Bücher mit dem Tag "menschenaffen"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "menschenaffen" gekennzeichnet haben.

25 Bücher

  1. Cover des Buches Das Affenhaus (ISBN: 9783499256196)
    Sara Gruen

    Das Affenhaus

     (170)
    Aktuelle Rezension von: Leseleni

    Ich hatte große Erwartungen an das Buch, weil ich von Affen immer wieder fasziniert bin.

    Ich fand die Story persönlich aber eher schwach. Zwar ganz anderes, als sonstige aber irgendwie auch nicht überraschend. Aber auch nicht so, dass man am Anfang weiß wie es ausgehen wird, aber auch nicht so, dass ich sage: wow mit dieser Wendung hätte ich jetzt nicht mitgerechnet. Teilweise wirken Sidestorys wie die plötzliche entdeckte Vaterschaft als Lückenfüller um das Buch voll zu bekommen, nicht aber wirklich so, dass es dir Story enorm weiterbringt.

    Habe es allen im allen gerne gelesen, aber wahrscheinlich waren meine Erwartungen an das Buch einfach zu hoch oder es passte gerade nicht zu meiner Lese-Stimmung.

    Ich würde auch keinem Abraten, dass Buch nicht zu lesen, aber mich hat es nicht gepackt.

  2. Cover des Buches Liebe (ISBN: 9783442155545)
    Richard David Precht

    Liebe

     (126)
    Aktuelle Rezension von: Journeyurbooksoul

    Das Buch von Richard David Precht erklärt Liebe durch verschiedene Perspektiven und Theorien näher. Liebe - als Handlung, Verhalten, Phänomen, Verlauf, biologischer und historischer Hintergrund, Idee, (...). 

    Es hilft den anderen und sich selbst in diesem Kontext besser zu verstehen. 

    Für mich persönlich ist das Buch einerseits sehr informativ, andererseits durch den Schreibstil zu langatmig. 

    Seine Vorträge zum Buch und auch das Buch selbst haben meinen Kenntnisstand bereichert und verhelfen zu mehr Selbst- Verständnis und Selbstreflexion. 

  3. Cover des Buches Lucy (ISBN: 9783423248907)
    Laurence Gonzales

    Lucy

     (105)
    Aktuelle Rezension von: Sjard_Seliger

    Mein erster bewusst gelesener Roman, statt wie üblich Krimi & Thriller. "Lucy" ist ein überaus gelungener Spannungsroman, welcher durch seine originelle Story und sehr gut gestaltete Charaktere begeistert. 

    Zur Story: Die Geschichte handelt von dem Teenager-Mädchen Lucy, die bei ihrem Vater, einem Primatenforscher, im zentralafrikanischen Kongo geboren und aufgewachsen ist - fernab jeglicher Zivilisation, aber mit Heimunterricht durch ihren Vater. Nach lokalen Unruhen und Aufständen von Rebellen des Kongo wird Lucy's Familie ermordet, und die banchbarte Forscherin Jenny Lowe findet Luca, und nimmt sie mit nach Hause zu sich in die USA, genauer gesagt nach Chicago. Dort angekommen muss sich Lucy erst einmal mit den Gegebenheiten des mordernen Amerika zurechtfinden und lernt nach und nach ihre neue Umgebung kennen. In Amanda findet sie sogar eine neue beste Freundin, mit der sie zusammen mit Jenny von da an ein scheinbar normales Leben führt.... Doch auch einige böswillig gesinnte Menschen sind hinter Lucy her. Denn wie sich bald herausstellt, ist Lucy ein Hybridwesen mit Bonobo-Genen, ihre Mutter eine Primatin und sie das Ergebnis des ersten weltweit gelungenen "Zucht"-Versuchs eines Hybriden. Und dies ruft leider auch religiöse Ethik-Fanatiker und andere Spinner auf den Plan, die Lucy nichts Gutes wollen. So geraten die drei Frauen immer mehr unter Druck und müssen schnell eine Lösung finden... 

    In einem überaus flüssigem und sympathischen Schreibstil beschreibt Autor Laurence Gonzales einfühlsam und moralisch den spannenden Werdegang dieses hochinteressanten Mädchens, welches nach außen hin so unscheinbar und völlig normal wirkt - ohne dabei allzu mahnend zu sein oder den moralischen Zeigefinger zu erheben. Er erzählt und beschreibt einfach die Tatsachen, und man erfährt dadurch sehr viel über die Natur der Spezies Mensch, und seine Verbindung und seinen Stellenwert in der Welt. Generell ist diese Geschichte auf so vielen Ebenen philosophisch veranlagt. Als Leser fängt man selber oft an zu grübeln und zu reflektieren.  

    Denn gleichzeitig handelt es sich auch um eine indirekte Aprangerung des regliösen Fanatismus, die unter dem Deckmantel der Ethik ihr krankes Weltbild durchbringen wollen. Ein Hybridwesen wie Lucy, sofern sie (oder sowas) jemals existieren sollte, zu verschmähen und zu ächten wie im Buch, ist absolut inakzepotabel und einfach nur dumm von den Menschen. Die Ethik hat in der Wissenschaft NICHTS zu suchen, und die Schmähung von einem Wesen wie Lucy hat mich beim Lesen oft fast schon wütend gemacht. Und denn noch die Frechheit besitzen, es mit scheinheiligem Religions-Bockmist aus dem Mittealter zu rechtfertigen bestätigt nur meine absolute ANTI-Haltung gegenüber der Ethik, die nichts weiter ist, als ein moralischer Stinkefinger, der die Erkenntnisse und Errungenschaften der Wissenschaft bewusst und mutwilig auszubremsen und zu sabotieren versucht! 

    Da diese Geschichte in den USA spielt, tauchen natürlich auch wieder einige amerikanische Wiedererkennungsmerkmale auf, jedoch werden diese diesmal angenehm sachlich und nüchtern beschrieben. Viel mehr wird die wundervolle Natur und die Tierwelt der nördlichen USA hervorgehoben. 

    Alles in Allem ist "Lucy" ein toller Spannungsroman mit einer sehr originellen Story mit klasse Charakteren, viel Gefühl und interessant & intelligent geschrieben.

  4. Cover des Buches Tiefe Wunden (ISBN: 9783868046922)
    Nele Neuhaus

    Tiefe Wunden

     (31)
    Aktuelle Rezension von: Dirk1974

    Ein 92-jähriger Mann wird mit einem Genickschuss in seinem eigenen Haus ermordet. Er war Überlebender des Holocaust und Berater der amerikanischen Regierung. Was steckt hinter dem Mord? Kurz darauf kommt es zu zwei weiteren Morden nach dem gleichen Muster. Hauptkommissar Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff ermitteln. Doch keine 24 Stunden nach dem ersten Mord taucht der Sohn des Toten auf und sorgt dafür, dass die Leiche sofort überführt wird. Hängt diese Eile womöglich mit dem Fund zusammen, den die Gerichtsmedizin gerade noch bei der Obduktion entdeckt hat? Am Arm des Toten befindet sich eine kaum erkennbare Blutgruppentätowierung, wie sie nur Angehörige der SS getragen haben.


    Im Laufe der Ermittlungen deutet immer mehr auf ein 60 Jahre altes Geheimnis, dass die Opfer miteinander verbunden hat. Nele Neuhaus macht mit dem Hörer eine Zeitreise in die 40er Jahre und stellt gekonnt nach und nach die Verbindung zur heutigen Zeit her. 


    Neben den kriminalistischen Ermittlungen spielt auch wieder das Privatleben der Hauptprotagonisten eine Rolle, was die Erzählung etwas auflockert und der Buchreihe einen unverwechselbaren Charakter gibt.


    "Tiefe Wunden" ist der dritte Fall in der Bodenstein-Kirchhoff-Reihe. Er ist diesmal sehr geschichtsträchtig. Die Geschichte wird spannend erzählt, doch bei der großen Zahl von Protagonisten, verliert man auch schonmal den Überblick. Hier wäre weniger mehr gewesen. Der Gesamtplot gefällt mir aber gut und auch Oliver Siebeck hat wieder hervorragend gelesen.


    Insgesamt gebe ich dem Hörbuch 4 von 5 Sterne.

  5. Cover des Buches Adam der Affe (ISBN: 9783741852015)
    Wolfgang Wambach

    Adam der Affe

     (14)
    Aktuelle Rezension von: YH110BY
    Der 13jährige Kenny ist gehörlos und wird deswegen in der Schule immer gehänselt. Eines Tages ist ein Zirkus in der Stadt und dort sieht er den Schimpansen Adam, der in einem Käfig eingesperrt ist und auch die Gebärdensprache beherrscht. Als Kenny sieht, dass Adam zu Unrecht für einen Unfall verantwortlich gemacht wird, hilft er dem Schimpansen zu flüchten. Ihr Weg führt sie zu einem Professor in Kieselstadt, der Adam die Gebärdensprache beigebracht hat....Das Kinderbuch ist ganz nett zu lesen, könnte aber etwas ausführlicher abgehandelt werden. Man erfährt nicht viel darüber, was in Kenny und Adam vorgeht und die Geschichte wirkt etwas gehetzt erzählt. Ein Ereignis jagt das Andere. Zum Schluß gibt es noch einige interessante Dinge über Affen zu erfahren und Fotos von verschiedenen Affen. Auf jeden Fall hat das Buch meinem 8jährigen Sohn ganz gut gefallen!
  6. Cover des Buches Der Affe in uns (ISBN: 9783423345590)
    Frans de Waal

    Der Affe in uns

     (14)
    Aktuelle Rezension von: annlu

    Persönlich bin ich dafür, kein Blatt vor den Mund zu nehmen – aus Zimperlichkeit geborene Euphemismen haben im wissenschaftlichen Diskurs nichts zu suchen.

    Was macht den Mensch so einzigartig? Hat er nicht mehr mit seinen nächsten Verwandten gemein, als angenommen? In diesem Buch wird ein Vergleich gezogen zwischen dem Mensch und seinem Verhalten und den Menschenaffen. Neben einfachen Vergleichen und Annekdoten aus dem Leben seiner Schützlinge betrachtet Frans de Waal die menschlichen Eigenschaften Machtsuche, sexuelles Verlangen, Gewaltbereitschaft und Sanftmut genauer und vergleicht uns dabei mit den Affen. Er betrachtet besonders Schimpansen und Bonobos – der eine als „aggressiver Mörder“, der andere als „erotischer Friedensstifter“. Allerdings stellt er selbst klar, dass diese Aussagen Verallgemeinerungen sind und beiden Arten sowohl gute als auch schlechte Eigenschaften zueigen sind – genauso, wie den Menschen.


