Bücher mit dem Tag "mütter"
114 Bücher
- John Boyne
Der Junge im gestreiften Pyjama
(2.388)Aktuelle Rezension von: Gina_1234Manchmal gibt es Bücher, die einen so sehr in ihren Bann ziehen, dass der Alltag komplett in den Hintergrund rückt. "Der Junge im gestreiften Pyjama" war für mich so ein Fall – das typische „nur noch ein Kapitel“-Buch. Obwohl ich eigentlich überhaupt keine Zeit hatte, musste ich es in einem Rutsch durchlesen. Ich konnte Bruno einfach nicht allein lassen. 📖⏳
Warum mich dieses Buch erschüttert hat:
Naivität trifft auf Grausamkeit: Durch Brunos unschuldige Augen auf die Schrecken des Holocausts zu blicken, ist fast unerträglich. Besonders eine Frage hallt in meinem Kopf nach:
"Aber wo genau lag der Unterschied?, fragte er sich. Und wer entschied, welche Leute die gestreiften Anzüge und welche Leute die Uniformen trugen?" 👕🛡️
Sprachloses Ende: Ich war auf vieles vorbereitet, aber mit diesem Ende habe ich absolut nicht gerechnet. Es hat mich vollkommen kalt erwischt und völlig sprachlos zurückgelassen. Ich saß noch lange Zeit nach dem Zuklappen des Buches einfach nur da. 😭😶
Bittere Aktualität: Am Ende des Buches schreibt John Boyne:
"Dies ist das Ende der Geschichte von Bruno und seiner Familie. Natürlich geschah dies alles vor langer Zeit, und etwas Ähnliches könnte nie wieder passieren. Nicht in diesen Tagen. Nicht in diesem Zeitalter."
Diese Zeilen geben mir eine unfassbare Gänsehaut. Wenn man sich die heutige Welt ansieht, wirkt dieser Satz leider wie eine bittere Warnung, die wir noch immer nicht gelernt haben. Es sieht aktuell leider gar nicht danach aus, als wäre diese Gefahr gebannt...
Fazit: Ein kleines Buch mit einer gewaltigen, zerstörerischen Kraft. Es ist schmerzhaft, traurig und so unglaublich wichtig. Wer dieses Buch liest, wird die Welt danach mit anderen Augen sehen. 🕊️🕯️
- Zsuzsa Bánk
Die hellen Tage
(328)Aktuelle Rezension von: Christine_GrafTolles Buch. Konnte gar nicht aufhören. Hat mich total fasziniert und in den Bann gezogen. Toll geschrieben, sprachlich hat es mich sehr angesprochen. Interessante Story, mal was anderes. Unterschiedliche Geschichten und Gefühle die doch miteinander verbunden sind. Möchte auf jeden Fall noch mehr von der Autorin lesen.
- Kerstin Gier
Die Mütter-Mafia
(1.362)Aktuelle Rezension von: ViiivianAchtung dies ist meine persönliche Meinung. Ich lese meine Bücher in meiner freien Zeit und liebe es, zu rezensieren. Ich habe Kerstin giers Bücher immer geliebt. Ihre Art, wie sie die Geschichte schreibt, und ihre Figuren brachten mich immer zum Lachen. Dementsprechend wollte ich wissen, wie dieses Buch ist. Ich habe auch viel Positives davon gehört.
„Mütter-Mafia“ ist Band 1 von 3 Bücher. Es geht um Costanze Wishnewski, die eigentlich verheiratet ist mit ihrem Anwalt Lorenz und zwei Kinder hat: Julius, der dauernd sich übergibt und Nelly. Doch wie aus heiterem Himmel beschließt sich ihr Mann, sich von ihr zu trennen. Constanze ist total überrascht und sprachlos. Sie kann nicht verstehen, warum er sich trennen will. Hat er ein Gehirntumor, das stellt sie ihm die Frage. Doch er verneint es.
Er geht zu sein Anwalt des Vertrauens. Constanze ist ziemlich überfordert mit der Situation und Nelly ist ebenfalls nicht begeistert, dass sie in das hässliche Haus einziehen. Sie gibt ihrer Mutter die Schuld dafür.
Constanze zieht widerwillig in das Haus seiner Eltern ein und fühlen sich nicht wohl. Doch es gibt gute Nachbarn, mit denen sie sich anfreundet und die ihnen dabei hilft, dass Constanze Geld verdient und das Haus renoviert.
Mimi hat jahrelang gearbeitet und sieht sehr jung und schlank aus. Ihre Schwiegermutter ist das Gruselmonster per se. Denn sie verurteilt Mimi, dass sie nicht in der Lage ist in der in die Welt zu setzen. Mimi ist, glücklich verheiratetet, die haben Geld ohne Ende, aber das mit dem Kinderkriegen klappt nicht. Mimi hilft Constanze bei der Renovierungsarbeiten im Haus und hat gute Ideen die Dinge bei Ebay rein zusetzen.
Dann gibt es da Trude, die anfangs sehr nervig war und mittlerweile fest zur Gruppe gehörte.
Zudem mag Constanze den Jaguarmann nicht und haut ihm mit Sprüchen um sich, dass man lachen musste.
Die Geschichte ist witzig und humorvoll geschrieben. Ich mochte die Art von Constanze sehr, die verrückten Nachbarn die sich über alles Beschweren und die „Glamour High Society mamis, die wirklich alles richtig machen wollen.“ irgendein Kind im Buch schreit die ganze Zeit „verfickte scheiße“ aber nicht so, das man es verstehen kann. Wobei die Eltern das schon verstehen. Ich hatte Spaß und Freude das Buch zu lesen und es war seit langem ein Buch, was mich gefesselt hat, weil es so gut unterhalten hat und flüssig geschrieben war. Ich habe das alte Buchcover und das sieht nett aus. Eher der Titel hat mich angezogen, nicht das Buchcover oder meine Intuition, die mich zu der Autorin geführt hat.
- Jennifer Lynn Barnes
The Inheritance Games – Der letzte Schachzug
(336)Aktuelle Rezension von: Hortensia13Avery steht kurz davor, endlich ihr milliardenschweres Erbe anzutreten, muss aber noch einige Wochen im Hawthorne House überstehen. Während sie zwischen Paparazzi, Bedrohungen und neuen Geheimnissen navigiert, gerät sie erneut in ein gefährliches Spiel. Ein unerwarteter Besucher bringt zusätzliche Unruhe in das ohnehin angespannte Umfeld, und Avery sowie die Hawthorne Brüder werden in eine letzte Herausforderung hineingezogen, bei der nicht nur Geld, sondern auch Vertrauen, Liebe und Leben auf dem Spiel stehen.
Dieses Buch ist das Finale der «The Inheritance»-Trilogie. Die Grundidee der Geschichte bleibt weiterhin spannend, besonders die Rätsel und Spielelemente, die auch in diesem Band wieder eine wichtige Rolle spielen. Trotzdem hatte ich das Gefühl, dass sich vieles wiederholt und die Handlung oft im Kreis dreht. Die Figuren wirken teilweise emotional überlastet, wodurch die Dynamik für mich etwas schwerfälliger wurde. Obwohl die Geheimnisse und Aufgaben an sich interessant sind, kam bei mir kaum echte Spannung auf, da vieles vorhersehbarer wirkte als in den vorherigen Teilen.
Mein Fazit: Ein solider Abschluss mit guten Ideen, der jedoch nicht ganz die Spannung der vorherigen Bände erreicht. Insgesamt eher enttäuschend im Vergleich zur starken Ausgangslage. 3 Sterne.
- Viola Shipman
Für immer in deinem Herzen
(285)Aktuelle Rezension von: Engelchen07Alle Frauen der Familie Lindsey besitzen ein Armband mit Glücksbringern, Großmutter Lolly, Tochter Arden und Enkelin Lauren. Die Anhänger werden von Generation zu Generation weitergegeben.
Die Großmutter Lolly lebt schon lange alleine. Sie ist im Dorf zwar seh beliebt, aber dennoch fühlt sie sich sehr einsam. Als kleiner Hilferuf schickt sie einen Brief mit Anhängern zu Arden und Lauren. Beide verstehen den Hinweis und eilen zu Lolly.
Dort lernen die beiden mehr über die vielen Anhänger an dem Armband ihrer Großmutter, denn jeder Anhänger hat seine eigenen Geschichte....
Mir hat dieser Roman sehr gut gefallen. Man sieht regelrecht, wie die Generationen in diesem Buch durch die Familiengeschichte zusammenwachsen. Der Schreibstil der Autorin ist einfach und man kann sehr gut folgen. Mir hat das Buch gut gefallen.
- Søren Sveistrup
Der Kastanienmann
(331)Aktuelle Rezension von: JulianchenDieser Thriller ist wohl einer der besten, den ich in den letzten Monaten, wenn nicht im letzten Jahr gelesen habe. Ein absolut spannender Fall, vielschichtige, facettenreiche Ermittler, Wendungen, die nicht an den Haaren herbeigezogen sind, sondern absolut logisch erscheinen und damit umso erschütternder sind. Im Mittelpunkt stehen mehrere Morde an Müttern, die ihre Kinder vernachlässigen oder sogar misshandeln. An jedem Tatort findet sich eine kleine Kastanienfigur. Die Frauen sind fürchterlich entstellt und wurden gequält. Das Buch ist hart, die Schilderung der Taten sehr brutal. Doch das Buch driftet an keiner Stelle, ins Voyeuristische ab. Der Schreibstil ist vielseitig und niveauvoll, durch die kurzen Kapitel äußerst spannend und kurzweilig. Schnell stoßen die Ermittler auf Parallelen zu einem Fall von Kindesentführung an einer Politikertochter. Der Fall scheint aufgeklärt, doch nach und nach verdichten sich die Indizien, dass die Lösung wohl doch nicht so einfach war wie gedacht. Das Thriller ist wirklich bis zum Ende spannend und hält die ein oder andere Überraschung bereit. Ich hoffe, dass es noch weitere Fälle, der etwas eigenwilligen und doch sehr menschlichen und sympathischen Ermittler geben wird. Ich bin Fan und freue mich schon auf den nächsten Teil. Eine absolute Leseempfehlung für Fans von Spannungsliteratur.
- Nele Neuhaus
Muttertag (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 9)
(493)Aktuelle Rezension von: knuddelbackeEin ganz schön dicker Krimi, den Nele Neuhaus mit „Muttertag“ geschrieben hat. Das war tatsächlich mein erster Gedanke, als ich das Buch in den Händen hielt. Aber nicht nur mit vielen Seiten kann dieses Buch aufwarten, sondern auch mit einer Vielzahl an Figuren und Figurenkonstellationen. Steht doch im Mittelpunkt die Pflegefamilie Reifenrath, die in der Vergangenheit mitunter 10 Pflegekinder gleichzeitig in Ihrer Obhut wusste. Nachdem der Pflegevater Theo, nun jedoch tot in seinem Haus aufgefunden wird beginnt sich nach und nach ein schauriges Verwirrspiel zu entwickeln.
Nichts für schwache Nerven, denn mitunter hält die Autorin auch mit detaillierten Beschreibungen nicht hinter dem Berg. „Bones“ hätte vermutlich Ihre wahre Freude an diesem Fall gehabt. Aber auch die beiden Ermittler Pia Sander und Oliver von Bodenstein geben ein sympathisches Ermittler- Duo ab. Auch wenn man bisher kein Buch aus der Reihe gelesen hat, kann man „Muttertag“ wunderbar lesen.Der Schreibstil ist flüßig und klar, so dass man der Handlung, trotz der vielen Figuren, sehr gut folgen kann. Einige Verdächtige und Handlungsnebenstränge später gibt es dann noch eine überraschende Wendung. Ich mochte den Kriminalroman sehr, da er trotz des Umfanges spannend und atmosphärisch dicht geschrieben ist. Und das bis zur letzten Seite, wo noch mal ein kleiner Showdown auf den Leser wartet. Sicher nicht der letzte Krimi von Nele Neuhaus , den ich gelesen habe.
- Laetitia Colombani
Das Haus der Frauen
(423)Aktuelle Rezension von: AtschiBIch habe selten einen Roman gelesen, der mich so bewegt und beschäftigt. Die Geschichten von zwei heldenhaften und mutigen Frauen, verschiedener Zeitalter, sind wunderbar miteinander verwoben. Das Buch ist sehr einfühlsam geschrieben worden. Was für Plädoyer für mehr Solidarität! Vielen Dank für die wunderschönen Lesestunden.
- Alexandra Zykunov
"Wir sind doch alle längst gleichberechtigt!"
(41)Aktuelle Rezension von: Svenjas_BookChallengesEigentlich sind wir doch alle längst gleichberechtigt – oder? Nein, definitiv nicht. Es gibt in Sachen Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau in Deutschland noch viel zu tun – wie viel, das macht Alexandra Zykunov in ihrem Buch sehr deutlich. In einem bissigen, oft humorvollen und sarkastischen und dabei auch wütenden Ton nimmt sie 25 Bullshitsätze auseinander, die Frauen sich heutzutage immer noch anhören müssen. Von „Vermisst du deine Kinder denn nicht, wenn du alleine wegfährst?“ bis hin zu „Frauen wollen doch gar keine Karriere machen“. Ich bin mir sicher, jede von uns hat den ein oder anderen Satz in ihrem Leben schon einmal zu hören bekommen – Alexandra Zykunov erklärt, was hinter solchen Aussagen steckt und vor allem, wie giftig und kontraproduktiv sie in Bezug auf Gleichstellung sind.
Die Hörbuchfassung liest die Autorin dabei selbst und legt in ihre Lesung jede Menge Wut – manchmal hat frau das Gefühl, sie redet sich regelrecht in Rage, was zwar zum Thema passt, beim Hören aber auch ein wenig herausfordernd sein kann. Grundsätzlich aber hat Alexandra Zykunov mich absolut mitgerissen, mich wütend gemacht und hochgepusht – und bei dem Thema ist das absolut angemessen. Ich hätte mir nur gewünscht, dass sie sich bei den 25 Aussagen nicht ausschließlich auf Mütter konzentriert – ich konnte mich zwar trotzdem mit vielem identifizieren, hätte mir aber an einigen Stellen doch einen weiteren Blick gewünscht. Aber auch so: „Wir sind doch alle längst gleichberechtigt“ ist ein herrlich wütendes feministisches Sachbuch, das Spaß und wütend macht – eine wunderbare Kombination!
- Marie Niehoff
Ember King
(82)Aktuelle Rezension von: Sandra8811Warum habe ich mich für das Buch entschieden?
Die ersten beiden Teile haben mir so gut gefallen, dass ich unbedingt wissen musste, wie es endet.Cover:
Ich finde auch dieses Cover und den Farbschnitt wunderschön, es ist sehr ähnlich zu den anderen Teilen nur die Position der Drachen ist anders. Man erkennt direkt, um was es geht. Die Farben sind super und die Goldfolienelemente schillern richtig schön.Inhalt:
Cassim und Yessa konnten ihre Eltern nicht retten und wurden gefangen genommen. Nun müssen sie dafür kämpfen frei zu kommen um das Königreich vor dem wahnsinnigen König zu retten.Handlung und Thematik:
Die Drachen-Fantasy der anderen Art geht weiter. Es geht direkt da weiter, wo der zweite Band aufhörte. Ich finde es immer noch schön, dass sich die Menschen in Drachen verwandeln könnten. Es fühlt sich minimal anders an, als andere Drachen-Fantasy und ist super umgesetzt. Auch diesmal standen der Krieg und die Unterdrückung der Drachenwandler an oberster Stelle. Es gab unterwartete Wendungen und ein gelungenes Ende.Charaktere:
Sowohl Yessa als auch Cassim entwickeln sich weiter und wachsen mehr und mehr zusammen. Die Entwicklung fand ich wirklich super dargestellt und beide waren authentisch. Beide passen wirklich sehr gut zueinander und auch die anderen Charaktere haben die notwendige Tiefe.Schreibstil:
Der Schreibstil von Marie Niehoff begeisterte mich auch diesmal wieder. Die Handlung war spannend und es gab einiges Unerwartetes. Das Fantasy-Setting ist ausgeklügelt und gut beschrieben. Die Liebesgeschichte zwischen Yessa und Cassim begeisterte mich rundum. Auch der Rest der Charaktere passte gut ins Bild. Das Ende war rund und ich bin absolut happy damit.Persönliche Gesamtbewertung:
Toller Abschluss der Drachenwandler-Fantasy-Reihe. Von mir gibt’s eine Lese-/Hörempfehlung für Fantasy- und Drachen-Fans.Serien-Reihenfolge:
1. Burning Crown
2. Ashen Throne
3. Ember King - Kerstin Gier
Gegensätze ziehen sich aus
(807)Aktuelle Rezension von: ViiivianDies ist meine persönliche Meinung. „Gegensätze ziehen sich aus“ ist der dritte und letzte Band von der „Müttermafia Reihe“
Die Geschichte beginnt damit, dass Constanze erfährt, dass ihr Freund gerne ihre Eltern kennen lernen wollen. Seine Eltern gerne ihre Eltern kennen lernen wollen. Da die Beziehung zwischen Constanze und ihrem Eltern nicht gerade toll ist, ähnelt eher wie nen Narzisstische Familie, war sie ziemlich perplex. Julius wird wie immer von Emily gehänselt und gepiesackt. Emily ist die Tochter von Anton. Ihre Schwester wohnt in London bei ihrer Mutter. Julia würde „Bald sterben und sein gehirn Schrumpft“
Constanze ist aufgebracht und würde am liebsten das Kind schütteln. Trudi gibt Constanze einen Hinweis, mit einem Laden und das Schuhe glücklich machen. Constanze kann sich mit Trudi unterhalten und jammern.
Frau Hittler ist die Immobilienmaklerin, eine Neue in der Umgebung und auch Mitglied in dem Mütterverein, in dem Constanze abgelehnt worden ist.
Anfangs ist Constanze natürlich neutral. Die Idee klingt gut, aber okay. Das Universum soll den Laden schicken. Lorenz ist immer noch mit Paris zusammen und Paris ist immer noch „schwanger“. Zudem macht Lorenz stress, dass er kein fünftes Kind will. Seine Tochter solle bitte die Pille nehmen. Constanze ist da sehr gelassen. Sie muss noch zu den Elternabenden, an dem sie sich unbeliebt macht, weil ein Sohn die Kinder beißt, und das hören Eltern ungern zu.
In der Müttermafia Konferenz verkündet Constanze, dass Trudi „einen Schuhladen“ eröffnen möchte. Zwar nicht alleine. Anne ist begeistert. Sie findet die Idee ganz toll. Nur muss Mimi und die anderen dabei zusagen.
Doch die Beziehung zwischen Emily und Constanze wird in diesem Buch leichter, besser. Nur Anton möchte den nächsten Schritt gehen und Constanze ist noch nicht bereit dafür. Am Ende kommt die Wahrheit raus, wie Constanze wirklich ist und was sie mag. Das Beziehungsende bei ihr ging sehr flott und wurde schnell gelöst. Ich hätte eher gedacht.
Das Cover des Buches ist farblich schön gestaltet. Gefällt mir sehr gut. Für mich war es recht neugierig, wie es mit der Geschichte weiter geht.
Da dies der letzte Band der Reihe ist, ist das Ende natürlich offen, Fragen bleiben unbeantwortet. Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Ich hatte Spaß und Freude am Lesen. Die Geschichte wird aus der Sicht von Constanze erzählt. Zudem gibt es zwei Ratgeber, eine „die Müttermafia“ und die anderen „die besseren Mütter“, die miteinander am Lästern sind und ziemlich heftige Dinge sagen. Der Tagebucheintrag von der Tochter von Constanze war diesmal nicht dabei.
- Bettina Storks
Das geheime Lächeln
(92)Aktuelle Rezension von: Undine_Sittel,,Das geheime Lächeln,, von Bettina Storks.
Dieser Roman ist 2018 im Diana Verlag erschienen.
Auf 476 Seiten nimmt uns die Autorin mit auf eine Geheimnissvolle Suche.
Die Journalistin Emilia Lukin entdeckt auf einer Auktion ein Gemälde das ihr wie ein Zwilling ähnelt. Sie ist verwirrt und weiß nicht was sie davon halten soll.
Ist es Zufall oder könnte es sich vielleicht sogar um ihre Großmutter Sophie handeln?
Von ihrer Mutter Pauline bekommt sie diesbezüglich keine Information,sie hüllt sich in Schweigen. Weiß sie nichts oder will sie ihr nichts sagen?
Emilia bekommt das traurig wirkendende Lächeln auf dem Bild nicht aus dem Kopf, sie will mehr darüber in Erfahrung bringen.
Sie versucht eine Spur zu finden und wird diese bis in die Provence und nach Paris verfolgen.
Für Wochen zieht sie sich nach Frankreich zurück um dort vor Ort zu recherchieren.
Es gelingt ihr tatsächlich Licht in diese Geschichte zu bringen und lernt das Leben der Sophie Langenberg kennen,ihren Großmutter.
Es ist das Leben einer großen aber unerfüllten Liebe.
Bettina Storks hat auch in diesem Buch wieder viel Gefühl für das Detail einfließen lassen, es war ein Leseerlebnis wie man es sich von jedem Buch wünscht.
Es spielt in verschiedenen Zeitzonen was aber sehr gut verständlich zu lesen war. Es gab keine Ungereimtheiten und jede Zeitzone war interessant geschrieben.
Vor kurzem hab ich ihr neuestes Buch ,,die Kinder von Beauvallon,, gelesen und nun hab ich einige Protagonisten aus dem Buch in diesem wiedergetroffen. Das finde ich persönlich immer sehr interessant. Hat mir sehr gut gefallen wie diese beiden Geschichten zusammengehören obwohl es eben keine Fortsetzung ist.
Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und wohlverdiente 5 Sterne.
Danke für dieses großartige Buch
- Cho Nam-Joo
Kim Jiyoung, geboren 1982
(491)Aktuelle Rezension von: Sunflower550Wenn ich kurz beschreiben müsste, worum es geht: Um Sexismus und.. nun ja, Sexismus eben. Obwohl misogyne Strukturen in Korea zweifellos von großer Relevanz sind, empfand ich die stetige thematische Wiederholung und den sehr nüchternen Schreibstil irgendwann als ermüdend und sehr vorhersehbar. Die einzelnen Situationen, die der Protagonistin widerfahren sind, mögen interessant sein., doch wirklich viel Raum für Wendungen oder Spannung bleibt da nicht. Ja, das Buch hat definitiv Passagen, die tief unter die Haut gehen. Es zeigt, wie Frauen unter patriarchalen Strukturen leiden und ich bin mir sicher, dass sich viele Frauen in vielen Teilen der Erde auch heute noch in diesem Leid wiederfinden. Auch stelle ich mir auch vor, wie sich Männer der Lektüre annehmen und Einblicke in einen Alltag als Frau erhalten können und Empathie empfinden können. Leider wurde der Schreibstil durch seine Monotonie dann doch zunehmend anstrengend und der Umstand, dass es sich inhaltlich ständig wiederholt, macht es nicht besser. Trotz des überschaubaren Umfangs musste ich mich regelrecht durchbeißen. Wie hier viele geschrieben haben, ist es eher wie ein Sachbuch geschrieben. Ich hatte angenommen, es würde nahbarer oder aus einer Innen- Perspektive geschrieben und mich daher abholen, doch stattdessen verursachte dieser Schreibstil eine gewisse Distanz. Schade. Ich habe den Eindruck, das Buch weiß nicht so recht, ob es ein Roman oder ein Sachbuch sein möchte. War leider nicht so fesselnd, wie ich mir gewünscht hätte.
- Yvy Kazi
A Curse Unbroken
(179)Aktuelle Rezension von: FeelblackAlso ich hab das Buch schon lange auf meinem Sub liegen und hab es mir als Hörbuch nun angehört.
Ich bin wirklich begeistert von den vielen Details und man spürt, da hat jemand wirklich sich belesen und recherchiert. Viele Praktiken sind richtig und werden auch in etwa so in echt ausgeführt. Daher war mein Interesse direkt da und das Buch machte von Anfang an Spaß.
Warum ich den Stern abgezogen habe, hat folgenden Grund: Ich finde diese Spannung/Neugierde am Anfang, konnte nicht durchgehalten werden. Es kam zu einer ziemlich längeren Durststrecke. Ich würde einfach Behaupten, dass 100 Seiten weniger dem Buch gut getan hätten. Nichtsdestotrotz hat es mir sehr Spaß gemacht. Ob Band 2 hier noch einzieht weiß ich allerdings noch nicht.
- Konrad Jarausch
Zerrissene Leben
(16)Aktuelle Rezension von: SatansbratenDas Buch schafft, was Geschichte sonst oft fehlt, es es ist lebendig, zum Anfassen, verstehbar, nachvollziehbar. Es erzählt anhand von konkreten Schicksalen die Geschichte des letzten Jahrhunderts. Die Befragten Menschen haben unterschiedliche Hintergründe, der Sohn wohlhabender Juden, das Kind eines Pastors, andere aus Arbeiter Familien, kommunistischen Familien. Sie erleben daher die Vorkriegszeit sehr unterschiedlich, auch die Zeit des Krieges und die Jahre danach sind neben den politischen Ereignissen auch durch persönliche Entscheidungen geprägt. Gleichzeitig wird auch sehr viel erklärt, das wichtig ist, um Hintergründe und Geschehnisse besser einordnen zu können. Mir hat das Buch erstaunliche Einblicke in diese Zeit gegeben, selbst wenn man mit den geschichtlichen Fakten vertraut ist, bringt diese Herangehensweise ganz neue Einsichten! Lesenswert ! - Jessamine Chan
Institut für gute Mütter
(156)Aktuelle Rezension von: SophiasticatedDas Institut für gute Mütter beginnt mit einer Situation, die bewusst als schlimm, aber nicht völlig unvorstellbar angelegt ist: Frida Liu, übermüdet, überfordert und allein mit ihrer kleinen Tochter Harriet, trifft eine katastrophale Entscheidung. Der Staat reagiert darauf nicht nur mit Sorgerechtsentzug, sondern mit einem ganzen System der Disziplinierung: Frida wird in eine Einrichtung geschickt, in der Mütter mit KI-Kindern überwacht, bewertet und zu „guten“ Müttern umerzogen werden sollen. Genau diese Zuspitzung macht den Roman so wirkungsvoll. Er erzählt nicht einfach eine Dystopie, sondern verwandelt sehr reale gesellschaftliche Erwartungen an Mutterschaft in ein System aus Kontrolle, Normierung und öffentlicher Beschämung.
Was ich an dem Buch besonders stark finde, ist seine Grundidee. Jessamine Chan macht sichtbar, wie schnell aus Fürsorge Überwachung werden kann und wie gnadenlos Mütter – und eben nicht Eltern allgemein im selben Maß – beurteilt werden. Fridas Geschichte funktioniert deshalb nicht nur als individueller Albtraum, sondern auch als Kommentar zu Leistungsdruck, sozialer Kontrolle, rassifizierten Erwartungen und der Frage, wer sich Fehler leisten darf. Gerade die Figur Frida trägt das sehr gut: Sie ist keine makellose Heldin, sondern eine verletzliche, beschämte, oft auch passive Figur und genau das macht den Roman so unangenehm glaubwürdig.
Auch die Wirkung des Buches ist für mich ein klares Argument dafür, dass hier etwas gelungen ist. Dieser Roman ist nicht einfach „spannend“ im klassischen Sinn, sondern vor allem beklemmend. Das Institut, die Bewertungssysteme, die künstlichen Kinder und die ritualisierte Selbsterniedrigung der Mütter sind so angelegt, dass man sich beim Lesen immer wieder fragt, wie weit das eigentlich noch von der Gegenwart entfernt ist. Genau das ist für mich die eigentliche Stärke: Das Buch arbeitet nicht nur mit Schock, sondern mit Wiedererkennung. Es überzeichnet, aber es wirkt nie völlig losgelöst von realen Debatten über Mutterschaft, Erziehung, Optimierung und staatlichen Zugriff.
Gleichzeitig erklärt genau das auch, warum ich bei der Bewertung unsicher bin. Ich finde das Buch gedanklich sehr stark, aber nicht in jeder Hinsicht erzählerisch gleich überzeugend. Ein Kritikpunkt, der öfter genannt wird und den ich nachvollziehen kann, ist, dass der zweite Teil im Institut abstrakter und etwas konstruiert wirken kann als der starke, emotional sehr präzise Anfang. Dort ist Fridas Überforderung noch unmittelbar und schmerzhaft nah, während das Institut selbst stellenweise eher als Konzept funktioniert als als völlig lebendige Romanwelt.
Dazu kommt, dass der Roman bewusst repetitiv und einengend erzählt. Das passt thematisch, weil Fridas Entmündigung und das starre System gerade durch Wiederholung spürbar werden. Gleichzeitig kann genau das beim Lesen auch Distanz erzeugen. Man bewundert die Idee, leidet mit der Figur – und bleibt doch stellenweise auf einer gewissen Beobachtungsebene. Für manche wird gerade diese Kühle ein Pluspunkt sein, für andere eher ein Grund, warum das Buch mehr beeindruckt als wirklich emotional mitreißt. Diese Spannung zwischen intellektueller Anerkennung und leichter erzählerischer Frustration ist für mich sehr typisch für den Roman.
Unterm Strich würde ich sagen: Das Institut für gute Mütter ist vielleicht nicht für mich ein eindeutig „geliebtes“ Buch, aber ganz sicher ein wirksames. Es ist klug, unbequem, gesellschaftlich bissig und in seiner Thematik erschreckend nah an realen Vorstellungen von Kontrolle und Normierung. Selbst dort, wo ich das Gefühl hatte, dass die Konstruktion sichtbarer wird oder der Roman mir emotional etwas zu kalt bleibt, hat er mich nicht losgelassen. Und vielleicht ist genau das das stärkste Urteil, das man über ihn fällen kann: Ich bin mir nicht sicher, wie sehr ich ihn mochte – aber ich bin mir sehr sicher, dass er etwas in mir ausgelöst hat, das geblieben ist. - Marie Niehoff
Ashen Throne
(124)Aktuelle Rezension von: bunniesandbooks„Ashen Throne“ vertieft Cassims Perspektive und gibt seiner Figur deutlich mehr Raum. Besonders sein innerer Konflikt zwischen Loyalität, Rebellion und den wachsenden Gefühlen zu Yessa steht im Mittelpunkt. Die politischen Spannungen im Reich werden greifbarer, und man merkt, wie sehr persönliche Entscheidungen hier immer auch Konsequenzen auf größerer Ebene haben.
Trotz dieser interessanten Ansätze blieb für mich die emotionale Bindung weiterhin etwas hinter den Erwartungen zurück. Die Geschichte ist solide aufgebaut und erweitert das Worldbuilding sinnvoll, konnte mich aber, wie auch schon Band 1, nicht durchgehend wirklich mitreißen.
- P. M. Freestone
Shadowscent - Die Blume der Finsternis
(188)Aktuelle Rezension von: LissiannaDie Geschichte spielt in einer faszinierenden Welt, in der Düfte eine besondere Macht besitzen und sogar über Leben und Tod entscheiden können. Im Zentrum stehen Rakel, eine talentierte Dienerin mit außergewöhnlichem Geruchssinn, und Ash, der loyale Leibwächter des Kronprinzen. Nachdem dieser durch ein Gift aus den geheimnisvollen Gärten schwer erkrankt, beginnt für die beiden eine gefährliche Suche nach einem Heilmittel, die sie tief in verborgene Geheimnisse und persönliche Wahrheiten führt.
Der Roman punktet mit einer originellen Grundidee und einem angenehm flüssigen Schreibstil. Besonders die Dynamik zwischen Rakel und Ash wirkt zunächst lebendig und unterhaltsam, ihre Gespräche tragen eine gewisse Spannung und auch humorvolle Momente in sich. Die Welt wirkt durch die detaillierten Beschreibungen der Duftkunst gut durchdacht, auch wenn sich genau diese Ausführlichkeit stellenweise als zweischneidig erweist.
Gerade der Einstieg gestaltet sich eher zäh, da viele neue Begriffe, Namen und Hintergründe auf einmal präsentiert werden. Das erschwert das Eintauchen in die Handlung und bremst den Lesefluss spürbar. Auch im weiteren Verlauf treten immer wieder Längen auf, in denen sich die Geschichte weniger vorwärts bewegt. Während die Düfte sehr intensiv beschrieben werden, bleiben andere Aspekte der Umgebung vergleichsweise blass.
Erst im späteren Teil gewinnt die Handlung deutlich an Spannung und die zahlreichen Geheimnisse entfalten ihre Wirkung. Dennoch bleibt die emotionale Tiefe, insbesondere zwischen den Hauptfiguren, hinter den Erwartungen zurück. Einige Entwicklungen wirken nicht ganz stimmig und lassen die Figuren weniger greifbar erscheinen.
Insgesamt bietet das Buch interessante Ansätze und eine kreative Welt, kämpft jedoch mit erzählerischen Schwächen. Dadurch ergibt sich ein gemischter Eindruck, der zwar neugierig macht, aber nicht vollständig überzeugen kann.
- Gayle Forman
Manchmal musst du einfach leben
(101)Aktuelle Rezension von: miahInhalt:
Als die 44-jährige Maribeth zunächst unbemerkt einen Herzinfarkt erleidet, muss die stets perfekt organisierte Redakteurin und Mutter von Zwillingen begreifen, dass ihr Leben so nicht weitergehen kann. Doch Zuhause ist weiterhin Trubel und der Alltag muss weitergehen. Maribeth hat kaum Zeit, sich von ihrer OP zu erholen, also packt sie ihre Tasche und geht...Meine Meinung:
Zu Beginn hat mir das Buch aus der Seele gesprochen und ich glaube, das trifft auch auf viele andere Familien zu. Karriere und Kinder unter einen Hut zu bekommen, ist schwer. Nicht nur der Job fordert einen, schließlich möchte man auch da wertgeschätzt werden und vorankommen. Sondern auch die Nachmittage mit Kind oder Kindern bringen jede Menge Organisation mit sich. Es sind Arzttermine zu koordinieren, Verabredungen zum Spielen und andere Freizeitaktivitäten zu planen und durchzuführen und man selbst darf man schließlich auch nicht vergessen, immerhin muss man auch mal zum Arzt oder hat andere Termine und Verabredungen.Die ersten Seiten zeigen einen für mich ziemlich typischen Alltag mit kleinen Kindern. Der Stress von Maribeth war zu spüren und auch komplett realistisch dargestellt. Kein Wunder, dass sie ihren Herzinfarkt gar nicht wirklich wahrnimmt. Ich fand es auch authentisch, dass sie nach ihrem Krankenhausaufenthalt nicht wirklich die Ruhe zum Erholen gefunden hat. Ihre Mutter war keine große Hilfe und ihr Mann hat sich zurück in seinen Job geflüchtet. Alle haben erwartet, dass Maribeth schnell wieder auf den Beinen ist und alles wie vorher weitergehen kann. Doch so einfach ist das nicht.
Etwas überrascht hat mich die Tatsache, dass sie wirklich einfach so gegangen ist. Ich meine, klar, das stand so im Klappentext, aber würde man das in so einer Situation wirklich machen? Die Reaktion ihres Mannes hatte ich so auch so gar nicht erwartet, das wird zum Glück aber später etwas deutlicher und verständlicher, als ihre Nachricht an ihn gezeigt wird.
Maribeth nutzt die Zeit allein, um sich von ihrer OP zu erholen und geht dann noch eine andere Suche an. Doch sobald Maribeth gegangen war, war für mich zunächst die Luft raus bei der Geschichte. Natürlich war das hohe Tempo raus, der Stress war weg. Maribeth konnte einfach so in den Tag hineinleben. Das hat gepasst. Dennoch wurde die Geschichte langatmig.
Ein paar Dinge habe ich auch nicht verstanden: Warum weigert sie sich partout, ihre Daten preiszugeben, wenn es doch ihr Leben so kompliziert macht? Nur weil sie nicht gefunden werden will? Wie hätte ihr Mann sie denn finden sollen, nur weil sie zum Arzt geht? Insgesamt sind das aber Kleinigkeiten, über die ich gut hinwegsehen konnte.
Die Kapitel sind meistens sehr kurz, sodass sich das Buch trotz Längen doch gut lesen lässt und ich stellenweise einfach zwischendurch immer mal wieder danach gegriffen habe. Es war auch super für kurze Bahnfahrten, weil man da nicht so mitten im Kapitel aufhören muss.
Die Geschichte endet dann recht plötzlich, für mich wären da noch ein paar Fragen offen geblieben.
Insgesamt regt das Buch klar zum Nachdenken an. Bei all dem Trubel im Alltag darf man sich selbst nicht vergessen. Achtsamkeit ist wichtig. Es braucht Pausen und Zeit zum Erholen, um seinem Alltag wieder gewachsen zu sein. Und es ist wichtig, um Hilfe zu bitten, wenn Hilfe benötigt wird. Deshalb ist man keine schlechten Eltern. Aber noch viel wichtiger ist es, miteinander zu reden. Sprecht miteinander und seid ehrlich zueinander. Nicht umsonst heißt es, zu zweit ist man weniger allein. Das gilt auch für Sorgen und Ängste. Reden hilft. Immer.
- Nathan Hill
Geister
(134)Aktuelle Rezension von: Sikal
Samuel ist erst 11 Jahre alt als ihn seine Mutter Faye verlässt und er allein bei seinem Vater Henry zurückbleibt. Was war geschehen und wie soll ein kleiner Junge dies verstehen können? Jahre später – Samuel ist mittlerweile Dozent an einem College - erhält er eine Nachricht von einem Anwalt, der seine Mutter verteidigen soll. Faye wurde als Attentäterin verhaftet und genießt zweifelhafte Medienpräsenz.
Samuel hat als Dozent einige Schwierigkeiten am College als eine Studentin gegen ihn wettert, weil er von ihr Leistungen einfordert. Doch diese Studentin ist mit allen Wassern gewaschen und so steht Samuel plötzlich einer Wand aus Misstrauen und Intrigen gegenüber.
Samuel ist mit seinem derzeitigen Leben unzufrieden, so verbringt er den Großteil seiner Zeit damit, in einem Computerspiel zu punkten während alles andere an ihm vorbeizuziehen scheint. Auch das Buch, das er eigentlich schreiben möchte und einem Literaturagenten bereits seit Jahren versprochen ist, scheint nicht mehr zustande zu kommen. Als jedoch die Attentats-Geschichte seiner Mutter aufkommt, wittert Samuel seine Chance und beginnt über die tatsächlichen Hintergründe zu recherchieren.
Die Geschichte rund um diese Mutter-Sohn-Beziehung reicht zurück bis in die 68-er-Bewegung, in eine Zeit als seine Mutter als junge Studentin zwischen Hippies, radikalen Protestbewegungen und dem Gesetz hin und her schwankt. Begleitet von einem Geist, dem Nix, dessen Reise quer über den Erdball führt.
Der Autor Nathan Hill hat hier eine wunderbare Verbindung zwischen Gegenwart und Vergangenheit geschaffen. Er schwadroniert immer wieder über die politischen und gesellschaftlichen Wirrungen, verknüpft diese mit der gegenwärtigen Computerwelt und schafft den Spagat zu den 68ern ohne dabei in eine sentimentale Fantasiewelt abzudriften.
Humorvoll vor allem der Part, den die Studentin mit Samuel ausficht – herrlich.
Das Buch war jetzt schon einige Zeit bei mir im Regal und hat auf einen geeigneten Moment gewartet. Der war wohl jetzt, denn das Buch hat mich gefesselt und gerne lasse ich es nochmal Revue passieren. Trotz einiger Längen zwischendurch, hat mich die Geschichte letztendlich überzeugt. 4 Sterne
- Alena Schröder
Bei euch ist es immer so unheimlich still
(198)Aktuelle Rezension von: EmmaWinter"Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid" hat mich wahnsinnig gut unterhalten, daher war ich auf den zweiten Teil sehr gespannt. Wir lernen nun mehr über das Leben von Dr. Evelyn Borowski und ihrer Tochter Silvia, die kein gutes Verhältnis zu einander haben. Auf zwei Zeitebenen wird einerseits Evelyns Weg zur Ärztin, Gattin und Mutter in der Nachkriegszeit beschrieben, andererseits die Rückkehr Silvias aus Berlin in die schwäbische Provinz 1989. Mit dabei ist ihr Baby Hannah, dem wir im ersten Teil als erwachsene Frau bei der Recherchearbeit zu Evelyns Erbschaft über die Schulter schauen durften.
Erst war ich enttäuscht, dass Hannah keine der Hauptrollen spielt, aber dann hat mich die Geschichte genau so gepackt, wie der erste Teil. Ganz wunderbar läßt die Autorin die Figuren in ihrer jeweiligen Zeit lebendig werden. Glaubwürdig hadern sie mit ihren Lebensumständen, treffen richtige und fatale falsche Entscheidungen und entfremden sich. Als am Schluss Silvia wieder nach Berlin fährt, sind nicht nur die Grenzen offen.
Ich habe den Roman sehr gerne gelesen, der sich lückenlos in die Geschehnisse des ersten Bandes einfügt. Alena Schröder schreibt so lebendig, als schaue man einen Film an. Ein Buch zum Abtauchen. Große Leseempfehlung.
- Ruth Ware
Wie tief ist deine Schuld
(85)Aktuelle Rezension von: eletroeAutorin: Ruth Ware
Buch : Wie tief ist deine Schuld
Gelesen als Taschenbuch
Genre : Thriller/ Psychothriller
🌟🌟🌟🌟(🌟)
Klappentext:
»Ich brauche deine Hilfe.« Mehr steht nicht in der Nachricht, die Isa von einer alten Schulfreundin bekommt. Aber die wenigen Worte genügen. Isa lässt alles stehen und liegen und fährt nach Salten – dem Ort, wo sie einst mit ihren drei Freundinnen Kate, Thea und Fatima das glücklichste und zugleich grauenvollste Jahr ihres Lebens verbracht hat. Was am Ende jenes Jahres geschah, wird keine von ihnen je vergessen. Nun ist an der Küste eine Leiche gefunden worden. Sie alle wissen, wer es ist. Und sie wissen auch, wie die Leiche dort hingekommen ist, damals, vor siebzehn Jahren.
🌟🌟🌟🌟(🌟)
Meine Meinung:
Erst vor kurzem habe ich ein Buch der Autorin gelesen , war absolut begeistert. Umso mehr freute ich mich, als ich meinen SUB durchgesehen und dieses Buch gefunden habe .
Der Schreibstil war wieder einmal sehr flüssig und sehr spannend. Die kurzen Kapitel machten es zu einem Lesevergnügen. Auch die Einteilung des Buches in "Abschnitte" fand ich sehr gelungen. Die Protagonisten sind gut gewählt, alle unterschiedlich mit Starken , Schwächen und vielen Geheimnissen . Alles in allem absolut lesenswert, was mir gefehlt hat ist zwischendrin der absolute "ach krass, das hätte ich nun nicht gedacht". Da war es mir etwas zu durchschaubar. Deswegen einen halben Stern Abzug.
🌟🌟🌟🌟(🌟)
Fazit:
Ein toller Psychothriller für zwischendurch. Leider nicht so stark, wie ihr neuestes Buch .
- Liane Moriarty
Tausend kleine Lügen
(135)Aktuelle Rezension von: aly53Eine idyllische Kleinstadt ,ein Mord und viele Geheimnisse.
Wie bitte schön, sollte da meine Neugier nicht geweckt werden.
Ich mochte den Schreibstil der Autorin wahnsinnig gern. Locker und flockig ,aber auch sehr einfühlsam und drängend.
Es hat den Flair von Desperate Housewives, hat aber dennoch seine eigene Dynamik.
Celeste, Jane und Madeline spielen hier mehr oder weniger die Hauptrollen.
Dabei wurden ihre Persönlichkeiten sehr gut ausgearbeitet.
Schicht für Schicht wird sie freigelegt, dabei geht die Autorin sehr einfühlsam, aber auch sehr eindringlich mit den jeweiligen Leben um.
Sie nimmt sich Zeit und Raum, um die Charaktere als das zu präsentieren, was sie sind.
Menschen mit Stärken und Schwächen.
Menschen die ein Stück weit zerbrechen, dies sich aber nie eingestehen würden.
Aber vor allem zeigt Liane Moriarty, wie wichtig Freundschaft, Akzeptanz und Vertrauen ist.
Daneben gibt sie auch den Kindern sehr viel Raum sich zu entfalten, so dass man es wirklich verstehen und nachvollziehen kann.
Sie zeigt das jeder von dem geprägt wird, was er erlebt. Vom nahen Umfeld.
Und das ist einfach sehr interessant und gleichzeitig sehr beklemmend und verstörend.
Aber gerade diese Aspekte sind es, die dieses Buch in meinen Augen einfach so großartig.
Ich muss allerdings zugeben, dass mir der Einstieg gar nicht mal so leicht fiel.
Denn ich wurde mitten ins Geschehen geworfen ,es fiel mir zunächst nicht leicht, Anschluss zu bekommen. Zudem ich die Spannung nicht spürte,weil ich nicht verstand.
Erst später, von einem Moment auf dem anderen ,hat mich die Story mitten ins Mark getroffen.
Ich konnte lachen, weinen, wütend sein, aber auch hoffen.
Man erblickt hier einfach absolut perfekte Fassaden, diese zu durchbrechen, braucht Zeit.
Die Erzählweise hat mir wirklich gut gefallen.
Denn am Anfang war der Mord und dann taucht man in die Vergangenheit ein und erfährt wie es dazu kommen konnte.
Zwischendurch gibt es noch Befragungen, die eine gewisse Tragik beinhalteten.
Liane Moriarty zeigt uns Menschen, die einfach glaubhaft dargestellt werden, die bis in die Seele berühren.
Mit ihrer Art, ihrer Einfühlsamkeit.
Am Anfang hätte ich niemals gedacht, dass mich dieses Buch so packen könnte.
Aber ich habe mich geirrt.
Liane Moriarty bringt hier ernste und wichtige Themen zur Sprache, die beileibe kein Einzelfall sind, sondern tagtäglich passieren.
Und vielleicht fühlt man deshalb auch so unglaublich mit.
Zum einen sind es Frauen, die perfekt scheinen, es aber nicht sind.
Denn hinter den Mauern brodelt es heftig.
Dabei erlebt man, wie sehr sie von Selbstzweifeln, innerer Zerrissenheit und Angst geplagt sind. Aber andererseits kommt man aus diesem Kreislauf auch nicht heraus.
Ein Dilemma, das sich stetig wiederholt und dabei immer größere Kreise zieht.
Für mich eine unglaublich tiefgründige Story, die mir enorm ans Herz gegangen ist.
Es erzählt von Werten ,von Schicksalen, Missbrauch ,Angst und dann erlebt man einfach Verbindungen, die man nie in dieser Form erwartet hätte.
Fazit:
„Tausend kleine Lügen“ von Liane Moriarty ist für mich eine absolute Überraschung.
Eine tiefgründige Story voller Leid, Witz und Feingefühl.
Gespickt mit brisanten Themen, die uns tagtäglich begleiten ,aber dadurch so unglaublich nachzuvollziehen sind.
Mit dem Flair von Desperate Housewives und dennoch hat diese Story ihre ganz eigene Dramatik.
Unbedingt lesen.
- Chimamanda Ngozi Adichie
Dream Count
(76)Aktuelle Rezension von: GingerteabooksDas Buch handelt von vier afrikanischen Frauen und ihren Lebenserfahrungen. Chia ist auf der Suche nach der großen Liebe, aber sie gerät immer an die falschen Männer und bleibt dann zu lange. Zikora misst sich an anderen und deren Erwartungen, während sie alleinerziehende Mutter wird. Kadi durchläuft die Hürden und Grausamkeiten der amerikanischen Einwanderung und wird dann vergewaltigt und von der Presse gejagt. Omelogor muss sich damit einschlagen, dass alle ihr sagen, sie solle Mutter und Ehefrau werden, auch wenn sie das nicht will. Das Buch ist feministisch, echt und zeigt Rassismus ohne Scheu. Teilweise ist es grausam, weshalb ich jedem empfehlen kann, erstmal Triggerwarnungen dazu zu googlen. Diese Grausamkeit hat mich aber auch bewegt. Nichts wird durch Metaphern verschönt oder durch Zeitsprünge verkürzt. Man liest das gesamte Ausmaß, mit dem diese vier schwarzen Frauen leben müssen. An vielen Stellen war mir das Buch aber zu langsam. Es hat an Stellen verweilt, die ich mir kürzer gewünscht hätte.























