Bücher mit dem Tag "münster"
41 Bücher
- Carsten Sebastian Henn
Der Buchspazierer
(637)Aktuelle Rezension von: Brigitte_SpalinkCarl Kollhoff kommt persönlich vorbei und bringt die bestellten Bücher nach Hause. Seine Kunden sind seine besten Freunde und seine Verbindung zur Welt. Nach einem Schicksalsschlag weiß Carl nicht weiter. Wird er das mit Hilfe seiner Freude, den Büchern und vor allem wegen einem neunjährigen Mädchen diese Hürde überwinden und wieder glücklich sein.
Das Buch zieht einen gleich in seinen Bann und man ist faszinierend von der Geschichte. Der Schreibstil ist unheimlich fesselnd und man mag das Buch gar nicht zur Seite legen. Dieser ältere Carl und die neunjährige Schascha ist ein so ungleiches Pärchen, das es fast schon wieder lustig ist, wie die beiden miteinander umgehen. Dieses Mädchen bringt Carls Leben völlig durcheinander, denn sie weiß was sie will und hat ihren eigenen Kopf. Es ist ein leise Buch, aber es klingt unheimlich lange nach. Es ist ein „MUSS2“ für jeden Buchliebhaber, denn wir lesen hier ein einmalige Geschichte, die ich mir wirklich bildhaft vorgestellt habe. Und da es ja nun auch den Film zu dem Buch gibt, werde ich ihn mir jetzt anschauen. Vergessen kann man das Buch nicht so schnell.
Ich gebe eine unbedingte Leseempfehlung und natürlich 5 Sterne.
Carl Kollhoff kommt persönlich vorbei und bringt die bestellten Bücher nach Hause. Seine Kunden sind seine besten Freunde und seine Verbindung zur Welt. Nach einem Schicksalsschlag weiß Carl nicht weiter. Wird er das mit Hilfe seiner Freude, den Büchern und vor allem wegen einem neunjährigen Mädchen diese Hürde überwinden und wieder glücklich sein.
Das Buch zieht einen gleich in seinen Bann und man ist faszinierend von der Geschichte. Der Schreibstil ist unheimlich fesselnd und man mag das Buch gar nicht zur Seite legen. Dieser ältere Carl und die neunjährige Schascha ist ein so ungleiches Pärchen, das es fast schon wieder lustig ist, wie die beiden miteinander umgehen. Dieses Mädchen bringt Carls Leben völlig durcheinander, denn sie weiß was sie will und hat ihren eigenen Kopf. Es ist ein leise Buch, aber es klingt unheimlich lange nach. Es ist ein „MUSS2“ für jeden Buchliebhaber, denn wir lesen hier ein einmalige Geschichte, die ich mir wirklich bildhaft vorgestellt habe. Und da es ja nun auch den Film zu dem Buch gibt, werde ich ihn mir jetzt anschauen. Vergessen kann man das Buch nicht so schnell.
Ich gebe eine unbedingte Leseempfehlung und natürlich 5 Sterne.
- Hakan Nesser
Der Verein der Linkshänder
(115)Aktuelle Rezension von: Honigmaus3007Ich habe sowohl die Van- Veeteren-Reihe, als auch die Barbarotti-Reihe gelesen und fand alle Bücher echt lesenswert. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass in Der Verein der Linkshänder die beiden zum 1. Mal aufeinander treffen.
Dieses Zusammentreffen findet jedoch erst ziemlich spät statt und nimmt nur wenige Seiten im Anspruch.
Mir hat der Roman sehr gut gefallen. Auch mit den vielen Zeitsprüngen kam ich gut zurecht.
Nur mit dem Ende war ich, wie so ist bei Nesser, nicht so glücklich. In meinen Augen gibt es mindestens eine ziemlich unlogisch Begebenheit, über die ich gerne mit anderen Leswrn sprechen würde :-)
Trotzdem wieder kurzweilig geschrieben.
- Christine Drews
Phönixkinder
(72)Aktuelle Rezension von: ZahirahMit "Phönixkinder" liefert Christine Drews uns nun den 2. Fall für Charlotte Schneidmann und Peter Käfer. Eins muss ich dann auch gleich mal vorweg schicken, dieses Buch hat mir besser gefallen als sein Vorgänger. Selbst meine damalige Kritik in Bezug auf die Darstellung Peter Käfers ist wohl erhört worden. Diesmal wird nämlich ebendieser Peter Käfer als gleichberechtigter Ermittler geschildert. Was der Geschichte auch wirklich gut tat. Die Story selbst ist durch die ständigen Wechsel zwischen den Ermittlern und dem Feuerteufel recht temporeich und spannend. Alle Protagonisten, ob Haupt- oder Nebencharaktere, sind bildhaft dargestellt und überzeugen in ihren jeweiligen Rollen.
Als Fazit kann ich sagen, ist der Autorin eine Steigerung sowohl im Hinblick auf den Krimi-Plot als auch bei der Charakterisierung ihrer Protagonisten im Vergleich zum 1. Teil gelungen. Das gesamte Paket konnte mich diesmal auf alle Fälle besser unterhalten als sein Vorgänger. Ich kann den 2. Serienteil somit auch weiterempfehlen und vergebe diesmal 3.5 von 5 Sterne.
