Bücher mit dem Tag "mosel"
28 Bücher
- Daniel Wolf
Das Salz der Erde
(324)Aktuelle Rezension von: Isar-12"Das Salz der Erde" ist der erste Band der Fleury-Saga von Daniel Wolf. Ende des 12. Jahrhunderts kehrt der junge Michel de Fleury aus Mailand in seine Heimatstadt Varennes zurück. Einst schickte ihn sein Vater nach Mailand damit er das Geschäft der Kaufleute noch besser erlernt. Nun ist der Vater gestorben und Michel trifft gleich bei seiner Rückkehr auf den Ritter Guillory, ein hinterhältiger und gefürchteter Mann. Doch er lässt sich nicht entmutigen und macht innerhalb der Gilde seinen Weg bis zum Meister. Doch er hat etliche Feinde innerhalb und außerhalb der Gilde, sein ehemaliger bester Freund neidet ihm den Posten. Und es wird noch komplizierter, als Michel sich in dessen Schwester Isabelle verliebt. Ein schwerer Weg über viele Jahre mit etlichen Schicksalsschlägen, aber auch Glücksmomenten liegt vor Michel de Fleury, bis im Jahr 1206 endlich das Leben in Varennes leichter wird und die Stadt aufblühen kann. Daniel Wolf beschreibt den Werdegang des Michel de Fleury in diesem ersten Band über knapp 20 Jahre. Sein Aufstieg, sein tiefer Fall und letztendlich sein erneuter Erfolg. Trotz eines Buches mit 1152 Seiten eröffnet er dabei so gut wie keine Nebenschauplätze, sondern konzentriert die Geschichte auf die Fleurys und die Ereignisse, die das Schicksal der Stadt Varennes und ihrer Bewohner beeinflusst. Dabei kommen trotz der vielen Seiten ganz wenig Längen auf und man ist ständig in der Geschichte gefangen. Die Perspektivenwechsel tragen dazu bei, dass man die Geschehnisse auch immer aus einem anderen Blickwinkel wahrnimmt. Insgesamt hat es mir sehr gut gefallen jetzt auch endlich in die Welt der Fleurys einzutauchen und ich freue mich schon auf die weiteren bereits erschienen drei Bände plus Kurzgeschichte.
- Ben Aaronovitch
Der Oktobermann
(141)Aktuelle Rezension von: BuchtagebuchAls Fan der Flüsse von London-Reihe war ich sofort neugierig: Ein deutscher Peter Grant? In Trier? Mit Weinbergen und alten Bräuchen? Und ja, Ben Aaronovitch liefert genau das und Christine Blum macht mit der Übersetzung die deutsche Version rund und lebendig.
Tobi Winter, der deutsche Pendant zu Peter Grant, arbeitet beim BKA in der Abteilung für „komplexe und diffuse Angelegenheiten“ (sprich: Magie). Er ist clever, sympathisch, ein bisschen bodenständig, aber immer mit dem nötigen Augenzwinkern. Die Mischung aus Humor, kriminalistischer Spannung und übernatürlichen Vorkommnissen macht die Geschichte von der ersten Seite an packend. Ich wollte ständig weiterlesen, um herauszufinden, wie die alten Bräuche, die Weinberge und die Mosel in die Magie verstrickt sind.
Kleine Kritikpunkte: Manche historischen Exkurse ziehen sich ein wenig, und die Struktur der Magie unterscheidet sich von der britischen Version. Das kann beim ersten Vergleich leicht irritieren. Doch das sind wirklich nur marginale Details.
Alles in allem ist Der Oktobermann ein rundum gelungenes Buch: charmant, spannend und liebevoll gestaltet. Fans von Peter Grant werden Tobi Winter lieben, und alle anderen bekommen einen magischen Einstieg in deutsche Kriminal- und Zauberwelten. Ich freue mich schon jetzt auf weitere Fälle von Tobi Winter!
- Maria W. Peter
Die Festung am Rhein
(176)Aktuelle Rezension von: Buchfresserchen1Auf dem Ehrenbreitstein wird eine Festungsanlage gebaut. Der Ingenieuer ist entsetzt. Baupläne wurden angeblich an die Franzosen weiter geleitet. Ein junger Rekrut wird verdächtigt und inhaftiert. Seine Schwester Franziska will nicht glauben, das ihr Bruder Christian in diese Angelegenheit involviert ist und macht sich auf die Suche nach der Wahrheit.
Ich habe das Buch ausgewählt, da ich schon oft in der Festungsanlage war und mich der Bau, mit seiner Lage mit Blick auf das Deutsche Eck in Koblenz, schon immer faszinierte.
Dank des Schreibstils konnte ich vollkommen in die Geschichte eintauchen und wandelte in den mir bekannten Gegenden, jedoch zu einer Zeit 200 Jahre zuvor.
Das Rheintal, das linksrheinisch, immer mal wieder unterschiedlichen Herren zu dienen hatte, war zur Zeit der Geschichte in preussischer Hand.
Die Protagonistin ist halb Französin. Ihr Vater fiel bei der Schlacht um Waterloo. Sie selbst kam danach mit ihrem Bruder von Cöln zurück nach Coblenz, um beim Bruder ihrer Mutter zu leben, da die Witwe ihre Kinder alleine nicht hätte durchbringen können.
Leider nutzte der Onkel nur die Arbeitskraft der Kinder aus und unterstütze sie in keinster Form, so dass Franziska ihr Heim verließ und versuchte im Alleingang die Wahrheit ans Licht zu bringen.
Wie gut das sie in Theres und ihrem Mann gute Freunde hatte, die sie dabei unterstützen konnten.
Es ist spannend zu lesen, was Franziska alles unternimmt, um ihren Bruder aus dem Gefängnis zu befreien.
Auch eine Liebesgeschichte ist mit an Bord, die sehr leise und heimlich angeschlichen kommt.
Mein Lieblingscharakter neben Franziska ist Fritz, der Rekrut mit dem Berliner Akzent, der dem Lieutenant unterstützend unter die Arme greift und so manches Mal kein Blatt vor den Mund nimmt. Seine Berliner Schnauze gibt seinem Chef oft zu denken, hilft ihm aber in zwischenmenschlichen Belangen oft weiter.
Mich hat der Roman sehr gut unterhalten und ich werde sicherlich noch weitere Bücher der Autorin lesen, denn ich liebe historische Romane mit starken Frauenfiguren wie dieser.
- Ellen Sandberg
Der Verrat
(173)Aktuelle Rezension von: Nadine21Nane kommt nach vielen Jahren aus dem Gefängnis und versucht ein neues Leben aufzubauen. Dafür muss sie aber zuerst mit dem alten Leben abschließen und die Frage klären, ob sie überhaupt für die Tat, für die sie im Gefängnis saß, verantwortlich ist. Denn sie hat nur noch bruchstückhafte Erinnerungen.
Ihre Schwester Pia, die damals direkt betroffen war, möchte um jeden Fall den Kontakt zu Nane vermeiden. Nur weil sie Opfer war oder hat sie auch etwas zu verheimlichen?
Nach und nach deckt die Autorin die Familiengeschichte von Nane und Pia, sowie ihrer restlichen Familien auf. Dabei kommen immer mehr düstere Erinnerungen und dunklere Charaktere ins Spiel. Neid und Missgunst sind die ständigen Begleiter der Familien. Aber auch Verlustängste und Selbstzweifel sind immer wieder Thema.
Leider hat mich das Buch, auch aufgrund der für mich durchweg unsympathischen Personen, nicht wirklich erreicht. Es war spannend und es ist auch logisch aufgeklärt, was in der Vergangenheit passiert ist. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Anwalt das nicht früher hätte alles herausfinden können. Das Ende und das Schicksal von Nane fand ich nicht ganz glaubwürdig.
- Hanns-Josef Ortheil
Die Moselreise
(33)Aktuelle Rezension von: rose7474Nachdem mich die "Berlinreise" bereits so fasziniert hat musste ich auch unbedingt die "Moselreise" lesen, die der Autor ein Jahr früher mit seinem Vater unternahm.
Schon da merkt man die Begabung zum Schreiben des Autors. Auch dieser Reisebericht begeisterte mich sehr. Die Kapitel nach dem Reisebericht fand ich auch sehr interessant und ausschlussreich. Auf jeden Fall muss ich noch den autobiografischen Roman von Hanns-Josef Ortheil "Die Erfindung des Lebens" lesen.
Die "Moselreise ist sehr empfehlenswert und 5 Sterne von mir.
- Arno Strobel
Mörderfinder – Mit den Augen des Opfers
(231)Aktuelle Rezension von: Veronika_Becker1
Alles in allem wieder eine durchdachte, spannende und abwechslungsreiche Geschichte. Mir standen nur ab und an die vielen unterschiedlichen Personen im Weg . Auch hier war wieder nicht vorausahnen was geschehen wird. Somit war für ordentlich Herzklopfen und Kopf Kino gesorgt. - Barbara Erlenkamp
Das kleine Café an der Mühle
(64)Aktuelle Rezension von: priyatoxin83Ich fand die Geschichte ganz nett. Man musste nicht viel nachdenken, konnte sich einfach zurücklehnen und genießen beim Lesen. Eine kurzweile, einfach gestrickte, aber keinesfalls langweilige Geschichte. Die Protagonisten sind herzlich, man schließt sie ins Herz. Die Umgebung an der Mosel wird anschaulich beschrieben. Mit ein wenig Witz durch die Schrulligkeit der Dorfbewohner. Ich habe immer schmunzeln müssen. Ein Buch zum einfach nur entspannen, die Seele baumeln lassen und sich ein wenig berieseln lassen!
- Corina Bomann
Das Mohnblütenjahr
(158)Aktuelle Rezension von: MartinaPKlappentext:
Nicole hat ihren Vater niemals kennengelernt. Nie hat ihre Mutter von ihm oder ihrer Vergangenheit gesprochen. Jetzt ist Nicole selbst schwanger und freut sich auf ihr Kind, auch wenn sie es allein großziehen wird. Dann erfährt sie, dass das Kind vielleicht mit einer Erbkrankheit zur Welt kommen wird. Nicole ist am Boden zerstört. Als Erstes muss sie herausfinden, wer ihr Vater war, und endlich bricht ihre Mutter das Schweigen.
Das Buch bewegt sich auf zwei Erzählebenen: Einmal Nicola, die schwanger ist und erfährt, dass ihr Baby herzkrank ist. Und dann die Geschichte ihrer Mutter, die sich auch mit dem Hintergrund der deutsch-französischen Geschichte auseinandersetzt.
Gerade die historischen Bezüge in Büchern liebe ich persönlich ja immer sehr und wahrscheinlich habe ich das Buch deshalb so schnell gelesen, weil mich die Vergangenheit und die Erlebnisse von Nicolas Mutter einfach gefesselt haben. Leider war vorhersehbar, dass es bei dem Erzählstrang kein Happy End geben würde. Trotzdem hat mich die Geschichte von Nicolas Mutter tiefer berührt als die von Nicola selbst, weil der Hass und die Vorbehalte auch so viele Jahre nach Kriegsende für mich doch schockierend gewesen sind.
Die Geschichte um Nicola und David hat mich etwas zwiespältig hinterlassen. Natürlich kann ich nachvollziehen, dass es für jede werdende Mutter ein großer Schock sein muss zu erfahren, dass das eigene Kind krank auf die Welt kommen wird. Aber ich habe mich stellenweise auch über Nicola geärgert: die Schwangerschaft war "ihr" Projekt, sie wusste ja, dass David keine Kinder möchte. Ihm quasi eines anzuhängen löst weder Probleme noch weckt das Sympathien. Leider gibt es aber genug Frauen die so agieren und deshalb finde ich es gut, dass die Autorin das Thema aufgegriffen hat, auch wenn im echten Leben nicht unbedingt wie hier im Buch alle wieder glücklich sind.
Gut gefallen hat mir das wunderschöne Cover und ich habe auch während des Lesens immer wieder blühenden Mohnfelder vor mir gesehen (was dadurch erleichtert wurde, dass in meinem Garten gerade der Mohn blüht). Das Buch macht sich schon als Deko wunderbar :).
Insgesamt ein gelungener Roman auch wenn ich mit Nicola einfach nicht warm werden konnte.
- Carsten Neß
Hunsrück Blues
(5)Aktuelle Rezension von: ReinschriftMit dem dritten Krimi um Kommissar Buhle ist Carsten Neß ein schöner Ausflug in den Hunsrück gelungen, den man bildhaft vor sich sieht und dessen Menschen man sich gleich gut vorstellen kann. Selbst als erfahrene Krimileserin bin ich lange im Dunkeln getappt und bin immer wieder überrascht worden. Der Titel ließ etwas Tristeres, Melancholisches erwarten, aber die Umsetzung ist dennoch nicht schwermütig. Ein Werk, das Lust auf mehr von Carsten Neß macht. - Dagmar Leupold
Die Witwen
(15)Aktuelle Rezension von: 0815-2Dass drei Frauen ihrer Freundin von Berlin in die Provinz folgen, um sich nah zu sein, ist mir ein bisschen zu viel Kontruktion und zu wenig Realismus. Und dann tröpfelt die Handlung vor sich, ohne dass sich viel tut. Der Roman ist eher eine mühsame Angelegenheit...
- Linn Greve
Das Weingut zum Glück
(4)Aktuelle Rezension von: SuEdelmannhttps://www.susanne-edelmann.de/2024/08/das-weingut-zum-glueck/
Auf der Leipziger Buchmesse 2024 habe ich eine wundervolle Lesung im Frauenzimmertheater besucht: Zwei Autorinnen des Emons-Verlages lasen dort aus ihren Romanen und beide Bücher haben mir so gut gefallen, dass ich sie an Ort und Stelle kaufte und signieren ließ. Eines davon ist „Das Weingut zum Glück“ von Linn Greve. Die Autorin hat bisher eine in Hamburg angesiedelte Krimireihe veröffentlicht, ist aber selbst auf einem Weingut an der Mosel aufgewachsen und genau dort spielt nun ihr erster Liebesroman:
Die Kölnerin Katharina ist Ende 30, arbeitet in einer Werbeagentur und ist heimlich mit dem Mann ihrer Chefin liiert. Sie fällt aus allen Wolken, als sie erfährt, dass sie von ihrem Onkel ein Weingut an der Mosel geerbt hat. Katharina hat keine Ahnung, wie sie dazu kommt, besagter Onkel war ein Bruder ihrer verstorbenen Mutter, den sie vor 30 Jahren zuletzt gesehen hat, weil ihre Mutter keinen Kontakt mehr mit ihm hatte. Vage erinnert sie sich an einen großen Streit, kennt aber dessen Ursache nicht.
Als Katharina auf dem Weingut ankommt, begegnen ihr die dortigen Mitarbeiter zunächst sehr zurückhaltend. Kein Wunder: Katharina ist eine Stadtpflanze, sie hat keinerlei Ambitionen auf die körperlich anstrengende Arbeit in den steilen Weinhängen. Am liebsten würde sie das Gut sofort verkaufen, aber so einfach ist das leider nicht, dafür hat ihr Onkel mit seinem Testament gesorgt. Der Einzige, der von dem Erbe hellauf begeistert ist, ist Katharinas alter Nachbar Ernst Wientapper: Kürzlich verwitwet, fehlt ihm in Köln eine sinnvolle Aufgabe. Er begleitet Katharina zur Testamentseröffnung und anschließend auf das Weingut und blüht dort regelrecht auf.
Katharina hingegen braucht Bedenkzeit. Sie kehrt nach Köln zurück, erhält dort jedoch eine schockierende Nachricht. Tief verletzt verkriecht sich Katharina auf dem Weingut, um dort ihre Wunden zu lecken. Ganz allmählich verfällt sie dann doch dem Charme der Region und lernt die Bewohner besser kennen. Gerade als die Zukunft wieder etwas rosiger aussieht, geschieht allerdings etwas, was Katharinas komplette Welt zum Einsturz bringt …
Man könnte meinen, die Geschichte ist recht vorhersehbar, aber weit gefehlt: Die Handlung wartet mit einigen überraschenden Wendungen auf und hat deutlich mehr Tiefe, als der kitschige Buchtitel vermuten lassen würde. Es geht um existentielle Fragen wie Herkunft, Familie und Lebenslügen. Das alles ist eingebettet in die liebliche Mosellandschaft und das Ambiente eines Betriebes, der sich auf herausragenden Riesling spezialisiert hat, was sehr anschaulich und interessant geschildert wird. Der Sprachstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen: jung, frisch, ein bisschen frech, dabei sehr authentisch und einfühlsam.
Die perfekte Wohlfühllektüre für ein langes Wochenende auf der Couch oder Terrasse, vorzugsweise mit einem Glas trockenem Weißwein zu genießen 😉 - Carsten Neß
Tod im Moseltal
(7)Aktuelle Rezension von: Gartenfee-BerlinCarsten Neß liefert hier einen spannenden Krimi, bei dem er die einzelnen Charaktere sehr gut beschreibt und man auch in ihre Gedankengänge eintauchen kann. Aber grade so, dass es nicht langweilig oder langatmig wird.Die Handlung baut sich gut auf, man kann sich am Anfang gar nicht vorstellen, wie sich der vermeintliche Mörder aus der Geschichte wieder rauswinden kann.Über den Kommissar erfährt man am Anfang nur wenig, doch im Laufe des Buches ändert sich dies und ich bin gespannt auf die nächsten beiden Teile.
- Marie Pierre
Schwestern im Geiste
(72)Aktuelle Rezension von: AretiInhalt:
Zwischen politischen Spannungen und der Ausbildung ihrer Schülerinnen kämpft Pauline für ihr Glück
Diedenhofen, 1911. Zwischen Pauline Martin und dem preußischen Hauptmann Erich hat sich eine tiefe Freundschaft entwickelt. Auch wenn Pauline sich manchmal nach mehr sehnt, ist eine Liebesbeziehung für sie als Lehrerin undenkbar. Noch stärker als zuvor konzentriert sie sich auf ihre Schützlinge und stellt eine zusätzliche Lehrkraft ein. Rhona O’Meally soll ihren Schülerinnen nicht nur die englische Sprache, sondern auch die irische Kultur näherbringen. Rhona sorgt für frischen Wind, hat jedoch ein gefährliches Geheimnis. Als es im Pensionat zu Diebstählen kommt und in Diedenhofen vermehrt antipreußische Schmierereien auftauchen, gerät Pauline selbst unter Verdacht. Die politischen Spannungen verhärten sich – in der Moselstadt und in ganz Europa –, und Pauline muss für ihre Zukunft kämpfen.
Meine Meinung:
"Schwestern im Geiste. Das Pensionat an der Mosel" von Marie Pierre ist eine gelungene und spannende Fortsetzung einer historischen Trilogie.
Das Cover versetzt einen schon in die passende Stimmung für diese Geschichte, denn das Buch spielt im Jahr 1910 im Reichsland Elsaß-Lothringen.
Man steigt sofort in die Geschichte ein und befindet sich direkt mitten im Geschehen, ohne große Worte vorneweg. Das gefällt mir sehr gut, denn man fühlt sich direkt wieder mittendrin und abgeholt.
Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen. Die Sprache passt gut in die damalige Zeit. Immer mal wieder sind kleine Wendungen auf Französisch mit eingebaut oder Sätze im Diedenhofener Platt. Das meiste davon kann man schon direkt beim Lesen durch den Zusammenhang verstehen oder es wird direkt erklärt, aber es gibt am Ende des Buches noch ein fremdsprachliches Glossar, in dem all die Wendungen aufgelistet und genau erläutert sind.
Die Figuren bringen eine große Vielfalt mit. Zum einen sind da die Schülerinnen, die sehr unterschiedlich sind und auch aus verschiedenen Gegenden kommen, zum anderen ist dort Pauline mit dem übrigen Lehrpersonal und den Hausangestellten. Des Weiteren gibt es den Hauptmann Pliesnitz sowie weitere Soldaten und Figuren. Das sorgt dafür, dass das Buch sehr abwechslungsreich ist und hier die verschiedensten Charaktere aufeinanderprallen. Konflikte und unterschiedliche Ansichten und Meinungen sind da vorprogrammiert.
Ich habe sehr mit Pauline mitgefiebert und fand besonders ihre Geschichte sehr interessant.
Für viel Spannung sorgen auch Rhona O'Meallys Handlungen und Geheimnisse, welche die eine oder andere Person verbirgt. Man ist durchgehend an das Buch gefesselt und kann es kaum erwarten zu erfahren, wie es mit all den Figuren weitergeht.
Besonders Rhona fand ich als neue Figur sehr spannend.
Manche Entwicklungen habe ich vorausgeahnt, andere haben mich umso mehr überrascht. Das hat mir sehr gut gefallen.
Schön fand ich auch, dass die Handlung sich nicht die ganze Zeit nur im Pensionat abspielt, sondern dass hier viele verschiedene Schauplätze vorhanden sind, die einen guten Einblick in das Gebiet und die historischen Gegegebenheiten bieten.
Man merkt direkt beim Lesen, dass Marie Pierre sehr gut recherchiert hat. Dies wird auch deutlich, wenn man am Ende die Aufzählung der Personen liest, welche die Autorin wissenschaftlich beraten haben.
Am besten hat mir jedoch gefallen, wie manche Figuren sich weiterentwickeln und wie Pauline dafür sorgt, dass ihre Schülerinnen zu selbstbewussten und eigenständigen jungen Frauen heranwachsen.
Ich bin sehr gespannt auf den Abschluss der Trilogie und werde ihn sicher bald lesen.
Fazit:
Mir hat die Fortsetzung der historischen Trilogie von Marie Pierre sehr gut gefallen, da er historisch sehr gut recherchiert ist und mit vielen verschiedenen Figuren und tollen Schauplätzen dafür sorgt, dass die Spannung nie nachlässt. Man fühlt sich wohl zwischen all den Figuren und fiebert mit ihnen mit. Ich kann es kaum erwarten, den letzten Band der Reihe zu lesen.
- Alex Wagner
Mord an der Mosel: Kriminalroman (Penny Küfer ermittelt 10)
(16)Aktuelle Rezension von: MarasophieFür Penny scheint es mal wieder kein romantisches Wochenende zu geben, denn kaum losgefahren wartet schon der nächste Fall auf sie. Diesmal gibt es einen Mord bei einer sehr skurrilen Familie.
Ich fand die Idee mit der Familie, die fast alle leidenschaftlich Gegenstände aus der römischen Antike sehr interessant. Da jedes Familienmitglied dabei sehr unterschiedliche Ansätze dabei haben erzeugen eine sehr mysteriöse Familienkonstellation mit vielen Geheimnissen. Das Filomenia sich dort gefürchtet hat kann ich sehr nachvollziehen. Diese ganzen Statuen, die Fluchtreppe usw. hätten auch bei mir einen Schauer hinterlassen.
Insgesamt gefiel mir das Buch sehr gut. Der Schreibstil war sehr fließend und passt zu diesem Cozy Crime.
- Gabriele Keiser
Apollofalter
(9)Aktuelle Rezension von: ginnykatzeFranca Mazzari, Kriminalkommissarin aus Koblenz, genießt den Sonntag und walkt durch die Weinberge zwischen Rhein und Mosel. Sie genießt das Wetter und dann wird ihre Sporteinlage von einem komischen Gefühl und durch das plötzliche Auffliegen eines Vogels, je unterbrochen. Unter einem Dornenbusch neben ihr entdeckt sie die Leiche der 14jährigen Hannah aus Winningen. Dem jungen Mädchen wurde der Schädel zertrümmert und alles deutet auf einen Unfalltod hin.
Doch der Rechtsmediziner „Frankenstein“ kommt zu einem anderen Ergebnis, Hannah wurde ermordet ist sein Resümee.
Nun beginnt die Suche nach der Person, die hier getötet hat. Schnell rückt Andreas Killian ins Fadenkreuz der Ermittlungen, denn er hat viel Zeit mit dem Kind verbracht und ist nicht so unschuldig wie er tut.
Als dann eine andere Spur auftaucht, müssen Franca und ihre Kollegen noch mal von vorne anfangen, denn es gibt noch andere Verdächtige.
Fazit: In ihrem ersten Fall für Krimnalkommissarin Franca Mazzari „Apollofalter“ nimmt uns die Autorin Gabriele Keiser mit nach Koblenz und in die dortigen Weinberge. Das gelingt ihr gut, denn schnell bin ich bei ihr und mitten drin in einer Geschichte, die mich von Anfang an mitgenommen hat.
Der Schreibstil ist schnörkellos, bildhaft und flüssig lesbar. Die Spannung hält sich auf einem gleichbleibenden guten Niveau und führt dazu, dass ich das Buch in einem Rutsch auslese. Die Charaktere sind gut ausgesucht und prima in Szene gesetzt. Franca gefällt mir gut in ihrer Rolle als Polizistin und Mutter, die hin- und hergetrieben ist, ob sie alles richtig macht. Auch Bernhard Hinterhuber mag ich, denn er ist hier der Ruhepol wenn Franca mal wieder ungeduldig auf Antworten wartet. Es gibt die guten und die bösen Figuren und allen dürfen wir bei ihrem Tun über die Schulter schauen, ob wir wollen oder nicht.
Das Ende hatte ich so nicht erwartet, denn ich bin den falschen Fährten, die die Autorin gelegt hat, blindlings gefolgt. Alle offenen Fragen werden beantwortet und so kann ich zufrieden das Buch zuklappen.
Ich habe diesen Krimi aus dem Jahr 2006 wirklich gerne gelesen und er hat mir gut gefallen. Die Autorin war mir bisher nicht bekannt und ich werde jetzt ganz sicher weitere Bücher von ihr lesen.
Von mir kommt hier eine klare Leseempfehlung und ich vergebe hier 5 Sterne. Aber lest selbst, denn dies hier ist ganz allein meine Meinung.
- Bernhard Pollmann
KOMPASS Fahrradführer Moselradweg, Von Perl nach Koblenz
(1)Noch keine Rezension vorhanden - Jana Lukas
Landliebe
(29)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderEllie hat Geldprobleme und meldet sich deshalb bei der TV Sendung Landliebe an. Ebenso ergeht es dem Winzer Tom. Der hat ebenfalls Geldprobleme und wird von seinem Bruder bei der Sendung angemeldet. Beide bekommen eine Rolle auf den Leib geschneidert und ein Hobby und müssen sich an ein Drehbuch halten. Wenn sie das alles bis zum Ende durchmachen, dann winkt das Geld. Aber Ellie trägt eigentlich keine Dirndl und will im echten Leben auch kein Nagelstudio eröffnen. Tom baut in seiner Freizeit auch keine Modell Flugzeuge und sucht eigentlich keine Frau. Und dann kommt alles anders. Jana Lukas hat ein super lustiges Buch geschrieben, dass aber auch eine tolle Liebesgeschichte beinhaltet und auch nachdenklich daher kommt. TV Shows sind immer mit Drehbuch versehen und wer glaubt das Bauer sucht Frau, Modell Castings, Bachelor und Co echt sind, der kann einem echt nur leid tun. Lest mal dieses amüsante Buch und werdet gleich noch über die TV Welt aufgeklärt.
Als Hörbuch mit Diana Amft einfach ganz großartig umgesetzt und macht einfach Laune.
- Uwe Schöllkopf
Traumpfade – Jubiläumsausgabe 2026: 27 Premium-Rundwege am Rhein, an der Mosel und in der Eifel.
(2)Aktuelle Rezension von: BuchwerkstadtManchmal muss man gar nicht so weit in die Ferne schweifen, wenn das Schöne so nahe liegt... zumindest kann das dieser "Reiseführer für Wanderweg" mit gutem Gewissen behaupten (wenn er denn reden könnte).
Wie in der Inhaltsangabe des Herausgebers schon dargestellt, verfügt der Wanderführer über 26 wunderschöne Traumpfade im Gebiet am Rhein, an der Mosel und in der Eifel. Schön an diesem Buch ist, dass die Wanderwege meist auf mindestens vier Seiten ausführlich dargestellt werden - mit tollen, inspirierenden Illustrationen, dem Schwierigkeitsgrad, den Höhenunterschiede, Kilometerangabe, GPS-Daten und vieles mehr. Was will man daher mehr? Schon beim Durchblättern hat man den Wunsch, all diese Traumpfade wandern zu müssen und für jedes Alter ist hier sicherlich was dabei, z. B. der Vulkanpfad, der Rheingoldbogen, das Eltzer Burgpanorma (bin ich schon gelaufen, landschaftlich toll), der Pyrmonter Felsensteig (auch traumhaft) u.v.m.
Für alle, die Urlaub in der Eifel oder an der Mosel machen empfehlenswert, für all die, die diese tollen Wege fast vor der Haustür haben dennoch eine Bereicherung... man entdeckt schließlich auf seinen Wegen immer etwas Neues! ;)
P.S. Den Reiseführer habe ich mir übrigens nach einer Wanderung um den Laacher See in der Buchhandlung Maria Laach gekauft. Buchhandlung + Wandern = perfekt!
- Werner Schmitz
Wald der toten Jäger
(2)Aktuelle Rezension von: reni-Spannend bis zur letzten Seite ...mit sehr viel Humor geschrieben ...lautes grinsen ...hoffe auf mehr Hannes Schreiber.... - Tamina Kallert
Und dann kommt das Meer in Sicht
(36)Aktuelle Rezension von: LeseschneckeTamina Kallert ist Reisereporterin beim WDR. Si nimmt uns in diesem Buch mit auf einige Reisen und zeigt uns , wie eine Reisesendung entsteht. Sie lässt uns hinter die Kulissen blicken und man erfährt vieles aus dem backstage Bereich. Sie berichtet von schönen und traurigen Erlebnissen auf verschiedenen Reisen.
Dieses Buch spielt zur Zeit von Corona und kurz danach. Nicht nur von ihren Reiseabenteuern berichtet sie, sondern auch von ihrem privaten Leben und wie sie Familie und Beruf unter einem Hut bringt. Alles ist locker leicht und authentisch geschrieben. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen.
Allerdings werden die Reisen, die sie für den WDR macht immer nur kurz angerissen. Das fand ich sehr schade.
Dennoch war es interessant einen Einblick zu bekommen, wie so eine Fernsehsendung entsteht.
- Barbara Erlenkamp
Die kleine Pension im Weinberg
(21)Aktuelle Rezension von: Heide_RietenbachDas wunderschöne Cover ist mir als Allererstes ins Auge gefallen. Und so schön wie das Cover ist, so toll ist auch die Geschichte.
Katie aus England hat sich nach einem Kurzurlaub an der Mosel entschlossen, einen alten Gutshof inmitten von Weinbergen zu kaufen. Sie möchte daraus eine Pension machen, in der die Menschen sich einfach nur wohlfühlen.
Nach der Eröffnung treffen schon bald die ersten Gäste ein. Diese können nicht unterschiedlicher sein. Aber Katie ist immer mit dem Herzen dabei, und so fühlen sich alle bald wie in einer Familie. Der Weg dorthin ist nich immer einfach, aber am Ende wird alles gut.
Auch zu den Dorfbewohner pflegt Katie einen respektvollen und auch liebevollen Umgang. Man hilft und verlässt sich aufeinander. Bis auf einen Nachbarn, der ihr einige Steine in den Weg legt.
Wir erleben einige alltägliche Probleme der Protagonisten, die uns einfühlsam geschildert werden. Und auch Katie, die so herzlich ist, hat mit ihrer Vergangenheit zu kämpfen. Dabei dürfen wir die Pension und die Mosel näher kennenlernen.
Aber bitte lest selber. Eine wirklich tolle Geschichte, die uns für einige Zeit den Alltag vergessen lassen.
Eine warme Leseempfehlung möchte ich hier gerne aussprechen.
- Claudia Schmid
Mörderischer Jakobsweg
(5)Aktuelle Rezension von: sommerlese"Mörderischer Jakobsweg" ist ein krimineller Freizeitführer aus dem Gmeiner Verlag und erschien am 4.7.2018. Das Buch umfasst 11 Kurzkrimis und 125 Sehenswürdigkeiten und Tipps auf deutschen Pilgerwegen. Die Autorinnen sind Leila Emami, Dagmar Schmid und Fenna Williams.
Mit diesem Wanderführer öffnen sich die verschiedenen Pilgeretappen, die auch vor der eigenen Haustür liegen können. Hier finden sich Krimis, die auf Pilgerwegen spielen und die dabei gestreiften Sehenswürdigkeiten werden in einem Nummernregister näher erklärt. So lernt man neben der Einkehr zu sich oder zu Gott auch die regionalen Highlights entlang von Mosel, Lahn und Rhein kennen. Diese relativ kurzen Touren durch Hessen, Pfalz und Niedersachsen kann man mit diesem Buch näher kennenlernen. Vielleicht findet der Leser hier seine Pilgerstrecke. Die mörderischen Geschichten sind nur als literarisches Bonbon gedacht.
Pilgern auf dem Jakobsweg, damit verbinden die meisten Menschen den Camino, der in Santiago de Compostela endet. Dabei gibt es viele Pilgerwegen, "Zubringer"-Caminos, die durch Deutschland führen. Die Magie des Wanderns auf dem Jakobsweg beginnt nicht erst in Spanien, sie kann auch hier erlebt werden.
Mit ihren kurzen Krimis erklären die Autorinnen einerseits ihre Wanderslust und geben viele Besichtigungstipps ab, zeigen aber auch ihre dunkle, kriminelle Seite. Die vorgestellten Strecken sollen ohne große Vorbereitungen zu schaffen sein, hier ist der Weg das Ziel und die örtlichen Schönheiten sollte man unbedingt genießen und nicht daran vorbeipilgern.
Dank dieser kriminellen Ausflüge auf Pilgerwegen kann man die Gegend entdecken, erhält Informationen von Sehenswürdigkeiten und wird vielleicht auch ein wenig angesteckt von der Lust zu Pilgern. Es muss ja nicht unbedingt gleich böse enden wie häufig in den Geschichten der Fall.
Mir haben die 11 Krimis sehr gut gefallen, es ist für jeden Geschmack etwas dabei und die lokalen Örtlichkeiten sind dabei nicht zu übersehen. Es wird nachdenklich, emotional und meistens auch sehr böse, denn nicht alle Figuren suchen auf dieser Pilgerreise ihren seelischen Frieden.
Bitterböse, arglistig und voller Hintergedanken sind die kleinen Krimis von Leila Emami. Ich bin begeistert von dieser Autorin.
In "Die Wandernonne" wird von Gisela erzählt, die sich zum Pilgern auf ihre Rolle als Nonne vorbereiten möchte. Sie sucht Tiefenentspannung und Ruhe für diese Entscheidung und findet einen nervigen Begleiter namens Gisbert. Er scheint ihre persönliche Prüfung Gottes zu sein, jedenfalls endet die Pilgerung mit einem tragischen Ende.
In "Wohlbehütet" von Claudia Schmid erleben wir eine hilfsbereite, aber etwas aufdringliche Nachbarin namens Heitrude. Sie nötigt ihren Nachbarn Mahlzeiten, Putzdienste und anderes auf und erst im Nachhinein findet sich für dieses Verhalten eine Erklärung.
Bei Fenna Williams heißt es "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit" und auch hier endet eine Pilgerreise wieder ganz anders als gedacht. Boshaft und hinterlistig, aber gut!
Dieser kriminalistische Wanderführer weckt das Interesse für eine eigene Pilgeretappe und bringt mit den erwähnten Sehenswürdigkeiten auch reichlich Ziele zur Auswahl mit. Die Krimis sorgen für ein etwas böses Hintergrund-Szenario, doch das muss sich beim eigenen Wandern ja nicht so abspielen.























