Bücher mit dem Tag "münster"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "münster" gekennzeichnet haben.

133 Bücher

  1. Cover des Buches Der Buchspazierer (ISBN: 9783866124776)
    Carsten Sebastian Henn

    Der Buchspazierer

     (202)
    Aktuelle Rezension von: bines_buecherwelt

    "Es heißt, Bücher finden ihre Leser - aber manchmal brauchen sie jemanden, der ihnen den Weg weist." "Der Buchspazierer" (S. 7)


    Bei diesem Buch weiß ich gar nicht, wie ich meine Rezension beginnen soll. Mir fallen so viele Sachen ein, die ich sagen möchte und dann auch wieder nicht. Ein einfaches "Das Buch ist so schön, kauft es reicht!" reicht eigentlich nicht aus und doch ist es so. Ich habe mir so viele Stellen markiert, die ich einfach nur schön fand, wie in keinem anderen Buch zuvor.


    Das Buch hat mir gezeigt, warum Buchhändlerin für immer mein Traumberuf bleiben wird (auch wenn ich leider nicht mehr als solche arbeite). Diese Liebe zu Büchern hat man in jeder Zeile gespürt und hat mich völlig eingenommen und eingewickelt.

    "Die ihre Bücher um sich versammelten, als wären sie eine Wohngemeinschaft aus guten Freunden." (S. 32)


    Definitiv ein Highlight für mich ❤️


    "In jedem Buch ist ein Herz, das zu pochen beginnt, wenn man es liest, weil das eigene Herz sich mit ihm verbindet." (S. 46)

  2. Cover des Buches Schattenfreundin (ISBN: 9783404167463)
    Christine Drews

    Schattenfreundin

     (188)
    Aktuelle Rezension von: NataschaWahl81

    Innerhalb von 4 Tage habe ich "Schattenfreundin" verschlungen! 

    Jährlich werden z.B unzählige Werke von amerikanischen Autoren ins Deutsche übersetzt. Die einheimischen Autoren dabei bleiben leider auf der Strecke und sind bei großen Verlagen in der Minderzahl. 

    Zu Unrecht muss ich sagen: Frau Drews Debütroman glänzt mit trockenem, jedoch flüssigem Schreibstil, atemloser Spannung und einer intelligenten Auflösung. Das beste Buch, was ich dieses Jahr gelesen habe! 

    Nichts zu bemängeln, nichts zu kritisieren, die Geschichte ist einfach: schattenlos! :-D 

  3. Cover des Buches Denn mir entkommst du nicht (ISBN: 9783404173556)
    Christine Drews

    Denn mir entkommst du nicht

     (61)
    Aktuelle Rezension von: Ani

    Antonio Gomez entdeckt bei seiner abendlichen Joggingrunde eine grausam zugerichtete Frau, die an ihren Verletzungen stirbt. Zu seinem großen Entsetzen kennt er die Frau aus seiner Vergangenheit. Antonio meldet den Fund anonym und hofft, dass er unerkannt bleibt. Denn nichts wäre für ihn schlimmer, als seine Frau in seine kriminelle Vergangenheit, mit der er längst abgeschlossen hat, einzuweihen. Charlotte Schneidmann und Peter Käfer werden mit den Ermittlungen betraut. Diese führen sie ins Rotlichtmilieu. Doch Charlotte hat schon bald den Verdacht, dass der grausame Mord ein ganz anderes Motiv haben könnte....

    "Denn mir entkommst du nicht" ist bereits der vierte Fall, in dem die Kommissare Charlotte Schneidmann und Peter Käfer ermitteln. Man kann den aktuellen Ermittlungen aber auch dann folgen, wenn man noch keinen Teil der Serie gelesen hat, da wichtige Hintergrundinformationen in die Handlung einfließen.

    Der Einstieg ins Geschehen gelingt mühelos, denn die Autorin versteht es hervorragend, bereits am Anfang das Interesse an der Handlung zu wecken. Diese wird aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Man beobachtet Antonio Gomez, der versucht, nicht mit der toten Frau in Verbindung gebracht zu werden, aber immer weiter in gefährliche Situationen verwickelt wird. Er wirkt sehr sympathisch und glaubwürdig, sodass man gemeinsam mit ihm überlegt, wer versuchen könnte, ihm den Mord anzulasten. Außerdem nehmen natürlich die Ermittlungen der beiden Kommissare einen Großteil der Handlung ein. Die Ermittlungen wirken authentisch und deshalb kann man sich ganz auf die Suche nach dem Täter und seinem Motiv einlassen.

    Allzu zartbesaitet sollte man beim Lesen nicht sein, denn der Killer geht mit seinen Opfern nicht gerade zimperlich um und Christine Drews beschreibt die Verletzungen so realistisch, dass man schon beinahe meint, die entsprechenden Szenen vor Augen zu haben. Die Spannung setzt früh ein, kann durchgehend gehalten werden und sich zum Ende hin sogar stetig steigern. Bis zum Schluss ist nicht klar, wer der Täter ist. Das Ganze gipfelt in einem gnadenlos spannenden Finale, das man gebannt verfolgt, um dann festzustellen, dass es einen fiesen Cliffhanger gibt, der dafür sorgt, dass man sofort weiterlesen möchte.

    Spannende Ermittlungen für Charlotte Schneidmann und Peter Käfer. Der Cliffhanger am Ende sorgt dafür, dass man sofort zum nächsten Teil greifen möchte.


