Bücher mit dem Tag "mitternacht"
25 Bücher
- Matt Haig
Die Mitternachtsbibliothek
(1.602)Aktuelle Rezension von: Lesens_werte_Nora Seed ist depressiv. Aus einem Anflug völliger Verzweiflung heraus, will sie sich umbringen. Anstatt aber ins Jenseits überzugleiten, landet sie mit ihrer früheren Schulbibliothekarin Mrs. Elms in der Mitternachtsbibliothek. Die unzähligen Bücher hier beinhalten alle Noras verschiedene Leben. Das sind Leben, zu denen nur wenige anders getroffene Entscheidungen sie geführt hätten.
Was wäre gewesen wenn... ? Eine Frage, die sich sicher jeder Mensch schon unzählige Male gestellt hat. So geht es jetzt auch Nora, nur dass sie die Konsequenzen leben und erfahren kann. Überraschenderweise ist es aber gar nicht so leicht das zu finden, was einen glücklich macht, Nora erkennt nur was sie nicht will. Aber wie sieht es mit dem Leben und Sterben aus? Was ist besser? Bis vor kurzem hatte Nora sich noch klar für letzteres entschieden. Doch je mehr ihrer Leben sie "anprobiert", desto unsicherer wird sie sich.
Noch nie habe ich ein Buch erlebt, dass Melancholie und Depression in so positive Gefühle und eine derartige Lebensbejahung umleiten kann wie "Die Mitternachtsbibliothek". Von Trübsinn ist hier keine Spur. Nora als Person gefällt mir sehr gut und ist reflektiert dargestellt. Das ganze Thema wird mit einer Mischung auf Fingerspitzengefühl, Tiefsinn und Empfindsamkeit angefasst, sodass ich dieses Buch einfach lieben musste. - Erin Hunter
Warrior Cats - Die neue Prophezeiung. Mitternacht
(316)Aktuelle Rezension von: MikuchanAls ich die erste Staffel von Warrior Cats gelesen hatte stand für mich fest das ich auch die 2 lesen werde. am Anfang war ich etwas verwirrt weil Informationen im Buch vorkamen, die ich aus den vorherigen Büchern nicht kannte. z.B Langschweifs Blindheit. Als ich jedoch die Specialadventures gelesen habe wurde mir einiges klar.
An und für sich fand ich die zweite Staffel spannend. Der Sternenclan wält eine Katze aus jedem klan aus die sich auf die Suche nach Mitternacht machen sollen um eine Prophezeihung zu erhalten. Die Geschichte ist gut geschrieben und ich finde es spannend die Sichtweise von mehreren Kriegern vor Augen zu haben eine wirklich erfrischende Idee.
Jedoch merkt man schnell wie sich gewisse Charakterzüge immer wiederholen. Alle Heilerkatzen sind irgenwie mürrisch und haben etwas zu verbregen. Die Krieger des Donnerclans versuchen immer diplomatisch zu sein und werden von Feuerstern gezwungen sich zurück zu halten, während alle anderen Clans stolz und egoistisch sind.
Dennoch haben mir die Bücher gut gefallen.
Mein Fazit: Es war eine gute Fortsetzung die sich auch mal auf andere Charaktere konzentriert hat. Der schreibstil hat mir auch diesmal gut gefallen. Leider haben sich wie oben beschrieben einige wiederholungen eingeschlichen die den Fluss der Geschichte manchal mühsam gestalten.
Ich beziehe mich hier wieder auf alle Bücher der staffel:
Mitternacht
Mondschein
Morgenröte
Sternenglanz
Dämmerung
Sonnenuntergang
- Patrick Ness
Sieben Minuten nach Mitternacht - Filmausgabe
(832)Aktuelle Rezension von: BuchspinatZum Inhalt: Jede Nacht kehrt er zurück. Um sieben Minuten nach Mitternacht. Der Albtraum, den der dreizehnjährige Connor jede Nacht aus dem Schlaf hochschrecken lässt, seitdem seine Mutter ihre Krebsdiagnose erhalten hat.
Eines Nachts begegnet Connor in seinem Traum ein Monster. Vor dem Monster hat er keine Angst, dass stellt er schnell fest. Das Monster begleitet ihn von nun an jede Nacht. Bei seinem Albtraum. Und es erzählt ihm Geschichten. Und danach – nach den Geschichten wird es von ihm das Schwerste verlangen, dass Connor sich überhaupt vorstellen kann: die Wahrheit über seinen Albtraum….
Meine Meinung:
Ich glaube, das wird eine sehr persönliche Rezension. Und vielleicht sollte ich den Leser vorab vor Spoilern warnen, denn vermutlich wird es mir nicht gelingen, in dieser Rezension ohne Spoiler auszukommen.
Seit Connors Mutter krank geworden ist, ist sein Leben ein anderes. Er kümmert sich um sich und er kümmert sich um seine Mutter. Denn sie selbst kann das gerade nicht. In der Schule schleichen die meisten Lehrer und Mitschüler um ihn herum. Wobei – eine Jungsgang macht ihm das Leben schwer und lauert ihm jeden Tag nach der Schule auf. Aber er verpetzt sie nicht.
Zuhause ist es still, seitdem seine Mutter so krank geworden ist. Und auch, wenn sie ihm jeden Tag versichert, dass sie den Kampf gegen den Krebs gewinnen wird, so weiß Connor doch tief in seinem Inneren, dass die Chancen dafür nicht allzu gutstehen.
Als das Monster auftaucht, verwischen die Träume Connors allmählich mit der Realität. Das Monster will ihm helfen, sagt es. Connor willigt ein. So hofft er doch, dass das Monster seine Mutter retten kann. Doch das Monster hat anderes im Sinn. Es will Connor retten. Es erzählt ihm Geschichten. Geschichten mit einem Ende, dass Connor so niemals erwartet. Und als es bei der letzten Geschichte ankommt, verlangt es von Connor, ihm seine Geschichte zu erzählen. Seinen Albtraum. Den ganzen Albtraum. Auch das Ende. Connor will nicht, doch letztendlich willigt er ein….
„Ich bin nicht gekommen, um sie zu heilen, sagte das Monster. Ich bin gekommen, um dich zu heilen“ – Seite 181
Connor dabei zu begleiten, wie er sich durch seinen Albtraum kämpft, hat mich tief berührt. Ich kann seine Gedanken und seine Emotionen so sehr nachfühlen. Seine Ängste, Seine Trauer. Und den Wunsch danach, dass es einfach endlich vorbei sein sollte. Und das schlechte Gewissen, dass unweigerlich mit diesem Gedanken einhergeht. Weil er seine Mutter liebt. Und weil er will, dass sie bei ihm bleibt. Aber weiß dass es nicht so sein wird.
Als klar war, dass meine Mutter sterben wird, waren mein Mann und ich gerade auf Lanzarote angekommen. Unsere Flitterwochen. Es war der erste Abend, als meine Mutter zuhause ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Am dritten Tag war klar, dass wir so schnell wie möglich zurückfliegen mussten. Der Sterbeprozess selbst hat dann neun lange Tage gedauert. Tage, in denen mir sehr bewusst war, dass niemand mehr etwas tun kann, um diesen Prozess aufzuhalten. Hilflosigkeit. Liebe. Angst davor, wenn es so weit ist, aber auch irgendwann der Moment, an dem ich diese Gefühlsachterbahn nicht mehr gut aushalten konnte und ich mir in manchen Momenten wünschte, es wäre vorbei. Und auch da ging es mir wie Connor… wie kann ich das nur denken…. Ich habe sie doch so sehr lieb. Und ich will nicht, dass sie geht. Mein Leben ohne sie ist schwer. Ein Stück dunkler. Jeden Tag.
Ich hatte kein Monster, was mich an die Hand genommen hat, um mich dadurch zu begleiten. Dass mir im richtigen Moment gesagt hat „Hier ist das Ende der Geschichte“ – Seite 212
Dieser Moment im Buch hat mir das Herz gebrochen.Das endgültige Loslassen eines Menschen ist das Schwerste, was man im Leben tun muss. In jeder Sekunde. Und auch das Nichtwissen, wann dieser Moment gekommen ist, ist schwer. Zu hoffen, dass der geliebte Mensch bleibt. Gleichzeitig zu sehen, wie er mit jeder Sekunde ein Stück weit mehr verschwindet. Ihm zu sagen, dass man ihn liebt. In dem Wissen, das in naher Zukunft der Moment kommt, an dem man diese Worte zwar noch sagen kann, er sie aber nicht mehr hören wird, weil er nicht mehr da ist.
Connors Geschichte – die im Übrigen mit jeder Menge Illustrationen versehen ist und das Buch auch optisch zu einem wahren Schatz macht – ist ein wunderbares Buch über Liebe, Familie und über das Sterben und Loslassen eines geliebten Menschen. Es ist ein seltenes Juwel, dass gleichermaßen für junge und erwachsene Leser geeignet ist. Es ist traurig und tröstlich zugleich.
Ich habe mich verstanden gefühlt mit meinen vielen Emotionen, als ich es gelesen habe. Ich habe geweint, weil ich so sehr mit Connor mitgefühlt habe. Weil es so viele Erinnerungen wieder hochgeholt hat. Und weil es mir wieder sehr deutlich gemacht, dass da jemand ist, der jeden Tag schmerzlich vermisst wird.
Das Buch wurde auch unter dem gleichen Titel verfilmt und auch der Film ist wunderbar und sehr am Buch angelehnt. Leider wird er derzeit nirgends kostenlos gestreamt, aber selten war eine Leihgebühr für einen Film mehr gerechtfertigt als für „Sieben Minuten nach Mitternacht“.
Ganz, ganz großes Kino.
Legt Euch Taschentücher bereit und dann taucht ein in die Geschichte von Connor und dem Monster. Ich kann Euch das Buch nur ans Herz legen.
Meine Rezension findet Ihr auch unter www.buchspinat.de - Laura Trinder und Benjamin Read »Trindles & Read«
Mitternachtsstunde 1: Emily und die geheime Nachtpost
(107)Aktuelle Rezension von: Tokki_ReadsEs ist kurz nach Mitternacht in London, als sich Emilys Leben plötzlich für immer verändert. Ein geheimnisvoller Brief flattert ins Haus, kaum geöffnet – da sind ihre Eltern spurlos verschwunden. Doch Emily, schlagfertig, neugierig und alles andere als auf den Mund gefallen, lässt sich nicht lange bitten. Entschlossen begibt sie sich auf die Suche. Unterstützung bekommt sie dabei ausgerechnet von einem Igel – aber nicht irgendeinem! Der stachelige Begleiter scheint mehr zu wissen, als er zeigt, und schon bald führt ihre Spur in eine völlig andere Welt: eine Zwischenwelt, gefangen in der Mitternachtsstunde.
Diese düstere, magische Parallelwelt ist voller seltsamer Gestalten, Fabelwesen, blühender Wächter und finsterer Schatten. Dort regiert eine fremdartige Magie – und eine dunkle Macht, die es offenbar ganz gezielt auf Emilys Familie abgesehen hat. Die Zeit steht still, doch die Gefahr wächst. Glücklicherweise bleibt Emily nicht allein: Der angehende Nachtwächter Tarquin – blumig duftend, etwas chaotisch, aber herzensgut – wird zu ihrem treuen Begleiter im Kampf gegen das drohende Unheil.
Die Geschichte steckt voller Kreativität, Überraschungen und fantastischer Ideen – eine Reise durch eine Welt, in der Magie an jeder Ecke wartet und Mut alles verändern kann. Doch kann Emily wirklich gegen die dunklen Mächte bestehen und ihre Familie retten?
Mit Fantasy-Geschichten habe ich es ehrlich gesagt nicht so leicht – sie müssen mich wirklich packen, damit ich dranbleibe. In diesem Fall ist mir das leider nur teilweise gelungen. Die Idee mit der eingefrorenen Mitternachtswelt war zwar originell, aber viele der Figuren waren für mich schwer greifbar oder wirkten zu fremdartig. Dadurch fiel es mir stellenweise schwer, der Handlung zu folgen oder emotional wirklich mitzufiebern. Die Geschichte fühlte sich für mich an einigen Stellen eher verwirrend als fesselnd an. Fans von Magie, geheimnisvollen Wesen und Parallelwelten könnten hier jedoch voll auf ihre Kosten kommen – mir persönlich war es einfach ein bisschen zu viel des Fantastischen. - Rose Snow
12 - Das erste Buch der Mitternacht
(196)Aktuelle Rezension von: Lisi_WirthDiese Geschichte handelt von Harper, die durch einen Unfall zu einer Traumwanderin wird. Sie kann jede Nacht nach Nocartis reisen. In Nocartis trifft sie auf Herren in Frack und Zylinder und Frauen in Barrock-Kleidern. Sie hilft ihren Freunden Cyrus und seiner Schwester einen Gegenstand wieder zu finden. Für mich ist dies nicht das beste Buch der Autorin.
- Dennis Lehane
Shutter Island
(287)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderZwei Marshalls kommen nach Shutter Island. Hier soll eine Gefangene Kindsmörderin entflohen sein. Die Insel hat drei große Trakte, wo die psychisch Kranken untergebracht sind. Die Marshalls suchen nach Wahrheit und Hintergründen und alles ist irgendwie seltsam hier. Edward hat immer wieder Alpträume von früher. Seine tote Frau taucht auf und seine Vergangenheit beim Einsatz in den Konzentrationslagern. Er schreckt dann immer aus dem Schlaf auf und irgendwas scheint hier vor sich zu gehen auf der Insel, denn es verschwimmt alles vor seinen Augen und in seinem Kopf und die Migräne wird schlimmer. Aber dann steht Edward vor einem Mann aus seiner Vergangenheit und kommt ins straucheln. Was ist wahr? Wer lügt? Wo gehört er wirklich hin? Der Roman von Dennis Lehane ist eine Wucht und überrascht immer wieder. Die vielen Wendungen, das Legen von Fährten und das eröffnen von sogenannten Wahrheiten, bringt uns Leser auch fast um den Verstand. Es ist wie ein Sog und man kommt von der Insel einfach nicht mehr runter.
- Michael Ende
Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch - Die Autorenlesung
(65)Aktuelle Rezension von: ZsadistaFür den Zauberer Beelzebub Irrwitzer läuft es gar nicht gut. Es ist der Silvesterabend und er hat seinen Vertrag noch nicht erfüllt. So kommt es, dass der Gerichtsvollzieher der Hölle auf der Matte steht und ihn pfänden will. Beelzebub erredet sich aber noch Zeit, da es noch keine Mitternacht ist.
Kurz darauf bekommt er Besuch von deiner Tante, der Hexe Tyrannja Vamperl. Auch sie steht auf der Liste des Gerichtsvollziehers. So hecken die beiden einen Plan aus.
Leider haben sie nicht mit dem fetten Kater Maurizio und dem zerfledderten Raben Jakob gerechnet.
„Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch – HB“ ist ein Kinderbuch als Hörspiel aus der Feder des Autors Michael Ende.
Ich habe das Buch als Hörbuch genossen. Gelesen wurde es von den Sprechern Volker Harnisch, Anja Topf, Matti Krause, Frank Jordan und anderen. Ich habe den Erzählern sehr gerne gelauscht.
Das Hörspiel geht nicht sehr lange. Etwas über 2 Stunden und 15 Minuten. Gerade richtig, damit Kinder noch dranbleiben können.
Ich muss jetzt gestehen, ich habe noch kein Buch von Michael Ende gelesen. Den ein oder anderen Film habe ich in meiner Kindheit/Jugend gesehen. Kann mich aber nicht wirklich mehr daran erinnern.
Mir hat die Geschichte als Hörspiel sehr gut gefallen. Die Stimmen der einzelnen Persönlichkeiten passen super. Mit den Geräuschen ist das ganze schön rund.
Das Cover muss man auch erst einmal entziffern, da das ganze auf den ersten Blick nur nach einem verschütteten Zaubertrank aussieht. Ich finde das auch sehr gelungen.
Die Story an sich finde ich recht lustig. Für die Kürze ist auch alles vorhanden, was wichtig ist.
Maurizio wurde mir im Laufe der Geschichte nicht wirklich sympathisch. Es ging etwas, als er sich Moritz nannte. Am Ende war er dann aber fast noch unsympathischer als vorher.
Mitleid konnte man fast mit den zwei Bösewichten haben. Aber eben nur fast.
Mir hat das Gesamtprodukt sehr gut gefallen.
- Kaylie Smith
Enchantra – Verrate die Liebe, rette dein Herz
(63)Aktuelle Rezension von: KathjGenevieves Weg auf der Suche nach ihren Wurzeln führt sie nach Italien. Vor ihr erstreckt sich ein verwunschenes Anwesen. Enchantra ist wunderschön, aber auch absolut tödlich – was sie noch nicht weiß, als sie beschließt, trotz aller Warnungen hineinzugehen. Nun ist sie hier gefangen. Wenn sie überleben will, muss sie Rowin heiraten, denn als Paar haben sie gemeinsam eine Chance, das Spiel lebend zu verlassen.
Endlich eine Geschichte aus Genevives Sicht. Ich habe mich sehr auf diese gefreut, vor allem nachdem mir Phantasma so unglaublich gut gefallen hat. Auch hier gibt es wieder einiges an Magie und Action. Man lernt die Familie Silver und ihren Fluch gut kennen und fragt sich bald, ob das oder Phantasma schlimmer sind.
Enchantra bringt eine eigene Grausamkeit mit sich, die man kaum beschreiben kann. Phantasma fand ich allerdings intensiver im Bezug der Spiele und der Faszination.
Genevieve lässt sich nichts sagen, sehr zum Leidwesen von Rowin, aber genau das mochte ich so sehr an ihr. Dass sie mutig ist, hat sie bereits bewiesen, man sollte sie nicht unterschätzen. Rowin war auch klasse. Ich konnte ihn mir so herrlich vorstellen, konnte regelrecht spüren, wie ihn das Verhalten seiner Frau auf die Nerven ging. Ich mochte die Entwicklung der etwas merkwürdig anfangenden Liebesgeschichte der Beiden.
Die Geschichte spielt in einem magischen, düsteren Setting und ist voller Action. Sie verliert niemals an Spannung oder zieht sich. Auch der Spice war hier besser angepasst als im ersten Band, wo ich ihn als etwas übertrieben empfand. Das Ende trat überraschend ein und konnte nicht vorhergesehen werden.
Die Geschichte hat mich gefesselt und gut unterhalten. Es wurden einige Weichen gestellt, die auf einen weiteren Band hindeuten könnten. Ich fand Band eins im Vergleich jedoch einen kleinen Tick besser.
- Trisha Brown
One Shot Love (BitterSweets)
(32)Aktuelle Rezension von: BlutmaedchenLiebe auf Japanisch, dachte ich mir, als ich Patricia Rab's "One Shot Love" Kurzgeschichte gefunden habe. Ich habe noch nie ein Liebesgeschichte gelesen, in der Japan und Deutschland kombiniert wurde, umso neugieriger war ich.
Hanna ist ziemlich schlecht gelaunt. Eigentlich will sie den Sommer mit ihren Freundinnen verbringen, bevor sie in die elfte Klasse kommt und sich von den meisten verabschieden muss, doch ihr Vater schleppt sie mit zu seiner Geschäftsreise nach Japan. Hanna ist schon öfter in Japan gewesen, aber wieso ausgerechnet in diesem Sommer?
Doch dann findet sie die besten Tage ihres Lebens in den Armen des jungen Koichi, dem Sohn vom Geschäftspartner ihres Vaters, der sie einfach anspricht und sich während ihres Aufenthaltes um sie kümmern soll. Er führt sie rum, zeigt ihr Japan von einer völlig neuen Seite und verletzt eine ganz besondere Regel: Rühr Hanna nicht an!
Auch Hanna pfeift auf Regeln, was für bestimmte Konsequenzen sorgt...
"One Shot Love" ist eine süße Liebesgeschichte, die sich nicht langsam anbahnt, sondern sofort einschlägt wie eine Bombe. Sprachprobleme und verschiedene Kulturen sind keine Hindernisse, sorgen aber für die nötige Unterhaltung. Mal spannend und witzig, mal selbstaufziehend und veralbernd erleben Hanna und Koichi eine tolle gemeinsame Zeit, die man als Leser sehr intensiv miterleben darf.
Rabs hat einen fesselnden und einfühlsamen Schreibstil, mit dem ich mich sehr wohl gefühlt habe und auch die beiden Protagonisten sind sympathisch, haben ihre Macken und reizen ihre Grenzen aus. Sie erleben in kürzester Zeit so viele intensive Momente, die voller Romantik stecken und zum Glück nicht kitschig werden.
Mich hat diese Kurzgeschichte sehr unterhalten und eine japanische Welt geöffnet, die auch ohne Manga und Anime großes verspricht. Es muss nicht immer um Klischees gehen - das beweist die Autorin hier auf wundervolle Weise! Lest diese Kurzgeschichte und taucht ein in eine japanische Welt, die große Entdeckerlust bereitet.
Es gibt sogar ein paar süße Illustrationen, die die Geschichte ein wenig aufpeppen ;) Also holt es Euch und lest es! - Patrick Ness
Sieben Minuten nach Mitternacht
(70)Aktuelle Rezension von: LiteraturbegeistertMich hat die Geschichte sehr getroffenen vorallem das Ende, da ich ähnliche Situationen erlebt habe. Ich würde dieses Buch jedem ans Herz legen. - Christoph Marzi
Mitternacht
(62)Aktuelle Rezension von: Gwynny»Man sollte lernen zu sagen, was man meint«, betonte er. »Denn wenn man nicht lernt zu sagen, was man meint, dann meint man nie das, was man sagt.«
Aus „Mitternacht“ von Christoph Marzi
FAKTEN
Das Buch „Mitternacht“ von Christoph Marzi ist im Juni 2019 beim Piper Verlag erschienen. Bisher handelt es sich um einen Einzelband. Das Buch ist als eBook und Taschenbuch erhältlich.KURZMEINUNG
Ein wunderschöner Roman, der an Herz und Verstand appelliert, auch wenn letzterer gegen Ende sehr gefordert wird und man ein wenig verloren zurückbleibt.KLAPPENTEXT
Es gibt einen Ort, an dem die Geister leben, eine Welt, die unsere berührt, eine Stadt, in der mit Geschichten und Alpträumen Handel getrieben wird. Ein Missgeschick lässt Nicholas James, den alle nur den »gewöhnlichen Jungen« nennen, diese Welt betreten – und alles ändert sich: Peter Chesterton, ein reisender Geist, nimmt sich seiner an. Das Findelgeistmädchen Agatha stiehlt sein Herz. Und etwas, das im Dunkeln lauert, gewinnt an Macht. Die Wege, die Nicholas beschreitet, führen ihn dorthin, wo alle Hoffnungen geboren und alle Träume gestorben sind, an einen Ort, den die Geister voller Ehrfurcht »Mitternacht« nennen. Eine Geschichte von der Macht der Bücher und der Gefahr des Vergessens, in einer Welt der Geister.SCHREIBSTIL & MEHR
Dieses Buch hat es mir nicht leicht gemacht, zu entscheiden, wie es nun insgesamt fand – und dann war es doch ganz einfach.Christoph Marzi hat eine ähnlich einzigartige Weise, die Dinge zu beschreiben und zu sehen, wie Mathias Malzieu – und dann doch wieder ganz anders. Er hat von der ersten Zeile an geschafft, mich in den Bann der Geschichte zu ziehen. Denn er schreibt so persönlich, fast schon intim. Und damit meine ich nicht, dass hier explizite Szenen vorkämen – tun sie nämlich nicht –, sondern vielmehr, auf welcher Ebene er mich als Leserin anspricht. Von Beginn an lässt er nicht nur erleben, sondern fühlen. Dabei weiß ich nicht einmal genau, woran ich das festmachen kann.
Die Geschichte an sich hat viele Geheimnisse, die sie auch für sich behalten hat. Bei einigen bin ich fein damit, bei anderen fühle ich mich ein wenig verloren. Doch wenn man das Nachwort liest, bleibt bei mir nur Respekt – und Dankbarkeit dafür, dass der Autor alles gegeben hat, um diese Geschichte zu ende zu erzählen. Und genau das ist auch der Grund, weshalb ich meine Wertung nicht nach unten korrigiere, obwohl mich das Ende nicht befriedigt hat. Zumal die Geschichte bis dahin so unglaublich gut erzählt ist.
FAZIT
Ich bin dankbar, dass ich dieses Buch lesen konnte, auch wenn mich das Ende verloren zurückgelassen hat. (Lest das Nachwort!)MEINE BEWERTUNG
5 von 5 Zahnrädchen
©Teja Ciolczyk, 17.05.2025
- Philippa Pearce
Als die Uhr dreizehn schlug
(16)Aktuelle Rezension von: AleshaneeTom möchte wie immer die Sommerferien mit seinem Bruder Peter verbringen - doch der hat die Masern bekommen. Damit Tom sich nicht ansteckt wird er zu Onkel Alan und Tante Gwen geschickt, die in einer kleinen Wohnanlage ohne Garten leben - was ihn ziemlich verbittert. Vor allem, da er selbst auch in Quarantäne gesteckt wird, falls er den Virus intus hat und nicht noch andere damit ansteckt.
Es ist ein altes Herrenhaus, das umgebaut und in einzelne Wohnungen umgewandelt wurde, mit einem tristen Hinterhof und einer sehr alten großen Standuhr in der Halle, die scheinbar schon immer in diesem Haus war.
Tagsüber kann Tom die Langeweile grade so ertragen, aber nachts, wenn es dunkel ist und er nicht schlafen kann, geht sie ihm gehörig auf die Nerven. Vor allem, da Onkel Alan ihm eingeschärft hat, zwischen 9 Uhr abends und 7 Uhr morgens diese 10 Stunden im Bett zu bleiben. Eines nachts schließlich hört er die alte Standuhr von Mrs Bartholomew 13 Mal schlagen - und beschließt, dass er diese zusätzliche Stunde als Geschenk betrachten sollte, der Einsamkeit seines Zimmers entfliehen zu dürfen.
Die Überraschung ist groß, als er die Tür zum Hinterhof öffnet und sich plötzlich in einem wundervollen Garten wiederfindet. Betreten kann er ihn aber nur um Mitternacht und er liebt es, den Garten zu erforschen. Dort trifft er auf das Mädchen Hatty und zwischen den beiden entwickelt sich eine ganz besondere Freundschaft.
Ich fand es eine wirklich bezaubernde Geschichte voller Magie und Abenteuer. Die Entdeckung des Gartens und wie Tom versucht, hinter das Geheimnis zu kommen war sehr spannend. Er ist so fasziniert und kann es jede Nacht gar nicht abwarten, wieder in diese wundervolle Welt einzutauchen. Es ist ein großer Garten, eher schon wie ein Park und es war so schön zu verfolgen, wie die beiden Kinder spielen, sich Abenteuer ausdenken und sich alleine mit ihrer Fantasie beschäftigen können.
Tom möchte aber auch unbedingt das Rätsel lösen, was es mit diesem Garten auf sich hat.
Natürlich taucht da bei ihm die Frage auf, ob Hatty ein Geist ist bzw. hier eine Magie am Werk ist und der Ort wie auch die Menschen nicht von seiner Welt sind ... doch so ganz passt das alles nicht zusammen und Tom gibt nicht auf, bis er schließlich erfährt, wie sich alles ineinander fügt.
Währenddessen schreibt er übrigens auch fleißig Briefe an seinen Bruder Peter, um ihn an seinem Abenteuer teilhaben zu lassen. Er muss unbedingt mit jemandem reden und es war schön, dass er sich hier seinen Bruder aussucht, der ja zuhause im Bett liegen muss und er ihn damit miterleben lässt, was ihm widerfährt.
Das Buch ist ja von 1958 und man merkt dem Stil definitiv das Alter an. Was mich aber nicht stört, sondern eine ganz eigene Atmosphäre hat, was mich sehr an die Narnia Bücher von Lewis erinnert, die ja kurz vorher rauskamen - und auch an den Geheimen Garten von Frances Burnett.
Die Botschaft dahinter, das ein Freund auftaucht, wenn man ihn am nötigsten hat, hat mich sehr berührt.
- Jessica Shirvington
Ein Tag, zwei Leben
(99)Aktuelle Rezension von: j125Inhalt:
Die 18-jährige Sabine könnte ein normaler amerikanischer Teenager sein, hätte sie nicht zwei Leben. Jede Nacht um Punkt Mitternacht, wechselt sie von einem Leben ins andere. Von einem punkigen Großstadtmädchen mit anhänglicher Schwester und vielbeschäftigten Eltern, wechselt sie zu einem perfekten Mädchen mit ätzenden großen Brüdern und geschiedenen Eltern und wieder zurück. Als sie in einem Leben Ethan kennen lernt, werden ihre Leben auf den Kopf gestellt und ein Prozess in Gang gesetzt, der sich vielleicht nicht wieder rückgängig machen lässt.
Meine Meinung:
Ich habe dieses Buch mal bei Anne entdeckt und war sofort vom Klappentext fasziniert. Zwar lese ich nicht gern Übernatürliches, aber mich haben die Fragen zu Sabines zwei Leben nicht losgelassen. Wie geht der Wechsel vonstatten? Weiß sie selbst von den Wechseln? Was passiert mit und in dem Leben, das sie gerade nicht lebt?
Schon im ersten Kapitel werden einige der Fragen (ansatzweise) beantwortet. Man lernt die punkige Sabine kennen, die mir ein bisschen besser gefallen hat, als die perfekte Sabine. Ich war sofort von der Idee begeistert und fasziniert. Sabine lebt zwei komplette Leben. Mit einem Zuhause, mit der Familie, mit Freunden usw. Sie schlägt sich mit Problemen herum, die du und ich bestens kennen und das zwei Mal! Diese … Eigenschaft hat mir also sehr gut gefallen.
Im Großen und Ganzen hat mir auch die Darstellung von Sabines Wechseln gefallen. Die wichtigsten Fragen wurden beantwortet und ich konnte alles nachvollziehen. Leider gibt es aber noch ein oder zwei offene Punkte und das finde ich ein bisschen Schade. Natürlich muss nicht immer alles beantworten und ich habe auch nicht das Gefühl unwissend zurück gelassen zu werden, aber ein oder zwei Antworten hätte ich doch schön gefunden.
Mit Buchenden habe ich öfter meine Probleme – so auch hier. Zum Schluss gibt es eine Wendung, die mir – zuerst – nicht passte. Anschließend kommt erneut eine Wendung, die ich so blöd fand, dass ich die vorherige Wendung plötzlich doch sehr mochte. Wirklich Schade, dass mir das letzte Kapitel wieder einiges versaut hat.
Fazit:
Die Protagonisten und vor allem auch die Idee konnten mich sehr überzeugen, auch wenn nicht alle Fragen beantwortet wurden. Das Ende hat mir leider nicht ganz so gut gefallen, was mich doch ein bisschen enttäuscht. Ich empfehle das Buch gern an Jugendbuchliebhaber, auch wenn man – wie ich – nicht so gern Übernatürliches liest. - Lisa Keil
Hin und nicht weg
(123)Aktuelle Rezension von: LesebegeisterteNach dem ersten Buch von dieser Autorin war ich ja schon hin und weg.
Es freut mich daher sehr, dass es bereits einen neuen Roman gibt.
Wieder spielt die Geschichte auf dem Land. Diesmal ist der Tierarzt Rob und seine Praktikantin Anabel der/die Protagonist/in des Romans.
Auch Kaya spielt eine kleine Rolle. Anabel ist eine waschechte Berlinerin in Tattoos und Piercings. Ihr Leben ist chaotisch und wirklich einen Plan hat sie nicht.
Sie lernt den feschen Rob zufällig auf Kayas Hochzeit kennen.
Da Rob gerade Unterstützung benötigt in seiner Tierarztpraxis und Anabel einen Job, trifft sich dies ganz gut.
Schnell ist dem Leser klar, zwischen den beiden wird es funken, obwohl sie ja so verschieden sind und Robs Herz eigentlich einer anderen gehört.
Es kommt wie es kommen muss und schnell herrscht Gefühlschaos in dem kleine Dorf.
Ein wunderbarer Roman, mir hat er echt gut gefallen und meiner Meinung nach wird alles erfüllt, was ein guter Roman braucht.
Humor, Romantik und Herz-Schmerz.
Unterhaltsamer Schreibstil, tolle Protagonisten und bildreiche Beschreibungen, sodass der Leser dieses Dorf gleich einmal besuchen möchte.
Eine klare Leseempfehlung. Ich freue mich bereits schon jetzt auf ein neues Buch von dieser Autorin.
- Dark Jason - Ed Naha
Ghostbusters 2
(3)Aktuelle Rezension von: HoldenDas Buch zum zweiten Streich der Ghostbusters: 4 Jahre liegt der erste Fall zurück, und alle vier schlagen sich mehr schlecht als recht durchs Leben: Peter Venkman zB ist Moderator einer TV-Sendung zum Thema Übersinnliches, und eine Buchautorin in seiner Sendung prophezeite den Weltuntergang für den 14. Februar 2016- nun, man kann ja wohl heute sagen, daß sie damit falsch lag! An einer anderen Stelle sollen die Geisterjäger einen Geist im World Trade Center ausschalten, heute liest man den Abschnitt gleich ganz anders. Aber ein abgehobener Börsenheini kriegt an der Stelle auch sein Fett weg. Ansonsten hat sich einfach jemand vor den Fernseher gesetzt und die Handlung angeschrieben, mit Literatur hat das nichts zu tun. - Andrew Klavan
Ein wahres Verbrechen
(8)Aktuelle Rezension von: PerserkatzeEin Mann in der Todeszelle ein Reporter im Wettlauf gegen die Zeit.
Der Mechaniker Frank Beachum sitzt schon seit 6 Jahren in der Todeszelle, ihm wird vorgeworfen die schwangere Kassierin Amy Wilson wegen schulden in Höhe von 50 Dollar brutal umgebracht zu haben. Am 17 Juli um Mitternacht wird er sterben.
Steve Everett, Reporter und ein ziemliches Arschloch soll für eine Kollegin, die nach einem schweren Autounfall zu nächst im Komma lieg, das letzte Interview mit Frank Beachum übernehmen. Schon während seiner Recherchen ahnt er das es in diesem Fall nicht mit rechten dingen zugeht. Das mit Frank B. geführte Interview erhärtet seinen Verdacht, ihm wird klar das er handeln muss aber viel Zeit bleibt ihm nicht.
Nun ja fangen wir mal mit dem Format an. Die Geschichten sind in zehn Teilen unterteilt mit einer jeweiligen Überschrift die in einer bestimmten Szene zu Sprache kommen. Der Autor wechselt hier, woran sich der Leser erst gewöhnen muss, vom ich- Erzähler (Steve Everett) zum Personalen (der Rest der Figuren). Die Sprache ist Teilweise sehr derb und Herausfordernd zu minderst bei Everett. Entweder man mag ihn oder hasst ihn. Das zweite trifft höchstwahrscheinlich auf 90 % der ihm Bekannten Personen zu. Als Reporter steht er keinem nach jedoch menschlich ist er ein absoluter Frack das lässt sich vom Leser leider nicht so richtig nachvollziehen , denn der Autor liefert keine tieferen Einblicke in das Seelenleben seiner Figuren. Nur in einem kurzen Augenblick, sprich besoffen bis geht nicht mehr, erwähnt Everett das er als Kind adoptiert wurde.
Anderer Seits muss man sagen das die tiefen Emotionalen Einblicke nicht als zu wichtig sind den es geht in der Geschichte lediglich darum ob Everett es schafft Franks bevorstehende Vollstreckung der Todesstrafe zu stoppen. Die Handlungen drum herum beschreiben oder stellen dar was die Personen in ihrer jeweiligen Situation denken zu welcher Meinung sie eher tendieren. Was jedoch eindeutig raussticht sind die Szenen mit Frank in der Todeszelle. Diese waren sehr emotional, bedrückend und detailliert als würde einem der Boden unter den Füßen wegreißen. Franks Angst und Verzweiflung waren richtig zu spüren und ich glaube keiner kann sich so eine Situation richtig vorstellen. Hier hat der Autor es echt geschafft dem Leser diese überzeugend nahezubringen.
Zum Ende wird es ein wenig Spannend nach dem der Groschen bei Everett während seiner Selbstmitleidstour gefallen ist.
Es liegt ganz und gar nicht in meiner Absicht den Roman schlecht zu reden den schon allein die Thematik bietet eine immerwährende Plattform für Diskussionen. Dennoch abgesehen davon liest sich die Geschichte wie ein Drehbuch in der die gesamte Situation inklusive Charakteren erst mal mit Substanz, Tiefe und Emotionen verkörpert werden müssen. Eine Ausnahme machen die Szenen mit Frank hier hat der Autor so ziemlich alles richtig gemacht und als Leser spürt man das ihm das Thema Todesstrafe sehr, sehr wichtig ist und er seine persönliche Meinung als Botschaft vermitteln will. Gegen Ende wir es wie gesagt ein wenig spannend und der Leser fiebert richtig mit, fragt sich ob Everett Beweise findet die Frank vor der Todesstrafe bewahren und zum anderen ob er es rechtzeitig schafft, dieser vorzulegen. Doch mehr als 3 Sterne gibt es von mir leider nicht!!
- Katherine Arden
The Winter of the Witch (Winternight Trilogy Book 3) (English Edition)
(14)Aktuelle Rezension von: WortmagieNach dem College lebte die Autorin Katherine Arden drei Jahre in Vermont und zwei Jahre in Moskau. Kein Wunder, dass sie irgendwann genug von kalten Temperaturen hatte. Sie zog nach Hawaii, arbeitete auf einer Farm und wohnte in einem Zelt am Strand. Eine Farm weiter lebte ein 5-jähriges Mädchen. Sie hieß Vasilisa und war der letzte Funken Inspiration, der Arden fehlte, um endlich das Buch zu schreiben, das ihr im Kopf herumspukte. Dort, unter Palmen, entwickelte sie die Idee für die „Winternight Trilogy“ – die Ironie blieb ihr sicher nicht verborgen. Die ersten beiden Bände „The Bear and the Nightingale“ und „The Girl in the Tower” erschienen 2017 recht kurz nacheinander. Auf das Finale „The Winter of the Witch“ mussten Leser_innen, mich eingeschlossen, länger warten. Es erschien im Januar 2019.
Der Bär ist frei. Alle Mühen, die Vasja auf sich nahm, um seinen Einfluss auf die Sterblichen zu schwächen, sind vergebens, solange seine Einflüsterungen die Herzen der Menschen verführen. Er muss wieder angekettet werden, bevor er seine finsteren Pläne in die Tat umsetzen kann. Allein wird es Vasja nicht gelingen. Erneut braucht sie die Hilfe des Winterkönigs. Leider zahlte Morozko einen hohen Preis dafür, dass er Vasjas Leben rettete – erst in dem Flammenmeer, das Moskau zu verschlingen drohte, dann vor dem wütenden Mob, der sie als Hexe brennen sehen wollte. Er wurde im süßen Vergessen seiner Vergangenheit eingesperrt. Vasja muss ihn erwecken. Ihre Magie öffnet ihr die Pforte zu einem Ort, an dem weder Zeit noch Raum existieren. In Mitternacht lüftet sie das Geheimnis ihrer Wurzeln und findet unerwartete Verbündete. Doch ihr größter Kampf steht ihr noch bevor. Das Schicksal ihres Volkes ruht auf ihren Schultern. Wird sie sich dieser Bürde als würdig erweisen?
Ich lernte Vasilisa Petrovna am Tag ihrer Geburt kennen. Ich sah sie aufwachsen; von einem frechen, ungestümen Mädchen zu einer leidenschaftlichen, mutigen jungen Frau reifen. In „The Winter of the Witch“ überschreitet diese junge Frau die Schwelle zum Erwachsensein. Diese persönliche Entwicklung der Protagonistin ist meiner Ansicht nach das wahre Abenteuer der „Winternight Trilogy“. All die Magie, all die Prüfungen, die Vasja meistern musste, dienten als Meilensteine, die sie auf die Ereignisse des finalen Bandes der Trilogie vorbereiteten und sie letztendlich dazu befähigen, sich selbst zu akzeptieren und ihrer Rolle als Heldin gerecht zu werden. Deshalb empfinde ich „The Winter of the Witch“ als würdigen Abschluss ihrer Geschichte. Es ist ein düsteres Finale, das Vasja ihrer kindlichen Unschuld beraubt, sie allerdings auch lehrt, das Wesen der Welt anzunehmen und zu verstehen, dass Dualität eine simplifizierende Illusion ist. Die Realität besteht aus Grautönen und Ambivalenz lebt in uns allen. Gut und Böse bedingen einander. Diese Wechselwirkung verkörpern der Bär und der Winterkönig. Einzeln erscheinen sie wie gegensätzliche Pole – doch zusammen ergänzen sie sich. Sie sind eins, die zwei Gesichter der Menschheit: Chaos und Zerstörung, Güte und Liebe. Darum erzeugen beide Märchengestalten eine Resonanz in Vasja. Um ihre Identität zu entwickeln und ihr Volk zu schützen, muss sie beide Facetten als Teil ihrer selbst umarmen. Erkennt ihr, wie viel philosophische Tiefe folglich in „The Winter of the Witch“ verborgen ist? Der Trilogieabschluss qualifiziert sich erneut zweifellos als Märchen. Katherine Arden überzeugte mich mit der bezaubernden, träumerischen Atmosphäre des Buches, die sich vor allem in Mitternacht entfaltet. Mitternacht ist das atemberaubende Reich der Lady Mitternacht, ein magisches, beängstigendes Land, in dem Morozko in einer Blase der Vergangenheit gefangen ist. Vasja muss ihn finden und seine Erinnerungen entzünden. Es überraschte mich, dass sie während dieser Mission beiläufig das Geheimnis ihrer Herkunft lüftet. Ich hatte angenommen, dass dies der Kern des dritten Bandes sein würde. Ich kämpfte etwas mit der daraus resultierenden enttäuschten Erwartungshaltung, bin mittlerweile jedoch der Meinung, dass ihre Wurzeln absichtlich eine kleine Rolle spielen. Vasja ist wie sie ist aufgrund ihrer Erfahrungen, nicht aufgrund ihrer Vorfahren. Ardens Entscheidung, ihre Wurzeln lediglich als Nebenhandlungslinie zu thematisieren, unterstützt den Fokus auf ihre Entwicklung. So sehr mich Vasjas Wachstum begeistert, ich muss gestehen, dass der inhaltliche Verlauf von „The Winter of the Witch“ nicht mehr dieselbe mühelose Eleganz aufweist wie die Vorgängerbände. Ich fand es unruhig getaktet; es ist ein ständiges Hin und Her, in dem die Protagonistin von A nach B und wieder zurück reist. Dennoch mochte ich den Höhepunkt, die finale Schlacht, die ein wundervolles Symbol für das zukünftig vereinte Russland darstellt – in spiritueller wie in physischer Hinsicht.
Direkt nach der Lektüre von „The Winter of the Witch“ stellte ich widerstrebend fest, dass ich nicht denselben Zauber empfunden hatte. Ich schämte mich fast ein bisschen. Ich vermutete erst, es läge daran, dass ich Katherine Ardens Setting bereits kannte und wenig Raum für Überraschungen übriggeblieben war. Nun habe ich das Buch fröhlich seziert und entwickelte eine andere Theorie. Ich glaube, das Finale der „Winternight Trilogy“ konnte gar nicht denselben Zauber erzeugen. In diesem Buch geht es um das endgültige Erwachsenwerden der Protagonistin. Erwachsen zu sein bedeutet, kindliche Fantasien hinter sich zu lassen und die Welt so zu sehen, wie sie ist, sich Verpflichtungen zu stellen und das Richtige zu tun. Zauber hat da keinen Platz. Ich denke, das ist es, was Katherine Arden illustrieren wollte: die Verluste und Gewinne des Heranwachsens. Daher habe ich meine Bewertung von „The Winter of the Witch“ nachträglich hochgestuft. Arden mag mich nicht mehr im gleichen Maße bezaubert haben, doch dafür zeigte sie mir ihr ganzes Talent als Autorin. Sie schenkte mir ein fabelhaftes, reifes Buch voller Weisheit.
- Maëlle Desard
Die Schule der Mitternachtswelt 1
(57)Aktuelle Rezension von: Tokki_ReadsSimeon hat nie richtig dazugehört. Als Halbvampir, der bislang ausschließlich in der Welt der Menschen gelebt hat, war sein Alltag geprägt von seiner extremen Sonnenempfindlichkeit und dem ständigen Versuch, sich anzupassen. Doch nun beginnt für ihn ein neues Kapitel: Zum ersten Mal darf er die Schule der Mitternachtswelt besuchen – ein geheimnisvoller Ort, an dem verschiedenste magische Wesen gemeinsam unterrichtet werden. Hier soll er endlich er selbst sein dürfen.
Doch der ersehnte Neuanfang entwickelt sich schon am ersten Tag zu einer echten Herausforderung: In Simeons Klasse ist ausgerechnet Eir – die einzige Werwölfin der Schule. Die jahrhundertealte Feindschaft zwischen Vampiren und Werwölfen macht es ihm schwer, ihr zu vertrauen. Während Simeon versucht, sich an sein neues Leben zu gewöhnen, beginnt sich an der Schule ein düsteres Geheimnis zu entfalten. Schüler verschwinden spurlos, merkwürdige Vorfälle häufen sich, und niemand scheint etwas dagegen zu unternehmen – nicht einmal die Lehrkräfte. Als der Verdacht auf Eir fällt, gerät Simeon in einen Strudel aus Misstrauen, Vorurteilen und wachsender Verunsicherung. Doch steckt wirklich Eir hinter dem Ganzen? Oder steckt etwas viel Größeres, vielleicht sogar Unheimlicheres dahinter?
Die Idee hinter der Geschichte fand ich vielversprechend – ein Halbvampir, der in eine Welt voller magischer Wesen eintaucht, Konflikte zwischen verfeindeten Arten und ein dunkles Mysterium an einer Internatsschule. Leider konnte mich die Umsetzung nicht vollends überzeugen. Der Einstieg fiel mir aufgrund des Schreibstils schwer, und obwohl sich das im Verlauf etwas besserte, zogen sich viele Szenen sehr in die Länge. Das hätte besonders jüngeren Leserinnen und Lesern, auf die die Geschichte wohl abzielt, den Zugang erschweren können. Trotz der spannenden Grundidee verlor die Geschichte für mich schnell an Fahrt – so sehr, dass ich mich am Ende dabei ertappt habe, die Seiten zu zählen, bis das Buch vorbei war. - Sarah Morgan
Mitternacht in Manhattan
(37)Aktuelle Rezension von: LadyIceTeaTagsüber ist Matilda eine schüchterne Kellnerin. Nachts erfindet sie Geschichten über eine mutige Frau, die ihren Traum lebt. Matilda dagegen scheint nichts zu gelingen. Nachdem sie ein Dutzend Partygäste versehentlich mit Champagner bespritzt hat, wird sie zu ihrer Verzweiflung auch noch entlassen. Doch als sie auf den charmanten Millionär Chase Adams trifft, sieht sie ihre Chance gekommen: Sie schlüpft in die Rolle ihrer Romanheldin und verbringt eine traumhafte Nacht an seiner Seite. Kann ein mitternächtlicher Ausflug zu Tiffany's ihren größten Traum vielleicht wahr werden lassen?
„Mitternacht in Manhattan“ ist die Vorgeschichte zur „Manhattan in Love“ – Reihe von Sarah Morgan. Die Geschichte ist recht kurz aber bietet einen schönen Vorgeschmack auf die anderen Bücher. Wir lernen kurz Paige, Eva und Frankie kennen, die in den anderen Büchern die Hauptrollen übernehmen und begleiten Matilda durch ein kleines Abenteuer, mit einem der heißesten Milliardäre New Yorks. Matilda wird im ersten richtigen Band der Reihe „Schlaflos in Manhattan“ direkt zu Beginn erwähnt, was mir richtig gut gefällt, da ich die Vorgeschichte zuerst gelesen habe.
Der Schreibstil ist locker, leicht und lässt einen durch die Seiten fliegen. Die Figuren sind tiefgehend angelegt und das bei so wenigen Seiten.
Ich denke, dieses Buch ist eine tolle Ergänzung, wenn man die anderen Bände schon kennt oder ein toller Einstieg, wenn man grade erst mit der Reihe los legt.
Mir hat das Buch auf jeden Fall gefallen.
- Patrick Ness
A Monster Calls: Special Collector's Edition (Movie Tie-in)
(84)Aktuelle Rezension von: wordworldDie Eindrücke:
Gestaltung: Zuerst will ich hervorheben, dass meine englische Ausgabe mit stimmungsvollen Illustrationen des englischen Künstlers Jim Kay verziert sind. Egal ob ganzseitige, halbseitige oder nur angedeutete Motive am Seitenrand - durch kontrastreiche Schwarz-Weiß-Zeichnungen erhält die Geschichte einen düsteren, aber verträumten Beigeschmack, der ganz wunderbar zur Handlung passt.
Handlung: Sohn einer Krebskranken Mutter trifft auf eine Kreatur der englischen Folklore und geht einen Deal ein: drei Geschichten gegen die Wahrheit - So könnte man den Roman ganz trocken beschreiben. Besonders wird "A Monster Calls" jedoch dadurch, dass die Haupthandlung auf einer Metaebene zwischen Traum und Realität stattfindet. Patrick Ness nutzt die Begegnungen mit dem Monster, die verwirrenden "Tales", die das Monster Conor erzählt und Conors immer wieder kehrender Albtraum ("THE nightmare, the one with the falling, with the screaming"), um die Trauerverarbeitung eines Dreizehnjährigen auf ergreifende und symbolische Art und Weise darzustellen. Die Geschichte lebt dabei nicht nur von bildreichen Metaphern und Symbolik, sondern auch von Andeutungen, dem was in der Luft und zwischen den Zeilen schwebt. Vieles wird nicht ausgesprochen (die Worte "die" oder "death" oder "cancer" kommen kein einziges Mal vor), dem Leser wird jedoch trotzdem schnell klar, wie es um Conors Mutter steht. Gerade dadurch, dass vieles unausgesprochen bleibt, erscheinen die Erkenntnisse, zu denen Conor und somit auch der Leser im Verlauf der Geschichte kommt, zeitloser und mächtiger.
Figuren: "A Monster Calls" war mein zweites Buch des Autors. Schon in "Chaos Walking", welches ich erst kurz zuvor gelesen habe, hat mich die Art und Weise, wie Patrick Ness sich Figuren zu eigen macht, sehr beeindruckt. Besonders interessant ist die sehr natürliche Charakterisierung unter dem Gesichtspunkt, dass die Originalidee zur Geschichte eigentlich von Siobhan Dowd stammt, die durch ihre Krebserkrankung leider nicht in der Lage war, den Roman zu beenden. Außer dem mehrdimensional und sehr feinfühlig gezeichneten Conor, der seine Emotionen zwischen Verdrängung und Konfrontation, Vergebung und Selbsturteil, Trauer und Wut, Angst und Gelassenheit auszubalancieren versucht, bleiben andere Figuren jedoch eher blass, da wir sie weniger als Figuren und aus Conors Sicht eher als Rollen wahrnehmen.
Schreibstil: Dass die Erzählart trotz der grundsätzlich einfach gehaltenen Sprache anspruchsvoll ist, kann ein Grund sein, weshalb auch viele Erwachsene die Geschichte ansprechend finden. Ein anderer Grund ist wohl die grandiose und komplexe Umsetzung eines schweren Themas, das alle Altersklassen betrifft: die Konfrontation mit Tod, Verlust, Trauer und Loslassen. Es geht darum, wie man schwere Wahrheiten ins Gesicht sieht, ohne an ihnen zu zerbrechen und wie man angenehme Lügen entlarvt und einen Raum findet, in dem man geborgen und in allem Ausmaß trauern kann. Die düstere, manchmal geradezu unheimliche Atmosphäre steht dabei einer so schmerzhaften Traurigkeit gegenüber, dass man durchaus schonmal ein Taschentuch gebrauchen kann.
Die Zitate:
"Who am I?", the monster repeated, still roaring. "I am the spine that the mountains hang upon! I am the tears that the rivers cry. I am the lungs that breathe the wind! I am the wold that kills the stag, the hawk that kills the mouse, the spider that kills the fly! I am the stag, the mouse and the fly that are eaten! I am the snake of the world devouring its tail! I am everything untamed and unteameable!"
It brought Conor up close to its eye.
"I am this wild earth, come for you, Conor O´Malley."
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"Stories are the wildest things of all", the monster rumbled. "Storys chase and bite and hunt."
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"Stories don´t always have happy endings."
This stopped him. Because they didn´t, did they? That´s one thing the monster had definitely taught him. Stories were wild, wild animals and went off in directions you couldn´t expect."
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"I didn´t mean it", Conor said.
"You did", the monster said, "but you also did not."
Conor sniffed and looked up to its face, which was as big as a wall in front of him. "How can both be true?"
"Because humans are complicated beasts", the monster said. "How can a queen be both a good witch and a bad witch? How can a prince be a murderer and a savior? (...)"
"I don´t know", Conor shrugged, exhausted. "Your stories never made any sense to me."
"The answer is that it does not matter what you think", the monster said, "because your mind will contradict itself a hundred times each day. You wanted her to go at the same time you were desperate for me to save her. Your mind will believe comforting lies while also knowing the painful truths that make those lies necessary. And your mind will punish you for believing both."
"But how do you fight it?" Conor asked, his voice rough. "How do you fight all the different stuff inside?"
"By speaking the truth."
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Das Urteil:
Ein symbolträchtiges, bildgewaltiges und doch sehr einfühlsames Buch über Leben, Tod und Monster, welches ich sowohl Kindern ab 12 als auch Erwachsenen allen Alters und aller Lebenslagen ans Herz legen kann!
- Ingrid Uebe
Rudi Vampir fliegt aufs Schloss
(2)Aktuelle Rezension von: YoyomausZum Inhalt:
Was tun, wenn um Mitternacht der Magen knurrt? Rudi Vampir fliegt mit seiner Freundin Igittchen hoch auf Graf Bennos Schloss - vielleicht gibt´s da etwas zu beißen. Doch der Besuch der blaublütigen Familie bringt die kleinen Vampire in große Gefahr....
Als der kleine Nachwuchsvampir Rudi von der schule nach Hause kommt, wartet nur ein karges Mahl auf ihn, welches er sich noch einmal aufwärmen soll. Doch das reicht dem kleinen Leckermaul nicht und der Hunger ist noch so groß. Als seine Freundin Igittchen anruft, um zu fragen, ob er mit ihr spielen möchte, schlägt Rudi vor, dass sie sich doch lieber zum Schloss begeben könnten. Spielen kann man schließlich auch an einem anderen Tag. Aber der Hunger muss schnell gestillt werden, schließlich will man ja einmal ein großer Vampir werden. Gesagt, getan. Die beiden fliegen zum Schloss, doch dort erwartet sie eine Überraschung, die sich gewaschen hat und die beiden kleinen Vampire in Bedrängnis bringt.
Dieses kleine, aber feine Kinderbuch für Kinder im Erstlesealter ist mir durch Zufall zwischen die Finger gekommen und ich muss sagen, dass ich schlichtweg entzückt von dieser kleinen Geschichte bin. Die Sätze sind sehr einfach geschrieben, sodass die jungen Leser diese sehr schnell und gut begreifen können. Die Geschichte ist spannend gestrickt und wird durch niedliche Karikaturen unterstützt. Die beiden Jungsvampire sind so gezeichnet, wie man sich kleine Vampire vorstellt. Ein Cape, verwurschtelte Haare, spitze Zähne, aber doch ganz niedlich und vor allem kindgerecht. Die Autorin bedient in Hinsicht auf Vampire die allgemeinen Klischees. So sind die Vampire nachts unterwegs, trauen sich nicht in die Sonne, haben kein Spiegelbild, können sich in Fledermäuse verwandeln und vor allem mögen sie keinen Knoblauch und trinken Blut. Für einen Erwachsenen ist die Geschichte vielleicht etwas zu leicht und zu kurz. Für Kids denke ich, ist sie aber genau richtig.
Empfehlen möchte ich dieses Buch allen Muttis und Vatis, die ihren Kindern eine schöne und lustige Vampirgeschichte präsentieren möchten. Für Jungleser ist das kleine Büchlein absolut geeignet, vor allem, weil es im Umfang nicht so groß gestaltet ist. Wirklich gut gemacht. - Katrin Koppold
Herzklopfen in der Provence
(37)Aktuelle Rezension von: Ann-ChristinSWie in jedem ihrer Sommerromane nimmt die Autorin den Leser mit an einen wunderbaren Urlaubs-Sehnsuchtsort. Dieses Mal geht es für den Leser in die Provence nach Cannes zu den Filmfestspielen. Hier will Amelie, die ehrenamtlich am Wochenende als Klinikclown arbeitet, einem jungen Patienten einen Wunsch erfüllen. Dieser wünscht sich nichts sehnlicher als ein Autogramm des Regisseurs Nick von Hohenstein. Nick wird jedoch ein paar Tage vor der Preisverleihung in einer recht pikanten Situation erwischt und hat somit ganz andere Probleme, als ein Autogrammwunsch. Doch da hat er nicht mit Amelie gerechnet, die hartnäckig an ihm dran bleibt und bald auch die Einzige ist, die ihm aus dem Schlamassel raus helfen kann.
Das Cover des Romans könnte nicht schöner gestaltet sein. Die Farben unterstreichen die Vorstellung auf die Provence, die auch für seine wunderbaren Lavendelfelder bekannt ist. Ebenso schön ist die kleine Ente, die natürlich auch eine Rolle in der Geschichte spielt.
Auf den ersten Blick handelt es sich hier um einen typischen, leichten Sommerroman, aber je weiter die Geschichte voran schreitet, desto mehr wird man auf ein sehr wichtiges, tiefgründiges Thema stoßen.
Getragen wird die Geschichte, neben der Location, natürlich durch die tollen Charaktere. Amelie war mir sofort sympathisch und gerade auch ihre Kollegin Liselotte ist ein echtes Unikat. Mit Nick tat ich mich zu Beginn schwer, war er mir doch zu hochnäsig. Aber als dann ein toller Roadtrip durch die Provence startet, hat sich das schnell geändert und man fiebert richtig mit. Unterstützt wird das durch den flüssigen Schreibstil und so meint man bald mit den Figuren vor Ort zu sein.
Viel zu schnell muss man dann aber doch Abschied nehmen von dieser wundervollen Geschichte. Nicht aber ohne noch ein paar Tränchen zu verdrücken.
Eine kleine Info noch aber zu diesem Buch. 2017 erschien es bereits unter dem Titel “Mitternachtstango“. Ein Titel der zwar auch passend ist, aber mit der Neuauflage wurden, meiner Meinung nach, Cover und Titel passender zur Geschichte ausgewählt.
Auch wenn der Titel bei einem kleinen Verlag erschienen ist, darf diese schöne Geschichte durch das Angebot der “großen“ Verlage nicht untergehen. Also unbedingt lesen!
- Otfried Preußler
Das kleine Gespenst: Das kleine Gespenst
(589)Aktuelle Rezension von: Schnee_prinzessinZauberhaftes Kinderbuch mit Herz, Witz und Fantasie
„Das kleine Gespenst“ von Otfried Preußler ist ein echter Klassiker der Kinderliteratur und das völlig zurecht! Die Geschichte rund um das neugierige, freundliche Gespenst, das tagsüber wach werden möchte, verzaubert mit ihrem zeitlosen Charme, liebevollen Figuren und einer Prise kindgerechtem Grusel.
Die Idee, dass das Gespenst jeden Tag pünktlich zur Geisterstunde erwacht und dann eine ganz eigene Welt im Schloss Eulenstein erlebt, ist originell und wunderbar kindgerecht umgesetzt. Besonders spannend wird es, als es dem kleinen Gespenst tatsächlich gelingt, tagsüber aufzuwachen mit ungeahnten Folgen! Die Begegnung mit der „echten Welt“ führt zu allerlei Missverständnissen und sorgt für witzige und spannende Momente, die sowohl Kinder als auch Erwachsene unterhalten.
Preußlers Sprache ist leicht zugänglich, dabei aber niemals banal. Er schreibt mit Wärme, Witz und großer Vorstellungskraft ideal zum Vorlesen oder für Erstleser. Die schwarz-weißen Illustrationen von Franz Josef Tripp passen perfekt zur Geschichte und unterstreichen die Atmosphäre auf liebevolle Weise.
Fazit:
Ein wunderschönes Buch über Freundschaft, Mut und Neugier ideal für Kinder ab 6 Jahren, aber auch ein nostalgischer Lesegenuss für Erwachsene. „Das kleine Gespenst“ ist ein echter Schatz im Bücherregal, der auch nach Jahrzehnten nichts von seinem Zauber verloren hat. Absolute Leseempfehlung! - Otfried Preußler
Das kleine Gespenst - Tohuwabohu auf Burg Eulenstein
(15)Aktuelle Rezension von: XPaulineXEin ganz tolles Buch zum Vorlesen für die Kleinsten.
Mir hat sehr gut gefallen, dass die Geschichte genauso beginnt wie der Original. Das kleine Gespenst bringt ein wenig durcheinander in die Ausstellung auf Burg Eulenstein. Der Hausmeister legt sich dann auf die Lauer und möchte das kleine Gespenst fangen. Aber da hat er nicht damit gerechnet, dass das kleine Gespenst so flink ist und zum Glück mit seinem Schlüsselbund alle Türen öffnen kann.
Die Geschichte ist eine tolle Einleitung auf das Originalbuch das kleine Gespenst. Die Länge ist genau richtig um es an einem Stück vorzulesen.
Die Illustration sind sehr süß und toll gestaltet.
Uns hat das Buch sehr gut gefallen und ich konnte meine Kinder ebenfalls von meinem Lieblingskinderbuch überzeugen.























