Bücher mit dem Tag "münchhausen-stellvertreter-syndrom"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "münchhausen-stellvertreter-syndrom" gekennzeichnet haben.

14 Bücher

  1. Cover des Buches Die Therapie (ISBN: 9783426633090)
    Sebastian Fitzek

    Die Therapie

     (3.627)
    Aktuelle Rezension von: Susann82

    Ich finde dieses Buch total spannend bis zur letzten Seite an. Kann es nur weiter empfehle, es lohnt sich wirklich. 

  2. Cover des Buches Cry Baby - Scharfe Schnitte (ISBN: 9783596032020)
    Gillian Flynn

    Cry Baby - Scharfe Schnitte

     (777)
    Aktuelle Rezension von: MademoiselleMeow

    „Sharp Objects“ war eine der Serien, die mir in den letzten Jahren am meisten im Gedächtnis geblieben ist und die ich durchaus auch häufiger gucken würde. Bevor ich das tue, wollte ich allerdings gerne den Roman dazu lesen, weil mich gerade das Ende mit ein paar Fragen zurückgelassen hat und ich auch ansonsten eine nähere Erklärung für die eine oder andere Szene haben wollte. Tatsächlich hat sich die Serie aber sehr nah am Roman orientiert und es wird einem auch noch einmal klar, was für einen grandiosen Job die Schauspieler gemacht haben. Wie aus dem Bilderbuch, könnte man meinen, wenn „Cry Baby“ denn eines wäre. Warum man sich bei der deutschen Ausgabe für einen anderen englischen Titel entschieden hat, verstehe ich nicht ganz, „Sharp Objects“ ist um einiges passender. Denn scharfe Gegenstände sind es, die sich Journalistin Camille Preaker seit ihrer Jugend in die Haut rammt.

    Der Roman zelebriert die oberflächlich Kleinstadt Idylle mit tratschenden Hausfrauen und rebellischen Teenagern in der trägen Südstaaten Sommerhitze. Doch wie so oft sieht es hässlich aus hinter der Fassade aus Mitgefühl und Anteilnahme. Es wird gelästert, es wird verdächtigt und sich schnell auf einen Schuldigen geeinigt. Es geht widerlich zu und man kann fast verstehen, dass Camille all das nur im Dauer Delirium erträgt. Besonders wenn man dann ihre Vorgeschichte kennt. Der ganze Charakter ist ein einziges Trauma und ich frage mich, ob es in den unschuldig wirkenden Provinzen Amerikas wirklich so zugeht. Ob Teenager sich wirklich all das antun. Dazu kommt noch das ganze Familiendrama. Man hat gerade mit Camille und Amma zwei Figuren geschaffen, die Schönheit und Schrecken vereinen. Kaputte Menschen, die mit ihrem Verhalten und Handlungen schocken und einen damit auf eine ungute Weise faszinieren. Das Buch ist an vielen Stellen so dunkel und verdorben, so schonungslos, dass es mir manchmal fast zu viel war. Wo die Serie schon hart an der Grenze war, geht es hier noch ein Stück weiter. Ich glaube, ich brauche jetzt erst einmal irgendetwas seichtes zum lesen, etwas mit weniger Drama. Und Drama gibt es bis ganz zum Schluss. Es ist eines dieser Bücher mit einem Ende nach dem Ende. Man glaubt es ist vorbei, der Mörder ist geschnappt, aber dann kommt noch eine Überraschung. Ich liebe so etwas und im Gegensatz zur Serie, verrät das Buch noch, wie es nach dieser zweiten Auflösung weiterging. Für mich ein sehr rundes Ende. Ein tragisches und trauriges, aber zumindest eines mit einem Hoffnungsschimmer für unsere Hauptfigur, die ja nun wirklich genug gelitten hat.

    Diese Art von Roman ist mir eigentlich zu hart, aber von Zeit zu Zeit lese ich so etwas auch mal gern. Spannend bis zum Schluss gespickt mit einer packenden Atmosphäre aus Unschuld und Verderben. Für mich 5 Sterne.



  3. Cover des Buches Darling Rose Gold (ISBN: 9783471360286)
    Stephanie Wrobel

    Darling Rose Gold

     (132)
    Aktuelle Rezension von: L_Ryan

    Wer die wahre Geschichte der Gipsy Rose und Dee Dee Blanchard kennt, den sollte dieses Buch definitiv ansprechen. Was hätte geschehen KÖNNEN, hätte Rose ihre Mutter nicht umgebracht? 

    Darling Rose Gold wurde aus zwei Sichten geschrieben. Einmal die der Tochter und die der Mutter. Es spielt zu verschiedenen Zeiten, was das ganze nochmal übersichtlicher und spannender macht. Mich persönlich hat das Buch von der ersten bis zur letzten Seite an gefesselt. Mega!

  4. Cover des Buches Das Erbe (ISBN: 9783423281997)
    R. R. SUL

    Das Erbe

     (14)
    Aktuelle Rezension von: nonostar

    Wolf wächst bei seiner psychisch labilen Mutter auf, die davon überzeugt ist, dass er an der Mondscheinkrankheit leidet und nicht ins Sonnenlicht darf. Sein Leben spielte sich lange nur nachts ab, tagsüber durfte er nur mit einem Helm vor die Tür. Dann tritt Bob in ihr Leben und findet heraus, dass Wolf gar nicht krank ist. Das Leben der Familie ändert sich nun drastisch, Wolf bekommt noch einen Bruder, Freddy, doch kurz nach dessen Geburt zerbricht die Ehe und  Wolf ist wieder alleine mit seiner Mutter. Die erleidet allerdings bald einen Zusammenbruch und bringt sich um, Wolf lebt fortan bei seinem Großvater.

    Soweit so gut. "Das Erbe" begleitet Wolf als Erwachsenen, er leidet noch immer unter seiner Kindheit und lebt alleine und zurückgezogen. Der Kontakt zu anderen Menschen fällt ihm schwer, selbst als er seine Jugendfreundin wieder trifft und eine Beziehung mit ihr anfängt, schafft er es nicht, sich der Außenwelt zu öffnen. Bis hierher fand ich das Buch noch ganz okay, es war gut geschrieben, auch wenn mir Wolf immer etwas distanziert erschien und ich keine richtige Bindung zu ihm aufbauen konnte. Doch als dann plötzlich Freddy auftaucht wird mir die Geschichte zu konfus. Es entwickelte sich ein Wirrwarr an Figuren und abstruser Handlung, der ich nicht mehr folgen konnte.

    Besonders gut geschrieben fand ich das Buch leider auch nicht. Keine der Figuren entwickelte eine besondere Tiefe, sie blieben unrealistisch und konstruiert für mich, ebenso wie die gesamte Handlung. Einen roten Faden konnte ich nicht wirklich erkennen. Wolf hat plötzlich das Bedürfnis, bei Freddy alle Fehler seiner Eltern wieder gut zu machen und ihm ein guter großer Bruder zu sein, der sich um ihn kümmert. Das klappt jedoch nicht so richtig und wirkt für mich auch nicht sonderlich "echt". Die Figuren manipulieren sich eigentlich alle gegenseitig und ihr Handeln war mir zu abstrus. Auch ihr Schicksal interessierte mich immer weniger, da ich auch keine Sympathie zu ihnen aufbauen konnte.

    Leider hat sich mir dieses Buch überhaupt nicht erschlossen. Es wirkt auf mich lediglich konstruiert und unglaubwürdig und der Autor hat es mit seiner Erzählweise nicht geschafft, eine Bindung zu den Figuren aufzubauen.

  5. Cover des Buches Body Farm (ISBN: 9783442473854)
    Patricia Cornwell

    Body Farm

     (204)
    Aktuelle Rezension von: dominona
    Auch hier haben mich eher die Entwicklung der Charaktere als der Fall an sich interessiert und man lässt sich schnell einlullen von privaten Sachen. Ich bin ja Fan von Lucy, die hier zum ersten Mal richtig in Erscheinung tritt.
    Der Fall selbst war mir zu eindeutig, aber der Rest hat mich dafür entschädigt und so langsam werden auch Begebenheiten aus früheren Büchern aufgegriffen.
  6. Cover des Buches Engel der Finsternis (ISBN: 9783453158832)
    Caleb Carr

    Engel der Finsternis

     (32)
    Aktuelle Rezension von: Stefan83
    Mit "Engel der Finsternis" gelingt Caleb Carr etwas, dessen sich nicht viele Autoren rühmen können: Eine würdige Fortsetzung zu einem der besten Psychothriller in der Geschichte des Genres zu schreiben. Gemeint ist natürlich "Die Einkreisung", jenem zur Jahrhundertwende spielenden Roman, der in Punkto Atmosphäre und Spannungsaufbau neue Maßstäbe gesetzt hat, und der ganz nebenbei bemerkt auch seit dem vergangenen Jahr zu meinen absoluten Lieblingsbüchern zählt.

    Drei Jahre später, im Jahr 1997, ließ der Autor den zweiten und leider bisher letzten Teil der Reihe um den Psychiater Dr. Kreisler und sein Ermittlerteam folgen, und brachte damit abermals ein echtes Meisterwerk zu Papier. Ein Meisterwerk, das mit knapp 850 Seiten Umfang schon beinahe epische Züge aufweist und doch jede Seite mit soviel Leben füllt, das man es schlicht nicht mehr aus der Hand legen möchte. Nachdem beim letzten Mal noch John Schuyler Moore, der Journalist von der New York Times, als Erzähler fungiert hatte, ist nun das Zepter an die jüngere Generation weitergegeben worden. Stevie, genannt "Stevepipe", ehemaliger Taschendieb und mittlerweile stolzer Besitzer eines Tabakladens, erinnert sich im Jahre 1919 gemeinsam mit Moore an die Ereignisse eines Falls zurück, der sich kurz nach dem Ende der Affäre Beecham zugetragen hatte:

    New York, Juni 1897. Miss Sara Howard, inzwischen selbstständige Privatdetektivin, wird von der Ehefrau des spanischen Konsuls beauftragt, deren entführtes Kind ausfindig zu machen und ohne größeres Aufsehen zurückzubringen. Die augenscheinlich leichte Aufgabe wird dadurch kompliziert, dass der Ehemann keinerlei Nachforschungen wünscht, zumal das Spanisch-Amerikanische Verhältnis äußerst angespannt ist. Eine Entführung des Kindes des spanischen Konsuls könnte demnach das Fass zum Überlaufen bringen und beide Länder in einen Krieg verwickeln. Miss Howard erbittet die Hilfe ihrer alten Freunde und Kollegen (Dr. Kreisler, John Schuyler Moore, die Brüder Marcus und Lucius Isaacson, Stevie Taggert und Cyrus Montrose), die nach der Schilderung der Fakten dank des Einsatzes neuester Ermittlungsmethoden schnell die Fährte der Entführerin aufnehmen. Mit ihr bekommt das Team eine mehr als würdige Gegenspielerin, die keinerlei Skrupel kennt und die, unter dem Schutz der Gangsterbande Dusters stehend, unangreifbar scheint. Ihr Name: Elizabeth Hunter, besser bekannt als Libby Hatch. Schritt für Schritt sammeln sie Beweise, um Hatch in die Enge zu treiben und sie für die Taten ihrer Vergangenheit, zu denen unter anderem die Tötung mehrerer ihr anvertrauter Kinder gehört, vor Gericht zu bringen...

    Caleb Carr gelingt es auch diesmal auf beeindruckende Art und Weise den Leser in die Zeit der Jahrhundertwende zu versetzen. Obwohl wir einen rückblickenden Erzähler haben, dessen Stil sprachlich folgerichtig etwas distanziert wirkt, fühlt man sich von Seite eins an mitten im Geschehen. In gewissem Sinne eifert Carr damit Sir Arthur Conan Doyle nach, von dem er sich auch das ein oder andere handlungstechnische Element leiht (z.B. Eingeborenendiener mit Blasrohr), was allerdings nur absoluten Sherlock Holmes Puristen auffallen dürfte. Ein weiterer Clou besteht im Aufbau des Buches. Im Gegensatz zum Vorgänger wird hier die Identität der Mörderin schnell entschlüsselt und steht damit nicht im Mittelpunkt. Vielmehr geht es darum, diese Person hinter Gittern zu bringen und das "Warum" näher zu ergründen. Gänsehaut ist garantiert, wenn man liest wie der Autor dabei das menschliche Verhalten von verschiedenen Gesichtspunkten aus beleuchtet. Und auch aus der Frage mit welchen Mitteln Dr. Kreisler und seine Freunde der Täterin letztlich habhaft, bezieht das Buch eine unglaubliche Sogwirkung und Spannung. Forensik, ballistische Untersuchungen oder gar Phantomzeichnungen. All das steckte zu der damaligen Zeit noch in den Kinderschuhen und bedurfte, ebenso wie die Einholung anderer Informationen, viel Zeit.

    Natürlich wirkt sich das wiederum auf den Plot aus, der ein wenig braucht, um an Fahrt zu gewinnen, zumal Carr nicht selten auf "Die Einkreisung" eingeht, um die Beziehungen und Hintergründe der einzelnen Figuren näher zu durchleuchten. Desweiteren geben sich im Roman auch einige historische Berühmtheiten die Klinke in die Hand, unter denen mit Theodore Roosevelt auch jemand ist, der bereits in "Die Einkreisung" eine wichtige Rolle gespielt hatte. Den größten Teil der Handlung nimmt dann die beeindruckende Gerichtsverhandlung ein, welche sich hinter den besten Werken Grishams nicht verstecken muss und der Carr ein überraschend actionreiches und amüsantes Ende verpasst hat.

    Insgesamt ist "Engel der Finsternis" erneut ein in allen Belangen überzeugender Psychothriller, dessen Lektüre Fingernägeln mitunter nicht immer zuträglich ist und der am Ende lediglich eine Frage offen lässt: Warum hat Caleb Carr keine weiteren Romane mit Dr. Kreisler geschrieben? Ein absolutes Muss für alle Fans des Genres, das jedoch aufgrund einiger langatmiger Passagen nicht ganz die Qualität des Vorgängers erreicht.
  7. Cover des Buches Exit (ISBN: 9783442462452)
    Jonathan Kellerman

    Exit

     (40)
    Aktuelle Rezension von: luoliahn
    Habe bis jetzt nur ein Buch von Jonathan Kellerman gelesen und fand, dass er als Autor echt was drauf hat. Doch leider war ich von diesem Buch nicht wirklich begeistert. Ich meine die Idee ist ja wirklich sehr gut, was Neues, aber es hat mich nicht so wirklich vom Hocker gerissen. Auch wenn das Buch keine wirkliche Fremdwörter enthielt, hatte ich paar Probleme dem Buch zu folgen. Vielleicht lag es auch nur daran, dass es viele Informationen auf einmal auf mich zukammen. Und ich fand, auch wenn das Buch nicht viele Seiten hat, wollte der Thriller einfach nicht aufhören. Spannung war ja auch da, ich meine, ich wollte wissen, was das kleine Mädchen hat, aber es waren irgendwie zu viele Informationen. Das Buch ist kein wirkliches Muss, aber man kann es mal lesen, wenn mal Jonathan Kellerman als Autor super findet und man nicht weiß, was man als nächstes lesen soll.
  8. Cover des Buches Ohren haben keine Lider (ISBN: 9783701714940)
    Monique Schwitter

    Ohren haben keine Lider

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Bibliophil
    Ein junges Paar, beide haben soeben die Matura abgeschlossen, beschliessen zusammen zu ziehen und sich im Nichtstun zu üben. Sie leben vom Erbe seiner Grossmutter und ihrem Erspartem und leisten sich nur das Allernötigste. So hat die Hauptprotagonistin - deren Name man nie erfährt - reichlich Zeit in der Badewanne zu liegen - ihre Lieblingsbeschäftigung - und sich Gedanken über ihre neuen Nachbarn zu machen. Am liebsten hat sie Agnes, zu ihr geht sie oft zu Besuch, obwohl Agnes nicht viel erzählt und immer leicht gedankenverloren auf ihrem roten Sofa inmitten ihrer tropischen Pflanzen sitzt. Da gibt es noch Conny, eine Kinderärztin, die zu viel Rotwein trinkt und wie besessen Schneckenbilder malt. Jeff, der Berufscellist, von dem sie sich mit der Zeit fragt, ob er wirklich Cellist ist, weil sie ihn nie spielen hört. Frau Baumgartner, die strenge Lehrerin, die dem Pärchen immer wieder Post-it Zettelchen an die Türe klebt mit Anweisungen wie: Müllsäcke erst am Abholtag vor die Haustüre stellen! Baumg. Und was für eine Rolle spielt eigentlich Danilo, der schwule Freund von Conny in diesem Haus? Ein sehr spannendes und gut geschriebenes Buch, das ich ruck-zuck gelesen habe. Spannend deshalb, weil je mehr uns die Hauptprotagonistin über die Nachbarn erzählt bzw. zusammenphantasiert, desto mehr will man über die Hausbewohner wissen. Und die Katastrophe, die dieser Hausgemeinschaft ein Ende setzt, wird schon zu Beginn der Geschichte angedeutet, und natürlich will man wissen: Was wird passieren? Und wie genau stehen die Hausbewohner zueinander? Und was wird mit der Beziehung des Pärchens? Im zweiten Teil des Buches ist die Hauptprotagonistin auf der Suche nach der Wahrheit und nach sich selbst. Hier wird einiges aufgeklärt werden, aber einiges bleibt der Phantasie des Lesers überlassen.
  9. Cover des Buches Jeden Tag ein bisschen mehr (ISBN: 9783841422293)
    Louisa Reid

    Jeden Tag ein bisschen mehr

     (55)
    Aktuelle Rezension von: SwMe

    Louisa Reids Buch war nicht einfach schön. Es war interessant, spannend, außergewöhnlich, tiefgehend und wie ich fand auch ziemlich krass.

    Zunächst zur Handlung: Das Thema, welches die Autorin gewählt hat, hat mich begeistert und ich fand es sehr interessant, darüber zu lesen und es auf eine Weise zu empfinden, die so real und detailreich ist. Überdies war es zumindest für mich bis zum Ende nicht klar, worum es wirklich geht, obwohl ich zwar in die Richtung gedacht hatte, jedoch nicht mit so einer krassen Wandlung gerechnet hatte. Hinterher fielen mir dann doch sehr viele Zeichen auf, die auf diesen Ausgang hindeuteten, doch ich habe sie beim Lesen nicht erkannt.
    Im ersten Drittel war ich noch nicht so ganz begeistert, denn eine Zeit lang floss die Geschichte ganz schön zäh dahin. Außerdem war der Flair der Geschichte teilweise etwas unheimlich und ich hatte etwas Angst vor dem Ende. Aber das hat sie auf jeden Fall in der zweiten Hälfte wieder herausgeholt. Ein oder zwei Szenen am Ende haben mich zum Weinen gebracht, vor allem durch die Beziehung zwischen Audrey und Peter. Ich bin der Meinung, die beiden Themen Audreys Krankheit und die Beziehung zu Leo standen in einem guten Gleichgewicht. Auch die Kreierung dieser wundervollen Begegnung ist der Autorin gut gelungen. Es war nicht zu übertrieben, nicht zu erotisch und auch wenig kitschig, aber teilweise ging es am Anfang ein wenig sehr schnell. Da mich das aber kaum störte, sehe ich darüber hinweg. 

    Die Figuren: Da habe ich rein gar nichts auszusetzen, alle hatten ihre eigene spezielle Art ohne Klischee. Audrey war sehr widersprüchlich, doch nach einigen Kapiteln lernt man sie kennen und merkt, wie sie wirklich ist, wenn ihr Charakter sich frei entfalten kann - nämlich ein wundervoller Schmetterling. Auch Leo begeisterte mich, er hatte Humor, war selbstbewusst und lieb, aber auch er trug sein Päckchen mit sich.  Audreys kleiner Bruder ist mir ebenso ans Herz gewachsen, es hat mich immer wieder berührt, wie er und Audrey miteinander umgegangen sind. Alle Figuren erschienen so real und gleichzeitig interessant wie selten in einem fiktiven Roman. 

    Der Schreibstil von Louisa: Er ist genauso ungewöhnlich wie die Handlung und ich finde, Louisas Schreibstil ähnelt Audreys Charakter. Wenn sie nur die Handlung beschreibt, dann erscheint es oft, als fliege man durch die Szenen. Anfangs hat es mich ein wenig gestört, wie sie manche Handlungen beschrieben wurden. Oft hieß es 'Sie rannte', 'sie zerrte', 'sie schrie' - alles Verben, die die Handlung sehr extrem und schnell erscheinen lassen, was ich in manchen Situationen ein wenig unpassend fand, doch bald wurde mir klar, dass das auch ein Teil des ungewöhnlichen Schreibstils der Autorin war und ihn irgendwie ausmachte.
    Wenn Louisa jedoch Audreys Gefühle, ihre Art der Wahrnehmung beschreibt, dann kann sie ihre Worte voll entfalten. Es gab viele Stellen, wo mich ihre Beschreibung einfach fasziniert hat. Manchmal war sie schön wie ein Paradiesvogel, dann wieder echt und ergreifend und schließlich auch manchmal unheimlich und beängstigend. 

    Fazit: Der Roman hat mich begeistert, selbst wenn er nicht perfekt war. Ich glaube, das Wort interessant beschreibt ihn am besten. Er ist auf jeden Fall mal etwas anderes und keine ganz leichte Kost. Auch wenn er vielleicht nicht von Anfang an begeistert, empfehle ich, sich auf ihn einzulassen. 

    Noch ein Hinweis: Als ich dieses Buch geschenkt bekam, war ich vielleicht etwa dreizehn oder vierzehn. Ich habe damals angefangen, es zu lesen, aber nach fünfzig Seiten wieder aufgehört, weil ich den Flair der Geschichte unheimlich fand und eigentlich nicht wissen wollte, wie schrecklich es endet. Jetzt - mit sechzehn - habe ich mich noch einmal rangetraut und bin sehr froh, dass ich noch drei Jahre gewartet habe. Also klare Altersempfehlung von mir: Ab 15-16 Jahren. 


  10. Cover des Buches Wer hat Angst vorm bösen Mann? (ISBN: 9783498006662)
    Borwin Bandelow

    Wer hat Angst vorm bösen Mann?

     (17)
    Noch keine Rezension vorhanden
  11. Cover des Buches Du hast mich krank gemacht (ISBN: 9783828947290)
  12. Cover des Buches Der Schrei der Füchsin (ISBN: 9783748236658)
    Jonna Steen

    Der Schrei der Füchsin

     (23)
    Aktuelle Rezension von: Buchwurm05

    Die beiden Schwestern Runa und Stella verbindet das gleiche Schicksal. Sie wurden von ihrem Vater missbraucht. Trotzdem haben sich ihre Leben unterschiedlich entwickelt. Während Stella mit einem Anwalt verheiratet ist und einen Sohn hat, lebt Runa mit einem gewalttätigen Alkoholiker zusammen. Viel Kontakt haben sie nicht mehr. Als Runa es endlich schafft aus ihrer Beziehung auszubrechen, flüchtet sie zu ihrer Schwester. Die Stimmung ist alles andere als gut und zudem trägt Runa ein weiteres Geheimnis mit sich..........

    Schon alleine der Inhalt des Psychothrillers "Der Schrei der Füchsin" hat mich neugierig gemacht und ich habe mir spannende Unterhaltung versprochen. Das habe ich auch bekommen. Jedoch hatte ich von Anfang an Probleme, mich auf die Geschichte einzulassen. Was größtenteils am Schreibstil gelegen hat. Dieser ist flüssig, kam mir aber sehr distanziert vor. So konnte ich mit den Protagonisten nicht so mitfühlen, wie ich es bei diesem schwierigen Thema erwartet habe. Manche Handlungen waren für mich nicht nachvollziehbar. Oft haben die Szenen abrupt gewechselt. Kamen mir dadurch zusammenhanglos vor. Mit der Zeit habe ich mich aber daran gewöhnt und die Geschichte hat an Spannung zugenommen. Allerdings hatte ich ziemlich früh einen Verdacht, der sich auch immer mehr bestätigt hat, während die Protagonisten noch im Dunkeln getappt sind.

    Fazit: Ein Psychothriller über ein wichtiges Thema. Dessen Schreibstil mir etwas zu distanziert war und mir deshalb die Tiefe gefehlt hat. Die Story an sich fand ich jedoch gut.  

  13. Cover des Buches Du hast mich krank gemacht (ISBN: 9783732531486)
    Julie Gregory

    Du hast mich krank gemacht

     (34)
    Aktuelle Rezension von: Nady
    Eine Mutter. Eine Tochter. Eine zerstörte Kindheit. Julie Gregorys Erinnerungen gehen unter die Haut. Aus den Tiefen der Hölle musste sich die couragierte junge Frau aufmachen, um die eigene Kraft und den eigenen Wert zurückzugewinnen. Ihr Überleben und ihre Heilung vom Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom kommen einem Wunder gleich. Schriftstellerin: Julie Gregory erzählt in diesem Buch Ihre Kindheit. Es handelt sich um eine wahre Geschichte über Kindesmißbrauch Beurteilung: Dieses Buch ist kaum zu glauben. Wie kann eine Mutter ihrer Tochter so etwas antun. Ich bin teilweise sprachlos und schockiert gewesen, wenn man liest, was diesem Kind angetan wurde. Und die Ärzte haben nichts gemerkt.
  14. Cover des Buches Sharp Objects (ISBN: 9780753822210)
    Gillian Flynn

    Sharp Objects

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Lonechastesoul

    “Sometimes if you let people do things to you, you're really doing it to them.”

    I'm finally caught up on Gillian Flynn's books, though I went at them in reverse order.

    Less than a year ago a young girl was found dead, floating in a stream, strangled, with her teeth removed. Now a second girl, about the same age, has gone missing. Camille Preaker is a young Chicago reporter with a troubled past. When the second young girl goes missing in her home town, Wind Gap, MO, Camille’s boss sends her down to get the inside scoop.

    I felt like this book was way too slow paced for how short it was, and it sort of bugged me that the big reveal and explanation was left to the very end. It was like nothing nothing nothing BAM EVERYTHING.

    I'm not sure what to say about this book because while I think it reads like a bestseller should, I didn't enjoy it. The prose is compelling in that I felt compelled to finish it, and I did. I wanted to put it down but I wanted to get it over with. It was just a story about cruelty and the heartlessness and boredom of women and girls living "it up" in small town Midwest. The idea for the book was not bad and the writing style was okay, however the characters were awful.

    Needless to say, that it is with obvious disappointment I'm giving this book only 2 stars. I had high hopes for Flynn's first published novel.

    This book robs one of smiles, of the beauty of life, and even of the reason for love. It is not only bitter, but leaves one with an unpleasant smell of what I'd like to call rotten feelings. I can't brand the book dull, but I can promise you that you'll feel dull once you've read it. I don't recommend it.

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