Bücher mit dem Tag "menschenversuche"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "menschenversuche" gekennzeichnet haben.

88 Bücher

  1. Cover des Buches Der Übergang (ISBN: 9783442469376)
    Justin Cronin

    Der Übergang

     (1.217)
    Aktuelle Rezension von: Quacki24

                


     😫Ich bin sooo enttäuscht. Es fing wirklich richtig toll an, aber dann hat der Autor sich leider auf die völlig falschen Charaktere und uninteressante Settings fokussiert und mich dabei total verloren 😔. Ich habe nur durchgehalten, weil ich es für den Buchclub las und das Hörbuch zu Hilfe nahm. Wirklich schade, denn hatte soviel Potential.              
  2. Cover des Buches Die 100 (ISBN: 9783453269491)
    Kass Morgan

    Die 100

     (628)
    Aktuelle Rezension von: Cexlxina

    𝕊𝕚𝕖 𝕤𝕚𝕟𝕕 𝕕𝕚𝕖 𝕝𝕖𝕥𝕫𝕖 ℂ𝕙𝕒𝕟𝕔𝕖 𝕕𝕖𝕣 𝕄𝕖𝕟𝕤𝕔𝕙𝕙𝕖𝕚𝕥-𝕕𝕠𝕔𝕙 𝕕𝕒𝕗𝕦̈𝕣 𝕞𝕦̈𝕤𝕤𝕖𝕟 𝕤𝕚𝕖 𝕦̈𝕓𝕖𝕣𝕝𝕖𝕓𝕖𝕟


    Diese Buch hat mir zum Glück eine sehr gute Freundin von mir empfohlen (danke danke danke nochmals) und da ich sowieso wieder mal zu einen eher anderen Buch greifen wollte...habe ich mich entschlossen dieses schöne Ding zu kaufen.

    Dieses Buch habe ich an einen Tag gelesen. Futsch und fertig war’s gelesen. Ich liebe es.
    Ich muss sagen dieses Buch hat auf jedenfall einen Suchtfaktor also sollte man wenn der erste Teil schon gelesen ist schnell zum nächsten Band greifen.
    Das Buch war von Anfang bis Ende sehr spannend und es hat sich auch nicht unnötig in die Länge gezogen. 


    Ich kann euch dieses Buch mit einen sehr guten Gewissen Weiterempfehlen. <3 

  3. Cover des Buches Black Memory (ISBN: 9783453418332)
    Janet Clark

    Black Memory

     (93)
    Aktuelle Rezension von: lovelines
    Eine Ärztin, die sich an jedes Detail ihrer Ausbildung erinnern kann, aber nicht an ihren Namen und auch nicht an das Verbrechen, das sie begangen haben soll.
    Als Clare orientierungslos auf einem Boot vor der indonesischen Küste erwacht, wird sie verhaftet. Sie soll ein kleines Mädchen entführt haben. Nur dur ch den Einsatz eines Mannes, mit dem sie angeblich verheiratet ist, kommt sie frei.
    Zurück in London begreift sie, dass der Schlüssel zu dem Schicksal des vermissten Mädchens in ihrer Erinnerung vergraben ist. Doch diese ist verschüttet - von einem Trauma, so extrem, dass sich Clare mit einem völligen Blackout schützt. 

    „Black Memory“ von Janet Clark war ein echtes Erlebnis! Der Thriller ist von Anfang bis Ende spannend, verwirrend, rätselhaft, tiefgründig und hochinteressant, was die wissenschaftlichen Aspekte angeht, die hier behandelt werden. 
    Ich habe mit der Hauptprotagonistin richtig mitgelitten, denn wie furchtbar muss es sein, wenn man sich an schlichtweg nichts mehr erinnern kann und nicht einmal weiß, wer man selbst ist. 
    Und das schlimmste an der ganzen Sache, Clare kann niemandem trauen, keiner scheint wirklich ehrlich zu ihr zu sein und das macht es absolut für sie nicht besser. Es wird mit dem Fortschreiten der Geschichte immer schwieriger herauszufinden, wer Freund und wer Feind ist. 

    „Black Memory“ von Janet Clark kriegt von mir eine absolute Leseempfehlung! Das Buch war einfach klasse und Thriller-Fans kommen hier meiner Meinung nach definitiv auf ihre Kosten! 
  4. Cover des Buches Der Menschenmacher (ISBN: 9783404167753)
    Cody McFadyen

    Der Menschenmacher

     (1.129)
    Aktuelle Rezension von: Sonnenwind

    Am Anfang dachte ich, da kommt eine flache Story auf mich zu. Aber mitnichten. Die Story hat es in sich. Das einzige, was mir Probleme gemacht hat, war diese unendliche Brutalität. Der Autor kann schreiben, ganz unbestritten - aber sowas ist die pure Hölle. Da braucht man immer mal wieder Abstand, um wieder Luft holen zu können.

    Da werden Menschen umgebracht, um Statistiken aufstellen zu können, Menschen werden gequält und jeglicher Würde beraubt... Diese Dinge kann ich nicht genießen. Aber ich habe es jetzt gelesen, und damit genug. Nochmal muß ich das nicht.

  5. Cover des Buches Frankenstein (ISBN: 9783717523703)
    Mary Shelley

    Frankenstein

     (487)
    Aktuelle Rezension von: weltentzueckt

    Um Frankenstein kommt man in der Kürbiszeit kaum herum. Trotzdem habe ich die Geschichte 31 Jahre lang „verpasst“. Natürlich wusste ich, dass Frankenstein ein Monster erschuf, kannte aber weder Buch noch Film.

    Um die Sache abzukürzen: Das Buch hat mich sehr enttäuscht. Es ist poetisch geschrieben, vermittelt eine Moral und kann feministisch interpretiert werden, was viel Raum für Diskussion lässt und das Werk literarisch wichtig macht.
    Unterhalten konnte es mich aber leider nicht gut. Die Geschichte wird sehr detailliert und mit Nichtigkeiten ausgeschmückt, startet schleppend und der Spannungsbogen reißt immer wieder ein, sodass mir das Weiterlesen schwerfiel.
    Das offene Ende der Geschichte ließ mich dann vollends unzufrieden zurück.

    Nichtsdestotrotz wirft es viele Fragen auf, die man sich ins Bewusstsein rufen sollte. Was bedeutet es, ein Mensch zu sein? Was macht uns menschlich? Die Erscheinung? Unser Verhalten? Unser Gewissen?
    Welche Verantwortung hat der Mensch gegenüber seiner Mitmenschen? Insbesondere die Erziehungspflicht wird hier ins Spotlight gerückt, da Frankensteins Monster eigentlich keines ist. Es wird sehr deutlich, dass er Liebe und Zuneigung sucht – in einer Welt, die er nicht versteht. Unbeholfen wie ein Kind wurde er in die Welt entlassen, ohne Lehre oder jegliche Leitung, und versagt auf zwischenmenschlicher Ebene, weil die ihm fremd ist. Das führt zu der Frage, wer hier wirklich das Monster ist. Er oder sein Erschaffer, der ihm nicht frühzeitig Einhalt gebot, ihm nie als Mentor diente.
    Und natürlich die allumfassende Frage, inwieweit Wissenschaft moralisch vertretbar ist?

    Deshalb 3 von 5 Sternen für diesen Klassiker.

