Bücher mit dem Tag "mikael blomkvist"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "mikael blomkvist" gekennzeichnet haben.

11 Bücher

  1. Cover des Buches Verblendung (ISBN: 9783453442030)
    Stieg Larsson

    Verblendung

    (6.236)
    Aktuelle Rezension von: MarleneV

    Der Fall ist in aller Munde, Mikael Blomkvist, bekannter Journalist, steht plötzlich vor dem Aus. Wegen Verleumdung verurteilt, sieht es finster aus für ihn und sein Magazin. Genau in dieser Phase erreicht ihn ein ungewöhnliches Angebot: Henrik Vanger, ein früherer Großindustrieller, bittet ihn, ein jahrzehntealtes Familienrätsel zu lösen: das Verschwinden seiner Nichte Harriet. Die Polizei ging damals von einem Weglaufen aus, doch Henrik glaubt an Mord.

    Blomkvist beginnt zu ermitteln, stößt aber auf eine Mauer des Schweigens. Erst als Lisbeth Salander, eine eigenwillige und brillante Ermittlerin, hinzukommt, beginnt sich etwas zu bewegen. Gemeinsam decken sie Dinge auf, die tief in die Vergangenheit der Familie reichen – und die einige am liebsten für immer vergraben hätten.

    Meine Erwartungen an das Buch waren hoch, vielleicht zu hoch. Die ersten 200 Seiten ziehen sich spürbar. Nicht langweilig, aber eben auch nicht das, was man sich bei all dem Hype erhofft. Viel Vorbereitung, viele Figuren, wenig Dynamik. Aber: Wer dranbleibt, wird belohnt. Nach der Hälfte nimmt die Geschichte deutlich an Fahrt auf und entfaltet dann auch die Spannung, die man sich von Beginn an gewünscht hätte.

    Ich werde den zweiten Teil auf jeden Fall in der Hoffnung lesen, dass der Einstieg dort flüssiger gelingt als bei Verblendung. Für den ersten Teil gibt’s von mir solide 3½ Sterne. Kein perfekter Auftakt, aber ein Buch, das am Ende überzeugt.

  2. Cover des Buches Verdammnis (ISBN: 9783453442047)
    Stieg Larsson

    Verdammnis

    (2.584)
    Aktuelle Rezension von: Welpemax

    Das Buch "Verdammnis" ist für mich wesentlich besser als der erste Teil "Verblendung". Die Fehler, die im ersten Teil auftauchten, hat Stieg Larsson im zweiten Teil einfach nicht mehr gemacht. Der Erzählstil ändert sich nicht, was auch gut ist, denn Stieg Larsson steht für erzählerische Dichte, Detailgenauigkeit und für Charaktere die Profil haben. Das Buch ist sehr spannend geschrieben, was nicht zuletzt daran liegt das ein Dreifachmord vorliegt und die Polizei einfach irgendwie immer mehr Details bekommt aber nicht wirklich in der beweisführenden Ermittlung weiterkommt. Vielmehr geht es darum, was man selbst vermutet, auch wenn es teilweise sehr schwer vorstellbar ist. Das ist es auch, was mich wirklich fasziniert hat und was der Autor auch gut dargestellt hat, daß es bei einer scheinbar aussichtslosen Konstellation es doch noch eine Hintertür gibt, die man nicht für möglich hält. Ich muss dennoch betonen, dass mir das Buch sehr viel mehr Spaß bereitet hat als  der erste Teil und es war auch diesesmal kein Kampf es bis zum Ende zu lesen. Aber ganz lassen konnte es der Autor auch dieses Mal nicht, man muss erwähnen das Stieg Larsson sehr gern vom Thema abschweift und  er allzugern noch unwichtige Dinge in seine Geschichte mit einfügt, wie in diesem Buch das Intermezzo mit dem Fuchs, im Prinzip total unnötig. Und auch negativ anzumerken ist für mich, dass ein Cliffhanger vorliegt, dass hätte man mit 3 oder 4 Seiten länger noch zu einem normalen Abschluss bringen können.

