Bücher mit dem Tag "mutter und tochter"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "mutter und tochter" gekennzeichnet haben.

95 Bücher

  1. Cover des Buches Passagier 23 (ISBN: 9783426510179)
    Sebastian Fitzek

    Passagier 23

     (2.873)
    Aktuelle Rezension von: Olgaaa

    Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und fand es wurde sehr gut umgesetzt. Obwohl ich eigentlich keine Thriller lese, da es einfach nicht mein Genre ist, fand ich, dass sich das Buch sehr spannend angehört hat und deshalb habe ich mich dazu entschieden dem Buch eine Chance zu geben. Ich habe zuvor schon einmal einen Fitzek gelesen und fand ihn nicht schlecht. Auch von diesem Buch wurde ich nicht enttäuscht. Es war spannend und durchweg interessant.

  2. Cover des Buches Solange am Himmel Sterne stehen (ISBN: 9783442381210)
    Kristin Harmel

    Solange am Himmel Sterne stehen

     (781)
    Aktuelle Rezension von: Cora_Jeffries

    Da ich bereits "Über uns der Himmel" gelesen habe, war ich neugierig, was mich hier erwarten wird. Schon der Klappentext und der Titel hatten mich neugierig gemacht, dennoch stand das Buch noch eine Weile in meinem Regal.

    Kaum hatte ich angefangen, war ich sofort in der Geschichte drin. Hope ist eine geschiedene Frau, die mit Annie, die mitten in der Pubertät steckt, zu kämpfen hat. Außerdem hat die Bäckerei, die seit 60 Jahren im Familienbesitz ist, arge finanzielle Schwierigkeiten. Wenn das nicht schon alles wäre, würde Hope ganz gut klar kommen. Doch ihre demente Oma Rose, die sie gerne Mamie (frz für Großmutter) nennt, hatte sie im klaren Zustand gebeten, nach Paris zu fahren, um ihre Verwandten, die sie namentlich auf einen Zettel aufgeschrieben hatte, zu suchen.

    Hope ist anfänglich skeptisch, ob das nicht irgendein Scherz von Rose war. Aber Annie und Gavien redeten mit ihrer und letztendlich reist sie nach Paris. Mit einer Handvoll an Recherchematerial begibt sie sich vor Ort auf die Suche und kommt langsam hinter der Geschichte von Rose.

    Der Roman hatte mich so gefangen genommen, dass ich kaum vom Buch wegkam. Ich war gefangen in Paris und wer nah am Wasser gebaut ist, sollte sich definitiv Taschentücher bereit legen. Habt ihr euch schon mit der Frage befasst, welche Religion die bessere ist? Sicherlich kommt es euch vom Deutschunterricht aus Gotthold Ephraim Lessing "Nathan der Weise" bekannt vor. Hier wird alles in einer rührenden Geschichte erklärt und dennoch ist es nicht zu viel. Kristin Harmel schreibt bewegende Romane, die dich weiterhin begleiten werden.

    Wenn ihr das nächster Mal zu den Sternen seht und ihr sie nicht benennen könnt, gebt ihnen Namen. So habt ihr euren Lieblingsmenschen immer bei euch.

  3. Cover des Buches Honigtot (ISBN: 9783492307253)
    Hanni Münzer

    Honigtot

     (400)
    Aktuelle Rezension von: breathingfailure

    Ich lese gerne Kriegsgeschichten aus dem Zweiten Weltkrieg, daher hat mich dieses Buch auch sehr interessiert.


    Zu Beginn der Geschichte ist man in der Gegenwart und folgt Felicity, die ihrer Mutter nach Rom folgt. Ihre Mutter hat eine Schatulle mit dem Familiengeheimnis gefunden und hat sich hals über Kopf aufgemacht nach Rom um dieses zu entschlüsseln. Wie sich herausstellt ist Felicitys Großmutter eine in München geborene Jüdin, die die Gräueltaten des Nazi Regimes überlebt aber nie überwunden hat.


    Ich muss sagen, dass ich die beiden Protagonisten der Gegenwart, Felicity und ihre Mutter, sehr anstrengend und überspitzt finde. Gerade die Mutter ist für meinen Geschmack, sehr an den Haaren herbeigezogen. Der eigentliche Handlungsstrang in der Vergangenheit ist sehr spannend und auch packend, aber als dann Deborah in den Vordergrund der Handlung kommt und sie eine komplett neue Persönlichkeit annimmt, wird das Buch für meinen Geschmack, etwas zu abstrakt. Gerade das letzte Drittel hätte mit der vorhandenen Handlung locker nochmals 200 Seiten gebraucht. Denn so erschien es viel zu gehetzt und für meinen Geschmack nicht abgeschlossen. Auch die Storyline zwischen Jakob und Deborah finde ich unnötig und weniger passend. Deborah war als Kind und junges Mädchen anders beschrieben als gegen Ende des Buches, was irgendwo auch verständlich ist, gegeben der Umstände und der Tragik in ihrem Leben. Nichtsdestotrotz finde ich gerade dann, dass sie sich nicht mir nichts dir nichts in den erst besten Mann verlieben würde und schon gar nicht wenn sie kaum ein Wort mit ihm gesprochen hat.


    Zusammenfassend finde ich das Buch spannend und okay aber ich würde es nicht nochmals lesen.

  4. Cover des Buches All das Ungesagte zwischen uns (ISBN: 9783423230223)
    Colleen Hoover

    All das Ungesagte zwischen uns

     (453)
    Aktuelle Rezension von: Lauras_bunte_buecherregal

    So ein schönes Cover. Es ist sehr schlicht gehalten und der Titel wird perfekt mit in das Cover eingebunden.


    Der Titel des Buches ist Programm. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Morgan, der Mutter, und Clara, ihrer Tochter, aus der Ich Perspektive erzählt. Dies bietet dem Leser die Möglichkeit beide Seiten besser nachvollziehen zu können.


    Zum Inhalt möchte ich euch nicht all zu viel erzählen. Es geht um das Mutter Tochter Gespann, die einige Schicksalsschläge zu verarbeiten haben. Gleichzeitig geht es aber auch darum, was man im Leben erreichen möchte. 


    Der Schreibstil von @colleenhoover ist wie immer sehr flüssig und gut zu lesen. Man tauch in eine Welt ein und man fühlt mit den Charakteren mit. Das ganze Buch ist sehr emotional. Mir persönlich war Clara etwas anstrengen. Die Entwicklung von Morgan hingegen mochte ich sehr. Den Wandel, welchen sie durchlebt, ist großartig beschrieben und hat sehr viele verschiede Ebenen.


