Bücher mit dem Tag "müll"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "müll" gekennzeichnet haben.

127 Bücher

  1. Cover des Buches Passagier 23 (ISBN: 9783949609008)
    Sebastian Fitzek

    Passagier 23

     (3.030)
    Aktuelle Rezension von: mayleenestelle

    Passagier 23 war durchweg spannend. Ich bin ein absoluter Fitzek Fan, trotzdem hat dieses Buch mich nicht ganz so begeistert wie seine anderen Werke. Fitzek hat einen sehr guten Schreibstil, weswegen man nur so durchs Buch fliegt. Trotz allem war es durchweg spannend und das Ende hätte ich nicht erwartet.

  2. Cover des Buches Unendlicher Spaß (ISBN: 9783462044881)
    David Foster Wallace

    Unendlicher Spaß

     (178)
    Aktuelle Rezension von: MaternaKuhn


    Dieses Werk ist der Ironman der Literatur. Wer dieses Buch wirklich bis zur letzten Zeile durchgehalten hat, sollte vom Kiepenheuer & Witsch Verlag ein Finisher-T-Shirt zugeschickt bekommen. Mit 1551 Seiten oder 3.486 KB setzt David Foster Wallace alles daran, in Marcel Proust’s Fussstapfen zu treten. Die ganz persönliche Lesezeit betrug ein Jahr. War es eine verlorene Zeit? Machen wir uns auf die Suche.


    Gewöhnlicherweise beginnt eine Rezension mit einer Zusammenfassung des Inhalts in Stichworten. Aber bei Foster Wallace ist nichts gewöhnlich, schon gar nicht der Inhalt. Es geht im weitesten Sinne um eine Tennisakademie. Es geht zum Beispiel auch um James O. Incandenza, den exzentrischen Gründer dieser Tennisakademie, der gleichzeitig auch Regisseur ebenso exzentrischer Kurzfilme war, bevor er sich irgendwann mit dem Kopf in der Mikrowelle das Leben nahm. Seine Frau und seine Söhne waren oder sind Teil der Akademie; die einen als Spieler, die Mutter als Dozentin und Co-Rektorin. Es geht aber auch um ein Heim für Suchtabhängige jeder Couleur, das nur unweit von der Tennisakademie beheimatet ist. Und es geht um eine kanadische Widerstandsgruppe von Rollstuhlfahrern, die aus irgendeinem bis zum Schluß unbekannten Grund hinter einer Videokassette aus dem Schöpfungsfundus von Incandenza herjagen. Wobei kanadisch eigentlich nicht richtig ist, weil sich in dem futuristisch angelegten Roman Kanada mit den USA und Mexiko zu den sogenannten O.N.A.N.-Staaten zusammengeschlossen hat.


    Der Versuch einer Inhaltsangabe muss an dieser Stelle wegen Sinnlosigkeit abgebrochen werden. Wer nach Inhalt oder gar einem durchgehenden Handlungsfaden sucht, ist bei Unendlicher Spaß falsch. Der Autor wirft dem Leser Mosaiksteine zu, die dieser die längste Zeit versucht, mühsam zu einem Bild zusammenzusetzen, um am Schluss zu erfahren, dass es gar kein Bild gibt. Der Roman endet an einer scheinbar beliebigen Stelle. Das Werk lebt vom Augenblick. Seite für Seite.


    Irgendwann erkennt man, dass man seinen gewohnten Stil des Buchlesens adaptieren und sich einer neuen Dimension des Lesens öffnen muss. Als wenn man im Kunstmuseum von den alten Meistern des Mittelalters zum allerersten Mal in die Abteilung für abstrakte Kunst wechselt. Und so wie man in einem abstrakten Gemälde nicht nach Gegenständen suchen sollte, muss man Foster Wallace seitenlang einfach nur auf sich wirken lassen. Der Mann ist ein linguistischer Vulkan, sein sprachliches Repertoire ist beeindruckend. Und wo seine/unsere Sprache nicht ausreicht, erfindet er einfach neue Worte und Begrifflichkeiten. Deshalb auch grenzenlose Hochachtung für Ulrich Blumenbach, der in der Tat fünf (!) Jahre an der Übersetzung gearbeitet hat und es zum Beispiel schaffte, nicht nur die komplexesten Wortschöpfungen zu intonieren, sondern zum Beispiel auch schwierige, eher lautmalerische Passagen mit englischer Sprache und Schweizer Akzent ins deutsche Pendant zu transferieren.


    Natürlich hat solch ein Buch zwangsläufig auch seine Längen und Hänger, und das nicht zu knapp. Dann ist der Leser der Wanderer durch die Wüste, wartend auf die nächste Oase. Und die liefert Foster Wallace sehr zuverlässig immer wieder. Als dieses Werk entstand, musste sich sein Kopf wie ein sprühender Geysir anfühlen, denn das Buch ist ein Spiegelbild seiner unbändigen Kreativität, seiner Schaffenskraft, seiner Energie, seiner Kompetenz in vielen Themen, aber auch seiner mentalen Verwirrungen. Allein seine Fußnoten erstrecken sich oft über viele Seiten und haben wiederum weitere Fußnoten, weil er es offensichtlich nie ganz schaffte, alles unterzubringen, was ihm in den Sinn kam. Allerdings wird in manchen Passagen auch deutlich, wie schmal der Grat zwischen Genialität und Schrott oft ist.
    Unendlicher Spaß gilt als ein zentrales Werk der US-amerikanischen Literatur der 1990er Jahre und wurde vom Time Magazin zu den 100 besten englischsprachigen Romanen gerechnet. Diese Einschätzung erfuhr posthum eine weitere Aufwertung. Wallace nahm sich 2008 nach schweren Depressionsphasen und langer Alkoholabhängigkeit im Alter von 46 Jahren das Leben.
    Wer sich an dieses Werk heranwagt, sollte sich von den standardisierten Lese-Erwartungen loslösen, viel Zeit haben und sollte offen sein für experimentelle Literatur. Dann kann Unendlicher Spaß eine bereichernde Erfahrung sein.


  3. Cover des Buches Biss zum Ende der Nacht (Bella und Edward 4) (ISBN: 9783551583772)
    Stephenie Meyer

    Biss zum Ende der Nacht (Bella und Edward 4)

     (6.282)
    Aktuelle Rezension von: JourneyGirl

    Den 4. Teil musste ich dann schon auch noch lesen. Er begann auch gut. Aber ab der Mitte wird es absurd und so gruselig, dass ich darüber nachdachte, aufzuhören! (Stichwort: Schwangerschaft!) Allerdings wollte ich wissen, wie es ausgeht. Also habe ich weiter gelesen. Zum Glück! Denn das Ende der Geschichte ist wahnsinnig gut. Dass es mir in der Mitte des Buches zu absurd wurde, zeigt, dass ich Fantasy Geschichten eigentlich nicht mag. Die Liebesgeschichte ist am Ende doch sehr gut. Aber hier endet meine Reise in die Fantasy Bücher und Vampir Geschichten! Die Biss-Reihe rund um Edward und Bella ist gut. Ich kann die 4 Teile durchaus empfehlen. Aber weitere Bücher mit Vampiren werde ich nicht mehr lesen. Und auch wenn die Autorin sehr gut schreiben kann, und spannend erzählt, lese ich auch keine weiteren Bücher von ihr, weil Vampire nach wie vor nicht mein Ding sind und es nie werden wird. Gute Reihe von Band 1 - 4. Aber für Vampirliebhaber kann es gerne weiter gehen.

  4. Cover des Buches Paper Princess (ISBN: 9783492316460)
    Erin Watt

    Paper Princess

     (2.239)
    Aktuelle Rezension von: julzpaperheart

    Ellas Leben war bisher alles andere als leicht, und als ihre Mutter stirbt, muss sie sich auch noch ganz alleine durchschlagen. Bis ein Fremder auftaucht und behauptet, ihr Vormund zu sein: der Milliardär Callum Royal. Aus ihrem ärmlichen Leben kommt Ella in eine Welt voller Luxus. Doch bald merkt sie, dass mit dieser Familie etwas nicht stimmt. Callums fünf Söhne – einer schöner als der andere – verheimlichen etwas und behandeln Ella wie einen Eindringling. Und ausgerechnet der attraktivste von allen, Reed Royal, ist besonders gemein zu ihr. Trotzdem fühlt sie sich zu ihm hingezogen, denn es knistert gewaltig zwischen ihnen. Und Ella ist klar: Wenn sie ihre Zeit bei den Royals überleben will, muss sie ihre eigenen Regeln aufstellen…

    Ich weiß nicht genau, was ich erwartet habe, aber ich muss gestehen, ich bin ein wenig enttäuscht. 

    Der Schreibstil war flüssig, einfach und vulgär. Die Wortwahl ist derb und primitiv. 

    Der Anfang war vielversprechend, doch nach kurzer Zeit hab ich das Interesse verloren. Die Handlung ist sehr plump und belanglos. Es gab vereinzelt schöne Szenen und interessante Dialoge. 

    Die Protagonisten sind sehr oberflächlich, blass und unnahbar. Ella handelt häufig unüberlegt, ist naiv und man lernt sie nur flüchtig kennen. Reed benimmt sich furchtbar. Er ist manipulativ, toxisch und bis zum Ende konnte ich nicht verstehen, wieso die beiden zusammenkommen.

    Die Themen, die hier eine Rolle spielen, können ggf. triggern. Es werden Alkohol- und Drogenkonsum, Missbrauch und Gewalt thematisiert. Allerdings pushen sie lediglich den Drama-Pegel und werden nicht aufgearbeitet. 

    Eine Mischung aus After Passion und Plötzlich Prinzessin. Spice und Drama ohne Ende – ohne jeglichen Tiefgang. 

  5. Cover des Buches The Stand - Das letzte Gefecht (ISBN: 9783453438187)
    Stephen King

    The Stand - Das letzte Gefecht

     (818)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Es dauert zwar seine Zeit bis man sich in die Story einfindet, da man zu Anfang, mit den vielen neuen Charakteren nicht ganz zurechtkommt.

    Das Buch ist von der ersten bis zur letzten Zeile spannend, die Story nicht nur interessant sondern auch irgendwie (leider) Wirklichkeitsnah . Ein ähnlicher Fehler könnte durchaus passieren. (Wuhan?)

    Ein rasanter Knaller.

  6. Cover des Buches Junktown (ISBN: 9783453318212)
    Matthias Oden

    Junktown

     (48)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Diese Zukunft ist ein Schlaraffenland: Konsum ist Pflicht, Rauschmittel werden vom Staat verabreicht, und Beamte achten darauf, dass ja keine Langeweile aufkommt. Die Wirklichkeit in »Junktown«, wie die Hauptstadt nur noch genannt wird, sieht anders aus. Eine eiserne Diktatur hält die Menschen im kollektiven Drogenwahn, dem sich niemand entziehen darf.

    Mit der Synthese von Technologie, Biologie, Pharmazeutik und totalitärer Politik macht (...) Matthias Oden sein dystopisches Gesellschaftspanorama zu einem einzigartigen Mix.

  7. Cover des Buches Brennen muss Salem (ISBN: 9783453441088)
    Stephen King

    Brennen muss Salem

     (792)
    Aktuelle Rezension von: CarinaElena

    • Werbung - Rezension 5/5 ⭐️ •

    "Ben Mears kehrt nach Salem’s Lot zurück und interessiert sich dort für das Marsten-Haus. Von diesem Haus geht eine unheimliche Kraft aus, und bald zeigt sich, wer in Salem’s Lot sein Unwesen treibt: ein Vampir. Ben wagt es mit einigen Helfern – darunter ein alter Mann, eine junge Frau und ein Kind –, den Kampf gegen die Macht des Bösen aufzunehmen. Doch dieses Wagnis kostet furchtbare Opfer. "

    Für mich einer der besseren Kings, da mir nicht alle gefallen. Die Geschichte ist so klar, das wenn die Vampire nicht wären, das eine reale Geschichte sein könnte ;). Ich habe das Buch vor vielen Jahren das erste Mal angefangen zu lesen, aber nie beendet. Jetzt ist es soweit und ich kann nicht nachvollziehen warum ich das gemacht habe. Mir haben die Charaktere gut gefallen, nicht zu überkandidelt und gut ausgearbeitet, noch besser hat mir allerdings die Umgebung gefallen, wie King auch manche Stellen beschrieben hatte. 

    King hat schon seinen eigenen Stil den man mögen muss, sonst werden einem die Bücher nicht gefallen. Ein Vampir Klassiker den ich Euch wirklich empfehlen kann.

  8. Cover des Buches Tote Augen (ISBN: 9783945386606)
    Karin Slaughter

    Tote Augen

     (493)
    Aktuelle Rezension von: steffi.liest

    Auch Teil drei der Georgia-Reihe konnte mich wieder für sich einnehmen. Im Übrigen finde ich, dass man jedes Buch der Reihe auch einzeln lesen kann, ohne die Vorgänger zu kennen, da jeder Fall für sich abgeschlossen ist. Allerdings, wenn man sich auch für die Geschichte der Ermittler interessiert, würde ich die Reihenfolge einhalten.

    "Tote Augen" beginnt damit, dass einem älteren Ehepaar eine Frau vor das fahrende Auto läuft. Sie ist nackt und offensichtlich misshandelt worden. Alles sieht danach aus, dass sie auf der Flucht war. Sara Linton, die man bereits aus der Grant County-Reihe kennt, macht im Grady Hospital die Erstuntersuchung und stellt schlimmste Verletzungen fest. Als Will Trent, Ermittler des GBI, den Wald nahe des Unfallorts durchsucht, stößt er auf eine Höhle unter der Erde - eine Art Folterkammer, die ihm das Blut in den Adern gefrieren lässt. Alles dort spricht für ein weiteres Opfer, welches wenig später dann auch gefunden wird...

    In diesem Teil treffen nun also Sara Linton und Will Trent aufeinander, welche ich beide unheimlich gerne mag. Sara bietet ihre Hilfe in dem Fall an, sie hat schließlich früher als Coroner gearbeitet und kennt sich daher gut in der Ermittlungsarbeit aus. Will´s Partnerin beim GBI, Faith Mitchell, ist davon allerdings eher nicht so angetan. 

    Ich fand es super interessant, wieder mehr aus dem Leben der drei zu erfahren. Jeder hat auf seine Weise ein schweres Päckchen zu tragen. Besonders Will macht mich sehr neugierig und es gefällt mir, nach und nach mehr Wissen über ihn und sein tragisches Schicksal zu bekommen. 

    Den Fall fand ich ebenfalls super spannend, aber stellenweise sehr brutal und grausam, sodass ich es auch nachvollziehen kann, wenn jemand damit Probleme hat. Das Buch ist auf jeden Fall nichts für schwache Nerven. Die Auflösung hat mich dann leider auch ein wenig enttäuscht, da sie mir nicht alle Fragen beantwortet hat. Aber ich denke, auch im wahren Leben wird man nicht immer auf alles eine Antwort bekommen. Dennoch war ich von vorne bis hinten gefesselt, was für mich einen guten Thriller ausmacht. 

    Eine kleine Kritik hätte ich noch bezüglich der Übersetzung, die ich manchmal nicht so gelungen fand. Zumindest denke ich, dass es an der Übersetzung liegt. Zum Beispiel hat Will des Öfteren "gekichert", was ich an manchen Stellen nicht passend fand (eher vielleicht ein schmunzeln oder in sich hinein Lachen). Der Schreibstil der Autorin gefällt mir aber sonst sehr gut. Sehr direkt und mitreißend.   

  9. Cover des Buches Die Stadt der Blinden (ISBN: 9783442745296)
    José Saramago

    Die Stadt der Blinden

     (553)
    Aktuelle Rezension von: Fee04

    Ein Mann steht an einer Ampel. Von einer Sekunde auf die nächste, ohne erklärbaren Grund, erblindet er. Wie ihm ergeht es immer mehr Menschen in seiner Heimatstadt. Wie eine Seuche greift die Blindheit um sich. Die Regierenden wissen sich nicht anders zu helfen, als die Betroffenen in einer verlassenen Irrenanstalt einzuquartieren – unter der Bewachung von Soldaten, die auf jeden schießen, der fliehen will. Je mehr Blinde dort zusammengepfercht werden, desto schlimmer, desto unmenschlicher wird die Situation. Inmitten dieses grausamen Chaos befindet sich ein Augenarzt mit seiner Frau – die als Einzige noch sehen kann …


    Ein unglaublich erschreckendes  Buch; eine Epidemie schlimmer als jede bisher da gewesene Epidemie oder Pandemie. 


    Der ungewöhnliche Schreibstil ist anfangs schwer zu lesen, jedoch gewöhnt man sich schnell daran. Der fesselnde Roman ist flüssig und anspruchsvoll geschrieben. Der Autor hat mit diesem Werk ein sehr erschreckendes und düsteres Szenario dargestellt. 


    Außergewöhnlich ist in dem Buch, dass die Protagonisten nicht mit Namen genannt, dafür mit Eigenschaften beschrieben werden. 


    Sehr detailreich, emotional und erschreckend wird ausgeführt, wie es den Blinden in einer abgeriegelten Irrenanstalt ergeht! Die erblindeten Menschen werden komplett von der Außenwelt isoliert. Sie sind alleine, verängstigt und hilflos, angewiesen auf gestellte Nahrung durch die Sehenden. 

    Wie jedoch immer wieder die Gier und Macht selbst  in größter Not bei  einigen Menschen durchschlägt ist verabscheuungswürdig. In der Anstalt kommt es zu Übergriffen, Missbrauch und Erpressung. 

    Eine schier unbeschreibliche Epidemie in der Stadt lässt den Ausnahmezustand, das Chaos, die Verwüstung erahnen. Es wird ein authentisches Szenario beschrieben, in welchem die Welt nur noch aus Sodom und Gomorra bestehen würde. 


    Ein literarisches Meisterwerk, welches inhaltlich so außergewöhnlich und tiefgründig ist und in seiner -  teilweise philosophischen - Sprache begeistert. Sehr empfehlenswert!

  10. Cover des Buches War Chant I: Sieger (ISBN: 9783958692398)
    Nika S. Daveron

    War Chant I: Sieger

     (20)
    Aktuelle Rezension von: TillyJonesbloggt

    Inhalt/Meinung
    Die Entscheidung „War Chant“ zu lesen, nahm mir der Klappentext ab, denn der hatte mich quasi sofort an der Angel. Ich liebe Dystopien und wenn es dann noch ein Schattenspiel zwischen Gut und Böse ist, kann das nur gut werden. Oder?

    Die Welt von „War Chant“ ist am Ende. Einige Menschen leben auf einer Insel aus Müll („Odyssey“) und fristen ihr tristes Dasein unter dem Regime der „Sieger“. Die Sieger bestimmen alles! Sie geben den Menschen mit 6 Jahren einen Namen und bestimmen, als was gearbeitet wird. Sie machen die Regeln und setzten sie durch. Und verlangen Dankbarkeit von den anderen Menschen, die im Grunde nur da sind, um den Siegern ihren Lebensstandard erhalten zu können. Die Welt war sehr interessant und detailreich dargestellt. Dadurch, dass die Geschichte in der Ich-Form geschrieben ist, sieht man natürlich immer nur das, was die Protagonistin sieht, aber sie kommt viel rum, sodass ich nie das Gefühl hatte, irgendwas zu verpassen. Die Müllinsel, die nach vielen Katastrophen entstanden ist, treibt auf dem offenen Meer. Festland oder andere Inseln sind Gerüchte, denen die Menschen mehr oder weniger Glauben schenken. Es ist ein schmutziges, undankbares Leben, aber die Menschen das einzige was sie haben. Auch wenn sie dauerhaft unterdrückt und bei Missachtung der Regeln teilweise sofort mit dem Tod bestraft werden. Wenn man nichts mehr hat, außer den Kleidern die man trägt, kann man auch nichts verlieren.

    Als erstes lernen wir die Protagonistin Harbinger kennen. Am Anfang ein kleines Mädchen ohne Namen, mausert sie sich schnell zu einer recht guten Gladiatorin. Harbinger ist nicht dumm und lernt sehr schnell, sieht viel, was um sie herum passiert und steht auch für ihre Freunde und Familie ein. Leider muss ich sagen, dass ich sehr lange keinen rechten Zugang zu ihr fand. Sie wirkte manchmal sehr trotzig, unfreundlich und lustlos. Sie tat zwar alles, was man ihr so sagte, aber eigentlich hatte sie gar keine Lust dazu. Jedenfalls kam es mir so rüber. Bis auf ein paar wenige Ausnahmen, wurde sie irgendwie immer zum Handeln gezwungen, anstatt sie die Dinge einfach mal selber in die Hand nahm. Erst im letzten Drittel wurde sie mir sympathischer, als sie anfing, auch mal Gefühle zu zeigen. Zwar ist sie immer wirklich sehr betroffen, wenn jemand stirbt den sie kennt, aber das kam nie richtig bei mir an.

    Der nächste, den ich von Anfang an allerdings sehr interessant fand, ist Crawford. Ein Soldat der „Sieger“, der von Beginn an immer in Harbingers Nähe zu sein scheint. Er ist der Antiheld schlechthin und hält bis zum Ende seine Ziele recht gut unter Verschluss. Ich muss zugeben, dass er mein Favorit unter den Charakteren ist, weil er für mich am ehrlichsten und, bezugnehmen auf die Welt, am authentischsten wirkte. Crawford gehört zu den Siegern, er könnte alles haben, ihm liegt die ganze Müllinsel zu Füßen. Und dennoch hat er einen unerklärbaren Narren an Harbinger gefressen, der für mich aber nie aufgesetzt wirkte. Er tat schlimme Dinge, aber hat sich irgendwie auch immer an die Regeln gehalten. Dadurch, dass er zu den Bösen gehört, verkörpert er sozusagen das Feindbild für alle, allen voran Harbinger, die in ihm sehr lange das reine Böse sieht.

    Die Geschichte als solche packte mich recht schnell. Während Harbinger erwachsen wird und irgendwie ihren Weg geht, lernt mal als Leser schnell, dass auf „Odyssey“ nicht alles, was sich Gut oder Böse nennt, auch gut oder böse ist. Alles hat seine Schattenseiten und die zu erkennen, fällt oftmals sehr schwer. Die Menschen treiben untereinander ihre Spielchen, spinnen Intrigen und manipulieren andere, wie sie es eben gerade brauchen. Natürlich wollen die einfachen Menschen sich erheben und gegen die Sieger angehen, eine Rebellion lag von Anfang an schon in der Luft. Harbinger glaubt irgendwann an diese Sache und muss sich dann aber schnell eingestehen, dass auch bei einer guten Rebellion ganz viele Schattenseiten vorhanden sind.

    Der Schreibstil der Autorin tat einiges um der verloren und hoffnungslosen Stimmung auf „Odyssey“ noch einen drauf zu setzen. Jede Figur hat ihre eigene Stimme und gerade das machte sie sehr greifbar. Alles war sehr bildlich geschrieben und sorgte dafür, dass ich mich immer so fühlte, als würde ich neben Harbinger stehen und mit ihr zusammen ein Abenteuer erleben. Was mich allerdings ein bisschen gestört hat, waren die ganzen Gladiatura-Begriffe, die zwar am Anfang erklärt werden, aber für mich einfach zu viel waren um mir die ganzen Unterschiede zu merken. Das brachte mich immer mal wieder raus, wenn von einer bestimmter Gladiator-Art die Rede war und ich nicht mehr wusste, welche genau jetzt gemeint war.

    Das Ende von Band 1 ist kein Ende, sondern ein Übergang zu Band 2 und ich muss sagen, auch wenn ich anfangs keinen Zugang zu Harbinger hatte, so bin ich doch wirklich gespannt, was sie im zweiten Teil alles ertragen muss.

    Fazit
    „War Chant“ ist eine wirklich interessante Dystopie mit Charakteren, die fernab vom Klischee agieren. Das Setting erinnerte mich ein bisschen an „Waterworld“, hatte aber seinen ganz eigenen Charme und war von vorne bis hinten komplett durchdacht. Das Leben auf der Müll-Insel ist grausam bis kaum zu ertragen und die Figuren werden dadurch von Anfang an geprägt. Für Dystopie-Fans lohnt es sich auf jeden Fall, zu „War Chant“ zu greifen!
  11. Cover des Buches Gomorrha (ISBN: 9783423345293)
    Roberto Saviano

    Gomorrha

     (181)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Gomorrha ist ein Sachbuch, so wird es beschrieben und das sollte man auch im Hinterkopf behalten. Es wird an keiner Stelle echte Spannung aufgebaut, dessen sollte man sich bewusst sein, somit kann es sich an manchen Stellen etwas ziehen. Auch die vielen verschiedenen Personen sind durchaus etwas verwirrend. Allerdings war das Buch für mich auch ein sehr interessantes und auch schockierendes Buch, vor allem das Ende hat es noch einmal wirklich in sich, ohne jetzt zuviel verraten zu wollen

  12. Cover des Buches Engel der Nacht (ISBN: 9783442472086)
    Becca Fitzpatrick

    Engel der Nacht

     (1.111)
    Aktuelle Rezension von: CherryFairy

    Inhalt

    Band 1 der 4 bändigen Reihe


    Meine Meinung

    Eine gute gefallene Engels Geschichte mit Potential.

    Der Schreibstil ist jugendlich frech. Emotional konnte es mich nicht ganz packen, aber mein Interesse ist auf jeden Fall geweckt 😉

    Ich bleib dran 👍🏻


    Mein Fazit 
    Guter Reihenauftakt, lockerer Schreibstil, ich freue mich aufs weiterlesen 😃

    4*

  13. Cover des Buches Jella hat genug! (ISBN: 9783551651457)
    Dagmar Hoßfeld

    Jella hat genug!

     (52)
    Aktuelle Rezension von: Magic_vanilla

    Das Buchcover hat mir sehr gut gefallen, der Klappentext hat mich auch sehr angesprochen.

    Ich bin ein grosser Fan von Dagmar Hoßfeld und war deshalb auch so gespannt auf ihr neues Buch. Leider hat mich das nicht gerade vom Hocker geworfen!

    Es geht um Jella, ein 11 Jähriges Mädchen, dem die Umwelt sehr am Herzen liegt. Als sie mit ihrer Freundin von der Schule nach Hause lief konnte sie es aber kaum fassen, sie liefen an einer Müllhalde vorbei, aber der Müll war nicht in den dafür vorgesehenen Kübeln sondern lag einfach am Boden herum. Jella konnte es nicht fassen und schrieb deshalb den dafür zu stelligen Umweltbehörden.

    Leider konnte die Autorin den witzigen und fröhlichen Schreibstyle nicht im ganzen Buch beibehalten, was ich sehr schade finde.

    Die vielen kleineren Zeichnungen während dem Text haben mir sehr gut gefallen.

    Ich glaube man muss einfach das richtige lese Alter finden. Trotz allem empfehle ich das Buch sehr gerne weiter.

  14. Cover des Buches Die Abenteuer des Apollo 1: Das verborgene Orakel (ISBN: 9783551318305)
    Rick Riordan

    Die Abenteuer des Apollo 1: Das verborgene Orakel

     (283)
    Aktuelle Rezension von: Gingerteabooks

    Ich liebe Apollo. Er ist so witzig. Ich mag seine Charakterentwicklung, aber seine Lebenskrise dadurch, dass er jetzt sterblich ist, ist echt funny. Seine Gedanken über seine Bisexualität kann ich voll nachfühlen. Gute Repräsentation. Und Will und Nico sind so cute zusammen. Nico hat ja ein Attest, um bei Will zu sein xD

  15. Cover des Buches Albtraumland: Zehn querhirnige Grübelstories (ISBN: B07Y8V573F)
    Daniela Zörner

    Albtraumland: Zehn querhirnige Grübelstories

     (25)
    Aktuelle Rezension von: litera

    Solch ein interessantes, tiefgreifendes Werk kommt nicht alle Tage vor. Autorin Daniela Zörner schürft in ihren Kurzgeschichten hartnäckig unter der Oberfläche unseres Alltagsgeschehens. Wohl jeder Leser erhält eine dicke Scheibe von dem erlesenen Grübelkuchen für sich, ob es ihm passt oder nicht. Manch ein Lacher wird im Hals stecken bleiben, manch ein hartes Schlucken erfolgen. Ob unsinnige Kriege, irre Autokraten oder unwillige Haustechnik: Das Leben ist bei genauerer Betrachtung oft mehr als bizarr. Manch eine Story kommt als Fabel daher, um hintersinnige Seitenhiebe auf unsere Ausbeutung der Natur auszuteilen. „Albtraumland“ lässt sich nicht mal eben wie ein Krimi verkonsumieren, dafür hinterlässt das Lesen zu viele Denkspuren im Gehirn - und ein flaues Gefühl im Magen obdendrein.

    Absolut empfehlenswert!

  16. Cover des Buches Das große Buch für Weltretter (ISBN: 9783961291496)
    Martin Verg

    Das große Buch für Weltretter

     (37)
    Aktuelle Rezension von: WriteReadPassion

    Inhaltserzählung:
    Bücher, die sich mit dem Zustand der Erde befassen, gibt es viele. Aber ich glaube, keines ist wie dieses. Warum? Hier geht es zwar um den Klimawandel, aber nicht nur. Auch um Naturschutz, aber nicht nur. Um Menschenrechte, Energiewende, die Mobilität der Zukunft: auch, auch, auch. Aber nicht nur! Dieses Buch will nämlich zeigen, dass und wie alles mit allem zusammenhängt. Dass Ursachen am einen Ort an anderer Stelle Folgen haben können. (Einwurf von mir: Ganz genau!!!)

    Dieses Buch eröffnet, wie gesagt, den Rundumblick. Ganz bewusst mit Mut zur ein oder anderen Lücke. Aber immer mit dem Ziel aufzuklären, Mut zu machen, auf Ideen zu bringen. (Einwurf von mir: Und das ist ihm wirklich gelungen!)

    (Vorwort des Autors)


    Autor:
    Martin Verg ist Journalist und Autor. Noch während seines Studiums der Geschichte und Literaturwissenschaft landete er in der Redaktion von GEOlino, der größten deutschsprachigen Wissenszeitschrift für Kinder – die er zuletzt mehr als zehn Jahre lang als Chefredakteur leitete. Komplexe Sachverhalte für Kinder verständlich machen war in dieser Zeit sein täglich Brot. Seit Jahren veröffentlicht er Sachbücher und Krimis für junge Leserinnen und Leser. Martin Verg lebt mit seiner Familie in Hamburg.


    Bewertung:
    😓 Puh, so viel zu schreiben ... verstehe überhaupt nicht, wie meine Lesekameraden kaum was zum Buch geschrieben haben. Wahnsinn. Nach zwei Tagen inbrünstiger Arbeit an dieser Rezension, hoffe ich, dass meine Ansichten zu den einzelnen Themenfeldern "Gehör" - Leser findet und sie zum Nachdenken anregen, und vielleicht auch neugierig auf Mehr machen.

    Das Cover ist eine tolle Mischung aus klassisch und trendy; obwohl es nicht zig Sachen aufzeigt ist es ein echter Eyecatcher, wie man so schön sagt. 😁 Es muss nicht mit vielen Details vollgestopft werden, um zu zeigen, worum es in diesem Buch geht. Das gefällt mir sehr! Mal was anderes finde ich, dass einige Autoren auf dem hinteren Buchdeckel aufgezeigt werden. Ich war ja erstmal überhaupt überrascht, dass der Verlag solche Bücher - und auch noch für Kinder - anbietet. Das ist wirklich großartig!

    Das Inhaltsverzeichnis ist genau so, wie ich das sehr gerne mag; ausführlich, chronologisch und farblich unterschieden. Hervorragend! Ich kann gar nicht meckern, so ein Mist! 😂 Das Buch erinnert mich mit seinem farblich gegliederten Inhaltsverzeichnis an ein Erdkundebuch aus der Schule damals. Das war auch in dieser Art gegliedert, natürlich mit anderen Themen. Aber es macht Spaß, sich in ein solches Buch durchzublättern und zu durchzulesen. 

    Insgesamt sind es 7 große Themenfelder, genau die, die die großen Probleme verursachen (also durch uns Menschen) und dessen Lösungen die Welt besser machen:

    🌡️ Klima
    ☢️ Energie
    🏞️ Natur
    🍱 Ernährung
    🗑️ Müll
    🚗 Mobilität
    👨‍👩‍👧‍👧 Mensch

    Jedes der Kapitel hat ein doppelseitiges Deckblatt; auf der linken Seite steht ein Zitat und auf der rechten Seite die Kapitelbezeichnung. Beide Seiten sind mit gemalten Bildern und Fotos verziert. Dann folgt eine zweiseitige Einleitung ist das jeweilige Kapitel. Dann folgen zwei Seiten Infografiken, die ebenfalls eine kleine Übersicht über die jeweiligen Themen bieten.

    Gemischt:

    Was ich bisher gar nicht kannte:

    📌 Fahrrad-Kino, bei denen mit Fahrrädern Strom für einen Film erzeugt wird. Das sowas geht, wusste ich, aber das es sowas nun auch gibt, nicht.

    📌 Sogenannte Earthships (Erdenschiffe); sie werden größtenteils aus natürlichen Baustoffen oder recyceltem Müll hergestellt, die durch die Sonne beheizt werden und ihren eigenen Wasser-, Energie- und Wärmekreislauf haben.

    🗣️ "Im Grunde sind wir Energie-Bewahrer! all unsere Baumaterialien hier, andere würden sagen: all dieser Müll, wurden unter einem großen Energieaufwand hergestellt. Indem wir sie wiederverwerten, wird die Energie. Die drinsteckt, weiter genutzt. So bewahren wir Energie, anstatt sie zu verschwenden. Und das ist wirklich nachhaltig."

    (Laura Davies wohnt in solch einem Gebäude in Spanien)

    Mir stellt sich hierzu noch die Frage: Wie wird sowas wetterfest? Und lebt der Moderator, der über dieses Konzept berichtet, nun in solch einem Erdenschiff, wie er es tun wollte? Hier habe ich mir ein paar Infos mehr gewünscht.

    📌 Das Schulprogramm "Fifty-Fifty"

    📌 Das Verleihen von Kulissen und Kostümen

    📌 Ein Mann namens Rudi Hartono, der am Strand der Insel Sulawesi Plastikmüll im Spiderman-Kostüm sammelt. Richtig klasse!

    📌 Eine schwimmende Plattform, die auf dem Meer Plastik einsammeln soll. Das Gerät soll 2022 in Aktion treten. Eine super Idee, nur auch eine Gefahr für die Meeresbewohner, oder nicht? Wenn die sich in diesem Netz verfangen ... Ich kann mir aus der Beschreibung gar keine Vorstellung von dem Gerät machen, ich werde auf jeden Fall auf der Webseite stöbern. 

    Ich habe auch mal gelesen und ein Bild gesehen, wie jemand ein Netz um ein industrielles Abwasserrohr gezogen hat. Auf dem Foto kann man sehen, wie der ganze Industriemüll statt ins Meer, im Netz gefangen ist. Toll wäre ja, wenn das Pflicht wäre, auch wenn es nicht die chemischen Substanzen im Meer verhindert.

    📌 Dass es Lasten-Fahrräder zum Ausleihen gibt. das ist ja toll. Ich hatte schon Momente, wo ich eines hätte gebrauchen können und traurig war, keines zu haben.


    🌡️ Klima:

    🗣️ "Die Fakten sind klar, aber sie sind immer noch zu unangenehm, als das ihr sie ansprechen möchtet. Ihr lasst es einfach, weil ihr denkt, es ist zu deprimierend und die Leute werden aufgeben. Aber die Menschen werden nicht aufgeben! Überall scheinen viele die Tatsache, dass wir uns ändern müssen, eher zu verstehen als ihr."

    (Auszug aus Greta Thunbergs Rede an die Regierungschefs und Industriechefs auf dem Wirtschaftsforum in Davos 2020)


    🗣️ "Das Einzige, was wir jetzt falsch machen können, ist, klein zu denken!"

    (Prof. Dr. Maja Göpel, Wirtschaftsexpertin und Expertin für Klimaschutz)

    🗣️ "Unser Wirtschaftssystem hat die Probleme ja erst geschaffen und braucht dringend einen Umbau. Wir reden von Umweltproblemen, dabei hat die Umwelt keine Probleme - wir sind es, die Schwierigkeiten bekommen werden."

    (Prof. Dr. Maja Göpel, Wirtschaftsexpertin und Expertin für Klimaschutz)

    🗣️ "Falls wir nicht handeln, steht der Zusammenbruch unserer Zivilisation und das Aussterben eines Großteils der natürlichen Welt bevor."

    (Sir David Attenborough, Filmproduzent naturwissenschaftlicher Sendungen in England)

    🗣️ "Diese Katastrophe ist nicht mehr  durch den Einzelnen lösbar. Es sind die Industrien und Regierungen dieser Welt, die jetzt in großem Maßstab handeln müssen!"

    (Leonardo DiCaprio, US-Schauspieler, Filmproduzent und Klimaaktivist)


    ☢️ Energie:

    Eine Aussage, über die ich mich sehr freue, weil ich mir oft wie eine Minderheit in Sachen Amazon vorkomme:

    🗣️ "Und wenn ihr Online-Shopping macht, dann bitteschön nachhaltig hergestellte Produkte kaufen. Die gibt es online genauso einfach per Mausklick, wie den Wohlstandsschrott bei Amazon."

    (Tilman Santarius, Professor für sozial-ökologische Transformation und nachhaltige Digitalisierung und Autor)


    Er erklärt auch, was wir für nachhaltige Digitalisierung brauchen. Das fehlte mir persönlich die ganze Zeit. Ich habe schon einiges über den Schaden von Streaming und Surfen im Internet gelesen, aber nirgends wird beschrieben, was wir tun können, außer komplett auf Internet zu verzichten. Und dass das utopisch ist und in unserer Lebenswelt nicht geht, ist auf Anhieb zu verstehen. 

    Toll finde ich auch, dass nicht nur angenehme Gesellen hier aufgeführt werden. Hier tauchen zum Beispiel auch die Gesetzesbrecher-Gruppe "Ende Gelende" auf. "Um Inselstaaten wie Fidschi vor dem Ertrinken zu retten, müssen wir den sofortigen Kohleausstieg durchsetzen." Da haben sie auch vollkommen recht! Nur sollten wir das innerhalb der Landesgesetze tun. Ich verstehe aber auch den heftigen Tatendrang solcher Menschen. Das Aussitzen und Ignorieren der Politik und Wirtschaftsbosse erzeugen Aggressionen und treiben einen in verzweifelte Handlungen. Mir geht es da nicht anders. Oder auch die Erwähnung vom Regenwaldschützer Paulo Guajajara, der von illegalen Holzfällern erschossen wurde. Es ist wichtig, den Kindern die Realität vor Augen zu führen. Viele Menschen meinen ja, dass Kinder nichts böses von der Welt sehen und erfahren sollten bis sie 18 Jahre alt sind. Sie wollen sie am liebsten in eine Seifenblase stecken, aber das ist nicht nur falsch, sondern auch kontraproduktiv. Dann gäbe es keine aktiven Gruppen wie "Fridays for Future" und innovative Ideen mehr. Kinder sind nun mal die Zukunft dieser (Erden)Gesellschaft und können auch nur dann eine sein und bleiben, wenn sie wissen, was los ist und mitgestalten können.

    🗣️ "Da ich Ingenieur bin, weiß ich, dass wir die Energiewende technisch schaffen können. Die Technologien, die wir heute haben, reichen aus, um das hinzukriegen. Es ist in etwa so, als ob der Dachstuhl eines Hauses brennt - und die Feuerwehr mit prallen Wasserschläuchen danebensteht und mit den Nachbarn plaudert. Das Feuer hat zwar schon etwas beschädigt, noch aber ist es gut zu löschen. Wir müssen das allerdings genau jetzt tun und dürfen nicht weiter plaudern!"

    (Prof. Volker Quaschning, Professor für Regenerative Energiesysteme in Berlin)


    🏞️ Natur:

    Super finde ich auch, dass das Thema "Zoo" aufgeführt wird, da ja überwiegend Familien diese Einrichtungen besuchen. Leider sind hier nur Fakten beschrieben. Hier fehlt es an Empfehlung, was man tun sollte. Ich persönlich verabscheue Zoos, aber es gibt auch sogenannte Tierparks, die anders als Zoos, größere Gehege und artfreundlichere Umgebung für die Tiere bieten. Sie sind nicht so eingezäunt. Solche Parks finden hier leider gar keine Erwähnung, obwohl sie eine gute Alternative sind. Aber wir müssen uns trotz dessen bewusst machen, dass nichts artgerechter ist, als eine intakte Naturumgebung!

    Im Buch steht: Manche Forscher sagen, der Artenschwund wäre sogar folgenreicher für das Leben auf der Erde als der Klimawandel. - Das ist in meinen Augen falsch dargelegt. Es gibt keine Trennung von Artenschwund zum Klimawandel. Neben der Jagd, die zur Ausrottung führt, ist der Klimawandel die Hauptursache. Er bewirkt ja das Artensterben, und das Artensterben wiederum verschlimmert die Klimaveränderung im Bezug auf den natürlichen Artenkreislauf. Das eine bedingt das andere, und ist nicht - wie hier beschrieben - abgesondert zu betrachten!

    🙈 Ein wenig Zynismus gefällig?

    Bei der Auflistung einiger geretteter Fauna und Flora steht zur Gottesanbeterin: Wenn es nach ihr geht, darf die Erderwärmung also gern weitergehen. Dann kommt sie irgendwann sogar in der Arktis an ... - Es liest sich im Buch schon was witzig, aber dieser Gedankengang schockiert auch gleichzeitig.

    🗣️ "Unser Ziel ist, den Leuten vor Ort zu einem besseren Leben zu verhelfen. Denn Landwirtschaft ist ja trotzdem möglich, auch ohne alles kaputt zu machen. Die Luft ist besser geworden, und die Temperatur sank um zwei Grad im Vergleich zur Stadt. Für uns ist das wie ein Wunder. Und es macht mir Hoffnung, dass wir den Planeten Erde doch noch retten können. Denn wir haben gesehen, dass alles Leben wiederkommen kann, wenn wir die Erde nur umbauen. Wir Alten schließen oft zu viele Kompromisse, haben zu viele schlechte Angewohnheiten. Ich bin daher überzeugt, dass die Hoffnung unseres Planeten in den Kindern liegt. Sie können für uns alle Vorbilder sein, damit wir uns erst selbst ändern."

    (Sebastiao Salgado, Fotograf und UNICEF-Botschafter in Brasilien)

    Trotz aller Hoffnungsbotschaften ist es eine Tatsache, dass wir den Klimawandel und seine Folgen nicht zurückkehren können. Was geschehen ist, ist geschehen. Wir können jetzt nur versuchen, Schadensbegrenzung zu betreiben und weitere Schäden zu vermeiden, die noch folgen werden.

    🗣️"Die Frage ist nicht, ob wir die Erderhitzung und damit den Anstieg des Meeresspiegels noch aufhalten können, sondern ob wir sie wenigstens unter zwei Grad halten können."

    (Robert Habeck, ehemaliger Umweltminister, Bundesvorsitzender der Bündnis90/Grünen in Schleswig-Holstein und Autor)


    🍱 Ernährung:

    🗣️ "Kann es richtig sein, sich Essen von Feldern zu holen, auf denen sonst nichts mehr lebt? Können Düngemittel und Pestizide für uns Menschen gesund sein, die für Insekten und bestimmte Pflanzen giftig sind? Meine Antwort war: Nein! Natur und Landwirtschaft müssen miteinander existieren und nicht gegeneinander! Am Ende muss klar sein: Nur eine an die Natur angepasste, vielfältige Landwirtschaft erhält unsere Lebensgrundlagen. Und diese Landwirtschaft brauchen wir jetzt und nicht erst in 100 Jahren."

    (Martin Häusling, im Parlament der Grünen und Biobauer)

    Auch wieder toll gefallen tut mir die Erwähnung von angeblichem Unkraut und der tollen Eigenschaften dieser! Ich habe wirklich noch nie verstanden, wieso die Menschen diese Pflanzen als Unkraut schimpfen! Kein Bisschen! Sie schaden ja keine anderen Pflanzen, nur weil sie vermehrt auftauchen. Ist mir wirklich ein Rätsel und auch wieder sehr kurzsichtig betrachtet. Löwenzahn zum Beispiel ist wegen seiner heilenden Eigenschaften in eines der letzten drei, vier Jahre (ich weiß gerade nicht mehr, welches Jahr das war) sogar als Heilpflanze des Jahres gewählt worden! Das habe ich in einer Zeitschrift gelesen. Auch seine philosophische Denkweise "Ich wachse da, wo ich will und wachsen kann", "Ich lasse mich durch nichts aufhalten, von keinem Betonboden, der meint, ich dürfe hier nicht leben und wachsen" ist doch für uns Menschen ein Vorbild!

    Zwischen 20 und 40 Prozent der gesamten Erde landen nicht im Laden - sondern direkt auf den Müll., steht im Buch. Noch ein sehr großes Problem in unserer Gesellschaft. Nicht unrichtig wird sie auch als "Wegwerf-Gesellschaft" geschimpft. Gut finde ich, dass hier auch die verschiedenen Gründe dafür aufgeführt werden. Es ist eben nicht nur das Nicht-Wertschätzen. Aber es ist der Grundstein, auf dem alles andere sich aufbaut. Wer ärgert sich denn nicht schon so viele Jahre über die verstandlosen EU-Richtlinien gerade in diesem Bereich?! Eingeschweißte Bio-Gurken, einzeln verpackte Orangen (oh ja, die gibt es wirklich) oder nur schön perfekt symmetrisch aussehendes Obst und Gemüse zum Verkauf zugelassen ... Bei Sinn und Verstand ist hier bei den Machern niemand mehr! Und das bei dem immer mehr wachsendem Problem der Ressourcen und Kampf um Nahrungsmittel weltweit! Allein dieses Thema könnte ich essaytieren! 

    Kommen wir doch direkt zu dem nächsten Problem: Biosprit. Auch so was völlig undurchdachtes! Nicht nur, dass das Erschaffen dieser Maisfelder Lebensgrundlagen von Mensch und Tier zerstört, nein, wir werfen dringend gebrauchte Nahrung sogar in die Autotanks, um gemütlich durch die Gegend kutschieren zu können! Hatte ich das mit dem fehlenden Verstand erwä ... hatte ich, ok. Wollte nur noch mal sichergehen. Biomais war als Lösung des Ölproblems für's Autotanken gedacht - leider nur bis B gedacht. Volker Pispers hat in einen seiner Politik-Satiren gesagt: "Da sagt ein Mensch in Afrika 'Guck mal, da fährt mein Mittagessen.'" Waren an dieser Entscheidung Weltökonomen beteiligt? Für mich gibt es auch hier - wie an den anderen bescheuerten Richtlinien - nur eine Erklärung: Die rege Handlung und die Gier des Lobbyismus (der hier leider im Buch keinerlei Erwähnung findet, aber eines der Hauptursacher ist). Sie setzen sich gegen alles, was der Weltbevölkerung gut tut und nachhaltig ist. Nicht nur im Nahrungsmittelbereich. Und diese Lebensmittelriesen. die auch noch Genmais als Lösung für Nahrungsmittelmangel preisen, um sich zu vermarkten wie Nestle (ein großer Verbrecher-Konzern) es tut, sind zum Kotzen! Auch hier gibt es zahlreiche Studien (vor allem aus den USA), die die fatalen Auswirkungen von Genmais festhalten. Einfach mal im Netz stöbern. 

    Ich möchte noch ein Thema in diesem Bereich ansprechen, der mich auch schon immer aufgeregt hat - noch so eine unsinnige Richtlinie: Das Mindesthaltbarkeitsdatum. Noch eines der Hauptprobleme im Bereich Lebensmittelverschwendung. Ich weiß gar nicht, worüber ich mich mehr brüskiere; über die Menschen, die diese dämliche EU-Regelung bestimmt haben oder über die Menschen, die sie nicht hinterfragen ... Ein Missstand, der seit Jahrzehnten von vielen Seiten angeprangert wird, aber die EU kalt lässt. Solange Profit dabei herausspringt, soll die Lebensmittel-Lobby machen dürfen, was sie wollen. Wo nach etlichen Jahren die EU endlich mal ihr soziales Denken und Empfinden (ja, wo ist sie denn? Huch, sie ist ja auf einmal da! Ist das tödlich?) zur perfekten Lebensmittel-Aussehen-Regelung entdeckt und entschieden hat (wahrscheinlich mit viel Geld bestochen, so wie es die Lobby tut), diesen Misstand bis 2030 (glaube ich erst, wenn ich es sehe) zu beenden - wird bei der Mindesthaltbarkeitsregelung gar nichts geändert! So viele Studien wurden unternommen, um der EU und den Bürgern aufzuzeigen, wie lange die jeweiligen Lebensmittel wirklich noch essbar sind, viel Wirkung hat das allerdings nicht. Es gibt sogar diesen Scherzspruch: "Mindesthaltbarkeitsdatum bedeutet, mindestens haltbar bis, nicht tödlich ab." 😈⚰️ Was wir brauchen? Eine entsprechende Deklarierung wie "Hersteller-Garantie bis" und einen Vermerk dazu "Auch nach diesem Datum noch Verzehrbar". Oder wir nehmen gleich den Scherzspruch dazu "Gleichbleibende Qualitätsgarantie-Garantie bis, nicht tödlich ab". Das regt dann nochmal ganz anders zum Nachdenken unserer Handlung an. Denn das Mindesthaltbarkeitsdatum ist genau das - nur eine Hersteller-Garantie, dass das Lebensmittel bis zum angegebenem Datum die gleichbleibende Qualität gewährleistet. Über das Datum hinaus ist der Hersteller nicht haftbar. Heftiges Wort, aber Tatsache.

    Schade finde ich, dass nur die vegane Ernährung Platz findet, nicht die vegetarische oder gar die vielen anderen recht ulkigen Essweisen wie Flexitarier, Frutarier oder Pescetarier ... es gibt einige Essweisen. Ich bin da zwiegespalten; ich bewundere Menschen, die völlig tierfrei leben (essen). Aber ich halte das in einer sozialen Landwirtschaft (die wir nicht haben) nicht für notwendig. In unserer jetzigen ist das dringend notwendig, wenn auch drastisch. Aber das ist das, was wir Menschen immer wieder tun; wir sitzen alles aus, ignorieren es und dann, wenn uns die Luft brennt, handeln wir überstürzt und drastisch. Wenn wir unser Verhalten, die ganze Art der Bewirtschaftung, des Erwerbs (Kauf) und Essens an soziale und ökonomische Richtlinien halten würden, dann bräuchte es auch kein drastische Nichts. 

    Ich zum Beispiel esse tierische Produkte. Milch, Eier, Fisch und Fleisch. Aber ! und hier kommt der Clou: ich esse sie nur aus biologischem Anbau! Und - genauso wichtig:  in Maßen! Das sind in meinen Augen die zwei elementaren Dinge, die das Grundgerüst verändern können. Wenn wir in Maßen und aus artgerechter Herkunft essen, dann müssen wir auch auf nichts verzichten! Natürlich müssen die Richtlinien der Herkunft noch viel besser ausgearbeitet werden, ich bin damit noch nicht zufrieden. Es werden wieder viel zu viele Kompromisse gemacht. Klar, die Bioware ist nicht so explosionsartig wie die herkömmliche, aber von besserer Qualität und gesünder. 

    Auch hier wird deutlich; wir können nicht mit unser maßlosen Gier so weitermachen. Fleischessen geht, auch ohne Massentierhaltungen und Ausschlachtungen (60 % Nutztiere von 100 % Beschaffenheit in der Natur). Aber sie funktioniert nicht in diesem Maße. Ich esse 0-4 Mal im Monat Fleisch als gemachtes Gericht, 2-12 Mal im Monat Fleisch als Aufschnitt. Wenn es keine Bio-Milch oder Bio-Fleisch mehr zu kaufen gibt, dann kaufe ich auch nichts konventionelles. Dann verzichte ich, ich mache da keine Kompromisse. Das ist ein Punkt, den die meisten Menschen überspringen. Klar gefällt mir das nicht immer, Verzicht ist nie einfach. Aber wir müssen begreifen, dass wir nicht alles und zu jederzeit haben können, wenn wir noch Ressourcen für die Zukunft haben wollen. Ganz zu schweigen von dem Egoismus, der die Tiere leiden lässt. Wenn jeder von uns sich an so einem oder ähnlichen Faktor halten würde, wäre Fleischessen gar kein Problem. Aber auch hier fehlt der Wille der Menschen und natürlich die der Produzenten. Da würde ja Milliarden Profit wegfallen. Und das ist schließlich das einzige, was zählt. Profit.

    Auch die ganzen Viren-Epidemien, auch Corona, sind von uns Menschen gemacht. Das wollen nur die wenigsten annehmen. Wie entstehen denn solche Epidemien? Genau, durch Massentierhaltungen zum Beispiel. Einfach mal mehr Interesse entwickeln für sein eigenes Handeln und das der anderen.

    Was mir auch noch fehlt, ist, der Grund, wieso die Tafeln überhaupt nötig sind. Hier wird nur über die Existenz berichtet, aber nicht das Warum, das auch zur Wahrheit gehört. Wiederum steht hier der Gehalt von Wasser in vielen Lebensmitteln. Das ist noch ein Bereich im Thema Ernährung, aber auch Konsumgüter generell, dass kaum in der Öffentlichkeit hervortritt. Schon kurios und verdreht ist die Tatsache, dass es vielen Insekten wie Bienen als Beispiel, mittlerweile bessere Chancen in der Stadt statt auf dem Land haben. Das zeigt uns noch mehr, wie schädlich unser Verhalten der Natur gegenüber ist. In China müssen die Felder sogar von Menschen bestäubt werden, weil die Bienen da so gut wie nicht mehr vorhanden sind. Kein Scherz, habe ich gelesen und Fotos gesehen. Wirklich richtig gruselig, wie die da in Ganzschutzanzügen zu Haufen stehen und mit Sprühflaschen die Felder besprühen. Solche Fotos erinnern doch eher an Science Ficition-Welten. Aber dahin steuern wir unsere Welt. Die Trennung von Kalb und Kuhmutter ist auch ein kaum beachtetes Thema in der Öffentlichkeit, dass aber hier wenigstens kurz angesprochen wird.


    🗑️ Müll:

    Gut, dass hier Klopapier Erwähnung findet. Auch die Reinigung mit Wasser beim Klogang steht drin. Es wird hier als Alternative geboten, ohne einen skeptischen Blick auf die Ressourcenverschwendung von Wasser. Die eine Ressource - hier das Papier - durch eine andere Ressource - Wasser - zu ersetzen, ist nicht optimal und sollte hinterfragt werden. Auch wenn man nicht - wie im Buch steht - mit der Gießkanne daherkommt, verbraucht die Reinigung doch sehr viel Wasser. Aber immerhin wird Recycling-Toilettenpapier empfohlen.

    Was mir hier deutlich fehlt, ist die Erwähnung von der Bambus-Alternative. Das ist sogar etwas, was recht viel diskutiert wird und immer mehr Zuwachs gewinnt. Ich selbst nutze viel Bambus-Geschirr. Bambus ist kostengünstig, ein schnell wachsender und unschädlicher Rohstoff und vielseitig einsetzbar. Für Konsumenten und Hersteller gleichermaßen ein Gewinn.


    🚗 Mobilität:

    🗣️ "Denn das Größere als eine große Idee sind die kleinen Ideen, die daraus entspringen. Das Größere als kleine Ideen ist die konkrete Tat, die auch wirklich angefangen wird."

    (Heinrich Strössenreuther, bekanntester Fahrradaktivist, hat mal bei Greenpeace, im Bundestag und bei der Deutschen Bahn gearbeitet)

    🗣️ "Niemand muss auf alles verzichten, was Spaß macht. Niemand muss sein ganzes Leben umkrempeln. Aber wenn wir uns alle Gedanken machen und kleine Dinge tun - dann hilft uns das auch allen!"

    (Tobias Krell, Journalist und Moderator)

    Das gilt für alle Lebensbereiche und die Bereiche in diesem Buch!


    Das Thema Car-Sharing ist zwar kein neues Thema, aber immer noch recht neu in der Öffentlichkeit. Meine Freundin meinte noch vor einigen Wochen zu mit, dass es für sie gar nichts wäre. Die Idee an sich ist gut, aber Freiheiten aufgeben zu müssen, wenn andere mitfahren, früher aufstehen, um diejenigen abzuholen - nicht ihr Fall. Ich kann das verstehen. Ich halte Car-Sharing auch nicht für DIE EINE Lösung. Es ist eher eine der vielen Verbesserungen, die zu Nachhaltigkeit beitragen können. Autos sind ein großes Problem. Aber auch hier wird seitens der Politik nicht viel unternommen. Die Deutsche Bahn sperrt Gleise, lässt bestehende Gleise sogar "verrotten" ... sie stehen ungenutzt doof und unansehlich herum, während wir ein großes Problem mit Platzmangel in Bahnen und zu wenig Bahnen haben. Wieder sehr gegensetzlich. besonders Busse und Straßenbahnen platzen seit Jahren aus allen Nähten. 

    Ich kann diese Last aus eigener Erfahrung wiedergeben. Was ich alles schon allein mit Straßenbahnen erleben musste ... das glaubt kaum einer! Monate, wo täglich was kaputt geht, Aussteigen mitten auf einer Brücke im tiefen Schnee-Winter ... und natürlich die ganz normalen Alltagsklassiker; Verspätungen, Ausfälle, kein Platz, keine oder nur zwei Fenster (in den Bussen - nein, kein Scherz), keine Klimaanlage (da sind die DB-Fahrer privilegiert) ... aber jedes Jahr im Januar Ticketpreis-Erhöhungen! Zum Schwarzärgern!!! Und das sind keine Mängel, die erst seit Corona so sind. Das sind unsere alltäglichen Begegnungen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Und es ärgert mich, wenn Politiker und andere Leute sagen, wir sollen mehr vom Auto weg und mehr zu öffentlichen Verkehrsmitteln gehen - wo die doch an allen Ecken und Kanten platzen! Der Platz ist schon so nicht gegeben. Ich bin auch für mehr öffentliche Verkehrsmittel und für weniger Autos. Aber ich bin auch für einen Umbau der öffentlichen Verkehrsmittel, denn die braucht es wirklich! Einfach sagen, alle oder so viele wie möglich sollen wechseln, aber alles beim Alten zu belassen, geht einfach nicht!!! 

    Noch ein Beispiel: Vor zehn Jahren etwas gab es bestimmte Zeiten in Bus und Bahn, in denen Plätze frei waren. Richtige Stoßzeiten. Die gibt es seither nicht mehr, jedenfalls nicht in meinem NRW-Umfeld in vielen Städten. Jetzt sind Bus und Bahn immer voll, egal zu welcher Uhrzeit ich fahre.


    👨‍👩‍👧‍👧 Mensch:

    🗣️ "Als ich auf einem Forschungsschiff mitgearbeitet habe, wo gemessen wurde, wie schnell das Eis am Nordpol schmilzt, habe ich aber gemerkt: Wir wissen eigentlich längst, wie schlecht es unseren Ökosystemen geht. Die Fakten sind da, nur die Politik tut nichts. Ich finde, Mut bekommt man, wenn man weiß, dass man das Richtige tut. Man ist ja nicht mutig, weil man keine Angst hat, sondern weil man weiß, dass es schlimmer wäre, noch länger zu warten, als jetzt zu handeln. Was die Klimakrise angeht, hoffen viel zu viele in Europa immer noch auf technische Lösungen, einen CO2-Preis oder ein Tempolimit. Das wird aber nicht reichen, denn die ökologischen Krisen entstehen aus er globalen Ungerechtigkeit. Deswegen müssen wir den Mut haben, über den Kern des Problems zu reden, also nicht nur über Klimaschutz, sondern auch über globale Ungerechtigkeit und welche politischen Strukturen diese Ungerechtigkeit stützen. Wenn wir uns zusammentun, können wir uns eine bessere Zukunft erkämpfen. Wir sind die letzte Generation, die die Chance dazu hat!"

    (Carola Rackete, Naturschutzökologin und Kapitän, wurde von der italienischen Polizei festgenommen, weil sie widerrechtlich Menschen vor dem Ertrinken im offenem Meer bei Lampedusa gerettet hat)


    Mehr gibt es hier nicht hinzuzufügen!

    🗣️ "Auch nach vielen Monaten mit energischen 'Fridays For Future' hatte ich nicht den Eindruck, dass in den Köpfen der Entscheidungsträger wirklich angekommen ist, was Kindheit für Kinder heute bedeutet, geschweige denn: wie katastrophal Kindheit schon im nächsten Jahrzehnt aussehen könnte. Über ein zustimmendes Nicken für die demonstrierenden Jugendlichen ging die Reaktion vieler Erwachsenen nicht hinaus. Wie müssen die jungen Leute ernst nehmen, wenn es darum geht, Politik zu machen, mit zu entscheiden, mit zu gestalten. Dass ein Land wie Nepal diesen Wegweisern bereits folgt, habe ich selbst während einer Reise dorthin erfahren. Zu sehen, was möglich ist, wenn Kindern und Jugendlichen Raum gegeben wird, Dinge selbst in die Hand zu nehmen, ist unfassbar motivierend. Ich habe Jugendliche getroffen, die sich in Clubs organisieren und aus dem Lebend ihrer Gemeinden - von der Aufklärung über Krankheiten bis hin zum Katastrophenschutz - nicht mehr wegzudenken sind. ich habe Bürgermeister kennengelernt, für die es selbstverständlich ist, jungen Menschen zuzuhören, ihre Vorschläge aufzugreifen, Politik wirklich mit der Jugend zu machen. Und das, wie gesagt, in Nepal, einem der ärmsten Länder in Asien!"

    (Christian Schneider, studierte Ethnologie, Politikwissenschaften und Publizistig, ehemaliger Redakteur von Tageszeitungen, seit 2010 Geschäftsführer von UNICEF Deutschland)

    Was hier keinerlei Beachtung erhält, sind die Klimaflüchtlinge. Noch so ein Thema, dass auch in der Öffentlichkeit kaum Beachtung findet. Man will es einfach nicht wahrhaben, das würde die Klimakrise noch verheerender erscheinen lassen, als bloß hier und da mal ein Tsunami und ein Erdbeben. Was die meisten wohl nicht wissen - ich habe es selbst erst vor einigen Monaten erfahren -, ist, dass in Syrien vor dem Bürgerkrieg schon ca. 1,4 Menschen auf der Flucht waren - wegen des Klimas! Mehr als die Hälfte aller Bauern mussten ihren Landbesitz (ihre Lebensgrundlage) aufgeben, weil die Dürre alles komplett vernichtet hat. Geflüchtet im Nachbarland trafen sie auf weiter ca. 1,2 Millionen Flüchtlinge. Und kurze Zeit später brach der Bürgerkrieg aus und das sogenannte "Flüchtlingsproblem" trat in Europa auf. Das Problem ist aber nicht neu. Wir tun bei großen Katastrophen immer so, als seien sie neu, dabei verschließen wir nur unsere Augen davor. Nach dem Motto: Was ich nicht sehe, gibt es gar nicht.

    Die Menschenrechte bzw. hier erwähnten Kinderrechte werden auch nur positiv beschrieben. Hier wird nicht erwähnt, dass auch in Deutschland die Rechte der Kinder nicht immer gewahrt werden. Und bei all dem Lob: Papier ist geduldig.


    Fazit:
    😓 Nochmal Puh ... 

    Die Texte und Interviews sind wirklich ideal für die Zielgruppe gehalten und formuliert. Das Buch ist positiv geschrieben und gibt den Kindern Hoffnung, Besserungen eintreten lassen zu können. Der Autor hat dazu auch eine jugendliche Sprache gewählt, mit einigen typischen Wörtern wie "doof" und "Öffis". Da sich das Buch auch an Kinder und jungen Jugendlichen richtet, finde ich das süß und passend. Das Vorwort und das Nachwort sind super geschrieben und haben mich sehr berührt. Der Autor versteht es wirklich, einen Zugang zu den Kindern zu schaffen.

    An manchen Stellen wird die Wahrheit nur halb erzählt oder es werden Begriffe benutzt, die die Wahrheit verklären, z.B. Rechtzeitige Energiewende: Rechtzeitig wäre vor Jahrzehnten gewesen. Was ist hier mit rechtzeitig gemeint? Rechtzeitig für/ zu was? Das Rechtzeitig ist vorbei, Schäden sind angerichtet worden. Die lassen sich nicht alle rückgängig machen. Eine Energiewende können wir dennoch hinkriegen. 

    Viele Aussagen im Buch stimmen mit meinem Inneren überein! Aber leider hört kaum einer auf einfache Menschen, Gehör findet oft nur die berühmten Menschen, die, die in der Öffentlichkeit stehen. Politik und Wirtschaft regiert uns mit Angst, das ist das System hier in Deutschland. Sie reden uns ein, wenn wir die profitablen Vorgänge wie Kohlekraftwerke, chemische Landwirtschaft und andere schädliche Dinge abschaffen, dann herrscht hier Armut, Wirtschaftskrise, Not an allen Ecken und Enden. Das wir die jetzt schon haben, interessiert sie wenig bis gar nicht - wie wir ja jahrzehntelange Entwicklung beobachten können. Mit Angst versucht man uns lahmzulegen, abzuschrecken und zu manipulieren, damit sie weiter ihrer Gier nachgehen können. Lasst euch nichts einreden! Nicht nur die Beispiele im Buch zeigen, dass es nachhaltig geht, ohne auf alles verzichten zu müssen. Auch etliche Beispiele in anderen Medien zeigen das.

    Insgesamt ist es bei allen Themen und Bereichen ein schmaler Grad zwischen "Leben und Leben lassen" und "Gemeinschaftliche Verantwortung". Ohne Pflichten keine Rechte und  umgekehrt. das ist eines der vielen Gesetzmäßigkeiten und Lebensregeln, die wir lernen und beachten müssen. Ich wünsche mir, dass dieses Buch dazu beiträgt. Komplettverzicht ist nicht DIE Lösung, aber Verzicht im Einzelnen gehört zum nachhaltigem Handeln dazu. 

    Trotz der hier und da von mir eingeworfenen negativen Auffassungen, kann und will ich das Buch als Ganzes mit nicht weniger als 5 Sternen belohnen! Es sollte wirklich als Pflichtschulbuch in der Schule eingeführt werden. Ein Buch, dass Kinder und Erwachsene gleichermaßen beeindruckt. Wie der Autor im Vorwort bereits schrieb (Aber ich glaube, keines ist wie dieses); es ist wirklich kein Buch wie dieses!


    Wem meine Rezension zu lang ist, kann auch gleich meine Zusammenfassung zum Buch und über die Themen lesen:

    📜 Egal was. Tu etwas!

    Runter mit der Gier,
    unsere Erde ist noch hier!
    Ist sie erstmal weg,
    wird's mehr als bloß ein Schreck!
    Wenn wir nicht natürlicher werden,
    werden alle Lebewesen sterben!
    Wir müssen handeln jetzt sofort,
    oder es gibt bald nicht mehr diesen Ort!
    Schluß jetzt mit Geduld,
    wir sind es selber schuld!
    Es gibt keinen anderen Weg,
    bis es ist dann längst zu spät!
    Laßt uns handeln heute,
    allesamt wir Leute!
    Jung und Alt ganz egal,
    alles andere ist fatal!
    Leugnen ist aus dem Trend,
    Handeln ist die neue Wend'.
    Die Zukunft aller ist wichtig,
    der Klimaschutz ist richtig!
    Was bringt uns all das Geld,
    ohne Zukunft auf dieser Welt!


    P.S.: 😬 Ich muss wirklich jetzt mal aufhören, sonst wird aus dem Essay noch ein eigenes Buch über das Buch. Aber ich möchte auch nicht enden, ohne ein paar (nicht alle) meiner persönlichen Tipps weiterzugeben. Ich hoffe, sie gefallen euch und regen euch an:

    https://smarticular.shop

    https://www.avocadostore.de/products/68938-buntstift-zum-einpflanzen-sprout?variant_id=613490

    https://www.fairlis.de/nachhaltige-online-shops/

    https://wegreen.de/nachhaltige-online-shops/


    Apps:

    https://www.replaceplastic.de/#/scan

    https://play.google.com/store/apps/details?id=com.ScootchCreations.CharityQuiz

    https://play.google.com/store/apps/details?id=de.gymnasiummarktbreit.umwapp



    🙏 Mein 💝 und inbrünstiger Dank geht an den Verlag, der mir das Buch zur Verfügung gestellt hat. Und ich entschuldige mich für die lange Wartezeit bis zur Rezension. Natürlich habe ich das Buch für den Lesepreis nominiert und ich gebe es auch nicht mehr her! Meins! Ätsch! Ich habe riesige Kopfschmerzen, aber es ist wie nach der Geburt; ein schönes Baby ist da und die Schmerzen haben sich gelohnt. 🙏


    Vielen Dank auch an den Verlag, der mir die Rezension in dieser Hülle und Fülle gestattet.



  17. Cover des Buches Battle Royale (ISBN: 9783453437210)
    Koushun Takami

    Battle Royale

     (197)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Bin damals durch Suzanne Collins' "Hungergames" drauf aufmerksam geworden. "Battle Royale" hat dann noch eins drauf gesetzt. Die Handlung ist zwar völlig surreal, aber trotzdem handeln die Charaktere absolut nachvollziehbar. Mir ist es immer wichtig, dass ich mich in Charaktere hineinversetzen kann, was Koushun Takami wirklich gelungen ist (trotz der kulturellen Unterschiede). Er schafft es innerhalb weniger Seiten einen Charaker so tiefgehend zu beleuchten, dass man erst merkt, wie sehr man ihn doch mochte, wenn er gerade von jemand anderem brutal getötet wird. Gänsehaut & Emotionschaos pur! 

    Die Tribute von Panem sind dagegen nur ein müder Abklatsch.

  18. Cover des Buches Rico, Oskar und die Tieferschatten (ISBN: 9783551316035)
    Andreas Steinhöfel

    Rico, Oskar und die Tieferschatten

     (393)
    Aktuelle Rezension von: Maza_e_Keqe

    Rico ist tiefbegabt. Er hat Schwierigkeiten mit Rechts, Links, Vorn, Hinten, Osten, Westen. In seinem Kopf wirbeln manchmal die Gedanken haltlos durcheinander wie Bingokugeln. Aber angeblich ist er gut bei den Zeitformen. Dafür kommt mir die Geschichte aber durcheinander vor. Vielleicht irre ich mich, aber ich stolperte an einigen Stellen über die verschiedenen Zeitformen, weil nicht stetig in derselben geschrieben wurde. Oskar ist hochbegabt, weiß vieles und korrigiert gern. Gleichzeitig ist er einfühlsam und hilfsbereit. Die beiden sehr unterschiedlichen Jungen freunden sich an und plötzlich landen sie in einem gefährlichen Abenteuer.

    Ich-Erzähler Rico war mir sofort sympathisch. Seine Eigenart vom Thema abzuschweifen amüsierte mich und glücklicherweise wurde es nie so schlimm, dass er mir auf die Nerven ging. Zum Buchbeginn findet sich eine Übersicht der Bewohner seines Hauses, die mir Orientierungshilfe bot. Die Geschichte ist abwechslungsreich, spannend und bietet auch die eine oder andere nicht so einfach vorhersehbare Wendung.

    Die Geschichte ist in sich abgeschlossen, macht aber neugierig auf die Fortsetzung(en).

    Empfehlung nicht nur für wie-auch-immer-begabte Kinder (und Erwachsene), sondern für alle, die sympathische Figuren lieben, die ein wenig „anders“ sind. Und ganz besonders natürlich für die Personen, die die Verfilmungen kennen.

  19. Cover des Buches Asphalt Tribe (ISBN: 9783473353361)
    Stefani Kampmann

    Asphalt Tribe

     (305)
    Aktuelle Rezension von: Krimifee86

    Asphalt Tribe ist die Geschichte rund um eine Gruppe jugendlicher Obdachloser, die in New York City leben und sich ihren Lebensunterhalt durch Betteln, jonglieren, Autoscheiben waschen und Backpulver als Koks verkaufen, verdienen. Die Erzählerin ist das Mädchen Maybe, das nach und nach beobachtet, wie ihre Freundinnen und Freunde an der harten Realität des Straßendaseins zugrunde gehen ohne zu merken, dass sie selbst auch fast am Ende ist. Erst ein freundlicher Bibliotheksangestellter gibt ihr ein Gefühl von Menschlichkeit zurück. Aber wird sie es schaffen, der Straße zu entkommen?

     

    Asphalt Tribe ist ein wirklich gut geschriebenes Buch, dass das harte Leben auf der Straße sehr anschaulich beschreibt. Man kann sich sehr gut in Maybe hineinversetzen und zum Teil auch verstehen, wie hart es für sie ist, diese Schein-Welt, die sie sich aufgebaut hat, wieder zu verlassen. Sie und die anderen sind in einer Abwärtsspirale gefangen aus der es anscheinend kein Entkommen gibt – außer durch den Tod. Das Buch ist dabei sehr traurig, sehr bewegend und gleichzeitig macht es einen wütend. Wütend, dass sowas in der heutigen Zeit immer noch möglich ist, wütend, dass die Jugendlichen für sich keine andere Perspektive sehen und letztlich auch wütend, selber so hilflos zu sein und nichts tun zu können. 

     

    Ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen, muss aber auch am Ende ein paar Abstriche machen. Es gibt sicherlich auch viele gute Menschen auf dieser Welt, aber das, was Maybe am Ende widerfährt ist ohne zu spoilern aus meiner Sicht einfach viel zu viel des Guten. Deshalb vergebe ich 8/10 Punkte. 

     

     

    Mehr von mir zu den Themen Bücher, Bullet Journal, Essen, Reisen, Fotos, Disney, Harry Potter und noch vieles mehr gibt es unter: https://www.facebook.com/TaesschenTee/

  20. Cover des Buches Plastiksparbuch (ISBN: 9783946658337)

    Plastiksparbuch

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Natascha_W

    Ich setzte mich schon länger mit der Thematik auseinander. Dementsprechend kenne ich bereits einige der Fakten und bin nicht all zu leicht zu schocken. Trotzdem konnte mir dieses Buch noch einige neue Fakten nennen und mich weiter aufklären.

    Am besten gefällt mir, dass die Folgen für Gesundheit und Umwelt mit ins Buch aufgenommen wurden und dass einige der Plastikarten aufgelistet und ausführlich beschrieben werden.

    Es werden hilfreiche Tipps gegeben, wie man Plastik sinnvoll ersetzen kann.

  21. Cover des Buches Dreh dich nicht um (ISBN: 9783365005231)
    Karin Slaughter

    Dreh dich nicht um

     (1.119)
    Aktuelle Rezension von: Demi_Januar05

    Ich sage euch ehrlich- ich habe es vor Jahren gelesen und kann nicht genau erfassen, ob es am Buch oder an mir ( situationsbedingt) liegt.

    Zusammenfassend kann ich aktuell nicht, ich meinte bloss, es hätte mich etwas gelangweilt damals.

    Ich schreibe hier aber morgens um halb fünf den ersten Kommentar überhaupt nach einigen privaten Turbulenzen..

    Von daher: Ich weiss nicht, ob ich mir den Karin Slaughter- Stil zu sehr angewöhnt habe oder ob es mit der momentanen eigenen Verfassung zu tun hat.

    Für mich killt es z.Z. die Anfangsstories.

  22. Cover des Buches Habibi (ISBN: 9783941099500)
    Craig Thompson

    Habibi

     (59)
    Aktuelle Rezension von: sabatayn76

    ‚Die Tage der Menschheit sind gezählt. Unserer Art ist es vorherbestimmt, sich selbst zu vernichten.‘ (Seite 504f)

    Dedola wird im Alter von 9 Jahren an einen deutlich älteren Schreiber verheiratet, der ihr Lesen und Schreiben beibringt, ihr allerlei Geschichten erzählt. Als er getötet wird, beginnt sie ein neues Leben, in dem sie auf den Jungen Zam (damals noch ‚Ham‘) trifft.

    Mit Zam lebt sie jahrelang auf einem gestrandeten Boot in der Wüste, wird dann aber in den Harem des Sultans verschleppt.

    Allein der Einband ist wunderschön, auch wenn die arabisch anmutende Schrift natürlich keinen Sinn ergibt, sondern einfach ‚nur‘ ästhetischen Wert hat. Das ist im Buch anders, und das hat mich ebenso überrascht wie begeistert, denn hier können Arabisch-Kundige z.B. viel Lesen üben. Das Buch enthält auch sehr viele Kalligrafien, ist damit märchenhaft schön und sehr authentisch.

    Ich liebe die arabische Sprache und Schrift, vor allem Kalligrafie, obwohl ich stets gewisse Schwierigkeiten habe, Kalligrafie lesen zu können. Dieser Aspekt des Buches hat mich also sofort für sich eingenommen, und ich habe fleißig Arabisch-Lesen geübt.

    Die Zeichnungen sind wunderschön, lebendig und stimmungsvoll, sie erzählen ein (oft tragisches) Märchen aus 1001 Nacht, sind detailreich und wurden mit viel Liebe und Leidenschaft angefertigt.

    Hier kann man nicht nur staunen ob der Schönheit des Buches, einer wunderbaren Geschichte folgen, sondern auch viel über Arabisch, den Quran, den Islam und Kalligrafie lernen.

    In dieser Graphic Novel stimmt einfach alles. Wunderbar!

  23. Cover des Buches Der goldene Handschuh (ISBN: 9783499271274)
    Heinz Strunk

    Der goldene Handschuh

     (296)
    Aktuelle Rezension von: Andreas_Trautwein

    neben der derben Sprache, mit der ich ja gerechnet hatte, kam leider keine wirklich interessante Stimmung auf. Es liest sich gut, aber die Geschichte dümpelt vor sich hin. Es passiert zu wenig. Keine Spannung. Ein Wunder, dass ich es zu Ende gelesen habe. Die Hoffnung, etwas zu verpassen, war größer, wurde aber nicht erfüllt. Daher leider enttäuschend.

  24. Cover des Buches Wächter der Tiefe (ISBN: 9783839890011)
    Lincoln Child

    Wächter der Tiefe

     (19)
    Aktuelle Rezension von: TanteGhost

    Gefunden per Rezension auf einem Blog, selber gehört und für super befunden. - Der Stoff, aus dem gute Bücher sind.


    Inhalt: Peter Crane wird unter einem Vorwand auf die Ölbohrplattform “Storm King” gerufen. Schnell stellt sich heraus, dass die Bohrinsel nicht wirklich das Ziel seiner Reise ist, sondern das hypermoderne Labor am Boden des Atlantiks tief unter ihm.

    Im Labor soll er seltsame Krankheitsfälle untersuchen, die sich mehr und mehr unter der Besatzung ausbreiten. Was zunächst nach einer einfach Sache aussieht, weil es ja nur die Tiefenkrankheit sein kann, stellt sich aber schnell als eine größere Sache heraus.

    Die Krankheit hängt mit der Entdeckung zusammen. Nicht das untergegangene Atlantis ist es, was hier am Meeresboden lauert. Vielmehr ist es eine Entdeckung, die nie hätte gefunden werden sollen. Geschweige denn ausgegraben werden sollte. Ausgerechnet Cane entschlüsselt die seltsamen Botschaften, welche das Geheimnis schützen sollen. Doch da ist es auch schon zu spät, denn auch der Anführer des dort stationierten Militärs ist bereits von dieser seltsamen Krankheit befallen. Selbst wenn er wollte, er kann nicht aufhören, sich weiter in die Tiefe und zu dem Geheimnis hin vorzuarbeiten.

    Cane muss nun nicht nur sich, sondern auch so viele Menschen wie möglich in Sicherheit bringen.


    Fazit: Ich finde es einen sehr genialen Schachzug, ausgerechnet das lang gesuchte Atlantis als Aufhänger für diese Story zu nehmen. Auch im realen Leben geht ja von dieser Sage eine Faszination aus, die man nur schwer fassen kann. Kein Mensch weis, ob es nun nur eine Sage oder wirklich geschehen ist. - Dass es sich dann in dieser Story dann aber doch um etwas ganz anderes handelt, ist der Spannung in diesem Buch sehr zuträglich.

    Es ist wunderbar dargestellt, wie der arglose Protagonist, in diesem Fall der ehemalige Militärarzt Cane, so langsam aber sicher in eine Sache unvorstellbaren Ausmaßes hinein gerät. Auf diesem Weg begegnet er Personen, denen er arglos vertraut, die dieses Vertrauen am Ende dann aber gar nicht verdient haben. Er selber ist es, der eine Entdeckung macht, die dann aber irgendwie komplett außerhalb von dem liegt, wozu er eigentlich am Meeresboden Labor stationiert ist.

    Die Handlung spitzt sich zum Ende hin wirklich so zu, dass ich froh war, dass ich nebenher noch meine Arbeit zu erledigen hatte. Ansonsten hätte ich wohl fingernägel kauend auf der Couch gehockt und vor Spannung sicher wie eine geistesgestörte gewirkt.

    Ob man das Ende als Happy End bezeichnen kann, wage ich mal zu bezweifeln. Dafür sind meiner Meinung nach noch zu viele Menschen ums Leben gekommen, die das einfach nicht verdient haben. Aber am Ende bietet das gelüftete Geheimnis auf jeden Fall noch jede Menge Raum für weitere Romane, die sich darum drehen können. Außerdem kratzt es an einem weiteren Mysterium, dass die Menschheit bewegt. Nämlich an dem der Außerirdischen. Gibt es sie? Und wenn es sie gibt, wie weit sind sie entwickelt?


    Alles war super einfach und leicht verfolgbar beschrieben. Ich konnte der Handlung gut folgen. Obwohl ich zunächst mal wieder Probleme mit den vielen Namen hatte, hat es sich aber herausgestellt, dass sich die Handlung am Ende doch selber erklärt. Es war nicht wirklich nötig, alle Namen auseinander halten zu können. Die Wichtigen hatte ich irgendwann drin und der ganze Rest war schmückendes Beiwerk.

    Dass es sich hier um den Auftakt einer Reihe handelt, war auch nicht wirklich ersichtlich. Ich vermute mal, dass das auch wieder so eine Reihe ist, die man durchaus auch außerhalb der chronologischen Reihenfolge hören kann.

    Der Sprecher hat einen super Job gemacht. Er liest alles ruhig und doch spannend und dazu noch  mit einer super sympathischen Stimme. Fast eine Märchenonkelstimme, die mich absolut eingelullt und noch mehr in die Geschichte hinein befördert hat. Übertriebene Betonung oder eine in zig Nuancen verstellte Stimme brauchte es hier gar nicht. Ich bin einfach super mitgekommen.


    In jedem Fall hat mich Lincoln Child von sich überzeugt und ich bin froh, dass auf Spotify noch mehr Bücher von ihm als Hörbuch zu haben sind. Genau diese werde ich dann jetzt in meine Hörbuchliste einfügen und sie so nach und nach anhören.


    Ich kann dieses Buch wirklich ruhigen Gewissens empfehlen. Ich habe mich zu keinem Zeitpunkt gelangweilt. Der Aufhänger und auch der Schluss haben beide etwas mit aktuellen Rätseln der Menschheit zu tun und so bekommt das Buch irgendwie einen Touch, dass man an so eine Story wirklich glauben möchte. - Ich war jedenfalls von Anfang bis Ende gefesselt und konnte kaum davon lassen.

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks