Bücher mit dem Tag "messias"
9 Bücher
- Hans Rath
Und Gott sprach: Du musst mir helfen!
(96)Aktuelle Rezension von: ChristinagirlWie immer wird Jakob Jakobi entweder von Gott (Abel) besucht oder vom Teufel (Toni) höchstpersönlich. Auch dieses mal besucht ihn Gott. Abel möchte das Jakob den Mesias spielt und die Welt vom dem Bösen rettet. Jakob möchte es nicht, er will viel lieber in den wohlverdienten Urlaub fliegen. Da Jakob sich wehrt, versucht Abel mit allen möglichen Mitteln ihn zu überreden. Er schickt ihm sogar Aposteln, die ihm helfen sollen. Sie retten gemeinsam ein paar Hühner und einen Affen...
Den Anfang find ich sehr witzig, das Jakob vom Nikolaus und vom Knecht Ruprecht bestohlen wird... Die anderen Stellen ihm Buch fand ich jetzt nicht so witzig. Ich finde man hätte mehr von seiner Ex- Frau schreiben solllen, da die Textstellen mit den Beiden oft sehr amüsiant sind.
Ich finde der Erzählstill hat sich irgendwie in diesem Buch verändert. Die anderen beiden Bücher habe ich sehr gerne gelesen und habe viel geschmunzelt. Bei diesem Buch musste ich mich richtig anstrengen um es fertig zu lesen. Schade
Es ist ein sehr interessantes Thema, mit dem sich der Autor beschäftigt hat. Gibt es Gott und den Teufel und den Himmel? Schade das es keine weiteren Fortsetzungen zu den Büchern mehr gibt.
- Olga Tokarczuk
Die Jakobsbücher
(13)Aktuelle Rezension von: Eva_ReichmannOlga Tokarczuk gelingt in diesem Roman (und leider nur in diesem - die anderen Bücher der Autorin sind nicht vergleichbar) das Kunststück, auf gut 1200 Seiten mit bildhafter Sprache einen solchen Sog entstehen zu lassen, dass ich mich als Leserin dem nicht entziehen konnte. Ich hab den ersten Absatz gelesen und konnte es nicht mehr an die Seite legen. Es entwickelt sich ein Panoptikum einer versunkenen und historisch-fantastischen Welt, das zwar komplex ist, mich als Leserin aber nie überfordert hat, da die Autorin es versteht, immer Wiedererkennungsmomente einzubauen.
Nun bin ich eine Liebhaberin "dicker Bücher" (unter 300 Seiten ist für mich eigentlich indiskutabel, schließlich will ich in eine Geschichte eintauchen) war aber trotzdem nicht sicher, ob das nicht etwas zu dick ist (weil: am berühmtesten dicken Buch der Literatur, Proust Suche nach der verlorenen Zeit, bin ich gescheitert - weil weder Sprache noch Figuren noch nicht-vorhandene Handlung mich irgendwie gefesselt haben).
Hier ist es anders - was auch an der Übersetzung liegt: zu recht haben die Übersetzer einen Preis bekommen.
Hab das Buch in nur 3 Wochen gelesen - und freue mich, es irgendwann in meinem Leben wieder zu lesen (was nur bei wenigen Büchern der Fall ist - die meisten sind "Einmallektüre).
- Jerry B. Jenkins
The Chosen: Ich habe dich bei deinem Namen gerufen
(18)Aktuelle Rezension von: derMichiWenn ein Roman ähnliches Potenzial wie die gelungene Serie mitbrächte, das wäre fast zu schön um wahr zu sein. Tatsächlich sind die Voraussetzungen durchweg günstig, denn einerseits hat sich um das Phänomen "The Chosen" ein eigener Merchandise-Markt entwickelt, andererseits ist der Verfasser des Buchs nicht nur der Vater von Showrunner Dallas Jenkins sondern kein geringerer als Jerry B. Jenkins, der ab Mitte der 1990er mit der epischen "Finale"-Reihe den christlichen Buchmarkt eroberte.
