Bücher mit dem Tag "mutterliebe"
101 Bücher
- Colleen Hoover
Verity
(2.268)Aktuelle Rezension von: Stefania_Velvet_PagesIch habe Verity von Colleen Hoover jetzt endlich fertig gelesen und gehört … und wow. Diese Geschichte hat mich wirklich nicht mehr losgelassen 👀✨
Die Atmosphäre war düster, emotional, intensiv und teilweise so spannend, dass ich am liebsten direkt weiter lesen wollte 😭
✨ Meine Bewertung:
🎙️ Sprecherinnen/Hörbuch: 5/5 Sterne
📖 Buch/Geschichte: 4/5 SterneDie beiden Sprecherinnen Lisa Stark & Marlene Rauch haben das Hörbuch SO gut umgesetzt. Die Emotionen, die Spannung und die Stimmung kamen unglaublich rüber und haben das Ganze für mich noch intensiver gemacht 🫶🏻
Warum „nur“ 4 von 5 Sternen?
Die Geschichte hat mich wirklich gefesselt und ich konnte kaum aufhören zu hören — allerdings gab es für mich ein paar kleine Längen bzw. Wiederholungen. Trotzdem war es ein super spannendes Buch/Hörbuch und definitiv eine Empfehlung von mir 🤍
- David Safier
Mieses Karma
(5.103)Aktuelle Rezension von: AlevimIch habe ein paar Bewertungen hier gelesen und fand manche Kritiken etwas übertrieben, wobei jeder seine eigene Meinung haben darf. Nicht jeder teilt denselben Humor. Viele der Witze waren für mich persönlich nicht besonders lustig, aber bestimmt gibt es viele andere, die herzlich darüber lachen könnten, das ist immer Geschmacksache. An anderen Stellen musste ich dann doch laut lachen oder auch mal grinsen 😀
Das Buch an sich ist sehr leicht zu lesen und die Geschichte sehr amüsant. Ich habe das Buch verschlungen und konnte es kaum erwarten zu erfahren, wie es weitergeht. Das Ende war für mich persönlich die Krönung, was mich zutiefst berührt hat. Vlt. haben manche die Pointe der Geschichte nicht begriffen, aber ich fand 1. es sehr schön zu erkennen, dass ein Mensch nicht perfekt sein muss, um ein gutes Wesen zu sein, 2. das Menschen sich durch Schicksalsschläge ändern können und nicht verdammt sind, 3. dass der Himmel hier auf Erden sein kann und 4. wird hier offensichtlich darauf hingewiesen, dass das Äußere nicht das entscheidende eines Menschen ist, sondern das Innere, also die Seele. Alles in einem, eines der schönsten Bücher, die ich bisher gelesen habe.
Eins muss ich noch anmerken: ich habe mich gewundert, dass die Maria nicht mal ein kleines bisschen abgenommen hat, nach all den körperlichen Aktivitäten 😉
- Alena Schröder
Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid
(405)Aktuelle Rezension von: DankeAnke⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️/5
Mit „Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid“ hat Alena Schröder einen Roman geschaffen, der mich von der ersten bis zur letzten Seite vollkommen gefesselt hat.
Wir begleiten vier Frauen aus vier Generationen – und genau das hat dieses Buch für mich so besonders gemacht. Jede einzelne Geschichte hatte ihre eigene Tiefe, ihre eigenen Wunden, Hoffnungen und Entscheidungen. Ich fand es unglaublich spannend, in jede dieser Frauen eintauchen zu dürfen und mitzuerleben, wie eng ihre Schicksale miteinander verknüpft sind.
Manche Leser empfinden das Buch vielleicht als traurig oder bedrückend, doch für mich war es vor allem faszinierend. Es zeigt auf eine sehr ehrliche und menschliche Weise, wie unterschiedlich Menschen sind und wie sehr das Leben prägen – und manchmal auch verbittern – kann. Trotzdem werden die Figuren nie einfach als „böse“ dargestellt. Gerade diese Vielschichtigkeit hat mich sehr berührt.
Der Schreibstil war warm, intensiv und voller Gefühl. Ich konnte komplett in die Geschichte abtauchen und habe jede Seite genossen. Für mich ist dieser Roman absolut gelungen und ein Buch, das noch lange nachhallt.
✨ Mein Fazit:
Eine bewegende Familien- und Lebensgeschichte über Generationen hinweg, voller Emotionen, Verbindungen und menschlicher Tiefe – ein Buch, in das einzutauchen sich absolut lohnt. 😉🙂
- M. L. Stedman
Das Licht zwischen den Meeren
(374)Aktuelle Rezension von: kapitelschlagEine tief bewegende Geschichte über Moral, Schuld, Liebe und die Grauzonen dazwischen. In poetischer Sprache erzählt die Autorin eine Geschichte, die mich nach dem Lesen noch lange nicht loslassen konnte. Ich habe so sehr mit den Protagonisten gelitten.
Stedmans Sprache ist atmosphärisch und feinfühlig. Die Einsamkeit des Leuchtturmlebens, die raue Natur und die emotionalen Spannungen werden eindrucksvoll geschildert. Besonders hervorzuheben ist die differenzierte Charakterzeichnung. Tom ist ein zutiefst moralischer Mann, gefangen zwischen Loyalität zu seiner Frau und seinem eigenen Gerechtigkeitsempfinden. Isabel wiederum ist eine komplexe Figur, deren Liebe zu dem Kind ebenso echt wie tragisch ist. Der Roman stellt keine einfachen Fragen – und gibt keine einfachen Antworten.
Wer Romane liebt, die das Herz ebenso fordern wie den Verstand, wird dieses Buch kaum aus der Hand legen können.
Herzzerreißend. Nachdenklich. Wunderschön erzählt. Unbedingt lesen !
- Stephen King
Wind
(198)Aktuelle Rezension von: Monika_GraslEigentlich ist die Geschichte rund um den dunklen Turm nach Band 7 und dem großen Finale erzählt. Doch wie der Leser, so kann sich auch King offenbar nicht von seinen liebgewonnenen Figuren trennen und lässt uns noch einmal mit Roland, Eddie, Susannah, Jake und Oy zusammenkommen. Die Story ist angesiedelt zwischen dem 4. und 5. Band, kann aber auch unabhängig davon gelesen werden. Das Ka-Tet muss sich vor einem Stoßwind in Sicherheit bringen, der mit eisigen Winden alles zerstört was ihm unterkommt. Als die Gruppe einen sicheren Ort gefunden hat lässt sich Roland zu einer weiteren Geschichtenerzählung über seine Vergangenheit herab. Er berichtet dabei was nach der Zeit in Mejis, worüber man in Band 4 lesen kann, passierte.
Roland wird mit seinem Freund Jamie in ein kleines Salzbergwerksdorf geschickt, um einen Fellmann zur Strecke zu bringen. Wie so oft enthält King dem Leser zu beginn vor, was genau der Fellmann sein soll. Dies holt er jedoch rasch nach und so stößt man zusammen mit Roland und Jamie schon bald auf die Leichen einer Rancherfamilie.
Im Gegensatz zu den bisherigen Bänden geht King diesmal sehr ins Detail, was herumliegende Körperteile und Blut anbelangt. Vergleicht man es mit den ersten 5 Bändern so sticht dieser Teil extrem hervor, was den Blutfluss betrifft. Und noch etwas ist diesmal anders. Roland erzählt nicht nur eine Geschichte, sondern auch noch eine zweite, die er quasie in die erste Erzählung hineinflechtet. Darin geht es unter anderem um den Stoßwind und welche Auswirkungen ein solcher haben kann.
Sehr gekonnt spielt King jedenfalls mit den einzelnen Abschnitten und lässt einen voll in diese kleine Zwischenstory eintauchen, die sich ideal in die gesamte Turmreihe einfügt.
Fazit: Sowohl zwischen Band 4 und 5 gut lesbar, aber auch wenn man die Reihe durch gelesen hat und noch einmal auf Roland und sein Ka-Tet stoßen will. Dafür bietet sich der 8. Band hervorragend an, der zudem durch eine große Detailiertheit und auch ein gewisses Maß an Brutalität besticht.
- Betty Mahmoody
Nicht ohne meine Tochter
(522)Aktuelle Rezension von: LejoanIch habe das Buch in jungen Jahren schon einmal gelesen, habe mir danach den Film angeschaut und war vom Film total enttäuscht. Nun habe ich das Buch ein zweites mal gelesen und stelle mir im Gegensatz zu früher andere Fragen, nämlich die Fragen, ob es im Iran tatsächlich so ist dass die Frauen unterdrückt werden. Dass die Frauen verhüllt sein müssen ja das ist so das weiß ich, aber ob die Iraner tatsächlich so unsauber sind, ob es tatsächlich so ist, dass jemand der so viele Jahre in einem anderen Land gelebt hat so schnell wieder zurück In die Überzeugung findet, die er vom Elternhaus von seiner Politik vom Staat gelernt hat, ob es den Männern tatsächlich gefällt unter diesen Umständen zu leben, wenn Sie ein anderes Leben kennengelernt haben. Außerdem frage ich mich, warum es Frauen gibt die sich mit solchen Männern einlassen, die sie heiraten. Denn Fälle, wie der Fall der Betty Mahmoody, werden ja immer wieder in den Nachrichten gebracht. Ich weiß das Liebe blind macht, und dass man viel übersieht, oder auch wegsieht, wenn man verliebt ist, aber ob ich meine eigene Familie so in Gefahr bringen würde das bezweifle ich.
Das Buch ist sehr gut geschrieben, die Gefühle sind sehr gut erklärt und es lässt sich alles in allem sehr gut lesen.
- Teresa Driscoll
Für alle Tage, die noch kommen
(149)Aktuelle Rezension von: MamaSandraInhalt:
Melissa ist 25 Jahre jung, hat eben erst den Antrag ihres langjährigen Freundes abgelehnt, obwohl sie ihn sehr liebt und erhält nun plötzlich ein Buch ihrer Mutter über einen Anwalt. Eleanor starb als Melissa 8 Jahre alt war an Krebs und hinterließ ihrer Tochter ein besonderes Rezeptbuch. Mehr als verwirrt darüber kann Melissa kaum mit diesem Geschenk umgehen. Das beeinflusst nun ihre Beziehung und ihr Leben und sie weiß nicht in welche Richtung es sie bringen wird.
Schreibstil:
Die Erzählung wechselt zwischen den Jahren, in denen die Mutter an Krebs erkrankte, wenige Monate nach ihrem Tod und der Gegenwart. Dazu wechselt die Perspektive zwischen Eleanor, Max (Vater) und Melissa. Dazwischen finden sich im Buch verschiedene Rezepte, Back-/Kochanweisungen und Tagebucheinträge von Mutter zur Tochter als junge Frau. Die Rezepte sind kursiv gedruckt, der restliche Text in der gleichen Druckschrift.
Einschätzung:
Die Idee hinter dem Buch hat mir gut gefallen. Der Klappentext versprach eine emotionale Geschichte und dies ist das Buch letztlich auch. Es ist traurig und ergreifend wie Eleanor Stück für Stück an ihren letzten Tagen und Wochen das Buch befüllt. Sie beschreibt den Moment, in dem sie den Knoten entdeckte, die Arztbesuche bis hin zum letzten. Sie schildert schöne Erinnerungen für ihre Tochter, dazu auch die Back- und Kochrezepte und unterstreicht das mit Fotos. Sie spricht ihre Tochter als junge Frau an, hat sie doch all die Jahre nicht erleben können, und stellt sich vor wie Melissa gerade im Leben steht. Teils hat sie gute Ratschläge und Gedanken, die Melissa ganz recht kommen.
Die Story ist an sich gut, allerdings ist der Aufbau des Buches sehr schlecht gelungen. Leider ist der Verlauf der Erzählung sehr wirr und kaum strukturiert. Die Perspektive von Eleanor ist plötzlich mitten im Text der Gegenwart zu finden. Manchmal abgegrenzt durch das kursive Rezept, aber oftmals auch nicht ersichtlich. Max´ erstes Kapitel konnte ich nicht zuordnen, weil ich gar nicht wusste, wer er ist. In einem ist er in der Gegenwart, erzählt aber plötzlich von der Vergangenheit als ob es jetzt wäre.
Manche Szenen werden aus dem Tagebucheintrag in die Zeit von Eleanor übertragen, ein paar Ereignisse somit aus zweierlei Sicht geschildert. Aber so eine richtige Reihenfolge konnte ich nicht feststellen. Manchmal ist Melissa an einer ganz anderen Stelle als Eleanor beim Schreiben. Es ist ziemlich wirr und durcheinander. Am schlimmsten ist wirklich beim Lesen, dass man nicht gleich erkennt, wenn sich plötzlich die Perspektive ändert. Mitten im Text, zwar im nächsten Absatz, aber unter der Überschrift des gegenwärtigen Jahres, wird aus Eleanores Perspektive erzählt. Das hindert enorm den Lesefluss, weil man nach Verwirrungen erst wieder umdenken muss.
Der Handlungsstrang von Max war für mich leider wenig nachvollziehbar. Es sollte wahrscheinlich zeigen wie auch sein Leben vom plötzlichen Tod seiner Frau beeinflusst wurde und wie auch er nach vielen Jahren etwas Normalität wiederfindet. Aber wirklich notwendig war seine Lovestory nicht.
Das ernste Thema rund um das vererbbare Krebs-Gen ist gut gewählt. Die Story wurde zum Ende auch nochmal richtig gut. Aber wie erwähnt schmälert der undurchschaubare Aufbau enorm das Lesevergnügen.
- Lucy Clarke
Last Seen
(195)Aktuelle Rezension von: booklover98Das Verschwinden des eigenen Kindes, ist wohl eines der schlimmsten Dinge, die einem Elternteil passieren kann. Lucy Clarke erzählt die Geschichte glaubwürdig und emotional aufgeladen. Der Schreibstil ließ sich angenehm lesen, wenn auch die Charaktere schwierig waren. Wir begleiten Sarah, deren Sohn an seinem 17. Geburtstag, der gleichzeitig der Todestag seines besten Freundes Marley ist, verschwindet. Des weiteren bekommen wir Kapitel von Isla, deren Sohn vor 7 Jahren an Jacobs Geburtstag, ertrank. Wir begleiten einerseits die Geschehnisse in der Gegenwart, bekommen aber auch immer wieder Rückblenden der letzten 20 Jahre - was sich etwas wirr gestaltet. Die Spannung bleibt bis zur Auflösung hoch, die ich so absolut nicht erwartet hatte. Nicht ihr stärkstes Werk, dennoch lesenswert.
