Bücher mit dem Tag "missverständnisse"
135 Bücher
- Jane Austen
Stolz und Vorurteil
(4.071)Aktuelle Rezension von: AnirahJane Austens Stolz und Vorurteil ist weit mehr als nur ein klassischer Liebesroman; es ist eine brillante Gesellschaftssatire, die mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert hat.
Was mir besonders gefallen hat:
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Humor und Ironie: Austens Schreibstil ist ein Genuss. Ihr trockener Humor und die feine Ironie, mit der sie die steifen Konventionen ihrer Zeit aufs Korn nimmt, haben mich oft zum Schmunzeln gebracht. Besonders die Dialoge sind messerscharf und intelligent konstruiert.
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Farbenfrohe Charaktere: Die Figuren sind das Herzstück des Buches. Sie fühlen sich trotz des historischen Settings erstaunlich realitätsnah an. Von der schlagfertigen Elizabeth Bennet über den (zunächst) unterkühlten Mr. Darcy bis hin zur herrlich anstrengenden Mrs. Bennet – Austen zeichnet ihre Charaktere mit so viel Tiefe und Menschlichkeit, dass man das Gefühl hat, sie persönlich zu kennen.
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Hilfreicher Kontext: Ein großes Lob verdient auch die Aufbereitung dieser Ausgabe. Den Anhang und die Schlussbemerkungen fand ich extrem hilfreich. Sie werfen ein Licht auf die historischen Hintergründe und gesellschaftlichen Feinheiten, die einem modernen Leser sonst vielleicht entgehen würden, und runden das Leseerlebnis perfekt ab.
Fazit: Ein absolutes Muss für jeden, der kluge Unterhaltung, starke Frauenfiguren und eine ordentliche Portion Wortwitz liebt. Dieses Buch beweist, dass Klassiker alles andere als staubig sein müssen!
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- Carina Bartsch
Kirschroter Sommer
(2.795)Aktuelle Rezension von: Anne_G_Ich liebe die Art und Weise mit der Carina Bartsch einen in ihre Geschichten einsaugt und die Gefühle wirklich spürbar macht. Ich habe das Buch schon viele viele Jahre, schon öfter gelesen und werde es auch wieder lesen. Die Stroy bringt mich zum Nachdenken, zum weinen und zum lachen. Ja, Emely kann manchmal anstrengend sein und man denkt sich nur, jetzt stell dich nicht so an, aber wenn man die eigenen Unsicherheiten in manch eigenen Situationen im Leben versetzt, kann man sie viel besser verstehen. Ich liebe die Geschichte um Emely und Elias und werde sie immer in meinem Herzen tragen!
- Kyra Groh
The Pumpkin Spice Latte Disaster
(509)Aktuelle Rezension von: seelenseiten„The Pumpkin Spice Latte Disaster“ bzw. Kyra Groh konnte mich mit dieser RomCom aus einer viel zu lang anhaltenden Leseflaute befreien.
Es hat mir unglaublich viel Spaß gemacht, in diesen Roman einzutauchen und die Liebesgeschichte der Protagonisten mitzuerleben.
Jude und James könnten fast nicht unterschiedlicher sein, haben dabei aber eine entscheidende Sache gemeinsam: Alleine kommen sie gut klar, aber gemeinsam ist es schöner.
Bereits bei ihrem ersten Aufeinandertreffen konnte man als Leser das Knistern zwischen ihnen spüren.
Dieses äußert sich auf den folgenden Seiten in Form von gegenseitigen Neckereien, Schlagabtauschen und Sticheleien.
Natürlich möchten sich die beiden ihre Gefühle nicht eingestehen, und man gerät als Leser an den Punkt, an dem man innerlich anfängt, die Protagonisten anzumotzen, endlich den ersten Schritt zu machen.
Ähnlich wie seine vehemente Weigerung Pumpkin Spice Latte anzubieten, gibt auch James irgendwann seinen Gefühlen nach.
Dabei wird ihr Kennenlernen durch tolle Nebencharaktere, tiefgründige Background-Storys und eine ordentliche Portion Humor ergänzt.
Der Handlungsverlauf ist zwar ziemlich vorhersehbar, aber das tut dem Ganzen keinen Abbruch – ganz im Gegenteil.
Trotz der herbstlichen Aufmachung und Vermarktung ist dieses Buch zu jeder Jahreszeit gut lesbar.
Kyra Groh hat nämlich das Talent, ihre Romane so zu schreiben, dass man sich als Leser direkt darin verliert.
Ich könnte in der prallen Mittagssonne Griechenlands liegen und hätte dennoch den Eindruck, im herbstlichen Lower Whilby bei James im Café zu sitzen und eine seiner Kaffeekreationen zu trinken.
Dabei würde ich einem seiner Schlagabtausche mit Jude lauschen und den Inhalt ganz in Lower-Whilby-Manier im Dorf verbreiten.
In Lower Whilby kann sich nämlich niemand verlieben, ohne dass das gesamte Örtchen vor dir Bescheid weiß. - Ali Hazelwood
The Love Hypothesis – Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe
(878)Aktuelle Rezension von: Silvarony2026Okay, ich greife hier den viralen Trend mal auf und sage, this is a book that exceeded my expectations.
Natürlich hatte ich bereits von dem viralen Booktok-Phänomen Ali Hazelwood und ihrem Mega-Bestseller "The Love Hypothesis" gehört.
Auch die News zur anstehenden Verfilmung, mit Lili Reinhart in der Hauptrolle, sind nicht an mir vorüber gegangen.
Als ich das Buch schließlich in einer Bahnhofsbuchhandlung als Mängelexemplar für 4,99€ entdeckt habe, dachte ich mir, wieso nicht?!
Und man, bin ich froh über diese Entscheidung.
Der charmante, lockere und witzige Schreibstil von Ali Hazelwood hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Und selbstverständlich auch die liebenswerten und vielschichtigen Charaktere.
Adam, das grimmige Biologie-Superhirn, und Olive, die quirlige Promotions-Studentin, sind einfach die Defintion von "Grumpy/Sunshine". Ich hab die Beiden und ihre chaotischen und schlagfertigen Interaktionen von Anfang an ins Herz geschlossen.
