Bücher mit dem Tag "mongolei"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "mongolei" gekennzeichnet haben.

34 Bücher

  1. Cover des Buches Manduchai. Die letzte Kriegerkönigin (DAISY Edition) (ISBN: 9783839852255)
    Tanja Kinkel

    Manduchai. Die letzte Kriegerkönigin (DAISY Edition)

    (10)
    Aktuelle Rezension von: Ro_Ke

    Klappentext (Lovelybooks):


    Manduchai heiratet den letzten direkten Nachfahren des großen Dschingis Khan, um ihr Volk zu Ruhm und Größe zurückzuführen. Dafür verzichtet sie auf die Liebe ihres Lebens. Wan Zhen'er war zunächst die Kinderfrau des chinesischen Kaisers, dann seine Geliebte, und stieg schließlich in den Rang einer kaiserlichen Konkubine auf. Sie ist die wahre Macht hinter dem Thron Chinas. Erst in Manduchai erkennt Wan die ebenbürtige Gegnerin. Sie sieht die Gefahr, die von der Mongolei für das Reich der Mitte ausgeht und gibt das größte Bauwerk der Welt in Auftrag: Die chinesische Mauer. Als sich die Frauen nach Jahren der Intrigen und Kriege gegenüberstehen, wissen sie, dass es in ihren Händen liegt, ob das Töten weitergeht.


    Meine Meinung:


    Leider hat mich die Geschichte um Manduchai und Wan Zhen´er in ihrer ungekürzten Hörbuchausgabe nicht erreichen können, auch wenn Sprecherin Tanja Fornaro bestmöglich versucht, durch ihre Stimme der Geschichte eine lebendige Seele einzuhauchen. 


    Der Autorin gelingt es zwar schon zu Beginn, ein glaubhaftes asiatisches Setting zu transportieren, das auf eine gute Recherche zurückzuführen ist, jedoch hatte ich arge Probleme, mich innerhalb der großen Vielzahl an Charakteren zu orientieren, um sie den passenden Stämmen zuordnen zu können. Dadurch bekam ich beim Hören oft Schwierigkeiten, Handlungen gänzlich nachvollziehen zu können, bzw. es war mir nicht möglich, mich den Protagonisten Nahe zu fühlen. 


    Wenn es auch sehr unterhaltsam, gepaart mit zahlreichen Informationen, erzählt wird, so ist mein größter Kritikpunkt, dass sich der Verlauf der Handlung abwechselnd zwischen History-, Fantasy-, Jugendbuchgenre und Frauenroman bewegt. 


    Auch fehlte mir ein interessanter Spannungsbogen, dem ich gerne gefolgt wäre, wodurch mir die Schicksale, trotz ihrer historischen Bedeutung, beinahe schon egal wurden. 


    Fazit:


    Informativ und unterhaltsam aber wenig greifbare Hörbuchfassung. Schade! 

  2. Cover des Buches Die Letzten ihrer Art (ISBN: 9783442770403)
    Maja Lunde

    Die Letzten ihrer Art

    (183)
    Aktuelle Rezension von: ArtVandaley

    Im dritten Teil ihres Klimaquartetts widmet sich Maja Lunde den Wildpferden und zieht in drei Erzählsträngen einen weiten Bogen über die Entdeckung und den Fang bis zu einer Zeit in der Zukunft im Jahr 2064 in der es um die Natur - man kann es erahnen - schlecht bestellt ist. Das gilt auch für die Pferde.

    "Die Letzten ihrer Art" ist mit über 600 Seiten der längste Teil ihres Quartetts. Das gibt uns Gelegenheit, tief in die Charaktere einzutauchen, mit ihnen zu fiebern oder vor allem zu leiden. Dadurch das auch menschliche Schicksale dargestellt werden, wird deutlich, das auch Mensch und Tier sich am Ende doch ähnlicher sind, als mancher wahrhaben will. Das ist ein weiterer neben vielen anderen Gründen, die Natur zu respektieren und zu schützen.

  3. Cover des Buches Der Zorn der Wölfe (ISBN: 9783442473953)
    Jiang Rong

    Der Zorn der Wölfe

    (78)
    Aktuelle Rezension von: Drachenbuecherhort

    „Der Zorn der Wölfe“ von Jiang Rong ist ein abenteuerlicher Epos, der in der inneren Mongolei während der Kulturrevolution in den 1960er Jahren spielt und auf einer wahren Begebenheit beruht. Der Roman erzählt die Geschichte von Chen Zhen, einem chinesischen Studenten, der in die Mongolei geschickt wird, um das Leben der nomadisierenden Viehzüchter kennenzulernen. An der Seite seines Lehrers Bilgees trotzt er den extremen Wetterbedingungen und erhält Einblick in die Mythen und Traditionen des mongolischen Volkes.

    Jiang Rongs Schreibstil ist geprägt von einer tiefen emotionalen Resonanz und einer starken Verbundenheit zur Natur. Er ist bildgewaltig und eindringlich, aber zugleich auch sehr anspruchsvoll, was den ernst der Thematik verdeutlicht. Die detaillierte Schreibweise führt leider auch dazu, dass es gewisse Längen gibt, die das Buch stellenweise sehr zäh machen.

    Der Roman ist ein autobiografischer Bericht, der aus der Perspektive von Rongs Alter Egos Chen Zhen geschrieben wurde, und er schildert seine Erfahrungen als Schafhirte in der Inneren Mongolei während der Kulturrevolution. Jiang Rong verwendet seinen Stil, um die Konflikte zwischen den Han-Chinesen und den mongolischen Nomaden zu beleuchten, sowie die Auswirkungen des technokratischen Fortschritts auf die Umwelt und die Kultur. Sein Werk ist bekannt für seine kritische Auseinandersetzung mit den Eigenschaften der größten Volksgruppe Chinas, den Han-Chinesen, und deren Raubbau an der Natur.

    Ein zentrales Element des Buches sind die Wölfe, deren Klugheit und Mut die Mongolen schon immer fasziniert haben. Als Hauptkonflikt gilt der Wolfshass, der die Spannungen zwischen den menschlichen Interessen und der natürlichen Welt dargestellt. Der Roman zeigt, wie die Chinesen, die in die Mongolei geschickt werden, um das wirtschaftliche Potenzial der Steppe zu erkunden, die traditionelle Lebensweise der Mongolen und ihre Beziehung zu den Wölfen bedrohen. Die Wölfe, die als klug und mutig angesehen werden, stehen symbolisch für die Natur und das Gleichgewicht, das durch den menschlichen Eingriff gestört wird.

    Die Geschichte verwebt Fiktion und Fakten, um die Leser über die Bedeutung des Gleichgewichts zwischen Mensch und Natur aufzuklären. Der Wolfshass entsteht aus dem Wunsch nach Profit und Fortschritt, der das traditionelle Leben der Mongolen und ihre harmonische Beziehung zu den Wölfen untergräbt. Jiang Rong verwendet den Wolfshass, um eine kritische Auseinandersetzung mit den Auswirkungen des technokratischen Fortschritts auf die Umwelt und die Kultur zu fördern.

    Das Buch ist ein Appell an das Bewusstsein für die Bedeutung des Respekts vor der Natur und die Notwendigkeit, das Gleichgewicht zwischen menschlichen Aktivitäten und der Erhaltung der Umwelt zu wahren. Es zeigt auf eindringliche Weise, wie der Mensch durch Gier und Machtstreben das Gleichgewicht zwischen Natur und Zivilisation zerstören kann.

    „Der Zorn der Wölfe“ ist ein Roman, der sich durch seine universelle Anziehungskraft auszeichnet. Er spricht Leser an, die sich für die Komplexität der menschlichen Geschichte, die Vielfalt kultureller Ausdrucksformen und die tiefe Verbindung zwischen Mensch und Natur interessieren. Jiang Rongs Werk bietet eine fesselnde Sicht auf die Kulturrevolution in China und die nomadische Lebensweise der Mongolen. Es ist ein literarisches Stück, das sowohl für seine tiefgründigen Themen als auch für seine emotionale Wirkung geschätzt wird.

  4. Cover des Buches Donnerstags im Fetten Hecht (ISBN: 9783442378654)
    Stefan Nink

    Donnerstags im Fetten Hecht

    (94)
    Aktuelle Rezension von: Buchgespenst

    Eine 50 Millionen-Erbschaft steht Schatten ins Haus, doch zuvor muss er die 6 Miterben auftreiben, sonst haben sich die goldenen Aussichten erledigt. Da Schatten selbst allerdings unter extremem Übergewicht leidet, eine Bakterienphobie hat und grundsätzlich wenig gewillt ist das Haus zu verlassen, spannt er kurzerhand seinen Kumpel Siebeneisen ein. Der wird auf eine aberwitzige Weltreise geschickt, mit minimalem Budget. Auf seiner Suche nach den Miterben muss er sich unter anderem einem Lämmergeierangriff stellen, Geister jagen und eine gruselige Rentnerkreuzfahrt  überleben.

    Ein Buch von dem ich mir witzige Lesestunden und schöne Unterhaltung versprochen habe. Leider hat es meinen Geschmack nicht getroffen.

    Der Schreibstil ist sehr gut, die Geschichte rund und die Charaktere schön gestaltet. Die Länder sind mit ihren Eigenheiten lebendig geschildert, mal witzig, mal sachlich, mal ein bisschen mit Klischee verrührt. Die aberwitzigen Situationen sind durchaus intelligent gestaltet und schön eingebaut. 

    Und doch hat das Buch mich aus irgendeinem Grund nicht fesseln können. Die Charaktere blieben mir leider fremd und die Geschichte konnte mich nicht für sich gewinnen. Sehr schade, dass dieses durchaus gute Buch meinen Geschmack nicht treffen konnte. 

  5. Cover des Buches Der Mongole - Das Grab in der Steppe (ISBN: 9783734108709)
    Ian Manook

    Der Mongole - Das Grab in der Steppe

    (9)
    Aktuelle Rezension von: vicky

    Ich bin zufällig auf dieses Buch gestoßen, als ich nach Krimis gesucht habe die mal nicht in den Bergen, Frankreich oder Italien spielen. Die Mongolei klang dann wirklich mal nach etwas anderem und ich machte mich an dieses 600 Seiten Buch.

    Der Kommissar gibt am Beginn des Buchen trotz seiner imposanten Gestalt, keine sonderlich gute Figur ab. Er ist zwar noch sehr verbunden mit seinem Land und den Traditionen, aber durch ein tragischen Familienunglück gezeichnet. Vom ehemals erfolgreichsten Kommissar der Mongolei ist nicht mehr viel über. Mit seiner Kollegin Oyun und der Gerichtsmedizinerin Solongo versuchen sie zwei scheinbar unabhängige Mordfälle zu klären und stoßen dabei auf unerwartete Zusammenhänge und größere Verstrickungen, die alle zu einem der mächtigstens Männer des Landes führen.

    Ich muss sagen, dass ich das Buch am Anfang etwas schwierig fand. Es dauerte etwas, bis ich in der Geschichte angekommen bin und mit den Protagonisten mitfiebern konnte. Dann kamen auch noch einige äußerst brutale und verstörende Szenen dazwischen. Ab ungefähr der Hälfte macht das Buch aus meiner Sicht jedoch eine Wende und wird zu einem rasanten Aufrollen der einzelnen Fäden mit einem nun souveränen und bedachten Protagonisten.

    Insgesamt hat mir das Buch dann doch noch sehr gut gefallen. Auch die Schilderungen der Mongolischen Landschaft und Lebensweise sind faszinierend und machen neugierig auf mehr.

  6. Cover des Buches Der Mann, die Frau, das Schaf, das Kind (ISBN: 9783293207363)
    Galsan Tschinag

    Der Mann, die Frau, das Schaf, das Kind

    (6)
    Aktuelle Rezension von: Irisblatt

    Galsan Tschinag hat ein außergewöhnliches, leises, sehr besonderes Buch geschrieben, das zahlreiche Einblicke in die Lebensweise mongolischer Nomaden, aber auch in die Abgründe menschlicher Gesellschaft gewährt. Alles beginnt im Hausflur eines städtischen Hochhauses. Eine junge Frau hat bei einer Quizshow einen stattlichen Hammel gewonnen. Auf dem Weg zu ihrer Wohnung strandet sie mit dem blökenden Tier im Hausflur. Zaghaft klopft sie an die Tür eines alten Mannes, den sie erst wenige Minuten zuvor in seiner Wohnung hat verschwinden sehen. Sie bittet den unbekannten Mann, kurz auf ihr Schaf aufzupassen. Hilfsbereit nimmt er den Hammel mit in seine Wohnung.

    Aus der flüchtigen ersten Begegnung entwickelt sich eine zarte Vertrauensbeziehung, die beide von ihrer Einsamkeit befreit. Dsajaa lässt Nüüdül an ihrem bisherigen Lebensweg teilhaben und auch Nüüdül erzählt offenherzig aus seinem langen Leben. Beide sparen dabei die Schattenseiten nicht aus, lösen gemeinsam so manches Problem und bedeuten einander schon bald so viel, dass sie sich gegenseitig adoptieren und fortan als Vater und Tochter durchs Leben gehen. Galsan Tschinag gehört der ethnischen Gruppe der turksprachigen Tuwa an. Er wurde im Altai-Gebirge in der Westmongolei geboren und verbrachte seine Kindheit und Jugend in einer Jurte. In Leipzig lernte er Deutsch und studierte Germanistik. Heute lebt der auf Deutsch schreibende Autor wieder in der Mongolei. 

    Die Sprache seines Romans ist von einer fremden Poesie durchdrungen, die etwas von der Erzählweise und den Umgangsformen der mongolischen Nomaden erahnen lässt. Gastfreundschaft wird groß geschrieben. Es gibt besondere Dankes- und Begrüßungs- sowie Abschiedszeremonien, die bereits bestehende Beziehungen bekräftigen, andere erst herstellen. Weit verbreitet scheint die Möglichkeit, Menschen jeden Alters durch Adoption zu verbinden und dort familiäre Fürsorge zu ermöglichen, wo es keine Blutsverwandtschaft gibt.

    Die blumige, sich vorsichtig nähernde Sprache ist fremd und zugleich wunderschön. Der Autor lässt seinen Protagonisten viel Zeit für ihre Lebensgeschichten und die Einordnung des Erlebten. Zuweilen erscheinen die Erzählungen wie aus einem Tagtraum. Kommt die Rede aber auf die Weite und Schönheit der mongolischen Natur, dann leuchten die Farben. Der Autor gibt seinen Protagonisten am Ende der Geschichte noch einen guten Wunsch mit: „(…) ihr Lieben: Lebt euren Träumen nach, holt sie ein und macht sie zu euren treuen Dienern! (S. 393)“.

    Mir hat dieser Roman in seiner eigentümlichen Art gut gefallen. Ich habe viel über mongolische Kultur und die Verbundenheit der Menschen untereinander erfahren und werde bestimmt noch weitere Bücher des Autors lesen.

  7. Cover des Buches The Travel Episodes (ISBN: 9783492404877)
    Johannes Klaus

    The Travel Episodes

    (5)
    Aktuelle Rezension von: sabatayn76
    ‚Mögen sie euch an ferne Orte entführen. Mögen sie euch Lebensweisen näherbringen, die ihr so nie für möglich gehalten hättet. Mögen sie euch inspirieren und zum Staunen bringen. Und Mut machen, euch selbst und die Welt kennenzulernen.‘ (Seite 15)

    Bei ‚The Travel Episodes. Neue Reisegeschichten von allen Enden der Welt‘ handelt es sich um den dritten Teil der von Johannes Klaus herausgegebenen Reisegeschichten.

    Der Leser wird auch diesmal an exotische sowie an ganz gewöhnliche Orte mitgenommen, an denen die Autoren ganz besondere Geschichten erlebt haben.

    Gegliedert ist der dritte Band in ‚Das Glück des Fremdseins‘, wo der Leser unter anderem die Südsee, Russland und Syrien virtuell bereist, ‚Aus Angst wird Mut‘, wo einen die Autoren mit nach Wales, Kroatien, die Mecklenburgische Seenplatte, an die Elfenbeinküste etc. mitnehmen, sowie ‚Allein ist nicht einsam‘, wo man Geschichten aus und über Peru, Myanmar, Finnland u.v.a. folgen kann.

    Ich kenne Band 1 und Band 2 der Travel Episodes und finde den dritten Band im Vergleich etwas schwächer. Einige der Autoren kannte ich zudem schon, so dass die Geschichten nicht wirklich neu für mich waren.

    Viele der Geschichten schaffen es jedoch, den Leser vor Ort zu versetzen, lassen ihn beim Lesen träumen, Abenteuer vom heimischen Sofa aus erleben, besondere Fleckchen der Erde entdecken, exotische Speisen kosten und/oder aufatmen, weil der Autor seine aufregende Tour unbeschadet überstanden hat.

    Manche der Geschichten sind einfach von Grund auf spannend (z.B. die Reise von Dominik Mohr nach Syrien vor dem Krieg), andere sind hervorragend, mit großer Spannung oder viel Witz erzählt (z.B. die Kreuzfahrt von Philipp Laage oder die Indien-Reise von Oleander Auffahrt), wieder andere fand ich persönlich kaum interessant (z.B. die Ruhrpott-Geschichte von Karin Lochner). Alles in allem ist aber für jeden etwas dabei, weil die Geschichten so heterogen geschrieben sind und vollkommen unterschiedliche Orte und Reisearten behandeln.
  8. Cover des Buches Der Wolf und die Hündin (ISBN: 9783293206922)
    Galsan Tschinag

    Der Wolf und die Hündin

    (5)
    Aktuelle Rezension von: Schmiesen
    Inhalt: 
    Ein ungleiches Paar - der Wolf, ein wilder Einzelkämpfer, und die Hündin, ein Hirtenhund der Nomaden. Dennoch schließen die beiden sich zusammen, lernen voneinander und gehen auf die Jagd. Doch die Menschen spüren sie auf, und nun sind sie selbst die Gejagten...

    Meine Meinung:
    Ein sehr poetisches kleines Büchlein, das die wunderbare Weite der Mongolei vor dem geistigen Auge aufleben lässt. Die kühle Beschreibung der grausigen Jagdszenen ist sehr ungewohnt, schafft aber die nötige Distanz. Man kann alles durch das ungerührte Auge der Natur betrachten, die eben so ist, wie sie ist. Grandios sind die vagen, dennoch hochpoetischen Gefühlsbeschreibungen der beiden Tiere. Tschinags Einfühlungs- und Vorstellungsvermögen scheint grenzenlos. Kleiner Abzug nur für teilweise falsche, unverständliche Sätze. Hier hätte der Lektor wohl ein bisschen besser aufpassen müssen.


    Fazit:
    Poesie für alle, die keine Gedichte mögen. Tschinag entführt in eine andere Welt, in seine Heimat: Die Mongolei. 
  9. Cover des Buches Ohne Flugzeug um die Welt (ISBN: 9783431070033)
    Giulia Fontana

    Ohne Flugzeug um die Welt

    (16)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Was macht man, wenn man aus Klimagründen kein Flugzeug mehr betreten will, eine gute Freundin aber in Australien heiraten wird? Man reist eben „ohne Flugzeug um die Welt“ mit Bus, Bahn und Schiff. Über diese abenteuerliche Reise und den damit zusammenhängenden klimabedingten Überlegungen, haben Giulia Fontana und Lorenz Keyßer ein Reisetagebuch geschrieben. Und zwar ein hochgradig reflektiertes. Dabei ist das Zielpublikum allerdings durchaus eingeschränkt.

    2019 veröffentlichte die NASA Daten, die aufzeigten, dass die Jahre 2015, 2016, 2017 und 2018 weltweit die heißesten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnungen waren. Der weltweite durchschnittliche Temperaturanstieg von 1 °C ist „nahezu vollständig auf die von Menschen verursachten Treibhausgas-Emissionen zurückzuführen“. Dies führt bereits jetzt zu „häufigeren und stärkeren Extremwetterereignissen und deren Folgen wie Hitzewellen, Dürren, Waldbränden und Starkniederschlägen“. Darüber hinaus findet gegenwärtig das „größte Massenaussterben seit dem Zeitalter der Dinosaurier statt“. Die aktuell lebenden Menschen verbrauchen die Lebensgrundlage zukünftiger Generationen. Wir (die Menschen in westlich-kapitalistisch organisierten Gesellschaften) verkonsumieren die Zukunft und die Leben der nächsten Genrationen. Nicht weil es notwendig wäre, sondern aus egoistischen, hedonistischen Gründen. Mein Haus, meine Autos, mein Boot, meine Urlaubsreisen, mein 75 Zoll Fernseher, meine Computer und Handys. Und diese lecker schmeckenden Tiere. Am besten täglich ein XXL Schnitzel oder Angus-Burger. Mit Vollgas gegen die Wand. Hauptsache niemand legt Hand an meinen Wohlstand.

    Wir konsumieren uns zu Tode

    So kann es nicht weitergehen und so haben sich in den letzten Jahren vermehrt NGOs und Vereine entwickelt, die dem gegenwärtigen Wirtschaften, Konsumverhalten und Reisen Alternativen entgegensetzen wollen. Fridyas For Future ist sicherlich eine der bekanntesten Bewegungen dieser Art. Giulia Fontana und Lorenz Keyßer sind aktiv in einigen dieser Gruppen. Sie engagieren sich seit Jahren für die Entwicklung eines Bewusstseins, dass die Menschheit unmöglich so weitermachen kann. Die Kipp-Punkte sind fast erreicht. Und wenn künftige Generationen noch eine lebenswerte Welt vorfinden wollen, muss jetzt gehandelt werden. Ganz oben auf der Liste dessen, was man dabei selbst tun kann, ist so wenig CO₂ wie möglich zu verbrauchen. Also zumindest bewusster mit diesem Verbrauch umzugehen, um ihn so zu vermindern. Bereits früh entschieden sie sich, auf das Fliegen zu verzichten. Nicht aus purem Aktionismus, sondern aus wohlüberlegten Gründen. Welche das sind, führen sie in ihrem Buch „Ohne Flugzeug um die Welt. Klimabewusst unterwegs und glücklich.“ eingehend aus. Es existiert ein umfassender Anmerkungsapparat mit zahlreichen Belegen und Hinweisen auf weiterführende Literatur und Studien.

    Dabei kann sich das Buch leider nicht so richtig entscheiden, was es eigentlich sein möchte und wer damit die Zielgruppe sein soll. Einerseits Reisetagebuch und andererseits Sachbuch zur Aufklärung über Emissionen und Umwelt- und Klimaschutz. Doch diese Hybridität ist erheblich ambivalent. Zum einen hebt sich das Reisetagebuch dadurch von vielen, vielen anderen (Welt-)Reisebüchern ab. Meist fehlt diese Reflexion über das eigene Reiseverhalten. Zum anderen geraten so die erzählten Geschichten recht kurz und reißen geradezu mittendrin ab. Es braucht halt auch Platz die Inhalte zur Klimaerwärmung unterzubringen. Und gleichzeitig sind diese Ausführungen wiederum zu knappgehalten, um ein Buch zur Klimakrise zu sein. Im besten Falle, ist es ein Buch für Reiseinteressierte, die dadurch zum Nachdenken über die umweltschädlichen Auswirkungen des Reisens animiert werden.

    Vor- und Nachteile von Reisetagebüchern

    Das Buch ist immer da gut, wo es die Begegnungen mit Menschen beschreibt. Seien es russische Soldaten, andere Weltreisende oder die Mannschaftsmitglieder von Containerschiffen. Das freundliche, offene Gemüt von Giulia und Lorenz lässt sie wundervolle Begegnungen erleben. Sicherlich der Teil, der zum Fernweh beitragen kann. Auch die Gedanken, die sich die Beiden machen, sind immer wieder interessant. Aber hier muss man auch ganz deutlich sagen, das ist nicht für jede*n Leser*in was. Beim Schreiben war offensichtlich die Peer-Group von Giulia und Lorenz das rigide Über-Ich. Keine Geschichte, die nicht einfach für sich steht und die Gedanken dazu den Leser*innen überlässt, sondern ein beständiger Innerer Dialog und eine Bewertung, wie man es noch sehen kann. Auch wenn das dahinterstehende Menschen- und Weltbild sehr angenehm ist, ist es doch gleichzeitig auch reichlich ermüdend, alle paar Absätze aufgezeigt zu bekommen, wie reflektiert die beiden doch sind. Das hatte man eigentlich schon schnell verstanden. Nicht alles muss den Leser*innen vorgekaut werden. Es sei denn die Zielgruppe kann selber noch gar nicht richtig denken. Weist darauf auch die Altersempfehlung des Verlages hin? Ab 6 Jahren?

    Ich fürchte es fast. Denn auch der Schreibstil ist eigentlich gar keiner, sondern es erinnert sehr stark an Bildunterschriften in Familienfotoalben. Sehr einfache Sätze in sehr einfacher Sprache. Es ist ja nun leider so, dass nicht jede*r, der*die etwas zu sagen hat, auch schreiben kann. Ist natürlich auch nicht notwendig, aber ein Sprachgenuss ist „Ohne Flugzeug um die Welt“ nun mal nicht.

    Insgesamt klingt das jetzt negativer, als es tatsächlich ist. Aber es ist eben kein Buch für Alle. Man muss die ökologische, nachhaltige und humanistische, um nicht zu sagen linksalternative Weltsicht der Beiden schon mögen, sonst wird man sehr schnell verzweifeln. Da ich diese Sicht aber teile, hat es mir durchaus Spaß gemacht den Beiden um die halbe Welt zu folgen. Auch wenn mir die jeweiligen Episoden viel zu kurz ausfallen. Und auch die Infoboxen und Zwischenkapitel zum Klima und zu einer nachhaltigeren Lebensweise haben mir einiges noch einmal näher aufgezeigt. Für junge Menschen, die sich mit Fridays For Future identifizieren können, ist es mit Sicherheit wundervolle Weltreiseliteratur.

  10. Cover des Buches Zwei Angsthasen in Sibirien: Ein Reisetagebuch zum Schmunzeln (ISBN: 9781540352132)
    Toni von Atens

    Zwei Angsthasen in Sibirien: Ein Reisetagebuch zum Schmunzeln

    (11)
    Aktuelle Rezension von: Streiflicht
    Da ich von der Autorin Toni von Atens bereits das Buch „Zwei Angsthasen in China“ gelesen hatte und es sehr interessant fand, war ich natürlich umso neugieriger auf dieses Buch. Wieder reisen die beiden Freundinnen gemeinsam in unbekanntes Gebiet. Dieses Mal nur zu zweit und nach einer für sie erarbeiteten Route. Natürlich wird es wieder sehr ereignisreich und lustig – zumindest für den Leser und sicherlich auch im Nachhinein, wenn man wieder gemütlich zu Hause auf der Couch sitzt.
    Gut gefällt mir der beschreibende Stil, in dem Toni von Atens erzählt. Oft minutiös und auch kleine Begebenheiten, sodass es ist, als wäre man als Leser direkt dabei. Man ist ganz nah dran. Wie in einem Reisetagebuch, in dem oft eher Kleinigkeiten wichtig werden und nicht die großen Sehens-würdigkeiten. Die beiden Reisenden machen sich viele Gedanken und tun sich nicht immer leicht – genauso, wie es einem ergeht, wenn man in einem so fremden Land unterwegs ist. Ich denke, es war noch Glück, dass Toni wenigstens noch ein paar Worte Russische konnte. Sollte ich jemals in diese Gefilde aufbrechen, weiß ich das hoffentlich noch und lerne vorher auch ein bisschen was.
    Ich musste immer wieder schmunzeln und wundere mich, dass die beiden Freundinnen überhaupt noch reisen wollen und das, obwohl sie doch selbsternannte Angsthasen sind. Gleichzeitig er-scheint es nie übertrieben oder so als würde etwas aufgebauscht, nur weil es in einem Buch bes-ser klingt. Und gerade das gefällt mir auch sehr. Es sind eben ihre Erfahrungen und Eindrücke und die sind bei jedem anders.
    Ein authentischer und ganz persönlicher Reisebericht, den ich genossen habe, auch wenn mir der von China besser gefallen hat. Auf den Bericht, der die Indienreise beschreibt, bin ich nun noch gespannter! Dort war ich selbst schon und bin neugierig, wie sich unsere Erfahrungen überschneiden oder unterscheiden.
  11. Cover des Buches Der Mongole - Kälter als der Tod (ISBN: 9783734110665)
    Ian Manook

    Der Mongole - Kälter als der Tod

    (9)
    Aktuelle Rezension von: Kristall86

    Mongolei. Die kalte Steppe ist ein erbarmungsloser Ort. Unter einem toten weiblichen Yak wird eine Leiche entdeckt und schnell steht fest: das war kein Kältetot! Kommissar Yeruldelgger wird gebeten sich diesem Fall anzunehmen. Auch er muss raus in die kalte und eisige mongolische Steppe. Aber eine Spur führt ihn auch nach Frankreich. Leider weiß Yeruldelgger noch nicht, in welchen Dinge er da herumstochert und was damit alles verbunden ist - er lebt in großer Gefahr!


    Ian Manook hat seinem Debüt um Kommissar Yeruldelgger durch einen Nachfolger erweitert. Auch ohne den ersten Teil gelesen zu haben, gelangt man sehr gut in die Geschichte. Manooks Schreibstil ist detailreich und flüssig. Durch bildhafte Beschreibungen bekommen wir Leser schnell, im wahrsten Sinne des Wortes, ein Bild von der Landschaft und von den Morden. Manook hat ein gutes Händchen immer einen gewissen Spannungsbogen zu bauen, aber, das ist mein kleines Manko, er verlangt vom Leser schon ein genaues und gewissenhaftes lesen ab. Hier ist kein flüchtiges lesen oder querlesen erlaubt, da man dann den Verlauf schnell verliert. Man benötigt schon etwas Zeit und Gefühl sich auf diese Genauigkeit einzulassen - kurzum, dieser  Krimi ist anspruchsvoll. Die Wege, die Manook für seinen Ermittler aufnimmt, sind alle im ersten Schein nachvollziehbar aber der Leser kommt nicht im geringsten auf den richtigen Lösungsweg. Manook zieht eine recht lange Perlenschnur durch diesen Krimi und verwirrt den Leser oft und das ist auch gut so. 

    Ein lesenswerter Krimi in einer außergewöhnlichen Gegend mit einem sehr besonderen Ermittler - 4 von 5 Sterne dafür!

  12. Cover des Buches Ghostwritten (ISBN: 9781844568833)
    David Mitchell

    Ghostwritten

    (10)
    Aktuelle Rezension von: Marcus_Krug
    Es gibt wohl mehrere Autoren, die sich am Konzept "mehrere Geschichten machen einen Roman" probiert haben. Da wären zum Beispiel Julian Barnes ("A History of the World in 10 1/2 Chapters", 1989) und Daniel Kehlmann ("Ruhm", 2009) um nur zwei zu nennen. Ein anderer Autor ist David Mitchell, der das im Jahre 1999 mit "Ghostwritten" (dt. Chaos) ganz gut macht. Die neun Kurzgeschichten funktionieren jede für sich allein, wobei manche aus der Masse herausragen, wie z. B. "Tokyo". Die Verbindungen zwischen den Geschichten sind mehr oder weniger subtil und geben dem Lesen zusätzlich einen zusätzlichen Reiz. Auch wenn einige der Geschichten qualitativ hinter den anderen zurückbleiben, sind es doch die guten bis sehr guten, die überwiegen und das buch tragen. Überaus epfehlenswert!
  13. Cover des Buches Das Rätsel der Fatima (ISBN: 9783898977098)
    Franziska Wulf

    Das Rätsel der Fatima

    (61)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Im 2. Teil führt der Stein der Fatima Beatrice zu Marco Polo & Co. Sie muss wieder so manches Abenteuer überstehen, bevor der Stein sie zurück zu ihrer Tochter und damit in unsere Zeit bringt. Der Schreibstil ist wieder flüssig und leicht zu lesen. Allerdings hat mich die Geschichte diesmal nicht so mitgerissen wie’s der erste Teil geschafft hat. Trotzdem muss der dritte und letzte Teil noch sein. Ich will schließlich wissen, ob das Rätsel um die Steine gelöst wird.
  14. Cover des Buches Der steinerne Kreis (ISBN: 9783732508631)
    Jean-Christophe Grangé

    Der steinerne Kreis

    (109)
    Aktuelle Rezension von: aneftarie
     Der Thriller beginnt damit,  dass die Tierforscherin Diane Thiberge einen Jungen aus Indonesien adoptiert, von da an verwandelt sich ihr ganzes Leben in ein gefährliches Abenteuer. Die Geschichte ist mit sehr viel Phantasie und sehr viel Aktion gewürzt, für meinen Geschmack etwas überladen. Es endet in einen Agententhriller der sehr unrealistisch ist. Ein weiteres Buch würde ich mir von diesen
    Autoren nicht kaufen.
  15. Cover des Buches Die Zeitdetektive 3: Das Grab des Dschingis Khan (ISBN: 9783473474677)
    Fabian Lenk

    Die Zeitdetektive 3: Das Grab des Dschingis Khan

    (12)
    Aktuelle Rezension von: LuiseLotte
    Die dritte Zeitreise der mutigen und schlagfertigen Kim, des klugen Julian und des sportlichen und starken Leon beginnt mit einem Traum des Mädchens Kim: Sie sieht den sagenumwobenen Mongolenherrscher Dschingis Khan auf seinem Wallach, seinem riesigen Heer voranreitend, in einem weiteren blutigen Krieg, der seine Macht ausbauen und festigen sollte und bei dem er alle töten ließ, die sich ihm in den Weg stellten. Nicht von ungefähr kommt dieser Traum, aus dem Kim schreiend erwacht, hat sie doch gerade einen spannenden Artikel im "National Geographic" gelesen, der sich mit Dschingis Khan und seiner Kriegsführung beschäftigte und darüber hinaus wieder einmal über den unbekannten Ort der Grabstätte des Mongolenfürsten spekulierte, nach dem schon so viele Expeditionen gesucht hatten. Nachdem sie ihren Freunden Julian und Leon den Traum geschildert hatte, beschlossen die drei, gemeinsam mit der geheimnisvollen Katze Kija, die ihnen nach ihrer ersten Zeitreise zur Königin Hatschepsut gefolgt war, wieder einmal den Zeit-Raum Tempus in der alten Bibliothek des Bartholomäus Klosters in ihrem Heimatstädtchen Siebenthann aufzusuchen, um in die Zeit des großen Khan um 1227 zu reisen. Dort wollten sie höchstpersönlich nicht nur Genaueres über sein Grab herausfinden, sondern auch über die unklaren Todesumstände.
    Auf welch gefährliches Abenteuer sie sich mit ihrer Zeitreise in die Mongolei einlassen würden, hätten sie sich angesichts ihrer ersten beiden Erlebnisse eigentlich denken können! Dennoch - die Neugierde war größer, ungeachtet der auf sie lauernden Gefahren! Unmittelbar nach ihrer Ankunft bereits gerieten sie in die Fänge eines Sklavenhändlers, durch den sie alsbald den Herrscher der Mongolen selbst kennenlernten und mit ihm eine ganze Reihe zwielichtiger Gestalten, die Böses im Schilde führten - und dass die drei Zeitreisenden tatsächlich mit dem Leben davonkamen, ist zu gleichen Teilen dem Zufall, ihrem eigenen Einfallsreichtum und dem Glück zuzuschreiben! Wieder lernten sie Unglaubliches, kamen hinter seit Jahrhunderten gehütete Geheimnisse, begleiteten den toten Khan auf seiner letzten Reise, die leicht auch ihr eigenes Ende hätte sein können, bis sie schließlich wohlbehalten, doch bis in die Grundfesten erschüttert, wieder in ihrer eigenen Zeit ankamen, in der seit ihrer Abreise faszinierenderweise, doch wie gewohnt, keine Sekunde vergangen war...
    Es ist leicht zu sehen, warum Fabian Lenks Zeitdetektive-Reihe seine jungen Leser immer wieder aufs Neue begeistert: die jeweiligen Bände stecken voll der interessantesten Informationen zu ganz unterschiedlichen weltgeschichtlichen Epochen und den in ihnen lebenden und wirkenden weltbekannten historischen Persönlichkeiten. Dabei jedoch nimmt sich der Autor immer auch die Freiheit für eigene Interpretationen, vor allem dann, wenn Fakten nicht lückenlos überliefert worden sind. Dann füllt er die Lücken mit teils abenteuerlichen, teils durchaus schlüssigen Spekulationen, bedient sich aber auch gegensätzlicher Auffassungen namhafter Historiker, die der Geschichtsschreibung widersprechen oder versuchen, sie zurechtzurücken. Ein riskantes Unterfangen, bei dem man sich nur auf schmalem Grat bewegen kann! Doch im Rahmen eines Romans gilt die dichterische Freiheit, wiewohl die Basis, auf denen Fabian Lenk seine Geschichten aufbaut, immer hieb- und stichfest ist und zeigt, welch gründliche Recherchen der Autor betrieben hat, bevor er die Bücherreihe veröffentlichte.
    Wirklich negativ anzumerken ist nichts an diesem Roman, obwohl meines Erachtens gerade bei vorliegendem Band ein empfohlenes Lesealter von 9 Jahren als viel zu unrealistisch angegeben ist. Angesichts der Brutalitäten, von denen die jungen Leser da erfahren, würde ich die Reihe für ein Lesealter von 12 Jahren empfehlen. Zudem bedient sich Fabian Lenk einer großen Anzahl von Ausdrücken, die zwar in einem Glossar im Anschluss aufgelistet sind, die aber weitgehend unbekannt sein dürften und den Leser immer wieder ans Ende blättern lassen. Das ist anstrengend und unterbricht den ohnehin nicht glatten Lesefluss stets aufs Neue. Knappe, sparsam gesetzte Fußnoten könnten Abhilfe schaffen - und womöglich das Lesevergnügen erheblich steigern!
  16. Cover des Buches Manduchai – Die letzte Kriegerkönigin (ISBN: 9783426304891)
    Tanja Kinkel

    Manduchai – Die letzte Kriegerkönigin

    (56)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Die Geschichte Chinas und der Mongolei wurde durch sie geprägt: Manduchai, Königin der Mongolen, Wan, die wahre Herrscherin auf dem Drachenthron. 

    Mit unbändiger Lust und großem Einfühlungsvermögen taucht Kinkel in die zentralasiatische Welt Mitte des 15. Jahrhunderts ein. So wie sie das Leben und Wirken zweier Frauen in einer patriarchalisch geprägten Epoche schildert, bereitet sie großes Lesevergnügen.

    Fraglich erscheint mir gegen ende des Buches das Treffen von Manduchai und Wan?!

  17. Cover des Buches Brennerova (ISBN: 9783455021844)
    Wolf Haas

    Brennerova

    (94)
    Aktuelle Rezension von: EvaMinna

    Nach zwanzigjähriger Haas Pause lese ich "Brennerova" und werde freudig überrascht.

    Schon die erste Seite über traktorfahrende und kugelstoßende Russinnen sowie gertenschlanke Russinnen mit Biene Maja Augen hat mich aufgeheitert. Darf man derlei heutzutage, zu Zeiten der "Political Correctness", überhaupt noch zu Papier bringen? Danke Wolf Haas, dass du deinem Stil, der mich früher aufgeregt hat und nun erfreut, treugeblieben bist. Unter all dem Humor und den grammatikalisch seltsam anmutenden (falschen) Satzkonstruktionen - und doch scheint mir die Sprachmusik vertraut - verbirgt sich ein kritischer Geist, der alles und jeden liebevoll auf die Schaufel nimmt. Erleichtert hat mich, dass der Brenner weniger depressiv zu sein scheint als zu früheren Zeiten.

    Direkt gereift der Brenner, sympathisch auch natürlich....und ob du es glaubst oder nicht. Buch ist Versuch wert. :) 

  18. Cover des Buches Die Zeitdetektive 11: Marco Polo und der Geheimbund (ISBN: 9783473474752)
  19. Cover des Buches Kurzer Abriss meines Lebens in der mongolischen Steppe (ISBN: 9783630621272)
    Petra Hulová

    Kurzer Abriss meines Lebens in der mongolischen Steppe

    (3)
    Aktuelle Rezension von: Beagle
    Ein Leben in den Weiten der Natur, im dünnst besiedelten Land der Welt - der Mongolei. Ein Land, in dem die Temperaturschwankungen weit über denen Europas liegen, in dem 1/3 der Bevölkerung in der Hauptstadt Ulan Bator leben, diese aber mit knapp über einer Million Einwohner gerade mal so groß wie Köln ist. Von einem solchen Leben erzählt Petra Hulová in ihrem Roman "Kurzer Abriss meines Lebens in der mongolischen Steppe". Es erzählen die verschiedenen Frauen einer Familie, doch hauptsächlich Dzaja. Sie wurde als Erliiz - als Kind von zwei Völkern geboren. Ihre Mutter war Mongolin, ihr Vater ein Chinese. Eine Tatsache, die dafür sorgt, dass sie schon in frühester Jugend von den Leuten schief angesehen wurde, denn Chinesen sind in der Mongolei nicht beliebt. Auch ihre Schwester Nara hat einen anderen Vater und beide kommen sich in der Familie oft nur geduldet vor. Vor Allem, da ihre ältere Schwester Magi bei einem tragischen Unfall ums Leben kam, die unangefochtene Lieblingstochter des Vaters. Schon kurz nach der Schule geht Dzaja zu ihrer Tante nach Ulan Bator. Sie begiebt sich auf ein Abenteuer, denn noch nie hat sie die große Stadt gesehen. Dzaja beginnt eine Arbeit in einer Kantine, doch irgendwann kehrt sie doch wieder zurück in die Steppe. Denn auch in der Stadt ist sie als Mädchen vom Land geachtet. Auch, wenn es meist um Dzajas Leben geht, so ist der Roman doch eine Familiensaga, der den Kampf um Existenz und Anerkennung der Frauen in der Mongolie beschreibt. Ein wahrhaft grandioses Buch, noch dazu, für einen Debütroman!
  20. Cover des Buches Gold und Staub (ISBN: 9783293206984)
    Galsan Tschinag

    Gold und Staub

    (4)
    Aktuelle Rezension von: Mrs_Nanny_Ogg

    Gold und Staub, dies ist das zweite Buch von Galsan Tschinag, das ich lese. Es ist viel persönlicher als das erste, Der Mann, die Frau, das Schaf, das Kind. Aber auch in diesem Buch hat mich fasziniert, wie virtuos der Autor mit der deutschen Sprache umgehen kann.
    Galsan Tschinag erzählt hier von seinem großen Projekt als Stammesführer der Tuwa einen Friedhof der Ahnen wieder herzurichten und vorallem zu begrünen. Er stößt bei seinem Vorhaben nicht nur auf Wohlwollen, es braucht Diplomatie und auch eine gute Schamanin an seiner Seite um Tuwa und Kasachen und mongolische Beamte für das Ziel zu gewinnen. Würze in die Geschichte bringt Raja, eine geheimnisvolle blonde, schöne Kasachin, die die Goldvorhaben im Altai abbauen möchte und damit nicht nur in die Landschaft, sondern auch in Galsans Herz tiefe Wunden schlägt. Und doch - die beiden fühlen sich auf seltsame Weise miteinander verbunden, Seelenverwandten gleich. Doch die Freundschaft endet tragisch.
    Galsan Tschinag hat sich einmal gewünscht, Mittler zwischen Ost und West zu sein. Genau das gelingt ihm, dem Stammesführer und Schamanen, nicht nur durch seine Bücher. Ich bin neugierig auf ihn geworden und dank eines Tipps von einem anderen Galsan Tschinag - Fan auf seine Homepage gelangt. Er ist regelmäßig in Europa und hält Vorträge. Ich bin froh, dass ich durch ihn ein klein wenig in seine Heimat schnuppern durfte und neugierig geworden bin. Ich möchte mir seine letzten Worte aus dem Buch ebenfalls für meinen Schluss leihen: Danke. Danke. Danke.
  21. Cover des Buches Das Amulett des Dschingis Khan (ISBN: 9783473583508)
    Nina Blazon

    Das Amulett des Dschingis Khan

    (11)
    Aktuelle Rezension von: Kerry
    1241 ist Krystian sechs Jahre alt und lebt in Krakau. Seine Mutter, eine Magd, hat ihn früh verkauft, sein Vater ist unbekannt. Gekauft hat ihn seinerzeit der Menschenfresser-Marek um ihn in einer Ausstellung von lebenden Kuriositäten auszustellen, denn Krystian hat ein Schlangenzeichen. Schläge und Misshandlungen waren bei Marek an der Tagesordnung und in einem günstigen Moment gelang dem kleinen Jungen die Flucht. Doch jetzt muss er auf der Hut sein, noch immer ist eine Belohnung auf ihn ausgesetzt, die derjenige bekommt, der ihn zu Marek zurückbringt. Und tatsächlich werden zwei Gerber-Lehrlinge auf Krystian aufmerksam und wollen ihn fangen - doch genau in diesem Moment greifen die Tataren Krakau an. Wie durch ein Wunder ist Krystian einer der wenigen Überlebenden dieses Angriffs - doch sein Bein ist gebrochen, als er von einem Pferd begraben wurde. Er weiß, dass er von nun an ein Krüppel bleiben wird, doch er hat etwas, das ihn Mut schöpfen lässt. Einem Tataren hat er ein Amulett entrissen - welches ein Mischwesen aus Schlange und Mensch darstellt. Bruder Matteo, der Krystian unter dem toten Tier entdeckte und befreite, nimmt sich des Jungen an und kümmert sich die nächsten Jahre um ihn. 1252 ist Krystian 17 Jahre alt und noch immer begleitet er Bruder Matteo auf seiner Reise durch das Land, um den Armen zu helfen. Immer wieder wird er angefeindet, denn das Schlangenzeichen gilt allerorts als Unglückszeichen. Es ist Matteos Wunsch, dass Krystian in seinen Orden eintritt und ebenfalls sein Leben im Dienste Gottes widmet. Derweil entsendet König Ludwig Frater Wilhelm zu den Tataren, um diese zu bekehren und um zu prüfen, ob Khan Sartach wirklich den christlichen Glauben angenommen hat, wie ihm berichtet wurde. Frater Wilhelm ist alles andere als begeistert über diesen Auftrag, fügt sich jedoch seinem Schicksal. Von Konstantinopel aus will er seine Reise in die wilde Ebene starten. Krystian ist, aufgrund eines Vorfalls mit einer giftigen Schlage, auf der Flucht. In einem Dorf biss eine solche Schlange einen Jungen, der Krystian zuvor einen Streich gespielt hat - und die Dorfbewohner machen ihn dafür verantwortlich. Matteo gelingt es, seinen Schützling zu retten - dieser soll nach Italien ins Kloster gehen, um seine Ausbildung aufzunehmen. Krystian hingegen will herausfinden, ob es solche Mischwesen, wie auf dem Amulett dargestellt, wirklich gibt und begibt sich auf die Reise zu den Tataren. Auch er macht Zwischenstation in Konstantinopel, wo er von einem reichen Kaufmann freundlich aufgenommen wird. Krystian will sich der Reisegruppe Frater Wilhelms anschließen, doch dieser lehnt dies vorerst ab. Er besinnt sich jedoch, sodass Krystian die Reisegruppe begleiten darf. Während seines Aufenthaltes in Konstantinopel gerät Krystian mit einem Sarazenen namens Abdallah zusammen, nur um später feststellen zu müssen, dass dieser als Dolmetscher die Gruppe begleiten wird. Denn auch Abdallah hat es auf das Amulett abgesehen, das sich in Krystians Besitz befindet. Gemeinsam begibt sich die Gruppe auf die gefahrenvolle Reise ins Land der Mongolen, jeder mit eigenem Antrieb, jedoch ohne zu ahnen, welche Gefahren sie bestehen müssen, bis sie am Ende ihrer Reise angekommen sind ... Eine Reise in ein unbekanntes Land! Der Plot des Buches wurde sehr detailliert und farbenreich in Szene gesetzt. Die Protagonisten, allen voran Krystian, wurden ganz wunderbar erarbeitet, sodass ich sie mir jederzeit bildhaft vorstellen konnte. Gerne hätte ich jedoch mehr über die Beweggründe und Gedanken der Handelnden erfahren. Hier konnte ich bestimmte Vorgänge nicht immer vollständig nachvollziehen. Der Schreibstil ist leicht gehalten, sodass sich das Buch ohne große Schwierigkeiten lesen lässt.
  22. Cover des Buches Ins Nirgendwo, bitte! (ISBN: 9783958891791)
    Franziska Consolati

    Ins Nirgendwo, bitte!

    (22)
    Aktuelle Rezension von: booknerd84
    • Titel: Ins Nirgendwo, bitte!
    • Autorin: Franziska Bär
    • Verlag: Conbook
    • Seitenanzahl: 288 Seiten
    Inhalt/Klappentext:

    Ganz auf sich allein gestellt wandern die 22-jährige Franziska und ihr Freund Felix durch den Westen der Mongolei. Ihr Weg führt sie mitten ins Nirgendwo, wo es weder feste Pfade noch Wegweiser gibt und wo sie tagelang keiner Menschenseele begegnen. Mit dabei: ein Zelt, Astronautennahrung und ein paar uralte russische Militärlandkarten. Franziska und Felix quälen sich Berge hoch, kämpfen sich durch reißende Gletscherflüsse und werden von einer donnernden Herde Yaks umzingelt. In der Einsamkeit haben sie aber auch seltene, magische Begegnungen. Und sie lernen viel über sich als Paar, das durch die extreme Erfahrung über sich hinauswächst.

    Mein Fazit: 

    Zwei Menschen und ein Traum. Einmal durch die mongolische Wildnis wandern. Dieses Abenteuer erlebten Franziska und ihr Freund Felix. Durch dieses tolle Buch, kann man diese Reise als Leser unglaublich detailreich miterleben. Die Autorin Franziska Bär, die diese Reise selbst erlebt hat, konnte mich mit ihrem sehr leichten aber auch sehr bildlichen Schreibstil so richtig tief in dieses Abenteuer reinziehen. Als Leser findet man sich dadurch selbst mitten im Geschehen wieder und kann diese Reise auf der heimischen Couch miterleben. Alles wurde so toll beschrieben, sodass die Wildnis wirklich zum greifen nah war. Darüber hinaus befinden sich in dem Buch auch einige beeindruckende Farbfotos von dieser Reise. 

    All die Planung im Vorfeld und dann die eigentliche Reise selbst, darf man in diesem Buch miterleben. Ich finde es auch nach wie vor erstaunlich, dass man all seinen Mut zusammen nimmt um solch ein großes Projekt zu starten und umzusetzen. Auch wenn ich selbst gerne mal ein paar Tage verreise, würde mir für solch großen Expeditionen in der Wildnis definitiv der Mut fehlen. Daher haben Franziska und Felix all meinen Respekt verdient, dass sie diese 400 Kilometer durch die Wildnis mit all ihren Hürden und tollen Erlebnissen gemeistert haben. 

    Für alle Abenteurer und Leser die gerne mal etwas Fernweg haben möchte, kann ich dieses Buch wirklich nur empfehlen. Von mir gibt es 5 von 5 Sterne!

    Liebe Grüße
    eure Jasmin (booknerd84)
  23. Cover des Buches Grenzgänge: Everest / Nanga Parbat / Am Limit (ISBN: B0B1MBWR7Q)
  24. Cover des Buches Der blaue Himmel (ISBN: 9783518762844)

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