Bücher mit dem Tag "mittlerer osten"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "mittlerer osten" gekennzeichnet haben.

20 Bücher

  1. Cover des Buches Drachenläufer (ISBN: 9783833308116)
    Khaled Hosseini

    Drachenläufer

     (1.925)
    Aktuelle Rezension von: gst

    Dies ist die Geschichte von Amir und Hassan, zwei afghanischen Jungs. Sie sind befreundet, obwohl der Vater von Amir geschätzt und wohlhabend ist und Hassan „nur“ sein Diener. Während Amir zur Schule geht, bügelt ihm Hassan die Hemden. Als Hazara gehört er einer Ethnie an, die von den meisten Afghanen verachtet wird. Doch Hassan ist treu, lässt nichts auf Amir kommen. Das Aufwachsen ohne Mutter, nur mit dem Vater, verbindet sie. Allerdings lebt Hassan bei seinem Vater Ali in einer armseligen Hütte und Amir in einem palastähnlichen Haus.

    Schon im ersten Kapitel erfahren wir vom Ich-Erzähler Amir, dass er mit zwölf Jahren, im Winter 1975, große Schuld auf sich geladen hat. Dann berichtet er – fast übergangslos - von der gemeinsamen Kindheit in Kabul vor der sowjetischen Invasion. Da wird eine Stadt lebendig, die es so schon lange nicht mehr gibt.


    Khaled Hosseini ist ein begnadeter Geschichtenerzähler. Er wurde am 4. März 1965 als ältestes von fünf Kindern in Kabul geboren. Sein Vater stand im Dienst des afghanischen Außenministeriums, seine Mutter unterrichtete Persisch und Geschichte an einer Mädchen-High-School. Nach Aufenthalten in Teheran und Paris erhielt die Familie 1980 Asyl in den USA, wo Khaled 1993 zum Doktor der Medizin promovierte. „Drachenläufer“ erschien 2003 und war der erste Roman des verheirateten, zweifachen Vaters.


    Als Leserin bin ich in dem Roman versunken und habe alles um mich herum vergessen. Ganz nebenbei erfuhr ich so einiges aus der Geschichte Afghanistans seit 1975: Von den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen, vom anfangs noch unbeschwerten Leben und dem Übergang zur Talibanherrschaft, die Amirs Vater veranlasste, mit seinem Sohn nach Amerika auszuwandern. Nun weiß ich, dass Afghanen auch im Exil ihre Bräuche in Ehren halten.
     Der Autor weiß seine Leser zu fesseln, literarisch und emotional. Manchmal kann man auflachen, auf anderen Seiten die Tränen nicht zurückhalten. Dieses Buch hat mich aufgewühlt und von jeglicher Lethargie befreit, weshalb ich es in meine persönliche literarische Apotheke aufnehme.

  2. Cover des Buches Die vierzig Geheimnisse der Liebe (ISBN: 9783036959122)
    Elif Shafak

    Die vierzig Geheimnisse der Liebe

     (56)
    Aktuelle Rezension von: Stella_Stellaris

    Es handelt sich um einen Buch-im-Buch-Roman, bei dem das Thema Sufismus im Vordergrund steht. 

    Die vierzigjährige Ella führt ein wohlgeordnetes Leben mit Mann, Kindern, Haus und Hund. An der Oberfläche erscheint alles perfekt. Tief in ihrem Inneren ist Ella jedoch unglücklich. Durch ihre Arbeit lernt sie Aziz kennen und führt mit ihm einen regen Mailkontakt. Noch bevor sie sich zum ersten Mal gegenüberstehen, hat Ella sich in Aziz verliebt.

    Das Buch-im-Buch handelt von dem Gelehrten und späteren Dichter Rumi und seinem Freund Schams-e Tarizi, einem Sufi und Wanderderwisch.

    Ich habe mich vor Jahren schon einmal kurz mit Sufismus beschäftigt. Dann hat das Leben andere Themen nach oben gespült. Deshalb war es nun eine Freude für mich Rumi, dessen Gedichte mich stets auf´s Neue tief berühren, beim Lesen zu begegnen. Sein Gefährte Schams-e Tarizi war ein persischer Mystiker und Wanderderwisch; er lebte im 12./13. Jahrhundert. 