- Iny Lorentz
Flammen des Himmels
(70)Aktuelle Rezension von: BluejayPrimeKlar, hohe Literatur sucht man bei diesen Schreibern eh vergebens, doch die meisten ihrer Bücher sind immerhin unterhaltsam und kurzweilig. Das hier zieht sich über Stunden als Wechsel zwischen völlig an den Haaren herbeigezogener, exzessiver Gewalt und langweiligen, "wir diskutieren mal die historische Lage"-Szenen zwischen den männlichen Charakteren hin. Die Protagonistin ist wie immer die einzige mit Durchblick, unfehlbar, wunderschön und schlau, aber das an sich kennt man ja ebenfalls schon und wäre kein Störfaktor, wären nicht diesmal auch wirklich alle anderen Charaktere absolute Parodien im Stil von Cartoon-Bösewichten, die nur mit ihrer Libido denken und ansonsten nichts zu tun haben. Persönliches Highlight sind Dinge wie "ach, der hat mich zwar mit seinem Kumpel zusammen abgefüllt und missbraucht, aber anfreunden können wir uns ja trotzdem, immerhin hatte der voll die schlimme Kindheit" und "wenn ich der Trulla nur lange genug nachlaufe, wird sie sich schon irgendwann in mich verknallen, richtig?", zusätzlich zu der Szene, wo die Protagonistin den nackten Körper ihres missbrauchten jüngeren Bruders (im Teenageralter) bespannert und Vermutungen über seinen Penis anstellt. Was zum Teufel bin ich lesend?
Das Thema "Inquisition" ist in seiner Aufarbeitung hier eine böswillige Karikatur, die mit historischer Realität kaum etwas zu tun hat. "Sauber recherchiert" sind hier nur die ganz, ganz groben Fakten, die man in ihrer Form so auch auf Wikipedia nachlesen kann. Man kann es lesen, um sich drüber lustig zu machen, aber dafür würde ich eher empfehlen, das Buch aus der Bücherei oder einem Bücherschrank zu angeln, anstatt Geld dafür auszugeben. - Janette John
Per Deadline Mord
(16)Aktuelle Rezension von: TrikerinCover:Das passt zum Buchtitel.Die Spritze im Vordergrund sagt schon aus,dass es etwas mit Medizin zu tun hat
Zum Inhalt:Heidelberg:2001 stirbt eine junge Mutter weil sie kein Spenderherz bekommen konnte. Sie hinterläßt einen Ehemann und 2 kleine Kinder.Konstanz 14 Jahre später:Eine junge bildschöne Frau stürzt vom Münster.War es Selbstmord? Oder würde sie gestossen?Die Polizistin Nadine Andres und ihre Kollegen ermitteln in dem Fall.2 ähnlich gelagerte Fälle kommen zutage.Die Frauen sind bildschön und rothaarig.Die Fälle sehen zwar unterschiedlich aus aber die Ermittler suchen Verbindungen.Bei den Recherchen stoßen sie auf die Firma ELA Transplant.Diese hat sich das Ziel gesetzt ,Menschen die auf ein Spenderorgan angewiesen sind schneller zu versorgen.Daraufhin wird Nadine Andres verfolgt und überfallen.Der Täter droht ihr.Sie soll mit den Ermittlungen aufhören.Dem Team wird schnell klar,dass sie in ein Wespennest gestochen haben.Sie sind Organhandel auf der Spur.Organisiertes Verbrechen im großen Stil.Das Team ackert sich durch ein Labyrint aus Lügen und Betrug.Sie kommen in sehr gefährliche Situationen.
Mein Eindruck:
Ein aufwühlendes Buch.Man wird nachdenklich.Hoffen wir daß solch eine kriminelle Energie keine Chance hat.Es ist flüssig und gut geschrieben.Sehr gut recherchiert.Aber für einen Thriller hätte ich mir mehr Spannung gewünscht.Für mich war es ein sehr guter Krimi.Langeweile kommt nicht auf.Mir hat es aber sehr gut gefallen.Es ist lesenswert.Dafür 4 Sterne
- Ralph F. Wild
24 Stille Nacht
(10)Aktuelle Rezension von: Booky-72
Geburtstag am Tag des Herrn. Das ist nicht erlaubt, dieser Tag ist „IHM“ vorbehalten. Und so mordet einer schon seit Jahren immer an diesem Tag. Seine Opfer sind die „Sonnenkinder“, die eben am 24.12. geboren sind.
Auch der Protagonist Lothar ist so ein Sonnenkind, seine Kindheit war nicht schön, er wurde nicht geliebt und ins Internat abgeschoben. Doch auch da wurde er sehr schlecht behandelt. Wird er dadurch zum Mörder und ist das eine Entschuldigung?
Drei sympathische Ermittler versuchen schon seit dem ersten Fall, Licht in die Sache zu bringen und wollen nun endlich Erfolg haben. Dabei ist mir die Liebesgeschichte zwischen Veggie und Stefan allerdings zu übertrieben dargestellt.
„Kein Kind ist von Grund auf böse“. Dieser markante Satz aus dem Buch sagt wohl einiges aus, vor allem über den Mörder, was auch mal zum Nachdenken anregen wird. 4 Sterne mit Weiterempfehlung für Krimifans, die keinen 08/15-Fall erwarten.
- Frederike Labahn
Lametta, Lichter, Leichenschmaus
(13)Aktuelle Rezension von: buecher_t1naDieses Buch mit 24 weihnachtlichen Krimis hatte ich schon in 2022 angefangen, kam aber dann nicht mehr dazu, es weiter zu lesen. 2023 habe ich dort weitergemacht, wo ich aufgehört hatte.
24 weihnachtliche Kurzgeschichten von verschiedenen Autoren klingt erstmal gut. Die ersten paar Geschichten fand ich auch auf ihre morbide Art lustig, aber entweder ich hatte an die ersten Geschichten eine falsche Erinnerung oder mein Geschmack hat sich geändert…
Je mehr es auf den 24.ten ging, desto merkwürdiger fand ich die Geschichten. Teilweise saß ich da und war mir gar nicht sicher, ob ich verstanden habe, was ich gelesen hatte…
Fazit ist, ich hatte schon mal Kurzgeschichten gelesen, diese waren aber von derselben Autorin. Schon da meinte ich, dass Kurzgeschichten vielleicht nichts für mich sind. Und nun waren es auch noch in einem Buch unterschiedliche Autoren. Somit war meiner Meinung nach auch der Schreibstil/Erzählstil nach jedem Kapitel eben anders. Was natürlich ist, da 24 Autoren - aber ich konnte mich nicht daran gewöhnen.An sich mag ich Krimis, ich denke aber ich bleibe pro Buch bei einem Autor :D
- Astrid Fritz
Der Totentanz zu Freiburg
(34)Aktuelle Rezension von: wampyBuchmeinung zu Astrid Fritz – Der Totentanz zu Freiburg
Der Totentanz zu Freiburg ist ein historischer Kriminalroman von Astrid Fritz, der 2022 bei Rowohlt Taschenbuch erschienen ist.
Zum Autor:
Astrid Fritz studierte Germanistik und Romanistik in München, Avignon und Freiburg. Als Fachredakteurin arbeitete sie anschließend in Darmstadt und Freiburg und verbrachte mit ihrer Familie drei Jahre in Santiago de Chile. Astrid Fritz lebt in der Nähe von Stuttgart.Zum Inhalt:
September 1419: Armenapothekerin Serafina und Stadtarzt Adalbert Achaz sind glückliche Eltern der einjährigen Kathrin. Serafinas Sohn Vitus ist als Schausteller in der Stadt und gerät unter Mordverdacht, als ein angesehener Kaufmann ermordet wird.
Meine Meinung:
Auch bei diesem Buch konnte und musste ich mit Serafina und Adalbert mitfiebern. Vitus, Serafinas Sohn, gerät unter Mordverdacht und wird von Serafina und Adalbert versteckt, weil sie zurecht glauben, dass die öffentlichen Ermittlungen ein feststehendes Ergebnis haben. Also muss sich das Ehepaar selber kümmern.Serafina und Adalbert sind wie immer sympathische Figuren, deren enge Verbindung jederzeit spürbar ist. Sie ermitteln emsig und ideenreich und mit unerwarteter Unterstützung können sie Vitus in Sicherheit bringen. Lange Zeit agiert Serafina ungewohnt zurückhaltend, aber als sie auf eine heiße Spur stößt vergisst sie alle Vorsicht, folgt ihrem Herzen und gerät in große Gefahr.
Die meisten Figuren haben nur wenig Grautöne, insbesondere Serafinas dauerhafter Gegenspieler Schneehas ist ein unangenehmer Zeitgenosse. Trotzdem überraschen einige Figuren mit unerwarteten Taten. Der Schreibstil ist emotional und informativ zugleich und lässt sich angenehm weg lesen. Die besondere Stärke des Romans liegt aber in der Schilderung des historischen Umfelds und des alltäglichen Lebens zu jener Zeit. Unauffällig und ohne den Handlungsfluss zu stören werden dem Leser jede Menge Informationen präsentiert, die das Handeln der Figuren nachvollziehbar und glaubwürdig machen. Manchmal glaubte ich direkt vor Ort zu sein.
Nach ruhigem Start bleibt die Spannung bis zum Showdown auf hohem Niveau. Die Auflösung ist vollständig und nachvollziehbar.
Fazit:
Ein überzeugender historischer Kriminalroman mit leichten Schwächen in der Figurenzeichnung, der aber mit seinem Schreibstil und vielen historischen Details punktet. Den Titel bewerte ich mit sehr guten vier von fünf Sternen (85 von 100 Punkten). Gerne spreche ich eine Leseempfehlung für dieses Buch aus, das mich in die alte Zeit abtauchen ließ und mich sehr gut unterhalten hat. - Andreas Eschbach
Freiheitsgeld
(118)Aktuelle Rezension von: blackburniousMit Freiheitsgeld liefert Andreas Eschbach erneut einen hochaktuellen, intelligent konstruierten Zukunftsthriller, der seine Stärken weniger in futuristischen Technologien als vielmehr in sozialen, politischen und moralischen Fragen entfaltet. Der Roman führt ins Jahr 2064, in eine Gesellschaft, die sich vollständig auf digitale Systeme, Robotik und ein bedingungsloses Grundeinkommen stützt – das titelgebende Freiheitsgeld. Doch schnell zeigt sich: Es reicht kaum zum Leben und dient eher der Kontrolle als der Freiheit.
Eschbach skizziert eine beklemmende Zukunft, die erschreckend real wirkt: strenge Zoneneinteilungen, totale Überwachung, digitalisierte Währungen und eine elitäre „Oase“ für die Reichen. Gleichzeitig gelingt es ihm, einen spannenden Kriminalfall um den Tod des früheren Kanzlers Havelock und dessen Urenkelin zu verweben.
Der Roman überzeugt durch glaubwürdige Figuren, gesellschaftliche Relevanz und meisterhaft aufgebaute Spannung. Freiheitsgeld ist Social Fiction im besten Sinne – unterhaltsam, nachdenklich stimmend und beunruhigend plausibel. Ein starker Eschbach, der lange nachhallt.
- Matthias Sachau
Mit Flipflops ins Glück
(40)Aktuelle Rezension von: karin66Der Titel und das Cover des Buches haben mich sofort angesprochen. Ich hatte schon einmal ein anderes Buch von dem Autor gelesen und mich so auf das neue Buch gefreut.