  4. Cover des Buches Phönixkinder (ISBN: 9783404169924)
    Christine Drews

    Phönixkinder

     (69)
    Aktuelle Rezension von: CarinaElena
    " Der Geruch nach Asche liegt noch in der Luft, als Charlotte Schneidmann und Peter Käfer im Seniorenstift Sonnenschein ankommen. Einer der Bewohner, der demente Ludger Steinkamp, ist bis zur Unkenntlichkeit verkohlt. Alle Indizien deuten auf Brandstiftung, aber nicht nur das – das Opfer wurde regelrecht zu Tode gefoltert. Grausame Rache? Oder ein letzter Versuch, Informationen von Steinkamp zu erpressen? Die brandgefährlichen Spuren führen Charlotte und Käfer tief in die Vergangenheit des Münsterlandes."
    Der Anfang war richtig super, es fing direkt spannend an. Ludger Steinkamp, Bewohner der Demenzstation von Haus Sonnenschein wurde verbrannt aufgefunden. Es wird beschrieben wie er getötet wurde und das wirklich sehr detailliert ;). Das hat mir schonmal sehr gut gefallen,  weiter ging es dann mit der Befragung von Heimpersonal, Hausmeister und auch den Angehörigen des Getöteten. Seine Ehefrsu fand ich sehr unsympathisch,  sie hat nie den Mund aufbekommen, der Sohn Björn fand ich ziemlich frech, einzigst die Tochter Annette (die auch noch eine größere Rolle spielen wird) konnte mich überzeugen.  
    Danach schleppen sich die Ermittlungen und es wurde von Seite zu Seite zäher. Wenigstens hat man ein bisschen mehr von Peter Käfer erfahren, der im 1. Teil ja komplett unauffällig war. 
    Der Schluss war wieder recht spannend,  auch wenn ich schon vorher wusste wer der Haupttäter ist. 
    Alles in allem ekn eher durchwachsenes Buch, wenn der 3. Teil auch so sein sollte werde ich die Reihe abbrechen.  
  5. Cover des Buches Der englische Liebhaber (ISBN: 9783958900806)
    Federica de Cesco

    Der englische Liebhaber

     (88)
    Aktuelle Rezension von: winniehex

    Münster, kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Stadt ist zerstört, es ist Winter, die Menschen kämpfen um ihre Existenz. Die junge Anna hält ihre Familie mit einer Stelle als Dolmetscherin bei der britischen Besatzungsmacht über Wasser. Als sie eines Tages mit Fieber bei der Arbeit erscheint, bietet ihr der englische Captain Jeremy an, sie nach Hause zu bringen – es ist der Beginn einer leidenschaftlichen Liaison, die im Nachkriegsdeutschland verpönt ist, denn mit dem Feind lässt man sich nicht ein. Doch als Anna schwanger wird, ist Captain Jeremy verschwunden, und die Engländer verweigern ihr jede Auskunft. Vierzig Jahre später findet Annas Tochter Charlotte Tagebuchaufzeichnungen und alte Tonbandaufnahmen – und sie macht sich daran, das Geheimnis der großen verbotenen Liebe von Anna und Jeremy zu lüften. Warum verschwand er eines Tages spurlos aus Annas Leben, obwohl sie seine große Liebe war? Was ist das Geheimnis des charismatischen und so undurchschaubaren Mannes, der ihr Vater ist? Und was ist der Grund für Annas Selbstmordversuch Jahrzehnte später? Je mehr Charlotte in die Geschichte ihrer Familie eintaucht, desto lebendiger wird für sie – und die Leser – auch die deutsche Nachkriegszeit, als die europäischen Völker einander als Feinde galten und in vielen Familien das Gespenst des Nationalsozialismus noch lebendig war. (Klappentext)

    Ein Buch voller Spannung und Emotionen, ich war von der ersten Seite total gefesselt. Die junge Anna verliebt sich in Jeremy, dem Feind schlechthin, aber wo die Liebe nun mal hinfällt.  Das aber Jeremy auch noch ein kleines Geheimnis mit sich trägt, dass erfährt Anna erst später. Trotz allen Hindernissen wollen die beiden ihr Glück versuchen, aber Jeremy ist von heute auf morgen spurlos verschwunden und keiner will Anna eine Auskunft erteilen. Die Geschichte könnte auch eine Biografie sein, denn so ging es damals in der Nachkriegszeit in Deutschland. Wer sich mit den vier Mächten verbindet ist ein Feind Deutschlands. Ein wirklich sehr Einprägsamer Roman, denn man nur weiterempfehlen kann.

    Vielen Dank an den Europa Verlag und Netgalley für Ihre Geduld, da ich gesundheitlich eingeschränkt war.

  6. Cover des Buches Mit Flipflops ins Glück (ISBN: 9783458361589)
    Matthias Sachau

    Mit Flipflops ins Glück

     (40)
    Aktuelle Rezension von: karin66

    Der Titel und das Cover des Buches haben mich sofort angesprochen. Ich hatte schon einmal ein anderes Buch von dem Autor gelesen und mich so auf das neue Buch gefreut.

    Der Schreibstil ist locker, leicht und angenehm zu lesen.

    Nina, ist gerade Ende zwanzig und mit ihrem Freund Sami schon längere Zeit zusammen. Dieser bekommt ein tolles Jobangebot in Brasilien, so dass sich Nina entscheiden muss, ob sie ihm dorthin folgen wird.

    Gleichzeitig trifft sie nach langer Zeit wieder auf ihrer Jugendliebe Gero und dieser lässt sich nicht kalt. Sie steckt nun in einer Zwickmühle.

    Doch mehr möchte ich an dieser Stelle von den Geschehnissen nicht verraten.

    Ein sehr seichter Roman, der mit seinen 200 Seiten recht schnell gelesen wird. Doch fehlt es insgesamt an Spannung, Humor und Witz. Das Buch plätschert so vor sich hin und ich muss gestehen, dass ich mir mehr erwartet hatte. Es hat mich irgendwie nicht umgehauen. Schade.

  7. Cover des Buches Flammen des Himmels (ISBN: 9783426504093)
    Iny Lorentz

    Flammen des Himmels

     (61)
    Aktuelle Rezension von: Buchfresserchen1

    Inhaltsangabe (übernommen)

    Münster im 16. Jahrhundert: Schon dreimal musste die Familie der jungen Frauke Hinrichs fliehen, um nicht als Wiedertäufer entlarvt und umgebracht zu werden. FRaumes Vater glaubt seine Familie durch den Schutz des Rates selbst dann noch in Sicherheit, als der Inquisitor Jacobus von Gerwardsborn in der Stadt auftaucht. Doch der Rat braucht ein Opfer ...


    Das Cover zeigt gleich auf das es sich um einen historischen Roman handelt.

    Ich habe allerdings nicht das Buch gelesen, sondern es als Hörbuch gehört. Die Sprecherin hat dabei einen guten Job gemacht und den einzelnen Charakteren unterschiedliche Stimmen gegeben, auch wenn das Holländische nicht so echt rüber kam, wie vielleicht erhofft.

    Frauke ist eine taffe, junge Frau, die das Pech hatte das ihre Eltern zu den Wiedertäufern gehörten, die von der Inquistion verfolgt wurden.

    Gegenüber den Lutheranern, die auch so langsam immer mehr wurden, zeigten sie die Wiedertäufer nicht nur starke Zweifel an der römisch katholischen Kirche und lehnten sie ab, sondern spielten ihren Glauben als den alleinig wahren empor und träumten davon die Katholiken.beim jüngsten Gericht brennen zu sehen.

    Geschichtlich habe ich zuvor nie von denWiedertäufern gehört, aber das was ich nun hier im Hörbuch mitbekam hat mich doch sehr an eine Sekte erinnert. Ich war schockiert, wie die Menschen damals selbst nach mehrmaligem Verschieben des vorhergesagten Termins für das jüngste Gericht immer noch Anhänger hatten, die dafür sogar in den Tod gehen wollten.

    Leider gab es nicht so viel Handlung und Reisen,wie ich mir erhofft hatte. Eigentlich könnte man alles in wenigen Sätzen zusammen fassen, was ich hier wegen spoilern natürlich nicht tue.

    Die Verbindungen innerhalb der Familien und auch die Liebesbeziehungen bleiben mir hier zu starke Randnotizen und selbst die Charaktere der Verfolger sind nicht so herausgearbeitet, dass ich sie mir vor meinem inneren Augenvorstellen konnte.

    Das Buch war gut und hat mir auch geschichtliches Wissen gebracht, aber da bin ich vom Autorenpaar Iny Lorentz fesselndere Geschichten gewohnt.



  8. Cover des Buches Männertaxi (ISBN: 9783426504888)
    Andrea Koßmann

    Männertaxi

     (244)
    Aktuelle Rezension von: EllaGe
    Herrlich amüsant. Empfehlung zum Herbst-Wochenende.
  9. Cover des Buches Hostienfrevel (ISBN: 9783499267963)
    Astrid Fritz

    Hostienfrevel

     (31)
    Aktuelle Rezension von: Rose75

    'Hostienfrevel' ist der zweite Band einer 5-teiligen Reihe ( Stand Oktober 2019) über die tapfere Begine Serafina. Seit den Ereignissen aus Band 1 sind nur ein paar Monate vergangen. Serafina hat sich an das Leben als 'Arme Schwester' gewöhnt und geht ihren Pflichten nach.  

    Als im Münster  zerschnittene und blutgetränkte Hostien auf dem Alter liegen,  fällt der Verdacht gleich auf die Juden der Stadt.  Serafina wittert eine Verschwörung gegen die Juden und versucht die Drahtzieher zu entlarven.   Es gibt wieder einige falsche Fährten, aber Serafinas Spürsinn treibt sie immer weiter an.  Der Stadtmedicus hält sich sehr zurück und Serafina befürchtet schon, dass er mit den Drahtziehern gemeinsame Sache macht.

    Diesmal erfahren wir noch mehr über Serafinas früheres Leben und die Zeit in Konstanz.   Das Schicksal hat es nicht immer gut mit ihr gemeint.

    Astrid Fritz hat wieder eine spannende Geschichte geschrieben, eingebettet in einen schönen historischen Rahmen. 

  10. Cover des Buches Himmelsstern: Das Ferne so nah (ISBN: B0782T8B31)
    Jamie Craft

    Himmelsstern: Das Ferne so nah

     (22)
    Aktuelle Rezension von: 0_Lavender_0

    Zum Inhalt:

    Ist es entschlossene Treue oder Dummheit, wenn man sich an einen Knopf klammert, der vom Geliebten geblieben ist und auf dessen Rückkehr man wartet, obwohl er als verschollen gilt?

    In diesem Band der Himmelsstern-Reihe steht Anna Bednarz im Mittelpunkt. Aus dem Osten geflüchtet, ist sie mit ihrer Mutter und ihrer jüngeren Schwester auf einem Bauernhof (gezwungenermaßen) aufgenommen worden, das lässt die Bauersfamilie deutlich spüren, doch Anna steht mit beiden Beinen im Leben. Sie will Ärztin werden, während sie auf die Rückkehr ihres Günther wartet und seinem Versprechen traut, als er ihr sagte, er werde sie finden.

    Anna ist eine hervorragende Schwimmerin. Zufällig kann sie einen Verunglückten aus dem Wasser retten, und damit wird ihr Leben ein wenig auf den Kopf gestellt, den Karl von Woestemann ist nicht nur reich, er scheint sich auch in Anna verliebt zu haben. Auch dem Studium im halb zerstörten Münster scheint nichts mehr im Wege zu stehen. Zu ihrer Überraschung trifft sich auch noch ihre alte Freundin Else wieder.

    Soll sie seinem Werben nachgeben, alle Annehmlichkeiten genießen oder doch lieber auf Günther mit den bernsteinfarbenen Augen warten?

    Meine Meinung: 

    In bewährtem Stil schreibt Jamie Craft von schwierigen Lebensbedingungen in der Nachkriegszeit. Sie schildert lebendig die Lebensumstände, verpackt in eine spannende Story. 

    Ich kann dieses Buch - gemeinsam mit den anderen beiden Bänden dieser Reihe - nur wärmstens empfehlen und vergebe

    5 von 5 Sternen.


  11. Cover des Buches Der Wald der tausend Augen (ISBN: 9783453529618)
    Carrie Ryan

    Der Wald der tausend Augen

     (214)
    Aktuelle Rezension von: Pia_Dawson

    Ich verstehe hier die mittelmäßige Bewertung nicht. Ich habe die gesamte Reihe geliebt. Also bitte von der Bewertung nicht irritieren lassen und unbedingt lesen!!! Eine wahnsinnig tolle Geschichte, die mich nicht mehr losgelassen hat, Wendungen die man nicht erwartet. Das ist eine Geschichte, die im Kopf bleibt und meinen Geschmack vollkommen getroffen hat. 

