Bücher mit dem Tag "methoden"

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123 Bücher

  1. Cover des Buches Die Flüsse von London (ISBN: 9783423213417)
    Ben Aaronovitch

    Die Flüsse von London

     (1.802)
    Aktuelle Rezension von: Claudi1990

    Nach seiner Ausbildung als Polizist in London wird Peter Grant von einem geheimen Polizeidepartment übernommen und dort zum Zauberlehrling. Gemeinsam mit seinem Meister muss er für Recht und Ordnung in der Magiewelt Londons sorgen: so muss er zwischen den Flussgöttern der Themse vermitteln, ein Vampirnest ausheben und einen Mordserie aufklären, deren Hauptverdächtiger ein Geist ist. 

    Als Kind und Teenager durfte ich den Harry Potter Hype hautnah miterleben und dieses Buch erinnert mich an diese Zeiten zurück. Diese Fantasyreihe ist ein wenig wie Harry Potter für Erwachsene: im faszinierenden London leben viele magische Wesen, die für so manch Verbrechen verantwortlich sind und die Londoner Polizei hat die Hände voll zu tun, diese magische Welt vor der Öffentlichkeit geheim zu halten. Der Schreibstil ist durch die Ich-Perspektive sehr anschaulich und glänzt stellenweise mit britischem Humor. Ich liebe die Beschreibungen aus London, zumal ich schon öfter dort war und dieses Buch Urlaubsgefühle weckt. 

    Das Buch hat mein Interesse an der Reihe geweckt und ich bin gespannt, welche Fälle London noch für Peter Grant bereithält!

  2. Cover des Buches Im Westen nichts Neues (ISBN: 9783462046335)
    E.M. Remarque

    Im Westen nichts Neues

     (1.174)
    Aktuelle Rezension von: julia-elysia

    Ich habe das Buch sowohl in der neunten Klasse als auch in der Universität im vierten Semester gelesen (ich studiere Germanistik/Geschichte). Beide Male wurde mir vor Augen geführt, wie wichtig dieses Buch ist und wie wichtig es auch ist, sich mit diesem auseinanderzusetzen.

    Es handelt sich nicht um eine biografische Erzählung, jedoch um eine Erzählung, die repräsentativ für die Erlebnisse der Soldaten im Ersten Weltkrieg stehen kann. Als Leser erhält man einen Eindruck, wie sich die Soldaten an der Front gefühlt haben, wie sie damit umgegangen sind, dass sie keinen persönlichen Bezug mehr zu den Gegnern hatten, und wie sie damit umgegangen sind, als sie dem Gegner erstmals von Angesicht zu Angesicht gegenüberstehen und realisieren, dass sie genauso Menschen sind wie sie selbst.

    Verluste, Umgang mit Entfremdung (vor allem in der eigenen Heimat und auch in Bezug auf die Gegner) und der Kampf ums Überleben sind zentrale Themen des Romans.

    Der Protagonist Paul steht nicht für ein einziges Individuum, sondern für viele Soldaten im Ersten Weltkrieg, die gemeinsam diese Erfahrungen gemacht, gelitten und ihre Seelen und ihre Leben geopfert haben.

    Selbst, nachdem ich den Roman zum zweiten Mal gelesen habe, kann ich sagen, dass es für mich immer noch ein 5-Sterne-Buch ist.

  3. Cover des Buches Die Welle (ISBN: 9783473544042)
    Morton Rhue

    Die Welle

     (2.266)
    Aktuelle Rezension von: Nixi

    Titel: Die Welle

    Autor: Morton Rhue

    Übersetzer: Hans-Georg Noack

    Verlag: Ravensburger 

    Seitenzahl: 186 Seiten

    Erscheinungsdatum: 1. Februar 1997

    Altersempfehlung: ab 13

     

    Inhalt: 

    Wie funktioniert Faschismus?

    Diese Frage möchte ein Lehrer namens Ben Ross, der an einer Highschool das Fach Geschichte unterrichtet, seinen Schüler*innen beibringen.

    Bei ihnen ist gerade der 2. Weltkrieg Thema und damit natürlich auch wie kann es sein, dass sich Hitler so viele Menschen angeschlossen haben.

    Der Lehrer möchte den Jugendlichen anhand eines Experimentes veranschaulichen wie es damals funktioniert hat, allerdings läuft dieses ziemlich aus dem Ruder.

     

    Meine Meinung:

    Ein wirklich interessantes Buch. Es regt zum nachdenken an, ist spannend und klingt realistisch. Letzteres wahrscheinlich, weil die Geschichte tatsächlich so stattgefunden hat1

    Das ist eine der Sachen, die mich ziemlich beeindruckt hat.

    Ich hab mir auch gerne wichtige Stellen markiert, die Stellen an denen die Welle weiter voranschreitet. Zum Beispiel der eigene Gruß oder das eigene Zeichen.

    In diesem Fall machen die Mitglieder der Welle zum Gruß mit der Hand eine Wellenartige Bewegung und ihr Zeichen ist ein gewellter Strich der von einem Kreis eingerahmt wird.

    Ich gebe ⭐️⭐️⭐️⭐️ und empfehle es allen, die eine kurze Geschichte lesen mögen, die gleichzeitig zum Nachdenken anregt und fasziniert.

  4. Cover des Buches Mädchengrab - Inspector Rebus 18 (ISBN: 9783442480913)
    Ian Rankin

    Mädchengrab - Inspector Rebus 18

     (64)
    Aktuelle Rezension von: AmirasBibliothek

    Das Cover

    Das Cover an sich finde ich nicht besonders schön, für einen Kriminalroman aber auch nicht hässlich. Es erinnert ein bisschen an die Cody-McFadyen- Thriller-Reihe.

    Storybuilding

    Ich bin erst mit diesem Teil in die Reihe eingestiegen, deswegen ist die Welt für mich neu gewesen. Das Setting hat mir sehr gut gefallen. Die schottische Kälte, Finsternis hat sich in der Trostlosigkeit der beschriebenen Route 9 wiedergespiegelt. Als hätte ich es beabsichtigt, habe ich nebenbei auch noch die Serie Outlander geschaut, die teilweise auch in Inverness spielt. Das hat mir das Buch direkt auch schmackhafter gemacht.

    Die Umgebung und Landschaft wurde so beschrieben, dass ich mir alles bildhaft vorstellen konnte.


    Schreibstil

    Am Anfang habe ich mich mit der Geschichte schwer getan. Ich fand es recht schleppend und langweilig. 

    Mit der Zeit ist mir immer mehr die Besonderheit dieses Schreibstil aufgefallen, denn Ian Rankin wendet einen einmaligen Stil an: Es fällt mir schwer, es zu umschreiben, aber er geht auf vielfältige Weise ziemlich ironisch und grob mit seinen Figuren um, legt ihn teilweise auch Worte in den Mund.

    Z.B.: "Rebus hatte nicht mehr zu bieten als ein Schulterzucken."

    Es gab noch bessere Beispiele, aber die finde ich gerade nicht.

    Positiv ist mir auch der hohe Anteil an wörtlicher Rede aufgefallen.

    Perspektive

    Hier haben wir einen auktorialen Erzähler an der Angel, jedenfalls als Ganzes gesehen. In den einzelnen Kapiteln liegt jedoch nur der typische personale Erzähler vor.

    Charaktere

    Ich weiß nicht, wie viele Charaktere ich in diesem Buch mag, aber Rebus gehört wegen seiner schroffen Art nicht dazu. 

    So richtig lernt man hier aber auch niemanden kennen, was typisch für dieses Genre ist, weswegen ich es auch nur sparsam konsumiere.


    Spannungsverlauf

    Am Anfang war da wie schon gesagt tote Hose. Aber es wurde besser :). Wegen der Distanz zu den Charakteren konnte ich aber bis zum Ende nicht richtig mitfiebern.

    Logik

    Bei Kriminalromanen ist die Schwelle zu unlogischen Entwicklungen und Konstruktion schnell überschritten. In diesem Fall wird der Ball relativ flach gehalten. 

    Aber ich zweifle die Plausibilität von Rebus' Ermittlungsmethoden an.

    Das Ende

    Habe ich mit dieser Auflösung gerechnet? Na ja, es war nicht erst am Ende, als man wusste, wohin der Hase läuft. Allerdings war das auch so gewollt. Das Ende lässt auf einen weiteren Fall hoffen, der in einer beigefügten Leseprobe auch schon vorgestellt wird.

    Soundtrack

    Canned Heat

    Rolling Stones

    Manfred Mann 

    die Doors

    John Martin

    Wishbone Ash

    Connection

    Coverversion von Monrose

    Kate Bush

    Morrison ~ Astral weeks 

    And standing in every bastards rain

    Led Zeppelin

  5. Cover des Buches Der Aufräum-Kompass (ISBN: 9783965840959)
    Jelena Weber

    Der Aufräum-Kompass

     (29)
    Aktuelle Rezension von: readingmakesmefeellike

    Wie war's?

    Ich muss sagen ich wusste zu Beginn nicht so ganz, was mich erwartet, da ich die Autorin nicht kannte bzw. mir ihr Instagramkanal unbekannt war. Nichtsdestotrotz kam dieser Ratgeber wie gerufen, stand doch der große Frühjahrsputz samt Ausmistaktion an.

    Zunächst einmal - und das möchte ich ganz besonders betonen, einfach weil es nicht typisch für eine solche Art Buch ist - es lässt sich super lockerflockig lesen. Die 180 Seiten rund ums Aufräumen und Ordnung halten gingen weg wie nichts und ich hatte schon während des Lesens unglaubliche Lust, endlich mit dem Räumen loszulegen.

    Die Autorin unterteilt ihr Buch in verschiedene, aufeinander aufbauende Bereiche, wie z.B. Ausmisten, Aufräumen, Ordnung halten, Sauber machen. Dabei folgt sie nicht einer klaren Methode oder preist ihr Vorgehen als das einzig richtige an, sondern stellt ein paar Methoden vor, die sie ausprobiert hat, gibt Tipps, die sich für sie bewährt haben und betont charmanterweise auch immer wieder, dass sie nicht perfekt ist.

    Ich konnte für mich wirklich einige Dinge mitnehmen, die ich bereits begonnen habe im alltäglichen Leben umzusetzen (z.B. "keine leeren Wege"). Bei der nächsten Räumaktion werde ich mir diesen Ratgeber definitiv erneut zur Hand nehmen, um mich besser zu strukturieren. Eine echte Hilfe! 

     

    Was war besonders?

    Ich habe mir in diesem Buch alle Top 5 Listen markiert, denn hier gibt es nochmal schnell alles Wichtige auf einen Blick, wenn man doch nur mal kurz nachschlagen möchte. Super hilfreich!


    Reading Der Aufräum-Kompass makes me feel like...

    ...leicht zu lesen, tolle Tipps und ohne großen Schnickschnack. Dieser Aufräumratgeber tut genau das, was er soll!


    Mit herzlichem Dank an den Verlag und Netgalley.de für das Rezensionsexemplar

  6. Cover des Buches Undank ist der Väter Lohn (ISBN: 9783442482887)
    Elizabeth George

    Undank ist der Väter Lohn

     (211)
    Aktuelle Rezension von: MartinaSchein

    Zu Beginn des Buches Undank ist der Väter Lohn wird Havers nach den Vorfällen gegenüber ihrer Kollegin Barlow auf dem Schiff ( Denn sie betrügt man nicht) zunächst suspendiert und danach vom Sergant zum Constable degradiert. Ihr oberster Vorgesetzter, Assistant Commissioner Sir David Hillier lässt es sich - seinem miesen Charakter entsprechend - auch nicht nehmen, sie in einem Gespräch so richtig fertig zu machen. In diesem Moment habe ich Barbaras Selbstbeherrschung wirklich bewundert. Mir wäre das nicht gelungen, ich wäre ihm wohl verbal mit dem nackten Arsch mitten ins Gesicht gesprungen.


    Havers vermutet Lynley als Fürsprecher, dass sie ihren Job überhaupt behalten hat, ist hiermit jedoch auf dem Holzweg. Ihr direkter Chef ist mit den gegen sie eingeleiteten Maßnahmen voll und ganz einverstanden und setzt mit dem – sie soll froh sein, überhaupt noch einen Job zu haben und für ihr »Vergehen« nicht verurteilt worden zu sein - noch eins drauf.
    Entgegen ihrer Vermutung ist Superintendent Webberly ihr Fürsprecher gewesen, der alle möglichen Strippen für sie gezogen hat.


    Nachdem Scotland Yard auf Wunsch eines ehemaligen Mitarbeiters der Abteilung SO11 zu einem Doppelmord in Derbyshire hinzugezogen wird, bezieht Lynley Constable Winston Nkata als Mitarbeiter ein und weist Barbara hingegen nur stupide Anfänger-Aufgaben zu.


    Bezüglich SO11 erfährt man im Laufe der weiteren Handlung interessante Dinge zu Lynleys Anfangszeiten im Yard.


    Irgendwie kann ich sowohl Lynley als auch Havers verstehen. Doch von der Denkweise her tendiere ich eher zu  Barbaras Einstellung. ›Weshalb soll man sich an Regeln halten, wenn es anders besser funktioniert?‹
    Lynley reagiert gegenüber Barbara in meinen Augen entschieden zu krass. Auch denke ich, dass man sich immer beide Seiten anhören sollte, um zu einem Urteil zu kommen.


    Havers Verbissenheit, den Fall zu lösen, um sich zumindest etwas zu rehabilitieren, kann ich sehr gut nachvollziehen. Auch Nkatas Kollegialität, sie mehr mit einzubeziehen, als gegenüber Lynley offenbart, finde ich klasse. Auch erfährt man im Zuge der Handlung in diesem Buch etwas mehr über ›Winnie‹.


    Im weiteren Verlauf haben sowohl Lynley als auch sein Kollege in Derbyshire Scheuklappen auf den Augen, der im Endeffekt einem weiteren Menschen das Leben kostet. Barbara hingegen überführt mit ihrer Beharrlichkeit und Winstons Hilfe den wahren Täter.


    Für Lynley spricht, nachdem er auch die wahren Hintergründe der oben angesprochenen Vorkommnisse auf dem Schiff erfahren hat, Barbara Abbitte leistet. Allerdings müsste er mittlerweile doch wissen, dass es kein ausschließliches Schwarz oder Weiß gibt. Ich hoffe, dass er in Zukunft, nachdem er inzwischen ja auch die Ursache seiner Einstellung gegenüber Frauen erkannt hat, speziell in dieser Hinsicht lernfähiger wird und auch seine Emotionen besser in den Griff bekommt.


    Die einzelnen Handlungsebenen hat die Autorin meiner Ansicht nach wieder sehr gut und spannend heraus gearbeitet sowie auch mit dem entsprechenden Lokalkolorit versehen. Die unterschiedlichen Erzählstränge hat Elizabeth George wieder geschickt und teilweise sehr unerwartet miteinander verknüpft.


    Auch dieser Band hat mich von den ersten Seiten bis zum Schluss gefesselt.
  7. Cover des Buches Letale Dosis (ISBN: 9783426511022)
    Andreas Franz

    Letale Dosis

     (243)
    Aktuelle Rezension von: StefanieFreigericht

    Bislang der beste der Reihe – leider mit so einigem, was nicht passt.

    In der (fiktiven) christlichen Religionsgemeinschaft „Kirche des Elohim“ stirbt einer der Amtsträger auf mysteriöse Weise nach seiner Insulindosis. Sie war mit Gift versetzt, einem exotischen noch dazu. Die Ermittlungen gestalten sich als schwierig: von seiner Familie und Gemeinschaft wird der ermordete Rosenzweig geradezu als Heiliger beschrieben, doch in seiner Firma hielt man in eher für einen Schürzenjäger und Tyrannen.
    HK Julia Durant und ihre Kollegen Kullmer und Hellmer dringen ein in eine sehr traditionelle Gemeinschaft, in der so einiges anders ist als es scheint. Der Tote wird nicht das einzige Opfer bleiben – doch wo liegt das Motiv?

    Tja. Wo liegt das Motiv. Letztlich bleibt diese Frage, wenn man über das Buch genau nachdenkt.
    Dieser dritte Band der Reihe ist nach meiner Meinung der erste, der wirklich recht spannend ist und auch die Thematik etwas variiert – nur etwas, die Folgen von Kindes- und Machtmissbrauch bleiben irgendwie kleben, der Autor erspart uns nur die große große Verschwörungs-Geheimorganisation, immerhin.

    Es gibt wieder sehr viel Fülltext, zum Beispiel, wie Julia Durant sich im Bad verhält (Deo, etwas Makeup, sie entleert ihre Blase), was sie frühstückt (Milch, Cornflakes, Zucker darauf, Kaffee, Zigarette), was es mittags gibt (häufig Currywurst, Bier, Zigarette), was abends (Brot, Salami, Gurke, Bier, Zigarette). Das zieht sich leider durch jedes Buch, mehrfach; es ist langweilig, banal. Wieder saufen und rauchen sich alle durch die Seiten – bis auf Hellmer, der ist jetzt mit Nadine verheiratet, die nach einer Fehlgeburt wieder schwanger ist. Seltsamerweise trinkt er bei der abendlichen Grillfeier, zu der er und seine Frau Julia eingeladen haben, ein Bier?! Klappt eigentlich nicht bei trockenen Alkoholikern, entweder oder. Chef Berger säuft heimlich aus der Flasche im Schreibtisch. Alle fahren Auto mit „Sprit extra“. Allerdings hat man das zu der Zeit tatsächlich auch getan, das ging, bis man dafür seinen Führerschein verlieren konnte. Die Raucherei ist ebenso zeitgemäß.

    Julia Durant erweist sich leider häufig als unhöflich oder zickig. Da fragt sie die Ärztin nach ihrer Meinung, lauscht der Antwort, fragt nach - und unterbricht sie dann. Ziemlich häufig steht da „sagte Durant kühl“ oder ähnliches. Dauernd unterbricht sie jemanden. Wohlgemerkt: einen nervigen Kollegen unterbrechen oder einen Wichtigtuer, meinetwegen; aber sie unterbricht auch Zeugen, auf deren Kooperation sie dringend angewiesen ist, für die sie eine angenehme Atmosphäre schaffen müsste. Auf der anderen Seite fragt sie sich häufiger (wie auch einige andere Frauen im Buch sich ähnliche Fragen stellen), was SIE denn getan habe – damit der Mann sich nicht bei ihr glücklich fühlt, um die Essenz der Zweifel wiederzugeben. Willkommen in den Fünfzigern?!

    Das bislang könnte man ja noch als persönliche Verlieben abtun. Dicke kommt es aber bei dem Fall. Wenn er geklärt ist, weiß man, dass eine Protagonistin aus dem Buch anscheinend ganz bewusst als Erwachsene eine sexuelle Beziehung mit ihrem eigenen Vater aufnahm – wobei er immerhin die Entschuldigung hatte, nicht zu wissen, dass sie seine Tochter ist. Sie wusste Bescheid. Sorry, das „kaufe“ ich nicht.
    Dazu passt es vom Ende der Geschichte her nicht, dass die Ärztin zu Beginn auf ihren Verdacht hinwies, noch dazu auf Gift.
    Dann stellt sich die Frage mit der Frau im Pflegeheim – warum war sie in einer Situation, von einem Mitglied der Gemeinschaft unter Druck gesetzt werden zu können, war sie selbst in der Kirche? „Einfach“ nur sehr halbwegs jung (17) schwanger, das ist nun zu der Zeit längst nicht mehr so ungewöhnlich.
    Und als letztes: kann mir jemand erklären, warum es nicht nur das zeitlich erste und letzte Mordopfer gab? Die anderen sind ja anscheinend mitnichten direkt für das Täter-Leid verantwortlich, selbst indirekt maximal sehr sehr sehr indirekt – eher im Sinne von „sie waren auch Schweine“ oder „sie haben ihrem Mitbruder bei der Vertuschung geholfen“. Das taten aber auch die Familien, die Mütter, die gesamte Gemeinschaft, die nichts kontrollierte, nicht einmal die Geldflüsse. Ach, und als allerletztes: Welche Bedeutung hatte der Bär aus dem Abschiedsbrief?

    Darüber hinaus ist hier etliches unprofessionell: Julia diskutiert ihren Fall mit ihrem Liebhaber, mit ihrem Vater, mit der Frau ihres Kollegen; darüber gibt sie weitere Informationen an diverse Mitglieder der Gemeinde. Ihr Chef Berger weiß, dass sie durch ihren Liebhaber persönlich involviert ist und er weiß zumindest, dass sie den Fall mit ihrem Vater diskutiert – das erzählt sie ihm nämlich. In der normalen Welt hätte man sie vom Fall abgezogen und sie hätte mindestens eine Abmahnung kassiert.

    3 Sterne. Guter Ansatz, da hätte besser lektoriert worden sein müssen.

    #1 Jung, blond, tot 1996: https://www.lovelybooks.de/autor/Andreas-Franz/Jung-blond-tot-120834581-w/rezension/2681077832/

    #2: https://www.lovelybooks.de/autor/Andreas-Franz/Das-achte-Opfer-120833824-w/rezension/2681389249/ 

    #3:  dieses hier

    #4 https://www.lovelybooks.de/autor/Andreas-Franz/Der-Jäger-120833829-w/rezension/2682539933/

    #5 https://www.lovelybooks.de/autor/Andreas-Franz/Das-Syndikat-der-Spinne-120833825-w/rezension/2684935245/ 

    #6 https://www.lovelybooks.de/autor/Andreas-Franz/Kaltes-Blut-144037780-w/rezension/2687987773/

    #7 https://www.lovelybooks.de/autor/Andreas-Franz/Das-Verlies-120833827-w/rezension/2693637878/ 

    #8 Teuflische Versprechen



  8. Cover des Buches Das Leben ist einfach, wenn du verstehst, warum es so schwierig ist (ISBN: 9783466347650)
    Holger Kuntze

    Das Leben ist einfach, wenn du verstehst, warum es so schwierig ist

     (17)
    Aktuelle Rezension von: my-book-addict-world

    Wen macht dieser Titel nicht neugierig auf den Inhalt? "Das Leben ist einfach, wenn du verstehst, warum es so schwierig ist" von Holger Kuntze, begegnet mir in einer Zeit voller persönlicher Krisen, deshalb wollte ich das Buch unbedingt lesen.

    Natürlich sind all diese Ratgeber nur kleine Helfer und nicht anstelle von Therapien nutzbar, aber hervorragend geeignet um mehr selbstreflektiert mit seinen Krisen umzugehen.

    Inhaltlich fand ich schon das Verzeichnis sehr gut gemacht, trotz dass es ein Buch für Krisen ist, ist hier schon eine entspannende Lockerheit drin. Diese Lockerheit fängt direkt mit dem Verzeichnis an wie z.B. "Hör mal, wer da hämmert oder Wie viele Gehirne sind da eigentlich in meinem Kopf?"

    Eine wichtige ernste Thematik aber trotzdem nicht verkrampft, und das finde ich so wichtig, den die Qualen die in einem Kopf schweben sind verkrampft genug.

    Jedes Kapitel ist leicht zu verstehen. Es gibt Übungen und hilfreiche Kapitel wovon man sich Notizen machen kann um sich diese kleinen Helferlein zu merken.

    Ich kannte zwar eines der Uremotionen der Angst, aber mir wurde durch das Buch wieder klar, wie sehr diese Angst die wir seit der Geburt haben, wieder die Überhand nehmen kann und uns lähmt obwohl wir gar keine hilflosen Säuglinge mehr sind.

    Natürlich verschwindet mit dem Buch keine Krise, aber man lernt wieder reflektiert zu sein und kann teilweise wieder atmen.

    Es ist keine Lektüre zum nur Lesen und Wegstellen, sondern sollte immer wieder mal herangezogen werden und bis man die Übungen verinnerlicht hat, dauert es auch einige Zeit.

  9. Cover des Buches Original Meisterfälscher - Ego, Geld & Größenwahn (ISBN: 9783850339216)
    Noah Charney

    Original Meisterfälscher - Ego, Geld & Größenwahn

     (18)
    Aktuelle Rezension von: DoreenGehrke
    Noah Charney ist ein Experte für Kunstkriminalität und vermittelt mit seinem Buch „Original Meisterfälscher – Ego, Geld & Größenwahn“ dem kunstinteressierten Leser aufschlussreiche Informationen zur Geschichte der Kunstfälschung. Beispielhaft beschreibt er die Beweggründe von Kunstfälschern aus dem Mittelalter bis in die Gegenwart, Kunst zu fälschen. Deren kriminelle Lebensläufe und wie sie letztendlich entlarvt wurden, wird detailliert geschildert. Zudem gibt der Autor Auskunft über Methoden, Fälschungen forensisch zu entdecken bzw. Originale zu schützen und für die Nachwelt zu erhalten. Dieses Sachbuch ist in Kapiteln unterteilt, die sich auf die verschiedenen Beweggründe von Künstlern beziehen, Kunst zu fälschen. Nicht immer war Geldgier der Grund zum Fälschen. Zumeist begannen Künstler Werke zu kopieren oder nachzuahmen, weil sie mit ihrer eigenen Kunst keinen Erfolg hatten und sich von Mitspielern aus der Kunstwelt gedemütigt fühlten – wie es heute sicher noch sein wird. Welch ein Gefühl der Genugtuung muss es da sein, dann zu sehen, wie leicht es ist, die Kunstwelt an der Nase herumzuführen? Denn die Vergangenheit hat gezeigt, wie einfach es zum Teil war, die Welt zu täuschen, da sie getäuscht werden wollte. Ebenso, wie es Noah Charney in seinen Kapiteln „Zu Beginn“ und „Fazit“ sagt: „Die Welt möchte getäuscht werden … also sei sie getäuscht.“ Hinzu kommt, dass Kunstfälscher, sollten sie denn entlarvt werden, wenig zu befürchten hatten und noch haben. Geringe Gefängnisstrafen und danach möglicherweise sogar der große Profit. Wolfgang Beltracchi zum Beispiel, über dessen kriminelle Karriere 2014 ein Film in die Kinos kam. Ruhm und Bewunderung wird Fälschern zuteil und man vergisst, dass es Kriminelle sind, die nach ihrer Entlarvung eigentlich nicht mehr von ihren kriminellen Hinterlassenschaften profitieren sollten. Dem stimme ich Noah Charney zu und meine, wie er, dass es Gesetze braucht, die genau das verhindern.
  10. Cover des Buches Sei doch kein Jainhorn (ISBN: 9783752976939)
    Carola Käpernick

    Sei doch kein Jainhorn

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Kleeblatt2804

    Carola Käpernick lädt mit dem sehr getroffenen Cover ein, das Buch zu lesen. Wie treffe ich Entscheidungen? Die einzelnen Methoden werden beschrieben. Die Illustrationen sind treffend und lockern auf. Jeder trifft seine Entscheidungen anders. Es gibt keine Allheilmethode. Welche die richtige Technik zu dir  passt, musst du selbst erkennen. Wichtig ist, sich überhaupt zu entscheiden.

  11. Cover des Buches Der Weg zur finanziellen Freiheit (ISBN: 9783423438254)
    Bodo Schäfer

    Der Weg zur finanziellen Freiheit

     (31)
    Aktuelle Rezension von: SandyMercier
    Bodo Schäfer ist für mich einfach der Meister des Geldes. Ich habe so viel von ihm durch seine Bücher und Videos gelernt und nun auch dieses Buch beendet. Es sind so viele Weisheiten und Techniken drin, mit denen ich mich jetzt sicherer fühle. Außerdem ist es gut, das Thema Geld nicht immer nur wegzuschieben, sondern sich genau klar zu machen, was man benötigt und wo man steht. Ich liebe dieses Buch und freu mich schon auf das nächste. DANKE
  12. Cover des Buches Stroh im Kopf? (ISBN: 9783868824452)
    Vera F. Birkenbihl

    Stroh im Kopf?

     (31)
    Aktuelle Rezension von: Ralf_Carsten_Jann

    Für alle Trainer und Lehrer ein großes Buch um den Schritt in die richtige Richtung zu machen.

  13. Cover des Buches Das Päckchen (ISBN: 9783442719785)
    Franz Hohler

    Das Päckchen

     (32)
    Aktuelle Rezension von: Forti

    Eine Geschichte aus der Schweiz über einen bergsteigenden Bibliothekar im 21. Jahrhundert einerseits und einem schreibenden Mönch im frühen Mittelalter andererseits. Beide sind verbunden durch eine Handschrift, die die Jahrhunderte überlebt hat.

    Die Verknüpfung der zwei Geschichten ist ganz interessant – andererseits ist die Handlung aber auch relativ unspektakulär.
    Irgendwie habe ich erwartet, dass das Buch noch eine Botschaft hätte. Entweder hatte es die einfach nicht oder sie ist nicht bei mir angekommen. Naja, muss ja auch nicht.

  14. Cover des Buches Feuchtgebiete (ISBN: 9783832164225)
    Charlotte Roche

    Feuchtgebiete

     (2.307)
    Aktuelle Rezension von: Jans_Buchblog

    Ich weiß, das Buch "Feuchtgebiete" von Charlotte Roche ist umstritten, aber ich war neugierig und habe es gelesen. Und ja, ich fand es teilweise auch eklig, aber  ich habe auch viel gelacht und fand es witzig.
    Die Autorin schreibt unverblümt, was sie denkt. Leichter Stoff, ich fand es unterhaltsam, aber ist definitiv Geschmackssache.
    Ich kann nachvollziehen, wenn es viele abscheulich finden.

  15. Cover des Buches Methoden der empirischen Sozialforschung (ISBN: 9783503106905)
    Peter Atteslander

    Methoden der empirischen Sozialforschung

     (5)
    Aktuelle Rezension von: variety
    Da dieses Buch schon in der 12. Auflage erschienen ist (2008), kann man sicher von einem Standardwerk sprechen (der Autor behauptet im Vorwort, dass für sein Werk "offensichtlich nachhaltiger Bedarf" bestehe). Das kann ich weder bestätigen noch widerlegen. Für mich als Einsteiger ins Thema fehlen mehr konkrete Beispiele (auch wenn der Exkurs zur Storchen-Theorie ganz amüsant ist). Auch ist das Layout nicht bestens geeignet, um aus diesem Buch für eine Prüfung zu lernen. Gut finde ich hingegen die Fragen, die er am Schluss von jedem Kapitel stellt ("Anregung zur Selbstkontrolle" nennt er diese). Hilfreich wären da aber Lösungen (z. B. im Internet).
  16. Cover des Buches Tabu (ISBN: 9783499256646)
    Casey Hill

    Tabu

     (67)
    Aktuelle Rezension von: _Dark_Rose_
    Eine Serie grauenhafter Morde erschüttert Dublin. Ein Serienmörder zwingt seine Opfer gesellschaftliche Tabus zu brechen bevor er sie tötet. Anfangs deutet nichts auf einen Serientäter hin, im Gegenteil, die ersten Morde wirken wie Selbstmorde. Erst die vor kurzem nach Irland gezogene CSI-Ermittlerin Reilly Steel erkennt die Zusammenhänge und versteht die kryptischen Botschaften des Killers. Die Polizei hält ihre Theorien für abwegig, bis es immer neue Opfer gibt und so versucht Reilly zusammen mit dem Ermittelnden Polizisten Chris Delany den Mörder zu fassen, bevor er ganz Dublin in Angst und Schrecken versetzt und die Stadt in Blut taucht. Doch bald erkennt Reilly, dass der Serienmörder das Geheimnis ihrer Vergangenheit zu kennen scheint und sie persönlich herausfordert. Ein tödliches Katz und Maus Spiel beginnt. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Die Handlung ist interessant gestaltet und die Hinweise auf Täter, Zusammenhang und Opfer endlich mal nicht allzu offensichtlich sondern wirklich nicht ganz einfach zu erkennen. Allerdings lässt das Buch zum Ende hin ein wenig nach, sodass man bereits vor der großen Enthüllung sicher zu wissen scheint, wer der Serienmörder ist. Das Ende ist für meinen Geschmack ein wenig zu plötzlich gekommen, nachdem im Mittelteil teilweise sehr gestreckt wurde. Ein paar Seiten mehr fürs Ende wären besser gewesen und dafür ein paar Seiten im Mittelteil weniger, der zum Teil etwas langatmig war. Trotzdem, ich kann das Buch nur empfehlen, es ist mal etwas anderes.
  17. Cover des Buches Kunstgeschichte (ISBN: 9783496013877)
    Hans Belting

    Kunstgeschichte

     (3)
    Noch keine Rezension vorhanden
  18. Cover des Buches Mein Freund Maigret (ISBN: 9783311130314)
    Georges Simenon

    Mein Freund Maigret

     (13)
    Noch keine Rezension vorhanden
  19. Cover des Buches Brennen muss die Hexe (ISBN: 9783426508558)
    Sven Koch

    Brennen muss die Hexe

     (59)
    Aktuelle Rezension von: Andie

    Spannend von der ersten Seite an. Gleich von Beginn an ist man mitten im Geschehen, am Schauplatz des ersten Verbrechens. Sven Koch versteht es, den Leser sofort zu fesseln. Am Liebsten wollte ich das Buch gar nicht mehr zur Seite legen. Auf detaillierte Art und Weise beschreibt er, was mit den Opfern passiert. Ich konnte regelrecht den Schmerz nachvollziehen, den er den Frauen zufügte.

    Das Buch war bis zum Schluss spannend, man konnte nicht sagen, wer der Täter ist. Immer wieder kommen neue potenzielle Täter zum Vorschein, nur wer wirklich dahinter steckt, darauf kommt man nicht. Warum tötet der Mörder die Frauen, warum verbrennt er sie wie Hexen? Und was hat das ganze mit dem Fluch des ehemaligen Scharfrichters von Lemfeld zu tun? Diese Fragen gehen einem die ganze Zeit durch dem Kopf.

    Der Autor versteht es sehr gut, die Spannung bis zum Schluss zu halten. Selbst das Finale endet mit einem großen Knall und es ist nicht sicher, wer siegt – das Gute oder das Böse. Genau so stelle ich mir einen guten Krimi vor. Ich werde mit Sicherheit noch weitere Bücher von Sven Koch lesen.

  20. Cover des Buches Train your brain (ISBN: 9783453600645)
    Rüdiger Gamm

    Train your brain

     (8)
    Noch keine Rezension vorhanden
  21. Cover des Buches Kunstgeschichte, aber wie? (ISBN: 9783496009719)
    Clemens Fruh

    Kunstgeschichte, aber wie?

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  22. Cover des Buches Aufstieg und Fall der Dinosaurier (ISBN: 9783492316255)
    Steve Brusatte

    Aufstieg und Fall der Dinosaurier

     (15)
    Aktuelle Rezension von: raveneye

    Dinosaurier faszinieren immer wieder aufs Neue. Egal ob Kind oder Erwachsener, diesen riesigen Kreaturen, die eins über die Erde wandelten kann man sich nur schwer entziehen.


    Und mit „Aufstieg und Fall der Dinosaurier“ hat der Paläontologe Steve Brusatte ein sowohl informatives wie auch unterhaltsames Werk geschaffen, das den Leser auf eine Reise mitnimmt, die vor 252 Millionen Jahren begann.


    Brusatte erzählt davon, woher die Dinosauriern überhaupt kamen und wie es ihnen gelang sich an die Spitze der Nahrungskette zu setzen.Von Ihrer Evolution, ihrer Ausbreitung, ihrer Größe. Dabei lässt er seinen Blick aber auch über die Lebewesen schweifen, die vor und neben den Dinosauriern ihren Platz in der Welt suchten.

    Er erzählt von Ausgrabungen, von Fossilien und riesigen Fußabdrücken. Von den Anfängen der Paläontologie, den ersten Funden riesiger Knochen. Von seinen eigenen Erfahrungen, Erkenntnissen und vielem mehr.

    Durch seine ansprechende Art zu erzählen und Fakten verständlich zu vermitteln, nimmt er die Leser mit auf eine Reise zu diesen gigantischen Lebewesen. Brontosaurus, Allosaurus und natürlich auch T. Rex begegnet man zwischen diesen Seiten, um nur einige wenige zu nennen. Durch Illustrationen und Fotos wird das gesagte noch zusätzlich untermauert.


    Ein sehr ansprechendes Buch zu einen faszinieren Thema der Erdgeschichte. Eine Leseempfehlung an alle Dinosaurierfans.

  23. Cover des Buches Ein Roman in einem Jahr (ISBN: 9783866710719)
    Louise Doughty

    Ein Roman in einem Jahr

     (13)
    Aktuelle Rezension von: RenaM

    Entstanden ist dieses Buch aus einer wöchentlichen Kolumne, die Louise Doughty im Daily Telegraph veröffentlichte. Hier führte sie Schritt für Schritt durch das Entstehen eines Romans.

    Dabei beschränkt sie sich nicht auf die üblichen technischen Anleitungen hinsichtlich Plot, Dialogen oder Figuren. Ihr geht es vielmehr darum, Menschen, die gerne schreiben möchten, die einen ganzen Roman verfassen möchten, auf den Weg zu bringen. Sie lässt dabei beispielsweise auch die „Schrecknisse“ nicht unerwähnt. So zitiert sie den australischen Autor Elliot Perlmann, der auf die Frage, welchen Rat er jemanden geben würde, der einen Roman schreiben wolle, erwidert: „Überleg dir, was du zu opfern bereit bist.“ (S. 10).

    Louise Dougthy vermeidet es in ihrem Buch sehr geschickt, als allwissende, gestrenge Lehrmeisterin aufzutreten. Sie nimmt die angehenden Autoren an die Hand, beginnt mit leichten Übungen, die aus der eigenen Biografie Ideen generieren. So folgt nach jedem zweiten Kapitel eine solche Übung, die mal daraus besteht, einen Satzanfang aufzugreifen, den Satz zu vollenden und daraus vielleicht eine Romanidee zu entwickeln. Andere Übungen regen dazu an, Recherchen zu betreiben, ermutigen dazu, auch über Unbekanntes zu schreiben, sich nicht einzuschränken.

    Natürlich folgen dann auch Anregungen zur Figurengestaltung oder zu Beschreibungen von Settings. Manche Kapitel drehen sich auch um die Autor:innen, wie sie mit ihren Texten umgehen, kürzen, überarbeiten, wie sie Selbstvertrauen gewinnen und vieles mehr. Ich möchte das Buch gar nicht unbedingt als Ratgeber bezeichnen. Es ist kein Lehrbuch mit strikten Anleitungen. Es verführt vielmehr zum spontanen Schreiben, zum Ignorieren des inneren Kritikers und der Selbstzweifel. Es zeigt, wie und wo man Ideen findet und wie man damit umgeht, so dass aus ihnen schließlich vielleicht sogar ein ganzer Roman entsteht.

    Geschrieben ist das Buch in einem leichten, gut lesbaren, frischen Stil. Ein wenig wirkt es, als spräche die Autorin mit der Leserin, so lebhaft ist die Sprache von Louise Doughty.

    An manchen Stellen waren mir die Anleitungen und Ratschläge ein klein wenig zu oberflächlich. Doch die vom sonst Üblichen angenehm abweichenden Übungen sind in jedem Fall lohnenswert. Daher bin ich bin auch überzeugt, dass dieses Buch besonders für Schreibanfänger sehr geeignet ist. Denn es macht Mut, es regt dazu an, es doch zumindest zu versuchen, das Schreiben.

    Louise Doughty – Ein Roman in einem Jahr: Eine Anleitung in 52 Kapiteln
    Autorenhaus Verlag, 2015
     Taschenbuch, 277 Seiten, 9,80 €

  24. Cover des Buches Innereien - Die Kunst des Kochens (ISBN: B002QJSRJE)

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