Bücher mit dem Tag "memoiren"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "memoiren" gekennzeichnet haben.

184 Bücher

  1. Cover des Buches Die Geisha (ISBN: 9783442735228)
    Arthur Golden

    Die Geisha

     (2.907)
    Aktuelle Rezension von: MagicWitchyBookworld

    1929

    Chiyo und ihre ältere Schwester Satsu leben in einem kleinen Fischerdorf unter armen Verhältnissen. Ihr Vater verkauft sie nach Kyoto und während Chiyo in der Okiya aufgenommen wird, wird Satsu zur Prostitution gezwungen.

    Die Geisha des Hauses, Hatsumomo, spinnt immer wieder Intrigen gegen Chiyo, weshalb ihre Schulden immer weiter wachsen. Die Summe ist so hoch, dass sie es im Leben nie abarbeiten könnte.

    Doch ihr Leben wendet sich, als die Geisha Mameha Chiyo unter ihre Fittiche nimmt und sie ausbildet. Dabei hat Chiyo nur ein Ziel: Den Direktor wieder sehen, den sie als Kind getroffen hat.

    Ich habe zuerst den Film „Die Geisha“ gesehen, die bunten Farben, Kostüme und Bilder. Der Film hat mich einfach nur gepackt und die Musik dazu ging unter die Haut. Ich habe im Abspann dann gesehen, dass der Film auf dem Buch basiert und musste es einfach lesen.

    Das Leben einer Geisha wird in diesem Buch gut beleuchtet. Bestes Beispiel ist eben die Aufklärung darüber, dass eine Geisha eine Künstlerin ist und keine Prostituierte. Doch ist auch hier ein wenig Fiktion mit eingeflossen, wie der Teil mit der Mizuage (Entjungferung).

    Mizuage (jap. 水揚げ) ist eine der Zeremonien, die den Aufstieg einer Maiko zur Geisha symbolisiert. Anders als in dem Film „Die Geisha“ angedeutet, und im Unterschied zu einer nicht Geishas betreffenden früheren japanischen Praxis, handelt es sich nicht um einen sexuellen Akt.

    Die Maiko ändert fünfmal ihre Frisur, um die Schritte zu symbolisieren, die sie auf dem Weg zum Status einer Geiko vollzieht. Bei der Mizuage wird der obere Haarknoten symbolisch aufgeschnitten, um den Übergang vom Mädchen zur jungen Frau zu kennzeichnen. Danach trägt die Maiko eine erwachsenere Frisur. Die veränderte Frisur bedeutete, dass die Maiko in die letzte Phase ihrer Laufbahn als Maiko eingetreten war. Für die Stammkunden war es das Zeichen, dass sich die Maiko dem heiratsfähigen Alter näherte und nun Anträge gemacht werden durften. Anlässlich der Feierlichkeiten wurden den wichtigsten Familien und verwandten Häusern von der angehenden Geiko Geschenke überreicht. Dies diente der Festigung von Beziehungen untereinander und der Information der Öffentlichkeit über die Mizuage. Nach der Mizuage ist der nächste große Übergangsritus im Leben einer Maiko ihre Erikae (襟替え „Wenden des Kragens“).

    Eine Zeremonie gleichen Namens gab es früher auch bei japanischen Kurtisanen und bezeichnete bei diesen die zeremonielle Defloration. Es war üblich, eine bevorstehende Mizuage durch das Verteilen von Ekubo (runde Reiskuchen mit einem roten Punkt in der Mitte) bei den Kunden anzuzeigen, von welchen für das Privileg der Defloration hohe Geldgebote erwartet wurden. Es wird häufig fälschlicherweise angenommen, dass für das Recht auf die Mizuage hohe Summen gezahlt wurden, das war aber in der Regel nicht der Fall. Die Mizuage-danna wurden nach Ansehen und Vertrauenswürdigkeit ausgewählt und die Wahl sollte es für die Maiko so angenehm wie möglich machen. Heutzutage existiert der Mizuage-Brauch nicht mehr.
    (Quelle: Wikipedia)


    Der Roman ist an manchen Stellen sehr trocken geschrieben und weicht vom Film ab. Daher sollte man sich Zeit für dieses Buch nehmen.

    Chiyo ist ein sehr naives Mädchen, weshalb sie oft sehr dumm handelt und Dinge tut, die sie hätte besser wissen müssen. Erst unter der führenden Hand von Mameha ist sie reifer geworden.

    Mameha ist eine sehr gütige Person und strahlt nicht nur im Film viel Wärme aus, während Hatsumomo ein sehr integranter Mensch ist und das Gegenteil. Sie ist ein Biest und dennoch hat auch sie ihre Geschichte mit einer unerfüllten Liebe.

    Die Mutter der Okiya ist nur geldsüchtig und hat nichts anderes im Sinn. Akribisch werden alle Ein- und Ausgaben notiert und festgehalten.

    Das Buch ist an manchen Stellen etwas ausschweifend und zäh, aber dennoch interessant geschrieben.

