Bücher mit dem Tag "merlin"
57 Bücher
- Marion Zimmer Bradley
Die Nebel von Avalon
(1.295)Aktuelle Rezension von: Reisefreundin"Die Nebel von Avalon" habe ich zum ersten Mal als Teenager gelesen. Dieser Roman hat mich dazu bewogen, mich mit den Kelten und ihrer Welt näher zu befassen. Auch weitere Artus-Romane bzw. Romanzyklen habe ich gelesen, aber nichts und niemand kam an Marion Zimmer Bradley heran. Inzwischen umfasst meine Sammlung an Romanen und Fachbüchern zu Kelten und der keltischen Mythologie einen guten Meter Regal - und wächst weiter.
- Bernard Cornwell
Der Winterkönig
(276)Aktuelle Rezension von: AleshaneeIch bin schon seit meiner Kindheit ein Fan der Artus Sage durch die Ritter Filme, die es damals gab - hab das ganze aber lange Zeit aus den Augen verloren... als ich dann T. H. Whites »Der König auf Camelot« gelesen hab, bin ich bei dem Versuch leider gescheitert. Ich fand es vom Stil sehr anstrengend und hab die Neuauflage mit allen vier Bänden abgebrochen.
Zum Glück ging es mir mit "Der Winterkönig" anders!
Es liest sich zwar auch ein bisschen wie eine Sage und wirkt etwas antiquiert und nüchtern, aber das passt einfach auch hervorragend zu dieser von vielen Mythen umwobenen Geschichte! Der Autor erzählt mit vielen Details in sehr umfangreicher Form, was Namen, Ortschaften und Daten betrifft - oder auch die ganzen Kämpfe, die geführt wurden. Ich war trotzdem durchweg gefesselt, weil sich diese Passagen immer gut mit interessanten Wendungen abgewechselt haben!
Wir erleben das ganze durch den Bericht eines Mönches, der in Jungen Jahren als frei gelassener Sklave in der Obhut von Merlin auf Tor (Avalon) aufwuchs. Merlin glänzt aber erstmal mit Abwesenheit, ebenso wie Arthur, denn der Mönch, der den Namen "Derfel" angenommen hat, berichtet von all den widrigen Umständen im umkämpften Britannien zur Zeit, als Großkönig Uther mehr oder weniger im Sterben liegt.
Dessen Hoffnung liegt auf seinem einzigen, übrig gebliebenen, legitimen Nachkommen: seinem Enkel Mordred, der leider noch ein Säugling ist, als Uther stirbt. Daraus ergeben sich viele Entwicklungen, was die Streitigkeiten untereinander betrifft, als auch den gemeinsamen Feind, der in ihr Land einfällt: die Sachsen.
Aber das Schicksal ist, wie Merlin uns immer eingepaukt hat, unerbittlich. Das Leben ist nichts als ein Witz der Götter, pflegte Merlin gern zu behaupten, und Gerechtigkeit gibt es nicht. Du musst lernen zu lachen, hatte er mir einmal erklärt, sonst wirst du dich zu Tode weinen.
Zitat Seite 198
Wer sich mit der Artus Sage ein bisschen auskennt, wird sicher die Namen Merlin, Avalon, Mordred, Morgane, Nimue, Guinevere oder Lancelot gehört haben. Ihre Darstellung fand ich sehr interessant, weil sie teilweise sehr abweicht von dem bisschen Wissen, was ich darüber bisher gehört hatte...
Gerade Merlin wirkt äußerst selbstgerecht und überheblich, eigentlich absolut unsympathisch, weil er so viele Schicksale außer Acht lässt und "nur" das große Ganze sieht und seine Ziele ohne Rücksicht verfolgt. Seine Auftritte waren dennoch immer ein kleines Highlight und seine Rolle hatte immer eine große Wirkung!
Sie alle spielen eine wichtige Rolle, kommen aber erst nach und nach auf den Schauplatz dieser folgenreichen Geschichte! Sie ist angesiedelt im 5. Jahrhundert nach Christus. Die Sachsen fallen von allen Seiten über Britannien ein, das durch eigene Zerwürfnisse uneins ist - und Arthur mit allen Mitteln zum Frieden bringen möchte, um gemeinsam gegen den verhassten Feind vorzugehen.
Auch die Religionen spielen eine Rolle, denn Druiden sind heilige Männer und der Glaube an die alten Götter stark - doch man merkt den zunehmenden Einfluss der christlichen Priester, die überall mit ihren Predigten zu überzeugen suchen.
Ich aber war auf dem Tor aufgewachsen, wo Menschen aller Rassen und aller Stämme zusammenlebten, und obwohl Merlin selbst ein Stammeshäuptling war und jeden, der sich Brite nennen durfte, hitzig in Schutz nahm, lehrte er niemals Hass auf andere Stämme. Seine Lehren hatten mich untauglich für das gedankenlose Abschlachten von Fremden gemacht, die umgebracht wurden, nur weil sie Fremde waren.
Zitat Seite 204
Dass diese Geschichte von Derfel erzählt wird fand ich einen guten Schachzug. Aus seiner Sicht und Einschätzung bekommt man einen guten Überblick über die Geschehnisse und Charaktere und erlebt seine Erlebnisse hautnah. Auch war bei mir immer der Gedanke im Hinterkopf, wie er vom Leben als junger, freigelassener Sklave schließlich in die Rolle eines christlichen Geistlichen gelangt, der diese Geschichte verfasst. Und sein Weg ist geprägt von vielen überraschenden Wendungen - ich hab ihn von Anfang an ins Herz geschlossen :)
Eine Stellen sind mit brutalen Details geschmückt, grade auch, was manche Rituale anbelangt, wird kein Blatt vor den Mund genommen. Die Wirkung hat dabei die nüchterne Erzählweise etwas aufgehoben, was ich eher positiv gesehen hab.
Ich hab mich jedenfalls gut in dem Stil einfinden können und fand die beschriebenen Figuren und Details zu den Erlebnissen sehr bildhaft und auch die Atmosphäre, dass ich hier einem alten Mythos auf den Grund gehe, perfekt getroffen! Am Ende gibt es dann auch noch ein großes Finale in einer Schlacht, die mit viel Finesse und einer scheinbar aussichtslosen Hoffnung geschlagen wird - und die neugierig macht, wie es wohl im nächsten Band weitergeht!
Die Schlacht ist ebenfalls ein Angriff auf die Sinne, und dieser Angriff löst Angst aus, während Gehorsam der dünne Faden ist, der aus dem Chaos der Angst ins Überleben führt.
Zitat Seite 312
4.5 Sterne von mir :)
Weltenwanderer - Marah Woolf
Sister of the Moon
(368)Aktuelle Rezension von: FavoleSNach dem fiesen Ende vom ersten Band geht es hier direkt nahtlos weiter. Die Schwestern sind nun am Hof des Dämonenkönigs Regulus und es sieht nicht gut aus. Um zu verhindern, dass sie mit Dämonen zwangsverheiratet werden, geht Vianne mit dem König einen Handel ein und verspricht damit, ihm Artefakte aus Glamorgan zu bringen.
Wir lernen somit die Welt der Dämonen kennen und auch, wie unterschiedlich dieses Volk so ist. Obwohl der Handlungsort überwiegend das Schloss des Hochkönigs ist, passiert so allerhand und man erfährt so einiges, mit dem man nicht gerechnet hat.
Die Handlung übt einen gewaltigen Sog aus und fesselt erneut an ihre Seiten.
Die Schwestern spielen hier ein gefährliches Spiel und müssen weise wählen, wem sie überhaupt noch vertrauen können. Nach dem Verrat durch Caleb und seinen Bruder Aarvand, trauen sie eigentlich nur noch sich selbst. Wobei ich persönlich ja nicht die Hoffnung aufgeben wollte, dass Aarvand nicht doch sein eigenes Spiel spielt und eigentlich eher auf der Seite der Schwestern steht, aber lest selbst. 😉
Insbesondere Aarvands Umgang mit Vianne, die er trainiert und nach Glamorgan begleitet, haben mir diesen Floh ins Ohr gesetzt. Ich finde ja, er passt viel besser zu Vianne als der mir verhasste Ezra. Auch Ezra ist mit gefangen im Schloss, ist er ja nun der Ehemann von Wega. Wirklich hilfreich ist der Typ nicht und man kann nur hoffen, dass Vianne erkennt, dass er einfach nicht so wirklich der Typ Mann ist, den sie in ihm sieht, ist zumindest mein persönlicher Wunsch. xD
Wie gesagt, ist dieser zweite Band auch einfach nur super und ich freue mich nun darauf, den finalen Band zu lesen.
- Marah Woolf
Sister of the Night
(315)Aktuelle Rezension von: annaliestfantasyDer Einstieg ist mir im Vergleich zu den beiden Vorgängerbänden etwas schwer gefallen. Ich konnte nicht richtig in die Geschichte finden und auch keine Verbindung zu den Gedanken und Ansichten von Vi und Aarvand aufbauen. Irgendwie war mir Vi zu Beginn zu theatralisch.
Doch wie auch schon in Band 2 konnte mich Marah Woolf mit einer Wendung in der Story wirklich überraschen und so neuen Wind in die Geschichte bringen. Wie man aus dem Klapptext bereits entnehmen kann, reist Vi in die Vergangenheit und genau diese Zeitreise mischt die Karten noch einmal neu. Zum einen wird das Worldbuilding damit toll mit den Sagen rund um Merlin verknüpft und gibt dem Ganzen damit eine neue Tiefe und Blickwinkel, zum anderen wurde Vi dadurch für mich wieder greifbarer und die Beziehung zwischen ihr und Aarvand konnte rund weitergeführt werden.
Auch die Geschichte und Verbindung rund um die Göttinnen zu den drei Schwestern wurde nachvollziehbar weitergeführt und dargestellt. Das Ende hat mich in manchen Situationen an die ein oder andere Fantasygeschichte von anderen Autoren erinnert, konnte mich aber wirklich überzeugen. Die Triologie wurde mit dem finalen Band wirklich rund und zufriedenstellend abgeschlossen und hat damit eine wirklich spannende, überraschende und emotionale Reihe beendet.
- Jean-Louis Fetjaine
Vor der Elfendämmerung
(162)Aktuelle Rezension von: UlrikeBodeDas Cover ist einfach traumhaft gestaltet, es zeigt Liane von hinten. Der Klappentext verrät schon dass es um den Weltfrieden geht und nicht nur die Menschen die bösen sind.
Die Protagonisten sind sehr bildhaft und lebendig beschrieben und in ihren Charakteren gut einzuordnen.
In einem wunderbaren Schreibstil, wobei die Übersetzung an einigen Stellen etwas fehlerhaft ist, hat mich der Autor schon ab der ersten Seite in seinen Bann, oder besser gesagt in den Bann der Elfen und Zwerge, gezogen. Man taucht in eine völlig fremde Welt ein und steht plötzlich mitten drin. Er beschreibt in einer ganz besonders fesselnden Art die Elfen: ihren fehlenden Besitzwillen, ihr Temperament und ihre Verblendung zu glauben, sie könnten sich nicht verlieben.
Es geht um Intrigen, Macht, Gier, Freundschaften und Feindschaften, Verrat aber auch Liebe.
Ich kann diesem ersten Teil des Elfenzyklus nur eine klare Leseempfehlung geben, es ist spannend, tiefgründig und spricht Wahrheiten unserer heutigen Gesellschaft aus.
- Lena Kiefer
Knights – Ein gefährliches Vermächtnis
(266)Aktuelle Rezension von: marenwltIch hatte ehrlicherweise keine immense Erwartung, aber ich wurde mehr als positiv überrascht. Die Thematik interessiert mich sowieso, aber wie die einzelnen Protagonist*innen und auch deren Vorfahren in der Geschichte miteinander verflochten sind war großartig! Es war vom ersten Moment an spannend. Die Erzählweise für mich absolut mitreißend und die ganze Welt großartig dargestellt. Ein überraschendes Highlight, von dem ich jedes Wort genossen habe!
- Bernard Cornwell
Der Schattenfürst
(147)Aktuelle Rezension von: AleshaneeNach dem großen Kampf von Lugg Vale geht es nahtlos weiter. Sehr schön fand ich, dass am Anfang die Handlung von Band 1 zusammengefasst wurde, damit man gut wieder reinkommt! Wird ja leider selten in Reihenbänden gemacht.
