Bücher mit dem Tag "misogynie"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "misogynie" gekennzeichnet haben.

29 Bücher

  1. Cover des Buches Das Lied von Eis und Feuer 02 (ISBN: 9783442267811)
    George R. R. Martin

    Das Lied von Eis und Feuer 02

     (1.931)
    Aktuelle Rezension von: Xamaror

    Denn zweiten Teil fand ich jetzt interessanter als den ersten Teil.

    Wenn man sich an die vielen Charaktere gewöhnt hat, dann macht das Lesen gleich viel mehr Spaß. Der Autor hat einen flüssigen Schreibstiel und beschreibt alles sehr Detailliert, was mir sehr gefällt.

    Wer das Setting mag und wenn der Krieg nicht stört findet an dem Buch seine Freude.    

  2. Cover des Buches Das Lied von Eis und Feuer 03 (ISBN: 9783442268221)
    George R. R. Martin

    Das Lied von Eis und Feuer 03

     (1.543)
    Aktuelle Rezension von: Julia_x3

    Auch der dritte Teil von der Reihe "Das Lied von Eis und Feuer" oder "Game of Thrones" geht genauso sagenhaft weiter wie die Teile vor ihm. Jeder Charakter bestreitet seinen Weg weiter, mehr oder weniger erfolgreich. Dabei wird keiner zu kurz behandelt. 

    Mittlerweile fiebere ich sogar richtig mit den Ereignissen mit. 

    Die Buchreihe nimmt mich gefangen in seiner Welt und lässt mich so schnell nicht wieder los. Trotz seiner länger lässt es sich insgesamt gut lesen. Manche Kapitel zehren ein wenig aber auch die gehören einfach dazu. 

    Ich bin gespannt darauf, wie es weiter geht. 

  3. Cover des Buches Beautiful Disaster (ISBN: 9783492303347)
    Jamie McGuire

    Beautiful Disaster

     (1.731)
    Aktuelle Rezension von: Elas_Weltderbuecher

    Fand ich beim ersten Mal lesen besser. Hab wohl in der Zwischenzeit schon viele New Adult Bücher gelesen. 

    4 Sterne

  4. Cover des Buches Kim Jiyoung, geboren 1982 (ISBN: 9783462053289)
    Nam-Joo Cho

    Kim Jiyoung, geboren 1982

     (303)
    Aktuelle Rezension von: angioletta

    Kim Jiyoung wird benachteiligt. Und das aus einem einzigen Grund: weil sie eine Frau ist. „Kim Jiyoung ist wie jede Frau“, heißt es im Klappentext. Und damit ist eigentlich schon alles verraten, um das es in diesem Buch geht.

    Kim Jiyoung ist eine fiktive Figur - Mitte 30, studiert, verheiratet, ein Kind – die ein seltsames Verhalten an den Tag legt: Sie beginnt plötzlich wie ihre Mutter oder eine Studentin zu sprechen, so als wäre sie diese und kann sich danach nicht daran erinnern. „Zuerst suchte (ihr Mann) Daehyon allein einen Psychiater auf, erzählte vom Zustand seiner Frau und fragte ihn um Rat, was zu tun sei.“ (S. 18) Schließlich geht sie selbst zum Psychiater, der sich nun ihre Lebensgeschichte erzählen lässt – Kindheit, Ausbildung, Beruf, Familiengründung - und wir Leser:innen sind dabei und hören mit.

    Diese Ausgangslage hört sich im ersten Moment noch außergewöhnlich an.
    Doch „Kim Jiyoung ist wie jede Frau“. Die südkoreanische Autorin Cho Nam-Joo hat sich sichtlich bemüht, ihrer Protagonistin ein möglichst durchschnittliches Leben anzudichten. Damit will sie erreichen, dass sich ebenso durchschnittliche Menschen in sie einfühlen können und erkennen, wie frauenfeindlich die heutige Gesellschaft immer noch ist. Dadurch, dass Kim Jiyoung’s Leben allerdings so völlig belanglos vor sich hinplätschert, muss sich auch die Leserschaft auf eine ziemlich langweilige Lektüre einstellen.

    Es ist allerdings nicht nur der ereignislose Inhalt, weswegen dieses Buch so überhaupt nicht mitreißt, sondern auch der allzu nüchterne Schreibstil. Über weite Strecken könnte es eine Reportage sein – es werden sogar Zahlen aus Studienergebnissen in den Text eingeflochten – doch dieses Konzept mit der gänzlich übergangslosen Mischung zwischen Fiktion und Realität ist in meinen Augen völlig missglückt. „Als Jiyoung 2005 ihr Studium abschloss, veröffentlichte ein Jobportal im Internet die Ergebnisse einer Untersuchung zur Frauenquote bei etwa hundert Unternehmen. Sie lag bei 29,6 Prozent.“ (S. 109)

    Wo die Beschreibungen von Kim Jiyoungs Kindheit wenigstens noch kleine Einblicke in die südkoreanische Lebenskultur liefert, reiht sich ab ihrem Studium eigentlich nur noch eine frauendiskriminierende Szene an die nächste.
    Der grundsätzliche schriftstellerische Leitsatz „show don’t tell“ blieb von der Autorin auf so schlimme Weise unbeachtet, dass es eigentlich nur noch weh tut.

    „Jiyoung wurde gelegentlich zu einer anderen Person. Manche dieser Personen lebten noch, andere waren bereits tot. Alle waren Frauen aus ihrem unmittelbaren Umfeld.“ (S. 196) So hatte ich erhofft, dass ihre sogenannte Verrücktheit am Ende des Buches noch für einen Plottwist sorgt. Doch selbst da wurde ich enttäuscht.