Der Schreibstil ist locker, leicht und angenehm zu lesen.
Nina, ist gerade Ende zwanzig und mit ihrem Freund Sami schon längere Zeit zusammen. Dieser bekommt ein tolles Jobangebot in Brasilien, so dass sich Nina entscheiden muss, ob sie ihm dorthin folgen wird.
Gleichzeitig trifft sie nach langer Zeit wieder auf ihrer Jugendliebe Gero und dieser lässt sich nicht kalt. Sie steckt nun in einer Zwickmühle.
Doch mehr möchte ich an dieser Stelle von den Geschehnissen nicht verraten.
Ein sehr seichter Roman, der mit seinen 200 Seiten recht schnell gelesen wird. Doch fehlt es insgesamt an Spannung, Humor und Witz. Das Buch plätschert so vor sich hin und ich muss gestehen, dass ich mir mehr erwartet hatte. Es hat mich irgendwie nicht umgehauen. Schade.
- Svenja Lassen
Muschelträume
(140)Aktuelle Rezension von: Leseeule79Ich freue mich, dass ich die Reihe endlich begonnen habe. Ich hatte wunderschöne Lesestunden und konnte beim Lesen das Meer riechen und das Rauschen der Wellen hören. 🌊🏖
Nora ist mir total sympathisch und die Geschichte passt auch perfekt zum Titel und dem wunderschönen Cover. 😍
In dem Buch sind sehr schöne Zitate, besonders hat mir das Zitat von Seite 149 gefallen. 🥰
GENIEẞE DEN AUGENBLICK, DENN DER AUGENBLICK IST DEIN LEBEN. - Christine Drews
Denn mir entkommst du nicht
(61)Aktuelle Rezension von: AniAntonio Gomez entdeckt bei seiner abendlichen Joggingrunde eine grausam zugerichtete Frau, die an ihren Verletzungen stirbt. Zu seinem großen Entsetzen kennt er die Frau aus seiner Vergangenheit. Antonio meldet den Fund anonym und hofft, dass er unerkannt bleibt. Denn nichts wäre für ihn schlimmer, als seine Frau in seine kriminelle Vergangenheit, mit der er längst abgeschlossen hat, einzuweihen. Charlotte Schneidmann und Peter Käfer werden mit den Ermittlungen betraut. Diese führen sie ins Rotlichtmilieu. Doch Charlotte hat schon bald den Verdacht, dass der grausame Mord ein ganz anderes Motiv haben könnte....
"Denn mir entkommst du nicht" ist bereits der vierte Fall, in dem die Kommissare Charlotte Schneidmann und Peter Käfer ermitteln. Man kann den aktuellen Ermittlungen aber auch dann folgen, wenn man noch keinen Teil der Serie gelesen hat, da wichtige Hintergrundinformationen in die Handlung einfließen.
Der Einstieg ins Geschehen gelingt mühelos, denn die Autorin versteht es hervorragend, bereits am Anfang das Interesse an der Handlung zu wecken. Diese wird aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Man beobachtet Antonio Gomez, der versucht, nicht mit der toten Frau in Verbindung gebracht zu werden, aber immer weiter in gefährliche Situationen verwickelt wird. Er wirkt sehr sympathisch und glaubwürdig, sodass man gemeinsam mit ihm überlegt, wer versuchen könnte, ihm den Mord anzulasten. Außerdem nehmen natürlich die Ermittlungen der beiden Kommissare einen Großteil der Handlung ein. Die Ermittlungen wirken authentisch und deshalb kann man sich ganz auf die Suche nach dem Täter und seinem Motiv einlassen.
Allzu zartbesaitet sollte man beim Lesen nicht sein, denn der Killer geht mit seinen Opfern nicht gerade zimperlich um und Christine Drews beschreibt die Verletzungen so realistisch, dass man schon beinahe meint, die entsprechenden Szenen vor Augen zu haben. Die Spannung setzt früh ein, kann durchgehend gehalten werden und sich zum Ende hin sogar stetig steigern. Bis zum Schluss ist nicht klar, wer der Täter ist. Das Ganze gipfelt in einem gnadenlos spannenden Finale, das man gebannt verfolgt, um dann festzustellen, dass es einen fiesen Cliffhanger gibt, der dafür sorgt, dass man sofort weiterlesen möchte.
Spannende Ermittlungen für Charlotte Schneidmann und Peter Käfer. Der Cliffhanger am Ende sorgt dafür, dass man sofort zum nächsten Teil greifen möchte. - Lene Jansen
In Richtung Stoppelfelder
(55)Aktuelle Rezension von: Stephanie14Ohje ist diese Geschichte schön. So emotional. Ich habe mehrmals geweint weil es mich so mitgenommen hat und während ich diese Rezi gerade schreibe, geht es mir wieder so, weil sie mich so beeindruckt hat. Die Sprecherin hat der Geschichte richtig leben eingehaucht und ich könnte die Geschichte noch mehr fühlen.
Jule sitzt in einem Zug auf den Weg zur Beerdigung ihrer besten Freundin. Sie erzählt von ihrer tiefen Freundschaft und was der Tod mit ihr gemacht hat. Sie hat es so getroffen das sie Panikattacken hat und auch im Zug eine erleidet ( ganz Klasse von der Sprecherin, ich habe sie gefühlt) .
Alles nicht genug, trifft sie auf ihren Ex, mit dem sie sich nie ausgesprochen hat.
- Thorsten J. Pattberg
Die Lehre vom Unterschied
(7)Aktuelle Rezension von: Buchherz13Solster Paux möchte nach der Schule eigentlich studieren, doch seine Eltern weigern sich vehement gegen diesen Schwachsinn. Stattdessen haben seine Eltern einen besseren Plan für Solsters Zukunft: Er soll, genau wie sein Bruder Phillip, bei der Staatsanwaltschaft Münster eine Stelle annehmen. Als Solster dort seine neue Stelle als Schreibkraft annimmt, muss er schnell feststellen, dass die Arbeit als Beamter nicht seinem Freigeist entspricht.
Schnell entwickelt sich in der Gruppe rund um Solster Paux ein gefährliches Rollenspiel in einer Parallelwelt. Der innovative junge Mann möchte die Welt ändern und stößt dabei auf die Grenzen der starren Staatsmacht. Schnell wird sein Arbeitsleben zur Hölle und Solster sieht keinen anderen Ausweg, als den Kampf gegen die Meister der Rede auf sich zu nehmen. Doch dieser Kampf verändert sein ganzes Leben und alles, was Solster zu wissen gemeint hat.
Meine Meinung
Die Lehre vom Unterschied ist eine Art düsterer Krimi über den Konflikt zwischen den innovativen Bestrebungen eines jungen Mannes und den starren Mustern des Justizapparates. Das Buch ist wie ein klassisches Drama geschrieben und umfasst neben dem Prolog vier Akte. Abwechselnd erzählen die Brüder Solster und Phillip Paux von ihrem Arbeitsleben bei der Staatsanwaltschaft in Münster. Auch die Wortwahl und Schreibweise erinnert stark an die klassischen Werke, weswegen das Buch keine leichte Lektüre ist. Zusätzlich finden sich noch einige Abschnitte zu philosophischen sowie soziologischen Ansätzen, welche die Lehre vom Unterschied und den Kampf gegen die Meister der Rede begleiten.
Der Hauptcharakter Solster erschafft sich eine Parallelwelt, um seinem deprimierenden und aussichtlosen Leben als Schreibkraft in der Justiz zu entrinnen. Dort wird er als ungeeignet, inkompetent und aufmüpfig eingestuft. Weswegen ihm seine Vorgesetzten das Leben zur Hölle machen. Doch Solster schlägt zurück und erschafft mit seiner Parallelwelt voller Fabelwesen wie Rittern und Ungeheuern ein Ventil für seinen Freigeist. Dadurch wird die Justiz zum Schauplatz dramatischer und blutrünstiger Kämpfe zwischen Innovation und konservativen Regeln, zwischen Gut und Böse und zwischen Solster und seiner Vorgesetzen.
Damit spricht der Autor ein wichtiges Thema an und zwar, dass viele Menschen sich gegen Neuerungen in ihrem Leben wehren und diese nicht annehmen. Doch dadurch wird der Fortschritt erschwert und notwendige Innovationen behindert. Das ist etwas, was sich auch in der Realität oft wiederfindet und an dem unsere Gesellschaft noch arbeiten sollte.
Mit den Charakteren konnte ich mich nur schwer identifizieren, da sie mehr als Symbole für den Kampf zwischen Zukunft und veralteten Mustern zu sehen sind, den als richtige Menschen. Außerdem kam ich am Anfang ziemlich durcheinander damit, wer Philipp und Solster sind. Besonders das Ende der Geschichte war sehr spannend und hat mich wirklich überrascht, da es gleich mehrere unerwartete Wendungen bietet.
Fazit
Die Lehre vom Unterschied von Thorsten J. Pattberg ist eine Art gesellschaftskritischer Krimi, der durch den permanenten Kampf zwischen der innovativen Jugend und den starren älteren Beamten in einer erdachten Parallelwelt eine düstere Stimmung aufbaut. Der Roman ist durch seine Form des klassischen Dramas keine leichte Lektüre und eine Verbindung zu den Charakteren konnte ich nur schwer entwickeln. Das Ende des Buches ist unglaublich spannend und bietet einige überraschende Wendungen. - Christine Drews
Rachefolter
(52)Aktuelle Rezension von: TrikerinZum Inhalt:
Der 17 jährige Max Wenke wird im Keller des Elite Internats auf Schloss Lemburg tod aufgefunden. Eine grausame Art zu sterben. In einem Folterinstrument aus dem Mittelalter. Charlotte Schneidmann und Peter Käfer ermitteln in diesem bizarren Fall. Im Internat stoßen sie auf schweigsame Schüler und Lehrer. Keiner will so recht etwas sagen. Gibt es ein Geheimnis im Internat? Die Kommissare müssen tief graben um die dunklen Seiten aufzudecken. War es Selbstmord oder ein Unfall oder ein schrecklicher Mord?
Meine Meinung:
Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Viel persönliches von den Ermittlern .Schülern und Lehrern. Das gefiel mir sehr gut. So kann man den einzelnen Menschen etwas verstehen. Ich war mitten in der Geschichte und bin gut reingekommen. Schnell gelesen da ich sehr neugierig war wie es weiter geht.Ein Internat für die "Elite"? Tja ihr werdet es lesen und selbst entscheiden!
Fazit:
Äußerst brutal und blutig. Nichts für Zartbesaitete.
Lesenswert , absolut
Dafür 5 Sterne
- Thomas Frings
Aus, Amen, Ende?
(3)Aktuelle Rezension von: peedeeThomas Frings ist seit 1987 Priester und von 2009 war er als Pfarrer in Münster tätig. Nach dreissig Jahren Pfarrberuf war für den Autor vorerst Schluss – es war „Zeit für eine révision de vie“. Durch die Amtsniederlegung und seinen Rückzug in ein Kloster erlangte er nationale Bekanntheit. Ist nun alles aus?
Erster Eindruck: Das Cover mit dem Foto des Autors ist schlicht, durch den plakativen Titel jedoch sehr auffällig. Gefällt mir gut.
Ich interessiere mich sehr für Glaubensthemen und dabei insbesondere für Erfahrungsberichte. Da hat mich der provokative Titel natürlich gleich angesprochen. Nicht nur der Titel ist auffallend, sondern auch die einzelnen Kapitel sind es, wie z.B.: „Berufen oder verdammt zur Hoffnung?“; „O Gott, mein Kind will Priester werden!“ oder auch „Christ ist man am Sonntag um zehn.“
Dem Autor ist es wichtig, zu betonen, dass es sich hier nicht um eine wissenschaftliche Arbeit handelt, sondern er über seine persönlichen Erfahrungen und Beobachtungen berichtet.
Thomas Frings stellt unwahrscheinlich viele Fragen, die mich als Leser sehr zum Nachdenken gebracht haben, z.B.:
- „Was vermag jemand bei uns entdecken, für das wir längst betriebsblind geworden sind?“
- „Ist es nicht verwunderlich, dass erst dann über notwendige Veränderungen nachgedacht wird, wenn entweder kein Geld oder kein Mensch mehr da ist?“
- „Was aber sind die Chancen der bisherigen Katechese, die es zweifelsohne gibt?“
Während dreissig Jahren im Beruf (oder in der Berufung) erlebt man allerlei Veränderungen. Aber auch in der Kirche? In einer Kirche, in der die Abläufe seit so vielen Jahren gleich sind? Wie schnell kann sich eine Kirche eigentlich ändern? Soll sie es überhaupt? Mich haben die zitierten Zahlen über die aktiven Kirchgänger sehr überrascht – ich hätte nicht gedacht, dass die so tief sind. Im April 2016 hat Thomas Frings seinen Abschiedsgottesdienst gestaltet und im Februar 2017 ist das Buch erschienen. Gemäss Informationen im Internet (Juli 2018) hat der Autor im Sommer 2017 seinen Aufenthalt im Kloster beendet und ist in den Dienst des Bistums Münster zurückgekehrt. Ich finde den Entscheid von Thomas Frings, sich ins Kloster zurückzuziehen, sehr mutig. Und da er wieder zurückgekommen ist, zeigt sich auch, dass dieser temporäre Rückzug für ihn das absolut Richtige war.
„Ich sage Aus und Amen, aber eben nicht Ende. Denn ich liebe diese Kirche.“ - Hans Leyendecker
Die Korruptionsfalle
(3)Aktuelle Rezension von: HoldenLeyendecker berichtet uns aus der um sich greifenden und flächendeckenden Korruption, die vor keiner Branche und keiner Gesellschaftsschicht halt macht. An manche der ganz bekannten Fälle (zB Mannesmann-Vodafone) konnte man sich noch erinnern, nach 20 Jahren wäre eine aktualisierte Neuauflage wünschenswert. Daß in Deutschland bei diesen Zuständen überhaupt noch "was läuft"! Grotesk, was da abgelaufen ist, wie dreist und selbstüberzeugt die Betreffenden vorgegangen sind. Leider kann man keine Partei ausnehmen, auch nicht die selbst favorisierte. Irgendwie denkt man doch, daß das Ganze eher in den Großstädten und den Metropolregionen stattgefunden hat, aber die größeren Unternehmen in unserer Provinz hier (v.a. die Entsorgungsbetriebe) sieht man jetzt auch mit anderen (mißtrauischen) Augen. H.L. ist uns bei unserer Pragfahrt mit der Referendars-AG 2002 in zwei Tagen mindestens drei Mal über den Weg gelaufen. Entscheidungsträger, hört den Autor!
- Maria Rhein
Der Werwolf von Münster
(49)Aktuelle Rezension von: Igelmanu66»Als ich Mutter fand, habe ich diesen Zettel in ihrer Nähe entdeckt.« Johanna reichte Katharina ein zerknittertes Blatt Papier. Es war unverkennbar die herausgetrennte Seite eines Buches. Eine Stelle war markiert: »Ich weiß, wo du wohnst, da, wo der Thron des Satans ist.«
1874, im damals beschaulichen Münster. Ein Serienmörder treibt sein Unwesen, richtet seine Opfer grausam zu und hinterlässt bei ihnen geheimnisvolle Nachrichten.
Heinrich Maler von der preußischen Geheimpolizei ist eigentlich mit einem ganz anderen Auftrag vor Ort. Er soll den als Bedrohung empfundenen Bischof ausspionieren und möglichst einen Grund finden, den verhassten Katholiken aus dem Weg zu schaffen. Doch Heinrich, in seiner Seele ein aufrichtiger Polizist, setzt sich engagiert auf die Fährte des „Werwolfs“…
Dieses Buch hat mich in Teilen gut unterhalten, in Teilen aber auch enttäuscht. Der geschichtliche Hintergrund rund um den Kulturkampf in Münster ist ohne Zweifel hochinteressant und hätte gern im Buch noch einen größeren Umfang einnehmen dürfen. Auch die Abschnitte, die sich mit dem damals aufkommenden Spiritismus beschäftigen, habe ich mit großem Interesse gelesen.
Auf der anderen Seite fand ich schon recht früh offensichtlich, wer der Täter ist und seinen Auftritten fehlte leider das gewisse Etwas, das Serienmörder sonst oft umgibt. So wirkte er auf mich trotz seiner Taten nicht sehr beeindruckend. Zudem empfand ich einige Längen, die durch die zu umfangreiche Schilderung der Liebesgeschichte inclusive detaillierter Sexszenen zwischen Heinrich und einer jungen Frau entstanden. Es wäre ja noch in Ordnung gewesen, wenn das Buch ordentlich dick gewesen wäre, aber so passte das Ganze vom Umfang her schlicht nicht zusammen.
Das Ende vom Buch schließlich kam dann ein wenig zu flott und wirkte speziell auf den letzten Seiten nicht rund. Auch hier drängte sich der Verdacht auf, dass dem Happy End der Liebesgeschichte die höchste Priorität eingeräumt wurde. Sehr schade.
Fazit: Sehr interessanter Ansatz, aber hier wurde zugunsten einer Liebesgeschichte Potential verschenkt.
- Arno Kerr
Kreuzbube
(17)Aktuelle Rezension von: clematisKriminalhauptkommissar Friedrich von Coes tritt nach einem tödlichen Schuss und einer darauf folgenden mehrmonatiger Pause nun am zweiten April wieder den Ermittlungsdienst in der Ersten Kriminalinspektion der Polizei Münster an. Während er noch einen ruhigen ersten Tag verbringt - abgesehen davon, dass man ihm und Kollegen Dirk Grimm eine Azubine, Hannah Wolkenstein, aufs Aug drückt - läutet am nächsten Tag schon Frühmorgens das Telefon und holt von Coes zu einer Leiche in der Brauerei Blankenburg.
Sehr ruhig lässt sich dieser Kriminalroman an und strahlt damit eine angenehme Gelassenheit aus, die den tatsächlichen Fall nur noch mehr unterstreicht. Ein angesehener Brauereibetrieb, Seilschaften innerhalb der „gehobenen Münsteraner Gesellschaft“ und gut gehütete Familiengeheimnisse bilden eine solide Basis für spannende Ermittlungsarbeiten. Dazwischen lernen wir von Coes auch von seiner privaten Seite kennen, wodurch sein Wesen noch besser verständlich wird, mit seiner Tochter Anne bildet der Witwer ein sympathisches Gespann. Aber auch Dirk Grimm und Bernd Brockmann kann man sich bald gut vorstellen, sodass das Tüfteln rund um den Toten im Kessel abwechslungsreiche Unterhaltung bietet. Trockener Humor trifft auf Schlagfertigkeit, das eingespielte Team leistet trotz – oder gerade durch – die Neue hervorragende Arbeit, die einzelnen Tage vom 2. bis zum 10. April verfliegen im Nu. Auch wenn noch ein wenig Distanz zu verspüren ist bei den Münsteranern, so bin ich doch neugierig darauf, wie es hier weitergeht.
Ein logisch durchdachter Kriminalfall, der mit einer bewundernswerten Ruhe zu aller Zufriedenheit gelöst wird.
Titel Kreuzbube
Autor Arno Kerr
ASIN B08N6WGT1X
Sprache Deutsch
Ausgabe ebook, ebenfalls erhältlich als Taschenbuch (264 Seiten)
Erscheinungsdatum 10. November 2020
Verlag Mediathoughts
Reihe Friedrich von Coes ermittelt
- Silvia Stolzenburg
Ulm - Trilogie: Das Erbe der Gräfin / Die Heilerin des Sultans / Die Launen des Teufels
(2)Aktuelle Rezension von: UweGriessmannDie Plots:
»Die Launen des Teufels« - Die Tochter des Glockengießers liebt den Lehrling ihres Vaters. Doch dem skrupellosen Mann sind seine Ziele wichtiger. Er will Anabel als willenlose Schachfigur einsetzen, um seine Ziele zu erreichen. Eines davon ist, ein ehrbares Mitglied im Stadtrat zu werden, der den Bau des Ulmer Münsters teilweise sehr skeptisch betrachtet. Und so bleibt es nicht aus, dass in diesem Roman gnadenlos taktiert und gewissenlos gemeuchelt wird. Als wäre das nicht genug, beginnt auch noch eine jahrelange Pestilenz.
»Der Erbe der Gräfin« - Die Geschichte setzt nicht nahtlos am Vorgänger an, sondern beschreibt eine Generation später das Leben von Wulf Steinhauer, dem »Sohn« der Protagonisten aus »Die Launen des Teufels«. Doch er ist kein leibliches Kind, sondern ein Adoptivkind mit »blauem Blut«. Wulf, der das alles noch nicht weiß, ist ein guter Steinmetzlehrling (eher ein begnadeter Künstler). Er kommt nach Ulm, um am Bau des Münsters mitzuarbeiten. Dort verliebt er sich in die Tochter des Baumeisters. Damit beginnen auch in diesem Werk die Probleme. Wie schon im ersten Teil kennen die Antagonisten keinerlei Skrupel, ihre Ziele durchzusetzen. Auch die Pest hat immer mal wieder ein Wort mitzureden, wenn es um das Ende eines Lebens geht.
»Die Heilerin des Sultans« - Die Geschichte spielt in der nächsten Generation. Der Sohn von Wulf Steinhauer züchtet Pferde. Im Orient soll es die besten Rösser geben, die viele Münzen Gewinn versprechen. Also begibt sich Falk von Katzenstein auf eine gefährliche Reise. Begleitet wird er von einem netten Onkel, der aber nur eines will: Falks komplettes Vermögen. Währenddessen wird eine junge Frau in den Harem des Sultans verkauft. Dort wird sie unter anderem in der Heilkunst unterrichtet. Ihre Lehrerin stellt fest, dass Sapphira eine besondere Gabe besitzt, und bildet sie zu ihrer Nachfolgerin aus. Klar, dass sich Falk und Sapphira ineinander verlieben. Auch, wenn auf dieser illegitimen Liebe die Todesstrafe steht.
Die Charaktere:
Die Hauptprotagonisten, ob gut oder böse, sind in allen drei Werken sehr gut ausgearbeitet. Lesende können sich gut in sie hineinversetzen, leiden mit ihnen, wenn die Antagonisten skrupellos ihre Interessen vorantreiben. In Einzelfällen sind die Bösen allerdings etwas stereotyp geraten. Dies stört den Lesefluss - und damit das Lesevergnügen - in keiner Hinsicht!
Die Historie:
In den Anhängen schreibt die Autorin, dass sie z.B. den Bau des Ulmer Münsters um ein paar Jahre vorverlegt hat. Des Weiteren stimmen auch ein paar andere historische Fakten nicht 100%ig. Es handelt sich jedoch um Romane, in denen Fakten mit Fiktion verwoben werden. Das ist vollkommen legitim, zumal dies ja in den meisten Fällen damit begründet werden, dass es zuerst darauf ankommt, Lesende zu unterhalten. Gewissenhafte und umfangreiche Recherchen zeichnen die Werke dennoch aus. Sei es über den Bau des Münsters, über die Pest, über das Venedig des frühen 15. Jhd. oder über Sultan Bayezid I. Dies sind nur ein paar wenige Beispiele. Gelungen!
Zusammenfassung:
Mit der Ulm Trilogie entführt Silvia Stolzenburg die Lesenden über 1.600 eBook-Seiten in das ausgehende Mittelalter. Obwohl ich eigentlich kein Freund von Liebesromanen bin, hatten mich alle drei Romane in den Bann gezogen.
Dies lag daran, dass eben nicht (nur) die übliche Story (reiche Frau liebt armen Mann oder reicher Mann liebt arme Frau, egal, irgendwer hat immer etwas dagegen) erzählt wurde, sondern mit Pest, Intrigen und erzählerisch gelungenen Wendungen, interessante Geschichten entstanden sind. Ebenfalls trugen unter anderem die bildhafte Sprache, die aufwendige Recherchearbeit, und die durchweg hohe Spannung dazu bei, dass ich trotz Zeitmangels relativ schnell mit dem digitalen »Wälzer«, der als Urlaubslektüre gedacht war, durch war. Wobei ICH unbedingt die gebundenen Ausgaben empfehle, da ich häufig zurückblättere, um noch mal etwas nachzulesen.
Nun bleibt mir nur noch die Verteilung der Sternchen. Für diese gelungenen und lesenswerten Bücher gibt es - ohne wenn und aber - die Höchstzahl.
Danke für ein paar spannende Wochen.
- Nora Gantenbrink
Verficktes Herz
(23)Aktuelle Rezension von: HoldenEin aufregendes Debüt einer vielversprechenden Nachwuchsschriftstellerin: In "Fucked heart" werden Leben und Lieben der Twentysomethings abgebildet, häufig tieftraurig wie nicht enden wollender Liebeskummer, dem man sich nur tanzend-trinkend entziehen kann, oder die Geschichte vom "Rö" (meine Lieblingsgeschichte übrigens), kennt nicht jeder jemanden wie ihn in seinem Bekanntenkreis? Der Abschnitt über die drei Frauen mit Liebeskummer, die nicht wissen, wie sie damit fertigwerden sollen, hat mich an "Liegen lernen" von Frank Goosen erinert, nur dort aus männlicher Perspektive. Und die beiden letzten Geschichten fand ich etwas schlechter, aber insgesamt hat das leider zu kurze Büchlein mich in einen Leserausch versetzt. Bitte mehr davon! - Luther Blissett
Q
(27)Aktuelle Rezension von: HypochrisyEin Thriller zwischen Reformation und Inquisition!
Es ist ein Roman erschienen, von einem Autor, der sich Luther Blissett nennt. Aber wer versteckt sich hinter dem Pseudonym? Wer hat diesen historischen Thriller geschrieben, in dem ein Mann ohne Namen einen Mann mit vielen Identitäten jagt? Als in Italien dieser gewaltige Roman über die Zeit der Reformation erschien, löste er einen Sturm der Begeisterung aus. Denn neben grandioser Unterhaltung gibt er dem Leser ein Rätsel auf: Wer ist Luther Blissett? Die Überraschung war groß, als die Wahrheit ans Licht kam: Vier junge Autoren aus Bologna waren die Urheber dieses mysteriösen Romans. Ihr Ziel: die traditionelle Autorenschaft zu sprengen. Raffiniert umspannt dieser historische Thriller vierzig Jahre im 16. Jahrhundert - vierzig Jahre, die die Welt veränderten. Deutschland ist im Umbruch: Luther und die Wiedertäufer, päpstliche Spione und aufständische Bauern kämpfen um Macht und Vorherrschaft. Vor diesem Hintergrund stehen sich zwei erbitterte Feinde gegenüber: Ein junger Theologiestudent, Anführer der Häretiker, und sein unsichtbarer Feind - Q, der Mann ohne Gesicht, der Statthalter des Papstes, der Verräter ohne Namen. Seine Mission: den Geist der Revolte auszulöschen. Doch die Rebellen kämpfen mit einer unschla gbaren Waffe: der Macht des Wortes.























