Bücher mit dem Tag "mexiko"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "mexiko" gekennzeichnet haben.

575 Bücher

  1. Cover des Buches Plötzlich Banshee (ISBN: 9783492703932)
    Nina MacKay

    Plötzlich Banshee

     (498)
    Aktuelle Rezension von: Mia_J_Risleg

    Was hat mich zum Kauf dieses Buches bewegt?

    Ganz klar: das Cover ist mir ins Auge gestochen. Zudem hat mich der Titel ›Plötzlich Banshee‹ neugierig gemacht und der Klappentext hat mich zu guter Letzt vollständig animiert, mehr über die Geschichte zu erfahren.

    ›Plötzlich Banshee‹ ist eindeutig eine Geschichte für Jugendliche (Altersempfehlung 14 Jahre). Wer eine düstere und nervenkitzelnde Story erwartet, ist mit diesem Buch womöglich nicht ganz so gut bedient.

    Die Handlung ist unterhaltsam und gut verständlich. Die Autorin erzählt in einem angenehmen leichten Schreibstill mit viel Humor, Sarkasmus und Charme.

    Lediglich bei den Figuren bin ich mir unschlüssig, was ich von ihnen halten soll. Einerseits wirken sie auf mich wie überdrehte Teenager, deren Verhalten irgendwie nicht ganz zu ihrem Alter passen will – und andererseits habe ich mich teilweise weggeschmissen vor Lachen, besonders über die starrköpfige Hauptperson und ihre Tollpatschigkeit, welche nervig und witzig zugleich ist.

    Fazit

    Ein amüsantes und unterhaltsames Buch, das sich sehr flüssig lesen lässt und perfekt ist für ein gemütliches Wochenende auf dem Sofa.

    Geeignet für Jugendliche oder Personen, die zwischendurch gerne auch mal eine „leichtere“ und humorvolle Story lesen möchten.

     

     

     

  2. Cover des Buches The Light in Us (ISBN: 9783736310445)
    Emma Scott

    The Light in Us

     (447)
    Aktuelle Rezension von: Sophie_book_lover

    "The light in us" hat mich absolut verzaubert! Ich habe das Buch innerhalb von 2 Tagen gelesen, und kann mich beim besten Willen nicht an eine einzige langweilige Stelle erinnern! 

    Die Charaktere und die Geschichte haben sich unglaublich realistisch und zum Greifen nah angefühlt und Noah Lake ist einer der faszinierendsten Charaktere, über die ich seit langem gelesen habe! 


    Mir hat die Romanze wirklich sehr gut gefallen, denn sie war sehr langsam und behutsam aufgebaut und auf keinen Fall oberflächlich! Ich glaube, ich werde genau wie Noah nie ganz darüber hinweg kommen, dass er Charlotte nie sehen wird. Ich muss nur an die Geschichte denken und mir kommen die Tränen! 

    Das Buch hat mich auf eine emotionale Achterbahnfahrt eingeladen und ich bin ohne zu überlegen in den Wagen gehüpft, und ohne Pause durch die Geschichte gefahren. :) 


    Alleine die romantischen Szenen waren mir persönlich etwas zu genau beschrieben, aber so etwas ist Geschmacksache!

    Es hat die 5 Sterne mehr als verdient!

    Lg, Sophie! Instagram: @book_lover080808

  3. Cover des Buches Infernale - Rhapsodie in Schwarz (ISBN: 9783785583692)
    Sophie Jordan

    Infernale - Rhapsodie in Schwarz

     (255)
    Aktuelle Rezension von: Cedria

    Ich weiß gar nicht was alle hier haben ich finde der 2. Band ist mindestens genau so gut wie der erste.

  4. Cover des Buches Now and Forever - Weil ich dich liebe (ISBN: 9783734106385)
    Geneva Lee

    Now and Forever - Weil ich dich liebe

     (175)
    Aktuelle Rezension von: magic_and_crazy_reader16

    Now and Forever war ein echt gutes Buch für zwischen durch. 

    Der Schreibstil war, wie bei vielen Büchern in diesem Genre sehr leicht und flüssig zu lesen.  Leider kam ich im ganzen Buch überhaupt nicht mit der Protagonistin Jillian klar. Sie war mir einfach zu launisch und dachte wirklich rund um die Uhr an Sex, was ich für eine 18-20 Jährige junge Frau etwas zu übertrieben und unpassend fand.

     Trotzdem wollte auch ich wissen, was ihr größtes Geheimnis ist. Die Autorin hat sich sehr gut mit dem Thema, welches in diesem Buch eine große Rolle spielt, beschäftigt und Jillian tat mir wirklich leid. Liam, der männliche Protagonist, war so toll und ich mochte ihn sehr gerne und fand auch, dass er gut beschrieben wurde und seine Charakterzüge eindeutig waren. Roman, der Lehrer der beiden hat mich sehr zum Lachen gebracht, weil er so untypisch für eine Lehrer war. Ich bin schon gespannt, wie es so mit ihm im 2. Band weitergeht. Warum das Buch trotzdem von mir 3 Sterne bekommen hat, ist deswegen, weil in diesem Buch von der Handlung her fast nichts passiert, Sie unternehmen kaum was und die Beziehung wurde meiner Meinung nach viel zu schnell begonnen. 

    Es war eine echt süße Geschichte, bei der ich auch die Atmosphäre sehr genossen habe, doch leider fehlte mir viel Tiefgang und tolle Unternehmungen der beiden.

  5. Cover des Buches Frida Kahlo und die Farben des Lebens (ISBN: 9783746635910)
    Caroline Bernard

    Frida Kahlo und die Farben des Lebens

     (120)
    Aktuelle Rezension von: jordisanna

    „Frida Kahlo und die Farben des Lebens“ - ein weiterer Roman aus der Reihe „Mutige Frauen zwischen Kunst und Liebe“.

    Ein Roman über eine starke Künstlerin, die aus dem Schatten des bekannten spanischen Malers Diego Rivera heraustritt und ihren eigen künstlerischen Stil findet und vertieft.

    Eine Persönlichkeit, die durch viel Leid, Schicksalsschläge und Verrat durch ihre große Liebe hinauswächst. Die Liebe zu ihrem Mann und die gleichzeitigen Enttäuschungen hindern sie nicht, ihn bis zu ihrem Lebensende zu lieben. Beide können nicht ohne einander, trotz der vielen Verletzungen ziehen sich magisch an. Das Leben von Frida Kahlo, die sich nicht selbst ohne Grund als „Revolution“ bezeichnete, wird hier skizzenhaft aufgezeichnet. Auch wenn es schon viele Bücher und Filme über die Künstlerin gibt, ist Tania Schlie, die hier unter dem Pseudonym Caronline Bernhard schreibt, mit diesem Buch eine glaubhafte und beeindruckende Romanbiografie gelungen. Dazu trägt nicht allein ihr wunderbarer Schreibstil bei.

    Dieses Buch inspiriert, die Bilder mit anderen Augen zu sehen. Gleichzeitig ist es ein Roman, der über das eigene Leben nachdenken lässt.

  6. Cover des Buches Die Schwester (ISBN: 9783442477272)
    Joy Fielding

    Die Schwester

     (236)
    Aktuelle Rezension von: Mareike_Wehf

    ♡ B U C H E M P F E H L U N G ♡

    Diese Geschichte ist so spannend und angenehm zu lesen und doch teilweise sehr Emotional. Ich hab mich die ganze Zeit gefragt wie diese arme Frau es aushält.. Ihr Baby wurde ihr genommen und ihr wird unterstellt sie hätte ihrem eigenen Kind etwas angetan. Die Geschichte erinnert sehr an den Fall Madeleine McCann.

    Ich kann das Buch jedem Empfehlen, der auch auf True Crime Fälle steht 🙈 Mit dem Ende habe ich nicht gerechnet


  7. Cover des Buches Das Licht (ISBN: 9783446261648)
    T. C. Boyle

    Das Licht

     (90)
    Aktuelle Rezension von: bookaddictxs

    Ich fand psychedelische Drogen schon immer interessant. Nicht falsch verstehen ;D

    Ich verfolge auch die Entwicklung im Therapiebereich und bin echt gespannt in wieweit diese Substanzen vielleicht in Zukunft angewendet werden um Depressionen, Traumata und andere Krankheiten zu therapieren, vielleicht sogar ganz zu heilen. 


    Das Buch von Boyle fand ich super. Es handelt von Timothy Leary, der in den 60er Jahren mit einer Gruppe von Leuten aus seinem Umfeld LSD-Experimente in einem Anwesen vollzieht. Normalerweise sollten diese Experimente wissenschaftlich dokumentiert werden, da die LSD Ampullen auch staatlich finanziert wurden. Eigentlich! …   Beim Lesen hat es sich so angefühlt, als wäre man mittendrin. Mitten drin zwischen vielen bunt zusammengemischten Personen, die ihre Lebenszeit anders verbringen als die Norm. 


    Ich fand es super spannend wie weitreichend und genau Boyle die Erfahrungen der Figuren im Buch beschreibt. 

     

    Wer Lust auf ein Abenteuer der ganz anderen Art hat, macht bei diesem Buch nichts falsch.

  8. Cover des Buches Das Papiermädchen (ISBN: 9783492308564)
    Guillaume Musso

    Das Papiermädchen

     (99)
    Aktuelle Rezension von: FREiFLUG

    Ich bin ein großer Fan der Bücher von Guillaume Musso, aber dieses hier hat mich leider nicht so gepackt. Die Story an sich ist sehr spannend, das Mädchen, das aus dem Buch fällt. Wie macht sie sich in der realen Welt? In welcher Beziehung steht sie zu dem Autor? Wie denkt das Mädchen über die Ideen ihres Schöpfers? Alles spannende Fragen, die in der Geschichte geklärt werden.

    Leider hat sich das Buch für mich gezogen wie Kaugummi, während ich andere Bücher des Autors normalerweise in kürzester Zeit verschlinge. 

  9. Cover des Buches Tears of Tess - Buch 1 (ISBN: 9783865526168)
    Pepper Winters

    Tears of Tess - Buch 1

     (147)
    Aktuelle Rezension von: binesbuecherwelt

    Ich bin ein bisschen Zwiegespalten was die Geschichte von Tess angeht. Ob man ein so schwieriges und leider auch reeles Thema so verpacken sollte? Tess wird zu Beginn als wahnsinnig taffe junge Frau hingestellt, die sich nichts gefallen lässt, die ein schwieriges Leben hatte, was inzwischen aber gut läuft und bis auf die sexuellen Fantasien, die sie mit ihrem Freund nicht ausleben kann, geht es ihr gut. Im Verlauf der Geschichte stehen dann genau diese Fantasien über allem. Vor allem zu Beginn des Buches kam es mir so vor, als würde das Thema Menschenhandel hier doch sehr verharmlost. Bis auf diese Tatsache gefiel mir ihre Geschichte eigentlich ganz gut und auch den Schreibstil fand ich sehr gut. Letztendlich ist es so das typische Klischee: Bad Boy und junges Ding treffen aufeinander, was dann irgendwie in einer Geschichte verpackt wird. Im großen und ganzen ok, aber wie gesagt, ein bisschen Zwiegespalten bin ich trotzdem. Die zweite Hälfte des Buches und auch die Auflösung fand ich dann wiederum sehr gut, deswegen werde ich die Geschichte von Tess auf jeden Fall weiterverfolgen.


  10. Cover des Buches Die Stimme des Zorns (ISBN: 9783404179091)
    Ethan Cross

    Die Stimme des Zorns

     (130)
    Aktuelle Rezension von: Fay83

    Wie immer ein tolles Buch. Super geschrieben, super Geschichte, ich finds einfach toll. 

  11. Cover des Buches Du oder der Rest der Welt (ISBN: 9783570307717)
    Simone Elkeles

    Du oder der Rest der Welt

     (805)
    Aktuelle Rezension von: bandmaedchen

    Cover, Schreibstil:
     Also das Cover finde ich so naja, es ist eher alt und die Schrift ist nicht wirklich toll, aber es hat irgendwie seinen eigenen Charme. Der Schreibstil gefiel mir sehr gut, wie auch in Band 1.