    Ja, ich verstehe das Anliegen dieses Buches.
    Ja, es ist ungerecht, dass gut ausgebildete Frauen keinen Job bekommen, nur weil sie Frauen sind.
    Ja, es ist haarsträubend, dass in unserer ach so fortschrittlichen Welt Frauen weniger verdienen als Männer.
    Aber: nicht in dieser Form!
    Diese in Selbstmitleid versinkende Frau hat mich überhaupt nicht angesprochen. Sie hat mich nur genervt.

    Ich war definitiv die richtige Adressatin für dieses Buch.
    Wahrscheinlich, weil ich mein eigenes Leben nicht als eine Aneinanderreihung von Benachteiligungen empfinde.
    Nein, Kim Jiyoung ist NICHT wie jede Frau - jedenfalls nicht wie ich.

  5. Cover des Buches Because of Low – Marcus und Willow (ISBN: 9783492306935)
    Abbi Glines

    Because of Low – Marcus und Willow

     (279)
    Aktuelle Rezension von: Lena_Thierbach

    Klappentext:

     Als Marcus Hardy nach Sea Breeze zurückkehrt, um sich um seine kranke Mutter zu kümmern, zieht er bei Cage York ein, dem der Ruf eines gnadenlosen Womanizers vorauseilt. Gleich am ersten Tag steht dann auch eine weinende Rothaarige vor seiner Tür, während sich Cage in fremden Betten wälzt, und Marcus ahnt, dass er in seinem neuen Zuhause nicht die Ruhe finden wird, die er gerne hätte – vor allem, da ihm die kleine Rothaarige nicht mehr aus dem Kopf geht...

    „Because of Low – Marcus &‘ Willow“ ist das zweite Buch der Sea Breeze – Reihe &‘ hat mich auch noch nicht so wirklich überzeugen können. Für mich war es eine gute Geschichte für zwischendurch, denn auch hier fehlte mir wieder das gewisse Etwas. Allerdings hat mich das Buch neugierig auf Cage York gemacht &‘ deswegen werde ich die Reihe natürlich weiterlesen!

  6. Cover des Buches Die Karte (ISBN: 9783499000409)
    Andreas Winkelmann

    Die Karte

     (261)
    Aktuelle Rezension von: vronib

    Das war mein erstes Buch von Andreas Winkelmann. Der Autor schafft es, dass man sofort an das Buch gefesselt wird und es vor lauter Neugier nicht unterbrechen will. Das Ermittlerteam ist mir sehr sympathisch. Bis zur Auflösung wusste ich nicht wer der Täter ist, was die Spannung sehr hoch gehalten hat. Wer Krimis und Thriller mag wird dieses Buch lieben.

    Von mir eine absolute Empfehlung  *****

  7. Cover des Buches Feuerrot (ISBN: 9783473401338)
    Nina Blazon

    Feuerrot

     (116)
    Aktuelle Rezension von: Woerterschloss_

    Ich habe das Buch gebraucht gekauft, weil mir Cover und Klappentext interessant erschienen - gehört hatte ich noch nie davon. Deshalb war ich umso überraschter, wie gut es mir gefallen hat.

    Das Thema Hexenverfolgung hat mich schon immer fasziniert und nicht nur dieser Punkt sondern auch die Situation in Ravensburg schien ziemlich gut recherchiert. So gab es einige Figuren zu dieser Zeit wirklich. 

    Platt und langweilig, was man vielleicht von einem historischen Roman erwartet, war die Geschichte aber ganz und gar nicht. Es war spannend, die Figuren interessant und die Wendungen oft nicht vorhersehbar.

    Jedem, den die Zeit der Hexenverfolgung ebenfalls interessiert, kann ich das Buch empfehlen - und auch wenn es ein Jugendbuch ist, finde ich durchaus, dass auch ältere es gut lesen können. 

  8. Cover des Buches Unterwerfung (ISBN: 9783832163594)
    Michel Houellebecq

    Unterwerfung

     (286)
    Aktuelle Rezension von: schlumpitschi_liebt_buecher

    In Frankreich werden die extremistischen Parteien immer stärker, als im Jahr 2022 die Muslimische Partei gewinnt kommt das Gleichgewicht im Land zum Schwanken.
    Der Professor François hat mit dieser Veränderung zum kämpfen.

    Das Buch hat mich leider überhaupt nicht überzeugen können.
    Mir war der Protagonist und Erzähler total unsympathisch und ich habe ihn und seine Gedanken überhaupt nicht nachvollziehen können, außerdem hat mich die Handlung auch überhaupt nicht überzeugt.

    Das Buch ist leider keine Empfehlung von mir.

  9. Cover des Buches Und Nietzsche weinte (ISBN: 9783492243285)
    Irvin D. Yalom

    Und Nietzsche weinte

     (398)
    Aktuelle Rezension von: mariameerhaba

    "Die Ehe ist etwas Großes Und doch ... besser, Sie brechen die Ehe, als dass die Ehe Sie bricht!" Das ist so ein mutiger Satz, den ich nicht erwartet habe und einer, der mich wohl am meisten erschüttert hat.

    Das Buch ist großartig. Natürlich ist es philosophisch, das war ja der Grund, wieso ich das Buch überhaupt genommen habe, und doch habe ich nicht erwartet, dass ich alles verstehen würde, die Weisheiten jedes einzelnen Satzes in mich einsaugen und beide Figuren aus tiefstem Herzen lieben würde.  Ich wollte Nietzsche wieder gesund sehen, ich wollte Breuer glücklich sehen und wenn ein Buch mich lehrt, seine Figuren zu lieben, dann ist es ein gutes Buch.

    Die Handlung ist seicht, sie ist auf das Minimalste beschränkt. Die Dialoge und Gedanken nehmen den größten Teil in Anspruch und doch war das Buch spannend. Langatmige Passagen wurden stets belohnt und die Gefühlswelt der Figuren wird so gut dargestellt, dass ich alle Figuren zu kennen wusste.

    Die Szene mit der Hypnose hat mir zwar nicht gefallen, ich fand das billig und abgedroschen und ziemlich enttäuschend, aber das großartige Ende hat das alles wieder weggemacht. Ich habe es genossen.

  10. Cover des Buches Laudatio auf eine kaukasische Kuh (ISBN: 9783847900689)
    Angelika Jodl

    Laudatio auf eine kaukasische Kuh

     (86)
    Aktuelle Rezension von: uschitheisen

              Olga wächst in kleinen Verhältnissen in München auf: geprägt von traditionellen und religiösen Werten. Sie befreit sich trotzig aus deren Klauen, da sie früh merkt, dass sie für ihren Traum, Ärztin zu werden, kämpfen muss. Als junge PJ- lerin lernt sie Felix kennen; ein junger Kollege , wohlhabend, aus erfolgreicher Arztfamilie stammend. Und steht vor der Entscheidung, Vergangenheit und Familie hinter sich zu lassen, gar zu verstecken oder sich ihnen zu stellen. Zeitgleich stolpert Jack in ihr Leben, ein Lebenskünstler, chaotisch, ungebunden und schwer verliebt in sie.
    Angelika Jodl entwickelt eine Dreiecksgeschichte, die die Gegensätze der Protagonisten herausarbeitet. Die wohlklingende Beziehung zwischen Olga und Felix, die einen beruhigenden Blick in eine erfolgreiche Zukunft als Ärzte zeigt, aber leidenschaftslos bleibt. Und eine Vision einer Beziehung mit Jack, die Olgas emotionale Seite voll einbindet... und ihren familiären background gleich mit.
    Supergut finde ich die Beschreibung von Olgas Gefühlskaos, dass ihre Familie jedesmal erzeugt, wenn sie aufschlägt und Olga in innere Auseinandersetzungen stürzt. Die Reise nach Georgien setzt dem Ganzen dann das Krönchen auf, da sich in veränderter Umgebung die Sichtweise ändert. Hier prallen die unterschiedliche Lebensarten beider Länder aufeinander und machen den Reiz der Reise aus. Am Schluss kommt Olga zu ihrer Entscheidung; wankend , aber letztendlich nicht wirklich überraschend.
    ...und die kaukasische Kuh spielt tatsächlich eine Rolle dabei!! (die übrigens sehr gelungen das Cover des Buches ziert)


  11. Cover des Buches Die Nachricht (ISBN: 9783446271036)
    Doris Knecht

    Die Nachricht

     (38)
    Aktuelle Rezension von: MarcoL

    Social Media ist weder gut noch böse – aber die Menschen, welche es zum Guten verwenden  oder zum Bösen benutzen, sind es. Doris Knecht verarbeitet in diesem genial Roman die Schattenseiten des Internets, und deckt auf, zu was Menschen möglich sind – in ihrer Gewalt, aber auch in ihrer naiven Gutgläubigkeit.
    Ruth Ziegler, eine ehemalige TV-Moderatorin, erwischt es eiskalt, als sie die erste von vielen Nachrichten in ihrem Messenger erhält. Und dabei könnte man meinen, dass sie, die Öffentlichkeit gewohnt, damit souverän umgehen könnte. Die Nachrichten werden aber nicht nur an sie, sondern auch an ihr Umfeld, Kinder, Kollegen geschickt, und das so sicher dastehende Kartenhaus, genannt Leben, fängt gehörig an zu wackeln.
    Sie lebt zurückgezogen mit ihrem Sohn und Schwiegertochter in einem Holzhaus, gebaut von ihrem verstorbenen Mann, am Rande einer Siedlung, in welcher protzige Einfamilienhäuser aus dem Boden sprießen wie Bäume um einen Flecken Unkraut.
    Die Nachrichten hören nicht auf, private Details sind versteckt, die kaum jemand kennen konnte, Bedrohungen, Diffamierungen und Beschimpfungen werden ausgesprochen.
    Ihr soziales Umfeld beginnt so allmählich, sich von ihr zu distanzieren. Doch Ruth haltet dagegen, verhält sich wie auch in ihrem Leben „unkonventionell“ (geht also lieber arbeiten statt sich mit der Haushalt, etc. zu beschäftigen). Ganz einfach: Sie lebt ihr Leben! Und so ist es nicht verwunderlich, dass ihr nahes Umfeld zum Schluss kommt, dass sie selber schuld an den Nachrichten hätte. Wenn schon eine Frau aus den traditionellen Rollen ausbricht, kann das ja nicht gut gehen. So die landläufige Meinung unserer patriarchalischen, von alten weißen (und verabscheuungswürdigen) Männern dominerte Welt.
    Aber wer steckt nun wirklich hinter den Nachrichten: Selber lesen macht schlau!!!!
    Das Buch deckt auf und spricht an, wie sehr Frau in der Gesellschaft (wohlgemerkt in unserer „zivilisierten“ westlichen Welt!!!!) in die Zange genommen wird, und oftmals kaum eine Chance hat, auszubrechen, oder die zu verurteilen, welche ihrem selbsternannten Auftrag als Mann (und Patriarch, und Macho, und Vergewaltiger, und Begrabscher, und und und) nachkommen.

  12. Cover des Buches Adas Raum (ISBN: 9783103973150)
    Sharon Dodua Otoo

    Adas Raum

     (33)
    Aktuelle Rezension von: KataRaf

    "Jedes Mal, wenn Ada ihren Körper von sich selbst trennte, war es desaströs. Jedes Mal. Und nicht nur für sie... Und ihre Zersplitterung sprengte ein Loch in die Würde all ihrer Folterer" 


    Meine Begeisterung für die poetische und klare Sprache, die wechselnden Erzählinstanzen und den Aufbau kann ich kaum in Worte fassen. Der Roman ist dicht, voll, komplex, so dass es schwer ist, sich zu begrenzen und ihm gerecht zu werden. Ich wünsche diesem Text eine tiefgreifende Rezeption, lohnt es sich doch sehr. 


    Vieles ist nicht auserzählt. Wir als Leser:innen sind aufgefordert, die Verbindungen zu suchen, die Auslassungen zu füllen, die Geschichten und uns selbst in unserer Rezeption der Geschichte(n) zu reflektieren. 


    Adas Raum wird zusammengehalten durch Schleifen, Schleifen der Überzeitlichkeit, der Unendlichkeit und ja, auch durch Gott. Der Weltgeist, der unterschiedliche Gestalten annimmt und ein Fruchtbarkeitsarmband, das von einer Person zur anderen wandert, halten die vier Adas zusammen. 


    Die ersten drei Adas werden begleitet und beschützt vom Weltgeist in Gestalt eines Besens, eines Türklopfers und eines Raumes. Doch alle drei Adas sterben vorzeitig, gewaltvoll durch die Hand von Weißen Männern. Ada eins lebt im 15. Jahrhundert in Westafrika, dem Teil, den wir heute Ghana nennen. Sie trauert um ihr Baby, wird von portugiesischen Kolonialisatoren gefangengenommen und stirbt. Die Londoner Mathematikerin Ada Lovelace ist Ada zwei. Sie lebt eigenständig, hat Liebhaber und lebt trotzdem gefangen. Ihr Leben nimmt ein gewaltvolles Ende. Ada drei im KZ und ihr Körper wird benutzt. Bei dem Versuch, sich zu befreien stirbt auch diese Ada. 


    Mit der vierten Gestalt von Ada sind wir im gegenwärtigen Berlin. Ada ist Schwarz, in Ghana aufgewachsen wie Ada eins, studiert Informatik in der Tradition von Ada zwei, und den direkten Bezug zu Ada drei erfahren wir im Verlauf. Ada trägt das lang ersehnte Kind aus, das die anderen nicht bekamen. Der Weltgeist beschützt sie als Pass und kann sie nicht schützen. Bezüge zur Geschichte, den anderen Adas und ihren Weggefärt:innen sowie Peinigern führen wie Perlen zu ihr, sie beginnt zu verstehen, sich zu verschwestern und sich zu ermächtigen. 

  13. Cover des Buches Ich liebe dich zu hassen (ISBN: 9781530876242)
    Leon Herz

    Ich liebe dich zu hassen

     (29)
    Aktuelle Rezension von: 0Soraya0

    Zum Inhalt (Klappentext):
    Wer hat es nicht schon einmal erlebt: Die Trennung von einem geliebten Menschen, der einen verlassen hat. Eine Situation, die man nicht begreifen kann, die man nicht begreifen möchte. Der Protagonist in diesem Buch kann damit nicht leben. Er beschließt sich zu rächen und sucht wahllos eine Frau aus, die er als Symbol für sein Leiden einsetzt. Er beginnt sie zu stalken und ihr nachzustellen. Doch irgendwann möchte er mehr. Er möchte sie leiden sehen. Wie sieht es im Inneren des Protagonisten aus? Was denkt und fühlt er? Was plant er und wie weit wird er gehen? Dieses Buch wird dich berühren. Es wird dich nicht kalt lassen und du solltest dir gut überlegen, ob du bereit für seine Psyche bist. Das Buch wurde in der Ich-Perspektive geschrieben, um einen direkten Einblick in die Psyche des Protagonisten zu bekommen und seinen Gedanken ausgeliefert zu sein.

    Meine Meinung:
    Versprochen hab ich mir von diesem Buch einen spannenden Psychothriller, der mich das Ganze aus der Sicht des Bösewichts erleben lässt. Bekommen habe ich aber - ja gute Frage wie ich es beschreiben soll.
    Ich habe lange gebraucht um überhaupt im Buch anzukommen, dazu trägt in erster Linie der außergewöhnliche und verwirrende Schreibstil bei. Dadurch wurde ich nicht wirklich zum Dran bleiben ermutigt.
    Dazu kommt dann noch die fehlende Spannung. Kaum taucht auch nur ein Funken auf, wird dieser sofort im Keim erstickt. Es handelt sich also nicht wirklich um einen Thriller geschweige denn um einen Psychothriller.
    Wirklich schade, dass der Leser hier in die Irre geführt wird.

    Fazit:
    Der Autor verspricht viel und hält leider nicht wirklich etwas davon.

  14. Cover des Buches GRM (ISBN: 9783462000207)
    Sibylle Berg

    GRM

     (81)
    Aktuelle Rezension von: BrittaRoeder

    Ich möchte es mal so sagen: GRM von Sibylle Berg ist KEIN Wohlfühlroman. Und eigentlich wusste ich genau worauf ich mich einlasse, weil es nicht mein erstes Buch von ihr ist. Sibylle Berg hat in diesem Sinn meine Erwartungshaltung komplett erfüllt.

    GRM ist wie ein fetter Schlag in die Magengrube. Inhaltlich führt uns die Autorin mit ihrer Dystopie in eine nahe Zukunft. Eine Zukunft, die so nah ist, dass sie sich meistens wie Gegenwart anfühlt. Und das macht die Story noch beklemmender.

    Bergs Stil ist brutal. Sie haut ihre Sätze einfach so raus. Manchmal vernachlässigt sie sogar die Grammatik. Und auch sonst gibt es nichts und niemand, wofür man als Leser*in irgendeine Form von Sympathie aufbringen möchte. Vielleicht entzündet sich ab und an ein kleiner Funken Mitleid, aber auch der wird von Berg in einer Lawine von Wut erstickt.

    Diese Wut, die Berg auf über 600 Seiten orgiastisch zelebriert, ist es allerdings auch, die mich am Lektüre-Ende eher unzufrieden zurücklässt. Nicht, dass ich auf ein Wunder gehofft hätte oder gar so etwas wie ein Happy-End, nein, aber es ist auf Dauer ermüdend, die immer gleichen Stereotypen vorgeführt zu bekommen.

    Zum Vorwurf machen möchte ich Berg diese Kompromisslosigkeit nicht. Aber ab Mitte des Romans nahm sie mich damit einfach nicht mehr mit. Ich konnte einfach keine Beziehung zu den Protagonisten aufbauen und da sie mir gleichgültig blieben, begann mich das Buch zu langweilen. So habe ich mich durch die zweite Hälfte regelrecht gequält.

    Ohne Frage: GRM ist durchaus lesenswert. Berg zeichnet ein präzises Spiegelbild unserer Zeit. Die Erschütterung, die sie dabei erzeugt, entlarvt jede noch so sicher geglaubte Komfortzone als Illusion. Nur wäre ich mit einem Drittel weniger Umfang zufriedener gewesen. Mir war die Darstellung in ihrer Gesamtheit zu redundant. Vielleicht habe ich bei Lektürebeginn aber auch nur meine persönliche Leidensfähigkeit überschätzt.


  15. Cover des Buches Rose Royal (ISBN: 9783446267855)
    Nicolas Mathieu

    Rose Royal

     (22)
    Aktuelle Rezension von: mimitati_555

    Rose ist fast fünfzig, geschieden, hat zwei erwachsene Kinder, einen Job und hat sich ein jugendliches Aussehen bewahrt. Sie hat kein Problem mit ihrem Alter, ist sich ihrer Vorzüge bewusst und achtet auf sich. Eigentlich ist alles toll, zumindest nach außen hin.

    „Sie hatte jenes schwierige Alter erreicht, in dem sich die verbliebene Frische, das Funkeln im Alltag aufzulösen schien. Manchmal erwischte sie sich bei einem Meeting oder im Bus dabei, wie sie ihre Hände versteckte, die ihr fremd geworden waren“ (Seite 11)

    Rose lebt allein, hat die Kerle satt und einen Revolver in der Handtasche. Sie hat sich geschworen, dass ihr niemand, schon gar kein Mann, mehr wehtun wird. Kein Mann wird sie ins Elend stürzen, diesmal will sie sich wehren.

    „Die Angst sollte die Seiten wechseln.“ (Seite 19)

    Nach Feierabend geht Rose gerne ins Royal, ist dem Alkohol zugetan. Dort lernt sie eines Abends Luc kennen, der ihr ein ganz neues Leben zeigt. Eine späte Liebe, ein Paar, das so gegensätzlich ist und doch zusammen findet.

    Dieses dünne Büchlein ist ein Schatz. Auf wenigen Seiten schafft der Autor es, dass ich das Gefühl habe, ich kenne Rose schon länger. Das Kennenlernen von Rose und Luc, ihre Annäherung, der einkehrende Alltag, all das wird eindringlich beschrieben, mit Worten, die sitzen, mit Sätzen, die treffen. Und mehr sollte nicht verraten werden. Nur so viel: ich werde das Buch jetzt noch einmal lesen. Wegen der Wörter, wegen der Sätze, wegen Rose. Verdiente 5 Sterne.

  16. Cover des Buches Serotonin (ISBN: 9783832165482)
    Michel Houellebecq

    Serotonin

     (51)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Lange Zeit fühlte ich mich nicht in der passenden Stimmung, um Michel Houellebecqs jüngstes Werk in Angriff zu nehmen. Nach einem melancholischen um nicht zu sagen depressiven Schub in den vergangenen Wochen, dachte ich mir dann: Wann, wenn nicht jetzt? In diesem Zustand sollte mich das Buch doch ganz besonders ansprechen.

    Im Voraus wurde darüber berichtet, dass der Autor die Gelbwesten-Proteste hier vorwegnahm. Tatsächlich kommen diese im Buch auch vor, bilden aber nur eine Nebenhandlung. Mit Serotonin betritt Houellebecq leider kein Neuland. Erneut ist der Protagonist ein depressiver Erotomane mittleren Alters, erneut setzt das einstige enfant terrible der französischen Literatur auf pornographische Szenen, die wie gewohnt auch die eine oder andere wüste Geschmacklosigkeit enthalten. Ich hatte zuletzt in Unterwerfung bzw. Karte und Gebiet den Eindruck, dass der Sex dort weniger explizit beschrieben wurde. Serotonin ist jedoch ein Rückfall in die Zeiten von Platform (für mich das bisher am wenigsten gelungene Werk des Autors). Hier geht es kaum noch um etwas anderes. Offensichtlich hat Monsieur Houellebecq kein Problem damit als „schmutziger alter Mann“ bezeichnet zu werden.

    Die Handlung (falls man überhaupt von einer solchen reden kann) ist schnell zusammengefasst: Der ausgebrannte Antiheld, ehemals Tätig für das französische Landwirtschaftsministerium (ähnlich wie einst Houellebecq selbst) und von seinem beruflichen und überhaupt menschlichen Scheitern seelisch gezeichnet, beschließt noch einmal seine Ex-Partnerinnen aufzusuchen. Ist es reine Neugierde oder der Wunsch nach Versöhnung oder vielleicht sogar Erlösung, das ihn motiviert? Er selber weiß es vermutlich auch nicht so ganz.

    Was klingt wie die französische Version von Nick Hornbys Kultbuch High Fidelity, ist jedenfalls eine charakteristisch houellebecqsche Odysee in die Niederungen körperlichen Zerfalls, hinstrebend zur finalen Erkenntnis, dass die menschliche Existenz keinen Sinn hat.

    Während sich der Beginn von Serotonin noch relativ interessant gestaltet, kommt irgendwann dann der Punkt, wo man sich nach einer dramatischen Zuspitzung der Situation sehnt. (Diese kommt zwar aber nur am Rande, die Hauptfigur selbst bleibt dadurch mehr oder weniger unverändert). Houellebecqs beste Bücher, Ausweitung der Kampfzone und Elementarteilchen waren kompakt erzählt und kulminierten in einer Katharsis, die Tragik seiner Figuren wirkte auf den Leser zutiefst bewegend. Diesmal allerdings sind, um es mit Houellebecqs Worten auszudrücken „die Zeiten von Sturmhöhe definitiv vorbei“. Serotonin enthält nicht nur unheimlich viel Redundanz, sondern bietet am Ende auch keine Explosion des Schmerzes. Das Buch hört einfach an einer Stelle auf, wo vermutlich etliche Leser ohnehin bereits das Interesse verloren hätten, wo sich weder für den Protagonisten, noch für die Welt in der er lebt irgendwelche Lösungen aufgetan haben.

    Früher war Houellebecq ein Meister darin die Schattenseiten des Lebens eindringlich zu beschreiben, mittlerweile läuft er Gefahr nur noch zu einem nörgelnden alten Langeweiler zu werden.

    Vielleicht sollte er sich für sein nächstes Buch ein neues Milieu suchen oder eine andere Art von Protagonisten, oder (ich wage es kaum zu schreiben) eine richtige Handlung könnte vielleicht auch hilfreich sein. Denn noch so einen Roman wie Serotonin brauche zumindest ich gewiss nicht.

  17. Cover des Buches Saison der Wirbelstürme (ISBN: 9783803133076)
    Fernanda Melchor

    Saison der Wirbelstürme

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Alexandra_Rump

    Fernanda Melchor hat ein Buch geschrieben, das gehört werden muss, die unglaubliche Intensität, mit der sie uns die Geschichte erzählt, hat mich von Seite 1 an gefessselt.

    Worum geht’s?

    In der brütenden Hitze bewegt sich eine Gruppe von Kindern durchs Zuckerrohrdickicht. Zwischen Plastiktüten und Schilf stoßen sie auf eine Tote, ihr Gesicht ist zu einer grausig lächelnden Grimasse entstellt: La Bruja, die Hexe, eine von den Dorfbewohnern so gefürchtete wie fasziniert umkreiste Heilerin. Manche sagen, in ihrer schwefligen Küche braue sie Tränke gegen Krankheit und Leid, andere sagen, die Alte treibe es mit dem Teufel. An Mordmotiven fehlt es nicht: Eifersucht, Drogenhandel, Leidenschaften, die besser nicht ruchbar werden - und hat die Hexe nicht doch einen Schatz versteckt? Selbst die Polizei sucht nach dem Geld …

     

    Als ich mit dem Buch angefangen habe, hat mich die Wucht mit der dieses Buch erzählt wird umgehauen. Die seitenlangen Sätze ohne Absatz haben mich sofort in ihren Bann gezogen und oft nur sprachlos zurückgelassen. Das Buch glänzt einfach mit seiner atmosphärische Dichte und Brutalität, mit der es das Leben in der mexikanischen Provinz schildert.

    Die Hexe stellt den Knotenpunkt dar, um die herum Ausschnitte verschiedener Protagonisten_innen erzählt werden. Es werden mit nachhaltiger Eindringlichkeit Themen wie Gewalt, Missbrauch, Drogen und die schier unfassbare Hoffnungslosigkeit der Menschen aus dem kleinen mexikanischen Dorf geschildert, die für Zartbesaitete nur schwer zu ertragen sein dürften. 

    Beim Lesen habe ich oft zwischen Mitleid, Abscheu, Fassungslosigkeit und Sprachlosigkeit gewechselt. Was aber bleibt, ist ein Gefühl, das beklommen macht, dieses Buch erzählt eine Welt, die für mich sehr surreal ist, eine Welt ohne Liebe und einem ständigen Kampf ums Überleben und der beständigen Suche nach etwas Glück.

    Lest dieses Buch, ich habe wirklich schon einige Bücher in meinem Leben gelesen, aber eine derartige Intensität, dass sie mir Gänsehaut bereitet hat, habe ich nur ganz selten erleben dürfen.

  18. Cover des Buches Three Women – Drei Frauen (ISBN: 9783492317917)
    Lisa Taddeo

    Three Women – Drei Frauen

     (100)
    Aktuelle Rezension von: Buecherwuermchen_1990
    Im Buch “three women” geht es um das Sexleben von 3 Frauen. Das Buch sollte grundlegende Dinge über das Begehren der weiblichen Natur erforschen.

    Der Schreibstil war sehr spannend, jedoch gewöhnungsbedürftig. Ich war mir beim Lesen nie sicher aus welcher Perspektive Lisa Thaddeo gerade schreibt. Es war eher schwer mitzukommen und zu lesen.

    Ich fand bei der Auswahl des Buches eine Reportage über das weibliche Beghren spannend und wollte es sofort lesen. Auch dass das Buch in den Medien so gehypt wurde, hat mich dazu gebracht es zu lesen.

    Jede einzelne Geschichte der 3 Frauen war sehr aufwühlend, jedoch finde ich die Auswahl der Geschichten etwas fragwürdig. Es geht im Buch vorallem um Unterwerfung, Selbsthass, Demütigung und Gewalt.

    Die Reportage fand ich sehr gut, jedoch das Gesamtpaket etwas fragwürdig.




  19. Cover des Buches Schau mich an (ISBN: 9783036958293)
    Elif Shafak

    Schau mich an

     (12)
    Aktuelle Rezension von: kaelle

    Dieser Roman kreist um das Sehen in all seinen Facetten. Außerdem geht die Autorin der Frage nach, was schön und was hässlich ist und spielt mit der berühmten "Was wäre wenn"-Frage, die dem Buch im letzten Teil eine weitere, pointierte Ebene verleiht.

    Die Handlung ist indes schwierig zu beschreiben. Mehrere Handlungsebenen an verschiedenen Handlungsorten zu unterschiedlichen Zeiten sind kunstvoll ineinander geschachtelt. Dabei arbeitet die Autorin viel mit parallel aufgebauten Handlungssträngen sowie mit immer wiederkehrenden Motiven (z.B. Lippen, Schalen, Luftballons).

    Eine zentrale - wenn nicht gar DIE zentrale - Figur ist eine namenlose Ich-Erzählerin, die extrem dick ist, wodurch sie gleichzeitig von allen gesehen, aber auch absichtlich übersehen wird. Sie führt eine Beziehung mit einem kleinwüchsigen Mann, der ihre Probleme aufgrund seines Körperbaus perfekt nachvollziehen kann. Er verfasst ein Lexikon der Blicke, dessen Einträge in die Erzählhandlung eingestreut werden.

    Diese Lexikoneinträge regen stark zum Nachdenken an, sodass man den Roman schlecht einfach so runterlesen kann. Hinzu kommen die unzähligen Metaphern. Eine so bildreiche Sprache ist mir in einem Buch lange nicht mehr begegnet.

    Mir hat die Lektüre großen Spaß gemacht, wenn ich mir auch nicht anmaße, alles verstanden zu haben. Dazu müsste man das Buch wohl mehrmals lesen (oder deutlich mehr Zeit mitbringen). Aber auch mit nur einem Lesedurchgang empfand ich das Buch als Bereicherung mit guten Denkanstößen.

  20. Cover des Buches FRAUEN LITERATUR (ISBN: 9783462002362)
    Nicole Seifert

    FRAUEN LITERATUR

     (15)
    Aktuelle Rezension von: ReadingFoxy

    Frauen in der Literatur


    "Drei Jahre lang hat die Literaturwissenschaftlerin und Autorin Nicole Seifert ausschließlich Bücher von Frauen gelesen: „Was mich überrascht hat, ist, wie deutlich bestimmte Themen in Literatur von Frauen vorkommen“, ist ihr Fazit." So beginnt ein Artikel im SWR.


    Gibt es wirklich Themen die nur von Frauen aufgegriffen werden? Und wenn ja, welche? Wie kommt es dazu und ist es heute noch immer so? All diese Fragen und noch mehr werden in dem Buch behandelt. 


    Schon das Cover stimmt den Leser auf das Buch ein. Das "unschöne" Wort Frauenliteratur wird gezeigt, doch das Wort Frauen ist durchgestrichen, sodass am Ende die Literatur bleibt. Für jeden - egal ob m, w oder divers.

    Das sollte es auch immer sein - Literatur, die von jedem gelesen und/oder gelesen werden kann und soll.


    Nicole Seifert sagt selbst, dass der Begriff "Frauenliteratur" oft abwertend genutzt wird. Und auch ich denke tatsächlich zuerst an irgendwelche Groschenromane auf denen der Held die arme Frau auf seinen starken Amen durch das Leben trägt. Doch bin ich selbst eine Frau und lese es nicht. Habe ich nie und werde ich nie. Und was ist wenn nun ein Mann diese Bücher liest? ist er dann kein Mann mehr?


    Kritisch und dennoch objektiv setzt die Autorin sich daher mit diesen Dingen auseinander und ich kann es jedem Leser empfehlen. Das Buch zu lesen, sich selbst zu hinterfragen und mit den Begrifflichkeiten besser umzugehen.


  21. Cover des Buches Down Girl: Die Logik der Misogynie (ISBN: 9783518587324)
    Kate Manne

    Down Girl: Die Logik der Misogynie

     (3)
    Noch keine Rezension vorhanden
  22. Cover des Buches Der Friedhof in Prag: Roman von Eco. Umberto (2011) Gebundene Ausgabe (ISBN: B00FNATFNU)

    Der Friedhof in Prag: Roman von Eco. Umberto (2011) Gebundene Ausgabe

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    Aktuelle Rezension von: Buecherspiegel

    Kurzrezi über ein zunächst abgebrochenes Buch.

    „Der Friedhof in Prag“ von Umberto Eco gehört sicherlich zu einem der am häufigsten rezensierten und tiefgründig besprochenen Büchern der Weltliteratur. Und Eco gehört zweifelsohne zu den anspruchsvollen Autoren. Die Buchgestaltung nenne ich hier einmal exquisit zusammen mit dem Schutzumschlag und dem selbstverständlich dazugehörigen Seitenbändchen. Die für die verschiedenen Protagonisten genutzten Schrifttypen sind eine hervorragende Idee und die genutzten Bilder und Skizzen unterstützen die Phantasie der Leserschaft ohne Frage.

    Wer mich und meine Rezensionen kennt, merkt sicher schon, ich habe meine Probleme mit dem Buch. Und ich schreibe es vorweg, ich musste es abbrechen. Obschon auf den letzten Seiten der Hinweis auf die chaotische Handlung hingewiesen wird, ist nicht das der Grund dafür. Nicht alles ist der Phantasie des Autors entsprungen, von dem ich bereits mehrere Bücher gelesen habe. Ich bin noch gar nicht soweit gekommen, dass ich den Inhalt des Klappentextes erreichen konnte. Dabei war ich schon im dreistelligen Seitenzahlbereich gelandet, als ich dann doch vorerst aufgehört habe zu lesen.

    Ja, es ist historisch geschichtliches Erzähltes. Doch zurzeit habe ich das Gefühl, dass die Historie mich überrannt, dass ich mitten in ihr lebe. Der Grund dafür liegt in den, ja ich weiß, schon immer währenden Hassreden gegenüber anderen Personengruppen, Ländern und so weiter und so weiter. Vielleicht reagiere ich darauf in diesen Monaten der Corona-Pandemie besonders empfindlich. Ich kann es nicht mehr ertragen. Die mit Rückblenden versehene Geschichte eines Mannes, Simon Simonini, der von seinem Großvater erzogen wird, seinen Vater nur sporadisch sieht und seine Mutter erst gar nicht, spielt zwischen 1830 und 1898 (ich lasse mich gerne verbessern). Simon darf nicht zur Schule und sein Zimmer bis zur Studienzeit im Hause des Großvaters nur selten verlassen. Seine Kindheit besteht aus Lernen, seine Lehrer sind Priester. Freundschaften und Kinderspiele sind ihm fremd. 

    Unfassbar viele verschiedene Priesterschaften werden aufgezählt, man verwirrt und verirrt sich zwischen denen, die ihn unterrichten, denen, die gerade an der Macht sind oder an die Macht wollen. Europa ist im Umbruch, Kaiserreiche werden gestürzt, Republiken gegründet, alles wieder verworfen und aufs Neue versucht. Zwischendrin unser Protagonist, der Juristerei studiert und letztlich bei einem Gauner landet, der sich das Vermögen nach dem Tod des Großvaters unter den Nagel reißt. Doch Simonini bekommt seine Chance es ihm heimzuzahlen. 

    Am Anfang aber sind da zwei Männer, einer ein Priester, einer ein Gauner, der sich Notar nennt und Urkunden fälscht. Ihre Wohnungen sind miteinander verbunden und sie tasten sich aneinander heran, indem sie ein gemeinsames Tagebuch führen, sich ergänzen. Was der eine nicht mehr weiß, ist dem anderen bekannt. Mich faszinierten die Rezepte, die mich alle paar Seiten reizten darüber zu recherchieren. Und wer weiß, was ich in dieser Richtung nun erst einmal verpasse. Irgendwann nehme ich das Buch wieder in die Hand und lese weiter. Dann beende ich meine Rezension. Versprochen.

  23. Cover des Buches Giovannis Zimmer (ISBN: 9783423147910)
    James Baldwin

    Giovannis Zimmer

     (83)
    Aktuelle Rezension von: Olivia_Grove
    James Baldwin war einer der bedeutendsten US-amerikanischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts (Todesdatum: 1. Dezember 1987). Er thematisierte u. a. Rassismus und Sexualität. Es ging ihm weit mehr als nur um die Identität von Schwarzen und Homosexuellen und dem damit verbundenen sozialen und psychologischen Druck.

    Der 1956 er­schie­ne­ne Roman "Gio­van­ni's Room" ist ein Kultbuch. Eine Geschichte, geschrieben von "einem schwarzen Schwulen über zwei weiße, schwule Männer". Mitte der 50er Jahre solch ein kritisches Werk zu veröffentlichen, war sowohl in Frankreich als auch in Amerika ein Tabubruch und ein Skandal.
    Nun, nach knapp 65 Jahren erscheint der Klassiker der queeren Literatur erneut - dank der Neuübersetzungen von Miriam Mandelkow.

    Dieser Roman ist nicht nur ein Grauton der "Gay literature", was auch der Autor selbst konsequent von sich gewiesen hat, er ist so viel mehr. Das bemerkenswerte Nachwort von Sascha Marianna Salzmann hat mir einen tiefgreifenden Hintergrundblick gegeben.

    Dieses außergewöhnliche, emotionsgeladene und herzzerreißende Werk hat es vom ersten Satz an geschafft, mich in seinen Bann zu ziehen. Der Roman brilliert durch Präsenz, tiefem Einfühlungsvermögen in die Charaktere und großartigem Schreibstil.

    Die dramatische Liebesgeschichte über Verlangen, Schuldgefühle und verzweifelte Liebe, die im Paris von 1950 spielt, ist tragisch, mit einem Schuss Melancholie und einem Spritzer Wehmut.

    So viele schöne und auch leidvolle Bilder über die Tragik und Zwiespältigkeit zwischenmenschlicher Beziehungen, der Gesellschaft und Zweifel haben mich alles intensiv miterleben lassen. Die Geschichte ist so spannend und die Figuren sind für mich unglaublich echt gewesen.

    Kurzum: für mich ein absolutes Highlight - intensiv, ergreifend, facettenreich.

    [▪ Der Begriff "Schwarz" – mit großgeschriebenem "S". "Schwarz" bezeichnet dabei nicht die Hautfarbe, sondern eine von Rassismus betroffene, gesellschaftliche Position. Es ist eine Selbstbezeichnung von Menschen, die Rassismus erfahren und die aus diesem Grund von vielen akzeptiert wird.

    ▪ "People of Color" = internationale Selbstbezeichnung von Menschen mit Rassismuserfahrung]

  24. Cover des Buches Beziehungsweise blond (ISBN: 9783404157341)
    Michaela Möller

    Beziehungsweise blond

     (16)
    Aktuelle Rezension von: lena13
    GENIAL!!!!! einfach total lustig zu lesen, bis zum Ende. eine extrem sympathische Hauptfigur und lustige Nebencharaktere- insgesamt ein Top-Buch! :))

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