- Kristin Hannah
Die vier Winde
(194)Aktuelle Rezension von: momomaus3Eine zu Tränen 😢♥️rührende Geschichte.
Sie macht aber auch Mut für seine Rechte einzustehen und niemals aufzugeben.
Inhaltsangabe zum Buch auf dem zweiten Bild 🥰.
Ich liebe die Bücher 📚 der Autorin, daher habe ich endlich zu diesem Buch gegriffen, das schon viel zu lange auf meinem Sub lag.
Ich wurde natürlich auch diesmal nicht enttäuscht. 😍📖😍
Kristin Hannah schreibt so tiefgründig und bildhaft und man fühlt mit den Protagonisten mit. Ich habe geweint und mitgefiebert. Es ist kaum in Worte zu fassen was die Menschen erleben mussten.
Die Naturgewalten, wie Dürre, die Sandstürme sowie die Weltwirtschaftskriese und Armut alles so beschrieben, wie es einst mal war….
Die Protagonistin Elsa ist eine Kämpferin und gibt niemals auf. Sie hat für ihre Rechte und die ihrer Kinder und Mitmenschen gekämpft, auch wenn unter schlimmsten Bedingungen. Ich habe sie für ihre Stärke und den Mut bewundert. Sie zeigt uns, dass wir nie aufgeben sollten für das zu kämpfen was uns wichtig ist und immer an uns zu glauben und auch wie wichtig es ist zusammenzuhalten. ♥️
Ich vergebe 5 ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️denn es ist für mich ein echtes Highlight !
Bitte lest alle dieses Buch !!!
- Astrid Lindgren
Ronja Räubertochter
(1.172)Aktuelle Rezension von: Adele24Das Buch ist ein schönes Buch, was sich gut eignet für Kinder im alter von 9 Jahren. Es gibt manchmal ein paar gruselige Stellen. Deswegen würde ich es ab der 4 Klasse entfehlen.
Es war spannend. Ich habe das Buch in der 4 Klasse gelesen, da wir ein Theaterstück gespielt haben. es hat spaß gemacht die Redewendung der Räuber laut vorzulesen. es ist ein schönes Buch mit nervenkitzelnden stellen:)
- Shelley Read
So weit der Fluss uns trägt
(199)Aktuelle Rezension von: Christian_GooglenutzerSo viel Gefühl und Schmerz in einem Buch. Wirklich ein geniales Werk. Es wurde von einer Frau geschrieben, handelt von Frauen und trotzdem fand ich es als Mann ganz wundervoll. Vielleicht auch gerade deshalb. Die Rolle der Mutter, der Tochter, der Geliebten, der Witwe, der lebenerfahrenen Frau konnte ich wunderbar nachvollziehen.
- Kathryn Lasky
Der Clan der Wölfe - Donnerherz
(95)Aktuelle Rezension von: Jeys_Book_Lines"Der Clan der Wölfe - Donnerherz" von Kathryn Lasky stellt den Auftaktband einer sechsbändigen Tierfantasy-Reihe dar und nimmt den Leser mit auf ein ereignisreiches Abenteuer voller Gefahren! Ich habe bereits die Reihe um "Die Legende der Wächter", welche ebenfalls aus der Feder der Autorin stammt, gerne gelesen und aus diesem Grund habe ich mich nun auch dem ersten Teil ihrer Wolfsreihe gewidmet.
Tatsächlich enthält die Geschichte sogar einige subtile Hinweise auf "Die Legende der Wächter", was mir direkt ein vertrautes Gefühl verliehen hat. Ich fand es irgendwie schön, dass die beiden Storys im selben Universum angesiedelt sind. Ich muss hierbei aber ganz klar betonen, dass es nicht erforderlich ist, irgendwelche Vorkenntnisse zu haben, um in diese ganz eigene Erzählung einzutauchen.
Doch worum geht es in dieser überhaupt?! Der kleine Faolan wird mit einer leicht verdrehten Pranke geboren und von seinem Clan verstoßen. So verlangt es der Brauch der Wölfe: Welpen, die anders sind, werden ausgesetzt. Überleben sie, werden sie wieder in den Clan aufgenommen. Faolan hat Glück im Unglück, denn eine Grizzlybärenmutter nimmt sich seiner an. Doch dann verschwindet die Bärin nach einem Erdbeben spurlos und Faolan macht sich auf, sie in den Frostlanden zu suchen.
Die malerisch beschriebene Wildnis hat mir auf der Stelle gefallen und da ich ein absoluter Naturmensch bin, habe ich mich in dieser Umgebung auch durchweg sehr wohl gefühlt. Leider wurde aber die wahre Lebens- und Verhaltensweise der Wölfe nicht ganz so korrekt dargestellt, was für mich als Liebhaber und Kenner von Wölfen etwas enttäuschend war. Eigentlich erwarte ich, dass bei solch einer Geschichte, egal ob nun für Kinder oder Erwachsene, die richtigen Eindrücke vermittelt werden.
Ebenfalls nicht ganz so gut fand ich die ein oder andere Unglaubwürdigkeit innerhalb der Geschichte und auch die Beimischung von Mystik und Fantasy empfand ich als ein klein wenig unpassend, das wiederum ist aber eine reine Geschmackssache.
Trotzdem hat mir die Geschichte größtenteils gut gefallen, da vor allem die Charaktere überzeugen konnten. Besonders die Verbindung der gutherzigen Grizzlybärin Donnerherz zu ihrem Adoptivkind Faolan war äußerst schön dargestellt. Ihre riesige Fürsorge war einfach rührend und ich habe das Heranwachsen von Faolan genauso gerne wie sie selbst mitverfolgt.
Somit eine durchaus aufregende All-Age-Story, bei der vor allem viele positive Werte wie Mut, Treue und Liebe im Vordergrund stehen. Wer auf Tierabenteuer à la "Warrior Cats" steht, wird bestimmt auch an dieser Reihe Gefallen finden.
- Toni Morrison
Beloved: A Novel (Vintage Classics)
(42)Aktuelle Rezension von: Linda-OddGerade bei einem Klassiker wie Beloved finde ich es schwer eine Rezension zu verfassen. Besonders als weiße Person.
Ich habe es über einen Zeitraum von 3 Monaten gelesen, was hauptsächlich an den unterschiedlichen Stilen innerhalb des Buches lag. Manche Stile haben mich so sehr aus dem Lesefluss gerissen, dass ich am Ende kaum noch die Charaktere zuordnen konnte.
Die Beschreibung "magical realism" trifft hier ganz gut zu. Allerdings fand ich das Ende nicht eindeutig genug.
- Susan Elizabeth Phillips
Und wenn sie tanzt
(97)Aktuelle Rezension von: Elkes_LiteraturwolkeInhaltsangabe:
Nach dem Tod ihres Mannes Trav hat die ausgebildete Hebamme Tess Hartsong ihr gesamtes Hab und Gut verkauft und hat sich eine kleine Hütte am Runaway Mountain in Tennessee gekauft. In der Einsamkeit der Berge will sie ihre Trauer verarbeiten und wenn sie es nicht mehr aushält, tanzt sie dazu.
Ian North, der Vierte, hat sich ebenfalls in die Berge zurückgezogen, um wieder zur Kunst zu finden. Der berühmte Street Art Künstler hat den Weg in sein Inneres verloren und erhofft sich in der Einsamkeit neue Inspiration. Aus reiner Freundschaft heraus hat er seine frühere Lebensretterin Bianca mitgenommen, die allerdings schon bald ihr Baby erwartet.
Tess und Ian machen durch die laute Musik ihre erst unrühmliche Bekanntschaft. Und nur durch Biancas Sanftmut und Zustand eskaliert die Situation nicht weiter. Allerdings wird ihre Bekanntschaft auf ungewöhnliche Weise vertieft, als bei einem Sturm die Wehen einsetzen und die kleine Wren viel zu früh geboren wird.
Bianca verstirbt unerwartet, ohne das Tess es verhindern kann. Ian sorgt dafür, dass Wren nicht allein im Krankenhaus ist, da er Tess als Kindermädchen engagiert. Aber dann verschwindet er. Wird Ian sich doch noch dem kleinen süßen Mädchen annehmen? Was wird aus ihr? Kann sie in der kleinen Stadt Tempest, nach allem, was geschehen ist, noch bleiben?
Mein Fazit:
Hach, eine wunderbare Geschichte!
Das beginnt ja alles so völlig harmlos und unschuldig. Zwei Menschen treffen aufeinander und es fliegen die Fetzen. Herrlich, so entsteht Liebe! Gott sei Dank wird es den Figuren und auch mir als Leserin nicht immer leicht gemacht, das wirklich zu erkennen.
Während mein Herz schnell für Tess (und später für die kleine Wren) schlug, blieb Ian North, der Vierte, mir lange Zeit ein Rätsel. Denn eigentlich hat er ja ein gutes Herz, nur konnte er es nicht immer so zeigen. In seiner Kindheit erfährt er brutale Gewalterfahrung, da hilft es auch nicht, dass seine Familie stinkreich ist. Sein Wesen schreit danach, die Gefühle zu transportieren, der in sich fühlt und die Spraydose wird sein ständiger Begleiter. Ian North kam mit dem Gesetz in Konflikt, wurde enterbt und rutschte in die Drogensucht ab. Er hat buchstäblich am Abgrund gestanden und nur damit ist seine zur Schau gestellte Gefühlskälte zu erklären.
Und er macht lange Zeit den Eindruck, als wolle er sich der Verantwortung entziehen. Aber Tess mit ihrem Beschützerinstinkt für das kleine Wesen und ihre Verantwortung für ihre Mitmenschen machen sie sympathischer und Ian zu einem emotionalen Scheusal. Ja, das muss einfach mal gesagt werden.
Doch Wren lehrt sie beide eines Besseren. Das kleine Mädchen verändert das Leben aller Beteiligten, und dafür brauchte sie nichts weiter tun als da sein und atmen. Alle Figuren, so verschroben sie auch sind, entwickeln sich weiter und konnten mich um den kleinen Finger wickeln. Kleine überraschende Wendungen nehmen der Geschichte die Vorsehbarkeit. Damit blieb es bis zum Ende spannend.
Ein wunderbares Buch über das Leben und die Liebe und wie man emotionale Narben pflegt, ohne dabei andere Menschen vor den Kopf zu stoßen. Ich habe es von der ersten bis zur letzten Seite genossen und wurde wunderbar unterhalten. Die Dialoge sind einfach spritzig und fetzig, ich wünschte, mir würden manchmal solch‘ intelligente Antworten einfallen.
Fünf Sterne und eine klare Lese-Empfehlung.
- Nicholas Sparks
Das Schweigen des Glücks
(463)Aktuelle Rezension von: SarahWants2ReadWorum geht es?: Welche Mutter würde nicht alles geben für ihr Kind? Aber Denise liebt ihren kleinen behinderten Sohn Kyle so unendlich, dass es in ihrem Leben für weitere Menschen keinen Platz mehr gibt. Als Kyle nach einem Autounfall in einer dramatischen Aktion vom Feuerwehrmann Taylor gerettet wird, scheint zum ersten Mal ein Fremder Zugang zur Welt der beiden zu bekommen. Aber bevor Denise ihr Glück richtig fassen kann, beginnt die Hoffnung auf eine glückliche Beziehung schon wieder zu schwinden: Irgendetwas hält Taylor davon ab, die Verantwortung für eine gemeinsame Zukunft zu übernehmen…
Das Cover: Das Buchcover passt perfekt zu den anderen Büchern von Nicholas Sparks. Das Cover ist sehr minimalisch, aber dennoch weiß man gleich, dass es sich um einen Liebesroman handelt.
Der Schreibstil: Das Buch wird typisch für Nicholas Sparks aus der Erzähler Perspektive erzählt. Ich mag den Schreibstil von Nicholas Sparks. Er schafft es auch in diesem Buch eine Atmosphäre zu schaffen, sodass man alles um sich herum ausblendet und sich voll und ganz auf die Geschichte fokussiert. Das Buch versprich viel Drama, aber auch berührende Momente. Ich habe das Buch von der ersten bis zur letzten Seite genossen.
Die Hauptfiguren: Denise ist eine junge Frau, welche in jungen Jahren ungeplant Mutter geworden ist. Familie hat sie mittlerweile nicht mehr und so zieht sie ihren Sohn Kyle alleine groß. Kyle hat große Sprachprobleme, was Denise oft an ihre Grenzen bringt. Ich konnte ihre gemischten Gefühle so verstehen. Einerseits liebt sie ihren Sohn, auch mit seinem Handicap. Andererseits wünscht sie sich allerdings ein normales Leben. Ohne ständige Arztbesuche, Sprachübungen und einen Sohn der sich normal verständigen kann. Denise ist eine tolle Frau, die ich einfach nur bewundert habe. Auch in ihrer Beziehung zu Taylor ist sie so gewachsen. Sie hat gelernt nicht immer nur klein beizugehen, sondern auch die eigenen Bedürfnisse und die ihren Sohnes an erster Stelle zu stellen.
Taylor ist ein Mann, welcher mitten im Leben steht. In seiner Stadt gilt er als ewiger Junggeselle und geht kaum feste Beziehungen ein. Als er Denise nach einem Autounfall hilft und schließlich noch ihren Sohn findet, kann nicht aufhören an sie zu denken. Aus ein paar Dates wird schließlich mehr und er geht eine Beziehung mit Denise ein. Dennoch kann er die Vergangenheit nicht abschütteln und es hindert ihn etwas sich gänzlich an Denise zu binden. Ich habe Taylor gemocht, auch wenn mich seine kalte, manchmal auch diese Ist-mir-egal Haltung auf die Nerven ging. Wenn man das mal ließt okay, aber wenn sich das durch das gesamte Buch zieht
Endfazit: Es ist mal wieder ein berührendes Buch von Nicholas Sparks. Der Autor hat so einen tollen Schreibstil, dass mich fast jedes seiner Werke begeistern konnte. Beide Protagonisten konnten mich überzeugen, auch wenn mir Taylor an der ein oder anderen Stelle zu anstrengend war. Ich hatte tolle Lesestunden und kann das Buch nur wärmstens weiterempfehlen.
Das Buch erhält von mir sehr gute 4 von 5 Sterne.
- Kelly Barnhill
Das Mädchen, das den Mond trank
(89)Aktuelle Rezension von: TanpopoFür mich war die Geschichte ein literarischer Hochgenuss mit Potential zum Klassiker, der meiner Meinung nach nicht allein für Kinder ab 10 Jahre geeignet ist. Sie sollte altersunabhängig gelesen werden, da sie bisweilen sehr tiefgründige Botschaften enthält, die die meisten Kinder so wahrscheinlich noch gar nicht erkennen werden.
Schon der bisweilen sprachlich etwas alt anmutende märchenhafte Erzählstil mit seinen Geschichten in der Geschichte ist in der heutigen Literatur eher seltener vertreten und vielen Menschen nicht mehr so richtig zugänglich.
Es geht um eine böse Hexe, die aber nicht böse ist; eine Mutter, der das Kind weggenommen wird und die sich dagegen wehrt; einen jungen Mann, der entgegen den geltenden Sitten gegen die Hexe zu Felde ziehen will, die den Müttern die Kinder wegnimmt. Dazu kommt ein Mädchen, das einst die Magie des Mondes trank und deren Kräfte und Erinnerungen erwachen; ein wahrhaft winziger Drache mit einem riesigen Herzen und ein uraltes Sumpfmonster, dass vielleicht der Sumpf selbst ist oder die Welt oder ein Gedicht.In dieser Mischung aus Fantasy und Märchen geht es um Freundschaft, Mut, versteckte Sehnsüchte und immer wieder um den Umgang mit Verlust und Trauer. Alles wurde in stimmungsvolle und bisweilen auch lustige Texte eingebettet und lässt sich prima lesen, sofern man gewillt ist, sich darauf einzulassen.
Ich kann das Buch wirklich nur wärmstens empfehlen und um es mit den letzten Sätzen des Buches zu sagen:
Vielleicht findet sie dort das Wesen. Oder sie wird das Wesen. Oder sie wird der Sumpf. Oder ein Gedicht. Oder die Welt selbst. Denn alles ist eins.
- Diane Setterfield
Was der Fluss erzählt
(60)Aktuelle Rezension von: Simone_081*3,5 Sterne
Mir hat das Buch in Ansätzen gut gefallen.
Die Idee, ein mysteriöses Kind, das aus dem Fluss kommt, ertrinkt und quasi wiederaufsteht, mit der Geschichte von vielen anderen Menschen zu verweben, hat mir sehr gut gefallen. Es war spannend herauszufinden, wie das Kind mit den anderen Personen in Verbindung steht.
Aber genau dort liegt auch mein Problem: Die Geschichte hat sich zu konstruiert angefühlt, denn es dreht sich NUR um das Kind, dessen Herkunft und Familie. Andere Themen werden eigentlich nicht behandelt. Das macht den Roman eindimensional und teilweise langweilig, weil die Handlung oft auch auf der Stelle tritt und nicht weitergeht. Mit ein paar Seiten weniger hätte man dieses Problem wahrscheinlich leicht beheben können.
Leider habe ich auch keinen Zugang zu den Personen gefunden, auch wenn es da durchaus viel Potenzial gegeben hätte, z.B. der dunkelhäutige Robert Armstrong, der Fotograf oder die Krankenschwester Rita Sunday. Alle Figuren bleiben irgendwie blass und unnahbar, auch wenn sie durchaus gute Eigenschaften haben.
Für mich ist das Buch in Ansätzen gelungen und ich hätte es gern gemocht, insgesamt gibt es aber zu viele Schwachstellen. - Lori Nelson Spielman
Morgen kommt ein neuer Himmel
(58)Aktuelle Rezension von: angies_bücherAlso erstmal muss ich leider sagen, dass ich die grundsätzliche Idee extrem unsympathisch und übergriffig finde. Ich wäre stinksauer, wenn meine Mutter mir nach ihrem Tod eine so verrückte Aufgabe stellt, um mein Erbe zu bekommen. Ehrlich gesagt habe ich mich wirklich bis zum Schluß gefragt, was das soll?? Als Mutter sollte man seinen Kindern doch zutrauen, sich selbst Ziele im Leben zu setzen und sich freuen, wenn das Kind seine Wünsche und Ziele erreicht. Aber dann auch noch die Ziele des 14jährigen Ichs? Und warum konnte sie das alles ihrer Tochter nicht sagen als sie noch am Leben gewesen ist?
Wenn man das alles außer Acht lässt und sich trotzdem auf die simple und vorhersehbare Geschichte einlässt, wird man gut unterhalten. Ein bisschen ist es wie Hollywood Popcorn Kino fand ich. Leicht, ohne größere Überraschungen, aber auch süß und romantisch. Ich könnte mir das Buch gut als Verfilmung vorstellen.
