Bücher mit dem Tag "motive"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "motive" gekennzeichnet haben.

124 Bücher

  1. Cover des Buches Nichts (ISBN: 9783423625173)
    Janne Teller

    Nichts

     (1.033)
    Aktuelle Rezension von: Ann-Kathrin1604

    Nichts, was im Leben wichtig ist - Janne Teller 

    Rezension ohne Spoiler 

    ***
    Der Junge Pierre Anthon ist der Meinung, nichts hätte eine Bedeutung, weshalb es keinen Sinn macht, überhaupt etwas zu tun.
    Daraufhin beschließen seine Mitschüler ihm zu zeigen, dass es durchaus Dinge gibt, die Bedeutung haben. Jeder dieser Schüler entscheidet, was jemand anderem von ihnen besonders viel bedeutet, und genau diese Dinge werden gesammelt.
    Leider nimmt diese Tat grausame Ausmaße an, denn das, was die jungen Schüler/innen „opfern“ müssen ist alles andere als harmlos! 

    ***
    Meine Meinung:
    Ich bin im Nachhinein so schockiert von diesem Buch, dass ich das Ganze erstmal verdauen muss. Für diese kurze Seitenzahl passiert so viel, was nicht in Worte gefasst werden kann.
    Die Geschichte beginnt so harmlos und wird im Laufe immer schrecklicher, damit hätte ich nicht gerechnet!
    Die Nachricht, die sich hinter dem Buch verbirgt, ist wirklich wichtig und hat sich deutlich bei mir eingeprägt. Mir kam beim Lesen immer wieder die Frage in den Sinn: „Was hat eigentlich für mich eine Bedeutung?“ und ich denke, genau das möchte die Autorin auch erreichen.
    Doch viel prägnanter, als diese Nachricht, finde ich wirklich die Tatsache, was die Charaktere in diesem Buch tun und besonders, was sie von ihren Mitschülern verlangen zu tun. Es geht um körperliche Gewalt, Gewalt an Tieren und um eine Menge anderer Dinge, auf die ich niemals gekommen wäre. Diese Boshaftigkeit, die sich im Laufe des Buches bei den Charakteren entwickelt, ist so deutlich zu spüren, dass ich teilweise Gänsehaut hatte. Besonders bleibt mir diesbezüglich eine Person im Sinn.
    Die Geschichte mag dabei aber, so grausam und schockierend sie ist, genauso realitätsfern sein.
    Einige Taten dieser Kinder sind so heftig, dass ich die „Konsequenzen“ daraufhin nicht verstehe. Irgendwie wurde mir vermittelt, dass solche Dinge ruhig passieren können, dann bekommt man halt mal Hausarrest und andere Strafen und die Sache ist gegessen. Da hat mir etwas der Bezug zur Realität gefehlt bei einem sonst so wichtigen und aktuellen Thema. 

    Sonst bin ich einfach nur begeistert und schockiert zugleich und kann wirklich sagen, dass dieses Buch eindeutig zu meinen derzeitigen Highlights in diesem Jahr gehört!

  2. Cover des Buches Todeswächter (ISBN: 9783404169917)
    Veit Etzold

    Todeswächter

     (169)
    Aktuelle Rezension von: Sonnenwind

    Das letzte Buch des Autors war mir hoffnungslos zu grausam, diesmal bin ich besser damit fertiggeworden. Das liegt daran, daß hier das Seelenleben des Mörders mehr im Mittelpunkt steht und nicht nur die Leichen die Handlung dominieren. Außerdem kommt einiges aus der Psychologie zur Sprache, und wenn ich etwas lernen kann, bin ich immer gleich dabei. Krimis sind zwar überhaupt nicht mein Ding, aber diesen Text konnte ich problemlos lesen.

  3. Cover des Buches Der Schrecksenmeister (ISBN: 9783492253772)
    Walter Moers

    Der Schrecksenmeister

     (1.165)
    Aktuelle Rezension von: pmg

    In Sledwaya, der ungesundesten Stadt des Kontinentes Zamonien lebt Echo, das kleine Krätzchen. Krätzchen unterscheiden sich von Katzen nur dadurch, dass sie alle Sprachen aller Lebewesen sprechen können, zwei Lebern und ein nahezu perfektes Gedächtnis haben. Echo genoss ein bequemes Hauskrätzchen-Leben, bis seine Besitzerin starb. Ungefüttert und hungernd zieht Echo durch Sledwaya, auf der Suche nach jemanden der es füttert.,

    Schliesslich findet sie den gefürchteten Schreksenmeister Succubius Eißpin, der im geheimen über die Stadt herrscht und geht mit ihm in seiner Not einen Vertrag ein: Eißpin fütter Echo bis zum nächsten Vollmond mit den erlesensten und leckersten Speisen, dafür darf er das Krätzchen töten, um aus ihm das unsterblich machende Krätzchenfett zu gewinnen. Ausserdem weiht Eißpin das Krätzchen in sämtliche Geheimnisse seiner Kunst ein, denn durch das Auskochen von Echo's Fett enthält dieses auch das gesamte Wissen des Krätzchens.

    Anfänglich ist Echo froh, dem Hungertod entronnen zu sein. Als aber der Vollmond immer näher rückt, wächst seine Angst und er sucht nach einem Ausweg (den es denn auch findet, aber mehr soll hier nicht verraten werden.)

    Der Schreksenmeister ist der fünfte Band der Zamonien-Reihe, allerdings wiederum eine in sich geschlossene Geschichte, die unabhängig von den anderen Gelesen werden kann. Es ist angelehnt an Gottfried Keller's Spiegel das Kätzchen (das ich allerdings noch nicht gelesen habe).

    Das Buch hat mich fasziniert. Es liest sich leicht und flüssig. Witzig sind auch die vielen Illustrationen, die die verschiedenen Kreaturen, die im Buch vorkommen, veranschaulichen.

  4. Cover des Buches Nordlicht - Die Spur des Mörders (ISBN: 9783734107238)
    Anette Hinrichs

    Nordlicht - Die Spur des Mörders

     (78)
    Aktuelle Rezension von: law-and-words

    Ein neuer Fall für Hauptkommissarin Vibeke Boisen und ihr Kollege Rasmus Nyborg. Am Fuße des Idstedt-Löwen wird ein 73-jähriger Mann tot aufgefunden. Auf der Suche nach dem Täter gräbt das Ermittler-Team tief in der Vergangenheit des Verstorbenen, dabei werden Verbindungen zu dunklen Kapiteln der Deutsch-Dänischen-Geschichte aufgedeckt.