Für mich ist "The Love Hypothesis" die perfekte RomCom in Buchform (Fake-Dating inklusive😉) und verdient jeden seiner 5 Sterne.
Ich empfehle dieses Buch jedem Romance-Liebhaber und allen, die es werden wollen. 🫶
- Carina Bartsch
Türkisgrüner Winter
(2.006)Aktuelle Rezension von: RainWovon das Buch handelt
Gut aussehend, charmant und mit einer Prise Arroganz raubt er Emely den letzten Nerv: Elyas, der Mann mit den türkisgrünen Augen. Besonders zu Halloween spukt er in ihrem Kopf herum. Doch was bezweckt er eigentlich mit seinen Avancen? Und wieso verhält er sich nach dem ersten langen Kuss mit einem Mal so abweisend? Nur gut, dass Emelys anonymer E-Mail-Freund Luca zu ihr hält. Das noch ausstehende Treffen mit Luca sorgt für ein mulmiges Gefühl. Dann verstummt auch er. Hat Emely alles falsch gemacht?
Meine MeinungDie beiden gehen in die nächste Runde. Nun mag man denken, wieso es so lange dauert, bis sie sich endlich ihr Verliebtsein so richtig eingestehen, aber durch die immer noch spannende und lustige Erzählweise lässt man sich erneut auf das Katz- und Mausspiel ein.
Emely hat nun einen E-Mail-Freund Luca, mit dem sie über alles Mögliche reden kann, doch wer ist er, und warum bricht er den Kontakt zu ihr plötzlich ab?
Zudem zeigt Elyas einmal mehr, dass er nicht der Bösewicht ist, für den sie ihn anfangs hielt. Die Autorin hat mit ihm einen wunderbaren männlichen Charakter geschaffen.
Mit der gewohnt lockeren Art führt Carina Bartsch durch die Irrungen und Wirrungen der Liebe, und versteht es auf geheimnisvolle Weise, den Lesenden mitfiebern zu lassen.
Dabei möchte man Emely ganz oft zuflüstern: Merkst du nicht, dass du ruhig mal chillen kannst? Aber ohne Hin und Her wäre es doch auch nur halb so schön.
Auch der zweite Teil ist mehr als lesenswert.
5 Sterne
- Ali Hazelwood
Love on the Brain – Das irrationale Vorkommnis der Liebe
(399)Aktuelle Rezension von: Agnes94Ich kenne die Probleme von Frauen in MINT Berufen und finde auch das sich da was ändern muss. Was ich allerdings nicht verstehe, wir Frauen wollen gleichberechtigt sein, mit Respekt behandelt und nicht wegen unseres Geschlechts diskriminiert zu werden. Warum denken manche Frauen dann es wäre ok Männer aufgrund ihres Alters, ihrer Hautfarbe ihres Geschlechts oder ihres Geschlechtsteils diskriminieren zu müssen? Sollte man nicht, das was man erwartet auch selbet leben?
Finde dieses Buch zu overhyped.
Neben den Punkten in der Kurzbewertung fand ich auch das Thema Analdrüsen ausquetschen von Schrödinger viel zu oft erwähnt...die ersten 1-2 x fand ich witzig, danach nur nervig
- Petra Hülsmann
Wenn Schmetterlinge Loopings fliegen
(490)Aktuelle Rezension von: VinnyDer Schreibstil war super, ich bin einfach durch die Seiten geflogen.
Mit Karo konnte ich mich gut identifizieren, aber zwischendurch hat mir ihr Verhalten nicht gefallen.
Die Liebesgeschichte von Saskia war etwas nervig.
Weidi war zunächst etwas unsympathisch, aber hat sich gebessert.
Eine Leseempfehlung für zwischendurch.
- Jane Austen
Kloster Northanger
(510)Aktuelle Rezension von: KarenAydinWorum geht es?
Catherine Morland ist eines von zehn Kindern eines Geistlichen. Sie ist weder arm noch reich, sie ist weder schön noch hässlich, weder klug noch ungebildet. Von einem so durchschnittlichen Mädchen aus einer durchschnittlichen Familie hätte wohl niemand erwartet, dass sie einmal zur Heldin eines Romans wird. Als die junge Liebhaberin von Gothic Novels (Schauerromanen) von den Tilneys auf den imposanten Familiensitz Northanger Abbey eingeladen wird, meint sie, einem düsteren Familiengeheimnis auf die Spur zu kommen.
Kritik
Catherine Morland ist ein junges, naives, aber absolut liebenswürdiges Mädchen, das mit jeder Menge Fantasie ausgestattet ist. Sie hat alle Romane gelesen, die zu dieser Zeit „in“ waren, vor allem die der Ann Radcliffe (zum Beispiel die „Mysteries of Udolpho“, 1794). Eingeladen nach Northanger Abbey, verteilt sie alle Rollen, die in einem solchen Roman anfallen. Sie ist die junge, strahlende Heldin, Henry Tilney ihr zukünftiger Ehemann, dessen Vater General Tilney der Schurke. Begeistert (ein wenig ängstlich, aber gerade genug, um richtig mutig zu sein) versucht sie, ein schreckliches Verbrechen aufzudecken. Doch dabei schlägt sie ziemlich über die Stränge. Ein Plädoyer für den Realismus, mit dem Jane Austen sich in ihren Romanen von anderen der Zeit absetzt? Vielleicht auch, aber nicht nur.
Mit ihrem feinsinnigen Humor, aber einem Augenzwinkern ohne jede Bitterkeit, spottet Jane Austen über die naive Begeisterung für Gothic Novels. Ihre Heldin Catherine muss erwachsen werden. Sie setzt dadurch, dass sie Fakt und Fiktion nicht sauber voneinander trennen kann, ihre ganze Zukunft aufs Spiel. So wird der Roman auch durchaus (wie eben die Gothic Novels auch) spannend. Natürlich gibt es auch einen Rivalen, und natürlich gibt es auch ein anderes junges Mädchen, von dem sie sich deutlich abgrenzt, und natürlich gibt es auch eine bezaubernde Liebesgeschichte.
