Bücher mit dem Tag "mossad"
45 Bücher
- Jonas Jonasson
Die Analphabetin, die rechnen konnte
(730)Aktuelle Rezension von: Hubertus_FeldmannZunächst ein großes Kompliment an die Übersetzerin. Es war sicher nicht einfach, diesen spielerischen Umgang mit Sprache, diese teils aberwitzigen und skurrilen Vorgänge, so zu übertragen, dass diese auch im Deutschen ihre gewünschte Wirkung entfalten. Es ist ein Genuss, diesen teils versteckten oder hintersinnig eingestreuten realen Bezügen in einer ansonsten doch sehr abgedrehten Story zu folgen.
Die Geschichte entfaltete ihren Reiz auch dadurch, dass die historischen Personen beim Namen genannt werden und das politische Geschehen in eine Lebenswirklichkeit hineingezogen wird, die die Distanz zu diesen Geschehnissen nicht nur verringert, sondern tatsächlich auch menschlicher und damit verstehbarer machen – unabhängig davon, ob sie sich so oder so oder auch ganz anders abgespielt haben. Diese indirekten Anspielungen fordern geradezu nach Weiterdenken heraus. Es fällt leicht mit der „guten Seite“ zu sympathisieren (wer möchte nicht gerne, trotz aller Hindernisse, so souverän durchs Leben gehen?), wobei die „böse Seite“ durchaus auch ihren Charme hat. Es gibt also ausreichend Raum, bei guter Unterhaltung, die eigenen Gedanken spazieren zu führen.
Da das Elend dieser Welt im Moment zuzunehmen scheint, kommt eine solche Geschichte gerade recht. Nicht als „Erlösungsgeschichte“, sondern als augenzwinkernder Hinweis: Nimm das Leben wie es kommt und mache das dir Mögliche daraus.
(19.11.2018)
- Andreas Eschbach
Der Jesus-Deal
(184)Aktuelle Rezension von: Lara_GeuZu Anfang ist es mir sehr schwer gefallen in die Story einzusteigen aber zum Ende konnte ich das Buch kaum mehr weglegen.
Meiner Meinung nach lohnt es sich definitiv, nur gibt es hier kein gewöhnliches Happy End.
Bisher habe ich 3 Bücher von Andreas Eschbach gelesen und es war jedesmal schwierig reinzukommen, dies ist aber noch lange kein Grund das Buch wegzulegen. Nach etwas 2/3 des Buches lese ich meist durch bis zum Ende, weil mich dann die Spannung packt.
Die Bücher lohnen sich wirklich, ein zweites mal würde ich es jedoch nicht lesen.
- Matthias Jösch
PHOENIX - Unsere Rache wird euch treffen
(46)Aktuelle Rezension von: Uwes-LeseloungeDie Geschichte wird einmal aus der Sicht von einem jungen Mann names S. erzählt. Hier erleben wir die Gräueltaten der SS im 2. Weltkrieg hautnah mit, die sehr brutal, ausführlich und schonungslos erzählt werden. Dies war und ist starker Tobak! Parallel zu dieser Geschichte befinden wir uns in der Gegenwart und lernen Adrian von Zollern kennen. Er besitzt eine Dozentenstelle an der Humboldt-Universität in Berlin, die er aber gekündigt hat, um seine neue Stelle beim BND anzufangen.
Durch den Erwerb einer Holzkiste bekommen es Adrian, sein bester Freund Sebastian und dessen Schwester Violetta mit einer Organisation zu tun, die es sich zur Aufgabe gemacht hat das 3. Reich wie ein Phoenix aus der Asche auferstehen zu lassen, um eine neue Weltordnung zu schaffen. Aber was hat dies alles mit der Holzkiste und den Schallplatten zu tun? Währenddessen geht die junge und schöne Israelin Shari verschiedenen Hinweisen bezüglich einer Verschwörung nach und dabei stößt sie auf Adrian und seine Freunde. Es beginnt eine gnadenlose Jagd quer durch Deutschland, Österreich, England, Argentinien, Israel und Syrien nach Hinweisen aus der Vergangenheit. Wird es unseren Protagonisten gelingen, den Plan der Organisation zu vereiteln oder fällt Deutschland und Europa in die Zeit des 2. Weltkrieges zurück?
Mit dieser Geschichte arbeitet der Autor Matthias Jösch unsere Vergangenheit rund um den 2. Weltkrieg und der Herrschaft von Hitler auf. Dies tut er in einer schonungslosen und mitunter sehr brutalen Weise. Eigentlich bin ich schon recht hart im Nehmen, was so etwas angeht, aber gerade das Thema Judenverfolgung und hier speziell Ausschwitz, haben mir teilweise den Atem geraubt bzw. mehrmals schlucken lassen. Ich kann einfach nicht nachvollziehen, wie ein so großer Hass auf andere Menschen, Religionen oder Ansichten entstehen und man einem einzelnen Mann folgen kann...
Hier wird dem Leser nochmals ein Spiegel vor das Gesicht gehalten. Und ich möchte hoffen, dass ein solches Szenario wie im Buch beschrieben, niemals eintrifft. Die Protagonisten wurden allesamt gut ausgearbeitet, ohne jedoch einen besonders hervorheben zu wollen. Die Geschichte an sich, ist von Anfang bis Ende gut durchdacht und weißt eine sehr hohe Spannung auf, die sich zum Ende hin nochmals stark erhöht. So sollte ein Thriller sein. Gerade auf Grund der schweren Thematik des Buches, aber auch der noch relativ jungen Vergangenheit von Eurokrise und ähnlichem, ist das Buch nicht mal eben so weg zu lesen. Ich werde jetzt erst mal ein, zwei Tage Pause einlegen, da mich dieses Buch gedanklich doch noch recht beschäftigt.
Ich kann das Buch nur empfehlen!
- Daniel Silva
Die Cellistin
(89)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderSarah Bancroft ist nach London zurück gekehrt, obwohl sie in der New Yorker Kunstszene eine leitende Rolle spielte, aber sie wollte zurück zu ihren Freunden, zu einem gewissen Freund und außerdem zur Kunst in London. Aber das Leben macht zu und die Pandemie legt die Szene lahm, aber dann geht es doch weiter. Wiktor Orlow hat schon einige Anschläge überlebt und hat in seinem Leben schon viel erlebt und gesehen, aber dann kommt ein Anruf, der alles verändern wird. Christopher und Sarah suchen Spuren und finden viel. Schon der Einstieg packt einen und der Sprachfluss ist großartig und Daniel Silva weiß einfach, wie man großartig Charaktere aufbaut und sein Stil sorgt dafür, dass man einfach viel mehr will. Außerdem verknüpft er aktuelle Themen und Ereignisse, mit einer super spannenden und vielschichtigen Handlung. Das Cover ist toll gewählt in meinen Augen und vereint Tradition mit Moderne.
- Mario Giordano
Apocalypsis
(120)Aktuelle Rezension von: _jamii_Papst Johannes Paul III. ist zurückgetreten und spurlos verschwunden. Der Journalist Peter Adam stellt Nachforschungen an. Er stößt auf einen Orden, der seit Jahrhunderten gegen die Kirche arbeitet: Die Träger des Lichts. Die Verschwörer wollen den Weltuntergang herbeiführen. Sie stützen sich auf die Prophezeiung des Malachias: Der letzte Papst wird sich den Namen "Petrus II." geben. Mit ihm soll das Ende aller Tage kommen. Der vorletzte Name auf der Liste des Malachias ist der Name des verschwunden Papstes - Johannes Paul III.
Peter stößt auf ein weiteres Geheimnis: Seine leiblichen Eltern sollen bei einem Unfall ums Leben gekommen sein. Doch tatsächlich gehörten sie einst zu den Trägern des Lichts. Peters eigene Vergangenheit ist eng mit den dunklen Mächten verbunden: Für die Verschwörer ist offenbar er selbst der Schlüssel zur Apokalypse ...Der Schreibstil hat mich von Anfang an gepackt. Das Buch ist unglaublich gut geschrieben, und ich konnte das Buch kaum weglegen. Teilweise werden Szenen ziemlich brutal und grausam beschrieben.
Zusammen mit Peter geht man auf eine Schnitzeljagd, fast quer durch Europa. Immer wieder muss man sich fragen, wer auf welcher Seite steht. Wer ist gut, wer ist böse. Was haben die einzelnen Personen für Ziele, und kann man ihnen trauen?
Immer wieder frage ich mich, wohin die ganze Geschichte führt, was steckt hier tatsächlich hinter den Anschlägen?
Das Buch hat ein offenes Ende, man muss unbedingt wissen, wie es weitergeht. Ich freue mich schon auf den zweiten Teil.
Spannend und interessant, sehr zu empfehlen!
- Daniel Silva
Die Loge
(55)Aktuelle Rezension von: kassandra1010Gabriel Allon ist ein erfahrener Mossad Spion und Agent.
Nachdem sich PLO Agent bei ihm persönlich rächt und mit einer Bombe seinen Sohn tötet und seine Frau schwer verletzt, steigt er aus.
Er konzentriert sich jetzt voll und ganz auf seine wahre Leidenschaft. Er restauriert alte Meisterwerke. Sein Ruf in der Szene ist hervorragend.
Derzeit arbeitet er in Venedig an einem Bellini, als sein alter Schulfreund Benjamin Stern in München in seiner Wohnung ermordet wird. Ari Schamron bittet Allon, den Mord aufzuklären.
Aber wer hätte etwas davon, einen israelischen Professor umzubringen? Gabriel ahnt, dass Beni an einer Enthüllung dran war. Sämtliche Unterlagen fehlen und der zuständige Ermittler aus München verhält sich seltsam.
Gleichzeitig muss der neue und frischgewählte Papst in Rom gegen seine eigene Kurie kämpfen. Die altehrwürdige Geheimloge will mit allen Mitteln verhindern, dass der Papst Historikern uneingeschränkten Zugang zum Archiv verschafft. Die neue Recherche soll die Zeit der katholischen Kirche während des zweiten Weltkrieges genauer beleuchten.
Um Gabriels Ermittlungen zu verhindern, setzt die Loge den international tätigen Killer Leopard auf ihn an. Beide sind sich schon mehrfach begegnet und wissen um ihre Macht und Fähigkeiten.
In Rom gibt es zahlreiche Schusswechsel, während Allon und sein Team immer mehr mysteriöse Todesfälle aufdecken. Die Spur führt immer wieder zur Loge zurück und die kämpft mit harten Bandagen.
Daniel Silva lässt Ari Schamron und Gabriel Allon rastlos um die Welt hetzen. Stets bemüht, altes Unrecht zu rächen und verschont dabei auch nicht die katholische Kirche.
Bestens über alle Kontinente hinweg vernetzt sind es dennoch die kleinen Dinge, die die Ermittlungen voranbringen und stets auch Menschen, die erst nach zahlreichen langen Jahren sich ihrer Schuld bewusst werden.
Das schlechte Gewissen scheint auch heute noch vorhanden und macht vor der katholischen Kirche keinen Halt.
- Gerd Schilddorfer
Der Zerberus-Schlüssel
(43)Aktuelle Rezension von: Isar-12"Der Zerberus-Schlüssel" ist der vierte Band der John-Finch-Reihe von Gerd Schilddorfer. Als eine junge Architekturstudentin in Berlin ein halb verfallenes Haus begutachtet, macht sie die grausame Entdeckung einer mumifizierten Leiche, die bereits jahrelang an einem Balken hängt. Davor am Boden auf einem Zettel fixiert drei chinesische Schriftzeichen. Bevor sie die Polizei informiert, nimmt sie diese an sich. Zur gleichen Zeit werden in Berlin mehrere Männer exekutiert, alle auf identische Weise. Kommissar Callis wird auf den Fall angesetzt, tappt aber im Dunkeln bis sich ein sogenannter "Cleaner" dazu bekennt. Gleichzeitig wird in Großbritannien Major Llewellyn eine Namensliste von ehemaligen Ostagenten zugespielt, die alle auf mysteriöse Weise starben. Als auch noch die chinesischen Triaden an allem interessiert sind, wird das ganze zu einem undurchsichtigen Fall, der seine Verbindung anscheinend im dritten Reich hatte als 1940 ein Schiff von den Deutschen im Pazifik aufgebracht wurde. Gerd Schilddorfer springt in diesem Thriller durch einige verschiedene Zeitebenen mit unterschiedlichen Protagonisten. Als Leser muss man sich dabei erst mal zurechtfinden. Ebenso umfasst die Story in Summe gut 800 Seiten, wobei in diesem Band John Finch sehr lange fast nur eine Nebenrolle spielt, bevor auch er vermehrt ins Geschehen eingreift. Dies empfand ich selbst ein wenig schade, denn genau diese Hauptfigur mochte ich doch besonders aus den Vorgängerbänden. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig, etliche der Figuren sind einem aus den anderen Bänden bereits bekannt und es ist schön sie auch in diesem Band wieder zu erleben. Obwohl dieser Thriller wieder spannend erzählt ist, hat er aber streckenweise diesmal ein paar Längen. Hier hätten vielleicht ein wenig Straffung gut getan. In Summe ist "Der Zerberus-Schlüssel" wieder ein gelungener Thriller, kommt aber für mich nicht ganz an die Vorgängerbände heran.
- Chris Kraus
Das kalte Blut
(29)Aktuelle Rezension von: dunkelbuchIn diesem Roman geht es um die radikale, systematische Vernichtung von Menschen während des zweiten Weltkriegs. Aus Sicht des Täters. Zwei Brüder werden als SS-Männer mit der „Säuberung“ im Osten und Westen des „Großdeutschen Reichs“ beauftragt. Beide lieben sie die Jüdin Ev, die traumatisiert aus Auschwitz zurückkehrt, wo sie zur Folterung von Häftlingen gezwungen wurde. Nach dem Krieg wechseln die Brüder Hub und Koja zu anderen Geheimdiensten, CIA und KGB, dienen als Doppelagenten mal hier mal da der „Sache“. Harte Kost, die anfangs in schönen Bildern und einem lockeren Erzählstil in das Buch zieht. 1974 beichtet der Ich-Erzähler Koja einem Hippie-Leidensgenossen in einem Krankenhaus seine Vergehen. Dabei schweift er immer wieder in melancholische Erinnerungen ab. Koja ist ein Künstler, hält alles mit Graphit auf Papier fest, lernt Heinrich Himmler kennen und beeindruckt ihn. Sein Bruder Hub möchte den „Zartbesaiteten“ beschützen. Er sorgt dafür, dass Koja versetzt wird, sobald er zu Massenhinrichtungen abkommandiert werden soll, doch eines Tages kann Hub es nicht mehr verhindern. Und Koja ballert ein ganzes Magazin auf einen Säugling.
Es gibt wunderschöne Metaphern in dem Buch, aber die will man als Leser mit zunehmender Enthüllung der Grausamkeiten nicht mehr genießen. Der Roman erinnert an die wahren Schicksale und pflanzt sie damit in die Gedächtnisse von uns Nachgeborenen ein oder besser, er ätzt sie ein. Für „Das kalte Blut“ hat er penibel in seiner eigenen Familiengeschichte recherchiert. Trotz bester Absichten zerfällt der Roman für mich als Leser aber eher in einen Bericht als in eine runde Gesamterzählung.Ein bedrückendes aber gutesBuch.
- Daniel Silva
Der englische Spion
(37)Aktuelle Rezension von: kassandra1010Gabriel Allons Eintritt als Chef vom Dienst steht kurz bevor, als in der Südsee eine Yacht explodiert. An Bord war die vom britischen Kronprinzen geschiedene Ex-Prinzessin.
Graham Seymore ahnt, dass es nur einen Bombenbauer auf der Welt gibt, der ein solches Meisterwerk vollbringen kann. Er hätte ihn schon vor Jahren ausschalten sollen.
Er bittet Gabriel Allon um Hilfe und bietet gleichzeitig Christoph Keller mit der Lösung des Problems die Rückkehr zum MI6 an.
Gabriels Frau Chiara ist hochschwanger und nicht gerade erfreut, dass Gabriel diesen Fall annimmt.
Die Spur führt Keller und Allon zurück in dessen Einsatzgebiet. Tief hinein in die IRA und in deren auch jetzt noch geführten Kriege.
Doch Quinn, der berüchtigte Bombenleger ist nur schwer aufzutreiben. Die Spur führt über den VEVAK zum SWR. Eine alte Bekannte kann dank ihrer eigenen Ausbildung die beiden auf die richtige Spur bringen, nur um kurz darauf selbst als Entführungsopfer in einem Kellerloch zu landen.
Es wird blutig. Ob in Hamburg, Dänemark oder in London. Als die Spur die beiden in die Altstadt Londons führt, explodiert eine Autobombe.
Gabriels vermeintlicher Tod kommt dem MI5, dem MI6 und natürlich auch dem Dienst gerade recht. Sein Tod verschafft ihm und Keller den notwendigen Aufwind, um endlich Rache zu üben.
Teil 15 lässt erstmals die Rache das Schwert führen. Daniel Silva gesteht Gabriel Allon wie auch Christoph Keller ein eigenes Gewissen zu. Die Jagd beginnt in Lissabon und führt die beiden Freunde nun gemeinsam quer über die Kontinente.
- Andrea Gunschera
Kill Order
(27)Aktuelle Rezension von: Buchwurmchaos"Kill Order" von Andrea Gunschera ist für mich einer der spannendsten Thriller, die ich je gelesen habe, oder auch DER spannendste Thriller, den ich je von einer deutschen Autorin gelesen habe!
Bei diesem Buch habe ich es tatsächlich nicht ausgehalten, nachdem ich mir alle Finger blutig gebissen hatte, habe ich doch erstmals seit Jahren zum Schluss vorgeblättert, um dem Ende vorzugreifen!
"Kill Order" beschreibt eine Hetzjagd, eine Paranoia und eine politische Verwicklung um einen absolut sympathischen Protagonisten: Nicolaj Fedorow.
In jungen Jahren als Auftragsmörder, als Kämpfer der PLO mit einigen anderen Freudnen unterwegs, die Macht liebend, bis ein Anschlag misslang. Auf der Flucht aufgegriffen und gegen die ehemaligen Freunde ausgespielt, hat er sich irgendwann zurückgezogen und lebte nun unruhig und ständig auf der Hut als Maler im fernen Osten.
Und wird aufgespürt durch einen dummen Zufall. Die alten Freunde werden hinzugezogen, um ihn zu identifizieren und die Hetzjagd um den halben Globus beginnt!
Ich habe selten einen so spannenden Thriller gelesen, so intelligent, temporeich, atemraubend, so viele Fakten und Details der Städte und Länder durch die Nicolaj zu flüchten versucht, lange Zeit nicht wirklich sicher, ob und wenn ja, von wem er gesucht wird.
Letztendlich scheinen zwei rivalisierende Organisationen an dem Maler interessiert, der durch seine sensible und feine Art lange Zeit haarscharf entkommen kann.
Ob und wie der Roman endet, tja, das darf jeder selbst lesen, ich kann nur sagen, ich hatte noch nie solche Panik um einen Helden, einen Helden, der sehr wohl Schwerverbrecher ist, der trotz seiner Morde und feigen Anschlägen zum Opfer wird, der verraten und verkannt wird, ich war selten gefühlsmäßig so involviert und zerrissen.
Ich weiß nicht, wie viele Beruhigungstees ich während des Lesens trank, wie oft ich wegen Panikattacken das Lesen unterbrechen musste, wer politische, temporeiche Thriller liebt, der gerne quer durch die Lande zieht, der ist hier richtig!
Aber Achtung! Graue, ausgerissene Haare, abgeknabberte Fingernägel, schlaflose Nächte, Pulsfrequenzerhöhung und Stresssymptomatik im höchsten Grad könnten Nebeneffekte des Lesens sein!
- Tess Gerritsen
Der Anruf kam nach Mitternacht
(139)Aktuelle Rezension von: steffi1506Tess Gerritsen schrieb mit diesem Thriller ein sehr gutes Debüt in diesem Bereich! Spannend von der ersten bis zur letzten Seite kann sich der Leser auf verschiedene Orte und Protagonisten einstellen. Sarah lernt man von allen am besten kennen. Sie mausert sich von einer unsicheren Frau zu einer selbstständigen Persönlichkeit, die besonders zum Ende hin aus sich heraus wächst.
Die Handlung ist toll und lädt zum mit rätseln ein. Zwar hat man verschiedene Vermutungen, was den Täter betrifft, doch die Wahrheit birgt dann doch noch einige Überraschungen!
Mir persönlich hat es großen Spaß gemacht dieses Buch zu lesen und konnte es kaum aus der Hand legen. - Daniel Silva
Der Engländer
(57)Aktuelle Rezension von: TommyBBBDas Buch haut mich nicht wirklich um, aber es ist ziemlich rasant geschrieben, eine europäische Katz- und Mausjagd und ein netter Schluss. Wirklich nicht so ganz klar ist, wie die wesentlichen handelnden Figuren denn nun tatsächlich miteinander verbunden sind, bzw. warum sie es (immer noch) sind. Denn alle sind mehr oder weniger freiwillig dabei.
- Brigitte Glaser
Bühlerhöhe
(159)Aktuelle Rezension von: Lesezeichenfee... Handtuch geworfen. Es sind gaaaaaaaanz viele verschiedene Geschichten miteinander verflochten und etwas wirr geschrieben. Das da jetzt ein Spiegel Bestseller Teil drauf ist, ist typisch, weil ich mag das Buch nicht. Selten bin ich mit dem Aufkleber eine Einheit.
Nun ja, aber es war echt zu langweilig, als dass ich da die normalen 2 Sterne fürs Abbrechen hätte geben können.
- André Milewski
Geheimakte / Geheimakte Babylon
(24)Aktuelle Rezension von: Olaf_RaackDieses Mal führt der Autor seinen Protagonisten Max, seine Freunde, deren machtbesessenen Gegenspieler und uns faszinierten Leser in das Babylonische Reich tief im Inneren des Irak in die fruchtbaren Landstriche des Euphrat. Doch der Weg dahin ist beschwerlich, zumindest für die Protagonisten. Zahlreiche schießwütige Schergen, Agenten sich bekämpfender israelischer Geheimdienste und holprige Reisen führen ans Ziel.
Dieses liegt in diesem Fall verborgen unter den Ruinen des vielfach zerstörten und wieder errichteten Babylons, das von zahlreichen Völkern vereinnahmt und besetzt worden ist. Den Rest sollte euch die Geschichte selbst erzählen.
Ich stehe total auf den Indiana Jones Flair, den diese Reihe so wundervoll rüberbringt und verkörpert. Mystische Schätze an ebenso mystischen Orten, fiese, skrupellose und nach Macht gierende Schurken, denen man zutiefst gönnt, dass sie ihre eigene Medizin zu schmecken bekommen.
Zudem begebe ich mich mit jedem Buch auf eine kleine Reise durch die Geschichte längst vergangener Hochkulturen und Legenden, was mein angestaubtes Wissen immer wieder punktuell auffrischt. Und Wissen schadet bekanntlich nicht. Ein Umstand, den auch der Archäologe Max Falkenburg verinnerlicht hat.
Für mich ist die Geheimakte-Reihe eine echte Bereicherung und ich freue mich, dass ich noch eine ganze Menge Bände vor mir habe, die nur darauf warten, mich mit auf die Reise zu nehmen! - Martin von Arndt
Sojus
(10)Aktuelle Rezension von: diebuchrezensionDer Autor:
Martin Arndt wurde 1968 als Sohn ungarischer Eltern in Ludwigsburg geboren. Er hat Religionswissenschaft, Germanistik und Psychologie in Saarbrücken, Budapest und Würzburg studiert. Er lebt heute als Freier Schriftsteller, Musiker und Dozent in der Erwachsenenbildung in der Nähe von Stuttgart, in Essen und Pécs (Ungarn). Martin Arndt ist Stellvertretender Vorsitzender des Verbands deutscher Schriftsteller (VS) in Baden-Württemberg, und Mitglied im Förderkreis deutscher Schriftsteller. Für seinen Roman "Der Tod ist ein Postmann mit Hut " hat Martin Arndt die Goldmedaille beim "Leserpreis - Die besten Bücher 2009" in der Kategorie Bester Buchtitel gewonnen. (Quelle: www.lovelybooks.de)
Das Buch
1956 - Ex-Kommissar Andreas Eckart wird von einem früheren Mitstreiter kontaktiert, der für den MI6 ein explosives Dossier erwerben will: ein ungarischer Geheimpolizist möchte sich in den Westen absetzen und bietet eine Liste mit den Namen von KGB-Agenten und Doppelagenten. Eckart lehnt zunächst ab. Doch dann erfährt er, dass er einen Sohn hat, von dem er bislang nichts wusste, und dass dieser unter dem Decknamen Sojus ebenfalls auf der Liste steht. Er lässt sich umstimmen und begibt sich auf eine heikle Mission nach Budapest, wo gerade die sowjetische Invasion in vollemGange ist und die Stadt in Chaos und Gewalt versinkt ...
Die Reihe:
Dieses Buch ist der dritte Band einer Reihe. Sie sollten in folgender Reihenfolge gelesen werden.
Band 1: Tage der Nemesis
Band 2: Rattenlinien
Band 3: Sojus
Wer Band 3 lesen möchte, sollte auf jeden Fall die Vorgängerbücher kennen. Ich hatte am Anfang einige Probleme mit den Personen und den Hintergründen, die schon in den vorigen Büchern gehandelt wurden.
Fazit:
Dies ist der dritte Band einer Reihe von Martin von Arndt. Ich habe die ersten beiden Bücher, "Tage der Nemesis" und "Rattenlinien", nicht gelesen. Vor allem am Anfang fand ich es daher schwierig in die Geschichte hreinzukommen und mich mit den Charakteren anzufreunden. Deswegen blieben mir auch die Charaktere fern und ich hatte eher ein distanziertes Verhältnis zu ihnen, als dass ich die Geschichte mit ihnen erleben konnte. Mir fehlte einfach jegwede Beziehung zu den Charakteren, was ich sehr schade fand. Aber dafür konnte der Autor nichts.
In "Sojus" geht es eher um den gesellschaftlichen Aspekt des Ungarnaufstandes. Die politischen Konflikte traten für mich doch sehr in den Hintergrund. Auch wenn ich es immer spannend finde, wenn Zeitzeugenerinnerungen in Büchern verarbeitet werden, fand ich bei diesem Buch die Verknüpfung von historischen Fakten, politischen Ereignissen und dem sozialen Miteinander nicht sehr gelungen. Das Gleichgewicht zwischen den Dingen war sehr unausgeglichen.
Verwirrt hat mich auch, dass es zu Beginn des Buches mehrere Zeitsprünge gab und ich bis zum Schluss nicht verstanden habe, warum es diese Sprünge gab bzw. warum diese Ereignisse so wichtig waren im Leben von Andreas Eckart, dass sie unbedingt erzählt werden mussten. Meiner Meinung nach hätte die Geschichte auch an einem anderen Punkt anfangen können. Da ich aber nicht weiß, wie der Vorgängerband endet, kann es natürlich auch sein, dass die Anfangssituation auch die Endsituation im vorigen Buch ist und daher aufglöst werden musste.
Der Erzhlstil des Autors ist sehr spannungsreich und actiongeladen gewesen. Bei vielen Szenen habe ich nur gedacht: "Gut, dass es in den 40er und 50er Jahren die heutige Technik noch nicht gegeben hat." Sehr interessant fand ich einige erzählte Passagen, die das Gefühl der Hilflosigkeit verstärkt haben. Die Aspekte mit den russischen Provokateuren fand ich wirklich interessant. Obwohl ich mit dem Thema des Ungarnaufstandes vertraut bin, habe ich davon nichts gewusst. So war ich doch tatsächlich überrascht, dass es gezielt von der Sowjetunion eingesetzte Provokateure gegeben haben soll, die dazu beigetragen haben, den Konflikt zu eskalieren und das Militär nach Ungarn zu bringen.
Insgesamt war das Buch schön geschrieben, man konnte es gut lesen. Ich finde allerdigns, dass die politische und historische Aspekte nicht gut genug rüberkamen. Natürlich ist immer das persönliche Schicksal der Menschen in diesen Aufständen wichtig und auch sehr emotionsgeladen, aber man darf darüber nicht die Fakten vergessen und sollte dem spanennden subjektiven Teil auch einen fundierten historischen /politischen Background geben. Zusammenfassend war das Buch ok, aber mir fehlte daran einfach das Besondere.
https://diebuchrezension.de/#/books/book/250
- Ernest Nyborg
Lena Halberg - London '05
(28)Aktuelle Rezension von: Martina28Inhalt:
Ein Mann hastet auf den Bahnsteig. Er ist zu spät, der Zug rollt bereits aus der Station. Wenige Sekunden später erschüttert der Bahnsteig und ein Geräusch ist zu hören. Es war eine Bombe detoniert.
Lena Halberg, die Jornalistin recherchiert für eine Story und entdeckt ungeheure Fakten. Ihre Vermutung scheint zu stimmen und diese Detonation der Bombe in der Piccadilly-Line ist ein weitere Anschlag von vielen vorangegangenen.
Die Nachforschungen führen Lena bis nach Israel. Dort landet sie in einem militärischen Gefängnis. Nach der Entlassung nimmt sie die Spur wieder auf, welche sie zurück nach England führt.
Cover:
Das Cover ist in schlichten Farben gehalten. Text und Bild aufeinander abgestummen. Es macht eher einen düsteren Anschein. Der Big Ben weisst auf England hin, wo sich die Geschichte abspielt. Die Schnipselauf der rechten Seite mittig, könnten auf Telegrammanordnungnen hinweisen.
Schreibstil:
von Anfang bis zum Schluss ein einheitlicher Schreibstil vorhanden. es wird immer wieder Spannung aufgebaut, welche zwischendurch wieder abflaut. Dadurch ist der/die Leser/in erpicht weiter zu lesen, um herauszufinden was weiter geschieht.
Fremdwörten werden vom Autor in der Geschichte beschrieben oder auch als Erklärung in der Geschichte genannt.
Fazit:
Mich hat das Buch von Anfang an gefesselt. Als ich zu lesen begonnen hatte konnte ich es kaum mehr aus den Händen legen. Ich kann jedes weiterempfehlen, der gern realitätsnahe Geschichten hat. Die verschiedenen Charaktere sind gut gewählt und sehr ausdrucksstark.
Der Wechsel der einzelene Szenen und Kapitel sind gut gelungen. Es ist klar zu erkennen um welche Szenen und Charakter es sich im jeweiligen Abschnitt handelt. - Daniel Silva
Der russische Spion
(25)Aktuelle Rezension von: kassandra1010Gabriel ist trotz seines neuen Jobs nach wie vor im Einsatz. In Österreich soll er einen russischen Überläufer einkassieren. Sein Team ist mit vor Ort und dann wird auf den letzten Metern der Überläufer erschossen.
Tags darauf überschlägt sich die Presse. Die veröffentlichten Bilder zeigen alle Gabriel Allon im Einsatz. Für den MI6 und den Dienst stellt sich die Frage, wer sie verraten hat.
Die Suche nach dem Maulwurf führt direkt nach Moskau. Gemeinsam mit Graham Seymore recherchiert Gabriel in alten Papierakten des MI6 und kommt dem alten übergelaufenen MI6 Agenten Kim Philby auf die Spur.
Diese Spur führt Gabriel nach Spanien und von dort direkt nach Washington. Die zahlreichen Spuren enden alle im Nichts. Als ein weiterer MI6 Agent stirbt wird Gabriel klar, dass hier jemand ganz weit oben die Strippen zieht.
Daniel Silva reist mit uns in die guten alten Zeiten zurück. Während des zweiten Weltkrieges und danach hinein in die Hochzeit der Spionage. Ob KGB, CIA oder MI6. Zahlreiche Überläufer wechseln ihre Dienstherren. Das jedoch ein ganz besonderer Spion Gabriels Dienst und den MI auch noch heute alle zum Narren hält, kann natürlich nicht so einfach hingenommen werden.
- Olivier Guez
Das Verschwinden des Josef Mengele
(92)Aktuelle Rezension von: mariameerhabaZuzusehen wie Mengele alles verliert, seine Würde, seine Haltung, seinen Doktortitel, es hatte etwas Befriedigendes, das gebe ich ungern zu. Das Karma hat ihn eingeholt, sein Leben zerstört, die letzten Lebensjahre waren nur noch eine Folter für ihn, ohne dass ihn jemals sein Gewissen beunruhigt hat und das zu lesen, war erschreckend.
Der Autor hier beschreibt sehr gut die Flucht eines Monsters. Er macht daraus nicht einen einfachen Bericht, das den zweiten Abschnitt vom Leben Mengeles zerlegt, sondern er sorgt dafür, dass man Mengeles Elend mitfühlt, dass man dabei ist und zu sieht, wie ein stolzer Mann langsam zerbricht.
Es ist ein erschütterndes Buch, aber gleichzeitig zeigt es auch, wie die Reichen davonkommen können. Wie sie sich der Justiz entziehen, wie Geld ihnen ermöglicht, jenseits der Gesetze ein Leben zu führen, das man getrost als ein schönes Leben bezeichnen kann. Vielleicht ging es Mengele nicht gut bei seiner Flucht, aber alle anderen hatten doch ein angenehmes Leben, gönnten sich nach so viel Mord und Korruption eine Villa, ein riesiges Anwesen, die ihre Vergangenheit so weit in den Schatten rückte, das man sie zu beneiden begonnen hat.
Das Buch ist spannend, interessant, gewaltig, brutal und so ehrlich, dass es mich sehr oft erschüttert hat. Der Stil ist einfach und leicht und vor allem funktioniert das Buch. Ich habe es gern gelesen.
- Mart Schreiber
Die Entführung des Rasputin
(15)Aktuelle Rezension von: Martinchen"David ist kein Überflieger, nicht ambitioniert. Aus politischen Dingen hält er sich am liebsten raus. Dennoch ist er mit seinem Leben im Großen und Ganzen zufrieden: Als Moderator der Radiosendung „Tea and Sympathy“ genießt er in seinem Freundeskreis ein bescheidenes Prestige, außerdem ist er seit einem Monat mit der schönen Miriam zusammen. Als David „Salim“ in die Leitung bekommt, hält er seine Behauptung, den russischen Präsidenten entführt zu haben, zunächst für einen schlechten Scherz. Doch dann überstürzen sich die Ereignisse. Plötzlich sind der Verfassungsschutz und der russische Geheimdienst hinter ihm her und Miriam ist wie vom Erdboden verschluckt. Die Medien schweigen die angebliche Entführung tot. Der Großteil Wiens weiß nicht einmal von dem Gerücht und wenige Tage später taucht der russische Präsident auf einmal wieder in Moskau auf. Hat David sich alles nur eingebildet? Hat die Entführung tatsächlich nie stattgefunden? Aber wo ist dann Miriam und was will der Verfassungsschutz von ihm? David beschließt, die Wahrheit herauszufinden. Und gerät immer tiefer in den Strudel seiner verdeckten Ermittlungen..." - soweit der Klappentext.
Das Cover in schwarz-weiß mit dunkelroter Hervorhebung des Titels und des Autorennamen zeigt vermutlich einen Ausschnitt aus einem Gemälde und passt aufgrund dieser Unbestimmtheit hervorragend zum Inhalt des Buches.
Mart Schreiber ist ein Pseudonym eines in Wien lebenden Autors, der bereits zwei Bände mit Kurzgeschichten veröffentlicht hat.
Der Autor schreibt einen ungewöhnlichen Stil, der mir sehr gut gefallen hat. Die Geschichte wird aus Sicht der Hauptfigur David beschrieben. Da die Geschichte in Wien spielt, sind etliche österreichische Ausdrücke enthalten, die aber auch "Nordlichter" gut verstehen können.
Titel und Grundidee gefallen mir sehr gut. Gut gefallen haben mir auch die wechselnden Gefühlslagen der Hauptfigur, die grundsätzlich gut nachvollziehbar beschrieben wurden. Allerdings ist z.B. die Flucht Davids vor der Polizei nicht unbedingt nachvollziehbar, trägt jedoch zur Spannung bei. Denn spannend ist dieser Politthriller ohne Frage.
Am Schluss bleiben einige Fragen offen, was mich allerdings nicht gestört hat.
Fazit: ein etwas anderer Thriller mit einer guten Grundidee.
- Andreas Eschbach
Der Jesus-Deal
(34)Aktuelle Rezension von: Buechergarten》INHALT:
Fortsetzung und Vorgeschichte zugleich: Dieser Roman beginnt dort, wo Das Jesus Video endet - und hört dort auf, wo Das Jesus Video beginnt. Liebe Hörerinnen und Hörer, an dieser Stelle lesen Sie normalerweise etwas über den Inhalt des Romans. Diesmal nicht, denn der Inhalt dieses Hörbuches ist STRENG GEHEIM. Jedes Wort darüber würde Ihnen Spannung und Vergnügen rauben. Aber Sie kennen Das Jesus Video - oder glauben es zumindest. Und Sie kennen Andreas Eschbach, der immer wieder zu überraschen vermag! Auch diesmal werden Sie verblüfft sein und danach unbedingt auch Das Jesus Video wieder hören wollen. Mit ganz neuen Augen. Denn in Wahrheit wussten Sie bisher gar nichts!
》EIGENE MEINUNG:
Bereits als Jugendliche konnte mich das Jesus-Video fesseln und nun auch bei einem Re-Read als Erwachsene begeistern. Die Entdeckung, dass Andreas Eschbach eine Fortsetzung (oder doch Vorgeschichte?) dazu geschrieben hat, war dann das Tüpfelchen auf dem i! Also gleich der Hinweis: Aus meiner Sicht ist es dringend erforderlich und absolut empfohlen mit dem 1. Teil der Geschichte zu starten – nur so ergibt sich eine ungeahnte Tiefe.
Der Jesus-Deal startet einige Zeit nach dem Ende des 1. Bandes und gleich vorneweg: Wer auf ein schnelles Wiedersehen mit den lieb gewonnenen Charakteren – allen voran Stephen Foxx – gerechnet hat, wird vielleicht enttäuscht sein. Aber: Nicht verzagen!
Am Beginn des Buches steigen wir mit mysteriösen Vorkommnissen der späten 1960er in die Geschichte ein, bei denen weltweit Mitarbeiter in Museen Funkstücke mit nach Hause nehmen und auf das Element Osmium untersuchen… Ebenfalls erhalten wir Einblick in einen Vermisstenfall 1994 in Göteborg, bei dem selbst Fotografien das plötzliche Verschwinden der Frau dokumentieren. Also: Alles wieder herrlich mysteriös, spannend und die Fragezeichen im Kopf vervielfachen sich sekündlich.
Der Hauptteil des Buches wird dann größtenteils abwechselnd aus zwei Perspektiven erzählt:
- Einmal aus der Sicht von Michael Barron, zweitgeborener Sohn des mächtigen und reichen Samuel Barron. Durch diesen erleben wir die Schlussszene des Jesus-Videos aus einem neuen Blickwinkel und tauchen nach und nach tief in seine Welt und Person ein. Alles bestimmend ist dabei sein Vater, ein strenggläubiger, evangelikaler Christ. Für mich als Leser sowohl eine faszinierende, als auch absolut erschreckende Figur, gerade in heutigen Zeiten, in denen religiöse Fanatiker wieder Gottes Willen zu kennen glauben und ihren Einfluss nutzen…
- Unsere zweite Hauptfigur konnte mich besonders überraschen: Wir treffen John Kaun wieder! Allerdings einen anderen John Kaun, als wir ihn noch vor Jahren gekannt haben und ich war erstaunt von mir selbst, wie sehr er mir ans Herz ging. Die Veränderung ist absolut glaubwürdig und nachvollziehbar.
Diese beiden Charaktere sind umgeben von weiteren Nebencharakteren und vielfältigen, persönlichen Themen. Mit ihnen entfaltet sich die Geschichte nach und nach und wird von Stunde zu Stunde spannender. Hier finde ich es wichtig zu erwähnen, dass dies auf eine gänzlich andere Art geschieht, als im Vorgängerband, der von Verfolgungs- und Schnitzeljagden geprägt war. Der Nachfolger besticht hier durch einen zeitlichen Druckaufbau, ein stetes Hinführen auf einen bestimmten Moment.
Erst im letzten Drittel kommt so manche geliebte Figur aus dem 1. Band sowie die bekannte Action hinzu. Die wissenschaftlichen Erklärungen rund um das Thema Zeitreise haben mich fasziniert, die Auszüge aus der Bibel auf ihre eigene Art gefesselt. Immer wieder gibt es Plot-Twists, mit denen ich so nicht gerechnet habe. Und am Ende ist alles logisch, der Kreis geschlossen und immer noch genug Stoff zum Nachdenken geblieben.
Matthias Koeberlin spricht auch dieses Hörbuch, auf etwa 24 Stunden Laufzeit. Durch seine differenzierte Sprechweise sind viele Charaktere als Personen wieder zu erkennen. Es handelt sich um ein ungekürztes Hörerlebnis. Noch ein Wort zum Autor: Hier wurde mal wieder so unglaublich gut recherchiert und überzeugend geschrieben, dass ich mir unweigerlich die Frage stellen musste, ob es so nicht passieren könnte… Die Zitate an den Kapitelanfängen regen einmal mehr zum Rätseln, Nachdenken, Zusammenfügen an.
》FAZIT:
Hier findet man, anstatt der actiongeladenen Schnitzeljagd des 1. Teiles, fesselnde Charakterzeichnungen, erschreckende Einblicke in religiösen Fanatismus, menschliche Dramen und ein raffiniertes sowie abenteuerliches Ende rund um „die eine Zeitreise“…
- Russell Blake
VERRATEN (JET 2)
(7)Aktuelle Rezension von: mistellorBand 2 der Jet-Reihe von Russell Blake.
In Amerika sind mittlerweile schon 6 Bände dieser Reihe erschienen. Aber leider tut sich der Luzifer Verlag schwer mit der Veröffentlichung neuer Bücher.
2015 erschien Band 2, und erst 2017 soll Band 3 erscheinen.
Das ist wirklich schade, denn wenn der Verlag 12 Jahre braucht um 6 Bände erscheinen zu lassen, verliert man Leser die Lust.
Jet versucht ihre Tochter Hannah zu finden, um mit ihr ein neues Leben aufzubauen.
Es gelingt ihr auch, Hannahs Aufenthaltsort herauszubekommen, doch dann wird Hannah entführt und Jet bekommt Hannah nur dann wieder zurück, wenn sie eine fast unlösbare Aufgabe erfüllt.
Diese Bücher mit der unglaublich starken Frauengestalt Jet machen wirklich Spaß. Sie sind spannend, actionreich, phantasievoll und sehr ansprechend.
Die Sprache ist bildgewaltig und leicht zu lesen. Der Plot logisch durchdacht, aufregend und sehr spannend.
Die Protagonisten sind mit mit Tiefgang beschieben, ihre Entscheidungen, auch wenn sie dem Leser nicht immer gefallen, nachvollziehbar.
Wirklich faszinierend finde ich die Hauptfigur Jet. Eine traumatisierte, unglaublich starke und wenn nötig, stoische Frauengestalt, die Unglaubliches möglich macht.
Ich warte freudig und dringend auf Band 3.
Das Buch bekommt 4 von 5 Sternen. - Ward Larsen
Der perfekte Attentäter
(3)Aktuelle Rezension von: SternenstaubfeeIch habe hier das Hörbuch gehört; die Vertonung und der Sprecher waren gut. Die Geschichte war für mich anfangs auch noch vielversprechend und spannend, aber dann hat sie mich immer mehr verloren. Es gab irgendwann zu viele Szenen, die für mich uninteressant waren, zu sehr in die Länge gezogen und nur noch wenige, die mich fesseln konnten.
25.04.2025
- Brigitte Glaser
Bühlerhöhe
(14)Aktuelle Rezension von: MaseliRosa Silbermann wird 1952 mit einem geheimen Auftrag in das Nobelhotel Bühlerhöhe geschickt. Die in den 1930ern aus Köln nach Palästina emigrierte Jüdin arbeitet für den israelischen Geheimdienst. Ihre Gegenspielerin ist die misstrauische Hausdame Sophie Reisacher. Sie musste 1945 das Elsass verlassen und sucht nun in der Bühlerhöhe ihre Chance zum gesellschaftlichen Aufstieg. Beide haben erlebt, was es heißt, wenn ein Land einen Neuanfang wagen will. Keine von ihnen vertraut der beschaulichen Schwarzwaldidylle. Beide wissen von einem geplanten Attentat auf Bundeskanzler Adenauer, und jede verfolgt ihre eigenen Ziele.
Meine persönlichen Hörerlebnisse
In Bühlerhöhe erzählt Brigitte Glaser eine fiktive politische Geschichte, die sich in Nachkriegsdeutschland zuträgt. Adenauer, der damalige deutsche Bundeskanzler, will eine monetäre Wiedergutmachung der Gräueltaten des NS-Regimes durch den Bundestag bringen; ein Vorhaben, das nicht umstritten ist, weder auf deutscher noch auf israelischer Seite. Um dieses Ereignis kreisen die Protagonisten, deren Wege sich im Ringen um Ideologie, persönlichem Glück und Vergangenheitsbewältigung zwangsläufig kreuzen. Durch ihre ruhige und intensive Erzählweise über das Nachkriegsdeutschland sowie die jüdische Lebensweise in einem Kibbuz gelingt es mir problemlos, mich in die Handlung einzufühlen und mich dort zurechtzufinden.
Der Autorin gelingt es hervorragend in den Roman Elemente eines Krimis mit Agentencharakter einzubauen, die sie in ein großartiges Gesellschaftsportrait der damaligen Zeit verbindet. Ohne es zu sehr zu betonen, macht sie auch auf die Stellung der Frau im Nachkriegsdeutschland aufmerksam; eine realistische Frauenzeichnung, die mich persönlich interessiert und die ich sehr schätze.
