Bücher mit dem Tag "mississippi"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "mississippi" gekennzeichnet haben.

124 Bücher

  1. Cover des Buches Gone Girl - Das perfekte Opfer (ISBN: 9783596520725)
    Gillian Flynn

    Gone Girl - Das perfekte Opfer

     (1.645)
    Aktuelle Rezension von: leonielinder

    Als Amy an ihrem 5. Hochzeitstag verschwindet, steht die Polizei und Amys Ehemann Nick vor einem Rätsel. Was ist passiert und wo ist Amy?

    Mit fast 600 Seiten haben wir hier doch ein rativ dickes Exemplar seines Genres. Gillian Flynn nutzt diese Seitenzahl aber total aus, um ihren Protagonisten Tiefe und Charakter zu geben. Das Konzept dieses Buches ist von A - Z durchgedacht und stimmig. Einfach TOP!!!

  2. Cover des Buches Gute Geister (ISBN: 9783442714506)
    Kathryn Stockett

    Gute Geister

     (678)
    Aktuelle Rezension von: dominona

    Bücher begeistern mich immer dann, wenn ich die Figuren in meinem Kopf sprechen hören kann und das Bedürfnis habe, mit ihnen in Kontakt zu treten und meine Güte, was hat mich dieses Buch mitgenommen. 

    Es geht um Geschichten, die erzählt werden müssen, um Kommunikation zwischen Lebenswelten, die teils weit voneinander entfernt sind, aber eben oft auch nicht und um Grenzen im Kopf, die keine sein müssen. 

    Uneingeschränkte Leseempfehlung! 

  3. Cover des Buches Libellenschwestern (ISBN: 9783734103773)
    Lisa Wingate

    Libellenschwestern

     (166)
    Aktuelle Rezension von: hamburgerlesemaus

    Eine Geschichte in den USA über Kinderhandel während der 1930er bis 1950er Jahre. 

    Mit List und Betrug und unter dem Namen „Fürsorglichkeit“ werden Kinder ihren Eltern weggenommen und anschließend an reiche Paare vermittelt. In der Zwischenzeit werden sie in Heimen misshandelt und missbraucht. 


    Eine wahre dunkle Geschichte der USA, verknüpft mit einer fiktiven Protagonistin, die dieser „barmherzigen“ Organisation auf die Schliche kommt...


    Der Roman ist gut geschrieben. Der Spannungsbogen ist hoch und man kann das Buch einfach nicht zur Seite legen. Ein Buch, das mich sehr berührt hat. #leseempfehlung 


    🐭🐭🐭🐭🐭/ 5

  4. Cover des Buches Der Funke des Lebens (ISBN: 9783570102381)
    Jodi Picoult

    Der Funke des Lebens

     (71)
    Aktuelle Rezension von: FraukeMeurer

    In einer Frauenklinik, in der auch Abtreibungen durchgeführt werden, geschieht ein Amoklauf. Der Schütze hält mehrere Geiseln. Hugh McElroy wird als Polizeiunterhändler hinzugezogen und soll mit dem Geiselnehmer verhandeln. Zu diesem Zeitpunkt ahnt er noch nicht, dass sich seine 15-jährige Tochter Wren in der Klinik befindet.
    Der Schütze, ein fanatischer Abtreibungsgegner, ist selbst Vater einer Teenagertochter und spielt mit der Angst von Hugh, der alles daransetzt, seine Tochter und die anderen Geiseln zu befreien.
    Jodi Picoult greift in ihrem Buch „Der Funke des Lebens“ wieder ein sehr sensibles und kontroverses Thema auf – Schwangerschaftsabbrüche. Sie hat den Mut, in ihren Werken Themen aufzuwerfen, über die jeder Leser bereits eine oberflächliche Meinung hat. Durch ihre Geschichten bringt sie den Leser aber dazu, sich so intensiv mit dem Thema auseinander zu setzen, dass man sowohl sein eigenes Handeln in Bezug auf das Thema und seine eigene Meinung reflektiert. Genau aus diesem Grund habe ich bisher alle Bücher von Jodi Picoult wahnsinnig gern gelesen.
    Mit diesem Buch hatte ich aber leider meine Schwierigkeiten. Insgesamt hat es drei Anläufe und fast ein Jahr gebraucht, um das Buch einerseits zu beenden und andererseits meine Gedanken dazu zu Papier zu bringen. Mir fiel es gleich zu Beginn schwer, in die Geschichte um Wren hineinzufinden, da diese rückwärts erzählt wird. Das heißt, der sogenannte Showdown der Geiselnahme passiert direkt im ersten Abschnitt des Buches. Dies nahm für mich die Spannung zu einem großen Teil sofort raus. Nach den ersten 50 Seiten war bekannt, wer die Geiselnahme überlebt, wer verletzt wird und welches Ende die Geiselnahme findet. Natürlich erfährt man in den weiteren Kapiteln sehr viele Hintergrundinformationen sowohl zum Geiselnehmer als auch zu den Geiseln selbst, trotzdem bleiben am Ende einige Fragen zu verschiedenen Charakteren offen und je weiter man gelesen hat, desto weniger wirklich neue Informationen kamen hinzu. Es fehlte mir schlichtweg der Reiz weiter zu lesen.
    Auch der Aufbau der Kapitel trug für mich nicht dazu bei, von der Geschichte eingenommen zu werden. Die Kapitel sind nach Uhrzeiten unterteilt, sodass man einen zeitlichen Anhaltspunkt hat, an welchem Punkt der Ereignisse man sich gerade befindet. Innerhalb der Kapitel werden die Geschehnisse aus den verschiedenen Blickwinkeln der unterschiedlichen Charaktere erzählt. Hier war es manchmal schwer zu folgen, aus wessen Sicht man nun gerade auf die Ereignisse schaut, da es innerhalb der Kapitel keine klaren Abgrenzungen gab.
    Der einzig positive Aspekt bleibt für mich leider die Wahl des Themas und die diesbezüglich vielen sehr informativen Aspekte zu Abtreibungen, besonders bezogen auf die USA.
    Insgesamt muss ich aber sagen, konnte mich das Buch nicht überzeugen.

  5. Cover des Buches Mehr als nur ein Traum (ISBN: 9783957344601)
    Elisabeth Büchle

    Mehr als nur ein Traum

     (56)
    Aktuelle Rezension von: BettinaLausen

    Felicitas hat mit jüdischen Wurzeln Nazideutschland überlebt. Ein unerwartetes Erbe führt sie in den 1960er Jahren nach Mississippi. Trotz aller Warnungen freundet sie sich mit ihren schwarzen Nachbarn an. In der Stadt findet sie schnell Freunde, obwohl sie auch als die „Fremde“ beäugt wird. Sie gerät mitten in die brodelnden Rassenunruhen der Zeit. Und dann ist dort dieser Deputy Landon - von dem sie nicht weiß, ob er Freund oder Feind ist.