    Schon der erste Teil der Nordlicht Reihe hat mir gut gefallen, dieser zweite ist sogar noch besser. Ich habe fast bis zum Ende im Dunkeln getappt und es haben sich immer neue Verdachtsmomente ergeben. Die Spannung ist nicht zu kurz gekommen! Diese betrifft nicht nur die Suche nach dem Täter, sondern auch die Vergangenheit des Verstorbenen. Die Autorin hat die Deutsch-Dänische Geschichte auf eine interessante und passende Weise in den Krimi eingebaut.


    Die Ermittler haben sich schon im ersten Teil in mein Herz geschlichen und ich habe mich sehr auf ein Wiedersehen gefreut. Ich finde es besonders toll, dass das Privatleben und die Vergangenheit beider muteinbezogen wird, aber nicht zu stark thematisiert wird. Außerdem gefällt mir die Charakterentwicklung und ich bin gespannt wie es mit beiden weiter geht. 


    Der Schreibstil ist toll und die Beschreibung der verschiedenen Schauplätze sehr eindrücklich. Abgerundet wird die Darstellung der Umgebung noch durch Fotos der Schauplätze und eine Karte auf der die entscheidenden Orte eingezeichnet sind, so kann man sich das Geschehen noch besser vorstellen.

  5. Cover des Buches Schattenblume (ISBN: 9783734101687)
    Karin Slaughter

    Schattenblume

     (949)
    Aktuelle Rezension von: haberlei

    Einerseits ist die dramatische Geiselnahme, der Angriff auf die Polizeistation, die Jeffrey leitet und bei der er schwer verletzt wird, die fesselnde Rahmenhandlung, andererseits liegt die Ursache dafür in der Vergangenheit Jeffreys. Die Aufrollung eines sog. Cold Case ist die zweite spannende Handlung, wobei man vieles über Jeffreys Jugend, seine Freunde und sein Leben damals erfährt, auch über die erste Zeit ihrer Liebe, der Liebe zwischen Sara und Jeffrey. Das hat seinen besonderen Reiz, eine besondere Spannung.

  6. Cover des Buches Todesurteil (ISBN: 9783844515756)
    Andreas Gruber

    Todesurteil

     (68)
    Aktuelle Rezension von: weltentzueckt

    Band 2 gefiel mir sogar noch besser als Band 1. Man glaubt es kaum.

    Die Geschichte spielt zum Teil in Wiesbaden, meiner Heimatstadt. Die Schauplätze sind mir alle bekannt. Das bot ein ganz neues Leseerlebnis.

    Die Charaktere sind gewohnt meisterhaft. Moralisch grau. Maarten S. Sneijder ist ein Zyniker, häufig unverschämt, weil es ihm egal ist, was andere von ihm denken und weil er ein Genie ist, das es sich leisten kann.

    Sabine Nemez wird in Band 2 an der Polizeiakademie aufgenommen und eckt mit ihrem Ehrgeiz und den unkonventionellen Ermittlungsmethoden gehörig an. Das, was andere an ihr kritisieren, schätzt Sneijder so sehr. Sie ist verbissen und bereit, nicht nach Handbuch zu agieren, um Mörder dingfest zu machen.

    Die außergewöhnlich gut ausgearbeiteten Charaktere und zwischenmenschlichen Beziehungen machen diese Reihe zu etwas ganz besonderem.
    Aber auch die Fälle in Band 2 haben es so richtig in sich. So viel Grausamkeit und Brutalität. Solch ein Horror.
    Und ein Kopfkino, als wäre man Live dabei.
    Erschreckend und faszinierend.

    5 Sterne.

  7. Cover des Buches Blut ist dicker als Wasser (ISBN: 9783499268052)
    Lisa Gardner

    Blut ist dicker als Wasser

     (56)
    Aktuelle Rezension von: Krimifee86
    Inhalt: Die Familie eines Bostoner Bauunternehmers wird entführt und in einem alten Gefängnis gefangen gehalten. Lange ist nicht klar, worum es den Entführern eigentlich geht und während die Familie um ihr Leben bangt, tun Polizei, FBI und Privatermittler alles, um die drei Denbes zu finden und zu befreien. Doch auch im Leben einer scheinbar perfekten Familie ist nichts so wie es scheint und so spielen sich hinter den Gefängnismauern immer mehr Dramen ab, die nichts mit der eigentlichen Entführung zu tun haben…

    Charaktere: Da sind zunächst einmal die drei Denbes: Justin, Libby und Ashlyn. Ich mochte sie alle nicht besonders. Insbesondere die weinerliche Libby nicht, die mir sehr auf den Keks gegangen ist. Justin war mir immer eine Spur zu tough und unangreifbar und Ashlyn im Angesicht der Katastrophe viel zu sehr Teenager (zickig) als dass ich sie hätte ernst nehmen können.
    Die Privatermittlerin Tessa Leoni hat mir eigentlich recht gut gefallen, wobei mich die ganzen Anspielungen auf ihre Vergangenheit genervt haben (ich habe kein vorheriges der Bücher gelesen). Richtig gerne mochte ich allerdings den Polizisten aus New Hampshire, dessen Name mir entfallen ist. Den fand ich sehr sympathisch dargestellt, er hat sich selbst nicht zu ernst genommen und hatte eine gute Nase und ein gutes Gespür.
    Die drei Entführer fand ich zwar sehr überspitzt, aber nichtsdestotrotz auch relativ realistisch dargestellt. Ich habe ihnen ihre Rollen jedenfalls abgenommen.

    Das hat mir gut gefallen: Ich mag den Schreibstil von Lisa Gardner sehr gerne. Ich finde, dass es ihr wunderbar gelingt, den Leser mit auf die Reise zu nehmen und alle Aspekte der Geschichte zu beleuchten. So erfahren wir sowohl, was bei den Entführungsopfern passiert, als auch zum Teil die Perspektive der Entführer und letztlich natürlich auch die der unterschiedlichen Ermittler. Auf diese Art und Weise bietet sich der perfekte Überblick und es macht Spaß, die Geschichte entsprechend zu verfolgen.

    Das hat mir nicht so gut gefallen: Für mich war die Frage, wer hinter der Entführung steckt, leider relativ schnell beantwortet und am Ende hatte ich mit meiner Vermutung auch recht. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt (und auch geärgert), warum die Ermittler das Offensichtliche nicht sehen oder nicht zumindest mal in die richtige Richtung blicken. Genervt haben mich auch die Denbes, insbesondere die beiden Frauen. Ich habe sie einfach als sehr anstrengend empfunden und fand die Szenen mit ihnen eher befremdlich.

    Fazit: „Blut ist dicker als Wasser“ ist ein spannend geschriebener Thriller, dessen Ende jedoch ziemlich vorhersehbar ist. Nichtsdestotrotz habe ich ihn gerne gelesen und ich mochte auch einen Teil der Charaktere sehr, den anderen geht so. ;-) In jedem Fall vergebe ich solide drei Punkte und werde gerne weitere Bücher von Lisa Gardner lesen.
  8. Cover des Buches Dune – Der Wüstenplanet (ISBN: 9783453321229)
    Frank Herbert

    Dune – Der Wüstenplanet

     (401)
    Aktuelle Rezension von: Horatio-Buecherliebe

    Mit dem Roman "Der Wüstenplanet" (Originaltitel: "Dune") schuf Frank Herbert 1965 ein Monument der Science Fiction und den Beginn eines großen Zyklus, der gerade heute wieder von hoher Aktualität ist.

    Vor dem Hintergrund einer komplexen Ökologie und ökonomischen Zwängen entfaltet sich die epische Auseinandersetzung der Häuser Harkonnen und Atreides um die Vorherrschaft auf Arrakis, dem Wüstenplaneten. Gerade die im ersten Band nur angedeuteten Kippunkte eines gesamten Ökosystems geben in der heutigen Zeit wieder besonders zu denken.

    Auch die überzeugende Darstellung religiöser Dynamiken ist ein Schwerpunkt des Werkes und von großem Belang.

    Der Roman ist, wie auch der gesamte Zyklus, durchzogen von philosophischen und mystischen Reflexionen, die auf das durch Frank Herbert umfassend und detailliert ausgearbeitete Universum im Hintergrund schließen lassen. 

    Die verschiedenen Übersetzungen des Romans haben einen großen Einfluss auf die mystifizierende Wirkung dieser Passagen. Gerade die in Satzkonstruktion und technischem Vokabular etwas gediegenere, altertümlicher anmutende Übersetzung von Roland M. Hahn passt recht gut zu dem posttechnologischen, feudalen Universum. Sie ist allerdings, aus heutiger Sicht, nicht mehr ganz einfach zu lesen. Die neue Übersetzung von Jakob Schmidt dagegen ist erheblich modernisiert und flotter, vielleicht ein wenig glatt. In jedem Fall aber eingängig und zeitgemäß, wenn ich selbst auch klar die alte Fassung favorisiere.

    Als problematisch stellen sich der im Roman vorherrschende "Führerkult" sowie die Tendenz dar, Probleme regelmäßig allein mit der Anwendung von Gewalt lösen zu wollen. Besonderes ersteres ist in dem gegebenen Ausmaß an einigen Stellen schwer nachvollziehbar und kann nicht völlig überzeugen.

    Neben so vielen anderen spannenden Punkten interessant, ist auch die Rolle der Frauen in dem auf Arrakis vorherrschenden, quasi feudalen System. Auch wenn auf den ersten Blick traditionelle Frauenrollen vorzuherrschen scheinen, hat Frank Herbert mit dem umfassend ausgearbeiteten Orden der Bene Gesserit und deren prominenten weiblichen Angehörigen, der Stellung der Frauen im Dune-Universum und auch im Roman, eine große Komplexität und dominierende Position verliehen.

    Vieles mehr gäbe es noch zu entdecken, erforschen und zu berichten. "Der Wüstenplanet" ist keine leichte Kost aber ganz sicher ein Meilenstein und allen Freundinnen und Freunden der Science Fiction uneingeschränkt zu empfehlen.

  9. Cover des Buches Kaltblütig (ISBN: 9783036959030)
    Truman Capote

    Kaltblütig

     (315)
    Aktuelle Rezension von: Surari

    Die Clutters sind eine Farmerfamilie aus Kansas. Sie haben viele Freunde und sind gut angesehen in der Gemeinde. Zwei  der vier Kinder sind bereits ausgezogen als die Eltern und die verbliebenen zwei Kinder ermordet werden. Aber wer hat es auf die Clutters abgesehen gehabt. Vor allem da Mr. Clutter so gut wie alles mit Schecks bezahlt und nie groß Bargeld im Haus hat? Später wird es heißen wir haben zwischen 40 und 50 Dollar erbeutet. Dafür musste vier Menschen sterben.

    Dieses Buch ist schon etwas älter und beruht auf einer wahren Begebenheit. Es wurde 1965 von Truman Capote geschrieben, der beweisen wollte, dass ein auf Tatsachen basierender Roman genauso spannend sein kann wie eine erdachte Geschichte. Allein deshalb hat es mich interessiert und weil es damals ein Bestseller wurde. Mich hat das Buch leider nicht überzeugt. Ich habe jetzt zwei Monate benötigt um es zu beenden. Capote erzählt sehr viel was einfach nicht relevant ist für die eigentliche Handlung. Z.b. sind oft Erzählungen wie die Städte aussehen und ich brauch nicht jeden Grashalm der im Wind weht als Bild erzählt. Auch wenn Nebenfiguren erwähnt werden sind da oft Monolog oder Dialoge die einfach nicht benötigt werden für die Geschichte. Ich fand es für 350 Seiten sehr mühsam zu lesen. Schade, war es doch eines meiner 21 für 21 Bücher.

  10. Cover des Buches Todesspiele (ISBN: 9783426502990)
    Karen Rose

    Todesspiele

     (447)
    Aktuelle Rezension von: Sarah203

    Kurzfassung


    In einem Bunker stößt Ermittler Luke Papadopoulos auf die bestialisch zugerichteten Leichen mehrerer minderjähriger Mädchen. Sie alle wurden sexuell missbraucht, physisch und psychisch gequält und misshandelt. Schon bald wird klar, dass sie Opfer eines Menschenhändlerrings wurden, dessen Hintermännern die Flucht gelang. Die Spuren führen erneut nach Dutton, Georgia, jener Stadt, die so unzertrennlich mit dem Schicksal der Familie Vartanian verwoben ist. Luke Papadopoulos setzt alles daran, dieses Gewirr aus Eskapaden, Erpressungen und Gewalt zu entschlüsseln, zumal nun auch Susannah Vartanian, die attraktive Schwester seines besten Freunds Daniel, im Mittelpunkt der Ereignisse zu stehen scheint. Nach und nach wird deutlich, dass die Verbrechen der Vergangenheit und jene der Gegenwart zusammenhängen, und es Einwohner in Dutton gibt, die über all die Jahre hinweg ein perfides und nahezu undurchdringliches Netz aus Intrigen und Gewalt erschufen. Doch wer hält noch immer all die Fäden in der Hand, und wie kann man ihn stoppen? 