  2. Cover des Buches Das Leben und das Schreiben (ISBN: 9783453435742)
    Stephen King

    Das Leben und das Schreiben

     (346)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ja, meine ersten spannenden Titel stammen aus der Feder von Stephen King. Sie haben mich gefesselt, geängstigt und haben lange in meinem Regal gestanden- irgendwann habe ich sie verschenkt, ausgelesen, überholt- fertig. Nochmal mit Joyland einen Versuch gestartet- mäßig begeistert und nun hat mich diese autobiographische Schreibanleitung von Stephen King wirklich absolut erfreut. Ich werde mich mit einem anderen Blick an mein Debüt setzen und die Türen solange zu lassen, bis es nach draußen kann. Ich kann dieses Buch nur jedem Autor und/ oder Fan von Stephen King ans Herz legen.

    Hätte ich die Zeit gehabt, wäre es in einem Rutsch durchgelesen worden.Super

  3. Cover des Buches Lady Trents Memoiren 1 (ISBN: 9783959815031)
    Marie Brennan

    Lady Trents Memoiren 1

     (114)
    Aktuelle Rezension von: Wortbibliothekar

    Meinung:

    Die Anlehnung an das England des frühen 19. Jahrhunderts gefällt mir sehr gut und wurde mit dem Fantasy-Genre super verknüpft. Isabellas Konflikt, den sie mit ihrer Zeit und der damaligen Stellung als Frau hat, empfand ich als sehr schön umgesetzt. Man merkt, wie sie sich versucht, in das Bild zu fügen, es aber einfach nicht schafft. Generell ist Isabella für mich eine gelungene Figur, der ich jede Handlung, und sei sie noch so irrsinnig, abkaufe und mit welcher ich trotz der recht trockenen Art mitfühle.

    Allerdings ist das auch eines der Hauptprobleme, die ich mit dem Buch hatte. Durch Lady Trents recht analytische und stumpfe Art ist das Buch sehr trocken geschrieben. Bis zur Hälfte hatte ich wirklich meine Probleme und kam auch nur langsam mit dem Lesen voran. Im letzten Drittel nimmt dann die Handlung aber ordentlich an Fahrt auf und an den Stil hatte ich mich auch einigermaßen gewöhnt. Der Stil passt aber zu Memoiren und die seichte Komik, die dem Text mitschwingt, hat durchaus ihren Reiz.

    Was die Handlung betrifft, wird im ersten Drittel viel Zeit auf Lady Trents Kindheit und frühe Jugend gelegt, was bis auf wenige Ausnahmen recht stichpunktartig abgearbeitet wird. Die anderen beiden Drittel widmen sich ihrer Expedition, welche nicht gerade mit großer Spannung punktet. Es sind die Geheimnisse und Rätsel rund um das Land Vystrana und die Felswyrme, die den Leser mit sich ziehen.

    Die Selbstverständlichkeit, mit welcher der Leser über Drachen und die Lebensweise der Menschen aufgeklärt wird, hat mich positiv überrascht. So wurde bei mir wunderbar der Eindruck erweckt, Drachen wären ein lebender Teil der Welt, ein Mysterium.


    Fazit

    Ich muss zugeben, dass ich große anfängliche Probleme hatte, mich an den Schreibstil zu gewöhnen, der zwar rasant aber auch sehr trocken ist. Auch die fehlende Spannungskurze hat Sorge getragen, dass ich nur sehr langsam mit dem Lesen vorankam.

    Einmal an den Stil gewöhnt, war der Weg von Lady Trent aber durchaus interessant. Die Drachen dieser Welt wirken sehr lebendig und geheimnisvoll. Und auch Isabella als Figur hat mir nach und nach immer besser gefallen.

    An sich hat mich das Buch nicht umgehauen, aber mein Interesse ist durchaus geweckt und ich freue mich auf Band 2. Ich erhoffe mir von diesem nur mehr mitgezogen zu werden.


    3,5 von 5 Sternen 

  4. Cover des Buches Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (ISBN: 9783551359414)
    Christiane F.

    Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

     (2.232)
    Aktuelle Rezension von: Elenchen_h

    Bis zu ihrem 6. Lebensjahr wächst Christiane behütet in der Nähe von Hamburg auf dem Land auf. Dieses Behütet-Sein endet schlagartig, als Christiane mit ihren Eltern nach Berlin zieht, in die Gropiusstadt. Dort wohnen sie in einem Hochhaus im 11. Stock, spielende Kinder scheinen der Haus- und Stadtverwaltung eher ein Dorn im Auge zu sein. In der Schule merkt Christiane schnell, dass sie keine Schwäche zeigen darf und eine der Härtesten sein muss. Nach und nach zieht es sie zu den "coolen" Kindern, in die Szene und in die Clubs. Was Anfangs noch harmlos erscheint, entpuppt sich als Katastrophe, als Christiane anfängt, Drogen zu konsumieren.


    Dicht gedrängt, teilweise fast minutiös schildert Christiane F. in diesem Buch, das von Kai Hermann und Horst Rieck aus Tonbandaufnahmen transkribiert wurde, ihren Weg in die Drogenszene Berlins. Sie berichtet von den Anfängen, in denen sie "nur" leichte Drogen wie Hasch im evangelischen Jugendclub konsumierte, sie erzählt davon, wie sie und ihre Freunde zum Heroin kamen, wie sie auf dem Kinderstrich am Bahnhof Zoo landete - und von ihren zahlreichen Versuchen, einen Entzug durchzuführen und vom Heroin loszukommen.


