Bücher mit dem Tag "meteorologie"
9 Bücher
- Uwe Laub
Sturm
(98)Aktuelle Rezension von: Felis2305Ein Wissenschaftsthriller der sehr gut gemacht und auch gut recherchiert ist. Es handelt von Wetterkapriolen die so geschehen könnten, oder halt auch erzeugt werden könnten. Man muss Verschwörungstheorien mögen, aber sollte sie nicht zu ernst nehmen.
- Andreas Jäger.
Das kleine Buch: 20 Wetterregeln, die man kennen muss
(5)Aktuelle Rezension von: Igelmanu66»Die Prognosen der großen Wettercomputer versagen bei Gewittern regelmäßig. Das ist wie beim Kochtopf auf der Herdplatte. Das Wasser wird kochen und es werden Blasen aufsteigen – aber wo? Genauso wissen Wettercomputer: Gewittertürme werden am Nachmittag aufsteigen – aber wo? Draußen im Freien ist man auf sich allein gestellt und nur eins hilft: der Blick zum Himmel!«
Auf dieses Buch war ich sehr neugierig gewesen. Und ich wurde nicht enttäuscht!
Gerne verlässt man sich heute auf seine Wetter-App, ich schließe mich da nicht aus. Kürzlich wurde ich von einem plötzlichen Unwetter überrascht, völlig durchnässt sah ich auf mein Handy, das mir unbeirrt erklärte, dass um mich herum strahlender Sonnenschein sei.
Ein Bergführer würde sich nie nur auf die Wettervorhersage verlassen. Für ihn ist der eigene Blick zum Himmel durch nichts zu ersetzen. Davon, ob er die Wetterlage um ihn herum selbständig und sicher deuten kann, können im Extremfall Menschenleben abhängen. Früher war die Fähigkeit des Wetterlesens auch schon eine Überlebensfrage für Bauern. Niemand sonst hätte ihnen gesagt, wann sie das Heu einbringen müssen, bei Fehlentscheidungen drohten Hungersnöte.
Es ist also möglich, selber durch einen Blick an den Himmel eine Wettervorhersage zu treffen. Dieses Buch hilft dabei. Um es zu schreiben, haben sich ein Meteorologe und ein Bergführer zusammengetan. Den Leser erwartet daher eine Fülle von praktischen Anwendungstipps kombiniert mit dem meteorologischen Hintergrundwissen.
Gut verständlich werden die verschiedenen Wolkenarten erklärt und dargelegt, wie man sie deuten kann. Was für Auswirkungen hat es, wenn der Mond einen Hof hat oder die Sonne einen Halo? Und wie sieht das eigentlich aus? Haben so manche Bauernregeln, wie z.B. die zum Abendrot ihre Berechtigung? Und wie entstehen überhaupt Föhn oder eine Inversionswetterlage?
Zu jedem Thema gibt es Fotos und Bilder, die das Erklärte veranschaulichen. Ich übte mich während des Lesens gleich in der praktischen Anwendung und versuchte, die Wolken über mir zu deuten. Und die Kondensstreifen der Flugzeuge, denn die taugen ebenso zur Wettervorhersage wie der Rauch aus Fabrikschornsteinen. Auch dazu gibt es ausführliche Erklärungen.
Das kleine Buch ist handlich, hat ein übersichtliches Inhaltsverzeichnis und ist daher ein praktischer Begleiter beim nächsten Ausflug. Die Wolken selber zu deuten macht Spaß und kann sehr hilfreich sein.
Fazit: Mit diesem Buch überrascht einen kein Unwetter mehr. Sehr informativ und gut verständlich.
»Der Himmel schickt seine Wetterzeichen voraus, man muss sie nur lesen können.«
- Peter Moore
Das Wetter-Experiment
(4)Aktuelle Rezension von: c_awards_ya_sinDas Leseerlebnis beginnt schon wenn man das Buch in die Hand nimmt. Der Maare Verlag hat eine sehr gute Verarbeitung und die Seiten fühlen sich samtig weich an.
Und versteht mich nicht falsch es ist ein Sachbuch über die Anfänge der modernen Meteorologie. Aber es ist mit einer solchen atmosphärischen Intensität geschrieben, dass es sich anfühlt als stünde man direkt neben Beaufort auf dem Gipfel von Croghan Hill und würde mit FitzRoy um das Kap Hoorn segeln. Und wenn ich jemals nach Hampsted Heath komme, werde ich nicht nur nach den drei Hexen und Macbeth Ausschau halten ( Ihr wisst schon: 'where to meet apon the heath ... there to meet with Macbeth'), sondern werde auch an Constable denken, der hier lebte und seine Wolkenbilder malte.
Definitiv ein Mustread, nicht nur für Meteorologen!
- Elizabeth Camden
Das Anwesen
(19)Aktuelle Rezension von: LEXIDas Geheimnis um das Anwesen „Dierenpark“
„Wir sind die Vandermarks. Und wir sind gekommen, um zu bleiben.“
Das einsam gelegene Anwesen „Dierenpark“ übt einen gespenstischen Reiz auf die Menschen aus. Das berühmte Gebäude aus dem Jahre 1635 thront auf den Klippen der Granitfelsen in einer abgelegenen Bucht im Tal des Hudson River. Obgleich dessen Besitzer Nickolaas Vandermark es seit sechzig Jahren nicht mehr betreten hat, kümmern sich einige Angestellte darum, Haus und Gartenanlage in Ordnung zu halten.
Als im Sommer 1898 plötzlich Quentin Vandermark mit seinem Sohn Pieter auftaucht, bringt er Aufregung und Trubel in das bislang ruhige und gemütliche Leben auf Dierenpark. Die hübsche Sophronia van Riijn, im Buch stets Sophie genannt, hat ohne die Genehmigung der Besitzer eine Wetterstation auf dem Dach der Villa errichtet, und bangt nun zu Recht um ihre Anstellung als Köchin auf dem Anwesen. Ihr unvergleichliches Talent zum Kreieren der köstlichsten Speisen und Backwaren wird lediglich von ihrer großen Leidenschaft für die Meteorologie übertroffen. Sophies größter Wunsch ist es, infolge ihrer langjährigen ehrenamtlichen Mitarbeit bei der Wettervorhersage und aufgrund ihres großen Interesses für diese Wissenschaft eine Festanstellung bei der amerikanischen Regierung zu erhalten.
Das unerwartete Auftauchen der Eigentümerfamilie und deren Absicht, ihr Anwesen abreißen zu lassen, bringen Sophies ehrgeizige Pläne jedoch ins Wanken. Die hübsche junge Frau möchte den Abriss mit aller Macht verhindern, und im Kampf um die Erhaltung ihres geliebten Dierenpark setzt sie ihre stärksten Waffen ein: ihre weiche, sanfte und warmherzige Art, ihre Fröhlichkeit, ihr sonniges Gemüt und ihr unerschütterliches Gottvertrauen. Der intelligente und vernunftgesteuerte Quentin Vandermark tritt als zynischen Miesepeter ohne Glauben und ohne Manieren auf und macht den großen Fehler, Sophies beharrliche Art zu unterschätzen. Sein Widerstand richtet sich schon bald gegen deren große Anziehungskraft und endet nach und nach in einem Kampf gegen Sophies Charme, ihre Schönheit, ihre Unschuld und ihre warmherzige und fröhliche Art.
Da ich die Bücher der Autorin sehr schätze, hatte ich auch bei dieser Neuerscheinung eine sehr hohe Erwartungshaltung. Um es gleich vorwegzunehmen: Elizabeth Camden hat mich auch diesmal nicht enttäuscht und mir durch ihren wunderschönen Schreibstil, die hervorragende Charakterisierung der Haupt- und Nebenfiguren sowie der Einbindung des christlichen Glaubens im Buch allergrößtes Lesevergnügen bereitet. Die beiden Protagonisten Sophie van Riijn und Quentin Vandermark nehmen den größten Raum ein - man taucht nach und nach in ihre Vergangenheit ein, liest von ihren Sorgen, ihren Hoffnungen und Wünschen. Quentins Sohn, den neunjährigen Pieter, habe ich bereits bei seinem ersten Auftritt in diesem Buch ins Herz geschlossen. Doch auch dem exzentrischen alten Nickolaas Vandermark, einem schwierigen und verschrobenen Mann, der mit fortschreitendem Alter immer paranoider wird, galt meine Sympathie.
Die Autorin beleuchtet das Zusammentreffen der Familie Vandermark mit ihren Bediensteten auf Dierenberg und das Ringen um den Erhalt dieses für das Dorf New Holland so wichtigen Anwesens. Die gruseligen Geschichten um den Fluch der Vandermarks und um unerklärliche Todesfälle werden ebenfalls thematisiert, was zu einem gewissen Spannungsaufbau im Buch beiträgt.
FAZIT: „Das Anwesen“ ist ein weiteres grandioses Werk aus der Feder der amerikanischen Autorin Elizabeth Camden, das mir ausgezeichnet gefallen hat.
Ich möchte dieses Buch ganz besonders Lesern mit einem Faible für christliche Romane, für romantische Liebesgeschichten und die Aufdeckung von Familiengeheimnissen ans Herz legen. - George R. Stewart
Sturm
(13)Aktuelle Rezension von: WolfgangPhilippObwohl ich mich, abgesehen von den täglichen Wetterberichten im Morgenmagazin und der Tagesschau, nicht sonderlich für Meterologie interessiere, hat mich dieses Buch in seinen Bann gezogen. Angelehnt an realen Ereignissen, wird die Biografie des Sturms "Maria" erzählt, von seiner Entstehung im Meer südlich von Japan, bis zu seinem Zusammenbruch über dem nordamerikanischen Festland.
Die meterologische Rahmenhandlung wird aus der Perspektive eines jungen Wettermanns in einer kalifornischen Wetterkontrollstation beschrieben, der den Stürmen (1941 seiner Zeit weit voraus) weibliche Namen verpasst.
Wie die Bewegung des Windes, der Hoch- und Tiefdrucksysteme, der Isobaren und der damit einhergehenden Wetterphänome beschrieben wird ist ungeheuer detailliert und spannend.
Flankierend werden die Auswirkungen des Sturms (bzw. des Wetters im Allgemeinen) auf das öffentliche Leben, die Wirtschaft bis hin zu persönlichen Schicksalen durch Beschreibungen der Abläufe in einem Flugkontollzentrum, einer Straßenmeisterei und einer Hochwasserkontrollstelle in den Rocky Mountains geschildert.
Auch wenn dieses Buch bereits 1941 erschienen ist, hat es nichts an Aktualität verloren. Die globalen Wetterzusammenhänge haben sich nicht groß verändert und Extremwettern stehen wir Heute trotz enormer technicher Fortschritte genauso hilflos gegenüber wie zu Zeiten, als Wetterkarten noch auf der Basis von Einzelmessungen verschiedenster Stationen per Hand erstellt worden sind.
Das war mal definitiv ein Buch weit abseits meiner Lesegewohnheiten, das mich nachhaltig beeindruckt hat.
- Friederike Otto
Wütendes Wetter
(13)Aktuelle Rezension von: porte-bonheurDas Buch ist hier schon so oft und durchaus hellsichtig besprochen worden, dass ich dem nichts hinzuzufügen habe. Es bleibt, wenn auch "schon" 2019 veröffentlicht, noch immer brandaktuell und benötigt noch sehr viele Leser und damit werdende Klimaversteher! Wer immer Beweise dafür benötigt, dass der Mensch am Wetter und letztendlich dem Klimawandel Schuld trägt, lese dieses Buch! Danach sollte er bitte gefälligst nurmehr nach Abwegen aus unserem Dilermma der Verbrennung fossiler Erdstoffe und der alleinigen Ausrichtung nach Wachstum suchen und nicht länger die Diskussion befeuern, ob es denn die große Wetterveränderung auch wirklich gebe.
Ein Zitat sagt vielleicht alles:
"Es liegt in unserer Hand, für das Wetter zu sorgen, das wir in Zukunft haben wollen, aber vor allem, das wir denjenigen in unserer globalen Welt zumuten wollen, die sich nicht ausreichend vor wütendem Wetter schützen können. Mit jedem CO2-Molekül, das aus den Schloten der Kohlekraftwerke aufsteigt, aus den Auspuffrohren der Autos oder den Schornsteinen der Containerschiffe, verändern wir Dürren, Überschwemmungen und Hurrikans. Und bei jedem Gang zur Wahlurne, jeder Entscheidung über Stromanbieter, Fortbewegungsmittel oder das Menü für die nächste Familienfeier entscheiden wir, wie wütend es wird.Mit der Attributionswissenschaft können wir nicht nur in die Vergangenheit blicken, sondern auch sagen, welches Wetter uns in Zukunft erwartet, je nachdem, wie wir handeln." (S. 206)
- George Bonsall
Was ist was - Das Wetter [ Band 7 ] [Gebundene Ausgabe] by George Bonsall
(0)Noch keine Rezension vorhanden - Olivier Rolin
Der Meteorologe
(5)Aktuelle Rezension von: Schmiesen"Wer diese Abgründe nie kennengelernt hat, kann seine Fantasie nicht auf Reisen schicken."
Durch einen Zufallsfund wird Olivier Rolin auf Alexej Wangenheim aufmerksam, einen russischen Meteorologen, der zur Zeit des großen Terrors inhaftiert und exekutiert wurde. Die Bilder und Rätsel, die er damals seiner kleinen Tochter geschickt hat, dienen Rolin als Aufhänger, die Geschichte dieses Mannes zu erzählen.