    Das Buch steckt voller Liebe und regt zum Nachdenken an.

    Obwohl mir das Buch-im-Buch sehr gefallen hat, hätte ich mir gewünscht, dass die Autorin der Liebesgeschichte von Ella und Aziz mehr Raum gegeben hätte.

    Mein Fazit: Absolut lesenswert (und nicht nur einmal)!


  3. Cover des Buches Stupid white men (ISBN: 9783492241274)
    Michael Moore

    Stupid white men

     (585)
    Aktuelle Rezension von: sunplantsky

    In dem Buch „Stupid White Men“ betrachtet Michael Moore Amerika und die Regierung Bush von einer anderen Perspektive. Er kritisiert offen und begründet dies auf nachvollziehbare Weise. Auch stellt er Fragen, deren wahren Antworten wir wohl nie kennen werden. Als Leser sollte man im Hinterkopf behalten, dass die Informationen zu bestimmten Themen mittlerweile veraltet sind. Diese Teile habe ich übersprungen, weil sie langweilten. Dennoch regt der Inhalt zum Nachdenken an, da auch parallelen zu unserem heutigen Alltag gezogen werden können, auch wenn man nicht in Amerika lebt. Unterhaltend ist auch der Humor von Moore. Kurz um, ein gutes Buch, was mittlerweile aber überholt ist.

  4. Cover des Buches Auf den Schwingen des Adlers (ISBN: 9783404179473)
    Ken Follett

    Auf den Schwingen des Adlers

     (126)
    Aktuelle Rezension von: Friducia
    1978 herrscht im Iran das Chaos. Islamische Revolutionäre stehen kurz davor den Schar von seiner Position zu stürzen. Fast alle US-Firmen sind dabei das Land zu verlassen. Nur die vom Multimillionär Ross Perot gegründete Firma EDS hält noch die Stellung. Der ursprüngliche Auftrag, für das iranische Gesundheitsministerium ein modernes Kommunikationssystem einzurichten, ist so gut wie gescheitert. Nun geht es nur noch darum die verbliebenen Zahlungen einzuholen und die restlichen Mitarbeiter zu evakuieren. Doch aus den rein geschäftlichen Verhandlungen wird Ernst, als das iranische Ministerium die beiden EDS-Manager Bill Gaylord und Paul Chiapparone unter zwielichtigen Behauptungen verhaftet. Kaution: 13 Millionen Dollar. Als auch das amerikanische Außenministerium die Unschuld der Manager in Frage stellt, bleibt Perot nur noch eine Möglichkeit. Er engagiert den Kriegsveteranen Bull Simons als strategischen Anführer eines Befreiungskommandos. Sieben EDS Mitarbeiter, alles ehemalige Soldaten, und ein iranischer Angestellter planen unter Simons Kommando den Gefängnisausbruch von Gaylord und Chiapparone.Doch es kommt anders als geplant. Die Revolutionäre gewinnen die Oberhand im Iran. Die Situation eskaliert und der einstudierte Plan scheitert bereits im Vorfeld. Jetzt gilt es nicht nur das Leben der inhaftierten Manager zu retten, sondern auch das aller im Teheran verbliebenen Mitarbeiter. Mithilfe eines iranischen EDS-Mitarbeiters gelingt es Simons und seinem Team letztendlich doch noch, Bill Gaylord und Paul Chiapparone während der Stürmung des Gefängnisses aus der Stadt zu schaffen. Doch bis zur türkischen Grenze ist es ein langer Weg und Amerikaner sind bei vielen Revolutionären nicht gern gesehen. Realität statt Fiktion “Dies ist eine wahre Geschichte über Menschen, die, da sie krimineller Vergehen beschuldigt wurden, die sie nicht begangen hatten, beschlossen, sich ihr Recht selbst zu verschaffe.” Mit diesen Worten beginnt Ken Follett seinen Tatsachenthriller Auf den Schwingen des Adlers. Zugegeben, der Leser muss sich erst einmal durch die ersten 100 Seiten arbeiten, um eine Übersicht über die Gesamtsituation zu bekommen. Wer dabei völlig unwissend an das Thema herangeht, hat einiges an Informationen zu verarbeiten. Doch unnütz ist dieses Wissen keinesfalls. Und die Mühe lohnt sich, denn spätestens ab der Hälfte wird der Leser das Buch kaum mehr aus der Hand legen wollen. Leser sollten Auf den Schwingen des Adlers nicht mit fiktiven Romanen Ken Folletts, wie die Bestseller Die Säulen der Erde oder Die Nadel vergleichen. Die politische Situation um den Iran Ende der 70er Jahre steht in dem Tatsachenthriller im Vordergrund. Jedoch gehört dieses Wissen mit zu einer wahren Geschichte um eine Befreiungsaktion während einer Revolution. Wer sich also nicht für Politik interessiert, sollte vielleicht lieber die Finger von dem Buch lassen. Über die Philosophie zum Journalisten und Schriftsteller Was viele nicht wissen ist, das Ken Follett zuerst Philosophie studiert hat, bevor er zum Journalismus kam. “Es besteht eine reale Verbindung zwischen der Philosophie und der Belletristik. In der Philosophie beschäftigt man sich mit Fragen, wie zum Beispiel: ‚Wir sitzen an diesem Tisch, aber ist der Tisch auch wirklich?’ Eine blöde Frage, aber beim Studium der Philosophie muss man solche Dinge ernst nehmen und eine über das Gewöhnliche hinausgehende Vorstellungsgabe besitzen. Und dies braucht man auch beim Schreiben von Romanen.” Diese Vorstellungsgabe gepaart mit präzise recherchierten Daten und Fakten macht Folletts Romane zu einer brillanten Mischung aus Unterhaltungs- und Geschichtslektüre. Subjektive Darstellung einer wahren Geschichte Der Titel Auf den Schwingen des Adlers basiert auf dem Motto der EDS-Personalabteilung: “Adler kommen nicht in Scharen, man muss schon jeden einzeln suchen”. Erwähnenswert ist, dass Follett aus Sicht der EDS-Mitarbeiter erzählt. Er arbeitete eng mit Perot und den Männern der Rettungsgruppe zusammen, wodurch ein sehr positives, gar heldenhaftes Bild auf Ross Perot geworfen wird. Das mag einigen Kennern missfallen. Jedoch sind Sichtweisen bekanntlich subjektiv, weswegen man diesem Punkt in Folletts Thriller nicht zuviel Aufmerksamkeit schenken sollte. Fazit Ein weiteres, gelungenes Werk des Autors. Sich zu Anfang durch Personen, Daten und Fakten zu kämpfen ist die Mühe allemal Wert. Und der gewillte Leser lernt unter Umständen auch noch etwas dabei. Bis zum Schluss bleibt es spannend und wie im wirklichen Leben erfährt der Leser auch erst ganz am Ende, ob die Rettungsaktion geglückt ist. Ein Extra in dem Buch sind die beigefügten Fotos von den EDS Mitarbeitern und Schnappschüssen der Rettungsaktion. Zudem werden auf einer Karte am Ende des Buches die Fluchtwege aufgezeigt, so dass sich der Leser diese besser vor Augen führen kann. Taschenbuch: “Auf den Schwingen des Adlers” Autor: Ken Follett Seiten: 539 Verlag: Bastei Lübbe Weiterführende Literatur Die Nadel: Roman, Ken Follett; 416 Seiten; Bastei Lübbe; Auflage: 59 (3. Januar 2012) Die Säulen der Erde: Roman, Ken Follett; 1296 Seiten,; Bastei Lübbe; Auflage: 78 (27. Dezember 2010)
  5. Cover des Buches Die große Heuchelei (ISBN: 9783548062327)
    Jürgen Todenhöfer

    Die große Heuchelei

     (47)
    Aktuelle Rezension von: mabuerele

    „...Der Untergang einer Zivilisation beginnt an dem Tag, an dem ihre Werte in der Welt nicht mehr respektiert werden. Und an dem die Mehrheit ihrer Bevölkerung nicht mehr bereit ist, für sie Opfer zu bringen...“


    Der Autor setzt sich in 21 Kapiteln damit auseinander, was die Außenpolitik der westlichen Staaten wirklich antreibt. Dazu begibt er sich an die Stellen von Krieg und Vertreibung und beschreibt sein Erleben. Er denkt Heuchelei und Widersprüche auf.

    Der Schriftstil des Buches lässt sich gut lesen. Allerdings neigt der Autor zum Dozieren. Das wirkt ab und an etwas belehrend.

    Das Buch mit einem Besuch von Mossul. Das Erleben von Krieg und Tod nutzt er, um moralische Werte des Westens zu hinterfragen. Dann führt ihn der Weg nach Gaza. Er listet die Kriegstoten, insbesondere die Zahl der Zivilisten auf beiden Seiten auf.

    Die besonderen Stärken des Autors liegen in der historischen Analyse, die als nächstes Kapitel folgt. Sehr genau geht er auf die Erfolge im Nahen und Mittleren Osten in der Vergangenheit ein. Das geschieht sachlich und fundiert. So zählt er folgende Leistungen auf.


    „...In der Medizin beschrieb sie erstmals den kleinen Blutkreislauf korrekt und erkannte die Versorgung des Herzens durch Koronargefäße. In Mathematik verdanken wir ihr die Einführung der Dezimalzahlen...“


    Außerdem vergleicht er Islam und Christentum anhand von Auszügen aus Koran und Bibel. Für den Niedergang der islamischen Kultur nennt er zwei mögliche Ursachen.

    Jemen, Irak und Syrien sind weitere Themen. Kritisch beleuchtet wird vor allem die Politik Amerikas.

    Viel Raum nimmt das Thema Terrorismus ein. Auch hier weist er darauf hin, dass diese Methode Jahrhunderte alt ist und belegt das mit Beispielen. Den folgenden Satz sollte man sich gut durch den Kopf gehen lassen:


    „...Der Terrorismus des Mittleren Ostens ist die illegitime Antwort auf die illegitimen Kriege des Westens...“


    Die Rolle des Journalismus ist ebenfalls ein Thema des Buches.

    Fotografien ergänzen die Ausführungen. Anmerkungen und ein Sach- und Wortregister schließen das Buch ab.

    Als Leser muss ich nicht an jeder Stelle der gleichen Meinung sein wie der Autor. Das Buch aber zwingt zum Überdenken der eigenen Position und bringt aktuelle Probleme unserer Zeit gekonnt auf den Punkt.

  6. Cover des Buches Die Girls von Riad (ISBN: 9783442466566)
    Rajaa Alsanea

    Die Girls von Riad

     (77)
    Aktuelle Rezension von: Minerva
    Einzelne kleinere Geschichten in Emailform, über vier Freundinnen im Riad. Man liest hier von ganz normalen jungen Frauen, die ihre Wünsche, Hoffnungen und Versuche nach einer erfüllten Liebe, unter ihrem Schleier verbergen und teilweise begraben müssen. Wie der Mailverkehr immer weiter an die Öffentlichkeit dringt, somit Verständnis und Protest hervorrufen ist toll umgesetzt.
  7. Cover des Buches Denn am Sabbat sollst du ruhen (ISBN: 9783442472000)
    Batya Gur

    Denn am Sabbat sollst du ruhen

     (58)
    Aktuelle Rezension von: Nadezhda

    Ich wusste noch, dass der Auftakt der Ochajon-Reihe nicht der Knaller ist (schließlich hatte ich mir damals nach dem ersten Lesen diesen Band bewusst nicht zugelegt), aber dass er so lahm ist... Die Kriminalhandlung wird nur sehr zögerlich entfaltet und kommt bis kurz vorm Ende nicht recht in die Gänge, die Figuren drehen sich seiten- und kapitellang im Kreis, ich wurde nicht warm mit ihnen und konnte auch nicht die immer mal wieder von der Autorin behauptete, aber nie wirklich gezeigte Aufregung rund um den Fall nachvollziehen.

    Jetzt weiß ich nicht mehr, ob ich wirklich die ganze Reihe rereaden möchte. Dabei hatte ich nach einem Reread der Lisi-Badichi-Reihe (von Shulamit Lapid) im letzten Jahr Lust, mich wieder krimitechnisch nach Israel zu begeben. Batya Gurs Ochajon-Start hat mich jetzt allerdings doch ziemlich ausgebremst... Vielleicht gebe ich der Reihe später im Sommer nochmal eine Chance, aber sicher bin ich mir da, wie gesagt, nicht.

    Zwei Sterne für die guten Grundideen rund um die Psychoanalyseszene, die aber (für meinen Geschmack) unfassbar öde und langatmig umgesetzt wurden. Lest zu dieser Thematik lieber Siri Hustvedt oder Lily Brett...

  8. Cover des Buches Der Angriff (ISBN: 9783453721685)
    Vince Flynn

    Der Angriff

     (33)
    Aktuelle Rezension von: TheSilencer
    Moslemische Terroristen dringen mit einem perfiden Plan ins Weiße Haus ein. Das Ziel: den Präsidenten der USA als Geisel nehmen.

    Während einer Geheimdienst-Aktion wird ein Terrorist aus diesen Kreisen mehr durch Zufall festgenommen und durch den Wolf gedreht. Details, die er unter Folter preisgibt, führen dazu, daß der Präsident rechtzeitig in einem Bunker im Weißen Haus in Sicherheit gebracht werden kann.

    Doch diese Sicherheit ist nur scheinbar.

    Die CIA schickt ihren besten Mann für solche Aktionen: Mitch Rapp.

    Rapp macht sich auf den Weg ins Weiße Haus. Während Politiker und Geheimdienste versuchen, die Gesamtsituation für ihre Karrieren zu nutzen, muß Rapp ganze Arbeit leisten.

    Auf mehreren Handlungsebenen dreht sich die Spirale zum Finale. Ein super gemachter Polit-Thriller mit Actioneinlagen in bester Tradition von Andy McNab oder Lee Child.
  9. Cover des Buches Im Auge des Tigers (ISBN: 9783453436831)
    Tom Clancy

    Im Auge des Tigers

     (42)
    Aktuelle Rezension von: Eglfinger

    Inhalt:

    "In der neuen Welt des Terrorismus, in der jeder mit einem Schnellfeuergewehr, einer Grundkenntnis in Chemie oder auch nur dem Willen zum Selbstmord eine dramatische Rolle spielen kann, gelten die alten Regeln nicht mehr. Keine offizielle Regierungsorganisation kann darauf mehr effektiv reagieren. Daher bleiben nur Männer und Frauen, die schnell und aktiv sind, frei von Hierarchie und staatlichen Einschränkungen – Menschen, die außerhalb des Systems agieren. In einem unscheinbaren Gebäude in einem Vorort in Maryland sitzt die Firma Hendley Associates. Nach außen hin eine Investmentfirma, in Wirklichkeit aber mit ganz anderen Interessen: im In- und Ausland Terroristen zu identifizieren und zu lokalisieren, und dann – mit welchen Mitteln auch immer – einzuschreiten, um das Problem zu lösen." (Quelle: Heyne-Verlag)

    Meine Meinung:

    Clancy stand beim Schreiben noch stark unter dem Einfluss der Ereignisse nach dem 11. September. Im Gegensatz zu seinen bisherigen Büchern geht es jetzt nicht mehr um kalte oder heiße Kriege, sondern um die neue Form des Terrorismus. Ein in Europa aufgebautes Netzwerk fundamentalistischer Terroristen kommt mit Hilfe eines kolumbianischen Drogenkartells in die USA um einen Terroranschlag zu verüben. Gleichzeitig bekämpft eine private Geheimdienstorganisation namens Campus die neue Form des Terrorismus. Diese wurde noch vom jetzt ausgeschiedenen Präsidenten Jack Ryan ins Leben gerufen. Sie beschafft sich ihre Informationen auf illegale Weise, in dem sie Nachrichten zwischen der CIA und der NSA abfängt und schickt dann ein Killerkommando nach Europa um das Netzwerk zu zerstören. An der Seite des Killerkommandos arbeitet Jack Ryan jr., der ohne Wissen seines Vaters für den Campus arbeitet und so ins Geheimdienstgeschäft einsteigt.
    Die Art und Weise wie Clancy die Arbeit des Campus beschreibt ist wohl eher Wunschdenken, das aus der Enttäuschung über das Versagen der eigentlichen Geheimdienste in Bezug auf den 11. September entstanden ist. Doch diese Beschreibung ist für meinen Geschmack zu oberflächlich. Von der von Clancy gewohnten Detailverliebtheit ist in diesem Buch nichts zu erkennen und das Buch ist voll von Wiederholungen. Auch ist der Plot zu einfach gehalten. Im Gegensatz zu seinen bisherigen Büchern zieht sich hier die Story von Anfang bis Ende durch, ohne dass es zu Schauplatzwechseln oder ähnlichem kommt. Die ganze Geschichte hätte man auch statt auf 700 Seiten in 350 Seiten packen können.
    Aber in einem ist sich Clancy leider wiedermal treu geblieben. Nämlich, dass die Art und Weise, wie die USA in diesem Buch auf Terrorismus reagieren, moralisch einwandfrei sei - naja.

    Mein Fazit:

    Vom letzten Buch "Im Zeichen des Drachen" war ich schon enttäuscht und hoffte auf Besserung, aber dieses hier kann man getrost vergessen. Ich kann hier nur ♥♡♡♡♡ vergeben.


    Zum Beitrag in meinem Blog
  10. Cover des Buches Nimitz Class (ISBN: 9783453722644)
    Patrick Robinson

    Nimitz Class

     (19)
    Aktuelle Rezension von: quadrupes
    Von der ersten Seite an ist der Leser mitten in der Story. Robinson führt ihn mit detailliertem Wissen in die Welt eines Flugzeugträger ein und schildert packend das Nahen und das Geschehen der Auslöschung eines solchen Riesens sowie das nachfolgende Entsetzen. Die darauf folgende Story ist routiniert heruntergeschrieben und lässt den Leser in die militärische Welt der USA und den Nahen Osten eintauchen. Dort halten sich die Personen auf, die verantwortlich für den Anschlag auf den Flugzeugträger sind. Insgesamt ein absolut lesenswerte Buch, dem aber zur Höchstnote das gewisse Etwas fehlt.
  11. Cover des Buches Licht aus dem Osten (ISBN: 9783499631672)
    Peter Frankopan

    Licht aus dem Osten

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Wer sich ein bisschen für Geschichte interessiert und etwas Durchhaltevermögen hat wird seine Freude haben an diesem Buch. Es spannt einen Bogen von den frühen Hochkulturen bis fast zur Gegenwart, erläutert anschaulich und zum Teil mit amüsantem Unterton die geschichtlichen, wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhänge und ermöglicht dadurch dem Lesenden erhellende Einblicke in das Funktionieren von Politik. Es wird klar, wo die Wurzeln der heutigen Probleme im Nahen Osten liegen und wie verlogen und machtorientiert die Politik nicht nur früher war sondern auch heute immer noch ist.
  12. Cover des Buches Die Entdeckung der Welt (ISBN: 9783765816406)
    Beau Riffenburgh

    Die Entdeckung der Welt

     (2)
    Aktuelle Rezension von: buch_ratte
    Ein höchst interessantes Buch über die Entdeckungen unserer Welt. Die Zeit vor Kolumbus wird nur knapp angeschnitten, das Zeitalter danach dafür um so ausführlicher. Was dieses Buch von anderen abhebt sind die Beigaben. es enthält sehr interessante Faksimiles, wie z.B. Briefe, Einkaufslisten, Tagebucheintragungen... Freundlicherweise sind im Anhang die Übersetzungen oder Zusammenfassungen vorhanden. Dieses Buch ist ein MUSS für alle Fans von Entdeckungsrisen. Natürlich deckt es nicht alle ab, aber doch die wichtigsten bzw. interessanten der letzten 500 Jahre.
  13. Cover des Buches Sapphos Flucht (ISBN: 9783548103488)
    Samuel Fuller

    Sapphos Flucht

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  14. Cover des Buches Der Trost des Nachthimmels (ISBN: 9783518468371)
    Dževad Karahasan

    Der Trost des Nachthimmels

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Heldentenor
    Erzählt wird über das Leben eines der wichtigsten persischen Mathematikers, Astronomen, Astrologen, Philosophen und Dichters: Omar Chayyam. Omar Chayyam lebte im 11./12. Jahrhundert in der Blütezeit der seldschukischen Herrschaft.

    Das Buch ist kein typischer historischer Roman. Es enthält keine ausufernden Beschreibungen ferner Gefilde und unbekannter Bräuche und zum großen Glück des Lesers keinen Funken Orientalimsus. Der Leser ist vielmehr gefordert, die Orte der Handlung und die vorkommenden Personen selbst zu recherchieren. 

    Schwerpunkt sind die religiösen und politischen Veränderungen, die Persien in dieser Zeit durchmacht und welche Konsequenzen diese auf das Leben des Protagonisten haben. Und an dieser Stelle fällt auf, dass sich einige Dinge auch nach 1.000 Jahren immer wiederholen.





  15. Cover des Buches Der Verrat (ISBN: 9783716023396)
    Michael Lüders

    Der Verrat

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  16. Cover des Buches Andy und Marwa (ISBN: 9783570305430)
    Jürgen Todenhöfer

    Andy und Marwa

     (33)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Todenhöfer berichtet über zwei Menschen, die beide nicht unterschiedlicher von ihrer Herkunft her nicht sein könnten, und dennoch gleiche Wünsche und Ziele für sich und ihre Familie haben. Am 7. April 2003 endet ihr bisheriges Leben auf brutalste Weise. Der Autor erzählt uns parallel die Lebensgeschichte der beiden und zitiert zwischendurch immer wieder die zynischen Reden von George W. Bush. Den Forderungen, die Todenhöfer aus dem Ganzen abgeleitet, kann selbstverständlich nur absolut zugestimmt werden, daß diese beachtet werden, muß man aber leider bezweifeln.
  17. Cover des Buches Jenseits von Staat, Macht und Gewalt (ISBN: 9783941012554)
  18. Cover des Buches In einem alten Land (ISBN: 9783442729975)
    Amitav Ghosh

    In einem alten Land

     (6)
    Noch keine Rezension vorhanden
  19. Cover des Buches Der Kelim der Prinzessin (ISBN: 9783404155392)
    Peter Berling

    Der Kelim der Prinzessin

     (16)
    Aktuelle Rezension von: nelloroso
    Das definitive Ende der Grals-Saga von Peter Berling fande ich sehr gut. Zwischendurch drohte die Langeweile, aber Berling hat schnell wieder den Dreh bekommen. Nachdem Yeza und Roc getrennt werden, ziehen beide alleine los, um sich darüber klar zu werden, was sie eigentlich wollen. Friedenskönigspaar, Liebe, Kinder oder Tot. Alleine oder Gemeinsam?. Beide werden jeweils wieder von guten Freunden beschützt und beraten (Arslan, William von Roebruk, Baitschu, Yves der Bretone um einige zu nennen). Auch werden endlich die Pläne des Geheimbundes Prieure de Sion ergründet. Und natürlich gibt es wieder die grossen Parteien, die die beiden für ihre Zwecke einspannen wollen. Die Mongolen wollen ihr Königspaar, die ägyptischen Mamelucken sie am liebsten Tot sehen und die christlichen Ritterorden und Königreiche im heiligen Land, die nicht genau wissen was sie wollen. Also wieder eine Menge Intrigen und Verrat. Zwischendurch taucht immer wieder ein "böser" Teppich auf und ein geheimnisvolles Wesenspiel. Das Alles gipfelt in der Schlacht von Ain Djalud und dem Ende der Mongolen (und bald der Christen) im Outremer.
  20. Cover des Buches Ein Grab in Gaza (ISBN: 9783453433595)
    Matt Beynon Rees

    Ein Grab in Gaza

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Hamburgerin

    Ich bin ja bekennender Omar Youssef Fan. Ohne diesen liebenswerten Lehrer, der trotz der Plagen seines fortschreitenden Alters an das Gute glauben will und tapfer dafür kämpft - ja ohne ihn wäre "Ein Grab in Gaza" nur ein weiteres Dokument der Hoffnungslosigkeit in einer ewig gebeutelten Region.

    Dennoch, mir gefällt die Art, wie der Gaza Streifen schonungslos beschrieben wird, mit allem, was dazu gehört. Wer mal dort war, erkennt, wie authentisch das ganze, verrückte Mosaik aus Gewalt, wirrer Politik, Korruption und humanitären Hilfsversuchen wiedergegeben wird.

    Matt Rees nutzt das Genre 'Krimi', um seinen Lesern den Brennpunkt Nah-Ost näher zu bringen, festzuhalten, was in den Nachrichten keinen Platz haben kann oder soll. Das mag Krimi-Leser enttäuschen, denn die Fälle haben ihre Schwächen. Aber Omar muss man einfach lieb haben.

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