Bücher mit dem Tag "müll"
62 Bücher
- Erin Watt
Paper Princess
(2.286)Aktuelle Rezension von: BiblioLoniNach dem Tod ihrer Mutter steht Ella plötzlich ganz allein da. Alles, was sie über ihren Vater weiß, ist sein Name: Steve. Was sie jedoch nicht ahnt: Er war ein erfolgreicher Unternehmer. Als auch er stirbt, macht sich sein bester Freund Callum auf die Suche nach ihr. Doch was Ella nicht kommen sieht: Das Leben unter einem Dach mit seinen fünf Söhnen wirbelt alles durcheinander ... besonders ihre Gefühle für Reed werden zur echten Herausforderung.
Ehrlich gesagt: Das Cover hätte mich allein nicht zum Kauf bewegt, aber der Klappentext klang so spannend, dass ich dem Buch eine Chance geben musste. Und ich wurde nicht enttäuscht. Der Schreibstil ist super flüssig, emotional und bildhaft. Ich konnte mich richtig gut in die Charaktere hineinfühlen.
Ella hat mich total beeindruckt. Sie ist wahnsinnig stark, musste viel zu früh Verantwortung übernehmen und hat alles getan, um sich und ihre kranke Mutter über Wasser zu halte ... sogar als Stripperin gearbeitet. Ich liebe, wie schlagfertig sie ist, besonders gegenüber Callums Jungs. Ihre Stärke, ihr Humor, ihre Haltung. Sie war mir sofort sympathisch. Und doch ist da auch diese weiche, verletzliche Seite, die sie bei Reed zeigt. Was zwischen den beiden entsteht, ist intensiv, aber auch kompliziert. Und dann diese Wendung... sie hat mir wirklich das Herz gebrochen.
Reed! Callums zweitältester Sohn, ist der klassische Bad Boy: attraktiv, kühl, unnahbar. Er sieht in Ella anfangs nur eine Störquelle, jemand, der seine Familie auseinanderbringen könnte. Doch je mehr Zeit sie miteinander verbringen, desto mehr knistert es. Und das schon von der ersten Begegnung an. Ihre ständigen Reibereien, das gegenseitige Necken... ich hab’s geliebt. Und wenn sie sich dann doch mal näherkommen .. wow.
Auch die Freundschaft zu Valerie war für mich ein Highlight. Sie gibt Ella Rückhalt in dieser versnobten High-Society-Welt, und die beiden zusammen sind einfach unschlagbar. Schön zu sehen war auch, wie Easton gegen Ende zu einer wichtigen Bezugsperson für Ella wurde.
Und dann kam das Ende! Und ich saß mit offenem Mund da. So ein Cliffhanger! Ich hab das Buch in Rekordzeit verschlungen und Teil zwei liegt schon bereit. Ich hoffe so sehr, dass die Geschichte genauso fesselnd weitergeht! - Rick Riordan
Die Abenteuer des Apollo 1: Das verborgene Orakel
(300)Aktuelle Rezension von: MandthebooksRezension: (kann Spoiler enthalten)
Es ist gefühlt ewig her - auf jeden Fall einige Jahre -, dass ich "Percy Jackson" gelesen habe. Aber trotzdem kam ich in "Die Abenteuer des Apollo" wieder gut rein. Der Start war für mich kurz ein wenig holprig, doch dann hatte mich die Geschichte doch recht schnell gepackt, auch wenn die Figuren recht jung sind.
Apollon war irgendwie ganz sympathisch mit seinem Sarkasmus und generell seiner Art, die ihn bei anderen auch manchmal durchaus unsympathisch machte.
Mit Meg tat ich mich dafür von Anfang an - besonders dann im letzten Drittel - ein wenig schwer. Irgendwie habe ich den Zugang zu ihr nicht so gefunden, was ein wenig schade war, dafür aber zu anderen Figuren wie Will oder Nico umso mehr.
Die Handlung war mit den ganzen Göttern und historischen Figuren und vor allem mit dem Setting im Camp Halfblood einfach cool und es war auch durchaus spannend. Da merkt man mal wieder, wie faszinierend und vielseitig die Welt eigentlich ist, die Rick Riordan da erschaffen hat.
4,5 Sterne
- L. J. Shen
All Saints High - Der Verlorene
(172)Aktuelle Rezension von: seelenseitenIch habe viele Rezensionen über dieses Buch gelesen, bevor ich überhaupt angefangen habe das Buch zu lesen.
Das mit Abstand häufigste Wort, dass ich in allen Rezensionen gelesen habe, war das Wort „Hassliebe“.
Und ehrlich: Besser kann man es eigentlich nicht beschreiben.
Dieses Wort wurde quasi für Lenoras und Vaughns Beziehung erfunden.
Für mich war dieses Buch, meine gesamte Lesezeit, ein Wechselbad der Gefühle.
An sich fand ich es ganz cool zwei Protagonisten zu haben, die sich weit im moralischen Graubereich – man könnte fast sagen: im Dunkelgraubereich – bewegen.
Einen Großteil ihrer Handlung konnte ich mit meinem Moralverständnis nicht in Einklang bringen.
Das wiederrum hat dafür gesorgt, dass ich mich nie richtig in der Geschichte verlieren konnte und einen ganzen Monat gebraucht habe um dieses Buch zu beenden.
Als gegen Ende die Bombe geplatzt ist, was in Vaughns Vergangenheit passiert ist, hat ein Großteil seiner Handlungen, mit denen ich mich vorher nicht anfreunden konnte, irgendwie ein Sinn ergeben.
Zwischendurch gab es noch einige spicy Szenen, die ich (für mich) in die Kategorie „cringe/peinlich“ eingeordnet habe (z.B. das Blut-Ding).
Letztendlich kann ich mich immer noch nicht entscheiden, wie ich diesen Lenny und Vaughn gegenüber stehe.
Mag ich sie? Mag ich sie nicht? Heiße ich ihre Handlungen trotz ihrer Vergangenheit gut? – Keine Ahnung.
Was ich aber mit hundertprozentiger Sicherheit sagen kann: Ich hatte beim Lesen öfter den Eindruck, dass die beiden sich hassen, als dass sie sich lieben.
Für mich ist ihre Beziehung, wie die ihrer beiden Vorgänger toxisch und ohne einander wären Lenny und Vaughn sicherlich besser dran.
Ich bin trotz meines eher negativen Eindrucks gespannt auf den neusten Teil dieser Reihe.
Ursprünglich bin ich mit den neusten Büchern der Autorin eingestiegen und weiß daher, dass ihre Bücher mit der Zeit auf moralischer Ebene weniger verwerflich geworden sind. - Tanya Stewner
Alea Aquarius 7. Im Bannkreis des Schwurs
(99)Aktuelle Rezension von: meisterlampeInhalt siehe Klappentext. Tanya Stewner nimmt den Leser im siebten Band der Meermädchen-Reihe „Im Bannkreis des Schwurs“ mit an, in und unter den Rhein, wo Alea Aquarius endlich ihre Zwillingsschwester Anthea treffen will. Doktor Orion legt den Beiden ständig neue Steine in den Weg, er ist immer einen Schritt weiter und schneller und kann nun hoffentlich durch Lennox „Superkrieger“, der freiwillig sein Herz und seine Macht an Alea abgeschworen hat, besiegt werden. Orion lässt keine Möglichkeit aus, die Magischen vernichten zu wollen, andere Lebensformen sollen sich ihm unterordnen, er will alle und alles beherrschen. Alea trifft auf weitere Meerkinder, die noch nicht wussten, wer oder was sie sind, aber dennoch ahnten, dass sie besonders sind. Diese Verbundenheit stärkt ungemein, die Anhänger der Alpha Cru werden immer mehr, obwohl diese hier räumlich häufig getrennt ist. Gut verarbeitet fand ich die Sage der Loreley, wie man sie normalerweise kennt, hier etwas weiter ausgeschmückt und auf Aleas Geschichte zugeschnitten. Ein weiteres wichtiges Thema in diesem Band ist die Verschmutzung der Meere, Kit bekämpft einen Bruchteil des Mülls und natürlich Diversität, weil es hier völlig normal ist, dass z.B. Tess und Kit ein Paar sind und auch sonst jeder das auslebt, wie er ist und will.
