Bücher mit dem Tag "missbrauch"
880 Bücher
- Hanya Yanagihara
Ein wenig Leben
(662)Aktuelle Rezension von: Charlotte_reads19Ein wenig Leben von Hanya Yanagihara ist ein Buch, das einen still macht.
Jude, mit all seiner Zerbrechlichkeit, seinem Schmerz und seiner Sehnsucht nach Nähe, bleibt lange im eigenen inneren zurück. Die Freundschaften um ihn wirken wie kleine Lichtpunkte, die versuchen, einen Menschen zu halten, der kaum an sich selbst glaubt.Hanya Yanagihara schreibt so menschlich, so zärtlich und gleichzeitig so brutal ehrlich, dass man manchmal den Atem anhält. Manche Seiten tun weh, andere fühlen sich an wie eine Hand, die einem über den Rücken streichelt. Am Ende bleibt ein Gefühl von tiefer Verbundenheit und der Wunsch, Jude hätte ein wenig mehr Liebe für sich selbst gefunden.
Fazit: Ein Herzzerreißendes, wunderschönes Buch, das man nicht vergisst und das man wenigstens einmal im Leben gelesen haben muss.
- Anna Todd
After love
(2.710)Aktuelle Rezension von: Stefanie-BAfter Love ist der dritte Band der After-Reihe und setzt die turbulente Beziehung zwischen Tessa und Hardin weiter fort. Auch diesmal knüpft die Geschichte direkt an die vorherigen Ereignisse an und begleitet die beiden durch neue Konflikte, emotionale Höhen und Rückschläge.
Wie schon in den vorherigen Teilen lässt sich das Buch sehr flüssig lesen. Anna Todd schafft es, die Kapitel so emotional zu gestalten, dass man weiterlesen möchte. Besonders die intensiven Gespräche und Gefühle zwischen Tessa und Hardin werden wieder sehr eindringlich dargestellt.
Trotzdem bleibt das ständige Hin und Her zwischen den beiden manchmal anstrengend. Einige Konflikte wirken erneut ähnlich zu vorherigen Situationen, wodurch sich manche Szenen etwas wiederholen.
Im Vergleich zum zweiten Band hat mir dieser Teil trotzdem etwas besser gefallen. Zwar gibt es immer noch viel Streit, Missverständnisse und impulsive Entscheidungen, doch die Geschichte wirkt stellenweise reifer. Vor allem Tessa entwickelt sich weiter und beginnt mehr für sich selbst einzustehen. Auch Hardins Vergangenheit und seine Gedanken werden noch stärker beleuchtet, wodurch sein Verhalten teilweise nachvollziehbarer wird.
Fazit:
After Love bleibt emotional und dramatisch. Auch wenn sich manche Konflikte wiederholen, konnte mich die Geschichte durch die intensive Atmosphäre und die Weiterentwicklung der Charaktere stärker überzeugen als Band 2 (auch wenn die ganze Reihe kein Highlight für mich wird). Für Fans der Reihe ist auch dieser Teil lesenswert.
- Mona Kasten
Begin Again: Special Edition
(3.490)Aktuelle Rezension von: DanshiAllie Harper zieht für ihr Studium nach Woodshill und möchte dort vor allem eines, ganz neu anfangen und ihr Leben endlich selbst bestimmen. Dass sie ausgerechnet bei Kaden White ein freies WG Zimmer findet, macht diesen Neustart allerdings komplizierter als gedacht. Kaden ist mürrisch, ziemlich bestimmend und stellt gleich zu Beginn Regeln für das Zusammenleben auf. Vor allem zwischen ihnen beiden soll niemals etwas passieren. Dass diese Regel nicht ganz einfach einzuhalten sein wird, lässt sich allerdings ziemlich schnell erahnen.
Mir hat besonders die Dynamik zwischen Allie und Kaden gefallen. Ihre Wortgefechte sorgen immer wieder für leichtere Momente, während gleichzeitig deutlich wird, dass beide Dinge aus ihrer Vergangenheit mit sich herumtragen. Allie möchte sich von den Erwartungen ihrer Familie lösen und ihren eigenen Weg finden. Kaden wiederum versteckt hinter seiner abweisenden Art Seiten, die man anfangs kaum vermutet. Gerade dieses langsame Kennenlernen macht einen großen Teil der Geschichte aus.
Mona Kastens Schreibstil liest sich angenehm und flüssig. Neben der Liebesgeschichte mochte ich auch das Leben in Woodshill und die Freundesgruppe sehr gern. Dadurch beschränkt sich die Geschichte nicht ausschließlich auf Allie und Kaden. Die Mischung aus Freundschaft, Neuanfang, ernsteren Themen und Romantik hat für mich gut funktioniert.
Ganz ohne Kritik komme ich allerdings nicht aus. Kadens dominante Art hat mir nicht immer gefallen und einige seiner Reaktionen konnte ich nicht vollständig nachvollziehen. Auch das Hin und Her zwischen den beiden hätte an manchen Stellen etwas weniger sein dürfen. Trotzdem konnte ich ihre Annäherung gut nachvollziehen und mochte es, Allie dabei zu begleiten, wie sie zunehmend für ihre eigenen Wünsche einsteht.
Für mich ist es ein emotionaler und unterhaltsamer Einstieg in die Again Reihe. Besonders Allie, die Freundesgruppe und die Atmosphäre in Woodshill haben mir gefallen. Ich bin neugierig darauf, welche Geschichten mich in den weiteren Bänden erwarten.
- Sebastian Fitzek
Passagier 23
(3.155)Aktuelle Rezension von: fionasbookrecsMir hat es sehr gut gefallen. Aber ich würde verstehen, wenn Leute es absurd finden oder zu unrealistisch. Für mich war es Überraschung nach Wendung und wieder von vorne. Ich konnte nicht aufhören zu lesen und kann es somit nur empfehlen! Ich wünschte nach dem Ende es gäbe einen Teil 2, denn es bleibt schon einiges offen.
- Laura Kneidl
Berühre mich. Nicht.: Special Edition
(2.342)Aktuelle Rezension von: LillyWbDas Buch lag schon ziemlich lange auf meinem SuB und nun habe ich es endlich gelesen und was soll ich sagen? Ich wurde sofort von der Geschichte verzaubert.
Das Cover der Deluxeausgabe gefällt mir richtig gut. Besonders schön finde ich, dass man das Buch sowohl mit als auch ohne Umschlag ins Regal stellen kann.
Was genau auf mich zukommen würde, wusste ich vorher gar nicht so richtig. Umso mehr hat mich die Geschichte überrascht. Sage ist eine unglaublich starke Frau. Trotz ihrer Vergangenheit steht sie für sich selbst ein und versucht, ihren eigenen Weg zu gehen. Ich konnte mich sehr gut in ihre Leidensgeschichte hineinfühlen und auch nachvollziehen, warum sie anfangs keine Hilfe annehmen wollte.
Als Außenstehender denkt man schnell: „Dann such dir doch einfach Hilfe, so schwer kann das doch nicht sein.“ Aber wenn man selbst nie in einer solchen Situation war, kann man oft gar nicht nachvollziehen, was in einem Menschen vorgeht. Gerade deshalb sollte man meiner Meinung nach nicht vorschnell urteilen. Ich fand, dass das im Buch sehr gut dargestellt und ausgearbeitet wurde.
Und Luca habe ich einfach geliebt! 🥹 Er ist so ein toller Kerl, gibt Sage die Zeit, die sie braucht, und kümmert sich wirklich um sie. Bei April hatte ich manchmal das Gefühl, dass sie etwas mehr für Sage hätte da sein können, aber gleichzeitig hat das ganz gut gepasst, damit Luca einspringen konnte. :P
Insgesamt hat mir das Buch wirklich sehr gut gefallen. Das Ende war zugegeben ein ziemlich mieser Ausgang für alle und ich bin jetzt umso gespannter, wie es im zweiten Teil weitergeht.
4 Sterne von mir!
- Jay Asher
Tote Mädchen lügen nicht
(5.016)Aktuelle Rezension von: Julia92Inhalt: Als Clay aus der Schule nach Hause kommt, findet er ein Päckchen mit Kassetten vor. Er legt die erste in einen alten Kassettenrekorder, drückt auf „Play“ – und hört die Stimme von Hannah Baker. Hannah, seine ehemalige Mitschülerin. Hannah, für die er heimlich schwärmte. Hannah, die sich vor zwei Wochen umgebracht hat. Mit ihrer Stimme im Ohr wandert Clay durch die Nacht, und was er hört, lässt ihm den Atem stocken. 13 Gründe haben zu ihrem Selbstmord geführt. 13 Personen hatten ihren Anteil daran. Clay ist einer davon …
Meinung: Es fällt mir nicht leicht, eine Bewertung zu diesem Buch abzugeben, da es sich um ein hochsensibles Thema handelt und Suizid nie die Lösung sein sollte. Hannah Baker ist eine Jugendliche, die sehr mit sich selbst zu kämpfen hat und am Ende nur noch diese Option sieht. Mit der gesamten Story hatte ich so meine Probleme.
Der Schreibstil ist weder anspruchsvoll noch besitzt er Wiedererkennungswert. Vermutlich ist das gewollt, um die Jugendlichen möglichst wahrheitsgetreu darzustellen. Erzählt wird das Buch aus zwei Perspektiven – Hannah und Clay – in der ersten Person.
Mit Hannah hatte ich so meine Probleme. Sie kam mir sehr unnahbar vor, ich fand keinen Draht, konnte nicht mal Mitgefühl entwickeln. Ihre Persönlichkeit war einfach nicht tiefgründig genug. Relativ kühl und beinahe herablassend zählt sie die Dinge auf, die andere Schüler ihr angetan haben und stellt Leute an den Pranger, die teilweise nicht mal vorsätzlich gehandelt haben. Das machte sie für mich sehr unsympathisch.
Jeder Mensch reagiert anders auf sein Umfeld und es gibt leider zu viele Opfer von Mobbingattacken und Schlimmerem. In Hannahs Fall einen Klaps auf den Po zu bekommen oder als „Mitfahrgelegenheit“ betitelt zu werden, spiegelt nicht mal ansatzweise die wahren Probleme der Gesellschaft wider. Das Buch sollte vermutlich Augen öffnen. Doch ich bin hier zwiegespalten. Die Message sollte doch sein, Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen und darüber nachzudenken, wozu Mobbing führen kann. Doch Hannah macht es ihren Mitmenschen nicht leicht. Sie stößt sie von sich weg, wird Zeugin einer Vergewaltigung und sieht dennoch sich selbst als Opfer. Sie verlangt permanent von allen anderen, sich in sie hineinzuversetzen, ist aber nicht eine Sekunde bereit, dasselbe zu tun.
Als sie am Ende auch noch den Vertrauenslehrer die Mitschuld an ihrem Selbstmord gibt, konnte ich beim Lesen nur noch den Kopf schütteln. Sie ist verzweifelt. Sie will Hilfe. Das behauptet sie zumindest. Doch sie lässt sich nicht helfen und läuft stattdessen davon. Ihr Lehrer bittet sie mehrere Male, zu bleiben, doch sie ignoriert dies. Ihm dann noch vorzuwerfen, nicht hartnäckig genug gewesen zu sein, ist nicht fair von ihr.
Hier war mir einfach die komplette Handlung zu gestellt. Der Autor reihte ein Ereignis um das andere und zeichnete Hannahs Persönlichkeit sehr übertrieben – meiner Meinung nach.
Das Buch war flüssig zu lesen. Immer wieder hoffte ich auf den Punkt, der das Fass zum Überlaufen brachte. Doch er kam nicht. Psychologische Hilfe wäre hier für die Protagonistin wertvoll gewesen. Stattdessen anderen die Schuld an allem zu geben, ist keine gute Message. Schade fand ich auch, dass nicht auf die Gefühlswelt der Mitschüler und der Lehrer eingegangen worden ist. Mich hätte sehr interessiert, wie sie mit dem Verlust umgehen. Auch Hannahs Eltern kommen nicht zu Wort. Die gesamte Story bezieht sich rein auf Hannahs Erlebnisse in ihrer Bubble. Das war mir etwas zu einseitig. Es fehlte an Abwechslung, an „Leben“. Clay war mir leider auch nicht sonderlich sympathisch.
Ich vergebe 2 von 5 Sternen, da das Buch ein wichtiges Thema anspricht, jedoch in der Umsetzung meiner Meinung nach nicht gelungen ist.
- Sebastian Fitzek
Der Insasse
(1.756)Aktuelle Rezension von: NessajaWie kann man es aushalten, wenn das eigene Kind spurlos verschwunden ist und man nicht weiß, ob es noch lebt oder was mit ihm passiert ist? Der Vater von Max kann es nicht und ist sogar bereit, sich in die Nähe des Täters in den Hochsicherheitstrakt der Psychiatrie einzuschleusen. Wird er so Gewissheit bekommen?
