Bücher mit dem Tag "muslima"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "muslima" gekennzeichnet haben.

13 Bücher

  1. Cover des Buches funny girl (ISBN: 9783257243161)
    Anthony McCarten

    funny girl

    (103)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Azime ist Kurdin und hat es daheim oft nicht leicht. Ihr jüngerer Bruder sieht sich als Aufpasser und für die junge Frau, die im Trubel Londons ihr zu Hause hat, gibt es viel zu viele Regeln. Heimlich besucht sie Comedy Workshops und lernt dort einen jungen Mann kennen, der sie fördert und ihr so zu den ersten Auftritten verhilft. Aufregung pur, nicht nur bei Azime, denn ihre Familie bekommt Wind davon und ist entsetzt. Als besonderen Gag, trägt sie während ihrer Show eine Burka, aber das erzürnt ihren Bruder und ihren Vater umso mehr. Als dann noch der Guardian über sie berichtet und auf youtube Videos von ihr auftauchen, spalten sich die Lager. Bewunderer, die es toll finden was sie macht und Neider, Hasser, die sie beschimpfen und ihr die Pest an den Hals wünschen. Azime muss sich entscheiden, was sie machen möchte, wo ihr Weg hin geht und ob sie ihrer Familie den Rücken kehrt. Anthony Mc Carten versteht es aufs Neue, uns in den Bann einer großartigen Geschichte zu ziehen. Es ist lustig, aber mit Tiefgang, es ist spannend, aber mit einer Familientragödie, es ist schön, aber mit komplizierten Gefühlen. Jede seiner Geschichten überrascht und fasziniert aufs Neue.

  2. Cover des Buches Bissle Spätzle, Habibi? (ISBN: 9783548066301)
    Abla Alaoui

    Bissle Spätzle, Habibi?

    (246)
    Aktuelle Rezension von: wortknaeuel

    Bei Familie Baysan in Hamburg wird gefeiert: die eine Tochter heiratet und ihr Bruder verkündet seine Verlobung. Ist klar, dass nun auch der Druck auf die Älteste wächst! Kurzerhand sucht die Mutter für die 30-jährige Amaya einen Kandidaten auf Minder aus, dem Tinder für Muslime. Doch Liebe lässt sich nicht erzwingen – statt in Ismael verguckt sich Amaya in seinen besten Freund Daniel. Wie soll sie ihren aus Marokko stammenden Eltern nur erklären, dass sie einen schwäbischen Atheisten liebt? Um Zeit zu schinden, verstrickt sie sich in immer mehr Notlügen. Und dann steht sie als Telenovela-Sternchen auch noch unter ständiger Beobachtung von Presse und Followern – wie kompliziert kann Liebe sein?!

    Ich muss zugeben: es fiel mir manchmal schwer, Amayas Verhalten zu verstehen und ich fand ihr ewiges Zaudern und ihre Lügengeschichten schwer aushaltbar. Andererseits erklären die Episoden aus Amayas Vergangenheit ihre Ängste und Sorgen in der Gegenwart, und machen die Handlung dadurch nachvollziehbar. 

    Amayas Familie und Freunde sind wirklich zum knuddeln. Es wird viel gegessen, gefeiert und geschimpft, was interessante Einblicke in die marokkanische Kultur und Denkweise ermöglicht und vermittelt, warum das Leben der in Deutschland aufgewachsenen Generation vielleicht auch manchmal so wahnsinnig kompliziert ist. Ich fand die Struggles des Aufwachsens und das Hin- und Hergerissensein zwischen den Kulturen ganz gut nachfühlbar. Dabei geht es überwiegend lustig zu, es gibt aber auch sehr traurige Momente.

    Sicherlich hat die Autorin Abla Alaoui ganz viel von ihren eigenen Erfahrungen in Amaya hineingelegt. Als Musical- und Film-Schauspielerin mit marokkannischen Wurzeln weiß sie, wovon sie schreibt, und das merkt man.

    „Bissle Spätzle, Habibi?“ ist eine warmherzige Liebesgeschichte, mit sympathisch gezeichneten Figuren und einem spannenden Auf- und Ab der Gefühle.

  3. Cover des Buches Schamlos (ISBN: 9783522305211)
    Amina Bile

    Schamlos

    (70)
    Aktuelle Rezension von: MissKiss

    3 Freundinnen, die einfach mal miteinander reden. 3 Muslima, die über die Welt und in der über ihre eigene Welt uns erzählen.
    Sie erzählen uns über ihre Religion, über Vorurteile, über Mobbing und Feminismus. Aber auch über ihren Alltag.
    Es ist so ob der Leser einfach sich zu ihrem Tisch dazusetzen und einfach mitlauschen könnte.

    Und auch, wenn die Themen oft schwer sind, hat es eine Art Leichtigkeit in sich: vielleicht nicht nur wegen der wunderschönen Grafik des Buches, sondern vielleicht einfach dadurch, dass es gut tut Themen anzusprechen. Es tut gut miteinander zu reden. Und es gibt Hoffnung, wenn man sieht wie reflektiert die heutige Jugend sein kann.

    Und diese Hoffnung, in einer freidlichen Zukunft, brauchen wir heute sehr.

    Eine grosse Empfehlung von mir, ab 12 Jahren! Für Mädchen und Bubben. Für alle.

  4. Cover des Buches Die 33. Hochzeit der Donia Nour (ISBN: 9783351050276)
    Hazem Ilmi

    Die 33. Hochzeit der Donia Nour

    (25)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    INHALT: Ägypten ist im Jahr 2048 ein theokratischer Staat, der seine Bevölkerung mit einer Mischung aus Konsumzwang und islamistischer Unterwerfung unter Kontrolle hält. Für die Einhaltung der Gebete gibt es Punkte, die auf einem Gute-Taten-Konto festgeschrieben werden. Je mehr Gebete, desto mehr Punkte, desto angenehmer das Jenseits. Alles wird digital gesteuert und überwacht, selbst in die Träume werden Erlösungs- und Werbebotschaften infiltriert. Shariatainment und Sleepvertising nennt man das dann.

    Das Land ist vollständig von der übrigen Welt abgeschottet, jede Einmischung von außen strengstens untersagt. Es gibt drei Zonen: Nordägypten (ein schmaler Streifen entlang der Mittelmeerküste), wo hohe Würdenträger in Pomp und Gloria leben; Mittelägypten (die Metropolregion Kairo und den nahezu wasserlosen Nil entlang), wo die arbeitende Bevölkerung wohnt, betet und einkauft; und Südägypten (ab Assuan bis zur Grenze zum Sudan), wo diejenigen, die die Gesetze des Landes missachtet haben, ein Dasein in harter Arbeit fristen.

    In Kairo lebt die junge und schöne Donia Nour, die seit Jahren einen gefährlichen Gedanken hegt: Sie will Ägypten verlassen. Das Gerücht kursiert, dass es Schiffe gibt, die Flüchtlinge übers Mittelmeer aus dem Land bringen. Der Preis für eine Überfahrt: Ein Kilogramm Gold. Seit Jahren verdient sie sich neben ihrer offiziellen Beschäftigung kleine Goldstücke, indem sie sich den gierigen Machthabern aus der Oberschicht als Braut anbietet, mit ihm eine Nacht verbringt und sich wieder scheiden lässt. Sehr wichtig ist den Freiern die Jungfräulichkeit Donias, die sich aber mittels illegaler Technik immer wieder herstellen lässt. Nach 32 Hochzeiten dieser Art hat sie das Kilo fast zusammen, ein Freier fehlt noch, die letzten Gramm sind in greifbarer Nähe … doch sie gerät an den Falschen, ein hohes Tier der Regierung, ein Sadist und Egomane, der sie auffliegen lässt, ihr alles nimmt und in den Süden verbannt.

    Zur selben Zeit erscheint wie aus dem Nichts ein nackter Mann im Zentrum von Kairo, der behauptet, vor hundert Jahren von Außerirdischen entführt und jetzt als Zeitreisender auf die Erde zurückgeschickt worden zu sein. Sein Auftrag: Suche Donia Nour und führe sie ins Licht, damit sie ihr Volk in eine bessere Zukunft lenkt. Und tatschlich: Er findet sie, klärt sie auf und bringt damit eine Revolution ins Rollen…

    FORM: Hazem Ilmis Roman ist ein klassischer Dreiteiler mit Exposition, Entwicklung und Lösung; da werden trotz des heiklen Themas keine Experimente gewagt. Stilistisch sind die Kapitel um Donia Nour eher nüchtern, die um Ostaz Mukhtar (den Zeitreisenden) eher flapsig-sarkastisch geschrieben. Der für eine Dystopie typische ruhige und kalte Erzählton weicht im dritten Teil einem mit mehr Spannung; das Ganze kippt dann (leider) auch eher in eine Art Thriller.

    Dass es Ilmi bei seinem Debütroman nicht darum ging, ein literarisches Meisterwerk abzuliefern, ist zu vermuten und auch verständlich. Hauptziel war es wohl, die eigene Vorstellung von Religiösität zu vermitteln und Gedanken zu Begriffen wie Selbstbestimmung, Menschenrechte, Macht und Gleichberechtigung zu veröffentlichen – Kein ungefährliches Vorhaben dieser Tage. Der Roman ist mitten im Arabischen Frühling entstanden, als die ganze Welt auf den Tahrir-Platz blickte, und wurde im Selbstverlag mit großem Echo veröffentlicht. Hazem Ilmi ist ein Pseudonym, der Autor dahinter lebt nicht mehr in Ägypten, seine wahre Identität hält er aus Angst vor Fanatikern weiterhin geheim.

    FAZIT: Als Vergleiche mit Ilmi liest man überall George Orwell und Michel Houellebecq … das ist zwar schmeichelhaft aber doch stark übertrieben. Die ersten beiden Teile waren gut, der dritte schwach. Dennoch ist DIE 33. HOCHZEIT DER DONIA NOUR ein wichtiger Beitrag zur Aufklärung und auch den Mut des Autors möchte ich nicht unterbewerten – vier Sterne.

    *** Diese und viele weitere Rezensionen könnt Ihr in meinem Blog Bookster HRO nachlesen. Ich freue mich über Euren Besuch ***

  5. Cover des Buches Inshallah - Worte im Sand (ISBN: 9783351041441)
    Trend D. Reedy

    Inshallah - Worte im Sand

    (3)
    Aktuelle Rezension von: mariameerhaba

    Was ist das größte Gut, das einer Frau widerfahren kann? Das ist eine Frage, die in diesem Buch insgeheim gestellt wird, und beide Mädchen, Zulaikha und Zeynab, beantworten sie gleich: Heiraten. Die Zukunft einer Frau besteht aus einer Heirat und der Aufgabe, Kinder zu kriegen.

    Natürlich wird mir bei so einer Antwort schlecht, aber andererseits kann man die Kinder dafür nicht beschuldigen. Sie wurden so erzogen und sind mit dem Gedanken aufgewachsen, wie erst ein Ehemann sie glücklich machen wird.

    Das Buch beschreibt die Zeit, als die Amerikaner in Afghanistan eingetroffen sind und die Talibane verjagt haben. Das Land steht vor einem Umbruch, vor einer neuen Wahl und der Hoffnung, eine glückliche Zukunft zu haben. Zulaikhas Familie profitiert von den Amerikanern und der Vater ist von den Ungläubigen begeistert.

    Die Autorin beschreibt das tägliche Leben in Afghanistan, die Gesellschaft, die fünf Mal am Tag betet, die Frauen den untersten Stellenwert geben, und immer noch entscheidet der Vater, wen seine Töchter heiraten werden. Hauptsache die Mitgift stimmt. Immerhin besteht Zulaikhas Familie nicht aus Abschaum, sondern der Vater ist ein liebender Vater und die Stiefmutter ist zwar ein Ekel, aber am Ende habe ich sie richtig gemocht.

    Es ist ein toller Einblick in die damalige Gesellschaft und würde ich jetzt nicht wissen, wie schlecht es um Afghanistan steht, hätte ich nach dem Buch auf eine bessere Zukunft geglaubt.

    Es ist ein Buch für Jugendliche, aber mit einem Unterton, der verspricht, das nichts gut wird. Aber wie es zu Jugendbüchern gehört, bleiben viele Fragen offen und am Ende hat man so einen schalen Geschmack im Mund, weil es sich anfühlt, als hätte die Autorin mittendrinn die Geschichte abgebrochen. Ich hätte mir ein richtiges Ende gewünscht.

    Das Buch hat einen einfachen Stil, der erlaubt, dass man es schnell durchliest. Es ist spannend, es hat seine Konflikte und vor allem hat das Buch eine Seele.

  6. Cover des Buches Between My Worlds (ISBN: 9783426446591)
    Basma Hallak

    Between My Worlds

    (99)
    Aktuelle Rezension von: JaquelineM

    Das Buch war mal was anderes für mich, es hat Humor und auch einen Tiefgang.

    Es enthält auch wichtige Themen die, die Autorin gut umgesetzt hat und auch das Setting wurde wirklich top umgesetzt,  ich hatte Island Bildlich vor meinen Augen gehabt 🥰


    Der schreibstil war eigentlich sehr angenehm zu lesen, man war direkt in der Story drin. 


    Nur mit der Zeit ging mir von der Protagonistin ihre dauerhaften schlechten und negativen Gedanken auf die Nerven aber es gab auch zwischendurch echt schöne und süße Momente zwischen Kalima und Nòi 🥰 vorallem Noí war echt sooooo süß zu ihr 🥰


    Das Ende war dann doch für mich dann sehr emotional und hat mich dann zum nachdenken gebracht und konnte es mir leider sehr gut vorstellen das sowas was Kalima passiert ist wirklich anderen Menschen wiederfährt.


    Ich hoffe das Band 2 besser wird 

  7. Cover des Buches Mit Burka und Bikini (ISBN: 9783442717170)
    Qarnita Loxton

    Mit Burka und Bikini

    (12)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ich muss ganz ehrlich sagen, ich hab das Buch teils wegen seines Titels lesen wollen. Burka und Bikini… Das klingt schon sehr reißerisch und ich war interessiert. Nach der Lektüre muss ich allerdings sagen, dass ich den Titel nicht in Ordnung finde. Kein Mensch läuft in dem Buch vollverschleiert rum und Burka und Abaya sind sich zwar ähnlich, aber doch nicht gleich. Da muss ich die Übersetzerin schimpfen, der Originaltitel „Being Kari“ gefällt mir sehr viel besser.

    Kari ist 30 Jahre alt und mit Dirk verheiratet, der am Valentinstag einen Seitensprung beichtet. Total verstört rettet sie sich erstmal zu ihrer Freundin um da die nächste Hiobsbotschaft zu erhalten – Ihre Oma ist tot, ihre Mutter hat sich am Bein verletzt und sie muss heim und mithelfen. Nun kommt Kari, oder Karima eigentlich, aus einer streng muslimischen Familie die sie eigentlich vor 10 Jahren verlassen hat und muss sich dort mit ihrer Mutter, ihrem Bruder und auch ihrem Ex-Verlobten Rafiq auseinandersetzen. Auseinandersetzungen, die nicht nur unangenehm sind.

    Ich muss sagen, das Buch hat mich sehr gut gefallen. Man liest ja immer wieder von Menschen und wie sie aus ihren streng gläubigen Gemeinschaften ausbrechen, aber ich hab noch nie von jemandem gelesen, der nach seinem Ausbruch zurück geht. Ich fand das sehr spannend. Und das Buch hat mich absolut nicht enttäuscht. Eine sehr spannende Leseerfahrung, trotz minimaler Startschwierigkeiten.

    Ich hatte anfangs ein paar Probleme mit Karima, weil ich sie doch sehr duckmäuserisch empfand, ein bisschen naiv und doch auch ein bisschen als ein ja-Sager, aber je weiter das Buch voranschritt, desto mehr konnte ich mit ihr fühlen und desto mehr hab ich auch ihre Situation verstanden, auch weil mehr über die Umstände ihres Ausbruchs zu Tage kamen. Die Autorin hat den inneren Konflikt den Karima mit sich ausfechten musste und auch immer noch ausficht für mich absolut nachvollziehbar gemacht und irgendwann war ich dann gänzlich „Team Kari“.
    Was ich außerdem spannend fand, war der Einblick in die muslimische Gemeinschaft. Die Autorin kritisiert vieles, das muss man sagen, aber sie stellt genauso auch die schönen Seiten heraus. Den familiären Zusammenhalt, das Miteinander und auch die bekannten Abläufe, die Karima nach der Sache mit ihrem Mann und auch nach dem Tod der geliebten Ouma Struktur und Halt geben. Sie zeigt auf, dass auch muslimische Frauen, die ein Kopftuch tragen auf ihre Weise emanzipiert und stark sein können. Ouma fällt mir hier ein, auch Karimas Mutter und definitiv auch Shireen, die Frau von Karimas Bruder.

    „Mit Burka und Bikini“ ist außerdem ein Buch, das sich leicht weglesen lässt und dich an seine Seiten fesselt. Ich wollte eigentlich nur 100 Seiten lesen und schwupps, war das ganze Buch weggeatmet. Dafür, dass es ein Debütroman ist, finde ich ihn unglaublich stark und es hat mir sehr viel Spaß gemacht Karima auf ihrer Identitätssuche zu begleiten. 

  8. Cover des Buches Muslim Girls (ISBN: 9783451814570)
    Sineb El Masrar

    Muslim Girls

    (7)
    Aktuelle Rezension von: Yoyomaus

    Zum Inhalt:

    Frau wacht nicht morgens auf und fühlt sich als Afghanin, nur weil die Eltern dort geboren sind. Setzen Sie eine Ukrainerin, eine Marokkanerin, eine Deutsche hinter eine Wand, fragen Sie sie, was sie vom Leben erwarten. Sie werden sie nicht unterscheiden können.

     In diesem Buch zum Thema Muslima in Deutschland, erzählt Sineb El Masrar welchen Vorurteilen Frauen aufgrund ihres muslimischen Glaubens und ihrem Migrationshintergrund noch immer ausgesetzt sind. Wie diese Frauen hierzulande aufgewachsen sind und heute ihr Leben erleben, wie sie um Unabhängigkeit kämpfen und wo sie ihren Platz in der Gesellschaft sehen. Ihre Botschaft an die Leser: "Augen auf, wir sind längst angekommen mit all unseren kleinen Absonderlichkeiten und Marotten!"

     

    Cover:

    Das Cover hat mir nicht so sehr gefallen. Das Cover ist hauptsächlich in lilafarbenen Tönen gehalten und zeigt die Skyline von Berlin sowie einen typischen muslimischen Mond und im Vordergrund drei Mädchen, die dem Betrachter entgegen blicken, wobei eines ein Kopftuch trägt. Das ist auf jeden Fall ansprechend und gibt einen Einblick, worum es sich bei diesem Buch hier handelt, aber leider ist es wirklich nicht mein Geschmack. Ich mag die Farbe nicht.

     

    Eigener Eindruck:

    Sie leben unter uns. Mädchen mit muslimischen Wurzeln, die ihre Religion mehr oder weniger ausleben. Aber wer sind sie eigentlich und ist wirklich jedes muslimische Mädchen radikalisiert? Müssen sie Kopftuch tragen? Warum sind sie eigentlich hier? Wie passen sie sich an? Wollen sie sich überhaupt anpassen? Was geht in einem Mädchen vor, was aus einer anderen Kultur stammt? Fühlt es sich als „Deutsche“ oder doch eher als „Afghanin“ etc.? Dieses buch gibt einen Einblick und soll die wichtigsten Fragen beantworten, was ein Muslim Girl ausmacht und was es für Deutschland bedeutet.

     

    Das Buch „Muslim Girls“ beschäftigt sich damit, was ein Muslim Girl ist und was es ausmacht, denn Muslim Girl ist nicht gleich Muslim Girl. Da haben wir Mädchen, die schon in der dritten Genration in Deutschland leben, aber wir haben auch jene, die erst nach Deutschland gekommen sind. Das Buch beleuchtet die Frage, warum sie hier sind, welche Hoffnungen sie haben und was sie erreichen wollen. Es beantwortet Fragen rund um die Religion, ihre Ansichten und wie die Eltern- oder Großelterngeneration auf sie wirken. Es werden Themen wie Ausländerfeindlichkeit und der Wunsch nach Dazugehörigkeit angesprochen. Es beleuchtet Themen wie Schulbildung, Karriere und einfach nur ganz normale Marotten, die ein Muslim Girl an den Tag legen kann. Dabei werden die Thematiken Ernst, aber auch humorvoll betrachtet. Ich persönlich fand den Einblick und die Sicht aus einer anderen Perspektive sehr interessant. Das Buch räumt mit Vorurteilen auf, lässt aber och die eine oder andere Frage offen. Dass natürlich nicht alle Lebensbereiche beleuchtet werden können, das ist mir vollkommen klar und dass dieses Buch nicht als Richtlinie für alle verwendet werden kann, das ist wohl auch klar. Aber doch sind da Dinge, die man so vielleicht noch gern gewusst hätte. Das Buch liest sich übrigens recht angenehm, auch wenn ich permanent das Gefühl hatte, dass die Autorin versucht Ausreden zu finden, warum das eine oder andere so ist. Das soll jetzt nicht verurteilend wirken, aber irgendwie ging es immer so „Das Muslim Girl ist strebsam, weil…“, „Das Muslim-Girl das neu ankommt hat es schwer, weil… das Schulsystem, wenn das Schulsystem anders wäre…“. Sicher ist da auch was dran, aber ich hätte ebne immer das Gefühl, dass die Mädchen empor gehoben werden, besser sind, sie noch mehr verteidigt werden müssen etc. Einige Themen fand ich auch etwas fad beschrieben, sodass ich recht schnell über dem Buch eingeschlafen bin, aber andere Themen wiederum waren so informativ, dass sie bei mir einen richtigen Aha-Effekt heraus gekitzelt haben. Fakt ist, dass das Buch Geschmackssache ist. Nicht jeder wird mit der Art klar kommen, nicht jeder wird die Ansichten teilen wollen. Aber ich persönlich finde, dass es durchaus einen aufklärenden Charakter hat und durchaus gelesen werden sollte!