Was dabei allerdings herauskommt, ist enttäuschend. Versprochen wird eine Romanbiographie, heraus kommt weder das eine noch das andere, noch eine Mischung davon. Man liest sich durch stakkatohaft dahingeschriebene Zeilen voller Namen, die nicht im Gedächtnis bleiben, voller Ereignisse, die sich ständig wiederholen. Auf die Zeichnungen, die im Buch zu finden sind, wird kaum eingegangen, der eigentliche Aufhänger "Familie" findet kaum Erwähnung. Hier mal meine Zusammenfassung der einzelnen Abschnitt (aus Sicht des Autors):
Abschnitt I : Och nö, Wangenheim hat eine Vorgeschichte. Mit der möchte ich mich eigentlich gar nicht befassen, aber das muss man wohl oder übel tun bei so einer "Biographie". Besser schnell runterschmieren, damit es spannend werden kann.
Abschnitt II : Puh, geschafft. Jetzt geht's ab in's Lager. Am besten, ich mache völlig unkenntlich, ob die Aussagen nun von Wangenheim oder von mir stammen. Ab und an klatsche ich ein "...schrieb er" in den Text, damit klar ist, dass ich seine Briefe brav gelesen habe. Literarische Aufarbeitung halte ich für Schwachsinn - das könnte für den Leser ja spannend werden!
Abschnitt III : Jetzt klären wir das Verbrechen doch mal auf. Am besten zackzack, denn schließlich muss dieses Buch doch auch mal ein Ende finden. So, hier habt ihr eure Schuldigen.
Abschnitt VI: Melancholisches Rumgesülze hat noch keiner RomanBiographie geschadet. Am besten baue ich noch ganz viele Informationen darüber ein, wo ich in Russland schon überall gelebt habe und wie aufregend ich das Land finde. Dann noch ein paar allgemeine Schwülstigkeiten über die Würde des Menschen, ein paar literarische Anspielungen und pseudo-philosophisches Geschwafel - tada, ein Meisterwerk!
So oder so ähnlich liest sich "Der Meteorologe": Ein Machwerk großer Lustlosigkeit, schlechter Recherche, mit einem grauenvollen Schreibstil und rührseliger Geschichte. Platter und langweiliger kann man über den Großen Terror kaum erzählen.
In schriftstellerischer Hinsicht leistet sich Rolin einige grobe Schnitzer. Beispiele gefällig?1. Ständig spekuliert er über Szenarien und Personen, wie sie wohl waren, wie es sich wohl zugetragen hat. Er beschreibt eine Szene und widerlegt sie dann in Klammern - denn er weiß ja nicht, wie es sich tatsächlich zugetragen hat. Nun gut, dann hätte er sich für die Romanform entscheiden müssen, dann hätte er die Freiheit gehabt, die Szenen seinem Ermessen nach zu gestalten. So bleibt man als Leser immer in der Ungewissheit: Hat er sich das ausgedacht? Ist das relevant? Nur Geschwafel? Wozu das Ganze, wenn es sofort negiert wird? Und außerdem beschreibt er seine Szenen in elendig langen Hauptsatzreihen, die kaum Bilder entstehen lassen, sondern nur eines - Langeweile. Er zählt die Schrecken auf, anstatt davon zu erzählen.2. Er bewertet ständig seine Figuren. Heftigster Fauxpas: Er schreibt über die "fiese Fresse" eines Lagerhenkers. Wow. Ja, wir wissen, diese Menschen haben Schreckliches getan. Aber in einer angeblich recherchierten (Roman-)Biographie möchte ich so etwas doch nicht lesen!3. Auch der Sexismus ist nicht weit: "Keine Frage, es ist ungerecht, dass die Schönheit einer Erschossenen plötzlich die Rührung verstärkt, mit der man dem Blick der Ermordeten begegnet, dennoch muss man zugeben, dass es so ist." Urgh. Bitte was? Dir gefällt die im Großen Terror ermordetet Frau, und das macht sie bemitleidenswerter als die anderen? Dass Rolin noch nicht einmal den Anstand besaß, solche Gedanken wenigstens aus dem endgültigen Buch herauszuhalten, macht schon wütend.4. Dubiose religiöse Vergleiche liefert er ebenso wie merkwürdige Rachefantasien über die "bescheidene Genugtuung", dass die meisten der Funktionäre, die für den Großen Terror verantwortlich waren, selbst erschossen worden sind. Die Hinrichtungsszenarien vergleicht er damit, "wie die römischen Soldaten Christus verhöhnten". Warum solche Vergleiche? Warum so eine emotionale Nähe zu seinen Figuren? Das ist schlichtweg unprofessionell, denn keiner will die Meinung eines unmotivierten, unsensiblen Laien hören.
