Bücher mit dem Tag "minnesänger"

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21 Bücher

  1. Cover des Buches Das Spielmannslied (ISBN: 9783734785962)
    Susanne Pavlovic

    Das Spielmannslied

     (24)
    Aktuelle Rezension von: Alexander_Bally

    Das Spielmannslied klang recht wohl in meinen Ohren.

    Vorausschicken muss ich: Ich schreibe selbst und kenne die Autorin. Autoren – ich zumindest – sind schrecklich kritische Rezensenten. Und bei lieben Bekannten sind sie um so kritischer, da die Kolleginnen und Kollegen doch wissen müssen, dass man den Verriss ja nur herzensgut gemeint hat.


    Also hier meine dreieinhalb Worte zu diesem Buch, dem ersten, dass ich von meiner Kollegin las.

    Es ist eine schöne Geschichte über Heldentum, Abenteuer und Magie. Im Mittelpunkt steht ein Kleeblatt, dass unterschiedlicher kaum sein könnte. Da gibt es erstens den Erzähler, Wolfram, einen jungen Spielmann, gerade vom Lehrmeister in Schimpf und Schande verstoßen, weil er sein Lampenfieber nicht meistern kann. Ihm zur Seite steht Krona, die Ex-Küchenmagd, die nun, nachdem sie ein Schwert geklaut hat, ihrer wahren Berufung folgen will: dem einer Kriegerin. Geübt hat sie schon und auch Mundwerk und Manieren sind eher die eines Landknechts. Der schöne Jüngling Sindri, ein Adelspross auf Aventure, ist der dritte im Bunde. Der hat zwar keinen Heller, aber ein Ziel: Er will zu einem fernen Turm, eine Prinzessin befreien, die ihn in seinen Träumen zu sich ruft.

    Wie dies, allen Widrigkeiten zum Trotze (und davon gibt es reichlich) gelingt, auch wenn alles am ende anders ist, als es zunächst erscheint, das erzählt in einer Rahmenhandlung der weitaus ältere Wolfram einem hinreißenden Küchenmädel und einer schwarzen Katze.

    ***

    Was gibt es zu sagen? Die Geschichte ist gelungen, sie spielt in einer recht freundliche Highfantasywelt, die durchaus mehr als einen Ausflug an der Seite Wolframs wert zu sein scheint. Hier und da habe ich ein wenig den Faden zwischen Haupt- und Rahmenhandlung verloren und es dauerte eine Weile, bis ich mich mit der recht brachialfreundlichen Krona anfreunden konnte. Auch Sindri fremdelte zu Anfang ein wenig. Aber das wurde in beiden Fällen bald besser.

    Hier und dort gelang Susanne Pavlovic es aber, mich nicht nur zu überraschen, nein, sie entzückte mich immer wieder mit gelungenen Sprachwitz en passant, da wo man es gar nicht erwartet. So zum Beispiel die Bemerkung über Sauerampfersuppe und Löwenzahnsalat. Restlos begeisterte mich dann aber ihre wunderbare Darstellung des Geschlechtsaktes, in dem sie höchste Extase mit dezenter Zurückhaltung vereinte und dies in wunderbare Worte wickelte. Das ist um so beachtenswerter, da das lebensfrohe Auf und Ab unter der Decke der Lagerstatt für Autoren ein sehr schlüpfliges Parkett ist.  Es gibt ganze Bücher über Beischlafszenen, die in die Hose gingen. (Hier z.B: ) Groß ist die Gefahr, in Lächerliche abzugleiten, ins Schmuddelige oder an den Riffen der schiefen Bilder zu scheitern. Noch schlimmer ist nur mehr der Ausflug in die Sportberichterstattung beim Beschreiben von Sexszenen. Aber Susanne ... sie macht es wunderbar, sehr kurz, sehr knapp, mit viel exakt getriggerten Kopfkino.

    Chapeau!

    Was gibt es noch zu sagen?

    Die Nebenfiguren! Während ich mit den Hauptfiguren leichte Anfangsschwierigkeiten hatte, bei den Nebenfiguren hatte ich sie nicht. Die waren alle durchwegs sehr gelungen, kantig, plastisch, lebendig und ein echter Pluspunkt.

    Und Eastereggs? Die gibt es auch. Eines zumindest habe ich entdeckt.

    In Summe:

    Schön. Sehr gut, manchmal nur gut, und immer wieder einmal brillant. Ich fand es unter dem Strich klasse. Und ich bin seeehr pingelig. Besonders bei lieben Kolleginnen und Kollegen.

  2. Cover des Buches Krieg der Sänger (ISBN: 9783492302890)
    Robert Löhr

    Krieg der Sänger

     (29)
    Aktuelle Rezension von: Giselle74

    Durch listiges Ränkespiel gelingt es, die berühmtesten Sänger des Mittelalters zu einem Wettkampf zu locken - der Erstplatzierte wird Sängerkönig, der letzte enthauptet. Und so treten Walther von der Vogelweide, Wolfram von Eschenbach, Heinrich von Weißensee, Heinrich von Ofterdingen und Biterolf von Stillaha gegeneinander an. Doch nichts ist so, wie es zu sein scheint...

    Robert Löhr hat ein spannendes Buch geschrieben, fast ein mittelalterlicher Krimi, das historisch wirkt, aber kaum ist. "Der Sängerkrieg auf der Wartburg" ist eine mittelalterliche Trinkliedsammlung, ein wirklicher Wettstreit nicht belegt. So muß sich der Autor auch nicht von Fakt zu Fakt hangeln, sondern kann frei interpretieren. Und das ist ihm gelungen: man hört förmlich die Schritte auf dem Kopfsteinpflaster, das Klirren der Waffen, das lustige Treiben auf der Burg. Minnesang und Frauenlob, Nibelungentod und Heldenehre werden zu neuem Leben erweckt, fast vergessene Sänger entstaubt und die Welt des Mittelalters vor unseren Augen aufgeblättert...

  3. Cover des Buches Kurschattenerbe (ISBN: 9783839214343)
    Sigrid Neureiter

    Kurschattenerbe

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis
    Die österreichische Autorin entführt ihre Leser abermals in die malerischen Berge von Südtirol, genauer gesagt rund um Meran. Meran ist als Kurstadt seit alters her bekannt, sodass der Titel „Kurschattenerbe“ nicht von ungefähr kommt.

    Jenny Sommer, ihr Doktorvater Arthur Kammelbach und sein Assistent Lenz Hofer organisieren ein Symposion zu Ehren des Minnesängers Oswald von Wolkenstein. Mit dabei die russische Oligarchin Kataryna mit Tochter und Liebhaber sowie zwei Bodygards. Kataryna ist Mäzenin der Veranstaltung und hat einige private Turbulenzen zu bestehen.
    Überschattet wird die Veranstaltung durch den Diebstahl eines mittelalterlichen Musikinstruments, dem Verschwinden Kammelbachs und – vorerst ohne jeden Zusammenhang – dem Mord an dem Heimatmaler Peter Mitterer.

    Wie hängen diese Fäden zusammen? Hängen sie überhaupt zusammen? Nicht mit allzu großem Ruhm bekleckert sich die örtliche Polizei, die sich in internen Befindlichkeiten ergibt. Vor allem die Vicequästorin misst den Vorfällen wenig Bedeutung bei.

    In einigen Passagen lässt Neureiter ihre bodenständigen Figuren Südtiroler Dialekt sprechen. Das trägt zur lockeren Atmosphäre dieses Buches bei.

    Interessant auch die geschickt eingeflochtenen Geschichten rund um Oswald von Wolkenstein, der als Minnesänger (1377-1445) im Spätmittelalter in Meran lebte.

    Als promovierte Germanistin und Inhaberin einer PR-Firma kann die Autorin aus ihren Erfahrungen schöpfen.

    Fazit:

    Ein netter, unblutiger Krimi bei dem die Vorzüge der Südtiroler Landschaft gut zur Geltung kommen.
  4. Cover des Buches Das Spiel des Sängers (ISBN: 9783442374755)
    Andrea Schacht

    Das Spiel des Sängers

     (38)
    Aktuelle Rezension von: Buchfresserchen1

    Auf Burg Langel ist ein Lehen zu vergeben. Viele Anwärter darauf sind eigens dafür angereist, das Ritter Ulrich entscheidet wem von ihnen die Burg mit ihren Pfründen zugesprochen wird. Ein illusteres Völkchen, vom Minnesänger bis zur Äbtissin ist alles dabei. Dann stürzt der Burgverwalter vom Söller und es ist klar das Ritter Ulrich dessen Tod genauer untersuchen muss. Die Zugbrücke wird hochgezogen und die Ermittlungen gehen los. Schnell wird klar, dass  fast jeder einen Grund gehabt hätte den Vogt in den Tod zu stürzen.
    Erst als der Tod aufgeklärt ist kann das Lehen neu vergeben werden.

    Das Cover des Buches zeigt die magische Laute um die es in weiten Stücken des Buches geht. Man erkennt sofort das es sich hierbei um einen historischen Roman des Mittelalters handeln muss. Das es auch einen Kriminalfall zu lösen gibt, oder gar mehrere, wird erst so nach und nach bekannt.

    Das Buch ist aus der Perspektive des Minnesängers Hardo von Langel erzählt, der zunächst nur als Hardo Lautenschläger bezeichnet wird.
    Er soll die Besucher der Burg während der Mahlzeiten mit seiner Musik unterhalten, doch eigentlich verfolgt er selbst einen ganz anderen Plan.
    Engelin van Dyke, eine hübsche Kaufmannstochter hat ihm den Kopf verdreht und er versucht ihr Herz zu gewinnen.
    Diese ist aber mit ihrer Freundin Casta und der Erfüllung deren Liebesleben beschäftigt.
    Hardos junger Diener Ismael scheint ein aufgewecktes Kerlchen zu sein und sucht sich unter den jüngeren Mannen zwei neue Freunde. Zum einen den Knappen des Ritters und zum anderen den Secretarius von Engelins Vater.
    Die drei helfen dem Ritter und dem Minnesänger aus so manch brenzliger Situation.

    Ein wirklich schöner Roman, viele Intrigen, mittelalterlicher Aberglaube, Morde, Komplotte wohin man nur schaut und mittendrin die Guten die versuchen nach allen Richtungen zu schauen um die wahren Schuldigen zu finden.

    Andrea Schacht versteht es meisterlich die Leser in ihren Bann zu ziehen. Ich konnte mir die Burg und ihre Insassen bildlich vorstellen und ganz in der Geschichte versinken. Ich litt, ich lachte, ich zitterte und wachte mit den Charakteren und freute mich das ich alles zu einem glücklichen Ende fand.
    Allerdings waren meine Vermutungen wer hier wen getötet haben könnte vielfältig und nach jedem kleinen Wahrheitsbrocken den die Autorin einwarf wieder anders.
    Das hat mir bei diesem mittelalterlichen Kriminalroman, der ohne viel Blutvergießen auskam, wirklich viele unterhaltsame Stunden auf Burg Langel geschenkt.

    Ein wahrer Lesegenuss für Liebhaber von mittelalterlichen Kriminalromanen ohne viel Folter und Blut.

  5. Cover des Buches Das Spiel der Nachtigall (ISBN: 9783426636329)
    Tanja Kinkel

    Das Spiel der Nachtigall

     (66)
    Aktuelle Rezension von: Huebner
    Als außerordentliche Liebhaberin der mhd. Dichtkunst, des Minnesang und Aventiureromans erfreut mich die Begegnung Walters mit Reinmars und schärft meinen kritischen Blick auf die Details. Als Germanistin mit Schwerpunkt Mittelalter muss ich die politische Aufbereitung zuweilen als oberflächlich, lückenhaft bzw. ungenau beurteilen. Für den Laien ist es mit Sicherheit zu viel des
    Guten.

    Tanja Kinkel gelingt es, das, was wir nicht über die mhd. Dichter wissen, zu überspielen. Manches Detail, wie zum Bsp. Walters Äußeres, worüber nur schemenhaft Quellen berichten, hätte vielleicht günstiger abgewogen werden können; manche Dichtungsübersetzung ist ebenfalls nicht günstig gewählt. Hier widerspricht die aktuelle Forschung vielleicht der "Publikumswirksamkeit". Die sich über hunderte von Seiten anbahnende Liebelei zwischen Judith, der jüdischen Heilerin aus Salerno und unserem Dichter, entspricht der zu erwartenden Spannungskurve. Der wirklich spannenden Figur des Walters von der Vogelweide, steht die eher blasse Figur der "Medica" gegenüber. Die hist. Heilerin ist leider ein viel zu häufig missbrauchter Charakter (Gordon, 1986, Schweikert 2002, Graeme-Evens 2005, Ebert 2007, Cassens 2008, Michel 2010, Renk 2011, Canavan 2011) und wurde nach der "Nachtigall" (2011) immer wieder aufgegriffen (Geiges 2012, Serno 2012, Hardy 2013, Sauer 2014), sodass man es einfach nicht mehr lesen kann und die Kräuterkunde auch keine Überraschungen mehr bietet, die den Leser noch zum Staunen bringen - oder zum Schmunzeln, je nachdem. Allerdings rettet die Aussicht, dass sich die beiden Protagonisten annähern über die sehr diffizilen, für den Laien vielleicht schwer zu durchdringenden politischen Detials. Die Dialoge zwischen Walter und Judith in der ersten Buchhälfte suchen ihresgleichen: scharfzüngig, widerborstig, spannungsgeladen. Der Schneit der Dialoge nimmt dann leider kongruent mit dem Erwachsen der Liebegsgeschichte ab.
    Fazit: dreihundert Seiten weniger hätten die Geschichte auch erzählt.

    Ivonne Hübner

  6. Cover des Buches Die sieben Häupter (ISBN: 9783746620770)
    Rebecca Gablé

    Die sieben Häupter

     (33)
    Aktuelle Rezension von: vormi
    Ich habe mir dieses Gemeinschaftswerk mehrerer Autoren hauptsächlich wegen Rebecca Gablé und Tanja Kinkel gekauft. Leider muss ich sagen, ich bin ab ca der Mitte immer wieder aus der Geschichte rausgekommen. Ich musste sehr viel zurückblättern und oft ganz Passagen nochmal lesen. Also war das Buch für mich eher verwirrend. Schade, ich hatte mir mehr versprochen.
  7. Cover des Buches Das Spiel der Nachtigall (ISBN: 9783839891452)
    Tanja Kinkel

    Das Spiel der Nachtigall

     (14)
    Aktuelle Rezension von: AnninaBoger

    Inhalt (Klappentext Hörbuch)

    Brich alle Regeln. Mach Worte zu Waffen. Riskier dein Leben für die Liebe.

     

    Er liebt die Freiheit, die Frauen und das geschliffene Wort. Ende des 12. Jahrhunderts beginnt ein Mann, das Heilige Römische Reich Deutscher Nation zu prägen: Walther von der Vogelweide raubt dem Minnesang die Keuschheit, spottet über Fürsten und klagt selbst Kaiser und Papst mit spitzer Zunge an, obwohl in dieser gefährlichen Zeit jeder ketzerische Gedanke den Tod bringen kann. Immer wieder kreuzt dabei eine ungewöhnliche Frau seine Wege: Die Ärztin Judith ist manchmal seine Gegnerin, manchmal seine Verbündete – und wie er immer entschlossen, die Welt zu verändern.

     

    TANJA KINKEL studierte und promovierte in München. Ihre 14 Romane wurden in mehr als ein Dutzend Sprachen übersetzt; sie spannen den Bogen von der Gründung Roms bis zum Amerika des 21. Jahrhunderts.

     

    KATRIN FRÖHLICH ist unter anderen die Synchronstimme von Gwyneth Paltrow und Cameron Diaz. Mit ihrer warmen, facettenreichen Stimme versteht sie es meisterhaft, Judiths Geschichte fesselnd zu erzählen.

     

    UVE TESCHNER hat bereits zahlreiche Hörbücher und Hörspiele gesprochen. Mit seiner wandelbaren Stimme ist er ein »brillanter Rezitator« (Potsdamer Neueste Nachrichten) und macht Walthers Erlebnisse zu einem unvergleichlichen Hörgenuss.

     

    Handlung

    In knapp 32 Stunden (entspricht über 900 Romanseiten) entfaltet TANJA KINKEL ein tabuloses historisches Drama, das Ende des 12. Jahrhunderts in Wien beginnt und sich über einen Handlungszeitraum von über 20 Jahren in mehreren Ländern erstreckt. Vor dem Hintergrund tatsächlicher und überlieferter historischer Ereignisse erzählt die Autorin die fiktive Liebesgeschichte zwischen der erfundenen jüdischen Ärztin Judith und dem berühmten katholischen, aber freigeistigen Lyriker und Minnesänger Walther von der Vogelweide (lebte ca. 1270-1330).

     

    Dieser Roman beschreibt ausführlich jene barbarische Epoche des Mittelalters mit ihren sogenannt »heiligen« Kreuzzügen der katholischen Kirche – und jahrzehntelangen Kriegen unter machthungrigen, rivalisierenden Fürsten, Königen und Kaisern. Er vermittelt vielschichtige und spannende Eindrücke über das damalige Leben und Wirken unterschiedlichster Figuren innerhalb des Ranges, den sie damals innehatten. Die Rolle der Frauen und Töchter verschiedener Weltreligionen und Adelsfamilien – von der Dirne über die Ärztin bis zur Kaiserin, wird kritisch beleuchtet.

     

    Walther von der Vogelweide in Verbindung mit einer jüdischen Ärztin zu bringen, erweist sich als kühner Einfall, der von der Autorin jedoch bravourös gemeistert wird. Die Gegensätze des feinsinnigen, scharfzüngigen Lyrikers und Frauenlieblings, dem nichts heilig zu sein scheint, und der ziemlich spröden und enthaltsam lebenden jüdischen Ärztin scheinen anfangs unvereinbar. Doch offenbar sind es gerade diese, die die beiden von Beginn ihrer Bekanntschaft weg wie magnetisch anziehen, obwohl sie kein gutes Haar aneinander lassen (und dies nicht nur wegen ihrer unterschiedlichen Religionen und Lebensart). Doch die ernsthafte Judith vermag dem windigen, einfallsreichen und abenteuerlustigen Minnesänger die Stärke und Beständigkeit zu geben, die Walther braucht, und dieser bringt Poesie, Leichtigkeit und Gefühl in die erstarrte Seele (und den Körper) der Ärztin, die mit verschiedenen Schreckbildern aus der Vergangenheit und der Gegenwart ringt.

     

    Walther wird als Mann des Wortes, nicht der Waffen, dargestellt. Er ist ziemlich hilflos im Umgang mit Schwert und Knüppel, was ihn umso mehr antreibt, Worte wie Waffen anzuwenden. Wozu sonst hätte Gott ihm den scharfen Verstand und die Fähigkeit gegeben, seinen Lebensunterhalt mit Liedern aller Art zu verdienen? Allerdings ist er oft genug Bittsteller bei den Herrschern und muss ständig um seine Entlohnung sowie um Achtung und Respekt feilschen. Hinzu kommt, dass sowohl der Adel als auch die Kirche ihn für ihre Zwecke einsetzen wollen. Das schärft sein Misstrauen und seinen Verstand, die er seinerseits geschickt einsetzt, insbesondere im jahrzehntelang herrschenden Krieg zwischen den Staufern und den Welfen. Unterstützung erhält er von einer Seite, die er nicht erwartet hätte.

     

    Trotz der hochdramatischen Ereignisse zwischen Kreuzzügen, zermürbenden Kriegen, Arglist und Verrat zwischen den (danach strebenden) Herrschern der Krone und der Kirche, den Kaufmännern und deren Bediensteten, kommen Wortwitz und Humor nicht zu kurz. Was sich nicht zuletzt in den spitzfindigen Begriffen manifestiert, mit welchen »Herr« Walther von der Vogelweide im Laufe der Romanhandlung von den vielen Personen unterschiedlichen Standes angesprochen und verglichen wird.

     

    Körperlichkeit, sanfte bis deftige Erotik und die Liebe finden ihren Platz im Roman auf vielfältige Weise: über entsetzliche Unfälle, Krankheiten und Seuchen; über derbe Sprüche, brutale Gewalttätigkeit gegenüber Rivalen und wehrlosen Opfern bis zur barbarischen Nötigung von Frauen und Kindern. Freilich ebenso über schöngeistige Schwärmerei, zartes Liebeswerben, sinnlich verspielte Verliebtheit bis hin zur tiefen, dankbaren und aufopfernden Liebe.


    Schreibstil

    Nicht nur ihr Romanheld, der Minnesänger Walther von der Vogelweide, sondern auch die Schriftstellerin Tanja Kinkel selbst erweist sich als überaus wortgewandte Puppenspielerin, die virtuos die Strippen zieht, um ihre vielschichtigen Figuren tanzen zu lassen. Mit gewitzten, scharfzüngigen Dialogen und Ränkespielen vereint sie fundiertes historisches Wissen mit frei erfundenen Personen und Handlungen und erweist sich nebenbei als erstaunlich gute Menschenkennerin. Damit schafft die Autorin ein anspruchsvolles Meisterwerk, das sämtliche Höhen und Untiefen des menschlichen Wesens ebenso wie die Macht der Sprache gnadenlos ausleuchtet, zugleich aber auch eine Lanze bricht für einen menschenwürdigen, respektvollen und vorurteilsfreien Umgang miteinander. Dasselbe gilt für die beschriebenen Glaubensrichtungen, die von unterschiedlichen Figuren jener Epoche in ihren jeweiligen Stärken und Schwächen dargestellt werden.

     

    Hörbuchstimmen

    UVE TESCHNER als hauptsächlicher Sprecher ist ein wahrer Glücksgriff für diesen anspruchsvollen Roman, weshalb ich die ungekürzte Hörbuchfassung auf MP3-CDs oder als Download all jenen bestens empfehlen kann, die sämtliche ausgefeilten Ränkezüge und die pointierten Dialoge der Autorin auf köstlich kurzweilige und humorvolle Art interpretiert genießen möchten. Aber auch den dramatischen und poetisch philosophischen Textstellen verleiht Teschner mit seinem tiefgründigen Einfühlungsvermögen und einem hervorragenden schauspielerischen Talent stets die zutreffende Betonung, den überzeugenden Ausdruck und den passenden Dialekt, sei es bei Hofe oder in einer Schenke. Womit die Wirkung von Tanja Kinkels raffiniertem Historiendrama bei aller Perfektion noch gesteigert wird, denn beim Selbstlesen wäre das Vergnügen empfindlich geschmälert (und sei es nur durch den Umstand, dass das Buch über 900 Seiten aufweist).

     

    Auch KATRIN FRÖHLICH vermag in den von ihr gesprochenen Dialogen rund um die Ärztin Judith Dynamik und tiefe Gefühle auszudrücken. Einziger Wermutstropfen ist für mich jedoch ihre anfangs ziemlich strenge und spröde Redeweise, vorwiegend wenn sie Beschreibungen zu Judiths Leben und Vergangenheit interpretiert. Dann ist der Gegensatz zu Uve Teschners geschmeidiger stimmlicher (und atmosphärisch stimmiger) Anpassungsfähigkeit an die jeweiligen Situationen besonders auffallend. Im Laufe der Lesung wird dieser Unterschied jedoch zunehmend geringer.

     

    Fazit

    Ob Hörerin oder Leser, planen Sie am besten genügend Zeit, Aufmerksamkeit, Wissensdurst und Ausdauer ein, um diesen wunderbaren, aber anspruchsvollen Historischen Roman mit allen Details in Muße zu genießen – und sich mitten in den politischen Tumult um Geld, Macht und Besitz zu Beginn des 13. Jahrhunderts hineinzuversetzen. Obwohl das Hörbuchalbum eine hilfreiche Liste der wichtigsten Persönlichkeiten im Roman enthält, freue ich mich auf meinen soeben gestarteten 2. Hörgenuss, wenn ich die Figuren und deren Bedeutung bereits kenne und mich ganz dem »SPIEL DER NACHTIGALL« sowie den Wort- und Machtspielen seiner findigen Schöpferin Tanja Kinkel widmen kann.

    Das Einzige, was mir noch fehlt, ist eine Skizze mit den geografischen und politischen Angaben im beschriebenen Handlungszeitraum zur besseren räumlichen Orientierung der Geschehnisse.

     

    Annina Boger, 15.07.2020

  8. Cover des Buches Der Minnesänger (ISBN: 9783453470996)
    Tim Pieper

    Der Minnesänger

     (43)
    Aktuelle Rezension von: PMelittaM

    Tim Piepers Debütroman ist bereits 2010 erschienen und erzählt die Geschichte des – historisch belegten – Hartmann von Aue.

    Der Roman startet 1160 mit Hartmanns Geburt und endet 1203, noch vor seinem Tod. Hartmanns Leben und das seiner Familie dürfte größtenteils fiktiv sein, lediglich seine genannten Werke gibt es wirklich. An historischem Hintergrund fließt manches ein, jedoch hätte ich mir ein bisschen mehr gewünscht, und dafür weniger „Triviales“, vor allem die oft sehr klischeehaften Charaktere und die Sex-Szenen hätte es meiner Meinung nach nicht gebraucht.

    Auch gestört haben mich die mystischen Einflüsse, sicher hat man damals an so manches geglaubt, aber hier wird es mir als zu real dargestellt , auch hier wären ein paar mehr Hintergrundinformationen gut gewesen. Zu sehr steht mir vor allem die Liebesgeschichte im Mittelpunkt, zu wenig Hartmanns Leben, manches, wie etwa den im Klappentext erwähnte Kreuzzug, erlebt man gar nicht mit, hier gibt es dann nur einen Zeitsprung Immer wieder war ich in Versuchung, den Roman abzubrechen.

    Wie schon erwähnt, sind viele Charaktere Klischees, ganz übel z. B. August, dessen Familie mit Hartmanns in Feindschaft liegt. Augusts Werdegang konnte ich auch kaum nachvollziehen, hier erschien mir manches nicht realistisch. Hartmann selbst ist recht gut gezeichnet, und sein Lebensweg hielt mich letztlich doch am Lesen. Wir erleben allerdings die Geschichte, in diesem Fall leider, nicht nur aus seiner Perspektive, da gibt es noch oben bereits erwähnten August und Judith, Hartmanns Jugendfreundin.

    Den Roman schließen Quellenangaben und ein Glossar ab, leider fehlt ein Nachwort des Autors, für mich immer ein wünschenswerter Bestandteil eines historischen Romans.

    Leider konnte mich der Roman nicht überzeugen. Einige Teile fand ich okay, andere hätten mich beinahe dazu gebracht, den Roman abzubrechen. Ich denke, wer z. B. die Romane von Iny Lorenz mag, könnte sich hier wohlfühlen. Ich kann leider nur 2 Sterne vergeben.

  9. Cover des Buches Deutsche Geschichte Ein Versuch (ISBN: 9783423137409)
    Herbert Rosendorfer

    Deutsche Geschichte Ein Versuch

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Mephisto
    Bd. 5 Das Jahrhundert des Prinz Eugen
  10. Cover des Buches Walther von der Vogelweide und das Waldviertel (ISBN: 9783902138026)
  11. Cover des Buches Wie ein Falke im Wind (ISBN: 9783522201049)
    Gabriele Beyerlein

    Wie ein Falke im Wind

     (4)
    Aktuelle Rezension von: mabuerele
    Konrad von Freienfels lebt am Hofe seines Bruders Hartmann. Ihr Vater ist in den Wirren des letzten Kreuzzugs verschollen. Da Konrad zum Ritter nicht geeignet scheint, muss er Latein lernen. Er soll einmal als Kleriker dienen. Keiner hat ihn gefragt, ob er das wirklich will. Wissen wurde in der damaligen Zeit eingeprügelt. So hasst Konrad das Lernen. Da erscheint auf der Burg der Sänger Oswald von Finkengrund… Der Roman erzählt für jugendliche Leser vor historischen Hintergrund das Leben des Konrad von Freienfels und damit gleichzeitig die Geschichte von der Entstehung der ersten Niederschrift des Nibelungenliedes. Die historischen Fakten sind exakt recherchiert und geschickt in die Erzählung eingebettet. Gleichzeitig werden immer wieder Parallelen gezogen zwischen der Gegenwart Konrads und dem Geschehen im Nibelungenlied. Sehr gut wird dabei vermittelt, dass jede Heldenverehrung, die auf Kampf und Macht beruht, zu Tod und Trauer führt. Leidtragende sind oft Unschuldige. Freunde werden gezwungen, gegeneinander zu kämpfen. Durch Verrat wird aus Liebe Hass. Diese Zusammenhänge werden mit einfachen Worten, aber an konkreten historischen Beispielen aufgezeigt. Im Nibelungenlied war es der Untergang der Burgunder durch Krimhilds Hass, in Konrads Zeit die Eroberung von Konstantinopel. Mit letzterem wurde der Kreuzzug zur Farce, denn die Kreuzritter kämpften gegen die eigenen Glaubensbrüder. Konrad von Freienfels entsprang der Phantasie der Autorin, doch der Verlauf der Geschichte könnte sich so zugetragen haben. Kurze Kapitel, aussagekräftige Dialoge und Protagonisten, die klar charakterisiert wurden, sind die Grundlage dafür, dass sich das Buch zügig lesen lässt. Es gibt keine Schwarz-Weiß-Malereien. Die Handelnden sind Menschen mit Vorzügen, aber auch Fehlern und Schwächen. Und sie sind in die Zwänge ihre Zeit eingebunden.
  12. Cover des Buches Henri de Roslin und die Dichter (ISBN: B00286QODQ)
    Clemens Albon

    Henri de Roslin und die Dichter

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  13. Cover des Buches Carmina Burana (ISBN: 9783866470309)
    Matthias Hackemann

    Carmina Burana

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  14. Cover des Buches Ein Lied für Arbonne (ISBN: 9783860478899)
    Guy Gavriel Kay

    Ein Lied für Arbonne

     (9)
    Noch keine Rezension vorhanden
  15. Cover des Buches Mein verführerischer Highlander (ISBN: 9783641085094)
    Monica McCarty

    Mein verführerischer Highlander

     (4)
    Noch keine Rezension vorhanden
  16. Cover des Buches Wenn Ritter gegen Drachen kämpfen ... (ISBN: 9783219112245)
  17. Cover des Buches Die Thannhäuser-Trilogie - Band 1: Der indische Baum (ISBN: 9783958241138)
    Helga Glaesener

    Die Thannhäuser-Trilogie - Band 1: Der indische Baum

     (6)
    Aktuelle Rezension von: ribanna
    Mack ist ein Minnesänger, der auf Wunsch des Königs zum Ritter ausgebildet werden soll. Auf der heimischen Burg trachtet ihm der Onkel nach dem Leben, am Hof des Königs wird er von den anderen Knappen gedemütigt und verprügelt. Er ist ein rechter Feigling und will mit Waffen nichts zu tun haben, die Herzen der Frauen fliegen ihm dennoch zu. Schließlich wird Gunther, der Waffenmeister des Königs, zu seinem Freund und Beschützer. Mal ein erfrischend anderer historischer Roman, der mich gespannt sein lässt auf den nächsten Teil der Trilogie.
  18. Cover des Buches Die Thannhäuser-Trilogie - Band 2: Der Stein des Luzifer (ISBN: 9783958241152)
    Helga Glaesener

    Die Thannhäuser-Trilogie - Band 2: Der Stein des Luzifer

     (4)
    Aktuelle Rezension von: ribanna
    Dies ist der zweite Band der Thannhäuser-Trilogie. Mack wurde vom Königshof verstoßen und macht sich auf nach Italien. Zusammen mit König Heinrich hatte er dort einen wertvollen Stein aus der Davidskrone gestohlen und im Polster eines Stuhls versteckt. Er will den Stein finden und im Meer versenken, um so Unheil abzuwenden. Nell, die Frau die er liebt, hat er der Obhut seines Freundes Gunther anvertraut. Mack reist mit einer Truppe von Gauklern, um unerkannt zu bleiben. Doch seine Verfolger kann er nicht abschütteln. Auch Nell hat sich an seine Fersen geheftet. Sie reist mit Gunther, der in geheimer Mission des Königs unterwegs ist. Nell wiederum wird von Arnulf, dem ihr aufgezwungenen Ehemann und Todfeind, verfolgt. Das Buch ist von vorne bis hinten eine große Verfolgungsjagd und eine Ansammlung von Grausamkeiten. Mack wird geschnappt, gefoltert, geschlagen, gedemütigt. Dann gelingt ihm die Flucht, bis er erneut niedergeschlagen, eingesperrt, gefoltert wird. Nein, dieses Buch hat mir nicht gut gefallen.
  19. Cover des Buches Die Nibelungenreise (ISBN: 9783492245562)
    Eric T Hansen

    Die Nibelungenreise

     (19)
    Aktuelle Rezension von: kassiopeiastern
    Teils interessant aber sehr zäh zu lesen.
  20. Cover des Buches Die Thannhäuser-Trilogie - Band 3: Der falsche Schwur (ISBN: 9783958241169)
    Helga Glaesener

    Die Thannhäuser-Trilogie - Band 3: Der falsche Schwur

     (6)
    Aktuelle Rezension von: ribanna
    Der dritte und letzte Teil der Thannhäuser-Trilogie ist der schwächste. War der erste Band noch ein etwas ungewöhnlicher historischer Roman mit vielen Facetten, fiel der zweite Teil dagegen deutlich ab. In diesem dritten Teil ist von historischen Begebenheiten nur noch wenig zu spüren. Dafür kommt umso mehr Folter, Grausamkeit und Menschenverachtung zum Zuge. Ich konnte mir ein intensiveres Lesen kaum antun und habe nur noch quergelesen. Immerhin gibt es so etwas wie ein Happy End.
  21. Cover des Buches Gib mir die Zügel! (ISBN: 9783878383918)
    Thea Beckman

    Gib mir die Zügel!

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Lumi
    Marije Wortelsdochter lebt im Brugge des 14. Jahrhunderts. Eigentlich hat sie es nicht schlecht, ihre Familie ist nicht arm, doch glücklich ist sie nicht. Ihr Problem ist, dass sie ein Mädchen ist und bald gewinnbringend mit dem ihrer Meinung nach schlimmsten Jungen der Stadt verheiratet werden soll. Doch das lässt Marije sich nicht bieten. Sie schnappt sich ihr Pferd Victor und begibt sich auf den Weg nach Frankreich, auf der Suche nach einem tapferen Ritter auf einem weißen Pferd, einem Tristan, wie sie ihn vom Geschichtenerzähler auf dem Marktplatz in Brugge kennt. Doch in Frankreich erwartet sie etwas ganz anderes: Seit Jahren schon wütet in dem Land der hundertjährige Krieg, die Menschen Leben in Angst und Armut. Sie trifft den verletzten Berton de Fleur und kümmert sich um den Musikanten. Bald darauf beginnen die beiden, später noch verstärkt durch den Minnesänger Jean d'Ailly und Matthis Cuvelier, einen kleinen Jungen mit engelsgleicher Stimme, der seine ganze Familie durch die Pest verloren hat, als Musikanten durch Frankreich zu ziehen. Sie erleben das vom Krieg gezeichnete Land und bringen den Menschen mit ihrer Musik Hoffnung und Freude, sie lernen den berühmten Widerstandskämpfer Bertrand du Guesclin kennen, der schon seit Jahren erbitterten Widerstand gegen die plünderndedn Engländer leistet und arbeiten sich sogar bis zu Hofmusikanten beim Kronprinzen Frankreichs hoch. "Gib mir die Zügel!" bildet den ersten Teil einer Trilogie über den hundertjährigen Krieg, der jedoch auch unabhängig von den beiden anderen Romanen "Matthis der Herold" und "Unter glücklichem Stern" gelesen werden kann. Der Roman vermittelt einem ein sehr lebhaftes Bild Frankreichs zur Zeit des hundertjährigend Krieges. Es handelt sich bei dem Buch um ein Jugenbuch, jedoch fand ich es auch als junger Erwachsener noch spannend. Die Geschichten der Protagonisten sind sehr gut mit den geschilderten historischen Tatsachen verwoben und wirken nicht um diese herum konstruiert. Und in der niederländischen Version, welche ich gelesen habe, finden sich im Anschluss an den Roman noch einige Erläuterungen zu Begriffen, Namen und Orten für die Interessierten, die gerne mehr darüber erfahren möchten. Ob das in der deutschen Version auch der Fall ist weiß ich leider nicht. Alles in Allem kann ich "Gib mir die Zügel!" jedem historisch Interessierten empfehlen. Thea Beckman schafft es einfach immer wieder, Geschichte spannend wiederzugeben. Ich freue mich schon auf die Lektüre der beiden Fortsetzungsromane.
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