    Neben dem sehr interessanten Thema war es hier der Schreibstil, der mich überzeugen konnte. Basierend auf wissenschaftlichen Untersuchungen und jahrelangen Beobachtungen erzählt de Waal zu den einzelnen Themen vor sich hin, vermischt dabei einfache Vergleiche mit Erzählungen zum Verhalten der Affen, Ereignissen aus seinem Leben und Vergleichen zu anderen Wissenschaftlern und deren Aussagen. So war das Buch nicht nur herrlich leicht zu lesen, sondern dabei auch noch unterhaltsam.

    Faszinierend fand ich dabei wie persönlich die Geschichten um „seine“ Affen klangen. Nicht nur werden sie mit Namen und eigenem Charakter vorgestellt, man spürte auch den engen Kontakt, den er zu den Tieren pflegte. Durch das immer wieder Auftauchen einzelner Affen hatte auch ich das Gefühl, einige davon näher kennenzulernen.

    Besonders in seinen Vergleichen zur gesellschaftlichen Meinung brachte de Waal seine persönliche Meinung zum Ausdruck. Dabei konnte er mitunter auch sarkastisch werden. Unterhaltend – besonders durch den Spott, den er manchmal zum Ausdruck bringt – waren für mich auch die ab und zu eingefügten Annekdoten in denen er sich mit anderen Wissenschaftlern auseinandersetzt.

    Die Themen, die er anschneidet sind nicht immer Charaktereigenschaften, die der Mensch sich gerne zugesteht. Seien es die Gier nach Macht, als auch der Reiz sexueller Erfahrungen werden gerne verschleiert. De Waal spricht hier sehr offen und direkt die einzelnen Begebenheiten an, nennt sie beim Namen und versucht nicht umständlich zu umschreiben. Besonders auffallend war das beim Thema Sex, der bei den Bonobos in unterschiedlichen Varianten und Ausprägungen vorkommt. Ich war schon sehr gespannt darauf, wie er hier Bezüge zum Menschen ziehen wird.

    Indem er immer wieder auf die Menschenaffen zurückgreift, will de Waal hier klarstellen, dass viele der menschlichen Eigenschaften gar nicht so rein menschlich sind. Dennoch ist das Hauptobjekt der Betrachtungen weder der Schimpanse noch der Bonobo, sondern der Mensch mit seinem Verhalten und sozialen Systemen.

    Überraschend war für mich, dass sich hinter den negativ oder positiv assoziierten Kapitelüberschriften immer auch das Gegenteil wiederfand. So wird im Teil zur Gewalt auch auf die Möglichkeiten eingegangen, diese zu vermeiden oder Frieden zu schließen. Das Kapitel zur Sanftmut, das auf Kooperation und Gegenseitigkeit eingeht, beschäftigt sich aber auch mit Ungerechtigkeit und Neid.

    Fazit: Ein amüsant geschriebenes, locker zu lesendes Sachbuch, das nicht nur durch das übermittelte Wissen überzeugt, sondern vielmehr durch die vielen eingebauten Geschichten und Annekdoten.

  7. Cover des Buches 2001. Odyssee im Weltraum (ISBN: 9783453301375)
    Arthur C. Clarke

    2001. Odyssee im Weltraum

     (76)
    Aktuelle Rezension von: Marisa_Agnatova

    Die meisten werden Stanley Kubricks Film kennen. Und tatsächlich ist alles Wesentliche des Films hier im Buch bereits enthalten. Die große Vision des Arthur C. Clarke hat Kubrick in großartige Bilder umgesetzt. Leider gelingt dem Autor Clarke das nur stellenweise. Ihm fehlt zur kongenialen Umsetzung seiner Idee schlicht das erzählerische Können. Seine Hauptfigur, Bowman, die einzige Person, die in dieser Geschichte das Potential zur Identifikationsfigur hat, taucht auf Seite 79 erstmals auf. Und auf den verbleibenden 120 Seiten gelingt es Clarke nicht, seine Hauptfigur zum Leben zu erwecken. 

    Für diejenigen, die den Film kennen und dessen Ende unverständlich fanden, kann das Buch allerdings interessant sein. Denn es bietet im Gegensatz zu Kubrick eine Erklärung.      

  8. Cover des Buches Gorillas im Nebel (ISBN: 9783426048085)
    Dian Fossey

    Gorillas im Nebel

     (34)
    Aktuelle Rezension von: KruemelGizmo
    Ich wollte dieses Buch schon lange lesen und bin vielleicht mit zu großen Erwartungen daran gegangen. Das Buch besteht zum größten Teil aus einer Aufzählung von Fakten, mir kommt das eigentliche Leben der Gorillas oder von der Autorin zu kurz. Auch der Schreibstil war nicht meiner und ich musste mich ein wenig durch das Buch kämpfen. Wer an bloßen Faktenwissen interresiert ist, wird an diesem Buch gefallen finden.
  9. Cover des Buches Mamas letzte Umarmung: Die Emotionen der Tiere und was sie über uns aussagen (ISBN: 9783608964646)
    Frans de Waal

    Mamas letzte Umarmung: Die Emotionen der Tiere und was sie über uns aussagen

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Schneeflamme

    „Mamas letzte Umarmung- Die Emotionen der Tiere und was sie über uns aussagen“ von Frans de Waal mit der ISBN 9783608964646. Der Autor gilt als der weltweit führende Forscher auf diesem Gebiet Verhaltensforschung bei Tieren. Sind Affen die besseren Menschen? De Waal schildert anschaulich, wie Tiere – insbesondere Menschenaffen – empfinden, mitempfinden, leiden, sich freuen, sozial sind, trauern, wütend, umgänglich sind. Somit ein Muss für alle die gerne Tierdokus im Fernsehen sehen. Denn man lernt nicht nur etwas über Tiere, sondern auch erstaunliches über die eigene Rasse. „Als Menschen sich noch die Hand geben durften, rochen sie danach an der Hand, vor allem, wenn sie Kontakt zu einer Person gleichen Geschlechts hatten. Instinktiv halten wir unsere Hand nahe ans Gesicht, um die chemische Duftmarke wahrzunehmen, die Aufschluss über die Verfassung des anderen gibt“, schreibt der Primatenforscher. Und wieder sind wir ein Stück schlauer, denn auf jeder Seite gibt es etwas zum staunen. Zum anderen staunt man als Leser über die Beobachtungsgabe des Forschers. Somit ein sehr spannender Buchtitel.

