Bücher mit dem Tag "mittsommer"
18 Bücher
- Corina Bomann
Die Frauen vom Löwenhof
(317)Aktuelle Rezension von: AmberStClairKlappentext:
Ein schwedisches Landgut, eine mächtige Familie, eine Frau zwischen Liebe und Pflicht: Die große Saga von Corina Bomann
Agneta kämpft mit den Tränen. Ein Telegramm hat sie nach Hause gerufen, ihr Vater ist bei einem Brand ums Leben gekommen. Dabei hatte sie sich schweren Herzen von ihrer mächtigen Familie losgesagt und in Stockholm ein freies Leben als Malerin geführt. Eine Aussöhnung schien unmöglich. Jetzt werden ihr Titel, Glanz und Vermögen zu Füßen gelegt, sie soll das Erbe ihres Vaters antreten als Gutsherrin vom Löwenhof. Ihre Wünsche und Träume sind andere, sie sehnt sich nach einem Leben an der Seite von Michael, einem aufstrebenden Anwalt. Selbstlos stellt Agneta sich der Pflicht und Familientradition. Ihr Herz jedoch kann nicht vergessen und sehnt sich nach Liebe …
Meine Meinung:Der erste Teil der Trilogie „Die Frauen vom Löwenhof“ fing gut an. Der Schreibstil war sehr flüssig und verständlich geschrieben. Man konnte sich die einzelnen Personen gut vorstellen. Eine fesselnde Geschichte in der sehr viele Ereignisse geschehen und spannend herüber kommt.
Agneta hat es nicht immer leicht, viel Trauer um geliebte Menschen, falsche Entscheidungen die sie in ihrem Leben trifft was ihr viel Schmerz bringt. Aber auch in der Liebe hat sie kein glückliches Händchen. Erst auf Umwegen findet sie ihr Glück.
Eine wirklich sehr schöne Geschichte, die ausführlich erzählt wird so das man sich gut mit hinein versetzen konnte.
- A.M. Ollikainen
TEAM HELSINKI
(87)Aktuelle Rezension von: shinyJulieNach dem Fund einer Toten in einem Container beginnen Kommissarin Paula und ihr Team zu ermitteln. Doch die verdächtige Familie gibt zu perfekte Antworten.
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Das Buch klang vielversprechend, aber ich wurde leider sehr enttäuscht. Paula als ermittelnde Kommissarin ist die Hauptperson, aber trotzdem hat sie keine wirklich herausstehenden Charaktereigenschaften und es gibt auch keinerlei Entwicklung. Sie ist und bleibt ein total flacher Charakter. Die Nebencharaktere sind noch schlimmer, sie bestehen praktisch nur aus ihren Namen, ansonsten könnte man sie ohne Probleme austauschen. Auch der zu lösende Kriminalfall ist nicht wirklich spannend. Davon einmal abgesehen, war das Buch ganz zu lesen. - Malin Hedin
Mittsommerlügen
(35)Aktuelle Rezension von: Claudia107Inhaltsangabe: "Mittsommer 1983 in Dalshyttan im ländlichen Schweden. Die kleine Dorfgemeinschaft feiert ausgelassen die kürzeste Nacht des Jahres, mit Tänzen um den Baum, Blumenkränzen, Essen und viel Alkohol. Am nächsten Tag ist die junge Mutter Maria verschwunden. Und taucht auch nicht mehr auf. Ihre kleine Tochter Terese bleibt erst mal bei der Großmutter, die gleich spürt, dass etwas nicht stimmt. Sie glaubt nicht daran, dass Maria ihre kleine Tochter ohne ein Wort zurückgelassen hätte. Wochenlang sucht sie im dichten Herbstwald wie im Wahn nach ihrer Tochter. Dort wird Maria schließlich gefunden – tot, an einem Abhang.
Nach erfolglosen Ermittlungen kümmert sich bald niemand mehr um Marias Tod, und Terese wird in die Obhut einer Pflegefamilie in einer anderen Region Schwedens gegeben. Fünfzehn Jahre später kehrt Terese als junge Erwachsene zurück nach Dalshyttan. Und findet ein altes Tagebuch ihrer Mutter Maria, das neues Licht auf die Geheimnisse von damals wirft."Dieses Hörbuch habe ich als Download gelauscht, es hat eine Laufzeit von 12 Stunden, 40 Minuten und wird von Heidi Jürgens sehr eindrücklich vorgetragen. Mir persönlich hat ihre Lesung sehr gut gefallen und ich habe ihr gerne gelauscht.
Hier wird man in die 80er Jahre zurückversetzt und bekommt erstmal einige Protagonisten präsentiert. Eine Gemeinschaft in einem kleinen Ort in Schweden feiert Mittsommer und man wird gut in die Gedankenwelt einzelner Mitwirkender hineinversetzt. Auch wenn ich das Gefühl hatte, dass sie alle ähnlich ticken. Dann passiert das Unglaubliche, die junge Maria ist verschwunden und lässt ihre kleine Tochter Terese zurück. Marias Mutter glaubt nicht daran, dass Maria ihre Tochter einfach so allein gelassen hat...sie glaubt an ein Verbrechen. Maria`s beste Freundin Silvia kümmert sich erstmal um die kleine Terese, denn sie wünscht sich selbst Kinder. Doch als die Leiche von Maria gefunden wird kommt Terese in eine Pflegefamilie und nach 15 Jahren kommt sie in das Dorf zurück und kommt dabei unglaubliches auf die Spur.
Meiner Meinung nach ist der Roman schon sehr ausschweifend gewesen, teilweise mit Wiederholungen und ich dachte manchmal es geht nicht voran. Aber als Terese mit fast 18 Jahren in den Ort zurückkommt, wo ihre Großeltern leben nimmt die Story an Fahrt auf. Im letzten Drittel passieren dann einige Dinge, die ich so nicht erwartet habe und die Auflösung war dann überraschend, wobei ich dann auch schon fast damit gerechnet habe.
Fazit: Eine sehr atmosphärische geschilderte Geschichte, die einen wunderbar in die 80erJahre zurückversetzt. Mit der Auflösung habe ich so nicht gerechnet, fand es aber durchaus plausibel. Auch wenn die Story sehr ausschweifend erzählt ist habe ich sie gerne gehört. 3,5 ⭐ und eine Empfehlung für alle die etwas ruhigere, wenn auch durchaus interessante Kriminalfälle mögen.
- Viveca Sten
Tödlicher Mittsommer
(204)Aktuelle Rezension von: Meisje25Nach der Reihe um die Komissarin Hanna Ahlander, dachte ich, ich versuche auch einen anderen Krimi der Autorin. Tatsächlich ist hier deutlich ihr Schreibstil zu erkennen. Rund um einen spannenden Fall, der den Ermittlern viele Fragen mitgibt, entfalten sich auch noch ein paar persönliche Themen bei den ermittelnden Beamten und einer Freundin des Hauptermittlers Thomas Andreasson. Im Stil daher sehr ähnlich, nicht weniger gut. Besonders hat mir das Setting in den Schären vor Stockholm im Sommer gefallen, das war wirklich nett zu lesen, vor allem hier im grauen Sommer.
- Sandra Åslund
Still ist die Nacht (Ein Fall für Maya Topelius 2)
(110)Aktuelle Rezension von: BuecherundIchStill ist die Nacht ist ein ruhiger, atmosphärischer Schwedenkrimi, der weniger auf Action setzt und dafür stark über Stimmung kommt. Das Setting auf einer abgelegenen Insel während eines Yoga-Retreats sorgt von Anfang an für eine unterschwellige Spannung, die sich langsam aufbaut.
Die Geschichte lebt vor allem von ihrer dichten Atmosphäre und den zwischenmenschlichen Spannungen. Ermittlerin Maya Topelius wirkt sympathisch und menschlich, auch wenn sie für mich emotional etwas auf Abstand bleibt. Der Fall selbst ist solide konstruiert, ohne komplett zu überraschen.
Insgesamt ein gutes Buch für alle, die skandinavische Krimis mögen, die ruhig erzählt sind und mehr Wert auf Atmosphäre als auf Tempo legen.
- Kathrin Lena Orso
Die Ponys von Lillasund 4. Das Mittsommer-Turnier
(16)Aktuelle Rezension von: Mirilein„Die Ponys von Lillasund – Das Mittsommer-Turnier“ ist der vierte Band der Reihe „Die Ponys von Lillasund“. Für mich ist es das dritte gelesene Buch, denn das erste fehlt mir noch.
In diesem Buch dreht sich alles um Mittsommer, denn dieses typisch schwedische Fest soll nicht nur gefeiert werden, es gibt sogar ein Mittsommer-Turnier. Klar, dass Ida und ihre Freund:innen daran teilnehmen möchten. Doch die Vorbereitungen darauf verlaufen nicht ganz ungestört. Zum einen passen Ida und Elsa auf Astrids Hund Tobbe auf und zum anderen gibt es da auch noch einen mysteriösen Trollzauber. Ob sich bis Mittsommer alles aufklären wird?
Auch in diesem Buch zeigen sich wieder die ganzen positiven Aspekte, die die Reihe ausmachen: Die Situationen und vor allem auch die Emotionen sind stets sehr authentisch geschrieben. Man kann sich gut in die Kinder hineinversetzen. Gleichzeitig gehen die Kinder auch selber sehr sensibel und einfühlsam miteinander um, unterstützen sich gegenseitig und helfen einander. Dazu kommt der Umgang mit den Tieren. Dieser wird zum einen sehr anschaulich dargestellt und zum anderen gehen die Kinder auch an dieser Stelle immer sehr achtsam mit den Lebewesen um.
Gleichzeitig fehlt auch eine spannende Handlung nicht. Stets passiert etwas und es baut sich immer wieder etwas neues auf. Sei es, der Hund Tobbe, der ausbüxt oder einiges an merkwürdigen Vorgängen, bei denen Ida befürchtet, dass sie etwas mit dem Trollzauber zu tun haben. Außerdem lernen sie noch ein neues Mädchen, Leyla, kennen, die scheinbar Schwierigkeiten mit ihren Geschwistern hat. Auch hier gibt es in der Geschichte eine Entwicklung.
Und da die Geschichte in Schweden und im Sommer spielt, nimmt natürlich auch Mittsommer einen Teil des Buches ein. Alleine bei den Vorbereitungen steigt bei den Leser:innen die Vorfreude auf das Fest. Mittsommer selbst und auch das Mittsommer-Turnier, auf das sich die Kinder vorbereitet haben, werden toll dargestellt. Hier sind ein paar tolle Ideen eingebunden worden.
Insgesamt ist die Reihe absolut empfehlenswert – sehr warmherzig geschrieben, tolle inspirierende Ideen, viel Tier- und Pferdeliebe und eine große Portion Schweden.
- Viveca Sten
Beim ersten Schärenlicht
(80)Aktuelle Rezension von: julestodoDieses Buch von Viveca Sten hat mich, wie schon die Vorgänger sehr gefesselt. Ich war ganz schnell in der Geschichte drin. Der Schreibstil dieser Autorin ist sehr flüssig und gut zu lesen.Mittsommer in Schweden ist ja das Fest schlechthin. Dass es da feuchtfröhlich zugeht, ist allgemein bekannt. Welche Auswüchse es aber geben kann , das wußte ich vorher noch nicht.Natürlich ist auch die Lebensgeschichte von Thomas Andreasson Thema des Buches, wie auch die seiner guten Freundin Nora.Der Ausgang der Kriminalgeschichte ist völlig unerwartet und macht es spannend, wie es im nächsten Buch wohl weitergehen mag. Ich freue mich schon drauf!
- Julia Stirling
Küsse unter Sommersternen
(21)Aktuelle Rezension von: Katinka9311Linnea hat seit sie klein war ihre Sommer auf Ingas Hof in Lillaström verbracht. Bis zu jenem schicksalhaften Sommer vor 15 Jahren. Dem Sommer, in dem sie Sverre zum ersten Mal sah und sich in ihn verliebte. Nach einer schrecklichen Scheidung braucht sie eine Auszeit von ihrem Job und den Männern. Dass sie dann in Lillaström auf Sverre trifft, passt ihr gar nicht.
Sverre ist längst nicht mehr der rebellische Teenager von vor 15 Jahren. Auch er hat einiges durchmachen müssen. Mittlerweile hat er sich einen Namen als Künstler gemacht und zieht sich nach Lillaström zurück, um in Ruhe zu arbeiten. Da kann er gerade wirklich keine neue Nachbarin gebrauchen… und schon gar nicht Linnea.
Mit diesem insgesamt zehnten Band enden die Sommer Romane der Liebe-auf-Schwedisch-Reihe. Ein letztes Mal durfte ich nach Lillaström zurückkehren und ich muss sagen, ich wäre so gerne noch geblieben. Einfach deshalb, weil mich das kleine Städtchen und seine Bewohner so begeistert und ich sie echt lieb gewonnen habe. Hier einmal das große Lob an alle Autoren der Reihe: Ihr habt eine so tolle Reihe geschaffen und man würde beim Lesen nie vermuten, dass es sich um die Geschichten von verschiedenen Autorinnen handelt.
Dazu passen auch die wundervollen Cover, die wieder farblich aufeinander abgestimmt sind und vom Design her auch deutlich zu den Winterromanen passen.
Bei Sverre und Linnea merkt man sofort, dass es sich um die erste große Liebe handelt. Vor allem, da sie damals von Linneas Vater auseinander gerissen wurden, sind die Gefühle noch vorhanden. Die beiden veranstalten eine zum Teil sehr lustigen Eiertanz. Wobei ich die Bedenken auf beiden Seiten verstehen konnte. Sverres vielleicht noch ein bisschen mehr, denn er muss immer bedenken, dass seine Entscheidungen auch die kleine Karolina betreffen.
Besonders gefallen haben mir auch Karolina und der Märchenwald.
Ein rundum gelungener Abschluss für die Sommerromane aus dem schönen Lillaström. Ich hoffe wir dürfen uns über weitere Lillaström Romane freuen. Zwei Jahreszeiten sind ja noch übrig.
- John Ajvide Lindqvist
Refugium
(217)Aktuelle Rezension von: Nicola89Ein explosives Ermittler-Duo. Sie: Expolizistin und Krimiautorin im Karrieretief. Er: ein Hacker mit gequälter Seele. Sie ziehen einander an. Sie stoßen einander ab, aber sie müssen einander vertrauen.
Ursprünglich sollte Kim Ribbing, der die Spuren eines tiefen Traumas in sich trägt, die ehemalige Polizistin Julia Malmros bei Recherchen unterstützen. Doch dann erschüttert ein Verbrechen das sommerliche Leben in den Schären.
Mittsommer. Der längste Tag. Die dunkelste Nacht
Nicht weit von Julias Ferienhaus werden die Gäste eines Mittsommerfests grausam hingerichtet. Nur Astrid Helander, der Tochter der Familie, gelingt es, sich zu retten. Aber das junge Mädchen ist verstummt. Für Julia ist die Zeit gekommen, zu handeln.
Der Prolog des ersten Teils der "Mittsommer"-Trilogie war sehr vielsprechend und spannend und hat direkt Lust gemacht, das Buch zu lesen - eigentlich, wie es bei einem guten Thriller sein sollte.
Der Schreibstil und die kurzen Kapitel, die aus verschiedenen Sichten geschrieben sind, haben mir gut gefallen und das Buch lässt sich dadurch schnell und flüssig lesen. Man muss wohl sagen, dass man sich glücklicherweise für diesen Stil entschieden hat, da es die Geschichte aufgelockert und noch etwas mehr Spannung erzeugt hat, sont wäre die ganze Geschichte wohl nur so vor sich hin geplätschert.
Hinzu kommt, dass wir es hier mit vielen unterschiedlichen Charakteren zu tun bekommen und sich die Schauplätze des Geschehens auf mehrere Städte bzw. Länder erstrecken, was es manchmal etwas unübersichtlich werden lässt.
Die Affäre zwischen Julia und Kim beginnt sehr schnell und ziemlich unerwartet. Da dies schon gleich zu Beginn des Buches passiert, spoilere ich also nicht allzu viel. Die Schilderungen entsprechender Handlungen waren mir in der Art und Weise absolut too much und haben sehr befremdlich gewirkt.
Die Geschichte hatte zwischendurch immer wieder spannende Elemente, sodass ich bis zum Schluss durchgehalten habe, aber das Ende war dann leider - wie fast schon zu erwarten - wenig überraschend.
Nach einem spannenden und fesselndem Prolog ist dem Autor leider nicht gelungen, die Spannung durchgängig aufrecht zu erhalten. Da wäre deutlich mehr drin gewesen. Ich denke, dass ich die beiden Folgebände auch nicht lesen werde. Wirklich schade.
- Sandra Grimm
Jonna & Liv. Ein tierisches Mittsommerfest
(21)Aktuelle Rezension von: monerl94Zum Cover: es ist sehr Farbenfroh und zeigt die Freuder der zwei Cousinen beim Mittsommerfest feiern. Es ist einladend und schön illustriert. Im Buch gibt es ein paar kleinere schwar weiß Bilder (in bunt hätte ich persönlich sie besser gefunden, wirkt für mich freundlicher und feierlichen).
In der Geschichte erfährt man viel über Schweden was uns gut gefallen hat. Die zwei Mädels sins Cousinen und einen ist per den Sommer zu Besuch angereist. Leider verstehen sie sich anfangs nicht. Aber dies gehört zur Geschichte.
- Henning Mankell
Mittsommermord
(26)Aktuelle Rezension von: sabistebKurt Wallanders Kollege Svedberg wird erschossen in seiner Wohnung gefunden. Svedberg ermittelte privat auf eigene Faust den Mord an drei Jugendlichen, die die von ihren Eltern nach einer Mittsommernachtsfeier als vermisst gemeldet wurden. Einzige mögliche Zeugin ist Isa Edengren, die bei der geheimen Mittsommernachtsfeier dabei sein sollte, jedoch kurz vorher erkrankte. Bald stellt sich heraus, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Mord an den drei Jugendlichen, die in Kostümen des 18. Jahrhunderts fröhlich Mittsommer feierten und der Tötung Svedbergs gibt. Erschwerend kommt hinzu, dass auch Wallander selber sich krank und erschöpft fühlt. Der Fall und sein Gesundheitszustand beginnen ihm über den Kopf zu wachsen und zusätzlich wird ihm bewusst, wie wenig er doch von seinem Kollegen Svedberg wusste, obwohl sie täglich zusammen waren. Dieser Fall ist für mich einer der besten, wenn nicht sogar der beste der Wallander Krimireihe. Hier endlich ein solide ermittelter Fall mit überraschenden Wendungen ohne die bei Mankell sonst so obligatorischen und leider meist bemüht wirkenden Verbindungen zu Afrika oder sonstiger politischer oder gesellschaftlicher Kritik. Zwei Fälle, die zunächst nichts miteinander zu tun zu haben scheinen, erweisen sich auf mysteriöse Weise als doch verknüpft. Das Motiv ist unklar, der Täter ein Mysterium. Die Idee des Motivs und der Täter sind innovativ, nicht vorhersehbar und doch logisch und nachvollziehbar. Die Ermittlung ist sauber ausgeführt, dem Leser bzw. Hörer werden keine Informationen verschwiegen, um einen Knalleffekt zu bewirken. So soll ein Krimi sein. Die Umsetzung ist auch äußerst gelungen. Auch wenn es sich diesmal wieder um ein WDR Radiohörspiel handelt und nicht um eines der Hörverlages ist dies dem Hörspiel nicht anzumerken, obwohl Radiohörspiele oft vom Stil her anders sind als direkt für den Hörspielemarkt produzierte Hörspiele. Kurt Wallander wird anders als in den hörverlagseigenen Hörspielen von Ulrich Pleitgen gesprochen. Einerseits ein wenig irritierend, wenn man die Hörspiele der Reihe nach hört und die Sprecher zwischen den Fällen wechseln, andererseits ist Ulrich Pleitgen einer der ganz großen Sprecher und macht seine Sache wirklich ausgezeichnet. Das Hörspiel stammt aus dem Jahr 2001 und wurde 2008 mit dem Radio-Eins-Hörspielkino-Publikumspreis ausgezeichnet. Das Hörspiel wurde in Zwei Teilen produziert (Die verkleideten Kinder (1. Teil) + Der blutige Schleier (2. Teil)), war im Radio jedoch nur gekürzt hörbar in der üblichen Radiohörspielelänge von ca. 50 min. Die vollständige Produktion gibt es nur auf CD/MC. - Susan Lindblom
Sommer mit Papa
(1)Aktuelle Rezension von: Maza_e_KeqeIsadora lernt auf dem Weg zum Ballettunterricht den 9-jährigen Ludwig kennen und bestimmt ihn zum Freund. Der schüchterne Junge wehrt sich nicht dagegen das gleichaltrige Mädchen in den Urlaub mit ihrem Vater und dessen neuer Freundin zu begleiten. Ludwigs Freund Thomas Svensson ist ein ganz ausgefuchster Rabauke, aber alle Kinder haben ihr Herz irgendwie am rechten Fleck.
Der Titel ist ziemlich irreführend, dafür finde ich den Klappentext gelungen, da er nicht den gesamten Inhalt vorweg nimmt.
Es geht um Freundschaft unter 9-jährigen Kindern und Dingen, die man aus Freundschaft tut. Besonders zum Schluss hin gibt es da einiges zu lachen und es wird sogar noch richtig spannend.
Bei Kindern scheint Freundschaft so einfach zu sein und man versteht sich einfach und unterstützt einander. Das wird immer wieder im Buch wie nebenbei thematisiert und hat mir richtig gut gefallen.
In einem Kinderbuch hätte ich mir Illustrationen gewünscht. Leider finden sich keine und das Coverbild passt inhaltlich nur sehr bedingt.
Trotzdem eine schöne Geschichte, die sich gut lesen lässt.
- Mela Wagner
Wünsche in der Sommernacht
(25)Aktuelle Rezension von: KerstinGWünsche in der Sommernacht war das erste Buch, das ich von der Autorin gelesen habe und ich bin begeistert.
Gefühlvoll, emotional und tiefgründig. Ole kehrt nach langem zurück in seine Heimat, um für seine kleine Tochter da zu sein. Doch er hat damals seine erste große Liebe zurückgelassen. Maja ist von seiner Rückkehr alles andere als begeistert, hat sie doch nie verstanden, warum er sie damals ohne ein Wort einfach verlassen hat. Haben die beiden noch eine Chance?
Eine gefühlvolle und berührende Story in der traumhaften Kulisse Schwedens. Einfach zum Wohlfühlen!
- Lucy Foley
Mittsommer
(62)Aktuelle Rezension von: Elkes_LiteraturwolkeInhaltsangabe:
An der Küste von Dorset im Süden Englands findet ein Spektakel statt. Francesca Meadows hat keine Kosten und Mühen gescheut, um das Luxus-Hotel The Manor mit Pomp und Trompeten zur Sonnenwende zu eröffnen. Nur das Beste ist gerade gut genug. Auf Monate ist es bereits ausgebucht. Die Gäste stört es auch nicht wirklich, dass sich in unmittelbarer Nähe ein alter Wald befindet, der düstere Geheimnisse verbirgt und von dunklen Vögeln bewacht wird.
Obwohl sie die Gäste selbst geprüft und ausgewählt hat, kann sich ein Schatten aus der Vergangenheit einschleichen. Denn auf dem Haus liegt ein dunkles Geheimnis, das seit fünfzehn Jahren dort lauert. Francesca hat das Haus von ihrem Großvater geerbt und früher ihre Sommer hier verbracht.
Sie wusste schon als Mädchen um ihren Status und ließ keine Gelegenheit aus, um das der Öffentlichkeit klarzumachen – genauso wie ihr Großvater. Bei den Menschen im kleinen Städtchen Tome kam das damals nicht gut an und fünfzehn Jahre später hat es sich nicht geändert.
Jugendliche bedrohen die Eröffnungsfeier und die schwarzen Vögel von einst stehen auch zur Stelle, um der Gerechtigkeit Genüge zu tun!
Mein Fazit:
Nach dem Roman „Sommernacht“ war ich gespannt, wie denn diese Geschichte sein würde.
Wir sind dieses Mal nicht auf einer einsamen Insel, aber an der Südküste von England, in Dorset. Reiche und ausgewählte Gäste, die hier weder Gesicht noch Namen haben, reisen an, um an der Eröffnungsfeier eines Luxus-Hotels teilzunehmen! Es ist das Wochenende der Sonnenwende und der Wetterbericht verspricht Sommer pur! Alles ist perfekt vorbereitet, nichts ist dem Zufall überlassen.
Vier Personen erzählen abwechselnd aus ihrer Perspektive die Geschichte um die Eröffnungsfeier. Dazwischen gibt es noch abwechselnde Zeitebenen – nämlich die Vergangenheit vor fünfzehn Jahren und dem Tag nach der Sonnenwende, wo die Polizei wegen eines Brandes und eines Todesfalls Ermittlungen aufnimmt.
Das Konzept mit den wechselnden Perspektiven wurde hier meiner Einschätzung nach etwas übertrieben. Es gab zwischendurch kurze Kapitel, die mir kaum Gelegenheit gaben, den Perspektivwechsel und den Inhalt zu verstehen. Es fiel mir manchmal schwer, die Geschichte richtig zu verfolgen, da ich gelegentlich noch über das nachdachte, was ich gerade las. Nach der Hälfte ungefähr konnte ich dann ungefähr alle Personen zuordnen und deren Geschichte nachvollziehen! Zum Schluss gab es dann doch noch die eine oder andere kleine Überraschung.
Aufgrund der Vielzahl an Figuren blieb einiges oberflächlich, die Hauptfiguren Bella und Francesca wurden jedoch ganz gut herausgearbeitet. Die Kulisse konnte ich mir gut vorstellen – die Atmosphäre ebenso! Die Spannung wird stetig aufgebaut und Hinweise lassen einen Schlimmes vermuten! Nebelkerzen gibt es jedoch auch.
Dieses Mal kann ich nur vier Sterne geben, es war kein Pageturner wie erhofft. Manchmal ist weniger eben doch mehr.
- Sarah Schocke
Mittsommer, Lagerfeuer und Blaubeerkuchen
(8)Aktuelle Rezension von: Nora_ESHygge, Lykke, Lagom und wie sie alle heißen, die Trendbewegungen aus Skandinavien. Sie stehen für alles, was Gemütlichkeit, Wohlbefinden und Heimeligkeit verspricht. Seien es stilvolle Holzmöbel, auf denen sich Duftkerzen aneinander reihen, die dicken selbstgestrickten Wollsocken auf dem Bärenfell vor dem Kamin oder der Duft von Zimtschnecken. Verbringt doch einmal einen ganzen Nachmittag bei IKEA, dann gewinnt ihr einen guten Eindruck vom skandinavischen Lebensstil.
In Skandinavien sind Hygge und Co keine Neuerfindung. Alle diese Begriffe gibt es bereits seit Jahrhunderten. Sich ein gemütliches, warmes zu Hause zu schaffen und sich mit Freunden, Familie und anderen Dingen zu umgeben, die einem Freude bereiten, ist gerade in den Wintermonaten besonders wichtig, wenn die Sonne nur kurz oder gar nicht aufgeht. Aber Skandinavien zeichnet sich auch durch die wunderschöne Landschaft, eine unberührte Natur mit faszinierenden Fjorden und Vulkanlandschaften aus. Mittsommer, wenn die Sonne gar nicht erst untergeht und man die Ruhe in der Natur genießen kann.
Wer sich von all dem angesprochen fühlt, der findet in „Mittsommer, Lagerfeuer und Blaubeerkuchen“ ein passendes Begleitbuch. Die Autorinnen haben die Glückskonzepte Skandinaviens mit Zitaten, Bastelanleitungen und Rezepten eingefangen. Damit kann man sich zu Hause ganz einfach selbst eine hyggelige Atmosphäre schaffen.
Die Kapitel sind nach Jahreszeiten aufgeteilt und werden in den Texten noch einmal wunderschön geschildert. Was ist typisch für diese Jahreszeit? Wie verläuft das Leben in Skandinavien in diesen Monaten? Was kann aus dem saisonalen Obst- und Gemüseangebot gemacht werden? Die Rezepte sind abwechslungsreich. Es gibt viele Anleitungen für Snacks, aber auch Hauptgerichte mit Fleisch und Fisch, Nachspeisen, saure Drops oder Öle. Also wirklich breit gefächert und nicht so kompliziert, dass man sie nicht nachmachen kann.
„Mittsommer, Lagerfeuer und Blaubeerkuchen“ ist zwar ein vergleichsweise dünnes Taschenbuch, aber es entführt einen während des Lesens nach Skandinavien, mitten hinein in die langen Tage des Mittsommers und bietet viele Ideen und Rezepte zum Nachmachen. Gerade zu dieser Zeit, wo es im eigenen Garten grünt und blüht, ist das natürlich toll. Auch wer sich von der positiven Lebenseinstellungen, die als typisch nordisch erachtet wird, eine Scheibe abschneiden möchte, macht mit diesem Buch einen großen Schritt auf dem Pfad der Work-Life-Balance.
- Ronja Erb
Mein Oma badet in Kaffee
(11)Aktuelle Rezension von: LucienneInhalt:
Die neunjährige Ellie besucht in den Sommerferien ihre Oma in Schweden. Dort wartet eine riesige Überraschung auf sie: ein junger Hund – Wolke! Ellie ist vor Glück ganz aus dem Häuschen. Zusammen mit ihrem Welpen Wolke, ihrer ziemlich ungewöhnlichen, aber sehr liebenswerten Oma und dem Nachbarsjungen Erik hat Ellie jede Menge Spaß. Doch plötzlich, während des Mittsommer-Festes, gerät Wolke in Gefahr ...
Zum Vorlesen oder Selberlesen, Lesealter ab 7 Jahren.
Meine Meinung:
Mir ist das Buch wegen dem außergewöhnlichen Cover sofort aufgefallen. Auch der Klappentext hat mich sofort angesprochen und ich wollte dieses Buch unbedingt lesen. Der Schreibstil ist flüssig, fehlerfrei und sehr angenehm zu lesen. Man kann sich problemlos in alle Situationen und Orte reinversetzen.
Nicht nur die Hauptfiguren sondern auch alle Nebencharaktere sind super durchdacht und runden die Geschichte ab.
Meine Erwartungen wurden auf jeden Fall übertroffen. Eine tolle Story für angenehme Stunden oder zur Verbesserung der Laune bei Regenwetter. Nicht nur für Kinder geeignet sondern auch als Erwachsener sehr amüsant zu lesen. - Emma Wagner
Träume am Sommersee
(35)Aktuelle Rezension von: WortkosterinLeseeindruck: Es ist eine lockerleichte Liebesgeschichte im beschaulichen Dorf Lillaström (fiktiver Schauplatz der "Verliebt auf Schwedisch"-Reihe) – mit Wortgefechten, Humor und heißen Blicken und Küssen.
Darum geht es: In der fröhlich-turbulenten Story kommt die musikliebende schwedische Lehrerin Ida (die bisher immer Pech mit ihren Boyfriends hatte) dem aufrichtigen deutschen Arzt Finn (Hottie) näher. Dabei stehen ihnen einige Missverständnisse im Weg. Sie hält ihn für einen Schürzenjäger. Die beiden tänzeln um eine Verabredung zu einem (fake) Date beim Mittsommerfest herum.
Meine Meinung: Ida kann ziemlich schlagfertig und kratzbürstig sein. Ich verstehe schon, dass dies bei Ida Selbstschutz ist, aber zuweilen finde ich ihr Verhalten doch etwas anstrengend: Sie sagt und tut das Gegenteil von dem, was sie in Wirklichkeit fühlt.
Finn hingegen wird als Traummann präsentiert, ein sehr guter Arzt (kompetent und einfühlsam), mit Berufsethos. Für meinen Geschmack wird zu oft von seinem Bizeps gesprochen, stattdessen würde ich gerne mehr über sein Leben erfahren.
Witzig finde ich den übereifrigen Bürgermeister Lasse, vor dem alle auf der Flucht sind, weil er jedem stressige Aufgaben für das Mittsommerfest aufbrummt. Auch seine Dating App Lilla-Love sorgt für Schmunzeln bei mir.Die besserwisserische und in Finn vernarrte Lehrerin Wilma und die anderen Lillaströmer Frauen, die dem schönen Arzt nachstellen (mit Erdbeerkuchen und entblößten Brüsten) sind überzeichnet. Diese Karikaturen sorgen für eine leicht überdrehte Stimmung in der Komödie.
Meine Lieblingsszene ist, wenn Ida ihre leidenschaftliche Seite als Musiklehrerin zeigt und dem sanften Finn beibringt, auf der Nyckelharpa zu spielen. Das ist eine zarte, sinnliche Annäherung der beiden, die sich sonst nur missverstehen und angiften. Die Nyckelharpa ist ein typisch schwedisches Instrument, "das aussieht, als hätten eine Geige und ein Klavier Nachwuchs gezeugt" (S. 160).
Das letzte Drittel hat mir am besten gefallen. Herzerwärmende Szene mit Idas Schulklasse. Dann viel Romantik und spice in einer Sommernacht am See. Gekrönt vom Mittsommerfest mit Gänsehautmoment.
Kurz: Für mich war es ein vergnügliches Erlebnis mit malerischen Beschreibungen der Landschaft – ein nettes Buch zum Träumen vom idyllischen Schweden. Dies war mein erster Lese-Besuch in Lillaström und ich werde gerne mit einem anderen Buch der Reihe zurückkehren.
- Stina Jackson
Dunkelsommer
(156)Aktuelle Rezension von: Angelina_FabertDas Buch war auf jeden Fall sehr spannend. Durch den Perspektivwechsel drang man förmlich in die Geschichte ein und am Ende fühlte man sogar selbst die Gefühle der Figuren. Angst, Erleichterung, Trauer, Wut begleiteten meinen Weg bis zur letzten Seite. Ich hatte zum ersten Mal ein Buch mit so vielen zerbrochenen Charakteren gelesen. Es faszinierte mich wie doch alle miteinander verbunden waren, trotz ihrer eigenen, privaten Hintergründe voller Probleme. Die Geschichte offenbarte Leben, die man als Person, die im Vergleich zu den Figuren, nicht allzu schlecht lebt, sonst nie so hautnah gespürt hätte. Es war ein richtiges Erlebnis…
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