  3. Cover des Buches Vergebung (ISBN: 9783453442054)
    Stieg Larsson

    Vergebung

    (2.344)
    Aktuelle Rezension von: Welpemax

    Der letzte Teil der Millenium Trilogie unter Stieg Larsson. Im Vergleich zu den anderen beiden Teilen fand ich den letzten Teil noch etwas besser als Teil I, aber letztlich war es wieder eine Wiederkehr zu alten Fehlern. Um überhaupt zum Punkt zu kommen wo es interessant wird, muss man mehrere 100 Seiten lesen. Wenn man Passagen oder Kapitel hat, die man mag und die man spannend findet, dann ist der Stil von Herr Larsson wirklich lesefördernd, aber wenn Herr Larsson mal wieder ein Nebenstrang der äußersten Unwichtigkeit ausführt, dann liest sich das Buch für mich sehr zäh (zum Beispiel Erikas Ausflug zur SMP). Die einen mögen es lieben, aber wirklich nervig sind die Intermezzi von Mikael und den Frauen. Nix gegen Romantisches und auch nix gegen Sexuelles, aber der hopst von einem Bett ins nächste und jede Frau hat totales Verständnis und duldet natürlich auch alle Seitensprünge, ja es ist den Frauen sogar bekannt und trotzdem wollen sie auch auf der Liste "Ich-hatte-Mikael-im-Bett" stehen. Zu guter letzt, geht alles viel zu glatt über die Bühne und der Komplott wird aufgedeckt ohne das einer der "Guten" zu schaden kommt, in Anbetracht der Machtfülle äußerst unwahrscheinlich, aber Dank der immerwährenden Fehlentscheidungen der "Bösen" natürlich durchaus möglich.

  4. Cover des Buches Verschwörung (ISBN: 9783453504059)
    David Lagercrantz

    Verschwörung

    (282)
    Aktuelle Rezension von: Olaf_Raack

    Die Trilogie von Stieg Larsson um Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist habe ich verschlungen. Lagercrantz ist nicht Larsson, aber das stand auch nicht zu erwarten. Dennoch konnte ich auch dieses Buch kaum aus der Hand legen. Es ist vielleicht weniger düster, weniger bedrohlich, weniger emotional, aber es besticht durch eine hervorragende Stilistik und eine klasse zusammengefügte Story. Und es ist dem Autor aus meiner Sicht gelungen, die wichtigen Charaktereigenschaften der Protagonisten von Larsson zu übernehmen und gekonnt fortzuführen.
    Für mich war es auf jeden Fall ein spannendes Wiedersehen mit Salander und Blomkvist, die eine Affäre aufdecken, die sich von der russischen Mafia bis zur NSA in den USA erstreckt und die grandiose Rückkehr Millenniums an die investigativ-journalistische Spitze einläutet.
    Wer keinen Larsson erwartet, wird hier sicher nicht enttäuscht. Ich zumindest freue mich darauf, den nächsten Band zu lesen.

  5. Cover des Buches Verfolgung (ISBN: 9783453439566)
    David Lagercrantz

    Verfolgung

    (115)
    Aktuelle Rezension von: ReadingWitch

    Rezension "Verfolgung - Millennium 5" 

    Ja, es ist schon ein sehr ehrgeiziges Ziel in die Fußstapfen von Stieg Larsson treten zu wollen. Seine Millennium Reihe ist so einmalig wie sie aufregend ist. Ich bin ein großer Fan von Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist. Die ersten drei Teile von Stieg Larsson habe ich damals verschlungen und als sich eine Fortsetzung ankündigte, war ich schon sehr gespannt auf der einen Seite und durchaus skeptisch auf der anderen Seite. Eine Fortsetzung vom selben Autor reicht inhaltlich selten an den ersten Band heran. Und jetzt soll ein ganz neuer Autor die Geschichte, die nach dem dritten Teil abgeschlossen war, entwickeln und fortführen?

    Mit "Verfolgung" veröffentlicht David Lagercrantz den zweiten Fortführungsband der Millennium Trilogie. Wie auch schon im Vorgänger spielt hier Lisbeth die Hauptrolle, während Mikael zur Nebenfigur wird. Diese Entwicklung finde ich persönlich eher positiv, da ich die Figur Lisbeth bereits in den ersten Teilen viel spannender fand.

    Die Geschichte besteht aus mehreren Erzählsträngen, die zum Schluss mit einander verbunden werden. Im Hauptstrang muss Salander eine zweimonatige Gefängnisstrafe absitzen und sich im Gefängnis möglichst unauffällig verhalten. Doch als sie mitbekommt, dass eine junge Frau von den Mitgefangenen misshandelt wird, muss Lisbeth einschreiten. Damit legt sie sich mit der psychopatischen Benito an, die auch außerhalb der Gefängnismauern ihre Verbindungen hat. 

    Ein weiterer Strang beschäftigt sich mit Salanders Kindheit und den ominösen und unmoralischen Machenschaften diverser Behörden und Sozialstellen. Dabei erklärt Lagercrantz auch wie Lisbeth zu ihrem Drachentattoo kommt. Holger Palmgren bekommt vergessene Dokumente über Lisbeths Kindheit und betraut Mikael Blomkviskt mit der weiteren Recherche. Dieser wittert einen Skandal und beginnt mit der Suche nach Informationen.

    Der Erzählstill von David Lagercrantz ist simpel und trotzdem spannend. Er setzt auch das Grundgerüst der Geschichte interessant um. Es hat mir Spaß bereitet diesen Roman zu lesen. Der Leser bekommt neue Einblicke und Erkenntnisse über Lisbeths Kindheit. Und auch Lisbeth selbst muss aus einer ihr ungewohnten Situation agieren. Sie sitzt im Gefängnis und hat keinen Zugang zu einem Computer oder zum Internet. Allerdings reicht er an die Schreibkunst von Stieg Larsson nicht heran. Mir fehlen die Tiefe und die düstere Atmosphäre der ersten drei Bücher. Auf der einen Seite hat Lisbeth viele ihrer Ecken und Kanten verloren. Sie ist fast schon zahm geworden. Auf der anderen Seite mutiert sie zu so einer Art Superheldin, deren Fähigkeiten in vielen Bereichen übermenschlich erscheinen. Damit büßt sie ihre Authentizität ein. Auch Mikael ist in diesem Buch eher platt und nicht besonders glaubwürdig. In den ersten drei Bänden fand ich den Wechsel aus Leidenschaft und Selbstzweifel bei seinem Charakter sehr mitreißend. Davon ist in diesem Buch kaum noch was zu finden. Er ist ein Frauenversteher, der jede ins Bett bekommt und mir mit seinen langen Gedankenmonologen auf die Nerven ging.

    Mein Fazit zu diesem Buch ist trotz allen positiv. Wie eingangs schon erwähnt, ist es nicht einfach in Larssons Fußstapfen zu treten. Dieser Roman ist zwar nicht von Stieg Larsson, aber es ist ein ganz anständiger Nachfolger. Ich freue mich schon auf das nächste Band.

    https://www.readingwitch.com/post/verfolgung-millennium-5

  6. Cover des Buches Vernichtung (ISBN: 9783453441071)
    David Lagercrantz

    Vernichtung

    (73)
    Aktuelle Rezension von: zickzack

    Ein toter Obdachloser wird in Stockholm aufgefunden, welcher die Telefonnummer von Journalist Mikael Blomkvist mit sich trägt. Der Tote hatte zuletzt verwirrt über eine Verschwörung rund um den schwedischen Verteidigungsminister Johannes Forsell geredet. Da Mikael nicht mit der Identifizierung des Obdachlosen weiterkommt, holt er Lisbeth Salander mit ins Boot. Diese befindet sich gerade in Moskau und bereitet einen Anschlag auf ihre verhasste Schwester vor. Dennoch findet sie heraus, dass der Obdachlose ein Sherpa war, ein Mount-Everest Guide. Er war dabei als sich der Verteidigungsminister mit ein paar anderen Personen bei einer tödlichen Expedition auf dem Berg befand. Es wird klar, dass der Sherpa etwas Wichtiges mitzuteilen hatte.

     

    Es schon länger her, seit ich den letzten Millenniumband gelesen habe. Daher war es für mich am Anfang etwas schwierig in die Geschichte zu finden. Zumal es damit anfängt, dass Mikael total schlecht drauf ist, fast schon depressiv und er Kontakt zu Lisbeth aufnehmen möchte, die wie sooft keinen möchte. Dass er sich darüber überhaupt noch ärgert, wundert mich, denn es ist ja schließlich nicht das erste Mal, dass sie ihr eigenes Ding dreht.

    Am Anfang interessiert ihn der Obdachlose recht wenig, bis er mehr und mehr Details bekommt, die dann doch sein Interesse wecken. Ich finde, schon hier wird wieder die typische Gesellschaftskritik der Millenniumbände angewandt, wenn auch recht subtil. Es wird davon gesprochen, dass es früher viel weniger Obdachlose auf den Straßen Schwedens gab und sich normalerweise keiner für den Tod eines Obdachlosen interessiert und schon gar nicht für dessen Identifizierung.

    Auch war ich hier wieder erstaunt, wie nah David Lagercrantz den Stil von Stieg Larsson kommt. Es gibt verschiedene Plotstränge, es wird in den Perspektiven gesprungen, ständig werden irgendwelche Straßennamen von Stockholm mit erwähnt, wo ich immer noch nicht weiß, wo sich was befindet. Dauernd diese teils verwirrenden Verbindungen zwischen der Ermittlergeschichte und Lisbeths Vergangenheit. Dann sind die Figuren authentisch beschrieben, allen voran Mikael und Lisbeth, aber gerade wenn neue Figuren eingeführt werden, dann wird sich zeitgelassen, diese ausführlich vorzustellen. Das kann man mögen oder kritisieren, aber so hat es auch Stieg Larsson gemacht.

     

    Dennoch hat mir hier etwas gefehlt. Es hat sich wie ein guter Thriller lesen lassen, auch wenn es am Anfang etwas Anlauf gebraucht hat, bis es wirklich spannend wurde, aber es war nicht so richtig das Millenniumfeeling da. Es war halt nicht wirklich etwas Neues. Es war auch irgendwie klar wie Lisbeth handeln wird und dass die in ihrem Auftreten wieder total cool und mitreißend ist, dass die in Kämpfen (Endkampf insbesondere) fast schon übermenschlich wirkt und es dennoch sich nicht falsch bei ihr anfühlt.

    Es war halt ein gutes Buch, mit einer interessanten Story, was die Mount-Everest-Geschichte anbelangt, aber nicht so überwältigend, wie es beispielsweise der erste Band der Millennium-Reihe mit mir gemacht hat. Es hat sich gut lesen lassen, die Figuren gefallen mir sowieso und die Geschichte war ab einem gewissen Punkt schon sehr interessant. Aber eher die Mount-Everest Sache, als die persönliche Geschichte von Lisbeth. Und das verwundert mich. Denn normalerweise war es bei sonst immer andersherum und die Ermittlergeschichte war eben tolles Füllwerkt zwischen den persönlichen Ereignissen und Aufdeckungen von Lisbeth.

     

    Fazit: Ich weiß nicht recht, wie ich das Buch bewerten soll. Es war ein guter Thriller und an sich haben mir die Figuren, Schreibstil und Plot gefallen, aber es konnte mich nicht so begeistern wie vorherige Bände. Es hat etwas gefehlt und auch wenn das Ende jetzt rund ist für die Figuren, befriedigt es mich nicht so wirklich und gleichzeitig möchte ich aber auch keinen weiteren Teil, weil ich denke, dass die Geschichte von Lisbeth und Mikael auserzählt ist. Daher vergebe ich 4 Sterne.

  7. Cover des Buches Millennium (ISBN: 9783868696011)
  8. Cover des Buches Verderben (ISBN: 9783837165500)
    Karin Smirnoff

    Verderben

    (2)
    Aktuelle Rezension von: Literaturwerkstatt-kreativ

    „Literaturwerkstatt- kreativ / Blog“  stellt vor

    „Verderben“ (Hörbuch) - nach Stieg Larsson - von Karin Smirnoff


    Die Millennium-Reihe:
    Stieg Larsson: 1. Verblendung - 2. Verdammnis - 3. Vergebung
    David Lagercrantz: 4. Verschwörung - 5. Verfolgung - 6. Vernichtung
    Karin Smirnoff: 7. Verderben  


    Mikael Blomkvist reist von Stockholm in den hohen Norden zur Hochzeit seiner Tochter. Im Zug erfährt er von Entwicklungen, die den Enthüllungsjournalisten neugierig machen: Abseits des medialen Rampenlichts tobt dort oben ein Kampf internationaler Firmen um natürliche Ressourcen und Billigstrom. Zur selben Zeit begibt sich Lisbeth Salander nach Nordschweden, um ihre Nichte kennenzulernen. Die junge Svala hat sich geschworen, ihre verschwundene Mutter, eine Sami, zu finden und sich endlich gegen ihren Stiefvater zu wehren. Denn wie ihre Tante ist Svala furchtloser und genialer, als sie aussieht. Nach Jahren treffen Salander und Blomkvist wieder aufeinander und befinden sich bald im Auge eines Sturms.“



    Fazit:

    Zehn Jahre nach dem Tod von Stieg Larsson hat David Lagercrantz die „Millennium-Reihe“ rund um Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist erfolgreich weitergeschrieben und nun beim siebten Teil  „Verderben“ hat Karin Smirnoff den Staffelstab übernommen. Mit ihr aber auch Julia Nachtmann als Sprecherin (vorher Dietmar Wunder) und Leena Flegler als Übersetzerin (vorher Ursel Allenstein).  

    Gefreut hat es mich auf jeden Fall dass die Reihe weitergeht, da ich doch bekennende Anhängerin der Romanfigur Lisbeth Salanders bin. Natürlich kommt es auch diesmal wieder – wie schon bei David Lagercrantz – zu kontroversen Diskussionen; so hat auch Smirnoff es nicht leicht die Fangemeinde zu überzeugen, denn die Fußstapfen von Stieg Larsson sind einfach gewaltig.

    Aus meiner Sicht hat die Autorin ihre Feuertaufe bestanden, sie hat einen interessanten, sehr packenden und gut konstruierten Krimi kreiert. Das wichtigste aber, die beiden Hauptcharaktere  Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist wurden gut in diesen Krimi eingeführt und so konnte ich gleich wieder ohne Probleme in die Geschichte eintauchen. Natürlich gibt es an der ein- oder anderen Stelle noch Luft nach oben, aber das war bei Lagercrantz, als er „Verschwörung“ geschrieben hat, ebenfalls der Fall und so bekommt Karin Smirnoff auch einen Vorschussbonus für die nächsten beiden Fortsetzungen von mir. Mehr Romane sind mit dem Verlag erst einmal nicht vereinbart.

    Gut gefallen hat mir, dass die Autorin verstärkt wieder links orientierte, politische Themen in den Fokus genommen hat, gerade so, wie der Urheber der Millennium-Reihe Stieg Larsson es getan hatte. Die Reihe mit ihren starken Charakteren Lisbeth Salander (aus unterem sozialem Milieu kommend) und Mikael Blomkvist (investigativer Journalismus), ist damit schließlich so erfolgreich gewesen.

    Hervorheben möchte ich aber auch die überzeugende Leistung von Julia Nachtmann. Als ich sah, das nicht mehr Dietmar Wunder der Sprecher ist, fand ich es sehr Schade, da er zu meinen absoluten Liebessprechern gehört, aber Nachtmann hat mich genauso mit ihrer markanten Stimme in ihren Bann gezogen und mir ein sehr lebendiges Hörvergnügen beschert. 


    Eine spannende und gute Fortsetzung der Millennium-Reihe!




    Die ganze Rezi auch auf meinem Blog:

    https://literaturwerkstattkreativblog.wordpress.com/2023/09/25/vernichtung-von-karin-smirnoff/




    Besten Dank an den „Random House Audio Verlag“ für das Rezensionsexemplar.

  9. Cover des Buches Vergeltung (ISBN: 9783837168679)
    Karin Smirnoff

    Vergeltung

    (1)
    Aktuelle Rezension von: Literaturwerkstatt-kreativ

    „Literaturwerkstatt- kreativ / Blog“  stellt vor

    „Vergeltung“ (Hörbuch) - nach Stieg Larsson - von Karin Smirnoff

    Die Millennium-Reihe:
    1 - 3: Verblendung / Verdammnis / Vergebung       Stieg Larsson

    4 - 6: Verschwörung / Verfolgung /  Vernichtung    David Lagercrantz

    7 -   : Verderben / Vergeltung                                       Karin Smirnoff


    Im Norden Schwedens geht die Ausbeutung von Land und Leuten weiter. Das Städtchen Gasskas wird zum Schauplatz eines internationalen Greenwashing-Skandals. Jeder scheint skrupellos gegen jeden zu kämpfen, und schon bald gibt es einen Toten: einen lokalen Bergbauunternehmer. Als kurz darauf auch ein engagierter Umweltschützer ermordet wird, wittert Mikael Blomkvist eine große Geschichte und stellt gefährliche Nachforschungen an. Lisbeth Salander wiederum ist den Köpfen krimineller Organisationen auf der Spur, die in der Region ihr Netzwerk ausweiten. Und sie muss ihre Nichte Svala schützen. Deren Stiefvater wurde aus dem Gefängnis entlassen und sinnt auf Rache an dem Mädchen …“


    Fazit:

    Nachdem ich mich ja schon bei meinen letzten Besprechungen hier auf meinem Blog als Lisbeth Salander Fan geroutet habe, war ich nun ganz gespannt wie die Reise wohl weitergeht, nachdem jetzt  Karin Smirnoff mit „Vergeltung“ ihren zweiten Versuch startet, die erfolgreiche Millennium Trilogie – einst von Stieg Larsson begonnen – fortzusetzen.

    Ich kann nicht sagen, dass mir dieser Teil gar nicht gefallen hat, aber er hat mich auch nicht wirklich zu hundertprozent abgeholt. Hatte ich der Autorin beim letzten mal noch Vorschusslorbeeren eingeräumt und ihr einen guten Einstieg zugesprochen, muss ich nun sagen, dass mir dieser Teil bei weitem weniger gefallen hat als „Verderben“. 

    Die beiden Protagonisten Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist wurden mir etwas zu ausgebrannt und zahnlos beschrieben, überhaupt nicht passend zu den Darstellungen von Stieg Larsson und David Lagercrantz. Die beiden haben gebrannt, Blomkvist  – wenn es sich um investigativen Journalismus handelte, Salander, wenn es um Frauen und Kinder ging. Die ausgeführten Begründungen in diesem Krimi, warum die beiden so angeschlagen sind, waren für mich nicht nachvollziehbar und zu den Handlungen der beiden überhaupt nicht passend. Allein das Verhalten von Mikael Blomkvist, als sein Enkel entführt wird, ist für mich überhaupt nicht nachvollziehbar. Hier werde ich aber nicht weiter drauf eingehen, weil ich sonst zu viel vorweg nehmen würde.

    Auch gibt es keine wirkliche Steigerung der Geschichte; war sie beim letzten Teil noch relativ spannend, plätscherte sie diesmal so vor sich hin. Vieles war aus meiner Sicht auch zu sehr vorhersehbar. Die Überraschungsmomente, die ansteigende Spannung die man von Larsson und Lagercrantz kannte, haben hier völlig gefehlt.

    Gut gefallen hat mir hingegen auch diesmal wieder, dass die Autorin abermals politische Themen sehr stark mit eingebracht hat. Hier versucht sie deutlich wieder an Stieg Larsson anzuknüpfen.

    Ein großes Lob gilt abermals Julia Nachtmann. Man konnte ihr auch diesmal wieder ihrer angenehmen Stimme entspannt zuhören.


    Die Geschichte von „Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist“ sollte doch so langsam ein Ende finden – hier auf meinem Blog findet sie jedenfalls ihr Ende!







    Die ganze Rezi auch auf meinem Literaturblog:

    https://literaturwerkstattkreativblog.wordpress.com/2025/01/20/vernichtung-nach-stieg-larsson-von-karin-smirnoff/






    Besten Dank an den „Random House Audio Verlag“ für das Rezensionsexemplar.


  10. Cover des Buches Vernichtung (ISBN: 9783837153354)
    David Lagercrantz

    Vernichtung

    (7)
    Aktuelle Rezension von: StefanieFreigericht

    Gelesen ist das wie immer Spitze – aber meine letzten drei Audio-Bücher haben mich mitnichten glücklich gemacht, was dieses einschliesst.

    Da gibt es weiterhin Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist. Sie ist wieder einmal finster drauf und schleppt eine Kneipenbekantschaft ab, für die sie dann die Welt wieder herstellt (hatten wir schon bei Miriam Wu in der Original-Reihe und dem jungen Mann auf der Karibikinsel nach dem Sturm; aber auch mit der geprügelten Frau im gleichen Band, oder zuletzt mit der Mitschwester im Knast). Helferkomplex?
    Gleichzeitig will Lisbeth das Thema mit ihrer Zwillingsschwester endgültig klären, aber, ach, da gibt es noch einen ganz furchtbar tragischen Hintergrund. Der kommt leider nicht überraschend, weil der Autor da mehrfach nicht nur einen Wink mit dem Zaunpfahl gegeben hat, sondern gleich mit dem ganzen Zaun.
    Wo war noch die Handlung? Ach ja, Mikael hat mal wieder Selbstzweifel, stellt sich und seinen Job in Frage (hatten wir schon) – und stößt dann eher unfreiwillig auf die Geschichte eines toten Obdachlosen. Hinter dem steckt natürlich ein großes großes Geheimnis und er braucht die Hilfe von Lisbeth. Und dann will auch Lisbeths Zwillingsschwester das Problem mit Lisbeth lösen, hat aber irgendwie weniger Hemmungen.

    Was mich störte? So einiges. Die Wiederholungen, dann das, was es schon vorher gab, also, die Wiederholungen. Erika taucht kaum auf, einige der anderen Nebenpersonen sind eher Stichwortgeber (Mikaels Schwester, Sonja Modig, Bublanski,…).
    Mein größte Beschwerde: Meiner Meinung nach widerspricht die Darstellung durch Lagercrantz aber ganz gewaltig der durch Larsson: Larsson schrieb, außer bei den „Bösen“ oder den Opfern, über starke Frauen und Männer, vor allem aber über Männer, die mit starken Frauen umgehen können. Und hier gibt es Mikael und eine Kollegin, die politisch völlig abweichende Meinungen haben – und er löst das, indem er sie küsst und flachlegt. Klar – gab es ja schon bei James Bond, also, den alten Filmen. Später gab es da eine weibliche M. Lagercrantz bleibt aber lieber bei so „Weibchen“, die sich nur wehren, weil sie den Helden ja eigentlich wollen, es muss es ihnen nur zeigen, dann sinken sie nieder. Dazu tätschelt Mikeal Lisbeth dann auch mal den Kopf, später – ist ja auch gar nicht von oben herab. Ehrlich???

    Dazu ist der Spannungsaufbau wie im Kasperle-Theater: Kasper stellt sich mit dem Rücken zur Seite, von dort schleicht heran das Krokodil/der Räuber/der Teufel/wer auch immer. Kinder rufen: Kasper, Achtung! So in etwa passiert das hier. Lisbeth macht sich Sorgen, dass die Rache ihrer Zwillingsschwester auch Mikael trifft. Der sieht plötzlich einen Mann mit Zopf – was er natürlich abtut. Dann sieht seine neue Freundin einen Mann mit Zopf – was sie natürlich abtut. Und immer, wenn man selbst den Kasper äh Mikael warnen möchte, wechselt die Perspektive. Das bleibt dummerweise ein Mittel wie für Kleinkinder.

    Und falls mir mal jemand die Handlung mit dem Everest erklären könnte – worin bestand denn nun eigentlich die Erpressung? Also die erste, oben, auf dem Berg?? Alles weitere baut ja darauf auf, aber das habe ich nicht verstanden. Ach – dann wird der ganze Rest sinnlos? Sag‘ ich ja. Und dann wird’s ganz zum Schluss noch richtig übel blutrünstig mit hohem Ekelfaktor. Am besten fand ich noch die genervte, aber sture Pathologin.

    Wie gesagt, gut (vor-)gelesen. 2 Sterne. Könnten sich bitte die Larsson-Erben irgendwie mit seiner Lebensgefährtin einigen?


  11. Cover des Buches Verderben (ISBN: 9783453429697)
    Karin Smirnoff

    Verderben

    (19)
    Aktuelle Rezension von: zickzack

    Das Millennium-Magazin steht vor dem Aus, zumindest die gedruckte Ausgabe. Es soll nur noch die Webseite und einen Podcast geben. Mikael Blomkvist ist damit nicht zufrieden. Er fährt zu seiner Tochter Pernilla nach Nordschweden, die den dortigen Verwaltungschef Henry Salo heiraten möchte. In Gaskassen gibt es momentan ein großes Projekt. Ein Windpark soll gebaut werden, der Henry Salo einige Probleme bereitet.

    Auch Lisbeth Salander fährt nach Nordschweden, um ihre 13jährige Nichte Svala, mit der sie bis jetzt keinen Kontakt hatte, kennenzulernen. Die Mutter ist verschwunden und von ihrem Stiefvater hat sie nichts Gutes zu erwarten. Doch das Mädchen ist gewitzt und hat Überlebensstrategien entwickelt.

     

    Anfangs fiel es mir etwas schwer in das Buch hereinzukommen. Es beginnt langsam und auch mit politischem Hintergrund, was mich nicht so interessiert. Zudem waren die Figuren ziemlich unsympathisch, wenn dich gar widerwärtig. Bei Mikaels Tochter habe ich mich schon nach kurzer Zeit gefragt, warum sie die Hochzeit durchführen möchte, wenn sie doch bereits Zweifel hat. Ständige Streitigkeiten mit ihrem Verlobten, ihr Sohn versteht sich auch nicht sonderlich mit ihm und man merkt, dass da noch viel mehr im Argen liegt. Dennoch stürzt sie sich in ihr Unglück. Keine Ahnung, warum man so etwas macht.

    Allgemein fand ich den zweiten Handlungsstrang um Lisbeth und ihre Nichte auch interessanter. Man merkt, dass die miteinander verwandt sind, so mutig und klug das Mädchen ist. Zudem hat sie die gleiche Krankheit wie ihr Vater, Lisbeths Bruder, dass sie keine Schmerzen spüren kann. In ihrer Lage ist das hilfreich, wenn das auch sehr schnell gefährlich werden kann.

     

    Mikael hat hier eine sehr untergeordnete Rolle gespielt. Er wollte zwar etwas Aufdecken, aber er war in einen Gewissenskonflikt, weil es sich ja hier um die Machenschaften seines Schwiegersohns handelte und er nicht seiner vernachlässigten Tochter noch mehr auf die Füße treten wollte. Darum kam mir sein Handeln sehr zurückhaltend vor.

    Lisbeth hingegen musste mal wieder den Karren aus dem Dreck ziehen. Am Ende war es allein ihre Arbeit, das Ganze zu einem Abschluss zu bringen und sich gleich mal mit mehreren Männern anlegen. Ihre Verteidigungsfähigkeiten hat sie sehr ausgebaut. Wenn man da noch an die Lisbeth aus dem ersten Band denkt und jetzt, da hat sie sich sehr weiterentwickelt, was ich nachvollziehbar finde.

     

    Es waren einige sehr derbe Szenen dabei und die Typen, die hier aufgetaucht sind, waren entweder widerwärtig oder unfähig. Das war schon stellenweise anstrengend zu lesen.

    Zudem war es an der ein oder anderen Stelle zu offensichtlich. Es gab ein paar Plottwist, die für mich keine waren, da es für mich offensichtlich war.

    Es gab kurze Kapitel, oft wechselnde Perspektiven und damit ein hohes Tempo, wobei bei mir die Spannung erst ab der Hälfte aufgekommen ist.

    Da frage ich mich, ob es denn wirklich noch eine Fortsetzung gebraucht hatte oder ob die Geschichte von Mikael und Lisbeth zu Ende erzählt ist. Auch diese Anziehungskraft zwischen den Beiden, weiß ich nicht, wie ich das finden soll. Klar, im ersten Band hatten die was miteinander, dann hat sich Lisbeth zurückgezogen und als sie dann wollte, hat sich Mikael an anderen orientiert (übrigens empfand ich ihn hier anfangs als ziemliche Heulsuse – selbst schuld, wenn er sich so benimmt und sich nicht um seine Tochter oder um eine Beziehung bemüht, da braucht er sich nun auch nicht zu beklagen). Aber für mein Empfinden war das Ding durch. David Lagercrantz hat das meiner Erinnerung nach ziemlich außen vorgelassen und Karin Smirnoff fängt nun wieder damit an. Fand ich irgendwie unpassend.

     

    Fazit: Ich möchte das Buch nicht mit den Lagercrantz-Büchern und schon gar nicht mit den Larsson-Büchern vergleichen. Das wäre nicht gerecht, dennoch kann ich sagen, dass mich Lagercrantz von Anfang an mehr überzeugt hat. Auch da bin ich skeptisch gestartet, aber er hat mich überzeugt. Hier bin ich auch skeptisch gestartet und bleibe weiterhin skeptisch. So richtig konnte mich das Buch nicht packen. Lisbeths Nichts Svala ist ein Lichtblick und ich hoffe, dass diese weiterhin in den nächsten Teilen vorkommt. Von mir gibt es drei Sterne.

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