  10. Cover des Buches Congo (ISBN: 9783426602904)
    Michael Crichton

    Congo

     (65)
    Aktuelle Rezension von: Aki
    ich hab das Buch schätzungsweise 20 Jahre zu spät gelesen. Viele der genannten Dinge sind schon überholt und das ganze Gerede über Technik hat mich überhaupt nicht interessiert. Abgesehen davon ist das wieder ein spannender Thriller von Michael Chrichton.
  11. Cover des Buches Die Denker des Dschungels (ISBN: 9783833146220)
    Gerd Schuster

    Die Denker des Dschungels

     (5)
    Noch keine Rezension vorhanden
  12. Cover des Buches Berggorillas. Gorilles de montagne. Mountain Gorillas (ISBN: 9783905800333)
    Jörg Hess

    Berggorillas. Gorilles de montagne. Mountain Gorillas

     (1)
    Aktuelle Rezension von: bücherelfe
    Stundenlang kann man drin blättern; in diesem gewichtigen Bildband über die Welt der Berggorillas im ostafrikanischen Bergregenwald. Abgesehen von historischen Zitaten in deutscher, französischer und englischer Sprache lässt der Basler Zoologe Jörg Hess hier einfach die Fotografien sprechen. Wer diese Bilder sieht, wird erkennen, warum diese Geschöpfe schützenswert sind. Nach dem Lesen oder - besser formuliert - bewundern dieses aussergewöhnlichen Werks habe ich nicht wirklich viele Worte übrig. In meinem Haushalt erhält es auf jeden Fall einen dauerhaften Platz. Verlegt wurde "Berggorillas - Eine Hommage" vom Basler Echtzeit-Verlag. Notabene ein Verlag, der noch vieles mehr zu bieten hat.
  13. Cover des Buches Menschenaffen am Ur-Rhein (ISBN: 9783640744336)
    Ernst Probst

    Menschenaffen am Ur-Rhein

     (1)
    Aktuelle Rezension von: urzeit
    An den Ufern des Ur-Rheins im Miozän vor etwa zehn Millionen Jahren lebten mindestens drei Gattungen von Menschenaffen. Paidopithex, Rhenopithecus und Dryopithecus. Von jenen Tieren hat man in Eppelsheim und am Wissberg bei Gau-Weinheim fossile Knochen und Zähne entdeckt. Über diese aufsehenerregenden Funde informiert das Taschenbuch „Menschenaffen am Ur-Rhein“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst. Aus seiner Feder stammen auch die Taschenbücher „Rekorde der Urzeit. Landschaften, Pflanzen und Tiere“, „Der Ur-Rhein. Rheinhessen vor zehn Millionen Jahren“, „Als Mainz noch nicht am Rhein lag“. Der Ur-Rhein vor zehn Millionen Jahren“, „Krallentiere am Ur-Rhein“. Die Forschungsgeschichte von Chalicotherium goldfussi“, „Säbelzahnkatzen. Von Machairodus bis zu Smilodon“, „Säbelzahntiger am Ur-Rhein. Machairodus und Paramachairodus“ und „Der Rhein-Elefant. Das Schreckenstier von Eppelsheim“. Gewidmet ist das Taschenbuch dem Paläontologen Dr. Jens Lorenz Franzen in Titisee-Neustadt, Altbürgermeister Heiner Roos in Eppelsheim und der Bürgermeisterin Ute Klenk-Kaufmann in Eppelsheim, die sich – jeder auf seine Weise – um die Erforschung der Tierwelt am Ur-Rhein und um den Aufbau des „Dinotherium-Museums“ in Eppelsheim verdient gemacht haben.
  14. Cover des Buches Wilde Diplomaten : Versöhnung und Entspannungspolitik bei Affen und Menschen. (ISBN: 9783763239467)
    Frans B. M. de Waal

    Wilde Diplomaten : Versöhnung und Entspannungspolitik bei Affen und Menschen.

     (1)
    Aktuelle Rezension von: annlu

    *Spezies neigen dazu, diejenige Forschung auf sich zu ziehen, die sie verdienen.*


    Welche Möglichkeiten der Versöhnung gibt es beim Menschen und seinen nahen Verwandten und unterscheiden sie sich so stark von anderen Affen? Dieser Frage geht der Primatologe Frans de Waal in diesem Buch nach. Nach einer Einleitung in der er die Begriffe der Agression und des Friedens klärt und schon so manche Beobachtungen an den Affen vorwegnimmt, widmet er sich eingehend der Entspannungspolitik bei Schimpansen, Rhesusaffen, Bärenmakaken, Bonobos und uns Menschen.