    "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" ist kein sprachliches Meisterwerk. Es besticht nicht durch seinen besonderen Schreibstil oder durch eine wunderbar ausgeklügelte Geschichte. "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" ist roh und ungeschönt, es schockiert und schreckt ab - und genau das macht dieses Buch aus. Christiane F. teilt ihre Kindheit und Jugend mit uns Leser*innen, sie gibt einen Einblick in eine Szene, die doch häufig unbekannt gerade von jungen Menschen fast romantisiert und bewundert wird. Ich habe großen Respekt vor der Offenheit von Christiane F. und bin davon überzeugt, dass dieser Bericht Teil einer sehr guten Drogenprävention sein kann.


    Mich hat das Buch extrem verstört und mitgenommen. Ich denke andauernd an Christiane F. und ihre Freunde, die im Buch entweder verstorben sind oder auf dem Strich und im Gefängnis landeten. Dieser Klassiker ist nicht leicht zu lesen, trotzdem sollten in das Buch wohl vor allem Jugendliche und junge Erwachsene ihre Nasen reinstecken. Leseempfehlung!

  5. Cover des Buches Azurblau für zwei (ISBN: 9783453422117)
    Emma Sternberg

    Azurblau für zwei

     (97)
    Aktuelle Rezension von: Miss_Bla

    Ich habe "Azurblau für zwei" bis etwa zur Hälfte des Buches sehr gern gelesen. Die Schreibweise ist spritzig frisch und kommt schnell auf den Punkt. Isa ist eine sympathische Protagonistin, die dem Leser liebevoll vorgestellt wird. Das Werk ist im Präsens geschrieben, wodurch man beim Lesen direkt in Isas Gedankenwelt gezogen wird. Isa ist Mitte dreißig, lebt in Berlin und hat eine Art Lebenskrise. Doch dann fällt ihr eine Zeitungsannounce in die Hände und sie beschließt, einen Job auf der mondänen Insel Capri anzunehmen. 

    Achtung! Ab hier Spoiler!

    Ich bin gern mit Isa nach Italien gereist und habe mit ihr die Insel erkundet. Doch dann wird die Handlung doch sehr klischeehaft. Sie trifft Luca, einen attraktiven italienischen Polizisten, und zwischen den Beiden funkt es scheinbar sofort. Jedoch nimmt sich die Autorin hier nicht wirklich Zeit, um den Leser mit in diese Liebe hinein zu ziehen. Bis darauf, dass der Kerl Italiener ist und ein attraktives Äußeres zu bieten hat, erfährt man über den Guten nichts. Bei mir kam auch keine Spannung, kein Knistern an. Wirklich schade. Der Splot um Mitzi Hauptmann war da doch etwas interessanter. Aber auch hier hat die Autorin darauf verzichtet die wirklich interessanten Situationen ausführlich zu schildern. 

    Insgesamt hätte in diesem Roman, meiner Meinung nach, mehr Potential gesteckt, das leider nicht ausgeschöpft worden ist. 

  6. Cover des Buches Die dreizehnte Geschichte (ISBN: 9783453405493)
    Diane Setterfield

    Die dreizehnte Geschichte

     (289)
    Aktuelle Rezension von: Readrat

    Diese Geschichte hat mir wahnsinnig gut gefallen!


    Irgendwann 19. Jahrhundert / England: es geht um die im Land sehr beliebte und äußerst erfolgreiche Schriftstellerin Vida Winter, von der im Grunde niemand genau weiß, wer sie eigentlich genau ist. In Interviews hält sie ihr Privatleben immer geschickt raus, gibt nichts preis. Und dann eines Tages nimmt sie Kontakt zu der jungen Buchhändlerin Margaret Lea auf, die ihre Biographie schreiben soll. Und so kommt ihre ganze Familien-Geschichte ans Licht, was u.a. damals auf dem Familiensitz geschah, welches vor über 60 Jahren komplett niederbrannte und genauso auch die Wahrheit über ihre Zwillingsschwester… Weiterhin erfährt der Leser parallel zu Frau Winters Leben, das der jungen Margaret, die ebenfalls eine schwere Last mit sich trägt...


    Eine interessant verzweigte Geschichte mit einer irrsinnigen Sogwirkung – aber auf die leise Art. Hat also nichts thrillerartiges an sich. Ein düsterer, teilweise gruseliger aber gleichzeitig auch schöner Familienroman, der sich Stück für Stück entfaltet. Die Charaktere sind sehr unterschiedlich angelegt und wirklich gut in die Geschichte eingewebt. 


    Ach ja, das hat mir gefallen!

  7. Cover des Buches Der Junge muss an die frische Luft (ISBN: 9783492320009)
    Hape Kerkeling

    Der Junge muss an die frische Luft

     (357)
    Aktuelle Rezension von: Kiki2705

    In dem autobiografischen Buch „Der Junge muss an die frische Luft“ erzählt Hape Kerkeling aus seiner Kindheit im Ruhrpott. Er geht dabei auf lustige Anekdoten, aber auch auf das wohl einschneidendste Kindheitserlebnis - den Freitod seiner Mutter – ein.


    Von Beginn an hatte ich das Gefühl , als würde Hape Kerkeling persönlich mir die Geschichte erzählen. Der Schreibstil ist so gehalten, dass man ihn sofort wieder erkennt – seinen Humor, aber auch seine nachdenkliche Seite.


    Der Aufbau des Buches gefällt mir dabei sehr gut – nach einer kurzen Einleitung geht er über in seine Kindheit. Hier erfährt man sehr viel über Hape Kerkeling, was man aus seinen zahlreichen illustren Fernsehauftritten so noch nicht kannte. Seine Familie und vor allem seine detaillierte und charmante Beschreibung seiner Verwandtschaft hat mir beim Lesen immer wieder ein Lächeln entlockt.

    Auch die Darstellung seiner jüngsten Kindheit empfand ich als sehr idyllisch. Man saß förmlich mit ihm auf der Ladentheke.


    Hape Kerkeling gelingt es jedoch auch, seine schlimmen Erinnerungen mit Charme, Selbstironie und ein klein wenig Humor dem Leser näher zu bringen. Bei der Erzählung seiner schicksalhaften Jahre, die letztlich im Tod seiner Mutter endeten, hatte ich die ganze Zeit einen Kloß im Hals. Jedoch kommt hier auch die Stärke seiner Familie zum Tragen. Wie er auch explizit erwähnt, wäre er heute nicht der, der er ist, wenn er nicht die tolle Unterstützung seiner Großeltern in einer unsagbar schweren Zeit gehabt hätte.


    Was mir sehr gut gefallen hat, ist, dass man auch mal hinter die Fassade des Entertainers schauen konnte. Dass er mittlerweile zurückgezogen vom öffentlichen Trubel lebt, finde ich persönlich sehr schade und als Verlust für die Fernsehkulisse. Wenn man jedoch sein Buch liest, merkt man, dass er viele Figuren und auch seine Fernsehkarriere nur als Kapitel seines Lebens ansieht und man gönnt ihm von Herzen auch das nächste Kapitel aufzuschlagen.


    Dieses Buch ist auf keinen Fall vergleichbar mit „Ich bin dann mal weg“, welches ich verschlungen habe, jedoch auf seine ruhigere bewegende Weise gebe ich eine klare Lesempfehlung für alle, die gern mehr über den kleinen Jungen aus dem Ruhrpott erfahren wollen.



  8. Cover des Buches Das rote Adressbuch (ISBN: 9783442489817)
    Sofia Lundberg

    Das rote Adressbuch

     (243)
    Aktuelle Rezension von: MoniqueH

     Doris ist mittlerweile alt und spürt das ihr Ende kommt. Sie hat ein rotes Adressbuch wo sie ihr ganzes Leben lang die Namen, Adresse und Telefonnummer von ihrer Liebe, Freunde und Bekannte notiert hat. Jeder von denen hat eine Geschichte in ihr Leben.

    Die Geschichte führt durch Doris Leben an Hand der Personen aus dem Adressbuch. Doris hat viel erlebt und will es so weiter geben so dass ihre Nichte Jenny es lesen kann, wenn sie nicht mehr da ist. 

    Eine wunderschöne einfühlsame Geschichte aus Blickpunkt einer alten Dame die nicht will das ihre Geschichte verloren geht.

  9. Cover des Buches Gesamtausgabe (ISBN: 9783596905911)
    Anne Frank

    Gesamtausgabe

     (2.387)
    Aktuelle Rezension von: Papiertiger17

    Der historischen Zusammenhänge und der immensen Bedeutung dieses Zeitdokumentes bewusst, trafen mich die Lebensfreude und die teils sehr unterhaltsamen Anekdoten der jungen Autorin doch unvorbereitet. So überrascht, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Das Tagebuch der Anne Frank gewährt ein fesselndes Eintauchen in ihre Gedanken- und Gefühlswelt und lässt einem ganz beiläufig erfahren, wie es ist, von einem deutschen Unrechtsstaats das eigene Daseinsrecht abgesprochen zu bekommen. Es ist unfassbar, dass die Deutschen damals ihre ethnischen Säuberungen sogar im Radio angekündigt haben. Und alle haben gewusst, was mit jenen passiert, die weggeholt und abtransportiert wurden. Alle haben es gewusst!

  10. Cover des Buches Ich bin dann mal weg (ISBN: 9783492307116)
    Hape Kerkeling

    Ich bin dann mal weg

     (4.050)
    Aktuelle Rezension von: MarionS

    Ich habe die Reise mir Hape Kerkeling total genossen! Sehr zu Empfehlen. 

  11. Cover des Buches Mein Leben (ISBN: 9783570551868)
    Marcel Reich-Ranicki

    Mein Leben

     (243)
    Aktuelle Rezension von: Stephan_Belka

    Der Meister der Literaturkritik!
    Dieses Buch nehme ich gerne an!!!

  12. Cover des Buches Memento Monstrum (ISBN: 9783649630104)
    Jochen Till

    Memento Monstrum

     (46)
    Aktuelle Rezension von: Igelmanu66

    »Nie war es so schwer wie heute, in all meinen 589 Lebensjahren nicht. Unzählige Kriege habe ich schadlos überstanden, etliche Naturkatastrophen konnten mir nicht den Garaus machen, Feuersbrünste sind einfach an mir abgeprallt, selbst die vielen Mordanschläge des heimtückischen Van Helsing habe ich überlebt. Ob ich die vor mir liegende Zeit heil überstehen werden, ist allerdings äußerst fraglich.«

     

    Graf Dracula hat in seinem langen, untoten Leben wirklich schon sehr viel erlebt, aber das Beaufsichtigen von kleinen Kindern gehörte nicht dazu. Und nun lassen ihn Frau und Tochter schmählich im Stich, vergnügen sich bei einem Wellness-Wochenende mit Übertagung und überlassen ihm die Betreuung der drei Enkel. Ein Alptraum!

