Bartleby um einen sehr empfindsamen, ängstlichen und depressiv-veranlagten Menschen --- aber lest selbst! Weitere Erzählungen in diesem Band: Der Erzählband aus dem Reclam-Verlag (DDR) enthält noch die folgenden Erzählungen: Benito Cereno, Das Mahl des Armen und die Brosamen von des Reichen Tische, Das Junggesellenparadies und die Hölle der Mädchen, Der Geiger und Die Encantadas oder der Verzauberten Inseln.
  14. Cover des Buches Spektrum der Literatur. (10. Themabd.) (ISBN: 9783570089354)
  15. Cover des Buches Wilde Dichter (ISBN: 9783492251730)
    Rüdiger Barth

    Wilde Dichter

     (5)
    Aktuelle Rezension von: schmiddey
    Sechs Biografien von den vielleicht abenteuerlustigesten Literaten der Weltgeschichte-interessant und absolut empfehlenswert.
  16. Cover des Buches Bartleby, der Schreiber (ISBN: 9783458194668)
    Herman Melville

    Bartleby, der Schreiber

     (88)
    Aktuelle Rezension von: vanessabln

    Diesen kurzen Klassiker von Herman Melville sollte man gelesen haben, auch wenn er ratloser macht, je näher man dem Ende kommt. Es gibt sicherlich verschiedene Interpretationsansätze für den Schreiber, der beim Notar angestellt ist, aber auf seine höfliche Art "plötzlich nicht mehr möchte". Durch diese ungewöhnliche Handlung bzw. Nicht-Handlung, bei der alle Abhilfeversuche scheitern, ist es ein sehr besonderes Buch, denn viel passiert hier nicht. Trotzdem ist es auf eine bestimmte Art spannend zu lesen.

    Der Schreibstil in der Übersetzung (Insel-Taschenbuch, 2016) war überraschend gut zu lesen. Leider habe ich es nicht mit dem Original versucht, das sicher mit mittleren Englischkenntnissen problemlos zu lesen ist. Man muss sich vor Augen halten, dass der Kurzroman aus dem 19. Jahrhundert stammt. Die Arbeitswelt war noch eine ganz andere als heute. Es gab noch handschriftliche Kopisten, die sich, ganz anders als heutige Office-Managerinnen, noch auf ihre schriftliche Arbeit konzentrieren durften, ohne sich im Multitasking zu üben und Kommunikationstalente zu sein. So gesehen denkt man, die damalige Arbeit käme jemandem wie Bartleby, der gerne zurückgezogen bleibt und praktisch keine Ansprüche stellt, ganz recht. Aber gerade er wagt es, seinem Chef zu sagen, er möchte eben lieber nichts mehr tun. Was witzig, absurd und rebellisch klingt, nimmt ungeahnte Ausmaße an. 

    Über Bartleby selbst erfährt der Leser nicht viel. Sicherlich soll das deutlich machen, dass er so wenig ist wie er tun möchte. Zur Hauptfigur wird daher automatisch der Notar, der ratlos ist wie der Leser. Ob Chefs im 19. Jahrhundert allgemein rücksichtsvoller waren als heute, lässt sich schwer sagen. Wie das Buch damals aufgenommen wurde, ist daher vielleicht interessanter als die Frage, wie man die Geschichte heute sieht. Bartleby ist jedenfalls ein zeitloses Sinnbild der Verweigerung aus Prinzip mit allen seinen Folgen.



  17. Cover des Buches Israel Potter (ISBN: 9780554678511)
    Herman Melville

    Israel Potter

     (6)
    Aktuelle Rezension von: November
    Da stöberte ich einmal mehr in den Tiefen des Bücherregals und stieß auf das vergilbte Exemplar "Israel Potter" von Herman Melville. 
    Darin wird die Lebensgeschichte des Titelhelden erzählt, der Walfänger war, sich im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg verdingte, als geheimer Bote Dr. Franklin in Paris Nachrichten überbrachte, der ebenso mit dem schottischen Abenteurer Paul Jones die Gewässer unsicher machte und zig Jahre in Britannien auf der Flucht vor den englischen Rotröcken war.
    1855 veröffentlichte Melville seinen Roman und man merkt deutlich, dass er aus einer anderen Epoche stammt. Der Erzähler richtet sich immer wieder an den Leser, bezieht diesen ein und bietet ihm ausgewählte Passagen aus dem Leben des schicksalgebeutelten Israel Potter an. Die Seiten sind gefüllt mit bildreichen Beschreibungen, Vergleichen und Bezügen zu beispielsweise biblischen oder römischen Sagen, Personen und Geschichten. Dinge, die sich heutzutage eher selten in Roman finden, weil sie vielen Lesern unbekannt sind. Auch wenn es nur ein schmales Buch ist, liest man doch länger daran, als an so manchem gegenwärtigen Roman.
  18. Cover des Buches In der Kreide (ISBN: 9783257235494)
    Philippe Djian

    In der Kreide

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Duffy
    Es macht natürlich keinen Sinn, den Büchern der Listen ein weiteres hinzuzufügen und genau darum geht es auch bei Djian nicht. Es sind die "Bücher seines Lebens", wobei es dann auch in erster Linie um die Autoren geht und was sie mit ihm als Menschen und Schreiber gemacht haben. Salinger, Celine; Melville, Hemingway, Carver, die üblichen Verdächtigen, möchte man meinen, doch Djian nähert sich ihnen nicht von der schriftstellerischen Brillanz, sondern von der menschlichen Seite, und da natürlich von der schreibenden. Und er erzählt über sich, über sein Schreiben, seine Entwicklung und wie diese Autoren Einfluss auf seinen Werdegang hatten. Dass er nun ausgerechnet diese Schreiber gewählt hat, relativiert er im Verlauf des Buches, denn ihm fallen noch einige andere ein, die sich hier einreihen könnten.
    Das ist dann nicht mehr so wichtig, denn Djian schreibt aus der Sicht des Lesers und was ein Buch haben sollte, wenn es nicht nur gut, sondern aufrüttelnd, attackierend, bewegend sein soll. Es geht um Nachhaltigkeit und wie Literatur verändern kann,  Anstöße geben oder gleich neue Ziele vorstellen kann.
    Nebenbei, und das ist ganz sicher der Gewinn für die vielen Möchtegernautoren, wenn sie sich damit auseinandersetzen wollen, geht es um Einstellungen, die so wichtig sind, dass ein Schreiber, der es ernst meint, ohne sie nicht auskommt. Es geht nicht um Kompromisse, es geht um Individualität.
    Man kann hier viel lernen, nicht nur über Autoren, ihre Bücher und ihre Art zu schreiben, sondern in erster Linie über den Beruf des Schriftstellers, oder sollte man nicht besser sagen: Die Berufung des Schriftstellers? Djian deckt beides ab, in einem schmalen Buch, das nichts Überflüssiges enthält, Im Gegenteil.
  19. Cover des Buches Lustiges Taschenbuch Nr. 467 (ISBN: 9783841393173)
    Lars Jensen

    Lustiges Taschenbuch Nr. 467

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  20. Cover des Buches Omu. Wanderer in der Südsee. (ISBN: B0000BLH60)
    Herman Melville

    Omu. Wanderer in der Südsee.

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  21. Cover des Buches Und am Ende sind sie alle tot (ISBN: 9783426301302)
    Henrik Lange

    Und am Ende sind sie alle tot

     (41)
    Aktuelle Rezension von: Wichmann
    Redaktioneller Hinweis: Ich danke dem Verlag für die Bereitstellung der Leseprobe.

    Cover
    Kurz und prägnant in einer farbenfrohen Aufmachung verspricht das Cover Vergnügen in Comic-Art. Der Einstieg ist gelungen.

    Inhalt und Aufteilung des Buches
    Bereits das Inhaltsverzeichnis zeugt von einer Fülle an ‚bekannter‘ Literatur, die zumindest dem Titel nach einmal Auge oder Gehörgang gestreift haben sollte. Um einige zu nennen: ‚Im Westen nichts Neues‘, ‚Romeo und Julia‘ oder gar 1984. Hinter jedem Titel ist der Autorenname vermerkt, außer bei Gottes Werk ‚Die Bibel‘. Dies mag dem Umstand geschuldet sein, dass diese durch zu viele Autorenhände ging und für die Zusammenstellung alter Schriften allenfalls Flavius Josephus, bzw. die Synode von Laodicea zu benennen wäre. Allein diese Hinweise bräuchten wohl zu viel Platz auf der knappen Übersichtsseite. Im Folgenden werden zu jedem Titel zwei Buchseiten präsentiert. Eine enthält lediglich Titel und Autorenname des Werkes, die andere Seite stellt insgesamt vier Bilder mit wichtigsten Aspekte dar. Dermaßen gebrieft ist es tatsächlich möglich eine kurze Zusammenfassung widerzugeben oder zumindest zu erahnen, worum es in einem entsprechenden Werk geht. Nicht außer Acht zu lassen ist jedoch das Augenzwinkern dieser ‚Besprechungen‘, denn wirklichen Hintergrund werden sie nicht aus vier Schlagworten ziehen.
    Dem trägt auch die jeweils eine fast vollständig unbedruckte Seite Rechnung: Es geht um den schnellen Überblick, mit Augenmerk auf den kurzen Witz mit schneller Pointe.

    Zielgruppe
    Das Buch richtet sich an diejenigen, die zumindest einen Kurzüberblick erhaschen wollen auf Titel, die jederzeit als Smalltalkthema hervorgekramt werden könnten. Zeichnungen und Comic-Schrift ermöglichen den Schnellüberblick, ohne einen Schnelllesekurs für die nun unnötige Gesamtlesung des jeweiligen Buches absolviert zu haben.

    Stil
    Das Buch ermöglicht durch die Verknappung auf Wichtigstes einen schnellen Überblick im Comic-Stil, wobei die Schrift aufgrund des verwendeten Schriftfonts teils schwer lesbar ist.

    Autor
    Der Buchautor Henrik Lange veröffentlichte ebenso auf humoristische Art ‚Filmklassiker für Eilige und die Anleitung ‚Wie Sie den Schwedenkrimi des Jahrhunderts schreiben‘.

    Fazit
    Mit Humor zu verstehende Kurzübersicht wichtiger Werke.
    Ich mags.
    5 Sterne!

    Rezension von Wichmann-Reviews.de

  22. Cover des Buches Bartleby und Co. (ISBN: 9783596178759)
    Enrique Vila-Matas

    Bartleby und Co.

     (5)
    Noch keine Rezension vorhanden
  23. Cover des Buches Taipi: Abenteuer in der Südsee (ISBN: 9783843017428)
    Herman Melville

    Taipi: Abenteuer in der Südsee

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Riesenkrebs
    Hört man von Herman Melville, denkt man natürlich gleich erst einmal an Moby Dick. Und hat auch - in dem Rahmen - häufig danach keine Lust mehr, sich mit anderen Büchern in der Freizeit auseinanderzusetzen. Es wäre wohl auf Dauer in der Tat recht anstrengend.

    Doch Taipi ist kein Moby Dick. Taipi ist ein Roman, der von zwei Menschen erzählt, die sich mit Ureinwohnern einer Südseeinsel anfreunden. Sehr schön geschrieben, sodass man sich selbst gleich ein wenig freier fühlt. Man kann in die Welt einfach sehr gut eintauchen.

    Ähnlich wie bei Robinson Crusoe hat es auch den Reiz des neuen, unberührten, mit vielen Möglichkeiten, die sich in der Gesellschaft oder an Bord eines Schiffes nicht verwirklichen lassen.
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