Bücher mit dem Tag "mission"
190 Bücher
- Leigh Bardugo
Das Lied der Krähen
(1.708)Aktuelle Rezension von: FriekeInhalt
In Ketterdam, der pulsierenden Handelsstadt mit Hafen, hat sich Kaz Brekker von einem niemand zur gerissenen und skrupellosen rechten Hand eines Bandchefs hochgearbeitet. Als er eines Tages ein Jobangebot mit Gewinn in Millionenhöhe erhält, weiß er zwei Dinge: Mit diesem Reichtum wird er endlich rächen, was ihm in der Vergangenheit angetan wurde und er ist unmöglich allein dazu in der Lage diesen Auftrag zu erfüllen.
Mit einer Gruppe, bestehend aus fünf weiteren Gefährten, macht sich Kaz auf den Weg in den Norden. Die sechs sind hochgefährlich und professionell, wie kein anderer, doch keiner spielt mit offenen Karten. So auch Kaz nicht...
Meinung
Leigh Bardugo schaffte mit "Das Lied der Krähen" eine herausragendes Werk, das die Grenzen des Dagewesenen überschreitet. Der Leser wird von der düsteren Atmosphäre gepackt und in die mystische Welt hineingezogen. Es ist kein Ort, an dem man gerne leben möchte, doch fühlt man sich dank des bildhaften, flüssigen Schreibstils der Autorin geradezu magisch angezogen.
Die Geschichte in "Das Lied der Krähen" beschäftig sich nicht, wie so viele Werke, mit einer geradezu epischen Auseinandersetzung zwischen Gut und Böse. Vielmehr betont es die Zwischentöne und die Intrigen, die für das Überleben in einer von Leid gezeichneten Welt vonnöten sind. Sie behandelt die ganz unterschiedlichen Motive, die Menschen zu den härtesten Dingen im Kampf um das Überleben und dem Wunsch nach Rache treiben.
Die Geschichte beginnt in Ketterdam, seines Zeichens Handelsstadt und geprägt von falscher Moral und Verrat. In der Stadt regiert das Geld und Moral kann nur dann berücksichtig werden, wenn es dem Zweck dient noch mehr Geld einzunehmen. Ketterdam ist dunkel, eng und schmutzig. Genau hier, in den dunkelsten Ecken treffen wir auf die Protagonisten, eine Gruppe junger Menschen, die neben dem Gesetz steht und von dem brillianten und gerissenen Kaz Brekker angeführt wird.
Leigh Bardugos präziser, packender Schreibstil lässt Ketterdam real werden und aufleben, die Verdorbenheit und Finsternis, die abschreckend sein sollte, zieht den Leser in ihren Bann. Es wirkt dunkel, gefährlich und doch faszinierend. Die Handlung ist rasant und und actionreich, die Dialoge humorvoll und unterschwellig sarkastisch und die Wendung halten den Leser bis zum Ende gefesselt.
Durch die verschiedenen Perspektiven gelingt es zu jedem der Figuren eine Bindung aufzubauen, man fiebert mit, ist enttäuscht, versteht auch möglicherweise fragwürdige Entscheidungen. Diese Einblicke machen die Gruppendynamik deutlich vielschichtiger, da ein jedes Mitglied eigene Motive hat, die sich nicht mit denen der anderen decken.
Der Kern des Romans ist ein scheinbar unmöglicher Raubzug, bei dem jedes Mitglied seine individuellen Stärken bis zuletzt ausspielen muss. Doch gleichzeitig ist der Raubzug nur ein kleiner Teil einer groß angelegten Verschwörung, deren Ausbrechen der Leser selbst verfolgen kann, da ein jedes Mitglied erst nach und nach seine Karten auf den Tisch legt.
Doch nicht nur diese intellektuelle Ebene macht den Roman so anziehend. Keine der Figuren entspricht einer typischen Heldenfigur. Sie sind zerrissene Menschen mit einer düsteren, gewaltvollen Vergangenheit, tiefgehenden Narben und gefährlichen Geheimnissen. Bardugo gelingt die meisterhafte Verknüpfung dieser vielschichtigen Figuren in einer Welt, in der Moral kein Richtwert ist und die Methoden für den Überlebenskampf schon lange nicht mehr ehrenhaft sind.
Das alles lässt die Figuren verletzlich und auf fast schmerzliche Art nahbar erscheinen. Die Vielseitigkeit wird noch durch die nicht sehr normativen Beziehungen der Figuren zueinander betont. Die traumatischen Erfahrungen und seelischen Narben führen zu komplizierten Beziehungsgeflechten, bei dem auf kurze Sicht kein Happy End möglich ist, wenn keine seelische Heilung stattfindet. Doch das so etwas nicht von jetzt auf gleich geschehen kann, zeigt das Buch und wird dadurch - einmal mehr - zu einer realitätsnahen Geschichte, die Themen wie Vertrauen und Vergebung untersucht und meisterhaft in den Handlungsstrang zu integrieren versteht.
Fazit
"Das Lied der Krähen" ist kein Roman, das den Kampf zwischen Gut und Böse stilisiert, sondern eine Geschichte über Macht, Verrat, Vertrauen und der Suche nach Vergebung. Das Setting ist eine gnadenlose Welt, die die Figuren auf die ein oder andere Art und Weise seelisch verstümmelt und hart gemacht hat. Die Charakterentwicklung ist tiefgründig, wie in selten einem Buch das ich gelesen habe. Die Geschichte saugt dich ein und lässt dich erst wieder los, wenn du sie komplett gelesen hast, und selbst dann verbleibt es in den Gedanken. Ein absolutes Muss für Fans des Fantasygenres.
- Sarah J. Maas
Throne of Glass – Erbin des Feuers
(1.616)Aktuelle Rezension von: Whale_in_the_Clouds- Achtung, enthält Spoiler zu vorherigen Teilen der Reihe -
Celaena hat ihr Geheimnis offenbart und sich auf den Weg nach Wendelyn gemacht um dort Maeve aufzusuchen. Doch Maeve mag keine Halbblüter und so muss Celaena erst beweisen, dass sie ihrer Antworten würdig ist. Gemeinsam mit dem Fae-Krieger Rowan muss sie trainieren, während in Adarlan Chaol und Dorian und ihr Volk unter dem König leiden müssen.