Immerhin hat er sich ein behandelnswertes Thema ausgesucht: Der einfache, unschuldige Mann in den Fängen des Regimes. Die schlechte Recherche gibt er in der Danksagung sogar zu: "Ich habe also die Historiker, auf die ich mich beziehe, nicht systematisch zitiert." Ja, aber warum denn nicht? Das, und nichts anderes, ist deine Aufgabe als Biograph, dachte ich bei mir. Wozu also ein solches Buch schreiben, wenn es Rolin weder die Recherchearbeit noch das angemessene Verfassen wert war? Aus einem solchen Stoff hätte viel gemacht werden können, doch Rolin hat dabei auf ganzer Linie versagt. - Giles Foden
Die Geometrie der Wolken
(13)Aktuelle Rezension von: AnahidHenry Meadows ist einfach so Meteorologe geworden und wollte eigentlich ein unscheinbares Leben führen. Doch das Schicksal und die Zeit, in der er lebt, haben etwas anderes mit ihm vor. Es ist Krieg auf der Welt. Genau genommen beherrscht der 2. Weltkrieg gerade die Nachrichten. Deswegen muss Meadows auch eine Reise auf sich nehmen. Er wurde auserkoren, den missmutigen und verhärmten Wallace Ryman aufzusuchen. Dieser ist ein Experte, wenn es um die „Ryman-Zahl“ geht und auch was Wettervorhersagen betrifft. Die beiden Männer können sich nicht leiden und doch bestimmen sie das Weltgeschehen, denn der D-Day rückt näher und das Wetter ist noch nicht vorhergesagt worden… Niemand will, dass „Turbulenzen“ schuld sind, wenn der D-Day nicht gut ausgeht….. Wenn ich ehrlich bin, hätte ich mich von alleine nie an dieses Buch heran gewagt. Aber was sich so trocken anhört, wächst zu einer wirklich schönen Geschichte heran, in der es um Verantwortung, Leben, Liebe und auch um Turbulenzen geht. Meadows ist am Anfang der Geschichte noch recht jung und weiß gar nicht was ihn erwartet. Er lebt für seine meteorologische Forschung. Faszinierend ist, wie die unterschiedlichen Charaktere, Meadows und Ryman, aufeinander treffen. Meadows soll immerhin ein Rätsel aufdecken und entschlüsseln, weil der „Alte“ es nicht verraten will. Die Protagonisten handeln am Anfang etwas kopflos und ohne eine Ahnung, was die Handlungen für „Turbulenzen“ auslösen können. Das macht das Buch ungemein greifbar, da ich mich sehr gut selbst in die Gestalt hinein versetzen konnte. Wer hat nicht schon mal versucht die Verantwortung an jemand anderes abzugeben oder sogar die Verantwortung einfach ignoriert? Aber die Figuren wachsen während der Geschichte über sich hinaus und finden selbst einen Weg durch die Irrwege ihres Lebens. Mit unter ist es recht schwierig den Gesprächen zu folgen, da es sehr detailliert um das Forschungsgebiet Meteorologie geht. Die Gespräche sind oft gefüllt mit Wörtern, die ich nicht ganz verstanden habe und dann hatte ich ein paar Mal keine Lust mehr gehabt weiter zu lesen. Ich brauchte eine Pause, aber danach habe ich gerne weiter gelesen. Ich muss ja auch nicht alles verstehen. In der Geschichte gab es an sich dadurch keine Probleme. Ich bewundere den Autoren für die akribische Recherche! Das ist Wahnsinn, den man ehren muss! Aber wem das alles trocken vorkommt, dem sei gesagt: Es wird spannend, wenn die Truppen ausrücken. Zu Land und zu Wasser, ein spannendes Spektakel! Ein Buch für das man sich Zeit nehmen sollte. In einer schönen Sprache geschrieben, nimmt es uns mit in eine ganz andere Welt und beschert uns Eindrücke, über die ich so noch nie nachgedacht habe. - 8
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![Was ist was - Das Wetter [ Band 7 ] [Gebundene Ausgabe] by George Bonsall Cover des Buches Was ist was - Das Wetter [ Band 7 ] [Gebundene Ausgabe] by George Bonsall (ISBN: B00IVRUHWK)](https://images.lovelybooks.de/img/90x/lb-cover/B00IVRUHWK_1482588295596_xxl.jpg)