Geschrieben wurde das Buch von Sebastian Fitzek, Deutschlands erfolgreichstem Thriller Autor.Es ist bei Knaur erschienen und umfasst 377 Seiten. Eingeteilt ist es in 77 kurze Kapitel.
Dies ist nach dem „Kalendermaädchen“ und „Passagier 23“ das dritte Fitzek Buch, das ich gelesen habe. Erst habe ich gedacht, es ist schwächer als die anderen beiden, aber jetzt nach Ende der Lektüre, habe ich das revidiert. Auch dieses Mal wurde ich von Twists überrascht, die ich absolut nicht habe kommen sehen. Die Art, wie Fitzek schreibt, finde ich sehr gefällig und unanstrengend. Mir kommen auch die kurzen Kapitel sehr entgegen. Ganz sicher nicht das letzte Buch, das ich von ihm gelesen habe. „Der Nachbar“ steht schon im Regal.
- Colleen Hoover
Nur noch ein einziges Mal
(2.041)Aktuelle Rezension von: reading_moments_with_nadia❕ Triggerwarnung
Häusliche und körperliche Gewalt, emotionaler Missbrauch, traumatische Erlebnisse
Da ich zuerst den Film gesehen habe, wusste ich bereits, dass mich hier keine klassische Liebesgeschichte erwartet. Der Film hat mir schon sehr gut gefallen, das Buch hat mich aber noch einmal auf eine ganz andere Weise erreicht.
Lily ist mit häuslicher Gewalt aufgewachsen und musste schon als Kind miterleben, wie ihr Vater ihre Mutter misshandelt. Lange konnte sie nicht verstehen, warum ihre Mutter bei ihm geblieben ist. Gerade dieser Aspekt bekommt im Laufe der Geschichte noch einmal eine ganz andere Bedeutung. Das Buch zeigt für mich sehr eindrücklich, wie komplex eine gewalttätige Beziehung für die betroffene Person sein kann und warum es eben nicht so einfach ist, diese zu verlassen, wie es von außen vielleicht manchmal erscheint.
Beim Lesen wird man immer wieder mit moralischen Fragen konfrontiert. Ich konnte gut nachvollziehen, warum Lily sich in Ryle verliebt und was sie in ihm gesehen hat. Als außenstehende Person denkt man später vielleicht an manchen Stellen, dass man selbst anders gehandelt oder andere Entscheidungen getroffen hätte. Aber genau das hat die Geschichte für mich so realistisch gemacht. Wenn man selbst emotional in einer Situation steckt und Gefühle für einen Menschen hat, handelt man nicht immer rational. Liebe, Hoffnung und die eigene Vergangenheit spielen dabei eine große Rolle.
Über Ryles Vergangenheit erfährt man einiges und versteht dadurch besser, was ihn geprägt hat und woher seine unkontrollierbare Wut kommt. Seine Geschichte ist tragisch und hat mir geholfen, ihn als Figur besser zu verstehen. Sein Verhalten gegenüber Lily wird dadurch für mich aber weder entschuldigt noch verharmlost.
Atlas habe ich sehr ins Herz geschlossen. Ich mochte die Geschichte zwischen ihm und Lily und fand es schön zu erfahren, wie ihre Verbindung entstanden ist und was sie miteinander verbindet. Für mich strahlt Atlas unglaublich viel Wärme aus und genau das habe ich in seiner Verbindung zu Lily immer wieder gespürt.
Dieses Buch hat unglaublich viele Gefühle in mir ausgelöst. Ich konnte mich so sehr in Lily und ihre Gefühlswelt hineinversetzen, dass ich die Geschichte nicht einfach nur gelesen, sondern wirklich gefühlt habe. Ihre Gedanken, ihre inneren Konflikte und auch ihre Entscheidungen waren für mich sehr greifbar.
Neben den schweren Themen mochte ich Lilys Traum vom eigenen Blumenladen sehr. Vor allem die Idee, daraus keinen gewöhnlichen Blumenladen zu machen, sondern mit außergewöhnlichen Arrangements etwas ganz Eigenes zu schaffen, hat für mich wunderbar zu Lily und zur Geschichte gepasst.
Im Vergleich zum Film empfand ich die Darstellung der Gewalt im Buch noch einmal als wesentlich intensiver. Man ist viel näher an Lily und bekommt ihre Gedanken und Gefühle unmittelbar mit. Für mich wurde viel deutlicher, wie viel Aggression und unkontrollierbare Wut Ryle in sich trägt und welches Ausmaß seine Gewalt tatsächlich annimmt. Dadurch konnte ich noch besser verstehen, was in Lily vorgeht und in welchem inneren Konflikt sie sich befindet.
Colleen Hoovers Schreibstil hat mir wieder sehr gut gefallen. Ich war sofort in der Geschichte und konnte das Buch trotz der schweren Thematik sehr flüssig lesen.
Sehr getroffen hat mich das Nachwort. Zu erfahren, dass Colleen Hoover selbst als Kind häusliche Gewalt innerhalb ihrer Familie miterlebt hat und ihre eigenen Erfahrungen sie zu dieser Geschichte inspiriert haben, hat dem Buch für mich im Nachhinein noch einmal eine andere Bedeutung gegeben. Es macht einem bewusst, dass solche Geschichten nicht nur in Büchern stattfinden und häusliche Gewalt wahrscheinlich viel häufiger vorkommt, als man von außen überhaupt mitbekommt.
Das Cover könnte zunächst eine leichte Liebesgeschichte vermuten lassen, doch genau das ist dieses Buch für mich nicht. Es ist tiefgründig, emotional und behandelt sehr schwierige Themen. Für mich ist es aber nicht nur eine Geschichte über häusliche Gewalt. Es geht auch um Selbstliebe, Mut und die Stärke, für sich selbst einzustehen.
Eine Geschichte, die ich nicht nur gelesen, sondern wirklich gefühlt habe und die ich von Herzen weiterempfehlen kann. Für mich ganz klare 5 von 5 ⭐! 🤍
- Stieg Larsson
Verblendung
(6.248)Aktuelle Rezension von: Annibanani_xoxoWas für ein spannender Thriller. Verblendung hat mich sofort gemacht. Die Geschichte ist komplex, düster und voller Geheimnisse.
Besonders gut haben mir die Figuren gefallen. Vor allem Lisbeth Galanter. Sie ist eine außergewöhnliche und faszinierende Protagonistin, die man nicht so schnell vergisst. Auch die Ermittlungen rund um das Verschwinden von Harriet Sanger haben mich immer wieder neurgierig gemacht und dazu gebracht, unbedingt weiterzulesen.
Die Atmosphäre des Buches ist teilweise beklemmend, was für mich genau den Reiz ausgemacht hat.
- Sarah J. Maas
A Court of Silver Flames
(777)Aktuelle Rezension von: Annika_85📚Rezension📚
~~
Und damit endet meine Reise ins ACOTAR-Universum - wenn (zum Glück!) auch nur vorläufig.
Nachdem ich Band 4 ja eher so semi gut fand, hatte ich an Band 5 viele Erwartungen (die im Vorfeld auch ordentlich befeuert wurden).
Und sie wurden im Großen und Ganzen erfüllt.
Ich bin und bleibe kein Fan von Nesta, auch wenn ihr Verhalten erklärt wurde und ich wirklich etwas mehr Verständnis für sie habe, bleibt sie für mich nicht gerade einer meiner Lieblingscharakter. Sie ist „okay“ und das ist viel mehr als alles, was ich für sie vorher übrig hatte 😅
Auf die Story will ich gar nicht viel eingehen, weil sie sonst für alle (die die Vorbände nicht gelesen habe) zu viel spoilern würde.
Der Schreibstil war wie immer großartig zu lesen und selbst als ich (aus Urlaub und einer Leseflaute hinaus) über zwei Wochen das Buch unterbrochen hatte, war ich sofort wieder drin. Als hätte ich es nur für 2 Minuten zur Seite gelegt.
Ich bin froh, dass die Geschichten um das Reich der Höfe noch nicht beendet ist und es im Oktober 2026 weitergeht 😍
Für mich hatte dieser Band manchmal zu viele Längen, während sich auf den letzten 170 Seiten alles überschlagen hat. Und ich werde mit Nesta einfach nicht richtig warm.
- Margaret Atwood
Der Report der Magd
(907)Aktuelle Rezension von: Barbara_LandwehrIch habe Der Bericht der Magd beendet – und das Buch lässt mich nicht los.
Schon beim Lesen musste ich immer wieder an 1984 denken: Überwachung, Kontrolle der Sprache, Manipulation der Vergangenheit und ein System, das den Menschen immer weniger Raum lässt, selbst zu bestimmen, wer er sein möchte.
Bei Atwood kommt für mich aber etwas besonders Beklemmendes hinzu: Gilead wirkt erschreckend real. Vieles von dem, was Frauen dort widerfährt, ist keine wilde dystopische Fantasie, sondern hat historische Vorbilder.
Besonders beschäftigt haben mich Serena Joy und der Commander. Serena unterstützt eine Ordnung, die Frauen Schutz, Sicherheit und einen festen Platz verspricht – und wird am Ende selbst zu ihrer Gefangenen. Der Commander dagegen profitiert vom System und nimmt sich gleichzeitig Freiheiten heraus, die er anderen verweigert.
Und genau hier liegt für mich ein zentraler Gedanke des Buches: Es ist ein Unterschied, ob mir jemand eine Freiheit großzügig erlaubt oder ob ich ein Recht darauf habe.
Selbst das Ende spendet nur bedingt Trost. Gilead ist irgendwann Geschichte. Aber sind damit auch die Vorstellungen und gesellschaftlichen Strukturen verschwunden, die Gilead überhaupt erst möglich gemacht haben?
Der Bericht der Magd hat mich deshalb nicht nur erschüttert, sondern zum Nachdenken gebracht – über Frauen und Männer, über Abhängigkeit und Schutz, über Sicherheit und Selbstbestimmung und vor allem darüber, wie selbstverständlich wir unsere Freiheit manchmal nehmen.
Die Antwort auf die Schwierigkeiten, die Freiheit mit sich bringt, kann niemals weniger Freiheit sein. Für mich kann sie nur in gelebter Gleichberechtigung und gelebter Demokratie liegen.
Ein Buch, das ich zu Ende gelesen habe, mit dem ich aber noch lange nicht fertig bin.
- Sebastian Fitzek
AchtNacht
(1.610)Aktuelle Rezension von: FeatherstoneInhalt:
Unbekannte haben im Internet eine Jagd-Lotterie ins Leben gerufen. Jeder kann für eine Gebühr von 10 € den Namen einer Person einreichen, der man den Tod wünscht. Am 08.08. wird dann um 20:08 Uhr ein Name ausgelost und die betreffende Person bis zum nächsten Morgen als vogelfrei erklärt. Wem es gelingt diese Person zu töten dem winkt eine Fangprämie in Höhe von 10 Mio. €. Für Ben beginnt ein Wettlauf um Leben und Tod als er erfährt, dass er ausgelost worden ist. In der ebenfalls nominierten Arezu findet Ben eine Verbündete...
Meine Meinung:
Ich mag den Film „The Purge“ und habe mich daher auf dieses Buch gefreut, das ihn als Inspirationsquelle genutzt hat. Was ich toll finde ist die Tatsache, dass dem Buch zwar die gleiche Idee zugrunde liegt, aber gleichzeitig jede Menge neue Einfälle eingebracht wurden. Das Buch ist keinesfalls eine blasse Kopie des Films und punktet mit vielen überraschenden Wendungen.
Das Erzähltempo ist hoch und das Buch ist ein richtiger Pageturner in dem viel passiert, weshalb man es in kürzester Zeit gelesen hat. Man fiebert sehr mit Ben mit (und auch mit Arezu) und hofft, dass er heil davonkommt. Die Spannung wird über das ganze Buch hinweg aufrechterhalten, weil Bens Leben immer wieder in höchster Gefahr ist. Außerdem stellen sich folgende Fragen, die einem mit Interesse dabeibleiben lassen: Wer hasst Ben so sehr, dass er ihn zur Jagd-Lotterie angemeldet hat? Wer hat die Jagd-Lotterie ins Leben gerufen? Wird es gelingen den Drahtziehern der Jagd-Lotterie auf die Spur zu kommen und ihnen das Handwerk zu legen?
Sehr gut hat mir die Idee gefallen, dass der Handlungsschauplatz anders als in „The Purge“ kein von einem Unrechtsregime regiertes Land ist und sich das Geschehen nicht in der Zukunft, sondern sich stattdessen im Deutschland der Gegenwart abspielt. Das macht alles noch bedrückender und man wird dadurch zum Nachdenken angeregt.
Dieser Thriller punktet nicht „nur“ mit spannenden Entwicklungen und Action, sondern es geht nebenbei auch um ein ernstes und aktuelles Thema. Es geht darum wie schnell sich Fake News verbreiten und wie schwer sie sich eindämmen lassen. Das wird sehr eindrücklich beschrieben. Die Falschmeldung, dass die Jagd-Lotterie von der Bundesregierung genehmigt wurde wird zwar glücklicherweise nicht von allen Menschen geglaubt, aber selbst wenn statistisch betrachtet nur 5 % der Bevölkerung extrem für Fake News anfällig sind wären das in einem Land wie Deutschland immer noch vier Millionen Menschen vor denen Ben sich in Acht nehmen muss. Einmal in der Welt können Fake News ein Eigenleben entwickeln:
„Eine Lüge, ein Gerücht, die sensationelle Falschmeldung. All das verbreitete sich wie eine Epidemie, steckt die Menschen an und springt von Empfänger zu Empfänger. Mit dem entscheidenden Unterschied, dass die Erkrankten, deren Seeleninfiziert sind, ihre Krankheit nur selten wahrnehmen. Aber der Like unter dem peinlichen Kinderfoto, mit dem der Klassennerd gemobbt wird, kann noch tödlicher sein als Ebola. Wenn auch nicht für den, der sich von dem Hass im Netz anstecken lässt. Aber für den, der die Zielscheibe ist.“ (S. 168/169)
Außerdem wird aufgezeigt wie aus einer Ansammlung von Individuen ein aggressiver Mob werden kann und auch das ist ziemlich erschreckend und stimmt nachdenklich.
Warum habe ich trotzdem nur 3 Bewertungssterne vergeben?
Leider hatte dieses Buch für mich neben den genannten Stärken auch einige entscheidende Schwächen. Ich konnte nur bedingt nachvollziehen, dass Ben am Anfang nicht direkt zur Polizei gegangen ist als er erfahren hat, dass er von der Jagd-Lotterie als Opfer ausgelost wurde. Aber das allein hätte ich noch verzeihen können, da es nun einmal die Voraussetzung für den folgenden Wettlauf auf Leben und Tod gewesen ist. Leider gab es dann im weiteren Verlauf aber noch so einige weitere Aspekte, die mich ein bisschen gestört haben und die ich nicht so ganz überzeugend fand…
Einige Dinge waren mir zu konstruiert. Bestes Beispiel ist die Auflösung des Rätsels wer denn nun eigentlich den armen Ben für die AchtNacht nominiert hatte. Das war sehr überraschend und einfallsreich, aber ich fand es nicht zu 100% glaubwürdig, dass Ben das erst zu einem so späten Zeitpunkt herausfindet. Für die, die es genauer wissen wollen (ACHTUNG SPOILER): Ben wir plötzlich von der Erinnerung eingeholt, dass er sich selbst nominiert hat, weil er Schuldgefühle bzgl. des Autounfalls hat. Daran hat er sich zuvor nicht erinnert, weil er an dem besagten Abend sehr betrunken gewesen ist und einen Filmriss hatte.
Zudem gibt es den einen oder anderen Handlungsstrang, der zwar für zusätzliche Spannung sorgt, aber zugleich auch dafür sorgt, dass die Geschichte insgesamt dann doch etwas zu überladen und übertrieben daherkommt. Die beklemmende Szene mit der Prostituierten und der Handlungsstrang rund um den Gewaltexzesse fürs Darknet filmenden Dash waren mir ein bisschen zu viel. Für mich waren das etwas zu gewollt wirkende Versuche noch mehr aufsehenerregende Szenen in die auch so schon spannende Handlung einzubauen.
Ich finde außerdem, dass es besser gewesen wäre, wenn der Autounfall, den Ben verursacht hat eine andere Ursache gehabt hätte. ACHTUNG SPOILER: Ben hat das Lenkrad verrissen, weil seine Tochter während der Fahrt von einem weiteren Mitfahrer begrapscht wurde. Da Bens Tochter später nur vage Erinnerungen an die Sekunden vor dem Unfall hat weiß sie nur noch, dass sie angefasst wurde, aber nicht mehr von wem. Deshalb verdächtigen einige Leute Ben statt des eigentlichen Täters und Ben kann seine Unschuld nicht beweisen, weil sich seine Tochter sich nicht erinnert und somit nur Bens Aussage gegen die des Täters steht. Dieses Drama war mir zu bedrückend und mir wäre es lieber gewesen, wenn man das aus dem Buch gestrichen hätte. Eine andere Unfallursache hätte ich besser gefunden. Es war einfach schrecklich wie Ben zu Unrecht verdächtigt wurde seine Tochter angefasst zu haben und keine Möglichkeit hatte die Zweifel an seiner Unschuld auszuräumen.
Vor allem aber hatte ich mit dem Ende Probleme. Es werden zwar alle offenen Fragen beantwortet, aber auch hier wirkte einiges auf mich zu konstruiert und zu erzwungen. So erfährt man beispielsweise, dass Arezu unter einer multiplen Persönlichkeitsstörung leidet, aber wie sich diese Erkrankung bei ihr zeigt war mir etwas zu klischeehaft und kam mir nur bedingt authentisch vor. Außerdem finde ich es gar nicht gut, dass Ben am Ende seinen eigenen Tod vortäuschen muss, weil die Öffentlichkeit ihn des Mordes, Totschlags und sexuellen Missbrauchs für schuldig hält. Er ist zwar unschuldig, aber er wird das nie beweisen können und will seine Tochter durch seinen vorgetäuschten Tod schützen. Seine Tochter hat aber wirklich schon genug mitgemacht und ich finde es trotz Bens guter Absicht nicht in Ordnung, dass er sie in dem Glauben lässt er sei gestorben. Zu allem Überfluss ist Ben außerdem am Ende querschnittsgelähmt. All das zusammen hat dafür gesorgt, dass ich das Ende insgesamt zu deprimierend und hoffnungslos fand. Die Ungerechtigkeit unter der Ben zu leiden hat ist einfach nur furchtbar und nicht so leicht auszuhalten. Vor allem aus diesem Grund würde ich das Buch kein zweites Mal lesen.
Fazit:
Das Buch ist ein Pageturner, den man in kürzester Zeit gelesen hat. Ich fand zwar einige Dinge etwas übertrieben und einiges war mir zu konstruiert bzw. wirkte mir etwas zu gewollt, aber ich hatte nichtsdestotrotz eine gute Zeit mit dem Buch und habe es insgesamt gerne gelesen. Aufgrund der bereits erläuterten Schwachstellen, die das Buch meiner Meinung nach hat, würde ich es aber nicht noch einmal lesen. Vor allem mit dem Ende konnte ich mich nicht anfreunden.
Ich werde trotzdem noch anderen Büchern des Autors eine Chance geben, weil ich u. a. auch schon „Mimik“ von ihm gelesen habe und das war für mich ein 5-Sterne-Buch, das mir richtig gut gefallen hat.
- Sebastian Fitzek
Das Joshua-Profil
(1.443)Aktuelle Rezension von: Alina35Das Joshua‑Profil ist ein rasanter Thriller, der von der ersten Seite an fesselt. Die Idee eines Systems, das zukünftige Straftaten vorhersagt, ist packend umgesetzt, und die Handlung bleibt durchweg spannend. Einige Wendungen wirken etwas konstruiert, insgesamt ist die Geschichte aber klug aufgebaut und hält die Spannung bis zum Schluss.
- Sebastian Fitzek
Der Heimweg
(1.325)Aktuelle Rezension von: SindyBr„Der Heimweg“ von Sebastian Fitzek ist ein wahrer Psychothriller mit einer grausamen Thematik, die echter nicht sein könnte.
Viele Frauen haben Angst, sich alleine im Dunkeln durch die Straßen zu begeben. Umso dankbarer kann man sein, dass sich Freiwillige melden, um das „Begleittelefon“ zu ermöglichen. Eine Telefonnummer, die Frauen durch die Straßen begleitet, bis sie sicher zu Hause angekommen sind.
Das Gleiche möchte auch Klara. Sie ruft die Nummer an und hat Jules am Apparat. Doch dass ihr Alptraum keine dunkle Straße ist, offenbart sich ihr erst im Laufe der Nacht.
Der Einstieg in diesen Psychothriller ist mir unglaublich leicht gefallen. Sebastian Fitzek hat eine so angenehm leichte und flüssige Schreibweise, die es einem ermöglicht, nur so durch die Seiten zu fliegen. Was er ebenfalls meisterhaft hinbekommen hat, ist diese unglaublich spannende und erdrückende Atmosphäre gleich in den ersten Zeilen.
Die Kapitel sind immer abwechselnd aus Jules’ bzw. Klaras Sicht geschrieben und enden gefühlt jedes Mal mit einem Cliffhanger, sodass man das nächste Kapitel nur noch lesen möchte, um endlich eine Auflösung zu bekommen.
Wofür der Autor bekannt ist, ist sein Verwirrspiel, und auch mir erging es in „Der Heimweg“ nicht anders. Von Kapitel zu Kapitel war ich verwirrter und wusste zwischendurch nicht mehr, was Wahrheit und was Fiktion ist. So viele grausame und brutale Szenen, wie mich mitunter erwartet hatten, konnten doch nicht Wirklichkeit sein.
Und doch … das, was Klara erlebt, ist grausame Realität in Deutschland.
Man kann sich jetzt über die Auflösung streiten, mir persönlich hat sie sehr gut gefallen. Und auch wenn es teilweise unrealistisch ist, wurden sämtliche Handlungsstränge aufgeklärt.
Ich kann für „Der Heimweg“ nur eine Empfehlung aussprechen. Wer auf der Suche nach einem Psychothriller ist, in dem ein Twist den nächsten jagt und der auch vor grausamen Szenen nicht zurückschreckt, für den ist dieser Thriller auf jeden Fall geeignet.
- Cody McFadyen
Der Todeskünstler
(2.139)Aktuelle Rezension von: Kathrin_HermannBand 2 der "Smoky Barrett"-Reihe übertrifft seinen Vorgänger in so ziemlich allem. Er ist noch blutiger, noch brutaler und noch gewalttätiger und bedient dabei mindestens genauso viele Klischees wie der erste Teil der Reihe. Dennoch ist auch "Der Todeskünstler" unheimlich spannend und fesselt den Leser bis zur letzten Seite.
- Colleen Hoover
Hope Forever
(2.335)Aktuelle Rezension von: SveniFS„Hope Forever“ (bzw. „Hope“) war mein erstes Buch von Colleen Hoover – und ganz ehrlich: Ich war sofort gefangen. Ihr Schreibstil ist unglaublich mitreißend, leicht zu lesen und gleichzeitig so emotional, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.
Die Thematik hat mich direkt gepackt. Stück für Stück entfaltet sich die Geschichte, und man merkt schnell, dass mehr dahintersteckt, als man zunächst vermutet. Genau dieses Zusammenspiel aus Spannung, Gefühl und überraschenden Wendungen hat mich komplett in den Bann gezogen.
Besonders beeindruckt hat mich, wie intensiv die Emotionen transportiert werden. Ich habe mitgefühlt, mitgelitten und war gedanklich die ganze Zeit bei den Figuren. Colleen Hoover schafft es, ihre Charaktere lebendig wirken zu lassen und eine Atmosphäre aufzubauen, die einen nicht mehr loslässt.
Für mich war dieses Buch der perfekte Einstieg in ihre Werke – und definitiv nicht mein letztes von ihr. Absolute Leseempfehlung für alle, die emotionale Geschichten mit Tiefe lieben!
- Erik Axl Sund
Krähenmädchen
(889)Aktuelle Rezension von: Darryl1208Das Buch beginnt als ein hochinteressanter Thriller, geht dann aber zunehmend in ein Beziehungsdrama über. - die Geschichte über die Beziehung von Jeanette und ihrem Mann ist vollkommen überflüssig. Dazu das Klischee, die Ermittlerin ist die einzige Frau im Team und der Chef natürlich ein Arsch.
Dazu kommt die Selbstüberschätzung und Überheblichkeit der Autoren direkt ihr allererstes Buch mit einem Cliffhanger zu beenden.
Allem die Krone auf, setzt das folgende Zitat.:
"Wir sehen uns dann in ein paar Wochen", sagt sie, ohne zu ahnen, das sie sich schon in weniger als zweiundsiebzig Stunden wieder sehen werden.
Zu diesem Zeitpunkt wird ihr Sohn seit fast vierundzwanzig Stunden verschwunden sein. " (s. 447)
Die letzten elf Seiten des Buches habe ich mir daraufhin geschenkt. Und 2 von 5 Sternen sind wirklich großzügig bewertet. - Iny Lorentz
Die Wanderhure
(3.763)Aktuelle Rezension von: Elkes_LiteraturwolkeInhaltsangabe:
Konstanz, 1410: Marie Schärer wächst behütet als Kaufmanns-Tochter auf. Ihr Vater möchte sie gerne verheiraten und ist überglücklich, als Graf Ruppert um ihre Hand anhält. Niemand ahnt etwas Böses, nur Maries Jugendfreund Michel hat nichts Gutes über den Grafen gehört.
Kaum ist die Unterschrift unter den Vertrag gesetzt, erhebt Graf Ruppert Vorwürfe gegen Matthis Schärer: Marie sei keine Jungfrau mehr und hätte mehrfach rumgehurt. Vermeintliche Zeugen bestätigen es. Für Vater und Tochter bricht unvermittelt die Welt zusammen.
Nach einem kurzen Prozess und Vollstreckung des Urteils wird Marie der Stadt verwiesen. Geschunden und geschändet landet sie im Graben neben des Weges, sich selbst zum Sterben überlassen. Ihr Freund Michel glaubt nicht an die Vorwürfe und verlässt Konstanz ebenfalls, um sie zu suchen. Allerdings findet er sie nicht.
Marie überlebt nur Dank der Freundlichkeit der Hübschlerin Hiltrud. Doch Hiltrud kann und will sie nicht mit durchziehen. Marie wird sich ihren Lebensunterhalt selbst verdienen müssen und als Verstoßene bleibt ihr nur eines: sich den Männern anbieten!
Allerdings vergisst sie nie, wer ihr das angetan hat, und schmiedet Pläne, um sich an Graf Ruppert zu rächen.
Mein Fazit:
Es ist nicht mein erster Roman vom Autorenpaar Iny Lorentz. Aber dieser Roman war der erste, der bestimmt vor über 20 Jahren in mein SuB zog. Den Film dazu habe ich auch schon vor einer Ewigkeit gesehen und so wurde es einfach Zeit, sich der Geschichte um Marie, Michael und dem Schurken Graf Ruppert zu widmen.
Trotz der Brutalität wurde auf detailreiche Beschreibungen der Geschehnisse um Marie und ihren Vater verzichtet. Es war auch so schon schlimm genug. Ich hatte auch gewisse Anlauf-Schwierigkeiten, in die Geschichte reinzukommen, was jedoch nicht nur am Buch lag. Ich befand mich in der Reha und meine Tagesform wechselte häufig in verschiedene Richtungen.
Die Atmosphäre der damaligen Zeit wurde sehr gut wiedergegeben. Es gab wenige Rechte für Menschen der unteren Klassen. Das bezieht sich nicht nur auf Marie nach der bösen Intrige. Michel als dritter oder vierter Sohn des Schankwirts hatte keine Aussicht auf das Erbe und war eigentlich zum Frondienst bei seinem Bruder, dem Erben, verdammt. Als Marie der Stadt verwiesen wurde, nahm er all seinen Mut zusammen und verschwand ebenso. Sein weiterer Lebensweg ist allerdings lange unklar! Gewalt gegenüber Untertanen war an der Tagesordnung.
Marie macht verschiedene Erfahrungen mit der „Kundschaft“, gute wie schlechte. Sie wird sich ihrer Liebreiz bewusst und setzt es geschickt ein, um ein bisschen Geld zu verdienen, auch wenn sie sonst schon nichts ausrichten kann. Allerdings vergisst sie nie, wer ihr einst geholfen hat. Dennoch ist es schockierend, was sie alles durchmachen muss.
Ab der Hälfte des Buches war ich in der Geschichte drin und wollte unbedingt wissen, wie Marie die Situation meistert und ihre Rache ausführen kann (mir dünkt, den Inhalt des Films habe ich inzwischen auch schon vergessen). Es wurde sehr spannend und mitreißend. Ich habe mit ihr gelitten und gekämpft.
In jedem Falle möchte ich die Fortsetzung lesen und gebe diesem ersten Band vier Sterne und eine klare Lese-Empfehlung.
- Ayla Dade
Like Snow We Fall
(861)Aktuelle Rezension von: mxchellex678Like Snow We Fall von Ayla Dade war leider eine Enttäuschung für mich.
Schon während des Lesens habe ich gemerkt, dass ich einfach nicht richtig in die Geschichte hineingefunden habe. Das Buch war zwar stellenweise ganz süß, aber insgesamt einfach überhaupt nicht mein Geschmack.
Der Leistungsdruck im Spitzensport war zwar präsent und gehörte zur Geschichte dazu, konnte mich persönlich aber nicht besonders fesseln. Paisleys Gedanken und ihr Umgang mit dem Druck waren für mich nachvollziehbar, trotzdem konnte ich keine wirkliche Verbindung zu ihr aufbauen.
Auch Knox blieb für mich vor allem ein kaputter Mensch. Seine Geschichte konnte ich zwar verstehen, emotional hat sie mich aber nicht erreicht.
Weder der Eiskunstlauf noch das Eishockey konnten mein Interesse wirklich wecken. Beide Handlungsstränge haben mich eher kaltgelassen, obwohl ich die Idee dahinter eigentlich spannend fand.
Ein großes Plus war dagegen das Setting. Die Aspen Academy mit ihrer winterlichen Atmosphäre hat mir richtig gut gefallen und war für mich definitiv das Highlight des Buches. Leider konnte auch das die Geschichte insgesamt nicht retten.
Das Buch hatte für mich außerdem einige Längen. Immer wieder hatte ich das Gefühl, dass sich die Handlung zieht, ohne dass wirklich etwas passiert. An das Ende erinnere ich mich inzwischen kaum noch, was leider zeigt, dass die Geschichte insgesamt keinen bleibenden Eindruck hinterlassen hat.
Insgesamt war Like Snow We Fall für mich ein Buch mit einer tollen Atmosphäre, aber Figuren und Handlung konnten mich leider überhaupt nicht mitreißen.
- Laura Kneidl
Verliere mich. Nicht.: Special Edition
(1.829)Aktuelle Rezension von: LissiannaEin absolut gelungenes Finale, das von Anfang bis Ende mitreißt
Obwohl New-Adult-Lektüren sonst nicht zu meinen festen Favoriten zählen, hat mich bereits das optische Erscheinungsbild dieser Reihe völlig überzeugt. Da mir frühere Jugendromane der Autorin positiv in Erinnerung geblieben waren, musste ich einfach zugreifen – und dieser zweite Teil steht dem hervorragenden Auftakt in nichts nach.
Die Handlung ist unheimlich emotional aufgebaut, sodass die Seiten beim Lesen nur so verfliegen. Ein großes Plus sind diesmal die vielen gemeinsamen Momente der gesamten Freundesgruppe, die für tolle Lacher sorgen und die Charaktere extrem liebenswert machen. Sämtliche offenen Punkte und Geheimnisse rund um die Hauptfigur lösen sich schlüssig auf. Es wird noch einmal richtig dramatisch und spannend: Man fiebert bis zum Schluss mit, ob es ein glückliches Ende gibt und wie die Vergangenheit aufgearbeitet wird.
Besonders beeindruckt hat mich, mit wie viel Feingefühl und Ehrlichkeit ein sehr sensibles, ernstes Thema in die Story eingefügt wurde. Die Mischung aus Herzschmerz, Seufz-Momenten und authentischer Aufarbeitung hat mich voll abgeholt. Ein rundum starker Abschluss, der zu den besten Vertretern dieses Genres gehört. Klare Leseempfehlung und verdiente 4 Sterne!
- Stephen Chbosky
Das also ist mein Leben
(1.329)Aktuelle Rezension von: EmiLyCharlie ist zurückhaltend, beobachtet lieber, als im Mittelpunkt zu stehen, und macht sich über vieles Gedanken, was andere vielleicht einfach ausblenden würden. Genau das hat ihn für mich zu einer interessanten Hauptfigur gemacht.
Die Geschichte wird komplett in Briefform erzählt, was zunächst etwas ungewohnt war. Nach kurzer Zeit hatte ich aber das Gefühl, Charlies Gedankenwelt sehr nah zu sein. Seine Freundschaft mit Sam und Patrick, die ersten Erfahrungen des Erwachsenwerdens und die Suche nach dem eigenen Platz im Leben wirken authentisch und emotional.
Besonders gefallen hat mir, dass das Buch viele ernste Themen anspricht, ohne dabei überladen zu wirken. Hinter der eher ruhigen Handlung steckt deutlich mehr, als man anfangs vermutet. Nach und nach setzt sich ein größeres Bild zusammen und gerade das Ende hat der Geschichte für mich noch einmal zusätzliche Tiefe verliehen.
An manchen Stellen brauchte ich etwas Zeit, um mit Charlies Gedankensprüngen und der Briefform warm zu werden. Sobald ich aber in der Geschichte angekommen war, hat mich das Buch emotional immer stärker mitgenommen.
Insgesamt ein einfühlsamer Coming-of-Age-Roman über Freundschaft, Verlust, Identität und das Erwachsenwerden, der noch lange nach dem Lesen im Kopf bleibt.
- Antonia Michaelis
Der Märchenerzähler
(1.535)Aktuelle Rezension von: MiASelten lese ich ein Buch und wünsche mir, dass es bald endet. Hier war es leider der Fall. Ich fand die Protagonisten ziemlich schwierig. Manchmal war ich fassungslos, weil die Entscheidungen, die Anna getroffen hat, für mich überhaupt nicht nachvollziehbar waren, auch wenn die oft unter dem Deckmantel „Ich liebe ihn (trotzdem)“ passierte.
Was ich gut fand, war die Idee einer „Geschichte in der Geschichte“, was dem Buch seinen Titel gab. Allerdings hatte der Hauptstrang wenig, was mich gespannt weiterlesen las. Letztendlich habe ich das Buch nur beendet, weil ich ungern Bücher abbreche. - Christina Henry
Die Chroniken von Alice - Finsternis im Wunderland
(680)Aktuelle Rezension von: jess_nixxDas war eine überraschend brutale und blutige Angelegenheit. Nur gut, dass mir sowas nichts ausmacht. Dennoch wäre für manche Menschen eine Triggerwarnung am Anfang sicherlich nicht verkehrt.
Ich mochte den Schreibstil sehr gerne, der mich trotz der düsteren Grundstimmung und der häufig vorhandenen Gewalt, sehr flüssig und leicht durchs Geschehen gebracht hat.
Obwohl sowohl Alice als auch Hatcher eher unnahbare Charaktere sind, hat mir das hier erstaunlich wenig ausgemacht. Irgendwie passte das für mich so ins Geschehen und zu ihrer beider Vergangenheit. Einziges Manko war die Liebe, die zwischen ihnen aufkommt. Das war mir etwas zu wenig und kaum nachvollziehbar.
Schade finde ich auch, dass wir nichts von der Magie erfahren. Weder wie sie aufgebaut ist, noch wie man sie nutzt und was sie kann. Das gleiche gilt für den Weltenaufbau. Zwei voneinander getrennte Städte, reich und arm, hell und dunkel. Wir halten uns nur in der alten Stadt auf, im elendsviertel, wo Grausamkeiten und Gewalt zum Alltag gehören und jeder jeden jederzeit entführen, Vergewaltigen und umbringen könnte. Wir erfahren weder wie und warum diese Trennung vonstatten ging, noch was außerhalb dieser beiden Orte passiert.
Trotzdem war es durchweg spannend, weil wir ohne Pause von einer Situation in die nächste rutschen und nicht wissen was jetzt wieder passieren wird. Dabei ist ihr weg gepflastert von Blut und Gewalt. Also wirklich nichts für schwache Nerven. Ein bisschen Mau fand ich die Kämpfe gegen die Bosse und auch der "Endkampf" war sehr schnell und einfach abgehandelt.
Und trotz meiner doch vielen Kritikpunkte, habe ich dieses Buch wirklich gerne gelesen und konnte es kaum aus der Hand legen.
- Erin Watt
Paper Prince
(1.545)Aktuelle Rezension von: BiblioLoniNach dem fiesen Cliffhanger im ersten Teil blieb mir eigentlich keine andere Wahl .. ich musste direkt weiterlesen. Keine zwei Minuten später hatte ich den zweiten Band schon geöffnet. Und was soll ich sagen? Die Spannung bleibt!
Die Geschichte hat mich sofort wieder komplett gepackt. Keine Seite war langweilig, kein Charakter blas. Ich war voll drin und konnte das Buch kaum zur Seite legen. Die Autorinnen schreiben so lebendig und detailreich, dass man alles vor Augen hat, und die Dialoge wirken einfach total authentisch.
Besonders schön fand ich, wie sich die Beziehung zwischen Ella und Reed weiterentwickelt. Es bleibt emotional, manchmal chaotisch, aber immer intensiv. Die Höhen und Tiefen zwischen den beiden haben mich richtig mitfiebern lassen. Und die Perspektive von Reed war für mich ein echtes Highlight! Seine Gedanken und Gefühle zu erleben, hat der Geschichte noch mehr Tiefe gegeben.
Und dann dieses Ende... wieder total unerwartet! Ich sitze schon mit dem dritten Band bereit. Nach diesem Ende geht’s für mich definitiv direkt weiter!