Man sollte die Vorgängerbände kennen, um der Geschichte folgen zu können, da hier aufeinander aufgebaut wird. Beeindruckend finde ich die Unterwasserkommunikation auf verschiedenen Kanälen, die zeitlich in der Gegenwart oder auch Vergangenheit möglich ist. Der Cliffhanger am Ende ist ziemlich gemein, also am besten gleich Band 8 lesen, wenn man wissen will, was in Venedig geschieht. Mir hat dieses Abenteuer gut gefallen, die 474 Seiten lassen sich flüssig und schnell lesen, Alea und ihre Freunde bekommen heute 4,5-5 Sterne von mir.
- Sofi Oksanen
Fegefeuer
(122)Aktuelle Rezension von: paulkretzschmarSofi Oksanen hat mit "Fegefeuer" einen vielfach ausgezeichneten Roman verfasst, der von einer Familientragödie in der Geschichte Estlands zwischen Mitte der dreißiger Jahre bis in die neunziger Jahre des vorigen Jahrhunderts handelt.
Das Leben auf dem Bauerngut der beiden Schwestern Aliide und Ingel in den Wirren der Zeit des zweiten Weltkrieges und den ersten Jahren der Sowjetunion wird bestimmt durch eine Spirale von Liebe, Eifersucht, Misstrauen, Schuld und insbesondere sexueller Gewalt, die während des Stalinismus unzählige Opfer mit sich bringt. Es herrscht ein permanentes Klima der Angst, in denen Menschlichkeit und und Moral durch Verleumdungen und Spitzeleien ersetzt werden. Jeder kann Täter und Opfer zugleich sein.
In einer zweiten Handlungsebene, findet die inzwischen alte Aliide, kurz nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, das Mädchen Zara halbtot in Garten ihres Bauernhofes, den sie verwitwet und verarmt, trotz aller Widrigkeiten noch immer bewohnt.
Zara wurde von skrupellosen Menschenhändlern als Zwangsprostituierte nach Berlin verschleppt. Während einer Reise zurück nach Estland, wo Leid durch neue Freier drohte, gelang ihr die Flucht, und der einzige Ort, wo sie Sicherheit suchte, war Aliide's Bauernhof, denn sie war die Enkelin ihrer Schwester Ingel. Aber statt Hilfe stößt sie zuerst auf Misstrauen und ihre Peiniger sind ihr schon auf der Spur.
Trotz aller schmerzhafter Bilder und der beklemmenden Atmosphäre, hat mich dieses Buch nur teilweise abgeholt.
Die vielen verschiedenen Handlungsebenen der Rückblenden und der Zeitsprünge störten mitunter den Lesefluss und waren anstrengend zu lesen. Traumata wechselnden teilweise mit trivialen Handlungen und oberflächlichen Effekten. Der etwas abrupte Schluss und die überwiegend unsympathischen Protagonisten trugen ihr übriges dazu bei, dass ich dieses Buch nicht als Meisterwerk empfinden konnte.
Die Tragik der Geschehnisse wirkte irgendwie seltsam hölzern und emotionsarm.
Die Schicksalsromane von Hera Lind haben mich dagegen viel mehr berührt und begeistert, besonders in Punkto Schreibst
Aber das können andere Leser durchaus anders sehen. Dann hilft nur Selbstlesen.
Von mir gibt es eine bedingte Leseempfehlung und gute 3 Sterne!
Plastiksparbuch
(17)Aktuelle Rezension von: Natascha_WIch setzte mich schon länger mit der Thematik auseinander. Dementsprechend kenne ich bereits einige der Fakten und bin nicht all zu leicht zu schocken. Trotzdem konnte mir dieses Buch noch einige neue Fakten nennen und mich weiter aufklären.
Am besten gefällt mir, dass die Folgen für Gesundheit und Umwelt mit ins Buch aufgenommen wurden und dass einige der Plastikarten aufgelistet und ausführlich beschrieben werden.
Es werden hilfreiche Tipps gegeben, wie man Plastik sinnvoll ersetzen kann.
- Olga Witt
Ein Leben ohne Müll
(9)Aktuelle Rezension von: Gucci2104Inhalt:
Ohne Müll leben zu wollen, hat Olga Witts Leben revolutioniert. In ihrem spannenden Bericht schildert die weitgereiste Autorin, was der möglichst totale Verzicht auf Müll bedeuten kann. In ihrem Fall einen neuen Partner samt dessen drei Kindern, einen neuen Job und ein komplett neues Leben. Denn "Zero Waste" bedeutet in unserer Gesellschaft vor allem eines: das permanente Abenteuer, ein müllfreies Leben "wiederzufinden": in den Erfahrungsschätzen früherer Generationen, den Neuerfindungen der Gegenwart und in Inspirationen, die andere Kulturen bereithalten. So wird aus Witts Erfahrungen mit der Müllvermeidung ein faszinierender Reisebericht in ein neues und besseres Leben. "Ein Leben ohne Müll" ist ein mit vielen praktischen Tipps ausgestattetes Hand- und Mutmachbuch für alle, für Singles, Paare und Familien, die dem alltäglichen Müll Stück für Stück Lebewohl sagen wollen.
Meinung:
Das Buch ist in einem sehr guten und flüssigen Stil geschrieben. Teilweise verwendet die Autorin in meinen Augen krasse Vergleiche (Müll und Sklaven oder das das Müllaufkommen für die Asylzuwanderung verantwortlich ist) Nun ja man kann ja Gott sei Dank verschiedener Meinung sein. Ihre Tipps für Haushaltmittel oder viele weitere Gebrauchgegenstände finde ich super. Auch habe ich einiges erfahren, wovon ich vorher noch nichts wusste (Microplastik). Es dringt halt doch nicht jedes Thema zu einem durch. Ich für meinen Teil konnte einiges für mich mitnehmen und umsetzen. Anderes war mir dann doch etwas zuwider.
Dafür gibt es 4 von 5 Sternen!
- Ruth Rahlff
Amanda und das Herz aus Schrott
(30)Aktuelle Rezension von: FantasticfoxDas Cover ist ansprechend und kindgerecht.
Auch der Schreibstil und die Schriftgröße sind altersangemessen.
Der Inhalt hingegen hat mir gar nicht gefallen und war meiner Meinung nach an manchen Stellen auch für die Altersgruppe eher unangemessen.
Ich habe mehrere Anläufe gebraucht, um überhaupt in das Buch reinzukommen, was mir bis zuletzt nicht recht gelingen wollte.
Es hat sich für mich persönlich einfach unendlich in die Länge gezogen und hatte definitiv nichts mehr von einem Lesevergnügen.
Ab der Hälfte etwa habe ich das Buch dann mehr oder weniger nur noch überflogen, um herauszufinden, ob die Geschichte nur zu Beginn holprig verläuft und gegen Ende besser wird - das habe ich jedoch nicht so empfunden und bis zum Schluss das ganze eher halbherzig über mich ergehen lassen...
Das Buch hatte für mich echt Potenzial als 'ungelesen' in den Tiefen meines Regals zu enden. Daher für mich absolut keine Leseempfehlung...
- Arno Geiger
Das glückliche Geheimnis
(194)Aktuelle Rezension von: Hubertus_FeldmannDie Antwort ist in diesem Fall recht einfach: äußerst nah. Viel näher geht es kaum, auch kaum intensiver, kaum nachhaltiger. Das Geschriebene gräbt sich ein, lässt einen nicht los, die Offenheit verblüfft und fasziniert zugleich. Hier schreibt jemand, der nichts verbergen möchte, der sein Innerstes preisgibt, ohne die äußere Form zu vernachlässigen. Die Lektüre dieses Buches ist ein Hochgenuss. Und mit Sicherheit ist es eines jener Bücher, die zu Lebzeiten einen besonderen Platz einnehmen werden – und von dem ich hoffe, dass es niemals entsorgt werden wird – auch wenn es den Autor nicht stört, „das Exemplare des Buches rasch im Abfall landen werden. Das ist der Lauf der Welt. Fünfzigtausend Wörter auf 350 Gramm Papier. Jetzt Altpapier – im Gegenwert von ungefähr zwei Cent.“
Kann man einer solchen Lebensgeschichte eine passende Überschrift geben? Eine, die sich eignet, um sowohl Inhalt als auch Qualität des Geschriebenen wiederzugeben? Schwerlich. Inhaltlich gelänge es vielleicht mit Folgendem: Persönlichkeitsbildung und Schreibwerkstatt aus dem Altpapiercontainer. So ungelenk wie unvollständig, und so gar nicht der emotionalen Wucht dieses Buches Rechnung tragend. Man liest nicht nur über dieses jahrelange, erfahrungsfördernde „Kreisen“ um die Papiercontainer Wiens, sondern man ist hautnah dabei, wenn es um das Abtauchen in das scheinbar wertlos Gewordene geht, man nimmt Teil an dem Glück, wenn Dinge dem endgültigen Vergessen entrissen werden, wenn diese eine neue Bedeutung, einen neuen Wert bekommen und so dabei helfen Fragen an das eigene Leben zu beantworten.
Es sind auch die intimen Details (über Beziehungen, Eltern), die dieses Buch nicht nur auflockern und gleichzeitig beschweren, sondern es in seiner Glaubwürdigkeit so verstärken, dass man allenthalben Anklänge an das eigene Leben sieht oder zumindest verspürt. Dieses Buch ist geeignet, das eigene Leben durch eine andere, durch eine besondere Brille zu sehen. Nicht umsonst habe ich in diesem Buch mehr unter- und angestrichen, mehr fett markiert und mit eigenen Notizen kommentiert als je in einem anderen literarischen Werk. Dieses Buch ist eine Bereicherung in vielerlei Hinsicht, ja, man könnte sogar von einer Art Lebensseil sprechen, einem Seil, das man bei Bedarf zu sich ziehen kann, in der Gewissheit, nicht fallengelassen zu werden.
Mehr kann man kaum von einem Buch erwarten. Aber nicht genug. Es sind auch die tiefgründigen Betrachtungen über so manches Phänomen der heutigen Zeit, die hier eine Ausdrucksform finden, die nicht einfach so daher gesagt erscheint, sondern man spürt förmlich: Hier hat nicht jemand im Trüben gefischt und ist dabei fündig geworden. Nein, hier hat sich jemand aus dem Konvolut von tausenden Lebensschnitzeln eine Lebensweisheit erarbeitet, die das Zeug hat, zu einer Art Maßstab zu werden: „Ich lege keinen Wert darauf, Leistung zu erbringen, ich lege nur Wert darauf, mein Leben besser zu verstehen.“ Und in diesem Verständnis ist es offensichtlich möglich ganz besondere Leistungen zu erbringen. Davon zeugt dieses grandiose Buch von Arno Geiger.
(19.1.2023)
- Ilona Einwohlt
Meine Ökokrise und ich
(10)Aktuelle Rezension von: danielamariaursulaSina ist inzwischen 16 Jahre alt und von ihrem Sandkastenfreund und Nachbarn Yannis getrennt. Nun schwebt sie im 7. Himmel mit Carlos, dem Mitbewohner ihrer besten Freundin Kleo. Dieses Glück wird unterbrochen, als sie mit ihren Eltern in den Nordseeurlaub muss! Doch als sie bei einer einsamen Wanderung eine Kegelrobbe in Not entdeckt und rettet, lernt sie den Umweltschützer Ben kennen, der ihr bisheriges Weltbild ganz schön erschüttert. Fortan kreisen ihre Gedanken um den Umweltschutz, der schon im Kleinen beginnen kann. Als sie mit Kleo aber zufällig eine verletzte Katze aus ihrem Hauswald zur Tierärztin bringt, erfährt sie, daß diese eine geschützte Wildkatze und der Wald von einer Umgehungsstraße akut bedroht ist. Davon hatte sie keine Ahnung und erzählt es empört ihrer Familie und ihren Nachbarn. Diese werden auch sofort aktiv, nur Carlos, der eigentlich Umwelttechnik studieren will, ist mit seinen Gedanken ganz woanders. Sina, Kleo und Yannis treten einem Aktionsbündnis bei und stellen fest, daß Mut und Ideenreichtum gefragt sind, wenn man etwas ändern will. Allerdings stürzt die ihr immer bewusster werdende Umweltbedrohung Sina in eine echte Sinnkrise.
Sina ist ein nettes, intelligentes Mädchen, sehr hübsch, aber mit großen Füßen, großem Herz und großem Freundeskreis und einer intakten Familie (auch ganz erfrischend in einem Buch mal wieder von einer intakten Familie zu lesen). Sina und ihre Freundinnen und Familie kann man in einer ganzen Buchreihe durch die Pubertät mit ihren Hormonwirren begleiten und ihre Höhen und Tiefen mit allen Teeniefragen und -dramen verfolgen. Dies ist der letzte Band, empfohlen ab 12 Jahren, aber auch für Einsteiger verständlich. Dieses Thema hätte meine 12 jährige Tochter auch wirklich interessiert, vor allem da es super aufbereitet ist, mit Infokästen zu den einzelnen Themen, auf die Sina immer wieder stößt, während sie mit offenen Augen durchs Leben geht, allerdings ist Sina beziehungs- und jungstechnisch auf einer Stufe, die für meine Tochter zu erwachsen ist. Oder eben „iiiih, Knutschi, Knutschi“. Sina, hält nicht nur Händchen, sie knutscht auch nicht nur, sie will bei Carlos übernachten, was ihre Eltern nicht wollen, obwohl der Rest ja eh schon läuft... Die Altersempfehlung hängt also ein wenig vom hormonellen Reifegrad und dem Interesse an Beziehungen ab. Wobei mir gut gefällt, daß Sina schon weiß, warum ihre Eltern dagegen sind, nämlich weil sie Carlos nicht kennen, ein Umstand über den Sina dann beginnt nachzudenken... Neben den Umweltaspekten, sind auch Beziehungswarnsignale eingearbeitet und sehr einfühlsam aufgearbeitet, so daß ich dieses Buch älteren Leserinnen so um die 14 Jahre sehr gut empfehlen kann.
Dieser Band erschien 2014, d.h. die Zahlen sind nicht nicht mehr alle ganz aktuell, heute ist es meistens noch viel drastischer, so sind nicht mehr nur 50 % des deutschen Waldes geschädigt, sondern sogar 90 % auf Grund der trockenen Sommer und der immer stärkeren Unwetter, nicht mehr gesund. Dennoch sind auch die Aspekte gedanklich aktuell, was der Einzelne tun kann, auch wenn ich 2019 eher zur LED-Lampe als zur Energiesparlampe greifen würde. Solche technischen Gedankenanpassungen schaffen Leser aber durchaus selbst. Sehr schön, fand ich auch die Autodiskussion von Sinas Eltern, über die Anschaffung eines neuen Dienstwagens, der noch vor dem Dieselskandal stattfand, aber durchaus Feinstaub und Co. berücksichtigt. In diesem Punkt finde ich es eher erschreckend, wie wenig sich in den letzten 5 Jahren getan hat, trotz der Konsumhaltung immer neues und immer mehr haben zu wollen. Wirklich saubere Autos gibt es immer noch nicht, denn der Strom kommt ja nicht aus der Steckdose! Auch die Stromgewinnung und die Vor- und Nachteile der einzelnen Methoden ist Stoff für einen Infokasten. Wer sich also für das Thema Umwelt interessiert, findet viele Infos und Anregungen, die auch den eigenen Alltag beeinflussen können. Wer sich mehr für Sina und ihr Liebesleben und ihre Freundinnen und sonstige Teeniesorgen interessiert, kann sie auch überlesen, was ich aber nicht empfehle. Die Infokästen stören die Lesbarkeit überhaupt nicht und die Geschichte bleibt weiterhin packend!
Als die Tierärztin die Wildkatze als solche entlarvt und auf die Chance des Nabu hinweist, dachte ich sofort: Oh ja, jetzt wird vor dem Verwaltungsgericht geklagt, das kann und darf der Nabu nämlich! Es werden zwar die juristischen Konsequenzen bei Demos und das Versammlungsrecht (so gut habe ich es in keinem meiner Bücher im Grundstudium erklärt gefunden) erörtert, aber die Klagemöglichkeiten von Umweltverbänden fehlt leider gänzlich. Gerade bei einer bedrohten Tierart wäre dies im Eilverfahren sehr vielversprechend für einen vorläufigen Baustopp. So ist die Rodung des Hambacher Forstes juristisch gestoppt worden und das Atomkraftwerk Mühlheim-Kärlich ging nach nur 100 Tagen vom Netz, weil von der Genehmigung abgewichen wurde, und der Bau wegen einer tektonischen Platte um 1 m von der Genehmigung abweichend errichtet wurde. Manchmal, kann man große Umweltdinge, auch rechtlich lösen und erreichen. In der Liste der Öko-Berufe, über die Sina nach dem Abi nachdenken könnte, fehlt also eindeutig der Umweltrechtler (dafür braucht man einen langen Atem, es ist ein sehr trockenes und sehr langwieriges Rechtsgebiet, das dafür manchmal wahre Wunder wirken kann). Engagement lohnt sich, wie Sina und Yannis beweisen, ich habe nur etwas Bauchschmerzen, bei dem von ihnen gewählten Weg und legalere Mittel wären mir lieber gewesen. Der Zweck heiligt für mich nicht immer die Mittel. Für einen Roman ist so ein Rechtsstreit aber sicherlich etwas trocken und wenig mitreißend, da ist die gewählte Handlung schon interessanter. Im Übrigen gibt es aber sonst keinen Umweltaspekt der nicht behandelt wird.
Mit diesem Band wird die Geschichte von Sina abgeschlossen und abgerundet. Es ist klar, daß Sina, nach all ihren Umwegen und Krisen und Problemen schon ihren Weg finden wird und es wird ein guter sein. Pubertät ist eben auch die Zeit der Selbstfindung und das ist ihr gelungen. Ein toller Mix aus persönlicher Entwicklungsgeschichte und Ökoaufklärung - ein Thema, das uns alle angeht und die Generation „Fridays for future“ besonders bewegt.
- Dagmar Hoßfeld
Jella hat genug!
(53)Aktuelle Rezension von: Magic_vanillaDas Buchcover hat mir sehr gut gefallen, der Klappentext hat mich auch sehr angesprochen.
Ich bin ein grosser Fan von Dagmar Hoßfeld und war deshalb auch so gespannt auf ihr neues Buch. Leider hat mich das nicht gerade vom Hocker geworfen!
Es geht um Jella, ein 11 Jähriges Mädchen, dem die Umwelt sehr am Herzen liegt. Als sie mit ihrer Freundin von der Schule nach Hause lief konnte sie es aber kaum fassen, sie liefen an einer Müllhalde vorbei, aber der Müll war nicht in den dafür vorgesehenen Kübeln sondern lag einfach am Boden herum. Jella konnte es nicht fassen und schrieb deshalb den dafür zu stelligen Umweltbehörden.
Leider konnte die Autorin den witzigen und fröhlichen Schreibstyle nicht im ganzen Buch beibehalten, was ich sehr schade finde.
Die vielen kleineren Zeichnungen während dem Text haben mir sehr gut gefallen.
Ich glaube man muss einfach das richtige lese Alter finden. Trotz allem empfehle ich das Buch sehr gerne weiter. - Craig Thompson
Habibi
(59)Aktuelle Rezension von: sabatayn76‚Die Tage der Menschheit sind gezählt. Unserer Art ist es vorherbestimmt, sich selbst zu vernichten.‘ (Seite 504f)
Dedola wird im Alter von 9 Jahren an einen deutlich älteren Schreiber verheiratet, der ihr Lesen und Schreiben beibringt, ihr allerlei Geschichten erzählt. Als er getötet wird, beginnt sie ein neues Leben, in dem sie auf den Jungen Zam (damals noch ‚Ham‘) trifft.
Mit Zam lebt sie jahrelang auf einem gestrandeten Boot in der Wüste, wird dann aber in den Harem des Sultans verschleppt.
Allein der Einband ist wunderschön, auch wenn die arabisch anmutende Schrift natürlich keinen Sinn ergibt, sondern einfach ‚nur‘ ästhetischen Wert hat. Das ist im Buch anders, und das hat mich ebenso überrascht wie begeistert, denn hier können Arabisch-Kundige z.B. viel Lesen üben. Das Buch enthält auch sehr viele Kalligrafien, ist damit märchenhaft schön und sehr authentisch.
Ich liebe die arabische Sprache und Schrift, vor allem Kalligrafie, obwohl ich stets gewisse Schwierigkeiten habe, Kalligrafie lesen zu können. Dieser Aspekt des Buches hat mich also sofort für sich eingenommen, und ich habe fleißig Arabisch-Lesen geübt.
Die Zeichnungen sind wunderschön, lebendig und stimmungsvoll, sie erzählen ein (oft tragisches) Märchen aus 1001 Nacht, sind detailreich und wurden mit viel Liebe und Leidenschaft angefertigt.
Hier kann man nicht nur staunen ob der Schönheit des Buches, einer wunderbaren Geschichte folgen, sondern auch viel über Arabisch, den Quran, den Islam und Kalligrafie lernen.
In dieser Graphic Novel stimmt einfach alles. Wunderbar! - Charlotte Schüler
#Einfach plastikfrei leben: Schritt für Schritt zu einem nachhaltigen Alltag
(39)Aktuelle Rezension von: PaulaJosinaNatürlich ist dies nur meine persönliche Meinung und nur weil ich diesem Buch diese Bewertung zukommen lassen, heißt es nicht, dass es auf jeden anderen zutrifft. Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dies beeinflusst jedoch nicht meine ehrliche Meinung.
Plastik begegnen wir überall. Morgens nach dem Aufstehen beim Zähne putzen, beim Anziehen, beim Frühstücken. Mittags beim Essen in der Kantine, an unserem Schreibtisch, auf dem Weg nachhause. Aber auch abends kommen wir in Kontakt mit Plastik. In den letzten Jahren wurde immer mehr darauf aufmerksam gemacht, dass diese Masse an Plastik nicht gut für unsere Umwelt ist. Immer wieder sieht man Bilder von Schildkröten in deren Nasenlöcher Strohhalme stecken oder Mägen von Tieren, die komplett voll sind, aber leider nicht mit Essen.