Anne Moll ist Schauspielerin, Synchronsprecherin und Hörbuchleserin. Sie hat eine gute Stimme und eigentlich wäre es ein Genuss ihr zuzuhören. Doch müht sie sich bei ihren Versuchen, die verschiedenen Sprachfärbungen nachzuahmen, vergebens ab und fast alle Charakterfärbungen misslingen. Meine Freude beim Zuhören wird zusehends getrübt- sehr schade.
Fazit
Bühlerhöhe von Brigitte Glaser ist eine kleine Zeitreise zurück in die 50ger Jahre und für all diejenigen, die sich für die deutsche Geschichte nach dem 2. Weltkrieg interessieren, ein durchaus faszinierender Einblick in die damalige Gesellschaft und Politik. Leider konnte mich die Sprecherin wenig überzeugen.
Die Kunst des Lebens besteht doch darin, zwar nach Höherem zu streben aber klugerweise sich mit dem zu begnügen, was man kriegen kann.
- Daniel Kowalsky
Das Babylon-Mysterium
(12)Aktuelle Rezension von: SeelensplitterMeine Meinung zum christlichen Thriller:
Das Babylon-Mysterium
SPOILERALARM!
Inhalt in meinen Worten:
Wenn deine Familie entführt wird, diejenige die du liebst auch noch ihr Gedächtnis verloren hat, du letztlich auf der Jagd nach einem Dreidimensionalen Stern bist, dann bist du definitiv im weiteren Teil von Babylon.
Was ist, wenn die Welt meint, sie will nur noch eins sein, der Turm von Babel soll wieder aufgebaut werden, den Gott ja einst vernichtete, um eben nicht diese Rebellion zu erlauben, und zudem ist auch noch das TIER hinter dir her, dann ist klar, nichts ist mehr so wie du es kennst und du musst laufen! Laufen um dein Leben und alles darum geben, deine Familie und dein Leben zu retten, ob das gelingen wird? Das liegt an dir!
Wie ich das Gelesene empfinde:
Ich gestehe, ich hatte in diesem Teil der Reihe leider manchmal das Gefühl, das ist ein typisches Mittelbuch einer Reihe, doch dann nahm mich das Buch gefangen und ich hab vergessen wie spät es ist und war am Ende der Geschichte, war voller Cliffhanger, wie schon im ersten Teil und war überrascht wie der Autor Tote auferwecken kann, Themen in Worte fasst, die aktuell unser Weltgeschehen beeinflussen und dabei hat er diese Geschichte vor 2019 geschrieben, wie heftig kann bitte ein christlicher Autor wissen was morgen ist, wobei er ganz klar im Nachwort sagt, das er das natürlich nicht wusste, er spielte nur mit den Gedanken. Tja Gedanken werden zu Taten, steht ja schon im Wort, und genau das wird hier auch sehr oft verwendet, allein schon wie der Psalm 50 Vers 15 zu Wort kommt, fand ich sehr stark und glaubensauthentisch! Das schafft irgendwie bisher nur dieser Autor auf so coole Art, so das es klar ist, die christliche Botschaft ist am Ende vorhanden aber nicht als Fingerzeig oder gar Bekehrungsversuch es ist einfach nur selbstverständlich das der Glaube da ist. Ich bin gespannt wie er das in den weiteren Teilen verarbeiten wird. Aber nochmals die Cliffhanger sind ultra fies. Zudem fand ich es so heftig, das der Autor Charakter so formen kann und benutzen kann.
Spannung:
Das Buch hat hin und wieder Längen und baut zu sehr auf Einzelheiten auf, dann wiederum überschlägt sich alles und ich kann das Buch definitiv nicht mehr aus meinen Händen legen, deswegen lesen! Und bitte bereit sein, sich auch von geliebten Charakteren zu trennen.
Charakter:
Ich finde die Charakter immer wieder überraschend, bunt und ziemlich brutal, zugleich aber auch voller Hoffnungen, Stärken und Schwächen! Genau das ist toll in der Geschichte aber auch um sich die Charakter noch bildlicher vorstellen zu können. Die Feinde sind zum Teil wirklich Badboys aber manche sind einfach auch zur falschen Zeit am falschen Ort.
Themen:
Was ist wenn Menschen, und zwar sehr wenige, alles an sich reißen wollen, die Welt zu einem einzigen Ort machen wollen, der gleichgeschaltet ist, wo keine Unterschiede herrschen sondern nur das TIER! Was ist, wenn Meschen Medikamente erfinden, die andere so tief zerstören, das sie wie Fliegen sterben? Was ist, wenn alles was du bisher angenommen hast, nur eine Illusion ist und du nicht mehr von Oben und Unten unterscheiden kannst, Freunde dir das Messer in das Herz stechen und dir dabei fies in die Augen grinsen? Dann bist du an dem Ort, der unfassbar der Hölle nahe kommt und du musst erkennen, was die Wahrheit und was Fiktion ist und genau das bringt der Autor am Ende seines Buches gut zu Wort, das diese Geschichte eigentlich nur Fiktion ist und sie erfunden ist, aber was ist, wenn das Buch mehr sagen will, und eine Botschaft an die Leser ist, wach zu werden, nicht alles zu glauben was sie sehen und hören sondern hinterfragen, prüfen, und für die wirkliche Wahrheit einstehen? Das muss sich jeder Leser selbst überlegen, jedoch sollte man bedenken, in der christlichen Welt hat Gott immer noch das Allerletzte Wort, so wie er das Erste Wort hatte und uns erschaffen hat. Doch das ist eben auch Glaube. Die Frage ist, was glaubst du?!
Empfehlung:
Bitte lest zu erst Band 1, ihr verpasst einfach deutlich zu viel, wenn ihr schon bei Band 2 einsteigt, und wenn ihr dann das lesen anfangt, lasst euch darauf ein, aber lasst euch auch nicht verrückt machen, wenn am Ende alles ganz anders kommt, als es am Anfang den Eindruck erweckte. Und vor allem prüft was ihr lest und das Gute behaltet und glaubt das ihr nicht alleine seid, auch wenn vielleicht alles in eurem Leben dunkel und schwer ist. Das ist die Botschaft, die ich aus diesem Buch heraus ziehe. Es ist ein Thriller, der viel Dunkelheit in sich trägt aber auch ganz viel Hoffnung!
Bewertung:
Nachdem ich leider das Gefühl hatte, das es eben ein Mittelbuch der Reihe ist und das manches sich etwas zog gibt es vier Sterne, auch wenn ich eigentlich vieles echt toll finde. Aber die vier Sterne sind ziemlich nahe an den fünfen und ich bin froh das der dritte Band schon erschienen ist.