  12. Cover des Buches Tödliche neue Welt (ISBN: 9783839224304)
    Paul Weiler

    Tödliche neue Welt

     (19)
    Aktuelle Rezension von: mabuerele

    „...Wolfsspinnen sind Nutztiere. Sie jagen Ungeziefer. Genau wie Baldy. Aber im Gegensatz zu Wolfsspinnen nutzte er für seine Jagd ein Netz, das andere für ihn gesponnen hatten...“


    Mit diesem Zitat endet der Prolog. Dann beginnt die eigentliche Handlung. Wir befinden uns in Münster der nahen Zukunft. Als Hauptkommissar Alexander Ivens an diesem Tag sein Haus verlässt, läuft er Emmerich, dem stellvertretenden Oberbürgermeister und Vorsitzenden des Polizeiausschusses, über den Weg. Der fordert ihn auf, mit auf den Ehrenbalkon des Rathauses zu kommen. Davor hätte Ivens sich gern gedrückt. Die extreme Farbshow des japanischen Künstlers Akio Komohoto schmerzt in seinen Augen. Kurz nach der Festansprache und der Eröffnung des Events bricht der Künstler zusammen. Ivens will ihn wiederbeleben, doch ein Blutsturz bringt den Tod.

    Eigentlich glaubt man an eine natürliche Todesursache. Aus Kostengründen gibt es kaum noch Obduktionen. Das einzige Anzeichen, dass etwas nicht stimmt, ist die Aufnahme mit dem MRT. Die Diagnose liest sich so:


    „...Das Herz und wesentliche Hauptschlagadern in der Nähe des Herzens sind fast völlig zerfetzt...“


    Der Autor hat einen fesselnden, aber auch beklemmenden Krimi geschrieben.

    Der Schriftstil lässt sich flott lesen. Die Personen werden gut charakterisiert. Ivens weiß, was er will und lässt sich auch von seinem Vorgesetzten nicht unterbuttern. Mit Herwig bekommt er eine neue Partnerin. Obwohl er anfangs skeptisch war, ergänzen sich die beiden schnell hervorragend. Seine Skepsis hängt mit einem persönlichen Trauma zusammen. Bei einem Brand im Studentenwohnheim hat er seine Tochter verloren. Nun hat er Angst, das die Neue ihn immer wieder daran erinnert. Sie ist aber ein ganz anderer Typ wie seine Tochter.

    Dass die Menschheit nicht viel dazu gelernt hat, zeigt das folgende Zitat:


    „...Es war seit Jahren Vorschrift, dass die Einschaltung der Aufnahmefunktion an Kamerabrillen über ein Leuchtsignal für alle sichtbar sein musste. Es war allerdings auch Vorschrift, dass Unfälle und Katastrophen mit direktem Personenbezug nicht gefilmt werden durften....“


    Nicht nur, das fotografiert wird, was das Zeug hält, Ivens Wiederbelebungsversuch kursiert schon bald in allen Medien.

    Während sich Ivens und Herwig mit der jüngeren Vergangenheit des Toten beschäftigen, überlegen die Stadtoberen, wie sie aus dem Geschehen Profit schlagen können. Das Event war für drei Tage geplant. Es müsste doch eine Möglichkeit geben, die Show zu verlängern und die Farbeffekte zu erhalten.

    Dann aber gibt es einen weiteren Toten und eine besondere Behörde nimmt Kontakt mit Ivens auf, weil sie auf zwei ähnliche Fälle gestoßen ist.

    Der Autor ermöglicht mir, dass ich eher als die Kommissare weiß, was wirklich gespielt wird. Exakt bis aufs Detail beschreibt mir der Täter sein Vorgehen. Die ungewöhnliche Mordmethode ist auch für technische Laien verständlich dargestellt. Und es ist leider nicht auszuschließen, dass schon bald dafür reale Möglichkeiten existieren.

    Der Autor versteht es, den Spannungsbogen hoch zu halten. Das liegt vor allem an den offenen Fragen. Was ist das Motiv des Täters? Wie kam er in Kontakt mit den Opfern? Und wieso ist äußerlich keinerlei Verletzung bei den Opfern zu sehen?

    Als die Geschichte dem Ende zu geht, muss Ivens erleben, das die Behörden in erster Linie am Mordwerkzeug interessiert sind. Das gilt es sicherzustellen. Hier setzt bei mir als Leser logischerweise das Kopfkino ein, denn mögliche Szenarien, was damit gemacht werden kann, sind sofort präsent. Im Buch klingt das so:


    „...Welcher Geheimdienst wäre nicht an einer Methode interessiert, nahezu jede beliebige Person an jedem beliebigen Ort der Welt ausschalten zu können, ohne dass irgendjemand Verdacht schöpfte?...“


    Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Die tödlichen technischen Spielereien geben der Geschichte einen besonderen Kick, auch wenn es nicht zuletzt ein kranker Mensch ist, der damit seine besondere Rachephantasie auslebt.

  13. Cover des Buches Verficktes Herz (ISBN: 9783499630392)
    Nora Gantenbrink

    Verficktes Herz

     (23)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Ein aufregendes Debüt einer vielversprechenden Nachwuchsschriftstellerin: In "Fucked heart" werden Leben und Lieben der Twentysomethings abgebildet, häufig tieftraurig wie nicht enden wollender Liebeskummer, dem man sich nur tanzend-trinkend entziehen kann, oder die Geschichte vom "Rö" (meine Lieblingsgeschichte übrigens), kennt nicht jeder jemanden wie ihn in seinem Bekanntenkreis? Der Abschnitt über die drei Frauen mit Liebeskummer, die nicht wissen, wie sie damit fertigwerden sollen, hat mich an "Liegen lernen" von Frank Goosen erinert, nur dort aus männlicher Perspektive. Und die beiden letzten Geschichten fand ich etwas schlechter, aber insgesamt hat das leider zu kurze Büchlein mich in einen Leserausch versetzt. Bitte mehr davon!
  14. Cover des Buches Anton oder Die Zeit des unwerten Lebens (ISBN: 9783596805167)
    Elisabeth Zöller

    Anton oder Die Zeit des unwerten Lebens

     (46)
    Aktuelle Rezension von: Maries

    Es geht in diesem  Buch um den kleinen Anton.Er ist ein ganz normales Kind,  

    das in die Grundschule gehen möchte, doch er ist behindert.Seit einem 

    Unfall kann er seinen rechten Arm nicht mehr bewegen und er stottert ,weil 

    sein Sprachzentrum gestört ist.Das wäre ja kein Problem, doch es ist das Jahr 

    1941.Die Eltern überlegen lange,  ob sie ihn in die Grundschule schicken, da es 

    auch sehr gefährlich enden kann.Am Ende tun sie es doch.Er ist schlau 

    und hat eine außerordentliche Mathematik-Begabung.Doch sein Leben ist 

    nicht einfach, denn er gehört mit seiner Behinderung zum" Abschaum der 

    Gesellschaft".Die Lehrer haben in besonders auf dem Kicker.Seine 

    Klassenkameraden schlagen ihn und lachen ihn aus.Auch seine ehemaligen 

    Freunde wollen nichts mehr mit ihm zu tun haben. Die Lage spitzt sich zu und 

    am Ende bleibt den Eltern nur eine Möglichkeit, um ihn zum beschützen.

  15. Cover des Buches Brandbücher (ISBN: 9783839214480)
    Birgit Ebbert

    Brandbücher

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Felice
    Leicht fällt es mir nie, Bücher über die Zeit vor und während des zweiten Weltkriegs zu lesen. Dieses ist zwar nicht biografisch oder auf einer wahren Begebenheit basierend, aber die Autorin hat es sehr gut geschafft, eine Geschichte zu erzählen, die sich genau so hätte abspielen können.
    Die drei Erzählstränge sind logisch aufeinander aufgebaut, mir hat nur am Ende gefehlt, dass nicht auf den weiteren Lebensweg mancher Protagonistennach 1938 eingegangen wird. Auch finde ich die Vorgehensweise der Recherche nicht immer 100%ig logisch, insgesamt bin ich aber zufrieden mit der Lektüre.
  16. Cover des Buches Das vierte Opfer (ISBN: 9783442742738)
    Hakan Nesser

    Das vierte Opfer

     (173)
    Aktuelle Rezension von: andre-neumann
    Ich finde es immer wieder faszinierend, wie Hakan Nesser es schafft, mit relativ wenig Handlung einen lang gezogenen Spannungsbogen zu erzeugen und den Leser zu fesseln.
    In diesem Buch passiert für Nessersche Verhältnisse recht viel, und am Ende kommt sogar ein wenig Dramatik auf.
    Die Auflösung ist trotz einleuchtendem Motiv leider etwas unglaubwürdig.
    Aber ich liebe Nessers Schreibstil!
  17. Cover des Buches Wilsberg - Ein bisschen Mord muss sein (ISBN: 9783894254636)
    Jürgen Kehrer

    Wilsberg - Ein bisschen Mord muss sein

     (11)
    Aktuelle Rezension von: parden
    MÜNSTERSCHER KARNEVAL...

    Mit Erstaunen hat Georg Wilsberg den Werdegang seines Studienkumpels Wolfram Schniederbecke verfolgt: Aus dem früheren Punkmusiker ist ein gefeierter Schlagerstar geworden, mit ›Goldstück‹ hat Wolf Schatz, wie sich Schniederbecke nun nennt, einen Riesenhit gelandet. Und mit Erstaunen nimmt der Privatdetektiv zur Kenntnis, um was ihn Schatz bittet – der Sänger hat Spielschulden und möchte, dass Wilsberg einen Geldkoffer überbringt. Nicht zuletzt, weil ein bezahlter Auftrag mal wieder zur rechten Zeit kommt, willigt Wilsberg ein. Doch bei der Übergabe des Koffers stellt sich alles anders dar, als es Schatz beschrieben hat – und am Ende ist der beliebte Schlagersänger tot …

    In seinem 19. und bislang letzten Fall ermittelt Wilsberg mit einem konstant schlechten Gefühl im Bauch. Hier ist nichts so, wie es anfangs zu sein scheint, und Wilsberg gerät nicht nur mit einigen hartgesottenen Russen aneinander, sondern auch mit der Polizei - und schlittert schließlich mitten in den münsterschen Karneval. Was Jürgen Kehrer von dem Karnevalstreiben in der Heimamtstadt Wilsbergs hält, wird hier mehr als deutlich - und manchesmal konnte ich mir da ein fieses Grinsen nicht verkneifen. Auch das Schlager- und Volksmusikbusiness bekommt hier ordentich sein Fett weg, einschließlich der riesigen Fangemeinde mit einem Altersdurchschnitt weit jenseits der 40.

    Überhaupt ist hier schwarzer Humor sowie eine ordentliche Portion Zynismus an der Tagesordnung. Ansonsten ist die Stimmung, in die Kehrer seinen Krimi taucht, eher düster - jedenfalls trotz des Dauergeplänkels zwischen Wilsberg einerseits und der Kommissarin sowie ihrem Assistenten andererseits weit düsterer als in der TV-Darstellung der Fälle. Wilsberg ist ein alternder, hüftschwacher Privatdetektiv, der es mit dem Gesetz nicht immer so genau nimmt, dabei aber durchaus enge moralische Vorstellungen hat, die ihn sympathisch erscheinen lassen. Allerdings hat er auch schon viel erlebt, so dass er meist recht nüchtern an eine Ermittlung herangeht und sich relativ desillusioniert gibt.


    "Als ich die Tür zu meiner Wohnung aufschloss, gab es keine Region meines Körpers, in der mir nichts wehtat. Auch eine Methode, sich lebendig zu fühlen."


    Kehrer präsentiert hier einen Krimi, der von seinem Hauptcharakter lebt. Anfangs ist nicht klar, wie die einzelnen Handlungsstränge zusammengehören, doch folgt der Leser Wilsbergs Spuren, so dass allmählich Licht ins Dunkel kommt. Es war für mich eher die Figur des Wilsberg und die Stimmung, die mich hier überzeugen konnte, als der Fall selbst. Der ist nicht uninteressant, aber es ist eben auch nicht so, dass ich beim Lesen nägelkauend vor den Buchseiten saß.


    "Allerdings glaube ich nicht, dass (...) ein Mörder ist", beendete ich meine Ausführungen. "Ach,und warum glauben Sie das nicht?", fragte die Hauptkommissarin. "Weil er nicht der Typ dafür ist." "Das sagt Ihnen Ihr von Lebenserfahrung gesättigter Detektivverstand?" "Genau." (...)


    Mir hat der bislang letzte Fall des münsterschen Ermittlers Wilsberg gut gefallen, woran vor allem die düstere, von schwarzem Humor durchzogene Note einen großen Anteil hatte...


    © Parden
  18. Cover des Buches Schattenspieler (ISBN: 9783570402450)
    Michael Römling

    Schattenspieler

     (105)
    Aktuelle Rezension von: MsChili

    Ein Buch, in dessen Cover ich mich gleich verliebt habe, das ich dennoch recht lange im Regal stehen hatte. Was ein wenig schade ist, da es mir doch recht gut gefallen hat. 


    Das Ende des Krieges steht bevor und die ungleichen Jungen Leo und Friedrich treffen aufeinander. Gerade weil sie so verschieden sind, freunden sie sich nach kurzen Startschwierigkeiten an und machen sich auf die Suche nach einem großen Geheimnis. 

    Das Buch ist allgemein recht düster, was natürlich auch an dem ernsten Thema liegt. Das Ende des Krieges, die grauenvolle Nazizeit mit der Judenverfolgung und die grausamen Morde. Man begleitet die beiden Jungen Leo und Friedrich im Wechsel auf ihrer Suche quer durch das zerbombte Berlin. Ich hatte hier noch auf mehr Informationen zur Kriegszeit und deren Ende gehofft, aber das Buch dreht sich hauptsächlich um die Suche der Kinder nach den geheimnisvollen Paketen. Man erfährt recht wenig über ihre Erlebnisse in dieser schweren Zeit und für mich blieb es so ein wenig oberflächlich, da ich keinen rechten Zugang zu den Charakteren gefunden habe. Aber die Geschichte selbst ist spannend geschrieben und ich habe sie gerne gelesen.

     

    Zwei Jungen, die ein großes Abenteuer erleben in der doch gefährlichen (Nach-)Kriegszeit. Schön zu lesen, obwohl mir die Charaktere etwas fremd geblieben sind.

  19. Cover des Buches Rote Schatten über Münster (ISBN: 9783954511907)
    Sabine Schulze Gronover

    Rote Schatten über Münster

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Igelmanu66

    »Wissen Sie, was fehlt?« Dr. Horns Stimme klang zittrig.

    Es war Corwin Standing Child, der nach kurzem Überlegen antwortete: »Es fehlen Waffen, darunter einige Bowiemesser und ein Zeremonienstab mit dazugehöriger Rassel.« Hier machte er eine Pause und schaute zu Chief Thomas. »Und es fehlt das Geistertanzhemd.« …

    Christine folgte Herrn Dr. Horn und Corwin Standing Child, die nun zur Information eilten. In der großen Eingangshalle des Museums kamen weitere Besucher auf sie zu und stellten Fragen. Doch der verstörte Schrei einer jungen Dame brachte alle gleichzeitig zum Verstummen. In die gespenstische Stille hinein hörte man nur noch die Schritte von Dr. Horn. An der Information, direkt vor dem grauen Telefon, saß die Frau, die noch vor zwei Stunden allen Gästen freundlich zugenickt hatte. Sie rührte sich nicht, die Augen waren starr aufgerissen und ihr Oberkörper blutüberströmt. Das Rot bildete einen makabren Kontrast zum Grün ihrer Bluse. Jemand hatte ihr die Kehle durchgeschnitten.

     

    Ein Raubmord im Naturkundemuseum Münster? Diese Überlegung steht eigentlich nur ganz kurz im Raum, denn die geraubten Gegenstände haben für einen „normalen“ Einbrecher keinen Wert. Als kurz danach weitere Mordopfer auftauchen, findet sich schnell eine Gemeinsamkeit: Alle hatten irgendetwas mit der Indianerausstellung des Museums zu tun. Die junge Journalistin Christine Neustedt, die ursprünglich nur einen Artikel schreiben wollte, muss plötzlich feststellen, dass der unbekannte Täter sie mehr in sein Tun einbezieht, als ihr lieb sein kann…

     

    Die Indianerausstellung des Naturkundemuseums Münster – wie oft bin ich schon dadurch gelaufen! Dieses (übrigens auch ansonsten) sehr schöne und informative Museum gehört seit vielen Jahren zu unseren regelmäßigen Ausflugszielen. Daher kenne ich die Räumlichkeiten gut und stellte beim Lesen hocherfreut fest, dass ich dank präziser Beschreibungen der Ausstellungsorte und -objekte stets genau wusste, wo ich mich gerade befand.

     

    Dieser Krimi punktet bei mir aber nicht nur mit seinem Wiedererkennungswert, sondern verknüpft eine wirklich spannende Handlung mit reichlich Infos über die „Native Americans“, über ihre Vergangenheit und ihr Leben im Jetzt, über Mythen, heilige Gegenstände, Rituale und Zeremonien. Über ein Leben zwischen den Kulturen, über den Spagat, in der heutigen Gesellschaft zu leben ohne die eigenen Wurzeln zu verleugnen. Diese Themen finde ich hochinteressant und sie sind hier für mein Empfinden sehr gut umgesetzt.

     

    Christine mag ich, wenn sie auch – ganz Journalistin – chronisch neugierig ist und eine unglückliche Begabung hat, sich ständig in Schwierigkeiten zu bringen. Letzteres trägt regelmäßig dazu bei, den ermittelnden Kommissar Delbrock (intelligent und sympathisch) auf amüsante Weise in die Nähe eines Nervenzusammenbruchs zu bringen. Und dann sind da noch mehrere indianische Künstler und Kunsthistoriker, die die Ausstellung besuchen. Allesamt interessante Charaktere, die den Leser sehr lange grübeln lassen, auf welche Art sie möglicherweise in die Vorfälle involviert sind. Es ergeben sich immer wieder nette kleine Dialoge, an denen ich großen Spaß hatte…

    »Beten Sie eigentlich? Zu Gott oder zu Manitu oder wem auch immer?«

    »Nun, ich tanze jedenfalls nicht mehr halb nackt ums Feuer und schwinge den Regenmacher. Ja, ich bete. Vermutlich zu demselben Gott, zu dem Sie hier üblicherweise beten, nur dass wir Native Americans eventuell unterschiedliche Auffassungen über einige Aspekte seiner Persönlichkeit haben.«

     

    Die Handlung bleibt durchgehend spannend, den Schluss empfand ich als schön und realistisch und auch an Logik und Auflösung gab es für mich – trotz Mythen – nichts auszusetzen. In Kürze fahre ich wieder ins Museum und hoffe zuversichtlich, die nette Dame von der Info bei guter Gesundheit anzutreffen ;-)

     

    Fazit: Spannend, ungewöhnlich, faszinierend und humorvoll. Kann ich sehr empfehlen!

     

    »Was schleichst du dich auch immer so heran!«

    »Das ist ein Gendefekt, den ich von meinen Ahnen habe.«

  20. Cover des Buches Schneetreiben (ISBN: 9783492252256)
    Stefan Holtkötter

    Schneetreiben

     (49)
    Aktuelle Rezension von: Bellexr

    Ein Vergewaltiger ist aus der Justizvollzugsanstalt ausgebrochen und wahrscheinlich auf den Weg in sein Heimatdorf Birkenkotten. Da Hauptkommissar Bernhard Hambrock in der Nähe der Ortschaft aufgewachsen ist, macht er sich auf den Weg nach Birkenkotten, um die Adoptivmutter von Martin, dem entflohenen Vergewaltiger, zu befragen. Doch Martin hat sich bei ihr nicht gemeldet. Kaum zurück in Münster wird die Kripo Münster wieder nach Birkenkotten gerufen. Eine junge Frau wurde an der Bushaltestelle ermordet aufgefunden. Alles deutet darauf hin, dass Martin die Studentin Sandra vergewaltigt und ermordet hat. Die Suche nach ihm läuft auf Hochtouren, doch das Wetter spielt nicht mit, binnen kürzester Zeit legt ein Sturmtief das Münsterland unter eine dicke Schneedecke und Kommissar Hambrock hat keine Chance mehr, aus Birkenkotten herauszukommen. Als dann auch noch der Strom ausfällt, überschlagen sich die Ereignisse.

     

    War das Wetter bisher schon mies, der Himmel seine Schleusen mehr als weit geöffnet und somit die Spuren am Tatort fast vollständig verwischt, kommt jetzt auch noch ein Schneesturmtief dazu. Völlig von der Außenwelt abgeschnitten, versucht Bernhard Hambrock den entflohenen Vergewaltiger zu finden und den Mord an der Studentin Sandra aufzuklären. Doch dies gestaltet sich alles andere als einfach. Martin ist schier unauffindbar, sein früheres Opfer Klara steht derweil Todesängste aus, könnte doch Martin jederzeit irgendwo auftauchen und sich an ihr rächen. Denn er hatte ihr damals geschworen, sollte sie zur Polizei gehen, würde Klara dies bereuen. Als dann auch noch durch die starken Schneefälle die Strommasten umknicken, somit der Strom ausfällt und die Straßen nicht mehr befahrbar sind, nimmt im wahrsten Sinne des Wortes das Drama seinen Lauf.

     

    Sehr gut vermittelt Stefan Holtkötter seinen Lesern wieder einmal das Leben im Münsterland. Den kleinen Ort Birkenkotten samt seiner Bauernschaft hat man schnell vor Augen, dass hier einige mehr zu wissen scheinen, als sie dem Hauptkommissar verraten ist auch schnell klar und dass der Kommissar nicht nur aus beruflichen Gründen in Birkenkotten ermittelt, stellt man auch schnell fest. Hambrock ist in der Nähe des Dorfes aufgewachsen, kennt somit die Eigenarten der Dorfbewohner recht gut und zudem verbindet ihn eine private Angelegenheit mit dem Dorf.

     

    Alles deutet darauf hin, dass der Vergewaltiger Martin wieder zugeschlagen hat und dieses Mal auch vor Mord nicht zurückgeschreckt ist. Doch sollte der Autor es sich mit dem Verlauf der Geschichte so einfach machen? Wenn man bereits mehrere Münsterland-Krimis gelesen hat, weiß man genau, dass der offensichtliche Schein bei dem Autor täuscht. Und so mag man nicht so recht glauben, dass Martin wirklich der Mörder von Sandra ist. Dass jedoch eine Gefahr von ihm ausgeht, besonders für Klara, ist schnell klar, da man Martin mit der Zeit ein wenig kennenlernt. Gerade diese Charakterzeichnung ist Stefan Holtkötter gut gelungen. Martin versucht zwar, auf dem rechten Weg zu bleiben, baut aber ständig doch wieder Mist, aber daran ist nie er selbst Schuld. Man mag bei seinen Gedankengängen oft nicht glauben, dass man es mit einem erwachsenen Mann zu tun hat, eher hat man den Eindruck, ein kleines, trotziges Kind vor sich zu haben, dass immer und überall die Schuld nur bei anderen sucht und sich selbst immer nur als das arme Opfer sieht.

     

    Auch die Bauernschaft und hier gerade die Landjugend beschreibt Stefan Holtkötter wieder ausgefeilt und authentisch. Die Stimmung des Krimis ist durchweg düster und beklemmend, die Spannung lauert immer hinter dem nächsten Strauch, da man Martins Absichten nicht einschätzen kann. Und man auch nicht weiß, wer der Mörder von Sandra ist, geschweige denn, warum die junge Studentin sterben musste. Stefan Holtkötter legt hier immer wieder neue Fährten aus und obwohl man es nicht glauben mag, bleibt selbst Martin bis zum Schluss für den Leser ein Hauptverdächtiger, da immer wieder die Spuren zu ihm führen. Somit ist der Ausgang der Story absolut ungewiss, dann aber plausibel und glaubwürdig umgesetzt.

     

    Fazit: Spannender Krimi mit einer vielschichtigen Story und das ganze versehen mit reichlich Lokalkolorit und glaubhaft agierenden Charakteren.

  21. Cover des Buches Münsters Fall (ISBN: 9783442742776)
    Hakan Nesser

    Münsters Fall

     (117)
    Aktuelle Rezension von: Federfee

    Es ist der 6. Band der Van Veeteren-Reihe, doch diesmal kommt der auf eigenen Wunsch beurlaubte Hauptkommissar nur am Rande vor und in der Actionszene zum Schluss. Es ist Münsters Fall, wie auch der Titel lautet und natürlich begegnen wir auch den anderen Kommissaren aus dem Team, alten Bekannten, wenn man Fan der Reihe ist.

    Auf dem Cover steht 'Roman', aber da es um einen bestialisch Ermordeten  und zwei Verschwundene geht, kann man auch diesen Band getrost als Krimi bezeichnen, in meinen Augen einen der Extraklasse.

    Es gibt zwischen drei Fällen zeitliche und örtliche Verbindungen, aber ob sie wirklich zusammenhängen, ist die Frage, mit der sich das Team monatelang herumplagt. Aber am Ende klären sich alle Fragen - oder etwa nicht? Es ist jedenfalls so gestaltet, dass der Leser das Buch zuklappt und sagt: Boh! Aber mehr darf man nicht verraten.

    Obwohl ein Großteil des Buches aus Ermittlungsgesprächen und gedanklichem Herumwälzen besteht, ist es mir nie langweilig geworden und ich habe mich auch an den Gedanken der Beteiligten über das Leben an sich erfreut. Nicht nur Van Veeteren ist literarisch gebildet und ein 'kleiner Philosoph'. Auch die anderen äußern kluge Gedanken.

    Ich freue mich jedenfalls schon auf den nächsten Band der Reihe: 'Der unglückliche Mörder'.

  22. Cover des Buches Kreuzbube (ISBN: 9783947724024)
    Arno Kerr

    Kreuzbube

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Darryl1208

    Hervorragend geschriebener Krimi, mit glaubwürdiger Handlung und sehr gut ausgearbeiteten, menschlichen Charakteren.
    Aus einem ungeklärten Todesfall in einem Läuterbottich einer Brauerei entwickelt sich im Laufe des Buches ein mehrfaches Tötungsdelikt, das zwar mangels lebenden Verdächtigen nicht völlig aufgeklärt werden kann, aber das tut der Handlung keinen Abbruch. Das Buch ist durchgehend spannend geschrieben in einer angenehmen, gut zu lesenden Sprache.
    Alle Charaktere, auch die weniger wichtigen sind gut genug beschrieben um überzeugend zu sein und die wichtigeren Charaktere sind so detailiert beschrieben, das man sich gut in sie und ihre Probleme einfühlen kann, ohne das man ausgiebig mit für den Roman unwichtigen Charakterstudien genervt wird.
    Die 264 Seiten sind meiner Meinung nach optimale Länge, ich hatte während des Lesens weder das Gefühl "Da hätte der Autor ruhig mehr drauf eingehen können" noch ein "Das kann man auch kürzer fassen". Idealerweise liest man das Buch, wenn man die Zeit hat es in einem Stück zu lesen, für mal eben ein paar Seiten zwischendurch ist es zu spannend.
    Einziges Manko ist das Titelbild, bei dem sich mir nicht der Zusammenhang mit dem Inhalt erschließt, denn die Kreuzkirche in Münster ist es nicht. Ob es der münsterraner Dom ist weiß ich nicht, aber ich denke nein.

  23. Cover des Buches Q (ISBN: 9783862414505)
    Luther Blissett

    Q

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Hypochrisy
    Ein Thriller zwischen Reformation und Inquisition!
    Es ist ein Roman erschienen, von einem Autor, der sich Luther Blissett nennt. Aber wer versteckt sich hinter dem Pseudonym? Wer hat diesen historischen Thriller geschrieben, in dem ein Mann ohne Namen einen Mann mit vielen Identitäten jagt? Als in Italien dieser gewaltige Roman über die Zeit der Reformation erschien, löste er einen Sturm der Begeisterung aus. Denn neben grandioser Unterhaltung gibt er dem Leser ein Rätsel auf: Wer ist Luther Blissett? Die Überraschung war groß, als die Wahrheit ans Licht kam: Vier junge Autoren aus Bologna waren die Urheber dieses mysteriösen Romans. Ihr Ziel: die traditionelle Autorenschaft zu sprengen. Raffiniert umspannt dieser historische Thriller vierzig Jahre im 16. Jahrhundert - vierzig Jahre, die die Welt veränderten. Deutschland ist im Umbruch: Luther und die Wiedertäufer, päpstliche Spione und aufständische Bauern kämpfen um Macht und Vorherrschaft. Vor diesem Hintergrund stehen sich zwei erbitterte Feinde gegenüber: Ein junger Theologiestudent, Anführer der Häretiker, und sein unsichtbarer Feind - Q, der Mann ohne Gesicht, der Statthalter des Papstes, der Verräter ohne Namen. Seine Mission: den Geist der Revolte auszulöschen. Doch die Rebellen kämpfen mit einer unschla gbaren Waffe: der Macht des Wortes.
  24. Cover des Buches Die Frau des Täuferkönigs (ISBN: 9783746629971)
    Michael Wilcke

    Die Frau des Täuferkönigs

     (30)
    Aktuelle Rezension von: FraeuleinVogelfrei
    Ein Temporeicher,spannender und humorvoller Roman.
    Er hat mir ein paar unbeschwerte Lesestunden bereitet.
    Und was erwartet man von einem guten historischen Roman?
    Das man historische Fakten geschickt verwebt mit einer spannenden Geschichte.
    Und genau das ist hier passiert.
    Als Bonus gibt es noch ein Nachwort und Karten von Münster.Und ich liebe alte Karten.
    Herr Wilcke versteht es zu schreiben.Er wechselt sehr gut zwischen den spannenden Szenen und den ruhigen Momenten,die man als Leser braucht.
    Sehr gut die Stadt oder auch die historischen Umstände zu beschreiben.
    Ich mag es.
    Eine hübsche Naschtüte aus Überraschung,Spannung,Humor und einer sehr gut recherchiert Historie,von der man noch was lernen will.
    Was will man mehr?

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