Der Roman ist voller cleverer Dialoge und liebevoll und detailliert gezeichneter Charaktere. Auch wenn für mich immer „Persuasion“ von der Liebesgeschichte her unter den Jane Austen Romanen an erster Stelle stehen wird, Northanger Abbey folgt direkt danach, weil er einfach so witzig ist und weil ich mich auch ein bisschen mit Catherine identifizieren kann. Auch ich suche immer noch ein bisschen nach dem Aufregenden, Mysteriösen und Ungewöhnlichen in der Welt.
Gesamt
Für mich ist dieser Roman für Austen-Fans absolut ein Buch, das man gelesen haben sollte, weil es in Qualität bekannten Werken wie „Stolz und Vorurteil“ in Nichts nachsteht. Für alle Fans von Gothic Novels (und ich liebe den in diesem Roman erwähnten schockierenden „Monk“) natürlich auch, aber es ist auch insgesamt eine heitere und leicht zu lesende Lektüre für düstere Winterabende (an denen ja auch das eine oder andere passieren kann).
- Christina Lauren
The Unhoneymooners – Sie können sich nicht ausstehen und fliegen gemeinsam in die Flitterwochen
(347)Aktuelle Rezension von: SimoneGoDie vom Pech verfolgte Olive hat ausnahmsweise doch Glück, als sie auf der Hochzeit ihrer normalerweise vom Glück geküssten Zwillingsschwester aufgrund einer Allergie von einer Lebensmittelvergiftung verschont bleibt. Zusammen mit ihrem Schwager Ethan, den sie nicht ausstehen kann, darf sie daher die Hochzeitsreise nach Hawaii antreten. Dabei müssen sie allerdings das frisch vermählte Ehepaar mimen, was gar nicht so leicht ist, wenn man Bekannte trifft...
Der Schreibstil ist locker und angenehm zu lesen. Die Chemie zwischen Olive und Ethan wird schnell spürbar. Was mich etwas genervt hat, war wie sehr darauf rumgeritten wurde, wie viel Pech Olive doch andauernd hat im Gegensatz zu ihrer Schwester die einfach alles gewinnt. Das war mir zu viel des Guten.
The Unhoneymooners ist eine klassische RomCom, Natürlich weiß man, worauf es hinausläuft, wobei es doch einige überraschende Elemente gibt.
- Ellen Berg
Blonder wird's nicht
(119)Aktuelle Rezension von: Mo_Na2Im Mittelpunkt der Geschichte steht Maja, eine alleinerziehende Mutter, die ihren eigenen Friseursalon führt. Ihr Sohn Willi steckt in der typischen Teenager-Null-Bock-Phase, während ihr Partner Robin in den schwierigeren Momenten keine große Unterstützung bietet. Die einzige wirklich hilfreiche Figur ist ihre Tante Ruth, die normalerweise an der Amalfiküste lebt und plötzlich in Majas Leben auftaucht. Sie bringt die 17-jährige Olga mit, die Maja ausbilden soll – eine Entscheidung, die sich als problematisch herausstellt. Olga ist nicht nur übermäßig blondiert, sondern sorgt auch für Chaos, als sie in ihrem Friseursalon ein Missgeschick bei einem Kunden anrichtet, der daraufhin mit einer Klage droht.
Die Handlung wird zunehmend dramatischer, als Willi in echte Gefahr gerät. Maja kann sich glücklicherweise auf ihre treuen Kunden und den guten Freund Jeremy verlassen, die ihr zur Seite stehen. Insgesamt ist die Geschichte spannend und fesselnd erzählt – ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Doch auch wenn der Schreibstil typisch für Ellen Berg ist, fühlte sich die Handlung stellenweise zu überladen an.
Die verschiedenen Nebenstränge, wie etwa die Begegnung mit der Russenmafia oder die naive Clique, die sich mit Gangsterbossen anlegt, erscheinen in meinen Augen zu unrealistisch und übertrieben. Die Polizei, die in vielen Momenten völlig ahnungslos ist, trägt auch nicht wirklich zur Glaubwürdigkeit bei. Ich fand es schade, dass diese Elemente die eigentliche Geschichte eher verwässert haben.
Ein weiteres Minus war der Epilog, der nur vier Tage nach den Ereignissen des Buches spielt. Ein bisschen mehr Raum für einen Ausblick, wie es mit den Charakteren, vor allem mit Willi und Olga, weitergeht, hätte dem Ende gutgetan.
Fazit: Ein unterhaltsames Buch, das spannend erzählt wird, aber leider durch übertriebene Handlungsstränge und unrealistische Elemente die Glaubwürdigkeit verliert. Wer die typische Ellen-Berg-Stimmung mag, wird trotzdem seinen Spaß haben, aber ich persönlich war am Ende etwas enttäuscht. - Tanya Stewner
Alea Aquarius - Das Geheimnis der Ozeane
(180)Aktuelle Rezension von: CRRSamy10Alea Aquarius Bücher sind Supergut und sehr empfehlenswert für Jugendliche die gerne Magie haben. Auch die anderen Bücher dieser reihe sind mega spannend und empfehlenswert!! Woher hat Tanja Stwener nur diese Ideen? Die Charaktäre sind super erfunden und haben einen perfekten Charakter. Einfach toll!!!
- Ulf Kvensler
Der Ausflug - Nur einer kehrt zurück
(220)Aktuelle Rezension von: Nathaly_SchusterAuf die Story hatte ich richtig dolle Lust da ich auch selber gerne wandern gehe und das feeling und den Vibe davon einfach sehr liebe 🌲 Anna & Henrik waren sehr interessant, ich mochte vorallem ihre ehrlichen und offenen Kommunikationen sehr und war am Anfang ehrlich überrascht das die beiden sich dafür entschieden haben das Milena Jacob mitnehmen kann obwohl sie beide eigentlich von vornherein ein schlechtes Gefühl dabei hatten 🤨 das erste Kennenlernen mit Jacob war daher sehr weird und ab da fing es auch an alles komisch zu werden. Ich muss ehrlich sagen das ich, durch Anna ihre Reaktion auf Jacob, ihn zu keinem Zeitpunkt leiden konnte. Bis auf die Sache die er bei Anna am Anfang des wanderns gemacht hat und das er wirklich schnell Ausrastet bin ich mir absolut unsicher ob er nun böse war oder nicht 🤯 bei Milena war ich mir das ganze Buch über auch nicht sicher ob sie wirklich einfach total unter Druck von Jacob steht oder ob sie selbst irgendwas im Schilde führt. Auch das sie zu keinem Zeitpunkt böse oder sauer auf Jacob war, nicht mal dann als Henrik gestorben ist und Anna ihr gesagt hat das er sie angefasst hat und später auch umbringen wollte. Anna ist auch ein komplett offenes und zugleich geschlossenes Buch, sie hat eine schwierige Vergangenheit und gerade die sache mit ihrem Bruder ist heftig. Aber das es am ende dann so dargestellt wird das sie psychisch instabil ist glaube ich auf der einen Seite schon aber auf der anderen wiederum nicht. Sie hätte natürlich spätestens seit Henrik gestorben ist einen Grund gehabt Jacob zu töten aber irgendwie ist das alles so krass verwirrend und verdreht 🤯
Ich bin nach dem Ende ehrlich zu keinem finalen Abschluss gekommen, da ich wirklich keine ahnung habe was nun stimmt und ob Anna wirklich die schuldig ist, henrik sich selbst umbringen wollte und Jacob und Milena eigentlich lieb sind, obwohl, sie stand ja die ganze Zeit auf Henrik 🤷🏻♀️🤯😅🤨
Aber trotzdem eine wirklich krass gelungene und wirklich fesselnde Story 🤯😍
- Helen Hoang
Kissing Lessons
(392)Aktuelle Rezension von: Love_Books1Als Autistin tut Stella sich nicht nur schwer mit Körperkontakt, sondern lässt sich auch ungern überraschen oder weicht von ihren Routinen ab. Alles Dinge, die das Erleben körperlicher Liebe schwierig machen oder ihm sogar im Weg stehen. Aber Stella ist eine Macherin und getriggert durch den hartnäckig von ihrer Mutter geäußerten Wunsch nach Enkelkindern beschließt sie, das Sprichwort „Übung macht den Meister“ wörtlich zu nehmen. Sie engagiert den Escort Michael für Unterrichtsstunden, um all die Dinge zu erlernen, die einem zukünftigen Partner gefallen könnten. Dass die Körperlichkeit dabei auch bei ihr Gefallen auslösen sollte, kommt ihr gar nicht in den Sinn. Doch Michael nimmt ihren Auftrag zwar an, interpretiert seine Aufgabe aber anders, als sie sich das zunächst vorgestellt hatte… Ihr Arrangement bringt sie einander näher als gedacht und entwickelt sich nach und nach zu viel mehr als beide sich eingestehen wollen.
Von der ersten Seite an zog mich der einfühlsame Schreibstil der Autorin in die Geschichte hinein. Sie schafft es, die Figuren in der ganzen Vielfalt ihres jeweiligen Wesens greifbar zu machen und holte mich über 400 Seiten hinweg durchgehend emotional ab. Das Buch beginnt recht direkt, ohne viel Vorgeplänkel, und wird auch ziemlich schnell „spicy“ (soweit Stella das in den Anfangszügen ihres Unterrichts eben zulassen kann). Die Idee, sich einen Escort als Übungslehrer für’s Küssen, Sex und Co zu nehmen, erscheint einerseits lustig-skurril, andererseits werden Stella’s Gedankengänge dem Leser so zugänglich gemacht, dass die Sache einem gleichzeitig auch irgendwie vollkommen logisch vorkommt. Ich konnte mich bis zum Ende sehr gut in Stella und auch in Michael einfühlen und habe beide Charaktere sehr geliebt.
Besonders gut gefallen hat mir außerdem, wie die beiden miteinander umgehen: unheimlich respektvoll und wertschätzend, die Grenzen des jeweils anderen respektierend, aufmerksam für die Bedürfnisse des Gegenübers und letztlich einfach liebevoll. Und zwar nicht nur Michael, der aufgrund von Stella’s Autismus besondere Sorgfalt walten lässt, sondern beidseitig! Natürlich gibt es auch Missverständnisse, kleinere Streits, und Ähnliches. Aber niemand wird ausfallend, nichts geht unter die Gürtellinie, es gibt ein Macht-Missverhältnis und auch nichts Toxisches. Diese Tatsache hat die Geschichte für mich zu einem absoluten Wohlfühlbuch gemacht und ich finde, so und nicht anders sollte jedes Paar miteinander umgehen. Wünsche mir mehr Geschichten mit diesem Vibe!
Das Thema Autismus wird meiner Meinung nach (bin kein Experte!) wunderbar in die Geschichte eingeflochten und ist natürlich die Basis aller Handlung. Aber ich mochte, dass es nie als „Problem“ der Protagonistin in den Mittelpunkt gestellt wurde, sondern einfach den Rahmen des Ganzen festlegte. Positiv finde ich auch, dass Michael ebenfalls seinen ganz eigenen Background und seine Sorgen hat. Hierdurch entspinnt sich eine verwobene Beziehung, die beiderseits spannend zu verfolgen ist.
Zu guter Letzt: Aufhänger und Inhalt der Geschichte sind natürlich etwas ganz Besonderes! Etwas in diese Richtung habe ich noch nie gelesen und werde es vermutlich auch nicht mehr (außer Helen Hoang’s Folgebände… 😉) und das macht das Buch für mich originell und einzigartig. Es wird mir wohl noch lange im Gedächtnis bleiben und wenn das ein Buch schafft: Was will man mehr.
Insgesamt eine absolute Leseempfehlung für alle Green Flag-Liebhaber, die Lust auf einen mal ganz anderen Inhalt haben als man sonst so liest, aber weder auf viel Gefühl noch auf eine ordentliche Portion Spice verzichten wollen.
- Lilly Lucas
A Place to Love
(747)Aktuelle Rezension von: Selena_BooksIch mochte die sommerlichen Settings des Buches und die Story rund um die Cherry-Hill Farm. Mit Juniper wurde eine starke Protagonistin geschaffen, die ihr Leben aufopferungsvoll lebt.
Henry ist der perfekte Freund, der für die Liebe der beiden kämpft und alles zu tun vermag, damit es zwischen den beiden wieder funktioniert.
Ich mochte das Storytelling, obwohl ich mir nach den ersten 250 Seiten dachte, was kann denn jetzt noch großartig passieren. Die Geschichte wurde etwas in die Länge gezogen und Lilly Lucas hat es natürlich nochmal für uns LeserInnen spannend gemacht.
Die langen Kapitel haben meinen Lesefluss etwas gestoppt, wobei das natürlich eine subjektive Meinung ist und rein garnichts an der tollen Storyline verändern mag. Ich bin nur leider nicht so schnell durch die Seiten geflogen, wie ich es bisher bei der Green Valley Reihe tat.
Insgesamt bin ich jedoch gespannt, was die Reihe noch zu erzählen hat und finde es schön, dass ich mich auch hier wieder wohl zwischen den Seiten fühle.
- Nacho Figueras
Die Wellington-Saga - Versuchung
(317)Aktuelle Rezension von: Thalia00Eine entspannte Liebesgeschichte, bei der das Drama nicht zu kurz kommt.
Mir waren die Hauptcharaktere sehr ans Herz gewachsen. Bei den Nebencharakteren konnte ich manche Situationen nicht nachvollziehen.
Auch einige sehr unangenehme Charaktere waren dabei, aber das war wichtig für die Geschichte.
Ich finde zum Schluss ist alles sehr schnell gegangen und wurde etwas übereilt.
Aber alles in allem eine schöne Geschichte mit etwas 🔥🤭
- Samantha Young
India Place - Wilde Träume (Deutsche Ausgabe)
(425)Aktuelle Rezension von: ZahirahDas ist jetzt der 3. Teil der On-Dublin-Street-Reihe. Hier wird die doch sehr komplizierte Geschichte von Hannah und Marco in vielen Rückblenden erzählt. Nach einer gemeinsamen Nacht verschwand Marco urplötzlich und ohne Angaben von Gründen. Das brach Hannah förmlich das Herz. Jetzt fünf Jahre später ist Marco zurück und will um Hannah, seine Jugendliebe, kämpfen. Aber Hannah will ihm nicht verzeihen. Und Marco seinerseits begeht wieder die selben Fehler. Er handelt erst und denkt dann nach. Während des ständigen hin und her zwischen den beiden wird dann nach und nach so manches Geheimnis gelüftet. Und der Beweggrund, weshalb Marco damals fortging wird plausibel erklärt. Aber durch die vielen Irrungen und Wirrungen konnte mich diese Geschichte nicht sooo fesseln wie ihre Vorgänger, auch wenn die Autorin für dieses Gefühlschaos die richtigen Worte gefunden hat. Dass wieder alte Bekannte ihre Auftritte hatten war toll und ließ mein Serienfan-Herz dann doch wieder schneller schlagen. Von mir, wie ja zu erwarten war, eine Leseempfehlung.
- Kelly Moran
Kissing in the Rain
(255)Aktuelle Rezension von: FeatherstoneInhalt:
Cam braucht unbedingt jemanden, der sich als ihr fester Freund ausgibt und sie zur Hochzeit ihrer Schwester begleitet um sie vor den mitleidigen Blicken ihrer Verwandten zu bewahren. Cams Wahl fällt auf Troy, der schon seit ihrer Kindheit mit ihr befreundet ist. Was zunächst ganz nach Plan verläuft wird dann jedoch schon bald unerwartet kompliziert: Zwar ist die Beziehung von Cam und Troy nur vorgespielt aber die beiden müssen sich schon bald eingestehen, dass echte Gefühle im Spiel sind…
Meine Meinung:
Man kann sich sehr gut in Cams Gedanken- und Gefühlswert hineinversetzen. Sie ist eine liebe und sympathische Person, weshalb es umso trauriger ist wie andere über sie denken und wie sehr sie an sich zweifelt. Nach außen hin wirkt Cam eher verschlossen, abweisend, manchmal schon fast gefühlskalt und so als könnte ihr nichts etwas anhaben. Im ihrem Inneren sieht es aber anders aus. Sie hat eine Mauer um sich herum errichtet um sich zu schützen und um nicht verletzt zu werden. Troy ist in dieser Hinsicht das genaue Gegenteil von ihr. Er ist nach außen hin ein richtiger Sonnenschein, dessen charmante und freundliche Art darüber hinwegtäuscht, dass auch er persönliche Kämpfe auszufechten hat.
Die Dynamik zwischen Cam und Troy hat mir sehr gefallen. Man spürt wie sehr sich die beiden einander trotz ihrer Unterschiede verbunden fühlen. Es ist sehr schön wie sich Cam und Troy gegenseitig unterstützen, füreinander da sind und im jeweils anderen das Beste zum Vorschein bringen. Besonders zu Herzen geht es wie Troy mit seiner kreativen und gutgemeinten Liste versucht Cam aus der Reserve zu locken und sie zu ermutigen spontaner zu sein und Neues auszuprobieren. Auf diese Weise versucht Troy wieder mehr Freude in Cams Leben zu bringen und sie glücklicher zu machen. Absolut gelungen sind zudem auch einige sehr rührende Rückblicke in die Vergangenheit, die unterstreichen warum Cam für Troy immer eine wichtige Bezugsperson gewesen ist und ihn zu der Person hat werden lassen, die er heute ist.
Diese Geschichte hat ein sehr mitreißendes und stellenweise wirklich herzzerreißendes Drama zu bieten, das einem sehr mit den Protagonisten mitfiebern lässt. Es ist lange Zeit ziemlich kompliziert zwischen Cam und Troy und es fällt beiden nicht ganz leicht zu den eigenen Gefühlen zu stehen und darüber zu sprechen. Beide haben aus unterschiedlichen Gründen die Befürchtung für den jeweils anderen nicht gut genug zu sein. Während Cam Selbstzweifel plagen ist Troys Problem seine zerrüttete Kindheit, die ihm noch immer nachgeht. Wenn Cam und Troy es früher geschafft hätten über gewisse Dinge zu reden hätten sie sich natürlich einiges von dem späteren Gefühlschaos und Drama ersparen können. Für den Leser macht dieses Hin und Her aber die große Geste am Ende des Buches und das rundum gelungene Happy End nur umso schöner.
Kelly Moran ist gelungen mit kleinen Dingen unerwartet große Gefühle herüberzubringen. Ich hätte nicht gedacht, dass ein kleines und unscheinbares Spielzeugauto oder ein schlichter Notizzettel mit wenigen Worten darauf für derart emotionale und bewegende Momente sorgen kann. Auch wie Troy „Paris zu Cam bringt“ ist wirklich schön. Diese Szenen haben mein Herz gewonnen und bleiben in Erinnerung.
Eine große Stärke des Buches ist es wie feinfühlig und in welch berührender Weise mit den Themen Selbstzweifel und Selbstwertgefühl umgegangen wird. Es wird sehr eindringlich und nachvollziehbar beschrieben wie sehr Cam mit sich selbst hadert und wie sich das auf ihre Beziehungen mit anderen Menschen auswirkt. Sie misstraut Komplimenten und Zuneigungsbekundungen und kann diese schwer annehmen, weil sie glaubt, dass die Leute nur aus Mitleid nett zu ihr sind und es nicht ernst meinen können. Außerdem hemmen Cams Selbstzweifel sie daran sie selbst zu sein und für das einzutreten was ihr wichtig ist, denn sie hat schnell das Gefühl gewissen Dinge nicht verdient zu haben. Bei zwischenmenschlichen Konflikten sucht sie die Fehler vor allem bei sich selbst. Darüber hinaus wird gut deutlich gemacht wie das Problem eines geringen Selbstwertgefühls durch ungünstige äußere Umstände noch verstärkt werden kann: Cams Verwandt merken gar nicht was sie mit ihren unbedachten und ziemlich unsensiblen Kommentaren anrichten. Bissige Bemerkungen über Cams Figur oder das Anzweifeln, dass sie für jemanden wie Troy interessant ist sind sehr verletzend. Klar, die Verwandten meinen es nicht böse und lieben Cam, aber problematisch und verletzten ist es nichtsdestotrotz.
Das Verhalten von Cams Verwandten fand ich teilweise schwer zu ertragen, weil sie sich manchmal wirklich erschreckend unsensibel verhalten haben und Cam mit ihren unüberlegten Sprüchen schon sehr zugesetzt haben. Das konnte ich aber verzeihen, weil zumindest Troy Cam verteidigt und zu ihr gehalten hat. Außerdem gab es auf Seiten der „Übeltäter“ am Ende zumindest teilweise auch Einsicht, dass ihr Verhalten nicht in Ordnung war.
Erwähnenswert ist auch noch, dass es toll ist, dass am Anfang der Kapitel jeweils ein lustiger und thematisch passender Spruch steht. Diese Sprüche waren erheiternd und haben für Abwechslung gesorgt. Hier zwei Beispiele:
Lachen ist nur dann die beste Medizin, wenn man diejenige ist, die lacht. (S. 55)
Das Leben an sich ist einfach. Es sind die verdammten Menschen, die es kompliziert machen. (S. 131)
Das Buch hält für die liebgewonnenen Protagonisten ein wunderschönes Happy End bereit, das sie nach all dem Gefühlswirrwarr auch wirklich verdient haben.
Fazit:
Es handelt sich und eine wunderschöne, emotionale und bewegende Liebesgeschichte.
Anschließend habe ich von der Autorin noch „When you look at me“ gelesen, das mich leider nicht so überzeugen konnte wie „Kissing in the Rain“. Auch „Redwood Love – Bd. 3: Es beginnt mit einer Nacht“ (die übrigen Bände kenne ich nicht) kam für mich leider nicht an das vorliegende Buch heran.
Zum Schluss noch drei besonders rührende Zitate aus dem Buch:
Er hatte sich immer nur als wertvoll empfunden, wenn sie in der Nähe war. Den Großteil seines Lebens hatte er damit verbracht, diesem Gefühl nachzujagen, nur um jetzt zu verstehen, dass sie der Grund dafür war. (S. 303)
Sein Herz würde sie niemals gehen lassen. Nicht einmal, wenn sie ihn verließ.(S. 405)
Ich will den Rest meines Lebens verrückte Dinge mit dir tun, wie im Regen zu tanzen.(S. 462)
- Ildikó von Kürthy
Herzsprung
(709)Aktuelle Rezension von: FranziDieBuechertanteMein zweites Buch dieses Jahr war ein Reread. Es ist ca. 20 Jahre her, dass ich dieses Buch gelesen habe. Seitdem habe ich jeden Roman der Autorin gelesen und habe auch vor die meisten zu rereaden. (SPOILER).
Das fand ich gut:
Die Romane von Idliko von Kürthy zeichnen sich durch den besonderen Witz und Charme aus. Amelie ist recht chaotisch und impulsiv und erlebt dadurch viele lustige Dinge. Dadruch, dass sie im Geschehen viel abschweift und viel aus der Vergangenheit erzählt, bekommen wir sehr viel aus ihrem Leben mit. Die Momente von ihr und Phillip als Paar finde ich sehr süß und romantisch. Sehr lustig fand ich den Einstieg.
Das fand ich nicht so gut:
Amelie lebt viel in ihrem Kopf, reimt sich sehr viel zusammen und nimmt es dann als Realität. Ich hätte ihr gerne manchmal gesagt: Atme mal durch und schau doch erstmal, ob das stimmt, was du denkst. Auch, dass sie sich trennen will und abhauen will, dann gefühlt erst mal zwei Stunden ihren "Aufbruch" plant und macht, während Phillip im Bett schläft und ja jeder Zeit hätte wach werden können und sehen können, was sie tut.
Fazit:
In Erinnerung hatte ich die Autobahnausfahrt Herzsprung. Lustig ist, dass ich das als Ende im Kopf hatte. Sie kommt aber mittendrin vor, was zeigt, wie viel bei mir hängen geblieben ist. Der Anfang war mir auch noch etwas im Kopf. Ich glaube, wenn ich es jetzt das erste Mal gelesen hätte, hätte es mir wahrscheinlich nicht so gut gefallen. Amelie ist schon gewöhnungsbedürftig in ihrer Art, es gibt viele alte Rollenbilder. Ich mag den Schreibstil und wie auch Amelie am Ende etwas gelernt hat.
Bleiben oder Weg? Die Bücher von Ildiko von Kürthy sind fester Bestandteil meines Bücherregals :)
- Carina Bartsch
Sonnengelber Frühling
(176)Aktuelle Rezension von: library-kesMein Gefühl beim Lesen
Nach Kirschroter Sommer und Türkisgrüner Winter war ich ehrlich neugierig auf den Abschluss von Emelys und Elyas’ Geschichte. Endlich zusammen, endlich Klarheit. Beim Lesen hatte ich oft dieses Gefühl von „schön, vertraut, aber auch ein bisschen zu viel des Guten“. Es gibt viele schöne Momente, aber auch einige Stellen, die sich unnötig gezogen haben oder emotional nicht mehr ganz so stark gezündet haben wie in den Vorgängern.
Atmosphäre, vertraut, emotional, aber weniger intensiv
Die Stimmung bleibt typisch Carina Bartsch: gefühlvoll, humorvoll und sehr nah an den Figuren. Allerdings fehlte mir hier etwas die Intensität der ersten beiden Bände. Vieles fühlt sich ruhiger an, fast schon wie ein langes Nachklingen statt eines richtigen Finales. Schön, aber nicht durchgehend packend.
Emely & Elyas: immer noch sie selbst
Emely ist weiterhin sarkastisch, unsicher und emotional, manchmal liebenswert, manchmal anstrengend. Elyas bleibt der Gegenpol: ruhig, loyal, aber auch nicht frei von eigenen Baustellen. Ihre Wortgefechte funktionieren nach wie vor gut, wirken stellenweise aber etwas wiederholend. Man kennt ihre Dynamik inzwischen sehr gut, Überraschungen bleiben eher aus.
Beziehung, angekommen, aber nicht konfliktfrei
Es war schön zu sehen, dass die beiden endlich zueinandergefunden haben. Gleichzeitig lebt die Geschichte weiterhin stark von Missverständnissen, innerem Zögern und emotionalem Hin und Her. Das passt zu den Figuren, hat sich für mich aber stellenweise etwas im Kreis gedreht.
Nebenfiguren & Umfeld
Familie und Freunde mischen wieder kräftig mit, teilweise charmant, teilweise etwas zu präsent. Die Nebenhandlungen rund um Jessica und das Umfeld bringen Abwechslung, nehmen der eigentlichen Liebesgeschichte aber auch Raum, den ich mir stellenweise für Emely und Elyas selbst gewünscht hätte.
Plot & Tempo
Die Handlung ist ruhig und stark charaktergetrieben. Wer viel Drama oder große Wendungen erwartet, wird hier eher enttäuscht. Das Tempo ist gemächlich, manchmal sogar etwas schleppend. Als Abschluss funktioniert es okay, aber nicht alles fühlt sich zwingend notwendig an.
Emotionale Wirkung
Es gab schöne, warme Momente und Szenen, die mich berührt haben, vor allem, weil man die Figuren so lange begleitet hat. Gleichzeitig hat mich das Buch emotional nicht mehr so abgeholt wie die ersten beiden Teile. Dafür fehlte mir etwas die Tiefe und Dringlichkeit.
Fazit:
Sonnengelber Frühling ist ein solider Abschluss für Emely und Elyas, der Fans der Reihe sicher zufriedenstellt. Gefühlvoll, vertraut und stellenweise sehr schön , aber auch etwas zu lang und emotional nicht mehr ganz so stark wie seine Vorgänger.
Ein gutes Buch für alle, die die Geschichte zu Ende lesen wollen, aber kein Highlight der Reihe.
- Kim Nina Ocker
Everything I Didn't Say
(282)Aktuelle Rezension von: JulieFlamingoIch habe die Kingsbay-Secret-Reihe sowie One of Six von Kim Nina Ocker sehr geliebt, weshalb ich neugierig zu Everything I Didn’t Say gegriffen habe. Was soll ich sagen? Es ist ein gutes Buch aber leider eher eines für zwischendurch.
Die Handlung hat mir grundsätzlich gut gefallen und war nicht komplett 08/15. Besonders das Schauspiel-Setting und das Serienumfeld fand ich ansprechend, da ich sowas bisher nicht gelesen habe. Sowohl Jamie als auch Carter waren mir sympathisch und ihre Handlungen konnte ich gut nachvollziehen. Der Einstieg hat mir daher wirklich gefallen.
Leider war der Plottwist für mich recht früh vorhersehbar, wodurch das Buch ab etwa zwei Dritteln deutlich an Spannung verloren hat. Zudem haben mir starke Nebencharaktere gefehlt, die der Geschichte mehr Tiefe hätten geben können. Zwar gab es immer wieder kleine Momente, die mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert haben und besonders das Ende hatte ein paar wirklich niedliche Szenen. Insgesamt fehlte es der Geschichte jedoch an Überraschungen und Besonderheit.
Am Ende hatte ich zwar eine angenehme Lesezeit, doch das Buch hat keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Schweren Herzens vergebe ich daher nur 3 gute Sterne.
- Ali Hazelwood
Stuck With You – An wem die Liebe hängen bleibt
(49)Aktuelle Rezension von: sumaStuck With You ist die zweite Kurzgeschichte in einem Sammelband.
Ich fand hier auch das Konzept mit dem Fahrstuhl und den Rückblenden richtig toll.
Die Charaktere mochte ich von allen drei Kurzgeschichten am meisten. Sie waren humorvoll und wirklich sympathisch.
Alles in allem war das meine liebste Kurzgeschichte aus diesem Sammelband.
- Kristen Ciccarelli
Rebel Witch (Der rote Nachtfalter 2)
(122)Aktuelle Rezension von: readwithinesIch kann mich ehrlich nicht erinnern, wann ein Buch mich zuletzt so fertig gemacht hat wie dieses.
Das letzte Drittel?
Durchgeweint. Punkt. 👀
Es war Freude, Schmerz, Trauer und diese ganz fiese Sehnsucht, die einem im Brustkorb sitzt.
Ich habe alles gefühlt. Wirklich alles.
Dieser Band hat mir sogar noch besser gefallen als der erste.
Die Gedanken- und Gefühlsstränge sind komplexer, verworrener, schmerzhafter – und genau das hat mich komplett abgeholt.
Die Charaktere sind so gut geschrieben, dass ich sie nicht nur gelesen, sondern gelebt habe.
Als Rune verletzt, eifersüchtig und zerrissen war, war ich es auch.
Und als Gideon verzweifelt und hoffnungslos wurde, hat mir das genauso den Boden unter den Füssen weggezogen. ❤️🩹
In diesem Buch geht es um Intrigen, Vertrauensmissbrauch, falsche Verführungen und permanente Todesangst.
Und mittendrin diese beiden – Gegensätze, die sich anziehen, zerstören und trotzdem nicht voneinander loskommen.
Ich hatte bis zur letzten Seite Angst, wie das Ganze enden wird. Wirklich Angst. 😮💨
Ich weiss gar nicht, was ich noch sagen soll.
Diese Geschichte hat mich komplett in ihren Bann gezogen.
Ich habe beide Bände jeweils innerhalb von 28 Stunden gelesen – weil es mich angezogen hat wie eine Motte das Licht.
Ich konnte nicht aufhören. Und ich wollte es auch nicht.
**Fazit:**
Rebel Witch hat mich emotional komplett erwischt.
So intensiv geschrieben, dass ich meine eigenen Gefühle nicht mehr von denen der Figuren trennen konnte.
Es ist zwar erst Januar – aber diese Dilogie gehört jetzt schon zu meinen absoluten Jahreshighlights.
Klare, eindringliche Leseempfehlung. 🖤✨
**Tropes:**
enemies to lovers · forbidden romance · forced proximity · slow burn
- Brian Moore
Schwarzrock
(22)Aktuelle Rezension von: mabo631635 bricht Paul Laforgue, ein französischer Jesuitenpater zu einer abenteuerlichen Reise von Quebec nach Westen auf, sein Ziel bei einer Missionstation im Landesinneren nach dem Rechten zu sehen. Der dort stationierte Jesuitenpater soll schwer erkrankt sei und es geht das Gerücht dass Mord und Gewalt an den Gottesmännern verübt wurde.
Auf seiner Reise auf dem Sankt-Lorenz-Strom begleitet ihn Daniel, ein junger Franzose und eine Gruppe Algonkin-Indianer. Durch Feindesland gehts, sie werden beobachtet von kriegerischen Irokesen.
Zwei völlig verschiedene Kulturen prallen aufeinander, die Algonkin die ein freizügiges Leben führen, ein mitleidloses Leben, die sich von Träumen leiten lassen, "der grossen Manitu", brutale Bräuche sind an der Tagesordnung. Die Frauen werden wenn sie alt sind und nur noch eine Last sind einfach vertrieben, vergessen.
Anders die Jesuitenpater, "Schwarzröcke" - so werden sie genannt in Ihren schwarzen Gewändern - sie betreiben einen "Wasserzauber" (Taufe) und scheinen die Macht über alles zu haben.
Die Jesuiten ertragen das Leiden im Leben als Hoffnung auf eine Erlösung im Jenseits.
Die Algonkin hingegen leben jetzt, das Jenseits ist für sie das Dunkel.
Zwei Welten treffen aufeinander.
Schonungsloser, recht brutaler Abenteuerroman.
Lesenswert!
- Michael Nast
Vom Sinn unseres Lebens
(18)Aktuelle Rezension von: Die_ParalleleleMichael Nast weiss mit seinem Schreibstil und seiner Sprache alleine schon zu überzeugen. Humorvoll - ich konnte mich an einigen Stellen zum Verdruss meiner Busmitfahrer kaum halten -, stilistisch auf höchstem Niveau und absolut mit dem Inhalt harmonierend lässt uns dieser Wortkünstler nur so durch die Seiten schweben. Er versteht es mit Worten zu jonglieren und zaubert so Texte aufs Papier, welche mich als Leser nicht nur in ihren Bann zogen, sondern auch mit vielen offenen und neuen Gedanken weiterziehen liessen.
Auch der Inhalt steht dieser Schreibkunst in Nichts nach: Mit einer Mischung aus Anekdoten, Erzählungen, Erinnerungen, Gesellschaftskritik und Zukunftsgedanken stellt er einen Inhalt zusammen, welcher von brisanten und treffend gewählten Themen wimmelt. Doch es ist nicht Ein Buch welches nur die 08/15 Themen unserer Zeit aufgreift. Mit unerwarteten Inhalten weiss er passend zu ergänzen und bewegt sich mit diesem Buch künstlerisch und sicher zwischen Klischee, Vorurteil und Realität, Erinnerung, und zwischen Schlechtmalerei und Lob. aus seiner eigenen reflektierten Sicht zieht er auch den Leser ohne jegliches Vorwissen über die DDR oder das Verhältnis von dazumals und heute zwischen Ost und West tief in die Geschichte hinein und weckt nicht nur das Interesse an der Geschichte selbst, sondern vor allem an den Personen und den Menschen, welche dahinter stehen. Dabei werden auch noch Bezüge zu unserer heutigen Zeit (Massenkonsum, Fotowahnsinn, Selbstoptimierung...) auf wunderbare Art und Weise gezogen und so dient dieses Buch nicht nur simpler Unterhaltung, denn das tut es trotzdem, sondern lässt den Leser gleichzeitig in sich gehen und über sich selbst und die Mitmenschen nachdenken.
Dieses Buch ist wertvoll für alle möglichen Menschen. Egal ob sie schon Bezug zur DDR oder zu Deutschland haben, oder fern abseits nicht einmal das Land auf einer Karte benennen könnten, denn es geht weit über die Unterschiede zwischen den beiden Teilen Deutschlands hinaus. Es lässt uns den Menschen als Mensch sehen und uns unsere Unterschiedlichkeit zu akzeptieren.























