Bücher mit dem Tag "mordkommission"

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202 Bücher

  1. Cover des Buches Der Augensammler (ISBN: 9783426503751)
    Sebastian Fitzek

    Der Augensammler

     (5.255)
    Aktuelle Rezension von: Steffen90

    Der Augensammler ist ein Psychothriller von Sebastian Fitzek, in dem es um ein altes Kinderspiel geht, nämlich Verstecken. Der Augensammler entführt Kinder aus Familien, wo der Vater keine Zeit oder Interesse an den Kindern hat.  Er will damit einen Liebestest vollführen und die Väter dazu bringen ihre Kinder zu finden um ihnen zu zeigen das sie, sie doch lieben. Die Väter haben dafür genau 45 Stunden und 7 Minuten Zeit um das Rätsel zu lösen, wo die Kinder versteckt sind. Ob dies gelingt und welche Hilfe Alexander Zorbach bekommt und was dies alles mit einer blinden Psychotherapeutin auf sich hat, könnt ihr im Buch der Augensammler nachlesen.


    Ich finde der Augensammler von Sebastian Fitzek ein sehr gelungenes Buch. Die Charaktere sind sehr gut beschrieben, so das man direkt ein Bild der einzelnen Personen im Kopf hat. Auch wie genau beschrieben wird, wie blinde Menschen denken und handeln, hat der Autor gut Rüber gebracht und mich somit selbst zum Nachdenken angeregt. Das Buchcover ist sehr schlicht gehalten und gibt keine Schlüsse auf das was im Buch geschehen wird. Besonders gut hat mir gefallen, wie oft man selber in die Irre geführt wurde,weil nicht so ist wie es scheint. Die Spannung wurde dadurch immer aufrecht gehalten und hielt den Leser im Buch gefangen. Ich fand die Handlung der Geschichte schlüssig und kaum Momente in denen mir etwas gefehlt hat um alles nachzuvollziehen. Das Buch ist für jeden der einen guten Psychothriller lesen will ein muss. Ich kann es nur weiter empfehlen und hoffe jeder hat so viel Spaß wie ich an diesem Buch.

  2. Cover des Buches Das Kind (ISBN: 9783426512173)
    Sebastian Fitzek

    Das Kind

     (2.344)
    Aktuelle Rezension von: Sarah31

    Strafverteidiger Robert Stern staunt nicht schlecht, als er sieht, wer der geheimnisvolle Mandant ist, mit dem er sich auf einem abgelegenen und heruntergekommenen Industriegelände treffen soll: Simon, ein zehnjähriger Junge, zerbrechlich, todkrank - und fest überzeugt, in einem früheren Leben ein Mörder gewesen zu sein. Doch Robert Sterns Erstaunen wandelt sich in Entsetzen und Verwirrung, als er in jenem Keller, den Simon beschrieben hat, tatsächlich menschliche Überreste findet: ein Skelett, der Schädel mit einer Axt gespalten. Und dies ist erst der Anfang. Denn Simon berichtet nicht nur von weiteren, vor Jahren hingerichteten Opfern, schon bald wird auch die Gegenwart mörderisch...

  3. Cover des Buches Der Federmann (ISBN: 9783442478828)
    Max Bentow

    Der Federmann

     (695)
    Aktuelle Rezension von: Anndlich

    Ein Mörder treibt sein Unwesen in Berlin. Er hinterlässt eine Frauenleiche, deren blonden Haare abgeschnitten und verschwunden sind, und einen toten Vogel.

    Nils Trojan beginnt in diesem Fall zu ermitteln und schon bald findet sich eine weitere tote Frau, die dem gleichen Mörder zum Opfer fiel.

    Der Federmann ist der erste Teil einer Reihe um den Berliner Kommissar Nils Trojan. Max Bentow schreibt spannend und fesselnd. So war ich sehr schnell mitten im Geschehen und konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen. Die kurzen Kapitel und Perspektivwechsel haben auch ihren Teil dazu beigetragen.

    Mit Nils Trojan hat Max Bentow einen Kommissar erschaffen, der vollkommen nahbar wirkt. Sein Erscheinungsbild, seine Probleme, seine Wünsche – all das könnte auch auf den Mann von nebenan zutreffen. Nils Trojan würde nicht – wie viele andere Kommissare aus Thrillern – aus der Masse ausbrechen, sondern in und mit ihr untergehen. Dieser Aspekt macht Trojan zu einem absoluten Sympathieträger.

    Der Federmann ist für mich ein interessanter Grundgedanke, leider hat sich sein Verhalten für mich nicht komplett „erklärt“. Das schließt auch an meinem einzigen (aber recht großen) Kritikpunkt an. Für mich könnte das Buch deutlich mehr Tiefgang haben. Die Charaktere sind mir zu oberflächlich gezeichnet (auch mit dem Wissen, dass es der erste Teil einer Reihe ist). Man hätte an vielen Stellen deutlich detaillierter Schreiben können, so sind die Tage leider deutlich zu schnell vergangen.

    Dennoch ist Der Federmann für mich ein super Start und ich freue mich schon auf weitere Teile mit Nils Trojan.

  4. Cover des Buches Der Insasse (ISBN: 9783426519448)
    Sebastian Fitzek

    Der Insasse

     (1.324)
    Aktuelle Rezension von: isas_bookworld

    Erst einmal ist Fitzeks Schreibstil sehr flüssig und beschreibt die Dinge genau auf die Weise, die einen davon abhält auch nur die kleinste Lesepause einzulegen. Man fliegt praktisch nur so durch die Geschichte ,,, und traut sich danach nicht mehr aus dem eigenen Bett :). 


    Ich fand die Hauptfigur, Till Berghoff, von Anfang an super sympathisch. Er wurde schon auf den ersten paar Seiten zu meinem persönlichen Helden. Er hat meiner Meinung nach sehr vorbildlich, wenn auch etwas verrückt gehandelt. 

    Und wenn wir schon bei verrückt sind: Wer lässt sich bitte in die Psychatrie einweisen, um mit dem Mörder des eigenen Sohnes zu sprechen?


    Tja, Till Berghoff macht das, inkognito als Patrick Winter. Das Till allerdings selbst keine Ahnung hat, wer dieser Patrick eigentlich ist, macht die Zeit in der Psychatrie für ihn natürlich nicht gerade leicht, für den Leser dafür umso spannender und lustiger. Das kann aber vielleicht auch nur an mir liegen, vielleich bin ich einfach nur seltsam und finde das als einzige witzig :) . Sehr wahrscheinlich eigentlich!


    Auch alle anderen Personen, denen man im Laufe des Buches begegnet, sind mehr oder weniger sehr speziell, was ungaulich viel Spaß macht. Man ist sich einfach nie sicher, wer gerade wirklich verrückt ist oder doch nur so tu. Oder andersrum?


    Zudem finde ich das Setting in der Psychatrie generell sehr spannend, da mich das Thema im allgemeinen sehr interessieren. Dass es viele der erwähnten Kliniken in Berlin tatsächlich gibt, macht die Geschichte nur umso gruseliger. Wer weiß, vielleicht ist das ganze ja gar nicht so erfunden wie man denkt?


    Auch das Ende konnte mich komplett von sich überzeugen, da ich mit der Auflösung überhaupt nicht gerechnet habe und trotzdem alles so viel Sinn macht.


    Können wir abschließend einmal bitte noch über diese geniale Danksagung sprechen? Ein ganz eigener Thriller, um sich bei allen zu bedanken, die zu diesem Buch einen Beitrag geleistet haben. Wenn das mal nicht kreativ und speziell ist, weiß ich auch nicht weiter!


    Alles in allem hat dieses Buch deshalb die 5 Sterne absolut verdient und sollte von jedem, der Thriller liebt oder lieben lernen will, gelesen werden! 


  5. Cover des Buches Die Chirurgin (ISBN: 9783442360673)
    Tess Gerritsen

    Die Chirurgin

     (1.955)
    Aktuelle Rezension von: JennyWa

     Klappentext:
    In Boston dringt ein Unbekannter nachts in die Wohnungen von allein stehenden Frauen ein, unterzieht sie einem gynäkologischen Eingriff und tötet sie. Die einzige Spur führt Detective Thomas Moore und Inspector Jane Rizzoli zu der jungen Chirurgin Catherine Cordell, die drei Jahre zuvor nach ähnlichem Muster überfallen wurde, den Täter aber in Notwehr erschoss. Und bald wird klar, dass Catherine erneut zur Zielscheibe eines psychopathischen Mörders geworden ist.

    Charaktere:
    Jane Rizzoli: Rizzoli ist dreiunddreißig Jahre alt, eine kleine Frau mit scharf geschnittenen Zügen. Sie ist eine taffe Polizistin und versucht sich in der Männerwelt durchzusetzen. Möchte den gefürchteten Killer "den Chirurgen" schnappen, um allen zu beweisen, dass auch Frauen dazu fähig sind.

    Catherine Cordell: Eine angesehene Unfall-Chirurgin. Hat sich eine steile Karriere erarbeitet. Trotz eines Traumas in ihrer Vergangenheit, lässt sie niemanden hinter ihre Fassade blicken. Durch die neu verübten Morde, wird jedoch ihr ganzes Leben wieder auf den Kopf gestellt.
    >> Ganz gleich, wie sehr du dich bemühst, in deinem Leben für Ordnung zu sorgen; ganz gleich, wie sehr du auf der Hut bist vor Fehlern und Unvollkommenheiten - immer lauert im Verborgenen irgendein Fleck, ein Makel, und wartet nur darauf, dir eine böse Überraschung zu bereiten. << S. 39


    Meinung:
    Tess Gerritsen macht einen süchtig. Ihr Schreibstil ist flüssig und sie erklärt dem Leser alles bis ins letzte Detail.

    Es gab in dieser Geschichte Anfangs ein Detail, dass mich störte. Ich hatte bereits die gesamte Rizzoli & Isles Serie gesehen und liebte sie. Nun, als ich das Buch begonnen hatte, war mir die Jane Rizzoli aus dem Buch äußerst unsympathisch, da sie keine Ähnlichkeit hatte, mit dem Charakter aus der Serie. Für mich, hab ich dann beschlossen, das Buch als eigenständig zu betrachten und es nicht mit der Serie zu vergleichen.

    Das Team der Mordkommission bestand aus fünf Männern und Rizzoli als einzige Frau. Da verdrehte ich natürlich als weibliche Leserin erst mal die Augen. Es war eine Männerwelt, in der sich Jane erst einmal ihren Platz erkämpfen musste. Zwar sahen Moore und Frost mehr in ihr, als nur das schwache Glied der Kette, jedoch setzten sie sich nicht so stark für sie ein, wie wahrscheinlich für einen männlichen Kollegen. Da konnte ich den Charakter von Jane Rizzoli schon etwas besser verstehen.

    Der Inhalt der Geschichte packte mich vom ersten Kapitel an. Die Spannung lies nie ab. Immer versuchte ich mit zu rätseln, wer jetzt der Serienmörder sein könnte.
    >> Die intimste Erfahrung, die zwei Menschen miteinander teilen können, ist weder Liebe noch Lust, sondern Schmerz. << S. 189

    Die gedanklichen Ausschnitte des "Chirurgen" faszinierten mich und schreckten mich gleichzeitig ab. Sich o tief in die Überlegungen eines Serienmörders zu wagen, bescherte mir ab und an eine Gänsehaut!
    >> Die Azteken verwendeten Knochenbohrer und Agavennadeln, um ihre eigene Haut zu durchstechen, bis das Blut floss. Sie bohrten sich Löcher in die Lippe, in die Zunge oder in die Brust, und das Blut, das daraus hervortrat, war ihre persönlich Opfergabe an die Götter. Heute würde man solche Selbstverstümmelunge als krankhaft und grotesk bezeichnen, als Anzeichen von Geisteskrankheit. << S. 272

    Bewertung:
    Schreibstil: *****
    Handlung: *****
    Spannung: *****
    Atmosphäre: ****

  6. Cover des Buches Final Cut (ISBN: 9783404166879)
    Veit Etzold

    Final Cut

     (578)
    Aktuelle Rezension von: Jenni078

    Ein absolut blutiger und spannender Thriller!
    Das Buch lag leider schon eine ganze Weile auf meinem SUB und ich bereue es sehr, dass ich es nicht eher gelesen habe.
    Von Anfang bis zum Ende ist es so spannend und fesselnd geschrieben, dass man es gar nicht aus der Hand legen kann.

  7. Cover des Buches Cupido (ISBN: 9783942656177)
    Jilliane Hoffman

    Cupido

     (2.759)
    Aktuelle Rezension von: Alexandra_Wagner

    Das Buch wird ja immer wieder gehyped und empfohlen, ich hatte also sehr hohe Erwartungen, die in Richtung Psychothriller gingen. Das Buch behandelt aber vor allem einen Strafprozess, was ich nicht so spannend fand. Die Autorin hat aber jedenfalls einen angenehmen Schreibstil.

  8. Cover des Buches The Fourth Monkey - Geboren, um zu töten (ISBN: 9783764506247)
    J.D. Barker

    The Fourth Monkey - Geboren, um zu töten

     (216)
    Aktuelle Rezension von: Blintschik

    Das Buch ist leicht zu lesen und wenn man erstmal drin ist, kann man nicht mehr aufhören. Für meinen Geschmack war es manchmal ein bisschen zu brutal und blutig,  aber dennoch konnte es mich in seinen Bann ziehen. Die Spannung wird von Seite zu Seite immer weiter aufgebaut und der Fall ist so durchdacht, dass es einfach riesig Spaß macht mitzurätseln. Außerdem kommen Wendungen vor,  die ich echt nicht kommen gesehen habe, was das Buch noch besser macht. Und auch die Personen fand ich gut beschrieben. Sie wirken lebendig und ich mag die Dynamik des Ermittlerteams. Sogar der Mörder hat eine ausgefeilte Persönlichkeit, die auf jeden Fall noch viel für die nächsten Teile verspricht. Daher kann ich die Reihe nur weiterempfehlen. Wirklich einer der besten Thrillerreihen, die ich kenne. Sehr zu empfehlen.

  9. Cover des Buches Todsünde (ISBN: 9783442364596)
    Tess Gerritsen

    Todsünde

     (983)
    Aktuelle Rezension von: colour_hunter_books

    𝙸𝚗𝚑𝚊𝚕𝚝:
    In einem kleinen Kloster finden Nonnen zwei ihrer Genossinnen brutal erschlagen auf. Eine von den Toden, ist die junge Novizin , Camille Maginnes. Anhand der Autopsie stellt Isles fest : die junge Frau muss vor ihrem Tod ein Kind auf die Welt gebracht haben. Doch von diesem fehlt jegliche Spur. Parallel zu diesem Fall findet die Polizei eine weitere Frauenleiche - auf das schlimmste entstellt. Beide Fälle scheinen zusammenzuhängen.

    𝙼𝚎𝚒𝚗𝚞𝚗𝚐:
    Hier wird es jetzt persönlich. In dieser Geschichte erfahren wir viel über unsere beiden Frauen der Gerechtigkeit. Sie gewähren uns einen Einblick in ihr Privat- sowie Gefühlsleben. Der persönliche Teil zieht sich durch die gesamte Geschichte,bleibt mal am Rand und verschmilzt im nächsten Moment wieder mit der Story.
    Die Haupthandlung an sich hat mir gut gefallen. Die Kirche, die für Schutz und Liebe steht wird zu einem Tatort. Und natürlich stehen ihre Vertreter auch hier wieder mal im Schussfeld der Kritik. Doch erfüllen diese Menschen die Voraussetzung, derart brutale und abstoßende Taten zu begehen ?

  10. Cover des Buches Kalter Grund (ISBN: 9783404171705)
    Eva Almstädt

    Kalter Grund

     (205)
    Aktuelle Rezension von: FranziDieBuechertante

    Pia hat grade einen neuen Job angefangen. Sie hat es als Neue schwer und wird nicht ernst genommen. Ihr werden immer nur kleine Hilfsarbeiten zugeteilt, was unter ihrem Niveau liegt, aber es herrscht Personalmangel und irgendjemand muss es ja tun. Und dann kommt ihr großer Tag. Sie ermittelt zusammen mit einem Kollegen an einem Fall, in dem drei Leichen auf einen Hof gefunden wurden. Jetzt muss sie vor Ort in dem Dorf, in dem das Unglück passierte, ermitteln, aber hat selbst auch noch eigene Dinge, um die sich kümmern muss.


    Pia beweist während ihren Ermittlungen ihr Können. Sie wird von allen Kollegen eher als schlechte Kommissaren angesehen (eine Frau kann doch nichts), aber ich fand schon, dass sie was kann. Besonders spannend findet ich die Beziehung zwischen Pia und ihrem Kollegen, als auch ihre derzeitige Fernbeziehung.


    Was mir bezogen auf den Fall gefallen hat, war dass es viele mögliche Verdächtige gab, ich also fleißig mitgeraten habe, es am Ende aber doch sehr überraschend war. Außerdem finde ich die Titelwahl des Romans sehr geschickt gewählt, der sich auf viele Weisen im Roman wiederfindet. 

     

    Fazit:

    Mit knapp 250 Seiten war es ein schnelles Lesevergnügen. Der Fall an sich war jetzt nicht herausragend oder besonders spannend. Viel mehr hat es mir Pia und ihre Geschichte angetan, weswegen ich die Reihe auch unbedingt weiterlesen möchte. Und so einen geschickt gewählten Titel bzw. den Titel so geschickt in die Geschichte einzubinden, habe ich selten erlebt.

  11. Cover des Buches Verstummt (ISBN: 9783442372218)
    Karin Slaughter

    Verstummt

     (696)
    Aktuelle Rezension von: buchfeemelanie

    Ich habe schon ein paar Bücher der Autorin  gelesen und bin überrascht: Das ist mit Abstand das schlechteste Buch, dass ich von ihr gelesen habe!


    Will Trent scheint ein außergewöhnlicher Ermittler zu sein - jedoch ist sein Charakter viel zu schwach aufgebaut. Irgendwie wirkte er als dargestellte "Figur" und nicht wie ein richtiger Ermittler. Auch der ganze Kram um Angie war dann doch zu viel.

    Die Morde waren sicherlich grausam. Allerdings hat dann doch eine durchgehende Spannung gefehlt.

    Auch der Schreibstil konnte mich nicht so ganz begeistern. Es kam zu keinem guten, anhaltenden Lesefluss für mich.  Mich haben die orbzöne Begriffe gestört und es war zu wenig Arbeit am Fall. Es hat mich dann einfach nicht mehr gepackt und irgendwann habe ich das Buch abgebrochen. Schade!

  12. Cover des Buches Grabesgrün (ISBN: B00BYUHBIE)
    Tana French

    Grabesgrün

     (606)
    Aktuelle Rezension von: happyoldendays

    Im fiktiven Dubliner Vorort Knocknaree ereignete sich im Sommer 1984 eine schreckliche Tat: Drei Kinder, die im Wald spielen waren, werden vermisst. Eines der Kinder findet die Polizei völlig verängstigt im Wald, mit blutigen Schuhen und ohne jede Erinnerung daran, was sich zugetragen hat.

    Zwanzig Jahre später ist dieses Kind Ermittler bei der Dubliner Mordkommission. Seinen Namen hat er zu Rob Ryan geändert, denn seine Kindheit hält er geheim. Nur seine engste Kollegin und beste Freundin Cassie Maddox weiß Bescheid. Doch dann werden die beiden zur Leiche eines kleinen Mädchens in Knocknaree gerufen und Detective Ryan wird nicht nur mit der eigenen Vergangenheit konfrontiert, sondern auch mit der Frage, ob die beiden Fälle zusammenhängen.

    Dieser Debütroman von Tana French besticht durch seine atmosphärische Erzählweise und einem gut gesponnen Plot. Mit einem scharfen Auge und wunderbar präziser Sprache lässt die Autorin die Schauplätze und die Figuren des Romans vor dem Auge des Lesers lebendig werden. Die Charaktere sind vielschichtig und differenziert, ihre Handlungen und Motive nachvollziehbar. Besonders interessant fand ich die beiden Hauptfiguren Rob Ryan und Cassie Maddox, weil sie keine 0815-Standardermittler sind. Beide quälen sich mit Geheimnissen aus ihrer Vergangenheit und suchen Zuflucht in einer innigen Freundschaft. Doch der neue Fall stellt nicht nur ihre kriminalistischen Fähigkeiten auf die Probe, sondern auch ihre Beziehung. Der Fall selbst ist komplex, die Autorin präsentiert einige mögliche Tathergänge, die durch intensive Ermittlungen und Verhöre durchgespielt werden, aber zunächst keine Lösung offenbaren. Dadurch zieht sich die Aufklärung des Mordes ziemlich in die Länge, die Spannung baut sich eher gemächlich auf. Dennoch empfand ich die Geschichte als fesselnd, weil ich als Leser mehr über die Figuren und vor allem über das Verschwinden der Kinder vor zwanzig Jahren erfahren wollte. Die Enthüllung des Täters ergibt sich dann logisch aus den gestreuten Indizien und war für mich überzeugend.  

     

    FAZIT: „Grabesgrün“ ist ein wunderbar geschriebener Kriminalroman, der sich besonders durch seine vielschichtigen Figuren auszeichnet. Leser die den Nervenkitzel suchen könnten enttäuscht sein, da die Ermittlungen nur langsam voranschreiten. Aber all denjenigen die gerne einmal einen andersartigen Spannungsroman mit komplexen Charakteren (mit dunkler Vergangenheit) lesen möchten, kann ich dieses Buch wärmstens empfehlen.

     

  13. Cover des Buches Blinde Rache (ISBN: 9783404178711)
    Leo Born

    Blinde Rache

     (153)
    Aktuelle Rezension von: nightchanges1308

    Tattoos, schwarze Kleidung, raue Schale: Mara Billinsky eckt an. Auch bei ihren neuen Kollegen in der Frankfurter Mordkommission, von denen sie nur "die Krähe" genannt wird. Niemand traut Mara den Job wirklich zu, schon gar nicht ihr Chef, der sie lieber auf Wohnungseinbrüche ansetzt. Aber dann erschüttert eine brutale Mordserie die Mainmetropole. Mara sieht ihre Chance gekommen. Sie will beweisen, was in ihr steckt. Auf eigene Faust beginnt sie zu ermitteln - und kommt dem Täter dabei tödlich nah.

    . 📚

    "Blinde Rache" ist der erste Teil einer Reihe um Mara Billinsky. Sie ist eine sehr eigenwillige Ermittlerin, über die ich schon viel gehört habe. Deshalb musste ich dieses Buch unbedingt lesen. 

    Dem Autor, Leo Born, ist es hier gelungen einen Charakter zu erschaffen der absolut keinem Klischee entspricht und auf seine Art absolut sympathisch wirkt. Man kann nie wissen und erahnen was sie als nächstes tut. Ich bin wirklich absolut begeistert von diesem Charakter. 

    Auch bei den anderen Charakteren hat Leo Born gute Arbeit geleistet. Sie waren sehr gut auserzählt und toll plaziert. 

    Der Schreibstil des Autors ist sehr spannend gehalten, so, daß man immer das Gefühl hat weiter  lesen zu müssen. Immer wieder hatte ich eine Idee zur Auflösung, die aber immer wieder zerschlagen und mich am Ende überrascht hat. 

    . 📚

    Fazit: Was für ein unglaublich spannender Thriller im Setting von Frankfurt ⭐⭐⭐⭐⭐ und eine Leseempfehlung. 

  14. Cover des Buches Moorfeuer (ISBN: 9783734102127)
    Nicole Neubauer

    Moorfeuer

     (92)
    Aktuelle Rezension von: miissbuch

    INFOS ZUM BUCH

    Titel: Moorfeuer
    Autor: Nicole Neubauer
    Seiten: 416
    Verlag: Blanvalet
    Handlungsort: München, Erding (Bayern) [Deutschland]
    ISBN: 978-3-7341-0212-7 € 9,99 [D] Taschenbuch
    Erstveröffentlichung: 18. Januar 2016


    Infos zum Autor

    „Nicole Neubauer ist 1972 in Ingolstadt geboren und studierte englische Literaturwissenschaft und Jura in München und London. Nach zehn Jahren in einer Wirtschaftskanzlei arbeitet sie freiberuflich als Autorin, Rechtsanwältin und Lektorin. Sie ist Mitglied der »Mörderischen Schwestern e.V.« und der »Autorinnenvereinigung e.V.«. Nach »Kellerkind« ist »Moorfeuer« der zweite Roman um Hauptkommissar Waechter und sein Team.Nicole Neubauer lebt mit ihrer Familie in München im Herzen Schwabings.“ (Quelle)

    Rezension

    Es ist doch schon etwas länger her, dass ich den 1. Teil dieser Reihe gelesen habe. Sonst stört mich das immer sehr selten. Hier ist es mir aber manchmal etwas schwer gefallen, aber dazu später mehr. Generell würde ich es aber auch empfehlen diese Reihe auf jeden Fall chronologisch zu lesen. 

    Eva Nells Leiche wird auf einem Scheiterhaufen gefunden. Keiner kann sich vorstellen, wer die alte Dame umgebracht haben soll. Alle Spuren führen zu dem Bauernhof auf dem ihre Tochter mit deren Familie lebt. Sophie die Enkelin von Eva Nell sieht den Geist eines kleinen Mädchens. Die Kommissare Michael Waechter und Hannes Brandes sind so in die Vermittlungen vertieft, dass diese Auswirkungen auf ihr Privatleben haben. Doch wirklich voran schreiten die Ermittlungen nicht.

    Die Farben des Covers finde ich zum Titel Moorfeuer sehr passend. Auch der Titel im Allgemeinen passt sehr gut zum Inhalt des Buches. Das Cover selbst finde ich nicht unbedingt passend, hier hätte ich mir auch gut das Foto eines Scheiterhaufens oder eines Feuers vorstellen können. Allerdings finde ich auch, dass das Cover trotzdem sehr ansprechend und düster genug für einen Krimi ist.

    Der Einstieg ins Buch war wirklich gruselig. So gruselig, sodass ich erst überlegt hatte das Buch erstmal wieder zur Seite zu legen und abzubrechen. Dann dachte ich aber „Das ist nur ein Krimi, so schlimm kann’s gar nicht sein“ – wars auch nicht. Dieses Buch war wirklich nett, viel mehr aber auch nicht. Den Einstieg fand ich tatsächlich generell am spannendsten, danach flachte die Spannung recht stark ab. Dies kann aber auch vor allem damit zusammen hängen, dass mir die Unterschiedlichkeit der Ermittler nicht immer klar war. Ich habe die beiden Charaktere oft verwechselt und somit auch ihr Privatleben, welches in diesem Buch bei beiden eine große Rolle gespielt hat. Auch die anderen Charaktere waren von mir und meiner Identifikation mit ihnen recht weit entfernt. Dies lag vor allem daran, dass die Namen gar nicht von allen bekannt waren. Die richtigen Namen von „Der Chefin“ und „Der Hüter des Schweigens“ wurden in diesem Buch gar nicht erwähnt, somit wären hier die Informationen aus dem vorherigen Buch wichtig gewesen – dafür war es für mich einfach zu lange her. 

    Die Story war gut, aber nicht herausragend. Die Handlung und vor allem die Ermittlungen der Polizei plätscherten so vor sich hin. Die eigenen Ermittlungen von Hannes Brandl und die Handlungen im Privatleben der Ermittler waren definitiv das spannendste am gesamten Buch. Schade fand ich, dass das Ende dann doch recht abrupt kam und die Aufklärung dann erst später erklärt wurde. 

    Ich fand das Buch zwischenzeitlich wirklich unspektakulär, aber es war ein gutes Buch, welches sich recht flüssig lesen ließ. Von mir gibt es 4 Blutstropfen und ich freue mich schon sehr auf die weiteren Teile.

  15. Cover des Buches Totengleich (ISBN: 9783596175437)
    Tana French

    Totengleich

     (407)
    Aktuelle Rezension von: Jossele

    Dies ist der zweite Band der Autorin über die Dublin Murder Squad. Er ist im Original 2008 unter dem Titel „The Likeness“ erschienen. Interessant finde ich den Wechsel der Perspektive zwischen den einzelnen Bänden. Der Vorgängerband Grabesgrün wird aus der Sicht von Rob Ryan erzählt, der mit der jetzigen Ich-Erzählerin Cassie Maddox ein Team bildete, bis sie nach einem One-Night-Stand nicht mehr miteinander klarkommen und getrennte Wege gehen. Cassie ließ sich von der Mordkommission ins Dezernat für häusliche Gewalt versetzen. Sie ist nun mit ihrem Kollegen Sam O’Neill, der im Vorgängerband Teil des Teams wurde, zusammen. Eine Leiche, die Cassie zum Verwechseln ähnlich sieht, führt dazu, dass sie Teil des Teams wird, das diesen Mordfall klären soll.

    Wie bereits im ersten Band nimmt sich die Autorin sehr viel Zeit, ihre handelnden Personen zu entwickeln und zu beschreiben.  Vor allem von der Ich-Erzählerin Cassie erfährt der Leser praktisch in jedem Moment, wie sie sich fühlt. Das führt dazu, dass Spannung entsteht, auch wenn die Handlung gerade nur wenig voranschreitet.

     Die Ereignisse des Vorgängerbandes werden immer wieder thematisiert, vor allem im Hinblick auf ihre Auswirkungen auf die Beteiligten. Es ist daher von Vorteil, den ersten Band zu kennen ohne eine Voraussetzung zu sein.

    Ziemlich oft – für meinen Geschmack zu oft – zeichnet die Autorin ein schauriges, unheimliches Bild von Umgebung und Wetter, bemüht dem Leser einen Schauer über den Rücken zu jagen und ihn sich gruseln zu lassen. Das Buch zeichnet sich durch viele und fesselnde Dialoge aus.

    Manches blieb mir ein Rätsel, z.B. warum Cassie ihren Chef immer wieder während ihres Einsatzes hintergeht. Der Sinn der Aktion erschließt sich mir nicht.


    Man darf gespannt sein, wer im nächsten Band als Erzähler auftreten wird. Vielleicht gibt es ja eine Reihe, in der es immer um die Dublin Murder Squad geht, jedoch immer mit einem anderen Erzähler bei ansonsten gleichbleibendem Personal. Das wäre originell – zumindest ich kenne keine solche Reihe.


    Die Länge des Romans hat mich nicht –wie andere – gestört, ich fühlte mich eigentlich immer gut unterhalten. Das hätte aus meiner Sicht daher ein richtiger Klassiker werden können, wenn da nicht diese vermaledeite Idee mit der Doppelgängerin gewesen wäre. Das war mir zu abstrus und hat mich die Lektüre ständig mit dem Gedanken begleiten lassen, dass dieser hirnrissige Teil des Romans womöglich nicht vernünftig aufgelöst werden wird. Und so war es dann auch – leider.

     Daher für mich drei Sterne wert.

  16. Cover des Buches Geheimer Ort (ISBN: 9783596196142)
    Tana French

    Geheimer Ort

     (267)
    Aktuelle Rezension von: Simone_081

    An diesem Buch scheiden sich die Geister: Geht man von den Rezensionen aus, gibt es viele, die es für ein absolutes Meisterwerk halten und andere - wie ich - haben schließlich in der Hälfte aufgegeben.

    Zunächst einmal muss ich erwähnen, dass ich zwar alle vorangegangenen Romane von Tana French gelesen habe, aber den Hype und den Kult um ihre Bücher nicht ganz nachvollziehen kann. Ich halte sie keinesfalls für so "brillant" wie ihre Fans das tun. Für mich unterscheiden sich ihre Bücher vielleicht nur durch den Umfang von anderen, ansonsten kann sie Größen wie Mankell oder Larsson aber nicht das Wasser reichen. Vielleicht ist dies der Grund, warum ich von vornerein nüchterner an "Geheimer Ort" rangegangen bin.

    Für alle von Tana Frenches Büchern braucht man einen langen Atem, aber hierfür besonders, weil im Grunde nicht viel passiert und sich die Haupthandlung nur an einem einzigen Tag abspielt. Dennoch hat es French geschafft, 700 Seiten zu füllen. Dies gelang ihr, indem sie einzelne belanglose Ereignisse (z.B. den Diebstahl eines Schlüssels usw.) bis ins Unendliche auswälzt. Dies ermüdet den Leser ungemein.

    Ein weiteres Manko ist die fehlende Spannung. Jedes klassische Drama weist Höhe- und Wendepunkte auf. Das gibt es hier nicht. Die Handlung plätschert vor sich hin, Highlights oder gar Spannung sucht man vergeblich.

    Vor allem die Tatsache, dass die Geschichte in einer Schule spielt und eigentlich nur von den Belangen von jugendlichen Mädchen handelt, scheidet wohl die Geister. Als erwachsene Person kommt einem dies furchtbar trivial vor, zumal es French auch nicht gelungen ist, glaubhafte und eigenständige jugendliche Charaktere zu erschaffen. Ich bin Lehrer am Gymnasium und würde behaupten, dass ich sehr viele unterschiedliche Typen von Jugendlichen kenne. Kaum einer ist so hohl, oberflächlich und klischeehaft wie diese Mädchen. Man fühlt sich in eine amerikanische High-School-Serie versetzt, in der es - genauso wie in diesem Roman - ein Alphamädchen mit treuem Geschwader Freundinnen gibt. Auch die andere Mädchenclique des Romans unterscheidet sich nicht großartig davon. Hätte French glaubhaftere und interessante und vor allem "normalere" Jugendliche kreiiert, wäre der Roman vielleicht besser geworden.
    Auch die Jugendsprache wirkt aufgesetzt und unnatürlich und wird derart krass auch nur von wenigen Mädchen gesprochen, sicher nicht von allen, wie hier suggeriert.

    "Geheimer Ort" ist eigentlich ein Kammerspiel über eine Gruppe Jugendliche und deren Erlebnisse im Zusammenhang mit dem Tod eines Mitschülers.

  17. Cover des Buches Der fremde Gast (ISBN: 9783442379279)
    Charlotte Link

    Der fremde Gast

     (543)
    Aktuelle Rezension von: law-and-words

    Rebecca Brandt wird von einem Bekannten in ihrem Haus in Südfrankreich besucht. Dieser bringt zwei trampende Studenten mit. In Deutschland wird ein grausames Verbrechen begangen. Im Laufe der Geschichte werden die Zusammenhänge zwischen den Personen aufgedeckt.

    Der Kriminalroman ist, wie man es von Charlotte Link gewohnt ist sehr spannend und voller unerwarteter Wendungen. Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm zu lesen. Die Autorin versteht es Spannung aufzubauen und den Leser in ihren Bann zu ziehen. Für mich war die Geschichte in sich schlüssig und nachvollziehbar, wenn auch überhaupt nicht vorhersehbar.

    Leider war ich von der Darstellung der einzelnen Charaktere sehr enttäuscht. Fast alle Frauen wurden als schwach dargestellt und haben sich von ihren Männern abhängig gemacht. Jede der dargestellten Beziehungen wies die gleichen schrägen Machtverhältnisse aus. Eine Notwendigkeit alle Beziehungen auf diese Weise auszugestalten bestand meiner Meinung nach nicht. Aus diesem Grund gab es für mich einen faden Beigeschmack. 

    Der Kriminalroman ist angenehm zu lesen und wirklich fesselnd. Aus der feministischen Perspektive gibt es allerdings ein paar Kritikpunkte. Ob man während dem Lesen darüber hinwegsehen kann, oder das als nicht problematisch ansieht, ist eine persönliche Entscheidung.

  18. Cover des Buches Ostfriesengrab (ISBN: 9783596513024)
    Klaus-Peter Wolf

    Ostfriesengrab

     (216)
    Aktuelle Rezension von: KruemelGizmo

    Klappentext:

    Als Kommissarin Ann Kathrin Klaasen vor der weiblichen Leiche im Schlosspark Lütetsburg steht, erschrickt sie vor sich selbst. Denn sie erwischt sich bei dem Gedanken: Mein Gott, wie schön sie ist. Die Tote sieht aus wie ein Engel, der sich zwischen den Blüten der Rhododendrensträucher verfangen hat. Oder wie eine Eiskunstläuferin, die elfenhafte Sprünge vollzieht, um die Jury zu beeindrucken. Der Mörder hat sich viel Zeit gelassen, um die Leiche so zu präparieren und in dieser Stellung zu drapieren. Und er will Ann Kathrin damit etwas sagen …

     

    Ostfriesengrab ist der dritte Teil der Reihe um die Kommissarin Ann Kathrin Klaasen aus der Feder von Klaus-Peter Wolf.

     

    Meine Meinung:

    Ostfriesengrab war mein erstes Buch von dem Autor und auch wenn sich noch ein ungelesenes Buch in meinem Besitz befindet, weiß ich nicht ob ich es nach diesem Buch noch lesen möchte.

    Die Inszenierung der Opfer empfand ich noch sehr ungewöhnlich, aber das war auch leider das einzig herausragende für mich bei diesem Krimi.

    Ich weiß gar nicht was ich zu den einzelnen Protagonisten sagen soll. Jeder von ihnen hat eine eigne Baustelle, die neben wirklich unprofessionellem Verhalten im Job, bei denen Gesetze nur für andere gelten, das Buch sehr anstrengend macht und unglaubwürdig.

     

    Ann Kathrin Klaasen, der Hauptcharakter, hat sehr schwer an ihrem Trauma zu knabbern, dies drängt sich das ganze Buch immer wieder in den Vordergrund und lässt sie dadurch auch noch zu völlig unprofessionellem und gesetzeswidrigem Handeln verleiten. Ihr Kollege Weller fühlt sich ständig unzureichend, ob im Privatleben oder im Job und scheint ständig dauerunzufrieden. Auch er hat im Berufsleben seine Emotionen so überhaupt nicht im Griff, was bei mir nur noch ein genervtes und ungläubiges Kopfschütteln beim Lesen auslöste.

     

    Im Ganzen wirkt die Polizeiarbeit hier wirklich dilettantisch, ermittelt und verdächtigt wird nach Bauchgefühl, die Spurenlage scheint nicht wirklich wichtig zu sein. Gesetze gelten nur für die Bürger, Politzisten schreiben ihre eigenen und wenn, sind die Strafen für ihr Verhalten so unverhältnismäßig gering oder nicht vorhanden, das ich mich als Leser im Ganzen schon fast nicht mehr ernstgenommen fühlte.

     

    Mein Fazit:

    Interessante Morde, aber eine Polizeiarbeit und Charaktere, die ich nicht ernst nehmen konnte.

  19. Cover des Buches Der Kratzer (ISBN: 9783426522370)
    Oliver Ménard

    Der Kratzer

     (59)
    Aktuelle Rezension von: claudi-1963

    "Die Handschrift des unbekannten Mörders, die eingeritzten Buchstaben, die er in der Haut seiner Opfer hinterließ, hatten ihm viele Geschichten erzählt." (Buchauszug)
    Diverse Mordfälle hielten Tobias Dom und seine ehemalige Partnerin Karen Weiss in Atem. Alle weisen ein eindeutiges Muster auf, nämlich das Einritzen von Buchstaben. Selbst Kommissar Dom konnte dem Täter nur knapp entkommen. Doch schlussendlich führte sie das Ganze dann doch zum Täter und der Festnahme. Doch nun, 7 Jahre später, wird Doms Ex-Frau Jasmin fast sein nächstes Opfer. Mit viel Glück kann sie sich befreien, läuft jedoch anschließend vor ein Auto. An ihrem Oberschenkel eingeritzt der Name seiner Tochter. Dom ist schnell klar, der Kratzer ist zurück oder hat einen Nachahmer gefunden und dieser trachtet ihm, seinen Freunden und seiner Familie nach. Dom bittet die Journalistin Christine Lenève um Hilfe. Ihre Spur führt zur Psychiatrie, in der Dr. Lindfeld einsitzt, der mit Christine noch eine offene Rechnung hat. Eine Jagd beginnt, bei denen jeder in Lebensgefahr schwebt, der den Kratzer unterschätzt.

    Meine Meinung:
    Ein interessantes Cover und der Klappentext haben mich neugierig gemacht. Ich kannte leider bisher keines der Bücher aus dieser Reihe, was sicher ein Fehler war. Ich denke, zum besseren Verständnis wäre es sicher gut gewesen, die anderen Bücher der Reihe zu kennen. Der Autor klärt zwar einige Dinge auf, doch die Tiefe durch die anderen Bücher fehlte mir einfach. Der Schreibstil ist flüssig, sehr unterhaltsam und überaus spannend. Die recht kurzen Kapitel machen es mir leicht, am Buch dranzubleiben, besonders weil der Spannungsbogen kontinuierlich nach oben geht. Man braucht also schon wirklich gute Nerven, um an dem Buch dranzubleiben. Allerdings hatte ich mit der einen oder anderen Szene auch meine Schwierigkeiten. Besonders diese mit dem Brand im Bunker fand ich schon ein wenig unrealistisch dargestellt. Ich glaube kaum, dass man da so unbeschadet herauskommt. Gut gefallen haben mir dagegen die Charaktere. Der etwas eigenbrötlerische, aber durchaus kompetente Kommissar Dom hat mich schnell angesprochen. Besonders weil er seine Ecken und Kanten hat, die ihn einfach interessant machen. Ebenso wie Christine Lenève, die hier den größeren Part einnimmt. Was ja auch klar ist, weil es in erster Linie in dieser Reihe um sie geht. Sie total motiviert in ihrem Beruf als Journalistin und braucht recht lange, ehe sie zu jemandem Vertrauen fasst. Besonders in der Partnerschaft hat sie da so ihre Probleme. In Albert findet sie endlich mal den Traummann und auch ich muss sagen, dass ich ganz angetan bin von dem netten, sympathischen Mann. Karen Weiss hätte ich gerne als Kommissarin erlebt, doch leider hat sie aufgehört, deshalb muss ich unbedingt noch das Buch "Das Hospital" lesen, das noch auf meinem SUB liegt. Der Kratzer ist ein wirklich extremer Typ, für mich haben seine Wahnvorstellungen und seine Taten etwas von einem Psychopathen mit Tendenz, um Sadisten zu tun. Beim Ende war ich etwas überrascht, den schon recht früh wird der Täter gestellt und ich hatte eigentlich nichts mehr erwartet. Doch dann schenkt der Autor dem Leser noch einmal wirklich sehr spannende Aktionen und ich bin mir nicht sicher, ob dies wirklich das Ende dieser Reihe war. Ob diese Ereignisse allerdings nur als Seitenfüller dienten oder als Übergang zu einem weiteren Teil, bleibt abzuwarten. Von mir gibt es 4 von 5 Sterne, weil ich manches zu unrealistisch empfand.

  20. Cover des Buches Im Feuer der Nacht (ISBN: 9783802582264)
    Nalini Singh

    Im Feuer der Nacht

     (429)
    Aktuelle Rezension von: Chrissy87

    Clay kann es nicht glauben, als plötzlich seine totgeglaubte Kindheitsfreundin Tallin vor ihm steht. Doch sie ist nicht einfach nur so aufgetaucht, sondern braucht seine Hilfe.

    Ich mochte die Geschichte sehr. Die Hintergrundgeschichte war wie immer sehr spannend, aber besonders hat es mir die Geschichte von Clay und Tally angetan. Was die beiden alles erlebt haben, war schon hart und umso mehr habe ich mich beim Lesen gefreut, als die beiden sich langsam angenähert haben.

    Mit jedem weiteren Teil der Reihe werde ich ein immer größerer Fan. Ich bin mal gespannt was mich in den Folgebänden noch alles erwartet.

  21. Cover des Buches Der 1. Mord - Women's Murder Club - (ISBN: 9783442369195)
    James Patterson

    Der 1. Mord - Women's Murder Club -

     (325)
    Aktuelle Rezension von: Anett_Gl

    Nach Herzschmerz und Liebe kann es mal wieder ein bisschen härter zur Sache gehen, wobei man sagen muss, dass auch in diesem Thriller Herzschmerz und Liebe nicht zu kurz kommen.
    Der Anfang ist schon niederschmetternd und man fragt sich schon, wie soll das Enden? Und die Protagonistin darf doch nicht schon im ersten Teil sterben. Ich mag ja Bücher, wo die Kapitle kurz gehalten sind, was zwar am Anfang erschreckend ist, wenn man sieht, dass das Buch 200 Kapitel hat, aber sie waren wirklich sehr kurz teilweise. So kann man immer einen guten Cut finden, wenn man das Buch mal aus der Hand legen muss.
    Die Gesichte selber ist toll und wirklich gut geschrieben. Es gibt diese Hinweise, wo man sich absolut sicher ist, wer der Mörder ist, nur um auf der nächsten Seite wieder andere Hinweise zu bekommen um sich dann doch nicht mehr so sicher zu sein und am Ende ist eh alles anders, als gedacht. Ich mag die Tiefe von Jill. Wir bekommen wirklich einen guten Einblick in ihren Charakter. Man kann total mit ihr fühlen. Auch der Zusammenhalt zwischen den Mädels beim Womans Murder Club ist schön zu "sehen".
    Doch was wäre ein guter Thriller ohne Spannung. James Patterson hat es so gut geschrieben, dass man sich, wie in einer Folge Law & Oder fühlt. Man kann sich visuell alles sehr gut vorstellen. Und wie ich schon am Anfang schrieb, kommt auch der Herzschmerz nicht zu kurz. Da denkt man JIll bekommt endlich das, was sie verdient hat und dann wird ihr am Ende doch alles wieder genommen. Also Achtung Spoiler: Es gibt kein Happy-End =(
    Ich finde den ersten Band schon richtig klasse und werde mir die nächsten Bänder sicherlich auch mal durchlesen. Es gibt ja genug davon. Ich finde die Womans Muder Club Bücher sind gut, für Frauen, die sich zum ersten Mal an das Genre Thriller und Krimi ran wagen wollen. Denn es ist kein reiner Krimi oder Thriller, es ist auch ein bisschen Liebes- oder Frauenroman. Es ist auf jeden Fall eher etwas für Frauen.

  22. Cover des Buches Die Elemente des Todes (ISBN: 9783426523131)
    Axel Petermann

    Die Elemente des Todes

     (79)
    Aktuelle Rezension von: Kerstin_Lohde

    Auf dieses Buch war ich sehr gespannt denn da hat der ehemalige Ermittler Axel Petermann mitgewirkt und ich finde das verspricht Spannung.

    So habe ich mit dem Lesen begonnen und festgestellt das meine Ansprüche komplett erfüllt wurden.

    Denn ich hatte ein paar Bedenken dass es mehr ein Sachbuch als wie ein Roman geschrieben ist. Aber eben diese Bedenken konnte ich getrost vergessen, denn es ist spannend geschrieben.

    Es gibt in den einzelnen Kapiteln verschiedene Zeitsprünge bzw Rückblenden mit denen so nach und nach das Geschehen besser verstanden wird.


    Ich kann dieses Buch nur jedem Thriller Fan empfehlen bzw ans Herz legen.

  23. Cover des Buches Kolyma (ISBN: 9783442472352)
    Tom Rob Smith

    Kolyma

     (279)
    Aktuelle Rezension von: nord_zeilen

    Bereits ab der ersten Szene des Buches, baut der Autor Spannung auf. Diese Spannung wird immer wieder durch kleine Verfolgungsjagden oder anderen Zwischenereignissen gesteigert. Die Atmosphäre ist detailreich beschrieben, sodass mir das Buch an manchen Stellen sogar zu brutal war. Ab und zu musste ich es weglegen, um die Geschehnisse im Buch zu verarbeiten. Grundlegende Geschichtskenntnisse sind in diesem Fall sinnvoll, um den Geschichtsstrang zu verstehen.

    Der Hauptcharakter Leo Demidow ist mir zu Anfang sehr sympathisch, allerdings ändert sich das im Laufe des Buches. Leo setzt sein Leben auf`s Spiel, um seine Tochter zu retten, die ihn hasst und seine Liebe nicht erwidert. Dieses Verhalten erscheint mir naiv und ich kann seine Handlungen nicht immer nachvollziehen.

    Obwohl das Buch immer wieder in Zeitabschnitte gegliedert ist, gehen mir manche Geschehnisse zu schnell. Dabei geht es nicht um fehlendes Verständnis, sondern darum, dass die Ereignisse in der Realität nicht so schnell ablaufen können.

    Insgesamt kann das Buch den Leser durch die durchgehende Spannung sowie den lebhaften und detailreichen Schreibstil fesseln, weshalb ich das Buch mit vier Sternen bewerte.

  24. Cover des Buches Der Fall Collini - Filmausgabe (ISBN: 9783442718665)
    Ferdinand von Schirach

    Der Fall Collini - Filmausgabe

     (469)
    Aktuelle Rezension von: La_Stellina

    Caspar Leinen, ein junger Strafverteidiger, wird einen Monat nach Erhalt seiner Zulassung, dem wegen Mordes angeklagten, gebürtigen Italiener, Collini zugeordnet. Er soll in einem Berliner Luxushotel einen fünfundachtzigjährigen scheinbar grundlos auf grausamste Weise getötet und später selbst die Polizei verständigt haben. Vor Gericht schweigt der Angeklagte eisern und auch Leinen verrät er den Grund für den Mord nicht. Sowohl die Anklage als auch der Rechtsanwalt begeben sich auf die Suche nach dem Motiv. Lange Zeit findet weder die Staatsanwaltschaft noch Leinen eine Antwort auf die Frage nach dem Warum, doch schlussendlich findet der Rechtsanwalt Antworten und fördert erschreckende Tatsachen zu Tage, die den Angeklagten in einem anderen Licht erscheinen lassen.
    Schirach ist mit „Der Fall Collini“ wieder ein packender Roman gelungen. Ist man einmal in die Handlung eingetaucht, kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen und so kam es, dass das Buch in zwei Tagen gelesen war. Dies war, nach „Kaffee und Zigaretten“ mein zweites gelesenes Buch von Schirach, aber sicher nicht das letzte das ich von ihm gelesen habe. Schirach mausert sich zu einem meiner Lieblingsautoren.

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