Bücher mit dem Tag "militär"
316 Bücher
- Jonas Jonasson
Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand
(5.965)Aktuelle Rezension von: Archive_ratteEin schöner ausflug über die 100 Jahre und wie man durch die Welt stolpern kann und dennoch einen Weg findet.
wirklich gut gemacht, eine wunder schöne Rahmengeschichte, ist aus gutem grund ein BEstseller. Wem dieses Buch gefallen hat sollte die Anderen von Jonasson lesen. Freue mich auf die Fortsetzung.
- Ken Follett
Sturz der Titanen
(1.308)Aktuelle Rezension von: JapanophilieZu Beginn des 20. Jahrhunderts scheint die Welt noch von festen gesellschaftlichen Ordnungen geprägt zu sein. Doch politische Spannungen, soziale Gegensätze und nationale Interessen führen Europa immer näher an einen Krieg heran. Ken Follett begleitet mehrere Familien aus Großbritannien, Deutschland, Russland und den USA, deren Lebenswege sich kreuzen und durch den Ersten Weltkrieg entscheidend verändert werden.
Die Grundidee von „Sturz der Titanen“ hat mich von Anfang an begeistert. Ken Follett erzählt den Ersten Weltkrieg nicht nur anhand großer politischer Entscheidungen, sondern verbindet die historischen Ereignisse mit den persönlichen Schicksalen mehrerer Familien aus unterschiedlichen Ländern. Dadurch entsteht ein vielschichtiges Bild dieser Zeit.
Gerade der Erste Weltkrieg interessiert mich politisch sehr. Umso bedauerlicher finde ich es, dass er während meiner Schulzeit kaum behandelt wurde. Der Roman bot mir deshalb die Möglichkeit, mich auf unterhaltsame Weise mit den politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen dieser Epoche auseinanderzusetzen.
Trotz des großen Umfangs ließ sich die Handlung für mich gut verfolgen. Die wichtigsten Figuren waren sorgfältig ausgearbeitet und besaßen unterschiedliche Hintergründe, Überzeugungen und Interessen. Besonders gelungen fand ich, wie ihre persönlichen Entscheidungen mit den historischen Ereignissen verknüpft wurden. Dabei zeigt der Roman, dass Geschichte nicht nur von Staatsoberhäuptern und Militärs geprägt wird, sondern auch das Leben gewöhnlicher Menschen grundlegend verändert.
Ken Folletts Schreibstil ist flüssig und anschaulich. Er vermittelt historische Zusammenhänge verständlich, ohne dass sich der Roman wie ein Geschichtsbuch liest. Zwar sind manche Begegnungen zwischen den Figuren etwas konstruiert, doch das störte meinen insgesamt sehr positiven Eindruck kaum.
„Sturz der Titanen“ ist für mich ein überzeugender Auftakt der Jahrhundert-Trilogie. Der Roman verbindet Weltgeschichte, Politik und persönliche Schicksale zu einer umfangreichen, aber dennoch packenden Erzählung.
Für Leserinnen und Leser, die historische Romane, große Familiensagas und politische Zusammenhänge mögen. Besonders empfehlenswert für alle, die sich für den Ersten Weltkrieg und seine Auswirkungen auf Menschen verschiedener Länder interessieren.
4 von 5 Sternen
- Jennifer L. Armentrout
Obsidian 4: Origin. Schattenfunke
(2.270)Aktuelle Rezension von: asomeOrigin – Schattenfunke von Jennifer L. Armentrout dieser Band war für mich der stärkste der gesamten Reihe. Er fesselt und unterhält, auch wenn der Einstieg ein paar kleinere Längen hat. Besonders gefiel es mir, dass die Geschichte abwechselnd aus Katys und Daemons Sicht geschildert wird und man endlich mehr über Daedalus, die Lux und die Hybriden erfährt. Die Origin bringen neue Figuren ins Spiel, die alles spannender machen und frischen Wind hereinwehen.
Die Romantik zwischen Katy und Daemon kommt nicht zu kurz, und die Beziehung zwischen Dee und Katy verbessert sich wieder. Auch die Neuen wie Archer und Luc – den wir zwar schon aus Band 3 kennen, der jetzt aber öfter vorkommt – tun der Geschichte sehr gut. Insgesamt hat mir dieser Band wieder sehr gefallen; ich konnte mich gut auf die Handlung einlassen. Nach dem schwächeren dritten Band freue ich mich nun auf den fünften und letzten und bin gespannt, wie die Reihe endet.
- Jennifer L. Armentrout
Obsidian 5: Opposition. Schattenblitz
(1.891)Aktuelle Rezension von: asomeOpposition – Schattenblitz von Jennifer L. Armentrout ist der fünfte und letzte Band ihrer Obsidian-Reihe. Auch dieser Teil ließ sich, wie schon die vorherigen, schnell und flüssig lesen und hat mich ab der ersten Seite gefesselt. Die Handlung knüpft nahtlos an Band vier an und schafft zu Beginn eine angenehm düstere Atmosphäre. Die Spannung bleibt durchgehend hoch, und nach einigen Wendungen findet die Geschichte zu einem stimmigen Abschluss.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, trotzdem bin ich froh, nun endgültig Abschied von Katy, Daemon und den anderen zu nehmen. Als Mittvierzigerin gehöre ich einfach nicht ganz zur Zielgruppe dieser Romantasy-Reihe, und einige Passagen haben mich manchmal etwas genervt. Insgesamt ist die Reihe aber sehr gelungen – und mit Außerirdischen auch mal eine erfrischende Abwechslung zu den momentan allgegenwärtigen Drachen.
Für Jugendliche ab etwa zwölf Jahren bis hin zu jungen Erwachsenen Mitte zwanzig ist die Obsidian-Reihe ein absolutes Must-Read, das ich uneingeschränkt empfehlen kann. Da die romantischen Szenen nicht allzu spicy oder ausführlich beschrieben sind, hatte ich keinerlei Bedenken, sie meinem fast zwölfjährigen Sohn anhören zu lassen – und er war absolut begeistert. Das zeigt, dass die Reihe nicht nur für Mädchen geeignet ist, sondern auch Jungs ihren Spaß daran haben.
Band fünf erhält von mir solide vier Sterne und ist ein würdiger Abschluss dieser außergewöhnlichen Reihe.
- Marie Lu
Legend (Band 1) - Fallender Himmel
(2.300)Aktuelle Rezension von: MaggieMausWow !! Ab dem ersten Kapitel hatte mich das Buch schon in seinen Bann gezogen.
Eine unglaublich packende Geschichte über June und Day, zwei Menschen, die sich eigentlich nicht mögen sollten.
Viel Charaktertiefe, gute Wendungen, spannende Story! Ich fange sofort den zweiten Teil anSowas habe ich lange vermisst :) danke !