In das Personenregister würde ich aber nicht reinschauen, das enthält zu viele Spoiler ;)
Der mittlerweile gealterte Mönch Derfel erzählt wieder aus seiner Sicht die damaligen Ereignisse, die sich um den Frieden drehen, den Arthur mit allen Mitteln erkämpfen will - sowie die Suche nach den 13 Kleinodien der Götter, die in den letzten Jahrhunderten verloren gingen.
Das fand ich übrigens sehr interessant, denn über diese Kleinodien hatte ich bisher noch gar nichts gehört oder gelesen. Sie waren ein Schutz der Götter, die in Streit mit anderen Göttern geraten sind und mit diesen mächtigen Artefakten "ihre" Schützlinge in Britannien beschützen wollten. Das Zusammentragen dieser verschollenen Gegenstände setzt Merlin mit unendlich großer Macht gleich und die Rückkehr der wahren Magie.
Der Schreibstil bleibt gleich auf eine nüchterne, aber doch sehr bildhafte Art, die die Geschehnisse sehr anschaulich beschreiben. Es gibt wieder viele Kämpfe und Schlachten, aber auch Verhandlungen über den Frieden, die ruhig, aber doch fesselnd beschrieben sind. Der erste Band hatte mich ja schon beeindruckt, aber der zweite hat mich noch mehr überzeugt! Es gab so viel Abwechslung und Entwicklungen der Figuren, die man immer besser kennenlernt, dass ich von der ersten bis zur letzten Seite mitgefiebert habe!
Arthur bleibt seinem Weg treu und möchte ein vereintes Britannien ohne die Sachsen, muss aber mit schweren Schicksalsschlägen kämpfen.
Merlin möchte die Macht der alten Götter mithilfe der Kleinodien zurück und die Christen vertreiben, die sich immer mehr ausbreiten.
Derfel schätzt beide sehr und versucht, ihnen gerecht zu werden. Für ihn freut es mich besonders, dass er seine Liebe gefunden hat - auf höchst überraschende Weise.
"Vielleicht beten sie eine Forelle an. Was weiß ich? Bis jetzt verehren sie bereits einen heiligen Geist, eine Jungfrau und einen Zimmermann. Warum also nicht auch einen Fisch?"
Zitat Seite 420
Die krassen Gegensätze der Heiden und Christen mit all ihren Ritualen ihres unterschiedlichen Glaubens werden sehr interessant aufgezeigt. Blutige Zeremonien, täuschende Flüche, Angst schürende Bräuche und fanatische Gläubige zeigen, wie tief verwurzelt die Hoffnung auf etwas Übernatürliches ist. Etwas, das größer ist als wir selbst und das Schicksal auf Erden lenken kann und ein besseres Leben verspricht. Dieser Zwang, andere vom eigenen Glauben überzeugen zu müssen und dafür Kriege zu führen, zu töten und andere zu bezwingen schwingt hier sehr deutlich mit. Und zieht sich ja leider auch unentwegt durch die Jahrhunderte.
Die Dinge, die er sich wünscht, sind rührend simpel: Gesetze, Gerechtigkeit, Ordnung, Sauberkeit. Er wünscht sich aufrichtig, dass alle glücklich sind, und das ist schlechthin unmöglich.
Zitat Seite 330
Das steht auch Arthurs tiefstem Wunsch nach Frieden im Weg. Er ist ein sehr simpel gestrickter Mensch, voller Ideale und zutiefst mit einer allumfassenden Ordnung verwoben. Er möchte ein einfaches Leben ohne Kampf und Streit, ein glückliches Leben in dem alle Menschen zufrieden sind.
Ein Wunsch, den wir wohl alle haben und der leider so oft durch die äußeren Umstände vereitelt wird. Arthur muss das hier sehr schmerzhaft erfahren.
Es werden natürlich auch viele bekannte Begriffe und Ereignisse erwähnt. "Camelot" zum Beispiel, das Hof des mythischen britannischen Königs Artus bekannt ist, umfasst hier das gesamte Land. Scheint aber, wie im Nachwort des Autors erwähnt, gar nicht hierher zu passen, da dieser Begriff erst im 12. Jahrhundert aufkam.
Die Ritter der Tafelrunde hat sicher auch schon jeder mal gehört - aber auch dieser Mythos wird hier ganz neu interpretiert und als Trugschluss aufgedeckt.
Auch die Sage von Tristan und Isolde findet hier ihren Platz, wenn auch ebenfalls verändert, aber sie fügt sich perfekt ins Gesamtbild.
Überhaupt fand ich die ganzen Ereignisse erfrischend anders und mag diese Art der Erzählweise, als würde man tatsächlich einer alten Sage lauschen, die der alte Derfel in seinen letzten Tagen aufs Pergament bringt. Ich freu mich jetzt schon sehr auf den dritten und letzten Band!
- John Matthews
Die Legende von König Arthur und den Rittern der Tafelrunde
(58)Aktuelle Rezension von: DoraLupinCamelot – die unvergleichliche Welt von Merlin, Lancelot, Sir Gawein, Morded und der schönen und nicht immer treuen Guinevere.
Die Abenteuer König Arthurs und der Ritter seiner Tafelrunde sind eine der reichsten und farbigsten Quellen phantastischer Literatur überhaupt. Sie erzählen von dem Jungen, der zum König wurde, weil er ohne Mühe ein verzaubertes Schwert aus dem Stein ziehen konnte, und so fasziniert sie Leserinnen und Leser seit Jahrhunderten immer wieder aufs Neue. Kein anderes Werk der Fantasyliteratur hat so einzigartig gezeigt, was ein Ritter ist und was ein Zauberer, wie die Erzählungen über König Arthur, den Zauberer Merlin, Lancelot und seine Gefährten. Zahllose Abenteuer müssen sie bestehen und Britannien gegen Angreifer behaupten. Das Unglück beginnt, als Arthur zu einem Duell mit einem König Frankreichs aufbricht und seinem Sohn Mordred den Auftrag gibt, das Land zu verwalten… Wird des Königs eigener Sohn zum schlimmsten Verräter? Bis heute ist es ein Rätsel, ob Arthur den Wunden aus einem Kampf erlegen ist oder ob er nur auf die sagenumwobene Insel Avalon gebracht wurde, von der er eines Tages wiederkehren wird.Natürlich sind einem die Geschichten von König Arthur und seinen Rittern der Tafelrunde bekannt, aber in diesem Buch wurden auch weniger bekannte und für mich neue Geschichten zusammengetragen, die ich gerne gelesen habe. Der Schreibstil war dabei leicht zu lesen und dennoch sehr bildhaft und schön.
Fazit: Wer gern mehr über König Arthur und seine Ritter lesen möchte der ist hier richtig. Nur zu empfehlen.
- Terence H. White
Der König auf Camelot
(43)Aktuelle Rezension von: AleshaneeAuf den ersten Seiten hatte ich hier wirklich Sorge, ob ich das Buch lesen kann ... der Schreibstil ist mehr als gewöhnungsbedürftig und der Start ist ziemlich misslungen mit einer Aufzählung von Fertigkeiten und Übungen, die Artus und sein Vetter Kay zu vollbringen haben.
Der Stil bleibt schwierig, zumindest für mich, aber die Geschichte weckt dann doch Interesse, da vieles in Erinnerung gerufen wird, was ich kannte. Ich hab die Artus Sage ja nie komplett gelesen, nur manche Schnipsel aus Filmen oder Büchern im Kopf gehabt, die Elemente aus dieser alten Sage über das Stein im Schwert, den Zauberer Merlin, die Dame vom See, die Ritter der Tafelrunde usw. Aber so richtig in Zusammenhang bringen konnte ich das ganze nicht und hab mir deshalb hier - auch durch die vielen guten Bewertungen - eine schöne Zusammenfassung erhofft.
Das erste Buch "Das Schwert im Stein" hat mich etwas enttäuscht. Die vielen lustig gemeinten Passagen haben meinen Humor nicht wirklich getroffen und der Stil ist einfach nicht so meins. Vielleicht hat sich der Autor hier nah am Original halten wollen, das weiß ich nicht, aber ich hab mir echt schwer getan. Man lernt Arthur kennen, der von allen als Spitzname nicht "Art" genannt wird, sondern "Wart" (die Warze) und wie er zusammen mit seinem Stiefbruder Kay am Hof von Sir Ector aufwächst.
Der Zauberer Merlin tritt bald auf den Plan, um Arthur zu unterrichten, was sich hier hauptsächlich darin zeigt, dass er ihn in verschiedene Tiere verwandelt. Hier lernt er tatsächlich auch einiges und es gibt auch interessante Stellen mit philosophischen Einsichten; die umständliche Schreibweise dabei macht es aber sehr zäh.
Das Turnier und die Krönig König Arthurs sind am Ende dann relativ schnell abgehakt.
Weiter gehts mit dem zweiten Buch "Die Königin von Luft und Dunkelheit" und damit der Königin Morgause mit ihren vier Söhnen. Sie ist die Schwester von der mir eher bekannten Morgan le Fay und der mir bisher unbekannten Elaine. Sie sind die Töchter von Igraine, die von König Uther Pendragon verführt wurde. Diese Abschnitte habe ich teilweise nur noch überflogen, weil ich immer wieder den Faden verloren habe. Der Autor schweift immer wieder ab und es fiel mir zusehends schwer, mich auf die Geschichte zu konzentrieren.
Ebenfalls Gegenstand in diesem Teil ist König Arthur, der mittlerweile im Krieg mit den anderen Königen im Norden Britanniens und entwickelt die Idee, sie alle an einem runden Tisch zu versammeln und ihr Machtgebaren auf andere, ritterliche Weise zu nutzen. Also die Idee von den "Rittern der Tafelrunde". Auch wenn mich grade dieser Aspekt interessiert musste ich an dieser Stelle das Buch abbrechen.
So viele Rezensionen sind begeistert von der Umsetzung durch T. H. White, aber ich konnte mit dem Humor und dem wirren Stil leider gar nichts anfangen. Auch seine vielen Vergleiche mit zukünftigen Ereignissen, die er mit eingewoben hat - da Merlin ja sozusagen rückwärts lebt hat er zukünftiges in seiner Jugend erlebt - haben mich eher irritiert als dass ich es als gewitzten Zug hätte sehen können.
Einzig die Botschaften, die Merlin dem jungen Arthur bis dahin mitgegeben hat sind für mich positiv hervorzuheben, alles andere war einfach nicht meins.
Im dritten Buch "Der missratene Ritter" wäre Lanzelot im Mittelpunkt gestanden. Seine Liebe zu Ginevra hat ihn in einen Konflikt mit seiner Loyalität zu König Arthur gebracht.
Im vierten Buch "Die Kerze im Wind" schließlich befasst sich mit den weiteren Ereignissen rund um König Arthur, Lanzelot und den Intrigen von Mordred, Arthurs Sohn.
Das fünfte und letzte "Das Buch Merlin" ist hier leider nicht mehr enthalten.
Wer die Artus Sage kennt und sich auf eine humorvollen, unorthodoxe Fassung einlassen will, kann es hiermit auf jeden Fall versuchen. Ich würde aber dazu raten, vorab in eine Leseprobe reinzuschauen.
Weltenwanderer - Gillian Bradshaw
Die Krone von Camelot
(39)Aktuelle Rezension von: Roswitha_BoehmDer dritte Teil der „Die Ritter der Tafelrunde“-Reihe wird aus der Sicht von Gwynhywaf erzählt und ist damit an sich bereits etwas Besonderes. Die Frau Artus erinnert eher an die Frauen der Gegenwart, ist sie doch emanzipiert. Ihr Leben am Hofe meistert sie mit Bravour, denn sie hat alles was sie benötigt um zu überleben: Fleiß und Bildung, doch dann gerät sie in einen dunkles Netz aus Intrigen und Verrat. Ihre wahren Gefühle gewinnen die Oberhand und damit scheint ihr Schicksal besiegelt … Auch Medraut stiftet weiterhin Unfrieden und schmiedet Intrigen unter Artus Rittern. Dieser hat es nun endgültig satt und ein unerbittlicher (End)Kampf beginnt.
Liebe, Verrat, Hass, Neid, Gier, … eigentlich hat „Die Krone von Camelot“ all das, was es zu einem guten Thriller benötigt. Auch wer die Geschichte rund um die Tafelrunde kennt, wird hier das eine oder andere mit anderen Augen sehen, was mit Sicherheit auch der anderen Perspektive zu verdanken ist. Was mir jedoch absolut nicht gefallen hat, ist der Schreibstil. Vielleicht liegt es auch eben daran, dass alles von einer betroffenen Frau „anno dazumal“ erzählt wird, aber mir war es zu viel „Geschnörkel“, zu weinerlich, eben einfach zu sehr überzogenes (High)Fantasy. So hat mir das Lesen absolut keinen Spaß bereitet.
- Sandra Grauer
Clans of London - Hexentochter
(302)Aktuelle Rezension von: MandthebooksRezension: (kann Spoiler enthalten)
Ich war sehr gespannt, auf das Buch, weil ich auch bereits eine andere Reihe der Autorin bereits daheim habe, die auf mich wartet.Tatsächlich fand ich die Idee mit den Hexen und den Flüchen super cool und Caroline war eine interessante Protagonistin. Ich bin mit ihr gerne in die Welt der Clans eingetaucht und durch London gestreift, um ihr Schicksal abzuwenden.Ich fand nur Ash super anstrengend. Einerseits war er mir erst noch recht sympathisch und ich verstehe auch seine Beweggründe, mir war dieser Zwiespalt zwischen Familie und Caroline aber zu anstrengend. Und das Liebesdreieck, das sich da anteasert, wird in Band 2 hoffentlich nicht präsenter, denn es wäre irgendwie ein wenig schräg. Naja, mal sehen, ob es in Band 2 dann vielleicht doch stimmig ist.Grundsätzlich fand ich die Handlung ja spannend und die Idee gut, auch wenn mir der Love Interest nicht so zusagt, daher bin ich mal gespannt auf die Fortsetzung, vielleicht ist sie ja besser.
3,5 Sterne - Amanda Koch
Die Wächter von Avalon
(85)Aktuelle Rezension von: Whitewolf1999Die Wächter von Avalon ist eine Reihe die mir das erste Mal auf der Leipziger Buchmesse 2018 aufgefallen ist. Das Cover ist ein wahrer Traum. Auch der Klappentext hat mich sofort angesprochen.
Die Wächter von Avalon- Die Prophezeihung ist der Auftakt einer Trilogie rund um Esmé, ein Mädchen welches sich in ihrer eigenen Familie fremd fühlt und das Gefühl hat nicht hierhin zu gehören. Sie trieft auf Raven einen jungen Mann mit dem sie sich auf seltsame Weise verbunden führt. Doch wer ist dieser Junge und woher scheint sie ihn zu kennen?Ich habe dieses Buch dann mit nach Hause genommen und in einem Rutsch durchgelesen. Ich fand die Charakter toll, sie waren super gut beschrieben und sehr vielschichtig und tief. Mit jeder Seite wurde die Geschichte spannender und neue Charakter traten auf. Ich habe viele der Charakter sofort ins Herz geschlossen.
Das Buch hat viele magische Elemente die mich sofort in ihren Bann gezogen haben und der Schreibstil ist einfach toll.
Ich war richtig traurig als das Buch vorbei war und habe mir sofort den zweiten Teil bestellt. - Anne Lück
Jewel & Blade - Die Wächter von Knightsbridge
(237)Aktuelle Rezension von: sarah_booksanddreamsEs ist Romantasy von Anne Lück und ich war dementsprechend hyped auf die JEWEL & BLADE-Dilogie. ;)
Ich bin auch gut in die Geschichte hineingekommen, und habe neugierig verfolgt, wie Harper sich ihrem Schicksal stellt, und immer tiefer in die Legende von König Artus und seine Ritter der Tafelrunde versinkt.
Darüber hinaus lernt Harper einen Teil ihrer Familie kennen, der ihr bisher verborgen war, und findet Verbündete, sowie jemanden, der ihr Herz unerwartet schneller schlagen lässt.
Der Schreib- und Erzählstil der Autorin sind super angenehm und flüssig.
Ich bin wieder einmal in ihre Geschichte eingetaucht, und beinah nur so durch die Seiten geflogen.
Die Idee der Story fand ich auch sehr interessant!
Die Stimmung ist etwas düsterer und mystischer.
In der Umsetzung war es mir aber manchmal doch zu spannungsarm und langatmig.
Ich habe die Hoffnung, dass der erste Band nur als Einstieg und für Erklärungen diente, und auf ein fulminantes Finale vorbereitete.
Das Ende kam für mich unvorhergesehen, und hat meine Neugierde, wie es weitergeht definitiv gesteigert.
Im ersten Augenblick kam ich allerdings hinter den Geschehnissen gar nicht so richtig hinterher und empfand es zunächst auch eher als verwirrend.
Nach der SILVER & POISON-Dilogie, die ich absolut geliebt habe, waren meine Erwartungen an den Auftakt der JEWEL & BLADE-Dilogie wohl besonders hoch.
Ich fühlte mich zwar gut unterhalten, aber der Funke zur Geschichte von Harper, ihren Freunden und der Verbindung zur Artus-Saga glimmt bislang, statt so richtig überzuspringen.
3,5 – 4 Sterne
- Gillian Bradshaw
Das Königreich des Sommers
(36)Aktuelle Rezension von: sommerlese"*Gillian Bradshaw*" schrieb den zweiten Teil ihrer Artus-Trilogie "*Das Königreich des Sommers*" im Jahre 1981. Meine Ausgabe ist ein Hardcover aus der "*Büchergilde Gutenberg*" von 1983.
Dieser Roman ist eine gelungene Mischung aus historischem Roman und Fantasy. Das Grundthema ist die Heldensaga um König Artus.
Protagonist dieses 2. Teils ist Gawain von den Orkneys, ein junger Ritter bzw. der Erzähler dieses Buches, sein Knappe Rhys ap Sion. Dieser begleitet Garwain auf seinen Wegen als Ritter der Tafelrunde im Dienst von König Artus an der Seite des Ritters Agravain, der sein älterer Bruder ist.
Gawain zieht mit Rhys seiner großen Liebe hinterher. Es ist die tragische Königin Gwynhwyfar.
Die Ritter behaupten, Gawain sei vom Krieg besessen und daher nicht mehr vertrauenswürdig. Doch Rhys steht weiterhin treu zu seinem Herrn.
Morgas, Gawains Mutter, ist eine Zauberin und versucht Rhys auf ihre Seite zu ziehen. Auch sein Bruder Medraut ist seinem Halbbruder Gawain übel gesonnen. Hasserfüllt und von seiner Mutter dazu angetrieben, versucht er Artus Reich zu zerstören.
Dieser Roman hält mit seiner Sprache und den althergebrachten walisischen Namen eine besondere Atmosphäre von Mysthik und Sage bereit. Es ist unterhaltsam, spannend durch die vielen dramatischen familiären Intrigen und ein gelungener Einblick in die Artussage.
Besonders gut gelungen sind die Schilderungen der Ausbildung im Schwertkampf der Ritter und Knappen, das Alltagleben am Hofe König Artus, sowie das Leben von Priestern. Es wird alles sehr bildhaft beschrieben und man wird automatisch in die Zeit des Mittelalters hinein versetzt.
Historisch Interessierte werden gut unterhalten werden und das Ritterleben in der Tafelrunde wird nachvollziehbar. - Bernard Cornwell
Arthurs letzter Schwur
(121)Aktuelle Rezension von: AleshaneeHier gab es leider keine keine Zusammenfassung der vorherigen Ereignisse wie in Band 2 - da ich ihn aber direkt danach gelesen habe, war das nicht schlimm. Vor allem hat Cornwell auch hier wieder Details eingeflochten, die die Erinnerungen auffrischen und die vielen Verwicklungen wieder deutlich machen, die den Weg von Arthur, Derfel und Merlin - ja ganz Britannien geprägt haben!
Der Anfang wirkte etwas behäbig auf mich, aber ich war schnell wieder gefesselt. Denn natürlich ist der lang erkämpfte Frieden mal wieder bedroht und während eine Menge Kämpfe und Schlachten zu bestehen sind, möchte Merlin endlich mit einem alten und grausamen Ritual die Götter wieder zurückholen.
Auch und gerade in diesem Band geht es sehr brutal zu, denn die vielen Gefechte und Scharmützel werden sehr bildhaft und umfassend beschrieben. Das ist nicht für jeden so fesselnd und an manchen Stellen war es mir auch etwas zu viel, andererseits zeigt es sehr eindrücklich, wie Kriege zu dieser Zeit ausgesehen haben müssen. Wenn man die Bilder aus Herr der Ringe gewohnt ist, in denen Zehntausende aufeinander treffen, scheinen hier die paar Hundert Mann der Kriegshorden verschwindend klein zu sein. Aber die beschriebenen Szenen, die Taktiken, die Schildwälle, die Raserei beim Aufeinandertreffen und die Wildheit der Kämpfe wurde hier sehr lebendig und glaubhaft dargestellt.
Nicht nur in den Kämpfen, auch sonst steckt Bernard Cornwell viel Liebe ins Details, wenn es um die Protagonisten, das Land, die Sitten und Bräuche und allgemein die Menschen und ihr (Über)Leben geht. Gerade auch die rituellen Feste und die magischen Zeremonien der Druiden fand ich total spannend!
Aber auch die Entwicklungen der Figuren, denn gerade Arthur und auch Nimue trifft es sehr hart, was ihren weiteren weg und ihre Entscheidungen stark beeinflusst. Gerade Arthur hat mich tief berührt, denn hier strebt er weder nach Macht noch nach Besitz und möchte eigentlich nur ein friedliches Britannien, in dem jeder glücklich leben kann, während er sich selbst nach einem einfachen Heim sehnt, in dem er zufrieden alt werden kann. Durch die Bürde seines Eides wird ihm das jedoch nicht vergönnt.
Der Glaubenskonflikt ist ebenfalls immer noch präsent, der mit vielen Intrigen und Zwängen daherkommt und auch wieder sehr gut aufzeigt, wie die einzelnen Menschen reagieren, beeinflusst werden und dabei hoffen oder auch verzweifeln und welche Auswirkungen das im Kleinen und Großen hat.
Ein starker Abschlussband, der vor allem durch Schlachten geprägt ist, in dem man endlich erfährt, wie Derfel seine Hand verlor und in dem auch der berühmte Barde Taliesin endlich auftaucht. Sein Name betitelt ja den ersten Band der Pendragon Saga von Stephen Lawhead, die ich auch unbedingt lesen möchte!
Natürlich möchte ich jetzt auch mehr von Cornwell lesen und die Uthred Saga wird wohl die nächste sein, mit 13 Bänden aber auch wieder eine ganz schön lange Reihe :)
- Thomas A. Barron
Der Zauber von Avalon. Tl.2
(19)Aktuelle Rezension von: ~Loreley~Einfach wundrschön zu lesen... T.A. Barron bleibt immer spannend^^ - Thomas A. Barron
Merlin. Wie alles begann
(141)Aktuelle Rezension von: jeanne1302Das ist ja mal ein sehr interessanter Zugang zum größten Zauberer aller Zeiten. Die Geschichte beginnt mit dem 7. Lebensjahr, als er mit seiner Mutter an den Strand von Wales gespült wurde. Ohne jegliche Erinnerung daran, wer er ist oder sein könnte, ohne eine leisteste Ahnung bezüglich seiner Kräfte. Völlig überrascht von der Wucht seiner Macht, die er nicht beherrscht, nutzt er seine Kraft negativ und wird dadurch blind und vom Feuer vernarbt, aber der Junge gibt nicht auf. Er erkennt, dass er auch ohne Augen sehen kann mit Hilfe seiner Hellsichtigkeit. Sein brennender Wunsch, herauszufinden, wer er ist und wie und ob er seine Kräfte nutzen will, macht er sich auf den Weg nach Fincayra, einem Ort der Zwischenwelt zwischen Leben und Tod/Anderswelt. Es ist die Heimat seines Vaters, einem Magier, der auf die dunkle Seite der Macht gezogen wurde.
Diese Geschichte ist super interessant und auch komisch geschrieben (Shim - der kleine Riese 😂). Viele Themen sind jedoch entliehen - oder einfach auch typisch für einen Fantasyroman/Märchen:
Der ewige Kampf zwischen Gut und Böse, die Zerstörung der guten Welt durch die böse Macht, die böse Vaterfigur (bischen Darth Vader, ne?)
einwenig Rätsel-und Wegsuche (ein bisschen "unendliche Geschichte, ne?") usw., aber das tut dem Buch eigentlich keinen Abbruch. Mich hat das Sehen ohne Augen fasziniert und ich bin gespannt, wie es im zweiten Teil weitergeht und ob Merlin sein Augenlicht ganz zurück erhält.
- Scott Meyer
PLÖTZLICH ZAUBERER
(19)Aktuelle Rezension von: Kirsten_AteeqEin seltsames Buch, die ersten 70 Seiten wollte ich es schon abbrechen, kommt bei mir sehr selten vor. Die nächsten 100 Seiten wurde es dann immer besser und die letzten 150 Seiten konnte ich es nicht mehr weglegen. Also der Anfang ist unheimlich zäh, dann gewinnt die Geschichte aber an Fahrt und wird zu einer tollen Story mit einem Ende das eine Fortsetzung erlaubt.
- Stefan Gemmel
Lucas und der Zauberschatten
(21)Aktuelle Rezension von: GwynnyKIDS-Rezension – Eltern und Kinder lesen gemeinsam.
Lucas blickte auf seine Armbanduhr. Gleich war es fünfzehn Uhr, und er war der Lösung des Rätsels kaum näher gekommen: Wackelnder Wellenbrecher im Zentrum, hatte Li-Feng ihm zugerufen, wenn Lucas sie richtig verstanden hatte.
Aus „Lucas und der Zauberschatten“ von Stefan Gemmel
ÜBER DAS BUCH
Das Buch „Lucas und der Zauberschatten“ hat der Autor Stefan Gemmel geschrieben. Es im Februar 2020 im Baumhaus Verlag (Bastei Lübbe) erschienen. Dieser Teil hier ist der erste von bisher zwei Bänden. Das Buch könnt Ihr als Hardcover, eBook oder Hörbuch kaufen.
Genauere Informationen für die Eltern folgen, wie immer, am Schluss. 😊UNSER EINDRUCK
Leider haben die vielen großen und kleinen Logikfehler den Spaß an der Geschichte verdorben.DARUM GEHT’S – UNSER KLAPPENTEXT
Lucas hat gerade Probleme mit nervigen Challenges und Schulkameraden, da passieren ihm seltsame Dinge. Ein alter Mann bewahrt ihn vor einer großen Dummheit, Stöcke scheinen laufen zu können und ehe er es sich versieht, soll er dem großen Magier Merlin dabei helfen, einen Fluch zu brechen.
Ob Lucas eine solche Geschichte glauben kann?DAS SAGEN WIR ZUM BUCH
Mein Sohn (11) sagt dazu:
Die Idee von der Geschichte finde ich richtig gut. Aber nur, wenn man die Logikfehler nicht wahrnimmt. Da es aber so viele davon gibt, wollte ich es bei zwei Dritteln von dem Buch abbrechen. Die Fehler waren so häufig, dass mir der Spaß vergangen ist. Leider!Was soll ich sagen? Da muss ich meinem Sohn leider rechtgeben. Es gab unzählige kleine und auch große Logikfehler, bei denen wir immer innehalten und uns darüber austauschen mussten, während ich vorgelesen habe. Das hat uns so oft aus der Geschichte gerissen, dass der Funke einfach nicht überspringen konnte.
Das ist so schade, weil uns die Grundidee echt gut gefallen hat. Dazu kamen auch unzählige Namenswiederholungen, die auch jüngere Kinder nicht gebraucht hätten, weil man wusste, wer spricht. Auch das hat das Lesen eher anstrengend als spannend gemacht. Dabei war eigentlich genug Spannung aufgebaut, man konnte sie nur nicht genießen, weil man von diesen anderen Sachen so abgelenkt war.
Schweren Herzens hat sich mein Sohn also dazu entschlossen, dass wir dieses Buch abbrechen, weil es einfach keine Freude gemacht hat. Dabei ist Stefan Gemmel sonst einer seiner Lieblingsautoren. Echt schade!
BEWERTUNG – ZAHNRÄDCHEN
1 von 5 Zahnrädchen
©Teja & Fabian Ciolczyk, 27.03.2024
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Für die Eltern
Dieses Buch ist ab 10 Jahren empfohlen, das würde ich auch so bestätigen. Die Sprache ist leicht verständlich und die Sätze sind nicht zu lang. Durch die meist recht kurzen Kapitel stellt sich auch ein schönes Gefühl des Leseerfolges bei den Kindern ein.
Was zu beachten wäre, ist, dass die Kinder zwar Eltern haben, diese aber wohl echt sehr locker in ihrer Erziehung sind. Die Kinder können einfach spätabends heim und hinterfragen nicht. Was wir in unserer Rezension geschrieben haben, ist leider so gar nicht übertrieben – es gibt unzählige Fehler in der Logik, die das Lesen für uns verdorben haben. So kann ich leider keine Leseempfehlung aussprechen.
Allerdings ist es immer eine gute Idee, ein solches Buch eventuell selbst zu lesen. So könnt Ihr Euch selbst ein Bild davon machen und entscheiden, ob dieses Buch nicht dennoch etwas für Eure Kinder ist.
Über den Autor
Stefan Gemmel, Jahrgang 1970, wurde 2011 vom deutschen Buchhandel zum "Lesekünstler des Jahres" gewählt. Denn: Wenn Stefan Gemmel liest, dann wird er zum Sportler: Er krächzt, er brüllt, er piepst, er schreit. Er tut alles, damit die Welt der Bücher für das Publikum wirklich lebendig wird. Und dabei bezieht er seine Zuhörer immer mit ein. In Form von Rollenspielen, Sprachexperimenten oder Spontantheater wird jeder Gast seiner Lesungen Teil der Veranstaltung.
2012 gelang ihm zusammen mit über 5.400 Leseratten mit der bisher welweit "größten Lesung eines einzelnen Autors" der Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde (c). 2015 stellte er erneut einen Weltrekord auf, mit der "Schnellsten Lesereise eines Autoren": 82 Lesungen in 13 Tagen. Und im Jahr 2021 hat er eine der ersten großen Nach-Corona-Kinderveranstaltungen auf die Beine gestellt, als er wie in einem Autokino "Die größte Lesung eines Autoren in einem Kinderfahrzeug-Drive-In" mit 382 Teilnehmenden auf Bobby-Cars & Co. geschafft hat.
Mit Veröffentlichungen in 24 Sprachen ist er der meistübersetzte Schriftsteller in Rheinland-Pfalz.(www.stefan-gemmel.de)
Seine große Leidenschaft gilt dem Nachwuchs. So unterstützt er junge Schreibtalente beim Verfassen von Texten oder sogar bei der Veröffentlichung ihrer Bücher und leitet Literaturprojekte und Schreibwerkstätten. Für dieses ehrenamtliche Engagement und auch für seine originelle Art der Leseförderung hat er schon zahlreiche Auszeichnungen und Kulturpreise erhalten. So wurde ihm zum Beispiel bereits 2007 das Bundesverdienstkreuz verliehen.
2010 wurde der erste Band seiner "Schattengreifer-Trilogie" mit dem LeseDino 2010, dem ersten saarländischen Jugendbuchpreis, ausgezeichnet und 2011 hat ihn der Deutsche Buchhandel zum "Lesekünstler des Jahres" gewählt. - Andreas Suchanek
Das Erbe der Macht - Band 21: Schattentanz
(41)Aktuelle Rezension von: ramoSchattentanz ist der 21. Band aus der Erbe der Macht Reihe von Andreas Suchanek. Der Kampf beginnt und es steht fest, dass Merlin wieder alle Zügel in der Hand hält. Das Misstrauen zwischen Schatten- und Lichtkämpfer ist groß und das gegenseitige Vertrauen fällt ihnen schwer. Sie müssen alles riskieren und zusammenarbeiten, um am Ende eine winzige Chance gegen Merlin zu haben.
Wieder einmal erwartete mich ein Band voller Spannung, Wortwitz und Twists. Das ein oder andere Mal wurde ich hinters Licht geführt, einzig und allein der Verräter lag mir schon länger im Auge. Dennoch ist gerade die Art wie das geschehen konnte wieder einmal super durchdacht und komplex aufeinander abgestimmt. Über die Charaktere gibt es nicht viel zu erwähnen, denn ihr Handeln hat sich über die Bände zu dem jeweiligen Charakter angepasst. Ihr Handeln ist logisch und nachvollziehbar. Ich leide bei jedem einzelnen Kampf mit, komme aus dem Kopfschütteln nicht heraus und hoffe, dass das falsche Glück ein Ende findet. Die Spannung konnte kontinuierlich hochgehalten werden und ich flog nur so durch das Buch.
Für mich war der Band wieder ein Genuss. Spannung und Faszination ohne Ende, gepaart mit Emotionen und tollen Charakteren. Mehr braucht es nicht für ein sehr gutes Buch.
- Cornelia Franke
Jamies Quest
(49)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerIch muss ehrlich gestehen, dass ich bei dem Buch ein wenig hin und her gerissen bin.Ich finde den Plot genial. Ich mag Computerspiele sehr gerne und die Idee, dass sich der Protagonist in diesem Spiel wiederfindet, statt es einfach nur zu spielen, find ich super. Allerdings ist mir die Verbindung zu einem Computerspiel zu wenig. Im Prinzip hätte Jamie auch in ein Buch oder in einen Film gezogen werden können. Es hätte im Ablauf der Geschichte keinen Unterschied gemacht. Das finde ich so schade, da sich die Autoren ja sicherlich was dabei gedacht haben, dass es ein Computerspiel ist. Auch die Aufgabe war mir nicht stark genug hervorgehoben.Ansonsten mag ich die Geschichte gerne. Dass Jamie überhaupt irgendwo reingezogen wurde, nichts kennt und trotzdem von den Leuten gut aufgenommen wurde mit ihnen ein Abenteuer erlebt. Es hat Spaß gemacht es zu lesen.Hier und da hat sie ein paar Längen, aber die halten sich in Grenzen.
Die Charaktere finde ich großartig. Ich mag Jamie wirklich gerne, vor allem von seiner Art her. Ich kann ihm vom Alter her aber leider nicht einschätzen. Einerseits geht er noch in die Schule, aber dann mit seiner Freundin und wie er sich generell gibt, könnte er schon erwachsen sein.Briors Bewohner finde ich unglaublich putzig und süß geschrieben. Genau so stelle ich mir die Charaktere in einem Computerspiel vor, sollte man diese mal treffen.
Sexuelle Andeutungen gab es in dem Buch auch und ich weiß nicht, wie ich es einordnen soll. Es ist kein Jugendbuch, wenn ich es richtig gesehen habe. Aber… Ich weiß auch nicht. Sind sie Fehl am Platz? Sollen sie witzig sein? Keine Ahnung. Direkt verteufeln möchte ich das jetzt auch nicht.
Über die Autoren zu schreiben fällt mir ein wenig schwer. Dominic ist Anfang 2018 leider verstorben. Das ist eine Tatsache die es mir schwer macht diese Rezension zu schreiben und auch Kritik zu üben. Leider kenne ich keine weiteren Werke von ihm, so dass ich keine Vergleichsmöglichkeiten habe. Aber ich würde jetzt sagen, dass er ein toller Autor war. R.I.P.!Von Cornelia habe ich bereits schon ein weiteres Buch gelesen, was mir wirklich sehr gut gefallen hat. Ich mag ihren Schreibstil sehr. Auch in diesem Buch merkt man die Harmonie der beiden Autoren.
Übern Schnitt mag ich das Buch einfach. Es fehlt hier und da was, aber mein Gefühl sagt mir, dass ich unbedingt noch mehr davon lesen möchte.
Das Cover: Ich mag das Cover so, so gerne. Es strahlt dieses gewisse Abenteuerfeeling aus.Ich bin ein großer Fan von Illustrationen und freue mich immer, wenn ich kleine Bildchen im Buch wieder finde.
Fazit: Es hat hier und da ein paar fehlende Feinheiten, aber es hat mir Spaß gemacht das Buch zu lesen. Und das ist für mich die Hauptsache.























