Bücher mit dem Tag "militärgeschichte"
7 Bücher
- Yuval Noah Harari
Fürsten im Fadenkreuz
(6)Aktuelle Rezension von: Olaf_RaackDas Buch bietet einen interessanten Einblick in taktische Operationen kleiner Spezialeinheiten in mittelalterlichen Konflikten, die große Auswirkungen auf die Geschichte hatten oder bei Erfolg hätten haben können. Beleuchtet wird der Zeitraum zwischen 1100 und 1550. Ich finde das Buch durchaus empfehlenswert, wenn man denn die Muße aufbringt, sich durch eine Vielzahl von Jahreszahlen, Orte, Personennamen und die diversen Karls, Ludwigs, Philips und Edwards des Mittelalters zu wühlen.
- Sönke Neitzel
Deutsche Krieger
(8)Aktuelle Rezension von: geraldruschDIeses Buchch erstaunte mich mehrfach in seiner Detailtiefe, wie sie nur von einem anerkannten Experten der Gewaltforschung kommen kann. Ein kurzweiliges, wenngleich 600 Seiten langer Abstrich über Debatten, Realitäten, Interviews, Artikel, Skandale, Bücher etc. die die deutschen Armeen begleiteten, gespickt mit einer unheimlichen Menge an Zahlen und Wissenswertem. Wer sich für die Bundeswehr oder die Weltkriege interessiert, wird an diesem Buch nicht vorbeikommen. Geschichtswissenschaftliche Fragestellungen werden ausgiebig betrachtet, z.B. Reichswehr eine Staat im Staate?; Wehrmacht alles Nationalsozialisten?; NVA Angriffsarmee?; Handwerkliches Können NVA; konnte die Bundeswehr je glaubhaft abschrecken?. Das Ganze Buch ist sehr spannend geschrieben und nur zu empfehlen.
- Klaus-Jürgen Bremm
Die Waffen-SS
(3)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
Mit "Die Waffen-SS - Hitlers überschätzte Prätorianer" legt Klaus-Jürgen Bremm eine sachliche Ausarbeitun vor, die laut Klappentext als „Entzauberung eines Mythos“ verstanden werden will. Tatsächlich setzt der Autor ein deutliches Zeichen gegen die Glorifizierung der Waffen-SS und bemüht sich, mit den überlieferten Heldennarrativen aufzuräumen. Seine Sprache ist über weite Strecken verbindlich, der Stil flüssig und gut lesbar. Besonders der Blick auf das Wirken ehemaliger Waffen-SS-Angehöriger im Nachkriegsdeutschland ist aufschlussreich und verdeutlicht, wie weitreichend Einflussnahmen auch nach 1945 noch möglich waren. Das beigefügte Bild- und Kartenmaterial unterstützt die Darstellung, bleibt qualitativ jedoch eher durchschnittlich.
Im weiteren Verlauf verliert Bremm jedoch zunehmend die notwendige Distanz. Seine Ausführungen werden spürbar wertender, teilweise provokativ im Ton. Seine zunehmende Schärfe gegenüber Personengruppen außerhalb der Waffen-SS wirkt stellenweise respektlos und unangemessen verallgemeinernd.
Problematisch ist zudem, dass Bremm der Leserschaft wenig Raum für eigene Urteilsbildung lässt. Seine Argumentation gerät mitunter unpräzise und verliert an sachlicher Ausgewogenheit. Für fachfremde Leserinnen und Leser fehlt es stellenweise an kontextueller Tiefe und differenzierter Einordnung; gleichzeitig setzt der Autor an anderen Stellen ein Vorwissen voraus, das nicht alle mitbringen dürften.
Nach dem Lesen des Buches bleibt der Eindruck eines ambitionierten Werkes mit berechtigtem Anliegen, das jedoch durch mangelnde Neutralität, argumentative Zuspitzungen und Schwächen in der Analyse deutlich an Überzeugungskraft einbüßt. Der Autor überschätzt sich leider selbst. Es gibt Sachbücher zu dieser Thematik, deutlich überzeugender und ausgewogener verfasst sind.
- Helmert, Heinz - Usczeck, Hans-Jürgen
Preußischdeutsche Kriege von 1864 bis 1871. Militärischer Verlauf
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