Das Buch ist aus vielen verschiedenen Perspektiven geschrieben, wodurch es sich stellenweise fast zieht, aber insgesamt einen tollen Blick auf die verschiedenen Aspekte gibt. Ich mochte besonders die Perspektiven von Celaena und Manon gerne, aber auch die anderen sind wichtig für die Story.
In diesem Teil entwickelt sich vor allem Celaena weiter, muss sich ihrer Vergangenheit stellen und zu sich finden. Mir hat das sehr gut gefallen, weil der Kontrast zu ihrem Assassinen-Ich sehr herausgearbeitet wird und sie nicht nur äußerlich eine Verwandlung durchmacht.
Ich möchte auch gar nicht weiter spoilern, ich kann das Buch einfach nur empfehlen und freue mich schon extrem darauf, wie es weitergehen wird.
- Julie Kagawa
Plötzlich Fee - Sommernacht
(2.449)Aktuelle Rezension von: Celine_Catak✨️Dieses Buch ist ein Traum für jeden der sich in unendliche Fantasywelten wünscht. Perfekt für Jugendliche, da es wirklich kein Spice gibt oder etwas, was Jugendliche nicht lesen sollten. Ich denke dass Fans von Fantasy mit einem ordentlichen Touch romance sich wohl in Megans Welt fühlen werden.✨️
❗️In weniger als 24 Stunden wird Meghan 16 Jahre alt. Sie freut sich darauf und möchte an diesem Tag ihren Schwarm beeindrucken. Das geht schief, doch nicht wegen ihr.. Nach den Vorkommnissen in der Schule und einem bei ihr Zuhause ist nichts mehr so wie es früher war. Sie wird in eine Fantasywelt gebracht mit 2 Höfen. Dort verfolgt sie ein Ziel: der Kampf um ihr altes Leben. Doch je mehr Zeit sie dort verbringt, umso doller merkt sie, dass sie vielleicht doch genau hierher gehört. Zwischen der Verwirrung über ihre wahre Identität und ihr altes Leben trifft sie auf den umwerfenden Prinzen Ash, der Sohn von Mab. Diese herrscht über den dunklen Hof und möchte nichts lieber als Megan vernichten. Was würde Meghan nur ohne ihren besten Freund Rob machen. Aber kennt sie ihn wirklich? Und kann sie ihm vertrauen, nachdem sie herausfindet wieso er immer an ihrer Seite war? Und was wird Meghan tun wenn sie herausfindet wer sie wirklich ist und ausgerechnet für Ash, den kalt scheinenden Prinzen, Gefühle entwickelt. All das und noch mehr erwartet euch in diesem Roman. Absolute Leseempfehlung und das gute ist: das ist der erste Teil von weiteren dieser Reihe. Man muss sich also nicht mit dem unerwarteten Ende zufrieden geben.❗️
🖌Das Cover ist wirklich schön gemacht und gibt genau den Vibe von Feen und Elfen, Fantasy und einer jungen schönen Frau, die sich zwischen all dem wiederfindet.
❤️Leser:innen die sich gerne stundenlang in Welten bewegen, mit Magie und Liebe kämpfen wollen und eine bewegende und aufregende Geschichte lieben, werden mit diesem Buch Perfekt aufgehoben sein❤️
- Bianca Iosivoni
Midnight Chronicles - Schattenblick
(773)Aktuelle Rezension von: LinasLeseeckeOfficialKlappentext:
Er hat keine Vergangenheit. Sie keine Zukunft.
Der Auftakt der Midnight Chronicles
449 entflohene Seelen. 449 Tage, um sie zurück in die Unterwelt zu schicken. Roxy weiß, dass ihre Mission so gut wie unmöglich ist. Dass sie jetzt auch noch ein Auge auf den mysteriösen Shaw haben soll, der von einem Geist besessen war und seitdem keinerlei Erinnerungen an seine Vergangenheit hat, passt ihr daher gar nicht. Vor allem weil das Kribbeln zwischen ihnen mit jedem Augenblick, den sie miteinander verbringen, heftiger wird. Und das ist nicht nur für Roxys Herz gefährlich - sondern auch für ihr Leben...
Der Auftakt der Reihe mit Schattenblick - Midnight Chronicles von Bianca Iosivoni und Laura Kneidl bietet einen soliden Einstieg in eine düstere Urban-Fantasy-Welt voller Geheimnisse, Gefahren und übernatürlicher Wesen.
Die Storyline ist insgesamt spannend und gut aufgebaut. Man wird schnell in die Handlung hineingezogen und begleitet Roxy auf ihrem Weg durch eine Welt, die von Schattenjägern und dunklen Kreaturen geprägt ist. Allerdings bleibt die Geschichte in ihrer Tiefe stellenweise etwas zurück - einige Aspekte hätten noch stärker ausgearbeitet werden können, um der Handlung mehr Komplexität zu verleihen.
Sprachlich fällt auf, dass sich bestimmte Formulierungen wiederholen, insbesondere das häufige „Schlucken“ der Charaktere in emotionalen Situationen. Das kann auf Dauer etwas auffällig wirken und den Lesefluss leicht stören, auch wenn es der Spannung keinen gravierenden Abbruch tut.
Das Ende des Buches ist relativ offen gehalten, was gut zur Struktur einer Reihe passt. Roxys Aufgabe ist noch lange nicht abgeschlossen, und viele Fragen bleiben unbeantwortet - ein klarer Anreiz, weiterzulesen und tiefer in die Geschichte einzutauchen.
Fazit:
Ein spannender, wenn auch nicht besonders tiefgründiger Auftakt, der mit einer interessanten Welt und solider Handlung überzeugt. Kleine sprachliche Schwächen und ein eher offenes Ende trüben das Gesamtbild nur leicht, machen aber gleichzeitig neugierig auf die Fortsetzung. - Andy Weir
Der Marsianer
(889)Aktuelle Rezension von: Timo_StaudingerIch konnte mir nicht vorstellen wie man die Geschichte: "Astronaut strandet auf Mars und muss alleine Überleben" in eine Interessante Geschichte Packen kann. Andy Weir schafft es einen sympathischen Typen bei seinem einsamen Überlebenakampf zu begleiten. Einiges an Mathe, Physik und Chemie Kenntnissen sind praktisch beim Lesen aber nicht Notwendig. Bis jetzt habe ich mich nicht an den Film getraut, aber er steht jetzt auf meiner Wachliste.
- Markus Heitz
Die Zwerge
(1.143)Aktuelle Rezension von: ChronikskindEs ist schon länger her, dass ich von Heitz etwas gelesen habe. Die Zwerge haben mich aber neugierig machen können und hat es sich dann doch ergeben, dass ich die Reihe beginnen konnte.
Den Einstieg fand ich etwas schwerfällig, auch wenn die Ereignisse aus der Vergangenheit als solches durchaus spannend waren. In der Gegenwart hat sich dann schnell ein flotterer Leserhythmus eingestellt, sodass ich durch die vielen Seiten doch recht gut durchgekommen bin.
Die Sichtwechsel haben definitiv für viel Abwechslung gesorgt. Und gleichzeitig auch für Spannung und Überraschung, weil man natürlich nicht bei allen immer gewesen ist.
Die Karte des Buches fand ich leider nicht sehr hilfreich. Die großen Reiche sind verzeichnet, aber die kleineren Orte, durch die die Charaktere zu hauf gegangen sind, nicht. So hat sie mir bei der Orientierung leider nicht helfen können und ich hab sie eher ignoriert. Das Personae fand ich dagegen gut, auch wenn ich es ebenso kaum gebraucht habe.
Die Protagonisten haben mir gut gefallen, wenn ich jetzt auch nicht unbedingt mochte. Aber in ihrem Zusammenspiel waren sie wirklich gut zusammengesetzt und konnten alle über sich hinauswachsen. Mein Liebling ist auf jeden Fall Tungdil mit seiner offenen Art. Aber eben auch die anderen haben auf ihre Weise zu allem beitragen können - und ja, über den ein oder anderen würde ich gerne noch ein bisschen mehr erfahren.
Die Handlung war definitiv spannend geschrieben und bot einige Überraschung. Gemeinsam mit den Protagonisten haben wir viel von der Welt gesehen und gleichzeitig sind wir dem Ziel näher gekommen. Überrascht hat es mich doch, wie schnell die Handlung voranschreitet - ich hatte eigentlich erwartet, dass uns die aktuellen Gegner über mehrere Bände begleiten, aber dem ist nicht so. Dementsprechend fühlte sich die Handlung recht flott erzählt an.
Und final eigentlich auch auserzählt. Für mich fühlt sich die Story hier sehr nach einem Ende an. Sicher, es gibt ein paar Andeutungen für zukünftige Gegner/Probleme, aber ehrlicherweise kann ich dem Ende so echt gut leben - habe kein Bedürfnis, einen weiteren Band der Reihe zu lesen. Da interessiert mich aktuell eher die Geschichte der Albae.
Mein Fazit
Ein spannender Reihenauftakt mit einigen Überraschungen - und dennoch werde ich die Reihe wohl nicht mehr weiterverfolgen. Der Band hat sich wirklich gut lesen lassen, es ist einiges passiert und ich mochte die Charaktere. Die Geschichte fühlt sich aber auch sehr abgeschlossen an und ich kann mit dem Ende als solches echt gut leben. Schade fand ich, dass die Karte nicht wirklich hilfreich war. - Tomi Adeyemi
Children of Blood and Bone
(498)Aktuelle Rezension von: AnnieHallZélies Welt war einst voller Magie – bis zu der Nacht, in der der machthungrige König von Orïsha alle Magier töten ließ. Diese Blutnacht nahm Zélie ihre Mutter und raubte einem ganzen Volk die Hoffnung. Doch Jahre später bekommt sie die Chance, die Magie nach Orïsha zurückzubringen. Dafür begibt sie sich auf eine gefährliche Mission und muss ihren Feinden immer einen Schritt voraus sein – besonders dem Kronprinzen, der alles daran setzt, die Rückkehr der Magie zu verhindern.
Children of Blood and Bone entführt die Leserinnen und Leser in eine faszinierende Welt, die stark von westafrikanischer Mythologie inspiriert ist. Früher konnten Flammentänzer das Feuer beherrschen, Geistwandler Träume erschaffen und Seelenfänger über Leben und Tod wachen. Diese kulturellen Einflüsse verleihen der Geschichte eine besondere Atmosphäre und heben sie von vielen klassischen Fantasywelten ab.
Im Mittelpunkt steht die junge Zélie, deren Mutter während der Blutnacht ermordet wurde. Ihre Wut, Trauer und Hoffnung sind spürbar und machen sie zu einer starken und glaubwürdigen Hauptfigur. Seit jener Nacht leben Menschen mit magischem Potenzial unterdrückt und in ständiger Angst, doch als sich für Zélie die Möglichkeit ergibt, die verlorene Magie zurückzubringen, beginnt eine gefährliche Reise durch Wüsten, Städte und spirituelle Welten. Besonders spannend sind dabei die verschiedenen Arten von Magie, die Götter und Rituale, die der Geschichte eine große Tiefe verleihen.
Neben dem spannenden Abenteuer greift das Buch auch ernste Themen wie Unterdrückung, Diskriminierung und Machtmissbrauch auf. Dadurch wirkt vor allem der Konflikt zwischen Magiern und Nichtmagiern emotional und teilweise erschreckend real.
Mitunter ist die Geschichte allerdings etwas überladen und schreitet sehr schnell voran. Viele Ereignisse passieren in kurzer Zeit, wodurch einige Entwicklungen oder Beziehungen etwas überstürzt erscheinen. Auch manche Nebenfiguren bleiben weniger ausgearbeitet, als es die komplexe Welt eigentlich verdient hätte.
Trotzdem ist Children of Blood and Bone ein spannender und emotionaler Auftakt einer Fantasytrilogie mit einer starken Heldin und einer außergewöhnlichen Welt. Für LeserInnen von Jugendfantasy sowie Geschichten über Rebellion, Identität und Hoffnung ist das Buch eine klare Empfehlung.
- Kira Licht
Kaleidra - Wer das Dunkel ruft
(412)Aktuelle Rezension von: Lili-MarieAuf Kaleidra war ich sehr gespannt, da mir die Idee hinter dem Buch sehr gefallen hat.
Der Schreibstil war flüssig zu lesen allerdings bin ich mit dem Buch nicht so richtig warm geworden. Irgendwann bin ich nicht mehr richtig hinterhergekommen und habe auch etwas das Interesse verloren. Zudem war es stellenweise sehr langatmig.
Auch mit den Charakteren bin ich nicht richtig warm geworden. Wie Ben Emilia behandelt, hat mir gar nicht gefallen. Sie weiß von nichts, ist völlig ahnungslos und ihr wird nichts richtig erklärt und sie wird nur von A nach B gereicht. Auch einige andere Handlung der Charaktere konnte ich absolut nicht nachvollziehen und haben nur Fragezeichen zurückgelassen.
Ich bin noch unschlüssig ob ich diese Reihe weiter verfolgen soll.
- der Ältere Dumas
Die drei Musketiere
(385)Aktuelle Rezension von: Itsnotabout_HappyendingsHandlung und Struktur Die Geschichte folgt dem jungen d'Artagnan, der nach Paris kommt, um Musketier zu werden. Durch eine Verkettung von Umständen freundet er sich mit den drei Musketieren Athos, Porthos und Aramis an. Was als persönliche Geschichte beginnt, entwickelt sich zu einer epischen Erzählung von politischen Intrigen, gefährlichen Missionen und schicksalhaften Begegnungen.
Dumas gelingt es meisterhaft, verschiedene Handlungsstränge zu verweben. Die Haupthandlung um die Diamantspangen der Königin wird durch zahlreiche Nebenhandlungen ergänzt, die alle kunstvoll miteinander verknüpft sind. Die Spannungsbögen sind perfekt getaktet - kaum ist ein Abenteuer überstanden, wartet schon das nächste.
Charakterzeichnung Die Charakterisierung der Hauptfiguren ist außergewöhnlich differenziert. Jeder der vier Protagonisten hat eine eigene, unverwechselbare Persönlichkeit:
- D'Artagnan: Jung, ungestüm, aber clever und lernfähig
- Athos: Geheimnisvoll, aristokratisch, von dunkler Vergangenheit geprägt
- Porthos: Kraftvoll, prahlerisch, aber von großer Loyalität
- Aramis: Elegant, intellektuell, zwischen weltlichen und geistlichen Ambitionen schwankend
Besonders bemerkenswert ist die Figur der Milady de Winter - eine der faszinierendsten Schurkinnen der Literaturgeschichte, deren Komplexität bis heute beeindruckt.
Historischer Kontext Dumas bettet seine fiktive Geschichte geschickt in den historischen Kontext des Frankreichs unter Ludwig XIII. ein. Die politischen Intrigen zwischen Kardinal Richelieu und Königin Anna von Österreich, die Spannungen mit England und die Belagerung von La Rochelle bilden einen fesselnden historischen Hintergrund.
Sprache und Stil Der Autor beherrscht die Kunst, packend zu erzählen. Seine Dialoge sind witzig und schlagfertig, die Beschreibungen lebhaft und atmosphärisch. Die Duelle werden mit einer Dynamik geschildert, die den Leser mitten ins Geschehen versetzt. Dumas' Sprache ist dabei zugänglich und direkt, ohne an literarischer Qualität einzubüßen.
Thematische Tiefe Unter der spannenden Oberfläche behandelt der Roman zeitlose Themen:
- Die Bedeutung von Freundschaft und Loyalität
- Der Konflikt zwischen persönlicher Ehre und Staatsräson
- Die Komplexität menschlicher Beziehungen
- Die Frage nach Gerechtigkeit und Vergeltung
Kulturelle Wirkung Der Einfluss des Romans auf die Populärkultur ist kaum zu überschätzen. Der Wahlspruch "Einer für alle, alle für einen" ist zum geflügelten Wort geworden. Die zahlreichen Adaptionen für Film, Fernsehen und Theater zeugen von der ungebrochenen Faszination der Geschichte.
Kritische Würdigung Natürlich lässt sich aus heutiger Sicht einiges kritisch sehen:
- Die Darstellung der Geschlechterrollen ist zeitbedingt
- Manche Handlungsstränge verlieren sich in Nebensächlichkeiten
- Einige historische Ungenauigkeiten sind vorhanden
Diese Aspekte schmälern jedoch nicht die literarische Leistung und die packende Erzählkunst des Autors.
Fazit "Die drei Musketiere" ist ein zeitloser Klassiker, der auch heute noch zu fesseln vermag. Die Kombination aus spannender Handlung, komplexen Charakteren und historischem Panorama macht den Roman zu einem außergewöhnlichen Leseerlebnis. Dumas gelingt der seltene Spagat zwischen anspruchsvoller Literatur und mitreißender Unterhaltung. Ein Meisterwerk, das zu Recht seinen Platz im Kanon der Weltliteratur gefunden hat.
- T. C. Boyle
Die Terranauten
(348)Aktuelle Rezension von: wortknaeuelEine kleine Gruppe junger Wissenschaftler wetteifert Mitte der 90er Jahre um einen von acht begehrten Plätzen in einem ökologischen Experiment. Für zwei Jahre sollen sie unter einer riesigen Glaskuppel leben und sich völlig autark in den verschiedenen künstlich geschaffenen Biotopen – vom kleinen Regenwald bis zum Mini-Ozean – selbst versorgen. Nichts geht rein, nichts darf raus! Die Geschichte beginnt mit der Bekanntgabe der Auserwählten, vier Männer und vier Frauen, die sich jeweils auf einem Spezialgebiet gegen ihre Mitbewerber durchgesetzt haben und nun in die "Ecosphere 2" einziehen dürfen. Zurück bleiben die Verlierer mit der Hoffnung, in zwei Jahren zum Nachfolger-Team aufrücken zu können. Draußen bleiben natürlich auch Freunde, Liebhaber und die Planer, Manager und Sponsoren des Experiments. In den zwei Jahren erleben wir aus Sicht von Dawn und Ramsay innerhalb, sowie Linda außerhalb der Kuppel, wie sich aus dem ökologischen Experiment ein Beziehungskuddelmuddel entwickelt.
T.C. Boyle kann gut erzählen, da ist dieser Roman keine Ausnahme. Er beruht übrigens auf einer wahren Begebenheit, denn so ein Experiment hat es ungefähr zu jender Zeit tatsächlich gegeben. Allerdings habe ich mich von Klappentext und Buchcover täuschen lassen. Zu dem Zeitpunkt, als ich mir das Ebook kaufte, hatte ich noch nie etwas von Boyle gelesen und einen spannenden dystopischen (oder utopischen) SciFi-Romans erwartet. Stattdessen dreht sich alles um Neid, Eitelkeit und Eifersüchteleien zwischen den Wissenschaftlern, um Wer-mit-wem sowie am Rande auch um den Einfluss von Geld und Medien. Wenn man Boyle kennt, hätte man sich denken können, dass es vorwiegend um die sozialen, zwischenmenschlichen Aspekte in diesem Szenario gehen wird.
Die Handlung ist zwar durchaus unterhaltsam und auf satirische Weise komisch, aber insgesamt wenig spannend. Auch die Charaktere empfand ich als flach und uninteressant. Eher ein schwacher Boyle.
- Eva Völler
Time School - Auf ewig dein
(379)Aktuelle Rezension von: spozal89Ich kannte die Zeitenzauber-Reihe von Eva Völler zuvor noch nicht und hatte hier und da Probleme in die Geschichte hineinzufinden. Es hat mich Anfangs auch ein wenig an die Rubin-Reihe erinnert. Als ich dann aber weiter gelesen habe, hat es mir immer besser gefallen. Tolle Charaktere, spannende Storygestaltung und wirklich cool, der Mix aus Vergangenheit und Gegenwart. Für Fans von Zeitreisegeschichten genau das Richtige Buch.
- Ursula Poznanski
Erebos 2 (Limited Edition)
(537)Aktuelle Rezension von: KirstenHaReihen kann Ursula Posnaski mindestens ebenso gut, wie die Einzelbände. Die Spannung hält auch über die Fortsetzung, was Band 1 versprochen hatte - und zwar nicht zu knapp. Ich konnte mich gut in die Welt der Protagonist:innen einfühlen und war nicht in der Lage, das Buch wegzulegen. Augenringe und Gähn-Attacken sind die sichtbaren Zeichen :)
- Julia Dippel
IZARA - Sturmluft
(656)Aktuelle Rezension von: Leni_Melia_EbertAm Anfang musste ich erst mal verstehen das Lucian garnicht wieder aufgetaucht ist doch ich fand es sehr traurig das er „verzaubert“ wurde und sie angegriffen hat. Doch dann hat sich ja alles ins gute gewendet. An dem Buch habe ich nichts auszusetzen. Es war am Ende nur total traurig das sie gestorben ist!! Wer hätte den damit gerechnet?
- Rebecca Yarros
Alles, was ich geben kann – The Last Letter
(359)Aktuelle Rezension von: Stephanie_Seele„Alles was ich geben kann“ von Rebecca Yarros ist ein absolut gefühlvolles Buch, welches einen, durch die Schreibweise der Autorin, sämtliche Emotionen fühlen lässt!
Ella, alleinerziehende Mutter von Zwillingen, schreibt auf anraten ihres Bruders einem Soldaten aus seiner Kompanie einen Brief, obwohl sie Beckett alias „Chaos“ nie gesehen hat. Beckett ist anfangs nicht begeistert von der Idee seines besten Freundes und ignoriert den ersten Brief von Ella. Aber nach einem schlechten Tag zieht es ihn dann doch in die Zeilen der Fremden. Beckett ist hin und weg und zwischen den Beiden entsteht eine enge Brieffreundschaft. Ella hat neben der Erziehung der Zwillinge, alle Hände voll zu tun mit ihrem Ferienresort, was sie einst von ihrer Oma übernommen hat.
Nachdem Ellas Bruder bei einem Einsatz stirbt, sie weitere Schicksalsschläge ertragen muss und sich dann auch Beckett nicht mehr bei ihr meldet, bricht für sie die Welt zusammen.„Alles was ich geben“ kann sticht mit seiner gefühlvoll Schreibweise absolut heraus. Die Charaktere sind authentisch beschrieben und man kann sich in jeden einzelnen einfühlen.
Die Handlungen sind realistisch dargestellt und man hatte zu keiner Zeit das Gefühl, dass die Autorin von der eigentlichen Geschichte abweicht!
Rebecca Yarros hat es wieder einmal geschafft, dass ich mich so sehr in ein Buch vertieft habe, dass es innerhalb weniger Tage fertig gelesen war. - Matt Haig
Ich und die Menschen
(779)Aktuelle Rezension von: Frau_Stern_liestZusammenfassung des Autors:
"(...)Es handelt vom Sinn des Lebens und von überhaupt nichts. Es handelt davon, was passieren muss, damit man auf die Ewigkeit verzichtet und sich der Sterblichkeit überlässt. Es handelt von Liebe und toten Dichtern und Erdnussbutter mit ganzen Nüssen. Es handelt von Materie und Antimaterie, von allem und nichts, von Hoffnung und Hass. Es handelt von einer 41-jährigen Historikerin namens Isobel und ihrem 15-jährigen Sohn Gulliver und dem klügsten Mathematiker der Welt. Es handelt davon, wie man ein Mensch wird.(...)"
Persönliches Statement:
Auch auf die Gefahr hin, oberflächlich zu wirken, aber vielleicht kennt ihr das ja: dass gebrauchte Bücher, die man irgendwann irgendwo mal gekauft hat, im Gegensatz zu gut riechenden Neuausgaben ein eher stiefkindliches Dasein auf dem SuB fristen. Zum Glück dauerte dieser Zustand bei diesem Buch nur wenige Wochen - sonst hätte ich so richtig was verpasst!
Matt Haig, den viele sicher als Autor von "Die Mitternachtsbibliothek" und anderen Werken kennen, hat hier ein so wunderschönes Buch abgeliefert, das ich jedem Erdling unbedingt empfehlen möchte! Es ist philosophisch, witzig, spannend und -Matt Haig eben- überzogen mit einem kostbaren Hauch Melancholie. Richtig schön!
Im Nachwort erfährt man, wie die Geschichte entstand – auch das hat mich nachhaltig berührt.
Absolute Leseempfehlung!
- Stuart Turton
Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle
(385)Aktuelle Rezension von: Lilli33Viel zu verworren
Inhalt:
Familie Hardcastle hat zu einem Ball nach Blackheath geladen. Der Abend endet in einer Katastrophe, den die Tochter des Hauses, Evelyn kommt zu Tode. Aiden Bishop soll den Mord aufklären. Dazu wacht er immer wieder in einem anderen Körper auf und erlebt denselben Tag mit anderen Augen.
Meine Meinung:
Ich bin wirklich froh, dass dies nicht das erste Buch von Stuart Turton war, das ich gelesen habe. Denn sonst hätte ich garantiert kein weiteres in die Hand genommen, was sehr schade gewesen wäre, denn die später erschienen haben mir durchaus gut gefallen.
Die Idee dieses Romans ist zwar nicht schlecht, aber die Umsetzung konnte mich gar nicht begeistern. Die Handlung ist viel zu verworren, um ihr entspannt folgen zu können.
Dadurch dass immer wieder derselbe Tag beschrieben ist mit denselben Ereignissen, nur eben aus einer anderen Perspektive, kommt schnell Langeweile auf und es zieht sich wie Kaugummi. Erst im letzten Drittel (von immerhin gut 600 Seiten) werden immer mehr Geheimnisse aufgedeckt und es kommt Spannung auf.
Mehr als einmal war ich kurz davor abzubrechen. Ich habe mich zum Durchhalten gezwungen, aber jetzt bin ich froh, dass ich es geschafft habe.
★★☆☆☆
- Julie Kagawa
Talon - Drachenzeit
(774)Aktuelle Rezension von: LadyMuffinchenEmber und ihr Bruder Dante sind Drachen, die zu Organisation Talon gehören. Bevor sie vollwertige Mitglieder werden, müssen sie ihre Ausbildung abschließen. Ihre Aufgabe: Einen Sommer lang unter Menschen leben, sich anpassen und dabei nicht auffallen. Insbesondere der Heilige Georgsorden, die Todfeinde der Drachen, dürfen nichts von ihrem Aufenthalt in der auserwählten Kleinstadt erfahren. Doch Ember will eigentlich auch nur surfen und ihre Freiheit genießen. Schwierig, da Talon anderes im Sinn hat und dann ist da auch noch Garret, der hübsche Kerl. Ember fühlt sich sehr zu ihm hingezogen, doch Garret ist eigentlich ein Mitglied des Ordens...
Unverständlichereweise habe ich dieses Buch lange auf meinem Stapel gehabt. Wahrscheinlich, weil mir Plötzlich Fee nur mittelgut gefallen hat. Aber das mir der Auftakt der Reihe so gut gefallen würde, habe ich anfangs nicht gedacht!
Ember ist eine echt coole Protagonistin. Sie ist ehrgeizig, schlau und definitiv nicht auf den Mund gefallen. Sie hinterfragt sämtliche Autoritätspersonen, allerdings wirkt sie nicht aufmüpfig, sondern eher kritisch. Es ist interessant zu lesen, wie sie Talon hinterfragt und dabei ihr Leben projiziert. Neben der schwierigen Situation mit der Organisation und ihrem Bruder, welcher Talon verfallen ist, versucht sie dennoch ein Gleichgewicht zu finden. Sie ist auf der Suche nach sich selbst und dabei will sie nuemanden schaden. Ihre Freundlichkeit und auch ihr Mut fand ich erfrischend und einfach großartig.
Dann ist da noch Garret, der Ordenskrieger, dessen oberste Priorität es ist die Drachen der Talon-Organisation auszuschalten. Er lebt für seine Überzeugung und setzt alles daran, die Ziele auszuschalten. Doch auch er gerät ins Wanken, als er auf Ember trifft. Sie ist das vermeintliche Zielobjekt, wo es gilt herauszufinden, ob sie ein Drache ist, doch er verliebt sich in ihre sympathische und starke Art und kann sich nicht vorstellen, dass sie einer ist. Und selbst wenn, sie kann kein teuflisches Wesen sein, er beginnt zu zweifeln und ist innerlich zerrissen. Seine Gedanken und Handlungen konnte ich ebenfalls durchweg nachvollziehen. Die Verbindung zu Ember fand ich realistisch dargestellt und das Knistern zwischen den beiden hat seine Wirkung beim Lesen nicht verfehlt.
Dann gibt es noch Riley, den Einzelgänger und Dante, Embers Bruder. Auch die beiden sind unglaublich gut ausgearbeitet und realistisch. Direkt sympathisch sind sie mir nicht, wobei ich Dante am Anfang schon mehr mochte... Generell sind die Charaktere gut getroffen.
Das Setting und die Drachen sind ebenfalls bildhaft dargestellt. Man kann sich beim Lesen genau vorstellen, was passiert. Insbesondere, da gutes Augenmerk auf Talon und den Orden gerichtet wird. Man lernt auch Mitglieder beider Organisationen kennen und kommt nicht umhin, sie sympathisch oder furchtbar zu finden. Vermitteln beide ein wenig den Eindruck einer Sekte.
Die Handlung hat flott begonnen und hat sich gut gesteigert. Es werden sämtliche Emotionen von Heimeligkeit, Wut, Trauer, Liebe, Freundschaft bishin zu Loyalität beleuchtet. Der Schreibstil ist angenehm und man sprintet nur so durch die Geschichte.
Es ist unglaublich fies, wie Band eins aufhört. Man ist mittendrin in den Geheimnissen von Talon und dem Orden und es ist klar, dass es ab Band zwei noch gefährlicher wird. Ich kann es also kaum erwarten Band zwei zu lesen.
Es überrascht nicht, dass ich hier eine Leseempfehlung für Fantasyliebhaber ausspreche, die gegen etwas Romance nichts einzuwenden haben 🐲
- Amie Kaufman
Aurora erwacht
(337)Aktuelle Rezension von: thewonderlandofbooksIch wollte diese Reihe unbedingt lesen, obwohl sie eigentlich nicht ganz in mein typisches Genre ist. Sci-Fi gehört eher selten zu meinen Genres und vielleicht bin ich genau deshalb mit wenigen Erwartungen reingegangen. Und trotzdem hat mich das Buch in vielerlei Hinsicht überrascht.
Was mir sofort gefallen hat, war der Aufbau: Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt – das mochte ich sehr! Nicht alle Figuren waren mir sofort sympathisch, aber genau das fand ich auch spannend. Einige Charaktere habe ich schnell ins Herz geschlossen, andere blieben für mich eher blass oder schwer greifbar.
Was mir allerdings echt schwerfiel, war das Worldbuilding. Es gibt extrem viele Informationen, neue Welten, Technologien, Strukturen, und ich hatte immer das Gefühl, alles behalten zu müssen, um der Handlung folgen zu können. Das war für mich als Sci-Fi-Neuling ziemlich herausfordernd. Ich habe gemerkt, dass ich mich teilweise zum Weiterlesen überreden musste, einfach weil es mir schwerfiel, wirklich tief in die Geschichte einzutauchen.
Mit der Zeit wurde es besser, keine Frage. Der Plot an sich ist spannend, temporeich und wirklich kreativ umgesetzt. Gerade zum Ende hin nimmt die Story noch mal richtig Fahrt auf, das hat mir sehr gefallen! Trotzdem blieb das Gefühl, dass ich mit dem Buch „gekämpft“ habe. Es war kein einfaches Leseerlebnis für mich. Nicht weil das Buch schlecht wäre, sondern weil es mir persönlich einfach schwerfiel, mich darauf einzulassen.
Fazit
Ein gut durchdachtes Buch mit starkem Plot, spannendem Aufbau und interessanten Charakteren, aber für mich persönlich war der Einstieg in diese Sci-Fi-Welt zu herausfordernd. Ich kann verstehen, wenn andere die Reihe lieben, bin mir aber unsicher, ob ich Band 2 noch lesen werde.
3,5/5 - K M Moronova
Leave Me Behind
(229)Aktuelle Rezension von: LawendelNell ist die einzige Überlebende ihres Sonderkommandos der Dark Forces, einer Art Elitesoldaten, denen nach unverzeihlichen Taten die Möglichkeit gegeben wird, durch ihren Dienst ihre Freiheit zurückzuerlangen. Dabei erledigen sie die Drecksarbeit für ihr Land. Wie viele andere auch ist Nell eine ausgebildete Killermaschine. Ihre neue Einheit, Malum, ist für ihre Brutalität bekannt, und besonders Bones, der „Knochenbrecher“, ist selbst innerhalb der Dark Forces berühmt-berüchtigt. Dumm nur, dass Nell in der Nacht vor ihrem ersten Tag bei Malum ein extrem heißes und intensives Erlebnis mit ihm hat, ohne zu wissen, wer er ist. Dass ausgerechnet er ihr Partner sein soll, macht die Situation nicht gerade einfacher …
Leave Me Behind ist unglaublich heiß und fesselnd und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Nell ist eine gebrochene, rachsüchtige Protagonistin, die mit ihrer Kampferfahrung und ihrem Durchhaltevermögen Spezialeinheiten in nichts nachsteht. Auch die anderen Charaktere sind vielschichtig und bringen ihre eigenen Geschichten und Bürden mit. Trotz, oder vielleicht gerade wegen, der Dunkelheit, die sie alle verbindet, ist der Zusammenhalt innerhalb der Gruppe erstaunlich stark (sobald Nell sich ihren Respekt erarbeitet hat, was zugegeben eine Weile dauert). Die Trainingseinheiten sind erfrischend gut beschrieben, ohne übertrieben, unrealistisch oder zu technisch zu wirken. Stattdessen liegt der Fokus klar auf den Persönlichkeiten, Gedanken und Beziehungen der Figuren.
Die Ich-Perspektive war für mich zunächst ungewohnt, da ich sonst eher den personalen Erzähler bevorzuge, hat hier aber sehr gut funktioniert. Auch die intimen Szenen sind stimmig in die Handlung eingebunden und haben mit ihrer ausgeprägten SM-Tendenz genau meinen Geschmack getroffen, ohne übertrieben zu wirken.
Für mich war dieses Buch genau das Richtige: eine brutale Geschichte über verbotene Liebe und intensives Verlangen in einer Welt, in der Auftragsmorde zum Alltag gehören.
- Eoin Colfer
Artemis Fowl
(830)Aktuelle Rezension von: Maza_e_KeqeArtemis Fowl (junior) ist 12 Jahre jung und über-überdurchschnittlich intelligent. Sein Vater hat mit reichlich illegalen Methoden einen beachtlichen Reichtum angehäuft, ist jedoch seit einem Jahr verschwunden. Um den finanziellen Status zu erhalten, hat sich Artemis einen besonderen Plan ausgedacht: Er will die Wesen der Unterwelt erpressen: Feen, Elfen, Zwerge, Trolle, Kobolde, Zentauren… es gibt sie nämlich wirklich; fernab der menschlichen Zivilisation unter der Erde lebend.
Die Idee der Geschichte ist hervorragend: ein jugendliches Verbrechergenie gegen Fabelwesen. Auch wie die verschiedenen Welten miteinander verknüpft werden, hat mir sehr gut gefallen. Aus unterschiedlichen Perspektiven wird die Handlung aufgebaut, bis sie schließlich zusammengeführt werden.
Obwohl das Buch inhaltlich sehr abwechslungsreich, die Figuren toll dargestellt und die Spannung gut aufgebaut ist, kann es mich nicht voll überzeugen. Irgendetwas fehlt, aber ich kann nicht benennen, was es ist.
Fazit: kurzweilig und spannend mit skurrilen Figuren.
- Julie Kagawa
Talon - Drachennacht
(279)Aktuelle Rezension von: ChillysbuchweltNatürlich bin ich auch ein großer Fan vom Cover des dritten Bandes – sie sind einfach alle so wunderschön!
Nach dem Ende des zweiten Bandes war ich froh, direkt mit dem nächsten Teil weitermachen zu können.
Der dritte Band beginnt gleich emotional und zieht einen sofort wieder in diese gefährliche, faszinierende Welt voller Drachen, Geheimorden und dunkler Machenschaften hinein.
Julie Kagawas Stil ist wie immer angenehm – ich war sofort wieder mittendrin und hatte einen hervorragenden Lesefluss.
Das Love Triangle... puh.
Ja, es ist wieder da – und für meinen Geschmack leider etwas zu präsent. 😅
Ich bin einfach kein Fan von Dreiecksbeziehungen, und hier hat es mich zunehmend gestört.
ABER: Die restliche Handlung war dafür umso spannender!
Ember bleibt eine besondere Figur.
Man merkt immer mehr, dass sie anders ist – und ich bin mir ziemlich sicher, dass da noch einiges hintersteckt.
Ihre Entwicklung geht weiter, und auch wenn ich nicht jede Entscheidung gutheiße, finde ich sie insgesamt immer noch stark und authentisch.
Garret hat mich dieses Mal besonders berührt.
Seine Erinnerungen an die Kindheit, sein Weg zum Orden und die Einblicke in seine Ausbildung waren nicht nur krass, sondern auch unglaublich aufschlussreich.
Man versteht ihn dadurch noch besser – und gleichzeitig erfahren wir mehr über den Orden, was ich richtig spannend fand!
Riley bleibt für mich ein schwieriger Charakter.
Ich werde mit ihm nicht so ganz warm, auch wenn ich das, was er im Untergrund auf die Beine gestellt hat, wirklich beeindruckend finde.
Dante sorgt wieder für Gänsehaut.
Durch ihn bekommen wir noch tiefere Einblicke in Talon – und wow, das, was da ans Licht kommt, ist echt heftig.
Einige Stellen waren wirklich erschreckend.
Geheimnisse, Enthüllungen und ein Ende, das mich sprachlos zurückgelassen hat.
Die letzten Kapitel hatten es nochmal richtig in sich – WOW!
Zum Glück wartet Band 4 schon im Regal, denn ich muss wissen, wie es weitergeht! 🐉❤️📖
- Bianca Iosivoni
Midnight Chronicles - Dunkelsplitter
(321)Aktuelle Rezension von: Pilzi90In Band 3 dieser Reihe geht die Geschichte von Roxy und Shaw weiter. Nach dem schrecklichen Angriff auf das Hunterquartier reisen die beiden gemeinsam mi Ella nach Prag um dort weitere entflohene Seelen aus der Unterwelt zu finden und zurück zu schicken.
Das Leseempfinden war wieder sehr gut und ich mag den Schreibstil der Autorin. Die Geschichte ist fesselnd.
Ich bin gespannt wie es in Band 4 weiter geht. In diesem Band gab es einige Wendungen mit denen ich gerechnet habe, auch wenn ich es mir anders gewünscht hätte. Jedoch hat mich das Ende hilflos zurück gelassen und ich hoffe das alles funktioniert.
- Taylor Jenkins Reid
Atmosphere
(259)Aktuelle Rezension von: BejeweledCatTja, wie es halt so ist. Wieder eine Roman-Enttäuschung mehr.
Nach The Seven Husbands of Evelyn Hugo (das ich fantastisch 5 Sterne fand) war das erst mein zweites Taylor Jenkins Reid Buch. Die Prämisse las sich TOLL. Weltraum? Astronautinnen? Feminismus in den 80ern? Count me in!
Die ersten Seiten des Buchs: bombastisch. Brenzling. Spannung pur. Die Crew in Lebensgefahr, die Protagonistin als Funksprecherin am Boden.
Dann: Rückblenden. Wie sich die Crew in ihren Anfängen kennenlernte. Ja, fand ich eigentlich gut gemacht. Das Verhältnis Vergangenheit - Gegenwart war da noch gut ausgewogen.
Ab knapp der Hälfte ging es rapide bergab. Fast so schnell wie ein Shuttle der in die Atmosphäre kracht. Ellenlang seitenweise Familiendrama zwischen Protagonistin Joan und ihrer Schwester Barbara rund um die Nichte Frances. Dieses Thema nahm geschätzt 60% des ganzen Romans ein. 25% war die Lovestory (die mich auch eher kalt ließ) und 15% dann tatsächlich Astronomie, Weltall. Davon aber auch anteilig Geschwafel über Gott, wo sie mich noch mehr verloren hat.
Hätte ich gewusst, dass ich mit dem Buch primär ein Erziehungsdrama und psychologisches Minenfeld von schlechten Schwester-Schwester-Verhältnissen lesen würde, ich hätte es direkt gelassen.
Erst auf ungef. Seite 390 ging es endlich wieder in die Gegenwart und die Auflösung der brenzligen Situation, die dann doch erstaunlich leicht binnen der letzten zehn Seiten aufgelöst wurde. Naja.
Für mich Potenzial der Prämisse eher schwach ausgeschöpft. Das ganze Nichtenthema hätte man weglassen können und stattdessen vielleicht mehr Backstorys über die Nebencharaktere wie Lydia, Griff, Hank, etc. bei den vielen Namen ist man eh schwerlich durchgestiegen. - Alice Walker
Die Farbe Lila
(359)Aktuelle Rezension von: Sanni_KozDas Buch "Die Farbe Lila" von Alice Walker ist eine Geschichte von Leid und Traurigkeit, Kampf, Unterstützung, Hoffnung und Freude.
Das Buch sind Briefe - die sich aber mehr wie ein Tagebuch anfühlt. Man erlebt die Erfahrungen der Hauptcharaktere aus erster Hand.
Die weiblichen Charaktere sind eine Inspiration zur Unterstützung, sowie der Kampf auf der Suche nach Gleichbehandlung, Chancengleichheit und Respekt. Es lehrt zudem Bedeutung von Ausdauer, Belastbarkeit und Selbstdefinition.
Ich musste mich zuerst an den ungewöhnlichen Schreibstil gewöhnen. Doch die Thematik vom Buch ist erschreckend und faszinierend zugleich.