    Meine Meinung: Ich habe etwas gebraucht, um mit der tollpatschigen und naiven Hauptfigur anzufreunden. Aber bald hatte sie mein Herz erobert. Das Buch ist aus verschiedenen Perspektiven geschrieben, was die Spannung hochhält. Alle aus dem Dorf scheinen Geheimnisse zu haben. Irgendwann bringt der Roman eine Wendung mit einem Thema auf den Plan, mit dem ich nicht gerechnet habe. Zudem gibt es einen fulminanten Shwodown mit einem schönen Schluss. Eine absolute Leseempfehlung. 

  6. Cover des Buches Die Erbin (ISBN: 9783453418462)
    John Grisham

    Die Erbin

     (127)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Einen knappen Blick auf die Handlung ermöglicht die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:

    Das Buch spielt in den späten 80er Jahren des 20.Jahrhunderts und befasst sich - neben dem Hauptthema - stark mit der Problematik zwischen den verschiedenen Rassen in den USA und deren Einfluss auf den Lebensalltag.

    Das Hauptthema ist aber die Auseinandersetzung vor Gericht um ein Testament und der Frage ob dieses gültig ist. 

    Die Geschichte ist gut aufgebaut und solide geschrieben, auch wenn sich ein paar deutliche Längen bemerkbar machen.

    Die Protagonisten sind gut und anschaulich geschildert. Manchmal hatte ich den Eindruck, das die Zahl der vertretenen Charaktere etwas zu hoch ist und der Übersichtlichkeit im Weg stand.

    Die Spannung bleibt nur durchschnittlich, von ein paar Spannungsspitzen abgesehen. Das Finale war für meinen Geschmack ziemlich schwach und konnte mich nicht so recht zufrieden stellen.

    Das Buch hat trotzdem viel Unterhaltungspotential und ermöglicht einen guten Eindruck vom Leben zu damaliger Zeit. Es ist ja auch jetzt schon über dreißig Jahre alt....!

  7. Cover des Buches Ich weiß, warum der gefangene Vogel singt (ISBN: 9783518468975)
    Maya Angelou

    Ich weiß, warum der gefangene Vogel singt

     (43)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    wenn es mir schwer fällt, Worte für meine Liebe zu Worten zu finden, dann schreibe ich Briefe an jene außergewöhnlichen Menschen, denen diese besagte Liebe überhaupt verschuldet ist.
    Eine von ihnen bist du.
    Und hier ist mein Liebesbrief an dich:

    Ich möchte nichts Schönreden, was bereits in seinem Kern durch und durch hässlich ist: Ich bin unglücklich. Sehr sogar. Ich kann mein Unglück auch nicht rechtfertigen, weder mit Ursachen noch mit Gründen. Was denn Versuch, diese Angelegenheit irgendwie erklären zu können, zu einer Banalität macht. Wenn ich die Welt um mich betrachte, habe ich das Gefühl, ein Privileg an mich zu reißen, das mir nicht zusteht. Das Privileg müde sein zu dürfen; denn wenn man ein Dach über den Kopf drei warme Mahlzeiten und ein Schrank voller Kleidung hat, steht man tagein, tagaus vor dem Spiegel und fragt seine eigene Reflexion: Warum bist du eigentlich so? So undankbar?
    Und in dieser Frage, da schwingt so viel Wut und Erbitterung mit, dass es gar keiner Antwort mehr bedarf. Denn das ist mein Armutszeugnis: Der Selbsthass. Oder auch die Unfähigkeit, Schönheit in mir - mir? ich! - zu sehen, geschweige den zu finden.

    Ich sage anderen immer gern, dass ich ihr Mitleid nicht brauche. Sie fragen und drängen, sie versuche zu helfen. Aber sie wissen nicht, wie, weil ich Selbstdestruktion wie ein Gebet verinnerlicht habe. Und wenn ein Gespräch sich wie eine Schlange um mich schlingt, dann winde ich mich heraus, so geölt bin ich im Weglaufen und Verstecken. Gleichzeitig befürchte ich, egoistisch zu sein, denn die Sorgen der anderen habe ich natürlich nicht verdient, aber noch weniger verdienen sie meine Ignoranz. Vielleicht, nein ganz sicher sogar, bin ich nicht die Erste, die daran scheitert, die Grenze zwischen Selbstliebe und Selbstsucht zu erkennen und in Wirklichkeit, da weiß ich ja, ich bin weder das Eine, noch das Andere, sondern in der Schlucht dazwischen gefangen. Mir fehlt die Fähigkeit, meine Gefühle für mich zu übersetzen und deswegen lese ich und hoffe, dass irgendein Buch mir dabei hilft, diese Sprache des Ichs zu meistern. Und Stück für Stück, da klappt es tatsächlich.
    Buch für Buch, da komme ich mir näher.
    Seite für Seite, da erfahre ich Klarheit.

    Just like moons and like suns,
    With the certainty of tides,
    Just like hopes springing high,
    Still I’ll rise
    .
    - Maya Angelou, And Still I Rise


    Dein Leben hat dir so viel Grausamkeit vorgeworfen, Maya. Bereits mit deiner Geburt beschloss es, dein Schicksal zu besiegeln: Du bist als Schwarze in einer Welt geboren, in der Schwarze nicht erwünscht waren. Und was hast du getan? Du hast dir das nicht gefallen lassen. Du hast dem Leben ins Gesicht gelacht und bist sorglos über Müllhalden getanzt, weil du niemanden das Recht gabst, ihren Hass auf dich wirken zu lassen. Vor allem dir selbst nicht, auch wenn der Versuch sooft so groß gewesen war. Ich fühle mich demütig deiner Macht gegenüber, Stärke wie ein selbstverständliches Gut zu behandeln. Dabei war es nicht immer leicht für dich, an diesem Grundsatz festzuhalten, ganz und gar nicht. Macht dich das allerdings nicht stärker?
    Wenn ich manchmal das Gefühl habe, an meiner Selbst zu ersticken, hole ich dein Buch aus meinem Regal heraus, breche es zum hundertsten Mal auf und lese die ersten Worte, zwischen denen ich mich wiederfinde. Und dann verliere ich mich in der Schönheit, die dein Kopf, dein Herz vor Jahren auf das Papier geschrieben haben und ich merke, wie sich meine angespannten Schultern lockern, wie meine Atmung sich reguliert und wie sich das schwarze Wirrwarr in meinem Kopf langsam löst. Die Welt und ihr Grau um mich herum verblasst und die Worte mit ihren Farben treten in den Vordergrund. Anderswo nennt man das wohl Hoffnung. Und die brauche ich ja ganz besonders.

