Bücher mit dem Tag "michel"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "michel" gekennzeichnet haben.

57 Bücher

  1. Cover des Buches Die Wanderhure (ISBN: 9783426629345)
    Iny Lorentz

    Die Wanderhure

     (3.729)
    Aktuelle Rezension von: SotsiaalneKeskkond

    Konstanz, 1410: Die junge Bürgerstochter Marie bekommt einen Heiratsantrag von Graf Ruppert. Zunächst scheint das Glück perfekt, doch der hinterlistige Graf hat es aber nur auf das reiche Erbe der Kaufmannstochter abgesehen. doch da ist es schon zu spät und Marie und ihr Vater fallen einer Intrige zum Opfer. Marie muss in Schimpf und Schande die Stadt verlassen und ist in Zukunft auf sich alleine Gestellt. Um zu überleben bleibt ihr nur mehr die Möglichkeit, ihren Körper zu verkaufen. Doch Marie will sich nicht so einfach geschlagen geben und sinnt auf Rache. 

    Über den Schreibstil von Iny Lorentz braucht man eigentlich nicht diskutieren. Die Bücher des Autorenduos lassen sich leicht und flüssig lesen, ohne, wie das bei manchen anderen historischen Romanen passiert, zu ausschweifend und langatmig zu werden. Im Gegensatz zu den anderen Büchern von Iny Lorentz fand ich dieses allerdings sehr langweilig. Die Geschichte nahm für mich nicht wirklich Fahrt auf und das Potenzial von Maries Schicksal wurde meiner Meinung nach nicht ganz ausgeschöpft. Für meinen Geschmack waren Teile der Handlung zu konstruiert, andere zu sehr an den Haaren herbeigezogen. Sorry, aber Marie ist keine Goddess. und kein Racheengel, dem irgendwie Superkräfte verliehen wurde. Abgesehen davon, dass unsere Protagonistin irgendwie gleichzeitig zu viel Pech und zu viel Glück hatte, wurde ich auch so nicht warm mit Marie. Sie wirkte auf mich kalt und in Teilen auch unauthentisch. Auch hatte sie - abgesehen von ihrem Schicksal natürlich - nichts spannendes an sich. Ein weiterer Punkt, den ich bemängeln muss, ist, dass die Geschichte nicht besonders Gut mit dem historischen Hintergrund verflochten ist. Bei den anderen Büchern von Iny Lorentz hat dies meiner Ansicht nach viel besser geklappt. Hier hatte man zwar mit dem Konzil von Konstanz und in weiterer Folge mit der Hinrichtung von Jan Hus eine gute Möglichkeit, allerdings wurde diese nicht genutzt und die Geschichte blieb in historischer Sicht sehr flach, und hätte eigentlich zu fast jedem beliebigen Zeitpunkt spielen können. 

    Um ehrlich zu sein hatte ich, nachdem ich schon einige andere Bücher von Iny Lorentz gelesen habe, mir mehr erwartet. ich verstehe den Hype, der um diese Reihe gemacht wird nicht ganz, da meiner Meinung nach andere Bücher des Autorenduos die Aufmerksamkeit viel mehr verdient hätten. Trotzdem kann ich das Buch an alle empfehlen, die gerne einen seichten und lockeren historischen Roman. Außerdem ist das Buch gut für den Einstieg in das Genre geeignet. 

  2. Cover des Buches Die Erbin (ISBN: 9783802599453)
    Simona Ahrnstedt

    Die Erbin

     (413)
    Aktuelle Rezension von: Miii

    Natalia De la Grip hat sich trotz ihrer Privilegien ihren Erfolg als angesehene Unternehmensberaterin hart erarbeiten müssen. Als sie unterwartet von David Hammar – Schwedens jüngstem und erfolgreichstem Risikokapitalgeber – zum Lunch eingeladen wird, stellt sich trotz ihres Misstrauens eine überwaltigende Anziehungskraft zu dem jungen Schweden ein. Doch Natalia ist nur eine Spielfigur in Davids perfidem Plan, eine Rechnung mit ihrer Familie zu begleichen.


    Soviel zum Inhalt des Buches. Es klang wirklich spannend, obwohl ich mir zunächst gedacht hatte "Och nee, nicht schon wieder eine Liebesgeschichte über zwei reiche Menschen, die sich irgendwie finden" (mal ehrlich, warum sind es immer reiche Menschen? Warum nicht mal ganz normale, durchschnittliche Bürger?). Aber ich wollte dem Buch trotzdem eine Chance geben.


    Ich fand den Einstieg ins Buch sehr schwierig, irgendwie habe ich lange gebraucht, bevor ich mich in der Story zurechtgefunden habe. Aber selbst dann bin ich nicht richtig dringewesen, denn die Perspektiven der Charaktere wechsel immer wieder und das oftmals von einem zum nächsten Absatz, sodass es einen unvorbereitet trifft.


    Generell waren die meisten Charaktere auch allesamt irgendwie unsympathisch.

    Die Familie de la Grip war - selbst für eine Adelsfamilie - ein wenig zu überspitzt dargestellt. Dort wurde ja kaum eine Aussage getroffen, die nicht in irgendeiner Form frauenfeindlich, rassistisch oder von oben herab getroffen war. Und dann dieses ständige... Winseln nach Bestätigung, anders kann ich es gar nicht beschreiben.

    Natalie und David waren für mich beide einfach wandelnde Klischees. Diese beiden Charaktere, die immer so missverstanden von allen sind, sich so differenzieren, sich im Grunde genommen total unterscheiden, so attraktiv sind und natürlich sofort einen Draht zueinander haben und und und... Ich könnte hier endlos weitermachen.

    Natalie war mir definitiv oftmals zu ruhig (ich hätte mir gewünscht, dass sie wenigstens einmal den Mund aufmacht und jemanden anbrüllt) und David dagegen zu ungestüm, immer darauf bedacht irgendetwas oder irgendwen anderes als Begründung für seine Handlungen zu nutzen. Gut, ich fand seine Beweggründe für manche Sachen durchaus nachvollziehbar aber irgendwann ist er doch übers Ziel hinausgeschossen.


    Was den Input angeht, wurde es irgendwann auch zuviel des Guten. Es passiert plötzlich soviel, jeder Person passieren zig Sachen, sodass man den Überblick verliert, einige wichtige Themen werden einfach unter den Teppich gekehrt, weil sie ja schon "Jahre zurückliegen" und mittendrin dann auch noch ganz viel wirtschaftliches Fachgesimpel, das viele, die keine oder nur wenig Ahnung von Aktien, der Börse und Co. haben, nicht im geringsten verstehen würden.