- Ken Follett
Winter der Welt
(827)Aktuelle Rezension von: JapanophilieDie Kinder der Familien aus „Sturz der Titanen“ wachsen in einer Zeit zunehmender politischer Spannungen auf. Der Aufstieg des Nationalsozialismus, der Spanische Bürgerkrieg und schließlich der Zweite Weltkrieg bestimmen ihre Lebenswege. Erneut verbindet Ken Follett die Schicksale mehrerer Familien aus verschiedenen Ländern mit den entscheidenden politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen ihrer Zeit.
„Winter der Welt“ setzt die Geschichte der Familien aus dem ersten Band fort, stellt nun jedoch überwiegend deren Kinder in den Mittelpunkt. Genau das machte mir den Einstieg deutlich schwerer. Viele der bekannten Figuren hatten inzwischen mehrere Kinder, die wiederum eigene Beziehungen und Handlungsstränge erhielten. Dadurch fiel es mir zunehmend schwer, alle Personen und familiären Verbindungen auseinanderzuhalten.
Auch thematisch konnte mich dieser Band weniger begeistern als sein Vorgänger. Während meiner Schulzeit wurde der Zweite Weltkrieg in zahlreichen Fächern sehr ausführlich und wiederholt behandelt. Dadurch habe ich mittlerweile eine gewisse persönliche Abneigung gegen das Thema entwickelt. Das ist selbstverständlich kein grundsätzlicher Kritikpunkt am Roman, hat mein Leseerlebnis aber spürbar beeinflusst.
Ken Follett gelingt es weiterhin, historische Ereignisse verständlich mit persönlichen Schicksalen zu verbinden. Der Roman zeigt unterschiedliche Perspektiven auf Diktatur, Krieg und politische Verfolgung und verdeutlicht, wie stark politische Systeme in das private Leben eingreifen können. Auch der Schreibstil bleibt flüssig und gut zugänglich.
Dennoch fand ich die Handlung insgesamt weniger packend als in „Sturz der Titanen“. Die größere Zahl an Figuren und Beziehungen nahm der Geschichte für mich etwas von ihrer Klarheit. Während mich der erste Band sowohl historisch als auch menschlich stark interessierte, blieb ich hier häufiger auf Distanz.
„Winter der Welt“ ist weiterhin ein umfangreicher und sorgfältig erzählter historischer Roman. Für mich konnte er jedoch weder die Übersichtlichkeit noch die Faszination seines Vorgängers erreichen.
Für Leserinnen und Leser, die historische Romane, generationenübergreifende Familiensagas und unterschiedliche Perspektiven auf den Zweiten Weltkrieg mögen.
3 von 5 Sternen
- Leigh Bardugo
Goldene Flammen
(1.487)Aktuelle Rezension von: Elite1304Ich bin wahrscheinlich der letzte Mensch, der dieses Buch gelesen hat. Als die Serie erschien und mir so gut gefallen hat, wollte ich unbedingt die Bücher lesen bevor die kommende Staffel erscheint. Dann wollte ich aber erst mal das Gesehene wieder vergessen, damit ich nicht voreingenommen in die Bücher starte. Leute, man sollte immer erst die Bücher lesen, egal wie hyped man auf eine Serie ist.
Nun ist sehr viel Zeit vergangen und endlich habe ich das Buch gelesen. Mir ist folgendes sofort aufgefallen: In den meisten Fantasy-Reihen wird dir zu Beginn die Welt und die wesentlichen Inhalte erklärt, beispielsweise wer arm ist und wer reich, wie unsere Protas leben und was ihr Ziel ist oder dass sie im Vergleich zu anderen keins haben usw. Dieses Buch ist das erste (zumindest für mich) bei dem das nicht so ist. Man liest einen kleinen Ausschnitt aus der Kindheit von Alina und Mal, in der nicht viel erklärt wird, außer, dass sie in einem Waisenhaus und untrennbar sind. Dann geht es schon direkt mit der Geschichte los. Schwups, Alina ist Kartenzeichnerin und Mal der beste Fährtenleser. Schnell trennen sich auch ihre Wege und ich dachte so "Man, das geht aber schnell".
Die Geschwindigkeit war ungewohnt, aber das tut dem Ganzen nichts ab. Die Geschichte ist super. Ich mag das Grishaverse und freue mich unglaublich auf die folgenden Teile.
Die Story ist aus Alinas Sicht geschrieben und sie tat mir immer so leid, weil sie als unscheinbar und nicht schön bezeichnet wurde (ich habe die erste Staffel gesehen und da war sie doch von Anfang an hübsch). Alina findet aber ihre wahre Größe und sie findet ihre Liebe und das war sehr schön zu lesen.
Der Dunkle ist ein Charakter, der mir als Bösewicht auch super gut gefällt.
Ich bin gespannt wie es weitergeht.
- Marie Lu
Legend (Band 2) - Schwelender Sturm
(1.197)Aktuelle Rezension von: PMelittaMNachdem der Meeresspiegel stark angestiegen war, wurden weite Teile der Ostküste der USA überschwemmt, die Menschen flüchteten nach Westen, wo man besorgt war wegen der vielen Flüchtlinge, und sich daher abschottete. Die USA zerfiel dadurch in zwei Teile, im Westen die Republik Amerika, im Osten die sogenannten Kolonien.
In der Republik herrscht ein autoritäres Regime, in dem es vielen Menschen schlecht und nur wenigen gut geht. Gegen die Kolonien wird Krieg geführt.
„Schwelender Sturm“ ist der zweite Band einer Trilogie und wird aus zwei Ich-Perspektiven erzählt. June und Day sind beide Waise, stammen aber aus gänzlich unterschiedlichen Verhältnissen. June ist das „Wunderkind“ der Republik, hochintelligent und war lange loyal dem Regime gegenüber, bis gewisse Ereignisse im ersten Band sie dazu brachten, sich gegen dieses zu stellen. Einer der Gründe ist Day, der in prekären Verhältnissen groß geworden ist, und sich schon früh gegen das Regime stellte.
Zu Beginn des zweiten Bandes haben sich die beiden einer Rebellengruppe, den sogenannten Patrioten angeschlossen, die sie mit gewissen Aufträgen versehen haben. In diesem Band wird man auch mehr über die Kolonien erfahren.
Es ist tatsächlich schon elf Jahre her, dass ich den ersten Band gelesen habe, aber ich kann sagen, dass es mir nicht besonders schwer gefallen ist, wieder in der Geschichte anzukommen. Manches wird angesprochen, so dass man einen gewissen Überblick bekommt, was vorher passiert ist. Empfehlenswerter ist es aber sicher, nicht so viel Zeit verstreichen zu lassen, weswegen ich auch bald den Abschlussband lesen werde.
Durch die Erzählung in der Ich-Form durch die beiden Hauptcharaktere kommt man diesen einigermaßen nahe. Irritiert hat mich jedoch, dass June erst 15 Jahre alt ist, Day wohl auch nicht sehr viel älter. Wenn das nicht gerade erwähnt wurde, waren beide in meiner Vorstellung einige Jahre älter. Es gibt ein paar andere Charaktere, die man ebenfalls näher kennen lernt, nicht jede:n durchschaut man direkt.
Das Setting dieser Dystopie kommt einem heutzutage gar nicht mehr allzu dystopisch vor, eine ähnliche Entwicklung könnte in nicht allzu ferner Zukunft liegen. Es gibt einige Wendungen, die mehr oder weniger überraschend sind, die Aufgaben sind gefährlich, so dass Spannung entsteht, jedoch war die für mich nicht so hoch, dass ich den Roman nicht aus den Händen legen konnte, aber doch so hoch, dass ich wissen wollte, wie es weiter geht. Am Ende darf man gespannt auf den dritten Band sein.
Band 2 der Trilogie erzählt die Geschichte nachvollziehbar weiter, wieder aus den Ich-Perspektiven der beiden Hauptcharaktere. Jetzt bin ich gespannt auf Band 3. Wer gerne dystopische Jugendromane liest, kann hier zugreifen. - Leigh Bardugo
Eisige Wellen
(1.083)Aktuelle Rezension von: LuliaNach den Ereignissen in Band eins versuchen Alina und Mal ein Leben fernab von Ravka und dem Dunklen aufzubauen. Doch Alinas Kräfte und die politischen Spannungen holen sie ein und die Rückkehr nach Ravka zwingt sie Verantwortung und Macht zu übernehmen, die sie nicht will und gar fürchtet. Die Handlung in diesem Band wird angenehm komplexer und tiefer bei deutlich weniger Ortssprüngen.
Bei den Protagonisten steht weiterhin Alina, ihre Entwicklung und inneren Konflikte in der Ich-Perspektive weiterhin im Mittelpunkt der Handlung. Bei den relevanten Nebenprotagonisten spielen sowohl Figuren aus dem ersten Band als auch neue Charaktere eine interessante Rolle und bereichern die Handlung. Besonders hervorzuheben ist der Freibeuter Sturmhond, der viel Humor und Cleverness in die Handlung miteinbringt.
Wer Bücher mit originellem Worldbuilding, einer tiefen Charakterentwicklung mit inneren Konflikten mag und bereits Gefallen am ersten Band fand, wird hier fündig. Wobei mir Band zwei noch besser gefällt.
Der Schreibstil ist bildhaft, atmosphärisch, durchzogen von feinem Humor und unterstützt den Lesefluss sehr gut.
Insgesamt kann ich das Buch sehr empfehlen. - Amie Kaufman
These Broken Stars. Lilac und Tarver (Band 1)
(879)Aktuelle Rezension von: butterflyinthesky2.5 stars.
i put this book onto my wish list around 10 years ago. back then i was really into YA / sci-fi and couldn’t wait to read it (i’ve also known amy kaufman from other books / series) so when i finally got it, i started it immediately. it’s super fast paced and interesting: a rich girl and a „rags-to-riches“ army major are stranded on an empty planet. but is it really empty? however, while it as a fn read i also realized that YA is just too young for me these days. couldn’t really connect with the characters (there were only two major ones so the story is limited to begin with) and overall the story was very far fetched at times. will not continue with the rest of the series.
- Diana Gabaldon
Outlander - Echo der Hoffnung
(349)Aktuelle Rezension von: SarahWants2ReadWorum geht es?: Inmitten der Wirren des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges beschließt Jamie Fraser 1777, mit seiner geliebten Claire nach Schottland zu reisen. Er will seine Druckerpresse aus Edinburgh holen, um die Rebellen zu unterstützen. Heißt es nicht, die Feder sei mächtiger als das Schwert? Die Reise birgt so manche Gefahr für die Liebenden, während ihre Freunde sich in den zunehmend blutigeren Gefechten auf verfeindeten Seiten wiederfinden.
Das Cover: Das Buchcover des Blanvalet-Verlags gefällt mir gar nicht. Ich bin ja sehr vorsichtig mit dem Lesen meiner Bücher, aber bei diesem Cover war nichts zu machen. Die Goldschrift auf dem Cover geht so schnell ab und dann ist das Cover so dünn, zu dünn für 1000 Seiten, sodass es Segelohren nun hat. Ich bin total enttäuscht und werde künftig nur noch die Bücher des Knaur Verlags kaufen. Die halten deutlich mehr aus.
Der Schreibstil: Die Kapitel aus der Sicht von Claire werden aus der Ich-Perspektive erzählt. Bei allen anderen Protagonisten ist es die Erzähler-Perspektive. Der Schreibstil in diesem Buch war ein Auf und Ab. Die ersten paar Kapitel waren gut, danach war es sehr langweilig und die letzten 200 Seiten konnten mich wieder catchen. Ich verstehe immer noch nicht, warum die Autorin so ausladend schreiben muss. Ja, sie kann eine tolle Welt erschaffen, aber muss man wirklich alles bis ins kleinste Detail erzählen? Hätte das Buch mehr spannende Kapitel eingebaut, dann hätte ich nicht einige Kapitel überflogen.
Die Hauptfiguren: Brianna und Roger sind wieder in die Zukunft zurückgereist und müssen nun wieder in ihrer Zeit zurechtfinden. Besonders Jemmy leidet unter dem Kulturschock und hat zunehmend Probleme in der Schule. Brianna fragt sich derweil, was ihre Eltern so machen und wie sie den Krieg überstanden haben. Dann findet Brianna Briefe von Claire an sie. > > Claire und Jamie beschließen, zurück nach Schottland zu reisen. Hier hat mir besonders gefallen, dass auch frühere Charaktere wie Ian und Jenny wieder mit eingebunden wurden. Aber das passierte leider viel zu spät. Auf ihrer Reise begegnen sie unter anderem Lord John und William. Es war bislang Jamie und John super gelungen, ihr Geheimnis zu bewahren, doch William sieht seinem Vater immer ähnlicher.
Endfazit: Mit dieser Buchreihe habe ich mittlerweile eine Hassliebe entwickelt. Ich liebe die Charaktere und das Worldbuilding, das Diana Gabaldon geschaffen hat. Ehrlich gesagt hätte ich aber lieber bei der TV-Serie bleiben sollen und nicht die Bücher lesen sollen. Es ist einfach zu detailliert und zu ausladend. Mal kurz ein paar Kapitel zu lesen, geht bei diesem Buch einfach nicht. Ich muss mich komplett auf dieses Buch konzentrieren und da kann keine Musik im Hintergrund laufen. Die Charaktere haben eine tolle Entwicklung gemacht und natürlich werde ich auch den nächsten Band lesen. Dennoch kann ich ehrlich jedem Fan nur empfehlen, bei der TV-Serie zu bleiben. Dort wurde vieles gekürzt, was ehrlich gesagt der Story sogar gut getan hat.
Das Buch erhält von mir enttäuschte 2 von 5 Sterne.
- Tahereh H. Mafi
Shatter Me (English Edition)
(326)Aktuelle Rezension von: bibliolyTropes & Themen:
friends to lovers, forced proximity, dystopische Zukunft, Unantastbarkeit, Einsamkeit & AusgrenzungRezension:
Die Ankündigung, dass die “Shatter me”-Reihe verfilmt wird, habe ich als Anlass genommen, Band 1 nochmal zu lesen. Und ich muss sagen, dass er mir diesmal etwas besser gefallen hat als beim ersten Mal.Ich bin ein großer Fan von Tahereh Mafis Schreibstil, weil sie Emotionen so greifbar und echt beschreibt, und ich nur so durch die Seiten fliege. Trotz englischem Original gab es für mich keine großen Verständnisprobleme und ich konnte gut in die Welt eintauchen, wobei es mir etwas an Beschreibungen gefehlt hat, um mir die Außenwelt tatsächlich bildlich vorzustellen.
Was ich auch nach wiederholtem Lesen nicht ganz fühle, ist die Romance zwischen Adam und Juliette, weil es für meinen Geschmack einfach zu schnell geht und viel zu perfekt scheint. Von Juliettes Seite ist es noch eher nachvollziehbarer, da sie nach jahrelanger Isolation endlich Nähe zu einem Menschen genießen kann, aber Adam ist zu picture perfect.
Insgesamt geht die Handlung zügig voran und beim letzten Drittel und zum Schluss steigt die Spannung, was die Neugierde für die Fortsetzung weckt. Doch besonders der Hype um Warner hat mich gespannt auf die Folgebände gemacht.
- Diana Gabaldon
Outlander - Ein Schatten von Verrat und Liebe
(207)Aktuelle Rezension von: SarahWants2ReadWorum geht es?: Jamie Fraser kehrt von den Toten zurück – doch seine große Liebe Claire hat seinen besten Freund geheiratet …
»Outlander – Ein Schatten von Verrat und Liebe« ist der dramatische 8. Teil der Welt-Bestseller-Saga von Diana Gabaldon: ein hochspannender, gefühlvoll erzählter und exakt recherchierter Mix aus historischem Roman, Zeitreise-Abenteuer und Familiensaga.
1778 ist ein dramatisches Jahr für die Frasers: Der amerikanische Unabhängigkeitskrieg steuert auf seinen blutigen Höhepunkt zu; William, der junge Graf von Ellesmere, findet zu seinem Entsetzen heraus, dass er Jamies unehelicher Sohn ist und damit von einem Rebellen und verurteilten Verbrecher abstammt; und die verwitwete Claire hat in die Ehe mit Lord John Grey eingewilligt, Jamies bestem Freund. Ihr Herz droht zum zweiten Mal zu brechen, als etwas geschieht, das sie in ihren kühnsten Träumen nicht zu hoffen gewagt hätte: Eines Tages steht der totgeglaubte Jamie quicklebendig vor ihr.
Zumindest wissen Claire und Jamie ihre Tochter Brianna im 20. Jahrhundert in Sicherheit – oder?
Das Cover: Das Cover des Buches wirkt sehr edel und passt hervorragend zum Genre historischer Romane. Die Farbgebung ist stimmig und ansprechend, sodass das Buch optisch sofort ins Auge fällt.
Der Schreibstil: Der Schreibstil ist typisch für Diana Gabaldon: detailreich, verschachtelt und aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Claire berichtet in der Ich-Perspektive, während andere Figuren wie Jamie oder William aus der Erzähler-Perspektive begleitet werden. Die Kapitel variieren stark in ihrer Länge – manche umfassen nur wenige Seiten, andere ziehen sich über mehr als dreißig Seiten. Während der Anfang des Romans sehr stark ist, verliert die Handlung danach deutlich an Tempo. Viele Passagen wirken langatmig, und das Buch hat insgesamt zu viele Längen. Einige Abschnitte waren für mich so zäh, dass ich sie übersprungen habe, weil sie die Handlung kaum voranbrachten.
Die Hauptfiguren: Die Hauptfiguren bleiben zwar emotional präsent, doch ihre Entwicklungen wirken zunehmend stagnierend. Claire und Jamie kämpfen weiterhin tapfer gegen die Wirren des Krieges, doch ihre Konflikte wiederholen sich teilweise. Brianna und Roger erleben zwar dramatische Ereignisse, doch auch hier fehlt es an frischen Impulsen. Lord John Grey und William stecken in politischen Intrigen fest, die zwar interessant beginnen, sich aber ebenfalls in die Länge ziehen.
Endfazit: Mein Endfazit fällt daher ernüchternd aus: Ich nehme mir jedes Jahr ein Buch der Reihe vor, in der Hoffnung, dass noch ein großer Knall kommt – doch meiner Meinung nach ist die Luft inzwischen raus. Die vielen Längen und die stagnierenden Charakterentwicklungen machen den Lesefluss schwer. Überraschenderweise hat die Serienadaption, die viele Handlungsstränge gekürzt hat, der Geschichte gutgetan. Ich hätte es nie gedacht, aber die Serie Outlander ist für mich inzwischen deutlich besser als die Bücher. Der Start dieses Bandes war vielversprechend, doch er hat im Verlauf stark nachgelassen.
Das Buch erhält von mir enttäuschte 2 von 5 Sterne.
- Christopher Paolini
INFINITUM - Die Ewigkeit der Sterne
(238)Aktuelle Rezension von: StephanvaDer Anfang ist ziemlich spannend und fesselnd geschrieben. Ich bin gleich in die Handlung eingetaucht, fand die Konzepte interessant und konnte mich auch mit den Figuren schnell anfreunden. Doch irgendwann wirkte es auf mich zu langatmig. Gerade das zweite Drittel war aus meiner Sicht etwas schwach. Gerne hätte ich hier noch ein bisschen mehr Spannung gehabt und weniger abgedrehte Szenen. Das Ende hat dann wieder einiges wett gemacht. Ich finde auch die Idee der Schiffs-KI ganz gut. Das hat einen guten Drive in die Geschichte gebracht.
- Marie Graßhoff
Neon Birds
(480)Aktuelle Rezension von: Nick_ShadowheartDas Buch fängt sehr actiongeladen an. Man wird sofort reingeworfen, fiebert aber auch gleich mit. Die Überleitung von einem zum nächsten Charakter fand ich sehr gelungen. Wir haben im Prinzip 4 Hauptcharaktere, die sich in 2 Teams einteilen lassen.
Nach der Action kommt das Buch erstmal ein wenig zur Ruhe, sodass man die Welt ein wenig mehr kennenlernen kann. Auch die Militärakten geben Einblicke in bestimmte Sachverhalte. Jeder der Charaktere macht einiges durch, sodass ich verstehe, dass sie zum Teil sehr verschlossen sind, aber ich hätte mir da noch ein wenig mehr Austausch erhofft. Mehr über Andras Kultur, Flovers Hintergrund, Lukes Leben, Okijens Körper und Empfindungen. Vlt wird ja einiges in den nächsten Teilen noch aufgegriffen. Ich möchte auch irgendwie mehr Interaktionen zwischen den Charakteren. Ob es noch romantisch wird, mal sehen. Es kann muss aber nicht. Mal sehen was sich noch entwickelt. Trotzdem spürt man jetzt schon, dass sich manche von ihnen einfach viel bedeuten.
Das Buch endet dann auch nochmal mit spannungsgeladener Action und einem fiesen Cliffhänger.
- Anna Todd
The Brightest Stars - attracted
(332)Aktuelle Rezension von: Pachi10In diesem Buch gibt es kaum Dialoge zwischen den Protagonisten, dafür unendlich lange innere Monologe von einer unreife, zickigen und unglaubwürdigen weiblichen Hauptfigur. Selten dass eine Figur so unsympathisch ist ohne der Bösewicht zu sein.
Viele Klischees
Ich weiß nicht mal ob man hier überhaupt von einer Liebesgeschichte sprechen kann, da diese lediglich 5 Seiten in dem ganzen Buch umfasst.
Das Buch umfasst eine Geschichte im Jahr 2014 und 2018
- Marie Lu
Legend (Band 3) - Berstende Sterne
(889)Aktuelle Rezension von: MaggieMausDieses Buch ist ein wunderbar gelungenes Ende der Geschichte von June und Day. Ohne viel zu Spoilern: ich habe viele Emotionen gefühlt, ich habe das Ende aufgesaugt und gehofft, dass es ein runder Abschluss wird. Ob Happy End oder nicht, das war mir egal
Meine Erwartungen wurden übertroffen! Danke für die tolle Buchreihe! Für mich absoluter Kultstatus
- Amie Kaufman
These Broken Stars. Jubilee und Flynn (Band 2)
(301)Aktuelle Rezension von: Buecherfreak_M"THESE BROKEN STARS - JUBILEE UND FLYNN" 🪐☁️ 5/5 Sterne - eine Rezension ohne Spoiler
Die Menschheit hat das Weltall erobert - oder versucht dies zumindest. Dass sich dies als schwerer als gedacht herausstellt, sieht man auf Avon, einem Planeten irgendwo in den unendlichen Tiefen der Galaxie, weit weg von den bekannten, vollständig terraformierten Planeten. Captain Jubilee Chase, kurz Lee, ist bereits seit mehreren Monaten auf Avon stationiert. Sie ist die einzige Soldatin, die es länger dort aushält, denn früher oder später werden alle Rekruten von dem sogenannten Furor befallen, der diese in den Wahnsinn treibt und durch den immer wieder unschuldige Zivilisten durch die Gewalt der vom Furor besessenen Soldaten sterben. Dass dies bloß eine billige Ausrede des Militärs ist, um ohne strafrechtliche Folgen unschuldige Zivilisten und Rebellen zu ermorden, denkt Flynn Cormac, der kleine Bruder der verstorbenen Anführerin der Rebellen. Doch schon bald muss er seine eigenen Ansichten hinterfragen, denn offensichtlich steckt mehr hinter den Ausbrüchen als er zunächst annehmen will. Und auch Jubilee ist gezwungen, sich zu fragen, für was sie eigentlich kämpft - oder für wen...
Ich habe das Buch vor ein paar Jahren schon einmal gelesen und nach dem zweiten Lesen war es sogar noch besser, als ich es in Erinnerung hatte.
Jubilee und Flynn sind beides wunderschön einzigartige Charaktere, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Captain Jubilee Chase ist eine berüchtigte Soldatin und mit ihrer Einheit dafür verantwortlich, den Frieden auf Avon zu halten, indem sie die Rebellen bekämpft. Flynn Cormac hingegen ist der kleine Bruder einer der größten Anführerinnen der Fianna und würde alles dafür tun, um seinen Heimatplaneten Avon zu retten. Die ganze Galaxie kennt den Namen Cormac und Flynn ist ganz weit oben auf der Liste der Rebellen, die es zu töten gilt.
Als Jubilee und Flynn das erste Mal aufeinandertreffen, wäre ihnen wohl nie auch nur annähernd in den Sinn gekommen, dass sie bald zusammenarbeiten würden. Eine Soldatin und ein Rebell - eigentlich müssten sie sich hinter dem Lauf der Pistole des jeweils anderen wiederfinden. Doch es gibt nie nur zwei Seiten. Dies macht der zweite Teil von These broken Stars mehr als deutlich. Und so kämpfen Jubilee und Flynn schon bald gemeinsam. Für eine bessere Welt. Für Avon.
Die Dynamik zwischen den beiden hat mir unglaublich gut gefallen. Das Buch legt seinen Fokus eher auf die Geschichte an sich und nicht auf die Romanze, was ich persönlich super fand. So konnte man gleichzeitig mit den Geschehnissen auf Avon mitfiebern, aber auch Jubilee und Flynn verfolgen, wie sie sich langsam aber sicher ineinander verliebten, ohne dass die Liebesgeschichte zu viel Platz einnahm und die Story verlangsamte.
Die Story ist ein Meisterwerk. Ohne spoilern zu wollen: Sie ist mit nichts zu vergleichen, was ich bisher gelesen hatte. Die Geschichte spielt einerseits zwar in unserer menschlichen Welt, allerdings auf einem anderen Planeten und in einer ganz anderen Zeit und Gesellschaft, wodurch das Ganze nicht zu crazy und abgefahren wirkt, aber gleichzeitig auch Teile eingebaut sind, die das ganze fantastisch genug machen, dass die Story einen fasziniert und total in den Bann zieht.
Besonders der Grund hinter all dem Terror und der Auseinandersetzungen zwischen Rebellen und dem Militär finde ich absolut gelungen. Dieser Teil ist verwirrend und so weit entfernt von Allem aus der Welt, in der wir heute leben... oder vielleicht auch nicht? Es war gruselig und faszinierend zugleich - ich fragte mich und frage mich immernoch, wie man auf so eine einzigartige Idee kommen kann. Ich habe noch nie etwas vergleichbares gelesen.
Auch wenn das Beschriebene im ersten Moment total verrückt und undenkbar wirkt, ist es klar und sinnvoll ausgedrückt. Am Ende macht alles, jede Kleinigkeit, einen Sinn. Mir persönlich hat es extrem Spaß gemacht, nach und nach immer mehr Informationen zu erhalten und sie schlussendlich zu einem Großen und Ganzen zusammenzusetzen.
Der Schreibstil der Autorinnen ist ein Traum. Ich bin über keine einzige Passage gestolpert, an der mich etwas gestört hat. Im Gegenteil: wenn ich erst einmal angefangen hatte zu lesen, konnte ich das Buch garnicht mehr aus der Hand legen.
Man kann das Buch theoretisch auch unabhängig vom ersten Band lesen, denn es werden alle wichtigen Punkte und Figuren nochmals erklärt. Allerdings würde ich es sehr empfehlen, die Geschichte von Lilac und Tarver als erstes zu lesen, da diese Charaktere an einem Punkt des zweiten Buches nochmals auftreten, was eine schöne Überraschung war.
Insgesamt eine absolute Leseempfehlung von mir! Das Buch hätte sogar mehr als fünf Sterne verdient - es ist und bleibt eines meiner absoluten Lieblingsbücher und ich freue mich, auch die anderen Teile bald nochmal zu rereaden.
- Harlan Coben
In ewiger Schuld
(221)Aktuelle Rezension von: BuchspinatZum Inhalt:
Vor drei Monaten hat Maya – ehemalige Militärangehörige – ihre Schwester bei einem Raubmord verloren, nun wurde ihr Ehemann Joe in ihrem Beisein im Park erschossen. Kurz nach der Beerdigung entdeckt Maya ihren Mann auf der Nannycam. Dabei hat sie ihn doch gerade begraben? Ist er überhaupt nicht tot? Maya beginnt zu recherchieren und kommt einem dramatischen Familiengeheimnis auf die Spur….
Meine Meinung:
Maya ist tough. Eine Waffennärrin. Und mit Leib und Seele Militärangehörige gewesen. Das vermisst sie sehr.
Als sie auf der Nannycam jemanden entdeckt, der ihrem Mann Joe wie aus dem Gesicht geschnitten scheint, glaubt ihre Familie, dass sie Wahnvorstellungen entwickelt. Doch Maya weiß, was sie gesehen hat und fängt selbst an zu ermitteln.Maya ist eine Frau, die jede Menge Mut hat und nicht aufgibt, egal wie verfahren die Situation zu sein scheint. Und sie hat gute Freunde, die ihr immer zur Seite stehen und keine Fragen stellen, sondern einfach da sind. Dennoch bleibt sie für den Leser sehr unnahbar und zurückhaltend. Immer auf der Hut und wachsam. In jedem Moment.
Die Geschichte nimmt schnell an Fahrt auf und man kann das Buch unmöglich aus der Hand legen. Es geht plötzlich nicht mehr nur um Joe und um Mayas Schwester, auch der tödliche Unfall von Joes Bruder wirft plötzlich Fragen bei Maya auf.
Maya entdeckt ein korruptes Netz aus den dubiosen Machenschaften der Familie ihres Mannes und gerät selbst in tödliche Gefahr. Auch ihre eigene Vergangenheit, die von einem Whistleblower seinerzeit veröffentlich wurde und Maya ihren Job gekostet hat, spielt eine Rolle.
Die Geschichte ist sehr spannend geschrieben und hat mich häufig überrascht. Einige der Wendungen habe ich absolut nicht kommen sehen.
Das Ende fand ich überraschend und tragisch, aber dennoch gut gelöst.
Für Freunde spannender Unterhaltung auf jeden Fall eine gute Geschichte.
Der Roman ist (mit einigen Änderungen in der Handlung) derzeit auch als Kurzserie auf Netflix abrufbar.
Meine Rezension findet Ihr auch auf www.buchspinat.de
- Isabel Ibañez
What the River Knows (Geheimnisse des Nil 1)
(316)Aktuelle Rezension von: vallsInfo vorab: Ich habe das Buch auf Englisch gelesen, meiner Meinung nach eine sehr gute Entscheidung.
Das Buch lässt mich sehr zweigespalten zurück.Auf der einen Seite finde ich es sehr positiv, dass das Buch echte Originalität aufweist und keine oder zumindest wenige Klischees aufwärmt.
Allein, dass die Hauptprotagonistin mal nicht aus England oder den USA stammt, sondern aus Buenos Aires, Argentinien und der südamerikanische Flair auch des Öfteren durch spanische Kapitelüberschriften und spanische Phrasen mitten im Text im Buch zum Vorschein kommt, lässt die Geschichte schon herausstechen.
Natürlich ist dieser Punkt der Tatsache geschuldet, dass die Autorin selbst Wurzeln in Südamerika hat, aber das tut dem ja keinen Abbruch.
Den Anfang fand ich super stark. Vor allem die Beschreibung der unbekannten Stadt und des Grandeurs der Kolonialzeit in Ägypten, aber auch die vorherrschende Kritik der wichtigen Charaktere am englischen Einfluss. Man hat sich bei der Beschreibung des Sheapards Hotel, in dem sich internationale Touristen, Geschäftsleute und Prominente tummeln, sehr an diesen ereignisreichen Ort geträumt. Generell hatte ich das Gefühl die Autorin hatte einen sehr scharfsinnigen Schreibstil und die Dialoge, besonders zwischen Whit und Inez, waren sehr intelligent und nicht vorhersehbar.
Auch die Dynamik zwischen Inez und Whit fand ich gelungen - endlich mal eine Frau, die den "Bad Boy" durchschaut, schlagfertig ist und im Analysieren von Menschen relativ scharfsinnig wirkt - naja, das heißt zumindest zunächst (Erläuterung folgt später). Whit findet Inez am Anfang nervig, da sie ihm seinen Job erschwert und Inez findet Whit wiederum nervig, weil er ihr Steine dabei in den Weg legt, in Ägypten zu bleiben.
Whit auf der anderen Seite ist ebenfalls gelungen. Eine charmante, distanzierte Fassade nach außen, innen plagt ihn offensichtlich vieles. Auch sein Alkoholproblem und seine Schwächen machen ihn zu einem sehr realistischen männlichen Hauptcharakter. Man versteht, dass er die teilweise illegalen Geschäfte, die er für Ricardo erledigen muss, nicht genießt, sondern irgendwie gefangen ist. In einer idealen Welt würde er irgendetwas mit Chemie machen, aber die Wirklichkeit sieht anders aus: er wurde aus dem Militär geworfen und hat eine dunkle Zeit hinter sich, aus der ihn Ricardo gerettet hat.
Dass sich Gefühle zwischen Inez und Whit entwickeln, die sich, obwohl sie so unterschiedlich sind, gut ergänzen, ist zwar nachvollziehbar, aber es ging mir zu schnell. Auf einmal küsst er sie auf die Wange und ist ganz angetan... da hätte ich mir gewünscht, dass der Leser noch länger im Dunkeln gehalten wird, was seine Gefühle angeht.
Inez Onkel, ein Archäologe, Whits Boss und der Kollege ihrer Eltern, will eigentlich den ganzen Roman über, dass sie Ägypten wieder verlässt und hat deswegen ganz am Anfang Whit geschickt, um sie direkt wieder in ein Schiff zurück nach Argentinien zu setzen. Man teilt hier Inez Frustration, dass sie herausfinden will, was mit ihren Eltern geschieht und kämpfen muss, um zu bleiben.
Als sie sich dann durch List und Widerspenstigkeit (was ich gut an ihr fand) auf das Boot zur Ausgrabungsstätte schmuggelt und ihr Onkel sie widerwillig als Teil des Teams akzeptiert, ging es meiner Meinung nach bergab.
Und die Logikfehler häuften sich leider auch.
1) Inez kennt ihre Eltern praktisch gar nicht. An einem Punkt im Buch sagt sie auch, dass sie nicht mal ihren eigenen Eltern vertrauen kann. Sie verbringen zwar immer ein halbes Jahr in Argentinien, aber als Leser hat man das Gefühl, die beiden bleiben blass und nicht greifbar. Es ist etwas schwer vorstellbar, dass Inez ihre eigenen Eltern so wenig kennt. Da fühlte sich dann aber vieles nicht stimmig an. Dass sie in deren alter Suite wehmütig wurde, kann man ja verstehen aber man hat generell das Gefühl, Inez wandelt bzgl. vielem im Dunkeln und zwar nicht nur, weil sie - zu ihrer Verteidigung - auch viel im Dunkeln gelassen wird, sondern auch, weil sie vielleicht an manchen Stellen nicht genug hinterfragt.
2) der Grund, dass Tio Ricardo sie im Team gegenüber Mr. Fincastle akzeptiert, ist, dass sie ihre Zeichnerin wird, obwohl Abdullahs Tochter mit Kamera dabei ist? Das hat für mich überhaupt gar keinen Sinn gemacht. Da hätte die Autorin wirklich mit etwas Besserem kommen können. Zum Beispiel hätte Inez offenbaren können, dass sie die Magie des Rings wahrnimmt und das Team sie braucht, damit sie das Grab finden. Sie hätte sich unverzichtbar machen können.
3) dass Inez einfach akzeptiert, dass Tio Ricardo ihr nicht die ganze Wahrheit über ihre Eltern erzählt, obwohl es für den Leser offensichtlich ist, dass er etwas verbirgt, finde ich seltsam, selbst vor dem Hintergrund, dass sie sich ihren Aufenthalt in Ägypten mehr oder weniger erkämpfen musste und nur "geduldet" ist. Es ist unlogisch, dass sie ihren Onkel nicht noch stärker nach Infos über ihre Eltern bedrängt. Sie gibt zu schnell auf.
4) auch ihre Gedanken bezüglich Tio Ricardo, nachdem sie denkt, dass er ihre Eltern ermordet hat, finde ich nicht überzeugend. Es wirkt alles etwas konstruiert.
5) dass Sie die Warnzeichen nicht erkennt, als ihre Mutter auftaucht. Sie sagt ihr ständig, sie soll "sie nicht suchen". Kommt verhüllt, scheinbar aus Angst vor Ricardo. Sagt Inez überhaupt gar nicht, was los ist. Wirkt übelst dodgy auf den Leser. Und dennoch vertraut Inez einer Frau, die zwar ihre Mutter ist aber die sie kaum kennt. Wieder lässt sie sich, ähnlich wie von ihrem Onkel, mit wenig bis gar keinen Informationen abspeisen und lässt sich benutzen. Dafür, dass sie am Anfang als so dickköpfig und widerspenstig dargestellt wird und auch Whit so scharfsinnig analysiert und durchschaut, handelt sie ab einem Drittel des Buches zunehmend naiv und out of character. Selbst Isadora sagt zu ihr, dass sie zu "trusting" ist. Auf der anderen Seite kann ich verstehen, dass die Autorin Inez auch Schwächen geben wollte, immerhin macht das Charaktere ja erst nahbar. Und klar, es ist ihre Mutter, von der sie dachte, dass sie tot ist. Erleichterung und Gewohnheit spielen da sicher eine Rolle.
6) Elviras Tod fand ich so oder so unnötig und scheiße. Aber wie Inez damit umgeht, finde ich noch schlimmer. Ja sie weint und gibt sich die Schuld. Aber als Elvira verschwindet, trödelt sie zunächst mit ihrem Kleid, flirtet mit Whit. Und nach Elviras Tod denkt sie nur daran, Elviras Tod zu rächen und ihre Mutter zu verfolgen. Ihre Gedankengänge wirken hier ebenfalls wieder sehr konstruiert. Hier hat die Autorin es nicht geschafft, Inez Trauer authentisch rüberzubringen. Es wurde auch viel zu wenig über Inez Angst vor der Reaktion ihrer Tante und Cousine gesprochen.
Ab dem ersten Drittel zieht sich das Buch sehr und die gesamte Ausgrabung hat mich teilweise etwas gelangweilt. Viele Charaktere tauchen gar nicht mehr auf (z.B. Farida) und oft beinhalten Szenen nur Inez und Whit. Whit ist natürlich immer plötzlich da. Zwar hat es mich ja irgendwie auch gefreut, weil ich die beiden zusammen toll fand, aber es war mir dann doch ein bisschen zu "convenient", dass sie immer zusammen waren. Die Backstory zu Cleopatra und ihren Kindern sowie Marcus Antonios war ganz spannend. Auch Inez Visionen von Cleopatra fand ich sehr mystisch. Man hatte das Gefühl, die Gegenwart und die Vergangenheit sind irgendwie verbunden und die Vergangenheit ist nicht wirklich vergangen. Auch den Titel des Buches fand ich gelungen. Ich liebe es, wenn Titel sich auf eine kleine Stelle im Buch beziehen, die man fast überlesen könnte. Inez Mutter erwähnt kurz, dass der Nil so viel weiß und so viele Dinge im Wasser gelandet sind und Inez sinnt dann darüber nach, wie viele verschiedene Zeiten der Fluss gesehen hat. Das hat eine sehr mystische und geheimnisvolle Atmosphäre geschaffen. Die magischen Artefakte hingegen fand ich irgendwie sehr überflüssig.
Als sie gegen Ende zusammen in der Grabstätte eingesperrt sind, ist Inez mir viel zu passiv. Sie fragt Whit, was sie tun sollen, obwohl er selbst verletzt und am Boden ist. Das ist doch die bekannte "Line", die in Filmen immer kritisiert wird. Dass die Frau den Mann fragt, was zu tun ist. Auch wieder komplett out of character. Ja, sie ist in Panik und hat Angst um ihre Cousine. Aber trotzdem finde ich, sie verhält sich hier sehr klischeehaft.
Insgesamt vergebe ich dennoch 4 von 5 Sternen. Mich hat das Buch insgesamt trotz aller Logikschwächen und schwächerer Passagen vor allem durch seine Originalität, seinen intelligenten Schreibstil, die geistreichen Dialoge und die dreidimensionalen Charaktere überzeugt.
- Robert Musil
Der Mann ohne Eigenschaften
(113)Aktuelle Rezension von: sarahsdepartmentMusil verliert sich immer wieder in endlose Innere Monologe seines Hauptcharakters. Insgesamt passiert wirklich wenig und trotzdem ist es schwer zu folgen. Ich musste abbrechen. Habe es bis zur Mitte des dritten Teils geschafft. Die Beziehung zur Schwester ist äußerst fragwürdig und es gibt keine sympathischen Charaktere. Dieser 1400 Wörter Wälzer erfordert viel Durchhaltevermögen. Kann ich trotz des Stempels "Weltliteratur" leider nicht empfehlen.
- Michael Robotham
Dein Wille geschehe
(560)Aktuelle Rezension von: Glenn_HarrowRobotham weiß, wie man Spannung baut ohne zu lärmen. Ein Fall der sich langsam in etwas Persönlicheres verwandelt – der eigentliche Thriller spielt im Kopf von Cyrus Haven, nicht in der Handlung. Vier Sterne weil das Buch gelegentlich seinen eigenen Rhythmus unterschätzt und zu früh erklärt, was es stärker hätte verschweigen sollen.
- K M Moronova
Leave Me Behind
(283)Aktuelle Rezension von: Selena_BooksDieses Buch war unglaublich und lässt mich sprachlos zurück. Die Autorin hat es geschafft, dass selbst die Bösen einem ans Herz wachsen und man Mitleid für ihr Schicksal empfindet. Zum Ende hin sind mir, in fast jedem Kapitel, die Tränen gekommen und ich habe wortwörtlich mitgelitten.
Die Handlung läuft flüssig und auch der Schreibstil ist angenehm leicht und ziemlich detailreich. Emotionen, Gefühle und Handlungsstränge werden intensiv und lebendig dargestellt. Ich habe mich regelrecht zwischen den Seiten verloren und konnte das Buch garnicht mehr aus der Hand legen.
Natürlich ist die Geschichte ziemlich düster und zum Teil auch keine leichte Kost. Man sollte sich den Triggerwarnungen aufjedenfall bewusst sein und sich darauf einstellen, dass man moralisch möglicherweise an seine Grenzen stößt. Ich selbst befand mich immer wieder im Zwiespalt, da ich die die leidenschaftliche Verbindung der beiden Protagonisten absolut gefühlt und dennoch einiges an Handlung in Frage gestellt habe.
Beide Protagonisten sind psychisch sehr belastet und dementsprechend auch in ihrem Verhalten sehr auffällig und gestört. Dennoch bin ich hin und weg von der Charakterentwicklung und muss sagen, dass ich es geliebt habe, die beiden auf ihrem rasanten Lebensweg zu begleiten. Auch die anderen Charaktere sind mir ans Herz gewachsen und prägen die Geschichte sehr.
Wenn ich eine Sache anmerken muss, dann ist es das rasante Ende, dass für mich dann letztendlich doch etwas plötzlich und schnell kam. Dennoch bin ich mit dem Outcome sehr zufrieden.
Ich habe das Buch wirklich geliebt und hoffe, dass ich in den Folgebänden genauso viele Emotionen, Gefühle, Geschichten, Spannung und Plots erleben darf.
- Stephenie Meyer
The Chemist – Die Spezialistin
(258)Aktuelle Rezension von: traumweltenwandererDr. Juliana Fortis ist ständig auf der Flucht. Durch ihre Arbeit bei einer geheimen Spezialeinheit, weiß sie Dinge, die besser nicht an die Öffentlichkeit gelangen sollten. Seit ihrer Flucht hat sie mehrere Attentate überlebt und sie hat für jede Situation einen Plan, der ihr das Leben retten soll. Eines Tages wird sie erneut Ziel eines Killers und dieses Mal läuft nichts nach Plan.
Meine Gedanken:
Der Einstieg ist mir sehr schwer gefallen, obwohl der Ansatz spannend war. Die Geschichte hat sich einfach zu sehr gezogen und der Fokus lag deutlich auf Beschreibungen, die ich persönlich nicht gebraucht hätte. Bis die Story an Fahrt aufnahm und auch endlich spannender wurde, war gut ein Drittel des Romans bereits um. Für mich war das einer der Gründe, warum das Buch dann erstmal zwei Monate Pause hatte. Aber: Wer lange aushält, der wird belohnt. Je weiter die Story fortschritt, desto actionreicher wurde es, da hat das Lesen auch angefangen richtig Spaß zu machen.
Meine Favoriten dabei waren ganz klar das Duo Einstein und Kevin - der Hund und sein Besitzer haben mich durch das Buch getragen, deswegen fand ich es umso trauriger, als zwischendurch andere Figuren im Vordergrund standen.
Die Liebesgeschichte habe ich ehrlich gesagt nicht verstanden, die "Anziehung" war für mich nicht greifbar. Tatsächlich dachte ich irgendwann, dass es auf ein Love Triangle zugeht, was es noch einmal spannender gemacht hätte. Was die Liebesgeschichte angeht war es also letztendlich vorhersehbar bis eintönig und mir persönlich hat der Action-Anteil wesentlich besser gefallen.
Manche Nebencharaktere hätte ich gerne besser kennengelernt. Als es rasanter wurde, konnte man den Roman gut lesen, teilweise mit Bildern im Kopf wie im Kino. Das Potential war also da, ließ durch einige Längen und ausschweifende Beschreibungen nur leider etwas auf sich warten. Als die Action richtig da war, konnte ich vieles nicht ganz nachvollziehen, da der Schreibstil entsprechend an Tempo gewann.
Alles in allem ein guter Thriller, der vielleicht zunächst noch zögern lässt, einen aber dann doch mit einer spannenden Entwicklung überrascht.