    Anfangs ist er noch rettungslos überfordert, doch dann findet er zum Glück heraus, dass die kleinen Monster begeistert an seinen blutigen Lippen hängen, während er aus seinem Leben erzählt. Und da gibt es so einiges zu berichten!

     

    Ich habe ja schon ein paar Vampirgeschichten für Kinder gelesen, aber noch nie eine so niedlich-lustige wie diese hier! Ich bin total begeistert, habe manches Mal laut gelacht und meiner Umgebung Passagen vorgelesen.

     

    Schon die Ausgangssituation macht Spaß. Graf Dracula hat Familie und fürchtet sich vor seinen Enkeln – herrlich! Aber noch schöner sind seine Geschichten, der Autor hat sich mit großer Fantasie die unglaublichsten und schrägsten Dinge einfallen lassen. So erfahre ich beispielsweise, dass Dracula mit dem Yeti ein ganz besonderes Erlebnis hatte, ich lese über sein erstes Haustier und seine Zeit als Geheimagent, ich begegne sehr bekannten Persönlichkeiten und einem ungewöhnlich begabten Werwolf. Und natürlich macht Van Helsing nichts als Ärger, zieht aber stets den Kürzeren.

     

    Die witzigen Texte werden von tollen Illustrationen begleitet. Farbenfroh, witzig und durchweg liebenswert. Der Graf und seine Familie werden als niedliche Fledermäuse dargestellt, vor ihnen sowie vor sämtlichen anderen Monstern muss sich kein Kind fürchten. In der Summe ergibt das einen großen Lesespaß für Kinder und Kinder im Herzen. Am besten mit einem leckeren Lolli, Blutgruppe B ;-)

     

    Fazit: Toll illustrierte, herrlich witzige und liebenswerte Geschichte voller Vampire und Monster, vor denen sich niemand fürchten wird.

  13. Cover des Buches Tender Bar (ISBN: 9783596176151)
    J.R. Moehringer

    Tender Bar

     (402)
    Aktuelle Rezension von: Dolores999

    Ich bin auf dieses Buch gestoßen, weil mich die Biographie von Andre Agassi, Open, begeistert hat. Sie stammt vom selben Autor.

    In beiden Büchern zieht Moehringer den Leser in eine dichte, intensive Atmosphäre. Im Weiteren konzentriere ich mich nur auf Tender Bar, dem Ort, der einen prägt, zu dem man immer zurückkehrt, der einem eine wichtige Stütze ist - und der gerade deswegen seine negativen Seiten verschleiert.

    Tender Bar ist vor den in den 1970er und 80er vaterlos aufwachsenden JR so ein Ort. Er sucht nach Orientierung und Identifikationsfigur, er bewundert und verehrt alle Männer - einfach weil sie Männer sind, und es im Leben keine gab.

    In gewisser Weise lebt er den amerikanischen Traum, denn obwohl er aus sehr armen Verhältnissen stammt, gelingt es ihm, ein Voll-stipendium für Yale zu bekommen. Doch dort, genau wie in seinem Volontariat bei der Times, fehlt ihm der nötige Biss, um "durchzustarten". Ihm fällt alles schwer, alles gelingt alles spät, aber doch.

    Tender Bar besticht vor allem durch den tiefgründigen, vielschichtigen JR, Moehringer selbst, durch die ergreifende und zugleich unaufdringliche Sprache - bis auf winzige Stellen meisterhaft von B. Jakobeit übersetzt. 

    Von mir eine klare Empfehlung, ein Muss für alle, die in einem Buch, einer Geschichte, in Figuren abtauchen wollten.


  14. Cover des Buches Nah und Fern (ISBN: 9783453404793)
    Nicholas Sparks

    Nah und Fern

     (168)
    Aktuelle Rezension von: Anjacy
    Interessiert hat mich das Buch anfänglich, weil ich selber gerne Reise. Beim Lesen ist jedoch das Interesse der Reiseberichte in den Hintergrund gerückt, da die Lebensgeschichte mit diesen Schicksalsschlägen in den Vordergrund rückt. Man hofft bis zum Schluß, daß "es" nicht passieren wird, obwohl man ja weiß, daß nur noch die beiden Brüder leben. Wirklich toll geschrieben.
  15. Cover des Buches Das Leben ist ein listiger Kater (ISBN: 9783423253765)
    Marie-Sabine Roger

    Das Leben ist ein listiger Kater

     (172)
    Aktuelle Rezension von: AutorinLauraJane

    An die Ursachen kann er sich nicht erinnern. Er weiß nur, er ist in die Seine gefallen und hat sich dabei so schwere Verletzungen zugezogen, dass er wochenlang ans Krankenhausbett gefesselt sein wird. Ein Albtraum für den menschenscheuen Griesgram Jean-Pierre! Denn ständig platzen die unterschiedlichsten Menschen ungebeten in sein Krankenzimmer: die 14-jährige Maëva, der junge Polizist Maxime oder Camille, der Student, der ihn aus dem Fluss gefischt hat. Dabei sind es gerade diese Störfaktoren, die Jean-Pierre helfen, wieder gesund zu werden – und die seine Misanthropie aus den Angeln heben. (Klappentext)


    Zu allererst einmal muss ich sagen: Die Geschichte war wundervoll. Es war schön, Jean-Pierre kennenzulernen und seine Vergangenheit, seinen Wandel und seine mögliche Zukunft als Leserin mitzuerleben.

