Bücher mit dem Tag "momo"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "momo" gekennzeichnet haben.

21 Bücher

  1. Cover des Buches Das Gegenteil von Hasen (ISBN: 9783453272804)
    Anne Freytag

    Das Gegenteil von Hasen

     (213)
    Aktuelle Rezension von: Malka_Draper

    Er war ein Wolf unter den Hasen. Und ich wollte sein wie er.

    S. 7


    Die Geschichte begleitet Schüler*innen eines Gymnasiums. Man erfährt recht früh, dass es zu einem ernstzunehmenden Fall von Mobbing kam, aber wenig über die genauen Vorfälle. Alle, die einem im Buch begegnen, sind auf ihre Weise sympathisch, nett und humorvoll und wirken gleichzeitig gemein, hinterhältig oder falsch. Sie alle spielen eine bedeutende Rolle in der Geschichte und sind doch nur ein Teil im Gefüge. Wer ist Täter*in? Wer ist Opfer?

    Ein Buch über das Vergeben, über Schuld und über das Böse, aber auch das Gute in allen von uns!


    Ich schätze, wir sind alle nur ein Moment. Ein flüchtiges Blinzeln in der Zeit. Eine Summe aus unseren Entscheidungen, und damit etwas, das erst am Ende Sinn ergibt – wenn überhaupt.

    S. 349


    Wie wundervoll kann ein Buch sein? Anne Freytag: ja.
    Dieses Buch zählt definitiv zu meinen Jahreshighlights!

    Die Geschichte entwickelt sich spannend – Man versucht mitzuraten und herauszufinden, was passiert ist und wer beteiligt ist. Gerade auch durch die verschiedenen Textarten, die immer wieder eingebauten Schnipsel und Hinweise, ist die Geschichte interessant und abwechslungsreich gestaltet.

    Der Schreibstil ist wundervoll, aber man muss ihn aufmerksam lesen, um nichts zu verpassen. Das Buch hat eine ruhige und unglaublich poetische Erzählstimme, die sehr blumig und einnehmend beschreibt.

    Das Buch hat eine starke und wichtige Botschaft und so viel Ehrlichkeit, dass es entwaffnend ist und einen mit Fragen über sich und das Leben zurücklässt. Anne Freytag hat hier starke Charaktere entwickelt und miteinander verwoben. Personen, die man weder lieben noch hassen kann, denen man sich näher fühlt als man für möglich hält, die man meint schon ewig zu kennen und in denen man sich selbst wiederfindet. Die Geschichte fängt die Wahrheit, die Welt und die Menschen ein in einem Porträt, einer Momentaufnahme, die brillant aufgebaut und großartig geschrieben ist.


    Manchmal frage ich mich warum (…) Vielleicht tut man manche Dinge einfach, ohne sie zu verstehen.  Aus einem Gefühl heraus und nicht aus dem Verstand.

    S. 153


    Das Buch hat sich von Beginn an in mein Herz geschlichen, mich begeistert und vollends überzeugt. Eine tiefgründige Botschaft, verpackt in eine poetische Geschichte, die berührt, zum Nachdenken anregt, die einen auch Tage später nicht loslässt, die den Himmel wie eine Sternschnuppe kurz erleuchtet und Versprechungen von der Weite des Universums mit sich bringt!

    Wunderbar, Wundervoll und Wunderschön! Eine Leseempfehlung von ganzem Herzen!

  2. Cover des Buches Momo (ISBN: 9783522202558)
    Michael Ende

    Momo

     (2.243)
    Aktuelle Rezension von: Elenchen_h

    "Wirklich zuhören können nur ganz wenige Menschen. Und so wie Momo sich aufs Zuhören verstand, war es ganz und gar einmalig." - Michael Ende, "Momo"


    Eines Tages taucht in den Ruinen eines alten Amphitheaters ein kleines Mädchen namens Momo auf. Schnell schließt sie Freundschaft mit den Menschen in ihrer Umgebung, sie suchen sie oft auf und bringen ihr Essen oder Alltagsgegenstände vorbei - und Momo hört ihnen zu. Doch nach einer Weile scheint sich etwas zu verändern. Die Menschen kommen immer seltener zu Momo, sie haben immer weniger Zeit und hetzen nur noch durch den Tag. Eine Begegnung mit unheimlichen grauen Herren liefert Momo die Lösung für das Rätsel der verlorenen Zeit - stellt sie aber gleichzeitig vor die knifflige Aufgabe, wie sie den Menschen die Zeit zurückbringen könnte...


    Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie ich als Kind abends die Serie "Momo" auf Kika geschaut habe. Ich mochte die Geschichte um dieses kleine Mädchen sehr - und weiß noch, dass ich die grauen Herren sehr zum Fürchten fand. Als Erwachsene habe ich nun endlich auch das Buch von Michael Ende gelesen und es hat mich sehr verzaubert 🐢


    "Momo" ist wohl eigentlich ein Buch für Kinder oder Jugendliche. Daher liest es sich auch sehr einfach und man fliegt nur so durch die Seiten. Zwischen den Zeilen verstecken sich aber immer wieder kleine Botschaften zum Leben, zur Zeit, zum Tod und zur Freundschaft, die für mein Empfinden gerade für erwachsene Menschen sehr bereichernd sind. Die Figuren im Buch - allen voran Momo, Kassiopeia und Beppo Straßenkehrer - haben sich in mein Herz geschlichen und ich habe es genossen, mit ihnen durch dieses schöne Märchen zu wandeln.


    Michael Endes Buch eigenet sich also wirklich für Menschen in jeden Alters - die Lesenden werden in eine fiktive Stadt entführt und in eine fantastische Erzählung hineingesogen, die voller Metaphern steckt und viel Spannendes und Überraschendes bereithält. Ein wirklich lesenswerter Klassiker!


    Anmerken möchte ich noch, dass in "Momo" Zeichnungen des Autors mit eingebunden sind, was das Leseerlebnis noch schöner macht. Achtet also unbedingt darauf, das Buch in einer Ausgabe mit den Zeichnungen zu lesen 📖

  3. Cover des Buches Die unendliche Geschichte (ISBN: 9783522202503)
    Michael Ende

    Die unendliche Geschichte

     (6.902)
    Aktuelle Rezension von: kias_bookpages

    Ich glaub bei diesem Buch sollte man sich dezent an der Leseempfehlung halten. Aus Erwachsenen Augen war das Buch wirklich voller Fantasie & teilweise sehr kindisch. 

    Aber der Protagonist ist 10 Jahre alt und reist in ein Land in den Feen & Elfen noch die unkreativsten Lebewesen sind, daher ist diese kindliche Erzählweise nur verständlich. 

    Mit dem Schreibstil konnte ich mich bis zum Schluss nicht anfreunden und auch wenn der Inhalt für Kinder gedacht ist fand ich diesen auf ein sehr hohes Niveau. 

    Aber jetzt zu den wichtigen Dingen: 

    Ich hab gelacht & mit Atreju und Bastian mit gefiebert. Die Geschichte konnte mich begeistern und der Autor hat mich teilweise sogar überrascht. Dazu waren die Moralischen Aspekte einfach sehr stark und brachten mich manchmal zum grübeln. Nur manchmal zog sich die Handlung etwas und verstrickte sich in Beschreibungen. 

    Auch das Ende, explizit die Szene mit seinem Vater, fand ich etwas unrealistisch. So wie er vorher beschrieben wurde und wie er jedes einzelne von Bastians Worten glaubte ... das war etwas too much. 

    Aber kurz um: Eine schöne Geschichte für Kinder & Jugendliche im Alter von 10 - 14 !

  4. Cover des Buches Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran (ISBN: 9783596509577)
    Eric-Emmanuel Schmitt

    Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran

     (745)
    Aktuelle Rezension von: blerta

    Eine ungewöhnliche Freundschaft entsteht, als Moses beginnt in Monsieur Ibrahims Laden Konserven zu stehlen. Für alle ist Monsieur Ibrahim »der Araber an der Ecke«, doch er sieht mehr als andere. Auch Moses hat er längst durchschaut, aber er kennt noch viele weitere Geheimnisse – auch die des Glücks und des Lächelns.

    Meine Meinung
    Dieses Buch ist schnell gelesen. Ich habe es beendet und dachte mir: »Und das war’s jetzt?« Dieses ungewöhnliche Gefühl nach Beenden des Buches hat mich davor abgehalten, diese Rezension zu schreiben. Und jetzt, erst etwa einen Monat später, kann ich mir eine Meinung dazu bilden.

    Ich kann die Geschichte mit vielen Adjektiven beschreiben: Schlicht, tiefgründig, dramatisch, schnell, echt, unglaubhaft. Klingt erstmal sehr widersprüchlich, aber für mich treffen sie alle zu. Wenn ich mich für eines dieser Worte entscheiden müssten, dann würde ich «echt» wählen. Es fühlt sich echt an. Damit meine ich nicht die Handlung, sondern das, was sie zu vermitteln versucht: Dass ein einziges Lächeln einem im Leben weiterhelfen kann oder dass das Glück in der Langsamkeit des Geniessens liegt. Ratschläge, die man schon tausendfach gehört hat, kommen durch Monsieur Ibrahim ganz anders rüber. Echter.

    Vielleicht liegt es an seiner Redensart, die sich vom restlichen Schreibstil so unterscheidet oder an seiner Weisheit, die aus den Zeilen spricht. Auf jeden Fall mochte ich Monsieur Ibrahim und auch die Freundschaft zwischen ihm und Moses. Moses konnte ich nicht viel abgewinnen, aber es war spannend mitanzusehen, wie nicht nur Moses etwas aus der Freundschaft der beiden gewann, sondern, dass auch Monsieur Ibrahim – trotz seiner Weisheit – neue Aspekte einer Freundschaft entdeckte.

    Ich konnte die Entwicklung dieser Verbundenheit nachvollziehen; trotzdem fand ich sie unglaubhaft. Aber dadurch, dass die Geschichte so schnell erzählt ist, so wenig erklärt wird und die Dinge einfach geschehen, ist es mir gar nicht anders möglich, als diese Freundschaft als etwas Wertvolles anzusehen. Sie ist schlicht in ihrer Funktion, aber tiefgründig in ihrem Wesen.

    Ich denke, dieses Buch lebt von seiner Schnelligkeit; diesen Wendungen, die mir vor allem gegen Ende sehr weit hergeholt vorkamen, aber auch der Schreibstil ist massgebend, da er einfach alles so darlegt, wie es gerade passiert. Und als Leser:in akzeptiert man diese Erklärungen einfach, weil sie logisch eingebunden sind und zur Gesamtstruktur passen.

    Es ist also ein Buch, das einfach funktioniert. Der Schreibstil, die Handlung, die Länge und die Charaktere entstammen alle derselben Quelle. Es herrscht eine Vollkommenheit und Einheitlichkeit, an der ich absolut nichts kritisieren kann, weil es einfach stimmt. Ich denke nicht, dass ich jemals ein Buch gelesen habe, in dem alles gepasst hat.

    Fazit
    Auch in einem geschlossenen System kann es Widersprüche geben. Dieses Buch ist in sich geschlossen: Handlung, Schreibstil, Charaktere und Länge passen unglaublich gut zusammen. Vor allem Monsieur Ibrahim stach für mich positiv hervor: Mit seiner Weisheit und seiner Funktion als Moses’ Freund konnte er eine Portion Echtheit und Ratschläge fürs Leben vermitteln.

  5. Cover des Buches Am Meer ist es wärmer (ISBN: 9783423140997)
    Hiromi Kawakami

    Am Meer ist es wärmer

     (54)
    Aktuelle Rezension von: BadWolf
    Kei lebt zusammen mit ihrer Tochter Momo und ihrer Mutter in einem schlichten Häuschen. Vor rund 13 Jahren verließ Kei´s Mann Rei die Familie und verschwand spurlos. Momo, die Tochter der Beiden, war zu dem Zeitpunkt 3 Jahre alt. Seit dem Tag des Verschwindens lebt Kei im Ungewissen was mit ihm Geschehen ist, wohin er ging, warum er ging und ob er noch lebt. Sie kann damit nie wirklich abschließen. Auch nicht als sie eine unkomplizierte Beziehung mit einem verheirateten Mann eingeht. Das Verschwinden ihres Mannes nagt Tag für Tag an ihr, mal mehr mal weniger. Auch seine Tagebücher, in denen meist nur belangloses drin steht, liest sie über die Jahre hinweg wieder und wieder um nach einem Anhaltspunkt zu suchen. Der Name eines Ortes am Meer drängt sich ihr förmlich auf. Ebenfalls eine Uhrzeit die notiert wurde. Kei macht sich auf den Weg nach Manazuru. Begleitet wird sie von einer ihr unbekannten Frau. Doch diese Frau scheint nicht Real und gleicht mehr einer Erscheinung. Doch desto öfter Kei nach Manazuru fährt, nimmt die Gestalt der Frau mehr und mehr Kontur an. Mit ihr zusammen begibt sie sich auf die Suche nach der Wahrheit und verlässt ab und an die Wirklichkeit im Taumel von Raum und Zeit.

    Fazit

    Am Meer ist es wärmer ist ein zum Teil sehr surrealer Roman, an welchem sich stets ein Hauch von Melancholie anhaftet. Der Leser erfährt den innersten Kern mit all seinen Gedanken, Ängsten und Emotionen der Protagonistin Kei genaustens und dennoch bleibt die Autorin bei ihrem Schreibstil sehr distanziert um die Würde ihrer Figur nicht zu verletzen. Ganz der Kultur der Japaner entsprechend. Wahnsinn, so etwas habe ich noch nicht gelesen und darum bin ich auch hin und weg von diesem Werk. Kei ist in meinen Augen eine bemerkenswerte und starke junge Frau, die aus ihrer einstigen Resignation neue Kraft schöpft und beherzt ihrem inneren Instinkt folgt. Der Roman wurde in der Ich-Perspektive geschrieben. Nicht selten passiert es das die Erzählung von Kei aus der Gegenwart in die Vergangenheit umschwenkt, da sie sich an "alte Zeiten" erinnert oder dort nach einem Hinweis sucht. Die Vermischung von Wirklichkeit und Phantasie haben mir ebenfalls sehr gut gefallen. Die Frau die Kei begleitet, anfangs noch ein Schatten und je weiter das Buch voran schreitet, oder Kei sich ihrem Ziel nähert oder sie die Fremde gewähren lässt, nimmt sie immer mehr Kontur und Gestalt an. Die Frage bleibt nur, hat Kei sich diese Frau nur eingebildet? Trotz der Erkenntnisse und Offenbarungen die die Protagonistin hat, bleibt der Erzählfluss stets ruhig. Auch dreht es sich in dem Buch nicht ausschließlich um Kei. Keis Mutter oder Tochter Momo haben in dem Buch ihre eigene Rolle, so dass man als Leser ebenfalls eine Menge über sie erfährt und Momo aufwachsen sieht. Es sind viele viele einzelne Abschnitte die erzählt werden, aus dem Leben von Rei, ihrer Mutter, Tochter, Ehemann etc. die perfekt aneinandergereiht ein Gesamtbild ergeben. Dennoch hatte ich Anfangs Mühe der Geschichte zu folgen, sie zu verstehen, oder eher den Schreibstil zu verstehen. Ich fand mich nur schwer hinein und hatte anfänglich oft das Gefühl nicht mehr zu wissen was ist jetzt Gegenwart, was Vergangenheit und was passiert überhaupt grade. Es war aber auch mein erster Roman einer japanischen Schriftstellerin, aber ganz sicher nicht mein Letzter. Von selbiger Autorin habe ich noch ein Buch - Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß – worauf ich mich wirklich Freue es zu lesen.

  6. Cover des Buches Rebellen der Ewigkeit (ISBN: 9783760765396)
    Gerd Ruebenstrunk

    Rebellen der Ewigkeit

     (83)
    Aktuelle Rezension von: annlu

    „Wir haben eine Technologie entwickelt, deren Auswirkungen wir noch nicht beherrschen und vielleicht nie beherrschen werden. Wenn wir sie jetzt auf den Markt bringen, könnten die Folgen katastrophal sein. Willst du wirklich das Ende der Welt auf dem Gewissen haben?“


    Achtzehn Jahre ist es her, dass ein Wissenschaftlerduo die Quantentechnik dafür genutzt hat, eine Maschine zu erfinden, die den Menschen Lebenszeit entnehmen und sie speichern kann. Die Firma Tempus Fugit beherrscht nun den Markt und nutzt die Not der Menschen aus – sie kauft Lebenszeit für gutes Geld. Per Zufall treffen die Privatdetektivin Karelia, die gerade einen Auftrag von Tempus Fugit bekommen hat, die junge Valerie, die zehn Jahre ihres Lebens verkaufen will und der Kurier Willis aufeinander. Willis und Valerie werden von Karelia engagiert, ihr bei ihrem neuen Fall zu helfen. Gemeinsam sollen sie herausfinden, wer Tempus Fugit bestehlen will.



    Nach einem Prolog, der dem Wissenschaftlerduo gewidmet ist und bei dem bereits angesprochen wird, wie macht- und geldgierig der Inhaber von Tempus Fugit ist, werden die drei Hauptcharaktere mit einzelnen Handlungssträngen vorgestellt. Diese treffen sich bald, sodass ein neues Ermittlerteam entsteht.


    Allerdings dauert es, bis sie hinter die Geheimnisse des Falls kommen. Sie stoßen auf eine Gruppe Aktivisten, die davon überzeugt ist, dass der Zeithandel für die ungewöhnlichen Vorfälle rund um die Welt verantwortlich sind: Immer mehr Menschen finden sich in einer scheinbar veränderten Realität wieder, erkennen ihre Umgebung nicht mehr und scheinen zwischen Realität und Erinnerungen unüberbrückbare Lücken aufzuweisen. Einige dieser Szenen werden immer wieder in die Geschichte geflochten, sodass der Leser ein Bild der Ereignisse gewinnt.


    Valerie und Willis sind ein recht junges Team – beide sind gerade siebzehn Jahre alt – dennoch scheinen sie sich in ihrem neuen Job wohl zu fühlen. Die Ermittlungen gestalten sich nicht als typische Detektivarbeit, sind auch von Recherchen geprägt, werden aber immer wieder von spannenderen Momenten abgelöst.


    Die Geschichte spielt zwar in der Zukunft, allerdings weist wenig darauf hin. Auch Tempus Fugit mit dem Zeithandel ist keine der typischen Machthaber, die andere Zukunftsromane prägt. Die Firma ist zwar mächtig, allerdings kein politisches System, gegen das rebelliert werden muss. Im Gegenteil wird der Geheimdienst auf die Machenschaften der Firma aufmerksam und will interagieren.


    Fazit: Ein Zukunftsroman, der zwar Elemente des science fiction und von Dystopien enthält, der trotzdem ganz anders ist als erwartet – hat mir gut gefallen.

  7. Cover des Buches Momo (ISBN: 9783867422468)
    Michael Ende

    Momo

     (44)
    Aktuelle Rezension von: june_london

    Inhalt: Eine sehr besondere Geschichte. Ein Mädchen und eine Schildkröte bringen den Menschen ihre gestohlene Zeit wieder. 

    Und doch geht es um so viel mehr als das.

    Eindruck: Natürlich kannte ich die Geschichte von Momo. Hier und da habe ich etwas davon aufgeschnappt und als Kind habe ich manchmal eine Zeichentrickserie über Momo angeschaut. Doch die WAHRE Geschichte, wie Michael Ende sie erzählt, kannte ich nicht. Eine Freundin brachte mich darauf, mir doch mal die Zeit für dieses Buch zu nehmen. Und es war jede Sekunde wert!

    Es hatte keinen besonderen Grund, dass ich das Hörbuch auswählte, doch es war die absolut richtige Entscheidung. Der Sprecher Gert Heidenreich erzählt die Geschichte mit einer unglaublichen Ruhe und trotzdem habe ich die Spannung, die Verzweiflung, die Freude und die Liebe der Geschichte deutlich gespürt. Normalerweise beschäftige ich mich immer nebenher, wenn ich ein Hörbuch höre, doch diesmal habe ich immer wieder inne gehalten und einfach nur zugehört. Die Stimme des Sprechers hat einen unglaublich angenehmen, beruhigenden Klang. Ich könnte ihm tagelang zuhören. 

    Die Charaktere: Momo ist ein kleines Mädchen mit einem wilden Haarschopf, das eine viel zu große Männerjacke und einen Flickenrock trägt. Sie läuft meistens Barfuß. Sie besitzt nichts außer ihrer Kleidung am Leib und Zeit. Sehr viel Zeit. Sie ist eine unglaublich gute Zuhörerin und hilft damit ihren Freunden immer wieder in schwierigen Situationen.

    Beppo "Straßenkehrer" ist einer ihrer besten Freunde. Er ist ein alter, krummer man, der sich seeehr viel Zeit zum Nachdenken nimmt. Auf eine Antwort von ihm wartet man gelegentlich ein paar Stunden. Er hat ein gutes Herz und liebt Momo sehr.

    Auch Girolamo (Gigi) "Fremdenführer" gehört zu Momos engsten Freunden. Er ist ein junger Mann, der ständig redet und gut gelaunt wirkt. Er arbeitet in vielen wechselnden Berufen (Fremdenführer, Liebesbriefträger, Nachtwächter etc.) und liebt es Geschichten zu erzählen. Wenn Momo zuhört, gelingen ihm seine Erzählungen besonders gut. 

    Meister (Sekundus Minutius) Hora ist der Hüter der Zeit. Er ist dafür zuständig, den Menschen ihre zur Verfügung stehende Zeit zuzuteilen. Mit seiner Allsichtbrille kann er jedes Geschehen beobachten. Er hilft Momo gegen die Zeitdiebe vorzugehen. Meister Hora hat eine Schildkröte namens Kassiopeia, die exakt eine halbe Stunde in die Zukunft sehen kann.

    Die grauen Herren tragen alle eine Glatze, graue Anzüge, graue Aktenkoffer, graue Hüte und rauchen graue Zigarren. Sie sind Zeitdiebe, denn sie bringen die Menschen dazu, Zeit zu sparen, die die grauen Herren dann für sich selbst verwenden. Dadurch machen sie die Menschen krank und unglücklich.

    Meine persönlichen Helden der Geschichte sind Gigi "Fremdenführer" und Kassiopeia. :) Jeder sollte die Geschichte von Momo lesen oder hören. Am besten immer mal wieder. Denn der Roman erschien zwar 1973, doch nie war er aktueller und wichtiger, als in der heutigen immer schnelllebigeren Welt. 

    Ich bin absolut verliebt in die Geschichte und lege sie JEDEM ans Herz, denn sie ist so viel mehr als ein Kinderbuch!! <3

  8. Cover des Buches Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran (1 CD) (ISBN: 9783898132787)
    Eric-Emmanuel Schmitt

    Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran (1 CD)

     (37)
    Aktuelle Rezension von: Nelebooks

    Inhalt (LB): "Die hinreißende Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft. Manchmal klaut Moses, der in Paris lebt, Konserven im Laden von Monsieur Ibrahim und glaubt, dass dieser nichts merkt. Doch der hat den jüdischen Jungen schon längst durchschaut. Denn Monsieur Ibrahim, der für alle nur »der Araber an der Ecke« ist, sieht mehr als andere. Er ist ein verschmitzter Weiser, der viele Geheimnisse kennt - auch die des Glücks und des Lächelns."

    Cover: Das Cover passt zu der Geschichte durch die Abbildung von Monsieur Ibrahim vor seinem Laden. Moses ist hier allerdings nicht abgebildet, was noch passender gewesen wäre. Den Titel finde ich auch sehr schön mit der Metapher der "Blumen".

    Sprecher: Da es sich um eine Hörspielversion handelt, gibt es mehrere Sprecher. Ich muss sagen, dass es insgesamt angenehm war, zuzuhören, aber ich einige Stimmen besser, authentischer fand als andere.

    Charaktere: Moses ist ein gewitzter Junge, der mir zu Anfang nicht ganz so sympathisch war, sondern eher Leid tat. Das änderte sich dann jedoch. Er ist schon ein kleiner Rebell. Monsieur Ibrahim ist mir sehr sympathisch. Er hat immer einen weisen Ratschlag und wirkt auch sehr erfahren und weise.

    Meinung: Ich habe gut in die Geschichte hinein gefunden und konnte mich auch sehr gut darauf konzentrieren. Die Ratschläge waren sehr interessant und auch immer mal zum Nachdenken anregend. Es hat mir Spaß gemacht, die beiden hier bei ihren Unterhaltungen und Ausflügen zu begleiten. Ich kann diese Geschichte weiterempfehlen, vor allem für zwischendurch, da sie ja sehr kurz ist.

  9. Cover des Buches Monsieur Ibrahim et les fleurs du Coran (ISBN: 9783125972476)
    Eric-Emmanuel Schmitt

    Monsieur Ibrahim et les fleurs du Coran

     (155)
    Aktuelle Rezension von: EsMe
    Monsieur Ibrahim betreibt ein kleines Geschäft in der Pariser Rue Bleue, das immer häufiger vom jungen Moses besucht wird, denn zu Hause hat er keinen Ansprechpartner und wird vernachlässigt. Schon bald entwickeln sich tiefsinnige Gespräche, in denen sich der Ältere als Experte für alle Fragen des Lebens erweist. Mit Hilfe seiner Weisheiten, die er dem Leben und dem Koran entnimmt, eröffnet er dem Jungen eine neue Welt. Ein wirklich gelungene Schullektüre, die gut geieignet ist Sprache, Religion und Toleranz zu übermitteln.
  10. Cover des Buches Momo Little Devil 03 (ISBN: 9783842035195)
    Mayu Sakai

    Momo Little Devil 03

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Phantasai
    Yume lernt durch Sanari die Vergangenheit von Nanagi kennen, denn auch Nanagi war einst ein Auserwählter seinen Plantetn zu retten. Dies hat er auch geschafft, doch der Preis dafür war Momo zu begleiten. Momo denkt, dass Nanagi sie deswegen nicht leiden kann. Da beschließt Yume ihr zu helfen und für Nanagi eine Freude zu bereiten. Die beiden wollen Schokolade machen. Während der Vorbereitungen stellt Yume nach und nach fest, wie viel Nanagi ihr eigentlich bedeutet. Doch wie fühlt Nanagi für Yume? Ein sehr spannender Band in dem viel passiert. Wir lernen hier Nanagi und seine Vergangenheit besser kennen. Dadurch lernen wir auch unweigerlich Momo wieder ein Stück besser kennen. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass Momo eigentlich kein schlechter Mensch bzw. Satan ist. Durch Yume lernen wir die Liebe der Menschen und ihr großzügiges Herz besser kennen, denn Freunde sind wichtiger als Feinde und auch seine Feinde kann man sich zum Freund machen ;)
  11. Cover des Buches Peach Girl (ISBN: 9783770465712)
    Miwa Ueda

    Peach Girl

     (250)
    Aktuelle Rezension von: Prinzessin
    Sae macht nun erstmal keinen Ärger mehr und wird gemobbt von der ganzen Schule, sie hatte es ja auch kaum anders verdient. Ich finde das Beziehungsleben von Toji und Momo echt langweilig... und Kyle taucht leider auch kaum mehr auf. Die Geschichte lässt hier an dieser Stelle sehr stark nach. Irgendwie fehlt die Spannung die bisher immer da war. Ich bin noch stark am überlegen ob ich Band 5 und Folgende überhaupt noch lesen soll. Mal schauen... 2 Sterne mehr gibt Band 4 nicht her.
  12. Cover des Buches Momo Little Devil 02 (ISBN: 9783842035188)
    Mayu Sakai

    Momo Little Devil 02

     (23)
    Aktuelle Rezension von: Phantasai
    Yume hat es geschafft und ihren 2. Punkt zur Errettung der Erde erhalten. Nanagi wird zu Yumes Schutz abgestellt und geht absofort mit ihr zur Schule. Dort fällt Nanagi mit seinem guten Aussehen der Klassenkameradin Miyu auf. Sie stielt Yume das Armand und will ihr den Platz streitig machen. Da Momo nichts dagegen hat, gibt Yume ihren Platz als Auserwählte an Miyu ab. Doch war das die richtige Entscheidung? Trotz des kleinen Rückblicks am Anfang, viel es mir schwer, mich zu erinnern. Der erste Band liegt doch schon eine ganze Weile zurück. Nach dem ersten Kapitel ging es dann aber wieder. Ich hatte auch noch in erinnerung, dass sich Kobato und Momo sehr ähneln, doch das hat sich inzwischen gelegt. Die beiden Geschichten verbindet nur, dass die beiden Hauptfiguren Punkte sammeln müssen. Die Farbseite am Anfang des Bandes ist ganz hübsch, jedoch nicht so qualitativ Hochwertig wie andere Farbseiten. Mich stört, dass manchmal die Schrift extrem klein wird, da viel in eine Sprechblase gequetscht wird. Auch die Kapitelcovererklärung find ich ziemlich unnütz. Vom Sprach und Zeichenstil gefällt es mir nach wie vor sehr gut.
  13. Cover des Buches Michael Ende (ISBN: 9783650401229)
    Birgit Dankert

    Michael Ende

     (16)
    Aktuelle Rezension von: jackdeck
    Die Biografie Michael Endes von Birgit Dankert basiert auf hervorragender Recherchearbeit und bietet wertvolle Hintergrundinformationen zu Werk und Leben des Autors. Die komplexen Zusammenhänge werden in einer stilistisch einwandfreien und elaborierten Sprache dargestellt. Die Autorin betrachtet den oftmals mystifizierten Schriftsteller Michael Ende mit einem klaren, nüchternen Blick und wissenschaftlich gebotener Genauigkeit. Jene Stelle der Biographie allerdings, wo aus dem Gedicht "Die Süchtige" mit der lapidaren Bemerkung "Dies gehörte wohl auch zum Leben in Genzano" (Pos. 2631) eine Drogensucht von Endes Ehefrau Ingeborg Hoffmann angedeutet wird, ist eine bloße Mutmaßung. Auch Klatsch und Tratsch unter Freunden sind kein überprüfbarer Beleg. ("Freunde berichten, wie Michael Endes sprühende, mitreißende Fröhlichkeit und geistvolle Witzigkeit, die ganz auf sein jeweiliges Gegenüber fokussiert war, später mit zunehmendem Erfolg seiner Arbeit und den enormen Einkünften verebbte. Die Wandlung zum gefühllosen Showstar, die Gigi unter dem Einfluss der grauen Herren durchmacht, ist ihm selbst nur zu bekannt." Pos. 2750) Vermutungen und Hörensagen sind keine literaturwissenschaftlichen Kategorien und legen einen kleinen Schatten auf die ansonsten in gebotener Akribie verfasste Biografie, deren großes Verdienst es ist, ein umfassendes und differenziertes Bild des weltbekannten Schriftstellers Michael Ende zu vermitteln.
  14. Cover des Buches Der Schwan stirbt (ISBN: 9783404606801)
    Robb Pearlman

    Der Schwan stirbt

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Das Buch "enttarnt" in humorvoll-ironischer Weise die Enden bekannter Filme und Bücher, dadurch wird aus diesen sozusagen "die Luft raus gelassen", und man erkennt, wie falsch-hochtrabend doch manche Titel sind.
  15. Cover des Buches Momo Little Devil 05 (ISBN: 9783842035232)
    Mayu Sakai

    Momo Little Devil 05

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Phantasai
    Yume schafft es die gute Momo von der bösen Momo zu befreien. Jedoch schlummert diese in ihr und wirkt sich nach wie vor auf ihr Wesen aus. Als sich die Gemüter langsam wieder beruhigt hatten, gab es auch direkt schon wieder ein neues großes Ereignis. Momo wird von einem TV - Regisseur entdeckt und für eine Werbung gecastet. Schlagartig erhält sie berühmtheit. Doch Momo's kleine Kollegin findet das alles gar nicht toll. Momo setzt unbedacht ihre Kräfte ein und entfacht so einen Medienrummel. Bis sich die Gemüter wieder beruhigt haben reisen sie alle zusammen an den Strand. Doch dort gerät Yume wieder mal in ein Gefühlchaos. In diesem Band ist so allerhand passiert, aber es gab immer noch keine neuen Punkte für Yume um die erde zu retten. Solangsam geht mir das auf den Keks. Die Reihe ist bald zu ende und man weiß immer noch nicht, wo der momentane Stand hinführen soll. Ich befürchte, dass spätestens im letzten Band ganz viel Story zusammen gequetscht wird. Ich wills aber nicht hoffen. Am Anfang gab es wieder mal ein paar colorierte Seiten. Es hatte ein wenig den Stil von diesen ankleider Püppchen aus Papier ^^ Ich bin gespannt, wie es weiter geht.
  16. Cover des Buches Momos Wünsche (ISBN: 9783865660985)
    Momo Takane

    Momos Wünsche

     (3)
    Aktuelle Rezension von: milasun
    "Die japanische Künstlerin Momo Takano entführt uns mit ihren Bildern und Worten in eine poetische Welt jenseits unseres Alltags und erinnert uns an die märchenhafte Zeit, als das Wünschen noch geholfen hat." Nette kleine Geschichte, zauberhafte Illustrationen.
  17. Cover des Buches Remember - Winterzauber (ISBN: 9783734747724)
    Andrea Bielfeldt

    Remember - Winterzauber

     (50)
    Aktuelle Rezension von: Dorie74

    Hannah ist auf dem Weg, zu den Feiertagen, aus Frankfurt zu ihren Eltern. In dichtem Schneegestöber hat sie plötzlich eine Autopanne. Sie macht  sich zu Fuß auf ins nächste Dorf, als ein Auto anhält. Hinter dem Steuer sitzt niemand geringeres als Nick, Hannahs Jugendliebe.Ihre Gefühle spielen sofort verrückt aber sie steigt aus Not in Nicks Wagen. Allerdings ist  das Glück nicht von langer Dauer, denn die beiden haben einen Unfall. Das nächste Auto das anhält wird von Nicks Bruder Momo gefahren. Auch mit ihm verbindet Hannah etwas. Und das Chaos nimmt seinen Lauf.

    Es ist nicht das erste Buch das ich von der Autorin gelesen habe, aber auch hier wieder hat sie mich sehr gut unterhalten. Der Schreibstil ist wirklich angenehm zu lesen. Man taucht sofort in die Geschichte ein. 
    Diesmal hatte man abwechselnd die Sicht von Hannah und Momo. 
    Nur so konnte man die Verwirrungen und Missverständnisse mit denen die beiden aber auch Nick zu kämpfen hatten, besser verstehen. Die Spannung hat mich bis zum Ende im Atem gehalten, denn es gab immer wieder Komplikationen. Die Hauptfiguren waren mir sofort sympathisch. Ich konnte richtig mit ihnen fühlen.

    Alles in einem ein tolles Buch, besonders für winterliche Abende, denn die winterliche Stimmung hält sich im ganzen Buch durch. Ich würde sogar gerne lesen wie es mit den beiden weiter geht....

  18. Cover des Buches Momo Little Devil 04 (ISBN: 9783842035225)
    Mayu Sakai

    Momo Little Devil 04

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Phantasai
    Yume ist im Gefühlschaos gefangen. Auf der einen Seite ist da Kanaka, ihr langjähriger Freund. Doch auch Nanagi kann sie nicht wiederstehen und dann küsst er sie auch noch. Und Momo möchte auf einmal nicht mehr der Satan sein. Doch geht das so einfach? Momo wird von ihrem zerstörerischen Ich gefangen gehalten. Ob Yume sie retten und vom Gegenteil überzeugen kann? Und was wird aus der Welt und ihreren schon gesammelten Punkten? In Band 4 kommt endlich mal ein wenig Romantik ins spiel, denn immerhin ist diese Reihe ja im Romantikgenre zu finden. Die farbige Seite am Anfang hat mir irgendwie diesmal auch gefehlt. Solangsam frag ich mich aber, wie die Geschichte enden soll, denn es geht irgendwie nicht richtig vorran mit der Hauptstory. Yume soll ja Punkte sammeln um die Erde zuretten, doch das ist nun schon länger nicht geschehen. Ich hoffe da kommt bald wieder was. Ansonsten war es aber eigentlich ganz süß wie immer.
  19. Cover des Buches Mit Michael Ende am Schreibtisch (ISBN: 9783957512178)
    Gernot Uhl

    Mit Michael Ende am Schreibtisch

     (10)
    Aktuelle Rezension von: mabuerele

    „...Die kleine Dryade wohnt gerne im Garten der Casa Liocomo, dem Haus Einhorn. Für einen Baumgeist ist der Olivenhain in den Albaner Bergen bei Rom ein wahres Paradies. Die kleine Dryade mag Geschichten und ihr Nachbar, ein gemütlicher Herr mittleren Alters, kann wunderbar erzählen...“


    Mit diesen Worten beginnt ein Buch, dass sich dem Leben und Schaffen von Michael Ende widmet, denn der ist der Nachbar der kleinen Dryade.

    Dabei lässt mich der Autor des Buches auch am Schaffensprozess des Schriftstellers teilhaben. Ich darf ihm beim Schreiben quasi über die Schulter schauen.

    Michaels Elternhaus war ein Haus der Gegensätze. Das betraf nicht nur den Charakter der Eltern, sondern auch ihre Lebenseinstellung. Während die Mutter eher Realistin war, lagen die Schwerpunkte des Vaters in seiner Malerei. Unter den Nazis bekam er Berufsverbot.

    Gekonnt wird dargestellt, wie Michaels Lebensgeschichte Eingang in sein Werk fand, insbesondere in „Die unendliche Geschichte“. Tod und Gewalt der Nazizeit, seine Erfahrungen der Bombennächte spiegeln sich im Leben der Protagonisten wider.

    Der Schriftstil des Buches lässt sich gut lesen. Die Parallelität zwischen den einzelnen Lebensstationen und der Entstehung der Bücher wird anschaulich herausgearbeitet. Gleichzeitig ist das Buch damit eine minimale Zusammenfassung von „Die unendliche Geschichte“, „Lukas, der Lokomotivführer“ und „Momo“. Wichtig dabei ist, dass begründet wird, warum er manche Dinge so und nicht anders geschrieben hat. Auch die Schwierigkeiten im Schaffensprozess werden nicht ausgeklammert. Das folgende Zitat zeigt seine Einstellung:


    „...Das Kind, das ich einmal war, lebt heute noch in mir...“


    Mit der Art seiner Literatur war der Autor seiner Zeit voraus. Das brachte ihm einerseits einige Literaturpreise, andererseits scharfe Worte mancher Literaturkritiker. Auch den Umgang mit den Fans musste er erst lernen.

    Der Film zum Buch wird zum Desaster. Die Verfremdungen kann und will der Autor nicht mittragen. Noch schlimmer trifft es seine Frau Ingeborg.

    Eine Auflistung der Bücher von Michael Ende und umfangreiche Anmerkungen ergänzen das Buch.

    Die Biografie hat mir sehr gut gefallen. Sie zeigt nicht nur das Auf und Ab im Leben des Schriftstellers, sondern ermöglicht einen Einblick in seine ganz persönliche Gedankenwelt.

  20. Cover des Buches Nelli und der Nebelort (ISBN: 9783789147531)
    Annika Scheffel

    Nelli und der Nebelort

     (24)
    Aktuelle Rezension von: Simi159
    NellI reist mit ihrer Mama Ava in einem bunten Bus um die Welt. Sie sind auf der Suche nach Eric, Nellis Seemanns Papa. Dieser verschwand kurz vor ihrer Geburt. Und so kommen sie von Stadt zu Stadt, von Strand zu Strand, doch sie finden ihn nicht. Nelli muss immer wieder ihre neugefundenen Freunde zurücklassen. Ihr ständige Begleiter und Ersatzfreund ist Jupiter, ein Hausschwein. Nelli redet mit ihm und erzählt im all die Dinge, die sie entdeck und sieht, wie zum Beispiel Einhörner. Ava und Nelli kommen an einen geheimnisvollen Ort. Der ist voller Nebel und Verbotsschilder auf denen seltsamen Dingen wie "Hocken verboten" stehen. Auch seltsame Menschen sind dort, alle wirken blass, unscheinbar irgendwie vernebelt. Auch Henri lebt dort. Er kann mit Tieren sprechen und kennt den fliegenden Postboten. Ava scheint ihn auch zu kennen. Woher? Und was ist das Geheimnis dieses unheimlichen Ortes? Als Ava verschwindet oder besser mit dem Bus vom Nebel verschluckt wird, macht sich Nelli mit Henri auf die Suche nach ihr. Fazit: Dieses Buch lässt sich schwer einordnen. Denn "eigentlich" ist ein Kinderbuch, doch die Geschichte ist so düster, traurig und teilweise gruselig, dass es meiner Meinung nach, erst ab einem Alter von 10 + Jahren gelesen werden sollte. Und selbst dann gilt es einen langen Leseatem haben, denn bis der Nebel sich lichtet dauert es rund zweihundert Seiten. Diese sind spannend, gruselig und voller fantastischer Ideen. Diese lassen einen erwachsenen Leser weiterlesen lassen, doch meine Kinder zehn und sieben wurde es in der Mitte des Buches zu gruselig. Diesen komischen Verbote und der gruselige Nebel war Ihnen zu unheimlich. Einzig die Bilder von Joëlle Tourlonias, die geschickt, den Szenen gerecht, in die Geschichte rein geflochten sind, haben die Beiden begeistert. Die Charaktere sind gut beschrieben und doch bleibt noch viel Interpretationsspielraum für den Leser, wie das alles Zusammenhängt und was es mit dem Nebel und den vielen Verboten auf sich hat. Henri und Nelli sind ein tolles Gespann die Geschichte tragen. Der distanzierte, unterkühlte Erzählstil ist ungewöhnlich für ein Kinderbuch. Auch wenn der Einstieg, Alles was vor dem Nebelort passiert, noch leichtfällt, hat man später, durch die Sprache das Gefühl, der Nebel steige aus dem Buch und hülle einen beim Lesen gleich mit ein. Als Leser muss man sich auf "Nelli und der Nebelort" einlassen und mit jüngeren Lesern über den Inhalt sprechen, denn es geht um Mut Freundschaft und was Ängste anrichten können. Von gibt es 3 Sterne.
  21. Cover des Buches Fränkische Vergeltung (ISBN: 9783954518111)
    Jacqueline Lochmüller

    Fränkische Vergeltung

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Lesezeichenfee
    Fee zum Buchinhalt:
    Hanno Reichert hat einen Verkehrsunfall und fährt gegen den Baum. Dann stellt sich heraus, dass er ermordet wurde. Benita Luengo und ihr Kollege ermitteln.

    Fees Meinung:
    Auf Seite 36 hab ich dann aufgegeben.

    S. 10 Benita Luengo möchte 2 Schokoladencroissants und zwei Laugenstangen kaufen.
    S. 12 Jetzt bestellt sie 3 Schokoladencroissants, dabei mag sie nichts Süßes und soll für ihren Kollegen 2 mit einkaufen.
    So was irritiert total. Das ist – für mich - nicht plausibel.

    S. 22 Rückständigkeitsdiskussion, weil Reichert keine Mikrowelle hat und Spinat noch mal warm machen oder nicht (sie diskutiert mit ihrem Kollegen). Und so was hat nix mit dem Alter zu tun, sondern mit der Einstellung.
    Irgendwie macht so was Benita Luengo unsympathisch.

    Auf Seite 24 stellt sich dann raus, dass Benita Luengo auch keine Mikrowelle hat. Aber sie hält Hanno Reichert für total rückständig, unter anderem wegen der Mikrowelle.

    Das Buch heißt Fränkische Vergeltung, dazu spielt es in Bayreuth. Benita Luengo und ihr Kollege gehen zum Metzger und was kaufen sie? Backschinken, Salamibrötchen, Nudelsalat und ne Bockwurst! Muss man für so was zu einem fränkischen Metzger gehen? Salamibrötchen und Bockwurst bekomm ich inzwischen auch beim Bäcker!

    Ich find das Buch total langweilig und nervig, dazu hat es – für mich – überhaupt kein Lokalkolorit und in Bayreuth kenn ich mich auch nicht aus. Es redet niemand fränkisch und sie essen „deutsch“. Aber sie könnten genauso gut im Ruhrgebiet zum Metzger gegangen sein. Von daher hab ich beschlossen, das Buch nicht weiter zu lesen. 

    Leider muss ich bewerten, um diese Meinung und Erfahrung einstellen zu können. Eigentlich geb ich dann auch 2 Sterne, aber hier, neee. Sorry! 
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