Bücher mit dem Tag "mühle"
36 Bücher
- Otfried Preußler
Krabat: Roman
(1.964)Aktuelle Rezension von: Mi-ka-doDie Mühle im Koselbruch ist für mich einer dieser Buchorte, die nach wenigen Seiten schon eine eigene Seele bekommen. Am Anfang konnte ich gut verstehen, warum Krabat dort bleiben möchte: Wärme, Essen, ein Platz unter anderen Jungen. Dass mit diesem Zuhause etwas nicht stimmt, schiebt sich langsam dazwischen. Ich fand gerade dieses allmähliche Unbehagen sehr spannend.
Preußlers Sprache hat mir unglaublich gut gefallen. Sie ist klar und lässt die unheimlichen Dinge trotzdem geheimnisvoll wirken. Was mich am stärksten an die Geschichte gebunden hat, waren die Beziehungen zwischen den Jungs. Wie sie miteinander arbeiten, einander beobachten und manchmal eben auch schützen. Dadurch bekam die Bedrohung für mich etwas sehr Konkretes. Es ging nicht nur darum, ob ein Zauber funktioniert, sondern darum, was mit den Menschen geschieht, die Krabat wichtig sind.
Auch die Liebesgeschichte mochte ich. Sie hat etwas Zurückhaltendes, das in dieser dunklen Umgebung umso heller leuchtet. Für mich musste sie gar nicht viel Raum einnehmen, um glaubhaft zu machen, warum Krabat ein anderes Leben will.
Einzelne Abläufe wiederholen sich, aber das hat mich nicht wirklich gestört. Dieses Kreisen passt irgendwie gut zu dem Gefühl, in der Mühle festzusitzen. Ich habe das Buch mit großer Spannung gelesen und noch eine Weile an die Jungen dort gedacht und an diese Geschichte, deren einfache Sätze doch so einiges in mir ausgelöst haben.
- Daniel Kehlmann
Tyll
(322)Aktuelle Rezension von: Hubertus_FeldmannWer bei dem furiosen Auftakt noch gedacht hatte, dass ein solches Niveau wohl nicht durchzuhalten sei, reibt sich am Ende der Lektüre verwundert die Augen: Ist das möglich? Welches vertiefende Lesen, welches Nachdenken über eine längst vergangene Zeit (30-jähriger Krieg) ist erforderlich, um so stilsicher, auf schwierigem Parkett, eine solche Geschichte zu erzählen, die so abstrus wie unterhaltsam, so voller Klamauk, bei immer auch vorhandenem Ernst (wenn auch meist mit einem Augenzwinkern), daherkommt? Wo Tod und Leben so nahe beieinander wohnen, dass sie nur durch eine solche Erzählweise einigermaßen zu ertragen sind. Es wird viel gelitten und viel gestorben in diesem aktuellen Roman von Daniel Kehlmann. Die Liebe wird in dieser Zeit noch etwas anders definiert, sie ist allerdings spürbar – trotz aller Wirrnisse.
Es ist dieser Schreibstiel voller Brillanz, makellos und hinterhältig zugleich, der diesen Roman auszeichnet. Mit dem allerdings Inhalte transportiert werden, die alles andere als elegant zu bezeichnen sind, eher abscheulich bis grotesk, teilweise oberhalb der Schmerzgrenze. Auch wenn damit zum Teil Nachdenkliches mitgeliefert wird und sogar neuere Erkenntnisse der Hirnforschung auftauchen: „Stattdessen [um vor lauter Hunger nicht immer nur an essbare Dinge zu denken] kann man ans Jonglieren denken, das sich nämlich auch in Gedanken üben lässt – man wird dadurch besser.“
Man könnte den Inhalt dieses Buches allerdings auch anders sehen, beispielsweise so. Was passiert mit den historischen Ereignissen, wenn man die Handelnden zu tumben Hampelmännern degradiert, wenn die historischen Ereignisse verballhornt werden, nur um auf Seiten des Lesers Lacher (und damit Anhänger) zu generieren? Der größte Erfolg für denjenigen, der den Zeitgeist unterhaltsam trifft, wenn auch mit tiefsinnigem Nonsens? Zum Glück steht auf dem Buchdeckel „Roman“ und nicht Geschichtsbuch.
(3.4.2018)
- Michael Tsokos
Abgeschlagen
(261)Aktuelle Rezension von: SternenstaubfeeEin sehr spannender und unterhaltsamer Thriller mit einem Rechtsmediziner, der in einem rätselhaften Mordfall ermittelt. Sehr packend und eindrucksvoll erzählt. Zum Ende hin wird es noch mal richtig rasant und spannend.
Mir hat dieser erste Band sehr gefallen, so dass ich mich nun auf den zweiten Band freue.
29.08.2026
- Romy Fölck
Sterbekammer
(194)Aktuelle Rezension von: AnkibaAuf so eine Geschichte muss man erst mal kommen. Wenn ich mir vorstelle was das Opfer in diesem Loch durchlebt haben muss, dann hoffe ich das es solche Täter nie im realen Leben existieren werden.
Das Buch hat mich schnell in seinen Bann gezogen und es hat Spaß gemacht mitzurätseln wer der wahre Täter ist, aber mit dem Ende hätte ich nicht gerechnet.
Romy Fölck hat eine tolle Art zu schreiben. Endlich mal eine Geschichte aus dem Norden Deutschlands und dadurch konnte ich mir die Schauplätze noch besser vorstellen.
Krimifans werden das Buch lieben !
- Martina Bogdahn
Mühlensommer
(220)Aktuelle Rezension von: Da_MarisMartina Bogdahn ist mit Mühlensommer ein interessantes Buch gelungen. Der zentrale Handlungsstrang rund um Maria, die aufgrund eines schweren Unfalls ihres Vaters, zurückkehrt auf den Einödhof ihrer Familie, hat mir sehr gut gefallen. Hier zeigt sich, wie kompliziert Familie doch oft ist, dass aus Krisen aber auch etwas Gutes entstehen kann. Allerdings war das Ende für meinen Geschmack zu sehr Happy End.
Neben dieser Haupthandlung gibt es aber auch umfangreiche Einblicke in Marias Kindheit. Das war spannend, denn so konnte ich von einer Kindheit lesen, die so ganz anders war, als meine. An einigen Stellen gingen mir die Erzählungen aber zu weit. Die beschriebenen Ereignisse waren oft unbedeutend für die Haupthandlung und zwischendurch hatte ich das Gefühl, ich lese eine Biografie, statt einen Roman.
Insgesamt aber ein schöner Roman für den Sommer, aber mit einigen detaillierten Längen.
- Sabine Städing
Petronella Apfelmus - Verhext und festgeklebt (Sonderausgabe)
(167)Aktuelle Rezension von: FischermadelPetronella Apfelmus ist bei uns im Haus eines der wenigen Vorlesebücher / Erstlesebüchern, die unsere 5 Jährigen Zwillinge regelrecht verschlingen.
Dies liegt nciht nur an der spannenden und lustigen Geschichte der kleinen Apfelhexe und Familie Kuchenbrand, sondern auch an den gelungen Illustarionen im Buch, welche das Leseerlebnis verbildlichen. Die Kapitel sind von der Länger her perfekt, um diese tageweise mit jüngeren Kindern zu lesen und trotzdem im Geschehen/ Lesefluss bleiben zu können.
- Elisabeth Herrmann
Die Mühle
(164)Aktuelle Rezension von: lucatrkisDie meisten Charaktere mochte ich leider nicht und die, die ich mochte, starben nach kurzer Zeit. Zudem handelten die Figuren für mich teilweise nicht nachvollziehbar. (SPOILER) Zum Beispiel reagierte der Chauffeur der Limousine auf ein Klopfen an der Scheibe nicht, woraufhin eine Person der Gruppe versuchte die Tür zu öffnen. Während dem Fahren! Dann standen sie vor einer Hängebrücke und die Limousine fuhr weg. Aber die Gruppe hatte nichts anderes zu tun als sich zu betrinken. Außerdem vertraute Lana Johnny nicht mehr so ganz und verdächtigte ihn sogar, sie umbringen zu wollen, trotzdem verbarrikadierte sie sich mit ihm im Haus. (SPOILER ENDE) Da ich auch nicht alle Charaktere mochte, war es mir teilweise sogar egal, ob jemand jetzt nun starb oder nicht. (SPOILER) Zum Beispiel war Franziska kurz davor grauenhaft zu sterben. Eigentlich hätte das spannend sein können, doch es war mir egal ob sie starb. (SPOILER ENDE) Was man dem Buch aber lassen muss ist, dass es sehr spannend war und mit einigen Wendungen überzeugen konnte. Auch das Setting gefiel mir richtig gut, ich konnte mir die Landschaft sehr gut vorstellen. Das Ende gefiel mir nicht so gut, der „Epilog“, der ein Jahr später spielte, war ganz nett.
- Monika Feth
Die Julibraut
(57)Aktuelle Rezension von: Lady_CassiopeiaIn Die Julibraut, dem letzten Band der Jette-Krimi-Reihe von Monika Feth, kehrt Jette erneut in den Fall zurück, der sie vor Jahren traumatisiert hat: Die Begegnung mit Georg Taban, dem Mann, der ihre beste Freundin getötet hat und in den sie sich dann ebenfalls verliebt hatte. Drei Jahre nachdem er im Gefängnis gelandet ist, scheint er über Briefe, unerklärliche Unfälle und bedrohliche Botschaften wieder Einfluss auf Jettes Leben zu nehmen, was sie dazu bringt, ihre Ängste und ihre Erinnerungen mit dem Bösen erneut zu konfrontieren.
Während der Plot auf Spannung und psychologische Dramatik setzt und die Autorin nach wie vor psychische Belastungen und Störungsbilder in den narrativen Fokus rückt, bleibt ein zentraler Kritikpunkt bestehen: So viele lebensgefährliche Verwicklungen, wiederkehrende Morddrohungen und eskalierende Gefahrensituationen in kurzer Abfolge wirken in einem fiktiven Deutschland, das durch stabile Strukturen und Rechtsstaatlichkeit geprägt ist, nur wenig glaubwürdig. Dass eine junge Protagonistin mehrfach in Situationen gerät, in denen sie um ihr Leben fürchten muss, um sich jedes Mal erneut mit sich selbst auseinanderzusetzen, ist aus psychologischer Perspektive grundsätzlich nachvollziehbar. Traumatische Erfahrungen beeinflussen Vertrauen und Bindungsverhalten oft über lange Zeiträume hinweg. In der Häufung solcher extremen Ereignisse wirkt diese Entwicklung jedoch erzählerisch wenig realistisch und stellenweise konstruiert, da die wiederkehrenden lebensbedrohlichen Zuspitzungen vor allem der Steigerung der Dramatik zu dienen scheinen, anstatt organisch aus der Handlung heraus zu entstehen. Gleichzeitig ist genau diese sensible Aufarbeitung der Krankheitsbilder und ihres Einflusses auf Jettes Entscheidungen einer der Gründe, warum ich der Reihe treu geblieben bin.
Positiv hervorzuheben bleibt der klare, flüssige Schreibstil, der die komplexen inneren Konflikte Jettes und die psychologischen Schichten der Figuren auch im letzten Band eindrücklich transportiert und dem Genre des Jugendthrillers narrative Tiefe verleiht.
- Andreas Gruber
Die Engelsmühle
(119)Aktuelle Rezension von: Nadine21Der zweite Band rund um Peter Hogart spielt dieses Mal in seiner Heimatstadt Wien. Sein Bruder wird in den Mordfall rund um einen pensionierten Arzt hineingezogen. Peter Hogart versucht die Unschuld seines Bruders zu beweisen. Doch es geschehen noch weitere Morde und sein Bruder rutsch immer weiter in den Fokus der Ermittler. Die Spuren führen Hogart zu einer im Rollstuhl sitzenden Künstlerin und ihrer exzentrischen Schwester. Während der Ermittlungen verschwinden immer wieder Beweise und Hogart bleibt nicht viel Zeit den Fall zu lösen.
Das Buch bleibt bis zum Ende spannend und es gibt immer wieder Wendungen. Gut gefällt mir auch die Kombination aus Peter Hogart und seiner Nichte Tatjana. Ich bin gespannt, ob sie auch im nächsten Fall eine Rolle spielen wird.
Auch wenn in diesem Band Peter Hogart mit seinen Eigenschaften und den Beziehungen zu seiner Familie näher beschrieben wird, fehlen mir noch ein bisschen diese speziellen Eigenschaften, die Walter Pulaski und Maarten S.Snijder auszeichnen.
Aber insgesamt ein spannender und empfehlenswerter Krimi.
- Christian Handel
Schattengold – Ach, wie gut, dass niemand weiß ...
(158)Aktuelle Rezension von: julia___Der Anfang hat es mich gar nicht so leicht gemacht.. erst nach über 100 Seiten hat mich das Buch neugierig gemacht. Die düstere Atmosphäre fand ich echt gelungen.
Die Story an sich ist nichts komplett Neues, aber trotzdem interessant umgesetzt. Die Idee mit den Feen mochte ich ganz gerne.Leider zieht sich das Buch stellenweise ziemlich, nur um dann plötzlich sehr schnell zu werden und das mit einigen Zeitsprüngen. Das macht es zwar einerseits spannender, wirkt andererseits aber auch etwas zu hektisch und oberflächlich.
Ich bin generell kein so großer Leser von Märchenadaptionen, vielleicht bin ich deshalb auch etwas zwiegespalten.
Für Leser, die das Genre mögen, hat das Buch aber auf jeden Fall seinen Reiz.
- Christian Reul
Der Henkersbaum (Die booksnacks Kurzgeschichten-Reihe 243)
(9)Aktuelle Rezension von: Pegasus1989Ich finde diese Geschichte eher mittelmäßig. Sie ist düster und gruselig gehalten, was ich sehr schön finde. Man bekommt ein gelungenes Bild dadurch von der unheimlichen Situation.
Sehr anstrengend finde ich jedoch die sehr gestelzte bzw. geschwollene Sprache, die teilweise der biblischen Sprache stark nachempfunden ist. Hinzu kommt, dass mir das Ende ein bisschen zu kitschig geraten ist.
Ansonsten ist es eine interessante Geschichte, die sich durchaus zu lesen lohnt.
- Christine Feehan
Dämmerung des Herzens
(82)Aktuelle Rezension von: ZahirahDas Buch macht Spaß und lässt sich schnell lesen. Ich mochte das Geplänkel zwischen den Schwestern und die Art und Weise, wie sie sich liebevoll über Damons aufkeimende Beziehung mit der ältesten Schwester Sarah lustig machten.
Bei der zweiten Geschichte geht es um Kate, eine bekannte Schriftstellerin. Sie will sich wieder in Sea Haven niederlassen und kauft eine alte Mühle, die nach einem Erdbeben eine böse Präsenz im Dorf entfesselt.
Dieser erste Band der neuen Serie von Christine Feehan hat mich gut unterhalten und bekommt 4 Sterne und ich freue mich auf die Fortsetzung der Serie. - Katherine Webb
Die Frauen am Fluss
(101)Aktuelle Rezension von: Blackfairy71England 1922: Zuerst stellt die Ankunft der Londonerin Irene die Ordnung des idyllischen Dorfes Slaughterford auf eine harte Probe. Kurz darauf geschieht ein brutaler Mord. Der Tote ist ein angesehener Gutsherr – und Irenes Mann. Gemeinsam mit dem Stallmädchen Pudding begibt sich Irene auf die Suche nach der Wahrheit. Die Spuren führen das ungleiche Paar tief in die angrenzenden Wälder und zu einer Liebe, die nicht sein durfte und ein ganzes Dorf voller Schuld zurückließ.
Slaughterford ist ein kleines Dorf in der Grafschaft Wiltshire. Jeder kennt jeden und Irene hat es nicht leicht, sich in ihrer Ehe und in der Gemeinschaft zurechtzufinden. Dabei müsste sie Alistair Hadleigh eigentlich dankbar sein, dass er sie trotz des Skandals, in den sie in London verwickelt war, geheiratet hat. Alistair ist im ganzen Dorf beliebt. Er ist der größte Arbeitgeber in Slaughterford, niemand lässt ein böses Wort über ihn fallen und alle lieben ihn. Nur Irene nicht, so scheint es. Damit fällt sie direkt in Ungnade bei Alistairs Tante Nancy, die ihn nach dem Tod seiner Eltern wie ihren eigenen Sohn großgezogen hat. Als Irene schließlich zögerlich Vertrauen zu ihrem Mann aufbaut und sicher ist, sie könnte sich eines Tages auch in ihn verlieben, wird er brutal ermordet. Nun ist sie die neue Gutsherrin . Aber will sie diese Rolle überhaupt?
Die zweite Hauptfigur in der Geschichte ist die fünfzehnjährige Pudding, die als Stallmädchen auf dem Gut arbeitet. Sie hat es nicht leicht in ihren jungen Jahren. Ihr Vater ist der Dorfarzt und tagsüber fast nie zuhause. Ihre Mutter ist an Demenz erkrankt, was damals natürlich noch nicht erforscht war. Und Puddings älterer Bruder Donald kam mit einer schweren Kopfverletzung aus dem Weltkrieg zurück und ist seitdem nicht mehr der Alte. Als man ihn blutverschmiert nach dem Mord an Alistair in der Mühle findet, sind alle überzeugt, dass er den Gutsherrn getötet hat.
Alle bis auf seine Schwester. Pudding ist sicher, niemals wäre ihr Bruder zu einer solchen Tat fähig. Welches Motiv hätte er? Alistair war immer freundlich zu ihm. Er war selbst im Krieg und wusste, welche schrecklichen Dinge Donald gesehen hat.
Weil sie alleine nicht weiterkommt, bittet sie Irene um Hilfe, denn schließlich wird sie doch auch wissen wollen, wer ihren Mann tatsächlich ermordet hat und warum. Pudding ist überzeugt, dass die Familie Tanner damit zu tun hat, deren Mitglieder alle schon mit dem Gesetz in Konflikt gekommen sind.
Und dann ist da noch Clemmie, siebzehn Jahre alt und stumm von Geburt an. Da sie auch nicht schreiben kann, hat sie kaum Möglichkeiten sich mitzuteilen, wenn man ihr nicht direkt die richtigen Fragen stellt. Das bringt sie oft zur Verzweiflung, da sie ihrer Umwelt unbedingt etwas mitteilen will, aber nicht weiß, wie. Dieser Erzählstrang ist sehr interessant und geschickt in die Handlung eingewoben. Ich hatte zwar mit der Zeit einen Verdacht, aber damit hatte ich dann doch nicht gerechnet. Erst recht spät klärt sich alles auf und die Fäden werden für mich zufriedenstellend zusammengeführt.
Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, auch die Sprache passt sehr gut in die damalige Zeit. Bildhaft erzählt die Autorin vom Dorf Slaughterford, dem Fluss, der Mühle, den dort lebenden Familien und ich konnte alles beim Lesen direkt vor mir sehen.
Ein fesselnder historischer Spannungsroman, den ich gerne gelesen habe und auch ohne Einschränkungen weiterempfehlen kann.
- Simon van der Geest
Das Abrakadabra der Fische
(7)Aktuelle Rezension von: GwhynwhyfarDer Anfang: «Wenn man nur schnell genug fährt, fliegt man in der Zeit zurück. Mama rast wie eine Verrückte über die Straße. Bäume und Schilder fliegen wie in einem Nebel vorbei …»
Ein erzählerisch starkes Kinderbuch, spannend und humorvoll! Als Vonkie von ihren Eltern auf den Bauernhof ihres Großvaters geschickt wird, ist sie nicht begeistert. Was soll sie zwischen den Poldern am Deich schon erleben? Aber das neugierige Mädchen entlockt dem Großvater alte Familiengeschichten. Mit fünf Brüdern aufzuwachsen, das war nicht leicht. Drei große Brüder, die zusammenhielten, vor denen man sich in acht nehmen musste, in der Mitte die Schlausten, Eisen (der Opa) und Beule, die immer unzertrennlich schienen und stets Streiche im Kopf hatten. Und von diesen Schelmereien erzählt Opa. Doch woran zerbrach diese feste Bande und wo steckt Beule heute. Darüber will Opa nicht reden. Ein Familiengeheimnis, das Vonkie zu lüften gedenkt. In der Nähe vom Hof befindet sich eine verrottete Wassermühle. Dort soll es spuken, behaupten die Leute, erzählen Schauermärchen. Opa sagt, das ist Quatsch, untersagt Vonkie aber, sich auch nur in der Nähe herumzutreiben, da das Gebäude jeden Augenblick zusammenkrachen kann.
«Er steckt sein Handy nach dem Schwan aus. Es erklingen ein paar kurze, hohe Schreie … Der Schwan weicht verblüfft zurück. Stolz schaut Sven sich um und grinst. ‹Habt ihr das gesehen?› Doch da schießt der Schwan schon vorwärts und schnappt ihm das Handy aus der Hand. … Er hat offenbar mit dem Schnabel weitergescrollt, denn jetzt erklingt kein Habichtgeschrei mehr, sondern der Schrei einer Eule. Und dann eine Krähe. Und dann eine heisere Möwe.»
Opa nannten sie Eisen, weil er so stur war. Beule, war der Waghalsige, der sich täglich irgendwo eine Schramme holte. Tor, Schraube, jeder Bruder hatte einen Spitznamen. Gleich im Buchdeckel finden wir eine Karte der Örtlichkeiten, die sozusagen auch bereits einige Geschichten anstößt. Polderlandschaften am Deich, durchzogen von Kanälen, Wiesen, Windmühlen, die Wasser von einem Kanal zum anderen schöpfen, um Überflutungen zu vermeiden. Schlittschuhlaufen auf zugefrorenen Poldern, eine Menge an Vögeln, Wildvogeleiersuche, hartes Landleben – Simon van der Geest holt den Leser in eine wundervolle Natur, berichtet auch von der Vielfalt der Vögel damals, die heute zu schützen sind. Amüsante Geschichten, wie Eisen und Beule den Donnerbalken an den Ackerflächen ansägen, der über einem kleinen Kanal angebracht ist, um den Bruder in den Schiet plumpsen zu lassen. Opa erzählt von einem schrecklichen Angriff eines Schwans auf ihn und der Cousin von Vonkie meint, keine Angst vor Schwänen haben zu müssen. Er hat ja eine App, er besitzt ja eine App, die Vogelgeräusche abspielt: Einfach die Töne eines angreifenden Raubvogels abspielen, dem Schwan entgegenhalten – schon verpieselt er sich. Denkste! Der geht auf Angriff über, schnappt sich das Handy, hackt darauf herum, wobei er dem Ding diverse Vogeltöne entlockt. Spannende Geschichten und Erlebnisse, und auch schaurige – nicht zu vergessen das Geheimnis, das gelüftet werden muss.
»Weil sie mich so stur fanden. So stur wie einen krummen Nagel. Versuch doch mal einen krummen Nagel gerade zu schlagen.«
Im Hintergrund spielt der Familienstrang um Vonkie. Ihre Eltern haben Stress. Darum ist das Mädchen in den Ferien bei Opa gelandet. Werden sich die Eltern trennen? Was passiert, wenn Dinge unausgesprochen bleiben? Hier geht es um Kommunikation miteinander, um Vergeben und Vergessen, um die Kunst, aufeinander zugehen zu können. Erzählerisch ist das Kinderbuch einfach klasse! Das Feingefühl, das so einfach nebenbei läuft, ohne den Zeigefinger zu erheben, ist gelungen. Kinder erleben das Drama der Eltern, der Familie, müssen mit dem Schweigen leben – Enkel sind dazu verdammt, Risse zu kitten – was ihnen auch meistens gelingt. Spannung und Humor in einem mit einem Kick Grusel – was will man mehr? Die Altersempfehlung ab 10 Jahre ist für mich in Ordnung – aber sicher wird das Buch auch Papa und Mama gefallen, wenn sie gute Kinderbücher mögen.
Simon van der Geest, geboren 1978, ist einer der bedeutendsten niederländischen Nachwuchsautoren. Bei Thienemann ist er mit drei Titeln vertreten, von denen zwei mit dem Goldenen Griffel ausgezeichnet wurden.
https://literaturblog-sabine-ibing.blogspot.com/p/das-abrakadabra-der-fische-von-simon.html
- Andi Bottlinger
Das Geheimnis der Papiermacherin
(40)Aktuelle Rezension von: sabrinchenRelativ normales historisches Cover das ich gefühlt schon 1000mal gesehen habe.
Aber der verschnörkelte Titel ist ein Hingucker und der Klappentext und die Autorin haben mich nach dem Buch greifen lassen.
Das historische Nürnberg und die Umgebung waren spannend für mich da ich dort wohne.
Über die Orte, Gebäude und Strassen zu lesen und dort die Handlung zu erleben haben es sehr authentisch gemacht.
Es wurden historische Begebenheiten mit dazu passender Fiktion um Johann von Triest und Anna Precht verwoben, dabei eine interessante und teilweise dramatische Handlung erzählt.
Ich habe mit allen mitgefiebert.
Die Geschichte ist farbenfroh, dabei unterhaltsam und man lernt historische Arbeitsweisen und Lebensarten kennen.
Die Charaktere sind sympathisch, mit ihren Fehlern glaubhaft und passen sehr gut zum Plot.
Der Schreibstil ist gut verständlich und es ist spannend ohne Längen erzählt.
Bis zum Schluß bleibts interessant und das Ende konnte mich begeistern.
277 lange Ebookseiten die nicht langweilig wurden und die ich relativ schnell konsumiert habe.
Von mir eine Leseempfehlung für Liebhaber historischer Romane.
4 starke Sterne von mir - Jana Lukas
Die Mühlenschwestern - Die Liebe kennt den Weg zurück
(52)Aktuelle Rezension von: _bookfever-everWährend Hannah als Fotografin anders als ihre beiden Schwestern aus dem beschaulichen Voralpenland flieht, um die weite Welt zu erobern, weiß ihr Herz schon, dass sie die erste große Liebe nicht so einfach hinter sich lassen kann. Doch lange Zeit sieht es so aus, als ob Hannah mit ihrem Leben glücklich ist, beruflich erfolgreich und frei und ungebunden. Doch ein schrecklicher Schicksalsschlag während eines Auftrags zwingt Hannah förmlich, wieder nach Hause zurückzukehren und dort wieder gesund zu werden und neue Kraft zu schöpfen. Doch zu Hause bedeutet auch, dass hier ihre große Liebe, die sie damals sang- und klanglos verlassen hat, lebt. Da bleibt das eine oder andere Aufeinandertreffen nicht aus und es knistert sofort wieder... Doch nicht nur Jakob sorgt für ein emotionales Durcheinander, auch ihre Familie stellt sie auf die Probe. Ihre Mutter liebt sie zu sehr, so dass Hannah lieber zu Tante Lou flüchtet. Ihre beiden Schwestern sorgen sich um Hannah und könnten aber keine besseren Schwestern sein. Als dann Hannah langsam anfängt, sich wieder zu öffnen, muss sie sich nicht nur ihren eigenen Dämonen stellen, sondern muss sich plötzlich auch noch um Tante Lou sorgen. Man spürt förmlich die Energie, mit denen die Nachfolgerbände daherkommen werden, denn jede der einzelnen Charaktere ist so unterschiedlich und interessant dargestellt, dass man sich richtig auf denen ihre Geschichten freut!
Auch die Landschaft wurde perfekt wiedergegeben, der Stil der Autorin ist super schön zu lesen und ich bin durch die Seiten geflogen. Es war einfach eine wunderbare Lesezeit!
- Sabine Städing
Petronella Apfelmus - Schneeballschlacht und Wichtelstreiche (Band 3)
(64)Aktuelle Rezension von: NephilimleserInhalt:
Es wird eine aufregende Adventszeit bei Petronella und den Kuchenbrands. Lea und Luis proben das Weihnachtsstück für den Weihnachtsmarkt der Stadt. Doch zuhause hängt der Haushegen schief: Beide streiten und es passieren seltsame Dinge: Luis Schlafanzug ist verknotet und Leas Adventskalender leer gegessen. Normalerweise ärgern sich die Zwillinge nicht oder ist das der Weihnachtswichtel Nisse der den Unfug treibt?
Bei Petronella ist es auch stressig; ihre drei Wetterhexenschwestern sind zu Besuch. Und sie sind keine "echten" Menschen gewöhnt. Da muss Petronella gut aufpassen, dass die drei keinen Unsinn anstellen.
Das Buch:
Das Buch ist wieder genau so schön gestaltet mit Illustrationen von SaBine Büchner wie die Vorgängerbände. Dieses Mal ist es sehr abwechslungsreich durch den Weihnachtswichtel und die Wetterhexen. Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und leicht zu lesen. Das Buch ist ein großer Spaß für Petronella Fans und nicht nur etwas für die Weihnachtszeit; dort versüßt es aber auch die Wartezeit bis zur Bescherung.
- Lara Greystone
Gefangene aus Liebe
(5)Aktuelle Rezension von: Vampir-FanIm letzten Moment hat Lara es geschafft, John aus den Klauen seiner Feinde zu retten. Doch das hatte seinen Preis, denn nun lässt der attraktive Vampir sie nicht mehr gehen, weil er um ihre Sicherheit fürchtet. Er sieht zwar zum Anbeißen aus und ist auch noch reich, doch nun ist sie gefangen in seiner dunklen Welt ohne Sonnenlicht und kämpft nicht nur gegen ihre Klaustrophobie, sondern auch dagegen, ihr altes Leben und ihre Karriere aufzugeben. Aber spielt das noch eine Rolle, wo ihr Gehirntumor nicht einmal durch sein Vampirblut geheilt werden konnte und ihr großer, endgültiger Blackout kurz bevorsteht? Aber vielleicht erwischt Johns Erzfeind sie ja vorher, denn auf dessen Hitliste steht sie nun ganz oben…Gefangene aus Liebe ist der 2. Teil der Reihe Unsterblich geliebt von der deutschsprachigen Autorin Lara Greystone. Auch in diesem Teil geht es wieder um Lara und John. Das Buch knüpft gleich an dem ersten Teil der Reihe an und ist genau so von Schreibstil her. Die Autorin entführt den Leser in eie Welt voller Vampire mit Regeld die es dort zu beachten gibt und zeigt die Probleme die entstehen wenn man in diese Welt weiter eintaucht. Des weiterm hat sie eine spanende Hndlung rund um die Liebesgeschichte von Lara und John kriert die es einem schwer macht das Buch aus der Hand zu legen. Es gibt zwar keie überraschenden Wendungen in der Geschichte doch man kommt voll auf seine kosten. Ich bin sehr angenehm von dieser Reihe überrascht und freue mich weitere Teile der Reihe zu lesen. Ein tolles Buch für gemütliche Stunden auf dem sofa und ich gebe dem Buch gerne 4 von 5 Sternen. - Jules Vitrac
Mord im Elsass
(18)Aktuelle Rezension von: LesezeichenfeeAlso dieser Krimi hat mich mal wieder eine Nachtschicht gekostet, dabei ist er das 2. Highlight für dieses Jahr.
Ich glaube, ich hab schon mal einen Krimi aus der Serie gelesen, zufällig ist dies der erste Band.
Zuerst war es noch einigermaßen beschaulich, so die Rivalitäten (die dann doch noch schlimmer sind), dann der Bürgermeister, die Dorfbewohner und halt die Morde.
Dann gab es aber sehr viele spannende Momente, als das alles so nach und nach herauskam, warum, weshalb usw. Das fand ich total spannend und ich konnte nicht aufhören mit Lesen.
Das mit dem Mörder, da kam mir irgendwann ein vager Verdacht, den ich erst kurz vor den Ermittlern greifen konnte.
Mir gefällt die Serie so gut, dass ich versuchen werde, alle Teile zu lesen.
Vor allem fand ich es so faszinierend, dass da 3 ermittelnde Stellen waren, wobei eine nichts getaugt hat. Und dann die Beiden anderen, die so gut miteinander zusammen gearbeitet haben.
Auch das Frankreichflair kam nicht zu kurz. Wobei ich dann bei der Fleischpastete, da ging es mir dann im Nachhinein wie Luc, wenn man das auch immer wüsste.
Jedenfalls sind die Charaktere sehr liebenswert und man muss unbedingt wissen, wie es weitergeht, wobei ich ja schon einen Band kenne.
Mein - Lesezeichenfees - Fazit:
Mord im Elsass ist ein super spannender Krimi, mit tollen Wendungen, Highlights, super Charakteren und Elsassflair. Einfach mit 10 Feensternchen empfehlenswert. Und das beim ersten Band. Wow!!!
Das einzige, was mir nicht so gefällt, ist das Cover. Irgendwie ist das nichtssagend für mich. - Carsten Neß
Hunsrück Blues
(5)Aktuelle Rezension von: ReinschriftMit dem dritten Krimi um Kommissar Buhle ist Carsten Neß ein schöner Ausflug in den Hunsrück gelungen, den man bildhaft vor sich sieht und dessen Menschen man sich gleich gut vorstellen kann. Selbst als erfahrene Krimileserin bin ich lange im Dunkeln getappt und bin immer wieder überrascht worden. Der Titel ließ etwas Tristeres, Melancholisches erwarten, aber die Umsetzung ist dennoch nicht schwermütig. Ein Werk, das Lust auf mehr von Carsten Neß macht. - Patricia Schröder
Erst ich ein Stück, dann du - Flaffy Flitzekeks - Ein Gespenst sorgt für Wirbel
(14)Aktuelle Rezension von: YH110BYJannis und Alina sind in den Sommerferien für einige Wochen bei ihrer Tante Lorelai zu Gast. Tante Lorelai betreibt ein Mühlencafe und bäckt dafür jeden Tag unzählige leckere Kuchen. Schon nach kurzer Zeit entdeckt Alina Fluffy, den kleinen Mehlgeist, der auf dem Dachboden wohnt. Doch das ist nicht das einzige Seltsame in der alten Mühle, es gibt auch einen unerklärlichen Gestank und einen geheimnisvollen Fremden...Das Kinderbuch ist in Abschnitte aufgeteilt, bei denen abwechselnd das Kind und die Eltern vorlesen können. Die Abschnitte für Kinder sind in großen Buchstaben und einfachen Sätzen und Wörtern geschrieben. So fällt es auch den Leseanfängern nicht schwer, im Buch voranzukommen. Die Illustrationen im Buch sind einfach wunderschön und die ganze Geschichte ist richtig zauberhaft, aber auch spannend und lustig erzählt. Auch für fortgeschrittene Leser ist das Kinderbuch auf jeden Fall zu empfehlen! - Nancy Atherton
Tante Dimity und das verzauberte Cottage
(6)Aktuelle Rezension von: Blueberry87Nancy Atherton entführt uns mit dem 25. Band ihrer beliebten Tante-Dimity-Reihe erneut in das idyllische Dorf Finch. Wie gewohnt erwartet uns eine Mischung aus gemütlicher Atmosphäre, sympathischen Charakteren und einem Hauch von Mystery.
Lori, die Protagonistin, steht dieses Mal vor einem kleinen Rätsel: Der neue Bewohner des Cottages Weidenkätzchen, Crispin Windle, scheint ein wenig verschlossen zu sein und will sich nicht so recht in die Dorfgemeinschaft einbringen. Gemeinsam mit Bree begibt sich Lori auf Spurensuche und stößt dabei auf eine geheimnisvolle, überwucherte Ruine, die ein dunkles Kapitel der Dorfgeschichte birgt.
Atherton schafft es meisterhaft, die gemütliche Atmosphäre eines englischen Dorfes einzufangen. Die Beschreibungen der Landschaften und der kleinen Alltagsgeschichten der Dorfbewohner lassen einen förmlich in die Geschichte eintauchen.
Neben der gemütlichen Atmosphäre gibt es auch genug Spannung, um den Leser bei der Stange zu halten. Das Geheimnis um die Ruine und die etwas verschlossene Art von Crispin Windle sorgen für eine angenehme Portion Neugier.
Die Geschichte ist flüssig geschrieben und lässt sich wunderbar entspannt lesen. Perfekt für gemütliche Stunden auf dem Sofa.
Fazit:
"Tante Dimity und das verzauberte Cottage" ist ein weiteres gelungenes Buch der Reihe. Fans von Cozy Crime und gemütlichen Geschichten kommen voll auf ihre Kosten. Auch wenn die Handlung vielleicht nicht ganz so spannend ist, so bietet der Roman doch wieder einmal eine wunderbare Auszeit vom Alltag.
- Regine Kölpin
Die Töchter der Kornmühle
(21)Aktuelle Rezension von: StreifiRena und Viktoria haben sich schon lange zerstritten,. Während Rena die Mühle der Familie erhalten hat, ist Viktoria in die Welt hinaus gezogen. Als nun die Mutter schwer erkrankt, ruft sie die Schwestern zusammen um ihnen ein großes Familiengeheimnis anzuvertrauen, dass wie ein Schatten die Jahre über der Familie hing.
Regine Kölpin schildert hier wieder eine norddeutsche Familiengeschichte, die auf zwei Zeitebenen erzählt ist. Einmal verfolgen wir die Enthüllungen Hilkas in der Gegenwart und die Probleme mit der Mühle, die Rena und ihre Tochter Charlotte schwer belasten.
In der Vergangenheit begleiten wir Hilka und ihren Mann Tjade durch den zweiten Weltkrieg und die allererste Nachkriegszeit.
Ich fand das Setting sehr schön und auch die Beschreibungen der Landschaft und der Geschehnisse haben bei mir das Kopfkino laufen lassen. Allerdings muss ich sagen, dass ich weder mit Hilka noch mit Rena oder Viktoria warm geworden bin. Hilka ist extrem stur und eigensinnig, alle müssen nach ihrer Pfeife tanzen. Rena und Viktoria benehmen sich immer wieder wie zankende Teenager und gerade Rena neigt zu ziemlichen Selbstmitleid und wirkt dabei oftmals wie ein weinerliches Kleinkind. In Anbetracht dessen dass sie als auch ihre Schwester die siebzig bereits hinter sich gelassen haben, fand ich das sehr unpassend und anstrengend.
Von daher lege ich das Buch jetzt mit gemischten Gefühlen weg. Die Familiengeschichte fand ich spannend und gut aufgebaut, die Charaktere zwischendrin ganz furchtbar nervig. Von daher von meiner Seite ein eher gemischtes Fazit.
- Richard Heskamp
Verborgene Schönheit Emsland
(1)Aktuelle Rezension von: HoldenWunderschöne und stimmungsvolle Naturbilder aus dem Emsland, viele romantische und historisch bedeutsame Flecken, die man auch als gebürtiger Emskopp noch nicht kannte. Naturidylle zum "Schwelgen und träumen" und schöne Werbung für unseren Tourismusstandort! Es ist eher das südliche Emsland vertreten (meine Meinung nach), manche Ortsnamen sind komplett neu (aber sicher nicht erfunden), und ein schönes Geschenk gerade für den älteren Mitbürger. :-)























