Bücher mit dem Tag "murder"
48 Bücher
- Joanne K. Rowling
Harry Potter und der Stein der Weisen (Harry Potter 1)
(19.548)Aktuelle Rezension von: JonahMit dem ersten Band der Reihe hat J.K. Rowling nicht nur ein Kinderbuch, sondern ein kulturelles Phänomen geschaffen. Die Geschichte beginnt in der tristen, fast schon karikaturhaft gezeichneten Welt der Dursleys, bevor sie den Leser zusammen mit Harry in die magische Welt von Hogwarts entführt. Diese Kontrastwirkung ist einer der größten Trümpfe des Buches: Die Magie fühlt sich für den Leser genauso neu und wunderbar an wie für den Protagonisten selbst.
Besonders hervorzuheben ist das World-Building. Rowling erschafft eine Parallelwelt, die durch ihre Detailverliebtheit – von den schokolierten Fröschen bis hin zu den beweglichen Treppen – sofort lebendig wirkt. Die Charakterzeichnung der drei Hauptfiguren Harry, Ron und Hermine legt hier das Fundament für eine der stärksten Freundschaften der Literaturgeschichte. Während die Handlung als klassisches Detektivspiel um den geheimnisvollen Stein der Weisen beginnt, schwingt von Anfang an ein düstererer Unterton mit, der andeutet, dass diese Welt weitaus gefährlicher ist, als es der helle Schein der Zaubersprüche vermuten lässt.
Der Schreibstil ist zugänglich und humorvoll, schafft es aber auch, in den entscheidenden Momenten eine beachtliche emotionale Tiefe zu erreichen. Es ist ein Buch über das Erwachsenwerden, den Mut, für das Richtige einzustehen, und vor allem über die alles besiegende Kraft der Liebe.
- Karen M. McManus
ONE OF US IS LYING
(1.228)Aktuelle Rezension von: Lauras_bunte_buecherregalDer Schreibstil der Autorin ist toll. Die Erzählweise ist locker und man kommt schnell voran.
Ich mag das Setting an der Bayview Highschool. Jedes Buch besitzt einen anderen Schwerpunkt. Der Mord an Simon in Band eins war spannend umgesetzt. Ich habe echt mitgefiebert und gerätselt.
Ich liebe die Erzählweise und die Spannung in den Jugendthrillern der Autorin. Die Bücher können alle unabhängig gelesen werden. Jedoch treffen wir in den Büchern immer wieder alte Bekannten wieder, weshalb ich die Reihenfolge empfehlen würde.
Band eins war mein Favorit der Reihe.
Von mir kriegt die Reihe 4 von 5 Sterne. - Mona Kasten
Fallen Princess
(485)Aktuelle Rezension von: NalasBuchBlogNormalerweise lese ich eher weniger Bücher aus dem Jugendbuch-Romance-Bereich, da diese nicht ganz meinen Vorlieben entspricht. Dennoch hat mich der Klappentext sehr angesprochen, sodass ich doch einen Blick in das Buch werfen musste.
Auf den ersten Seiten lernen wir unsere Protagonistin kennen und erfahren mehr über ihr Umfeld und wie se aufgewachsen ist.
Der Plan ihrer Mutter sieht es deutlich vor, dass sie in ihre Fußstapfen treten soll, was zudem ein hohes Maß an Disziplin und Ehrgeiz erfordert, aber manchmal auch gewisse Bürden auferlegt. Als jedoch ihre Magie erwacht, stellt sich ihr ganzes Leben auf den Kopf und von nun an muss sie entscheiden, wer auf ihrer Seite steht oder wer sich eventuell gegen sie gewendet hat.
Was mir hier deutlich gefallen hat, war die Veränderung der Protagonistin selbst. Als ich sie zu Beginn kennengelernt habe, war sie enorm rücksichtslos, selbstverliebt und einfach unausstehlich. Oder um es kurz zu machen: eine ziemliche Zimtzicke. Mit voranschreiten der Geschichte wurde sie immer wieder mit ihrem Wesen konfrontiert und hat sich immer mehr zu einer liebevolleren Person entwickelt, die auch für ihre Mitmenschen einsteht.
Wie es bei diesem Genre anscheinend so üblich ist, gab es auch einige spicy Szenen. Ich persönlich kann sehr gut darauf verzichten. Versteht mich bitte nicht falsch, ich bin nicht prüde, doch gerade, wenn die Hauptpersonen noch minderjährig sind, hinterlässt es bei mir einen sehr seltsamen Beigeschmack...
Die Geschichte selbst war recht anschaulich dargelegt und ich fand die hier angesprochenen Themen wirklich spannend. Da gibt es zum einen die verschiedenen Häuser, deren Schüler, Stundenpläne und Einrichtungen unterschiedlich aufgebaut sind. Die Geheimnisse, Schattenseiten und dunkleren Zusammenkünfte und auch die Mordfälle, die es hier aufzuklären gilt.
Genau das ist es, was aus dem Buch so hervorgestochen hat und was definitiv Lust auf mehr macht, da es eben nicht langweilig oder 0815 ist.
- Adalyn Grace
Belladonna – Die Berührung des Todes (Belladonna 1)
(519)Aktuelle Rezension von: Juliane_PeterIch hab Belladonna wirklich lesen wollen. Die Grundidee hat mich sofort gehabt: Tod als Figur, eine Protagonistin, die Gift berühren kann, ein düsteres Anwesen voller Geheimnisse – eigentlich genau mein Ding. Eigentlich.
Aber: Ich bin mit dem Schreibstil absolut nicht warm geworden. Wirklich gar nicht. Ich habe das Buch mehrmals weggelegt und ernsthaft überlegt, es abzubrechen. Für mich war der Stil stellenweise seltsam distanziert, teilweise unnötig ausschweifend und emotional nicht da, wo er hätte sein sollen. Und das hat mir leider viel von der Wirkung genommen. In meinen Augen hat der Stil einen großen Teil der Story kaputt gemacht, obwohl so viel Potenzial da war.
Was ich aber fairerweise sagen muss: Die Idee hinter allem ist richtig gut. Signa als Figur, ihre Verbindung zum Tod, das ganze Thema mit Gift, Krankheit und diesem morbiden Gothic-Feeling – das hat was. Auch die Mystery-Elemente und die Frage, wem man trauen kann, haben mich bei der Stange gehalten. Es gibt leichte Twists, die Spaß machen, und gegen Ende wird das Ganze deutlich spannender und stringenter.
Gerade das letzte Drittel hat mir dann tatsächlich besser gefallen. Da kam endlich Dynamik rein, die Figuren wurden greifbarer, und ich hatte zum ersten Mal das Gefühl, emotional wirklich drin zu sein. Deshalb – und wirklich nur deshalb – werde ich die Reihe auch weiterlesen. Nicht, weil Belladonna mich komplett überzeugt hat, sondern weil ich hoffe, dass sich Stil und Umsetzung noch entwickeln.
Mein Fazit:
Ein Buch mit starker Idee, toller Atmosphäre, aber einem Schreibstil, der für mich schwer zugänglich war. Ich bin… vorsichtig neugierig auf Band zwei. 🖤
- J.D. Barker
The Fourth Monkey - Geboren, um zu töten
(248)Aktuelle Rezension von: tines_buecherzimmerEin Serienkiller, der sich „Four Monkey Killer“ (4MK) nennt, terrorisiert die Stadt seit Jahren. Plötzlich stirbt er bei einem Verkehrsunfall – doch alles scheint darauf hinzudeuten, dass mit seinem Tod nicht alles endet…
Was mir sehr gut gefällt, ist das man nicht nur dem Ermittler Sam Porter folgt, sondern zwischendurch auch immer wieder die Tagebucheinträge des Killers liest- diese Story fand ich tatsächlich noch interessanter als die eigentliche Story. Den Schreibstil habe ich als sehr fesselnd und düster empfunden- zwischendurch vielleicht etwas brutal. Am Ende vielleicht etwas übereilt und die Taten an den Frauen widersprechen den Aussagen in den Tagebüchern, dass man nicht die Hand gegenüber unschuldigen Frauen erhebt, aber insgesamt sehr guter Thriller.
- Robert Galbraith
The Cuckoo's Calling
(100)Aktuelle Rezension von: Nicolai_LevinEin Kriminalroman der konventionellen Art. Das muss nicht schlecht sein, im Gegenteil - es muss nicht immer Serienmord und Blutsturz und Perversion sein. Sprachlich gibt sich das Opus unauffällig mit ein paar ganz netten Einsprengseln da und dort.
Was ich mochte, war die Chemie zwischen Ermittler Strike und seiner Assistentin Robin, die von der aufregenden Detektivbranche fasziniert ist und einen erfreulich intelligenten Sidekick angibt. Positiv - speziell gegenüber dem Harry-Potter-Universum - fällt auch eine Reihe von angenehm dreidimensionalen Charakteren, wie etwa dem Modezaren Guy Somé, auf. Das ist mal was anderes, als die Knallchargen aus Hogwarts.
Was ich dagegen gar nicht mag, sind diese Agatha-Christie-mäßigen Charaden, wo der Gärtner zur Garage rennt, sich den Overall des Chauffeurs überwirft und danach wieder zurückeilt, um die Rosen zu gießen. (Hier die Frage, wer warum in welcher Wohnung wo war) Das kommt im wahren Leben einfach NIE vor!
Störend finde ich auch, wenn der Ermittler (speziell wenn er die Erzählperspektive bildet!) kurz vor dem Ende etwas weiß, was er den Leser_innen vorenthält. Das gehört sich einfach nicht.
Und ich bin erschüttert, welche absoluten Anfänger-No-nos der Verlag seinem Autor hat durchgehen lassen: Der Held, der sich im Spiegel betrachtet und darin sein Äußeres darlegt - sagt mal, geht's eigentlich noch?!
Bleibt die Erkenntnis, dass Frau Rowling eine sehr mäßig begabte Schriftstellerin mit grandioser Nase für gute Stories bleibt.
Und mir (hier wirds jetzt spoilerig) am Ende die Frage, wieso der Privatdetektiv überhaupt beauftragt wurde? Das ergibt einfach gar keinen Sinn!
Im Ganzen okaye Krimikost mit Abstrichen; besser als Barnaby, aber Welten von den Spitzentiteln des Genres entfernt.
- Agatha Christie
Murder on the Orient Express (Poirot)
(62)Aktuelle Rezension von: Gusti_DaimchenSeit 2017 bringt der Verlag HarperCollins in lockerer Folge ausgewählte Kriminalromane von Agatha Christie in einer sogenannten Special Edition heraus. Es handelt sich um Hardcoverausgaben mit individuell gestalteten Einbanddeckeln (auf Schutzumschläge wurde verzichtet). Das ausgesprochen attraktive Design macht die Bücher zu reizvollen Sammelobjekten. Als erster Band erschien Murder on the Orient Express (Erstveröffentlichung 1934). Dieser Krimi zählt – auch dank mehrerer Verfilmungen – zu den bekanntesten Werken der Autorin.
Im Folgenden verwende ich für den Romantitel das Kürzel MOE.
Der Roman gehört zu jenen Krimis von Agatha Christie, in denen der Tatort von der Außenwelt abgeschnitten ist. Die Geschichte spielt sich an Bord des Orient-Express ab, in einem einzelnen Waggon, im Kurswagen von Istanbul nach Calais. Andere Varianten des von der Außenwelt abgeschnittenen Tatortes in Christie-Romanen sind Flugzeug („Tod in den Wolken“), Schiff („Tod auf dem Nil“) und Insel („Das Böse unter der Sonne“). Das Opfer ist Samuel Ratchett, ein aus den USA stammender Verbrecher, der in die Alte Welt geflohen ist und eine andere Identität angenommen hat, um sich der Strafverfolgung zu entziehen. Es ermittelt Hercule Poirot, der sich zufällig unter den Reisenden befindet.
Bei der Lektüre von MOE fällt zweierlei auf: (a) Beschreibende Passagen sind auf das absolute Minimum reduziert. Der Roman besteht fast zur Gänze aus Dialogen. (b) Um beim Leser maximale Verwirrung zu stiften, bietet Christie einen ungewöhnlich umfangreichen Cast auf, eine Vielzahl von Passagieren aus aller Herren Länder, die als Zeugen auftreten und/oder als Verdächtige in Frage kommen. Es ist kein Leichtes, im Gewirr der Zeugenaussagen den Durchblick zu behalten. Zwei Gehilfen stehen Poirot zur Seite, der griechische Arzt Dr. Constantine und Monsieur Bouc, ein Direktor der Eisenbahngesellschaft, die den Orient-Express betreibt. Beide, Bouc mehr noch als Constantine, sind von dem Fall sichtlich überfordert. Sie behindern die Ermittlungen eher als sie zu befördern. Der Leser tut gut daran, sich gerade von Boucs Hilf- und Ratlosigkeit nicht anstecken zu lassen.
Wie fast alle Christie-Romane verlangt MOE vom Leser ein hohes, vielleicht zu hohes Maß an „willentlicher Aussetzung der Ungläubigkeit“ (suspension of disbelief). Der Roman wirkt überkonstruiert, übertrieben raffiniert. Die Geschichte ist keineswegs „wasserdicht“, sondern weist mancherlei Schwachstellen auf, die einen erfahrenen Krimileser schon frühzeitig ahnen lassen, wie der Mordfall an Bord des Zuges zu erklären ist – als kollektives Verbrechen, verübt von einer ganzen Gruppe. Die folgenden Beobachtungen und Überlegungen sind als Kritik des Romans zu verstehen.
(1)
Zu Beginn sei kurz der Plan der Verschwörer rekapituliert. Die Tat soll in der Nacht auf jugoslawischem Boden verübt werden, weil während der Fahrt durch Jugoslawien kein Sicherheitspersonal an Bord des Zuges ist (ein Grund dafür wird nicht genannt). Die Tat soll am Morgen nach Überqueren der Grenze auf italienischem Boden entdeckt und von der italienischen Polizei untersucht werden (dieser Teil des Planes scheitert, da der Zug unerwartet in eine Schneewehe gerät und nicht weiterfahren kann). Die Tat soll als sogenannter outside job inszeniert werden. Es soll der Eindruck entstehen, eine von Rachsucht getriebene Person, die Ratchett nach dem Leben trachtete, sei während eines Halts in Jugoslawien an Bord gekommen, verkleidet als Zugschaffner und ausgestattet mit einem Generalschlüssel. Drohbriefe sollen belegen, dass Ratchett über längere Zeit verfolgt und gejagt wurde. Der Detektiv Cyrus Hardman, einer der Reisenden, soll aussagen, Ratchett habe ihn in Istanbul als Leibwächter engagiert und über einen drohenden Anschlag auf sein Leben informiert. Der im Abteil der Passagierin Mrs. Hubbard gefundene Uniformknopf soll als Beleg für die Anwesenheit eines externen Täters in Verkleidung dienen. Es soll der Eindruck erweckt werden, der Täter sei durch die Verbindungstür von Ratchetts Abteil in Mrs. Hubbards Abteil gelangt und habe von dort aus den Zug verlassen. Mrs. Hubbard soll aussagen, ein unbekannter Mann sei nachts bei ihr im Abteil gewesen. Die Passagiere sollen sich gegenseitig Alibis geben, um nicht in Verdacht zu geraten.
Es ist sehr zweifelhaft, ob die italienische Polizei – oder irgendeine andere Polizei – auf diese Inszenierung „hereingefallen“ wäre. Der Zug verlässt Belgrad um 21.15 Uhr (Teil 1, Kap. 4). Während des halbstündigen Aufenthalts in Belgrad kann die Tat nicht verübt worden sein, da der Zustand der Leiche nicht zu einem Todeszeitpunkt vor 21.15 Uhr passt. Es kommt nur der spätere Halt in Vincovci in Frage (Ankunftszeit unklar, Abfahrt 0.10 Uhr). Leider wird nicht erwähnt, wie lange er dauert. Hätte der Täter genug Zeit gehabt, in Vincovci an Bord zu kommen und den Zug wieder zu verlassen? Wichtig ist: Um nicht entdeckt zu werden, kann der Täter auf keinen Fall längere Zeit an Bord bleiben (etwa: Zustieg in Belgrad, Ausstieg in Vincovci. Oder: Zustieg in Vincovci, Ausstieg in Italien). Davon abgesehen würden sich der italienischen Polizei viele Fragen aufdrängen: Was hat es mit den zwölf verschiedenartigen Stichwunden am Körper des Opfers auf sich? Stammen sie wirklich von nur einem Täter? Wie hat sich der Täter Schaffneruniform und Generalschlüssel verschafft? Wie dringt der Täter zu Ratchett vor? Dafür gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder sucht er die Abteile nach Ratchett ab (mit dem Risiko, gesehen zu werden), oder er hat an Bord einen Komplizen, der ihn informiert, so dass er keine Zeit mit der Suche nach Ratchett verliert.
Der unerwartete Halt auf freier Strecke zwingt die Verschwörer noch in der Tatnacht zu (hastigen, schlecht durchdachten) Improvisationen. Da der Zug feststeckt und am Tage nirgendwo im Schnee Fußspuren einer entwichenen Person zu sehen sein werden, lässt sich das Szenario vom heimlich zu- und ausgestiegenen externen Täter nicht mehr aufrechterhalten. Eine geheimnisvolle Frau in einem roten Kimono geistert zu nachtschlafener Zeit durch den Zug (Poirot sieht sie, allerdings nur von hinten). Die Identität der Frau und der Verbleib des Kimonos geben am nächsten Tag Rätsel auf. Ein Pfeifenreiniger und ein Damentaschentuch mit der Initiale H werden im Abteil des Opfers platziert und wie gewünscht von Poirot aufgefunden. All dies dient dazu, Verwirrung zu stiften und die Aufklärung des Falles während des unfreiwilligen Stopps nach Kräften zu erschweren, wenn nicht gar unmöglich zu machen.
(2)
Was mir schon zu Beginn der Lektüre negativ aufgefallen ist: Die Verschwörer setzen ihren Plan nur in die Tat um, weil ihnen Poirots Identität seltsamerweise unbekannt bleibt. Bei der Ankunft am Bahnhof in Istanbul wird Poirot von Monsieur Bouc dem Zugpersonal nicht vorgestellt. Hector MacQueen und Poirot teilen 24 Stunden lang ein Abteil (Istanbul-Belgrad), machen sich aber – man glaubt es kaum – nicht namentlich miteinander bekannt. Auch die anderen Passagiere erfahren bzw. bemerken nicht, dass der berühmte Detektiv an Bord ist. Weder im Speisewagen noch anderswo schnappen sie seinen Namen auf. Miss Debenham und Colonel Arbuthnot kennen Poirot bereits vom Sehen von der Fahrt im Taurus-Express von Aleppo nach Istanbul. Sie machen sich aber nicht mit ihm bekannt. Warum nicht? Weil er „lächerlich“ aussieht und als „Ausländer“ nicht ernst genommen zu werden verdient (Teil 1, Kap. 1). Noch am Morgen nach der Tat hält Arbuthnot Poirot für einen Vertreter der Bahngesellschaft (Teil 1, Kap. 5). Einige Passagiere wissen aber etwas mit Poirots Namen anzufangen, sobald der Detektiv im Zuge der Ermittlungen seine Identität offenbart, etwa Hardman (ein Amerikaner) und die Fürstin Dragomiroff. Als sie erfährt, wen sie vor sich hat, sagt sie lapidar: „Ich erinnere mich an den Namen. Das ist dann wohl Schicksal“ (Teil 2, Kap. 6). Es ist vollkommen unglaubhaft, dass kein einziger der Passagiere während der eintägigen gemeinsamen Fahrt vor der Tat mitbekommt, wer Poirot ist. Es ist umso unglaubhafter, als ausgerechnet Ratchett weiß, dass der Detektiv im Zug ist (Teil 1, Kap. 3). Wie bekommt er das mit? Schnappt er Poirots Namen auf, während sich Poirot und Bouc unterhalten?
Gerade weil Poirot "außerplanmäßig" an Bord ist, müsste die Gruppe bestrebt sein herauszufinden, wer dieser Mitreisende ist, ob er "harmlos" ist oder nicht. Es stellt sich die Frage: Hätten die Verschwörer ihren Plan auch dann in die Tat umgesetzt, wenn sie nach der Abfahrt mitbekommen hätten, dass Poirot unter ihnen ist? Oder hätten sie ihr Vorhaben abgebrochen? In einem anderen Christie-Krimi, „Tod auf dem Nil“, setzen die beiden Täter ihren Plan um, obwohl sie um Poirots Identität wissen. Das ist als Ausdruck von Hybris und Selbstüberschätzung zu verstehen. In MOE agieren die Täter jedoch aus purer Ahnungslosigkeit, einer Ahnungslosigkeit, die für den Leser überhaupt nicht nachvollziehbar ist.
(3)
Als er zum ersten Mal befragt wird, sagt der amerikanische Detektiv Hardman aus, Ratchett habe ihn in Istanbul angeheuert. Er legt ein Schreiben vor, das von Ratchett stammen soll (Teil 2, Kap. 9). Seltsamerweise wird Poirot nicht stutzig. Er müsste aber stutzig werden, da er selbst von Ratchett nach der Abreise aus Istanbul angesprochen wurde. Er müsste sich fragen: Warum wollte Ratchett einen zweiten Detektiv zu seinem Schutz engagieren? Einem aufmerksamen Leser ist an diesem Punkt klar, dass mit Hardmans Aussage etwas nicht stimmen kann. Und in der Tat stellt sich später heraus, dass sie falsch ist.
(4)
Nach der Entzifferung des letzten Drohbriefes an Ratchett erkennt Poirot, wer Ratchett wirklich war: Der Gangster Cassetti, der Drahtzieher hinter dem aufsehenerregenden Entführungsfall Daisy Armstrong (Teil 1, Kap. 7). Bald darauf erfolgt die Befragung von Ratchetts Sekretär MacQueen. Der junge Mann „verplappert“ sich, erzählt ohne Not, dass er die Familie Armstrong kannte, dass sein Vater als Staatsanwalt den Fall Armstrong bearbeitete (Teil 2, Kap. 2). Als Leser reibt man sich verwundert die Augen, wenn man das liest. Unachtsam und fahrlässig bringt MacQueen die Inszenierung der Verschwörergruppe ins Wanken. Poirot wird hellhörig. Die Fürstin Dragomiroff räumt auf Poirots Nachfrage bereitwillig ein, dass sie die Armstrongs ebenfalls kannte (Teil 2, Kap. 6). Der Detektiv Hardman erwähnt beiläufig, dass er MacQueen aus New York kennt (Teil 2, Kap. 9). Das sind schon drei Personen, die direkt oder indirekt mit dem Fall Armstrong Berührung hatten oder sich schon vor der Zugfahrt kannten. Einen erfahrenen Krimi-Leser muss das stutzig machen. Die Anwesenheit dieser Personen am selben Ort zur selben Zeit kann kein Zufall sein. Auch wenn sich der Verstand zunächst gegen den Erklärungsansatz Gruppenverbrechen sträubt, zeichnet sich doch bei der Lektüre von Teil 2 des Romans (Befragung aller Passagiere) deutlich ab, dass kein Verbrechen eines externen Einzeltäters vorliegt. Der deutlichste Hinweis sind natürlich die zwölf verschiedenartigen Stichwunden an Ratchetts Körper.
(5)
Bei seiner zweiten Befragung gibt Graf Andrenyi zu, den Namen seiner Ehefrau im Reisepass manipuliert zu haben, nachdem er von dem Damentaschentuch mit der Initiale H in Ratchetts Abteil erfahren hat (Teil 3, Kap. 4). Auffälligerweise fragt Poirot nicht danach, von wem der Graf die Information erhalten hat. Als Leser kann man darüber nur den Kopf schütteln. Die Reisepässe der Passagiere werden eingesammelt (Teil 1, Kap. 6), noch bevor Poirot Ratchetts Abteil besichtigt, noch bevor er im Speisewagen mit seinen Befragungen beginnt und zu klären versucht, wem das Taschentuch gehört. Die Manipulation des Namens der Gräfin findet folglich zu einem sehr frühen Zeitpunkt statt. Bei der Inspektion von Ratchetts Abteil ist keiner der Passagiere anwesend, lediglich Dr. Constantine assistiert Poirot (Teil 1, Kap. 7). Zuvor war nur der Waggonschaffner Pierre Michel im Abteil. Nach dem Aufbrechen der von innen verschlossenen Tür hat er den Leichnam entdeckt. Es drängt sich dem Leser unweigerlich der Verdacht auf, dass Michel die Andrenyis über das Taschentuch informiert haben muss. Er muss mit ihnen persönlich bekannt sein, muss mit ihnen in irgendeiner Form unter einer Decke stecken. Der Erklärungsansatz Gruppenverbrechen wird immer plausibler, und Michel ist offenkundig Teil der Gruppe.
Doch andererseits: Wenn Michel weiß, dass das Taschentuch die Gräfin belasten könnte, warum lässt er es in Ratchetts Abteil liegen anstatt es zu entfernen? Zu einem späteren Zeitpunkt (nach Beginn der Befragungen) und von einer anderen Person als Michel können die Andrenyis nicht informiert worden sein. Poirot behält den Fund des Taschentuchs zunächst für sich; vom Arzt kann dasselbe angenommen werden. Als bei den Befragungen der Passagiere das Taschentuch zur Sprache kommt (Mrs. Hubbard wird als erste danach gefragt, Teil 2, Kap. 4), liegen schon alle Pässe bei Poirot. Der Graf gibt seinen Pass nicht erst bei seiner ersten Befragung ab. Der Namenseintrag ist schon manipuliert, als Poirot den Pass durchblättert (Teil 2, Kap. 7). Leider wird am Ende des Romans nicht aufgeklärt, wer das Taschentuch, das der Fürstin Dragomiroff gehört, bei Ratchett platziert hat und zu welchem Zeitpunkt, ohne Absprache mit den Mitverschwörern. Das stellt sich als törichter Fehler heraus, der die Andrenyis zur Manipulation des Namenseintrages zwingt und in der Folge Poirots Misstrauen weckt. Die verworrene, widersprüchliche Geschichte um das Taschentuch und den Pass des Ehepaares Andrenyi ist mit Abstand der unbefriedigendste Aspekt des Romans. Hat Christie diese Geschichte absichtlich so konzipiert, oder liegt hier schlichtweg Nachlässigkeit vor?
(6)
Mrs. Hubbard entpuppt sich zum Schluss als die Schauspielerin Linda Arden, Mutter von Sonia Armstrong und der Gräfin Andrenyi. Sie bestätigt Poirots Theorie von dem kollektiv verübten Racheakt an Ratchett-Cassetti. Alle Passagiere sind in der einen oder anderen Weise mit der Familie Armstrong verbunden, sei es als Angehörige, sei es als Bedienstete. Es ist zu bedauern, dass Hubbards Ausführungen über die Planung der Rachetat sehr knapp und oberflächlich ausfallen. Der Tat geht ein gewaltiger logistischer Vorbereitungsaufwand voraus, von den finanziellen Kosten ganz zu schweigen. Monate vor dem Verbrechen werden MacQueen und der Kammerdiener Masterman bei Ratchett „eingeschleust“, der im Vorderen Orient untergetaucht ist. Die Verschwörer reisen von verschiedenen Kontinenten, aus verschiedenen Ländern an, um gemeinsam in Istanbul den Orient-Express zu besteigen, zusammen mit Ratchett. Das grenzt ans Phantastische, umso mehr, als wir uns im Zeitalter rudimentärer Telefon- und Telegrafenverbindungen befinden. Aber so ist es in fast allen Krimis von Agatha Christie: Die Täter hecken unglaublich ausgeklügelte und komplexe Pläne aus, Pläne, die in der Realität aller Wahrscheinlichkeit nach niemals funktionieren würden.
+++++
Es gäbe noch manch anderen Punkt zu beanstanden. Die Suche nach der Schaffneruniform, von der der bei Mrs. Hubbard gefundene Knopf stammt, wird einfach abgebrochen. Dabei wird die Uniform dringend benötigt. Der Roman endet damit, dass Bouc entscheidet, der jugoslawischen Polizei die erste der beiden möglichen Lösungen des Falls zu präsentieren, die Poirot darlegt: Ein verkleideter externer Täter hat Ratchett ermordet. Das ist das ursprüngliche Szenario der Verschwörer (siehe oben). Zur Untermauerung dieser Theorie wäre die Uniform, die irgendwo im Zug versteckt sein muss, nötig. In der Verfilmung von 1974 wird die Uniform tatsächlich gefunden, anders als im Roman.
Ich fasse meine Hauptkritikpunkte kurz zusammen:
(1) Die Verschwörer setzen ihren Plan in die Tat um, weil sie nicht wissen, dass Poirot unter ihnen ist.
(2) Einen Anhaltspunkt für die Aufklärung des Falles gewinnt Poirot nur durch einen „glücklichen Zufall“: Der letzte Drohbrief an Cassetti wurde nicht vollständig vernichtet, so dass Poirot eine Verbindung zum Fall Armstrong herstellen kann. Das ist ein recht billiger Trick. Und was hätte Poirot schon mit dem Brief anfangen können, wenn sich Hector MacQueen wenig später NICHT „verplappert“ hätte?
- Charlaine Harris
Dead Until Dark. Vorübergehend tot, englische Ausgabe
(91)Aktuelle Rezension von: misspiderI've read the book early after it was published in 2001, and I loved it. So, naturally, I purchased most of the sequels, but somehow, I never got around to reading them. Now, after the first season of True Blood aired on tv, which I really enjoyed watching, I decided to start all over with the books.
So I dusted off the first volume and got going, and was surprised to find out that I couldn't remember having read it before. Either I'm getting old and senile, or I was not really into it back then. And instead of the expected "oh, I've definitely read that before" deja vu the second reading was more like a "well, this was not in the tv show, but other scenes are missing in the book" comparison. However, I did enjoy reading the book (again) and I was glad to see the book was not as packed with storylines as True Blood. Instead, it has a pleasant mix of mystery, romance (but not too much, thank you) and action, not to forget its humor.
I guess back then I also mostly appreciated this book being more complex than the usual vampire romance novels which sprouted like weeds around that time. Of course I am eager to continue with the sequels, so if you'll excuse me now, I have to go for a reading. - Holly Jackson
A Good Girl's Guide to Murder (English Edition)
(55)Aktuelle Rezension von: eva221bPippa liebt eine gut recherchiert True Crime Story. Als sie sich für ein Schulprojekt entscheiden muss, fällt ihr die Wahl leicht: Sie will das Verschwinden der 17-jährigen Andie Bell untersuchen, das fünf Jahre zurückliegt. Warum sie tun will, versteht niemand, denn der Fall ist längst abgeschlossen: Ihr damaliger Freund Sal hat die Tat gestanden und sich danach selbst umgebracht. Doch Pip glaubt diese Version nicht und bittet Ravi, Sals Bruder, ihr zu helfen. Auch er ist der festen Überzeugung, dass sein Bruder weder Andie, noch sich selbst umgebracht hat. Sie fangen an, zu graben und stellen bald fest, dass die Zeugenaussagen nicht übereinstimmen und stolpern über Geheimnisse, für die jemand töten könnte.
Das Buch hat mich regelrecht eingesogen. Ich mochte Pips Ernsthaftigkeit und ihren Mut für ihre Überzeugungen ummer wieder Grenzen zu überschreiten. Dabei wirkte sie nicht kopflos oder naiv, wie es oft Charakteren in YA-Büchern vorgeworfen wird. Der Plot ist eine riesige Brezel und so unglaublich gut verknüpft, trotzdem aber überraschend. Holly Jackson ist eine unfassbar gute Erzählerin, die es versteht mit Spannung umzugehen. Sie kann Figuren lebendig und einzigartig beschreiben.
Wer diese Trilogie noch nicht in den Fingern hatte, dem kann ich nur raten, das nachzuholen.
- D.C. Odesza
DARK dream CASTLE
(116)Aktuelle Rezension von: Christin_NatuschDer zweite Teil von Dream hat mich emotional mehr berührt, als ich erwartet hätte. Die Geschichte wird tiefer, ernster und gleichzeitig intensiver. Gefühle entwickeln sich weiter, Zweifel und Konflikte bekommen mehr Raum, und genau das machte das Lesen für mich so fesselnd. Ich mochte besonders, dass nichts überstürzt wirkt, sondern sich alles Schritt für Schritt entfaltet. Für mich war es ein gefühlvoller, starker Teil, der gezeigt hat, wie verletzlich Liebe sein kann …und wie echt.
- Arthur Conan Doyle
The Hound of the Baskervilles, a Study in Scarlet, the Sign of Four
(58)Aktuelle Rezension von: Julia-Bronsema"The Hound of the Baskervilles" ist eine spannende Geschichte, die Holmes und Watson auf das Dartmoor-Moor führt, wo ein mysteriöser Höllenhund sein Unwesen treibt. Die Atmosphäre ist düster und unheimlich, und Holmes muss all seine Fähigkeiten einsetzen, um das Geheimnis um den Höllenhund zu lüften.
Was mir an diesem Buch nicht so gut gefällt, ist die gruselige Stimmung. Die Charaktere sind faszinierend und die Handlung ist voller Wendungen und Überraschungen.
Wenn du Krimis mit einer Prise Übernatürlichem magst, dann ist "The Hound of the Baskervilles" definitiv ein Buch, das du lesen solltest!
- Gillian Flynn
Dark Places (English Edition)
(64)Aktuelle Rezension von: Andreas_TrautweinDas Buch ist super aufgebaut. Spannungsbogen wird hintenraus erst richtig aufgebaut. Dazwischen leider für mich ein wenig langatmig. Die Idee ist super. Ich habe es auf Englisch gelesen und es war gut verständlich.
- Liane Moriarty
Big Little Lies
(54)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderSie sind schön und haben finanziell keine Sorgen und bringen ihre Kinder zur Schule. Alles läuft gut und es gibt Kinderparties und auch Treffen der Erwachsenen. Aber als eine junge Mutter mit ihrem Sohn zuzieht, bröckelt die Fassade. Es gibt in der Schule einen Vorfall und hinter den Türen passiert so einiges. Häusliche Gewalt, Fremdgehen, seltsame Angebote im Internet und vieles mehr. Eine Kleinstadt, die in heller Aufregung ist, denn die Fassade bröckelt.
Hochspannung! alles scheint so schön schön und friedlich, aber unter der Oberfläche brodelt es. Liane Moriarty hat ein super Buch geschrieben und es gibt so viele tolle Wendungen und Ereignisse und man kann das Buch nicht aus der Hand legen.
- Patricia Highsmith
The Talented Mr. Ripley
(2)Aktuelle Rezension von: NelebooksPart 1
cover: This cover is really dark and therefore matching with the genre. It also fits to an elderly story. Also the man on the picture is matching because it could be Mr Ripley who is not really identificable. I wasn't catched from the cover but from the title I already heard about.
narrator: The narrator has a pleasant voice and I liked listening to him.
content: The story is about Tom Ripley who has not a lot of money and knows meets Dickie from the past. Then he meets him again and he likes more and more the life Dickie has. Therefore he is ready to do a lot to be like him.
opinion: Tom is not a very sympathetic character and I couldn't identify me with him here, but I was very interested in accompanying him. The narrative style of this story is entertaining, also because it seems there that everything has to be like that and not including a lot of thoughts or feelings. The story was completely interesting and entertaining and therefore I can recommend it.
- KJ Charles
An Unseen Attraction (Sins of the Cities)
(3)Aktuelle Rezension von: AngelsammyI absolutely had to read the book in English too.
London, 1873, the Victorian era. Clem Talleyfer, thirty years old, an attractive man, half English, half Indian, runs a guesthouse in a not-so-wealthy part of London. Mainly rooms are rented for craftsmen.
The 35-year-old taxidermist Rowley Green has been staying with Clem for eight months. He does not consider himself very handsome, small and skinny as he is.
Both men indulge in a forbidden affection and love. They favour men. Punishable by up to ten years in prison if caught, as Oscar Wilde years later .
In an era of prudery, with a dedicated double standard, with an enormous amount of hypocrisy and mendacity of exquisite sophistication.
Both recognize each other and come closer, cautiously and then more and more passionately discovering their interest in each other.
Everything could be clandestine and blissful if ... if not Mr. Lugtrout, one of the tenants, named Pastor Gin, didn't keep causing disputes and trouble in the house. But Clem is forced by his brother, who owns the pension, to have to accommodate him.
Mysterious events happen. Allegedly the pastor's room was broken into. Then another break-in into Rowley's shop, which is right next door. Then the pastor disappears and reappears dead on the doorstep of the pension, tortured and brutally murdered.
Suddenly the new lovers Clem and Rowley are faced with unexpected dangers when an arson attack takes place and they float in the miasm of a fatal risk that is always vital to them. Will they be able to solve this terrible enigma and does their relationship have a future?
KJ Charles' books are always much more than crime novels. I would say they are part of historical romance, with an attached crime story.
She did a very good research, as she mentioned in the afterword, and this gives the plot an authentic note. Just how she impressively portrays the suffocating brew of the London air makes one gasp for air while reading.
She writes vividly and empathically, depicting the contrast between the noble caste and the "normal" people. Likewise the secret and discreet, wanting to live the "forbidden" love, not wanting to deny oneself happiness. Contrary to all encrusted fire-and-flame hatred spitters.
The "criminal" aspect of the story is compelling and some unexpected events occur.
Of course, the focus is on the romance that is being generated, but that's what I expect from the author.
And this is described as sensitive, warm-hearted, loving and tender. I don't understand why there are people who are bothered by the erotic aspects. These are by no means pornographic ( there is far more explicit literature. And what do some people understand by pornography? ), but described in a bewitching, hot, sexy and very appealing way. Not an end in itself, but always meaningful in context.
I love Clem and Rowley. They are a dream couple and, in their enchanting way, charmingly extraordinary. In general, I'm really addicted to the author's books. A story that puts me in the flow and that is great.
- Mark Edwards
In Her Shadow
(1)Aktuelle Rezension von: StefanieFreigerichtDeutsche Fassung am Ende.
Expectation setting: This (audio) book would not be considered to be a thriller by most, rather a … psychological family drama with high suspense.
Isabel died almost five years ago in 2013 because she tragically fell from her window. Her husband Dorpak still has does not have another woman in his live but spends his time with sister Nina or his in-laws; Isabel’s mother still cannot enter the house where Dorpak now lives on his own; Isabel’s younger sister Jessica is suffering, but has to keep her family running with husband Will and kids Felix and Olivia. Then suddenly Jessicas four-year-old daughter Olivia starts with a very very strange behavior. She frightens other children, knows details from the path, seems to hide a secret. And why does a grey car follow Jessica? Did Isabel really die from an accident?
The elements, the suspense, the nested setting – those are despite my categorization of the book common elements of a thriller. I like Mark Edwards’ books a lot, because they have rather uncommon topics - I think it is no spoiler to mention that I would not have expected to find, for example, a #MeToo – topic in this one. The nesting of the solution is typical for Edwards, and with “In her Shadow”, that Matrioshka-principle is very strong: after the first explanation there is another and yet another and… But this would not be the one book by this author I would recommend to a first reader – by my experience, most readers do have an issue with such “in between the genres” books. The solution follows the concept of a whodunnit, style and structure that of thriller and psychological drama, family drama results from the situation. In addition, especially the middle goes very in depth with the option of the supernatural – that was only acceptable from my part, as I knew the author to lay out a trace for which his hints are rather thick.
I again was meant to whispersynching, but ended up with the audio only but for the spelling of Isabel's widower. I quite liked how Ester Wane read this, but for the delivery of little Olivia – way too squeaky and unnatural.
Altogether 3 1/2 stars, down to 3 to compare to other Edwards-books. An okay read, but not my favorite of his.
Erwartungshaltung: Dieses (Hör-) Buch würden die meisten nicht als Thriller einordnen, eher als … psychologisches Familien-Drama mit hohem Spannungsfaktor.
Isabel ist vor fast fünf Jahren (2013) gestorben durch einen tragischen Sturz aus dem Fenster. Ihr Ehemann Dorpak hat bis heute keine neue Frau in sein Leben gelassen und verbringt lieber Zeit mit seiner Schwester Nina oder seiner Schwieger-Familie, Isabels Mutter kann das Haus, in dem Dorpak jetzt allein lebt, bis heute nicht betreten, Isabels jüngere Schwester Jessica leidet, muss ihre Trauer aber dem Familienleben mit Mann Will und den Kindern Felix und Olivia unterordnen. Da fängt Jessicas kleine vierjährige Tochter Olivia an, sich sehr sehr merkwürdig zu verhalten. Sie ängstigt andere Kinder, weiß Details aus der Vergangenheit, scheint ein Geheimnis zu verbergen. Und warum folgt ein graues Auto Jessica? Ist Isabel wirklich durch einen Unfall gestorben?
Die Elemente, die Spannung, das Verschachtelte – das sind ungeachtet meiner Einordnung des Buches die Elemente eines Thrillers. Ich mag Mark Edwards Bücher sehr, weil sie recht ungewöhnliche Themen aufgreifen – ich denke, ich spoilere nicht, dass ich hier beispielsweise kein #MeToo – Thema als eine der Zutaten vermutet hätte. Auch die Verschachtelung der Auflösung ist typisch Edwards, das erfolgt gerade bei „In her Shadow“ besonders stark im Matrioschka-Prinzip: hinter der ersten Aufklärung folgt eine weitere, folgt eine weitere, … Aber dieses Buch wäre jetzt nicht das Buch vom Autor, das ich jemandem als das erste seiner Bücher empfehlen würde – meiner Erfahrung nach haben die meisten Leser zu sehr ein Problem damit, wenn ein Buch etwas „zwischen den Genres“ hängt. Die Auflösung folgt dem Muster des Whodunnit, Stil und Aufbau dem von Thriller und Psychodrama, Familientragödie ergibt sich aus der Situation. Dazu wird gerade im Mittelteil recht in die Tiefe gehend die Option des Übernatürlichen breit ausgewalzt – das ging für mich nur, weil ich bei dem Autor schon kannte, dass er eine Fährte gerne mit vielen Zaunpfählen markiert.
Ich wollte mal wieder Whispersyncen, habe dann bis auf die Schreibweise von Isabels Witwer nur gehört. Die Stimme von Esther Wane hat mir ganz gut gefallen, bis auf die Stimmlage als Olivia - viel zu quietschig-künstlich.
Insgesamt 3 ½ Sterne, die ich wegen meiner Bewertung der anderen Edwards-Thriller abrunde auf 3: Ganz okay, aber nicht mein Favorit.
"..it was a male desease - attempting to find a solution for everything" chapter 8 ;-)
- Katherine Neville
The Fire
(2)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderDas Montglane Spiel ist einer der besten historischen Romane aller Zeiten! Das von der Autorin dann ganz lange nichts mehr kam ist zu verstehen, denn der Druck muss enorm sein nach so einem Meilenstein. Die Botschaft des Feuers soll noch mal los lodern. Natürlich besitzt Katherine Neville ein großes Schreibtalent, aber an so einen gewaltigen Vorgänger anknüpfen? Ein Ding der Unmöglichkeit wie sich bald heraus stellt. Zu gewollt sind die verschiedenen Ebenen, zu erzwungen die erneuten Geschichten über das Montglane Spiel. Ich bin enttäuscht und habe danach erstmal den übermächtigen Vorläufer nochmal gelesen, denn sonst wäre zuviel kaputt gewesen.
- T.M. Frazier
Up In Smoke: A King Series Novel (The King Series)
(1)Aktuelle Rezension von: MimabanoDies ist nun der 8. Teil der King - Reihe
Im Klappentext steht, man könne das Buch lesen ohne die anderen Teile zu kennen. JA kann man - Aber man verpasst trotzdem etwas. Nämlich das Vergnügen eine ganz tolle Reihe zu lesen!
Da mir die Reihe UND die Autorin ausserordentlich gut gefallen, habe ich mir noch zwei Teile auf deutsch besorgt. Einfach um zu sehen wie es übersetzt klingt.
Fazit : nicht schlecht
Aber ich empfehle die Bücher auf englisch zu lesen. Es macht einfach mehr Spass!
SMOKE's Charakter gefällt mir sehr gut. Obwohl er sehr düster ist, kann man sich sehr gut mit ihm identifizieren. Die ganze Story ist auch düsterer als die anderen Teile. Wer aber die Autorin kennt, sollte nicht überrascht sein. FRANKIE fand ich etwas lasch, aber sonst in Ordnung. Es kommen einige Personen vor, die man von anderen Bänden kennt. Wie gesagt kann man das Buch aber auch so lesen, ohne Vorkenntnisse. Trotz fünf Sternen fand ich diesen Teil etwas langatmiger als die anderen...
Klappentext :
*Can be read as a standalone.
I'm a man without a conscience.
I deal in murder and mayhem.
I'm the best at what I do.
Frankie Helburn is supposed to be an easy job.
A means to flush her father out of hiding.
Simple.
Except there isn't anything simple about Frankie or the secrets she's keeping.
She's cocaine with legs. I'm addicted before I've even had a taste.
I might have her, but I can't keep her.
But if her father doesn't show his face, Frankie will be mine.
To KILL. - Maya Banks
Just One Touch: A Slow Burn Novel (Slow Burn Novels)
(1)Aktuelle Rezension von: MimabanoACHTUNG ❗️ 5. Teil der SLOW - BURN Reihe Dieser Teil war eigentlich wieder sehr gut.Einen Stern abgezogen habe ich, weil es häufig wirklich extrem kitschig/übetrieben war.In der Geschichte wurde das Thema Sekte eingebunden.Das fand ich abwechslungsreich (verglichen mit den vorherigen Teilen) .Sonst hat mir das meiste eigentlich gefallen, und man "hört" wieder etwas von Tori, die im ersten Teil der Reihe verschleppt und misshandelt wurde.Man merkt , und ich habe gehofft,dass es im nächsten Teil um sie und Dane geht.Wer Maya Bank's Bücher mag und kennt,wird auch hier wieder voll auf seine Kosten kommen.Zum Schluss wird es so richtig spannend und man freut sich auf den nächsten Teil.Eine klare Leseempfehlung also von mir, mit ⭐️⭐️⭐️⭐️ Sternen bewertet.Für inhaltliche Informationen bitte weiterlesen.KLAPPENTEXT : 📖 Raised in a strict religious cult since she was a young girl,Jenna has no connection to the outside world beyond vague flashes of memory that seem to be from another life.Memories she clings to when the cult leaders discover her extraordinary ability to heal - and punish her.Years held captive and forced to do the cult's bidding have turned Jenna into a meck, timid woman ... or so they think.in truth , she is merely biding her time , waiting for the perfect moment to escape. When a terrified young woman tries to steal the SUV of Deveraux Security's toughest recruit,Isaac's anger quickly turns into a strange sort of protectivness for the beautiful , bruised stranger.But when they are caught in a firestorm of bullets and Isaac is hit,he's sure the end is near,until Jenna touches him and closes his wounds.As he tries to bring Jenna to safety,she refuses to tell him what danger haunts her or how she healed him, but Isaac vows to do whatever it takes to gain her trust ... and her heart.Because with just one touch,Isaac knows he wants Jenna to be his - forever.