    Charaktere:
    Same, but different. Ich wurde leider nicht warm mit den Charakteren. Kiara ist ganz süss, ich habe mich ihr nie wirklich verbunden gefühlt. Der grosse Pluspunkt, den sie jedoch bekommt, ist für ihr Stottern, und wie sie damit umgeht und ihre Probleme beschreibt. Carlos ist einfach ein kleiner Bad boy, der gern böse sein will und alles daran setzt, es auch zu bleiben. Klar, er ist emotional traumatisiert, das verstehe ich, ich frage mich einfach, wie das ein gutes Persönlichkeitsmerkmal darstellen sollte? Er glaubt ernsthaft, er sei selbstlos, wenn er Kiara ständig Abfuhren verteilt, weil er sie «vor ihm rettet», aber er kann sie auch nicht in Ruhe lassen, was soll das? Hallo ungesunde Beziehung und Therapie. Dagegen finde ich Kiaras Verhalten weniger schlimm, sie reflektiert nämlich darüber, dass sie es ist, die zulässt, dass er mit ihr spielt (was nicht seine Handlungen gutheissen soll, sondern zeigt, dass sie auch aktiv entscheiden kann, ob sie das will oder nicht). Sie ist verliebt und das kann ich nachvollziehen, denn er lässt immer mal wieder seine «weiche» Seite durchscheinen, die ihr gut gefällt.
     Die Charaktere sind natürlich nicht durch und durch schlecht, ich konnte mich einfach mit keinem wirklich anfreunden.

    Story:
     Carlos muss zu seinem Bruder Alex ziehen, um dort seine Highschool (glaube ich?) zu beenden. Er wird mit Drogen erwischt und wird deshalb von Prof. Westford (Kiaras Dad) in seine Familie aufgenommen und muss in einem Projekt, das sich um seine Probleme kümmern soll, mitmachen. Nur schon das, finde ich irgendwie absurd und realitätsfern, aber davon abgesehen, hat die Story doch ein paar gewollte Wendungen und Tatsachen zu viel für mich. Dazu mischt sich dann eine Romanze, die irgendwie nicht sein soll, weil Carlos ja einen auf Bad boy machen will und irgendwie ist es auch komisch, dass die beiden in einem Haushalt leben (das an sich ist nicht komisch, aber es wird unangenehm gemacht, durch Gespräche mit Kiaras Eltern etc). Aber mein Highlight ist definitiv die Homophobie und der Sexismus, beides wird dabei nicht aufgelöst, sondern irgendwie stehen gelassen. Tuck (Kiaras bester Freund) ist schwul und Carlos kommt damit gar nicht klar. Statt dies zu diskutieren und zu zeigen, dass es falsch ist, kommt eine Szene vor, in der Carlos von einem anderen angestachelt wird, weil der ihn irgendwas mit «Schwuchtel» genannt hat (wirklich toll, was für eine Meisterleistung an Aufklärung und vorbildlichem Verhalten). Eine weitere Szene, die mich wirklich aufgeregt hat, war diejenige, in der ein älterer Mann im Altersheim, in dem Kiara aushilft, ihr auf den Arsch klatscht. Was macht sie dagegen/was sagen andere dagegen? Sie tut es neckisch mit «Sie wissen schon, dass das als sexuelle Belästigung gilt?» ab (ich zitiere, denn sie sagt es wirklich neckisch? Nicht empört? Nichts?). Der alte Mann meint dann auch (frei zitiert), dass man(n) früher einen Drink bezahlt hat und dann durfte man auch betatschten und er sei ein alter, geiler Mann (I kid you not). Die älteren Frauen meinen dann nur, sie soll nicht auf ihn hören, sondern sich einen netten Mann suchen. Kein Wort und kein Hinweis der Autorin darauf, dass das wirklich sexuelle Belästigung ist, dass es nicht okay ist, stattdessen lässt sie Kiara es neckisch abtun? Und damit ist die Vorbildfunktion, die Kiara für mich und andere Frauen haben könnte, gestorben (denn ansonsten war sie echt toll, wie sie für sich selbst einsteht).

    Auch die sonstigen, traditionellen Rollenbilder, die immer mal wieder auftauchen, «schön und dumm» (Madison), Kiaras Mutter sagt zu Kiara, sie soll ihren Dad beim Kochen beaufsichtigen, haben mich einfach etwas genervt zurückgelassen. Für mich gehört mittlerweile zu einer guten Geschichte mehr, als nur Klischees und Kitsch. Denn das Bild von Beziehungen, das damit jungen Mädchen gezeigt wird, finde ich sehr beängstigend.


    Fazit:
     Nachdem ich Band 1 mit Alex und Britanny geliebt habe, habe ich mich mit Carlos und Kiara nicht anfreunden können. Zuviele Komponenten haben mir nicht wirklich gepasst und die vertretenen Sichtweisen fand ich teils problematisch. Oberflächlich mag es eine süsse Geschichte sein, aber das reicht mir nicht.


    Themen: Liebe, Drogenhandel, Rassismus, Teenager
    Story: 2/5
    Spannung: 2/5
    Charaktere: 3/5
     Lesefluss: 2/5

  12. Cover des Buches Tage der Toten (ISBN: 9783518463406)
    Don Winslow

    Tage der Toten

     (282)
    Aktuelle Rezension von: Igno

    Nachdem er im Vietnamkrieg gedient hat, wechselt Art Keller in die Drogenfahndung. Augenscheinlich haben die USA ein Problem, denn von Mexiko aus überschwemmen mächtige Kartelle das Land mit immer neuen Drogen. Keller ist engagiert, gerät immer tiefer in das Milieu – doch je tiefer er eintaucht, desto erschreckender werden die Verstrickungen, auf die er stößt. Seine Hartnäckigkeit bringt ihn bald in Lebensgefahr, doch Aufgeben ist für ihn keine Option.

    Tage der Toten ist der erste Band in Don Winslows Trilogie um Art Keller. Das Buch umfasst 689 Seiten und erschien 2010 bei Suhrkamp. Die aktuelle Auflage stammt aus dem Jahr 2012.

    Um das gleich mal vorweg zu nehmen: Tage der Toten ist ein epochales Werk. Winslow hat sechs Jahre für das Buch recherchiert und das ist auch nicht zu übersehen. Herausgekommen ist ein spannungsgeladener Querschnitt durch die Geschichte des Drogenkrieges auf den amerikanischen Kontinenten. Im Mittelpunkt stehen die Südgrenze der USA und Mexiko, später kommt Kolumbien dazu, weitere Länder werden gestreift.

    Winslow beschränkt sich auch nicht auf eine Hauptfigur, auch wenn Art Keller zweifellos der Protagonist ist. Neben ihm erzählt er vor allem die Geschichte der Barreras, die das mächtigste Drogenkartell Mexikos führen und Triebfeder bei der Professionalisierung der Kartelle im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts sind. Weitere Figuren aus dem Kreis der italienischen und irischen Mafia in den USA, der Edelprostitution, der katholischen Kirche in Mexiko und mehr oder weniger offene Geheimdienstler beider Staaten spielen ausführliche Rollen. Die Tiefe der einzelnen Charaktere geht so weit, dass es mir fast schwer fällt, von einzelnen Handlungssträngen zu reden.