    Der Schreibstil ist flüssig, allerdings mich haben anfangs die gestreuten Einblicke in sein Leben, das er niederschreiben möchte, irritiert. Es gab keine Erklärung, kein Zeichen, keine Markierung. Im nächsten Absatz ging es dann plötzlich einfach um etwas völlig anderes. Ich habe mich zwar schnell daran gewöhnt und wusste, was los war, doch ich hätte mir irgendein Zeichen oder eine Markierung gewünscht.

    Außerdem haben mich seine Beschreibungen der Leute gestört. Sowohl der Besucher und Mitarbeiter im Krankenhaus, als auch in seiner Vergangenheit. Das mag zwar mit seinem Charakter zu tun haben, nichtsdestotrotz stieß es mir negativ auf.

    All das konnte jedoch nicht den Charme zunichte machen, den das Buch besaß.

    Auch die lustigen und teils skurrilen Begebenheiten waren ein absolutes Highlight der Geschichte.


  16. Cover des Buches Der Junge muss an die frische Luft (ISBN: 9783869523484)
    Hape Kerkeling

    Der Junge muss an die frische Luft

     (104)
    Aktuelle Rezension von: Henri3tt3
    Hape Kerkeling erzählt von seiner Kindheit einerseits sehr sensibel und berührend, aber andererseits auch voller Lebenslust und Komik. Ich hatte viel Freude beim Hören und kann das Hörbuch nur jedem empfehlen. Nur Menschen, die nicht stabil genug sind, wenn es um die Themen Depression, Selbstmord und Tod geht, sollten hier vorsichtig sein!
  17. Cover des Buches Der Honigbus (ISBN: 9783596703067)
    Meredith May

    Der Honigbus

     (111)
    Aktuelle Rezension von: Emkeyseven

    In dieser Autobiografie geht es um die Erlebnisse der Autorin nach der Scheidung ihrer Eltern als sie fünf Jahre alt war. Während ihre Mutter in Depressionen und Selbstzweifeln versinkt und Meredith und deren kleinen Bruder stark vernachlässigt, kümmern sich die Großeltern um die beiden Kinder. Meredith ist besonders fasziniert von der Arbeit ihres Großvaters und lernt viel über Bienen, Honig und die Natur.

    Zwischendurch hatte ich zwar Mitleid mit ihr, aber ich habe die Mutter trotzdem als Verursacherin der meisten Probleme empfunden. Sie hatte es nicht leicht, auch andere Menschen hatten einen Anteil daran, dass sie so geworden ist, aber das entschuldigt ihr Verhalten auch nicht. Nach der Scheidung benimmt sie sich, als sei ihr Leben vorbei und die Kinder leiden darunter. Das bietet zwar eine spannende Geschichte, aber es ist auch so furchtbar traurig.

    Meredith findet aber Trost in den Bienen. Wegen ihrer eigenen kaputten Familie bewundert sie noch mehr, wie sie sich um einander kümmern, wie jede Biene ihre Aufgabe erledigt und Teil eines großen Ganzen ist. Man begleitet Meredith durch ihre Kindheit, die davon geprägt ist, dass ihre Mutter nicht da ist und ihre Großmutter diese wieder aufpäppeln möchte.

    Aber dann sind da eben noch der wunderbare, herzliche Großvater und seine Bienen! Man lernt hier wirklich eine ganze Menge und kann auch so gut spüren, wie viel der Autorin nicht nur die gemeinsame Zeit mit ihrem Großvater bedeutet und mit wie viel Liebe sie diese Zeit verbindet, man fühlt auch richtig, wie sehr ihr die Bienen am Herzen liegen und das konnte mich wirklich berühren.

    Fazit
    "Der Honigbus" hat mich positiv überrascht. Merediths Kindheit mit ihrer schwierigen Mutter und ihrer Liebe zu den Honigbienen konnte mich wirklich berühren!

  18. Cover des Buches Die 13 ½ Leben des Käpt'n Blaubär (ISBN: 9783328107682)
    Walter Moers

    Die 13 ½ Leben des Käpt'n Blaubär

     (2.134)
    Aktuelle Rezension von: SonjaMarschke

    Dieses Buch ist so vieles auf einmal: Komödie, Abenteuerroman, Liebesgeschichte, ... vor allem aber eines: großartige Unterhaltung!

  19. Cover des Buches Good Morning, Mr. President! (ISBN: 9783499633522)
    Beck Dorey-Stein

    Good Morning, Mr. President!

     (37)
    Aktuelle Rezension von: seschat
    Beck Dorey-Stein (*1986) hat von 2012 bis 2017 als Stenografin für den amerikanischen Präsidenten Barack Obama gearbeitet. Über ihre Erlebnisse in dieser besonderen Zeit berichtet sie im vorliegenden Buch. Mir hat vor allem die offene Art der Autorin gefallen. Sie war sich nie zu fein auch über Niederlagen und persönliche Missgeschicke zu reden. Wenn immer es um Präsident Obama ging, menschelte es sehr. Dorey-Stein begegnete ihn z. B. bei den morgendlichen Fitnesseinheiten oder auf Auslandsreisen. Sonst stand sie als Stenografin eher im Hintergrund des Geschehens, schnitt Interviews, Reden etc. mit, wurde aber Teil einer eingeschworenen (Presse-)Gemeinschaft. Zu viel Raum nahm m. E. allerdings ihre Affäre mit Jason, einen einflussreichen Mitarbeiter im Obama-Team und Womanizer, ein. Die hier gezeigten Teenagerallüren wollten nicht so recht ins Bild passen. Nichtsdestotrotz gewährt Dorey-Steins Buch interessante Einblicke in den US-politischen Mikrokosmos namens Weißes Haus. 