Das macht das Buch aber leider noch nicht zum "Must Read", denn wer die zugehörige Staffel gesehen hat, den erwartet nichts Neues. Und das gleich in mehrerer Hinsicht: Die Handlung folgt selbst bei der Unterteilung in neun Abschnitte nicht nur stringent der Serienhandlung, von der Weihnachtsepisode "The Shepherd" bis hin zum Treffen mit der Samariterin am Brunnen. Wenige Szenen sind zwar etwas ausführlicher als in der zugehörigen Folge, da der Roman vermutlich eher auf dem Drehbuch als auf den finalen geschnittenen Episoden basiert, aber darüber hinaus bleibt es bei einer einfach gehaltenen Nacherzählung der bekannten Handlung.
Auch eine eigene Erzählstimme jenseits der Dialoge und knappen Handlungsbeschreibung findet der erfahrene Autor nicht. Schade, denn ein Projekt wie dieses könnte ein buchaffines Publikum auf ähnliche Art erreichen wie die Serie die Streamingkunden, sofern sie nicht nur eine Skizze dessen bleibt, was ohnehin schon gezeigt wurde. Ohne die Serie zu kennen funktioniert der Roman leider kaum, da nach wenigen Absätzen schon der nächste Szenenwechsel folgt, historische Hintergründe belanglos bleiben und die Figuren ohne den visuellen Eindruck nicht greifbar werden.
Am informativsten ist noch die Nachbemerkung von Dallas Jenkins, der die Entstehungsgeschichte der Serie und seinen Werdegang im Filmgeschäft nachvollzieht. Ja - die Entstehung von "The Chosen" ist ein Wunder, im Gegensatz zu den durchdachten Drehbüchern der ersten beiden Staffeln ist das Buch jedoch eher schmückendes Beiwerk.
Originaltitel: "The Chosen - I Have Called You by Name"
Bonusmaterial: Nachwort von Brad Powell, Nachbemerkung von Dallas Jenkins - Simon Cross
Auge des Glaubens
(21)Aktuelle Rezension von: silvandy"Auge des Glaubens" ist mein erster Thriller von Simon Cross –und wird nicht mein letzter sein.
Es geht um mysteriöse Kircheneinbrüche – zudem wird die Leiche einer jungen Frau gefunden, die wohl einem Ritualmord zum Opfer gefallen ist. Scotland Yard, respektive Chief Inspektor John Porter beginnt zu ermitteln und betritt dabei eine Welt, die ihm eigentümlich fremd erscheint. Die Figur des John Porters fand ich gleich zu Beginn sympathisch. Er ist ein gestresster Chiefinspektor, der gleichzeitig versucht, seinen Beruf mit seiner Familie unter einen Hut zu bringen und sich dabei noch mit so manchen Gegebenheiten seines pubertierenden Sohnes herumschlagen muss. Kurzum, einiges erinnerte mich an unser Familienleben.
Nicht nur Scotland Yard ist an dem Fall dran. Der Presse werden anonyme Nachrichten zugespielt, die mit „Auge des Glaubens“ unterzeichnet sind. Dadurch kommt Porter zwangsläufig mit den Journalisten Linda und Charly in Kontakt, die am gleichen Fall arbeiten wir John Porter. Man arbeitet irgendwie zusammen, was durchaus unüblich ist, aber es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.
Die Charaktere sind tiefgründig und vielschichtig gezeichnet und kommen authentisch rüber. Neben den oben genannten Figuren wäre noch Pfarrer Melder zu erwähnen, der mir echt sympathisch war.Das Thema Fanatismus, Religion und blinder Gehorsam mitsamt seinen Folgen ist durchaus aktuell. Simons Cross Schreistil ist flüssig, leicht zu lesen, gut beschrieben, so dass man sich sofort in der Geschichte wiederfindet. Geschrieben ist die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Porter und den Journalisten, so dass man verschiedene Einblicke der Sichtweisen bekommen. Die Story ist spannend und hält einige überraschende Wendungen parat, das hält die Spannung hoch und ichbin nicht gleich auf den Täter gekommen, gleichwohl ich einen Verdacht hegte. Leider wurde zwischendurch aufgrund der vielen Dialoge die Spannung etwas aus der Geschichte genommen und da hat sich das Buch etwas in die Länge gezogen. Abgesehen davon steigerte sich die Spannung und die Auflösung war für mich logisch durchdacht und nachvollziehbar. Im Großen und Ganzen kommt dieser Thriller auch ohne viel Blutvergießen und Gewalt aus.
Fazit: Ein unterhaltsamer, lesenswerte Thrillerüber ein ebenso interessantes wie aktuelles Thema
- Daphne Niko
DAS RÄTSEL SALOMONS
(26)Aktuelle Rezension von: itwt69Von dem hochinteressanten Plot hatte ich mir deutlich mehr versprochen. Es war vieles vorhersehbar und leider kam nur phasenweise Spannung auf. Da ist das Original (Dan Brown) bei Weitem besser. Gerade so 2,5 Sterne aufgrund der originellen Geschichte um Judentum und Heiligem Land. - Boris Starling
Messias
(51)Aktuelle Rezension von: TheSilencerIst man auf der Suche nach einem etwas härteren Thriller, wird man immer wieder diesem Buch begegnen:
In London geht ein Mörder um, der mit Bibelbezügen seine Opfer abschlachtet und ihnen die Zunge herausschneidet, um diese durch einen silbernen Löffel zu ersetzen. Der Mörder hinterläßt keine Spuren und auch die Ermittlungsarbeiten scheinen ihn nicht weiter zu kümmern - denn die ermittelnde Sonderkommission tritt auf der Stelle.
Starling schickt keine 0815-Helden auf die Jagd, die mit jeder genialen Tat strahlen. Er läßt menschliche Charaktere an den bestialischen Taten teilhaben und zeigt auch mal die Auswirkungen, die Helden anderer Romane einfach wegstecken können.
Bis auf jene menschliche Variante schreibt Starling so wie Cody McFadyen.
Empfehlenswert für Thriller-Liebhaber der härteren Gangart. - Jerry B. Jenkins
The Chosen: Bei mir findest du Ruhe
(9)Aktuelle Rezension von: kaffeequeen98Das Cover passt perfekt zu den anderen Bänden der Reihe und bietet einen gewissen Wiedererkennungswert. Das mag ich sehr. Mir gefällt auch die dezente Farbgebung, die den Fokus eher auf den Titel lenkt - absolut passend und sehr stimmig.
In diesem Band stehen die Jünger und ihre Gefühle, Erfahrungen und Hintergründe im Vordergrund.
Die Story ist eng an die Bibel angelehnt, bietet jedoch auch Interpretationsspielraum und "schmückt" die Geschichte mit Romanelementen aus. Durch diese Erzählweise und die "Erzählungen" der Jünger, wird die Geschichte greifbar und ich fühlte mich als Leserin stark mit den Charakteren verbunden. Ich sehe in der Reihe eine großartige Möglichkeit den Glauben auf eine neue/andere Art zu entdecken und greifbar zu machen.
Insgesamt sehr lesenswert und (wie alle Bände der Reihe) eine bildlich beschriebene Einladung, den Glauben auf eine neue/andere Art zu entdecken und auch einige Stellen kritisch zu hinterfragen bzw. nochmal in der Bibel nachzulesen.
- Hans Rath
Und Gott sprach: Du musst mir helfen!
(2)Aktuelle Rezension von: pardenEIN NEUER MESSIAS...
Was, wenn Gott persönlich dich bitten würde, die Welt zu retten? Vor dieser Frage steht Jakob Jakobi, der Held aus "Und Gott sprach: Wir müssen reden", als er einen alten Bekannten wiedertrifft: Gott. Der taucht kurz vor Weihnachten in Gestalt des Lebenskünstlers Abel Baumann auf und stellt einmal mehr Jakobs Leben auf den Kopf. Diesmal ernennt er seinen Ex-Therapeuten kurzerhand zum neuen Messias und wirft damit Jakobs Urlaubspläne über den Haufen. Eine bunte Schar Apostel gesellt sich auch bald dazu. Von Veganismus bis Antikapitalismus - jeder Jünger bringt seine eigenen Vorstellungen mit, wie man den Planeten und die Menschheit aus dem Schlamassel ziehen kann. Das richtige Konzept zur Weltrettung lässt sich eben nicht einfach so aus dem Ärmel schütteln. (Verlagsbeschreibung)
Ziemlich unspektakulär taucht hier im Abschlussband der Trilogie Abel Baumann wieder auf, obwohl das aufgrund der vorhergehenden Ereignisse in den ersten beiden Bänden eigentlich gar nicht möglich wäre. Aber ja, schließlich ist er ja Gott, und der ist bekanntermaßen allmächtig. Der Gottesbeweis, den der Psychotherapeut Jakob Jakobi im ersten Band immer gerne präsentiert bekommen hätte - hier ist er nun.
Abel Baumann wendet sich an Jakob mit einem sehr speziellen Anliegen. Er möchte, dass er der neue Messias wird, denn vielleicht ist die Menschheit ja doch noch zu retten. Jakob wehrt sich zunächst entschieden gegen diesen Auftrag, denn wie soll er ganz alleine Gottes Botschaft verkünden? Und wieso eigentlich ausgerechnet er? Baumann stellt ihm jedoch Apostel zur Seite - schräge Typen, die am Rande der Gesellschaft leben und es mit dem Gesetz nicht immer ganz genau nehmen. Abel Baumann selbst will Jakob bei seiner Aufgabe nicht behilflich sein - er widmet sich lieber den zehn Geboten, um sie in ein modernes Gewand zu kleiden, das die Menschen von heute wieder anspricht.
Ich habe die drei Hörbücher der Trilogie relativ rasch hintereinander gehört - vielleicht war das ein Fehler. Diese Art der Unterhaltung nutzt sich womöglich doch etwas ab, obschon es auch in diesem Band wieder amüsante Einfälle und schräge Dialoge gibt. Zudem stimmte der Abel Baumann in diesem Abschlussband für mein Empfinden nicht sehr gut mit der Person des Abel Baumann im ersten Band überein - der Zweifelnde wurde hier zum Fordernden und Überstülpenden, der wenig Hilfestellung bot. Und Jakob erschien mir mit seiner übergroßen Duldsamkeit manchmal auch wenig authentisch.
"Du sollst den Menschen die frohe Botschaft verkünden." - "Vergiss es Abel. Sie werden mir nicht zuhören." - "Sag ihnen, wenn sie dir blöd kommen, komme ich mit der Apokalypse.‘"
Gut gefallen hat mir dagegen, was letztlich aus den zehn Geboten wurde - würden die Menschen nach der Prämisse leben, gäbe es deutlich weniger Elend in der Welt. Schön war es auch, bereits bekannten Figuren aus der Reihe wiederzubegegnen. Allerdings kam mir Jakobs Ex-Frau hier zu kurz, ihre Dialoge mit Jakob waren sonst immer sehr unterhaltsam. Ansonsten ist auch dieser Band wieder ein Hörvergnügen mit kleinen Denkanstößen - jedoch ohne größeren Tiefgang und Nachhall. Ganz amüsant für zwischendurch - dann aber bitte in der richtigen Reihenfolge!
Johannes Steck liest die ungekürze Hörbuchversion (7 Stunden und 12 Minuten) auch diesmal wieder unaufgeregt und souverän. Leider hat sich hier ein kleiner Fehler eingeschlichen - die Aufnahme wurde an einer Stelle in der falschen Reihenfolge abgespeichert. Dies beschränkte sich glücklicherweise auf eine einzige Szene. Mich nervt so etwas aber trotzdem.
Auch diesmal wieder eine leichte Unterhaltung für zwischendurch, wobei mir außer den überarbeiteten Geboten wohl nur wenig im Gedächtnis haften bleiben wird.
© Parden
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