     

    Fazit:

    So ein Buch war wahrscheinlich schon längst überfällig, da es wirklich mit Vorurteilen aufräumt und ein völlig neues Bild über die „Einwanderer“ und „Muslim Girls“ schafft. Jedoch konnte es mich aber leider auch nicht wirklich überzeugen. Lesenswert ist es aber allemal.

      

    Gesamt: 3/5

     

    Daten:

    ISBN: 9783451814570

    Sprache: Deutsch

    Ausgabe: E-Buch Text

    Umfang: 256 Seiten

    Verlag: Verlag Herder

    Erscheinungsdatum: 14.05.2018

     

     

     

  9. Cover des Buches Zwei unter einem Schirm (ISBN: 9783552063761)
    Anton Badinger

    Zwei unter einem Schirm

    (13)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Dieser Debütroman des österreichischen Autors Anton Badinger hat mich nicht wirklich berührt. Die Idee hat mir recht gut gefallen, die Ausführung weniger.   

    Worum geht’s? 

    Lotta spielt Lotto - über dieses Wortspiel habe ich mich amüsiert - und gewinnt. Anfangs behält sie den Lottogewinn für sich, gerät aber, als sie das Geheimnis lüftet, schnell an Betrüger und falsche Freunde.  

    In einem weiteren Handlungsstrang lernen wir Gülcan und ihre Familie in Istanbul kennen. Gülcan hat einen Traum: Sie will Fremdenführerin werden und erhält von ihrem Vater als Symbol dazu einen handgefertigten Regenschirm. Wie es die gute Tradition so will, wird Gülcan mit einem älteren Mann verheiratet, dem sie nach Salzburg folgt. Recht schnell sind ihre Träume geplatzt und sie findet sich in der Imbissbude „Süper Chicken“als Hendlbraterin wieder. Als ihr Mann sie mit dem Gürtel schlägt, flüchtet sie mit dem nächstbesten Zug und landet in Wien. 

    Das zufällige Zusammentreffen von Lotta und Gülcan bietet beiden Frauen neue Möglichkeiten. Allerdings, Freundschaft, wie im Klappentext beschrieben, schließen die beiden nicht. Sie bilden eher eine Zweckgemeinschaft, wobei Gülcan als Angestellte die Launen von Lotta aushalten muss.  

    Meine Meinung: 

    Leider kann mich dieses Buch nicht überzeugen. Einerseits liegt das am Schreibstil, der sich vor allem im Mittelteil mit allzu viel Details über die Einkaufswut von Lotta beschäftigt. Lotta ist ziemlich klischeehaft beschrieben. Sie macht genau das, was vor dem die Berater der Lottogesellschaft warnen: unüberlegt Immobilien kaufen, Geld für Luxusmarken auszugeben und den Job zu kündigen. Lotta hat etwas mehr als zwei Millionen Euro gewonnen und kauft davon eine marode Villa und lässt sie aufwendig restaurieren. Das ist reichlich naiv und kann sich rein rechnerisch mit dem Gewinn nicht ausgehen. Nun gut, vielleicht verstecken sich solche Schnäppchen vor mir. Lotta wird zu Beginn als Zahlenkünstlerin beschrieben und schafft es später nicht, sich auch nur um eine einzige Rechnung zu kümmern. Mag schon sein, dass sie von ihren falschen Freunden eingelullt ist. Trotzdem ist sie für mich nicht ganz glaubwürdig. Da scheint die Figur von Gülcan besser gelungen. Sie macht aus ihrem Leben etwas. Sie verlässt ihren Mann und verlangt die Scheidung. Recht so! 

    Einige Stellen im Buch lassen humorvolle Gedanken hervorblitzen. Zum einen das schon erwähnte Wortspiel Lotta/Lotto und zum anderen folgender Ausschnitt aus dem Dialog zwischen Gülcan und dem werbenden Mann, der ihr die Ehe und das Leben mit ihm in Salzburg statt in Istanbul schmackhaft machen will: 

    »In Salzburg wären solche Zustände undenkbar«, sagte er, als er den Mund wieder aufmachte. »Dort kann man überall von der Straße essen.«

    »Wir bevorzugen Teller«, sagte Gülcan.

     Davon hätte ich mir mehr gewünscht. 

    Fazit: 

    Ein Debütroman, der mich leider nicht wirklich überzeugt hat. 3 Sterne. 

     

  10. Cover des Buches Die Stimme (ISBN: 9783257248128)
    Jessica Durlacher

    Die Stimme

    (17)
    Aktuelle Rezension von: bookfeminist_lena

    In Die Stimme von Jessica Durlacher begleiten Lesende eine jüdische Familie in New York, Tel Aviv und den Niederlanden. Zelda ist Psychoanalytikerin, hat sich von ihrem ersten Ehemann geschieden und lebt jetzt mit Bor, einem erfolgreichen Anwalt zusammen. Gemeinsam haben sie drei Kinder. Es ist das Jahr 2001, als Zelda und Bor heiraten möchten. Sehr spontan hat ein Rabi Zeit und so kann ihre Hochzeit während eines Urlaubes in New York kurzfristig stattfinden. Während ihrer Hochzeitszeremonie, die in der Nähe des World Trade Centers stattfindet, fliegen zwei Flugzeuge in das World Trade Center. Es handelt sich dabei um die Terroranschläge des elften September. Die Familie flüchtet mir ihren Hochzeitsgästen durch den Rauch. Dieses Erlebnis hinterlässt Traumata bei der Familie, ihr Leben ist danach nicht mehr wie früher. 

    Der elfte September nimmt Zelda ihre Unbeschwertheit. Sie benötigt eine neue Kinderbetreuung für ihre Kinder. Für die Kinderbetreuung kommt die aus Somalia geflüchtete Amal in Betracht. Aber Zelda hadert mit ihrer Entscheidung eine Muslima als Kindermädchen zu engagieren, denn allein der Umstand, dass Amal ein Kopftuch trägt, führt bei Zelda zu bösen Erinnerungen an den Tag des elften September. Gleichzeitig überkommt sie ein schlechtes Gewissen, weil sie überhaupt über diesen Aspekt nachgedacht hat. Sie engagiert Amal, die dann bestens mit den Kindern klarkommt und von ihnen ins Herz geschlossen wird. Amal ist gleichzeitig auch musikalisch talentiert und kann hervorragend singen. Dies entgeht auch Zelda nicht, sie meldet Amal zu einer Casting-Show an, die Amal gewinnt. Doch Amals Gewinn katapultiert die Familie in den Fokus einer islamistischen Gruppierung. Amal wendet sich im Fernsehen gegen ihr bisherig zutiefst religiös geprägtes Leben. Gegen Amal werden daraufhin Todesdrohungen ausgesprochen. 

    Das Buch beginnt mit einem ansteigenden Spannungsboden im rasanten Tempo. Ich bin zu Beginn in die Handlung des Romanes regelrecht gezogen worden und wollte so schnell wie mögliche erfahren, wie es mit der Familie weitergeht. Das anfängliche Erzähltempo nimmt in der Mitte des Romanes dann aber leider drastisch ab. Gegen Ende nimmt der Roman wieder stark an Tempo zu, sodass man die langatmige Mitte durchaus verzeihen kann, wenngleich ich weniger gerne weitergelesen habe als zu Beginn. Der Roman regt zum Nachdenken an und ist definitiv keine Wohlfühl-Lektüre. Die Figuren sind komplex und alles andere als sympathisch. Die Themen in Durlachers Buch sind keine einfachen, sie schildert sehr detailreich, intensiv, und feinfühlig das Leben einer durch und durch traumatisierten Familie und wie. Islam und Judentum treffen aufeinander ohne Vorverurteilungen und Generalisierungen.

  11. Cover des Buches Als wir Schwestern waren (ISBN: 9783442774524)
    Fatimah Asghar

    Als wir Schwestern waren

    (3)
    Aktuelle Rezension von: Zuckerwatte-im-Kopf

    Fatimah Asghar überraschte mich mit einem poetischen, ungewöhnlichen Schreibstil. Gedankenfetzen reihen sich aneinander, hart, schmerzlich, anfangs konfus. Die Autorin bindet die drei Schwestern in das zentrale Thema Verlust, einhergehende Ängste und Hilflosigkeit ein und spinnt daraus eine Geschichte über Liebe und Zusammenhalt.

    Aber! Wo fand die Auseinandersetzung mit der Religion und Kultur statt? Wo erforschen sie ihre muslimische Identität und suchen nach ihren Wurzeln? Viele Aspekte wurden mir nicht differenziert genug beleuchtet und waren mir zu dünn. In anderen Büchern habe ich so viel mehr für mich mitnehmen können, habe die Religion und Kultur auf ganz neue Weise kennenlernen dürfen, ohne dass diese irgendwelche Klischees bedient haben.

    Fazit: »Als wir Schwestern waren« von Fatimah Asghar erzählt in Gedankenfetzen von dem Aufwachsen dreier Mädchen, die unter Verlust, Schmerz und Vernachlässigung leiden. Leider wurde die Religion und Kultur nicht genug differenziert, sondern eher Klischees und Vorurteile bedient.

    Zwischen 2,5 und 3 Sternen!

    Die ganze Rezension gibt es auf unserem Blog!

  12. Cover des Buches Mein Mann, seine Frauen und ich (ISBN: 9783453428232)
    Hera Lind

    Mein Mann, seine Frauen und ich

    (41)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Es geht um eine Frau, Nadia, die schon eine Ehe hinter sich hat, und ein unabhängiges Leben führt, lernt durch Hinzutun von Freunden einen Moslem, Karim, kennen. Sie verlieben sich. Was dann passiert, ist fast unvorstellbar! Karim trägt sie auf Händen. Als Nadia erfährt, dass er schon verheiratet ist und Kinder hat und heiratet sie ihn trotzdem, weil im Islam die Liebe ohne Ehe verboten ist, wie ihr Mann zu verstehen gebt. Die Liebe ist zu starkt. Sie gibt sogar alles auf: Heimatort, Familiennähe, Beruf, Selbstständigkeit... und zieht mit ihm in den Oman. Die erste Frau bleibt mit Kindern in Deutschland. Im Oman darf Nadia  nur noch verschleiert aus dem Haus. Und dann zieht die erste Frau auch noch in die Nähe. Und weil das noch nicht genug ist, bringt ihr Mann plötlzich eine neue, dritte Ehefrau ins Haus. Wie Nadia wohl nun reagiert und wie es mit ihr und Karim weitergeht, sollte man selbst lesen.

  13. Cover des Buches Ausgerechnet du und ich (ISBN: 9783453421967)
    Ayisha Malik

    Ausgerechnet du und ich

    (19)
    Aktuelle Rezension von: mamenu

    Klapptext

    Sofia ist klug,sieht gut aus und arbeitet in einem Verlag in London.Sie ist außerdem Muslimin und wünscht sich einen Mann,der dafür offen und gleichzeitig modern ist.Als ihre Chefin ihr vorschlägt,einen Dating-Guide für Muslime zu schreiben,schlägt sie zwei Fliegen mit einer Klappe.Aber Imran ist zu traditionell.Naim zu unzuverlässig.Abid leider schwul.Als ihr Vater krank wird,springt sie ihm zuliebe über ihren Schatten und verlobt sich mit Imran.Die Familie ist selig aber Sofia merkt,dass sie Imran gar nicht liebt.Und das sie sich stattdessen in jemand anderen verliebt .

     

     

    Meine Meinung

    Ich habe mir bei diesem Buch zuerst den Klapp text durch gelesen. Da ich sehr gerne auch andere Kulturen kennen lerne, um zu sehen wie es in anderen Kulturen läuft, habe ich dann diese Geschichte angefangen zu lesen.

    Die Geschichte fing schon mit viel Humor und Witzig an, was mir gut gefallen hat. Ich habe schon auf den ersten Seiten beim Lesen ein lächeln im Gesicht gehabt. Sofia ist schon in einigen Dingen sehr traditionell und doch auf der der anderen Seite wieder sehr Modern. Was ich dann beim lesen schon sehr Witzig fand, wurde von der Autorin sehr gut rüber gebracht. Das ganze Umfeld von Sofia ist ein wenig Chaotisch und Überdreht, was aber zur Geschichte passt. An diese vielen Charakteren musste ich mich erst einmal gewöhnen. Manchmal war ich auf den ersten Seiten leicht überfordert, aber umso mehr man liest, um so mehr kommt man dann besser klar beim lesen. Man kommt nach einer kurzen Zeit aber doch gut in diese Geschichte rein. Der Schreibstil ist locker und leicht, sodass man die Geschichte sehr gut lesen kann. Auch hier wurde mit sehr viel Humor und Witz geschrieben, was mir dann doch sehr gut gefallen hat.

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