  20. Cover des Buches Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull (ISBN: 9783100483430)
    Thomas Sprecher

    Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull

     (289)
    Aktuelle Rezension von: Nickmeh

    Es fängt spannend an, wie man es bei Romanen von Mann gewohnt ist. 

    Er erzählt die Geschichte eines Jungen namens Felix Krull, der schon früh für sich entdeckt, wie man durch Lügereien, im Leben etwas erreichen kann. Vor allem der Anfang (bis hin zur Mitte) ist interessant: Felix wird in wohlhabenden Verhältnisse groß, da sein Vater sich aber verspekuliert, todkrank wird und letztlich früh verstirbt, muss er mit seiner Mutter nach Frankfurt ziehen, die in der Nähe des hiesigen Bahnhofsviertels, eine kleine Pension eröffnet. Nach einer Weile wird Felix Hotelpage in einem renommierten Pariser Hotel. Er kommt mit seiner eleganten und redegewandten Art gut bei den Gästen an. Mich als Leser hat immer seine Sensibilität in Bezug auf Natur und Tierwelt imponiert, was vielleicht verwundert, wenn man bedenkt, wie lügnerisch, betrügerisch und kaltschnäuzig Felix zuweilen ist.


    Nach einer Zeit macht er dann eine Weltreise, unter einer falschen Identität. Ihm führt es zuerst nach Lissabon. Nur von dieser Station bekommen wir etwas mit. Der Roman endet abrupt wie zusammenhanglos. Vom Ende bin ich daher wirklich enttäuscht.

  21. Cover des Buches Bestseller (ISBN: 9783462048537)
    Klaus Modick

    Bestseller

     (25)
    Aktuelle Rezension von: thiefladyXmysteriousKatha

    Bestseller

    Dieses Buch wurde mir im Zuge eines Unikurses zum Thema Lektorat und Literaturbetrieb sehr empfohlen, da es diesen etwas entromantisiert und vor allem die Berechenbarkeit von Verlegern, Agenten, etc. aufzeigt, die alle nur nach dem nächsten Bestseller suchen. Ganz so schwarz und düster sehe ich den Literaturbetrieb zwar nicht, aber als Mitarbeiterin im Verlagswesen finde ich es sehr wichtig dieses auch zu hinterfragen (bzw. die gesamte Buchbranche). Von Klaus Modick hatte ich eh bereits einiges gehört und wollte endlich auch mal ein Buch von ihm lesen. Dieses war sicherlich eine gute Wahl.


    Inhalt

    In Tante Theas Koffer findet ihr Erbe, der mittelmäßig erfolgreiche und chronisch klamme Schriftsteller Lukas Domcik, ein Konvolut mit Aufzeichnungen aus ihrer Jugend in den Dreißiger- und Vierzigerjahren. Zunächst kann er mit dem unsäglichen Backfischgeschreibsel nichts anfangen. Doch dann lernt er die schöne Rachel kennen. Um ihr ganz nahezukommen und um endlich auch mal das ganz große Geld zu machen, entwirft er einen genialen Plan: Mit leichter Hand und reichlich Chuzpe ließe sich aus dem deutschen Schicksal der Tante ein anrührender Weltbestseller verzapfen. Doch im Rausch seiner Amour fou verliert Domcik schon bald die Übersicht …


    Meine Meinung

    „Die Korrektur, dass es nicht bräuchte, sondern brauchte zu heißen habe, verkniff ich mir.

    War ich denn der Deutschlehrer dieses Mannes?“

    Allein dieses Zitat auf den ersten Seiten des Buches brachte mich sehr zum Schmunzeln, denn diesen Fehler bemerke ich auch immer wieder in deutschen Texten, die ich für Verlage korrigiere. Modick schildert nicht nur den ein oder anderen lustigen Sprachfehler von Autoren (oder LeserInnen) in seinem Buch, sondern auch sehr skurrile Lesesituationen, Erlebnisse als mittelmäßig erfolgreicher Autor und die Einstellung vieler Verlage, die ausschließlich monetären Interessen nachgehen und sich immer weniger um das Kulturgut Buch kümmern.

    Der Verleger im Buch fragt sich eigentlich nur noch: "Was würde Hollywood dazu sagen?" und "Wie lässt sich ein Produkt im Markt positionieren?" Für ihn ganz klar: Dokufiktion, am besten noch zum Thema deutsche Vergangenheit.

    Sein Autor, Lukas Domcik, ist schockiert und mag dies zuerst nicht schreiben. Doch seine „guten“ Romane verkaufen sich nicht. Daraufhin bastelt er aus den Hinterlassenschaften seiner verstorbenen Tante Thea eine rührende schwulstige Liebesgeschichte in Zeiten des zweiten Weltkrieges und sucht sich eine junge attraktive Frau als „Co-Autorin“, welche auch zum vermarkten dieser kitschigen, klischeeüberladenen Dokufiktion dienen soll.

    Im Buch kann man das Exposé zu besagter Geschichte lesen und ich habe mich gekrümmt vor Lachen. Genauso klischeehaft sind zahlreiche erfolgreiche Bücher aufgebaut (und ich möchte mich gar nicht davon freisprechen diese nicht auch zu lesen) und scheinbar ist solche Literatur unsere Zukunft.

    Lukas wird dann auch noch schön übers Ohr gezogen und für ihn gibt es kein Happy End. Das fand ich einmal sehr erfrischend. Nicht nur der satirische Blick, sondern auch Lukas eigene Persönlichkeitskrise war interessant zu verfolgen. Für mich hat dieses Buch zwar nicht immer recht aber es regt zum Nachdenken an und bringt einem auch zum Lachen.

    Daher kann ich es nur jedem empfehlen, der den Literaturbetrieb einmal kritisch beleuchten möchte.

  22. Cover des Buches Ghost (ISBN: 9783453406148)
    Robert Harris

    Ghost

     (119)
    Aktuelle Rezension von: BenMillennium

    Inhalt:

    Der britische, ehemalige Premierminister Adam Lang möchte seine Memoiren durch einen neuen Ghostwriter fertigstellen lassen, nachdem sein ursprünglicher Ghostwriter auf ungeklärte Weise zu Tode gekommen ist (bzw. es war als Unfall deklariert worden. Aus der "Ich-Perspektive" begleiten wir den neuen Ghostwriters des Ex-Primiers. Bei den Nachforschungen über Adam Lang deckt der Ghostwriter mehr und mehr Indizien und Hinweise auf, die den Ex-Premierminister mit grauenhaften Kriegsverbrechen in Verbindung bringen könnten. Dabei geht es bald schon um Leben und Tod und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt...


    Meinung:

    Für mich nach Intrige der beste Harris. Auch in diesem Buch schafft es Harris wieder wahre Gegebenheiten mit einer Würze Fiktion und einem alternativen Ende zu einem spannenden, fesselnden Roman zu bündeln, der einem durchaus so glaubwürdig erscheint, dass man denken könnte, das Buch ist doch mehr als nur ein gut recherchierter Roman! Mehr seht ihr in meinem Video.

    5 fette Sterne für diese politische Abrechnung mit dem Ex-Premierminister Tony Blair.  

  23. Cover des Buches Gregs Tagebuch - Von Idioten umzingelt! (Sonderausgabe) (ISBN: 9783833936586)
    Jeff Kinney

    Gregs Tagebuch - Von Idioten umzingelt! (Sonderausgabe)

     (761)
    Aktuelle Rezension von: hatschivy

    Eine lustige Geschichte aus dem Alltag von Greg dem Protagonisten, wie er mit dem Schulalltag, Schulaufführungen, seinem besten Freund Rupert, seinem pubertierendem älterem Bruder Roger und dem kleinen Bruder Manni zurecht kommt.

  24. Cover des Buches Erinnerung des Herzens (ISBN: 9783453421448)
    Nora Roberts

    Erinnerung des Herzens

     (48)
    Aktuelle Rezension von: Frau-Aragorn

    Eines der eher älteren Bücher der Bestsellerautorin, aber es hat über die beinahe 3 Jahrzehnte seit seiner Ersterscheinung nichts von seiner Aktualität und seiner Spannung eingebüßt.

    Wir begegnen Julia, die von der berühmt berüchtigten Schauspielerin Eve dazu verpflichtet wird ihre Biografie zu verfassen. Beim Schreiben der selbigen, werden bald Skandale und Erinnerungen wach, die besser in Ruhe gelassen worden wären.

    Wie auch bei vielen anderen Büchern, versteht es Nora Roberts auch hier wieder ihre Charaktere authentisch und mit viel Zeit und noch mehr Facetten einzuführen und auszubauen. Alle Protagonisten ergänzen sich detaillegetreu und fließend mit den vielen Nebencharakteren. Jeder Charakter kriegt seine Chance sich selbst zu erzählen.

    Die Geschichte ist gut aufgebaut und schwenken immer zwischen Eves Vergangenheit und der Gegenwart hin und her. Es könnte leicht langatmig werden, aber das ist es nicht. Eve hatte ein interessantes Leben. Man konnte zwischendurch sogar ein paar Mal vergessen, dass es reine Fiktion ist.

    Roberts ist und bleibt die Königin der Beziehungsentwicklung unter ihren Protagonisten. Die Verbindung zwischen Julia und Paul ist selbstverständlich wie immer wunderschön hervorgearbeitet, in diesem Buch sind es aber vor allem die anderen zwischenmenschlichen Beziehungen, die einem ins Auge fallen und sich im Herzen festsetzen. Gerade die Beziehung von Paul und Brandon ist sehr schön, oder auch die zwischen Eve und Julia.

    Durch einen zwar kurzen, aber spannend gehaltenen Prolog führt Roberts ihre Geschichte ein, und genau dieser Prolog ist es, der den Spannungsbogen über die ganze Geschichte hinweg stetig aufrecht erhält.

    Einfach super gemacht von der Grand Dame der Unterhaltungsliteratur. Mehr kann man dazu gar nicht sagen.

    Einzig und allein die vielen Übersetzungsfehler könnte man bemängeln, da dieses Buch aber vor dreißig Jahren übersetzt und bestimmt seitdem verbessert wurde, finde ich, sollte ihm das nicht angelastet werden.

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