Bücher mit dem Tag "michelangelo"

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57 Bücher

  1. Cover des Buches Nichts weniger als ein Wunder (ISBN: 9783734108662)
    Markus Zusak

    Nichts weniger als ein Wunder

     (104)
    Aktuelle Rezension von: Lo_Roja

    In seinem Roman "Nichts weniger als ein Wunder" beschreibt Markus Zusak multiperspektivisch eine Coming-of-Age-Geschichte der Familie Dunbar. Während der Handlung lernt der Leser viele verschiedene Figuren kennen, taucht in deren Innen- und Außensicht ein und erfährt die Tiefen der Charaktere aufgrund von Retrospektiven. 

    Es dauert sehr lange, bis der Leser das Setting der Handlung erkennen kann. Penny Dunbars Geschichte beginnt in einem Land der ehemaligen UdSSR, wo sie als einzige Tochter streng, aber doch liebevoll von ihrem Vater aufgezogen wird. Dieser ermöglicht ihr die Flucht nach Amerika, wovon in mehreren Passagen ausschnittsweise erzählt wird. Besonders dieser Teil der Geschichte ist sehr berührend, sprachlich wundervoll gestaltet und schafft es, den Leser sowohl emotional, als auch hinsichtlich der Spannung in seinen Bann zu ziehen. Gerade für diesen Teil des Romans verdient Zusak große Anerkennung! 

    Des Weiteren wird die Liebesgeschichte von Penny und Michael Dunbar beleuchtet, sodass der Leser nach und nach erfährt, was nach dem Tod der Mutter mit der Familie geschehen ist. Auch wenn Michael oft nur als "der Mörder" bezeichnet wird, so wird doch deutlich, dass auch er emotionale Tiefe und diverse Handlungsmotive aufweist. Gerade in Passagen, die auf Michael verweisen, wird stark mit den Gefühlen des Lesers gespielt. Auf kunstvolle Weise erzeugt Zusak eine Dichotomie aus Sympathie und Antipathie, manchmal sogar Hass, beim Leser. Jedoch sind die Bezeichnungen, die Zusak für die Charaktere wählt und die Beschreibung von Orten, Personen, Körperteilen oder Gegenständen mit Personfizierungen oder Pars-pro-toti oftmals irreführend. Dadurch erhält die Handlung unnötigen Twist und verliert aufgrund von Gedankenspielen zunehmend an Dynamik. Da an vielen Stellen Erklärungen nachgeliefert werden müssen, zieht sich der Roman ab der Hälfte bis zum Ende hin und wirkt dröge. 

    Einen besonderen Fokus erhält Matthew im Roman. Er ist die Erzählstimme und beschreibt aus personaler Sicht den Handlungsfortschritt. Dadurch sind die Informationen nicht immer glaubwürdig, da er als ältester Bruder befangen ist. Auch ist seine Sicht auf die Dinge verquert und von seinen Emotionen verzerrt. Er wirkt herablassend, als stünde er über den Dingen und be- und verurteilt seine Brüder für deren Handlungen, obwohl er sehr impulsiv ist. An vielen Stellen wäre es nötig gewesen, auf sprachliche Ausgestaltung zu verzichten und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. 

    Der Brückenbau sollte eigentlich (laut Klappentext) im Zentrum der Handlung stehen. Auch wenn er vielerorts thematisiert wird, so sehr häufig nur aus der Ferne, also weg vom Ort des Brückenbaus. Auch wenn die Brücke nur als Metapher dient, so wäre eine genauere Ausrichtung auf ebendiese wünschenswert. Erst im letzten Viertel der Handlung wird die Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart, nämlich mit der Ankunft Matthews bei der Brücke, wirklich geschlagen. Der Titel des Romans, der im Englischen viel treffender mit "Bridge of Clay" verdeutlich, wie die Ambiguität der Metapher zu verstehen ist, ist im Deutschen sehr schlecht umgesetzt. Besonders Clay nimmt durch seinen Namen, dessen englische Bedeutung und seine Figurenrolle eine tragende Funktion ein, der der Titel nicht gerecht wird. Alles in allem ist "Nichts weniger als ein Wunder" ein Roman, der Schwächen aufweist, und seinen Vorgängern "Der Joker" und "Die Bücherdiebin" nicht das Wasser reichen kann.

  2. Cover des Buches Der Architekt des Sultans (ISBN: 9783036959467)
    Elif Shafak

    Der Architekt des Sultans

     (74)
    Aktuelle Rezension von: Moni2506

    Elif Shafak erzählt in „The Architect‘ Apprentice“ vom Leben Jahans, der im 16. Jahrhundert zusammen mit einem weißen Elefanten nach Istanbul kam und Lehrling Sinans wurde, der als berühmtester Architekt des osmanischen Reiches in die Geschichte einging. Erschienen ist der Roman bei penguin im November 2014. Das Buch ist auf Deutsch unter dem Titel „Der Architekt des Sultans“ erhältlich. 


    Istanbul im 16. Jahrhundert: Jahan erreicht als 12jähriger Junge Istanbul an Bord eines Schiffes zusammen mit einem weißen Elefanten, der ein Geschenk für den Sultan ist. Während eines Feldzuges des Sultans trifft er auf den Architekten Sinan, der ihn fortan unter seine Fittiche nimmt. Auch Chota, der weiße Elefant, ist auf den künftigen Baustellen gerne gesehen und so bauen sie gemeinsam Moscheen, Aquädukte, Paläste und Mausoleen, die viele Jahrhunderte überdauern sollen. Doch nicht alles läuft so gut wie es den äußeren Anschein hat. Jahan muss lernen mit den Unwägbarkeiten des Lebens zurechtzukommen und nicht jeder ist ihm auf seinem Weg wohlgesonnen. 