    Da ich schon Bücher des Autors kenne, hatte ich hohe Erwartungen an dieses. Vorausschicken muss ich allerdings, dass die Publikation nicht mehr die Neueste ist – sie stammt aus den Achtzigern. Schon im ersten, allgemein einführenden Kapitel, ist mir aufgefallen, dass dem Text die Leichtigkeit und gute Lesbarkeit der nachfolgenden Bücher fehlt. Es werden viele Fachwörter benutzt und der Autor schweift immer mal wieder vom Thema ab, sodass ich dem roten Faden nicht immer folgen konnte.


    Die nächsten Kapitel gingen auf die einzelnen Arten ein. Die Versöhnung, der das Buch gewidmet ist, ist ohne ein Verständnis der sozialen Strukturen der Populationen und ihrer Aggressionen nicht nachvollziehbar, sodass die Beschreibung dieser mehr Platz einnimmt als die titelgebende Entspannungspolitik. Dazu werden nicht nur die Beobachtungen des Autors selbst herangezogen, sondern auch viele andere Forscher erwähnt und ihre Arbeiten vorgestellt. Insgesamt ergab das ein sehr interessantes Bild. Allerdings wirkte auch hier der Schreibstil wenig locker und die vielen erwähnten Tiernamen machten es nicht leichter das Ganze zu verstehen. Ich zumindest konnte nur langsam weiterlesen und musste mir die Beschreibungen vieler spezieller Situationen noch einmal durchlesen um sie zu verstehen.


    Die einzelnen Arten wurden sehr gut beschrieben. Durch Fotografien wurden besondere Aussagen unterstrichen. Die Schimpansen aus dem Arnheim Zoo waren mit allerdings nicht unbekannt, ebenso wenig wie die beobachteten Bonobos. Manche der Beobachtungen kannte ich bereits aus anderen Büchern des Autors. Umso interessanter fand ich daher das Kapitel um die Bärenmakaken, da ich von ihnen bisher noch wenig wusste.


    Das Kapitel um die Menschen zieht die vorangegangenen Erkenntnisse zu ihren nahen Verwandten heran um einen Vergleich zwischen ihnen zu ziehen. Dabei wird aber auch angesprochen, dass viele Untersuchungen zum Thema noch fehlen.


    Das Alter des Buches hatte zur Folge, dass besonders die Bezüge zum Menschen auf eine nicht mehr moderne Art gemacht wurden. In ihnen klangen nicht nur die Ansichten der Feministinnen durch, sondern auch ein etwas anderes Frauenbild, als das heutige. Zudem stellte sich der Autor immer wieder den Anhängern des Behaviorismus (mit der Ansicht, dass Tiere nur nach einem Aktion-Reaktion Mechanismus agieren). Ich glaube, dass diese Ansicht längst überholt ist und in einem aktuellen Buch nicht mehr so vehement gegen sie angegangen werden müsste.


    Fazit: Dadurch, dass ich andere – sehr leicht und gut zu lesende – Bücher des Autors kenne, fand ich dieses fachlicher und sperriger zu lesen, auch wenn ich das Thema an sich immer noch interessant finde.

  15. Cover des Buches Unheimliche Nähe (ISBN: 9783954150519)
    Mustafa Haikal

    Unheimliche Nähe

     (1)
    Aktuelle Rezension von: annlu

    *Stellen wir uns eine Welt vor, die weit und unerschlossen in der Ferne liegt...*


    Die ersten Annäherungen der Europäer an die Menschenaffen – eine Geschichte die bei den Vorstellungen von Fabelwesen startet, zu den ersten Importen und einer Änderung der Sicht auf die Tiere führt. Dieses Buch beschäftigt sich mit einem bestimmten Aspekt des Themas Menschenaffen – wie lernte der Europäer diese kennen, sodass nicht nur die Tiere im Mittelpunkt stehen, sondern auch die Menschen. 



    Menschenaffen haben seit jeher fasziniert – auch ich kann mich dieser Faszination nicht entziehen. Ganz nach dem Titel stand für mich auch das Coverbild: die Nähe sah ich im Bekannten und doch hat die Zeichnung auch etwas Unheimliches. Obwohl ich schon so manche Bücher zum Thema Menschenaffen gelesen habe, fehlte mir der hier besprochene Aspekt noch. Das erste, das beim Blättern durch das Buch auffällt, sind die vielen Abbildungen. Mit 170 meist großformatigen historischen Bildern – von denen der Großteil aus der Universitätsbibliothek Leipzig stammt – ist das Buch wirklich reich bebildert. 


    Der Autor beginnt seine Betrachtungen mehr oder weniger in der Neuzeit (auch wenn mittelalterliche Pilgerreisen und antike Quellen genannt werden). Für mich kam es überraschend, dass die Menschen (damit meine ich hier explizit die Europäer) damals noch keine Vorstellung von Menschenaffen hatten. Klingt eigentlich logisch, da diese nicht in der „Alten Welt“ vorkommen und doch habe ich mir darüber noch nie Gedanken gemacht. So wurden sie vorerst in eine Reihe mit den Fabelwesen gestellt. Auch die ersten Abbildungen erinnern an anthropomorphe Fabelgestalten. Ihnen folgen die Reiseberichte von Entdeckern und Kapitänen. Erst nach und nach kamen junge Menschenaffen nach Europa und regten die Faszination der Menschen an. Da viele von ihnen auf der Reise oder kurz nach der Ankunft starben, blieben die Berichte spärlich und es dauerte seine Zeit, bis die Menschenaffen allgemein bekannt wurden. 


    Erschreckend klingt der Umgang der Europäer mit den Menschenaffen. Wie viele von ihnen gejagt wurden – ob aus Spaß oder um Präparate zu erhalten, wie viele auf der Reise in die europäischen Menagerien zu Tode kamen, selbst der - weit entfernt von einer artgerechter Haltung – Umgang in den Händen der Menschen ist schockierend. Unterstrichen werden die Beschreibungen des Autors nicht nur in dieser Hinsicht durch die Auszüge aus den originalen Quellen, das Ende jedes Kapitels bilden. Dabei begegnet der Leser so manchen Größen der Naturwissenschaften, unter anderen Charles Darwin, Alfred Russel Wallace, Alfred Brehm und Richard Owen.


    Fazit: Der Autor hat eine Kulturgeschichte der Menschenaffen geschaffen, die besonders durch die reichen Originalquellen und die vielen historischen Abbildungen besticht. 

  16. Cover des Buches Jane Goodall - Mein Leben für Tiere und Natur (ISBN: 9783809480457)
    Jane Goodall

    Jane Goodall - Mein Leben für Tiere und Natur

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Jari
    Inhalt: Seit über 50 Jahren beschäftigt sich Jane Goodall nun schon mit den Schimpansen Afrikas. Was als einfache Forschungseinheit begann, entwickelte sich zu einem Programm, das den Schutz der Tiere, des Regenwaldes und der Hilfe der Menschen in den Dörfen zum Ziel hat. Jane Goodall hat Unglaubliches geleistet und dieses Buch berichtet davon. Meine Meinung: Jane Goodall ist eine eindrucksvolle Persönlichkeit. Das Buch "Jane Goodall - Mein Leben für Tiere und Natur" berichtet von ihrem Leben, ihren Affen und ihren Leistungen. Das Buch ist in die fünf Kapitel "Der Anfang", "Die Schimpansen", "Was wir gelernt haben", "Eine neue Sicht" und "Die Hoffnung" aufgeteilt. Jeder Abschnitt beschreibt einen Teil von Jane Goodall oder ihres Projektes. Wir lernen die Forscherin als Kind kennen und ihre ersten Schritte im Regenwald Afrikas. Sehr gut gefallen hat mir Kapitel zwei, in dem es um die Schimpansen geht. Es werden ihre Einflüsse auf Jane Goodall dargestellt, ihre Erlebnisse und auch von ihrem Tod wird erzählt. Sehr wichtig für die heutige Zeit sind Goodalls Beobachtungen, die wegweisend in der Primatenforschung waren. Vieles, das heute über Schimpansen gelehrt wird, wurde von Jane Goodall erstmals beobachtet. Auch diese Beobachtungen finden in diesem Bildband Erwähnung. Sehr eindrücklich sind auch die beiden letzten Abschnitte, die Goodalls Engagement für die Natur und die Umwelt beschreiben. Bis heute hat sich Janes kleine Forschungsstation zu einer weltweit bekannten Organisation entwickelt, die sich nicht nur mit der Erforschung unserer nahen Verwandten beschäftigt. Sie setzt sich auch für den Schutz des Regenwaldes und die Menschen, die darin wohnen, ein. Diese letzten Kapitel sind sehr berührend und aufwühlend. "Jane Goodall - Mein Leben für Tiere und Natur" ist durchgehend mit Fotos ausgestattet, die zum Teil den Alltag in der Forschungsstation wiedergeben, zum einen sehr stimmungsvolle Bilder aus der Welt der Schimpansen sind. Somit erhält man einen allumfassenden Blick in die Welt Jane Goodalls und in ihr Schaffen. Fazit: Ein schöner Bildband über die Persönlichkeit Jane Goodalls und ihres Werdeganges. Da das Buch nur mit kurzen Texten und vielen Bildern ausgestattet ist, ist es vor allem für Leser geeignet, die sich gerne über Goodall informieren möchten, aber keine ganze Biografie lesen möchten. Dieses Buch hier gibt einen guten Überblick über alles, was man über Goodall wissen muss. Ich für meinen Teil empfand die Lektüre des Buches als sehr interessant und auch berührend, nun weiss ich, welch wichtige Person Jane Goodall ist und was sie alles geleistet hat. Dieses Wissen möchte ich nicht mehr missen, ist es doch wegweisend für Natur- und Umweltschutz!
  17. Cover des Buches Taxi (ISBN: 9783821854724)
    Karen Duve

    Taxi

     (17)
    Aktuelle Rezension von: frenx1
    Es muss belanglos sein, was Karen Duve in ihrem Buch “Taxi” erzählt. Es muss belanglos sein, denn die weibliche Hauptfigur, Alex Herwig, ist vom Leben gebeutelt und frustriert. Aus ihrer Sicht wird das Leben einer Taxifahrerin geschildert.

    Unfähig, sich fest an jemanden zu binden, schwankt sie zwischen zwei Männern. Die Taxifahrten empfindet sie anfangs noch als kleine zu bestehende Abenteuer, doch bald werden sie ihr zur Routine. Wer solche Milieustudien ohne große Handlung mag, für den ist “Taxi” mit Sicherheit etwas. Mir war es zu selten lakonisch, zu selten ironisch. Der Unterhaltungswert war für mich nicht sehr groß.

    Als Hörbuch ist das erträglich. Das Buch hätte ich sicherlich nicht zu Ende gelesen.

  18. Cover des Buches Ape House (ISBN: 9781444716016)
    Sara Gruen

    Ape House

     (2)
    Aktuelle Rezension von: nihnih
    In dem Roman Das Affenhaus von Sara Gruen ist die Hauptperson Isabel Duncan. Sie ist Wissenschaftlerin und arbeitet mit den Bonobos, ihrem Kollegen Peter Benton und ihrer Praktikantin Celia zusammen in einem Sprachlabor. Die Bonobos sind eine Schimpansenart, die sich mit Hilfe der Gebärdensprache verständigen können. Nach einer Bombenexplosion in dem Institut, fliehen die Affen und Isabel wird schwer verletzt. Später macht sie sich auf die Suche nach ihnen. Die Affen sind ihr sehr wichtig, wie eine zweite Familie für sie. Hilfe erhält sie dabei von dem Journalisten John Thigpen der sie vor dem Anschlag im Institut besucht hatte. Der Roman ist in verschiedene Erzählstränge unterteilt. Zum einen Isabel, die ihre Arbeit und die Bonobos liebt. Verlobt mit Peter, der Chef des Labors ist und ihr bei der Genesung hilft und sie unterstützt. Auf der anderen Seite wird das trostlose Leben von John, dem Journalisten beschrieben. Der erst seine ,,Affenstory'' an eine Kollegin verliert, bevor er eine neue Chance bei einem ,, Schmierblatt'' bekommt. Seine Frau ist dabei sich in Hollywood als Schriftstellerin zu verwirklichen. Auf die anderen gehe ich nicht weiter ein, da sie nicht wirklich nötig waren. Zufällig sehen die beiden eine Werbung die die Affen zeigt. Man kann diese über eine Live-Internetseite gegen Bezahlung in einem Haus, dem Affenhaus beobachten. Natürlich versuchen die beiden die Bonobos so schnell wie möglich da raus zu holen und zu befreien. Sara Gruen hat diesen Roman sehr gut recherchiert. Ich habe vorher von den Bonobos noch nichts gehört und wußte gar nicht, das es sie gibt. Sie hat in Zusammenhang mit den Menschenaffen einen spannenden Thriller geschrieben. Man empfindet schnell Sympathie für die Protagonisten und fühlt mit ihnen mit. Das Buch hat mich von Anfang an in Bann gezogen. Es lässt sich gut runterlesen und man wundert sich, wie schnell es zu Ende gelesen ist. Trotzdem, war das Ende nicht so gelungen. Die Auflösung kam dann viel zu schnell, als ob die Autorin es eilig gehabt hatte das Buch fertig zu schreiben. Da hatte ich mir dann mehr versprochen. Fazit: Ein spannendes und unterhaltsames Buch. Kann ich nur empfehlen und regt zum Nachdenken an.
  19. Cover des Buches Evolution (ISBN: 9783453534476)
    Stephen Baxter

    Evolution

     (27)
    Aktuelle Rezension von: Nespavanje

    In - Evolution - erzählt Stephen Baxter die gesamte Menschheitsgeschichte(=und auch darüber hinaus), beginnend vor 65 Millionen Jahren und bis 500 Millionen Jahre in der Zukunft reichend. Hauptprotagonist in der Kreidezeit ist das Eichhörnchen-ähnliche Tier Purga und ihre Nachkommen. Dieses Tierchen, dass unter heutigen Paläontologen unter der Gattung Purgatoris bekannt ist, gilt als Vorläufer der Primaten und damit auch als der des Modernen Menschen. Ihre Welt hat allerdings den Zenit überschritten und steht vor dessen fast gänzlichen Auslöschung: Ein großer Meteorit rast auf die Erde zu.


    Als Liebhaber von ScienceFiction-Literatur stößt man über kurz oder lang auf den Namen Stephen Baxter und dadurch auch auf seine Werke. Vom Inhalt war ich sehr überrascht, denn eigentlich hab ich erwartet einen Zukunftsroman zu lesen und nicht eine Geschichte der Menschheit und deren Vorfahren. Nichtsdestotrotz ist es eine sehr lebendig erzählte Geschichte und in ein paar wenigen Kapiteln lässt uns der Schriftsteller in eine nahe Zukunft blicken. Sie bildet sozusagen eine Rahmenhandlung. Diesen Roman nun als ScienceFiction-Literatur zu Klassifizieren fällt mir nicht sehr leicht. Klar, eine Nebenhandlung greift das Thema der sich selbstreproduzierenden Roboter auf. Allerdings macht eine Schwalbe noch keinen Sommer und ein Roboter noch keine ScienceFiction-Literatur. Ich würde es eher als wissenschaftlich-inspirierten Roman sehen, der mit ein paar Fantasy-Elementen gewürzt ist.

  20. Cover des Buches Der kultivierte Affe (ISBN: 9783777621494)
    Hans Werner Ingensiep

    Der kultivierte Affe

     (2)
    Aktuelle Rezension von: HibDelyatt
    Profund recherchiert und angenehm flüssig lesbar dargeboten zeigt das Buch den nun schon jahrundertelangen K(r)ampf auf, den der gescheite (?) Mensch mit seinem nächsten Verwandten ringt. Welches Bild haben wir uns vom Affen gemacht? Wie hat es sich im Laufe der Zeit gewandelt? Wer sind die Menschen, die uns das jeweils aktuelle Bild vorhalten? Welches Interesse steckt dahinter? Und was ist mit der Moral?

    Angefangen bei den alten Griechen bis hin zu den modernen Philosophen unserer Zeit zeigt Ingensiep den zerrissenen und sich stetig wandelnden Begriff vom Affen auf, den sich der Mensch zu bilden versucht. Das Buch spannt einen Bogen von der Idee, den Affen, der in Europa lange Zeit völlig unbekannt war, als Waldmenschen zu erklären, bis hin zum Wunsch, ihm den Status einer Person zuzusprechen.

    Der Affe. Damit sind zuerst Orang Untans aus Fernost gemeint. Später Gorillas aus Afrika, danach auch Schimpansen. Alle drei verwirren den Menschen durch intelligentes und moralisches Verhalten. Natürlich stellt sich nun sofort die Frage, wie intelligent und wie moralisch? Gemessen woran? Doch wohl nur an uns selbst, dem Menschen. Wer sonst in der Tierwelt außer uns sollte noch über diese Qualitäten verfügen? Und schon sitzen die Erklärer in der Falle. Es wird von bloßer Nachahmung gesprochen, von fehlendem Selbst-Bewußtsein, von Plan-Losigkeit und A-Moral.
    Dass eine Schimpansin mit Hilfe der Gebärdensprache komplexe Sachverhalte und Wünsche äußern, ja sogar Schmerz und Trauer zeigen konnte, wurde zuerst nur mit irritiertem Erstaunen und ablehnender Skepsis wahr genommen.

    Wir erfahren, wie sich die philosophischen Fixsterne und Schwergewichte der jeweiligen Epochen am Affen die Zähne ausbeißen - die meisten im Bemühen, ihm den richtigen Platz zuzuweisen. Nämlich unter uns, soll heißen, uns untergeordnet. Moderne Versuche, dem seit längerem immerhin so genannten Menschenaffen wenigstens den Status einer Person im rechtlichen Sinne zu verschaffen tun sich schwer an den Gesetzen, die Tiere immer noch als Sachen klassifizieren.

    Der Kampf mit unserem Selbstbild als Krone der Schöpfung und dem Menschenaffen als vielleicht besserem Menschen ist noch nicht zu Ende. Wer die Entwicklung dieser Geschichte bis dahin nachlesen möchte, dem wird die Lektüre dieses Buches ein Vergnügen sein.
  21. Cover des Buches Next (ISBN: 9783868045185)
    Michael Crichton

    Next

     (10)
    Aktuelle Rezension von: guybrush

    Sprecher: Hannes Jaenicke
    Jahr: 1. April 2009
    Verlag: audio media Verlag
    Dauer: 6 CDs, 410 Min. Laufzeit

    3 Milliarden Dollar sind Frank Burnets Zellen wert. 3 Milliarden, von denen kein einziger Cent in seine Tasche fließen wird. Denn Burnet, gerade vom Knochenmarkkrebs geheilt, ist auf hinterhältige Weise von der Universitätsklinik in Los Angeles betrogen worden. Die Forscher entwickelten aus seinen Immunzellen eine Zelllinie, die zum Sieg über den Krebs beiträgt. Für viel Geld verkaufte die University of California die Rechte an dieser Zelllinie an BioGen Research Inc., ohne Frank Burnets Einverständnis einzuholen. Wütend zieht er nun gegen das Unternehmen vor Gericht – erhält aber nicht Recht …

    Interessantes und brisantes Thema „Risiken und Nebenwirkungen der Gentechnik“ aus wissenschaftlicher, wirtschaftlicher, juristischer und ethischer Sicht – ein erschreckendes Szenario, das gar nicht so weit von der Realität entfernt ist.

    Trotz der vielen Handlungsstränge kann man dem Hörbuch gut folgen. Meines Erachtens wären die aber gar nicht nötig gewesen. Sie verwirren eher und tragen zur Ausleuchtung der Thematik nicht wirklich bei. Trotzdem erzeugen sie Spannung und das ist es ja wohl, wofür der Bestseller-Autor Crichton steht.

    Hannes Jaenickes Stimme ist zwar angenehm, aber er verfügt über zu wenig Modulation. Die Dialoge sind vernuschelt und bei seiner englischen Ausprache möchte man ihm die Kartoffeln aus dem Mund nehmen. Es sollte wohl Amerikanisch sein, klingt aber leider wie ein Sprachfehler.

    Spannendes Hörbuch mit kleinen Schwächen.

  22. Cover des Buches Der Rächer (ISBN: B0000BP3X1)
    Edgar Wallace

    Der Rächer

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Jens65
    Kurzbeschreibung Ein offensichtlich geisteskranker Mörder übt an Verbrechern, die Mangels Beweisen nicht verurteilt werden können, gnadenlos Selbstjustiz. Die Köpfe seiner Opfer schickt er mit einem Begleitschreiben in Kartons verpackt an Scotland Yard. Als ein Beamter des Außenministeriums umgebracht wird, beauftragt Geheimdienstchef Major Staines den fähigen Detektiv Michael Brixan mit gesonderten Nachforschungen. Die erste Spur führt diesen zu einer Filmproduktion bei einem Schloss in der Nähe von Winchester. Dort taucht ein Drehbuch auf, das augenscheinlich mit der selben Maschine getippt wurde wie die Schreiben des „Rächers“. Der zwielichtige Dramaturg Lorenz Voss will nichts über dessen Herkunft wissen…
  23. Cover des Buches Die großen Menschenaffen (ISBN: 9783405152963)
    Volker Sommer

    Die großen Menschenaffen

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  24. Cover des Buches Mein Leben mit den Schimpansen (ISBN: 9783499206108)
    Jane Goodall

    Mein Leben mit den Schimpansen

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks