Bücher mit dem Tag "moor"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "moor" gekennzeichnet haben.

184 Bücher

  1. Cover des Buches Mooresschwärze (ISBN: 9783944676067)
    Catherine Shepherd

    Mooresschwärze

     (226)
    Aktuelle Rezension von: ulliken

    Cover: Dunkle is schwarze Schatten umranden den weißen Innenraum, es sieht aus, als wandele eine junge Frau in weißem Nachthemd oder Abendkleid im Schnee in die Dunkelheit hinein. Fanz oben in großen weißen Lettern der Name der Autorin Cathrine Shepherd, ganz unten in Rot und ebenfalls in großen Lettern der Titel des Thrillers "Mooresschwärze".



    Julia Schwarz wurde wegen einer Tragödie um ihren kleinen Bruder Rechtsmedizinerin. Sie wird von Kommissar Florian Kessler zu einem Tatort im Moor bestellt. Es sieht so aus, als sei sie ertränkt worden. Doch das wird zuletzt die Autopsie zeigen. Aber daraus wird erstmal nichts, denn die Leiche kommt nicht in der Rechtsmedizin an. Wer hat ein Interesse an einer Leiche? Der Täter? Julia wird unruhig und sucht noch einmal die Gegend um den Tatort auf. Sie wird fündig, statt des verlorengegangenen Leichnams findet sie nahe eines Parkplatzes blutige Wäsche. Dann taucht eine weitere Leiche auf. Auffallend hierbei sind seltsame Tatoos auf den Leichen. Handelt es sich um einen Serientäter? Was bedeuten die Tatoos, die die einzige Gemeinsamkeit der Toten sind? Sind es tatsächlich Zeichen der Mayas?


    Dieser Thriller macht von Anfang an sehr neugierig. Man kann sich alles gut vorstellen. Die Autorin hat die Charaktere sehr gut herausgearbeitet. Kriminalkommissar Kessler und Julia Schwarz sind bereits ein eingespieltes Team, sie können sich aufeinander verlassen. Die Spannung steigt und wir ermitteln mit, bis sich die Ereignisse überschlagen und es auch für die Protagonisten sehr brenzlig wird.


    Die Autorin schreibt sehr authentisch und lässt sich gut lesen. Da wir auch andere Teilnehmer dieses Falls begleiten, aus deren Sicht berichtet wird, werden das Lesen und die Handlung nie langweilig.


    Der Thriller ist der erste der dritten Reihe (Julia Schwarz - Thriller) von Cathrine Shepherd. Er erscheint im Kafel Verlag. Er bekommt von mir 4 Sterne.

  2. Cover des Buches Feuer und Stein (ISBN: 9783426518021)
    Diana Gabaldon

    Feuer und Stein

     (2.593)
    Aktuelle Rezension von: Michelles_Notebook

    Einer meiner all time favourites! Claires Reise durch die Steine in ein rund 200 Jahre jüngeres Schottland lebt nicht nur von spannenden Charakteren, großen Emotionen und spannenden historischen Fakten, sondern auch von einem wunderbaren Schreibstil mit Humor und Drama an den richtigen Stellen - und natürlich von einer der schönsten Liebesgeschichten überhaupt! Denn Claire rechnet bei ihrer ungeplanten Reise in die Vergangenheit natürlich nicht damit, plötzlich einen englischen Hauptmann gegen sich und einen schottischen, steckbrieflich gesuchten Verbrecher für sich zu gewinnen…oder damit, dass ihr das Leben in einer anderen Zeit so ans Herz wachsen würde, dass ihr die Entscheidung, in ihre eigene Zeit zurückzukehren, gar nicht mehr so leicht fällt.

    Von der ersten Seite an habe ich dieses Buch geliebt (und sicherlich schon fünf Mal gelesen). In der ganzen Reihe steckt unglaublich viel Liebe zum Detail, gerade im ersten aber bleibt der Spannungsbogen trotzdem durchgängig oben, Claires Sarkasmus nimmt das Melodram, das vielen historischen Romanen gerne einmal anhaftet, wieder raus und macht die Figur umso sympathischer. Liebesgeschichte und Abenteuerroman halten sich hier die Waage und die vielseitigen Nebencharaktere bringen Leben in die Storyline.

    Ich würde noch mehr Sterne vergeben, wenn ich könnte!

  3. Cover des Buches Zurück nach Hollyhill (ISBN: 9783453534742)
    Alexandra Pilz

    Zurück nach Hollyhill

     (578)
    Aktuelle Rezension von: Norina_Goetz

    Ich habe nun schon mehrfach dieses Buch gelesen und muss immer wieder feststellen, dass man Dinge liest die einem vorher nicht aufgefallen sind.

    Es ist ein spannendes Zeitreise-Abenteuer in das Emily unerwartet rein stolpert.

    Es beginnt alles mit einem ominösen Brief ihrer verstorbenen Mutter, den sie zum Schulabschluss erhält. Emily weiß noch nicht so richtig wie sie mit der Situation umgehen soll, doch sie hat Unterstützung in ihrer besten Freundin Fee.

    Fee überzeugt sie davon in die Heimat ihrer Mutter zu reisen um ihre Wurzeln kennen zu lernen und das tut Emily dann auch.

    Nach einer langen anstrengenden Reise steht sie mitten im Dartmoor im Regen und zweifelt daran ob sie das richtige tut. Als plötzlich ein Auto neben ihr halt und der Fahrer sie anspricht.....

    Ich liebe diese Geschichte. Man kann sich gut in die Handlung hinein versetzen und aufgrund der guten Beschreibung im Dartmoor alles gut vorstellen. Der Schreibstil und die Geschichte ist für Teenager bis hin zum Erwachsenen geeignet. Von spannenden Momenten über lustige Szenen bis hin zu etwas Romantik ist alles dabei ohne kitschig zu sein. 

    Die einzelnen Charaktere sind sehr gut beschrieben und man wird am Anfang nicht gleich überfordert. Dennoch fand ich es etwas merkwürdig, das zum Schluss noch ein neuer Charakter ins Spiel gebracht wird, obwohl immer betont wird, das das Dorf eine eingeschworene Gemeinschaft ist und auch in den Fotoalbum nicht erwähnt wird.

    Aber das ist halt das Problem mit Zeitreisen, da ist man sich nie einig.😉

  4. Cover des Buches Shadowscent - Die Blume der Finsternis (ISBN: 9783748800125)
    P. M. Freestone

    Shadowscent - Die Blume der Finsternis

     (182)
    Aktuelle Rezension von: _jamii_

    Im Kaiserreich Aramtesch haben Düfte Macht – und diejenigen, die sie beherrschen!

    Ausgerechnet am Blütenmond passiert in den geheimen Gärten der Hüterin der Düfte die Katastrophe: Der Kronprinz, der gerade erst angereist war, liegt vergiftet am Boden. Rakel, der armen Dienerin mit einem besonderen Talent für Düfte, und Ash, dem Leibwächter des Prinzen, fällt die eigentlich unlösbare Aufgabe zu, das rettende Gegenmittel zu finden. Dafür müssen die beiden kryptische Geheimnisse aus uralten Zeiten entschlüsseln und ihre eigenen verborgenen Wahrheiten erkennen …

     Die Welt von Aramtesch bietet alles von flirrender Wüstenhitze bis zu kalten Hofintrigen.

    Der Start in die Geschichte war überaus harzig. Für meinen Geschmack geht es viel zu sehr um Düfte, die Redewendungen und auch sonst alles hängt damit zusammen. Mit dieser Tatsache bin ich nicht wirklich warm geworden. 

    Die Hauptfiguren sind zwar irgendwie sympathisch und bleiben doch unnahbar. 

    Sobald Rakel und Ash dann unterwegs sind, wird die Geschichte etwas besser und nimmt auch endlich Fahrt auf. Die Düfte sind zwar immer noch allgegenwärtig, nehmen jedoch nicht mehr so viel Raum ein, wie zu Beginn. Gegen Ende wird das Buch wirklich immer besser und interessanter. 

    Der Cliffhänger soll dem Leser der zweite Teil schmackhaft machen. Leider hat mich aber die Geschichte nicht so sehr gepackt, dass ich den zweiten Teil in nächster Zeit lesen werde.

    Harziger Start, ansonsten ganz ok, aber nichts, das man gelesen haben muss. 

  5. Cover des Buches Die Schwestern von Sherwood (ISBN: 9783453358331)
    Claire Winter

    Die Schwestern von Sherwood

     (178)
    Aktuelle Rezension von: winter-chill

    Eine tragische, dramatische Liebegeschichte im südenglischen Moor: Claire Winter gehört auch zu den Autoren und Autorinnen, die sich auf Familiengeheimnis-Romane spezialisiert haben – ein Genre, das ich immer wieder gerne lese. Vor einigen Jahren hatte ich schon mal ihren Roman „Die verbotene Zeit“ gelesen, von dem ich sehr angetan war. Ihr Erstlingswerk „Die Schwestern von Sherwood“ stand nun auch endlich auf meiner Leseliste. Wie bei solchen Romanen üblich, spielt auch „Die Schwestern von Sherwood“ auf zwei Zeitebenen. Wir befinden uns einmal 1948 in Berlin: Melinda Leewald, deren Mutter ursprünglich aus England stammte, kämpft sich in der Nachkriegszeit durchs Leben. Vor allem will sie nun endlich als Journalistin Fuß fassen. Da bekommt sie eines Tages ein mysteriöses Paket ohne Absender. Darin Zeichnungen einer englischen Moorlandschaft, eine seltene Schachfigur und anonyme Liebesbriefe. Melinda beginnt zu recherchieren und stößt bald auf eine tragische Familien- und Liebesgeschichte.

    Auf der anderen Seite befinden wir uns Ende des 19. Jahrhunderts in England und begleiten die Familie Sherwood. Elisabeth und Jon haben es nach etlichen Niederschlägen weit gebracht und mehr oder weniger aus dem Nichts Reichtum angehäuft. Sie ziehen von London aufs südenglische Land und erwerben ein riesiges Manor. Doch der adeligen englischen Gesellschaft sind sie nicht gut genug und gelten nur als Emporkömmlinge. Elisabeths ganzer Ehrgeiz ist es nun, einen Platz in der englischen Gesellschaft zu bekommen. Dazu benutzt sie vor allem auch ihre beiden Töchter Amalia und Cathleen, ihr ganzer Stolz. Beide erhalten die beste Ausbildung und sollen später mal in die adelige Gesellschaft einheiraten. Die Pläne von Elisabeth scheinen aufzugehen, doch dann passiert ein Schicksalsschlag, der alles verändert.

    Abwechselnd verfolgt man als Leser die Geschichte der Sherwoods beziehungsweise der beiden Schwestern und Melindas Recherchen. Dabei nähern sich die Handlungsstränge immer mehr an bis zur Auflösung des Geheimnisses.

    Der Schreibstil ist sehr angenehm leicht, bildhaft und emotionsgeladen. Man kann wirklich gut in die tragische Geschichte eintauchen und kommt den Charakteren sehr nah. Nach etwa der Hälfte des Romans hatte ich allerdings mal einen Punkt, an dem ich mich gefragt habe, ob es sich noch lohnt, weiter zu lesen, weil ich dachte, dass man die Auflösung der Geschichte doch sowieso schon weiß. Doch dann hat der Roman eine wirklich heftige Wendung genommen, mit der ich nicht gerechnet habe und die Spannung war wieder da.

    Der Roman behandelt auch eine sehr interessante Geschichte: Wie wurde mit behinderten Menschen und ganz speziell gehörlosen Menschen im 19. Jahrhundert umgegangen? Gerade über die Entwicklung der Gebärdensprache und dass lange Zeit versucht wurde, diese zu unterdrücken, erfährt man einiges.

    „Die Schwestern von Sheerwood“ war für mich jetzt nicht der beste Roman in diesem Genre und war für mich auch deutlich schwächer als „Die verbotene Zeit“, ich hab die Geschichte aber trotzdem sehr gerne gelesen und sie hat mich auch gut unterhalten.

  6. Cover des Buches Für immer Hollyhill (ISBN: 9783453270282)
    Alexandra Pilz

    Für immer Hollyhill

     (126)
    Aktuelle Rezension von: Buechergarten

    》INHALT:

    Abenteuer im und mit dem englischen Zeitreise-Dorf Hollyhill scheinen für Emily beinahe Normalität geworden zu sein, als sie schweren Herzens zurück nach Deutschland geht: Zurück zu ihrer Großmutter, ihrem normalen Leben, ihrer besten Freundin Fee, aber eben auch Verbunden mit der endgültigen Trennung von ihrer großen Liebe Matt. Doch eben besagte beste Freundin hat sich längst in einen Flieger gesetzt, ist per GPS nach Hollyhill und damit auch noch in die wilden 20er gereist! Schlimmer noch ist dort ausgerechnet der charmante Cullum an ihrer Seite. Ganz klar: Emily muss hinterher! Als würde das nicht reichen ist Matt auch noch im Begriff eine riesige Dummheit zu begehen und nicht weniger als Hollyhill selbst steht auf dem Spiel…

     

    》EIGENE MEINUNG:

    Der Abschlussband der Trilogie erstrahlt in knalligem Pink und rundet die Bücher im Regal wunderbar ab! Die kleinen und feinen Details auf dem Cover deuten unsere Reise in die 20er Jahre schon wunderbar an.

    1. Zurück nach Hollyhill

    2. Verliebt in Hollyhill

    3. Für immer Hollyhill

     

    Erneut geht es zurück nach Hollyhill, mit gleichbleibend flüssigem Schreibstil, aber anderen Voraussetzungen. Nun erleben wir die Geschichte in Hollyhill aus verschiedenen Perspektiven, was sehr passend und auflockernd die Handlung umgibt.

    Dort nimmt Fee eine neue und nicht unwichtige Rolle ein und auch Hollyhill schlägt ungewohnte Pfade ein: Die Reise in die Vergangenheit führt diesmal scheinbar nicht zu einem wie auch immer gearteten Kriminalfall, sondern zur Daseinsberchtigung des Dorfes selbst.

    Auch Matts und Emilys Beziehung kann nicht einfach neu aufgenommen werden, da die beiden erst mal gar nicht aufeinander treffen. Dafür stehen sich Fee und Cullum für Emilys Geschmack gleich einmal viel zu nahe. Alles in allem: Es herrscht Aufruhr in Hollyhill und nicht nur die uneitle Emily muss sich, ihr Leben, ihre Entscheidungen, ihre Vorstellungen für die Zukunft und alles bisher sicher Geglaubte hinterfragen.

    Dies führt zu einem flotten Jugendfantasy-Roman, der leider durch den fehlenden Krimi-Anteil etwas an Spannung verliert. Ich hatte dadurch sogar in manche Charaktere, sicher auch durch die Autorin geplant, mehr hinein interpretiert. Am Ende hatte ich irgendwie noch nicht so Recht mit Hollyhill, den Gaben der Reisenden, Emilys Kette und vielem mehr abgeschlossen. Emilys finale Entscheidung klang dann auch etwas zu „einfach“ nach all dem Drama, gerade wenn man Fee gegenüber stellt.

    Diese ist ein offener, selbstbewusster Charakter und steht Emily damit schön entgegen. Durch sie lernen wir auch andere Protagonisten nochmal neu kennen, wieder andere müssen durch sie lernen sich zu verändern.

    Meine Rückkehr nach Hollyhill habe ich trotz einiger gefühlter Lücken erneut genossen und behalte die Trilogie in sehr guter Erinnerung

     

    》FAZIT:

    Für ihren Abschlussband hat die Autorin nochmal die ein oder andere Abwechslung bei Charakteren, Blickwinkeln, Entscheidungen uvm. eingebaut. Ganz rund und so spannend wie die Vorgänger-Bände war es nicht, aber trotzdem ein schönes Leseerlebnis.

  7. Cover des Buches Der geheime Name (ISBN: 9783426511275)
    Daniela Winterfeld

    Der geheime Name

     (227)
    Aktuelle Rezension von: Dias89

    Dieses Buch hatte ich sehr schnell durch. Fantastischer Schreibstil und die Story war bombastisch. Spannung und Romantik, alles war dabei. Sehr zu empfehlen. 

  8. Cover des Buches Moorfeuer (ISBN: 9783734102127)
    Nicole Neubauer

    Moorfeuer

     (91)
    Aktuelle Rezension von: miissbuch

    INFOS ZUM BUCH

    Titel: Moorfeuer
    Autor: Nicole Neubauer
    Seiten: 416
    Verlag: Blanvalet
    Handlungsort: München, Erding (Bayern) [Deutschland]
    ISBN: 978-3-7341-0212-7 € 9,99 [D] Taschenbuch
    Erstveröffentlichung: 18. Januar 2016


    Infos zum Autor

    „Nicole Neubauer ist 1972 in Ingolstadt geboren und studierte englische Literaturwissenschaft und Jura in München und London. Nach zehn Jahren in einer Wirtschaftskanzlei arbeitet sie freiberuflich als Autorin, Rechtsanwältin und Lektorin. Sie ist Mitglied der »Mörderischen Schwestern e.V.« und der »Autorinnenvereinigung e.V.«. Nach »Kellerkind« ist »Moorfeuer« der zweite Roman um Hauptkommissar Waechter und sein Team.Nicole Neubauer lebt mit ihrer Familie in München im Herzen Schwabings.“ (Quelle)

    Rezension

    Es ist doch schon etwas länger her, dass ich den 1. Teil dieser Reihe gelesen habe. Sonst stört mich das immer sehr selten. Hier ist es mir aber manchmal etwas schwer gefallen, aber dazu später mehr. Generell würde ich es aber auch empfehlen diese Reihe auf jeden Fall chronologisch zu lesen. 

    Eva Nells Leiche wird auf einem Scheiterhaufen gefunden. Keiner kann sich vorstellen, wer die alte Dame umgebracht haben soll. Alle Spuren führen zu dem Bauernhof auf dem ihre Tochter mit deren Familie lebt. Sophie die Enkelin von Eva Nell sieht den Geist eines kleinen Mädchens. Die Kommissare Michael Waechter und Hannes Brandes sind so in die Vermittlungen vertieft, dass diese Auswirkungen auf ihr Privatleben haben. Doch wirklich voran schreiten die Ermittlungen nicht.

    Die Farben des Covers finde ich zum Titel Moorfeuer sehr passend. Auch der Titel im Allgemeinen passt sehr gut zum Inhalt des Buches. Das Cover selbst finde ich nicht unbedingt passend, hier hätte ich mir auch gut das Foto eines Scheiterhaufens oder eines Feuers vorstellen können. Allerdings finde ich auch, dass das Cover trotzdem sehr ansprechend und düster genug für einen Krimi ist.

    Der Einstieg ins Buch war wirklich gruselig. So gruselig, sodass ich erst überlegt hatte das Buch erstmal wieder zur Seite zu legen und abzubrechen. Dann dachte ich aber „Das ist nur ein Krimi, so schlimm kann’s gar nicht sein“ – wars auch nicht. Dieses Buch war wirklich nett, viel mehr aber auch nicht. Den Einstieg fand ich tatsächlich generell am spannendsten, danach flachte die Spannung recht stark ab. Dies kann aber auch vor allem damit zusammen hängen, dass mir die Unterschiedlichkeit der Ermittler nicht immer klar war. Ich habe die beiden Charaktere oft verwechselt und somit auch ihr Privatleben, welches in diesem Buch bei beiden eine große Rolle gespielt hat. Auch die anderen Charaktere waren von mir und meiner Identifikation mit ihnen recht weit entfernt. Dies lag vor allem daran, dass die Namen gar nicht von allen bekannt waren. Die richtigen Namen von „Der Chefin“ und „Der Hüter des Schweigens“ wurden in diesem Buch gar nicht erwähnt, somit wären hier die Informationen aus dem vorherigen Buch wichtig gewesen – dafür war es für mich einfach zu lange her. 

    Die Story war gut, aber nicht herausragend. Die Handlung und vor allem die Ermittlungen der Polizei plätscherten so vor sich hin. Die eigenen Ermittlungen von Hannes Brandl und die Handlungen im Privatleben der Ermittler waren definitiv das spannendste am gesamten Buch. Schade fand ich, dass das Ende dann doch recht abrupt kam und die Aufklärung dann erst später erklärt wurde. 

    Ich fand das Buch zwischenzeitlich wirklich unspektakulär, aber es war ein gutes Buch, welches sich recht flüssig lesen ließ. Von mir gibt es 4 Blutstropfen und ich freue mich schon sehr auf die weiteren Teile.

  9. Cover des Buches Wenn das Licht gefriert (ISBN: 9783839227701)
    Roman Klementovic

    Wenn das Licht gefriert

     (107)
    Aktuelle Rezension von: misspider

    Bei diesem Thriller war ich ständig hin- und hergerissen zwischen spannender Begeisterung und gelangweilter War-ja-abzusehen Stimmung. Einerseits war ich fasziniert von dieser frischen Idee für einen neuen originellen Plot, andererseits konnten nicht alle Wendungen überraschen und Elisabeths Schilderung fiel manchmal etwas behäbig aus, so dass die Spannung immer mal wieder eine Zwangspause einlegen musste. Das Ende konnte mich dann zwar überraschen, war aber nur bedingt zufriedenstellend und vielleicht doch ein bisschen dick aufgetragen.
    Fazit: ein unerwarteter, in weiten Teilen packender Thriller mit kleinen Mängeln.

  10. Cover des Buches Die Chemie des Todes (ISBN: 9783499256462)
    Simon Beckett

    Die Chemie des Todes

     (7.259)
    Aktuelle Rezension von: beereadytoread

    Ein forensischer Anthropologe startet als Landarzt einen Neuanfang in einer beschaulichen Gemeinde. Könnte fast nach cozy crime klingen, wäre da nicht eine ordentliche Portion Krabbeltierchen.

    Auch nach mehreren Jahren ist David Hunter noch immer „der Zugezogene“. Weniger überraschend also, dass er skeptisch beäugt wird, nachdem eine Frauenleiche im Wald entdeckt und er häufiger mit der Polizei gesichtet wird. Die Tote war Schriftstellerin und ebenfalls zugezogen – kurz: Eine Außenseiterin. In Kombination mit den Schwanenflügeln, mit denen sie ausstaffiert wurde, handelt es sich um einen ungewöhnlichen Fall für die Polizei und Gerichtsmedizin auf dem Lande. Und so unterstützt David die Ermittlungen, während das Dorf eine ganz eigene Dynamik entwickelt.

    Mir hat 𝐃𝐢𝐞 𝐂𝐡𝐞𝐦𝐢𝐞 𝐝𝐞𝐬 𝐓𝐨𝐝𝐞𝐬 richtig gut gefallen. Der Erzählstil ist für mein Empfinden eher ruhig, gleichzeitig konnte ich mir das Getuschel hinter vorgehaltener Hand sehr gut vorstellen. Ich würde die Spannung als subtil beschreiben, aber für mich muss ein Thriller auch nicht durchgehend von Pauken und Trompeten begleitet werden.

    David Hunter ist eine recht typische Figur, seine eher verschlossene Art hat mir dennoch gut gefallen. Außerdem sind einige Figuren sehr überspitzt dargestellt, z. B. der Priester, der die Chance ergreift, den Aufruhr für seine Ziele zu nutzen. Er passt aber gut in die Landidylle, die sich langsam wandelt.

    Davids Träume waren mir etwas zu viel und die aufkeimende Liebe wird für mein Empfinden eigenwillig geschildert, aber in Kombination mit dem wütenden Mob, habe ich gern mitgefiebert. Außerdem waren die forensischen Aspekte sehr interessant!

    Insgesamt hat mir der Auftakt gut gefallen – vor allem, dass nicht immer jede:r gerettet werden kann – wobei das Ende weniger nach meinem Geschmack war.

    Hinweis: Das Buch wurde inzwischen auch verfilmt!

  11. Cover des Buches Die Moortochter (ISBN: 9783442488186)
    Karen Dionne

    Die Moortochter

     (170)
    Aktuelle Rezension von: Ellen784

    Hallo Ihr Lieben,

    die Idee zu diesem Buch gefiel mir unfassbar gut ABER die Umsetzung leider zu 75% nicht.
    Das Ende gefiel mir dann aber der Rest war doch sehr langatmig und nicht wirklich spannend. Mit einem Psychothriller hatte das nicht viel zu tun.
    Für mich persönlich hätte es deutlich mehr potenzial gehabt. Leider keine Empfehlung an dieser Stelle.

  12. Cover des Buches Belle - Der Fluch von Balmoral Castle (ISBN: 9783423716581)
    Conny Amreich

    Belle - Der Fluch von Balmoral Castle

     (34)
    Aktuelle Rezension von: Sandrica89
    Da ich ja ein so grosser Fan von "Die Schöne und das Biest" bin, musste natürlich dieses Buch bei mir einziehen, als ich es per Zufall in einer Buchhandlung gesehen habe. Mir war klar, dass es sich um eine Adaption handeln würde. Vor allem als ich las, dass es sich in Schottland abspielt. Dieses Detail hat mich erst recht neugierig gemacht. Nachdem ich das Buch etwa ein Jahr lang in meinem Regal unbetastet stehen gelassen habe, war heute nun der Tag gekommen und hab mich in die Welt von Belle eintauchen lassen...

    Belle's Vater ist angesehener Tierarzt in ihrem Dorf. Als er plötzlich von der Queen den Auftrag bekommt, zu ihr zu reisen und um ihr geliebtes Pferd zu heilen, ist er hin und weg. Natürlich muss Belle auch mitgehen. Schliesslich will sie in die Fussstapfen ihres Vater treten. Leider wird das nicht gerne gesehen: eine weibliche Tierärztin. Schliesslich leben sie im Jahre 1877. Bevor sie aufbrechen können werden sie vom Staatsanwalt aufgehalten: den gut aussehenden Alberdon. Schon lange hat er ein Auge auf sie geworfen, obwohl er jede haben könnte. Doch Belle weigert sich auch nur in seiner Nähe zu sein. Als sie verkünden, dass die Königin sie aufgesucht hat, um ihr Pferd zu pflegen, macht er ihnen widerwillig Platz. Dorf eingetroffen versucht ihr Vater das Pferd zu untersuchen. Vorher hat er jedoch etwas zu tief ins Glas geschaut und ist etwas betrunken. Als Belle ihre Meinung sagt und vorschlägt, wie sie dem armen Pferd helfen soll, wird das vom Stallburschen abgelehnt. Bis die Königin höchstpersönlich ins Stall kommt und Belle auffordert weiterzumachen. Wie sie vermutet hat, bestätigt sich ihr Verdacht und dem Pferd sollte es bald besser gehen. Als der Abend einbricht will Belle wieder nach Hause reiten, um sich um all ihre Tiere zu kümmern. Leider kommen sie vom Weg ab, die Kutsche überschlägt sich und Belle fällt ihn Ohnmacht. Als sie wieder aufwacht, ist ihr Vater nirgendwo zu finden. Sie schnappt sich das Pferd und reitet los, bis sie auf ein Schloss stösst, dass sie nicht kennt. Eine Frau führte sie hinein und findet dort im Kerker ihren Vater fort. Bevor sie auch versucht ihn da rauszuholen, taucht eine bestialische Gestalt vor ihr auf. Um ihren Vater zu retten, bietet sie ihm ein Angebot an: sie bleibt freiwillig bei ihm, wenn ihr Vater gehen darf und verspricht, niemandem von dieser Gestalt zu erzählen.
    Gleichzeitig treibt ein Serienmörder sein Unwesen in ihr Dorf. Bisher wurden drei Mädchen auf unnatürliche Art und Weise tot aufgefunden. Natürlich will Alberdon diesen Mörder finden und sich dadurch einen noch höheren Rang verschaffen. Leider weiss niemand, was er wirklich vor hat.
    Belle versucht, mit diesem Tiermensch irgendwie zurecht zu kommen. Doch er lässt sich kaum blicken. Und wenn, dann ist er wegen irgendwas wütend auf sie und wird aggressiv. Doch sie will endlich die Wahrheit erfahren. Sie will alles wissen: wie er heisst, was er angestellt hat, wieso überall indische Sachen in seinem Turm rumstehen. Er weigert sich ihr alles zu erzählen. Nicht mal sein Dienstmädchen macht Anstalten, ihr zu helfen. Also ergründet sie Kinord Castle auf eigene Faust. Nur durch Zufälle erfährt sie zwar etwas mehr, doch sie wird nicht wirklich schlau daraus. Was sie aber gar nicht versteht ist, dass sie sich dennoch zum hm hingezogen fühlt. Sie sieht ihn nicht als Bestie, denn er kann durchaus nett und charmant sein. Dies hat er von allem an ihrem Geburtstag bewiesen. Dennoch bricht er ihr das Herz, als er sie von ihm wegstösst und sie gehen lässt. Genau zu diesem Zeitpunkt taucht die Königin auf und verkündet, dass Belle sofort mit ihr mitgehen müsse und das Biest schleunigst verschwinden muss. Denn genau jetzt, plant Alberdon einen Angriff...

    Es war echt interessant zu lesen, wie Belle und das Biest im alten Schottland zueinander finden. Gleichzeitig wird auch ein uralter Fluch aus Indien miteingewoben, den ich wirklich interessant fand. Überall sind Verräter und man weiss nicht, wem man wirklich trauen kann. Dass das Biest aber etwas mit der Königin zu hat, war auch ganz was Neues. Besonders bemerkenswert fand ich jedoch den Fluch aus Indien. Wie er zustande kam, wie man ihn immer wieder in der Geschichte wiederfindet. Obwohl einem es erst ganz zum Schluss bewusst wird. Geschockt fand ich aber auch die Taten von Alberdon: dass er im Grunde böse ist, kann man sich ja schon dank des Märchens denken. Aber dass er auf diese Weise Belle für sich gewinnen will, ist einfach nur abstossend. Das auch ein tierischer Nebencharakter auftaucht, ist auch ganz ungewohnt, aber er passte so gut in dieser Geschichte. Die Autorin hat sich da einiges einfallen lassen, um Schottland mit dem alten Indien zusammen zu verbinden. Ich fand es weder kitschig, noch unlogisch. Obwohl mich das Ende doch ein wenig verwirrt hat, war es doch einleuchtend. Das Buch hat ja nur 200 Seiten, aber ist dennoch lesenswert, wenn man Märchenadaptionen liebt.
  13. Cover des Buches Salt & Storm. Für ewige Zeiten (ISBN: 9783733500108)
    Kendall Kulper

    Salt & Storm. Für ewige Zeiten

     (167)
    Aktuelle Rezension von: LissiB

    Salt & Storm habe ich in einer Second Hand Buchhandlung gefunden und es war wirklich ein Glücksgriff! Oft lohnt es sich, abseits der groß gehypten Bücher auf den üblichen Blogger-Kanälen auch einfach mal nach einem Buch zu greifen, dass keine 5 Sterne in den Foren erlangt, sondern dessen Klappentext einen einfach angesprochen hat. 

    Nachdem ich auf den ersten Seiten noch dachte "ohje, wo führt das hin?", hat mich spätestens ab der Begegnung zwischen Protagonistin Avery und dem geheimnisvollen Tane die Begeisterung gepackt und ich konnte das Buch kaum weglegen. Salt & Storm ist ein wirklich gutes Beispiel dafür, dass man nicht immer eine super freundliche, sympathische Protagonistin braucht, um eine Geschichte zu lieben. Im Gegenteil: Mir hat hier besonders gut gefallen, wie kratzbürstig und eigensinnig die Protagonistin war. Es hat einfach zur Geschichte gepasst. Umso mehr mochte ich Tane. Er war der Ruhepol in der Story. Eben Averys Fels in der Brandung! Die raue Atmosphäre des kleinen Küstenorts und auch die Erbarmungslosigkeit des tiefen Ozeans wurde wirklich richtig klasse beschrieben und ich konnte mich richtig auf der kleinen Insel Prince Island sehen. Die zum Schauplatz passende Art der Inselbewohner hat für mich die Story abgerundet. Eine wirklich herzzerreißende Liebesgeschichte, die zeigt: Man kann seinem Schicksal leider nicht immer entgehen, aber man kann am Ende das Beste aus dem machen, was man kriegen kann. Und vor allem: "Es gibt nichts zu bereuen, Avery. Niemals bereuen."

  14. Cover des Buches Totenpfad (ISBN: 9783499252198)
    Elly Griffiths

    Totenpfad

     (158)
    Aktuelle Rezension von: DoraLupin

    Das Cover von Totenpfad ist düster gehalten, mit einer Watt oder Moorlandschaft. Dies passt sehr gut zum Buch, allerdings sind die Holzpfähle darauf etwas verwirrend. Im Buch beschrieben ist ein Kreis aus Holz und ein Holzweg aber nicht so viele Holzpfähle wie auf dem Cover.

    Im Buch begleiten wir die etwa 40 jährige Ruth. Diese ist Archäologin und wird von der Polizei zu einem Fall hinzugezogen. Es geht dabei um die fünfjährige Lucy, die vor 10 Jahren verschwunden ist. Es finden sich tatsächlich Knochen in den Salzwiesen, in der Nähe einer früheren Ausgrabung. Sind es die Lucy? Dann verwindet ein weiteres kleines Mädchen...

    Meine Meinung:
    Das Buch hatte für mich sehr viele Pluspunkte. Zuallererst hebt es sich von den sonstigen Krimis ab, da es sehr viel um Archäologie geht. Es hat mir sehr viel Spass gemacht, Ruth bei ihren Knochenfunden zu begleiten, in die Geschichte einzutauchen und den Rätseln auf die Spur zu kommen.
    Der zweite Punkt ist für mich, dass alle Personen sehr authentisch, liebevoll und sympatisch beschrieben sind. Am Anfang redet Ruth viel von ihrem Übergewicht, was nervig ist, aber dies wird mit der Zeit besser. Ansonsten stehen die Charaktere mitten im Leben und handeln immer nachvollziehbar. Alle haben ihre Ecken und Kanten. Dies macht es für mich sehr sympatisch.

    Alles in allem muss ich sagen, dass es für mich ein sehr gelungener Krimi war, mit dem Herausstellungsmerkmal Archäologie, sympathischen Charakteren und einer spannenden Story. Diese Reihe werde ich gern weiterverfolgen. Absolute Leseempfehlung!

  15. Cover des Buches Splitterherz (ISBN: 9783839001424)
    Bettina Belitz

    Splitterherz

     (1.747)
    Aktuelle Rezension von: Buechergeplauder


    Ellie hat ihr Leben lang in der Stadt gelebt und ausgerechnet jetzt zieht sie gemeinsam mit ihren Eltern in ein kleines Dorf. Das gefällt Ellie ganz und gar nicht. Das Leben im Darf ist komplett anders, als sie es von der Stadt kennt.


    Als Ellie auf Colin trifft verändert sich ihre Meinung schlagartig. Dieser Junge zieht sie magisch an. Sie weiß nicht was es ist, doch sie möchte für immer in seiner Nähe bleiben.


    Ausgerechnet ihr sonst so offener Vater scheint Colin nicht zu mögen. Kennen die beiden sich? Und was war das für eine merkwürdige Aura, als die beiden aufeinander trafen?


    Irgendetwas stimmt mit Colin und ihrem Vater nicht und das will Ellie auf jeden Fall herausfinden.


    Der erste Band der "Ellie & Colin" Reihe von Bettina Belitz. Eine schöne, spannende Liebesgeschichte, die mir sehr gut gefallen hat.


    Ellie ist ein sehr starker Charakter. Ein junges Mädchen, dass nicht alles mit sich machen lässt und eine starke eigene Meinung hat. Allerdings stellt sie sich in manchen Situationen etwas dämlich an.


    Colin hingegen ist der typische geheimnisvolle Junge, auf den jedes Mädchen zu fliegen scheint. Der allerdings ein Einzelgänger ist und unnahbar scheint.


    Die Charaktere sind etwas klischeehaft. Trotz allem hat mir die Geschichte sehr viel Freude beim Lesen bereitet. Sie wurde von Kapitel zu Kapitel spannender und ich hätte gerne mehr über die Familiengeschichte von Colin und Ellie, bzw. Ellies Vater erfahren.


    Ich bin gespannt wie es in Band 2 "Scherbenmond" weitergeht und wie sich die Beziehung zwischen Ellie und Colin entwickelt.

  16. Cover des Buches Judassohn (ISBN: 9783426637708)
    Markus Heitz

    Judassohn

     (320)
    Aktuelle Rezension von: Michelly

    Band zwei der Judas-Reihe von Markus Heitz kann sich durchaus sehen lassen, ist für mich aber ein wenig schwächer als Band eins (4/5 Sternen).

    Die Geschichte ist durchweg spannend und sehr interessant und es gibt Wendungen, die ich so nicht erwartet hätte. Mir war lange Zeit nicht klar, wie der Autor die verschiedenen Handlungsstränge denn letztendlich in eine Geschichte verflechten möchte, was durchaus die Spannung zusätzlich erhöhte. Dennoch war mir die Auflösung ein wenig zu abgehoben, damit musste ich mich erst einmal auseinander setzen und darüber nachdenken, was denn nun genau passiert ist. Da ist für mich der Knick in der Geschichte und daher auch der leichte Punkteabzug im Vergleich zum Vorgänger. Zudem geht es in dem Buch (leider) kaum um Sia, sondern wir reisen in deren Vergangenheit und lernen viel über die Umstände dazu. Das ist natürlich nicht negativ in dem Sinne, der Klappentext lies jedoch eine ganz andere Geschichte vermuten.

    Ich werde natürlich trotzdem den dritten Band lesen, die Geschichte rund um Sia ist wirklich spannend und gut aufgebaut und für Vampirfans, die es mögen, wenn es ein wenig härter zugeht, durchaus zu empfehlen. 

  17. Cover des Buches Die Insel der besonderen Kinder (ISBN: 9783426520260)
    Ransom Riggs

    Die Insel der besonderen Kinder

     (2.083)
    Aktuelle Rezension von: HeartofHope

    Als kleines Kind bekommt Jacob von seinen Großvater Geschichten erzählt, die in seinen Kinderaugen dank der Fotos, die er ihm dazu zeigt, wahr zu sein scheinen. Doch mit den Jahren kann Jacob ihn nicht mehr so ganz glauben, die Fotos scheinen zu offensichtlich manipuliert worden zu sein und immer mehr kommt die Annahme, dass sein Großvater in diesen Geschichten nur seine schlimmen Erlebnisse aus dem 2. Weltkrieg verarbeitet. Doch dann findet Jacob seinen ermordeten Großvater und entdeckt etwas, was seine komplette Welt aus den Fugen geraten lässt. Um nicht gänzlich verrückt zu werden, beschließt er, den Geheimnissen seines Großvaters auf den Grund zu gehen. Doch was er auf der kleinen Insel Falls Cairnholms entdeckt, verändert sein Leben vollkommen. 

    Dieses Buch ist wirkich keine leichte Geschichte. Nicht nur, dass der zweite Weltkrieg hier eine große Rolle spielt, sondern man erlebt als Leser auch einige dramatischen Szenen und Schicksale daraus. Wer mit so etwas nicht gut umgehen kann, sollte hierbei etwas vorsichtiger sein. 

    Nun möchte ich aber erst etwas über die Aufmachung des Buches sagen. Zugegeben, ich finde die Cover, nicht nur von diesem ersten Band, sondern auch von den nachfolgenden Bändern, nicht schön. Hätte ich es im Regal stehen gesehen, so hätte ich nicht danach gegriffen. Doch dies ist natürlich Geschmacksache und nur meine persönliche Meinung. Das Innere des Buches ist dagegen unglaublich toll gelungen. Immer wieder findet man Fotos, welche die Geschichte noch eine Spur lebendiger machen und auch interessanter. Dies hatte ich bisher noch nie so gesehen und fand es wirklich toll. 

    Mir wurde die Geschichte sehr empfohlen, sodass ich nun doch nach ihr greifen musste. Auch hatte ich den Film bisher noch nicht gesehen, so bot es sich für mich gerade sehr gut an. 

    Grundsätzlich fand ich die Stimmung in dem Buch sehr düster, was aber auch zu dem Plot sehr gut gepasst hat. An Jacob musste ich mich erst einmal gewöhnen, zu Beginn war er mir dann doch etwas zu verzogen, doch im Laufe der Geschichte wurde ich warm mit ihm. Gerade die besonderen Kinder waren alle so einzigartig, dass ich sie sehr schnell in mein Herz schließen konnte. Das Setting fand ich beeindrucken. Der Autor hat es geschafft, an einen Ort, an welchem etwas wirklich unglaublich schreckliches geschehen ist, sodass beim Lesen mein Mutterherz geblutet hat, gleichzeitig etwas unglaublich schönes und magisches entstehen zu lassen. Gleichzeitig hat er es geschafft, dass mir beim Lesen beide Orte immer präsent waren, sodass ich nur noch beeindruckter war. Ich persönlich fand den Spannungsbogen der Geschichte nicht allzuhoch, es hätte noch etwas spannender sein können, dennoch hatte die Geschichte durch ihre Besonderheit einfach etwas fesselndes an sich. Ich fand es wirklich einen gelungenen Auftagkt. 

    Für jeden Urban Fantasy Liebhaber kann ich das Buch wirklich nur empfehlen. Ich bin schon sehr auf den zweiten Band gespannt. 


  18. Cover des Buches Der Kinderdieb (ISBN: 9783426506882)
    Brom

    Der Kinderdieb

     (614)
    Aktuelle Rezension von: lucatrkis

    Eigentlich bin ich gar kein Fantasy-Fan, das Buch hatte ich nur gekauft, da es spannend geklungen hatte, die dunkle Seite hinter Peter Pan zu erfahren. Allerdings musste ich feststellen, dass das Buch bis auf den Aspekt, dass einer der Protagonisten Peter hieß und Kinder auf eine Insel brachte, auf der sie nicht erwachsen wurden, nicht viel mit dem Original zu tun hatte. Ich hatte eigentlich gehofft, Captain Hook und andere Bekannte wiederzufinden, doch das blieb mir verwahrt. Stattdessen bekam ich ein Buch mit Charakteren, zu denen ich nicht wirklich eine Verbindung aufbauen konnte, die ich nicht einmal mochte. Deshalb war es mir auch egal, als diese alle nach der Reihe starben. Peter konnte man ja quasi gar nicht mögen, da er in dieser Geschichte schließlich als böse dargestellt werden sollte, die „Teufel“ oder Elfen blieben mir zu blass und der zweite Protagonist Nick handelte auch nicht immer nett. Der anfängliche Teil in Manhattan und auch der danach, als Peter noch einmal zurück gekommen war, um noch zwei Jungen zu holen hatte mir eigentlich wirklich gut gefallen, doch sobald es nach Avalon gegangen war, traten für mich einige Längen und langweilige Stellen auf. Das Buch ist mit sechshundert Seiten wirklich dick, doch es kam mir nicht so vor, als wäre wirklich viel passiert. Ich denke, ich bin einfach mit einer falschen Erwartung in das Buch hereingegangen. Sicher steckt viel Arbeit darin, was auch die genannten Einflüsse zeigen, doch ich gehöre wohl einfach nicht zur Zielgruppe. Für Fantasy-Fans, die viele Schlachten und dergleichen lieben, ist das Buch sicher etwas, für Leute, die einfach nur Peter Pan mögen und durch die angebliche böse Seite dessen angelockt werden, eher nicht. Ob das, was er tat, nun böse war, wurde nur am Rande von Nick, besonders am Ende thematisiert, im Vordergrund stand das Thema jedoch nie. Noch eine kleine Anmerkung: Als Peter Nick in New York rekrutierte kam eine Person namens Freddie vor. Diese wurde mal mit „y“ und dann wieder mit „ie“ geschrieben. Auf Seite einunddreißig liegen zwischen den zwei Varianten sogar nur drei Zeilen.

  19. Cover des Buches Hamish Macbeth und das Skelett im Moor (ISBN: 9783404176083)
    M. C. Beaton

    Hamish Macbeth und das Skelett im Moor

     (37)
    Aktuelle Rezension von: Chrissy87

    Hamish Macbeth soll die Urlaubsvertretung in einem sehr unbeliebten Dorf machen, doch als ein Skelett gefunden wird, hat er alle Hände voll zu tun den Täter zu finden.

    Auch dieser Fall war wieder spannend, unterhaltsam und auch stellenweise lustig. Man muss Hamish einfach in sein Herz schließen.

    Mit jedem weiteren Buch werde ich zu einem größeren Fan. 

    Das sind wirklich Geschichten die den Titel "Cosycrime" verdienen. Es gibt Mord und Totschlag und meistens einige Personen die echt ätzend sind, aber trotzdem fühlt man sich in Schottland und mit Hamish wohl.


  20. Cover des Buches Die Betrogene (ISBN: 9783734100857)
    Charlotte Link

    Die Betrogene

     (538)
    Aktuelle Rezension von: Ani

    Richard Linville, ein ehemaliger, höchst angesehener Polizist, wurde in seinem Haus grausam ermordet. Mittlerweile sind einige Monate vergangen, doch vom Täter fehlt jede Spur. Richards Tochter Kate, die ebenfalls Polizistin bei Scotland Yard ist, kehrt in ihr Elternhaus zurück und beginnt auf eigene Faust nach dem Mörder ihres Vaters zu suchen. Dabei entdeckt sie in der Vergangenheit ihres Vaters etwas, was sie nie für möglich gehalten hat. Kate ist schockiert und fest entschlossen, den Täter zu finden. Dabei kommt sie dem leitenden Ermittler DCI Caleb Hale in die Quere, der davon wenig begeistert ist. Zur gleichen Zeit fährt der Drehbuchautor Jonas Crane mit seiner Familie in das abgelegene Haus eines Freundes, um dort Ruhe und Erholung zu finden. Doch diese Ferien werden definitiv nicht erholsam, sondern der Familie auf ewig im Gedächtnis bleiben....

    "Die Betrogene" ist der Auftakt zu einer Krimiserie, in der die Polizistin Kate Linville und der Ermittler Caleb Hale im Zentrum der Ereignisse stehen. In diesem Band lernt man die Charaktere, mit all ihren Stärken und Schwächen, näher kennen. Der Autorin gelingt es hervorragend, Handlungsorte und Protagonisten so zu beschreiben, dass man alles vor Augen hat.

    Der Einstieg in diesen Kriminalroman gelingt mühelos, da man den Mord an Kates Vater beobachtet, befindet man sich sofort mitten im Geschehen. Das Interesse, zu erfahren, wer diesen angesehenen Polizisten ermordet hat, wird von Anfang an geweckt.

    Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet, die zunächst nicht miteinander in Verbindung gebracht werden können. Man beobachtet Kates Nachforschungen, die Ermittlungen der Polizei und lernt die Familie Crane kennen, die auf dem Weg in den Urlaub ist. Die Handlungsstränge sind durchgehend interessant und wechseln häufig an entscheidenden Stellen, wodurch man in den Sog der Ereignisse gerät. Man wird dazu angeregt, eigene Überlegungen anzustellen, doch immer wenn man meint, dass man der Lösung näher kommt, sorgen überraschende Wendungen dafür, dass man umdenken und neu ansetzen muss. Dadurch bleibt die Spannung bis zum Schluss erhalten. Das Ganze gipfelt in einem hochspannenden Finale.

    Ein durchgehend spannender Kriminalroman, der durch lebendige Charaktere und überraschende Wendungen überzeugt.

  21. Cover des Buches Kräuterrosi, ledig, sucht… (ISBN: 9783954515226)
    Doris Fürk-Hochradl

    Kräuterrosi, ledig, sucht…

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Dieser Krimi aus dem Jahr 2015 ist das Debüt von Doris Fürk-Hochradl und der Auftakt zu einer Reihe rund um die „Kräuterrosi“. 

    Die Rosi ist Witwe und gilt als Fachfrau für Kräuterfragen. Man geht gerne unangemeldet zu ihr, hat sie doch immer eine offene Tür und ein ebensolches Ohr für Probleme aller Art. Etwas verwundert reagiert sie, als sich ein Ratsuchender telefonisch anmeldet und heimlich zu ihr kommen will. 

    Die Idylle des dörflichen Zusammenlebens endet, als der Konflikt zwischen Schweinebauer Hias und seinem Nachbarn Jörg eskaliert und Jörg tot im Moor gefunden wird. Nur Hias kann der Mörder sein, denn die beiden hassen einander seit Jahrzehnten ... 

    Doch auch Rosi selbst hat private Sorgen, denn sowohl Sohn Raphael als auch Tochter Daniela scheinen neben der Spur zu laufen.  

    Als wenn das alles nicht genügen würde, meldet Gitti, die Schwester von Rosis verstorbenen Mann, ihre Schwägerin kurzerhand bei einer Kuppelshow an, weil sie der Meinung ist, Rosi braucht einen neuen Mann. 

    Was hierbei herauskommt, lest bitte selbst.  

    Meine Meinung: 

    Dieser humorvolle Krimi, der auch den einen oder anderen ernsten Hintergrund behandelt, hat mir gut gefallen. Ich kannte die Autorin bislang nicht und wurde positiv überrascht. 

    Das Thema „Liebe“ und seine unterschiedlichen Facetten nimmt hier einen zentralen Raum ein. Es gibt sie in verschiedensten Ausprägungen: unerfüllt, käuflich, verboten, alt oder als zartes Pflänzchen, das noch gehegt werden muss. 

    Jedes Kapitel hat neben einer Überschrift ein Hausmittel gegen z.B. blaue Flecken oder ein Rezept. Das ist ein witzige Idee und gefällt mir. 

    Eine zentrale Figur ist neben Rosi, Sepp, der Bordellbesitzer. Er schleicht sich heimlich zur Rosi, weil sein kleiner Sepp ein wenig unwillig geworden ist. Ob ihm die Rosi da helfen kann? 

    Die Charaktere sind sehr gut herausgearbeitet und herrlich skurril. Dieses Debüt lässt leicht und locker lesen. Explosive Spannung darf man sich aber nicht erwarten. 

    Fazit:

    Wer gerne einen vergnüglichen Krimi lesen möchte, ist hier goldrichtig. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.

  22. Cover des Buches Verflucht (ISBN: 9783453534315)
    Victoria Schwab

    Verflucht

     (73)
    Aktuelle Rezension von: mond48

    Cover
    Persönlich gefällt mir die Farbkombi von Orange und schwarz sehr, irgendwie kommen da richtige Halloween/Samhain-Vibes auf. Der Hintergrund lässt schon einen Hauch von Grusel erkennen.

    Charakter
    Die Charakter sind merklich mit Liebe gemacht worden. Die temparementvolle Lexi, die irgendwie nie gehört oder gar ernst genommen wird, erlebt Abenteuer, von denen die Dörfler nie glauben würden, dass sie passieren. Wobei mir einige Charakter und Verhaltensweisen wirklich sehr auf den Geist gegangen sind. Aber das ist auch der Job von ihnen.

    Handlung
    Schon von Anfang an wird eine gewisse, leicht düstere Spannung aufgebaut. Lexi erzählt ihrer kleinen Schwester Wren von der Hexe von Near, die vor Jahrhunderten in ihrem Dorf lebte. Zu diesem Zeitpunkt ist sonst noch nicht viel für den Leser erkennbar, doch es hat schon jetzt einen Anflug von "es ist nicht alles gut gelaufen". Der Nebel, die Düsternis, die Nacht für Nacht an die Fenster klopft und plötzlich verschwindende Kinder halten den Spannungsbogen hoch und lassen einem nicht mehr los. Das grosse Finale schliesslich lässt, mit grossem bildlichen Denken, leichte Schauer über den Rücken jagen. Düster, aussichtslos, gefährlich. Und doch ist da dieser Funke Hoffnung, dass nicht alles umsonst war, dass alles gut wird und wieder Frieden nach Near kommt.

  23. Cover des Buches Die Suche (ISBN: B07H4KF3FK)
    Charlotte Link

    Die Suche

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Petra_Mayer
    Mir hat das Hörbuch der Autorin sehr gut gefallen. Es ist sehr spannend, dass man gar nicht mehr aufhören mag. Klare Hör-Empfehlung von mir!


    Gekürzte Lesung - 12 CDs - Dauer: 14 Stunden, 28 Minuten - 257 Tracks

    Drei verschwundene Mädchen und eine Spur, die weit in die Vergangenheit führt...

    In den Hochmooren Nordenglands wird die Leiche der ein Jahr zuvor verschwundenen 14-jährigen Saskia Morris gefunden. Kurze Zeit später wird ein weiteres junges Mädchen vermisst, die ebenfalls 14-jährige Amelie Goldsby. Die Polizei in Scarborough ist alarmiert. Treibt ein Serientäter sein Unwesen? In den Medien ist schnell vom Hochmoor-Killer die Rede, was den Druck auf Detective Chief Inspector Caleb Hale erhöht. Auch Detective Sergeant Kate Linville von Scotland Yard ist in der Gegend, um ihr ehemaliges Elternhaus zu verkaufen. Durch Zufall macht sie die Bekanntschaft von Amelies völlig verzweifelter Familie und wird zur unfreiwilligen Ermittlerin in einem Drama, das weder Anfang noch Ende zu haben scheint. Und dann fehlt erneut von einem Mädchen jede Spur...

    Gelesen von Claudia Michelsen - fesselnder Hörgenuss, der seinesgleichen sucht.

  24. Cover des Buches Tot im Winkel (ISBN: 9783453421653)
    Ella Dälken

    Tot im Winkel

     (30)
    Aktuelle Rezension von: sheena01
    Inhalt:
    Kriminalhauptkommissarin Paula Pongs hat mit ihrer Mutter Cosma Pong, ihres Zeichens Hobby-Autorin von Kriminalromanen ihre liebe Not, ständig versucht sich diese in ihre Arbeit bei der Düsseldorfer Kriminalpolizei einzumischen, um ihren kriminalistischen Spürsinn unter Beweis zu stellen. Als sich Cosma dann auch noch mit ihrer gesamten Senioren-WG just in jenem abgeschiedenen Landgasthof einmietet, in dem Paula mit Kollegen gerade an einem Profiling-Workshop teilnimmt, ist Ärger vorprogrammiert. Denn die alte Dame hat sich nicht nur vorgenommen, jenen Star-Profiler kennenzulernen, der den Workshop leitet, sondern sie ist auch wild entschlossen, dort allen vermeintlichen Verbrechen auf die Spur zu kommen. Als ihr auch tatsächlich eine Leiche in Form ausgerechnet jenes Profilers praktisch vor ihre Füße fällt, ist sie nicht mehr zu halten, diesen aus ihrer Sicht eindeutigen Mord auf eigene Faust lückenlos aufzuklären. Da alle anwesenden Hotelgäste durch ein Unwetter für die nächsten Tage im Hotel festsitzen, hat Paula Pongs alle Hände voll zu tun, um ihre Mutter von ihren Arbeitskollegen bzw. von deren eigenmächtigen Ermittlungstätigkeiten fernzuhalten.

    Schreibstil:
    Ella Dälken erzählt die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven: zum einen aus der Sicht der Krimimalkommissarin Paula und zum anderen aus jener ihrer Mutter Cosma. Dadurch bekommt der Leser zusätzliche, zum Teil ungewöhnliche Einblicke, die durchaus zum Schmunzeln sind, da ein und dieselbe Situation aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet, plötzlich völlig anders wirken kann.

    Charaktere:
    Hauptkommissarin Paula Pongs macht einen sehr sympathischen Eindruck, sie ist reflektiert und trotz ihres beruflichen Erfolges nicht abgehoben. Sie leidet sehr unter der einnehmenden und exzentrischen Art ihrer Mutter Cosma, die mir beim Lesen in zunehmender Weise unsympathisch wurde, für meinen Geschmack war sie viel zu überzeichnet und plump dargestellt. Im Vergleich dazu ist der Charakter einer Miss Marple, an der sich die Figur der Cosma zu orientieren schien, stets zurückhaltend und trotz ihrer etwas schrulligen Art immer liebenswert.

    Cover:
    Dieses stimmungsvolle Bild eines drohenden Unwetter-Himmels gefällt mir persönlich sehr gut, die Bedeutung des roten Katers im Vordergrund gibt auf den ersten Blick Rätsel auf, sie wird dem Leser jedoch schon nach wenigen Seiten des Romans klar.

    Autor:
    Ella Dälken stammt aus einem Kurort am Rande des Teutoburger Waldes. Sie studierte Germanistik, Geschichte und Geografie in Osnabrück und in Nottingham. Sie lebt seit 2001 in Düsseldorf. Des Weiteren ist sie Mitglied der „Mörderischen Schwestern“, einem Netzwerk von Frauen, deren gemeinsames Ziel die Förderung der von Frauen geschriebenen, deutschsprachigen Kriminalliteratur ist.

    Meinung:
    Auch wenn man den Vorgängerband dieses Buches nicht kennt, kann man diesem Buch inhaltlich recht problemlos folgen. Viele der Passagen sind recht gelungen und humorvoll, manchmal erschien dieser Humor jedoch ein wenig zu gezwungen und wirkte gekünstelt.

    Persönliche Kritikpunkte:
    Die Querelen von Mutter und Tochter werden hier ein wenig zu sehr auf die Spitze getrieben und erscheinen zum Teil schon zu konstruiert und unglaubwürdig. Zudem waren das ständige Vorpreschen von Cosma und ihre vorschnellen Beschuldigungen auf Dauer sehr mühsam zu lesen. Das Ende des Buches enthielt für meinen Geschmack unnötige Längen, die das Lesen etwas mühsam machten.

    Fazit:
    Ein etwas anderer Kriminalroman, der sehr stark an den Fällen der legendären Miss Marple angelehnt ist, den feinen Humor jener Bücher bei weitem nicht das Wasser reichen kann. Wer hier von einem bierernsten Krimi ausgeht, ist hier fehl am Platz, denn es erwartet ihn sehr viel zwischenmenschlicher Hickhack und recht kuriose Aktionen recht schrulliger Senioren.

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