    2019 auf der Buchmesse hatte ich mir vorgenommen ein Buch von Elif Shafak zu lesen und nun habe ich dieses Vorhaben endlich umgesetzt. Während der Literaturgala hat sie mich sehr beeindruckt und auch die kurze Lesung aus einem anderen Buch hatte mir sehr gefallen. Meine Wahl ist auf Grund der Zeit, in der es spielt, auf „The Architect’s Apprentice“ gefallen. 

    Der Schreibstil zieht einen sofort in seinen Bann. Ich konnte mir Istanbul und seine Bauten sowie die Leute, die in dieser Stadt leben, sehr gut vorstellen. Mit dem Englisch im Buch kam ich gut zurecht. Ich habe aber auch neue Worte gelernt, für die ich bisher andere englische Begriffe im Kopf hatte. 

    Der Erzählstil hat mir gut gefallen. Die Geschichte wird chronologisch erzählt, aber es gibt auch jederzeit etwas fürs Leben zu lernen. Jahan kommt mit 12 nach Istanbul und die Geschichte endet am Ende seines Lebens mit fast 100 Jahren. Wir wachsen mit Jahan mit, mit seinen Erfahrungen, seinen Erfolgen, seinen Rückschlägen. Welchen Menschen kann er trauen und wem nicht. Ich habe Jahans Weg gerne verfolgt und mochte seine Freundschaft mit dem weißen Elefanten sehr. Es ist aber nichts, wo man total mitfiebert. Man verfolgt das Geschehen, genießt die tolle Sprache Elif Shafaks und versucht seine eigenen Schlüsse aus den Ereignissen zu ziehen. Ich glaube, jeder, der das Buch liest, wird etwas ganz eigenes für sich mitnehmen, je nachdem welchen Erfahrungshorizont diese Person besitzt. 

    Chota, den weißen Elefanten, mochte ich sehr gern. In jedem Teil der Geschichte hat er eine wichtige Rolle gespielt, war dabei aber nie Mittelpunkt der Geschichte. Er hat Krieg gesehen, auf Baustellen gearbeitet, Geheimnisse beobachtet, wurde von Jahan umsorgt und war ihm in allen Lebenslagen eine wichtige Stütze. Lediglich eine Sache fand ich sehr schade. Oft wurde Chota als Biest bezeichnet, selbst von Jahan, was ich sehr respektlos empfand. Es mag zu der Zeit so gewesen sein, dass man Elefanten oder große Tiere allgemein so bezeichnet hat und 1-2 mal im Buch hätte mich das in bestimmten Situationen auch nicht gestört. Meiner Meinung kam das zu häufig vor und hätte so manches Mal auch anders gelöst werden können. 

    In die Geschichte rund um Jahan und Chota ist die Stadt Istanbul und das Leben in dieser Stadt im 16. Jahrhundert eingewoben. Wir erfahren etwas über die Sultane jener Zeit und deren Kriege. Wir erleben, was es bedeutet, in einer Stadt zu wohnen, in der die unterschiedlichsten Menschen zusammen kommen und in der verschiedene Religionen ihren Platz finden müssen und dann ist da noch die Geschichte Sinans, des berühmtesten Architekten des osmanischen Reiches. Wir lernen etwas über seine Bauten, mit welchen Hindernissen er umgehen musste und wie lange er gelebt hat. Es ist viel Wissen in das Buch eingeflossen, dennoch werden nur selten Jahreszahlen genannt. Das hat mir gezeigt, dass man zwar viel Wissen für sich mitnehmen kann, es aber nicht so darauf ankommt, wann etwas genau stattgefunden hat. Dies wird im Nachwort so auch bestätigt. 

    Die Kultur des osmanischen Reiches wurde in diesem Buch zum Leben erweckt mit all seinen Facetten. Dazu gehören Bräuche und Verhaltensweisen, die einem eher fremd sind, aber man erkennt auch einiges wieder, was man in historischen Romanen liest, bei denen die Personen im Buch überwiegend christlich sind. So kommt in kleineren Abschnitten des Buches Antisemitismus und Hass gegenüber Roma zur Sprache, insbesondere in Situationen, wo ein Schuldiger für bestimmte Ereignisse gefunden werden muss. Es gibt aber auch Personen im Buch, die die unterschiedlichsten Menschen zusammenbringen und gerade denen helfen, die es am schwersten im Leben haben. An mancher Stelle wirkte mir einiges ein wenig zu konstruiert und mit zu viel Glück im Spiel, insgesamt wurde ich von der Geschichte gut unterhalten. 

    Viel Zusatzmaterial gibt es nicht. So werden einige arabische Begriffe eingebracht, die über Fußnoten erklärt werden und zum Schluss gibt es noch ein kurzes Nachwort sowie eine Danksagung. Ein Personenverzeichnis sucht man hingegen vergeblich, was einem verraten könnte, welche Personen historisch verbürgt sind und welche nicht. Ein wenig wird das im Nachwort aufgenommen und ich denke, dass man in der Geschichte auch gut erkennt, wen es wirklich gab und wen nicht. 


    Fazit: Eine Geschichte, die mich gut unterhalten und zum Nachdenken angeregt hat. Ich habe die Geschichte Jahan uns Chotas gerne verfolgt und mochte es sehr Gast im Istanbul des 16. Jahrhunderts zu sein. Empfehlenswert für Personen, die sich für Istanbul und seine Historie interessieren und es mögen, wenn Geschichten gleichmäßig dahinfließen und ein paar Weisheiten fürs Leben bereithalten.

  3. Cover des Buches Verkauft (ISBN: 9783800080014)
    Constanze Dennig

    Verkauft

     (44)
    Aktuelle Rezension von: MissRose1989

    Das Cover des Buches passt sehr gut zum Inhalt, die erste Beobachtung zu dem Fall macht Alma Liebekind auch in einer Klink und auch die Stimmung des Bildes passt sehr gut zu der Handlung, die dann folgt. 

    Als Alma Liebekind eine seltsame Beobachtung in einem Wiener Sanatorium macht, in dem sie wegen einer Fehlgeburt behandelt wird, fragt sie sich, ob man hier ein Verbrechen verschleiern möchte und beginnt sich zusammen mit ihre Mutter auf eine nicht ganz ungefährliche Spurensuche...

    Constanze Dennig streift im Buch das sehr aktuelle Thema der Flüchtlingspolitik, aber das auch nur am Rande und das ist etwas schade, weil das hätte man etwas mehr einbinden können. Es fehlt hier einfach etwas der Fokus auf die Herkunft der Frau, die nachts ins Sanatorium eingeliefert wird. 

    Alma ist als Hauptprotagonistin etwas schwierig, sie ist irgendwie keine Figur, die man ins Herz schliesst, aber so ergeht es dem Leser mit allen Figuren, sie bleiben etwas blass, man kann sie nicht wirklich greifen. 

    Constanze Dennig beginnt nicht gleich mit dem wirklichen Fall, sie legt die Geschichte so an, dass man erstmal etwas die Charaktere und deren Einbettung in ihr Leben, so das es zu Beginn nicht wirklich wie ein Krimi anmutet, leider wird das auch im Verlauf des Buches nicht besser, weil der Spannungsbogen nicht wirklich vorhanden ist. 

    Constanze Dennig hat einen sehr interessanten Schreibstil, man kommt sehr gut in die Geschichte rein und durch ein paar kleine wienerische Feinheit kommt auch etwas der österreichische Charme des Buches durch. Sie hat eine sehr auffallende Sprachwahl, so dass man immer wieder Begriffe aus dem lateinischen oder dem Dialekt als Fussnote erklärt werden muss. Gewollt spannend legt sie kleine Spuren, die sie dann später im Buch wieder aufnimmt und deren Bedeutung erst dann klar wird, aber die auch nicht wirklich zur Spannung beitragen. 

    Dieser Band ist bereits der 4. Band der Reihe, an sich ist der Fall abgeschlossen, wer sich aber für die Figuren an sich interessiert und gerne mehr als den Steckbrief zu Beginn des Buches haben möchte, sollte mit Band 1 der Reihe starten. Wenn man erst mit Band 4 einsteigt, ist es etwas schwierig, die Personen immer klar zuzuordnen und sich die Beziehungen der Charaktere zu erschliessen. 


    Fazit: 

    Die Idee des Krimis ist wirklich gut, aber in der Umsetzung ist es eher ein spannender Roman als ein Krimi. Irgendwie steht der Fall eher so neben den Beziehungen zwischen den Charakteren und gewinnt nicht wirklich die Oberhand. 

    Constanze Dennig hat einen etwas spezielle Art zu schreiben, an die man sich gewöhnen muss und die sicher nicht jeder so gut findet, weil man manchmal eben erstmal die Fussnoten lesen muss und das schon im Lesefluss etwas stört. 

    Alles im allem kann man sagen, der Plot ist gut, das Cover auch, aber der Schreibstil, die Charaktere und auch der Fortgang der Handlung überzeugt nicht. Man muss sich sehr auf das Buch einstellen, weil der Humor und auch das Ermittlerduo aus Mutter und Tochter nicht wirklich zu der Krimiidee passen wollen. 

  4. Cover des Buches Die Madonna von Murano (ISBN: 9783838717531)
    Charlotte Thomas

    Die Madonna von Murano

     (145)
    Aktuelle Rezension von: Eva_G
    Venedig 1475: Während dem Karneval finden der Glasmacher Pietro und sein Gehilfe Pasquale ein schwerverletzte Schwangere, die nur noch ihr Kind gebärt und dann stirbt. Nachdem die Frau des Glasmachers einen Tag zuvor ein totes Baby zur Welt brachte, beschließt er, das Baby mitzunehmen und selbst aufzuziehen. Schon nach einigen Jahren wird das junge Mädchen namens Sanchia von ihrer Vergangenheit eingeholt und gerät in Todesgefahr.

    Der Schreibstil der Autorin lässt sich sehr gut lesen. Man merkt, dass ihr das Thema am Herzen liegt und sie sehr viel Zeit in die Recherche gesteckt hat. Das Buch ist an keiner Stelle langatmig (trotz der über 1000 Seiten) und voll interessanter historischer Details.

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Da mich die 1000 Seiten zuerst abgeschreckt haben, habe ich es gewagt und war von der ersten Seite an gefesselt und wollte immer weiterlesen.
  5. Cover des Buches Der sixtinische Himmel (ISBN: 9783596189465)
    Leon Morell

    Der sixtinische Himmel

     (59)
    Aktuelle Rezension von: AKSTE

  6. Cover des Buches Die Puppenspieler: Roman (ISBN: B0916787JD)
    Tanja Kinkel

    Die Puppenspieler: Roman

     (437)
    Aktuelle Rezension von: roxfour

    Ich bin auf dieses Buch zufällig beim Stöbern gestossen und habe es mir dann gekauft, da ich frühere Romane dieser Autorin gern gelesen habe. 

    Im Grunde startet das Ganze mit allem was allgemein in Büchern zur Hexenverfolgung gehört. Der Hauptteil hat mich sehr interessiert, da nun die verschiedenen, sehr unterschiedlichen Familienmitglieder aus dem Hause Fugger erleben darf. Mit Richards Weggang nach Italien kommen immer wieder neue Figuren ins Spiel, die es mir teilweise schwer gemacht haben dem Geschehen zu folgen. Der Hauptteil des Romanes hat dann meines Erachtens nur noch am Rande mit dem Start zu tun und auch die Familie Fugger an sich kam mir etwas zu kurz, letzten Endes ging es hauptsächlich ums Geldverdienen. Der Schreibstil der Autorin hat mir durchaus auch dieses Mal gefallen, was aber in Anbetracht der durchaus Längen aufweisenden Story nicht für vier Sterne gereicht hat.


  7. Cover des Buches Die Kuppel des Himmels (ISBN: 9783404164905)
    Sebastian Fleming

    Die Kuppel des Himmels

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Heleflo
    Inhaltsangabe:
    Rom gleicht einem Hexenkessel. Kriegerische und luxusversessene Päpste beherrschen die heilige Stadt. Es ist die Zeit der Renaissance. Geld spielt keine Rolle. Als der alte Petersdom zur Ruine wird, sieht Papst Julius II. seine Chance gekommen. Er beauftragt Donato Bramante, eine neue Basilika zu bauen. Gewaltiger als irgendeine je zuvor: das größte Gebäude des Abendlandes. Ein Symbol für die Allmacht der Kirche. Doch es gibt erbitterte Gegner, die den Bau verhindern wollen. Sie gehen über Leichen. Ohne seine kluge Geliebte, die Kurtisane Imperia, wäre Bramante verloren. Aber sie fordert von ihm ein großes Opfer. Und dann ist da noch der große Rivale: der geniale Michelangelo ...(Quelle: Amazon)

    Meinung:
    Da ich von Sebastian Flemings Roman „Byzanz“ schwer beigeistert war, hab ich mich auf dieses Buch sehr gefreut. Leider kann ich mich für dieses Werk nicht begeistern. Es ist sehr gut recherchiert was die historischen Fakten und Personen betrifft, gar kein Zweifel. Aber die Einteilung des Buches stört das flüssige Lesen und hineintauchen in die Zeit der Renaissance zu sehr. Der Autor springt bei jedem Kapitel zwischen den Jahreszahlen 1492 -1505- 1565 hin und her. Wenn man am Anfang nicht genau auf das Jahr schaut, ist man erstmal verwirrt um was es geht und blättert zurück zur Jahreszahl. Begonnene Handlungsstränge werden teilweise gar nicht mehr fortgesetzt obwohl ihnen vorher ein ganzes Kapitel gewidmet wurde. Einige Personen hab ich im Internet recherchiert, da sie ein gewisse Rolle spielen, aber nicht näher auf sie eingegangen wird. Über Michelangelo und Bramante erfährt man sehr viel, alles gesichert historisch belegt. Von daher sehr interessant.

    Fazit:
    Wenn der Roman chronologisch geschrieben worden wäre, wäre sicherlich ein wunderbares Werk zustande gekommen; so ist es einfach ein sehr anstrengender Roman, bei dem man froh ist, wenn man am Ende ankommt. 2,5 Sterne gibt es dafür noch von mir.
  8. Cover des Buches Bozzetto (ISBN: 9783863370695)
    Hermann Alexander Beyeler

    Bozzetto

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Franziska88


  9. Cover des Buches Raffael - Das Lächeln der Madonna (ISBN: 9783426307557)
    Noah Martin

    Raffael - Das Lächeln der Madonna

     (81)
    Aktuelle Rezension von: Aqua__

    Beim Roman "Raffael das Lächeln der Madonna" von Noah Martin merkt man, dass viel Arbeit reingesteckt wurde. Raffael hat schon serh früh seinen Vater verloren und ist bei seinem Onkel aufgewachsen. Seine Leidenschaft konnte er zum Glück zu seinem Beruf machen. Die hat Ihn dann auch ziemlich in der Welt, naja zumindestens Italien herum reisen lassen, bis er in Rom landet.
    Interessant finde ich die Abschnitte zur Malerei. Teilweise habe ich aber die Begriffe nachschlagen müssen, da ich mir darunter nichts vorstellen konnte. Von Malerei weiß ich halt so gut wie nix, aber jetzt ein bisschen mehr.
    Das Buch ist schön geschrieben, klar ein Brocken, aber man kann ja zwischendurch auch mal eine Pause einlegen.
    Den Buchumschlag finde ich auch serh schön gestaltet, die Farben gut gewählt wahrscheinlich im Stil der Renaissance :-)
    Ein Buch für alle, die an Geschichte interssiert sind oder auch Kunst. Man sollte es aber mögen etwas länger zu lesen.

  10. Cover des Buches Michelangelos Vermächtnis (ISBN: 9783453431898)
    Paul Christopher

    Michelangelos Vermächtnis

     (21)
    Aktuelle Rezension von: suki22
    Wer hier auf eine Story alá Sakrileg hofft, wird enttäuscht. Statt einer rasanten Jagd auf Schätze wird hier Jagd auf Nazi Beutekunst gemacht. Ab der Mitt recht langweilig, da man merkt, das das eigentliche Thema, was der Titel verspricht, nicht gehalten wird...
  11. Cover des Buches Die Principessa (ISBN: 9783596523115)
    Peter Prange

    Die Principessa

     (112)
    Aktuelle Rezension von: liberty52

    Intrigen, Neid, Eifersucht, Stolz, das Streben nach Macht und Vollkommenheit bestimmen das Schicksal von Päpsten im 17. Jahrhundert, aber auch der Künstler und Architekten Bernini und Borromini. Der Leser erlebt das Entstehen bedeutender Bauwerke in Rom mit. 

    Und im Mittelpunkt stehen zwei ebenso starke und attraktive Frauen, die Principessa und Donna Olimpia.

    Der Autor versteht es meisterhaft die Schicksale miteinander zu verweben. Das Buch entführt in eine andere Welt, treibt den Leser spannend durch die Geschichte, lässt Baudenkmäler, Kirchen und Plätze entstehen und in menschliche Abgründe und Leidenschaften blicken.

    Am liebsten würde ich jetzt sofort nach Rom reisen und die Beispiele genialer Baukunst besichtigen...


  12. Cover des Buches Michelangelo und die Fresken des Papstes (ISBN: 9783570551110)
    Ross King

    Michelangelo und die Fresken des Papstes

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Interessant für Kunstliebhaber und Interessierte, für alle anderen - FINGER WEG! Das ist eine detaillierte Beschreibung der Geschichte zur weltberühmten Deckenmalerei Michelangelos und dem entsprechend trocken interessant.
  13. Cover des Buches Michelangelo. Das vollständige Werk, 2 Bde. (ISBN: 9783836539326)
  14. Cover des Buches Erzähl ihnen von Schlachten, Königen und Elefanten (ISBN: 9783833308710)
    Mathias Énard

    Erzähl ihnen von Schlachten, Königen und Elefanten

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Anita27a

    Der Autor Mathias Enard entführt den Leser ins das Istanbul des beginndenden 16. ahrhunderts. In einer fiktiven Geschichte wird der Aufenthalt des Bildhauers Michelangelo  am Hof des Sultans in Konstantinopel geschildert ,  wo er den Auftrag annimmt eine Brücke zu entwerfen, die den   europäischen und asiatischen Teil Istanbuls über das Goldene Horn verbindet.  Die Geschichte ist fiktiv. Einen solchen Aufenthalt Michlangelos in Konstantinopel hat es nie gegeben und doch sind authentische Begebenheiten und Artifakte geschickt in die Erzählung eingewoben, so dass es sich  tatsächlich so hätte zugetragen haben können.
    Das Buch besteht aus kleinen kurzen Abschnitten, die zusammen einen recht gutes Stimmungsbild des Orients zeichnen.
    Michelangelo landet in einer traumartigen Welt die für ihn faszinierend und verwirrend zugleich ist. Alles ist fremd, verstörend, neu und doch sinnlich und ansprechend.
    Mathias Enard hat persische und arabische Literatur studiert und schafft es mich mit diesem Roman für kurze Zeit in kurzweiliger Art und Weise in die arabische Welt zu entführen.


  15. Cover des Buches Gay Lives. Lebensgeschichten (ISBN: 9783832194222)
    Robert Aldrich

    Gay Lives. Lebensgeschichten

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Nespavanje

    In kurzen und kurzweiligen Kapiteln erzählt der Historiker Robert Aldrich, die Leben verschiedener, teils sehr berühmten, homosexuell liebenden Personen. Er beleuchtet ihr Leben und die sehr gut geschriebenen und illustrierten Biografien laden zum quer und immer wieder lesen ein. Dabei sind die Geschichten sehr informativ und unterhaltsam. Gay Lives repräsentiert ein facettenreiches Sammelsurium an Charakteren, manche mehr, manche weniger bekannt, und zeigt auf, dass es schon immer Menschen gab, die gleichgeschlechtlich geliebt haben. Keiner der porträtierten Menschen lebt noch. Manchmal hapert es ein wenig mit der Übersetzung – gewisse Begriffe wirken überholt und mögen ein wenig antiquiert wirken.  Allerdings stehen die interessanten Lebensgeschichten im Vordergrund. Leider sind zurzeit die Bücher von Robert Aldrich auf Deutsch vergriffen. Bleibt zu hoffen, dass sich ein Verlag findet, seine Bücher aufzulegen und eventuell neu zu Übersetzen.

  16. Cover des Buches Leda (ISBN: 9783404162635)
    Ed O'Connor

    Leda

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Henriette
    In London werden Frauen entführt und ermordet aufgefunden. Die zeitlichen Abstände zwischen Entführung und Auffinden sind 36 Tage. Ebenso sind die Frauen besonders hergerichtet. Lucy Maguire und ihre Kollegen stehen vor einem Rätsel. Helena Aurel nimmt Kontakt auf zu Siegfried Gratz, einem renommierten Kunsthistoriker. Er ist der Geliebte ihrer Mutter, von vor 30 Jahren. Die beiden treffen sich genau an dem 30. Jahrestag der Trennung in Paris. Er bekommt von Helena einen Umschlag ihrer Mutter. In diesem Umschlag befinden sich Hinweise auf ein seit Jahrhunderten verschollenem Gemäldes Michelangelos. Die beiden begeben sich auf die Suche nach diesem Bild. Und im Laufe der Zeit treffen die Wege von Lucy Maguire und ihren Kollegen mit den von Siegfried Gratz und Helena Aurel zusammen. Was hat ein Serienmörder mit einem Gemälde von Michelangelo zu tun?? Zu Beginn musste ich mich an den Aufbau des Buches gewöhnen. Es hat mehrere Handlungsstränge, die zum Ende hin alle logisch aufeinander treffen. Der Leser begleitet Siegfried Gratz und Helena Aurel. Beide sind mir nicht wirklich auf Anhieb sympathisch. Helena wirkt sehr undurchsichtig. Siegfried ist sehr befangen, weil er Helena nicht einschätzen kann und sehr misstrauisch ist. Das nächste Augenmerk wird auf die Ermittlungen von Lucy Maguire und ihren Kollegen geworfen. Lucy arbeitet mit dem Profiler Aidan Duffy zusammen. Lucy ist eine sehr selbstsichere und sympathische Frau. Aidan leidet sehr unter Selbstzweifeln und Alpträumen. Beide arbeiten gut zusammen. Und ganz zum Ende hin entwickelt sich eine tiefere Freundschaft. Und als letzer Strang wird immer wieder von dem Gemälde von Michelangelo begleitet. Der Leser bekommt einen Einblick, wie es weiter gereicht wird von Besitzer zu Besitzer. Und warum es bei einigen keinen Gefallen findet sowie die Begründung warum es so lange vermisst wurde. Der Schreibstil ist flüssig zu lesen. Ich hatte mich schnell an die Ort- und Zeitwechsel gewöhnt. Das war für mich überhaupt nicht störend. Beschreibungen von Personen und Umgebungen waren sehr aufschlussreich. [B]Fazit:[/B] Für diese gute Unterhaltung vergebe ich gern fünf von fünf Sternen. Der Krimi ist empfehlenswert.
  17. Cover des Buches Wie erkenne ich Barock Kunst ? (ISBN: B004TX58V0)

    Wie erkenne ich Barock Kunst ?

     (1)
    Aktuelle Rezension von: buchwanderer
    „Die Kunst der Renaissance appellierte an die Vernunft und wollte vor allem überzeugen, die Kunst des Barock wandte sich dagegen an das Gefühl und an die Phantasie“ (S.3)

    Zum Inhalt: Beginnend mit der Architektur entwickelt Flavio Conti ein detailreiches Bild einer vielgestaltigen Epoche der Kunstgeschichte, deren Stilelemente nach wie vor Städtebilder, Parkanlagen und nicht zuletzt unzählige Innenräume in unserem kulturellen Umfeld prägen. Immer wieder geht er dabei auf die Wurzeln des Barock in den verschiedensten Ländern bis nach Südamerika ein, erarbeitet anhand von Fotos und Schemazeichnungen die charakterisierenden Elemente in Architektur, Malerei und Skulptur, stets dessen gewahr, dass es den Barock schlechthin nicht gibt. Die Herausforderung den Spagat zwischen Verallgemeinerung und Lokalkolorit zu meistern wurde dabei bravourös gemeistert. Den Wurzeln aus denen barockes Kunstschaffen entspringt wird in den Texten  stets Rechnung getragen, ebenso den kulturell und geografisch individuellen Entwicklungen.

    Fazit: Wer einen kurzen Abriss des Barocks, seiner Wurzeln und geschichtlichen Fortwirkung sucht, der wird hier definitiv fündig. Flavio Conti ist es gelungen auf nur 64 Seiten einen prägnanten Überblick zu geben, welcher dazu animiert, sich vertiefend mit einer Stilrichtung zu befassen, die dem aufmerksamen Beobachter v.a. in Europa – aber nicht nur dort – fast täglich begegnet. Als komprimierte Einführung auf jeden Fall eine Empfehlung wert.

    Zum Buch: So wie die vorangegangenen Bändchen aus dieser Reihe ist die handwerkliche Verarbeitung sehr gut, was sich in einer stabilen Verleimung des Blockes ebenso niederschlägt, wie im sauberen Druck sowohl der Illustrationen, wie auch der Textpassagen. Die typografische Gestaltung prägt ein durchgängiges, klares Konzept, das dem Wirken der großteils mehrfarbigen Bilder zur Seite steht. Besonders positiv fällt der verwendete imprägnierte Hochglanzbedruckstoff auf, der eine minimale Art Bildbandcharakter aufkommen lässt. Ein Manko, welches dem Format angelastet werden muss, ist jenes der mangelnden Detailtreue der Abbildungen.

  18. Cover des Buches NATIONAL GEOGRAPHIC Spirallo Reiseführer Rom (ISBN: 9783829732406)
    Tim Jepson

    NATIONAL GEOGRAPHIC Spirallo Reiseführer Rom

     (3)
    Aktuelle Rezension von: The iron butterfly
    Der National Geographic Spirello Reiseführer zu Rom bietet eine Flut an Informationen, Tipps und Hinweisen. Irgendwie schwanke ich immer in der Beurteilung der Spirello Reiseführer, da mir einerseits für Orte, die ich noch nicht kenne, die Infos zwar wichtig sind, aber oft erschlägt mich auch die Masse an Sehenswürdigkeiten und Empfehlungen. Im Grunde muss man sich ja bewusst sein, dass eine Stadt erlebt werden will und ein Kurztrip nur einen Abriss darstellen kann. Daher stellt auch der Spirello zur ewigen Stadt Rom für mich eher ein Nachschlagewerk auf der Reise dar. Befinde ich mich vor Ort und will mehr erfahren, Spirello raus und nachlesen. Zur Vorbereitung lese ich nur mal hier und da, sehe mir aber immer gerne all die zahlreichen und wunderschönen Aufnahmen an. Die Stadtkarte hilft mir leider gar nicht weiter, definitiv favorisiere ich das Kartenmaterial aus dem DuMont direkt Reiseführer. Aber im Spirello findet man schon auch mal ungewöhnliche Empfehlungen, so habe ich mir auch für Rom einiges vorgenommen, das ich hier entdecken konnte. Arrivederci Roma! Ergänzende Anmerkung (nach der Reise): Unbedingt im Vorfeld mit dem Streckennetz vertraut machen, hier kann man schnell den Überblick verlieren. Die im Reiseführer enthaltene Streckenkarte hat uns auch einmal in die "Irre" geführt, da die Linie 3 nicht bis nach Trastevere durchfährt, sondern an der Pyramide endet und man dort in den Bus 3B umsteigen muss.
  19. Cover des Buches Michelangelo. Sibyllen und Propheten. 48 farbige Tafeln (Inselbücherei, 165) (ISBN: B004DATGG2)
  20. Cover des Buches Sixtinische Verschwörung (ISBN: 9783838757759)
    Philipp Vandenberg

    Sixtinische Verschwörung

     (51)
    Aktuelle Rezension von: Sato

    Ein typischer Vandenberg, der Autor überrollt den Leser mit jeder Menge Details aus der Kirchengeschichte, Fremdwörtern und Verschwörungstheorien. Es erfordert Interesse und Durchhaltevermögen um der Geschichte zu folgen, wer diese aufbringt wird in der zweiten Hälfte mit einem spannenden Krimi belohnt.

  21. Cover des Buches Das Wunder von Florenz (ISBN: 9783570552490)
    Ross King

    Das Wunder von Florenz

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Sarah_Knorr
    Klappentext:

    Florenz zu Beginn des 15. Jahrhunderts: Das Geschlecht der Medici steht im Zenit seiner Macht. Ihren Ruhm und Reichtum wollen sie mit einer Kathedrale in Florenz verewigen. Doch niemand weiß, wie die riesige Kuppel mit einem Durchmesser von 40 Metern realisiert werden soll. Schließlich gewinnt 1418 der Außenseiter Filippo Brunelleschi den Architekturwettbewerb mit einem Modell, das gänzlich ohne Stützpfeiler und hölzernes Hilfsgerüst auskommt. Seine Widersacher verspotten ihn als Phantasten - und tatsächlich sollten 28 aufregende Jahre vergehen, bis die größte und schönste Kuppel der westliche Hemisphäre eingeweiht werden kann. Wie Brunelleschi sich gegen Neider durchsetzt, neue Wölbetechniken erfindet, riesige Marmorblöcke den Arno hinaufschifft und allen Schicksalsschlägen trotzt, liest sich spannender als jeder Roman. Erfolgsautor Ross King hat detailgenau recherchiert und erzählt, wie trotz Pest und Belagerung in Florenz ein architektonisches Wunder wahr wurde.


    Meine Bewertung:

    Zum Cover: Das Cover ist genau auf die Thematik angepasst worden. Zu sehen ist die Kathedrale von Florenz, die Santa Maria del Fiore. 

    Zum Inhalt: In diesem Sachbuch geht es darum, wie die schönste Kuppel der Welt gebaut worden ist, und die Intrigen, die dahinter stehen. Für die historisch interessierten ist das Buch genau das Richtige! Persönlichkeiten wie Filippo Brunelleschi und die de Medicis werden Teil diesem doch sehr interessanten Leseverlaufs. Aber hauptsächlich fokussiert sich dieses Sachbuch auf die arichtektionischen und bautechnischen Erklärungen.

    Zum Schreibstil: Der Autor Ross King hat einen sehr interessanten und angenehmen Schreibstil. Es wurde bildlich, spannend und informativ geschrieben. Als Leser merkt man, wie intensiv sich der Autor mit der Thematik, mit dem Hintergrund auseinandergesetzt hat. Außerdem gibt es an vielen Stellen passende Illustrationen. Das Sachbuch ist unterteilt in Inhaltsverzeichnis, 19. Kapitel, Danksagungen, Anmerkungen, Auswahlbibliographie, Verzeichnis der Abbildungen und einem Register.Der Leseverlauf wurde an einigen Stellen unterbrochen, da man für die Anmerkungen bis ans Ende des Buches blättern sollte..


    Mein Fazit:

    Dieses Sachbuch macht Lust auf eine Reise nach Florenz und sich das Wunder persönlich anzuschauen. Ich kann diesem Buch keine vollen Punkte geben, sondern nur 4 von 5 Punkten. 

    Danke an das Bloggerportal und dem Pantheon- Verlag für die Bereitstellung des Rezensionexemplares!
  22. Cover des Buches Wie es Victor Kaufmann gelang, Adolf Hitler doch noch zu überleben (ISBN: 9783784431925)
    Paul Hengge

    Wie es Victor Kaufmann gelang, Adolf Hitler doch noch zu überleben

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    Aktuelle Rezension von: FabAusten

    Wie es Victor Kaufmann gelang, Adolf Hitler doch noch zu überleben


    In den 20er Jahren lernen der wohlhabende Galerist Jakob Kaufmann und seine Frau Hannah den Jungen Rudi Smekal in Wien kennen. Da sie in ihm ihren eigenen Sohn wiedererkennen, er sehr intelligent ist und den kargen Lebensunterhalt für sich und seine alkoholkranke Mutter durch das Austragen von Milch bestreitet, möchten sie ihn unterstützen.  
    Wenig später verbringt er eine Woche in ihrem Haus in Nürnberg und freundet sich mit ihrem Sohn Victor an. Es ist eine seltsame Freundschaft, in der sie sich stets zu übertrumpfen versuchen.
    Da die Familie Kaufmann jüdisch ist, wird es zunehmend schwieriger für sie, in Deutschland zu leben. Schließlich wird der Vater verhaftet und nur unter Preisgabe wertvoller Kunstgegenstände wieder freigelassen und die Familie kann nach Wien auswandern. Doch der Frieden währt nicht lange und schließlich hängt das Leben der Familie von einem Gemälde Michelangelos ab. Zwischen Victor und Rudi, der inzwischen SS-Mitglied ist, entbrennt ein Kampf um das Gemälde auf Leben und Tod.

    Der Titel verrät ja schon, dass es Victor gelingen wird zu überleben. Nichtsdestotrotz wird der Roman dadurch nicht weniger spannend. Und spannend ist er wirklich. Immer wieder scheint einer der Kontrahenten im Vorteil zu sein, immer wieder wendet sich das Blatt. 

    Der Eindruck entsteht, dass der Erzähler mit zeitlicher Distanz die Geschehnisse Revue passieren läßt. Gelegentlich flechtet er Kommentare ein, die wohl zum Verständnis des Verhaltens seiner Figuren beitragen sollen allerdings eher belehrend wirken.

    Paul Hegge hat eine auktoriale Erzählweise gewählt, wobei Victors Perspektive im Zentrum des Romans steht, aber auch andere Figuren beleuchtet werden. Leider bleiben die Charaktere seltsam unnahbar und emotionale Verbundenheit läßt sich nur schwer herstellen. Allein Jakob Kaufmann und Victors Nähe zu seinen Eltern schaffen es, anzurühren. Ganz im Gegensatz zu Rudi, der sehr unsympathisch ist. Es ist merkwürdig, dass er von den Kaufmanns jahrelang wie ein Familienmitglied behandelt wird und dann dennoch so leichtempfänglich für die nationalsozialistische Propaganda ist. Nicht nur er ist ein Beispiel dafür, dass sich die Beweggründe aller Beteiligten nicht immer nachvollziehen lassen. Beispielsweise fragt man sich, ob die Freundschaft von Viktor und Rudi wirklich so eng sein kann wie beschrieben. Es wirkt als beständen von Anfang an Animositäten und die weitere Entwicklung spricht auch nicht gerade für eine große Nähe.

     
    Paul Hegges Schreibstil ist flott und komplementiert die Zeit der Handlung und die Geschichte.  Teilweise gibt es Einwürfe zu den historischen Ereignisse, die den politischen Hintergrund der jeweiligen Handlung bilden. Sie sind kurz gehalten, so dass sie eine gute Orientierung bieten, aber informierte Leser nicht stören.

    Insgesamt  bildet der wirklich raffiniert konstruierte Plot das Zentrum des Romans und bietet den Grund, warum man ihn lesen sollte. Die Spannung wird überaus gekonnt aufgebaut und trägt den Leser bis zur letzten Seite. Am Ende scheint es als habe man viel mehr Seiten gelesen als das Buch aufweist. Es könnte daran liegen, dass man in diesem Roman soviel miterleben durfte. 

     

    Der Roman wurde mit Moritz Bleibtreu und Joachim Król verfilmt.

  23. Cover des Buches Michelangelo (ISBN: 9783937485256)
    Michelangelo

    Michelangelo

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    Noch keine Rezension vorhanden
  24. Cover des Buches Vollendung (ISBN: 9783442376803)
    Gregory Funaro

    Vollendung

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    Aktuelle Rezension von: Zen-Cola
    Mit »Vollendung« liegt Gregory Funaros Debüt nun als erstes seiner Bücher auf Deutsch vor. Leider konnte mich die Geschichte, wenngleich sie sich im Großen und Ganzen gut und flüssig lesen lässt, letztlich nicht wirklich überzeugen. Stattdessen bleibt ein Thriller, der - für mich - in der Masse vollkommen untergeht ...

    Dr. Catherine »Cathy« Hildebrant ist Expertin für Michelangelos Werk. Als eine aus Menschen- und Tierteilen errichtete Replik von Michelangelos Bacchus-Statue inmitten eines privaten Gartens aufgefunden wird, wird das FBI auf den Fall angesetzt. Und schon bald wird klar, dass ein perfider Serienmörder - von den Medien zuerst als »der Michelangelo-Mörder« bezeichnet - am Werk ist. Nur ... warum hinterlässt er auf seiner Statue die Widmung »Für Catherine Hildebrant«?
    Zusammen mit dem Profiler Samuel Markham versucht Cathy, die mittlerweile als Beraterin des FBIs hinzugezogen wurde, den Täter aufzuspüren.

    Woran es dem Thriller meiner Meinung nach mangelt, ist Spannung. Denn eigentlich passiert nicht besonders viel. Mithilfe des Buches, das Cathy über Michelangelos Werk geschrieben hat, werden dessen Statuen ausführlich und detailliert beschrieben und analysiert. Im regelmäßigen Wechsel wird die Geschichte auch aus der Sicht des Täters geschildert, aber selbst das liest sich ein wenig träge, da der Plot damit kaum vorangetrieben wird. Neben der Spannung wird auch auf übermäßige Brutalität verzichtet; wenngleich hin und wieder das Zimperliche etwas in den Hintergrund rückt. Dass das gesamte Setting (Serienmörder - FBI - Beraterin) dazu sehr herkömmlich ist, lässt das Buch sehr vertraut, aber wenig neu daherkommen.

    Die Protagonisten (Sam und Cathy) werden dagegen angenehm lebendig geschildert, auch ihr Background und die obligatorische Liebesgeschichte werden glaubhaft ausgeschmückt - obwohl sich einige der Schilderungen gefährlich nahe an üblichen Klischees entlanghangeln. Dass das Buch sehr gesprächslastig ist, verleiht den Figuren weiterhin Leben, dem Spannungsbogen dagegen nicht. Der Täter konnte mich allerdings im Ganzen nur wenig überzeugen; so wirkte er auf mich etwas unbeholfen, wenig Angst einflößend, wenngleich böse und konsequent.

    Der Sprachstil ist solide - lässt sich gut und flüssig lesen, weist darüber hinaus aber keine besondere Eigenständigkeit auf. Lediglich das Faible des Autors, nicht selten lange und erklärende Einschübe in Gedankenstrichen zu liefern, fiel auf.

    Letztendlich bleibt ein Thriller mit gut lesbarer Sprache und schön ausgeschmückten Figuren. Das sind lobenswerte Aspekte; beim Lesen eines Thrillers kommt es für mich aber in erster Linie auf Spannung und die Plotentwicklung an. Hierbei kann »Vollendung« nicht punkten. Aus der Masse der Thriller sticht dieser wahrscheinlich lediglich für jene heraus, die sich ausführlicher mit dem Werk Michelangelos beschäftigen wollen, ohne ein Sachbuch zur Hand zu nehmen ...

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