    Mein Fazit ist, dass es ein sehr lesenswerte Buch ist. Ich hätte mir persönlich ein etwas anderes Ende gewünscht. Ich gebe dem Buch 4,5 von 5 Sterne.

  5. Cover des Buches Kleine Feuer überall (ISBN: 9783423281560)
    Celeste Ng

    Kleine Feuer überall

     (289)
    Aktuelle Rezension von: Elina_moro

    „Vergiss nicht, manchmal muss man alles abbrennen und von vorn anfangen. Nach dem Brand ist die Erde fruchtbarer, und Neues kann wachsen. Genau ist es bei den Menschen. Sie fangen von vorne an. Sie finden einen Weg.“

    Das Buch war von Anfang bis Ende einfach großartig. Die Handlung, die gut beschriebenen Figuren, die Spannung, Motive und die behandelten Themen waren authentisch. Es hat alles gepasst und ich habe an die Geschichte geglaubt. Und den Titel mag ich auch, weil es auch zum Roman passt. Ich war sofort beim Lesen gefesselt, ich habe ständig über das Leben der Charaktere und deren Probleme nachgedacht. Auch die Entwicklung der Figuren aus der psychologischen Sicht fand ich gut gelungen. Man versteht komplett die Entscheidung jeder Figur und verurteilt sie nicht. Im Buch geht es um viele Themen: Erziehung, soziale Ungleichheit, Abtreibung, Adoption, Beziehungen zwischen Teenager, Rassismus... Die Geschichte verbindet 2 Familien mit ihren unterschiedlichen Werten, die zusammen in einem Feuer brennen (im übertragenen Sinn). Das Buch hat mich sehr beeindruckt und ich kann es ganz herzlich empfehlen.

  6. Cover des Buches Ein wunderbares Jahr (ISBN: 9783734101564)
    Laura Dave

    Ein wunderbares Jahr

     (155)
    Aktuelle Rezension von: nicekingandqueen

    Ich habe "Ein wunderbares Jahr" von  Laura Dave direkt in der Zeit der Veröffentlichung gelesen, wenn ich mich recht erinnere, 2016 um den Dreh müsste es gewesen sein.

    Damals war ich ganz begeistert und das Buch gehörte zu meinen All-time Favoriten. 

    Als ich letztens mal wieder zufällig Rezensionen mir durchlas und einige davon auch kritisch waren, dachte ich mir: "Hm, so schlecht habe ich das Buch absolut nicht in Erinnerung." Also war es Zeit für mich in der Coronakrise mir nochmal das Buch in die Hand zu nehmen. Diesmal habe ich es auf Englisch gelesen.
    Während ich mich noch sehr genau an die Rahmenhandlung erinnern konnte, merkte ich während den ersten Seiten schon, dass ich seit dem ersten Mal lesen als Mensch gewachsen war. Ich konnte die Kritiken nun nachvollziehen und wusste direkt, dass ich mir beim zweiten Lesen keinen Gefallen mache, da ich mir nun einen Favoriten in meinem Bücherregal zerstört habe.

    Inhaltlich geht es um Georgia, die bei ihrer letzten Anprobe ihres Brautkleids plötzlich ihren Verlobten mit einem Mädchen und einer unbekannten Frau die Straße entlanglaufen sieht. Als sich herausstellt, dass er der Vater ist, sucht sie Zuflucht bei ihren Eltern und Brüdern, deren Leben sich aber natürlich aktuell ebenfalls als katastrophal erweist...

    Nun, mein Problem mit dem Buch: Es ist seicht, aber das ist ja jeder Frauenroman/Liebesroman. Was mir hier definitiv aber fehlt ist: Romantik. Es gab kein einziges Date, bei dem ich mir dachte: Das würde ich auch mal gern erleben. Daher kam bei mir auch kaum Gefühl, keine Emotionen hoch. Schade. 

    Hinzu kommt, dass der Titel nicht passt. Die Handlung erfolgt innerhalb von zwei Wochen grob geschätzt. Kein Jahr. Keine Ahnung, wer da den deutschen Titel ausgesucht und den Inhalt nicht gelesen hat... Genauso ist mir auch nicht ersichtlich, warum das Cover mit Pfirsiche zeigt, wenn es denn um Weinberge geht... Das Wort Pfirsich habe ich kein einziges Mal gelesen.

    Fazit: Man sollte niemals einen Favoriten ein zweites Mal lesen. Ich hasse mich aktuell dafür.

  7. Cover des Buches Disney – Villains 4: Das Geheimnis der Dunklen Fee (ISBN: 9783551280367)
    Serena Valentino

    Disney – Villains 4: Das Geheimnis der Dunklen Fee

     (98)
    Aktuelle Rezension von: Imagine_daydreaming

    Meinung Inhalt:

    In dem vierten Teil der Villains Reihe lernen wir die Geschichte von Maleficent kennen. Die funkle Fee war nicht immer das Böse in Person. Als Kind wurde die kleine Fee verlassen, verweist und von Raben aufgezogen in einem Baum von der „Einen der Legenden“ gefunden. Die Eine der Legenden ist schon als Granny von Tulip aus den vorherigen Büchern bekannt und ist die Schwester der Guten Fee. Als sie sich Maleficent annimmt fehlt das Verständnis der anderen Feen dafür. Denn Granny kann in die Zukunft sehen und sieht, zu was Maleficent fähig ist. Trotz der Vision, zieht die Eine der Legenden Maleficent wie ihr eigenes Kind groß.

    Nicht jede Vorhersage muss sich bewahrheiten, sie werden durch die Taten und Entscheidungen geformt und die Zukunft kann sich somit immer ändern. Die Geschichte von Maleficent ist hier wieder das beste Beispiel dafür, dass nicht jeder Böse geboren wird, sondern seine Zukunft durch seine Entscheidungen selbst formt.

    Das Buch hatte viele schöne Stellen an der ich gerade Maleficent Handlungen wirklich gut nachvollziehen konnte. Weswegen sie zu der dunklen Fee wurde und was ihre Beweggründe sind, wurden Schritt für Schritt sichtbar. In diesem Teil der Reihe gab es viele Wendepunkte, die für mich persönlich die Geschichte extrem interessant gemacht haben. Was mich besonderst Neugierig gemacht hat ist, das in dieser Geschichte die Hintergrundgeschichte der Verrückten Schwestern angesprochen wurde, welche im sechsten Teil genauer beachtet wird.

    Abschließende Meinung:

    Bis jetzt ist die Geschichte von Maleficent für mich die beste Geschichte der Villains Reihe. Ich kann die Geschichte der Dunklen Fee wirklich allen Disneyliebhabern empfehlen, die der Reihe eine Chance geben wollen. Wirklich eine großartige Geschichte und Tanja Geke hat es wieder geschafft durch ihre Wunderbare Art des Vorlesens die Geschichte zum Leben zu erwecken!

  8. Cover des Buches Mein Sommer am See (ISBN: 9783442745555)
    Emylia Hall

    Mein Sommer am See

     (92)
    Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerin

    Nach dem Tod ihrer Mutter erhält die 30-jäirge Beth ein Päckchen aus Ungarn. Es enthält "Das Buch unserer Sommer", ein Album mit Foto und Erinnerungsstücken der Sommer, die Beth zusammen mit ihrer Mutter Marika in Ungarn verbracht hat. In einem Sommerurlaub 1990 am Balaton hatte die gebürtige Ungarin Marika, die erstmalig nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wieder in Ungarn war, beschlossen, in ihrer Heimat zu bleiben und damit ihren Mann und ihre Tochter verlassen. In den Jahren danach verbrachte Beth sodann ein bis zwei Wochen im Sommer in Ungarn in der Villa Serena bei Marika und ihrem Lebensgefährten, dem Künstler Zoltán. Es waren stets schöne, unbeschwerte Ferien, die viel zu schnell vorbei gingen, die Beth bei ihrer quirligen Mutter verbrachte, bis sie wieder zurück nach Devon zu ihrem Vater fuhr, der sie liebte, aber seit der Trennung sehr in sich zurückgezogen lebte. Ungarn wurde zu einem Sehnsuchtsort, an dem sich Beth trotz der kurzen Aufenthalte im Jahr bald mehr zu Hause fühlte als in dem traurigen Cottage in England.
    Während Beths siebten Sommeraufenthalt in Ungarn erfährt sie eine Wahrheit, die sie in eine tiefe Identitätskrise stürzte und sie derart erschütterte, dass Beth nie wieder zurück nach Ungarn wollte und den Kontakt zu Marika abgebrochen hat.
    Jahrelang hatte Beth die Vergangenheit verdrängt, doch mit dem Album kommen alle Erinnerungen wieder in ihr hoch - die schönen, aber auch die unschönen Momente, die ihr Leben für immer veränderten.

    Durch Beths Erinnerungen wird man als Leser in die 1990er-Jahre versetzt und erlebt die glücklichen Sommer der jungen Beth durch die bildhaften Beschreibungen lebendig mit. Beth war immer gern in Ungarn und fühlte sich bei Marika und Zoltán wohl, die sich in dieser Zeit ganz nach ihren Wünschen richteten. Für Beth brauchte es jedoch nicht viel, um glücklich zu sein. Sie genoss es durch die umliegenden Wälder zu streunen und den Nachbarsjungen Tamás zu treffen, in den sie verliebt war. Dennoch schwingt in den Erinnerungen immer eine bedrückende Melancholie mit, denn die unbeschwerte Zeit war endlich. Bis der Leser jedoch erfährt, was im Sommer 1997 in Ungarn passierte und was und ihre Mutter entzweite, schwelgt man in den kindlichen, nostalgischen Erinnerungen.

    In der Gegenwart ist spürbar, dass Beth nicht glücklich ist und diesen Teil ihrer Vergangenheit nicht verarbeitet hat. Auch das Verhältnis zu ihrem Vater, mit dem sie als Kind so eng verbunden war, wirkt gegenwärtig unbeholfen und distanziert und muss durch die Auswirkungen des Sommers 1997 erschüttert worden sein. Beths Verletzungen, Enttäuschungen und Bitterkeit treten deutlich zutage und machen neugierig darauf zu erfahren, was ihr widerfahren sein mag.

    "Mein Sommer am See" ist eine bittersüße Geschichte, die in schillernden, bunten Farben die Ferien eines jungen Mädchens bei ihrer Mutter beschreibt. Die Situation in der Gegenwart, in der es Beth zunächst kaum schafft, das Album durchzublättern, das sie an den alles verändernden Sommer erinnern wird, drückt jedoch die Stimmung. Es ist kein unbeschwerter Sommerroman, sondern eine tragische Familiengeschichte mit unversöhnlichen Charakteren, die sich durch jahrelanges, beharrliches Schweigen die Chance auf Versöhnung nahmen, bis es letztlich zu spät war.

  9. Cover des Buches Dolores (ISBN: 9783453435766)
    Stephen King

    Dolores

     (621)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    Dolores St. George (damals mit dem Namen des Göttergatten) redet sich im Polizeirevier in East Head auf Little Tall Island ihr ganzes Leben von der Seele, wunderschön dargestellt als Monolog, dabei nur auf einzelne Zwischenfragen eingehend. Nein, mit dem Tod der sie triezenden alten umnebelten Missus Donovan, für die sie jahrzentelang als Haushälterin arbeitete, habe sie nichts zu tun, auch wenn einige Hinweise darauf hindeuteten. Aber ihren Mann habe sie damals beseitigt, das gibt sie gleich zu Beginn unumwunden zu. Im Rückblick entsteht das Porträt einer bienenfleißigen Frau mit dem Herz am rechten Fleck, die mit recht von sich behauptet, alles was sie tat, aus Liebe getan zu haben. Die Verfilmung läuft ab und zu auf Kabel Eins, übrigens der zweite gute Film mit Kathy Bates neben "Misery", Marshal Eriksen!

  10. Cover des Buches Gun Love (ISBN: 9783518428320)
    Jennifer Clement

    Gun Love

     (91)
    Aktuelle Rezension von: SalanderLisbeth
    Ich wuchs in einem Auto auf, und wenn man im Auto lebt, hat man keine Angst vor Blitz und Donner, das Einzige, wovor man Angst hat, ist der Abschleppwagen. Auszug Seite 10


    Die Heldin dieses Romans ist die 14-jährige Pearl, die aus ihrer Perspektive von ihrem Leben und Aufwachsen in einer Schrottkarre erzählt. Ihre Mutter Margot kommt eigentlich aus wohlhabendem Hause, aber dann wird sie mit 16 Jahren von ihrem Klavierlehrer schwanger. Sie bekommt das Baby heimlich zu Hause und verschwindet direkt nach der Geburt mit ihrem 94er Ford Mercury, den sie kurz vorher zum Geburtstag geschenkt bekommen hat. Sie landet mit dem kleinen Säugling auf dem Besucherparkplatz einer Wohnwagensiedlung im Süden von Florida, will sich nur kurz zurechtfinden und eine Wohnung suchen.

    Idylle im Trailerpark

    Diese Übergangslösung ist jetzt 14 Jahre her und die beiden leben immer noch am Rande des Trailerparks. In dieser verwahrlosten Umgebung zwischen zwei Highways, einer stinkenden Müllkippe und einem kleinen verseuchten Fluss voller Alligatoren haben sich Mutter und Tochter eingerichtet und kommen irgendwie zurecht. Margot verdient ein bisschen Geld als Putzkraft in einem Veteranenkrankenhaus und Pearl geht dank gefälschter Papiere sogar zur Schule. Das Autowrack wird ihr Zuhause, Margot bewohnt die Rückbank des Wagens, für Pearl werden die beiden Vordersitze zum Kinderzimmer. Während der Trailerpark Wasser und Toiletten bietet, wird das Essen ungekühlt aus dem Kofferraum verzehrt. Aber immerhin werden die Sandwiches gesittet von feinen, französischen Porzellantellern gegessen, ein Überbleibsel aus Margots vornehmer Herkunft. Ihre gute Erziehung versucht sie an Pearl weiterzugeben. Trotz der widrigen Umstände haben die beiden eine innige Beziehung zueinander. Ungeachtet der permanenten Angst vor dem Jugendamt wirkt das Leben der beiden fast idyllisch und märchenhaft harmonisch. Diese illusorische Idealisierung ist sicherlich der Erzählsicht einer 14-Jährigen geschuldet. Es ist ein trostloses Leben, aber Pearl kennt es ja nicht anders. 


    Meine Mutter und ich hätten ihm jederzeit eine Ecke in unserem Auto eingerichtet. Sie hätte ihm ein paar Plastiktüten für seine Sachen gegeben. Wir hätten die Tür aufgemacht und gefragt, Wann wollen Sie einziehen? Auszug Seite 147


    Die zauberhafte Atmosphäre im Wagen mit phantasievollen Geschichten, Musik und Gedichten, verstärkt durch einen blumigen Erzählstil steht im starken Kontrast zur Außenwelt. Durch Pearls Augen und ihre genaue Beobachtungsgabe lernen wir die anderen Bewohner des Trailerparks kennen, allesamt gescheiterte Existenzen, die ums Überleben kämpfen, den waffendealenden Pastor Rex, das mexikanische Schmugglerpärchen Corazón und Ray, die pensionierte Highschool-Lehrerin Roberta Young, die nach dem Tod ihres Mannes von der Sozialhilfe lebt. Ihre Freundin April May mit ihren Eltern Rose und Sergeant Bob, einem traumatisierten Kriegsversehrten. Ein bunter Haufen, gemein ist ihnen nur die unbedingte Waffenliebe. Waffen sind allgegenwärtig und sonntägliche Schießübungen auf die Alligatoren gehören zur Tagesordnung. Und manchmal landet ein verirrtes Projektil auch schon mal in der Beifahrertür. 

    Barbiepuppen und Alligatorzwillinge

    Das ändert sich, als eines Tages Eli Redmond auftaucht, ein Freund des dubiosen Pastors Rex und Margot sich Hals über Kopf in den attraktiven Waffenschmuggler verliebt. Pearl steht hilflos daneben, als Eli sich zwischen sie und ihre Mutter drängt und diese immer weniger Zeit für sie hat. Mit Eli ziehen auch Waffenschmuggel, Gewalt und Eskalation auf dem heruntergekommenen Gelände ein. Die Story rast jetzt unaufhaltsam auf den Abgrund zu. Man ahnt, dass es zu einer Katastrophe kommt und Pearls sowieso schon schwieriges Leben von einem Tag auf den anderen radikal verändern wird. Die Figuren stehen ohnmächtig daneben.

    Das Thema ihres gesellschaftskritischen Romans ist die amerikanische Waffenliebe und die Gefahr, die von den Waffen ausgeht. Bewegend und sehr beeindruckend portraitiert sie die amerikanische Unterschicht, schildert den Alltag der Abgehängten und  Ausgestoßenen ohne zu moralisieren. Die lyrische Sprache bildet dabei einen faszinierenden Kontrast zu den harten Gewaltaktionen in der Realität. Clements Sprache ist sehr poetisch mit vielen fast philosophisch angehauchten Zitaten, während die Dialoge ohne Anführungszeichen geführt werden, was trotzdem sehr lesbar ist. Ihre Sprache strotzt vor lebensklugen und betörenden Sätzen und sie kreiert  einige originelle Bilder, zum Beispiel die 63 Barbiepuppen, von einer Trailerbewohnerin zum Schutz in den Boden gepflanzt oder die siamesischen Alligatorzwillinge. Zum Ende hin fand ich es fast ein bisschen überladen. Eine kurze aber fesselnde Coming-of-Age-Geschichte mit einem offenen Ende, das Raum für eigene Gedanken lässt. 

    Gebete für die Vermissten

    Jennifer Clement ist eine US-amerikanische Autorin, die 1960 in Connecticut geboren und in Mexiko aufgewachsen ist, wo sie heute noch lebt und arbeitet. Sie studierte Literaturwissenschaften und Anthropologie an der New Yorker University sowie französische Literatur in Paris. Clement, die neben Romanen auch Lyrik schreibt, war von 2009 bis 2012 Präsidentin des mexikanischen PEN. Ein internationaler Erfolg wurde ihr Roman „Prayers for the Stolen“ (deutsch: Gebete für die Vermissten) über den von Drogenkartellen organisierten Menschenhandel, für den sie im mexikanischen Guerro recherchierte.

  11. Cover des Buches Das Honigmädchen (ISBN: 9783442485741)
    Claudia Winter

    Das Honigmädchen

     (81)
    Aktuelle Rezension von: Buchfresserchen1

    Camilla arbeitet als alleinerziehende Mutter im Feinkostgroßhandel ihres Vaters. Als sie den Rotstift ansetzt und einen französischen Honighändler rausstreichen will, schickt ihr Vater sie nach Frankreich um sich selbst ein Bild von der Firma dort zu machen. Da ihre Tochter Marie gerade sehr viel Stress macht und außerdem von ihrem eigenen Vater versetzt wurde, nimmt sie sie kurzerhand mit nach Frankreich.
    Auf dem Weg dorthin krachen die beiden so aneinander das Marie sich hilfesuchen an Tobias ihren Nachbarn richtet, der dann aus einem Impuls heraus mit den beiden nach Frankreich fährt.
    Ob sie sich dort zusammen raufen werden?

    Das Cover zeigt eine junge Frau auf einem Fahrrad. Leichtigkeit und das Gefühl von Sommer kommt gut rüber. Mich hat es sofort angesprochen, auch wenn es sich mir nicht so wirklich erschloss was es mit dem Titel auf sich hatte.

    Camilla ist zu Beginn sehr damit beschäftigt ihrem Vater irgendwie zu beweisen das sie tüchtig und fähig ist in seiner Firma einen leitenden Posten übernehmen zu können. Vielleicht hat sie das gebraucht, nachdem ihre Ehe mit dem Sternekoch gescheitert war.
    Leider hat sie darüber die Beziehung zu ihrer 15 jährigen Tochter vernachlässigt und muss nun zu sich selbst und damit zu ihrem Kind wieder einen Zugang finden.

    Marie ist ein pubertierender Teenager der gerade sehr rebelliert. Noch ist nicht alles verloren, aber es ist wichtig die Reißleine zu ziehen. Das hat der Großvater erkannt, der viel lässiger den ganzen Eskapaden seiner Enkelin gegenüber steht als seine eigene Tochter.
    Wie gut das er seiner Tochter vorschlägt Marie mit nach Frankreich zu nehmen um durch die Bienen dort einen anderen Zugang zu einander zu finden.

    Tobias ist der nervige Nachbar von Camilla. Er zieht sie irgendwie an, was sie allerdings nicht wirklich wahr haben will. Sonderbar erschien mir das er nach einem Telefonat von Marie sofort bereit ist den beiden nach Frankreich zu folgen. Später sollte sich dann herausstellen warum es ihm möglich ist Arbeit und Wohnort so spontan hinter sich zu lassen.

    Henry ist schon zu Beginn des Buches im Prolog aufgetaucht. Dann sind über 60 Jahre vergangen und die drei deutschen treffen auf einen alten Mann, der neben seiner Honigproduktion noch vom Gemüseanbau lebt.
    Er hat es nicht einfach in seinem Dorf. Da er schon als Kind der Außenseiter war wurde es für ihn auch im Alter nicht einfacher.
    Warum das so ist und wie man das vielleicht ändern könnte und was das Ganze mit der Familie von Camilla zu tun hat kann man in dem Buch erfahren.

    Mir hat das Buch gut gefallen, auch wenn ich mir eigentlich schon recht früh um das Geheimnis und den Zusammenhang von Camilla und Henry bewusst war.
    Dadurch erschien es mir alles auch streckenweise etwas langatmig, aber trotzdem fand ich es schön geschrieben.

  12. Cover des Buches Das Lächeln der Sterne (ISBN: 9783453408654)
    Nicholas Sparks

    Das Lächeln der Sterne

     (533)
    Aktuelle Rezension von: ReadAndTravel

    Adrienne Willis ist 45, als ihr Mann sie wegen einer jüngeren Geliebten verlässt. Adriennes Herz ist gebrochen, sie weiß nicht, wie die Zukunft für sie und ihre Kinder aussehen soll. Da bittet eine Freundin sie, ein paar Tage ihre abgelegene kleine Pension am Meer zu hüten. Adrienne sagt freudig zu, um Abstand zu gewinnen. Es hat sich auch nur ein einziger Gast fürs Wochenende angekündigt, Paul Flanner. Kurz nach seiner Ankunft zieht ein gewaltiges Unwetter auf. Mehrere Tage lang wird der Sturm Paul und Adrienne in der Pension einsperren, und diese Tage werden beider Leben von Grund auf verändern…

    Ich habe seit Jahren kein Buch mehr von Nicholas gelesen. Nachdem man mir ein paar Bücher von ihm geschenkt hat, habe ich mal wieder an eines heran gewagt. Und was soll ich sagen? Ich hatte überhaupt keine Erwartungen und sogar ein bisschen Angst enttäuscht zu werden. Aber das war absolut nicht der Fall. Ich habe dieses Buch so schnell durchgehabt und war absolut begeistert. Das dünne Buch, hat so viel Geschichte und so viele Emotionen beinhaltet. Ich habe es sehr gemocht und gebe 4/5 Sterne. 

  13. Cover des Buches Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid (ISBN: 9783423282734)
    Alena Schröder

    Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid

     (217)
    Aktuelle Rezension von: Andrea09

    In einem Rutsch durchgelesen und am liebsten würde ich es direkt wieder von Vorne anfangen! So ein schönes Buch, das ich von der allerersten Seite an nicht aus der Hand legen konnte. Alena Schröder schafft es mit einfachen Worten eine so schöne und fesselnde Geschichte zu schaffen. Über das Leben in den goldenen Zwanzigern, im dritten Reich, über Beziehungen zwischen Freunden, Affären und Familienmitgliedern, darüber seinen Weg im Leben zu finden. Und das ohne die Geschichte zu überladen oder unrealistisch wirken zu lassen. Die vielen Charaktere sind mir dabei, mal weniger, mal mehr, ans Herz gewachsen und am Ende schließt sich die Geschichte aller zusammen. 

  14. Cover des Buches Die Frauen von Kilcarrion (ISBN: 9783499267956)
    Jojo Moyes

    Die Frauen von Kilcarrion

     (92)
    Aktuelle Rezension von: Kyra112

    Jojo Moyes erstes Buch handelt von Familiengeheimnisses und Konflikten innerhalb dreier Generatione.

    Joy, die Großmutter, geprägt durch die Erziehung der gehobeneren Gesellschaftsschicht der 50er Jahre und ihrer stoischen, unnahbaren Haltung.

    Kate, die Tochter, geprägt durch die kühle Erziehung und Unnahbarkeit der Mutter.

    Sabine, die Enkelin, ein Teenager, typischerweise auf Konfrontation aus, nicht einverstanden mit dem Lebensstil der Mutter und eigentlich doch nur auf der Suche nach familiärer Nähe.

    Alle drei Frauen sind so unterschiedlich, dass es immer zwischeb ihnen kracht, obwohl sie vermutlich alle auf der Suche nach derselben Sache sind- die Liebe und Anerkennung der anderen Beiden.

  15. Cover des Buches Die Reise des Elefantengottes (ISBN: 9783746630854)
    Beate Rösler

    Die Reise des Elefantengottes

     (58)
    Aktuelle Rezension von: Manja82

    Kurzbeschreibung
    Der Geschmack von rotem Curry
    Bis heute weiß die 39-jährige Priyanka nicht, weshalb ihre Mutter Asha als junge Frau aus Indien nach Berlin fliehen musste. Fast hat sie sich damit abgefunden, dass ihr Ashas Vergangenheit für immer verschlossen bleibt, bis sie von ihrem Mann eine Reise nach Delhi geschenkt bekommt. Priyanka reist allein, nur der kleine Elefantengott, das einzige Andenken ihrer Mutter an die Heimat, begleitet sie. In Neu-Delhi taucht sie in eine farbenprächtige fremde Welt ein und stößt auf ein dunkles Geheimnis. Doch weshalb stoßen auch hier ihre Fragen stets gegen eine Wand aus Schweigen?
    (Quelle: Aufbau Verlag)

    Meine Meinung
    Beate Rösler war mir keine unbekannte Autorin mehr. Es ist noch gar nicht so lange her das ich einen ihrer Romane gelesen und für wirklich sehr gut befunden hatte. Nun stand mit „Die Reise des Elefantengottes“ wieder ein Buch von ihr, diesmal war es ihr damaliges Debüt, auf meinem Leseplan und ich war total gespannt darauf.
    Das Cover hat mir sehr gut gefallen und auch der Klappentext versprach mir bereits sehr viel. Daher ging es nach dem Erhalt des Buches auch umgehend mit Lesen los.

    Ihre handelnden Charaktere hat die Autorin hier wirklich sehr gut ausgearbeitet und ins Geschehen integriert. Sie passen alle sehr gut zusammen, die Mischung hat mir richtig gefallen.
    So lernt der Leser hier Priyanka kennen. Sie nimmt die Reise nach Indien auf sich um nach ihren Wurzeln zu suchen. Dabei lernt sie das Land kennen und arbeitet da. Mir gefielen ihre Erfahrungen dabei wirklich gut, denn sie führen auch dazu das sie zu sich selbst findet.
    Asha ist Priyankas Mutter. Sie ist Inderin und hat ihre Heimat damals verlassen. Sie lernt man besonders gut durch den Strang in der Vergangenheit kennen. Hier spielt die Flucht eine große Rolle und auch wie sie damals in Deutschland ganz neu angefangen hat.

    Neben den beiden genannten Charakteren gibt es noch andere Figuren, die sich ebenso ganz wunderbar uns Geschehen einfügen. Sie alle sind wichtig für die Handlung, bringen so ganz eigene Dinge mit.

    Der Schreibstil der Autorin ist richtig klasse. Ich bin hier total leicht und flüssig durch die Seiten gekommen, konnte so ganz ohne Probleme folgen und auch alles gut nachvollziehen.
    Geschildert wird das Buch auf zwei Zeitebenen und durch verschiedene Erzähler. Man lernt hier also Vergangenheit und Gegenwart gut kennen, genauso wie es eben verschiedene Sichtweisen gibt. Die Handlung wird so komplex und vielsichtig, was mir total gut gefallen hat.
    Die Handlung hat mich hier wirklich sehr begeistert. Mir gefiel es wirklich gut das ich beiden Zeiten sehr gut kennenlernen durfte. Die Autorin hat sie sehr geschickt miteinander verknüpft, so kommt Spannung auf.
    Und ganz automatisch fängt man als Leser auch an nachzudenken, darüber was hier alles passiert und immer ist da auch die Frage „Was wäre, wenn …?“. Man lernt hier Indien kennen, hat das Gefühl man wäre quasi selbst vor Ort. Und es gibt so viele Geheimnisse die aufgedeckt werden wollen, die den Leser vorantreiben.

    Das Ende ist dann in meinen Augen absolut stimmig zur Gesamtgeschichte gehalten. Es passt wunderbar, macht alles rund und schließt die Handlung richtig gut ab.

    Fazit
    Alles in Allem ist „Die Reise des Elefantengottes“ von Beate Rösler ein Roman, der mich vollkommen für sich gewinnen konnte.
    Interessant gezeichnete vielseitige Charaktere, ein sehr angenehm flüssig zu lesender Stil der Autorin sowie eine Handlung, die ich als einnehmend, interessant sowie emotional und spannend empfunden habe, haben mir richtig gute Lesestunden beschert und letztlich auch rundum überzeugt.
    Absolut zu empfehlen!

  16. Cover des Buches Und nebenan warten die Sterne (ISBN: 9783596034772)
    Lori Nelson Spielman

    Und nebenan warten die Sterne

     (403)
    Aktuelle Rezension von: ems

    An sich hat mir das Buch gefallen, vor allem das Ende konnte mich noch überzeugen. Viele Kleinigkeiten die während der Geschichte auftauchten, werden dann aufgedeckt & bekommen einen Sinn.

    Doch leider kam ich mit Annie nicht so gut klar. Irgendwo konnte ich ihre Handlungen nachvolltiehen, aber oftmals kamen sie mir so unglaublich unnötig & kindisch vor. 

    Ich persönlich mochte viele Charkatere die nebenbei vorkamen wie Molly, Rory, Tom, etc. Alle konnten mir irgendwo eine neue Perspektive zeigen, die ich sehr zu schätzen weiß.

    Allgemein eine sehr schöne & emotionale Idee der Geschichte. Kann man lesen muss man aber nicht :)

  17. Cover des Buches Fiona: Den Toten verpflichtet (ISBN: 9783499291357)
    Harry Bingham

    Fiona: Den Toten verpflichtet

     (64)
    Aktuelle Rezension von: ConnyMc
    Eine Frau und ein Kind werden ermordet. Zunächst gibt es kaum vielversprechende Hinweise. Fiona - die eigentlich Philosophie studiert hat - deckt mit ihrer nicht immer ganz regelkonformen Herangehensweise aber Zusammenhänge zu anderen Fällen auf, die bald Licht ins Dunkel bringen.

    Ich fand  das Buch sehr spannend und Fiona trotz oder gerade wegen ihres merkwürdigen Verhaltens recht sympathisch. Ich freuen mich schon, bald mehr über sie zu lesen.
  18. Cover des Buches Ein Sommer in Irland (ISBN: 9783426518038)
    Ricarda Martin

    Ein Sommer in Irland

     (61)
    Aktuelle Rezension von: JoJonson

    Ich habe das Buch gekauft, weil ich irland über alles liebe. Ich fand es wundervoll, wie gut es der Autorin gelungen ist, die Eigenarten der iren zu Papier zu bringen. Den Einstieg ins Buch als es noch in den Staaten spielte, fand ich nicht leicht. Die Schreibweise war mir etwas zu salopp. Die Handlung allerdings war von Anfang an spannend und spätestens ab dem Moment als die Geschichte in Irland gespielt hat, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Charaktere sind anfangs sehr oberflächlich und unsympathisch machen im Laufe der Geschichte aber eine tolle Wandlung durch, die sie mir näher gebracht hat auch wenn ich bis heute nicjt verstehen kann wie eine Mutter in seelenruhe ein Buch lesen kann, während ihre Tochter vermisst wird. Mehr möchte ich nicht erzählen, um nichts zu verraten. Das Ende war rund und liess mir ein schönes Gefühl der Richtigkeit zurück.

  19. Cover des Buches Unsere Hälfte des Himmels (ISBN: 9783426519011)
    Clarissa Linden

    Unsere Hälfte des Himmels

     (74)
    Aktuelle Rezension von: Nil
    Mit großer Vorfreude habe ich den Roman Unsere Hälfte des Himmels von Clarissa Linden zur Hand genommen und angefangen zu lesen. Große Themen beinhaltet der Roman: die Emanzipation, die Veränderungen von den 20er Jahren hin zum Nationalsozialismus und die Rolle der Frauen beim Fliegen. VIelleicht wollte der Roman zu viel und hat sich dann in einer recht einfachen Familiengeschichte zerlaufe und das auf mehr als 300 Seiten.

    Der Roman hat zwei Handlungsstränge, zum einen die Geschichte von Liselotte im Jahr 1971 und die ihrer eigenen Mutter im Jahr 1935. Die Tochter beginnt das Leben der Mutter zu recherchieren als diese im Koma im Krankenhaus landet. Und ganz nebenbei befreit sie sich von den Fängen des eigenen Lebens.

    Mir persönlich war die Geschichte zu einfach mit vielen Wiederholungen, wenig Reflektion und Tiefe. Da hätte ich mehr erwartet.
  20. Cover des Buches Für alle Tage, die noch kommen (ISBN: 9783426518496)
    Teresa Driscoll

    Für alle Tage, die noch kommen

     (148)
    Aktuelle Rezension von: MamaSandra

    Inhalt:

    Melissa ist 25 Jahre jung, hat eben erst den Antrag ihres langjährigen Freundes abgelehnt, obwohl sie ihn sehr liebt und erhält nun plötzlich ein Buch ihrer Mutter über einen Anwalt. Eleanor starb als Melissa 8 Jahre alt war an Krebs und hinterließ ihrer Tochter ein besonderes Rezeptbuch. Mehr als verwirrt darüber kann Melissa kaum mit diesem Geschenk umgehen. Das beeinflusst nun ihre Beziehung und ihr Leben und sie weiß nicht in welche Richtung es sie bringen wird.

     

    Schreibstil:

    Die Erzählung wechselt zwischen den Jahren, in denen die Mutter an Krebs erkrankte, wenige Monate nach ihrem Tod und der Gegenwart. Dazu wechselt die Perspektive zwischen Eleanor, Max (Vater) und Melissa. Dazwischen finden sich im Buch verschiedene Rezepte, Back-/Kochanweisungen und Tagebucheinträge von Mutter zur Tochter als junge Frau. Die Rezepte sind kursiv gedruckt, der restliche Text in der gleichen Druckschrift.

     

    Einschätzung:

    Die Idee hinter dem Buch hat mir gut gefallen. Der Klappentext versprach eine emotionale Geschichte und dies ist das Buch letztlich auch. Es ist traurig und ergreifend wie Eleanor Stück für Stück an ihren letzten Tagen und Wochen das Buch befüllt. Sie beschreibt den Moment, in dem sie den Knoten entdeckte, die Arztbesuche bis hin zum letzten. Sie schildert schöne Erinnerungen für ihre Tochter, dazu auch die Back- und Kochrezepte und unterstreicht das mit Fotos. Sie spricht ihre Tochter als junge Frau an, hat sie doch all die Jahre nicht erleben können, und stellt sich vor wie Melissa gerade im Leben steht. Teils hat sie gute Ratschläge und Gedanken, die Melissa ganz recht kommen.

    Die Story ist an sich gut, allerdings ist der Aufbau des Buches sehr schlecht gelungen. Leider ist der Verlauf der Erzählung sehr wirr und kaum strukturiert. Die Perspektive von Eleanor ist plötzlich mitten im Text der Gegenwart zu finden. Manchmal abgegrenzt durch das kursive Rezept, aber oftmals auch nicht ersichtlich. Max´ erstes Kapitel konnte ich nicht zuordnen, weil ich gar nicht wusste, wer er ist. In einem ist er in der Gegenwart, erzählt aber plötzlich von der Vergangenheit als ob es jetzt wäre.

    Manche Szenen werden aus dem Tagebucheintrag in die Zeit von Eleanor übertragen, ein paar Ereignisse somit aus zweierlei Sicht geschildert. Aber so eine richtige Reihenfolge konnte ich nicht feststellen. Manchmal ist Melissa an einer ganz anderen Stelle als Eleanor beim Schreiben. Es ist ziemlich wirr und durcheinander. Am schlimmsten ist wirklich beim Lesen, dass man nicht gleich erkennt, wenn sich plötzlich die Perspektive ändert. Mitten im Text, zwar im nächsten Absatz, aber unter der Überschrift des gegenwärtigen Jahres, wird aus Eleanores Perspektive erzählt. Das hindert enorm den Lesefluss, weil man nach Verwirrungen erst wieder umdenken muss.

    Der Handlungsstrang von Max war für mich leider wenig nachvollziehbar. Es sollte wahrscheinlich zeigen wie auch sein Leben vom plötzlichen Tod seiner Frau beeinflusst wurde und wie auch er nach vielen Jahren etwas Normalität wiederfindet. Aber wirklich notwendig war seine Lovestory nicht.

    Das ernste Thema rund um das vererbbare Krebs-Gen ist gut gewählt. Die Story wurde zum Ende auch nochmal richtig gut. Aber wie erwähnt schmälert der undurchschaubare Aufbau enorm das Lesevergnügen.

  21. Cover des Buches Vielleicht auf einem anderen Stern (ISBN: 9783453360518)
    Karen Raney

    Vielleicht auf einem anderen Stern

     (52)
    Aktuelle Rezension von: Lauras_bunte_buecherregal

    Der Roman wird abwechselnd aus der Sicht von der 16-jährigen Maddy und ihrer Mutter Eve in der Ich-Perspektive erzählt. Die Geschichte geht über 476 Seiten.


    Die Autorin hat es geschafft die Situation der schwer erkrankten Maddy darzustellen. Maddy ist sehr engagiert und begibt sich auf die Suche nach ihrem Vater. Ihre Mutter versucht mit der ganzen Situation klar zu kommen und entwickelt eigene Strategien, wie sie mit ihrer kranken Tochter umgehen möchte.


    Die Protagonisten erleben eine tolle Entwicklung. Ich konnte mich sehr gut in Beide hineinversetzen. Ich habe gelacht, geweint und sehr mitgefiebert. 


    Das Buch hat mich gepackt und mich sehr berührt. Der Schreibstil der Autorin ist sehr packend und fließend. Ich empfehle das Buch an alle weiter, die sich von einem gefühlvollen Roman, in eine andere Welt entführen lassen möchten.


    Ich gebe dem Buch 5 von 5 Sterne.

  22. Cover des Buches Die Sonnenschwestern (ISBN: 9783471351697)
    Tracy Rees

    Die Sonnenschwestern

     (81)
    Aktuelle Rezension von: heinoko

     

    Wie nur kam der Verlag darauf, das Buch „Die Sonnenschwestern“ zu nennen anstelle des so viel passenderen Originaltitel „Das Stundenglas“? Wollte man eine falsche Fährte legen zu Lucinda Riley, „Die Sonnenschwester“?

     

    Der Verlag beschreibt den Inhalt ungefähr so: 

    London 2006: Nora, 40, weiß so gut wie nichts über ihre Familiengeschichte. Sie kündigt Job und Wohnung und reist nach Tenby, Wales, auf der Suche nach den Spuren ihrer Familie. 

    Tenby, 1956: Llew und Chloe sind von Kindheit an enge Freunde. Ein dramatischer Vorfall bringt die beiden auseinander und sie sehen sich nie wieder, ohne einander zu vergessen.

    50 Jahre später findet Nora in Tenby nicht nur ihren Frieden, sondern auch die Lösung eines alten Familiengeheimnisses.

     

    Irgendwie konnte ich mit dem Buch nicht warm werden. Vielleicht weil die Zeitsprünge nur jeweils so kurz sind und man als Leser dadurch nicht wirklich die Chance bekommt, sich wirklich in die jeweiligen Situationen einzufühlen. Kaum weiß man, wer wo wann und warum, schon springt die Geschichte wieder um in die andere Zeitebene und die Orientierungsphase beginnt von vorne. Zwar ist der Schreibstil gut lesbar, aber das reicht einfach nicht. Das Erzählte plätschert irgendwie nur so dahin, was auch daran liegen mag, dass die Protagonisten recht farbloss und blass beschrieben werden. Bildlich und atmosphärisch besser werden dagegen die jeweiligen Schauplätze geschildert. Doch insgesamt bleibe ich während der gesamten Lektüre leicht gelangweilt. Wirklich gepackt hat mich das Buch an keiner einzigen Stelle.

  23. Cover des Buches Immer wieder im Sommer (ISBN: 9783499290176)
    Katharina Herzog

    Immer wieder im Sommer

     (203)
    Aktuelle Rezension von: lauri2001

    Seit ihrer Scheidung hatte Anna kaum Zeit für sich. Sie ist arbeiten, kümmert sich um ihre Kinder und bringt sie zu ihrem Vater, damit sie ihn auch weiterhin sehen können.
    Doch als es wieder soweit ist, dass die Kinder ihren Sommer in Starnberg verbringen sollen, entdeckt Anna in einer Zeitschrift ihre Jugendliebe wieder, die jetzt auf Amrum lebt. Kurzerhand entschließt sie sich, zu ihm zu fahren uns sich einen Urlaub zu gönnen. Doch bevor sie sich auf den Weg machen kann, erhält sie eine dringende Nachricht von ihrer Mutter, mit der sie seit 19 Jahren nicht gesprochen hat und ehe sie sich versieht sitzen in Annas Bus nicht nur ihre Mutter und ihre Kinder, sondern auch noch ihr Exmann...

    Die Inhaltsangabe beschreibt das Buch in meinen Augen sehr gut. Wenn man sie liest, denkt man erst: "Oh Gott, was für ein Chaos", und dann: "Das könnte lustig werden." Und genau so ist das Buch.
    Egal ob Annas Mutter mit ihrer ruppigen aber irgendwie doch liebevollen Art, Annas Teenager-Tochter Sophie oder eine andere Figur, irgendjemand bringt einen immer zum schmunzeln.
    Dazu kommt die Wohlfühlatmosphäre, die Sommerbücher immer ausstrahlen. Hier wird sie durch den angenehmen Schreibstil und die schöne Insel herbeigeführt.
    Obwohl auch ernste und traurige Themen angeschnitten werden, verliert das Buch nicht an Leichtigkeit und da immer was los ist, kann man es in einem Rutsch durchlesen.
    Das Ende habe ich als nicht ganz rund empfunden, aber alles in allem war es für mich das perfekte wohlfühl-Sommerbuch :)

  24. Cover des Buches Weil wir Schwestern sind (ISBN: 9783442489558)
    Lucy Astner

    Weil wir Schwestern sind

     (52)
    Aktuelle Rezension von: Laudi

    Inhalt:
    Die vier Schwestern Katharina, Eva, Judith und Miriam könnten unterschiedlicher nicht sein. Allesamt haben einen anderen Lebensstil. Sie haben keine Gemeinsamkeiten und haben sich auch nicht viel zu erzählen. Jede versucht, so gut es geht, sich im Leben zu behaupten. Was sie allerdings gemeinsam haben, ist das ihre Mutter Hannah sie vor fast 30 Jahren verlassen hat. Als plötzlich, nach so vielen Jahren, ein Lebenszeichen von Hannah eintrudelt, kommen vergessene Wunden zutage.

    Mein Leseeindruck:
    Das war mein erstes Buch von der lieben Lucy Astner, aber bestimmt nicht mein letztes. Die Geschichte lässt sich leicht und locker lesen. Obwohl der Roman viele ernste Themen beinhaltet, sind viele Situationen und Szenen sehr humorvoll geschrieben. Ich habe mich oft köstlich amüsiert und musste oft schmunzeln. Kapitelweise kommt jede Schwester zu Wort. Seite für Seite hat sich tatsächlich jede Schwester in mein Herz geschlichen. Dank der Erzählweise konnte ich mich hervorragend in ihre Gedanken, Gefühle und Lebenssituationen hineinversetzen. Eine Katastrophe jagt die nächste Katastrophe, doch dadurch finden die Frauen allmählich wieder einen Zugang zueinander. Die fast 500 Seiten fliegen nur so dahin. Mich hat die Familiengeschichte sehr berührt, begeistert, aber auch erheitert.
    Fazit:
    5/5 ⭐⭐⭐⭐⭐
    Ein kurzweiliges absolutes Wohlfühlbuch, trotz ernster Themen wie Einsamkeit, Verlust, Trauer.

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