    Die Tiefe, die Winslow seinen Figuren zukommen lässt, steht in nichts der Tiefe der Geschichte nach. Er zeigt detailliert aus unterschiedlicher Sicht auf, wie sich der Drogenkrieg seit dem Ende des Vietnamkriegs entwickelt hat, warum was geschah und wie vielfältig die Profiteure sind. Die Rolle von Regierungen und Behörden beschreibt er dabei schonungslos. Winslow ist entschiedener Gegner der kriminalisierenden Drogenpolitik, das ist auch in Tage der Toten unübersehbar. Er vertritt die Meinung, dass ein Großteil der Kapitalverbrechen unmittelbar oder im weitesten Sinne mit der Drogenkriminalität zusammen hängt, weil im Drogenmarkt exorbitant viel Geld steckt. Würde dem Markt die Illegalität genommen, würden seine Auseinandersetzungen im Rahmen des Rechtssystems geführt.

    Haben Sie mal zwei konkurrierende Bierhersteller erlebt, die ihren Disput mit Maschinenpistolen austragen? Ich nicht. Weil sie ihren Streit offen austragen oder vor Gericht ziehen können.

    Dabei beschränkt sich Tage der Toten keineswegs rein auf die Drogenaspekte. Winslow erläutert beispielsweise die Zusammenhänge mit dem illegalen Waffenhandel oder dem US-amerikanischen ›Kampf gegen den Kommunismus‹ in Mittel- und Südamerika. Auch Parallelen zu vielen weiteren globalpolitischen Strategien der USA werden gezogen, beispielsweise der Interventionspolitik im Nahen Osten. Insgesamt zeichnet Winslow ein ebenso erschreckendes wie wohl in hohem Maße realistisches Bild der Politik der USA und insbesondere Mexikos und Kolumbiens. Gleichzeitig beschreibt er, wie sich im Fahrwasser dieser Politik Mafia und Kartelle weiter etablieren konnten und sich immer wieder der Lage anpassten. Durch die Tiefe der Figuren erhält man dabei fast eine Art von Verständnis für ihr Handeln, allerdings achtet Winslow darauf, dieses nicht zu glorifizieren. Er erklärt quasi ihren Lebensweg, macht durch ihre offene Brutalität aber immer wieder klar, auf welcher Seite der Medaille sie einzuordnen sind.

    Ein paar Worte will ich doch noch zu meiner Erfahrung mit dem Buch verlieren. Winslow erzählt die Geschichte in einer Weise, die mich an Sin City erinnert hat. Das gefällt mir auf jeden Fall sehr gut. Es fiel mir etwas schwer, in die Geschichte zu finden. Gerade zu Beginn ziehen sich Rückblicke im Rahmen der Charaktereinführungen wirklich sehr ausgiebig, die Jetzt-Zeit wird dadurch ständig lange unterbrochen und die aktuelle Handlung kommt quasi überhaupt nicht weiter. Das zieht sich am Anfang über wirklich sehr viele Seiten, so dass ich meine Probleme damit hatte. Da das Buch sehr dick ist und mir der Einstieg nicht so ganz gelang, fiel mir erst am Schluss auf, dass Winslow im Prolog mit dem Ende der Handlung beginnt und die Geschichte, die an diese Stelle geführt hat, dann im Rest des Buches quasi rückblickend erzählt.

    Das soll jetzt aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Tage der Toten ein wirklich großartiges Buch ist. Es ist aufwendig recherchiert, fesselnd geschrieben und durchaus lehrreich, wenn es um die Zusammenhänge im Drogenkrieg auf den amerikanischen Kontinenten geht. Und erfreulicherweise gibt es ja auch noch zwei weitere Bände.

  13. Cover des Buches Der große Trip - WILD (ISBN: 9783442158591)
    Cheryl Strayed

    Der große Trip - WILD

     (259)
    Aktuelle Rezension von: Runnibal

    Den PCT zu wandern, ist für viele Amerikaner so, wie in Europa der Jakobsweg.

    Ziemlich naiv und unvorbereitet bricht die Autorin Cheryl Strayed auf und lernt mehr und mehr auf den langen Weg ihre Vergangenheit zu bewältigen, zumindest glaubt sie das.

    Eigentlich sollte sie nicht weit kommen, denn das Gepäck ist überwältigend und sportlich ist sie auch nicht. Doch ihre Kraft kommt auf dem Weg "The Trail provides".

    Es ist schon sehr nervig, dass sie immer wieder von der Mutter erzählt wird. Es ist wie eine Schallplatte, die einen Sprung hat. Insgesamt machen die Mutterszenen schon halbe Buch aus. Immer mit anderen Worten, die gleiche Leier. Die Erfahrungen auf dem PCD hingegen fand ich unterhaltsam. Die Fernwanderin hat viel Zeit über sich nachzudenken. Selbst als sie fühlt, wie zäh sie sein kann, wirkt sie labil und unverändert.


    Mich hat die offene und unverschönten Einwürfe aus ihren Leben verwundert. 

    Interessant finde ich wie die Natur auf Menschen wirkt. Egal von welcher Herkunft, Bildung und Vergangenheit, die Natur wird von allen Wanderern als erlebenswert empfunden. Im Alltag hingegen wird der Natur, was sie braucht und was ihr schadet, wenig Beachtung geschenkt.


    Der PCD war quasi zu ihrem Wohnzimmer der Autorin geworden. Alles was sie zum Leben brauchte, passte in ihren Rucksack. Der PCD lehrt, dass mehr nicht nur überflüssig ist, sondern auch eine unnötige Belastung.

    Der Leser kann viel über minimalistische Lebensweise internalisieren, ohne auf dem PCD wandern zu müssen. Der Trail beginnt an jeder Haustür.




  14. Cover des Buches Die Springflut (ISBN: 9783442748204)
    Cilla Börjlind

    Die Springflut

     (185)
    Aktuelle Rezension von: TheaWolf30

    In einer vorherigen Rezension steht: "Schreiben können sie ja. Aber erzählen?" Ich kann mich diesem Urteil nur anschließen. Das Autorenduo  gehört laut Zusatz zum Klappentext zu den berühmtesten von Schweden; Schwerpunkt bisher: Drehbücher. Ich wurde während des Lesens das Gefühl nicht los, dass die beiden vorrangig auf spektakuläre Bilder setzen, weniger auf die glaubhafte (!) Ausschmückung der Charaktere. 

    So beginnt das Buch mit einer spektakulären Szene: eine Schwangere wird in Sand eingegraben und von der herannahenden Springflut ertränkt, und das am einsamen Strand einer abgelegenen Insel. Nur ein kleiner Junge ist Zeuge dieser Szene. Der Fall wird nicht aufgeklärt. 23 Jahre später wagt sich eine Polizeischülerin an diesen "Cold Case" heran, trifft bewusst oder zufällig auf allerlei merkwürdige und relevante Persönlichkeiten und führt die Ermittler mit Hilfe eines obdachlosen Ex-Polizisten zum Mörder. Zufällig, rein zufällig, offenbart sich für die Polizeischülerin dann noch ein tiefgreifender, persönlicher Zusammenhang zu diesem nun aufgeklärten Fall.


    Ich habe drei Bände der Krimi-Reihe um die Polizeianwärterin Olivia geschenkt bekommen; dies war der erste.  Leider las er sich zäh wie Kaugummi; ich habe gut einen Monat für dieses Buch gebraucht und erst das letzte Zehntel des Buches war für mich spannend. Die Vielzahl der eingeführten Personen war teilweise verwirrend, genauso wie die diversen Handlungsstränge. Plausibel und nachvollziehbar war das alles nicht immer. Ohne 1001 Zufälle wäre sowieso keine Geschichte zu Stande gekommen. Das traurigste an diesem Buch war jedoch leider, dass kein einziger Charakter wirklich sympathisch war, am allerwenigsten die selbstherrliche, schroffe Olivia.


    Zuletzt möchte ich noch feststellen, dass der grausame Tod der Katze für die Geschichte völlig irrelevant und auch unnötig ist. Irgendwer von den beiden Autoren hat sich da schriftstellerisch wohl gerne ausgetobt.

    Ich kann nur hoffen, dass die anderen beiden Bände etwas schwungvoller und realitätsnäher sind.

  15. Cover des Buches Schiffbruch mit Tiger (ISBN: 9783596196982)
    Yann Martel

    Schiffbruch mit Tiger

     (1.009)
    Aktuelle Rezension von: GothicQueen

    "Schiffbruch mit Tiger" von Yann Martel ist ein Roman, den ich vor vielen Jahren geschenkt bekam von einer damaligen Freundin. Ich habe das Buch verschlungen. Ich musste in der Woche jeden Tag längere Zeit Zug fahren. In wenigen Tagen hatte ich es durchgelesen. Es geht in der Geschichte um den Sohn eines indischen Zoobesitzers: Pi Patel. Pi glaubt nicht an eine Religion. Er ist Christ, Muslim und Hindu und liebt die Tiere im Zoo seines Vaters, in dem er mit seiner Familie aufwächst. Eines Tages sieht er, wie ein Tiger ein anderes Tier reißt. Er lernt die Gefahr des Tigers kennen. Viele Jahre später muss sein Vater die Tiere verkaufen. Nach Übersee sollen sie geschifft werden. Mit an Bord: Pi und seine Familie. Sie möchten ein neues Leben anfangen. Das Schiff geht unter. Und mit ihm fast alle Tiere und Pi's Familie. Pi selbst rettet sich auf ein Boot. Doch da sind noch ein paar mehr Lebewesen drauf. Unter anderem der Tiger des Zoos von Pi's Familie. Pi versucht sich und die Tiere durchzubringen. In der Hoffnung, bald gerettet zu werden. Doch nicht alle schaffen es. Zuletzt gibt es nur noch Pi und den Tiger. Das Buch erzählt die Geschichte der beiden auf dem Boot. Die Geschichte ist atemberaubend. Nachdem ich das Buch gelesen hatte, sah ich mir auch den Film an. Er ist wirklich gut gelungen. Dafür, dass es immer heißt, die Filme seien nicht so gut wie das Buch. Die Naturaufnahmen sind der Hammer. Am tollsten finde ich eine Szene, als bei Nacht ein Wal auftaucht und das Meer sich in tausend Lichter färbt. Ich kann das Buch jedem empfehlen und den Film ebenso. Ich würde beides jederzeit wieder zur Hand nehmen.

  16. Cover des Buches Gun Love (ISBN: 9783518428320)
    Jennifer Clement

    Gun Love

     (87)
    Aktuelle Rezension von: Tulpen

    Pearl lebt mit ihrer Mutter in einem Auto am Rande eines Trailerparks in Florida. Ihr Leben haben sie sich so gut es geht eingerichtet, Pearl auf den Vordersitzen, die Mama auf der Rückbank. Neben allerhand gescheiterten Existenzen versuchen sie ihren Alltag zu bestreiten. Und es geht Pearl eigentlich auch nicht schlecht - bis Eli auftaucht.

    Auf nur etwas mehr als 200 Seiten entführt Jennifer Clement uns nach Florida und lässt uns an der schwülen Sommerwärme, der stinkenden Müllhalde, verqualmter Wohnwagenluft, den immer zu hörenden Schüssen der Waffenfanatiker und der Enge im Auto teilhaben. Und das tut sie überraschend gut, wie ich das (als bekennender Fan der gaaanz langen Schinken) in einem so kurzen Roman nur selten erlebt habe. Fast habe ich mit Pearl und April May (was für ein Name) auf dem Steg gesessen und aus Angst vor Krokodilen meine Beine lieber nicht baumeln lassen. Auch mit ihren Themen greift sie viele aktuelle Stimmungen auf: wie schnell es mitunter gehen kann, in die Armut abzurutschen, wie groß in den USA die FREIHEIT geschrieben wird, Waffen zu besitzen (und was dann dabei rauskommt), wie scheinheilig die Kirche sein kann.

    Dabei wendet die Autorin einen wunderschönen Schreibstil an, mit vielen Bildern, die meistens sehr gelungen sind.

    Hat mir sehr gut gefallen.

  17. Cover des Buches Du oder die große Liebe (ISBN: 9783570308080)
    Simone Elkeles

    Du oder die große Liebe

     (652)
    Aktuelle Rezension von: DrunkenCherry

    Der letzte Teil der Perfect Chemistry Reihe war für mich leider eine richtige Enttäuschung. Denn ich hatte das Gefühl, Simone Elkeles hatte eigentlich selbst keien Ahnung mehr, was sie schreiben wollte. 

    Dabei war der Einstieg echt gut, denn Luis wurde komplett anders vorgestellt als seine Brüder Alex und Carlos. Er ist schlau, will zur Nasa und hält sich von Gangs fern.

    Dann lernt er Nikki kennen, eien Mexikanerin, die kein spanisch spricht und auch nichts mit der Latino Blood Gang zu tu hat und eigentlich könnte alles ganz toll sein.

    Aber Elkeles muss unbedingt die Gang wieder reinbringen. Das tut sie aber auf so unlogische Weise, dass ich echt raus war. Luis Handlungen haben überhaupt keinen Sinn ergeben. Er handelt komplett anders als es sein Charakter eigentlich hätte tun müssen. 

    Dadurch fand ich die Geschichte einfach nicht gelungen. Die Story erschien mir erzwungen und nicht gut durchdacht. Schade.

  18. Cover des Buches Magnus Chase 3: Das Schiff der Toten (ISBN: 9783551556707)
    Rick Riordan

    Magnus Chase 3: Das Schiff der Toten

     (83)
    Aktuelle Rezension von: Kekskruemel


    "Ich war schon von Walküren gejagt worden. Ich war von mit Schusswaffen ausgerüsteten Elfen gejagt worden. Ich war von Zwergen mit einem Panzer gejagt worden. Und jetzt hatte ich das Glück, von Riesen mit Bowlingkugeln gejagt zu werden. Eines Tages würde ich gern mal eine Welt verlassen, ohne dabei von einer wütenden Meute gejagt zu werden."

    Ich weiß nicht, ob Percy Jackson auch so amüsant geschrieben ist, aber der humorvolle, aber auch sarkastisch und teilweise zynische Schreibstil von Rick hat mich nicht nur einmal zum Lachen gebracht. Ein Beispiel: "Probier es nochmal. Und versuche, nicht so oft zu sterben."

    Nichtsdestotrotz hatte die ganze Reihe einen ziemlich guten Spannungsbogen. Ich weiß nicht viel von der nordischen Mythologie, aber dank Ricks Erläuterungen durch die Freunde von Magnus kam ich wirklich gut mit. Trotz dass es in der gesamten Reihe nur um ein Ereignis ging - die Götterdämmerung - hatte jedes Buch seine "eigene" Gesichte, die von Mal zu Mal immer nervenaufreibender wurde.

    Ich konnte mich gut in Magnus hineinversetzen, auch wenn manche Kommentare mich wieder rausgerissen haben. Ebenso konnte ich mir durch die detaillierte Beschreibung ganz genau vorstellen, wo sich die Freunde befanden.

    Etwas, womit ich mich noch nicht anfreunden konnte, war die Darstellung der Götter. Meine Vorstellung von Thor, Odin oder Heimdall ist wohl ziemlich von Marvel geprägt, weswegen ich mir Heimdall schlecht als selfisüchtiger, oder Thor als seriensüchtiger Gott vorstellen konnte. Allgemein musste ich mich erst einmal an diese Götter gewöhnen. Andererseits fand ich es auch gut, dass sie nicht wie sonst als mächtig oder unzerstörbar beschrieben wurden. Götter haben auch Fehler. Oder sind komisch. Oder halten PowerPoint Präsentationen.

    Alles in Allem hat mir die Reihe wirklich gut gefallen, und ich würde es wirklich jedem empfehlen, der ein bisschen Witz und nordische Mythologie mag. Oder nur Witz. Empfehlung ist es allemal.

  19. Cover des Buches Das Flüstern der Bienen (ISBN: 9783471360354)
    Sofia Segovia

    Das Flüstern der Bienen

     (113)
    Aktuelle Rezension von: Runenmädchen

    Erzählt wird die Geschichte der Familie Morales, die im mexikanischen Linares wohnt, zusammen mit ihrem Findelkind Simonopio. Die Geschichte spielt zu Beginn des 20. Jahrhunderts und Familie Morales muss nicht nur der Spanischen Grippe, der mexikanischen Revolution und einer neuen Landreform trotzen. 

    Als Simonopio von der Amme Nana Reja gefunden wurde, war er in Bienen eingehüllt. Und so außergewöhnlich diese Fundsituation war, so magisch geht es mit Simonopio weiter. Er hat nicht zu sprechen gelernt. Aber er ist in der Lage, Bienen zu verstehen, die ihm zuflüstern. 

    Die Erzählweise ist ruhig und wirklich sehr schön. Ich habe es genossen, Segovias Worten zu folgen. Zudem empfand ich die Verbundenheit Simonopios zur Natur unglaublich natürlich und besonders. 

    Ein Buch, das für alle empfehlenswert ist, die sich auf eine magische und ungewöhnlich ruhige, aber dennoch ereignisreiche Geschichte einlassen können.

  20. Cover des Buches In Zeiten des abnehmenden Lichts (ISBN: 9783498057862)
    Eugen Ruge

    In Zeiten des abnehmenden Lichts

     (231)
    Aktuelle Rezension von: Buecherspiegel

    Eugen Ruge liebt alle seine Figuren, das merkt man beim Lesen. Bis auf zwei. In seinem Roman, der den Deutschen Buchpreis im Jahr 2011 gewonnen hat „In Zeiten des abnehmenden Lichts“, kommt daher fast jede Person zum Zuge. 

    Wie üblich, erzählt auch hier der Autor zum Teil in Rückblenden die Geschichte der Familie Umnitzer/Powileit. Charlotte, die starke Frau in der Familie, die immer und überall ihren Kopf durchsetzen will und mit Entscheidungen, die ihr Leben bestimmen sollte, hadert. Ihr das Lager in der Sowjetunion überleben Sohn Karl liebt sie zwar über alles, nicht aber dessen russische Frau Irina, die er nach der jahrelangen Gefangenschaft mitgebracht hat.

    Irina verzweifelt auf der Suche nach Anerkennung bei ihren Schwiegereltern zunächst schleichend, dann immer schneller. Ihren Alkoholismus kann sie lange geheim halten, aber die Missachtungen, die ihr von allen Seiten entgegenschlagen, sind für sie kaum noch zu ertragen. Vor allem, da ihr geliebter Sohn Alexander sich ebenfalls von ihr abwendet. Mit jedem Schluck mehr in seiner Gegenwart schwindet seine Liebe und verstärkt dadurch ihre Sucht.

    Das kleinbürgerliche Leben von Karl und seiner Familie, das durchaus zunächst besser erscheinende seiner Eltern, hat seinen Preis. Wie es in der ehemaligen DDR zuging, davon konnte sich in den letzten Jahrzehnten die Leserschaft ein Bild machen. Wirklich frei, wie sich Charlotte und ihr Mann vorstellten, konnten sie ihr Leben nicht führen. Viele Jahre harrten sie in Mexiko im Exil aus, bis sie endlich wieder in der Heimat einen Platz gefunden hatten. 

    Die nächste im Bunde ist Irinas Mutter Nadjeshda. Auch sie ist geprägt von ihrer Vergangenheit und dem unablässigen Wunsch, ein Kind zu haben. In zutiefst ärmlichen Verhältnissen groß geworden, lehnt sie es entschieden ab, bevorzugt zu werden. Ihren Urenkel Markus würde sie so gerne öfter sehen, doch die Beziehung zwischen seinen Eltern ist zerbrochen. Ein letztes Treffen kommt zustande bei der legendären Geburtstagsfeier des Patriarchen. Markus ist begeistert von den Andenken seiner Urgroßeltern aus Mexiko und nimmt sehr gerne ein Geschenk als vorgezogenes Erbe entgegen.

    Oh, wie Charlotte im Grunde die ewig gleichen Lobpreisungen und Orden verachtet, genauso wie Wilhelm seine Gäste. „Das Gemüse“ soll auf den Friedhof oder in den Müll, von den Orden hat er genug. Seine halb erfundene Lebensgeschichte wird immer und immer wieder nacherzählt, sehr zum Verdruss von Charlotte, die sich von Partei und DDR mehr versprochen hat. Es sollte schließlich nicht umsonst geschehen sein, dass sie den Vater ihrer Kinder verlassen hat.

    Man kann sich in jedes einzelne Leben hineinversetzen, die Gründe für jegliche Wandlungen nachvollziehen. Die Abhängigkeiten und kleinen Siege, die jede Figur durchleben sind teils bitter erkauft. Ich war sofort tief in dieser Welt versunken. Dass er mich so spät erreicht hat zeigt mir klar, es gibt noch unendlich viel zu entdecken, und das ist gut so. Ach ja, der Film wartet auch noch auf mich.

    Mehr darüber findet sich zum Beispiel unter: https://de.wikipedia.org/wiki/In_Zeiten_des_abnehmenden_Lichts

  21. Cover des Buches CATCHING BEAUTY 2: du entkommst mir nicht (ISBN: B07NCD8C2V)
    J. S. Wonda

    CATCHING BEAUTY 2: du entkommst mir nicht

     (85)
    Aktuelle Rezension von: JennyWa

    Der zweite Teil der Catching Beauty Reihe von J. S. Wonda.

    Klappentext:

    Ich habe dich gehen lassen, aber das war ein Fehler.
    Und aus diesem habe ich gelernt.

    Ich werde für dich töten.
    Ich werde dein Leid rächen.
    Ich werde dich für immer beschützen.
    Nur nicht vor mir.

    Denn ich bin dein eigentlicher Feind.

    Meinung & Charaktere:

     Zuerst zu Buch selbst. Die Playlist, welche man sich im Hintergrund anören kann gibt es auf Youtube und umrahmt die ganze Story. Ich liebe diese kleinen Sätze am Kapitelanfang - sie führen einen gekonnt in Versuchung und somit MUSS man dieses Buch - wie ich - innerhalb sechs Stunden inhalieren :).

    Amber wandelt sich zu einer Powerfrau. Natürlich durchlebt sie gewaltige Ängste und man leidet mit ihr, doch sie lässt sich niemals unterkriegen und kämpft.

    Crack durchlebt auch eine Wandlung. Naja...von 100% Arsch geht runter auf 85% Arsch :). Mir gefiel es dennoch, da man auch seine Sichtweise lesen kann und ihn dadurch besser verstehen lernt.

    In diesem Teil lernt man auch Crack's Freunde - Ly und Wres - besser kennen und auch lieben. Sie sind alle wie Feuer und Eis. Können nicht recht miteinander, aber auch auf keinen Fall ohne einander. Diese "Familie" hat mich definitiv ganz in ihren Bann gezogen!!

    Jedoch können die zwei einfach niemals Klartext mit einander reden. Als Leser verfweifelt man ab und an fast, möchte in die Geschichte eintauchen und beide einfach mal richtig fest durchschütteln :). 

    Die Story an sich hat nichts an ihrer Spannung verloren und ich persönlich hab des öfteren den Kopf geschüttelt und mir gedacht - bitte lass das jetzt nicht passieren!! Diese Geschichte fesselt einen und man kann nichts anderes tun, als umzublättern und weiter zu lesen. Dieses Buch sollte nie enden und endete doch viel zu schnell!!

    Kerzenschein, kuscheln und Rosen hat dieses Buch nur die Dornen der Rosen :). Es ist dunkel, grausam und Erotik pur. In diesem Band blitzt ab und an ein wenig Liebe durch, aber auch die ist immer gepaart mit Dunkelheit. Es ist ein weiterer grandioser Teil, jedoch etwas - nur minimal - schwächer als der Erste.

    Bewertung:

    Schreibstil: *****

    Handlung: ****

    Spannung: ****

    Atmosphäre: *****

  22. Cover des Buches With or Without You - Mein Herz gehört dir (ISBN: 9783734107061)
    Geneva Lee

    With or Without You - Mein Herz gehört dir

     (86)
    Aktuelle Rezension von: gedankengarten

    Jessica Stone trennt sich von ihrem Freund und lässt sich von ihrer Freundin Cassie zu einem Kurztrip nach Mexiko überreden. Dort treffen sie Roman Markson, einen Tutor von ihrer Uni. Als Jessicas Dozent ist er verbotenes Terrain, doch zwischen den beiden herrscht eine unglaubliche Anziehungskraft. Die beiden beschließen, sich für die Zeit in Mexiko aufeinander einzulassen – denn was in Mexiko passiert, bleibt in Mexiko. Oder?

     

    Der zweite Band der Girls in Love-Reihe liest sich wieder wunderbar flüssig. Jessica mochte ich in Band 1 richtig gerne, weshalb ich mich sehr über ihre Geschichte gefreut habe. Auch Roman war mir im vorherigen Band super sympathisch. Tatsächlich bin ich mit ihm aber nicht so richtig warm geworden, was vielleicht daran lag, dass man die Geschichte nur aus Jessicas Sicht liest. Roman war zwar nett, sympathisch, liebevoll, sexy … Aber so richtig greifbar wurde er für mich nicht. Auch Jessica gefiel mir nicht so gut wie in Band 1. Ihre Unentschlossenheit ihrer Gefühle für Roman gegenüber fand ich an manchen Stellen etwas ermüdend. Die Nebencharaktere haben mir hier jedoch wieder wirklich gut gefallen, vor allem die aufgeschlossene Großmutter von Roman. Am Ende kam auch noch etwas Spannung hinzu, sodass ich das letzte Drittel innerhalb weniger Minuten gelesen habe. Alles in allem fand ich das Buch ganz gut, es hat mich jedoch nicht so begeistern können wie Band 1.

  23. Cover des Buches Rockstars bleiben nicht zum Frühstück (ISBN: 9783646601206)
    Teresa Sporrer

    Rockstars bleiben nicht zum Frühstück

     (89)
    Aktuelle Rezension von: Lesemietze
    Kristin wünscht sich eine erfolgreiche Musikjournalistin zu werden, leider wird sie in ihren derzeitigen Job gekündigt und das Dank Jack, den Drummer von Empathica. Und ausgerechnet sucht diese Band Monate später einen Gitarristen und nimmt ihren Bruder Chris auf. Da Kristin Joblos ist zieht sich kurzer Hand mit ins Hotel und damit genau in Jacks Nähe. Doch ignorieren und schweigen hilft nicht genauso wie das miteinander auskommen. Oder doch?



    Einfach wieder sehr herrlich vom Humor muss ich sagen. Kristin hat eine sehr quirlige Art und dazu noch die Macke dass sie Blau mag, macht zu etwas Besonderen. Sie ist sehr liebenswert und man kann sie nur einfach gern haben. Jack ist natürlich der typische Charakter denn man am liebsten mindestens Hals umdrehen würde.
    Wer die anderen Bücher kennt und das sollte man, der weiss im Grunde was ihn erwartet.
    Der lockere Schreibstil ist angenehm und ermöglicht ein entspanntes lesen.
    ich freue mich schon auf den nächsten Band.
  24. Cover des Buches Das goldene Ufer (ISBN: 9783426511695)
    Iny Lorentz

    Das goldene Ufer

     (126)
    Aktuelle Rezension von: SotsiaalneKeskkond

    Deutschland in der Zeit des Vormärz: Gisela und Walther teilen ein tragisches Schicksal: beide verloren bereits im Kindesalter beide Eltern und wuchsen unter der Obhut des Grafen von Renitz auf dessen Schloss auf. Der Graf lässt den beiden die gleiche Erziehung zukommen, wie seinem eigene leiblichem Sohn. Doch diesem werden die beiden ungebetenen Familienmitglieder mehr und mehr ein Dorn im Auge und so müssen die beiden ständig dessen kalte Verachtung ertragen. Im Laufe der Jahre wachsen die drei zu jungen Erwachsenen heran und plötzlich beginnen Walther und der Grafensohn sich für die mittlerweile recht ansehnliche Gisela zu interessieren. Da diese aber nur die Gefühle Walthers erwidert, kommt es zu einer Katastrophe, die sich schon über Jahre anbahnte. Danach sieht das junge Paar in Deutschland keine Zukunft für sich mehr und beschließt, Europa mit dem Schiff zu verlassen. 

    Ich kenne den Schreibstil von Iny Lorentz bereits recht gut, und auch dieser Roman unterscheidet sich sprachlich nicht groß von den anderen. Ein recht einfacher Schreibstil lässt die Leser problemlos durch die Geschichte rauschen. Den Lesefluss fördern ist auch, dass sich der Spannungsbogen der Geschichte über die komplette Länge des Buches immer weiter aufbaut, sich dabei aber dabei immer wieder entlädt. Kurz gesagt herrscht das ganze Buch über eine mehr oder weniger intensive Spannung die die Leserinnen und Leser dazu zwingt, immer weiter zu lesen, und das Buch nicht mehr aus der Hand zu legen. Auch in diesem Buch von Iny Lorentz sind die Protagonisten, wie in den meisten anderen auch, durchaus authentisch gestaltet und man entwickelt recht rasch gewisse Sympathien. Allerdings muss ich sagen, dass die Figuren dabei recht einfach gestrickt sind. Und auch die Konstellationen, wie sie zu einander stehen, miteinander agieren, wer gut und böse ist, sind nicht besonders ausgefallen. Ich will nicht sagen, dass die Protagonisten schlecht oder billig sind, keineswegs, sie haben in meinen Augen einfach ein Stück weit ihre Individualität eingebüßt. Aber wenn jetzt Gisela im direkten Vergleich antritt mit beispielsweise mit Irmela aus "Die Feuerbraut" oder Caterina aus "Die Löwin", beides Bücher von Iny Lorentz, muss ich ehrlich sagen, dass da Irmela und Caterina einen bleibenderen Eindruck hinterließen. Was dafür die Recherchearbeit und die historischen Hintergründe angeht, muss ich Iny Lorentz wieder loben. Man bekommt immer wieder Einblicke in das recht stark zensierte Leben in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, aber auch in die Bedingungen bei der Überquerung des Atlantiks auf einem Segelschiff. Geschichtliche Fakten und fiktive Handlung sind auch hier wieder gut miteinander verwoben und man kauft dem Autorenpaar die Authentizität der Handlung ab. Was ich auch noch anmerken möchte, ist die Gestaltung des Endes. Die Bücher von Iny Lorentz haben meistens so an sich, mit einem Friede-Freude-Kokosnuss-Ende aufzuwarten, die je nach Buch, recht kitschig geraten können, was gar nicht meinem Geschmack entspricht. Bei diesem Buch hatte ich allerdings keineswegs das Gefühl, beim Ende entnervt mit den Augen zu rollen, das Gesicht zu verziehen oder gequälte Laute auszustoßen, um der Situation gerecht zu werden. Nein, das Ende ist in meinen Augen sehr gut gelungen, ohne dass dabei etwas auf der Strecke geblieben wäre, oder aber die Autoren es etwas zu gut mit den Leserinnen und Lesern meinten. 

    Letztendlich kann ich sagen, dass das buch mich überzeugen und auch abholen konnte. Ich bin wirklich schon auf die anderen Teile gespannt, da ja die Reihe scheint, einen größeren Abschnitt der nordamerikanischen Geschichte abzudecken. Bisher kann ich kann ich die Reihe eigentlich uneingeschränkt an alle empfehlen, die gerne die Bücher von Iny Lorentz oder aber auch generell historische Romane lesen. 

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