„Zero Waste“ und „Minimalismus“ liegen im Trend. Eine Plastiktüte ist out und stattdessen greift man zum Jutebeutel. Plastikflaschen? Auch nicht mehr cool. Aber kann man auch noch mehr machen als diese beiden Dinge, um die Umwelt weniger zu verschmutzen?
Genau aufgrund dieser Frage habe ich das Buch beim Bloggerportal angefragt. Versteht mich nicht falsch, ich versuche schon unnötigen Plastik zu vermeiden, aber manchmal fällt einem halt nicht ganz auf wodrin alles Plastik ist, wie beispielsweise der Coffee to go Becher.
Meine Freunde haben darüber gerätselt, ob das Buch wohl in Plastik eingepackt sein und es Hochglanzpapier geben würde, aber dies war glücklicherweise nicht der Fall. Die Seiten sind aus Apfelpapier, werden also aus alten Apfelschalen hergestellt. Dies ist meiner Meinung nach eine wirklich tolle Idee. Zwar sind die Seiten dann nicht so weiß wie wir es evtl. von anderen Büchern gewohnt sind aber ganz ehrlich: Wenn interessiert es schon ob die Seiten beige oder strahlendweiß sind?
Was ich an diesem Buch wirklich mochte, war die Unterteilung. Zuerst wird einem erklärt was Plastik genau ist und es werden verschiedene Begriffe definiert wie beispielsweise biologisch abbaubar oder Bioplastik. Danach nimmt man dann Schritt für Schritt den Abbau des Plastikkonsum in Angriff. Dieser Prozess ist sehr gut individuell anpassbar auf das eigene Tempo und die eigenen Bedürfnisse.
Hin und wieder gab es kleine Listen zum Ausfüllen oder Bastelanleitungen, wovon ich bestimmt noch einige ausprobieren werde.
Als ich mich das erste Mal über das Thema bei ein paar amerikanischen Youtubern informiert habe hat mich immer gestört, dass einem vermittelt wurde, dass man beispielsweise sofort die Plastikzahnbürste wegwerfen und gegen eine aus Bambus ersetzen sollte. Warum aber nicht erst die Alte aufbrauchen? Charlotte Schüler betont immer wieder, dass man den Vorgang möglichst ressourcenschonend angehen sollte, dass heißt man ersetzt erst dann etwas gegen eine plastikfreie Alternative, wenn die andere kaputt oder aufgebraucht ist. Ansonsten würde man nur unnötig Müll produzieren. Das sie dies in den Fokus gestellt hat, fand ich sehr gut.
Das Einzige was mich gestört hat, war, dass sie sich ab und an wiederholt hat und häufig dazu aufgerufen hat dem Instagram Kanal und dem Hashtag zu folgen. Aber ich konnte nachvollziehen wieso sie das tut, da es sich in einer Gruppe meist leichter ein Projekt bewältigen lässt
Fazit
Meiner Meinung nach ein wirklich guter Einstieg in das Thema und ein perfekter Guide für die Menschen, die sich aus ihrer Plastikkomfortzone bewegen möchten.
Von mir gibt es 5 von 5 Sternen
Für weitere Rezensionen oder buchigen Content schau doch gerne auf meinem Blog vorbei: https://paulajosina.wordpress.com/
- Kira Vinke
Zivilcourage 2.0: Vorkämpfer für eine gerechte Zukunft
(23)Aktuelle Rezension von: WeltensucherHermann und Kira Vinke stellen in ihrem gemeinsamen Buch "Zivilcourage 2.0 - Vorkämpfer für eine gerechte Zukunft" eine Vielzahl von Menschen aus aller Welt vor, die allesamt eines verbindet: der friedliche Kampf, der Wille zur Veränderung und das Sähen der Hoffnung. Von Menschenrechtsaktivisten über Tier- und Umweltschützern bis hin zu Regimekritikern und Künstlern sind alle dabei, darunter sowohl weltweit berühmte als auch weniger bekannte, aber nicht unbedeutendere Persönlichkeiten aus allen Teilen der Erde. Gerade ihren Mut, ihr Durchhaltevermögen und ihre Unnachgiebigkeit beleuchten Hermann und Kira Vinke vor dem Hintergrund der globalen, stetig zunehmenderen Probleme. "Zivilcourage 2.0" berichtet somit von Weltverbesserern, die auch nur Menschen sind, und doch einen unglaublichen Kapmf mit großer Wirkung und Bedeutsamkeit führen.
Ich habe mir für dieses Jahr, quasi als Lese-Neujahresvorsatz, vorgenommen, insgesamt mehr Sachbücher über politische, globale und gesellschaftliche Themen zu lesen. Mein erster Griff dieses Jahr, "Zivilcourage 2.0" war hierfür der perfekte Einstieg in ein Genre, das mich jetzt umso mehr anzieht. Hermann und Kira Vinke stellen in ihrem Buch ein breites Spektrum an Theman dar, darunter Armut, Hunger, Krieg, Klimawandel, aber auch Big Data und Korruption im Finanzgeschäft. Es sind keine neuen Themen, sondern Probleme, die im Allgemeinen bekannt und doch immer wieder bei der Rückkehr in den Alltag vergessen werden. Deshalb lohnt sich auch die Erinnerung, wie sie Hermann und Kira Vinke betreiben, allemal - vor allem, wenn sie von den Portraits von Menschen begleitet werden, die tatsächlich gegen diese Probleme vorgehen und kämpfen.
Mir hat besonders der Aufbau des Buches gefallen. Jedem der sieben Kapitel ist ein umfassender Informationstext und Situationsüberblick zum jeweiligen Thema vorangestellt. Anschließend folgen Darstellungen zu bestimmten Persönlichkeiten, die in diesem Feld aktiv handeln. Dabei werden bekannte Namen wie Edward Snowden oder Malala Yousafzai ebenso wie - zumindest mir - vorher eher unbekannte Persönlichkeiten vorgestellt. Zahlreiche Bilder, kurze Lebensläufe, berühmte Zitate, Interviews, Fakten oder Zusatzinformationen am Rand ziehen sich durch das gesamte Buch und bereichern die behandelten Themen. Ingesamt eine äußerst gelungene Aufmachung!
Auch der Inhalt konnte mich überzeugen. Manches war natürlich schon bekannt, und doch der Wiederholung wert, vieles war mir aber auch neu oder nur öberflächlich bewusst, sodass ich auch einiges dazulernen konnte. Dabei ist der Text nicht allzu schwierig formuliert und eignet sich für Jugendliche (ab ca. 13 Jahren) und Erwachsene gleichermaßen. Und natürlich sind auch die unterschiedlichen Lebensläufe und Tätigkeiten der vorgestellten "Vorkämpfer für eine gerechte Zukunft" äußerst interessant, inspirierend und aussagekräftig. Ich bin ständig zwischen Erschütterung und Zuversicht, zwischen Pessimismus und Optimismus, zwischen Skepsis und Tatendrang geschwankt - auf der einen Seite das riesige Ausmaß der Probleme, auf der anderen Seite all die tatkräftigen und erfolgreichen Weltverbesserer vor Augen.
Zweifellos regt das Buch zu einem intensiven Nachdenken an. Es bietet Zugang zu vielen hochaktuellen Themen und eignet sich in dieser Funktion auch wunderbar für Jugendliche. Das sehr breit gefasste Spektrum regt dazu an, sich mit dieser oder jener Frage näher auseinanderzusetzen und möglicherweise selbst aktiv zu werden. Ein Buch mit vielen, bedeutsamen und nicht zu vernachlässigenden Botschaften!
- Donna Leon
Schöner Schein
(96)Aktuelle Rezension von: Gute_NachtInhalt
Wenn sie »la Superliftata« in der Calle begegnen, denken sich die Leute wohl die Leute - nichts als schöner Schein. Brunetti aber merkt, dass sich Geheimnisse hinter den starren Zügen von Franca Marinello verbergen. Nicht anders als hinter den feinen Fassaden von Venedig: Den Machenschaften der Müllmafia auf der Spur, entdeckt Brunetti die Kehrseite der Serenissima.
Fazit
Nachdenklicher, feinfühliger, intelligenter und spannender Krimi. Sehr fesselnd und doch kurzweilig.
- Michael Billig
Schwarz. Rot. Müll
(3)Aktuelle Rezension von: GwhynwhyfarDer Anfang: «Müll ist nichts, was man in Deutschland einfach wegwirft. Müll wird gesammelt, gewogen, beprobt, sortiert und verwertet.»
Deutschland, der Recycling-Weltmeister als heimlicher Umweltsünder? Vorbildliche Entsorgung durch Mülltrennung, kein Volk trennt seinen Abfall so akribisch wie die Deutschen. Aber wohin verschwindet der Müll? Der Investigativ-Journalist Michael Billig hat recherchiert. In Deutschland hat sich eine Schattenwirtschaft etabliert, deren Gewinnmargen höher sind als im Drogenhandel. Die Unternehmen, die daran beteiligt sind, arbeiten teils Hand in Hand, immer wieder tauchen die gleichen Namen auf. Sie täuschen eine fachgerechte Entsorgung vor, doch hinter den Kulissen durchmischen sie Abfall, fälschen Zertifikate und Lieferscheine, manipulieren Laborergebnisse und Bilanzen. In akribischer Feinarbeit hat Michael Billig Zusammenhänge erarbeitet, Wege verfolgt, deren Netz sich über die gesamte Republik spannt.
»In der Branche heißt es, Müll sucht sich das billigste Loch. Die deutsche Müll-Mafia hat es im eigenen Land gefunden.«
Da die Täter sich untereinander kennen, es Vernetzungen gibt, flötet der Flurfunk gleich weiter, wo sich die nächste tiefe Kuhle auftut, in die man seinen Dreck abladen kann. 2005 wurden die bis dahin üblichen Hausmülldeponien verboten, da sie die Böden und das Klima massiv kontaminierten. Mit der sorgsamen Trennung und Entsorgung von Müll, für die viel Geld bezahlt wird, entwickelte sich so etwas wie eine Müll-Mafia. Das Problem sitzt im System selbst. Hier wird in erster Linie Papier geprüft. In den Ämtern werden zuständige Angestellte bestochen, die das Ganze deckeln und Prüfungstermin weitergeben. Auch diese Überprüfung läuft optisch - oberflächlich. Der Betrug wird durch die lasche Überprüfung fast herausgefordert. Wird mal einer erwischt, sind die Strafen milde. Im Prinzip alles nichts Neues. Und solange der Staat schläft, nicht unabhängig und systematisch prüft, kontrolliert und bewertet, solange die Strafen dem Überfahren einer roten Ampel mit erhöhter Geschwindigkeit ähneln, wird sich nichts ändern. 130 illegale Abfalllager und schwarzen Deponien nur allein im Bundesland Brandenburg konnte der Journalist aufdecken. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs. Überall im Land schlummern illegale Deponien, die das Grundwasser verseuchen. Es ist in der Tat an der Zeit, die Ämter mit qualifiziertem Personal auszustatten, um diesen Dreck zu stoppen. Das Buch zu lesen ist anstrengend. Michael Billig hat hier akribisch alle genauen Wege und Beteiligten aufgeführt, Schritt für Schritt – der Text gleicht teilweise einem Polizeibericht, der jedes einzelne Auto, jede Straße aufführt. Um die Problematik zu beschreiben, hätte man auch mit weniger detaillierter Einzelheit auskommen können, dabei lieber einen erzählerischen Sound anschlagen können. Der Inhalt ist gut, keine Frage – die Umsetzung hat mir nicht so gut gefallen.
«Das ist das Müllaufkommen, das allein in einer Stadt wie Hannover in einem Jahr anfällt, und das wird einfach in eine Kiesgrube geschoben.»
Michael Billig, geb. 1978 in Weimar, studierte Kommunikationswissenschaften, Kunstgeschichte und Ethnologie. Die Beiträge des Umweltjournalisten sind u.a. in »WirtschaftsWoche«, »enorm«, »Potsdamer Neueste Nachrichten«, »natur« und »bild der wissenschaft« erschienen. Seit 2015 recherchiert er über illegale Deponien in Deutschland und ist Co-Autor mehrerer Fernsehbeiträge zu diesem Thema (»NDR«, »RBB«, »RTL«). Seit 2017 schreibt er seinen Blog: muellrausch.de.
https://literaturblog-sabine-ibing.blogspot.com/p/schwarz-rot-mull-von-michael-billig.html
- Anina Gepp
Iss dich grün!
(4)Aktuelle Rezension von: katze102Anina Gepp ernährt sich schon lange vegan; in diesem Buch erläutert sie Vorteile dieser pflanzlichen Ernährung, wie gesundheitliche oder nachhaltige Aspekte. Zudem beschreibt sie kurz, wie man Ressourcen und Müll einspart oder auf Plastik verzichtet. Für alle, die sich mit dem Thema noch nicht auseinandergestzt haben, bietet dieses Kapitel einen guten Einstieg.Viele weitere Informationen zum ökologischen Fußabdruck finden sich auch in den vielen enthaltenen Rezepten.
Pflanzliche Produkte, bevorzugt regional, saisonal und biologisch, sind also die Zutaten der Rezepte, die in die Kapitel „Frühstück“, „Herzhaftes“, „Snacks und Desserts“ sowie „Aufstriche, Dips und Saucen unterteilt wurden. Ob für Granola, grünen Smoothie ohne BananeAuberginen-Ragout mit cremiger Polenta, Spinat-Lasagne mit Birne und Thymian, Vietnamesisches Tomatencurry mit Tofu, Karotten-Ingwersuppe oder Süßes wie Schokomousse und Energiebällchen – die Auswahl der Rezepte finde ich abwechslungsreich; neben einigen Klassikern bietet Anina Gepp viele selbstentwickelte Rezepte an. Alle Rezepte sind leicht verständlich erklärt, lassen sich gut nacharbeiten, sind auf einem ganzseitigen Foto aufgezeigt und sehr häufig durch Tipps und weitere Hintergrundinformationen ergänzt. Ich persönlich würde einige Rezepte für mich abwandeln, da ich kein allzugroßer Freund von Tofu bin.
Insgesamt gefällt mir dieses Buch sehr gut; es erklärt gerade jenen, die sich (noch) nicht vegan ernähren, wie man einzelne Zutaten austauschen kann, beispielsweise ein Ei, um einige vertraute Rezepte vegan nachzubauen, gibt weitere Hilfen und ansprechende Rezepte, auch für Getränke, an die Hand. - Gerda Raidt
Müll
(9)Aktuelle Rezension von: Mrs_Nanny_OggIch habe für ein Büchereiprojekt mehrere Kinderbücher zum Thema Müll gekauft. Dieses hier hat mich besonders begeistert. Es geht vielen kritischen Fragen nach: Woher kommt eigentlich der viele Müll? Wie war das früher? Wie wird es in der Zukunft sein? Sind das nicht alles Spinner, die ihren Müll trennen?
Das Buch spart nicht an Kritik, kommt dabei aber nicht mit dem erhobenen Zeigefinger. Es macht bewusst, was heute eigentlich als selbstverständlich angesehen wird, aber noch gar nicht so lange ist, wie es eben ist. Die enorme Wegwerfgesellschaft und ihre gegenwärtigen und zukünftigen Probleme werden kritisch betrachtet. Aber wie kann man es vielleicht besser machen? Auch dafür hat dieses Buch einige gute Vorschläge.
Sehr ansprechend ist es auch durch die vielen Illustrationen und die kindgerechte Sprache.
Mehr davon!
- Marcus Pfister
Franz-Ferdinand will tanzen
(3)Aktuelle Rezension von: EmmyLFranz-Ferdinand ist ein mächtiges, träges Walross. Bewegung ist ihm bei seinem Gewicht viel zu anstrengend. Eines Tages beobachtet Franz-Ferdinand eine Gruppe Flamingos beim Ballettanz und ist begeistert. Er möchte unbedingt genau so elegant tanzen können wie die Flamingos. Nachdem er heimlich und ausdauernd geübt hatte, stellte er sich der Ballettgruppe vor. Tatsächlich tanzte das Walross wirklich sehr graziös, leider gab es einige Kritiker, die sich an seiner ungewöhnlichen Ästhetik störten. So musste Franz-Ferdinand einen eigenen Weg finden, um seine Träume zu verwirklichen.
Doppelseitig vollflächige, farbige Illustrationen stellen eine Schlüsselszene des Textes dar. Der Text ist als Block auf hellem Hintergrund gedruckt und wie ein Papierstreifen über die Illustration gelegt. In den Zeichnungen dominieren blaue Farbtöne das Bildgeschehen passend zum Handlungsort Grönland.
Im Buch werden laut Autor die Themen Alter, Ballett, Fettleibigkeit, Klimawandel, Gesundheitsprävention, Biodiversität, Selbstbewusstsein und Plastikmüll thematisiert. Das finde ich in seiner Gesamtheit etwas überambitioniert für ein Bilderbuch, dessen Zielgruppe vierjährige darstellen.
Die Texte sind zum Vorlesen zu umständlich, teilweise auch etwas verworren und definitiv zu lang. Besonders störend finde ich in Klammern gesetzte Erklärungen. Das Walrosse aufgrund ihrer Masse nicht auf den Schwanzflossen stehen und Flamingos in Grönland nicht zu Hause sind ist jedem Vorleser klar. Es für kleine Kinder explizit zu erklären macht an dieser Stelle keinen Sinn und verwirrt. Wenn man eine Fantasiegeschichte erzählt sind Erklärungen irrelevant, denn Kinder akzeptieren dies vorbehaltlos. Es wäre auch völlig ausreichend gewesen, nur den Plastikmüll zu thematisieren. Wie man dem Nachwort des Autors entnehmen kann, liegt ihm dies besonders am Herzen. Weniger ist manchmal mehr.
Das Walross wird ausgegrenzt, muss die Ballettklasse verlassen und gründet schließlich eine eigene Ballettgruppe. Wenn man Ausgrenzung thematisieren möchte, ist dieser Lösungsansatz nicht besonders Zielführend.
Weiterhin möchte der Autor Alter und Fettleibigkeit thematisieren. Abgesehen davon, dass diese Themen Kindergartenkinder wenig tangieren und dem Vorleser ein hohes Maß an Erklärungen abverlangt, ist es auch der falsche Weg. Während des Lesens habe ich mir tatsächlich vorgestellt, wie ich als Mutter reagieren würde, wenn ein kräftiger, älterer Herr mit Behelfsröckchen neben meiner minderjährigen Tochter in der Ballettgruppe tanzt.
Für mich ist dieses Buch definitiv kein Kinderbuch, auch wenn die farbigen Illustrationen diese Annahme nahelegen.
- Michaela Rosenbaum
Sophia & Paul - Zu viel Müll
(7)Aktuelle Rezension von: LesensundspielenddurchslebenIch war gestern erst wieder mit den Kindern im Wald und habe dabei gemerkt, wie aufmerksam meine Kinder alles dort wahrnehmen und was sie alles sehen. Sie sind auch oft im Kindergarten auf Waldtagen - so wie Sophia und Paul. Doch die beiden müssen im Wald eine schlimme Entdeckung machen. Statt einem sauberen Wald mit intaktem Ökosystem treffen sie vor allem auf eines im Wald, und das hat dort gar nichts zu suchen: Müll. Und so machen sie sich als kindergattengruppe auf, Müll einzusammen und mehr über Mülltrennung und Recycling zu lernen.
Dieses Buch hat mir sehr imponiert. Einfach schon deshalb, weil es so nah an der Lebenswelt der Kinder ist. Kinde, die mit offenen Augen durchs Leben gehen, entdecken Müll. Sie entwickeln gerade in dem Alter langsam ein Problemvewusstsein, was gerade im Bezug auf das Thema finde ich total wichtig ist. Denn ganz ehrlich, was Recycling angeht, sind wir Gewohnheitstiere. Umso wichtiger, hier früh Gewohnheiten anzulegen, die für alle nützlich sind. Dafür ist das Buch gut geeignet. Es gibt gute und einfache Tipps, die auch der Lebenswelt der Kinder entsprechen. Etwa, eine Jausenbox und Trinkflasche zu verwenden. Und beim Jogurt vielleicht auf einmal zum Mehrwegglas zu greifen.
Die Bilder haben uns auch sehr gut gefallen. Der Text ist sehr gut verständlich, sodass ich das Buch jedem Kindergarten und jeder Familie sehr ans Herz legen kann. - Oliver Schulz
8849: Massentourismus, Tod und Ausbeutung am Mount Everest
(2)Noch keine Rezension vorhanden - Katie Daynes
Alles über Plastik
(4)Aktuelle Rezension von: DoraLupinWarum gibt es so viel Plastik auf der Welt? Welche Probleme werden dadurch verursacht und wie können wir sie lösen? Unter mehr als 65 Klappen findest du die Antworten zu den spannendsten Fragen rund um das Thema Kunststoff und erfährst, wie du selbst zum Umweltschutz beitragen kannst.
Das Buch ist in einer sehr leicht verständlichlichen Sprache geschrieben, sodass es sich schon für Kinder ab circa 5 Jahren gut zum vorlesen eignet. Dieses Buch ist aber tatsächlich etwas für die ganze Familie, da man hier auf sehr spannende und interessante Weise viele Informationen zum Thema Plastik bekommt. Das Buch setzt sich aus sehr vielen Klappen auf jeder Seite zusammen. Vorne auf der Klappe steht eine Frage, wenn man diese umklappt verkommt man eine kurze aber sehr prägnante und verständliche Antwort.
Zudem gibt es auf jeder Seite viele tolle, bunte Bilder die das Gelesene noch unterstützten, auflockern und die Klappen Kindern insgesamt viel Spaß machen. So lernt man sehr spielerisch etwas und bekommt viele tolle Infos über das wichtige Thema Plastik und wie wir damit umgehen sollten.
Mein Sohn war sehr aufmerksam und interessiert bei diesem Thema und wir haben das Buch in einem Rutsch gelesen. Nur zu empfehlen!
- Sylvia Schaab
Es geht auch ohne Plastik
(13)Aktuelle Rezension von: Aer1thGerade schießen überall neue Start-Ups wie Pilze aus dem Boden, die sich alle mit dem Thema plastikfreies Leben in einer Welt, die vor Plastikmüll erstickt, beschäftigen. Ich kann kaum eine Seite im Internet besuchen, ohne dass ich auf eine Werbung für Wachstücher, festes Deo oder Bambustoilettenpapier stoße. Mir macht das nicht so viel aus, bekomme ich so neue Denkanstöße für mein eigenes Leben.
Beim lokalen Einkaufen bin ich vor einiger Zeit dann auch mal auf Sylvia Schaabs “Es geht auch ohne Plastik – Die 30-Tage Challenge für die ganze Familie!” gestoßen. Das Buch ist mir durch sein Cover und die allgemeine Aufmachung sofort aufgefallen. Kein Spotlack, keine Beschichtung und aus Papier aus verantwortungsvollen Quellen. Dieses Buch sieht tatsächlich einfach anders aus, als die Standardbücher heutzutage und mich hat es genau damit gecatched.
Das Buch durfte also bei uns einziehen. Vor dem Lesen rechnete ich mit einer umfangreichen Beschreibung einer plastikfrei-Challenge, die laut Coverbeschreibung, für mich, Hauptbestandteil des Buches hätte sein können. Ist sie aber nicht.
Sylvia Schaab befasst sich intensiv mit dem Thema Plastik. Was ist Plastik überhaupt? Wo kommt es hin, wenn wir es wegwerfen? Wie gefährlich ist Plastik eigentlich wirklich für uns und alle Tiere.
Ich hatte mich schon vorher recht intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt und hatte bereits diverse Dinge in meinem Alltag ersetzt, doch Sylvia Schaab wusste eine Menge Dinge zu berichten, die für mich völlig neu waren und mich nachhaltig beeinflusst haben.
Ich weiß auch, dass noch ein weiter Weg vor uns liegt, aber auch, dass wir nicht alles auf einmal (perfekt) umsetzen müssen. Auch kleine Schritte sind Schritte in die richtige Richtung.Hier der Aufbau des Buches, damit ihr euch ein besseres Bild vom Inhalt machen könnt:
Wie alles Begann
Aller Anfang ist
Plastik, was ist das eigentlich
So gelingt der Einkauf ohne Plastik
Kochen ohne Plastik
Unterwegs essen und trinken ohne Plastik
Sauber machen ohne Plastik
Bad ohne Plastik
Wohnen ohne Plastik
Gärtnern ohne Plastik
Mobil ohne Plastik
Büro und Schule ohne Plastik
Kleidung ohne Plastik
Kindheit ohne Plastik
Feiern und Schenken ohne Plastik
Tiere halten ohne Plastik
Gemeinsam ohne Plastik
Die 30-Tage-Challenge für mehr Nachhaltigkeit im AlltagBesonders gut gefallen hat mir, dass Sylvia Schaab trotz dessen, dass sie und ihre Familie selber fast ausschließlich plastikfrei leben, so gar nicht dogmatisch wirkt. Sie beschreibt in jedem Kapitel mehrere Wege Plastik aus seinem Leben zu verbannen – von Lösungen “Für Eilige” bis hin zum Selbermachen einzelner Produkte.
Ich konnte für mich und meine Familie jede Menge hilfreicher Tipps mitnehmen und gemeinsam gehen wir motiviert an unser Projekt “plastikärmer leben” heran. Ganz plastikfrei werden wir wohl nicht schaffen, aber wie gesagt: Jeder Schritt, so klein er auch ist, ist ein Schritt in die richtige Richtung.
In abgewandelter Form werden wir wohl auch irgendwann die Challenge machen, jedoch nicht auf 30 Tage begrenzt, sondern eher als Leitfaden für weniger Plastik und bewussteren Konsum.
Fazit
Mir hat das Buch wirklich sehr gut gefallen – von der Aufmachung bis hin zum Inhalt. Detailliert, fundiert und ohne erhobenen Zeigefinger beschreibt Sylvia Schaab ihre eigenen Erfahrungen mit dem plastikfreien Leben in unserer Plastikwelt und zeigt viele Wege auf Plastik für immer loszuwerden.
Ich kann das Buch wirklich jedem, der sich für diese Thematik interessiert, empfehlen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.
- Hannah Wilson
Weniger ins Meer
(16)Aktuelle Rezension von: Claudia_ReinländerKlappentext / Inhalt:
Die Umweltverschmutzung wächst und wächst!
Plastik, das die Weltmeere verseucht, Regenwälder, die zusehends schrumpfen, Müllberge, die immer weiterwachsen, unser Klima, das sich mehr und mehr verändert - an vielen Stellen ist zu erkennen, dass wir so nicht weitermachen können mit der Umweltverschmutzung und der Ausbeutung unserer Erde.
Ein Thema, das viele Kinder und ihre Familien beschäftigt!
Neben Fakten und anschaulichen Fotos bietet dieses Kindersachbuch ab 8 Jahren viele Tipps und Anregungen, wie Kinder, ihre Freunde und Familien selber dazu beitragen können, die Umwelt zu schützen und sich umweltbewusst zu verhalten - ein Anliegen, das heute viele Kinder und Jugendliche haben!
Topaktuell und anschaulich
: Mit vielen aktuellen Informationen und Fakten
Kindgerecht aufbereitet
: Alle Texte sind für Kinder interessant und verständlich geschrieben
Mit vielen Tipps
: Praktische und leicht umsetzbare Anregungen und Ideen zum Recyceln und Müllvermeiden
Mit Fotos und Fakten-Kästen
: Die Bilder machen das Ausmaß der Umweltproblematik deutlichCover:
Das Cover zeigt direkt die Problematik der Umweltverschmutzung und macht auf dieses Thema ziemlich stark aufmerksam. Man erkennt hier sehr viel Müll und Plastik im Meer. Fische in Plastiktüten gefangen und ein Wal mit einem Plastikstrohhalm zeigen das Problem direkt auf. Optisch und farblich ist es sehr schön umgesetzt.
Meinung:
Umweltschutz und Müllreduktion ist ein top aktuelles Thema welches hier kindgerecht aufgegriffen wird. Es wird sich zu Beginn mit dem Thema der Entstehung des Mülls, Recycling und Abfall beschäftigt, um ersteinmal in das Thema einzuführen. Dann werden die verschiedenen Stoffe wie Plastik, Glas, Papier, Metall und Textilien näher betrachtet. Dazu gibt es dann auch immer entsprechende Hinweise und auch Tipps, wie man was vermeiden kann.
Die idee hinter dem Buch finde ich richtig toll und auch dass auf die Müllvermeidung hingewiesen und sehr direkt eingegangen wird. Viele tolle Ansätze sind vorhanden und zudem ist es auch informativ.
Mir persönlich ist es jedoch etwas zu überladen und auch von der Anordnung und Darstellung zu chaotisch. Die Bilder wirken für mich zu überladen. Aber dies ist auch durchaus Ansichtssache.
Man bekommt viele Indikationen und auch Tipps rund um das Thema und auch eine Gliederung wurde versucht und ist von der Idee her richtig toll. Auf den Doppelseiten findet man dann viele Informationen zum jeweiligen Thema oder Rohstoff und in unterschiedlichen Kästchen findet man dann interessante Informationen wieder. Auch kleine Verständnis-Quiz werden mit eingefügt, so kann man sein erlangtes Wissen überprüfen.
Die Bilder veranschaulichen das Ganze sehr gut und bringen das Ganze optisch gut herüber. Jedoch ist es je Seite manchmal etwas viel.
Es zeigt sehr gut auf, wie wichtig Mülltrennung ist und Müllvermeidung. Es schafft ein Bewusstsein dafür und schult bereits die Jüngsten darauf Acht zu geben. Wer mehr über Müll und Mülltrennung erfahren möchte, sollte hier auf jeden Fall einen Blick hinein werfen.
Natur- und Umweltschutz kinderleicht gemacht und gut erklärt. Sehr informativ und manchmal etwas zu viel auf einer Seite. Aber ansonsten sehr lehrreich und toll gemacht.
Fazit:
Müllvermeidung und Tipps, sowie Informationen rundherum, werden hier vielfältig und verständlich gegeben.