    Meine Bewunderung für dich liegt in deiner Inakzeptanz, die Dinge so hinzunehmen, wie sie dir präsentiert wurden. Wenn dir jemand sagte, dass es keine schwarzen Schaffner gibt, hast du damit geantwortet, die erste schwarze Schaffnerin San Fransiscos zu werden. Wenn du wusstest, du musst nach Hause, hast du nicht auf Rettung gewartet, sondern bist allein losmarschiert. Wenn du Angst hattest vor deiner eigenen Gewalt, hast du auf deine Instinkte vertraut und damit stets Sanftheit errungen. Man lässt sich gern einreden, weniger zu (be-)herrschen, aber letztendlich sind wir die alleinigen Machthaber über uns und unserem Glauben. Es ist nur zu leicht, ebendas zu vergessen. Aber ebenso leicht kann es auch sein, daran erinnert zu werden.

    Es ist jetzt beinahe zwei Monate her, seit ich "Ich weiß, warum der gefangene Vogel singt" gelesen habe, aber ich habe das Gefühl, seitdem jeden Tag mit deiner Geschichte begonnen zu haben. Denn sie gibt mir so viel Mut, so viel Liebe und Leidenschaft, dass ich innerlich immer einen Weg zurück zu dir finde. Liebe Maya, ich würde dir gerne Danke sagen, aber ich glaube nicht, dass das ausreicht. Ich kann dir aber ein Geheimnis verraten, nämlich, dass ich nicht - nichts und niemanden - aufgeben möchte. Das wollte ich nie. Aber es ist schwer, einen Halt zu finden.
    Doch: Stück für Stück.
    Buch für Buch, so klappt es schon.
    Seite für Seite, da komme ich mir näher.

    "Schau, du musst nicht nachdenken, ob du das Richtige tust. Wenn du das Richtige willst, dann tust du es auch, ohne nachzudenken."


    (Sommer, 2018)

  8. Cover des Buches Die Mississippi-Bande - Wie wir mit drei Dollar reich wurden (ISBN: 9783522184557)
    Davide Morosinotto

    Die Mississippi-Bande - Wie wir mit drei Dollar reich wurden

     (46)
    Aktuelle Rezension von: Die-Glimmerfeen
    Te Trois, der schielende Eddie, Julie und ihr schwarzer Bruder Tit haben sich heimlich in den Sümpfen eine Hütte gebaut, in der sie sicher vor ihren Pflichten sind. Dort arbeiten sie an ihrem Einbaum, rauchen und fangen so manchen Fisch. Eines Tages angeln sie eine Dose aus dem Wasser, in der sich drei Dollar empfinden - welch unerwarteter Reichtum! Aus dem dicken Katalog von Walker und Dawn, bestellen sie sich eine Pistole mit Munition. Als das Paket endlich ankommt, befindet sich darin aber nicht die bestellte Pistole, dafür taucht bald ein geheimnisvoller Mann mit unangenehmen Fragen auf.

    Das Buch ist eine richtig schöne Abenteuergeschichte voller Huckleberry Finn Romantik. Bei solch unwiderstehlichen Zutaten wie Treibsand, Alligatoren, Geheimnissen und Ausreißen von Zuhause, schlagen die Herzen von kleinen und großen Abenteurern höher. Also schnell unter die Bettdecke, Taschenlampe an und schon geht es an Bord des Mississippi-Schaufelraddampfers.
  9. Cover des Buches So wie Kupfer und Gold (ISBN: 9783570309803)
    Jane Nickerson

    So wie Kupfer und Gold

     (120)
    Aktuelle Rezension von: thiefladyXmysteriousKatha

    So wie Kupfer und Gold

    Dieses Buch habe ich mal irgendwann einfach bei medimops gekauft, da eine Bloggerin damals schrieb, dass es eine interessante Märchenadaption sei und ich damals solche gerne gelesen habe. Allerdings wusste ich bis vor kurzem nie, um welches Märchen es sich handelt. Nun fiel mir das Buch beim Regaldurchsuchen wieder in die Hände und ich habe recherchiert: In dem Buch geht es um das Blaubart-Märchen. Sofort war meine Neugierde geweckt und ich habe die Geschichte innerhalb weniger Tage verschlungen. Ma etwas ganz anderes, mit historischem Touch, leider aber auch kleinen Schwächen. Trotzdem einen genaueren Blick wert!

     

    Klappentext

    Üppige Gewänder, rothaarige Schönheiten und ein grausiges Geheimnis! Boston, 1855. Sophia ist 17, und ist nach dem Tod ihres Vaters Waise, als sie einen Brief von ihrem Paten erhält, der sie auf seine Plantage in Mississippi einlädt. In Wyndriven Abbey zieht der attraktive Bernard sie in seinen Bann. Doch je näher sie sich kommen, desto mehr spürt Sophia seine dunkle Seite. Als ihr junge, schöne Frauen mit rotem Haar erscheinen die ihr selbst sehr ähnlich sehen wird Sophia misstrauisch. Cressac war bereits mehrfach verheiratet, und alle Ehefrauen verschwanden unter mysteriösen Umständen.

     

    Meine Meinung

    In dem Buch geht es um ein wunderschönes junges Mädchen namens Sophia, die nun leider eine Waise ist und zu ihrem Vormund, einem reichen Onkel, in die Südstaaten Amerikas ziehen soll. Das bedeutet für sie sich von ihren Geschwistern zu verabschieden, doch da sie immer nur Gutes von ihrem Onkel gehört hat und sie auch etwas sein Reichtum lockt, freut sie sich über den Umzug.

    In Mississippi angekommen bemerkt sie schnell, dass ihr Onkel Bernard ein attraktiver Charmeur ist, der auf Frauen mit langen roten Haaren zu stehen scheint. Doch er verhält sich ihr gegenüber stehts gut und schenkt ihr die größten Reichtümer. Schnell merkt Sophia aber, dass ihr Onkel auch eine dunkle Seite hat und viele seiner Frauen auf mysteriöse Weise verschwanden oder umkamen.

    Diese inhaltlichen Parallelen zum Blaubart-Märchen haben mir sehr gut gefallen. Besonders gut finde ich, dass die Südstaaten als Schauplatz gewählt wurden. Nicht nur, weil Wyndriven Abbey ein tolles Anwesen ist und man gerne über das alte prunkvolle Haus liest, sondern weil Sophia die Sklavenhaltung aufstößt und sie sich gerne mit den schwarzen Bediensteten anfreunden würde. Somit wird in diesem Jugendbuch eine wichtige Zeit der amerikanischen Geschichte und eine gute moralische Botschaft vermittelt. Denn Sophia kann einfach nicht verstehen, was an den Sklaven anders sein soll, als an ihr selbst.

    Leider hat Sophia nicht immer einen solch positiven Weltblick. Sie ist sehr naiv, hat wenig Durchsetzungskraft und wirkt oft wie ein verwöhntes Püppchen, dass lieber nach Reichtum als nach anderem strebt. Aber auf den Kopf gefallen ist sie nicht und kommt schnell hinter das Geheimnis ihres Onkels. Und verlieben tut sie sich auch noch…

    Es passiert also einiges in diesem Buch, allerdings weiß man sehr schnell wo der Hase langläuft, wenn man das Blaubart-Märchen kennt. Ich hätte mir inhaltlich noch mehr Abwandlung gewünscht, damit das Ende bzw. die Auflösung überraschender ist.

    Trotzdem hat mir das Buch Spaß gemacht und ich würde gerne 3.5 Sterne vergeben.

  10. Cover des Buches Die Jury (ISBN: 9783453417908)
    John Grisham

    Die Jury

     (511)
    Aktuelle Rezension von: -nicole-
    Band 1 um Anwalt Jake Brigance

    Die 10-jährige Tonya Hailey ist gerade auf dem Heimweg, als sie von zwei Männern überfallen und brutal misshandelt wird. Das Mädchen ist schwer verletzt, die Täter bald darauf gefasst. Doch Carl Lee Hailey, der Vater von Tonya, ist eine Verurteilung nicht genug: Nach einer Anhörung vor Gericht erschießt er die beiden Täter noch im Gerichtsgebäude. War es Mord oder Hinrichtung? Rache oder Gerechtigkeit? Die Verteidigung von Carl Lee Hailey übernimmt der junge Anwalt Jake Brigance, der damals auch schon dessen Bruder in einer anderen Anklage erfolgreich verteidigt hat. Das Verfahren wird schließlich zum Sensationsprozess: Denn Richter und Staatsanwalt sind Weiße, Hailey ist ein Schwarzer. Alte Rassenkonflikte brechen auf, die Menge brodelt…Wie wird die Jury entscheiden?

    Kurz vor zwei Uhr am Montagnachmittag trat er durch die Verandatür und zündete sich eine Zigarette an. Eine seltsame Stille umhüllte das Zentrum von Clanton im Staat Mississippi.“ – Seite 91

    „Die Jury“ erschien erstmals im Jahr 1989 (die deutsche Ausgabe im Jahr 1992) und ist John Grishams erster Roman. Er gehört neben „Die Firma“ und „Der Regenmacher“ mit zu seinen besten Justiz-Thrillern. Die Geschichte spielt im fiktiven Ort Clanton in Mississippi und ist von Anfang an ergreifend und dramatisch: Nachdem zwei weiße Männer seine Tochter brutal vergewaltigt haben, erschießt der Vater Carl Lee Hailey die beiden Täter. Der Prozess gegen ihn schlägt große Wellen – Medien aus dem ganzen Land reisen an und es wird schnell klar, dass sich die Lage in dem kleinen Ort bald dramatisch zuspitzen wird. Das Buch ist von der ersten bis zur letzten Seite flüssig zu lesen –die Dialoge der sehr gut ausgearbeiteten Charaktere sind packend geschrieben, auch die Abschnitte der Gerichtsverhandlungen sind unheimlich interessant zu verfolgen. Es wird oft erschreckend, wenn man liest, was in machen Menschen vorgeht - gerade die ersten Seiten sind schockierend – doch es gibt auch immer wieder Hoffnung. Der Prozess gegen Carl Lee Hailey selbst ist packend, dramatisch und überraschend.

    „Die beiden Gruppen musterten sich gegenseitig und warteten darauf, dass irgend etwas geschah. Alle wollten vermeiden, was sich nun anbahnte. Die einzigen Geräusche waren das Schluchzen des Mädchens, der Mutter und des jüngsten Bruders.“ – Seite 94

    Mein Fazit: John Grishams Debüt ist nun schon über fünfundzwanzig Jahre alt und hat von seiner Intensität bis heute nichts verloren. „Die Jury“ ist detailreich ausgearbeitet, Dialoge und die Gerichtsverhandlungen sind packend zu verfolgen. Es wird zwar dramatisch, oft erschreckend und traurig, aber auch die Hoffnung kommt nicht zu kurz. Ein packender Justizthriller, der mit zu John Grishams besten Werken gehört – sehr lesenswert!
  11. Cover des Buches Natchez Burning (ISBN: 9783746632100)
    Greg Iles

    Natchez Burning

     (80)
    Aktuelle Rezension von: ulrikerabe

    Natchez, Mississippi, 1964. Ein junger schwarzer Mann hat ein Verhältnis mit einem weißen Mädchen. Leider ist die junge Frau die Tochter eines reichen und einflussreichen Unternehmers mit Kontakten zum Ku-Klux-Klan und der Mafia. Bevor dem Burschen kurzer Prozess gemacht werden kann, gelingt es ihm zu fliehen. Doch der schwarze Inhaber eines Ladens, der dem Paar immer wieder sein Geschäft für ein Stelldichein zu Verfügung gestellt hat, bezahlt auf grausamste Weise mit seinem Leben. Kurz danach verschwinden junge schwarze Bürgerrechtler. Am berüchtigten Knochenbaum wurden sie Opfer der Doppeladler.

    Natchez, 2005 Henry Page, angesehener und engagierter Arzt, wird des Mordes an seiner ehemaligen Sprechstundenhilfe Viola angeklagt. Die schwarze Frau hatte Natchez in den 1960ern den Rücken gekehrt und kam sterbenskrank zurück, um dort ihre letzten Tage zu verbringen. Henrys Sohn Penn ist amtierender Bürgermeister von Natchez und setzt alles daran, seinen Vater zu entlasten.

    Natchez Burning von Greg Iles ist eigentlich der vierte Teile einer Reihe um Penn Cage, Anwalt und Bürgermeister von Natchez. Es ist aber gleichzeitig auch der erste Teil der Natchez Trilogie, in deren Mittelpunkt die rassistischen Verbrechen der brutalen Splittergruppe des Klans, der Doppeladler, stehen.

    „Wir wollen also im Jahre 1964 anfangen, und zwar mit drei Morden. Mit drei Steinen, die in den Teich geworfen wurden, der seit der Belagerung von Vicksburg niemanden interessiert hatte…An einen Ort, von dem die meisten Leute in den Vereinigten Staaten gern glauben, dass er irgendwie anders war als der Rest des Landes, der aber tatsächlich ein präzises Abbild der gefolterten amerikanischen Seele war. Mississippi.“

    Nun, Vicksburg ist schon 1863 gewesen, und gefoltert wurde – weder vorher noch nachher - nicht die „amerikanische Seele“, sondern die schwarze Bevölkerung. Rassentrennung, Diskriminierung, Ungleichbehandlung, Entrechtung der Schwarzen ist bis heute nicht ausgerottet.

    Im fiktiven Thriller „Natchez Burning” ist der tolerante, integre, mutige Penn Cage schon länger Bürgermeister. Die Verbrechen weißer Rednecks an der schwarzen Bevölkerung beginnen ihn aber erst da brennend zu interessieren, als sein eigener Vater in größten Schwierigkeiten steckt.

    „Wenn ein Mann die Wahl hat zwischen der Wahrheit und seinem Vater, entscheidet sich nur der Narr für die Wahrheit“

    Greg Iles vergreift sich in seinem Thriller Natchez Burning am Rassismus, fällt aber vielfältig in tradierte Rollenbilder und Klischees. Der einzige schwarze Mann, der es heutzutage im County politisch zu etwas gebracht ist der korrupte Staatsanwalt, mit einigem Dreck am Stecken. Zwei weiße alte Männer erinnern sich wehmütig an ihre erotischen Erfahrungen mit schwarzen Frauen. Nur um zwei Beispiele zu nennen. Ob dem Autor der Kampf gegen Rassismus tatsächlich ein Anliegen ist, konnte ich nicht feststellen. Grausame Hassverbrechen weißer Männer an der schwarzen Bevölkerung aufzuzählen alleine reicht dazu nicht.

    Wenn man davon absieht und nur einen spannenden Thriller lesen will, findet man einen weitschweifigen, ausufernden Plot, bei dem Freunde von Verschwörungstheorien sicher ihre Freude hätten. Die Handlung ist auf knapp über 1000 Seiten aufgeblasen. Dramaturgisch wäre da viel zu straffen. Greg Iles setzt auf das Stilmittel der Wiederholung, lässt Ermittlungsergebnisse zwischen den Protagonisten die Runde machen, bis auch der letzte von ihnen weiß, was der Leser schon beim ersten Mal verstanden hat. Der einzige Vorteil einer derart redundanten Erzählweise ist, wenn man bei Seite siebenhundertdrölfzig geneigt ist, geistig abzudriften, bekommt man eine knackige Zusammenfassung der Ereignisse serviert.

    Erstaunlicherweise ist die Geschichte nach 1000 Seiten noch immer nicht zu Ende erzählt. Zwei weitere ebensolche Wälzer liegen zu den Verbrechen am Knochenbaum noch vor.

  12. Cover des Buches Der Schamane (ISBN: 9783442452569)
    Noah Gordon

    Der Schamane

     (558)
    Aktuelle Rezension von: Schatzfrau37
    Also diesen Roman habe ich vor einiger Zeit gelesen und er könnte mich so gar nicht begeistern und fesseln. Ich fand ihn sehr zäh und langatmig auch wenn er in der Mitte des Buches doch noch etwas spannend und interessant wurde. Mir persönlich hat dieser Roman nicht so wirklich begeistert und würde ihn auch nicht noch einmal lesen wollen.
  13. Cover des Buches Falsche Nummer, richtiger Mann (ISBN: 9782919805389)
    Elle Casey

    Falsche Nummer, richtiger Mann

     (62)
    Aktuelle Rezension von: Buecherbella

    Die Protagonistin May stolpert, auf Grund von einer Verkettung verschiedener Umstände, mitten in eine Bikerbar und gerät direkt in die Schusslinie eines Kriminellen. Ozzie, der zottelbärtige Muskelberg rettet sie und lässt dadurch seine Undercover-Rolle auffliegen.
    Und schon befindet sich May mitten in den Ermittlungen der privaten Sicherheitsfirma "Bourbon Street Boys" wieder.
    Der Schreibstil lässt sich sehr angenehm und flüssig lesen. Die Story sprüht nur so vor witzigen Momenten und Sprüchen der Charaktere, ohne dabei lächerlich oder albern zu werden. Ebenso bekommt man als Leser einen guten Einblick in die Arbeit und tägliche Routine einer Sicherheitsfirma. Ich habe mich für ein paar Stunden nett unterhalten gefühlt, allerdings hätte ich mir gewünscht, mehr von Ozzie als Charakter und Liebesgeschichte von ihm und May zu lesen. Das ging mir zwischen Schusswechsel und Trainingsprogramm zu flott. Plötzlich wird sich gegenseitig die große Liebe gestanden und dann ist das Buch zu Ende. Das ging mir einfach zu schnell.

  14. Cover des Buches Das Bekenntnis (ISBN: 9783453439986)
    John Grisham

    Das Bekenntnis

     (51)
    Aktuelle Rezension von: Textgemeinschaft

    Der Klappentext ließ mich seit langem mal wieder zu einem Grisham greifen. Ich hab ihn früher gern gelesen und kann mich dran erinnern, dass ich seine Bücher früher durchgesuchtet habe.

    Dies hier - langweilig! Im Grunde geht es gar nicht um den Mord am Pastor, es wird sehr ausschweifend beschrieben, wie Pete im Krieg leidet, wie seine Familie die Farm aufgebaut hat, wie seine Kinder und Schwester nach seiner Hinrichtung leben und am Ende wird von Petes Schwester der Vorhang gelichtet. 

    Mich hat das Buch gar nicht vom Hocker gerissen, zeitweilig hab ich sogar überlegt, es wegzulegen. Irgendwann hab ich mich dann doch weiter durchgekämpft, aber einige Passagen auch überblättert. 


  15. Cover des Buches Das Meer von Mississippi (ISBN: 9783453272859)
    Beth Ann Fennelly

    Das Meer von Mississippi

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Susanne_Taudte

    Seit geraumer Zeit regnet es im Süden der USA und die Dämme des Mississippi drohen zu brechen.


    Im Jahr 1927 bekommen die Prohibitionsagenten Ingersoll und Ham von Handelsminister Hoover den Auftrag in Hobnob, einem kleinen Ort nach zwei vermissten Kollegen zu suchen. Auf dem Weg dorthin finden sie bei einem Laden 3 Tote und ein schreiendes Baby. Sie wollen das Kind nicht zurücklassen und einer der beiden übergibt es dann einer jungen Frau namens Dixie Clay Holliver. Beide mögen sich sofort, ohne zu ahnen, welchem Beruf der jeweils andere nachgeht.  Dixie Clay ist die größte Schwarzbrennerin der Region. 


    In diesem wunderbar dichten Roman erzählen die Autoren Beth Ann Fennelly und Tom Franklin eine während der Großen Flut von 1927 angesiedelte Geschichte, die als die schlimmste Naturkatastrophe der Geschichte der USA angesehen wird.


    Sie erzählen so eindrucksvoll, dass man den peitschenden Regen regelrecht hört und sich durchnässt fühlt. Man hört das gewaltige Tosen des Flusses und spürt wie dramatisch die ganze Situation ist.  Denn auch wenn Hoover, der sich anschickt in den Wahlkampf um das Weiße Haus anzutreten, vollmundig behauptet, dass die Dämme halten werden, so kämpfen die Menschen vor Ort doch verzweifelt darum, dass genau das auch passiert. Leider steuert die Region unaufhaltsam auf eine Katastrophe unfassbaren Ausmaßes zu und durch die persönlichen Verwicklungen wird es nur um zu spannender!


    Der Roman ist unglaublich packend und wunderbar erzählt! Ich habe ihn sehr genossen.

  16. Cover des Buches Der kleine Freund (ISBN: 9783442487325)
    Donna Tartt

    Der kleine Freund

     (95)
    Aktuelle Rezension von: Beust

    Donna Tartt hat ein großes Talent, Figuren zu zeichnen und ihre Wesen, Charakter, Motivationen und Hintergründe lebendig werden zu lassen. Wer ist nicht von der zwölfjährigen Harriet Cleve begeistert, die in diesem Sommer beschließt, den mysteriösen Mord an ihrem Bruder vor neun Jahren aufzuklären? Wer verliebt sich nicht heimlich in Großmutter Eddies schroffe Herzlichkeit? Schreckt nicht vor der tumben Grobheit der Redneck-Familie Racliff zurück? Mich hat auch beeindruckt, wie es der Autorin gelingt, den us-amerikanischen Süden mit seinem offenen und verdeckten Rassismus auferstehen zu lassen und den Leser gleichzeitig in diese heiße Sommerlandschaft zu versetzen. Hinzu kommt der spannende Hintergrund von Robins Tod vor neun Jahren - erhängt im eigenen Garten, als alle Cleves anwesend waren, aber doch keiner etwas gemerkt hatte. Dieses Mysterium zu enträtseln ist meine Motivation gewesen, diesen Roman weiterzulesen, obwohl ich schon auf Seite 200 absolut keine Lust mehr dazu hatte.

    Die Erzählung gibt der Nebensache zu viel Raum. Anfänglich werden so die Figuren aufgeschlossen, handelnd vorgeführt und lebendig. Doch irgendwann verkommt das dahinplätschernde Ding namens Handlung zur Masche, zum Rauschen. Ich kam mir mitunter vor wie bei einer Natur-Doku, bei der ich zwar einerseits dem glitzernden Bach beim Plätschern bestaunen durfte, andererseits dasselbe auch Stunden später immer noch tun musste; oder bei einer Reality-Doku, in der ich irgendeinem Menschenschlag durch sein fremdes Leben folge, aber leider auch die Bettzeiten in Echtzeit verfolgen sollte. Aus gähnender Langeweile wurde bei mir fast schon aggressive Ablehnung.

    Erst recht bei der Auflösung des ganzen - die ich hier nicht einmal andeuten möchte. Aber wer den Roman bis zu seinem äachzenden Ende durchgehalten hat, wird meine bodenlose Enttäuschung nachvollziehen können.

    Das kann Donna Tartt besser, wie sie im „Distelfinken“ gezeigt hat.

  17. Cover des Buches Komm schon! (ISBN: 9783453580305)
    Carly Phillips

    Komm schon!

     (79)
    Aktuelle Rezension von: Lesebesessen

    Sophie ist Waise und wurde von ihren Onkel und Ziehvater großgezogen. Heute ist sie erfolgreiche PR-Managerin im Familienbetrieb. Sie will alles geordnet haben und unter Kontrolle wissen und begegnet neuem misstrauisch bis ablehnend. Damit scheiden auch regelbrechende Spitzensportler aus, obwohl diese zu ihrer Kundenklientel gehören.

    Damit fällt auch Riley durchs Netz, denn er ist Football-Star und tatsächlich, abseits vom Spielfeld werden gerne Regeln gebeugt oder gebrochen oder mit charmantem Lächeln ignoriert.

    Beide suchen Spencer aus unterschiedlichen Gründen. Sophie, weil dieser nach der Offenbarung, dass er homosexuell ist, abgetaucht ist. Riley, weil es sein leiblicher Vater ist und unbedingt verhindern will, dass bekannt wird, dass er sein Sohn ist, um seinen Adoptivvater zu schützen. Damit kann Riley Sophie nicht mehr alleine nach Spencer suchen lassen und hängt sich an Sophie förmlich dran. Auf der Reise knistert es dann kräftig.

    Damit fangen die Konstruktionen in dieser Geschichte an. Das Spencer untertaucht obwohl die Firma droht zu scheitern, um den Reportern zu entgehen, um später ohne größere (beschriebene) Probleme wieder auftaucht und alles beim Besten ist. Das der Adoptivvater von Riley, ein Senator mit Ambitionen zu höheren Ämtern, Einbrüche in den Betrieb von Spencer und speziell ins Zimmer von Sophie ausführen lässt, um Spencer „beschäftigt“ zu halten. Das Riley sehr schnell merkt, dass er in Sophie verliebt ist – aber irgendwie „vergisst“ es ihr zu sagen. Das er sich dann Wochen später ihr im Streitgespräch(!) offenbart, und sie quasi wortlos flieht und sich ihren Gefühlen nicht stellen will bzw. kann. Das alle merken, dass sie ein Liebespaar sind und zueinander passen, aber Sophie absolut nichts merkt. Diese Ironie: im Gegensatz zu allen anderen Büchern von Carly Phillips hat diesmal der Mann die kurze Leitung ist aber sprachlos, während die Frau den Knoten in der Leitung auf der sie steht noch mit beiden Füssen zuhält. Ich weiß nicht, ob es an dem Umfeld „Sportgeschichten“ liegt, aber in dieser Serie steckt bisher für mich der Wurm drin.

  18. Cover des Buches Unter Verschluss (ISBN: 9783404145508)
    Greg Iles

    Unter Verschluss

     (78)
    Aktuelle Rezension von: Yolande

    Greg Iles wurde 1960 in Stuttgart geboren, wo sein Vater die Klinik der amerikanischen Botschaft leitete. Im Alter von 4 Jahren zog er mit seiner Familie nach Natchez/Mississippi, wo er auch heute noch lebt.  Nach seinem Studium war er zunächst Gitarrist und Sänger in einer Band. Seit 1989 ist er schriftstellerisch tätig. (Quelle: Wikipedia) 

    Inhalt (lovelybooks):

    Penn Cage kennt den Tod wie seine Westentasche: Als Staatsanwalt in Houston hat er sechzehn Menschen in die Todeszelle gebracht. Doch nach dem plötzlichen Tod seiner Frau sehnt er sich nach Ruhe und Frieden. Mit seiner kleinen Tochter begibt er sich in die Stadt seiner Kindheit, um den Schatten der Vergangenheit zu entfliehen. Doch Natchez, Mississippi, ist nicht der Ort, um seine Trauer zu begraben. Ein dunkles Geheimnis umgibt diese Stadt im Süden der USA, ein Geheimnis, das mit den Rassenunruhen der 60er Jahre verknüpft ist, und an dessen Aufdeckung niemand Interesse bekundet. Doch Penn Cage ist ein zu integrer Staatsanwalt, um ungesühnte Verbrechen, zumal solche, die bis in die höchsten Kreise des amerikanischen Establishements reichen, dem Vergessen anheimzustellen. Eine junge und attraktive Journalistin unterstützt ihn bei den Recherchen, die beide in große Gefahr bringen. 

    Es handelt sich hier um einen rasanten Thriller, der sich nicht mit langem Vorgeplänkel aufhält, sondern schon nach wenigen Seiten Spannung bietet. Penn Cage ist ein sympathischer Protagonist, der als Ich-Erzähler auftritt und sich durch seine gradlinige und integre Art gerne Ärger einhandelt. Der Plot ist ziemlich komplex und gerade zu Beginn sind die Zusammenhänge völlig unklar, aber die Auflösung ist stimmig und auch einigermaßen überzeugend. Gut, manches wirkt übertrieben und dass die Reichen und Mächtigen immer üble Leichen im Keller haben, hat schon etwas von Verschwörungstheorie. In dieser Hinsicht ist das Buch schon sehr "amerikanisch", aber es war spannend und ich habe mich sehr gut unterhalten. Besonders die packende Gerichtsverhandlung hat mich an die frühen John Grisham-Romane erinnert, die ich damals verschlungen habe. 

    Fazit: Ein gelungener und vielversprechender Reihenauftakt, der Lust auf mehr macht.


  19. Cover des Buches Der Partner (ISBN: 9783453151659)
    John Grisham

    Der Partner

     (210)
    Aktuelle Rezension von: skyprincess

    Ein grandioser und spannender Thriller aus der Feder von John Grisham.

    Danilo Silver, ein unscheinbarer Mann. Tagsüber schlendert er über den Markt und redet mit den alten Männern, nachmittags joggt er seine alltägliche Runde. Keiner ahnt wer diese Person wirklich ist und welch dunkle Geheimnisse seine Vergangenheit birgt. Doch als diese ihn einholt, muss er sich einem juristischen Spiel stellen. Wird er es schaffen daraus zu entkommen?

     Der Roman beginnt unglaublich spannend. Rasend schnell fliegen die ersten Seiten nur so dahin und man kann das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Erst gegen Ende drosselt der Autor das rasante Tempo, was der Story an sich jedoch keinen Schaden zufügt.

     Nach und nach kommen neue Details ans Licht und geben der Geschichte eine unerwartete Wendung. Der Leser wird über die entscheidenden Details bis zum Ende im Unklaren gelassen, was zudem die Neugier des Lesers anregt und damit auch zum Weiterlesen.

    Der Schreibstil ist klar und strukturiert. Es wird keine emotionale Bindung zu einem der Hauptcharaktere aufgebaut, wobei man dennoch Mitgefühl für den Angeklagten empfindet, was mich an einigen Stellen sehr überrascht hat, dass es sich um schwerwiegende Anschuldigungen handelt. Daher war ich sehr beeindruckt, dass es Grisham durch seinen Schreibstil gelungen ist, dem Leser ein solches Gefühl zu vermitteln.

    Durch das Aufsparen der wichtigen Details bis zum Ende und immer wieder unerwarteten Wendungen innerhalb der Handlung, konnte man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, da man immer wissen wollte wie es weiter ging.

    Zudem hat mir auch der Wechsel der Perspektiven gefallen, da man dadurch nicht nur auf die Story und die Geschehnisse rund um die Hauptfigur fixiert war, sondern auch Einblicke in das Leben und die Handlungen der Nebenfiguren miteinbezogen wurde. Mit diesen Informationen konnte man dann auch Stück für Stück die gesamte Handlung bis zum Finale zusammensetzen.

    Zusammengefasst ein wirklich guter Thriller, der uns in die Abgründe der Justiz entführt und den man einfach nur noch am Stück verschlingen will. Es wird sicherlich nicht das letzte Buch sein, dass ich von John Grisham gelesen habe! Absolute Leseempfehlung!

     

  20. Cover des Buches Blackmail (ISBN: 9783404270439)
    Greg Iles

    Blackmail

     (82)
    Aktuelle Rezension von: SomeBody
     „Blackmail“ ist ein Buch über Drogen, Sex, Politik, Rassenkonflikte,… - alles lässt sich gut und flüssig lesen - aber irgendwie ist’s kein richtig spannender Thriller. Wenn ich zu Greg Iles greife, erwarte ich eine dichte Handlung, ein paar intelligente Wendungen und einen »guten« Showdown. Hier war ich nun vom Grundkonstrukt zwar durchaus angetan, doch wurde im Verlauf des Buches alles so sehr überzeichnet, dass es mich irgendwann nervte, von machthungrigen Politikern, geilen Drogenbossen, zügellosen Jugendlichen und sich aufopfernden Helden zu lesen. Schade, das Potenzial ist da, wurde meiner Meinung nach aber nicht optimal umgesetzt.
  21. Cover des Buches Der Räuberbräutigam (ISBN: 9783608960280)
    Eudora Welty

    Der Räuberbräutigam

     (16)
    Aktuelle Rezension von: ChristineChristl

    Kurzbeschreibung
    Drei Reisende steigen in einem Gasthaus am Mississippi ab und teilen sich ein Bett. Am nächsten Morgen hält einer von ihnen seine Schlafgenossen für Geister und springt mit einem großen Satz aus dem Fenster. 'Den sehen wir nie wieder', sagt der blonde Jamie Lockhart und überlegt, wie man die Goldstücke des verschwundenen Bettgenossen teilen könnte. Der Tabakpflanzer Clement lädt Jamie daraufhin für den nächsten Sonntagabend in sein Haus ein. Just an diesem Tag wird Clements Tochter, die schöne Rosamond, von einem Räuber mit rußgeschwärztem Gesicht verführt. Ihr Vater beauftragt seinen neuen Freund Jamie damit, die Untat zu rächen …



    Titel‣ Der Räuberbräutigam
    Autor‣ Eudora Welty
    Verlag‣ Klett-Cotta
    Sprache‣ Deutsch
    Erscheinungsdatum‣ 11. September . 2015
    Seiten‣ 155 Seiten / Gebundene Ausgabe 
    Preis‣ D- 14,95 €
    ISBN‣ 978-3608960280
    Genre‣ Fantasy


    Etwas seltsam begann dieses Buch, und endete auch so für mich. Es ist eine ganz eigene art der Erzählung und der Schreibstil bzw. die Wort / Ausdrucks - Wahl ist besonders. Ich hab doch etwas länger gebraucht um in dieses Buch zu kommen. Wenn man sich aber mal daran gewöhnt hat ist es wirklich sehr witzig und amüsant. Jedoch, so richtig meinen Lesefluss habe ich leider nicht gefunden. Es ist sicherlich etwas neues, etwas tolles das man auf jeden fall gelesen haben muss, jedoch kein Buch für zwischendurch oder das man zwischen Tür und Angel lesen könnte. Es braucht doch etwas Konzentration, die Kapitel sind relativ lang somit war es für mich auch kein Buch, obwohl es doch recht dünn ist, das ich für unterwegs mitgenommen hätte. 

    Wie schon gesagt der Erzählstil ist wirklich einmalig und hat mir wirklich lustige stunden beschert. Was das Buch dir definitiv garantiert ist eine Verwirrung bis zum ende hin :) Was durchaus Positiv zu werten ist. Es kommen auch einige "Märchen" drinnen vor, so finde ich, Sprechende dinge, eine böse Stiefmutter, ein Schneewittchen bzw. Aschenputtel verschnitt. Alles in allem also eine recht spannende und interessante Mischung :) 

    Ich fand es Zeitweise aber leider dann doch etwas zu anstrengend und sehr sehr vieles blieb unerklärt, obwohl bei einigen dingen eine doch kurze Erklärung genügt hätte, und dadurch dann der Lesespaß doch noch, zumindest für mich, erhöht hätte werden können. 


    Das Cover finde ich wirklich schön und es macht sich toll in meinem Bücherregal. Die innen Gestaltung des Buches, finde ich, hätte man doch noch etwas schöner und liebevoller machen können. (Mit ein paar Bildern, Landkarten, was auch immer :D )
     

    Ein Buch was man Lieben und verstehen wird. Oder eben einfach nur Wirr stellenweise lustig findet wird. Sicherlich wird es einige geben die es gar nicht wollen. Doch ich finde es ist definitiv einen Blick hinein wert. Ich hatte doch recht viel Spaß dabei, auch wenn es ziemlich wirr war, aber ich hab dann einfach mal meinen Sturen kopf abgeschaltet und habe einfach gelesen :) 

    Da ich es aber doch nicht so ganz verstanden habe und einfach mein Lesefluss nicht aufkommen wollte gebe ich dem Buch 

    3 von 5 Masken. 
  22. Cover des Buches Die Liste (ISBN: 9783828977990)
    John Grisham

    Die Liste

     (207)
    Aktuelle Rezension von: supersusi

    Mal ein etwas anderer Grisham. Auch hier gibt es eine spannende Gerichtsverhandlung und ein überraschendes Ende, aber der ganze zweite Teil und viel vom dritten Teil schildern das Leben einer ländlichen Kleinstadt im Süden der USA zu Beginn der 70ger Jahre. Es ist mit viel Humor geschrieben und hat mir sehr gefallen. Die Geschichte plätschert teilweise seicht dahin, aber langweilig oder zäh wird sie nie. Und am Schluß wird es nochmals richtig spannend.

    Eine junge Mutter wird vor den Augen ihrer kleinen Kinder vergewaltigt und umgebracht. Der Mörder gehört zum Padgitt-Clan, die seit Generationen eine ganze Halbinsel bevölkern und dort ihren kriminellen Tätigkeiten nachgehen. Sie sind bekannt dafür, jeden am Betreten der Halbinsel zu hindern, auch die Polizei. Nachweisen konnte man ihnen nie etwas. Wird Danny Padgitt nun verurteilt oder lässt sich die Jury einschüchtern oder bestechen ?

    Es hat mir viel Spaß gemacht, das Buch zu lesen.

  23. Cover des Buches Adrenalin (ISBN: 9783404165421)
    Greg Iles

    Adrenalin

     (56)
    Aktuelle Rezension von: Soeren

    Zwei Jahre nach den Ereignissen vom zweiten Band "Blackmail" hat es der ehemalige Staatsanwalt Penn Cage zum Bürgermeister von Natchez geschafft. Eine seiner Entscheidungen war es, auf dem Mississippi Dampfschiffkasinos zuzulassen. Als ihm sein ehemaliger Schulfreund Tim von illegalen Machenschafften auf den Schiffen erzählt, wird Penn hellhörig. Doch bevor Tim ihm die versprochenen Beweise liefern kann, wird er ermordet und Penn in einen bizarren Strudel aus Gewalt, Erpressung, Hundekämpfen und Drogen gezogen, der auch seine Familie in große Gefahr bringt.
    Sowohl Penns Eltern, die Journalistin Caitlin Masters als auch etliche andere Figuren aus den Vorgängerbänden sind in „Adrenalin“ mit dabei oder werden mindestens erwähnt. Genau wie die Bücher gibt es ebenfalls wieder eine angenehm komplexe und tiefergehende Geschichte, die weit mehr als ein Krimi ist. Stellenweise hatte ich das Gefühl, es mit einem Gesellschaftsdrama zu tun zu haben. Und das soll keinesfalls negativ klingen. Im Gegenteil: der Roman ist von vorne bis hinten toll. Bloß der Cliffhanger am Ende ist richtig fies.
    Die mit 21h40min ungekürzte Hörbuchfassung wird – genau wie Band 1 – von Uve Teschner gelesen, der gewohnt grandiose Arbeit leistet. Jede Figur hat ihre eigene Stimmung, die bedrohliche Stimmung wird meisterhaft eingefangen und wiedergegeben.

  24. Cover des Buches Fay (ISBN: 9783453677258)
    Larry Brown

    Fay

     (68)
    Aktuelle Rezension von: 3lesendemaedels

    Die 17-jährige lebensfremde Fay läuft vor ihrem gewalttätigen Vater und ihrem armseligen Zuhause im Hinterland von Mississippi davon. Sie wird von ein paar Jungs aufgelesen und geht mit zu ihrer Hütte. Dort kreist der Alkohol und auch eine Haschpfeife macht die Runde. Als einer der Männer versucht, sie zu missbrauchen, kotzt Fay das ganze Zimmer voll. Als sie wieder zu sich kommt kapiert sie, dass es höchste Zeit ist, weiter zu ziehen. Am Highway wird sie vom Polizisten Sam aufgelesen. Dieser nimmt sie aus Mitleid mit zu sich nach Hause. Er und seine Frau Amy haben vor vier Jahren ihre Tochter bei einem Autounfall verloren. Fay bringt frischen Wind ins Haus und wird von beiden wie eine neu gewonnene Tochter umsorgt. Allerdings ist die Beziehung des Paares nur Fassade: Amy ertränkt ihren Kummer in Alkohol und Sam hat eine Affäre mit der heißblütigen Alesandra. Als Amy eines Tages bei einer Spritztour immer wieder nebenbei zur Flasche greift, gerät sie aus der Kurve, unter einen Laster und ist sofort tot. Sam wird vom Dienst freigestellt. Mit der fordernden Alesandra hat er Schluss gemacht. Der wirkliche Grund ist aber nicht der Tod seiner Frau, sondern dass er Fay immer anziehender findet. Auch Fay sieht in ihm mehr als einen Vater-Ersatz und sie verlieben sich ineinander. Nach einem Monat bemerken sie, dass die junge Frau schwanger ist. Doch just an diesem Tag muss der Polizist wieder zum Dienst. Während Fay in der Dunkelheit auf ihn wartet, sieht sie sich plötzlich der wütenden Alesandra mit erhobener Pistole gegenüber. Bei dem anschließenden Gerangel löst sich ein Schuss, der die ehemalige Geliebte tötet. Fay flieht, wird wieder aufgelesen und auch diesmal bringt sie den Menschen kein Glück, sondern reißt sie in den Abgrund. 

    "Das Zeug ist goldenes Feuer" (ein Zitat aus dem Buch), Verderben und Faszination zugleich! Man beobachtet die Protagonisten bei ihren intimsten Instinkten. Schonungslos und mit klarer, schnörkelloser Sprache hat der leider schon verstorbene Schriftsteller, diese fatale Geschichte geschrieben. Eine absolute Leseempfehlung, aber nichts für Romantiker.

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