    Insgesamt kann ich also nur sagen, die Idee war gut, aber die Umsetzung war weniger zufriedenstellend. Ich weiß noch nicht, ob ich mir die weiteren Teile anschaue.

  3. Cover des Buches Schöne Neue Welt (ISBN: 9783596905737)
    Aldous Huxley

    Schöne Neue Welt

     (1.112)
    Aktuelle Rezension von: Seralina1989

    Wir steigen damit ein, dass wir ein paar Erklärungen über die Entwicklung menschlichen Lebens, aber auch in die Welt an sich bekommen. Das, was für uns noch normal ist, ist in dieser Welt teils schon rückständig angesehen, um nicht zu sagen: Die Denke von Neandertalern.

    Nach und nach lernen wir dabei auch ein paar Charaktere wie unsere Hauptfigur Bernard und seine (offene) Beziehungsfreundin Lenina kennen.

    Bernard gilt als aus der Art geschlagen, hat für seine Position eines Alphas nicht die richtige Größe und (in seinen Augen) noch einige Unzulänglichkeiten. Er merkt, wie gleichgesteuert alles ist, und kann sich dem doch nicht ganz entziehen.

    Gerade in der ersten Zeit mit Lenina versucht er ihr seine Gedanken zu dem Ganzen klar zu machen. Dass ihm das kollektive Verhalten merkwürdig (wenn nicht sogar unnatürlich) vorkommt und er sich manchmal gern von der Gesellschaft abkoppeln möchte. Während sie nicht wirklich versteht, warum er solche Gedanken hat. Hier ist insbesondere ihr gemeinsamer Urlaub zu einem mexikanischen Urvolk sehr aufschlussreich. Denn L. ist von allem angeekelt, B. will hingegen mehr erfahren.

    Und doch kann B. nicht aus seiner Haut. Denn indem er 2 der „Wilden“ (Linda und ihren Sohn John, in ihrem Dorf beide Außenseiter) mitnimmt, bekommt er den so erwünschten Ruhm, auch wenn die nicht von Dauer ist. Womit er sich selbst Lügen straft, wenn er diese Gesellschaft als ekelhaft bezeichnet.

    John, der schon in seiner alten „Heimat“ nicht wirklich zurechtkam, hat auch in der neuen „Welt“ seine Schwierigkeiten, mit dem zurecht zu kommen, was er als Menschenbild vorgesetzt bekommt.

    Die „neue Welt“ versucht zwar immer wieder anzudeuten, dass weitestgehende Konformität das beste für eine stabile Gesellschaft ist. Doch gerade unsere Handlungsträger zeigen, dass in einer so dermaßen programmierten und indoktrinierten Welt noch in unterschiedlichen Mengen Rebelltum in den Leuten vorhanden ist – auch, wenn das nicht immer bewusst ist. Wir werden also nie ganz aus unserer Haut können.

    Gedankenspiele: An der künstlichen Erzeugung von Menschen wird schon heute geforscht. Und auch im Sprachlichen gibt es schon Andeutungen, die zu ähnlichen Sprachgebrauchen führen könnten, wie im Buch. Erschreckend in meinen Augen eben, wie viel von dem, was im Buch beschrieben ist, schon in ein paar Jahren möglich sein könnte.

    Von daher sehr zum Lesen und Nachdenken empfohlen.

  4. Cover des Buches Das Vermächtnis der Wanderhure (ISBN: 9783426635056)
    Iny Lorentz

    Das Vermächtnis der Wanderhure

     (708)
    Aktuelle Rezension von: Margarete-van-Marvik

    Wie immer war auch dieser Roman lesenswert. 

  5. Cover des Buches Arkadien brennt (ISBN: 9783492267892)
    Kai Meyer

    Arkadien brennt

     (1.242)
    Aktuelle Rezension von: leonietimm_

    Auch dieses Buch hat mir gut gefallen. Der Einstieg fiel mir leider nicht ganz so leicht, weil es gedauert hat, bis sich die Spannung aufgebaut hat und mich packen konnte. Der Schreibstil war angenehm zu lesen und hat mich durch die Seiten fliegen lassen. Auch, dass das Buch aus der dritten Perspektive geschrieben war, hat mich nicht gestört. Rosa hat eine erstaunliche Entwicklung durchgemacht und im Laufe der Geschichte mehr über ihre Familie und ihre Vergangenheit erfahren, was ich sehr interessant fand. Auch Alessandro hat mir wieder gut gefallen mit seiner ruhigen Art, trotz der er klare Ziele hat, die er auch umsetzt. Besonders fesselnd fand ich die Vernetzungen und Beziehungen zwischen den Charakteren, da diese wirklich gut durchdacht und umgesetzt waren und immer wieder andere Wendungen zwischen den Charakteren das Buch spannend gemacht haben. Spannend fand ich es auch, mehr über Rosas Vergangenheit zu erfahren, da ich Rosa dadurch einfach noch besser kennen- und verstehen gelernt habe. Die fehlende Lesefluss und die fehlende Spannung zu Anfang des Buches setzen nach ca. einen Viertel dann ein und ziehen sich durchgängig bis zum Schluss durch das Buch. Alles in Allem ist es ein gelungener zweiter Teil.

  6. Cover des Buches Hannes (ISBN: 9783423280013)
    Rita Falk

    Hannes

     (306)
    Aktuelle Rezension von: Molly2802

    Das Buch ist wundervoll geschrieben, handelt von Freundschaft, Leben und dem Tot. Ich habe sehr viele parallelen zu dem Mann meiner Chefin gesehen, der nach einem Schlaganfall im Koma lag und nach 10 Monaten starb. Es hat mich unwahrscheinlich berührt und ich habe noch nie soviel geweint wie bei diesem Buch. 

  7. Cover des Buches Young Elites (ISBN: 9783841505767)
    Marie Lu

    Young Elites

     (578)
    Aktuelle Rezension von: Sandrica89

    Zuerst hat mich das Cover mega angesprochen. Es sieht einfach nur ober geil aus. Der Klappentext klang aber auch sehr vielversprechend. Eine etwas andere Geschichte, von der ich bisher noch nichts gelesen habe. Die Neugierde hat mich gepackt und ich musste mich dieses Buch kaufen. Allerdings lag es mehrere Jahre auf meinem Sub. Irgendwie habe ich mich nicht getraut in die Geschichte einzutauchen. Und nun war es soweit: ich wollte unbedingt diese düstere Welt kennenlernen und verstehen, was dieses Fieber auf sich hat. Es war düsterer als ich dachte und vor allem kann ich mich immer noch nicht entscheiden, ob ich Adeline mag oder nicht...

    Ein Fieber ist ausgebrochen und verseucht das ganze Land. Lediglich die Kinder scheinen zu überleben, jedoch nicht ohne Konsequenzen: jedes Kind, das ein "Mal" an sich trägt und noch dazu eine Gabe besitzt, wird als Malfetto bezeichnet. Beschmutzt, gezeichnet, von der Gesellschaft verstossen. Adelina ist ein Malfetto, ihre Haare haben sich über Nacht silbern verfärbt und trägt eine Narbe auf ihren Gesicht. Der König will ihresgleichen ausrotten, denn er sieht in ihnen eine Gefahr. Dass sie ihn vom Thron stürzen könnten. Adelina muss fliehen und landet schliesslich bei der Gemeinschaft der Dolche. Dort lern sie ihre Gabe zu beherrschen. Sie ahnt jedoch noch nicht, wie gefährlich sie ist. Denn in ihr lauert eine Dunkelheit, die sie vielleicht nicht kontrollieren  und für jeden gefährlich werden kann. Sogar für sich selbst...

    Ich war wirklich gespannt auf die Geschichte. Der Beginn war packend und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Wir begleiten Adelina und erfahren über ihr Leben. Wie sie zu den Dolchen kam, wie sie ihre Gabe entdeckte. Doch mit der Zeit wurde es immer düsterer und man konnte spüren, dass Adelina's Kräfte schwanken. Im Sinne von: sie ist zwar ein liebenswerter Mensch, aber ihre Gabe will etwas anderes. Immer wieder tat sie mir einfach nur Leid, weil sie Dinge erleiden musste, die ihre Schwester nie hatte kennenlernen müssen. Manchmal habe ich mich gefragt, ob es wirklich ihre Gabe ist, die sie so zu denken verleiht, oder ob sie diesen Charakterzug von ihrem Vater geerbt hat. Immer mehr Geheimnisse werden aufgedeckt und es war spannend zu lesen, wie sie sich entwickelt und vor allem begreift, zu was sie eigentlich fähig ist. Es gibt viele Nebencharaktere, die mir sehr gefallen haben. Einige jedoch überhaupt nicht. Teren und Spinne. Ich mochte sie überhaupt nicht, gleichzeitig war ich aber neugierig, weswegen sie so denken und handeln. Dies wurde jedoch nicht weiter erläutert. Das Ende war etwas komisch: ich hatte das Gefühl, dass ausgerechnet diese eine Person, die ich wirklich mochte, vielleicht doch nicht so gut ist wie sie vorgibt zu sein... Was wird nun aus Adelina und ihrer Schwester? Wie wollen sie ihr Land retten? Und vor allem: kann Adelina ihre dunkle Seite kontrollieren?

    Das ist Dark-Fantasy vom feinsten. Die Geschichte hat wirklich gut angefangen, aber sie hat noch Potenzial besser zu werden. Ich bin gespannt, was sich die Autorin ausgedacht hat. Was wird aus den Malfetto's? Was wird mit der Königin passieren? Was hat Beldain damit zu tun? Ich nehme mal den zweiten Band zur Hand und hoffe, dass meine Fragen beantwortet werden können.

  8. Cover des Buches Elementarteilchen (ISBN: 9783832162788)
    Michel Houellebecq

    Elementarteilchen

     (420)
    Aktuelle Rezension von: fhaubold

    "Elementarteilchen" ist m. E. der beste und vielschichtigste Roman Houellebecqs. Vor allem schafft er es in diesem Buch, seine Figuren (zumindest einige davon) mit Wärme und Empathie zu beschreiben, was ihm sonst eher fernliegt. 

    Zwar treibt er mit dem ungleichen Brüderpaar gesellschaftliche Entwicklungen auf die Spitze, aber er tut dies, ohne die Handlungsträger bloßzustellen. Wohl niemand seiner Schriftstellergeneration hat die Neurosen und den Werteverlust der westlichen Gesellschaft so treffend beschrieben wie Houellebecq es in diesem Roman tut. 

    Die von ihm unterstellte  Unmöglichkeit für die meisten Menschen, wirkliches Glück zu finden, ist zweifellos angesichts der Verheißungen der every-thing-goes- Gesellschaft sicherlich unpopulär, hat aber einen wahren Kern. Und der Science Fiction-Teil des Romans ist zweifellos überzeichnet, führt seine Thesen aber konsequent zu Ende. Ich kann den Roman jedenfalls unbedingt zur Lektüre empfehlen.








  9. Cover des Buches Die Tochter des Malers (ISBN: 9783746631820)
    Gloria Goldreich

    Die Tochter des Malers

     (60)
    Aktuelle Rezension von: Diiana

    Der Roman aus der Bücherserie "Mutige Frauen zwischen Kunst und Liebe" handelt von dem Leben der Familie Chagall. Der berühmte Maler Marc Chagall, seine Frau Bella und seine Tochter Ida leben, nach der Flucht aus Russland, in einem sehr ansehnlichen Haus in Paris. Sehr behütet wächst Ida in diesem Haus auf. Als sie den Studenten Michel kennenlernt, verschlechtert sich die einst innige Beziehung zu ihrem Vater. Dann wird Frankreich von den Deutschen besetzt und der Familie droht Gefahr. Sie fliehen in die Vereinigten Staaten und bauen sich dort ein neues Leben auf, das jedoch viel Veränderung und viele Probleme mit sich zieht. 

    Ich habe schon ein paar Bücher aus dieser Reihe gelesen und war ziemlich begeistert. Deshalb war ich sehr interessiert an diesem Buch, vorallem weil ich mit Marc Chagall zunächst nicht viel anfangen konnte. Das Buch hat ganz gut angefangen, als in der Familie noch alles ziemlich friedlich war. Doch mit der Zeit wurde es teilweise sehr langweilig und langatmig. Sätze waren zu detailliert, denn viele Informationen waren unwichtig. Vieles hat sich wiederholt, weshalb wenig spannendes hinzukam. Die Person Marc Chagall war teilweise sehr nervig, aber auch Ida und andere Figuren waren oft unsympathisch. 

    Deshalb hat mich dieser Roman leider nicht überzeugt.

  10. Cover des Buches Blut und Seide (ISBN: 9783426517178)
    Marita Spang

    Blut und Seide

     (62)
    Aktuelle Rezension von: lielo99
    Marita Spang hat mit diesem Buch die landläufige Vorstellung historischer Romane bestens bedient. Jugendliche verlieben sich, dürfen nicht zusammenkommen und nach vielen Irrungen und Wirrungen geschieht es dann doch. 
    Was mir gut gefiel ist, dass Frau Spang die historischen Geschehnisse ausführlich beschreibt und dafür aufwendige Recherchen betrieb. Auch ihre Sprache gefiel mir, da sie anspruchsvoll und bildhaft ist. Ich konnte mich gut in die Hauptperson hineinversetzen und lernte zudem auch noch einiges über Kräuter und deren Wirkung kennen.
  11. Cover des Buches Der Club der unverbesserlichen Optimisten (ISBN: 9783518468623)
    Jean-Michel Guenassia

    Der Club der unverbesserlichen Optimisten

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Ksenia_Georgieva

    Das Buch ist extrem atmosphärisch und authentisch.

    Dem Autor ist gelungen alles in so einem Detail zu übertragen, dass ich sehr oft das Gefühl hatte wie eine Freiwillige Besucherin dazusitzen, die sehr müde durch Paris Spazieren würde und hat sich im "Balto" gesetzt um eine Tasse Kaffee zu trinken. Ich belausche die Gespräche, innerlich nehme in den Debatten teil und beobachte sehr nachdenklich die Schachspiele, trotz der Tatsache, dass ich selbst nicht spielen kann.

    So viele Ereignisse sind in nur 5 Jahren passiert: romantische, schöne, lustige, aber auch schlechte, traurige und sogar tragische. Man geht alles mit den Protagonisten durch und am Ende ist es extrem schwierig sich zu verabschieden. Fabelhaftes und wunderschönes Buch, das ich nie vergessen werde.

  12. Cover des Buches Die Rache der Wanderhure (ISBN: 9783426510056)
    Iny Lorentz

    Die Rache der Wanderhure

     (869)
    Aktuelle Rezension von: Chrissy_Em_Rose

    ... sollte man meinen. 

    Sie und ihr Mann Michel bekommen eine Tochter und scheinen endlich in einem perfekten Leben angekommen zu sein und dann sie müssen in den Krieg ziehen und was dort passiert war für mich wieder ein Grund, das Buch nicht aus den Händen zu legen. 

    Damit hatte ich nicht gerechnet!

  13. Cover des Buches Das Kreidekreuz (ISBN: 9783442372409)
    Ulrike Schweikert

    Das Kreidekreuz

     (79)
    Aktuelle Rezension von: sommerlese
    Der historische Roman "*Das Kreidekreuz*" ist die Fortsetzung von "*Die Tochter des Salzsieders*" von Autorin "*Ulrike Schweikert*"  aus dem "*Blanvalet Taschenbuch Verlag*" im Jahr 2009.

    Schwäbisch-Hall im 16. jahrhundert: Nur auf Drängen ihrer Familie und nicht aus Liebe hat Anne Katharina Vogelmann den Salzsieder und Ratsherrn Michel geheiratet. Die bis in ihren Heimatort führenden Unruhen der Bauernkriege bringen Rugger, Katharinas große Jugendliebe zurück. Als er ihr plötzlich begegnet, merkt sie erneut die große Leidenschaft für diesen Mann. Bald gerät Anne Katharina zwischen die Fronten der verfeindeten Parteien. Sie muss sich entscheiden – nicht nur, auf welcher Seite sie steht, sondern auch zwischen ihrem Ehemann und ihrer Jugendliebe.

    In diesem Band ist Anne Katharina Vogelmann nach einer arangierten Ehe an Michel gebunden. Sie hat drei Kinder, die Ehe ist  aber ziemlich unglücklich. Auch hat sie nun eine böse Schwiegermutter, die ihr das Leben schwer macht. Das Auftauchen ihrer großen  Jugendliebe Rugger macht ihr schwer zu schaffen, denn die alte Liebe entflammt erneut. Da Rugger und Michel während der Aufstände auf verschiedenen Seiten kämpfen, gerät auch Anne zwischen die Fronten. Einige Beschreibungen sind schwülstig genau beschrieben, dafür gibt es sicher Fans, mir erschien es streckenweise recht übertrieben.
    Neben der ziemlich ausführlich ausgeführten Liebesgeschichte geht es aber auch um historische Belange, die in vielen Schlachten beschrieben werden. Die soziokulturellen Gegebenheiten im Mittelalter und der gelebte Alltag der Menschen wird klar deutlich gemacht.
    Man merkt, wie umfangreich sich die Autorin mit den Gegebenheiten auseinandersetzt und sieht sich bildhaft in die Zeit der Bauernkriege versetzt. Auch hier muss ich die Menge der Kampfhandlungen kritisieren.
    Wobei mich die Autorin jedoch wieder völlig gepackt hat, sind ihre authentisch wirkenden Charaktere, deren Schicksal mich unglaublich fesselten und in die ich abgetaucht bin.
     

    Die Autorin hat durch ihre überzeugende Schreibleistung einen historisch interessanten Roman geschrieben, der mir trotz einiger Übertreibungen von Klischees gut gefallen hat.
     

  14. Cover des Buches Léon und Louise (ISBN: 9783423253635)
    Alex Capus

    Léon und Louise

     (553)
    Aktuelle Rezension von: AmirasBibliothek

    Ich musste erst ein paar Tage verstreichen lassen, bis ich anfangen konnte, diese Rezension zu schreiben.


    Mein erster Eindruck war: Die Geschichte kommt mir bekannt vor. Ich dachte, ich hätte sie schon mal als Film gesehen. Wie sich dann aber herausstellte, gibt es den noch nicht. Ein Zustand, der möglichst schnell geändert werden sollte, wie ich finde. Auf den Schreibstil werde ich gleich zwar nochmal genauer eingehen, aber er ist eindrucksvoll, sodass dem Leser automatisch ein Film vor Augen steht. Vom Stil hätte es tatsächlich auch ganz gut ein typischer französischer Film sein können.


    Gleich vorwegnehmen möchte ich, dass eine Freundin von mir das Buch ebenfalls gelesen hat und noch viel begeisterter ist als ich. Sie hat mich dazu gebracht, das Buch endlich in die Hand zu nehmen und dafür bin ich ihr sehr dankbar.


    Was hatte ich erwartet? Eine Liebesgeschichte mit Ups und Downs. Vielleicht auch sehr klischégeladen. Was habe ich bekommen? Eine Liebesgeschichte, aber nicht nur zwischen den beiden Protagonisten, sondern mit dem Leben selbst. Ja, es gibt Aufs und Abs, aber sie wirken hier nicht dramatisch, sondern sehr realistisch. Beide Liebenden zeigen ein Urvertrauen in das Leben und sich selbst. Sie haben keinen Anspruch, ein Leben in Poesie zu leben, sondern machen ihr eigenes, so wie es ist, zu ihrer besonderen Art von Kunst.


    Interessant ist die Erzählperspektive: Zwar ist es ein neutraler Erzähler, aber trotzdem wird eine Sicht in die Gedankenwelt der einzelnen Charaktere offenbart. Der Erzähler gibt sich auch zu Bekennen und wendet sich zum Teil direkt an den Leser. Es ist zwar kein beeindruckender Fakt, wer der Schreiberling ist, da er aber Teil der erzählten Welt ist, möchte ich nicht spoilern. Was mir aber beim Lesen Kopfzerbrechen bereitet hat, ist der Umstand, dass der Erzähler auch so viele Dinge weiß, die er eigentlich gar nicht wissen kann. Auch nicht durch Tagebucheinträge. Manchmal stellt er auch nur Vermutungen an, aber durch die Art, wie er diese ausholend aufwirft, wirkt es dann doch wie ein unumstößlicher Fakt.

    Das soll keinesfalls Kritik sein, sondern nur den paradoxen Charakter der Erzählung herausstellen. Ich habe auch mit der besagten Freundin darüber gesprochen und die hat das gar nicht gestört. 


    Neben dem Schicksal der beiden Protagonisten, die von zwei Kriegen gezeichnet sind, werden auch politische und geschichtliche Umstände diskutiert. Das war umso interessanter, da wir uns ja in Frankreich befinden. Sonst lese ich über die NS-Zeit meistens aus deutscher Perspektive.

    Auch ungewohnt, aber nicht unwillkommen, war in diesem Zusammenhang der heitere, hoffnungsvolle Grundton der Erzählung. Ähnlich wie Léon und Louise selbst es anmuten, legt auch der Erzähler ein gewisses Urvertrauen an Das Leben, á la es kommt schon so, wie es kommen soll, an denTag.


    Was ich ein bisschen schade fand, war, dass ich im Gegensatz zu Léon keinen richtigen Zugang zu Louise finden konnte. Klar, sie ist eine sehr starke Person und etwas Besonderes. Etwas kalt und unabhängig, vielleicht auch dominant. Aber den Zauber, den Léon in ihr gesehen hat, den konnte ich leider nicht erfassen. Aber vielleicht ist es auch wichtig, dass er dieses Geheimnis selbst vor dem Leser bewahren kann... 


    Nun zum Schreibstil. Hmm, wie soll ich das erklären? Ich denke, dass die zahlreichen hier aufgeführten Zitate es besser zeigen, als ich es beschreiben kann. Eine ganz besondere und schöne Note. Sie zeugt von einer sehr durchachten Art zu denken. Ganz klar: Es steckt ein verkopfter Mensch dahinter. Jemand, der sich über alles den Kopf zerbricht und gleichzeitig das Talent hat, den Nagel auf den Kopf zu treffen. Aber dafür mit dem Hammer ganz weit ausholen muss. Dadurch ergeben sich Gedanken, die mir auch bereits durch den Kopf geschworren sind und sicherlich niemand für sich gepachtet hat. Aber so klar vor Augen wie hier hatte ich sie nie. 


    Besonders war auch die Art, mit der Vorausdeutungen gemacht wurden. Der Erzähler hat selbst kleinste Details so verkauft, als wenn sie teleologisch motiviert wären. Als gäbe es gar keine andere Möglichkeit, damit alles so endet, wie es endet.

    Das Ende... Könnte das Leben selbst geschrieben haben, so wie es da steht.


    Ein ganz besonderes Buch voller vieler einprägsamen Szenen. Und trotzdem denke ich immer noch, mir würde ein Puzzle-Stück fehlen. Vielleicht ist es aber auch einfach die Ehrlichkeit, die zwischen den Zeilen mitschwingt. Ich weiß nicht, ob ich an Léons oder Louises Stelle sein möchten, trotz dem Besonderen, was die beiden miteinander teilen.


    Noch einen Punkt möchte ich thematisieren: Eignet sich der Roman für die Schule? Meine Freundin sagt: Nein. Denn was sollten die Jungs in der Zeit machen? Und was soll man im Unterricht besprechen? 

    Ich bin mir nicht sicher. Der Schreibstil ist schon eine Kuriosität. Sicherlich könnte man Erzähltheorie an diesem Beispiel hervorragend thematisieren. Aber sie hat Recht: Entweder, man holt inhaltlich aus, oder lässt das ganze Buch weg. Die Schüler, vor allem mit den historischen Ereignissen, allein zu lassen, halte ich für keine gute Idee. Deswegen bietet sich eine Kooperation mit dem Geschichtsunterricht an.

    Und allen männlichen Lesern möchte ich an dieser Stelle Mut machen, es doch einfach mal zu versuchen. Immerhin ist unser Protagonist auch ein waschechter Kerl. 

  15. Cover des Buches ADAC Reiseführer Plus Hamburg + Cityplan (ISBN: 9783899052442)
  16. Cover des Buches Ein Anton fürs Leben: Friede, Freunde, Eierkuchen (ISBN: 9783789104176)
    Meike Haberstock

    Ein Anton fürs Leben: Friede, Freunde, Eierkuchen

     (23)
    Aktuelle Rezension von: Juli_Miller
    Mein Sohn ist inzwischen 8 Jahre alt und wir haben mit der Antonreihe vor 3 Jahren gestartet; mittlerweile haben wir ganz viele mit den Büchern infiziert; u.a. haben im ersten Schuljahr zwei Grundschullehrerinnen mit Begeisterung alle 3 AntonBücher in ihren Klassen vorgelesen ! Auch viele Freunde haben bereits auf Empfehlung Anton gekauft und sind sehr angetan! Es wirkt im Alltag vieles nach und gibt einen Einblick in die Kinderseele; als Mutter habe ich mich oft hinterfragt und selber vieles neu gesehen aus Kindersicht! TOP!
  17. Cover des Buches Michels Unfug Nummer 325 (ISBN: 9783789112102)
    Astrid Lindgren

    Michels Unfug Nummer 325

     (19)
    Aktuelle Rezension von: danielamariaursula
    Wer kennt ihn nicht, den liebenswerten Lausejungen Michel aus Lönneberga?

    Wir haben neben dem großen Michel Sammelband auch die kleinen Einzelbände und diesen in der bezaubernden Büchersterne Ausgabe für Leseanfänger der 2./3. Klasse.

    Der ganze Hof schwirrt und surrt im Sommer nur so vor Fliegen, ach was hätte Michels Mutter gerne diese neumodischen Fliegenfänger. Aber das ist Geldverschwendung findet Michels Vater sie haben doch einen Fliegenklatsche und Lina!
    Michel würde seiner Mutter so gerne diesen Wunsch erfüllen und denkt scharf nach! Was dabei rauskommt ist natürlich Unfug, aber wirtschaftlich so erfolgreich, daß er seiner Mutter jede Menge Fliegenfänger kaufen kann, mit denen er sie überraschen kann.... und damit wird der Unfug immer größer! Und am Ende, wie könnte es anders sein, landet Michel im Tischlerschuppen und schnitzt Männchen Nr. 325!

    Herzerwärmend erzählt, urkomisch und mit hinreißend farbig illustriert. Eine wunderbare Ausgabe in Fibelschrift für kleine Leseanfänger gut zum Selberlesen durch große klare Schrift und viele Kapitel zum Verschnaufen.

    Und im Anhang noch mit Textverständnisüberprüfung von Luna Leseprüfung. Ein echter Klassiker modern aufbereitet für fortgeschrittene Leseanfänger. Absolute Kaufempfehlung, da man es gut immer und immer wieder lesen kann, so wie wir!
  18. Cover des Buches Michel in der Suppenschüssel (ISBN: 9783789109508)
    Astrid Lindgren

    Michel in der Suppenschüssel

     (99)
    Aktuelle Rezension von: sommerlese
    Die wunderbare Schriftstellerin "*Astrid Lindgren*" schrieb die Geschichte von Michel aus Lönneberga im Jahre 1963. Der erste Teil der Buchreihe ist "*Michel in der Suppenschüssel*".

    Michel aus Lönneberga ist fünf Jahre alt und stark wie ein kleiner Ochse. Er ist ein niedlicher Junge, aber er ist schon recht eigensinnig und hat jede Menge Unsinn im Kopf. Wie zum Beispiel an dem Tag, als Michel seinen Kopf in die Suppenschüssel steckt …

    Über diese Episode aus Michels Leben kann man eigentlich immer wieder lachen. Er ist so begeistert von der leckeren Rindfleischsuppe, dass er unbedingt den letzten Rest davon haben muss. Also steckt er den Kopf in die Schüssel. Die Folge ist eine Fahrt der Svensons zum Doktor. Der sieht es mit Humor. Für Michel allerdings endet dieser Tag mal wieder im Tischlerschuppen, wo er seine Holzfigürchen schnitzt.

    Es ist so schön, wie Astrid Lindgren die Streiche von Michel auf eine ganz alltägliche einfache Weise beschreibt und damit voll den Nagel auf den Kopf trifft. Man kann von diesem Buch einfach nur begeistert sein, so gut unterhält es und macht richtig Spaß.

    Worüber ich dann doch etwas erschrocken war, ist die Tatsache, dass
    die Dorfbewohner für Michels Eltern Geld sammeln und dadurch erreichen wollen, dass die Eltern ihn nach Amerika schicken, weil er in ihren Augen zu viel Unfug macht.
    Doch Kinder sehen dahinter wohl nicht so sehr die böse Absicht, als eher das Grausen was Michels Streiche mit sich bringt.

    Dieses Kinderbuch unterhält auf humorvolle Weise, zeigt Kindern die Grenzen von bösen Streichen auf und ist dennoch nicht mit erhobenem Zeigefinger erzählt. Eine wunderbare lustige Geschichte, die man immer wieder lesen kann.
     

  19. Cover des Buches Als Klein-Ida auch mal Unfug machen wollte (ISBN: 9783789118548)
  20. Cover des Buches Die Tochter der Wanderhure (ISBN: 9783785743522)
    Iny Lorentz

    Die Tochter der Wanderhure

     (490)
    Aktuelle Rezension von: KiraNear
     Name: Die Tochter der Wanderhure
    Autor: Iny Lorentz
    Genre: Mittelalter, Hetero, Drama
    Preis: [D] € 10,99
    Seiten: 709
    Sprache: Deutsch
    Erscheinungsjahr: 2008
    ISBN: 978-3-426-66242-7
    Verlag: Knaur Verlag


    Klappentext:
    Auf der Hochzeit von Trudis Freundin wird Michel ermordet. Marie und Trudi sind am Boden zerstört und entsetzt. Sofort verdächtigen sie den Söldnerführer Peter von Eichenloh, mit dem Trudi heftig aneinandergeraten war. Diesem gelingt es jedoch, sich von der Tat reinzuwaschen. Die Lage der beiden Frauen wird nach dem Tod des geliebten Mannes und Vaters immer schwieriger, denn niemand traut ihnen zu, Kibitzstein erhalten zu können, und diejenigen, die sie bisher für Freunde hielten, erweisen sich nun als habgierige Neider. Zudem ist ihr größter Gönner, der mächtige Fürstbischof von Würzburg, vor kurzem verstorben, so dass sie nun ohne Schutz dastehen. Allein König Friedrich könnte noch helfen, und so macht sich Trudi heimlich und ohne Wissen ihrer Mutter auf den Weg, um seine Unterstützung zu erbitten. Es wird eine abenteuerliche Reise, auf der Trudi mehr als einmal in Lebensgefahr gerät, aus der ihr ausgerechnet der Mann hilft, den sie für den Mörder ihres Vaters hält ...


    Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):
    Es ist schon eine Weile her, dass ich die drei ersten Bücher der Wanderhuren-Reihe gelesen habe, zwar hatte ich mir das Buch bereits im Dezember ausgeliehen, bin aber erst in den letzten ein bis zwei Monaten dazu gekommen, es zu lesen. Irgendwie hatte ich keine Lust, dann wegen der Fachabi-Vorbereitungen keine Zeit mehr ... naja, die habe ich mir jetzt genommen. Es war ein wenig ungewohnt, dass der Fokus nun nicht mehr auf Marie liegt, sondern auf ihrer ältesten Tochter Trudi. Man konnte sie auch nicht richtig kennenlernen, da Marie die meiste Zeit fern ihrer Heimat in ihren Abenteuern verbracht hat, weshalb man als Leser Trudi und die anderen Bewohner auf der Burg kaum kennenlernen konnte. Dementsprechend überrascht war ich, als man dann Trudi und ihren Charakter kennenlernen konnte. Das Mädchen lässt sich nichts sagen, ist jedoch noch ziemlich unerfahren. Dennoch lässt sie sich nicht aufhalten und ist total stur, wie man es auch von ihrer Mutter kennt. Man merkt einfach, dass die Erfahrung, die ihre Mutter hat, ihr fehlt. Was auch gut ist, so kann sie ihre eigenen Erfahrungen sammeln, auch, wenn sie nicht alle gut sind. Auch ist sie nicht Marie 2.0, wie es Kinder gerne mal in den Werken sind, sondern eine eigene Person. Auch ist nicht alles total Friede-Freude-Eierkuchen zwischen Tochter und Mutter, sondern sie haben eine normale Beziehung zueinander, welche auch gerne mal in Streit mündet. Ist auch bei zwei Sturköpfen kein Wunder.

    Die Geschichte war interessant, jedoch nicht so interessant wie die letzten drei Bücher. Irgendwie hat mir da ein Hauch an Spannung, aber auch an Abenteuer und derartigem gefehlt, auch weiß man bei diesen Büchern inzwischen, dass es für die Guten gutausgehen wird und für die Schlechten schlecht. Auch habe ich mir immer wieder die Hand auf den Kopf gehauen, angesichts der Blindheit, mit welcher Trudi einen bestimmten Charakter angehimmelt hat. Nicht nur einmal habe ich gewünscht: Mädel, wach auf! Mach die Augen auf! Warum bist du nur so blind vor Liebe? Es kamen auch ein paar Charaktere vor, die mir ein bisschen zu ähnlich waren, so konnte ich sie kaum unterscheiden und wusste nicht mehr genau, wer jetzt nun wer ist, welche Rolle welcher Charakter nun genau spielt. Hat den Lesefluss jetzt nicht komplett gekillt, aber ein bisschen nervig war es dann schon. Wenigstens stachen die wichtigsten Leute hervor, das passte dann schon am Ende. Was mich mehr genervt hat, war, dass es sich am Anfang etwas gezogen hat, aber ab dem zweiten Drittel ging es dann wieder. Abgesehen von einer gewissen Stelle, welche sich auch leider ein wenig gezogen hat. Es wäre schön gewesen, wenn man bei den beiden Stellen etwas schneller zur Sache gekommen wäre.


    Leseprobe:
    Trudi strich sich die Haare aus dem Gesicht und betrachtete Georg von Gressingen verträumt. Noch nie war ihr ein Mann begegnet, der dem Ideal eines edlen Ritters so sehr entsprach. Er war gut eine Handbreit größer als sie und dabei schlank und geschmeidig wie eine Birke. Dunkelblondes Haar umrahmte ein schmales Gesicht, und seine blauen Augen leuchteten so schmeichelnd, dass ihr Herz wie Butter in der Sonne schmolz. Sie liebte ihn! Und sie sehnte sich ebenso wie er nach dem Kuss, um den er sie gebeten hatte.

    Dennoch wollte sie es ihm nicht zu leicht machen. Flink schlüpfte sie unter seinen zugreifenden Armen hinweg und sah, wie er vom eigenen Schwung getragen stolperte. Schnell drehte sie sich, damit es so aussah, als mache er einen tiefen Kniefall vor ihr.

    "Das geschieht Euch recht!" Lachend wandte sie sich ab und tauchte zwischen den Bäumen unter.

    Ihre Freundin Bona hatte Hardwin von Steinsfeld eine kurze Berührung ihrer Lippen gewährt. Als sie sah, wie Trudi mit ihrem Verehrer spielte, wand sie sich ebenfalls aus Hardwins Armen und rannte hinter ihr her.

    "Das war ein Streich!", rief sie und blickte zurück. Hardwin konnte sie durch die Bäume und Sträucher hindurch nicht mehr erkennen. Aber sie sah, wie Georg von Gressingen sich auf die Beine kämpfte und verärgert auf die Stelle starrte, an der Trudi im Unterholz verschwunden war.

    "Warum hast du denn Junker Georg nicht den Kuss gewährt, den er erbeten hat?", fragte sie. Trudi gab ihr keine Antwort, sondern rannte noch tiefer in den Wald hinein.


    Fazit:
    wie immer hatte ich viel Spaß das Buch zu lesen, daher finde ich es schade, dass ich aus diversen Gründen über ein halbes Jahr gebraucht habe, bis ich endlich dazu kam, es in Ruhe oder überhaupt mal zu lesen. Auch wenn es nicht unbedingt mein Lieblingsteil aus der Reihe ist, warum, hab ich ja bereits erwähnt, gefällt es mir im Gesamteindruck doch recht gut. Da dies nicht der letzte Band der Wanderhuren-Reihe ist, und es noch mehrere Bände dazu gibt, freue ich mich schon darauf den nächsten Band "Tochter der Sünde" zu lesen, auch wenn ich im Moment nicht sagen kann, wann das sein wird. Vermutlich erst ab September, Oktober rum, aber ich will mich da noch nicht festlegen. Diesem Band vergebe ich insgesamt und aufgerundet 4 Rubine. Man kann ihn schon für sich lesen, aber ich würde empfehlen, dass man vorher die ersten drei Bände liest, damit man vollkommen im Bild ist. 
  21. Cover des Buches Österreich-Spezial-Katalog 2007 (ISBN: 9783878581536)

    Österreich-Spezial-Katalog 2007

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    Noch keine Rezension vorhanden
  22. Cover des Buches Schmetterlingswinter (ISBN: B01LFNCLRA)
    Kea von Garnier

    Schmetterlingswinter

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    Aktuelle Rezension von: Turtlestar

    Ein weiteres Buch von meinem SUB konnte ich nun in das Regal „gelesene Bücher“ stellen. Es ist in diesem Fall auch schon wieder eine Weile her, wo ich das Buch bekommen habe.
    Auf der FBM2016 habe ich ein kurze Lesung mit anschließendem Interview von Kea von Garnier gehört. Im Anschluss hatte ich das Glück ein signiertes Buch von Kea zu bekommen.


    Mira ist 15 und lebt in Berlin. Ihre Eltern haben sich getrennt und nun lebt sie mit ihrer Mutter, dem neuen Mann und Halbbruder Maxi in einem kleinen Haus. Sie fühlt sich ungeliebt und unverstanden. Nur Kat und Vali, ihre besten Freundinnen geben ihr halt. Probleme verbinden eben.
    Mira vernachlässigt die Schule, hört nicht, macht was sie will, geht feiern. Saufen und Klauen sind zu einem Hobby geworden, die ihr den entsprechenden Kick geben. Bis sie erwischt wird. Astrid ist aber anders wie alle anderen Erwachsenen und ruft nicht sofort die Polizei. Sie hört ihr zu, gibt ihr eine zweite Chance. Mira wird von nun an auf der Schmetterlingsfarm arbeiten „müssen“. Dieses Treffen verändert Miras Leben und stellt es ganz schön auf den Kopf.


    Es handelt sich bei diesem Buch um einen Jugendroman. Gut nun ist meine Jugend eventuell schon 1-2 Jahre her, trotzdem kann ich mich noch halbwegs gut daran erinnern.
    Kea von Garnier ist es sehr gelungen, die Gedanken und Gefühle von Mira auf den Punkt zu bringen. Mit ihrem lockeren und gefühlvollen Schreibstil spricht sie vermutlich vielen jungen Mädchen aus der Seele. Ich kann mir vorstellen, dass sie diesen mit dem Buch zeigen kann, dass sie nicht alleine sind, dass mehrere so fühlen und es sich lohnt weiter zu machen.
    Ein mehr als gelungenes Debüt für von Kea von Garnier.
  23. Cover des Buches Michel muss mehr Männchen machen (ISBN: 9783789109942)
    Astrid Lindgren

    Michel muss mehr Männchen machen

     (48)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Art: Kinderbuch/Klassiker
    Seiten: ca. 115
    Sonstiges: Teil 2


    Michel blies auf seiner Flöte, dass die Amseln staunten, aber plötzlich hörte er auf zu blasen und nahm die Flöte aus dem Mund.
    "Weißt du, was ich morgen machen werde ?", fragte er.
    "Ne.", sagte Alfred. "Irgendeinen Unfug ?"
    Michel steckte wieder die Flöte in den Mund und fing an zu spielen. Da ging er und blies eine Weile und dachte scharf nach.
    "Ich weiß nicht.", sagte er schließlich. "Ich weiß das nie vor nacher."
    //S....ca. 115//

    Klappentext:

    Michel aus Lönneberga ist ein richtiger Lausejunge! Er macht mehr Unfug als alle anderen Kinder auf der Welt. Wenn er etwas angestellt hat, schickt sein Papa ihn in den Tischlerschuppen. Jedes Mal schnitzt Michel sich dort ein lustiges Holzmännchen. Mehr als hundert hat er schon und es kommen immer wieder neue dazu. Wie zum Beispiel an dem Tag, als Michel die Mausefalle ausgerechnet so hinstellt, dass sein Papa mit dem großen Zeh hineintappt … Noch mehr Unfug von Michel aus Lönneberga gibt es in "Michel in der Suppenschüssel" und "Michel bringt die Welt in Ordnung".

    Meine Meinung:

    Ich denke, ich brauche hier nun wirklich nicht eine riesengroße Rezi draus zu machen...schließlich kennt jeder Michel, oder ?

    Also mir hat dieses zweite Buch um Michels Abenteuer auch wieder sehr gut gefallen. Es ist wunderschön geschrieben, bietet viele Situationen zum Schmunzeln und Lachen und lässte einen wieder an die eigene Kindheit erinnern.

    Ich fand es echt süß, wie er immer versuchte, alles wieder gut zu machen und es dadurch nur noch schlimmer machte...dem Bengel kann einfach nicht lange böse sein.

    Es dreht sich in diesem Band wieder um den Hof in Lönneberger, wie Alfred der Lina einen Antrag machen will, Michel alte Menschen befreit und er sein 100. Männchen fertig stellt.


    Bewertung:Ein Kinderbuch, was nun wirklich jeder einmal gelesen haben sollte, weil es einfach sein muss. Eine tolle Geschichte mit liebevollen Zeichnungen, die wirklich Spaß macht.
    Von mir gibt es:

    5 von 5 Sternen



  24. Cover des Buches Erzählungen (ISBN: 9783960521297)
    Astrid Lindgren

    Erzählungen

     (27)
    Aktuelle Rezension von: TheBookWorm
    Diese Sammlung an Erzählungen von der großartigen Astrid Lindgren habe ich als Kind von meiner Oma zum Geburtstag geschenkt bekommen und liebe es auch heute als Erwachsene noch darin zu lesen.
    Die Geschichten sind mal länger und mal kürzer, einige traurig und nachdenklich, andere fröhlich und lustig, aber alle in Astrid Lindgrens wunderschönem Erzählstil verfasst.
    Neben altbekannten und viel geliebten Lindgren-Figuren wie Lotta aus der Krachmacherstraße, den Kindern aus Bullerbü und Madita, trifft man auch auf viele neue Freunde. Die Protagonisten in diesem Buch sind alle ganz normale Kinder mit meist ganz normalen Kinderproblemen und –sorgen.
    Man fühlt sich beim Lesen dieser Geschichten einfach warm und wohlig und wie in eine andere, eine einfachere Zeit zurück versetzt. Wenn ich mich für eine Lieblingsgeschichte entscheiden müsste, denn eigentlich liebe ich sie alle, dann wäre das „Polly hilft der Großmutter“. Dabei handelt es sich um eine der diversen Erzählungen in diesem Buch, die zur Weihnachtszeit spielen.
    Zudem wurden die Geschichten von Ilon Wikland sehr schön illustriert.
    Dieses Buchjuwel ist für Groß und Klein absolut empfehlenswert!

    Folgende Erzählungen beinhaltet dieses Buch:
    Na klar, Lotta kann Rad fahren
    Sammelaugust
    Große Schwester, kleiner Bruder
    Lustiges Bullerbü
    Weihnachten in Bullerbü
    Unterm Kirschbaum
    Ein småländischer Stierkämpfer
    Etwas Lebendiges für den lahmen Peter
    Polly hilft der Großmutter
    Ich will auch in die Schule gehen
    Kindertag in Bullerbü
    Goldkind
    Wer springt am höchsten?
    Ich will auch Geschwister haben
    Märit
    Pelle zieht aus
    Gute Nacht, Herr Landstreicher!
    Lotta kann fast alles
    Guck mal, Madita, es schneit!

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