Bücher mit dem Tag "musikgeschichte"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "musikgeschichte" gekennzeichnet haben.

36 Bücher

  1. Cover des Buches Die Muse von Wien (ISBN: 9783746633923)
    Caroline Bernard

    Die Muse von Wien

    (73)
    Aktuelle Rezension von: Hopeandlive

    Wir befinden uns in Wien um die Jahrhundertwende. Alma Mahler, geb. Schindler, ist die Tochter des bekannten Landschaftsmalers Jakob Emil Schindler und hegt eine enge Beziehung zu ihrem Vater. Nach seinem Tod heiratet die Mutter seinen Malerkollegen Carl Moll, war ihr Alma nie wirklich verzeiht. Alma wächst zu einer sehr schönen jungen Frau heran mit einem für diese Zeit ungewöhnlichem Selbstbewusstsein, dass für mich auch oft an Selbstverliebtheit anklingt und sie liebt es, im Gegensatz zu ihrer Schwester, im Mittelpunkt zu stehen. Schon sehr früh entdeckt sie ihre Liebe zur Musik und dem Komponieren und ihre Wirkung auf Männer, insbesondere auf ältere Männer. Somit gilt sie schnell als Muse von Wien. Allerdings wird das teilweise so schwülstig geschildert, dass ich Mühe hatte weiterzulesen, sehr schade.

    Ihre erste Liebe war Gustav Klimt, der in der Wahl seiner Geliebten nicht wählerisch war, und auch sonst lebte Alma so wie es ihr und ihrer Lust gefiel. Sie bewegte sich mit Hingabe in der Wiener Boheme, verfolgt den Aufstieg der Secession, liebt ihre Musik und setzt ihr gutes Aussehen sehr bewusst ein. Ihre Leidenschaft zur Musik und der Liebe geht ihr über alles und das machte sie mir während des Lesens nicht unbedingt sympathisch.

    Dann lernt sie den älteren Stardirigenten Gustav Mahler kennen, verliebt sich Hals über Kopf und setzt in ihrer gewohnten Manier die Heirat durch. Doch Gustav Mahler stellt eine Bedingung, ein Komponist in der Familie reicht, sie soll ihre Musik aufgeben und ganz für ihn da sein und Alma lässt sich darauf ein. Da schnauft die Leserin erstmal auf...

    Nun lernen wir eine andere Seite von Alma kennen, die mich doch überrascht. Doch dieses Leben fordert ihren Preis, sie gebiert ihm Töchter, eint Tochter stirbt und die Ehe droht daran zu zerbrechen, Alma wird krank, kommt in Kur, nimmt sich Liebhaber und nun werden wir Zeugen von Eifersuchtsszenen, die ich auch zunehmend anstrengend fand. Die Geschichte endet mit dem Tod von Gustav Mahler, doch für Alma geht es weiter....

    Ich habe diesen Roman als Einstimmung für meinen Wien Urlaub gelesen und fand die geschichtlichen Zusammenhänge sehr interessant. Auf jeden Fall werde ich mir einige Orte anschauen, die für dieses Ehepaar so wichtig waren, auch den berühmten Zentralfriedhof, auf dem sie begraben sind und dessen Gräber wohl sinnbildlich für ihre Beziehung stehen. Dennoch fand ich die Person Alma sehr speziell und die Geschichte hat sie mir nicht unbedingt näher gebracht, geschweige denn sympathisch gemacht. Um ein Bild von der Geschichte der Künstlerszene damals zu bekommen, lohnt sich dieser leicht zu lesende Roman auf jeden Fall. 

  2. Cover des Buches Born to Run (ISBN: 9783453604889)
    Bruce Springsteen

    Born to Run

    (44)
    Aktuelle Rezension von: Michael_Blum

    Auslöser dafür, die Autobiographie "Born to run" von Bruce Springsteen zu lesen, war der aktuell in deutschen Kinos angelaufene Film zu seinem Leben (den ich auch recht gut fand!). Ich habe mich dann an die 666 Seiten herangewagt und war positiv überrascht: Das Buch ist weit mehr als eine reine Zusammenstellung der Erfolge nach den vermutbar nicht ganz so einfachen Anfangsbemühungen, sich als Künstler zu etablieren. Ich habe viel über den Menschen Bruce Springsteen erfahren, zu seiner Herkunft, zu seiner Haltung zum Leben und zu Amerika. Das Buch hat durchaus Tiefe - und hat mir, der ich eigentlich nie Fan seiner Musik war, diese doch nähergebracht. Und mit seinem Selbstverständnis zu seiner Rolle in der E-Street Band ist er wohl tatsächlich 'Der Boss'. Interessant auch, wer in den 70-ern bis 90-ern mit wem welche musikalische Beziehung gepflegt hat. Und: Der dicke Schmöker war an keiner Stelle langweilig!

  3. Cover des Buches Career Suicide (ISBN: 9783550201394)
    Bill Kaulitz

    Career Suicide

    (155)
    Aktuelle Rezension von: Janet

    Als Fan der ersten Stunde musste ich das Buch einfach lesen. Bill passt in keine Schublade. Das liebe ich an ihm. Nun ist er auch Autor. Ich finde er drückt sich gut aus, aber manchmal fiel es mir schwer, seinen Gedankensprüngen zu folgen beziehungsweise den roten Faden zu erkennen. Ich habe mich sehr gefreut, mehr über Mama Kaulitz zu erfahren. Sie hatte fast nichts, aber an Liebe für ihre Kinder mangelte es nicht. Sie waren und sind ein tolles Dreiergespann. Was Bill und Tom in der Schule durchgemacht haben, ist erschreckend. Kein Wunder, dass sie da so schnell wie möglich raus wollten. Die Entstehungsgeschichte von Tokio Hotel kannte ich natürlich. Was ich aber nicht wusste ist, warum sie in die USA gezogen sind. Als Fan hat mich die Auswanderung damals enttäuscht. In seinem Buch hat Bill mir erklärt, wieso der Wegzug notwendig war. Allein dafür hat sich das Lesen sehr gelohnt.

  4. Cover des Buches Magical Mystery oder: Die Rückkehr des Karl Schmidt (ISBN: 9783462046892)
    Sven Regener

    Magical Mystery oder: Die Rückkehr des Karl Schmidt

    (89)
    Aktuelle Rezension von: Forti

    Das Buch über Karl Schmidt, die tragische Nebenfigur in Sven Regeners "Herr Lehmann", die wohl am stärksten in Erinnerung blieb. Es sind fünf Jahre nach "Herr Lehmann", nach dem Mauerfall, nach Karls psychischem Zusammenbruch vergangen. Karl lebt jetzt in Hamburg und hat sich mit seinem Leben zwischen Drogen-WG und Hilfshausmeister- und Hilfstierpflegerjob in einem Kinderheim arrangiert. Aus dieser ruhigen Welt, in der es schon rebellisch ist heimlich einen Eisbecher zu essen und in der ihm niemand allzu viel zutraut, wird er von seinem alten Freunden aus Berliner Zeiten Ferdi und Raimund gerissen, die ihn als Fahrer für eine Tour durch Techno-Clubs engagieren. Karl wird (wieder) zu Charlie und zum Tourmanager. Ohne viel Aufhebens übernimmt die neue Rolle und managet souverän den Kindergarten bestehend aus neun DJs unter Drogeneinfluss und zwei Meerschweinchen, mit dem er quer durch Deutschland unterwegs ist. Statt dass jemand auf ihn, den Verrückten, den Ex-Multitoxer, aufpasst, passt er nun auf andere auf. Erinnerungen an alte Zeiten werden wach und im Hintergrund lauert immer die Angst vor einem Rückfall.
    Die Handlung ist überschaubar und ohne große Überraschungen, stattdessen viele absurde Gespräche und Einblicke in Karl Schmidts Gedanken. Das könnte öde sein, ist bei Sven Regener sehr kurzweilig und oft sehr witzig. Dabei trifft er genau das richtige Maß und den richtigen Ton zwischen dem (Wahn-)Witz dieser Tour und den persönlichen, nicht ganz einfachen Befindlichkeiten von Karl Schmidt.

  5. Cover des Buches All that Jazz (ISBN: 9783150204139)
  6. Cover des Buches Heute hat die Welt Geburtstag (ISBN: 9783596297955)
    Flake

    Heute hat die Welt Geburtstag

    (41)
    Aktuelle Rezension von: ArsAstrologica

    Was kann und darf Satire, wo ist ironische Überspitzung wichtig, um verkrustete Gesellschaftsstrukturen aufzubrechen, und wird die Menschenwürde verletzt. Zweifelsohne ist die MeToo-Debatte wichtig, muss sexueller Missbrauch im Kulturbereich skandalisiert werden. Doch auch Frauen- und Männeremanzipation ist vor Machtmissbrauch nicht gefeit, wie es Camille Paglia, US-amerikanische Hochschulprofessorin und bekennende Lesbe, bereits Mitte der 80er-Jahre in »Die Masken der Sexualität« beschrieb.

    Ob sich in der 2017 von Christian „Flake“ Lorenz eine Antwort finden lässt? Ich bekam es im Sommer 2023 in die Hand gedrückt, just als die Missbrauchsvorwürfe zu Rammstein in allen Medien diskutiert worden.

    Die Antwort ist: Ja, auf jeden Fall!
    .
    Deutschlands weltweit erfolgreichste Rockband ist erklärtermaßen ostdeutsch, hat ihr Wurzeln in der Punkszene der DDR, arglistig bewacht von der Stasi, und nach der Wende mussten sie sich ewig abmühen, bis sie endlich, mehr oder weniger zufällig, von mächtigen Managern der Musikindustrie hochgepäppelt wurden.

    All dies beschreibt Rammstein-Pianist »Flake« amüsant und unterhaltsam. Das Buch las ich an einem Abend und dem anschließenden Vormittag in einem Rutsch. Es muss daran liegen, dass er Berliner ist, genau wie ich. Während ich Ende der 70er in meiner Kreuzberger Altbauküche, also Rostberlin, am selbst gebastelten Keyboard psychedelische Töne entlockte, der Drummer drauflos drosch und sich der Gitarrist sein Opiumpfeifchen zum Glimmen brachte, bevor im stets die gleichen drei Akkorde über einen Phaser an dem Amp schickte (als einziger Besitzer eines Verstärkers mussten wir das dulden), über der gute Flake drüben hinter der Mauer im Prenzlberg, d.h. Restberlin, brav Kadenzen und Sonatinen am Klavier einübte.

    So jedenfalls entnehme ich es der Autobiografie von Christian Lorenz, der stets Außenseiter geblieben ist – und genau das macht die Faszination dieses unterhaltsamen Buches aus. Es ist klar strukturiert. Ein Erzählstrang spielt in der Gegenwart, von den Vorbereitungen zu einem gigantischen Rockkonzert in Budapest mit riesigem Equipment bis zur verpassten After-Show-Party und anschließender Reise zur nächsten Touretappe in Zagreb. Der zweite Erzählstrang beginnt eben in jenen 70ern, wo ich diesseits der Mauer musikalisch rumdillettierte und Rockstars wie David Bowie und Iggi Popp nebenan in Neukölln und Schöneberg ihre Platten aufnahmen. Davon konnte der gute Flake nur träumen. Aber immerhin, er hörte Tag und Nacht Sender Freies Berlin und nahm die paradiesischen Klänge des nichtsozialistischen Auslands mit seinem Ost-Kassettenrekorder auf.

    Ein zweites Mal hätte ich mich mit Flake beinahe in den 90ern getroffen. Er und seine Rammstein-Gründungsmitglieder lebten von Arbeitslosengeld und trieben sich im Prenzlberg rum. Da war ich in mein Bauernhaus im Havelland gezogen und kam nur zum Wochenende in die Stadt. Ein Franzose spielte Free-Jazz auf der Klarinette, genau wie ich (bloß nicht so grässlich, ansonsten hätte mich sicherlich Flakes Feeling-B als Bandmitglied akzeptiert, deren Sound ebenfalls Trommelfelle platzen ließ). Also wie gesagt: André lud beim U-Bahn-Fahren Leute zu seinen Keller-Sessions in der Schönhauser ein, Lorenzo mixte gegen nachts um zwei Kir Royal und Sabinchen mit dem Cello schleppte ich hernach ab, ins Havellandhäuschen.

    Flake und Co. hingegen übten wie der Teufel im stinkenden Keller der Kulturbrauerei. Und als ihnen das Arbeitsamt die Pistole auf die Brust setzten, verpflichteten sie sich bangen Herzens, nach Zahlung einer bescheidenen Summe niemals mehr Stütze kassieren. Wenn die Rammsteins damals nicht doch noch Staatsknete kassiert hätten, über den Senats-Rockwettbewerb, wären sie wohl zu ihren alten Hilfsjobs zurückgekehrt, als Kartenabreißer wie Flake, oder als Korbflechter in Mac Pom, wie der olle Lindemann. Genauso unverblümt, trocken und gnadenlos realistisch beschreibt es Christian Lorenz in »Heute hat die Welt Geburtstag« (natürlich ohne meine Wenigkeit, denn irgendwie sind wir damals aneinander vorbeigelaufen, vermutlich mit Currywurst in der Hand, denn die an der U-Bahn-Station dort ist einfach legendär).

    Die Autobiografie des Keyboarders der weltberühmten Rockband, die trotz ausschließlich deutscher Songtexte sowohl in den USA als auch in Russland und sonst wo ganze Fußballstadien füllt, bietet detaillierte Einblicke in das Musikbusiness, verfasst aus erster Hand. Was die Faszination dieses Buchs ausmacht, ist jedoch einerseits die abgeklärte Sichtweise eines »gelernten DDR-Bürgers«, der zwar in jenem Land, in der er aufgewachsen ist, Punkrebell war und nichts mehr hasste als Stasi und Skinheads, sich andererseits von »Goldenen Westen« niemals blenden lässt, die hinter die Masken schaut, selbst im hautnahen Kontakt mit Ami-Superstars.

    Und andererseits – hier komme ich auf die Eingangsfrage bzgl. Satire versus Menschenwürde zurück – hat sich Flake bei aller Provokation auf der Showbühne seine Außenseiterrolle bewahrt. Anstatt sich wie bei den eingangs geschilderten Konzertauftritten in Budapest und Zagreb in üblichen Showstar-Allüren zu produzieren und seine Position als Projektionsfläche für »Starfucker« hernach im Backstage-Bereich zu missbrauchen, ist er erklärtermaßen »Passant«, nutzt die Bandauftritte in Europa und Übersee für lange Spaziergänge, in denen er sich unter die ganz normalen Menschen mich, sich darüber freut, dass er nicht erkannt wird, teilweise als einer von ihnen angesehen wird. Jene inneren Monologe, die ihm dabei durch den Kopf gehen, auf Papier gebracht: Dies sind für mich als Leser die schönsten Passagen dieses beeindruckenden Buches. Nun gut, ich bin Berliner, genau wie Flake. Wir sind eigen ganz eigenen Spezies, ordinär und vulgär, geliebt und gehasst zugleich. Doch irgendwie respektiert man uns, traut man uns alles zu, haben wir Narrenfreiheit. Es wird daran liegen, dass wir, wie jüngst im November ’89, (es kommt mir vor wie gestern), schier unüberwindliche Mauern einreißen können ;-)



  7. Cover des Buches Der Storyteller (ISBN: 9783548066868)
    Dave Grohl

    Der Storyteller

    (37)
    Aktuelle Rezension von: Aukje

    Dave Grohl, der ehemalige Drummer von 'Nirvana' und jetzige Sänger und Gitarrist der 'Foo Fighters', erzählt in seiner Biografie über einzelne Kapitel seines Lebens. So erfährt man einiges aus seiner Anfangszeit als Drummer in verschiedenen Bands, wie er zu 'Nirvana' gekommen ist und wie er nach dem Selbstmord von Kurt Cobain irgendwann die 'Foo Fighters' gegründet hat. Er erzählt aber nicht nur von den Höhepunkten aus seinem Leben, sondern auch über seine schlechten Zeiten, aber immer selbstironisch und äußerst unterhaltsam.

  8. Cover des Buches Vintage (ISBN: 9783257244502)
    Grégoire Hervier

    Vintage

    (96)
    Aktuelle Rezension von: ArsAstrologica

    Das dritte Buch des noch recht jungen Autors Grégoire Hervier, geboren in der beschaulichen Kleinstadt Villeneuve-Saint-Georges am Rande von Paris, ist für mich die Schriftsteller-Entdeckung des Jahres. Rund um die legendäre Gibson-Gitarre »Moderne«, vor der niemand wirklich weiß, ob Ende der 50er-Jahre wirklich ein Prototyp gebaut wurde, entwickelte er einen famosen Thriller über 400 Seiten, die einen fesseln, von der ersten bis zur letzten Gitarren-Saite.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Gibson_Moderne


    Worin besteht das Geheimnis dieses Schriftstellers? Er schreibt in der Ich-Form, sein Held ist Musikjournalist und arbeitet zur Aushilfe in einem Pariser Musikgeschäft mit angeschlossener Werkstatt. Anstatt mit Fachwissen zu erschlagen, führt Grégoire Hervier uns Leser ganz unprätentiös in die Welt der Gitarrenliebhaber ein, lässt die Saiten erklingen. Buchseite und Buchseite ein exzellenter Pageturner, der am Ende jedes überschaubaren Kapitels mit dezentem Pageturner zum Weiterlesen verlockt.

    Sicherlich, es gibt grässliche Schocker und Morde in diesem Buch, schließlich ist es ein Thriller. Und der Autor spart auch nicht mit Gesellschaftskritik. Satire wird bei ihm großgeschrieben. Darüber hinaus ist »Vintage« streckenweise eine akademisch-historische Abhandlung über die Geschichte des Blues vom Memphis bis zum Mississippi-Delta. Und es zeigt, wie man elektrische Gitarren herstellt, wie man die stimmt, ihrem Klang mit elektrischen Verstärkern und einer Vielzahl zusätzlicher Tools moduliert, verfeinert und verzerrt – bis einem buchstäblich die Ohren rausfliegen beim Lesen dieses von Diogenes wie gehabt in hoher Qualität und zugleich handlichem Format veröffentlichten Werks.

    Die Kunst des Autors? Ein Geheimnis, genau wie die von ihm erfundene Geschichte rund um den legendären Prototyp der Gibson-Moderne. Vielleicht spielt eine Rolle, dass der Witz des Erzählers niemals gestelzt wirkt, dass selbst die abartigsten Figuren der Erzählung derart liebevoll geschildert werden, dass es eine Freude ist. Und ganz sicherlich gehört es zu den Geheimnissen des Autors, stets den Leser im Blick zu haben.

    »Vintage«, ein Roman über die Welt der Blues-Musik, den man gelesen haben muss, der sich wunderbar als Geburtstags-, Urlaubs- oder Weihnachtsgeschichte eignet. Empfehlenswert!



  9. Cover des Buches Der Pianist (ISBN: 9783548610689)
    Wladyslaw Szpilman

    Der Pianist

    (102)
    Aktuelle Rezension von: momos-bookshelf

    Mein Papa hat den Film geliebt und deswegen wollte ich das Buch dann lesen. Ich habe das Buch geliebt. Es ist die beste Erzählung dieser Zeit. Ich habe so sehr und so viel geweint. Wladyslaw tat mir so unglaublich leid. Alle. Es ging mir unter die Haut. Nachdem mein Papa nur den Film kannte und ich ihm teile hieraus erzählt habe, haben wir gemeinsam geweint.

  10. Cover des Buches Liebe machen (ISBN: 9783492307499)
    Moses Wolff

    Liebe machen

    (26)
    Aktuelle Rezension von: ReadingWitch

    Rezension "Liebe machen" 

    Diesen Roman zu lesen ist wie eine Zeitreise durch die deutsche Kultur- und Musikgeschichte von 1970 bis heute. Der Leser erlebt das gefloppte Love and Peace Festival auf Fehmarn, bei dem legendäre Bands wie Ton Steine Scherben ihren Anfang fanden und Jimmy Hendrix sein letztes Konzert gab, die Anfänge der Love Parade in Berlin sowie ein Rundgang über das Oktoberfest.

    "Liebe machen" von Moses Wolff beschreibt in zwei Erzählstränden das Leben von Dagmar und Götz, die sich bei einer zufälligen Begegnung auf dem Oktoberfest verlieben und doch nicht zu einander finden. Sie werden als junge Erwachsene 1970 dem Leser vorgestellt und man erlebt ihren Werdegang durch die Jahrzehnte. Immer wieder begegnen sich die beiden, ohne sich dabei zu erkennen und finden in ihren besten Jahren nicht zu einander. Dennoch führen sie jeweils ein aufregendes Leben. Dagmar ist eine erfolgreiche Journalistin und schreibt über Musik und Kultur für namhafte deutsche Zeitungen und Götz ist bei einer Reiseagentur angestellt. Er führt ein freies Leben und genießt es neue Orte zu entdecken. Ihre Wege lässt der Autor immer wieder an unterschiedlichen Orten geschickt kreuzen. So dass beim Leser die Hoffnung auftaucht, dass sich die zwei Protagonisten endlich begegnen, doch es soll nicht sein. Damit schafft es Moses Wolff die Spannungsbogen oben zu halten.

    Die Schilderungen der Orte und Ereignisse sind dabei so lebendig wie sie simpel sind. Die Schreibweise des Autors ist sehr packend und doch einfach gehalten. Die Sätze sind nicht überladen, so dass Gefühle und Emotionen glaubwürdig und anschaulich rübergebracht werden. Durch diese nachvollziehbaren Schreibstill wird der Leser förmlich in die Geschichte gezogen. Dieser Effekt wird durch die durchweg sympathischen und liebenswürdigen Charaktere verstärkt. Immer wieder kann der Leser an ihrer Gedankenwelt Teil haben und fiebert somit durch die Geschichte.

    Die Beschreibung des Schlüsselmoments auf dem Oktoberfest, bei dem sich Dagmar und Götz bewusst begegnen, ist dem Autor überaus gelungen. Dieser magische Augenblick lässt den Leser Schmetterlinge im Bauch spüren und zeigt deutlich, dass Liebe in diesem Buch keiner großen Worte bedarf.

    Etwas Schade fand ich, dass die Erzählung über die beiden Protagonisten parallel zum Fortschreiten der Geschichte immer kürzer wurde. Die Reise durch die Zeit wurde zu schnell und die Verbindung zu den Charakteren ging zurück. Das erweckte den Eindruck, dass der Autor seinen Roman einfach zum Ende bringen wollte.

    Zum Schluss holt die Vergangenheit die Zukunft ein und wir befinden uns im September 2020. Ohne Maskenpflicht geht diese Geschichte zu Ende und weicht damit zum ersten Mal von realen Ereignissen an. Ist im ersten Moment nach den Geschehnissen der letzten Monate etwas surreal. Zeigt aber auch, dass es noch wunderschöne Momente außerhalb der Maskenpflicht und des Sicherheitsabstandes gibt.

    Fazit

    Dieser Roman ist die perfekte Lektüre für laue Sommerabende. Leicht und beschwingt entwickelt sich die Geschichte. "Lebe im Moment" ist die Botschaft, die Dagmar und Götz durch die Jahrzehnte doch zu einander brachte.

    https://www.readingwitch.com/post/liebe-machen

  11. Cover des Buches Die Mozarts (ISBN: 9783710900730)
    Michael Lemster

    Die Mozarts

    (11)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Wie schon in seinen anderen Familienbiografien (Strauss und Grimm) hat sich Michael Lemster, Autor und Kulturwissenschaftler, auf die Spuren einer bekannten Dynastie geheftet: Die Mozarts. 

    Die meisten von uns kennen natürlich Wolfgang Amadeus, seine Schwester Nannerl, den strengen Vater Leopold und vielleicht noch das Bäsle. Dass diese Familie aus weit mehr Generationen als die Genannten besteht, ist nicht so geläufig.  

    Die Anfänge sind im 15. Jahrhundert zu finden - man schreibt sich damals noch Motzhart - und endet mit dem letzten Familienmitglied im Jahr 1965. Doch wer waren diese Personen, von denen es wie folgt heißt: 

    „Die Mozarts brachten Bauern hervor, Uhrmacher, Bildhauer, Buchdrucker, Buchbinder, Baumeister, Maurer, Priester und Lehrer – und drei Generationen an Musikern von europäischem Ruhm. Sie kamen aus dem Nichts und sie gingen ins Nichts.“ 

    Michael Lemster geht akribisch auf Spurensuche und versucht jene Familienmitglieder ausfindig zu machen, die abseits von Leopold und Wolfgang kaum genannt werden. Er stützt sich dabei auf Dokumente, Tagebücher und Briefe. Nicht immer lässt sich jede Zeile die Geschichte historisch belegen. Doch Michael Lemster schafft es, ein Bild der jeweiligen Zeit zu entwerfen. 

    Natürlich nehmen die berühmte Compagnie Mozart (also Vater und Sohn), sowie stellenweise Wolfgangs Schwester und seine Ehefrau Constanze, den größten Teil dieses Buches ein. Michael Lemster versteht es vorzüglich diese Familienchronik in den historischen Hintergrund einzubetten. Hier ist zum Beispiel das nicht tot zu kriegende Gerücht um Mozarts Armenbegräbnis zu nennen. Wolfgang Amadeus Mozart ist den damaligen Bestimmungen des Kaisers Joeph II. gemäß begraben worden. Joseph II. hat verfügt, dass erstens Friedhöfe außerhalb der (damaligen Stadtmauern) angelegt werden, um das Grundwasser nicht noch mehr zu verschmutzen und zweitens war ihm als Aufklärer und sparsamen Menschen, der Prunk der bei Begräbnissen zelebriert worden ist und viele Familien in den Ruin getreiben hat, ein Dorn im Auge. Den einen oder anderen Erlass, wie den wieder verwendbaren Klappsarg musste er wegen drohender Aufstände, wieder zurücknehmen.  

    Lemsters Schreibstil ist angenehm, denn er überschüttet seine Leserschaft nicht mit Infodump, sondern unterhält mit Anekdoten, die historisches Wissen vermitteln. 

    Fazit:

    Gerne gebe ich diesem spannenden Streifzug durch die lange Familiengeschichte der Mozarts 5 Sterne.

  12. Cover des Buches Als Bach nach Dresden kam (ISBN: 9783463407067)
    Ralf Günther

    Als Bach nach Dresden kam

    (12)
    Aktuelle Rezension von: Vorleser2
    Die Geschichte vom "Tastenduell" beruht auf einer wahren Begebenheit, fand aber ganz anders statt als von Jean Baptiste Volumier, Konzertmeister und Direktor der französischen Hofkapelle August des Starken, gedacht. Ralf Günther hat daraus einen mitreisenden Roman gemacht. Hier hofft Volumier, dass sich die beiden Flammen in einem musikalischen Wettkampf gegenseitig verzehren werden. Doch kaum in Dresden angekommen, bringen der sittenstrenge Bach und der ausufernde Marchand Volumens Liebesleben und den gesamten Hofstaat  durcheinander ... mehr bei www.dievorleser.blogspot.de
  13. Cover des Buches Einstichpunkte (ISBN: B0020N27TM)

    Einstichpunkte

    (3)
    Noch keine Rezension vorhanden
  14. Cover des Buches Last Rites (ISBN: 9783453219182)
    Ozzy Osbourne

    Last Rites

    (40)
    Aktuelle Rezension von: Blaxys_little_book_corner

    Nachdem ich die erste Autobiografie von Ozzy ja inhaliert und gefeiert hatte, war ich nicht nur neugierig auf "Last Rites" - ich war obsessed. 

    Und nach wenigen Seiten spürte ich den altbekannten Kick: Ozzy plaudert weiter höchst unterhaltsam aus dem Nähkästchen. 


    Doch gleichzeitig merkte ich auch zügig, dass sich hier ein gealterterter Ozzy zu Wort meldet: Krankheiten und Unfälle stehen im Fokus. Eben das, was die letzten Jahre dieser Ikone prägten... 

    Nicht falsch verstehen - es war durchaus amüsant verpackt zu lesen, eben Ozzys Art, aber auch traurig, denn wie allgemein bekannt ist, folgte nach dieser Zeit das Ende.. 


    "Last Rites" ließ mich also mit einem weinenden und einem lachenden Auge da sitzen. 

    Darauf war ich aber von Anfang an eingestellt. 


    Inhaltlich ergänzen Ozzys letzte Jahre natürlich den Vorgänger - nicht so, wie ich es mir erhofft hatte, forderten aber auch viele Infos zu anderen Künstlern zu Tage. Vorallem das klare Statement zu Marilyn Manson hat mich erfreut. 🙃 

    Auf die wichtigsten Ereignisse im Leben des Prince of Darkness wird nochmal Bezug genommen, doch würde ich die erste Biografie da an die erste Stelle setzen; einfach weil sie viel mehr Energie und Lebensfreude beim Erzählen verbreitet und naturlement mehr ins Detail geht. 


    Die Erwähnung von Ozzys letzten großen Auftritt, dem Abgang mit Schwung, hinterließ bei mir einen bitteren Beigeschmack.. Hier zweifel ich auch ganz offen an, ob diese Worte vom Idol selbst her rühren, oder ob jemand die Schilderung übernommen hat. 

    Man merkt deutlich, dass die Uhr während der Entstehung des Buches tickte. 


    Nichts desto Trotz ist "Last Rites" interessant zu lesen. Ein Abschied, leider für immer, der nochmal etwas Wärme verschenkt.

  15. Cover des Buches Rock 'N' Roll Babylon (ISBN: 0859653188)
  16. Cover des Buches Mein Leben mit Mozart (ISBN: 9783104013640)
    Eric-Emmanuel Schmitt

    Mein Leben mit Mozart

    (54)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    Schmitt beschreibt seine wechselhafte Beziehung zu Mozart und seinen Werken, wie Mozart ihm als todessehnsüchtigem Pubertierenden das Leben rettette. Auch seine zwischenzeitliche Mozart-Verleugnung, weil W.A.M. als nicht "cool" genug galt und er manchen vermeintlich "einfacheren" Stücken nichts abgewinnen konnte, spricht er an, was ihm heute eher peinlich ist. Stark sind Schmitts Briefe v.a. an den Stellen, als er von der Aids-Epidemie berichtet und wie diese ihm die Füße unter den Beinen weggezogen hat. Ich kenne mich mit Mozart zu wenig aus, um hier eine kompetente Bewertung abgeben zu können, aber die Musikbegeisterung des Autors spricht aus jeder Zeile. Vielleicht auch für mich ein Einstieg? Vermutlich eher der Griff zu einer Mozart-Biographie.

  17. Cover des Buches Steven Tyler - Does The Noise In My Head Bother You (ISBN: 9783841901262)
  18. Cover des Buches Red Hot Chili Peppers – 40 Jahre Rockgeschichte (ISBN: 9783742323712)
  19. Cover des Buches Könnt ihr uns hören? (ISBN: 9783961010189)
    Davide Bortot

    Könnt ihr uns hören?

    (3)
    Aktuelle Rezension von: EvyHeart
    Ich kannte Deutsch-Rap bisher nur aus Chart-Songs - daher war es Zeit, sich dem Thema anzunähern!

    Inhalt


    Das Buch lässt Rapper, Produzenten usw. zu Wort kommen und zeichnet in Interview-Form (?) die Geschichte des Rap bzw. wichtige Aspekte nach.

    Meinung zum Inhalt


    Ich fand es sehr spannend, die Geschichte zu lesen und vor allem Gemeinsamkeiten zwischen Rap und Punk festzustellen - der Freiheitsgedanke. Gegen den Strom schwimmen. Aber mich störte die Abgrenzung zu anderen Musikrichtungen. Rap ist für die Interviewten etwas Besonderes, aber ich denke, es ist auch ein Teil ihrer Jugend. Und eine Möglichkeit, wichtig zu sein, mit dem Alltag klarzukommen.

    Auch das Thema Feminismus wird angesprochen, aber überwiegend Rapperinnen der heutigen Zeit befragt.

    Interessant war auch, wie sich alles entwickelt hat - dass es anfangs darum ging, überhaupt etwas zu tun, später Kunst und Können dazu kam und sich das Gebiet mit elektronischen Einflüssen stark erweitert.

    Es war cool, wieviele Leute an einem Projekt arbeiten und wie unterschiedliche Personen die Szene vorangebracht haben.

    Trotzdem habe ich nach dem Lesen schwer einen Bezug zum Thema bekommen - ich fand die Menschen sympatisch, aber die Musik holpert. Der Funke springt nicht über.

    Schreibstil und Gestaltung


    Die Autoren notieren die Gedanken verschiedener Künstler, lassen sie "aus dem Nähkästchen" plaudern. Einerseits sorgt das für eine entspannte Stimmung und man bekommt einen guten Eindruck davon, was Rap den Künstlern bedeutet hat. Es wirkt tatsächlich sehr persönlich und reflektiert. Das hat mich wirklich beeindruckt - das Thema auch mit Distanz zu betrachten.

    Der Nachteil ist, dass sich vieles doppelt bzw. das Buch an manchen Stellen langatmig ist. Außerdem beleuchtet das Buch überwiegend die Musik, lässt aber Kleidung und Graffiti außen vor - dadurch fehlten mir Bausteine für das Gesamtbild. Außerdem ist der Text relativ glatt - oft sind sich die Interviewten einig, selten werden gegensätzliche Meinungen deutlich. Eko Fresh und Kool Savas zeigen kurz ihren Konflikt, kontroverse Personen wie Bushido oder Money Boy fehlen.

    Ich fand mich gut ins Buch, hätte mir aber zu Beginn eines Kapitels eine Übersicht mit den wichtigsten Künstlern und anderen Informationen gewünscht.

    Am Ende gibt's ein Glossar mit allen Künstlern, aber eine Liste prägender Songs wäre mir lieber gewesen.

    Die Sprache der Interviewten ist meist relativ klar, mit ein paar umgangssprachlichen Einwürfen und Anglizismen - die übrigens grammatikalisch korrekt gebeugt sind, ohne, dass es komisch aussah. Schön, dass das funktioniert!

    Fazit


    "Könnt ihr uns hören?" war ein sehr interessanter Ausflug und wird mir im Gedächtnis bleiben. Trotzdem fand ich das Buch oft zu "nett". Die Interviewform hat funktioniert, aber mir wären mehr sachliche Informationen lieber gewesen.
  20. Cover des Buches Stille Nacht (ISBN: 9783453429925)
    Titus Müller

    Stille Nacht

    (21)
    Aktuelle Rezension von: KleinerVampir

    Buchinhalt:

    Stille Nacht, das wohl bekannteste Weihnachtslied der Welt, erklang 1818 zum ersten Mal. Der Verfasser ist der Pfarrer Joseph Mohr, der Komponist der Melodie Franz Gruber. Und das Lied sollte später in allen Teilen der Welt gespielt werden – bis heute. Doch wie ist Stille Nacht genau entstanden, wer war dieser Pfarrer? Dem geht diese Kurzerzählung nach.


    Persönlicher Eindruck:

    Das wohl bekannteste Weihnachtslied überhaupt hat seinen Ursprung in Österreich: Hilfspfarrer Mohr schrieb am Anfang des 19. Jahrhunderts ein Gedicht mit acht Strophen, das heute den Text stellt zur Melodie von Franz Xaver Gruber. Doch die meisten Menschen werden Mohr nicht kennen – wer war dieser Mann, der sich mit dem Lied bis heute unsterblich machte?

    Die Erzählung in ihrer Neuauflage (sie ist vor Jahren bereits in einem christlich geprägten Verlagshaus erstveröffentlicht worden) kommt als kleines Hardcover mit edlem Golddruck auf dem Cover daher. Mir hat die Geschichte gut gefallen, sie ist berührend und führt den Leser in die Zeit um 1818, nimmt ihn mit in das Leben des unscheinbaren Pfarrers. Die Erzählung ist kurz, aber gefühlvoll – ich wäre gerne noch viel detaillierter eingetaucht in diese historische Geschichte.

    Mohr ist ein Kümmerer, kein gewöhnlicher Pfarrer. Was er sagt, ist seine Überzeugung – und die Musik ist seine Leidenschaft. Dass er zusammen mit seinem Freund Gruber ein so berührendes Weihnachtslied in die Welt hinaus schickt, ist ihm erst bewusst, als es bei seiner Erstaufführung die Menschen bewegt. Und das bis heute – kein Weihnachtslied hat meines Erachtens diese Tiefe und allumfassende Fülle der Heiligen Nacht als solcher.

    In der vorliegenden Ausgabe eignet sich das Büchlein wunderbar auch als Geschenk zum Christfest oder auch als Mitbringsel zum Krankenbesuch in der Weihnachtszeit. Das Format ist kleiner als bei einem herkömmlichen Buch, liegt aber wunderbar in der Hand. Eine gute Idee, den Kurzroman neu aufzulegen – zumal in einem säkularen Verlag und dadurch wohl einer breiteren Leserschaft zugänglich als noch bei der Erstausgabe.

  21. Cover des Buches Bob Dylan (ISBN: 9783499627163)
    Willi Winkler

    Bob Dylan

    (6)
    Aktuelle Rezension von: Masau

    *** 3,5 STERNE ***

    Der Schreibstil ist etwas Gewöhnungsbedürftig und man weiß nicht immer was der Autor einem sagen will. Trotzdem Informativ und interessant. Gut für einen ersten Überblick über Bob Dylan.

  22. Cover des Buches Chronicles (ISBN: 9783455001037)
    Bob Dylan

    Chronicles

    (36)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Sind wir doch mal ehrlich: jede:r von uns kauft, tauscht etc. Bücher, um sie dann erst mal auf den SuB zu legen und sich dann später daran zu erinnern. So geschehen bei mir mit „Chronicles Volume One“ von Bob Dylan. Die Initialzündung, das Buch jetzt zu lesen, war eine Kurzgeschichte von Elke Heidenreich in „Der Welt den Rücken“.

    Nun, genug der Fremdwerbung *g*.

    Mr. Dylan präsentiert der geneigten Leserschaft auf 304 Seiten also den ersten Teil seiner Erinnerungen. Dabei braucht man nicht darauf zu „hoffen“, ein nach Schema F konzipiertes Lebensbild zu bekommen. Nein, Bob Dylan springt mal hierhin, mal dahin, schreibt hier ein Anekdötchen und dort über eine nachhaltige Begegnung mit Größen der (Folk-)Szene…

    An mancher Stelle wirkt das Namedropping vielleicht etwas überfrachtet bzw. überdimensioniert, allerdings ist es für die „musikalische Entwicklung“ Bob Dylan´s von immenser Wichtigkeit. Ich habe mir noch nie so viele Klebestreifen in ein Buch geklebt mit nachhaltig wirkenden Passagen; diese werde ich noch einmal in Ruhe für mich „auswerten“.

    Manchmal verliert sich Herr Dylan (oder auch Robert Allen Zimmerman) zwar (etwas) zu sehr in Details und weitschweifigen Passagen, so dass es durchaus vorkommt, dass man als Leser:in etwas irritiert zurückblättert und sich den „Anfang“ des Abschnittes wieder ins Gedächtnis rufen muss, aber da er sich auch schon beim Schreiben seiner (Original-)Texte nicht immer kurzfassen konnte oder wollte („Viele Songs, die ich sang, waren allerdings lang, vielleicht nicht ganz so lang wie Opern oder Sinfonien, aber trotzdem lang…jedenfalls hatten sie viel Text. „Tom Joad“ hatte mindestens sechzehn Strophen, „Barbara Allen“ um die zwanzig, […] und es viel mir überhaupt nicht schwer, sie mir zu merken und sie zu singen.“ (S. 59)), sei es ihm großzügig verziehen *g*.

    Am Anfang hatte ich noch das Gefühl, dass Bob Dylan schon sehr früh stark von sich überzeugt war, bevor er überhaupt berühmt wurde; zum Ende hin wusste ich, dass eine gesunde Portion Selbstbewusstsein insbesondere im Musikzirkus nicht schadet. Und je länger ich mich mit dem Musiker, dem Lyriker und dem Literaturnobelpreisträger Bob Dylan befasse, umso faszinierter bin ich von ihm. Musikalisch hat er mich zwar bisher nur wenig begleitet, was sich nun aber grundlegend ändern wird; insbesondere Alben wie „Highway 61 revisited“ stehen schon auf meiner Einkaufsliste.

    Als nächstes freue ich mich jetzt auf die zweisprachige Ausgabe seiner „Lyrics“; außerdem hoffe ich auf baldiges Erscheinen weiterer „Chronicles“-Teile.

    Alles in Allem ist „Chronicles Volume One“ eine der besten Musiker-(Auto)biografien, die ich kenne und empfehle sie uneingeschränkt all jenen, die in das Universum des Bob Dylan eintauchen wollen!

    5*

    ©kingofmusic

     

  23. Cover des Buches 100 Jahre Salzburger Festspiele: Eine unglaubliche Geschichte in fünf Akten (ISBN: 9783711001559)
    Malte Hemmerich

    100 Jahre Salzburger Festspiele: Eine unglaubliche Geschichte in fünf Akten

    (2)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Gerade rechtzeitig zum bevorstehenden 100. Gründungstag der Salzburger Festspiele am 20. August 2020 hat der Salzburger (!) Ecowin Verlag dieses interessante Kompendium herausgegeben. 

    Wie es sich für ein Theaterstück gehört, ist auch die Geschichte der wohl bekanntesten Festspiele Österreichs in fünf Akten und Szenen angelegt. Eine nette Idee! 

    Im 1. Akt erfahren wir einiges über die Beweggründe diese Festspiele ins Leben zurufen. Mysterienspiele haben in Salzburg schon seit langem Tradition.  

    Im 2. Akt fegen die politischen Ereignisse des 20. Jahrhunderts mit dem Nationalsozialismus und dem Zweite Weltkrieg alles hinweg - Schauspieler, Sänger, Musiker und Zuschauer. 

    Mit Karl Böhm und vor allem Herbert von Karajan, der den 3. Akt dominiert, steigen die Salzburger Festspiele wie der Phönix aus der Asche. Man kann Karajan mögen oder nicht, sein Anteil am Erfolg ist unbestritten, seine Dominanz ebenso. 

    Im 4. Akt erleben die Festspiele nach Karajans Tod eine tiefe Krise. Künstlerische und finanzielle Probleme, die nach einer Erneuerung schreien. Es wird kein Stein auf dem anderen bleiben und so manch einer, hat den Festspielen das AUS prophezeit. Doch wir sind hier in Österreich und frei nach dem Motto „ein bisserl was geht immer“, ist es durch eine gewaltige Kraftanstrengung gelungen, die Festspiele zu modernisieren.  

    Der 5. Akt zeigt, dass es notwendig und gut war, die Festspiele zu erneuern, auch wenn das eine oder andere nicht ganz friktionsfrei abgelaufen sein wird.  

    Ein Theaterstück zieht sich wie ein roter Faden durch die 100 Jahre: „Jedermann. Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes“ Hugo von Hofmannsthal. Für die Schauspieler ein Highlight in der Karriere als Jedermann, Tod, Teufel oder Buhlschaft auftreten zu dürfen.  

    Wie sagt der Teufel so treffend, als er Jedermann doch nicht bekommt:  

    „Die Welt ist dumm, gemein und schlecht

    Und geht Gewalt allzeit vor Recht,

    Ist einer redlich, treu und klug,

    Ihn meistern Arglist und Betrug.“ 

    Fazit: 

    Eine penibel recherchierte und ansprechend erzählte Geschichte der ersten (?) Jahre der Salzburger Festspiele, die mit vielen Abbildungen versehen ist. Ein tolles Geschenk, nicht nur für Musik- und Theaterliebhaber. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

     

     

     

  24. Cover des Buches Die Welt nach Wagner (ISBN: 9783498001858)

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