    Handlung


    Das dritte und letzte Buch der Vartanian-Reihe "Todesspiele" knüpft nahtlos an die Ereignisse des zweiten Buches an. Während Special Agent Daniel Vartanian sich von seinen schweren Verletzungen erholt, ermitteln sein bester Freund Luke Papadopoulos und sein Team fieberhaft den Verbleib der restlichen Opfer des Mädchenhändlerrings und versuchen, den Hintermännern auf die Spur zu kommen. Nach und nach wird klar: die aktuellen Geschehnisse hängen mit den Morden aus dem ersten und zweiten Band und darüber hinaus mit Ereignissen zusammen, die vor mindestens dreizehn Jahren ihren Lauf nahmen, und die erneut mit der Familie Vartanian verbunden sind.


    Charaktere


    Eigentlich gelingt es Karen Rose sonst leicht, den Charakteren ihrer Geschichten Leben einzuhauchen. Meist sind es Menschen mit Ecken und Kanten, deren Eigenheiten einem als Leser manchmal den letzten Nerv rauben und deren Handlungen und Gedankengänge nicht immer vollkommen nachvollziehbar sind. Doch das macht sie für mich normalerweise um so menschlicher. Leider verliert sich der Plot von "Todesspiele", ebenso wie der Vorgängerroman "Todesbräute" so sehr in einer Vielzahl von Akteuren, Verdächtigen und deren Verstrickungen, dass ich beim Lesen nahezu den Überblick verloren habe. Durch die schiere Anzahl an Protagonisten ist eine Charakterentwicklung leider oftmals nur rudimentär gegeben. Anders als in "Todesbräute" jedoch bekommen glücklicherweise die Hauptfiguren wieder etwas mehr Raum, so dass ein Mitfiebern, Mitleiden und Miterleben bei mir zwar nicht völlig ausblieben, jedoch bei weitem nicht so ausgeprägt waren wie bei den Büchern der Chicago-Reihe.


    Schreibstil


    Der Schreibstil von Karen Rose ist wie immer leicht zu lesen und hat keinerlei literarischen Tiefgang, doch das erwarte ich von einem (Lady)Thriller auch gar nicht. Ich möchte unterhalten werden und möchte das Prickeln der Spannung erleben. Dies gelingt in "Todesspiele" leider selten, denn die Handlung wirkt übertrieben konstruiert. Man kann sagen, dass bei den Einwohnern von Dutton nichts so ist wie es auf den ersten Blick erscheint und während der Ermittlungen das gesamte soziale Gefüge dieser Stadt auseinanderbricht. Jedes noch so schmutzige Geheimnis kommt ans Licht, jede noch so alte Verfehlung. 


    Fazit


    Auch in ihrem dritten Roman aus der Vartanian-Reihe, "Todesspiele", bleibt Karen Rose ihrem gewohnten Schema treu: zwei attraktive, intelligente und liebenswerte Menschen, jeweils beeinträchtigt durch mindestens einen schweren Schicksalsschlag, treffen zufällig aufeinander und fühlen sich magisch voneinander angezogen, während eine Verbrechensserie ihren Lauf nimmt und auch vor mindestens einer der Hauptfiguren keinen Halt macht. Errettet aus größter Gefahr, bekennen sich die beiden Personen zu ihren Gefühlen und schwören, sich nie wieder loszulassen. Wer diese Vorhersehbarkeit und die stets zugrundeliegenden Liebesgeschichten innerhalb eines Thrillers mag, der ist mit einem Ladythriller von Karen Rose im Allgemeinen gut bedient. Erfreulicherweise nimmt dieses Mal die Liebesgeschichte der beiden Hauptprotagonisten nicht allzu großen Raum ein, auch die sonst oftmals schwülstigen Sexszenen sind nahezu nicht existent. Nachdem ich bereits alle sechs Bände der Chicago-Reihe und die ersten beiden Bände der Vartanian-Reihe gelesen habe, muss ich dennoch sagen, dass "Todesspiele" für mich zwar etwas stärker als der zweite Band "Todesbräute" ist, jedoch bei weitem nicht an die Dynamik und Raffinesse der Romane der Chicago-Reihe heranreichen kann. Dies liegt vor allem an der schieren Anzahl an Protagonisten, den häufig schwach gezeichneten Charakteren und dem sehr, sehr konstruierten Plot. Die Enthüllung der Hintermänner all dieser Verbrechen und vor allem die Aufklärung der zugrundeliegenden Kausalitäten ist für mich mehr als unglaubwürdig und an den Haaren herbeigezogen.

  11. Cover des Buches Die Morde des Herrn ABC (ISBN: 9783455650037)
    Agatha Christie

    Die Morde des Herrn ABC

     (148)
    Aktuelle Rezension von: Alexandra_Wagner

    nicht der typische Poirot, aber trotzdem einer der besten.

  12. Cover des Buches Dem Tode nah (ISBN: 9783548267449)
    Linwood Barclay

    Dem Tode nah

     (359)
    Aktuelle Rezension von: Zahirah

    Es ist ja eigentlich der absolute Horror, was Derek da erlebt. Aber was daraus erwächst ist auch nicht weniger als Horror pur. Es entspinnt sich ein sehr verworrenes Netz aus Intrigen, Informationen und Fehlinformationen, Lügen und Geheimnissen - und dann gibt es noch Mord und Betrug. Mir hat dieses Buch gut gefallen, die düstere Spannung, das rasante Tempo der Handlung. Der Schreib- und Erzählstil ist flüssig und leicht zu lesen. Durch etliche falsche Fährten wird die Spannung immer wieder angeheitzt, da man als Leser ja auch immer wieder seine eigenen Überlegungen revidieren muss. Man bleibt automatisch am Buch, um zu erfahren wie es auf dem neuen Pfad jetzt weitergehen wird. 

    Ein mitreißender und mit vielen Wendungen versehener Thriller, der mich trotz der teils verworrenen Handlung gut unterhalten konnte. Ich vergebe, weil mir das eine oder andere doch ein wenig unrealistisch war 3,5 von 5 Sterne.