  6. Cover des Buches Korrosion (ISBN: 9783740800406)
    Peter Beck

    Korrosion

     (48)
    Aktuelle Rezension von: Magicsunset
    „Die Frage war der Bluthund der Intelligenz.“ (Zitat Seite 55)

    Inhalt:
    1971 stirbt ein Bäcker in seinem Backofen. Mehr als vierzig Jahre später wird seine Witwe während der Weihnachtstage ermordet. Ihr Aktiendepot in zweistelliger Millionenhöhe wird seit Jahrzehnten von einer angesehenen Schweizer Privatbank verwaltet. Ihre Anweisungen für den Todesfall legen fest, dass ihr Testament erst vollstreckt werden darf, wenn geklärt ist, welches ihrer drei Kinder damals für den Tod ihres Ehemannes verantwortlich war. Tom Winter, dem erfahrenen Sicherheitschef der Bank fällt die schwierige Aufgabe zu, die drei möglichen Erben zu finden und den Sachverhalt zu klären.

    Thema und Genre:
    In diesem spannenden Buch, einzuordnen zwischen Roman und Thriller, geht es um aktuelle, wichtige Themen wie Flüchtlinge, Missbrauch und Umwelt, aber auch um Familie. Eine Kernfrage dreht sich um Ursache und Wirkung und den Graubereich zwischen Schuld und Gerechtigkeit. Die Finanzwelt bleibt im Hintergrund.

    Charaktere:
    Tom Winter ist ein erfahrener Ermittler und sein Einsatz bewegt sich zwischen psychologischen und körperlichen Herausforderungen, die ihn an seine Grenzen bringen. Private Befindlichkeiten setzt der Autor maßvoll und nur dort ein, wo es für die Handlung wichtig ist.

    Handlung und Schreibstil:
    Orte der Handlung sind neben der Schweiz die Azoren, England und Deutschland und der Handlungszeitraum erstreckt sich über wenige Wochen zwischen Ende Dezember und Ende Januar. In einem zweiten Handlungsstrang wird der abenteuerliche Weg eines Flüchtlings aus dem Sudan bis nach Europa beschrieben. Beide Erzählstränge sind trotz der intensiven Schilderungen knapp und rasant geschrieben, was die Geschichte dicht und packend macht.

    Fazit:
    Ein anspruchsvoller Thriller mit Tiefgang und Themen, die den Leser nachdenklich stimmen. Dazu eine spannende Handlung mit rasanten Abläufen und einem smarten Ermittler, eine sehr gelungene Kombination.

  7. Cover des Buches Falsche Fährten (ISBN: 9783956690334)
    V. S. Gerling

    Falsche Fährten

     (51)
    Aktuelle Rezension von: birgitfaccioli

    In Deutschland werden pensionierte Ärzte ermordet und teilweise vorher noch gefoltert.Eines haben diese Ärzte allerdings gemeinsam.Sie haben alle zu DDR Zeiten in der Charité in Berlin gearbeitet.

    Nicolas Eichorn und Helen Wagner ,die nicht nur Partner beim BKA Berlin sind sondern auch privat,werden mir dem Fall beauftragt.

    Im Zuge der Ermittlungen kommen Sie einem grausamen Verbrechen auf die Spur an dem die großen Pharmafirmen beteiligt sind und damit auch Helens eigener Vater.

    Unerwartet bekommen Sie noch Hilfe von Jemandem der eigentlich Nicolas beruflich  schaden soll .

    Der Hintergrund einer wahren Geschichte bildet die Story ,was ich absolut klasse finde,allerdings wurde hier bei der Ausschmückung doch arg übertrieben.

    Nicolas ist ein recht eigenwilliger Ermittler der in den eigenen Reihen nicht nur Freunde hat.Ich mag den trockenen Humor der die Spannung einige male durchbricht.

    Oftmals wurde ein den vorherigen Fall von Nicolas und Helen berichtet ,den ich allerdings nicht gelesen hab.So fehlten mir leider einige Informationen.

    Auch die asiatische Mafia fand ich übertrieben , da ist wohl dem Autor die Fantasie mit ihm durch gegangen :)

  8. Cover des Buches Menschensöhne (ISBN: 9783404155309)
    Arnaldur Indriðason

    Menschensöhne

     (251)
    Aktuelle Rezension von: Jordan_Olive

    Leider hat sich dee Anfang ziemlich sehr hergezogen. Ich konnte anfangs gar nichts die Sympathie für Charaktere gewinnen, jedoch durch die Zeit sind sie mir schon mehr lieb als ich gerne hätte. Schade nur, dass man sie nicht näher kennenlernen könnte..

    Spoiler!( vielleicht?)

    Ich hoffe also, dass der Sigmur seine große Liebe vielleicht doch findet. Nennt mich ruhig weich, aber ich denke er verdient es genauso wie Erlednaur. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, es fehlte mir an der Schleifen von ihrer Geschichte, ihrer Persönlichkeiten. Trotzdem sind sie beide tolle Menschen, auch wenn sie nicht perfekt sind! Ich fand sie sehr nachvollziehbar und man versuchte nicht zu sehr in die Schublade des Helden zu herrutschen. Das gefiel mir sehr gut, und der Abspann war sehr überraschend. Allgemein war das Buch wie ein Achterbahn, dass langsam in die Fahrt kommt. Wenn es aber richtig losging, fand ich es trotzdem ein bisschen Mist, dass sie so extrem in Hintergrund waren.. Arbeit war/ist nicht schließlich alles, oder? Trotzdem fand ich, dass das Buch liest sich, wenn man die Chance gibt - wie von sich selbst. Kann kaum erwarten, die nächsten zu auftreiben!

  9. Cover des Buches HELIX - Sie werden uns ersetzen (ISBN: 9783734105579)
    Marc Elsberg

    HELIX - Sie werden uns ersetzen

     (364)
    Aktuelle Rezension von: AlienaR

    Inhalt:

    Der amerikanische Außenminister stirbt bei einer Sicherheitskonferenz in München, bei der Obduktion findet sich ein sonderbares Zeichen auf seinem Herz. An verschiedenen Orten auf der Welt tauchen ohne erkennbaren Schöpfer offenbar perfektionierte Pflanzen auf. Eine hochbegabte, 15-jährige Studentin verschwindet spurlos. Und Helen und Greg, die verzweifelt versuchen, ein Kind zu bekommen, wird von der Kinderwunschklinik ein ganz besonderes Angebot gemacht. Wie hängen all diese Ereignisse miteinander zusammen?

     

    Meine Meinung:

    Marc Elsberg widmet sich in HELIX einem hochaktuellen Thema, welches auch 5 Jahre nach Ersterscheinung des Buches nicht an Relevanz verloren, sondern eher zugenommen hat – Genmanipulation. Was ist möglich, was nicht? Was ist ethisch überhaupt vertretbar? Elsberg entwirft ein spannendes Szenario von (nicht nur im geistigen Sinne) hochbegabten Kindern, die selbst ihren „Schöpfern“ hochgradig überlegen sind. Hier punktet der Thriller: die realistisch erscheinende Veränderung und potenzielle Bedrohung der Menschheit löst beim Leser Beklemmung, Sorge, eventuell gar Furcht aus; zugleich sind die endlosen Möglichkeiten sehr spannend, man befindet sich in einem emotionalen Zwiespalt.

    Die Charaktere hingegen bleiben ein wenig blass, was auch am Aufbau des Buches liegt. Elsberg schildert viele verschiedene Handlungsstränge in überwiegend sehr kurzen Kapiteln, erzählt aus der Perspektive zahlreicher Personen. So entwickelt sich kaum eine enge Bindung zu den Charakteren; nur Helen und Jessica verfolgt man durch das ganze Buch. Wer Lesefreude also hauptsächlich aus Charakterentwicklung zieht, wird mit diesem Buch wohl nicht glücklich.

     

    Fazit:

    Ein spannender Thriller, der insbesondere durch seine Aktualität punktet. In Bezug auf die Charaktere hätte ich mir jedoch ein wenig mehr Tiefe gewünscht. Dennoch bleibt ein fesselndes Leseerlebnis zurück, das auch über die letzte Seite hinaus beschäftigt.

  10. Cover des Buches Im Land der weißen Wolke (ISBN: 9783404270019)
    Sarah Lark

    Im Land der weißen Wolke

     (460)
    Aktuelle Rezension von: LenaSilbernagl
    Darum geht's:
    London, 1852: Zwei junge Frauen treten die Reise nach Neuseeland an. Es ist der Aufbruch in ein neues Leben - als künftige Ehefrauen von Männern, die sie kaum kennen. Die adlige Gwyneira ist dem Sohn eines reichen "Schafbarons" versprochen, und die junge Gouvernante Helen wurde als Ehefrau für einen Farmer angeworben. Ihr Schicksal soll sich erfüllen in einem Land, das man ihnen als Paradies geschildert hat. Werden sie das Glück und die Liebe am anderen Ende der Welt finden? Ein fesselnder Schmöker über Liebe und Hass, Vertrauen und Feindschaft und zwei Familien, deren Schicksal untrennbar miteinander verknüpft ist.

    Das Buch:
    Eigentlich war ich nie der Mensch, der ein Buch von Sarah Lark lesen wollte. Obwohl ich historische Romane liebe und auch Liebesgeschichten mich begeistern können. Und obwohl die Bezeichnung Familien-Epos mich oft ködern kann, so waren die Bücher dieser Autorin für mich eher etwas, dass ich für mich abgeschrieben hatte.
    Doch nun habe ich den ersten Teil der Weißen-Wolke-Saga gelesen und das Buch konnte mich eindeutig überzeugen. 
    Beginnen wir mit dem Setting. London 1852 klingt schon mal ganz spannend. Die Kulisse wird eindrucksvoll geschildert auch die beiden weiblichen Protagonistinnen werden zum ersten Mal eingeführt. Beide sind mir von Anfang an sympathisch gewesen und ich konnte mich gut in sie hineinversetzen. Auch wenn Heiratsumstände heute ganz anders sind konnte ich doch nachvollziehen, warum Helen die Heiratsannonce anziehend fand.
    Ich kann nicht bestätigen oder widerlegen, ob die historische Wirklichkeit im damaligen London wirklich so war, wie es in diesem Buch beschrieben wurde, aber ich konnte es mir gut vorstellen. 
    Die kleinen Details haben mir das gut möglich gemacht. Und selbst wenn die Tatsachen nicht so stimmen würden, täte dies dem Buch dennoch keinen Schaden. Denn es ist so spannend geschrieben, dass man schon nach nur wenigen Seiten mehr erfahren möchte.
    Die beiden weiblichen Protas waren für mich eindeutig in diese Zeit geschrieben und so konnte es auch passieren, dass die beiden erst nach Neuseeland reisen mussten. Würde das Buch in der heutigen Zeit spielen, wären die Beweggründe nicht vorhanden oder vollkommen anders. 
    So sind es jedoch die Umstände, die die beiden Protas in eine neue Welt schicken. Und gemeinsam mit den beiden erkundet auch der Lese das unbekannte Land.
    Die Überfahrt wird genauso spannend gestaltet wie alles andere davor auch, doch der interessanteste Teil folgt eindeutig danach. 
    Denn nicht nur für Helen und Gwyneira war dieses Land neu, sondern auch für mich. 
    Dabei wird auch diese Kulisse so eindrucksvoll beschrieben, dass ich mir genau vorstellen konnte, wo die beiden gelandet sind. Ich konnte mir sowohl das Land, als auch die Berge und Seen gut vorstellen.
    Bis hierher weiß der Leser noch nicht, wie sich die beiden Männer gestalten werden, die Helen und Gwyneira heiraten sollen. Das bleibt zunächst ein Geheimnis, welches es noch spannender macht weiterzulesen. 
    Im Laufe des Romans wird diese Geheimnis jedoch geklärt und es stellt sich heraus, dass die beiden Frauen und ihre Schicksale miteinander verknüpft sind. Im weiteren Verlauf müssen die Beiden viele Hürden überstehen, erleben jedoch auch schöne Situationen. Obwohl das Buch mehr als 800 Seiten hat, wurde mir beim Lesen nie langweilig und ich wartet gespannt darauf, was als nächstes kommen möge. Und obwohl irgendwann der Alltag ins Leben der beiden Protas einzieht, so wird das Lesevergnügen doch nie gemindert. Denn immer wieder werden interessante Passagen über das Land, das Leben dort oder die Fauna und Flora eingebunden, die eindeutig darauf schließen lassen, dass die Autorin dieses Land wirklich gut kennt.
    Beim Lesen hatte ich immer wieder das Gefühl, als würde ich in die Welt hineingezogen. Dabei gab es für mich viele liebenswerte, aber auch einige hassenswerte Figuren. Und obwohl das Buch mit einem kleineren Cliffhanger endet kann man das verzeihen, denn der nächste Band wartet schon auf einen ;)
  11. Cover des Buches Blumen für Algernon (ISBN: 9783608960297)
    Daniel Keyes

    Blumen für Algernon

     (133)
    Aktuelle Rezension von: Anna625

    Der 32-lährige Charlie Gordon hat einen IQ von 68 und es dementsprechend nicht immer leicht im Leben. Er arbeitet als Putzhilfe in einer Bäckerei und ist eigentlich ganz zufrieden dort, allerdings hegt er seit seiner Kindheit nur diesen einen Wunsch: er möchte intelligent werden. Und so ist er glücklich, als er tatsächlich für ein Experiment ausgewählt wird, das seinen IQ um ein Vielfaches steigern soll. Einziges Problem: Er ist der erste Mensch, bei dem das Verfahren angewandt werden soll, bisher wurde es nur an der weißen Maus Algernon getestet, war dort aber umso erfolgreicher. Doch das Risiko schreckt Chalie nicht ab, und so lässt er sich der Operation unterziehen, die auch tatsächlich glückt. Leider hat sie für Charlie jedoch nicht nur positive Folgen...

    Vom Aufbau her erinnert das Buch an ein Tagebuch, denn es besteht aus fast täglichen Notizen von Charlie, die zu Fortschrittsberichten zusammengefasst werden. Diese soll er anfertigen, damit seine Entwicklung detailliert aufgezeichnet und so der Erfolg der Operation bewiesen werden kann. So wird der Fortschritt Charlies auch für den Leser unmittelbar nachvollziehbar, denn zu Beginn des Buches ist der Text nur so gespickt von Grammatik- und Rectschreibfehlern. Erst als Charlie neue Fähigkeiten erwirbt, schlägt sich das auch in seinen Einträgen nieder. Das fand ich tatsächlich sehr gut gemacht und schön authentisch, wenn es auch gerade auf den ersten Seiten das Lesen doch etwas erschwert, bis man sich eingewöhnt hat. Dann jedoch schließt man Charlie schnell ins Herz, kann man aus seinen Worten doch viel herauslesen, gerade in Bezug auf das Verhalten anderer Menschen, was er selbst in diesem Moment gar nicht so begreift - so etwa kann er nicht dazwischen unterscheiden, ob jemand lacht, weil er freundlich ist, oder weil er sich über Charlie lustig macht.

    Mit der Operation lernt Charile nach und nach die Feinheiten menschlichen Verhaltens besser verstehen, was ihm eine unglaublich faszinierende neue Welt eröffnet, seine alte dabei aber vollkommen ins Schwanken bringt. Er erinnert sich plötzlich an längst vergessen geglaubte Szenen aus seiner Kindheit und muss begreifen, dass Menschen oft ganz sind, als man glaubt.

    Die Entwicklung Charlies ist sehr nachvollziehbar beschrieben und interessant zu beobachten. Die Gedanken, die er sich macht, ebenso. Irgendwo im Mittelteil hat das Buch die ein oder andere Länge, weil ich aber unbedingt wissen wollte, wie es ausgeht, hat sich auch das gut überstehen lassen.

    Fazit: Ein schönes Buch, ernst und berührend, das auch nachdenklich stimmt, und das mit einem interessanten Protagonisten und einem außergewöhnlichen Experiment die Frage danach stellt, was uns Menschen eigentlich ausmacht.

  12. Cover des Buches Sei ganz still (ISBN: 9783839217016)
    Sebastian Thiel

    Sei ganz still

     (40)
    Aktuelle Rezension von: Buecherseele79
    Oberwachtmeister Friedrich Wolf ist ein Ermittler den man nicht in eine Kiste packen kann.
    Er liebt den Alkohol, hält sich gerne in Freudenhäuser auf und seine Verhörmethoden sind nicht gerade sanft.
    Von seinem Vorgesetzten wird er angeschwärzt und landet somit im menschenverachtenden Strafgefangenenlager Aschendorfermoor.
    Doch der SS Arzt Kampa holt ihn heraus und hat nur eine Aufgabe für ihn- er soll die verschwundene Verlobte wiederfinden, die ihren Tod vorgetäuscht hat um unterzutauchen.
    Wolf beginnt mit seinen Ermittlungen, in der untersten Gosse in Düsseldorf, dort wo man ihn schätzt oder hasst und erhält immer mehr Hinweise zu der verschwundenen Verlobten....die geheime Dokumente versteckt die von brisanter Wichtigkeit zu seinen scheinen und bevor Wolf merkt in welches Machtspiel er hineingeraten ist wird er selbst zum Gejagten...

     Dies ist mein erstes Buch von Sebastian Thiel und ich kann nach diesem Buch sagen- es wird nicht das letzte Buch sein!
    Der Schreibstil ist flüssig und der Autor spannt einen düsteren Spannungsbogen über Deutschland im Jahre 1938 auf der mich nicht mehr loslassen wollte.
    Sein Ermittler Wolf ist ein ganz spezieller und jenseits von Gut und Böse, ich denke entweder man mag ihn und seine eigenen Ermittlungsmethoden oder man hasst ihn.
    Mir hat er unheimlich gut gefallen da es einfach in die Zeit von damals sehr gut hineinpasst ohne übertrieben zu wirken.
    Die Protagonisten sind alle sehr authentisch und ich konnte mich in die geschichtliche Situation sehr gut ein-  und zu Recht finden.
    Wie wichtig die Ideologie des "reinen arischen Blutes" zu diesen Zeiten war und was dafür alles getan wurde, was Menschen, vor allem Kinder erleiden mussten- schonungslos zeigt der Autor die Ansichten und kranken Sichtweisen der damaligen Zeit auf!
    Ein Krimi mit einem bösen Wolf als Ermittler ;) ,  in einer sehr dunklen Zeit in Deutschland welcher sich durchweg spannend liest und auch sehr bewegt und nachdenklich stimmt.
    Ich spreche eine klare Leseempfehlung aus.


  13. Cover des Buches Teufelsgrinsen (ISBN: 9783462047592)
    Annelie Wendeberg

    Teufelsgrinsen

     (194)
    Aktuelle Rezension von: june_london

    Inhalt: London, Ende 19. Jhd.: Nachts arbeitet Anna in Londons Elendsvierteln als Krankenschwester und versorgt Kinder, Bettler und Kriminelle. Doch am Tag verkleidet sie sich als Mann und arbeitet als Anton Kronberg, ein angesehener Epidemiologe. Bisher hat niemand ihr Geheimnis aufgedeckt, doch dann begegnet sie dem berühmten Detektiv Sherlock Holmes, der sie mit einem Blick durchschaut. Gemeinsam untersuchen sie einen Fall von absichtlich mit Cholera infizierten Menschen. 

    Eindruck: Die Idee, dass Sherlock Holmes bei seinen Fällen nicht nur von Watson unterstützt wurde, sondern auch eine Frau beteiligt war, hat mich sofort interessiert. 

    Die Charaktere: Anna Kronberg ist eine sehr intelligente und stolze Frau. Sie wollte unbedingt Ärztin werden, doch Frauen war es damals nicht erlaubt Medizin zu studieren. Kurzerhand hat sie sich ein Doppelleben aufgebaut. Sie ist einerseits sehr emotional, hat aber aufgrund ihrer Rolle ein bisschen verlernt, sich wie eine Frau zu verhalten und deshalb auch viele männliche Eigenschaften. Ihre Vergangenheit ist wirklich brutal, weswegen sie ein gestörtes Verhältnis zu Männern hat. Zu Sherlock Holmes muss ich wohl nicht viel sagen. Er ist genial, wirkt meist emotionslos und ist sehr unbeholfen, wenn es um zwischenmenschliche Beziehungen geht.

    Ich konnte sofort in die Geschichte eintauchen. Es war sehr interessant wie Anna den medizinischen Wissensstand dieser Zeit erklärt. Obwohl ich mich auf dem Gebiet nicht auskenne, konnte ich den Erklärungen gut folgen. Man merkt, dass die Autorin selbst eine Wissenschaftlerin ist. Aber insgeheim habe ich auf den Moment gewartet, in dem endlich Sherlock Holmes auftaucht. Das geschah dann auch recht schnell und die Dialoge zwischen ihm und Anna, zwei intelligenten, irgenwie aus der Zeit gefallenen Charakteren, haben mich sehr gut unterhalten. Der Fall bzw. die Verschwörung, die aufgeklärt werden muss, ist auch spannend. Mir hat besonders der wissenschaftliche Schwerpunkt der Geschichte begeisert, da es mal eine nette Abwechslung war. Außerdem werden die Lebensumstände der Menschen im 19. Jhd. schonungslos und realistisch beschrieben. Es war damals wirklich hart in London zu (über)leben. Ich konnte mich sehr gut in die Geschichte und den Schauplatz hinein denken. 

    Eine klare Empfehlung! Ich bin gespannt, wie es weiter geht.

  14. Cover des Buches Escape (ISBN: 9783407748003)
    Jennifer Rush

    Escape

     (766)
    Aktuelle Rezension von: DaemmerungderNacht25

    Ich war total gespannt auf dieses Buch, weil sie die Beschreibung so gut angehört hat. Nach wie vor finde ich die Grundidee auch sehr gut.
    Nur leider werden ständig die 4 Männer aus dem Keller von der Protagonisten angehimmelt; sie sabbert förmlich jede zweite Seite, egal, wie unpassend es in der Situation ist.

    Auch der Schreibstil ist eher schwach und wirkt auf mich wie von einer Jugendlichen geschrieben. Hinzu kommt, dass die Charaktere sehr blass geblieben sind. Unauthentisch fand ich die Charaktere auch (z.B. wird der Verräter kurz nach seinem Verrat von der Protagonistin in den Arm genommen). Einige Handlungen sind unlogisch oder unrealistisch und werden nicht aufgeklärt (woher haben sie plötzlich Geld oder den Spaten?)

    Zu knapp wurde mir hier auch die Erklärung, warum die Protagonistin ein anderes Verständnis von Ethik hat und es lange Zeit in Ordnung findet, Menschen einzusperren.

    Was mich ärgert, ist, dass dieses Buch ein 3-Teiler ist und nur 2 Bände im Deutschen erschienen sind. Das habe ich leider zu spät bemerkt. Wer also den Dritten Teil lesen will, muss plötzlich mit englisch starten. Sowas finde ich immer blöd.

    Die so gute Gesamtbewertung hier hat mich fast schon erschrocken.
    2 von 5 Sternen vergebe ich dennoch, da die Idee mal etwas neues ist und sich der Roman sehr schnell weggelesen hat. Außerdem werden im Verlauf interessante Fragen aufgeworfen, die das Buch so spannend machen, dass man die Lösung unbedingt erfahren will.

  15. Cover des Buches Die Entbehrlichen (ISBN: 9783596183319)
    Ninni Holmqvist

    Die Entbehrlichen

     (113)
    Aktuelle Rezension von: Zeilentaenzer

    Darum gehts: Mit dem Erreichen ihres 50. Lebensjahres wird Dorrit, alleinstehend und ohne Kinder, in ein Sanatorium eingewiesen, das nur einem Zweck dient: die Bewohner der Anlage müssen sich medizinischen Tests unterziehen und sich Organentnahmen zur Verfügung stellen. Zwar bietet der Komplex den Entbehrlichen, wie sie genannt werden, viel Luxus und jede Menge Annehmlichkeiten, mit der Zeit aber müssen sich die Bewohner immer radikaleren Operationen hingeben, die in einer Endspende und somit dem Tod gipfeln. Die entnommenen Körperorgane kommen den Benötigten zu Gute, denen, die für die Gesellschaft als produktive Mitglieder angesehen werden. Dorrit scheint sich ihrem Schicksal zu fügen, bis sie sich verliebt.

    Rezension: Bereits die Inhaltsangabe ließ mich erschaudern, hat mich gleichsam aber auch sehr neugierig gemacht. Die schwedische Autorin schafft ein dystopisches Szenario, bei dem sie trotz seiner Grausamkeit auf die leisen Töne setzt. Die Protagonistin ist einem schnell sympathisch. Sie bietet wenig Angriffsfläche und während des Lesens empfand ich durchweg aufrichtiges Mitgefühl für ihre ausweglose Situation und die der anderen Bewohner des Sanatoriums. Eine Gesellschaft, die nur diejenigen für nützlich erachtet, die sich fortpflanzen und Partnerschaften führen, ist eine beängstigende Vorstellung, die für mich während des Lesens schwer zu ertragen war. Auch deshalb habe ich mir für den Roman Zeit nehmen wollen.

    Weil eine anhaltende Partnerschaft für sie ausblieb und sie auch keine Kinder nachzuweisen hat, gehört Dorrit mit ihrem 50. Geburtstag zu den Entbehrlichen der Gesellschaft. Trotz der düsteren Zukunft die vor ihr liegt, verliert sie ihren Lebensmut nicht, knüpft enge Freundschaften im Sanatorium und trägt ihren Aufenthalt dort mit bemerkenswerter Fassung. Auch die anderen Bewohner haben ihr Schicksal akzeptiert und geben ihrer verbleibenden Zeit möglichst viel Lebensqualität. Dieser Umstand ließ mich die Geschichte überhaupt erst durchhalten. Im weiteren Verlauf aber wird der Leser mit immer extremeren Organspenden konfrontiert, wie z.B. der Entnahme der Hornhaut eines Auges oder einer Niere.

    Mit etwa 270 Seiten ist es ein relativ kompaktes Buch, in dem Holmqvist den Sinn des Lebens auf vielfältige Weise zu beschreiben weiß. Ihr Schreibstil, gespickt durch Feinheiten und eine anmutige Sprache, lassen das Erzählte leichter erdulden. »Die Entbehrlichen« geht ans Herz und hat mich sehr betroffen gemacht. Dorrit liebte ihren Hund Jock, mit dem sie ausgiebige Spaziergänge am Strand machte und mit dem sie in ihrem gemütlichen Haus wohnte, bis sie ins Sanatorium eingewiesen wurde. Einige der Menschen, die ihr dort begegnen, werden zu wichtigen Freunden mit denen sie ihre Zeit verbringt und die ihren Tagen mehr Leben geben. Und als sie Johannes trifft, spürt sie eine Zuneigung, die ihr so noch unbekannt war.

    Die Bewohner des Sanatoriums leisten keinerlei Widerstand, sie nehmen ihren Platz in der Gesellschaft an, ohne sich dagegen aufzubäumen. Gutes und vielfältiges Essen, die Privilegien Sport zu treiben, die Sauna oder eine Ausstellung zu besuchen sowie Picknicks im Grünen lassen den Aufenthalt zeitweise einer Kur gleichkommen. Auch wegen des schönen Scheins hat die Geschichte eine so starke Sogkraft. Dem Leser ist von vornherein das bittere Ende der Bewohner des Sanatoriums bewusst, dennoch gelingt es Holmqvist, ihn mit ihren faszinierenden Beschreibungen und Möglichkeiten der Anlage einzulullen und keinen Schwermut aufkommen zu lassen. Am Ende dient die Anlage als menschliches Ersatzteillager in einer Welt, in welcher der Wert eines Lebens an seinem gesellschaftlichen Nutzen gemessen wird.

    Welche Bedeutung hat das Leben und ist jedes gleich viel wert? Dieser höchst bedenklichen Frage widmet sich Holmqvist in ihrem finsteren Roman, der im Kern zwar schwer zu ertragen ist, gleichzeitig aber durch die Schönheit seiner Sprache besticht und den Sinn des Lebens in den Fokus rückt.

  16. Cover des Buches Die Frauen von Block 10: Medizinische Versuche in Auschwitz (ISBN: 9783863655846)
    Hans-Joachim Lang

    Die Frauen von Block 10: Medizinische Versuche in Auschwitz

     (25)
    Aktuelle Rezension von: CarinaElena
    Es tut schon richtig weh zu sagen das mir dieses Buch gefallen hat, denn das was da beschrieben wird ist alles andere als gefallenswert :'(. Dieses Buch berührt wirklich. Es zeichnet ein sehr detailliertes Bild von der damaligen Zeit, den Menschen, den Umständen und den Versuchungen in Block 10. Wie der Autor die Menschen hinter den "Nummern" vorstellt ist wirklich ergreifend.  In diesem Buch geht es eigentlich nur um die Frauen, wenn man aber bedenkt das man solche abscheulichen Taten auch an Kindern durchgeführthat (bevorzugt an Zwillingen), dann wird einem Übel ... Schwere und detaillreiche Kost die im Gedächtniss bleibt

  17. Cover des Buches Phantasmen (ISBN: 9783867427128)
    Kai Meyer

    Phantasmen

     (34)
    Aktuelle Rezension von: vormi
    Fesselnder Einzelband vom Meister der deutschen Phantastik: 
    Eines Tages tauchen sie aus dem Nichts auf – die Geister der Toten. Und stündlich werden es mehr. Sie stehen da, bewegungslos, leuchtend, ungefährlich. An der Absturzstelle eines Flugzeugs, mitten in der einzigen Wüste Europas, warten Rain und ihre Schwester Emma auf die Geister ihrer verunglückten Eltern. Auch Tyler, ein schweigsamer Norweger auf einem Motorrad, ist hierhergekommen, um seine große Liebe Flavie noch einmal zu sehen. Dann erscheinen die Geister. Doch diesmal lächeln sie. Und es ist ein böses Lächeln.
    Inhaltsangabe auf amazon


    Wieder mal ein echt beeindruckendes Buch von Kai Meyer.
    Ich bin bei ihm oft hin- und hergerissen. Meistens finde ich seine Bücher sehr gut, und dann gibt es immer mal wieder eins dazwischen, das mir nicht ganz so gut gefällt.
    Aber dieses Buch hier war echt der Hammer.
    Irre spannend und total einfallsreich.
    Ich konnte gar nicht mehr aufhören und hab mir mindestens eine Nacht um die Ohren gehauen.
    Gerne mehr davon👍
  18. Cover des Buches Die Augen der Dunkelheit (ISBN: 9783453025646)
    Dean Koontz

    Die Augen der Dunkelheit

     (41)
    Aktuelle Rezension von: Hennie

    Neulich wurde ich aufmerksam auf eine Neuauflage eines Romans von Dean Koontz unter dem Titel „Die Augen der Finsternis“.

    Etwas reißerisch heißt es:

    "Hat Dean Koontz in diesem Thriller aus dem Jahr 1981 den Ausbruch des Coronavirus vorausgesagt?" Daily Mail

    Seit vielen Jahren bin ich ein Fan von Dean Koontz und so befindet sich auch dieses Buch in meinem Besitz. Es ist eine Taschenbuchausgabe aus dem Jahr 2004 vom Pavillon Verlag München und trägt den Titel „Die Augen der Dunkelheit" (Originaltitel "The eyes of darkness“).

     

    Klappentext meiner Ausgabe:

    Mit ihrer Show feiert Tina Evans wahre Triumphe in Las Vegas, doch des Nachts wird sie von quälenden Albträumen heimgesucht. Da steht plötzlich ihr totgeglaubter Sohn Danny vor ihr, der in einem unterirdischen Versuchslabor für wissenschaftliche Experimente mit einem Todesvirus mißbraucht wurde. 

    Da es nun schon viele Jahre zurückliegt, dass ich es gelesen habe, nahm ich es mir wieder vor. Ich kann mir den plötzlichen Hype überhaupt nicht erklären! Abgesehen davon, dass die wesentliche Passage mit dem Todesvirus sich erst ziemlich weit hinten im Roman befindet, ist auch diese Inhaltsangabe unglücklich gewählt. Nur wenige Seiten behandeln den Fakt. Zudem nimmt es der Handlung einen großen Teil der Spannung vorweg.

    Die neue Version des Buches wurde eindeutig umgeschrieben und dem derzeitigen Geschehen um das Coronavirus angepaßt. Wer hat das getan? Dean Koontz selbst offensichtlich nicht. Ich konnte keine dementsprechende Meldung finden. Hat sich der Verlag dazu ermächtigt, die Passagen zu ändern?

    In dem fast 40 Jahre alten Roman des US-amerikanischen Schriftstellers wird von keiner biologischen Waffe aus China berichtet. Im Original kann man von militärischer Forschung, Entwicklung von biologischen sowie chemischen Waffen, vom Wettrüsten zwischen Sowjetunion und USA lesen. Also aus der Zeit des Kalten Krieges! Die neueste, gefährlichste, biologische Waffe der Russen, die 100% tötet in kürzester Zeit, heißt auf S. 304 „Gorki-400“ (Gorki, heute Nischni Nowgorod – wie Wuhan auch eine tatsächliche existierende Stadt).

    Ich kann keine Parallelen zum Coronavirus entdecken, wirklich in keinster Weise. Der Vergleich ist an den Haaren herbeigezogen und dreist! 

    „Die Augen der Dunkelheit“ kann ich wie alle Geschichten von Koontz sehr empfehlen, aber in der ORIGINALFASSUNG. Es ist eine Story, die in erster Linie unterhaltend ist. Typisch für den Autor ist das Auftreten paranormaler Erscheinungen. Mir gefallen seine kreativen Ideen!

  19. Cover des Buches Himmelstal (ISBN: 9783458359418)
    Marie Hermanson

    Himmelstal

     (91)
    Aktuelle Rezension von: AnjaLG87
    Marie Hermanson ist eigentlich eine meiner
    Lieblingsautorinnen, aber dieses Buch konnte
    mich leider nicht überzeugen. Zwar war es
    durchaus spannend und wartete mit einer
    tollen Atmosphäre in einem schönen 
    Natur-Setting auf, jedoch hat mich der doch
    sehr naive Protagonist immer wieder 
    kopfschüttelnd und wütend zurückgelassen.
    Dessen Verhalten, Sichtweisen und Aussagen
    haben die eigentlich vielversprechende
    Geschichte leider immer weiter ins 
    Unglaubwürdige und Abstruse gezogen. 
    Schade: Die Idee und vor allem die Fähigkeiten
    einer Marie Hermanson wurden hier 
    überhaupt nicht ausgenutzt.Lieblingsautorinnen 
  20. Cover des Buches Der Übergang (ISBN: 9783837111583)
    Justin Cronin

    Der Übergang

     (50)
    Aktuelle Rezension von: schokigirl

    Anmerkung: Ich habe das Hörbuch als Rezensionsexemplar vom Verlag bekommen. Danke dafür. Die volle Videorezension findet ihr auf meinem YouTube Kanal namens schokigirl oder weiter unten.



    Meinung:


    Pro Argumente:


    •     Ich glaube ich muss nicht viel über den Sprecher David Nathan     sagen. Er ist nicht umsonst einer der beliebtesten Hörbuchsprecher.

          
    •     Abgesehen vom Anfang, der gemächlich, aber angemessen in Gang kam,     war das Pasing schnell und die ganze Zeit aufregend.

          
    •     Die Mysterien und Twists haben mich beschäftigt und zum nachdenken     angeregt. Es waren auf jeden Fall gute Ergänzung zu dem     postapokalyptischen Setting.

          
    •     Ich habe im vorne hinein gehört, dass es hier um Vampire geht. Ich     war positiv überrascht, dass diese Vampire sich hier mehr wie     Zombies verhalten, da dass viel mehr meinem Fantasygeschmack     entspricht. Trotzdem werden aber Vampirelemente einbezogen, die die     Geschichte erweitern.

          


    Kontra Argumente:


    •     In jedem gekürzten Hörbuch     kommt irgendwann der Moment, in dem ich mich frage, ob ich was     verpasst habe, was massives gekürzt wurde oder es so vom Autor     beabsichtigt wurde. Und hier war ein Sprung relativ groß, sodass es     mich länger beschäftigt hat. Raus finden was es von den dreien     war, werde ich wohl erst, wenn ich das Buch lese.

          
    •     Manches ging mir zu schnell um     alles vernünftig zu erfassen, aber ich habe es mir auch selbst     schwerer gemacht, dadurch, dass ich es auf doppelter Geschwindigkeit     gehört habe.


    Fazit:

    Ich hatte das Gefühl, dass ich eine Art „The Walking Dead“ mit einem großen Mysterium hörte, was mir gut gefallen hat. Band 2 muss bald her, weil ich mehr erfahren möchte. Daher habe ich die vollen 5 Sterne vergeben.

  21. Cover des Buches BioShock (ISBN: 9783833223259)
    John Shirley

    BioShock

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Jen_loves_reading_books
    BIOSHOCK - Rapture

    von

    John Shirley


    Klappentext:

    Am Abgrund.
    Das Ende des Zweiten Weltkriegs und der vernichtende Schlag gegen Japan haben nicht nur Euphorie in den Köpfen der Amerikaner hinterlassen.
    Der geniale Selfmade-Milliardär Andrew Ryan träumt von einem Utopia am Grunde des Meeres, wo Unterdrückung, Doppelmoral und Zensur der Wissenschaft keinen Platz mehr haben.
    Was schließlich daraus wurde, ist jedem Spieler der BioShock- Reihe hinlänglich bekannt: Ein einziger Alptraum.
    Dies ist seine Geschichte …


    Cover:

    Das Cover finde ich sehr ansprechend und ganz im Geiste von Rapture.


    Rezension:

    Auf dieses Buch hatte mich sehr gefreut, weshalb es eins der Bücher ist, welches gar nicht erst auf meinen SuB gelandet ist, sondern zügig gelesen wurde.

    Besonders gut hat mir die Atmosphäre in der Unterwasserstadt gefallen. Ein stets beklemmendes Gefühl überkam mich beim Lesen und die Ausweglosigkeit vieler Einwohner Raptures ging mir wirklich nahe. Denn nicht für jeden ist Rapture die Stadt, in der man sein Glück findet.

    Nach und nach werden einige Charaktere in die Story eingeführt.
    Als Leser erlebt man, wie die Stadt geplant, gebaut und besiedelt wird. Man bemerkt relativ schnell die ersten Probleme, die zwar noch winzig und unwichtig scheinen, aber im Laufe des Buches immer mehr zu nehmen, bis zu einem Punkt an dem das Ganze nicht mehr aufzuhalten ist und der Wahnsinn seinen Lauf nimmt.

    Der Erbauer Andrew Ryan hatte sicherlich eine wunderschöne Version seiner Utopie vor Augen, doch zeigt diese fiktive Geschichte, was passsiert, wenn Menschen nach eigenem Gewissen handeln können und sollen und das die Toleranzgrenzen der Menschen unterschiedlich hoch angelegt sind.

    Ganz zu schweigen von den Menschen, deren Gewissen überhaupt nicht vorhanden zu sein scheint und da es keine wirklichen Gesetze oder Gesetzeshüter gibt, haben solche Menschen ein leichtes Spiel, denn sie haben ja nicht wirklich etwas zu befürchten.
    Okay ermorden sollte man niemanden ( Oder war es so, dass man sich nicht dabei erwischen lassen sollte? ), aber ruinieren darf man ihn. Sein Gegner kann ja mit den Mitteln, die ihm zu Verfügung stehen zurückschlagen ( Was manch einer allerdings wirklich wortwörtlich nimmt ). Alles im Sinne der großen Kette und Andrew Ryan ignoriert geflissentlich die immer größer werdenden Probleme.
    Er propagiert seine eigene Sicht auf die Dinge, seine Sicht auf die Welt dort oben, oberhalb seiner Stadt und entwickelt einen regelrechten Gott-Komplex.
    Alles was er in der Welt " dort oben " als schlecht und bevormundend oder einengend empfand, setzt er nach und nach in seiner eigenen Stadt ein.
    Er verbietet jegliche Religion, er hört gewisse Leute ab, lässt sie überwachen, hintergeht sie und letztendlich lässt er seinen einzigen Freund hinrichten, weil er sich von ihm hintergangen fühlt.
    Er akzeptiert keine anderen Meinungen, sondern empfindet sie als persönlichen Angriff auf ihn und seine Vision ( und solche Leute müssen "verschwinden".)
    Als alles komplett aus dem Ruder läuft, greift er zu noch drastischeren Mitteln, aber seine Feinde ( Einer ganz besonders! ) waren nicht untätig und haben darauf gewartet, die Stadt zu übernehmen.

    Eine wirklich schön erzählte Geschichte, die mir wahrscheinlich noch mehr Spaß gemacht hätte, wenn ich den Ausgang nicht schon gekannt hätte.

    Trotzdem fand ich es schön, den ein oder anderen bekannten Charakter des Spiels hier wiederzufinden und zu erfahren, warum diese oder jene Figur so geworden ist ( oder auch schon immer so war... ).

    Auch hatte ich meinen Spaß daran, als die erste Verbindung eines Big Daddys zu einer Little Sister gelang und wie es zu deren Namensgebung kam.

    Andrew Ryans Charakter machte die größte Wandlung durch.
    Ein Visionär, dem seine Vision um die Ohren fliegt, weil er nicht bedacht hat, das der Mensch nun einmal das ist, was er ist:
    Ein Egoist, der wenn er sich nicht an Gesetze halten muss und es niemanden gibt, der diese um- und durchsetzt, das Tier in sich freisetzt.

    Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen.
    Viele Informationen wurden in dieser Geschichte eingearbeitet und man muss schon sehr sorgfältig lesen, um nichts zu überlesen.
    Da aber auch der Erzählstil wirklich mehr als unterhaltsam ist, stellte das kein wirkliches Problem dar.



    Fazit:

    Für mich ist das Buch eine wirklich gelungene Vorgeschichte zu den Ereignissen in Rapture, bevor Jack mit dem Flugzeug abstürzt und die Stadt "entdeckt".



    Empfehlung:

    Dieses Buch kann ich sowohl Fans der Spiele, als auch Lesern, die mit der Thematik nicht vertraut sind, empfehlen.



    Von mir gibt's:

    5 von 5 Sternen
  22. Cover des Buches Der Wald der tausend Augen (ISBN: 9783453529618)
    Carrie Ryan

    Der Wald der tausend Augen

     (214)
    Aktuelle Rezension von: Pia_Dawson

    Ich verstehe hier die mittelmäßige Bewertung nicht. Ich habe die gesamte Reihe geliebt. Also bitte von der Bewertung nicht irritieren lassen und unbedingt lesen!!! Eine wahnsinnig tolle Geschichte, die mich nicht mehr losgelassen hat, Wendungen die man nicht erwartet. Das ist eine Geschichte, die im Kopf bleibt und meinen Geschmack vollkommen getroffen hat. 

  23. Cover des Buches Masterminds - Im Sog des Verbrechens (ISBN: 9783407747327)
    Gordon Korman

    Masterminds - Im Sog des Verbrechens

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Hier geht's zur Rezension auf meinem Blog.

    Klappentext:
    Eli, Tori, Malik und Amber sind endlich in Freiheit. Ihr erklärtes Ziel ist es, das verbrecherische Klon-Experiment Osiris der Öffentlichkeit preiszugeben. Um die ganze Wahrheit über ihre Herkunft zu erfahren, beschließen die Freunde, Tamara Dunleavy, die Gründerin des Klon-Experiments, aufzuspüren. Auf ihrer Suche schrecken sie dabei vor illegalen Mitteln nicht zurück und entdecken ganz neue Fähigkeiten an sich. Ist ihr Verhalten noch gerechtfertigt? Oder werden sie letzten Endes etwa zu den Kriminellen, von denen sie geklont wurden?

    Einordnung:
    - Im Auge der Macht (Teil 1) 
    - Im Sog des Verbrechens (Teil 2)
    - Im Angesicht der Wahrheit (Teil 3)

    Erster Satz:
    „Ich gehe bei deinem Taco mit und erhöhe um einen halben Cheeseburger.“
    (Seite 5)

    Rezension:
    Kann Spoiler zum ersten Teil enthalten!

    Zwei Jahre ist es her, dass ich den ersten Band der Reihe gelesen habe. Es war aber überhaupt kein Problem, wieder in die Geschichte einzusteigen. Eli, Tori, Amber und Malik sind so prägnante Protagonisten, dass ich mich sofort an alle erinnern konnte. Sie alle nehmen die reale Welt ganz unterschiedlich wahr und berichten auch dementsprechend darüber, sodass sie mit ihren Eigenheiten deutlich im Gedächtnis bleiben. Neben den Charakteren hat mich auch die Handlung sofort wieder in ihren Bann gezogen. Wie schon der vorherige Band ist das Buch sehr spannend, denn Projekt Osiris möchte die entflohenen Klone um jeden Preis zurückholen. Gleichzeitig kennen sich Eli und seine Freunde in der realen Welt überhaupt nicht aus, sodass sie schon Kaufhäuser und Ampeln völlig aus dem Konzept bringen. Zum Teil war das witzig zu lesen, zum Teil hat es aber auch für überraschende Wendungen gesorgt, weil sie auf für mich alltägliche Dinge ganz anders reagiert haben als erwartet. Doch auch die Handlung an sich, die Suche nach der Gründerin des Experiments und der Kampf um ein eigenständiges Leben haben immer wieder Überraschungen bereit gehalten.

    Faszinierend und spannend fand ich auch die Entwicklung der Charaktere. Auf der einen Seite sind sie immer noch zwölf- und dreizehnjährige Kinder. Sie sind überfordert mit der großen, weiten Welt und vermissen manchmal sogar die Wissenschaftler, die sich als ihre Eltern ausgegeben haben. Auf der anderen Seite zeigen sich aber doch immer häufiger auch ihre durch die Gene bedingten Fähigkeiten. Malik beispielsweise erweist sich als Naturtalent bei kleineren Gesetzesverstößen wie dem Kurzschließen von Autos und Tori erfasst mit einem Blick, auf welchem Weg Häuser zu erklettern sind, um dort einzusteigen. Immer wieder sind die Kinder jedoch auch gezwungen, Regeln und Gesetze zu verletzen, einfach um zu überleben. Sie müssen Autos stehlen, um zu fliehen, und in Häuser einbrechen, um nach tagelanger Schlaflosigkeit wieder eine Nacht in einem Bett zu verbringen. Diese vermeintlichen Notwendigkeiten werfen jedoch immer wieder die Frage auf, ob sich nun doch die Gene durchsetzen und sie zu den Verbrechern werden, aus denen sie geklont wurden. Sie alle fürchten sich davor und haben oft auch keine andere Wahl, trotzdem ist das Ergebnis des Experiments immer noch offen.

    Mein einziger Kritikpunkt an dem zweiten Teil der Reihe ist, dass es sich schlussendlich doch um einen typischen Mittelteil handelt. Es gibt Handlung, die spannend ist, aber letztlich dreht sie sich doch im Kreis, weil die Kinder immer wieder am Ausgangspunkt ankommen. Dabei sind sie nur jedes Mal ein Stück schlechter dran. Die Geschichte war wieder spannend zu lesen und die Wendungen haben mich begeistert, aber am Ende sind sie kein Stück weiter als sie am Anfang des Buches waren, obwohl sie eine Menge erlebt haben.

    Fazit:
    Der Einstieg in das Buch ist mir wieder sehr leicht gefallen. Die Handlung war spannend und es gab überraschende Wendungen. Zum Teil waren die Situationen auch lustig, weil die Charaktere von alltäglichen Dingen wie Kaufhäusern völlig aus dem Konzept gebracht wurden. Eine große Rolle hat in diesem Buch auch die Charakterentwicklung gespielt, denn die Frage, ob Erziehung oder Gene eine größere Rolle spielen, stellt sich noch immer. Schade war nur, dass die Charaktere nach der vielen Handlung dann doch wieder am Ausgangspunkt angekommen waren, sodass es insgesamt kein Stück vorwärts ging. „Im Sog des Verbrechens“ ist eine gute Fortsetzung, die vier Schreibfedern bekommt.
  24. Cover des Buches Lucy (ISBN: 9783423248907)
    Laurence Gonzales

    Lucy

     (105)
    Aktuelle Rezension von: Sjard_Seliger

    Mein erster bewusst gelesener Roman, statt wie üblich Krimi & Thriller. "Lucy" ist ein überaus gelungener Spannungsroman, welcher durch seine originelle Story und sehr gut gestaltete Charaktere begeistert. 

    Zur Story: Die Geschichte handelt von dem Teenager-Mädchen Lucy, die bei ihrem Vater, einem Primatenforscher, im zentralafrikanischen Kongo geboren und aufgewachsen ist - fernab jeglicher Zivilisation, aber mit Heimunterricht durch ihren Vater. Nach lokalen Unruhen und Aufständen von Rebellen des Kongo wird Lucy's Familie ermordet, und die banchbarte Forscherin Jenny Lowe findet Luca, und nimmt sie mit nach Hause zu sich in die USA, genauer gesagt nach Chicago. Dort angekommen muss sich Lucy erst einmal mit den Gegebenheiten des mordernen Amerika zurechtfinden und lernt nach und nach ihre neue Umgebung kennen. In Amanda findet sie sogar eine neue beste Freundin, mit der sie zusammen mit Jenny von da an ein scheinbar normales Leben führt.... Doch auch einige böswillig gesinnte Menschen sind hinter Lucy her. Denn wie sich bald herausstellt, ist Lucy ein Hybridwesen mit Bonobo-Genen, ihre Mutter eine Primatin und sie das Ergebnis des ersten weltweit gelungenen "Zucht"-Versuchs eines Hybriden. Und dies ruft leider auch religiöse Ethik-Fanatiker und andere Spinner auf den Plan, die Lucy nichts Gutes wollen. So geraten die drei Frauen immer mehr unter Druck und müssen schnell eine Lösung finden... 

    In einem überaus flüssigem und sympathischen Schreibstil beschreibt Autor Laurence Gonzales einfühlsam und moralisch den spannenden Werdegang dieses hochinteressanten Mädchens, welches nach außen hin so unscheinbar und völlig normal wirkt - ohne dabei allzu mahnend zu sein oder den moralischen Zeigefinger zu erheben. Er erzählt und beschreibt einfach die Tatsachen, und man erfährt dadurch sehr viel über die Natur der Spezies Mensch, und seine Verbindung und seinen Stellenwert in der Welt. Generell ist diese Geschichte auf so vielen Ebenen philosophisch veranlagt. Als Leser fängt man selber oft an zu grübeln und zu reflektieren.  

    Denn gleichzeitig handelt es sich auch um eine indirekte Aprangerung des regliösen Fanatismus, die unter dem Deckmantel der Ethik ihr krankes Weltbild durchbringen wollen. Ein Hybridwesen wie Lucy, sofern sie (oder sowas) jemals existieren sollte, zu verschmähen und zu ächten wie im Buch, ist absolut inakzepotabel und einfach nur dumm von den Menschen. Die Ethik hat in der Wissenschaft NICHTS zu suchen, und die Schmähung von einem Wesen wie Lucy hat mich beim Lesen oft fast schon wütend gemacht. Und denn noch die Frechheit besitzen, es mit scheinheiligem Religions-Bockmist aus dem Mittealter zu rechtfertigen bestätigt nur meine absolute ANTI-Haltung gegenüber der Ethik, die nichts weiter ist, als ein moralischer Stinkefinger, der die Erkenntnisse und Errungenschaften der Wissenschaft bewusst und mutwilig auszubremsen und zu sabotieren versucht! 

    Da diese Geschichte in den USA spielt, tauchen natürlich auch wieder einige amerikanische Wiedererkennungsmerkmale auf, jedoch werden diese diesmal angenehm sachlich und nüchtern beschrieben. Viel mehr wird die wundervolle Natur und die Tierwelt der nördlichen USA hervorgehoben. 

    Alles in Allem ist "Lucy" ein toller Spannungsroman mit einer sehr originellen Story mit klasse Charakteren, viel Gefühl und interessant & intelligent geschrieben.

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