Bücher mit dem Tag "musik"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "musik" gekennzeichnet haben.

1.528 Bücher

  1. Cover des Buches Fifty Shades of Grey - Geheimes Verlangen (ISBN: 9783641301644)
    E. L. James

    Fifty Shades of Grey - Geheimes Verlangen

    (10.324)
    Aktuelle Rezension von: Seelenfunke

    Ich habe das Buch nach einiger Zeit abgebrochen – nicht, weil es schlecht geschrieben ist, sondern weil ich einfach keinen Zugang dazu gefunden habe.
    Die Beziehung zwischen Anastasia und Mr. Grey konnte ich weder fühlen noch nachvollziehen.
    Auch über die weiteren Bände habe ich nur gehört, und ich bin ehrlich froh, sie nicht weitergelesen zu haben. 

    Für mich war es einfach nicht das richtige Buch – aber jede Geschichte verdient Respekt.  

  2. Cover des Buches Das Schicksal ist ein mieser Verräter (ISBN: 9783423086417)
    John Green

    Das Schicksal ist ein mieser Verräter

    (12.813)
    Aktuelle Rezension von: Trishen77

    "Eigentlich ist fast alles eine Nebenwirkung des Sterbens."

    Ich bin bereits seit Eine wie Alaska ein großer Fan des amerikanischen Autors John Green und seiner Jugendromane, die oft die Feinheiten dieses Genres und einzigartigen Thematiken verknüpfen. Ich weiß nicht, was es genau ist, das seine Bücher so ehrlich und doch so gut erzählt erscheinen lässt, aber in seinen Büchern fühle ich wohl, wie es mir sonst nur bei Autoren wie John Irving, Jorge Luis Borges oder den Gedichten Rilkes passiert. Was ihn jetzt nicht mit einer dieser Autoren konkret in Verbindung setzten soll, aber es ist da eine unkomplizierte Präsens in seinen Geschichten, Personen, seiner ganzen Sprache, die der Erfahrung des Lesens ein wenig das Glasscheibenhafte, das Hindernis nimmt, was manchmal zwischen Leser und Lektüre steht.

    Gleich vorweg: "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" ist ein wirklich tolles Buch. Es ist vollkommen unprätentiös, es wirkt auf dem Leser, ist ein wunderbar unüberladenes Erlebnis. Es erreicht uns im Kleinen und es erreicht uns im Großen, ist eines dieser Bücher, an dem wir nicht vorübergehen können, sondern kurz innehalten, vielleicht nicht einmal genau wissen warum wir innehalten, aber eins ist klar: das Innehalten genügt als Grund, die Rührung genügt als Schleife auf dem Moment, das Buch, gelesen, in der Hand, genügt als vollendeter Ruf an das Leben in uns allen.

    "-und sofort bekam ich Angst, dass die Leute über mich, wenn ich starb, auch nichts anderes zu sagen hätten, außer das ich tapfer gekämpft hätte, als wäre das einzige, was ich je getan hatte, Krebs zu haben."

    Und um Leben geht es in diesem Buch, viel mehr, als in vielen anderen Büchern, in denen die Menschen tatsächlich die ganze Zeit einfach nur leben.
    Hazel Grace ist 16 und kann nur noch durch zugeführten Sauerstoff aus einer Flasche überleben, die sie mit sich herumtragen muss; Krebs in der Schilddrüse, Metastasen in der Lunge - unheilbar, nur noch aufhaltbar. Gelegentlich geht sie einmal in der Woche zu einer Art Gruppentherapie in einer Kirche für krebskranke Kinder. Dort trifft sie eines Tages einen Jungen, der selber mal an Krebs erkrankt war, jetzt aber gesund ist. Und es scheint, dass er sich auffällig für Hazel interessiert...

    Es ist natürlich letztlich unbeschreiblich, wie nah einem ein Buch nach der Lektüre steht. Also nicht nur, wie nah es einem geht, sondern wie sehr man darin, abseits vom Thema, Spuren einer lebendigen Wirklichkeit und Wesenhaftigkeit spürt - oder, altmodisch gesagt: Dass es ist, als wären die Romanfiguren Teilnehmer an einem Spiel, das auch wir spielen, wenn wir das Buch wieder geschlossen haben. Solche Bücher erreichen uns mit ihrem Thema stärker als andere, nicht weil sie Illusionen fabrizieren oder unterstützen, sondern weil sie offenbaren, was gültig ist in allem, egal ob Realität oder Fiktion. Eins davon ist sicherlich die Liebe und dieser Roman zeigt auch noch einige mehr.

    "Jedenfalls sind die wahren Helden nicht die Leute, die Sachen tun; die wahren Helden sind die, die Dinge BEMERKEN, die AUFMERKSAM sind."

    Im Grunde ist die Geschichte eine Liebesgeschichte – und dass sie viel, viel mehr ist, lässt diesen letzten Punkt trotzdem nicht in Vergessenheit geraten. Von den Szenen, durch die diese Buch sich bewegt, haben mich viele berührt, viele habe ich mit Spannung und Aufmerksamkeit verfolgt, viele sind mir als sehr gut geschilderte Gesten im Gedächtnis geblieben, die Kleinigkeiten eines Buches eben, die seine Lektüre zu einem riesengroßen Raum machen, den man nach der Lektüre nicht sofort verlassen kann, weil man ihn noch eine ganze Weile durchwandern muss. Übergreifend (Achtung SPOILER) hat mich aber letztendlich die Szene berührt, in der das Motto, die Essenz dieses Buches in aller Deutlichkeit hervortritt, wie sonst nur in einem Film , der einen sehr ähnlichen Namen und eine ähnliche Botschaft trägt. Die Szene in der Gus zu ihr sagt und man weiß, dass es das ganze Buch einfängt und letztendlich in diesem Satz der Punkt hinter die Aussage gesetzt wird, wodurch sie vollkommen ist:

    "Das Leben ist schön, Hazel Grace."

    Ein Moment zum Heulen. Aber auch ein Moment um John Green zu danken. Weil er ein großartiges Buch geschrieben hat. Denn damit ist natürlich nicht alles gesagt - aber das Wichtigste.

    Nachtrag: Es grenzt vielleicht schon an Blasphemie, wenn ich mir erlaube hier zwei Bücher anzuhängen, die keineswegs genau wie dieses Buch sind, ja noch nicht mal mit derselben Grundthematik arbeiten, aber denjenigen gefallen könnten, die auch dieses Buch gut fanden, und vielleicht stelle ich sie auch nur hier noch hinten an, weil sie mir ebenfalls sehr am Herzen liegen:
    Das also ist mein Leben
    Die Nackten
    Auch sehr zu empfehlen ist natürlich "Eine wie Alaska", Greens Debüt, ähnlich einzigartig wie dieser Roman.

  3. Cover des Buches Die Mitternachtsbibliothek (ISBN: 9783426562307)
    Matt Haig

    Die Mitternachtsbibliothek

    (1.636)
    Aktuelle Rezension von: summerfeeling9

    Nora Seed ist unglücklich mit ihrem Leben. Und eines nachts beschließt sie diesem eine Ende zu setzen. Aber sie stirbt nicht, sondern landet in der "Mitternachtsbibliothek", einer Bücherei mit unzähligen von Büchern, die jeweils verschiedene Leben von ihr beinhalten, wenn sie jeweils andere Entscheidungen getroffen hätte. Und sie hat nun die Möglichkeit all diese Leben auszuprobieren. Einmal ist sie Olympia Schwimmerin, einmal mit ihrem Ex-Freund noch zusammen, ein anderes Mal ein berühmter Rockstar und wieder ein anderes Mal glückliche Ehefrau und Mutter oder sie ist Glaziologin auf Expedition. So folgen unzählig viele Leben. Wenn sie sich wirklich in einem Leben wohl fühlen würde, könnte sie auch in diesem bleiben und würde die Mitternachtsbibliothek vergessen. Aber es entwickelt sich anders.

    Nora merkt, ihr eigenes Leben zu schätzen und merkt, dass sie nicht sterben sondern leben will. Und sie bereut nicht mehr die Entscheidungen, die sie getroffen hat. Jede Entscheidung hat nämlich auch noch unzählig andere Auswirkungen - nicht nur gute.

    Mir hat das Buch recht gut gefallen - die Idee mit dieser Zwischenwelt und dem Austesten anderer Leben ist grandios und regt zum Nachdenken an. Mit der Geschichte an sich und Nora bin ich leider nicht ganz warm geworden. Aber ich nehme für mich mit, dass egal wo ich jetzt gerade stehe im Leben immer die Entscheidung habe, wie es weitergehen soll. Und ich bereue nicht mehr meine alten Entscheidungen, weil wer weiß wäre ich in anderen Leben überhaupt glücklich geworden. Es hat alles einen Sinn, warum es so gekommen ist - und das ist gut so.

  4. Cover des Buches Die letzten Tage von Rabbit Hayes (ISBN: 9783499020810)
    Anna McPartlin

    Die letzten Tage von Rabbit Hayes

    (1.205)
    Aktuelle Rezension von: Gina_1234

    Anna McPartlin schafft mit „Die letzten Tage von Rabbit Hayes“ eine eindringliche und bewegende Geschichte, die das Thema Tod und Abschied auf eine sehr ehrliche und zugleich humorvolle Weise behandelt. Rabbit Hayes ist schwer an Krebs erkrankt und weiß, dass ihr nur noch wenige Tage bleiben. Das Buch begleitet diese letzten Tage aus den wechselnden Perspektiven ihrer Familie und Freunde, die alle auf ihre eigene Art mit dem bevorstehenden Verlust umgehen. Neben Trauer und Verzweiflung gibt es auch viel Wärme und Witz, sodass die Geschichte nie zu schwer oder deprimierend wirkt. Besonders beeindruckend ist die Charakterzeichnung: Rabbit selbst und ihre Familie sind facettenreich und authentisch dargestellt, mit Ecken und Kanten, die sie lebendig machen. Die Rückblicke auf Rabbits Vergangenheit und ihre große Liebe Johnny fügen der Handlung zusätzliche Tiefe hinzu. Das Buch schafft eine hervorragende Balance zwischen den traurigen Momenten und einer lebensbejahenden Botschaft. Ein emotionales, kluges und berührendes Buch, das noch lange im Herzen bleibt.

  5. Cover des Buches Kinder der Freiheit (ISBN: 9783404173204)
    Ken Follett

    Kinder der Freiheit

    (490)
    Aktuelle Rezension von: Kyra112

    Die nächste Generation steht vor den Herausforderungen der Nachkriegszeiten und stolpert damit mitten in den Kalten Krieg. Während George in den USA gegen die Unterdrückung der Schwarzen kämpft, muss sich Rebecca mit dem System in der DDR auseinandersetzen, ebenso wie ihr Bruder Walli und auch in Großbritannien gibts die ein oder andere Herausforderung.

    „Kinder der Freiheit“ von Ken Follett ist der Abschlussroman der Jahrhunderttrilogie.

    Ich habe dieses Buch wirklich mehrere Jahre vor mir hergeschoben. Nicht, weil mich der Roman abschreckt, sondern die Dicke des Buches.
    Ken Follett schreibt wirklich sehr realistisch und auch absolut mitreißend. Es gab viele Abschnitte, bei denen ich einfach ganz schnell weiterlesen wollte, weil’s wirklich spannend war. Auch hat mich das Buch animiert, einzelne historische Ereignisse oder Personen noch einmal nachzuschlagen und mich fundierter zu informieren. 

    Hin und wieder bin ich bei den Figuren durcheinander gekommen. Es sind ja doch einige Personen und damit Handlungsstränge, die hier behandelt werden und manchmal waren mir die Sprünge zu abrupt, sodass ich erstmal kurze Zeit zum Überlegen brauchte, um zu realisieren, über welche Figur ich nun lese.

    Nervig waren die vielen Beziehungen oder nicht-Beziehungen. Da war ja wirklich bei der neuen keine Beziehung dabei, die wirklich funktioniert hat. Irgendwie hat jeder es geschafft, das Ganze in den Sand zu setzen.

    Mich hat der Teil um die Kennedys etwas gelangweilt. Das war mir alles zu viel, während man zum Schluss das Gefühl hatte, Ken Follett rennt durch die Geschichte, also gerade, was die 70er/80er Jahre betrifft.

    Es war ein interessantes Buch, aber es war mir doch etwas zu viel des Guten. Wer gerne solche dicken Wälzer liest, ist hier richtig, aber für jene, die es eher kompakter lieben, ist der Roman gar nichts.

  6. Cover des Buches Die Sturmschwester (ISBN: 9783442486243)
    Lucinda Riley

    Die Sturmschwester

    (896)
    Aktuelle Rezension von: Melanie_Ludwig

    Inhalt

    Ally d’Aplièse steht an einem Wendepunkt: Ihre Karriere als Seglerin strebt einem Höhepunkt entgegen, und sie hat den Mann gefunden, mit dem sich all ihre Wünsche erfüllen. Da erhält sie völlig unerwartet die Nachricht vom Tod ihres geliebten Vaters. Ally kehrt zurück zum Familiensitz am Genfer See, um den Schock gemeinsam mit ihren Schwestern zu bewältigen. Sie alle wurden als kleine Mädchen adoptiert und kennen den Ort ihrer Herkunft nicht. Aber nun erhält Ally einen mysteriösen Hinweis durch ein Buch in der Bibliothek ihres Vaters – die Biographie eines norwegischen Komponisten aus dem 19. Jahrhundert. Allys Neugier ist geweckt, und sie begibt sich auf die Reise in das raue Land im Norden. Dort wird sie ergriffen von der Welt der Musik, mit der sie tiefer verbundener ist, als sie es je hätte ahnen können. Und Ally begreift zum ersten Mal im Leben, wer sie wirklich ist ...


    Fazit 

    Eine tolle Reihe die mich sehr berührt hat. Der Verlust von Menschen und das neue Glück lügen manchmal nahe beieinander. Es geht um die Suche nach der Vergangenheit. Es wird von mehreren Personen erzählt und wie sie verbunden sind. Von mir gibt es eine klare Weiterempfehlung.

  7. Cover des Buches Cassia & Ky – Die Ankunft (ISBN: 9783596195923)
    Ally Condie

    Cassia & Ky – Die Ankunft

    (1.569)
    Aktuelle Rezension von: Zarina

    📖 Inhaltsangabe:
    Cassia und Ky haben den Weg zur Erhebung gefunden, einer Bewegung, die das unterdrückende System stürzen will. Doch der gemeinsame Kampf fordert Opfer: Die beiden werden getrennt, Cassia kehrt in die Hauptstadt zurück, Ky wird Pilot. Währenddessen trifft Cassia auf Xander, dessen Rolle komplexer ist als erwartet. Als eine tödliche Seuche das Land bedroht, muss Cassia sich entscheiden, zwischen Vergangenheit, Wahrheit, Vertrauen und Zukunft. Ihr Mut könnte über das Schicksal aller entscheiden.

    📚 Meine Meinung:
    Ein würdiger Abschluss der Trilogie! Besonders spannend fand ich die moralischen Fragen, die sich durchziehen: Vertrauen, Verantwortung und Verlust. Cassia wird in diesem Band noch stärker, reflektierter, nicht mehr nur verliebt, sondern bereit, für mehr zu kämpfen. Auch Xander erhält endlich mehr Tiefe. Die Dreiecksbeziehung steht nicht mehr so stark im Fokus, was dem politischen und gesellschaftlichen Teil mehr Raum gibt. Man spürt den Wandel, der über allem liegt, sowohl in der Welt als auch in den Figuren.

    ✅ Fazit:
    Ein gelungener Abschluss, der die Geschichte konsequent weiterführt. Weniger Liebesdrama, mehr Weltveränderung *** spannend, emotional und befriedigend. Wer die ersten zwei Bände mochte, sollte diesen auf keinen Fall verpassen.

  8. Cover des Buches Love Letters to the Dead (ISBN: 9783570311295)
    Ava Dellaira

    Love Letters to the Dead

    (1.012)
    Aktuelle Rezension von: rose7474

    Ich fand das Buch im Bücherschrank und hatte keine Erwartungen daran. Dieses Jugendbuch hatte ein sehr interessantes Thema und war gefühlvoll geschrieben. Der Schreibstil war sehr flüssig und gut zu lesen. 

    Mich hat es berührt. Doch es gab immer mal kleine Längen. Daher 4 Sterne und eine Leseempfehlung. 


  9. Cover des Buches Meine geniale Freundin (ISBN: 9783518473863)
    Elena Ferrante

    Meine geniale Freundin

    (683)
    Aktuelle Rezension von: Alina35

    Ein Buch, das lange nachhallt. Ferrante zeichnet die Freundschaft zwischen Elena und Lila mit einer solchen Tiefe, dass man sich ihnen kaum entziehen kann. Die Sprache ist klar, eindringlich und voller Zwischentöne. Ein meisterhaftes Porträt zweier Mädchen, die sich gegenseitig prägen und herausfordern. Für mich ein echtes Highlight.

  10. Cover des Buches Das achte Leben (Für Brilka) (ISBN: 9783548289274)
    Nino Haratischwili

    Das achte Leben (Für Brilka)

    (272)
    Aktuelle Rezension von: Hubertus_Feldmann

    Puh, geschafft! Ein solcher Ausruf der Erleichterung könnte durchaus am Ende einer (knapp) „1300 Seiten-Lektüre“ stehen. Tut es aber nicht. Ein Ausruf allerdings ist unbedingt notwendig für dieses kaum beschreibbare Mammutwerk von Nino Haratischwili. Zumal dieser von einem ganz anderen Format sein wird.

    Es braucht ein wenig Mut, gerade im Zeitalter der vielseitigen Angebote und Ablenkungen, um sich auf dieses Geschichte einzulassen, sie gleichsam, für eine längere Zeit, zum Begleiter des eigenen Lebens zu machen. Es ist auf keinen Fall verschwendete Zeit, so viel sei schon einmal festgeschrieben.

    Die Geschichte beginnt auf zwei Ebenen, auf der einen Seite, sozusagen der aktuellen, mit einer Flucht und auf der anderen, der Entwicklungsseite, mit der Verführbarkeit von Schokolade – auch im übertragenen Sinne als Verführbarkeit der Welt. Was sich dazwischen abspielt und zum Ende in einen emotionalen Rausch steigert, ist so ergreifend und ganz ohne Kitsch, dass man nicht loslassen kann. Auch wenn es manch schwermütige bis grausame Episode gibt, in denen das menschliche Dasein in chirurgischer Schärfe beobachtet, dargestellt und analysiert wird.

    Das sich über ein Jahrhundert erstreckende Panorama einer georgischen Familie ist nicht nur eine tiefgründig psychologische Darstellung der verschiedenen Protagonisten, sondern auch ein Parforceritt durch die georgisch-russische Geschichte, die man auch als Rahmen betrachten könnte, in dessen Raum entscheidende Weichenstellungen für einzelne Personen stattfinden. 

     In ihnen kommt das Elend der gebrochenen Seelen so deutlich wie nachvollziehbar und gleichzeitig so traurig, so hoffnungslos zum Ausdruck, dass die Frage nicht vermeidbar ist, wie Menschen sich gegenseitig so weh tun können und welchen Ausweg es hier gibt. Die Antworten, die hier gegeben werden und die sich beim Lesen aufdrängen sind so vielfältig wie uferlos. Hier sind sie in Geschichten eingebunden, die weitere Geschichten ergeben, eine schier endlose Folge von Erzählungen, die aber niemals langweilig werden, da sie meist von verstörender Schärfe durchdrungen sind. Darunter Sätze, die man nicht einfach nur runterliest, die nachwirken: „Es war mein Leben, das ich stets von mir fernhielt, unfähig, aus den Abermillionen der Varianten meines ICHs eine auszusuchen und sie zu vertreten, ihr zu folgen.“

    Es braucht so viele Seiten, um den Schmerz der Erkenntnis, den die Ich-Erzählerin umflort an die Adressatin zu bringen, Brilka, die das letzte, das achte und noch ungeschriebene Buch umfasst. Eine Zukunft, die möglicherweise die gesamten bisherigen Mühen und Qualen aufwiegen wird. 

    Zum (guten) Schluss, kein Ausruf - aber Tränen ...

    (8.11.2021)

  11. Cover des Buches Sixteen Moons - Eine unsterbliche Liebe (ISBN: 9783453529090)
    Kami Garcia

    Sixteen Moons - Eine unsterbliche Liebe

    (1.046)
    Aktuelle Rezension von: LadyMuffinchen

    Ethan lebt seit seiner Geburt im kleinen Örtchen Gatlin, wo es kein Kino gibt und die besten Bücher verboten sind. Es gibt nur einen Laden und die Kirche ist so ziemlich das Größte für die Damen der Gesellschaft. Nie gibt es was aufregendes, bis Ethan in die Elfte kommt. Die neue Schülerin Lena ist das Schulgespräch. Doch nicht im positiven Sinne, denn alle haben es auf die abgesehen, schließlich wohnt sie beim alten Ravenwood. Dem Unikum der Stadt und außerdem wohnt er in Gruselhaus am Rand des Ortes. Ethan jedoch verliebt sich sofort in Lena, schließlich ist sie das Mädchen aus seinen Träumen. Als dann auch noch seltsame Dinge geschehen versucht Ethan hinter Lenas Geheimnis zu kommen.

    Unsere Hauptperson in diesem Buch ist Ethan, aber eigentlich geht es um Lena, die Neue in der Stadt. Die Nichte vom verschrobenen Ravenwood. Ethan ist ein junger Mann mit Charakter und einer klaren Meinung. Er gibt nicht viel auf andere und denkt selbstständig ohne sich dem Gruppenzwang anzuschließen. Seine Hormone spielen jedoch auch klar verrückt. So ist er bereits seit Sekunde eins in Lena verliebt und das nur, weil sie ihm in seinen Träumen bereits erschienen ist. Eigentlich ziemlich seltsam so jemanden direkt zu lieben, ohne die Person zu kennen, doch das soll wahrscheinlich die besondere Verbindung zwischen den beiden darstellen. Dahingehend ist er auch erschreckend naiv, wurde er doch von einer sehr klugen Frau (oder auch drei) aufgezogen. Der Verlust seiner Mutter und die Abwesenheit seines Vaters haben ihn erwachsen werden lassen, doch sobald es Lena betrifft, fällt er in den Strudel der Hormone zurück und denkt zu wenig nach. Bezüglich aller magischen Themen ist er auch seltsam offen und unerschrocken. Er stellt seine Welt nicht in Frage, als er von der Castergesellschaft erfährt, da regt er sich mehr über die Bibliothek auf. Er nimmt alles hin und hat einzig eine Meinung zu der Berufung von Lena. Gefühlt interessiert ihn alles weitere jedoch auch nicht. 

    Dann ist da Lena, das Castermädchen, welches Angst vor ihrer Berufung hat. Ich habe mich ehrlich schwer mit ihr getan. Sie ist von Anfang an relativ abweisend und auch ihre Gefühle für Ethan drückt sie wenn dann eher noch auf ihre unerklärliche telepatischen Kommunikationsweise aus. Sonst wirkt sie abweisend, eigenbrötlerisch und kalt. Außerdem benimmt sie sich manchmal kontrovers, was mich weiter wenig für sie begeistern konnte. So will sie sich eigentlich aus alles raus halten, um nicht in den Fokus von den Mädels der Schule zu geraten oder generell Aufstehen zu erregen und dann will sie doch auf den Schulball. Sie will nicht mit Ethan zusammen sein, um niemanden in Gefahr zu bringen, als allerletzten ihn und dann ruft sie ihn, um nicht alleine zu sein, obwohl sie weiß, dass es gefährlich für ihn wird, weshalb sie sich dann wieder die Schuld gibt. Das hat schon genervt. Die von ihr selbst geschaffene Distanz war nicht nur für Ethan ein anstrengender Punkt. Schließlich ging es ja das ganze Buch lang nur um sie. Einzig ihre Ironie hat mich stellenweise begeistert. 

    Die anderen Buchcharaktere waren praktisch ein Alles oder Nichts. Entweder lasch und grau oder so übertrieben dargestellt, dass man sich gefragt hat, ob die Personen nicht besser in Therapie gehen sollten. Anstrengend und nicht angenehm. Einzig Onkel Macon hat mir irgendwie gefallen, doch auch er hätte gerne mehr Futter bekommen können. 

    Die Handlung ist an sich ganz gut. Es gibt Höhen und Tiefen, an manchen Stellen hätte es meiner Meinung nach gerne kürzer gehalten werden können. Die Liebesgeschichte zwischen den beiden steht auch offensichtlich im Vordergrund, obwohl es echt lange braucht, bis wir uns mal in einer richtigen Beziehung der beiden befinden. Vielleicht für einen Teenager-Roman auch in Ordnung, für mich war es definitiv zu lang mit zu wenig Inhalt. Auch hinsichtlich der Castergesellschaft hätten man so viel mehr Input bekommen können. Wenn man davon erfährt ist es wirklich kaum mit Informationen gespickt und im Verlaufe des Buches bekommt man nur weniger Brocken geliefert. Zum Ende hin und gerade am solchen war es dann wie eine Bombe, die Chaos bringt. Die Informationen kamen, aber wenig geordnet und es gab keine richtigen Erklärungen oder Zeit zum Verdauen, da hätte ich mir das Buch über einfach mehr gewünscht. 

    Der Schreibstil ist frisch und jugendlich. Man pflügt durch die Seiten, wenn man zumindest allein den Schreibstil betrachtet. 

    Insgesamt ist der Auftakt der Reihe ganz nett. Allerdings waren mir zu wenig Fantasy-Aspekte darin, bis auf die ganzen Wetterumschwünge, davon hatten wir wirklich mehr als genug. Zu viel Herumgedruckse im Liebesteil und zu viel Hinnehmen beim Übernatürlichen. Zu wenig Informationen auch bei Hintergrundinformationen und zu viele Seiten ohne Inhalt. Dennoch gut zu lesen, aber ich werde die Folgebände eher nicht auf meine Leseliste packen 🔮

  12. Cover des Buches Hard Land (ISBN: 9783257246742)
    Benedict Wells

    Hard Land

    (658)
    Aktuelle Rezension von: Kraszentia

    Hard Land von Benedict Wells ist ein berührender Roman über das Erwachsenwerden, Freundschaft und den einen Sommer, der alles verändert. Die Geschichte begleitet den schüchternen Sam, der in den Ferien einen Job in einem kleinen Kino annimmt und dort eine Gruppe von Freunden kennenlernt, die sein Leben auf den Kopf stellt.

    Wells erzählt ruhig, einfühlsam und mit viel Gefühl für kleine Momente. Die Figuren wirken sehr lebendig, ihre Gespräche und Unsicherheiten fühlen sich echt an. Besonders schön ist die Mischung aus Leichtigkeit und Melancholie: Es gibt humorvolle Szenen, aber auch nachdenkliche Augenblicke über Verlust, Hoffnung und die Suche nach dem eigenen Weg.

    Hard Land ist ein Roman, der Erinnerungen an die eigene Jugend weckt – an lange Sommerabende, erste Freundschaften und das Gefühl, dass ein einziger Sommer alles verändern kann. Ein warmherziges, kluges Buch, das noch lange im Kopf und im Herzen bleibt.

  13. Cover des Buches Maybe Someday (ISBN: 9783423218740)
    Colleen Hoover

    Maybe Someday

    (1.669)
    Aktuelle Rezension von: Landi

    Schöne, originelle Liebesromanze. Frech-fröhlich, tiefgreifend-emotional, eben typisch Hoover.
    Wer mit der quasi Dreiecksbeziehung unglücklich ist, sollte unbedingt auch "Maybe Now" lesen, den dritten und letzten Teil der Reihe. Dieser beleuchtet die Beweggründe besser, wie es dazu kommen konnte, und versöhnt mit einem harmonischen Happy End.

    Was mich persönlich wesentlich mehr störte, als die offenen Fragen, war ich fehlende Übersetzung der zahlreichen Liedtexte. Sie spiegeln jeweils die Gefühlslage des Paars in Versform wider und sind somit ein nicht unwesentlicher Teil des Romans. Ich lese Romane nicht ohne Grund auf Deutsch. Es stört meinen Lesefluss, wenn ich mir die Texte mühsam übersetzen muss und eventuell Nuancen verlorengehen.

  14. Cover des Buches Playlist (ISBN: 9783426519479)
    Sebastian Fitzek

    Playlist

    (812)
    Aktuelle Rezension von: belli4charlotte

    Sebastian Fitzek bleibt seinem gewohnt flüssigen Schreibstil treu: Die Seiten fliegen nur so dahin, und das hohe Tempo sorgt dafür, dass man das Buch trotz aller Kritikpunkte schnell durchliest. Die Grundidee – eine entführte Jugendliche, die über eine Playlist verschlüsselte Botschaften sendet – ist kreativ und verspricht Spannung.

    Doch genau hier beginnt das Problem: Was auf dem Papier faszinierend klingt, wirkt in der Umsetzung oft konstruiert und schwer nachvollziehbar. Die Rückschlüsse, die Alexander Zorbach aus einzelnen Musiktiteln zieht, sind teils weit hergeholt, und die Handlung biegt immer wieder in Richtungen ab, die eher verwirren als fesseln. Besonders wenn man die Vorgänger rund um den „Augensammler“ nicht kennt, fühlt man sich stellenweise, als würde man wichtige Puzzleteile vermissen.

    Auch die Figuren bleiben überraschend blass. Zorbach hetzt von einem Ereignis zum nächsten, scheinbar unbeeindruckt von den Verbrechen um ihn herum, und erlebt in wenigen Stunden Dinge, für die andere Thriller mehrere Wochen Handlung bräuchten. Die Logik bleibt dabei gelegentlich auf der Strecke. Manche Wendungen wirken bemüht, manche Erklärungen banal, und das Finale ist zwar überraschend, kann aber nicht vollständig retten, was unterwegs verloren ging.

    Trotzdem: Die Grundspannung ist da, die Idee hat Charme, und Fitzeks Stil macht das Lesen angenehm. Für mich reicht es am Ende für wohlwollende drei Sterne – ein Buch, das unterhält, aber nicht an die Stärke früherer Werke wie Der Augensammler heranreicht. 

  15. Cover des Buches Eleanor & Park (ISBN: 9783423626392)
    Rainbow Rowell

    Eleanor & Park

    (1.181)
    Aktuelle Rezension von: bibliophilara

    Mit ein bisschen Verspätung ist endlich der Frühling auch meteorologisch bei uns angekommen, und das heißt auch immer: Zeit für Frühlingsgefühle! Deswegen hatte ich Lust auf eine luftig-leichte Liebesgeschichte. Vor einigen Jahren habe ich in meiner Lieblingsbuchhandlung einen Jugendroman gekauft, der genau das bietet, wonach ich gerade gesucht habe. „Eleanor & Park“ ist der Debütroman von Rainbow Rowell aus dem Jahr 2015, der schnell Erfolge verbuchen konnte. 2016 wurde das Buch für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert, und auch der Gott der Jugendliteratur selbst, John Green, äußerte sich in so hohen Tönen über „Eleanor & Park“, dass diese prompt auf das Cover gedruckt wurden: „Dieser großartige Roman erinnert mich nicht nur daran, wie es ist, jung und verliebt in ein Mädchen zu sein, sondern auch daran, wie es ist, jung und verliebt in ein Buch zu sein.“ Eine Lobeshymne von John Green ist quasi ein Ritterschlag. Inzwischen wird Rainbow Rowell aber auch oft mit Green in einem Atemzug genannt, und ist häufig die empfohlene Alternative für jene, die die überschaubaren Werke von Green schon kennen und lieben. 

    Der 16-jährige Park Sheridan lebt im Jahr 1986 mit seinem US-amerikanischen Vater, seiner koreanischen Mutter und seinem jüngeren Bruder Josh in Omaha im US-amerikanischen Bundesstaat Nebraska. Er fährt mit dem Schulbus zur Schule, wo Jeder seinen festen Sitzplatz hat. Der Platz neben ihm war bisher frei, worüber er ganz froh war. Nun gibt es jedoch ein neues Mädchen in seinem Jahrgang, das gezwungenermaßen den freien Platz einnimmt. Dass das der Beginn einer Liebesgeschichte ist, kann sich Park beim besten Willen nicht vorstellen.
    Nachdem die gleichaltrige Eleanor Douglas nach einem Jahr Reißaus wieder in die prekären Verhältnisse ihres Elternhauses zurückkehrt, muss sie dadurch auch die Schule wechseln. Schon am ersten Schultag bekommt sie die Ablehnung ihrer Mitschüler deutlich zu spüren und landet notgedrungen neben einem kleinen, schmächtigen Jungen im Schulbus. Dass dieser Junge Park heißt und dass die Beiden mehr gemeinsam haben, als sie denkt, ahnt auch sie noch nicht. 

    „Er versuchte nicht mehr, sie zurückzuholen.“, ist der erste Satz des Prologs, welcher ein klassisches Beispiel für eine epische Vorausdeutung ist, also hier am Anfang des Romans steht, aber eine Vorwegnahme des Ausgangs der Geschichte ist. Mit insgesamt annähernd 450 Seiten und 58 Kapiteln sind letztere recht kurz gehalten. Park und Eleanor wechseln sich als personale Erzähler im Präteritum ab, manchmal auch innerhalb der Kapitel. Der Handlungszeitraum beginnt im August 1986 und spielt etwa bis zum Ende des Schuljahres 1987.

    Als Erstes lernt der Leser den männlichen Protagonisten Park Sheridan kennen. Er ist ein verhältnismäßig kleiner, schlanker Junge mit grünen Augen, den seine Mitschüler aufgrund seiner koreanischen Mutter als Asiaten bezeichnen. Gelegentlich hat er mit Rassismus zu tun, so wird seine Mutter von einem Schüler fälschlicherweise als Chinesin bezeichnet oder es wird ihm nachgesagt aus dem Dschungel zu kommen, weil die Szenerie in einem Film über den Vietnamkrieg im Dschungel spielte. Sogar Parks Bruder Josh ist inzwischen größer als er, weshalb er Schwierigkeiten hat, gegen ihn im Taekwondo anzukommen. Auch in der Schule gegen den Rüpel Steve hat Park es deshalb nicht leicht, weshalb er eher ein zurückhaltender und schüchterner Schüler ist, der gerne Musik hört oder mit seinem Freund Cal abhängt.

    Eleanor Douglas hat dagegen einen ganz anderen Hintergrund. Sie lebt seit Kurzem wieder bei ihrer Mutter, ihrem Stiefvater und ihren vier jüngeren Geschwistern, beziehungsweise Halbgeschwistern, in einem sehr kleinen Haus, sodass sie sich ihr Zimmer mit all ihren Geschwistern teilen muss. Das Zimmer ist klein und so beengt, dass nicht einmal jeder ein Bett für sich alleine hat. Das einzige Badezimmer hat keine Tür, weshalb ein behelfsmäßiges Laken über den Türrahmen gespannt wurde. Eleanors Verhältnis zu ihrem Stiefvater ist sehr schlecht, da dieser aggressiv und gewalttätig ist. Eleanor hat dunkelbraune Augen, einen roten Lockenschopf und Sommersprossen. Sie ist ein durchschnittlich großes, aber pummeliges Mädchen, das aufgrund der finanziellen Not ihrer Familie kaum Kleidung besitzt. Mit zu großen Hemden, geflickten oder löchrigen Hosen oder einer Krawatte, mit der sie sich die Haare zusammen bindet, fällt sie unfreiwilligerweise auf wie ein bunter Hund. Als 16-Jährige ist sie gerade mitten in der Pubertät, hat aber zuhause keinerlei Rückzugsorte oder Möglichkeiten zur Persönlichkeitsentfaltung. In der Schule ist sie den Schikanen ihrer Mitschülerinnen ausgeliefert. Kurzum, Eleanor ist eine bemitleidenswerte Figur. Dennoch fiel es mir zwischendurch schwer, mit ihr zu sympathisieren. Vermutlich aufgrund ihrer sozialen Herkunft igelt sie sich stark ein und wirkt gerade auf Unbekannte abweisend und widersprüchlich. Dies ist zwar der Tatsache verschuldet, dass sie auf sich alleine gestellt ist und kaum Rückhalt aus ihrem familiären Umfeld bekommt, es macht sie jedoch auch zu einem zwiespältigen Charakter.

    Insgesamt fand ich es großartig, dass Rowell versucht neben der ersten großen Liebe auch noch ernste Themen wie Armut, Alkoholismus, Rassismus, häusliche Gewalt und Mobbing unterzubringen. Allgemein gelingt dies auch sehr gut, allerdings gibt es gerade in puncto Armut einen Aspekt, den ich Rowell nicht abkaufen kann. Dass Eleanor mit erschreckender Mittellosigkeit groß wird, wird regelmäßig deutlich. Sie besitzt keine Jacke und das Essen, das ihre Mutter kocht, besteht häufig aus Resten wie Reis und Ei oder belegtem Toastbrot, während ihr Stiefvater ein Steak aufgetischt bekommt. Im zwölften Kapitel erzählt Eleanor aber, dass es in ihrem Haushalt „kein Telefon, keine Waschmaschine, keine Zahnbürste“ gäbe. Eleanor müsse sich deswegen die Zähne mit Salz schrubben. Aber ganz ehrlich, es kann einfach nicht sein, dass vom Haushaltsgeld eine siebenköpfige Familie plus ein Hund und eine Katze durchgefüttert werden können, wobei der Stiefvater sogar noch sein Steak erhält, während für Zahnbürsten, die schätzungsweise ein Dollar das Stück kosten, kein Geld übrig ist. Vielleicht wollte Rowell auf Teufel komm raus die Armut dieser Menschen darstellen, hat dabei aber den Realitätsbezug verloren. Oder wer auch immer in der Familie Douglas für die Ausgaben verantwortlich ist, kann nicht haushalten, und macht die Familie ärmer als sie ist.

    Rowell verwendet eine einfache Sprache, die sich an den Jugendslang anbiedert und nicht vor Umgangssprache wie „Wichser“, „Schlampe“ oder „Arschloch“ zurückschreckt. Gleichzeitig beweist sie aber auch, dass eine schlichte Sprache nicht gleich ein schlichter Stil bedeutet. Der Schreibstil ist zwischendurch humorvoll, aber vor allem die zarten Annäherungsversuche zwischen Eleanor und Park sind zauberhaft fein, kreativ und doch so unverkennbar, dass sich jeder Leser darin wiederfinden kann. Die aufkeimenden Emotionen zwischen den beiden Jugendlichen sind so wunderschön, ohne jemals kitschig oder klischeehaft zu werden. Auch das Tempo ist sehr gut gewählt, sodass sich das Buch angenehm lesen lässt. Dennoch blitzt gelegentlich durch, dass dies Rowells Debütroman ist, da es stilistisch noch nicht ganz ausgefeilt ist und ich leider einen fachlichen Fehler gefunden habe. In Kapitel 42 erzählt Eleanor: „seine Augen waren so grün, dass sie Kohlensäure in Sauerstoff hätten umwandeln können.“ Moment mal, Kohlensäure? Worauf Eleanor hier anspielt, ist höchstwahrscheinlich die Photosynthese, Stichwort „grün“. Dabei wird aber, wie man im Biologieunterricht lernt, Kohlenstoffdioxid (CO2) in Sauerstoff (O2) umgewandelt. Kohlensäure dagegen hat die Summenformel H2CO3 und spielt bei der Photosynthese überhaupt keine Rolle. Vielleicht ist dieser Fehler auch erst bei der Übersetzung entstanden. Jedenfalls ist es schade, dass jemand hier nicht einfach noch einmal nachgeschlagen hat.

    Etwas, das quasi die Quintessenz von „Eleanor & Park“ ist, sind die zahllosen subkulturellen Anspielungen an die 1970er und 80er-Jahre. Seien es Comics, Musik, Filme oder gar Literatur und Lyrik. Während der gemeinsamen Busfahrt haben Eleanor und Park fast täglich Zeit sich über gemeinsame Interessen auszutauschen. Viele der Referenzen waren mir bekannt, seien es Bands wie „Joy Division“, „The Beatles“, „U2“ oder Comics wie „Batman“, „Fantastic Four“ oder „Watchmen“. Andere Anspielungen waren mir dagegen gar nicht bekannt, weil ich erstens ein Kind der 1990er bin und zweitens die US-amerikanische Subkultur doch manchmal Unterschiede zu der Mitteleuropas aufweist. So musste ich erst einmal recherchieren, was es mit „XTC“, „Skinny Puppy“ oder „Echo & The Bunnymen“ auf sich hat. Einerseits finde ich es ganz cool, beim Lesen nebenbei noch dazuzulernen, andererseits waren die unbekannten Referenzen manchmal zu viel des Guten, weil ich das Buch immer wieder zur Seite legen musste, um zu recherchieren, damit ich den Hintergrund der Geschichte besser verstehe, auch wenn das den Lesefluss oft unterbrochen hat.

    Das Ende ist im Grunde genommen wie das gesamte Buch. Es folgt nicht dem klassischen Handlungsstrang und so wird auch der Abschluss nicht den Erwartungen jener Leser gerecht, die ein 08/15-Ende suchen. Doch gerade wegen seiner Bittersüße hat sich „Eleanor & Park“ einen Platz in meinem Herzen erschlichen. 

    „Eleanor & Park“ von Rainbow Rowell ist eine wirklich liebenswürdige Geschichte über die erste große Liebe zweier 16-Jähriger im Jahr 1986. Sie hebt sich in vielerlei Hinsicht von typischen Liebesromanen für Jugendliche ab und ist eine schöne Frühlingslektüre. Mir wird das Jugendbuch zwar in positiver Erinnerung bleiben, es ist aber nicht ganz makellos. Eleanor ist als Protagonistin manchmal schwierig, der Stil ist noch nicht perfekt und die vielen Referenzen sind für Jugendliche heutzutage wahrscheinlich nicht mehr verständlich. Auch, dass Eleanor anfangs keine Zahnbürste hat, oder der fachliche Fehler bezüglich der Photosynthese, sind relativ kleine Kritikpunkte, die in ihrer Summe aber ins Gewicht fallen. Deshalb kann ich „Eleanor & Park“ aus dem Jahr 2015 nicht mehr als drei von fünf Federn geben. Doch gerade für die Zielgruppe, Jugendliche zwischen 14-18 Jahren, ist dieser Liebesroman aus vielen Gründen empfehlenswert.

  16. Cover des Buches Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie (ISBN: 9783551315854)
    Lauren Oliver

    Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie

    (1.423)
    Aktuelle Rezension von: knuddelbacke

    Ich muss zugeben, eins der Bücher die mich seit langem wirklich überrascht haben. Ich fand den Klappentext eigentlich nicht sehr verlockend, da aber krank und Mangels anderer Beschäftigungsmöglichkeiten, gab ich dem Buch eine Chance. Gott sei Dank. Binnen 24 Stunden hatte ich es durchgelesen.


     Zu Beginn habe ich ein bisschen gebraucht  um mit den jugendlichen Figuren, dem Schauplatz Highschool und der ungewohnten Atmosphäre klar zukommen. Man selber ist nicht mehr die jüngste und hat eigentlich einen ganz anderen Alltag. Doch als Mutter einer Tochter erkennt man dann das ein oder andere wieder. Spätestens mit Lesen des Dritten Tages hatte mich das Buch erwischt. Ich  fieberte mit Sam, der Hauptfigurschon sehr schnell und sehr intensiv  mit. Ich  frage mich, genau wie sie selbst,  ob sie wieder am 12. Februar aufwachen wird? Wird Sam wieder sterben? Welche menschlichen Tragödien warten diesmal auf sie? Was wird anders laufen und natürlich die finale Frage, wie geht das Buch aus? Wird sie sterben , oder wird sie dem Tod entgehen können ? 

    Sam macht eine unglaubliche Entwicklung durch. Dadurch, dass sie den Tag immer wieder durchlebt ,beginnt sie sich selbst und ihre Verhaltensweisen zu reflektieren. Ein Charakterzug, der bei Jugendlichen Ihren Alters eher selten vorkommt. Das Buch präsentiert die üblichen Charaktere in der Schule , so dass die Wahrscheinlichkeit der Identifikation sehr hoch ist, auch oder gerade bei den jüngeren Lesern. Die Autorin hat denke ich ein ganz gutes Bild einer amerikanischen GegenwartsHighschool geschaffen . Ihr ist eine gute sozialkritische  Analyse der aktuellen Generation mit all Ihren Facetten gelungen. Implementiert in einen spannenden Plot. Sams Vermögen zur Selbstreflektion und die damit verbundene Fähigkeit ihr eigenes Handeln kritisch zu hinterfragen, Handlungen in der Vergangenheit zu bewerten und daraus zu lernen, das hat mich wirklich berührt

  17. Cover des Buches Die Flammende (Die sieben Königreiche 2) (ISBN: 9783551584663)
    Kristin Cashore

    Die Flammende (Die sieben Königreiche 2)

    (1.401)
    Aktuelle Rezension von: Varoli

    Im Großen und Ganzen konnte mich dieser zweite Teil wieder gut unterhalten. Manchmal war jedoch die Erzählweise etwas trocken und die Handlungen etwas (zu) schnell abehandelt. Für ein Jugendbuch finde ich die Themen und auch den Schreibstil auf der eher anspruchsvolleren Seite liegend. Mir hat es gut gefallen, dass die Geschichte manchmal etwas dunkler und ernster war. Diese Momente machten die Geschichte tiefer. 

    Die Protagonistin Fire war sehr interessant. Sie wurde geliebt, beneidet und gehasst. Aufgrund ihrer Andersartigkeit wird Fire von vielen missachtet. Ihr sind Schmerzen, sowohl körperliche als auch seelische, nicht fremd, dennoch ist sie selber sehr liebevoll. Prinz Brigan ist eher mürrisch und pflichtbewusst, aber auch sehr süß mit seiner Tochter. Es ist keine typische Liebesgeschichte, da sie doch eher am Rande passiert. Im Vordergrund stehen die politischen Konflikte, denn Krieg steht vor der Tür. 

    Band 1 hat mir ein bisschen besser gefallen, da ich mich mehr in die Protagonistin hinein versetzten konnte und ich es generell etwas spannender fand. Dennoch ein sehr lohnenswertes Buch. 

  18. Cover des Buches All In - Tausend Augenblicke: Special Edition (ISBN: 9783736321748)
    Emma Scott

    All In - Tausend Augenblicke: Special Edition

    (1.006)
    Aktuelle Rezension von: aylin2011

    All In – Tausend Augenblicke ist ein Roman, der mich vom ersten Moment an emotional tief berührt hat. Emma Scott versteht es einfach, Gefühle in Worte zu fassen – und das auf eine Art, die unter die Haut geht. Ihr Schreibstil ist wunderbar einfühlsam und so bildhaft, dass man das Gefühl hat, direkt in die Geschichte hineingezogen zu werden.


    Die Handlung ist bewegend, die Charaktere sind authentisch und sympathisch – man fühlt und leidet mit ihnen. Besonders die emotionale Tiefe der Geschichte hat mir sehr gefallen, ebenso wie die Art, wie Emma Scott schwierige Themen sensibel und berührend beschreibt.


    Was mich jedoch etwas gestört hat, war das Tempo der Erzählung. Gerade die Entwicklung der Beziehung zwischen den beiden Hauptfiguren ging mir persönlich etwas zu schnell. Ich hätte mir hier mehr Zeit für Zwischentöne, mehr Aufbau und mehr Raum für ihre Verbindung gewünscht – einfach, um diese besondere Liebe noch intensiver erleben zu können.


    Und dann dieses Ende … Es hat mir das Herz gebrochen! 😢 Dennoch sehe ich das als gutes Zeichen – denn wenn ein Buch einen so mitnimmt, hat die Autorin eindeutig etwas richtig gemacht. Ich hoffe allerdings sehr, dass der zweite Band mein armes Herz wieder ein bisschen zusammensetzt und uns zeigt, dass nach all dem Schmerz vielleicht doch noch ein kleines Stück Hoffnung wartet.

  19. Cover des Buches Naokos Lächeln (ISBN: 9783442744947)
    Haruki Murakami

    Naokos Lächeln

    (965)
    Aktuelle Rezension von: liceys_buecherwunderland

    [𝕦𝕟𝕓𝕖𝕫𝕒𝕙𝕝𝕥𝕖 𝕎𝕖𝕣𝕓𝕦𝕟𝕘]

    𝕋𝕚𝕥𝕖𝕝: Naokos Lächeln
    𝔸𝕦𝕤 𝕕𝕖𝕣 𝔽𝕖𝕕𝕖𝕣 𝕧𝕠𝕟: Haruki Murakami
    𝕍𝕖𝕣𝕝𝕒𝕘: btb Taschenbücher
    𝔾𝕖𝕝𝕖𝕤𝕖𝕟 𝕒𝕦𝕗: Deutsch
    𝕌𝕖𝕓𝕖𝕣𝕤𝕖𝕥𝕫𝕥 𝕧𝕠𝕟: Ursula Gräfe (aus dem Japanischen)

    𝔽𝕣𝕒𝕘𝕖: Mögt ihr Bücher mit offenem Ende?

    𝔻𝕣𝕖𝕚 (𝕠𝕕𝕖𝕣 𝕞𝕖𝕙𝕣) 𝕎𝕠𝕖𝕣𝕥𝕖𝕣 𝕫𝕦𝕞 𝔹𝕦𝕔𝕙:
    EigentlichGanzSchön - Verrückt - Gut

    𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥:
    Naoko ist Toru Watanabes erste Liebe. Doch die beiden verbindet auch eine tragische Vergangenheit.
    Als die eigenwillige Midori in sein Leben tritt muss er sich zwischen Vergangenheit und Zukunft entscheiden.

    𝕄𝕖𝕚𝕟𝕖 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕦𝕟𝕘:
    Da ist er. Mein zweiter Murakami.
    Und ich fand es eigentlich ganz gut. 😊 Allerdings musste ich dafür doch das schreckliche Frauenbild (das hoffentlich doch daran liegt, dass das Buch schon einige Jahre alt ist) ausblenden. 😂
    Der Protagonist Toru Watanabe war mir nicht wirklich sympathisch und auch sonst konnte ich mich wenig in die Charaktere hineinversetzen. Trotzdem konnte ich mitfiebern und habe mich immer gefragt, was nun mit den Leuten geschieht. 🧐
    Manche Szenen waren fast ein wenig verstöhrend, andere wieder echt süß. Also ziemlich abwechslungsreich.
    Es wird auf relativ viele Details eingegangen. Und ihr könnt mich für verrückt halten, aber diese Detailverliebtheit erinnert mich extrem an BEE. 😂
    Aber alles in allem auf jeden Fall keine schlechte Unterhaltung.

    𝕃𝕖𝕤𝕖𝕖𝕞𝕡𝕗𝕖𝕙𝕝𝕦𝕟𝕘?
    Ach wieso denn nicht. 😊

    𝔼𝕦𝕣𝕖 𝕃𝕚𝕔𝕖𝕪 ☘️

  20. Cover des Buches Steve Jobs (ISBN: 9783328111405)
    Walter Isaacson

    Steve Jobs

    (238)
    Aktuelle Rezension von: Oguzhan

    Das war meine erste Biographie das ich über einen gelesen habe, und ich habe mit Walter Isaacson sofort einen Meister gefunden der gnadenlos ehrlich über alle Bereich von Steve Jobs schriebt. Man taucht in das Leben von Steve Jobs ein, höhen und Tiefen. Es war eine wundervolle Reise es zu lesen das mich teilweise emotional tief mitgenommen hat. 

  21. Cover des Buches The Deal – Reine Verhandlungssache (ISBN: 9783492066112)
    Elle Kennedy

    The Deal – Reine Verhandlungssache

    (961)
    Aktuelle Rezension von: frau_nette

    Ich bin begeistert von diesem Buch!
    Hannah und Garret haben eine schwere Vergangenheit hinter sich.
    Er spielt ihr Date, damit sie von ihrem Schwarm beobachtet wird. Sie gibt im Nachhilfe damit er nicht aus dem Eishockeyteam fliegt. Doch es funkt gewaltig zwischen den beiden.
    Dieses Buch ist einfach voller Gefühle, Liebe. Einfach Emotionen pur! Ich kann es jedem nur wärmstens empfehlen und freue mich schon auf den nächsten Band!

  22. Cover des Buches Bob, der Streuner (ISBN: 9783404609345)
    James Bowen

    Bob, der Streuner

    (983)
    Aktuelle Rezension von: Alissila

    Eine, für mich, wirklich spannende und herzerwärmende Geschichte. Es hat sich toll gelesen und für mich las es sich, als hätte James es mir bei einem Kaffee persönlich erzählt. Es wirkt nicht aufgesetzt sondern ehrlich. Manche stellen waren sicherlich nicht übermäßig ausführlich, weil es die Stimmung runter gezogen hätte.

    Ich fand es sehr schön Bob und James begleitet zu haben.

  23. Cover des Buches Wenn Donner und Licht sich berühren (ISBN: 9783736308305)
    Brittainy C. Cherry

    Wenn Donner und Licht sich berühren

    (902)
    Aktuelle Rezension von: Lesemarathon09

    Manche Geschichten hört man – und manche fühlen sich an, als würden sie direkt ins Herz sprechen. Wenn Donner und Licht sich berühren war für mich genau so eine Geschichte. Als Hörbuch erlebt, hat sie mich nicht nur begleitet, sondern tief bewegt – bis zu Tränen.

    Brittainy Cherry widmet sich einem Thema, das viel zu oft unterschätzt wird: Mobbing in der Schule. Nicht nur die verletzenden Worte und grausamen Momente stehen im Mittelpunkt, sondern vor allem die unsichtbaren Narben, die bleiben. Die Art, wie sie zeigt, welche Konsequenzen Ausgrenzung und psychische Misshandlung haben können – und wie weit diese bis ins spätere Leben hineinreichen – ist eindringlich und ehrlich. Es sind Folgen, die man nicht immer vor Augen hat, die aber erschreckend real sind.

    Dieses Buch verlangt Stärke von seinen Leserinnen und Lesern. Es behandelt schwere Themen wie Tod, Verzweiflung und seelische Gewalt mit einer Intensität, die unter die Haut geht. Es ist nichts für schwache Nerven – und doch lohnt sich jede einzelne Seite. Denn zwischen all dem Schmerz liegt auch Hoffnung. Zwischen Donner und Dunkelheit findet sich Licht.

    Besonders berührt hat mich, wie die Geschichte zeigt, dass man selbst aus den tiefsten Wunden Kraft schöpfen kann. Dass man nicht nur an seinem Leid zerbricht, sondern daran wachsen kann – langsam, vorsichtig, aber spürbar.

    Es ist mein zweites Buch von Brittainy Cherry, und wieder hat sie mich vollkommen überzeugt. Ihre Worte tragen so viel Gefühl in sich, ohne je überladen zu wirken. Ich freue mich sehr auf die Fortsetzung und weiß jetzt schon, dass ich auch ihre anderen Werke lesen möchte.

    Ein Buch, das weh tut – und gerade deshalb so wichtig ist.

  24. Cover des Buches [(The Perks of Being a Wallflower)] [Author: Stephen Chbosky] published on (January, 2013) (ISBN: B00GX2GHCY)
    Stephen Chbosky

    [(The Perks of Being a Wallflower)] [Author: Stephen Chbosky] published on (January, 2013)

    (651)
    Aktuelle Rezension von: UnendlicheGeschichte

    Vor einigen Jahren haben wir den Film zu „The Perks Of Being A Wallflower“ von Stephen Chbosky im Englisch Unterricht in der Schule angeschaut. Seitdem wollte ich gerne das Buch lesen. Vielleicht war es gut, dass seitdem einige Zeit vergangen ist, weil ich mich beim Lesen nicht mehr so genau erinnern konnte.

    Die Geschichte um das 16-jährige "Mauerblümchen" Charlie hat mich von Anfang an in ihren Bann gezogen. In Form von Briefen, adressiert an einen unbekannten Empfänger, erzählt der introvertierte Charlie von den Hochs und Tiefs seines ersten High School Jahres Anfang der 1990er Jahre.

    Man taucht ein in Charlies turbulentes Familienleben, knüpft mit ihm zusammen Freundschaft mit den charismatischen Geschwistern Sam und Patrick und erlebt, wie Charlie zu sich selbst und seiner Persönlichkeit findet.

    Dabei beobachtet und analysiert Charlie seine Mitmenschen und auch sich selbst so eindrucksvoll, dass ich mir beim Lesen zahlreiche Textstellen markiert habe.

    Schnell wird klar, dass es Gründe dafür gibt, warum ihm soziale Kontakte so schwer fallen, auch wenn man erst ganz am Ende des Buches mehr dazu erfährt.

    Die Geschichte ist tiefsinnig, traurig, dramatisch und gleichzeitig ganz oft wunderschön.

    Definitiv ein Buch, das zum Nachdenken anregt und das man gelesen haben sollte!

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