  13. Cover des Buches Das Schicksal in Person (ISBN: 9783455651010)
    Agatha Christie

    Das Schicksal in Person

     (105)
    Aktuelle Rezension von: _traumweltenmalerei_

    𝐒𝐜𝐡𝐫𝐞𝐢𝐛𝐬𝐭𝐢𝐥: Der Fall wird aus einer neutralen Erzählperspektive wiedergegeben, das Buch lässt sich locker und flüssig lesen und die Kapitel haben eine angenehme Länge.
    𝐂𝐡𝐚𝐫𝐚𝐤𝐭𝐞𝐫𝐞: Miss Marple verströmt in diesem Roman einen ganz besonderen Charme. Es hat Spaß gemacht sie dabei zu begleiten wie sie wieder einen kniffligen Fall löst. Auch die anderen Charaktere waren sehr interessant und nicht so leicht zu durchschauen wie es anfangs zu scheinen mochte.
    𝐒𝐭𝐨𝐫𝐲: Ein verstorbener Freund bittet in seinem Testament Miss Marple ein Verbrechen aufzuklären. Miss Marple kann den letzten Wunsch eines Verstorbenen natürlich nicht abschlagen und begibt sich nicht nur auf ein heikles Abenteuer in den schönsten Gärten Englands sondern auch zugleich in große Lebensgefahr.
    𝐖𝐞𝐢𝐭𝐞𝐫𝐞𝐬: Spannend, witzig und charmant. Ein Muss für Agatha Christie Fans.

  14. Cover des Buches Die 13 ½ Leben des Käpt'n Blaubär (ISBN: 9783328107682)
    Walter Moers

    Die 13 ½ Leben des Käpt'n Blaubär

     (2.143)
    Aktuelle Rezension von: SonjaMarschke

    Dieses Buch ist so vieles auf einmal: Komödie, Abenteuerroman, Liebesgeschichte, ... vor allem aber eines: großartige Unterhaltung!

  15. Cover des Buches Killerfrauen (ISBN: 9783426788660)
    Stephan Harbort

    Killerfrauen

     (50)
    Aktuelle Rezension von: Miss-Tarantulas-Netzwerk

    🕷 Cover 🕷
    Wie für ein Sachbuch üblich ist das Cover eher schlicht gehalten. Rechts oben ist, passenderweise, das Portrait des Autors zu sehen und es sind außerdem zwei Hände bzw. deren Schatten zu erkennen. Die obere Hand scheint ein Messer zu halten. Auch wenn es nicht eindeutig zu erkennen ist, so soll es sich hierbei sicherlich um weibliche Hände handeln. Dies schließe ich aus dem Titel und den Inhalt des Buches. Das Cover ist damit passend zur Thematik gestaltet. 


    - - - - - - - - - - 🕷🕸🕷 - - - - - - - - - -

    🕷 Aufbau & Schreibstil 🕷
    ~ Erzähler Perspektive ~

    Kapitel
    Das Buch enthält 7 Kapitel (+ Vorwort, Nachwort, Kriminologie der Serienmörderin, Literatur).
    Die Kapitel werden nicht mit Zahlen, sondern mit passenden Überschriften eröffnet. Bevor dann mit der sachlichen Erzählung begonnen wird, finden wir noch einige aussagekräftige Textstellen.


    Atmosphäre
    Wie für ein Buch aus der True Crime Szene üblich, ist die Atmosphäre hier sehr sachlich und dennoch durch die Ereignisse auch ergreifend.

    Schreibstil

    Gewöhnlich sachlich und fundiert.


    - - - - - - - - - - 🕷🕸🕷 - - - - - - - - - -


    🕷 Mein Fazit & Bewertung 🕷
    Stephan Harbort.
    Nicht mein erstes Buch von diesem großartigen Autor und sicherlich auch nicht mein letztes.

    Wie üblich geht der Autor bei der Analyse der Täterinnen und dem damit verbundenen Tathergang äußert genau und nach einem zeitlichen Ablauf vor. Dadurch erfahren wir sowohl etwas über die Vergangenheit der Täterinnen, als auch über deren Gegenwart und das abschließende Urteil vor Gericht. Außerdem wird auch deren Psyche genaustens durchleuchtet. Studien untermauern seine Aussagen. Wenn Fachbegriffe aufkommen, werden diese vom Autor selbstverständlich erläutert. Abschließen bleibt keine Frage mehr offen.


    Das Buch zeigt den Unterschied zwischen weiblichen und männlichen Tätern auf. Ja, hierbei gibt es tatsächlich einige Unterschiede. Auch wenn es selbstverständlich erschreckend ist, so ist es dennoch auch sehr interessant, wenn man einmal tief in die Psyche einer Täterin vordringen kann.

    Aus Respekt vor Opfer, Hinterbliebenen, Ermittlern und Autor gebe ich, wie immer, eine Bewertung von 5 von 5.  

  16. Cover des Buches Die Herren der Unterwelt - Schwarze Lust (ISBN: 9783899416503)
    Gena Showalter

    Die Herren der Unterwelt - Schwarze Lust

     (159)
    Aktuelle Rezension von: Seralina1989

    Im 3. Teil begleiten wir Reyes, den Träger des Schmerzes. Um seinen Dämon zufrieden zu stellen, muss er sich selbst Schmerzen zufügen. Sein Herz hängt an Danika, die wir schon in Teil 1 kennen gelernt haben. Und die die Titanen grundlos(?) unbedingt tot sehen wollen.

    Hatte hier endlich mal nicht so sehr das Gefühl einer Insta-Story. Süß schrieben und auch hier kriegen wir wieder Einsichten zu den anderen Kriegern. Interessanterweise darf der Leser aber auch mal bei den Feinden reinschnuppern. Vielleicht wird das in den Folgebänden noch 1-2x mehr vorkommen. Wäre zumindest interessant.

    Und wieder war mir das Ende etwas zu kurz angebunden. Bin gespannt, wann es rauskommt, warum Aeron im entscheidenden Moment zusammengesackt ist…

    Was mich immer noch nervt, sind die ständigen Teaser zu Paris‘ Geschichte. Ich will nicht noch so viele andere Geschichten vor mir haben…

  17. Cover des Buches Die Stadt der Träumenden Bücher (ISBN: 9783328107514)
    Walter Moers

    Die Stadt der Träumenden Bücher

     (3.348)
    Aktuelle Rezension von: Viviliebtlesen

    Ich hatte zunächst Zweifel, dieses Buch zu kaufen. Ich hatte ehrlich gesagt Angst davor, von einer Kinderbuch-Abenteuerreihe überrascht zu werden. Klare Aussage hierzu: Nein! dafür ist es zu brutal ( in weiteren Sinne), zu "voll" geschrieben. Diese Sprache, die Bilder, die Texte - alles lädt zum Mitfühlen ein! Mir fehlen einfach die Worte. Ich lese eigentlich sehr bodenständige Bücher, ohne Kitsch, ohne Fantasy. Aber das war überhaupt nicht komisch in diesem Buch. Es war eine neue Welt, die mich einsogen, wie ein Wirbel. Es war so fantastisch, die begeisternd, dass ich mich, nachdem ich es beendet habe, leer, einsam und alleingelassen fühlte. Ich hatte einen Regenbogen im Kopf, der mit dem letzten Satz erlosch. Mich für ein neues Buch zu motivieren, war nicht leicht. Dieses Buch, diese Geschichte - einfach perfekt. Danke !

  18. Cover des Buches Strafe (ISBN: 9783442770526)
    Ferdinand von Schirach

    Strafe

     (175)
    Aktuelle Rezension von: LuisasBuecherliebe

    Mal wieder bin ich begeistert von diesem meisterhaften Erzähler!

    Ferdinand von Schirach schafft es wie kein anderer, den Leser in die Welt der Justiz und menschlichen Abgründe und Psychd zu ziehen. Kurz und prägnant, aber dadurch nicht weniger mitreißend erzählt er die Geschichten einfacher Leute, deren Leben sich oftmals nur durch kurze Momente verändert hat.

    Typisch für Schirach ist der einfache, klare, prägnante Schreibstil, der den Leser trotzdem packt und unheimlich viele Emotionen auslöst - wahrscheinlich gerade wegen seiner Einfachheit.

    Genau ergeht es einem mit den Fällen. Die beschriebenen Schicksale, wie es im Klappentext heißt, schildern oftmals nur kurze, aber lebensverändernde Momente im Leben der Protagonisten. Doch trotz der vermeintlich kleinen beschriebenen Ereignissen bringt Schirach deren Gewaltigkeit auf den Punkt rüber.

    Besonders spannend und interessant werden seine Bücher aber auch durch die vielen Denkanstöße. Was ist ein guter Mensch und was ein schlechter? Warum verurteile ich die eine Tat, die nächste wiederum nicht? War es richtig, war es falsch? Schirach liefert keine Antworten, die muss jeder für sich finden. Doch durch die Schilderung des Lebens und der Umstände der Protagonisten bietet er dem Leser einen Rahmen, in welchen er seine eigene, ganz persönliche, moralische Beurteilung treffen kann.

  19. Cover des Buches Herrin der Lüge (ISBN: 9783404158911)
    Kai Meyer

    Herrin der Lüge

     (124)
    Aktuelle Rezension von: Tudde
    Das Thema war an sich interessant. Aber ich fand, daß es eindeutig zu lang war. Zu lange Dialoge. Zu sehr in Nebensächlickkeiten verliebt. Kürzer wäre besser gewesen. Wenn Meyer das Buch auf ein Drittel gekürzt hätte, wäre ein weitaus spannenderes Buch entstanden.
  20. Cover des Buches Ghostwalker: Pfad der Träume (ISBN: 9783802582257)
    Michelle Raven

    Ghostwalker: Pfad der Träume

     (148)
    Aktuelle Rezension von: Sabine_Marx
    Inhalt:
    Die Leopardenwandlerin Kainda hat einen Traum: Sie will zurück in ihr Heimatland Afrika. Doch der Weg dahin ist gefährlich. Auf der Flucht vor unbekannten Verfolgern wird sie von einem Lastwagen angefahren und schwer verletzt. In der Tierklinik des San Diego Wild Animal Parks kümmert sich der Tierarzt Ryan Thorne aufopferungsvoll um sie und weckt Gefühle in ihr, die sie längst vergessen glaubte. Doch kann sie ihm vertrauen? Nur im Schutz der Nacht wagt sie es, sich ihm in Menschengestalt zu nähern, und lässt Ryan in dem Glauben, die leidenschaftliche Begegnung fände nur in seinen Träumen statt. Als Kaindas Verfolger ihre Spur wieder aufnehmen, muss sie eine Entscheidung treffen.

    Meinung: Die Serie geht weiter und nimmt Fahrt auf. Nach dem Kainda in dem 1 Teil fliehen konnte und bei den Berglöwenstamm untergekommen ist, möchte sie jetzt wieder zurück in die Heimat. Dafür sucht sie einen Weg. Ihre Schwester ist bei den Berglöwen zurück geblieben, da sie noch zu geschwächt für den Weg wäre.

    Da der Feind aber noch immer keine Ruhe gibt, wird Kainda auf den Weg verletzt und von einem Trucker zu dem Tierartz Ryan Thorne gebracht. Dieser hält Kainda für einen normalen Leoparden, merkt aber schnell das sie intelligenter als ihre Artgenossen ist.

    Der Feind findet sie aber auch bei Ryan Thorne und dadurch gerät auch er in Gefahr.

    Michelle Raven hat hier die Charaktere wieder sehr gut beschrieben. Ryan Thorne ist ein Tierarzt mit Leib und Seele. Er gibt alles für die Tiere, welche bei ihm in der Pflege sind. 

    Auch die Gefühle am Anfang von Kainda, die nicht weiß ob sie ihm trauen kann oder nicht, da sie nach dem Autounfall bewusstlos war und dadurch nicht mitbekommen hat, dass sie ihren Verfolgern erstmal entkommen ist, sind sehr gut beschrieben.

    Eine Szene, weiter hinten im Buch ging mir echt an die Nieren. Da habe ich nur gedacht, dass kann jetzt nicht wahr sein, dass ist nicht möglich dass die das gemacht haben. Aber ich will hier auch nicht soviel darüber schreiben, sonst werdet ihr nur gespoilert. 

    Ich finde es gut, dass Michelle Raven auch immer die anderen Charaktere mit ins Buch packt. So hat man ein bisschen mehr über die Beziehung zwischen Marisa und Coyle aus Band 1 erfahren.
     
  21. Cover des Buches Ich, der Roboter (ISBN: 9783453528420)
    Isaac Asimov

    Ich, der Roboter

     (45)
    Aktuelle Rezension von: benfi

    KURZBESCHREIBUNG:
    Mit der Erfindung von Robotern hat die Menschheit im auslaufenden 20. Jahrhundert riesige Schritte in der Entwicklung von Antrieben und die somit der Erkundung des Weltalls gemacht. Die Roboter-Psychologin Dr. Susan Calvin hat diesen Aufstieg des führenden Unternehmens U.S. Robot Company innerhalb dessen Reihen mitgemacht und weiß dementsprechend zu berichten, wie die Roboter in den Alltag der Menschen eingefügt wurden und auch, welche Zweifel sowie Diskussionen es über die obersten Roboter-Gesetze gab. Ein Menschenleben zu bewahren, ist die oberste Priorität - doch lässt sich dies immer zu den jeweiligen Situationen vereinbaren? Calvin fallen da viele Geschichten ein, bei denen die Grenze womöglich überschritten wurde ... was gleichbedeutend mit dem Tod von Menschen zu setzen wäre!

    KOMMENTAR:
    Das Werk 'Ich, der Roboter' ist eigentlich kein Roman. In diesem Buch wurden die ersten Kurzgeschichten des amerikanischen Autors Isaac Asimov geschickt umschrieben zusammen gepackt. So erscheint es, dass die Protagonistin Dr. Susan Calvin die Geschichten einem Reporter erzählt. Beginnend bei der einfachen Story von 'Robbie' und der Beziehung eines kleinen Mädchen zu ihrem mechanischem Freund, wird sich in den Novellen zum einen mit den drei Geboten der Robotik sowie den ethischen Fragen hierzu auseinander gesetzt. Vor allem die Techniker Gregory Powell und Michael Donovan werden oft damit bei ihren Außeneinsätzen auf den verschiedensten Planeten des Sonnensystems damit konfrontiert. Die Geschichten von Asimov sind dabei weniger action-geladen und leben von starken Dialogen wie auch Gedankengängen, welche beim Lesen wirklich zum Nachdenken anregen. Besonders stark sind hierbei die Stories 'Ein Lügner' in der der Roboter Herbie die Gedanken der Menschen vorausschauend erkennen zu scheint und somit die komplette Führung der U.S. Robot Company verwirrt, sowie 'Kleiner verlorener Robot', in der ein Roboter untertaucht und auf beinahe kriminalistische Art und Weise unter vielen anderen Roboter-Exemplaren wieder herausgefischt werden muss. Das Buch wurde so zum Grundstein für das gesamte Asimov-Universum, wobei man schon hier erkennt, wie durchdacht die gesamte Problematik des Verhältnis von Roboter zu Mensch war. Obwohl die Geschichten aus den vierziger Jahren des letzten Jahrhunderts sind, brachten sie wegweisende Artefakte hervor. Das positronische Gehirn, welches die komplexen Gedankengänge und Analysen der Roboter verarbeitet, ist nur eine von vielen. Asimov, der in seiner Abstammung zu russischen Auswanderern gehörte, war ein wahrhaftiger Vorreiter in dieser Sparte und belebte das Genre Science Fiction damit regelrecht. Die Geschichten sind trotz vieler technischer Erklärungen immer noch sehr spannend lesbar und halten den Schmöker-Freund bei der Stange. Besonders, weil sich die Gebote der Robotik auch beim Leser unbewusst in die Hirnwindungen fressen. Sehr nachhaltig angebracht von dem Autor. Wer sich mit dem großen Zukunfts-Epos von Isaac Asimov auseinandersetzen möchte, dem sei wirklich empfohlen mit diesem Buch zu starten. Es vermittelt gerade in der heutigen Zeit ein sehr unheimliches Gefühl, denn Asimovs Zukunft ist heute schon da: Dr. Susan Calvin stieß im Jahre 2007 zur U.S. Robot Company - vor zwölf Jahren also!
    7,9 Sterne

  22. Cover des Buches Eine unbeliebte Frau (ISBN: 9783548291772)
    Nele Neuhaus

    Eine unbeliebte Frau

     (991)
    Aktuelle Rezension von: Alexandra_Wagner

    sehr sympathische Ermittler und ein spannender Fall, seht unterhaltsam

  23. Cover des Buches Geliebter Roboter (ISBN: 9783453528437)
    Isaac Asimov

    Geliebter Roboter

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Letztlich hatte ich ja bereits „Ich, der Roboter“ von Asimov konsumiert und war von den 1950 erstveröffentlichten Werk begeistert. Somit war es klar dass der Nachfolger auf jeden Fall auch konsumiert werden musste.

    Klappentext:
    Claire Belmont, Ehefrau eines Angestellten der U. S. Robot Company, soll das Modell TN3, genannt Tony, als Haushaltshilfe testen. Nur widerwillig stimmt sie dem Projekt zu, Robots sind ihr nicht ganz geheuer. Aber Tony ist darauf programmiert, ihr jeden Wunsch zu erfüllen – und er erkennt mehr als nur die offensichtlichen … In insgesamt zehn Kurzgeschichten wirft Isaac Asimov in „Geliebter Roboter“ einen Blick in die Zukunft, deren Grundsteine heute schon gelegt werden. Zusammen mit „Ich, der Roboter“ und „Der Zweihundertjährige“ legt Asimov hier auch den Grundstein zu seiner gigantischen Future History, dem Foundation-Zyklus.

    Zum Inhalt:
    Isaac Asimov welcher während seiner Studienzeit mit dem Schreiben von SF-Kurzgeschichten begonnen hat, dürfte den meisten durch „I, Robot“ oder durch seine Robotergesetze ein Begriff sein. Hier liegt nun der zweite Teil der dreiteiligen Reihe aus dem Heyne Verlag vor.

    Zwischen den Buchdeckel befinden sich zwölf Geschichten welche Asimov zwischen 1951 und 1957 erschaffen hat.

    Auch in diesem Werk versetzt Asimov in eine damals Fiktive Zukunft, welche sich heute fast wie eine Vorhersage anhört, allerdings immer noch top aktuelle erscheint.

    Die hier versammelten Storys drehen sich um Fragen wie etwa ob das menschliche Handeln von Maschinen vorherberechnet werden kann oder aber ob ein Zusammenleben zwischen Mensch und KI/Maschine ohne Vorbehalte oder Diskriminierung möglich ist.

    Die Storys hangeln sich dabei immer wieder um einen festen Pro- und Antagonistenstamm auf, welches einem das „reinkommen“ wohlwissend erleichtert.

    Meine Meinung:
    „Ich, der Roboter“ war schon ein gelungenes Leseerlebnis, und „Geliebter Roboter“ steht diesem in nichts nach und ich kann absolut nachvollziehen warum diese Werke als must-read Klassiker gehandelt werden.

    Auch wenn dieses Werk Mitte des letzten Jahrhunderts den Weg zwischen die Buchdeckel gefunden hat, es ist aus meiner Sicht, aufgrund der technischen Entwicklungen z.B. bei Künstlichen Intelligenzen immer noch aktuell und stellt heute immer noch die richtigen Fragen.

    Die kleine Meckerei vom ersten Teil muss ich hier auch übernehmen, aber das Cover ist mir einfach nicht passend genug. Und ein Hinweis noch, der Heyne Verlag kann in die Zukunft schauen, zu mindestens wenn es ums Copyright geht, da steht dann „2018“.

    Meine Wertung:
    4,75 von 5 Robbie`s

  24. Cover des Buches Wolfsfährte (ISBN: 9783404158959)
    Craig Russell

    Wolfsfährte

     (148)
    Aktuelle Rezension von: Captured_Inside_Books

    Inhalt:

    In dem zweiten Fall von Jan Fabel geht es um ein ermordetes Mädchen, das in Pose gesetzt wurde und den Beginn einer brutalen Reihe von Morden bildet. Schon bald stellt sich heraus, dass sich der Serienmörder offenbar von den Märchen der Brüder Grimm inspirieren lässt.


    Meine Meinung:

    Auch wenn der erste Band nicht ganz mein Fall war, wollte ich dem zweiten noch eine Chance geben, da ich ihn sowieso schon da hatte und alles was mit Märchen zu tun hat, liebe.

    Das Cover ist ähnlich wie beim ersten Band aufgebaut, wodurch man erkennt, dass die Bücher zur selben Reihe gehören. Ich finde das Motiv mit dem Blatt und dem Auge des Wolfes im Hintergrund sehr passend zum Inhalt.

    Der Schreibstil von Craig Russell hat mir wieder einige Probleme bereitet. Ich würde nicht sagen, dass er schlecht ist, aber definitiv gewöhnungsbedürftig. Manchmal war er mir ein bisschen zu ausschweifend, was die Spannung reduziert und auch dafür gesorgt hat, dass ich relativ lange zum Lesen brauchte. Außerdem hat Craig Russell eine besondere Art seine Charaktere darzustellen, an die ich mich auch erst gewöhnen musste.

    Jan Fabel finde ich weiterhin toll. In diesem Band hat man mehr über sein persönliches Leben erfahren, was mir wirklich gut gefallen hat. Er ist bodenständig und hat viel Wissen über einzelne Themengebiete. Am Besten finde ich aber, dass man mitbekommt, wie nahe ihm seine Arbeit geht und wie schwer es ihm teilweise fällt, sein Berufsleben von seinem Privatleben zu trennen. Das und seine Persönlichkeit im Allgemeinen macht den Thriller viel realistischer. Man hat auch einen näheren Einblick in das Leben der anderen Ermittler bekommen, wobei ich immer noch darauf hoffe, mehr über sie zu erfahren. Da es ja noch einige Bände gibt, wird das bestimmt noch passieren.

    Dadurch, dass mir der erste Teil nicht so gut gefallen hat, hatte ich keine großen Erwartungen, was “Wolfsfährte“ anbelangt. Ich denke, dass war vielleicht auch ein Grund, warum mir dieser Band besser gefallen hat.

    Am Anfang hatte ich, wie schon erwähnt, wieder einige Schwierigkeiten mit dem Schreibstil, sodass ich nicht sofort in die Geschichte eintauchen konnte. Allerdings habe ich bald darüber hinwegsehen können, weil die Story wirklich interessant ist. Die Art wie die Opfer in Pose gelegt, wie die einzelnen Morde verbunden werden und natürlich der Fokus auf Märchen finde ich einfach großartig. Man konnte sehr viel über die Entstehung und verschiedenen Versionen der Märchen lernen, was mir wirklich Spaß gemacht hat.

    Die Ermittlungen selbst waren auch sehr spannend. Ich finde es interessant zu sehen, wie vorgegangen wird und wie alle Spuren sich langsam zusammensetzen. Besonders toll in diesem Band ist der Aspekt, dass es unterschiedliche Verdächtige gibt. Das hat das ganze nochmal aufgepeppt. Je nachdem wie der Ermittlungsstand war, ist ein anderer zu den Hauptverdächtigen geworden und man wusste bis zum Schluss nicht so richtig, wer denn jetzt der Täter ist.

    Dennoch gab es auch ein paar Dinge die mich gestört haben. Dazu gehören zum Beispiel die Zeitabstände. Der Thriller ist wie eine Art Tagebuch aufgebaut, wo die einzelnen Kapitel jeweils verschiedene Tage und Uhrzeiten als Überschrift haben. Das ist beim ersten Teil auch der Fall und eigentlich finde ich das sogar gut. Hier ist es aber so, dass teilweise zwischen den Kapiteln Wochen vergehen. Das hat mich stutzig gemacht, weil ich wissen wollte, was in diesen Zeiträumen passiert ist. Auf der anderen Seite macht es die ganze Sache aber auch ein Stück weit realistischer, weil dadurch gezeigt wird, dass es nicht immer schnell geht und es sich manchmal längere Zeit keine neuen Spuren ergeben.

    Eine weitere Sache, wo ich mir unsicher bin, was ich davon halte, sind die Ausschweifungen. Craig Russell geht gerne auch auf andere Themen länger ein, die vielleicht nur am Rande für die Handlung wichtig sind, aber meiner Meinung nach nicht in diesem Ausmaß notwendig wären. Dazu gehören zum Beispiel die Geschichte Hamburgs und die Architektur. An sich finde ich die Themen sehr interessant und habe absolut nichts dagegen, darüber mehr zu lesen. Aber leider geht dadurch die Spannung ein bisschen verloren und das Buch zieht sich zwischendurch deshalb ein wenig.

    Das Ende finde ich in gewisser Weise auch sehr realistisch. Das liegt an dem Fakt, dass sie den Täter nur bekommen haben, weil dieser es "zugelassen" hat. Es war interessant, seine Sichtweise erklärt zu bekommen.

    Insgesamt hat mir dieser Thriller viel Spaß gemacht. Der Handlungsort Hamburg, die relativ realistische Handlung und die gute Recherche sind auch bei diesem Band wieder die ausschlaggebenden Punkte, warum ich ihn so gut finde. Der Bezug zu den Märchen der Brüder Grimm und die vielen Informationen, die ich dadurch erhalten habe, sorgen dafür, dass ich dieses Buch viel besser als den ersten Teil finde und die Reihe weiterverfolgen werde.


    Fazit:

    “Wolfsfährte“ ist für mich um einiges besser als sein Vorgänger, obwohl ich immer noch kleine Probleme mit den Schreibstil habe. Der starke Bezug zu den Märchen, die realistische Handlung und interessante Verbindung der Morde sind einige Punkte, die diesen Thriller für mich so gut gemacht haben. Allerdings gibt es teilweise zu ausschweifende Erklärungen, wodurch die Spannung ein bisschen auf der Strecke bleibt.

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks