Bücher mit dem Tag "mental health"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "mental health" gekennzeichnet haben.

13 Bücher

  1. Cover des Buches Falling Fast (ISBN: 9783736308398)
    Bianca Iosivoni

    Falling Fast

     (976)
    Aktuelle Rezension von: Lieselotte1990

    Diese Geschichte erinnert mich total an die Bücher, die ich früher verschlungen habe. Vom Stil her sind sie den Romanen von Susan Elisabeth Phillips oder Rachel Gibson ganz ähnlich. Ich finde zwar immer noch sehr schade, dass die Bücher einer deutschen Autorin nicht in Deutschland spielen, aber trotzdem stehe ich auf die ganze Machart. Dieses langsame und detaillierte Erzählen passt zur Geschichte und unterstützt den Aufbau, doch ich kann auch verstehen, wenn der eine oder andere diese als zu langatmig empfindet.

    Chase und Hailee sind ganz wunderbare und sehr gut skizzierte Figuren. Ich bewundere Chase für seine Loyalität, denn ich könnte ehrlicherweise nicht sagen, ob ich soweit für meinen Bruder gehen würde und erst recht nicht, ob ich mich dem Willen meines Vaters so beugen könnte. Doch ich verstehe ihn. Auch wenn ich mich über ihn geärgert habe und mit ihm gelitten habe, verstehe ich ihn und finde es klasse, wie feinfühlig die Autorin diesen Konflikt beschreibt, ausarbeitet und geschehen lässt. Hailee ist unglaublich bezaubernd und ihr Vorhaben, des Öfteren mutig zu sein ist nachahmenswert. Doch die ganze Zeit spürte ich ihre Traurigkeit. Ich wusste, dass etwas nicht mit ihr stimmt. Ich bin irgendwann darauf gekommen, doch das, was sich dann im Laufe der Geschichte noch entwickelte, habe ich nicht vorhergesehen. Ich war überrascht, tottraurig, aber auch voller Verständnis.

    Chase sagt auf Seite 52 zu Hailee, dass alle, die erstmal dem Charme von Fairwood und seinen Bewohnern erlegen sind, nicht mehr wegwollen oder zumindest irgendwann zurückkehren. Dem kann ich nur zustimmen. Ich bin absolut verknallt in Fairwood, aber vor allem in Jespers und Chase‘ Freunde: Lexi, Charlotte, Clay, Eric… Die Autorin hat wundervolle Nebencharaktere geschaffen, die alle ihre eigene Geschichte haben, die das Gesamtbild des Romans abrunden. Obwohl mich Chase‘ und Hailees Geschichte total in den Bann gezogen hat, will ich unbedingt auch mehr von den anderen lesen. Aber es wartet ja auch noch ein zweiter Teil auf mich.

    Apropos: Ich habe keine Ahnung, wie es nach dem Ende weitergeht. Normalerweise habe ich immer eine Idee, was die Autorin als nächstes Erzählen könnte, doch diesmal tappe ich im Dunkeln. Ich habe eine Hoffnung, wie sie die Geschichte weitergestaltet, doch wie sie diesen Cliffhanger auflöst, ist mir völlig schleierhaft. Ich habe ein mulmiges Gefühl im Bauch und hoffe sehr, dass mir die Autorin nicht das Herz brechen wird. (Also noch mehr, als es sowieso schon ist.)

  2. Cover des Buches Flying High (ISBN: 9783736309890)
    Bianca Iosivoni

    Flying High

     (556)
    Aktuelle Rezension von: Lieselotte1990

    Das Ende des ersten Buches dieses Duetts hat mich erschüttert zurückgelassen. Ich bin unglaublich froh, dass ich diese Geschichte erst angefangen habe zu lesen, nachdem beide Bände erschienen sind. Ich war mir ziemlich sicher, dass die Autorin ihre Protagonistin nicht sterben lassen würde, aber wie nur wie will sie das, was Hailee vorhatte zu tun, Hailee und Chase durchstehen lassen?

    Hailees und Chase’ Geschichte hat sich in ein Drama entwickelt, das weder schöner noch schrecklicher sein könnte. Ich habe es absolut nicht erwartet und habe mit einer Mischung aus Mitgefühl, Angst und Spannung mitverfolgt, wie sich das Leben der Protagonisten entwickelte. Bianca Iosivoni geht dabei so zauberhaft gefühlvoll vor, dass es mich zerreißt. Auch wenn Hailees Ausweg nicht der Richtige war, so kann ich sie doch verstehen. Fantastisch finde ich, wie die Autorin zeigt, wie es „Danach“ weitergeht (oder weitergehen kann). Der Zusammenhalt und die Liebe, aber auch die Fehler, die gemacht werden. Es ist eine Geschichte voller Höhen und Tiefen, die mich ganz schön durch den Fleischwolf gedreht hat.

    Eine große Überraschung war für mich Shaine. Er war der ständige Störenfried in der Geschichte und auf einmal ist er es, der Hailee und Chase das verschafft, was sie am dringendsten brauchen: Zeit zusammen. Ich mag diese Arschloch-mit-Herz-Attitüde und wünschte, es gäbe ein Buch über ihn und Lexi…

    Ich liebe die Autorin dafür, dass sie Chase und Hailee einen Weg aufzeigt, ihr Leben zu meistern, sich selbst zu lieben und mutig zu sein. Aber auch Ängste und Schwächen zuzulassen. Und ich bin dankbar, dass keiner der beiden daran zerbrochen ist, sondern stärker aus dem Erlebten hervorgegangen sind.

    Diese Geschichte macht Mut. Mut auf das Leben, das manchmal so unendlich schwer ist.

    Danke für deinen Mut, Bianca Iosivoni!

  3. Cover des Buches Die Leuchtturmwärter (ISBN: 9783103970371)
    Emma Stonex

    Die Leuchtturmwärter

     (102)
    Aktuelle Rezension von: Nele33

    Emma Stonex hat mit ihrem Debut "Die Leuchtturmwärter"  einen spannenden und komplexen Roman um das verschwinden der drei Leuchtturmwärter Arthur, Bill und Vince.

    Der Einstieg in die Geschichte gelang mir durch den flüssigen und interessanten Schreibstil super schnell. Die Geschichte spielt im Jahre 1972, in der die Leuchtturmwärter Arthur, Bill und Vince spurlos verschwinden. Erzählt wird die Geschichte in zwei Zeitebenen und unterschiedlichen Perspektiven. Das Leben im Turm beobachte ich von aussen, die drei Frauen der Lauchturmwärter kommen in der Ich- Perspektive zu Wort. Dieser Sichtwechsel auf das Geschehen und Leben im Leuchtturm wird detailreich erzählt.
    Dadurch ergibt sich nach und nach ein Gesamtbild und eine vielschichtige Charakterisierung der Protagonisten.
    Jede Person hatte ihre kleinen Geheimnisse und ganz langsam kommt LIcht ins Dunkel.

    Emma Stonex gelingt es excellent ein großes Bild von Verlust, Angst, Trauer und Hoffnung zu präsentieren. Das karge Leben der Menschen um und im Leuchtturm, die Macht der Gezeiten und die Unterschiedlichkeit im Umgang mit den Herausforderungen des Lebens rundeten für mich dieses Buch ab.

    Den Ursprung zum Plot findet man übrigens um 1900 als wirklich Leuchtturmwärter verschwanden.

    Meine Erwartungen an das Buch waren gänzlich andere, dennoch bin ich mehr als positiv überrascht worden und empfehle das Buch gerne weiter.

  4. Cover des Buches Wicker King (ISBN: 9783423762335)
    Kayla Ancrum

    Wicker King

     (90)
    Aktuelle Rezension von: spiegelkind_liest

    Vorab:

    Wer nicht stabil ist, sollte dieses Buch mit Vorsicht genießen. Es handelt von Einsamkeit und Vernachlässigung sowie toxischen Beziehungen.


    Aber wo fange ich an?

    Wicker King beschreibt die Geschichte von August und Jack, die seit ihrer Kindheit miteinander befreundet sind. Als Kinder haben die beiden sich oft in eine Traumwelt zurückgezogen, doch nun, da sie Teenager sind, fangen eines Tages die Realität und diese Traumwelt an, sich vor Jacks Augen zu vermischen.

    Immer wieder sieht der Dinge, die nicht da sind und August begleitet ihn dabei.


    Je schlechter es um die Psyche der Protagonisten und vor allem Jack steht, desto dunkler werden die Seiten.

    Mich hat das nachhaltig beeindruckt, weil mit dem gesamten Buch als Medium gearbeitet wird, um die Haupt- und Nebencharaktere zum Leben zu erwecken und ihre Psyche zu beschreiben. Es gibt Charaktere zum Hassen und zum Mögen. Manche entsprechen beinahe schon wie Karikaturen einem bestimmten Stereotyp, andere wirken echt und real.


    Playlisten, Briefe, Zeichnungen, das alles begleitet die kleinen kurzen Kapitel, die immer nur einen Ausschnitt aus dem wiedergeben, was vor sich geht.


    Und immer wieder klingt diese ganz spezielle Verbindung an, die zwischen August und Jack herrscht. Etwas, das mehr ist, als bloß Freundschaft, aber vollkommen untergeht in ihrem inneren und äußeren Chaos.


    Trotz der wirklich speziellen Aufmachung hatte ich nicht ein einziges Mal das Gefühl, dass mir etwas entgangen ist, oder eine Szene und ihr Hintergrund zu kurz kamen. 


    Nach einigen Kapiteln wollte ich das Buch gar nicht aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weiter geht. Dann wieder folgten Szenen, die mich wütend gemacht haben oder nach denen ich erst einmal einen Augenblick brauchte, bis ich weiterlesen konnte, weil es mich auf anderen emotionalen Ebenen erwischt hat.


    Wicker King erzählt die Geschichte von zwei Jugendlichen, deren erwachsenes Umfeld darin versagt hat, sie und ihre Probleme zu sehen. Das was dort passiert ist falsch und alarmierend. Und das sollte man sich beim Lesen unbedingt bewusst machen. Jeder der Charaktere trägt sein eigenes Päckchen mit sich herum. Genau so, wie es auch im echten Leben der Fall ist. 


    Die Autorin beschreibt das Geschehen oft mit sehr nüchternen Worten, manche Kapitel umfassen gerade einmal einen Absatz. Klar strukturiert und kühl erzählt. Andere wiederum sind deutlich länger und lassen den Leser für einen Moment träumen. Wenn sie eines perfektioniert hat, dann, das gesamte Buch zu nutzen, um ihre Botschaft zu vermitteln:

    Du bist nicht alleine.

    Ich sehe dich.


    Und trotzdem bin ich zwiegespalten. Hier eine Sternebewertung zu vergeben, fällt mir extrem schwer, weil es so viel zu bedenken gibt.

    Weil die Beziehung zwischen August und Jack nicht gesund ist und weil die beiden damit klarkommen müssen. Weil sie daran und an sich selbst wachsen müssen.

    Gleichzeitig habe ich mir die Frage gestellt, warum mich das stört. Ja, warum?

    Vielleicht, weil es für so viele Menschen Realität ist und vielleicht, weil ich Sorge habe, dass durch das Buch eine Co-Abhängigkeit verherrlicht wird.

    Gleichzeitig aber sehe ich ein wahnsinnig empathisches Vor- und Nachwort. Beide braucht dieses Buch genau so sehr wie seine weißen und schwarzen Seiten, seine Bilder, seine Worte.


    Und obwohl sie fiktiv sind, hoffe ich, dass August und Jack lernen werden, mehr füreinander zu sein als das, was die Welt aus ihnen gemacht hat.


  5. Cover des Buches The Perks of Being a Wallflower (ISBN: 9781471100482)
    Stephen Chbosky

    The Perks of Being a Wallflower

     (601)
    Aktuelle Rezension von: fiona

    Diese wunderbare Coming of Age Geschichte ist auf eine wunderbare Weise traurig, doch wunderschön zugleich. Die Geschichte acht einen und die Charaktere wuchsen mir extrem schnell ans Herz. Es erzählt über Probleme beim Erwachsenwerden und übers Einsam sein. Momente im Buch wie die Tunnelszene übertrifft jegliche Vorstellungen die ich vor dem Lesen hatte und wärmte mir das Herz beim Lesen. Der Schreibstil ist etwas neues, etwas was ich zuvor noch nicht kannte. In Briefen zu kommunizieren ist sehr speziell und gibt diesem Buch noch etwas dazu. Ich würde das Buch auf der Stelle nochmals lesen. Dieses Buch ist ein Must-Read für alle!!

  6. Cover des Buches Das Morgen ist immer schon jetzt (ISBN: 9783570172667)
    Patrick Ness

    Das Morgen ist immer schon jetzt

     (51)
    Aktuelle Rezension von: Jica
    "Das Morgen ist immer schon jetzt" von Patrick Ness habe ich hauptsächlich wegen des Titels gelesen. Er hat direkt zum Nachdenken angeregt und neugierig auf die Geschichte dahinter gemacht. Da das Buch ein Spontankauf war, wusste ich nicht, dass auch Fantasy Elemente vorhanden sind. Es war sehr verwirrend, als plötzlich von sogenannten "Indie Kids" die Rede war, ohne Erklärung, wer oder was diese Kinder sind. Nachdem ich mir dann die Zusammenhänge erschlossen habe, wurde das Buch unglaublich gut! Patrick Ness hat einen angenehmen Schreibstil und lässt auch viele Problemthemen scheinbar mühelos mit in die Geschichte einfließen. Es gab viele Situationen, die mich zum Nachdenken gebracht haben und ich lese dieses Buch immer wieder gerne.
  7. Cover des Buches Ein Juwel in den Trümmern (ISBN: 9783967332070)
    Lea Diamandis

    Ein Juwel in den Trümmern

     (40)
    Aktuelle Rezension von: Charlea

    "Ein Juwel in den Trümmern" ist der Auftakt zu einer fantastischen Trilogie um die Jahreszeitenkönigreiche der Autorin Lea Diamandis.  Zum Buch kam ich im Rahmen einer Leserunde, die mich besonders interessiert hatte, da mich zum einen das Cover mit den in blut- oder feuerroten Tönen einfach magisch angezogen hat, aber zum anderen auch, da mich der Klappentext sehr interessiert hat.


    Doch worum geht es eigentlich?

    Robin wächst als Prinzessin im Sommerreich auf, doch dies ist alles andere als der Traum vieler Kinderträume. Einst gab es vier Königreiche, doch das einzige, das noch Macht hat ist das Sommerkönigreich und Robins Vater herrscht scheinbar unerbittlich über sein Volk. Magie und deren Ausübung sind strengstens verboten und stehen unter Folter und Tod und es gehört in seinen Augen zu den Aufgaben eines royalen Nachwuchses, ihm bei der strengen Durchführung dieser Direktive zu unterstützen.

    Doch dann kommt es zu einer Situation, in der Robin ihrer Familie fluchtartig den Rücken kehrt und gemeinsam mit Noire, ihrer treuen Freundin, das Sommerkönigreich verlässt.

    Sie lernen nicht nur eine völlig unerwartete Welt kennen, sondern treffen auch auf Menschen, denen sie vertrauen müssen, denn schnell stellt sich heraus, dass der Käfig, in dem sie ihr Leben lang gesessen hatte sie nicht nur klein, sondern auch unwissend gehalten hat.


    Wie hat mir das Buch gefallen?

    Allen voran ist dieses Buch sehr flüssig und wortgewandt geschrieben - ich hatte an vielen Stellen das schönste Kopfkino und war beim Lesen oft erstaunt, warum ich nicht längst mehr aus der Feder der jungen Autorin gelesen habe. Die Charaktere sind gut konstruiert und die Autorin gibt ihnen Raum, sich über die Länge des Buches hinweg zu entwickeln. Die Konflikte, die zwischen den Charakteren aufkommen, sind allesamt logisch und spannend und auch die Geschichte dahinter ist spannend, verzwickt und durchweg gut erzählt. Was mir gerade bei den Nebencharakteren aufgefallen ist, ist, dass auch sie sehr bildlich gezeichnet sind und man mit ihnen ebenso mitgefiebert hat wie mit der Protagonistin Robin. Hier möchte ich neben Noire besonders Beatrice und ihren Bruder Gideon erwähnen. Aber auch der Titel des Buches ist gut gewählt und passt nicht nur optisch gut zum Cover, das ebenfalls nicht einfach ein guter eye catcher für den Buchhandelt ist, sondern auch sehr gut zur Handlung passt.

    Alles in allem empfehle ich das Buch allen Fans von Fantasy-Romane, Young adult-Geschichten, LGBTQ+-Fans und generell allen, die spannende Geschichten lieber lesen, als sie sich auf der Flimmerkiste anzusehen. Ich freue mich schon sehr auf die nächsten beiden Teile.

  8. Cover des Buches Radio Silence (ISBN: B01K910MCA)
    Alice Oseman

    Radio Silence

     (46)
    Aktuelle Rezension von: LaluB

    Mit Radio Silence hat Alice Oseman sehr lebendige Charaktere geschaffen, bei denen man nicht anders kann, als mitzufühlen. Eine wunderbare Geschichte über Freundschaft. 

    Die Geschichte ist sehr spannend und ich konnte das Buch kaum beiseite legen. Auch Emotionen kommen nicht zu kurz. 

    Alles in Allem ein Buch, das ich sofort weiterempfehlen würde.

    Leider wurde das Buch noch nicht ins Deutsche übersetzt, weshalb es sehr lange gedauert hat, bis ich es gelesen habe. Mein Englisch ist nicht das beste, aber Alice Oseman schreibt mit einer derart angenehmen Sprache, dass es auch für mich gut zu verstehen war.

  9. Cover des Buches Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen (ISBN: 9783841506450)
    Ava Reed

    Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen

     (531)
    Aktuelle Rezension von: Kreativer_traum

    In diesem Buch geht es um Leni, ein eigentlich ganz normales Mädchen, doch zu Beginn eines unangekündigten Tests muss sie sich auf dem Flur übergeben. Das seltsame Gefühl, das sie seit einigen Wochen immer mal gespürt hat, wird stärker, und an manchen Tagen ist sie nicht mehr in der Lage, aus dem Haus zu gehen. Der Teufelskreis "Angst vor der Angst" nimmt einen immer stärkeren Platz in ihrem Leben ein. Alle denken, es sie nur der Stress und die Prüfungsphase, bis es irgendwann einer Ärztin gelingt, Lenis Symptome mit einer Krankheit zu benennen. Von nun an weiß sie zwar, was sie hat, aber nicht, wie sie es wieder los wird. Therapie und letztlich ein Klinikaufenthalt folgen. 

    Das Buch wird aus zwei Perspektiven erzählt, zum einen aus Lenis und auch aus Mattis, der im Laufe des Buches auftaucht. Mir hat der Schreibstil unglaublich gefallen und ich habe das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen. Die Worte haben mich nicht nur oberflächlich berührt, sondern sie gingen ins Herz.

    Am meisten haben mir die selbstgestalteten Tagebucheinträge gefallen, die dem Buch etwas ganz Besonderes gegeben haben. Dieses Buch ist zu etwas Einzigartigem und sehr gefühlsvollen geworden. Auch das Ende hat mir sehr gefallen, denn es wird sehr deutlich, dass Lenis Leben zwar besser, aber nicht so wie davor ist. Eine psychische Erkrankung verschwindet nicht einfach, das zeigt Ava Reed ganz deutlich. 

    Ich empfehle jedem das Buch, der ein wenig mehr über psychische Erkrankungen erfahren möchte. Ich vergebe die 5 Sterne von vollem Herzen und werde das Buch auf jeden Fall irgendwann nochmal lesen. Mich hat es sehr berührt und gehört definitiv zu einem meiner Lieblingsbücher. Danke für dieses schöne, aber ernste Leseerlebnis.



  10. Cover des Buches A Tragic Kind of Wonderful (ISBN: 9780008147501)
    Eric Lindstrom

    A Tragic Kind of Wonderful

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  11. Cover des Buches The Wicker King (ISBN: 9781250101549)
    K. Ancrum

    The Wicker King

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Weltentraeumerin

    Ich wusste nicht viel, als ich dieses Buch begonnen habe, was eigentlich perfekt war, um die Handlung selbst Stück für Stück zu entdecken. Ich wusste eigentlich nur, dass es um eine toxische Beziehung geht und wurde daher mit einer Freundschaft überrascht, die auf den ersten Blick nicht direkt toxisch ist, beim näheren Hinsehen aber eindeutig problematische Züge aufweist, und durfte die Entwicklung hin zu dem Punkt verfolgen, von dem das Buch aus beginnt.
    Denn am Anfang erfährt der*die Leser*in direkt, dass eine Fabrik gebrannt hat, August und Jack daran beteiligt waren und August in eine Psychiatrie kommt. Dann springt die Handlung zurück, sodass man als Leser*in quasi die ganze Zeit weiß, worauf das Ganze hinauslaufen wird - was es nicht weniger spannend macht.

    Und oh, ich war ab der ersten Seite verliebt. Verliebt, weil Dokumente, Fotos, Kassenzettel etc. die Story unterstützen und die Seiten passend zur Handlung immer dunkler werden. Verliebt, weil jedes Mal, wenn einer der relevanten Charaktere am Anfang auftauchte, direkt dahinter eine Playlist zu ihm*ihr kam. Die Charaktere werden dem*der Leser*in quasi durch Musik vorgestellt und das fand ich einfach nur unglaublich cool!

    Die Kapitel, alle aus Augusts Sicht, sind sehr kurz, oft nur zwei Seiten lang, kurze Momentaufnahmen. Was gewöhnungsbedürftig klingt, hat mich allerdings kein bisschen gestört, sondern macht gerade diesen Stil aus. Aber trotz der Zeitsprünge, die so zwischendurch zwischen den Kapiteln auftreten, fühlte ich mich nie im Lesefluss gestört - stattdessen las ich das Buch an einem Vormittag durch, hing gebannt an den Seiten und war vor allem auf eine düstere Weise verzaubert. Gerade auch wegen des Schreibstils, der durch eine absolut geniale Wortwahl besticht.

    Das liegt vielleicht auch daran, dass die Beziehung so gelungen dargestellt wird, und gerade auch das toxische. Dabei ist es nicht so, dass einer der beiden ein manipulativer Psychopath ist, und so wird die Abhängigkeit nur unterschwellig deutlich.
    Ob man Jack sympathisch findet oder nicht, ob man Augusts Handlungen nachvollziehbar findet oder nicht, bleibt am Ende jedem*r selbst überlassen, aber ich bin eindeutig der Meinung, dass dieses Buch seinen Hype verdient.

    Nicht zuletzt spricht es auch Themen wie Homosexualität, Mental Health, Armut und vieles mehr an, und gerade das Nachwort der Autorin hat mich noch mal sehr berührt.
    Das Buch ist zweifelsohne düster, aber nicht auf eine erdrückende Weise. Stattdessen hat man als Protagonisten Jugendliche, inklusive jugendlicher Sprache, High School Setting und jugendlicher Unternehmungen. Manchmal jagt es einem einen Schauer über den Rücken, manchmal sind Stellen fast unterhaltsam und manchmal fühlt man sich ohnmächtig. Am Ende blieb ich zurück mit dem Wissen, ein verdammt gutes Buch gelesen zu haben.

    Fazit: Eine toll geschriebene Geschichte über eine toxische Beziehung zwischen zwei Jungen, die sehr gelungen dargestellt wird. Dabei werden auch Themen wie Homosexualiät und Mental Health angesprochen. Insgesamt kann ich nur sagen, dass ich mich in diesen herausragenden Stil und diese düstere und fesselnde Geschichte verliebt habe und sie definitiv empfehlen kann.

  12. Cover des Buches Irre glücklich (ISBN: 9783424631302)
    Jenny Lawson

    Irre glücklich

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Isabella_
    Auf  Irre Glücklich bin ich wegen der Autorin Veronica Schwab aufmerksam geworden, die dieses Buch schon öfters empfohlen hat und es auch auf Goodreads mit  This book is everything  kommentiert. Außerdem bin ich immerzu interessiert, mehr über Mental Health, insbesondere über Depressionen und Angststörungen wie in Lawsons Fall, zu lernen. Gerade da sind Berichte von Betroffenen unglaublich wichtig.
    Leider hatte ich eine andere Erwartung von dem Buch – ich erwartete etwas Kohärenteres, nicht die episodenartigen Erzählungen, die nach jedem Kapitel in sich abgeschlossen sind. Dafür ermöglichen diese, im Notfall ein Kapitel zu überspringen (es gibt bspw. ein Kapitel mit einer Trigger-Warnung) oder das Buch über einen längeren Zeitraum zu lesen, ohne etwas zu verpassen oder zu vergessen. Grundsätzlich lässt sich  Irre Glücklich aber sehr leicht lesen, einerseits vom Schreibstil her, aber auch in Hinsicht darauf, wie Lawson mit der Thematik umgeht.
    Der Titel sagt eigentlich schon alles: Es ist wirklich ein Buch, das das Leben feiert. Es gibt nur zwei, drei Kapitel, in denen Lawson wirklich ihre Krankheiten im Detail erwähnt oder ohne eine humoristische Note, wo sie von den Zeiten spricht, in denen es ihr schlechter geht. Ich kann mir gut vorstellen, dass das Buch daher für Betroffene sehr gut geeignet ist – wenn nötig, spricht Lawson eine Trigger-Warnung aus, aber abgesehen davon zeigt sie mit  Irre Glücklich einfach, wie lebenswert das Leben ist. Die Autorin bildet quasi einen gewaltigen, bunten Hoffnungsschimmer ab, und das schätze ich unglaublich.
    Zugegeben: Jenny Lawson lebt das alles oft auf sehr exzentrische Weise aus. Die Versprechungen von Ausflügen nach Australien und haufenweisen ausgestopften Tieren und absurden Dialogen mit ihrem Ehemann Victor sind nicht übertrieben. Ich kann nicht einmal sagen, dass Lawson sich überspitzt ausdrückt, denn die beschriebenen Erfahrungen entsprechen einfach der Prämisse, ihr Leben an den guten Tagen zu 200% zu leben – und dass daraus Ereignisse resultieren, die auf den Leser alles andere als alltäglich wirken, ist rückblickend eine logische Konsequenz.
    Auch Lawsons Humor ist sehr speziell, hat aber in den meisten Fällen bei mir genau den richtigen Nerv getroffen. Es ist eine gesunde Mischung aus Sarkasmus und schlichtweg der Fähigkeit, die eigene Krankheit fast schon gesondert zu betrachten und sie als Quelle von Humor zu gebrauchen. Dabei bezeichnet Lawson sich zum Beispiel auch selbst als Irre – was ich okay finde, da sie die Selbstbezeichnung wählt; falls es auch aber stören sollte, würde ich euch von dem Buch eher abraten.
    Im Großen und Ganzen hat mir  Irre Glücklich gut gefallen – während mir die einzelnen Kapitel manchmal etwas zu überdreht und auch zu ausführlich waren, ohne einen wirklichen roten Faden aufzuweisen, schätze ich doch die Aussage des Buches, dass man sein Leben feiern soll. Das hat Jenny Lawson sich zu ihrer Mission gemacht – ob auf  TwitterInstagramihrem Blog oder eben in diesem Buch.
  13. Cover des Buches Am I Normal Yet? (ISBN: 9781409590309)
    Holly Bourne

    Am I Normal Yet?

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Malka_Draper

    Evie möchte nur normal sein: Sie wünscht sich ein normales Leben am normalen College mit ihren normalen Freunden und vielen normalen Erfahrungen als Teenagerin – Parties, Alkohol und einen Freund. Doch gleichzeitig kämpft sie gegen ihren inneren Schweinehund. Seit zwei Jahren kämpft sie gegen eine Krankheit, die ihr Denken, Handeln und ihre Freundschaften bestimmt und belastet. Am neuen College weiß niemand, mit was sie zu kämpfen hatte. Sie findet schnell zwei neue beste Freundinnen, Amber und Lottie, die sie für ihre geradlinige und feministische Einstellungen bewundert. Gleichzeitig macht ihr die Reduktion der Medikamente zu schaffen und dann taucht auch noch ein Junge auf, der all ihre Gefühle auf den Kopf stellt. Sie landet in einem Strudel aus schlechten und schlimmeren Gedanken und schon bald entgleitet ihr immer mehr die Kontrolle über ihr Verhalten…

    Diese Geschichte ist unterhaltsam, lehrreich und inspirierend! Holly Bourne bietet einen einfühlsamen und interessanten Einblick in das Krankheitsbild von und den Kampf gegen OCD (Zwangsstörung). Eine Krankheit, über die oft gesprochen, die aber selten richtig thematisiert wird. Vor allem die Einblicke in die Therapie von psychisch kranken Menschen fand ich sehr spannend. Das Buch zeigt nicht nur das „Recovery Tagebuch“ von Evie, sondern auch ihre Notizen, in denen sich ihre Ängste und die Häufigkeit ihres Auftretens dokumentiert. Durch die Ankündigung von „Bad Thoughts“ und „Worse Thoughts“ wird nachvollziehbar, wie schnell diese Menschen sich in einem Teufelskreis aus zirkulären Gedanken wiederfinden. Das Buch gibt Einblick in die intimen Gedanken, Emotionen und mentalen Abgründe, die diese Krankheit zur Folge hat. Dadurch konnte ich ein tieferes Verständnis für die Betroffenen entwickeln. Über viele Informationen aus dem Buch habe ich mir noch nach der Lektüre intensiv Gedanken gemacht und mich mit anderen ausgetauscht, die Geschichte von Evie hat mich beschäftigt und zum Nachdenken gebracht.


    Mental illness grab you by the leg, screaming, and chow you down whole. They make you selfish. They make you irrational. They make you self-absorbed. They make you needy- They make you cancel plans last minute. They make you not fun to spend time with. They make you exhausting to be near.

    S. 92-93


    Gerade den Abschnitt über Mental Health und wie wir oft darüber reden, hat mich sehr beschäftigt. Diesen möchte ich gerne in einem Zitat mit euch teilen, der auch die saloppe und direkte Art von Evie passend wiedergibt:


    Because now the mental health disorders have gone „mainstream“ […] Because now people use the phrase OCD to describe minor personality quirks.
    „Oooh, I lie my pens in a line, I’m so OCD.“
    NO YOU’RE FUCKING NOT.
    „Oh my God, I was so nervouse about that presentation, I literally had a panic attack.“
    NO YOU FUCKING DIDN’T.
    „I’m so hormonal today. I just feel totally bipolar.“
    SHUT UP, YOU IGNORANT BUMFACE.

    S. 91


    Da ich das Buch auf Englisch gelesen habe, habe ich mich zu Beginn etwas schwerer getan und deutlich länger zum Lesen gebraucht, dennoch bin ich leicht in der Geschichte angekommen. Der Schreibstil war flüssig und sehr beschreibend, aber auch typisch jugendlich und an manchen Stellen wunderbar vulgär.

    Außerdem ist das Buch einfach wundervoll feministisch! Ich konnte hier einiges lernen und viele interessante Ideen mitnehmen und mich von der Stärke der drei jungen Frauen inspirieren lassen!


    „Feminism? There’s a test for that?“
    Would I pass? I quickly scanned my thoughts and feelings to check them for feminismness. The pay gap makes me cross, and yet I wear make-up. I feel sick whenever I look at the front cover of PHWOAR magazine, and yet I also look at the model’s boobs and feel bad mine don’t look like that. […]

    S. 113



    „Being a spinster means you value your female relationships as much as your male ones. […] Being a spinster means not altering who you are, what you believe in, and what you want ust because it makes a boy’s life easier.“

    S. 191


    Insgesamt ein großartiges Buch, welches das Thema nicht nur anregend und einfühlsam, sondern auch sehr aufschlussreich vermittelt, und gleichzeitig zeitaktuelle und bedeutende Themen aufgreift.

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