Da ich den Schreibstil der Autorin gerne mag und die Geschichte mich trotz seiner Schwächen gut unterhalten hat, gebe ich dennoch vier sehr wohlwollende Sterne.
- Han Kang
Unmöglicher Abschied
(86)Aktuelle Rezension von: buecher_liebefeldHan Kangs „Ein unmöglicher Abschied“ ist kein gewöhnliches Buch, sondern eine literarische Naturgewalt. Die Geschichte folgt der Schriftstellerin Gyeongha, die auf Bitten ihrer verletzten Freundin Inseon auf die Insel Jeju reist, um dort deren Vogel zu retten. Inmitten eines Schneesturms verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Vision, während Gyeongha tief in die traumatische Familiengeschichte ihrer Freundin und das düstere Erbe des Jeju-Aufstands von 1948 eintaucht.
Warum man es lesen muss: Kang schreibt mit einer Präzision, die fast schmerzt. Sie verwandelt historische Gräueltaten in poetische, schneeweiße Bilder und findet Worte für das Unaussprechliche. Es ist eine meisterhafte Auseinandersetzung mit der Frage, wie man Abschied nimmt, wenn das Trauma ganzer Generationen noch in den Knochen steckt. Ein zutiefst empathisches, bildgewaltiges Meisterwerk über die unsterbliche Kraft der Erinnerung. Ein Muss für jeden, der Literatur als emotionale Grenzerfahrung sucht.
Von meiner Seite eine absolute Kauf- und Leseempfehlung!
- Jenny Rogneby
Leona
(65)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderLeona ist in Stockholm bei der Polizei tätig und bekommt einen neuen Fall. Es wurde eine Bank überfallen, aber von einem kleinen Mädchen! Was ist da los? Und wer hat das Tonband besprochen, dass das Mädchen abgespielt hat? Leona beginnt zu ermitteln und muss sich gegen neidische Kollegen, den all zu strengen Chef und vor allem, gegen ihre eigenen Dämonen durch setzen. Immer mehr dringt der Fall in ihr Leben ein und dann steckt sie mitten drin und muss sich entscheiden.
Ein großartiges Debut. Jenny Rogneby macht Hoffnung auf viele weitere Topp Thriller!
Mir als Malta Fan, hat besonders der Urlaub dort gefallen . - Mary Lawson
Im letzten Licht des Herbstes
(68)Aktuelle Rezension von: Sanne54Claras Teenie-Schwester Rose läuft von zu Hause weg als ihre Nachbarin, eine ältere Dame namens Elisabeth mit der sie viel Zeit verbringt, ins Krankenhaus muss. Sie 8-jährige soll solange den Kater füttern. Da zieht plötzlich ein Mann, Liam, in das Haus ein. Was Clara niemand gesagt hat: Elisabeth ist verstorben und Liam ist ihr Erbe. Der wiederum plant in dem Haus nur eine Auszeit, da seine Ehe in die Brüche gegangen ist, und er war als Kind selbst regelmäßig bei Elisabeth. Für sie war er wie ein Sohn.
Die Autorin beschreit im überschaubaren Gemeinde in Ontario wie wichtig zwischenmenschliche Beziehungen sind und wie furchtbar falsch sie laufen können, wenn Alarmzeichen ignoriert und falsche Entscheidungen getroffen werden, dass es manchmal zu spät ist, aber manchmal auch eben nicht, den „richtigen“ Weg einzuschlagen. Beeindruckend ist wie subtil ihr das durch das Beschreiben kleiner Gesten gelingt, die wechselnden Perspektiven bringen den Leser näher an die Figuren heran.
Dennoch wirkte für mich gerade der Schluss um Rose, Claras Schwester, zu aufgesetzt und wie ein Fremdkörper in diesem ansonsten eher leisen Konstrukt des Romans, daher ziehe ich einen Punkt ab. - Jodi Picoult
In den Augen der anderen
(285)Aktuelle Rezension von: LeseschneckeEmma ist alleinerziehende Mutter von 2 Söhnen. Jacob ihr einer Sohn hat das Asperger Syndrom. Für ihn muss alles nach einer bestimmten Routine ablaufen und Kommunikation ist schwierig. Um seine sozialen Fähigkeiten zu verbessern , bekommt er Einzelstunden von der Pädagogikstudentin Jess. Mit Jess kommt Jacob gut aus. Jacobs größtes Interesse ist Kriminologie, insbesondere Beweise sammeln beim Tatort. Er ist großer Fan von Criminal Busters und verpasst keine Folge. Doch dann wird Jess vermisst und tot aufgefunden und Jacob des Mordes verdächtigt.
Die Verhaltensweisen und Denkweisen eines Autisten werden hier sehr gut dargestellt. Auch was es für Eltern bedeutet einen Autisten großzuziehen und all die Mühen und das Nichtverstehen der Umwelt. Mich hat das Buch sehr fesseln können. Der Schreibstil ist flüssig. Es wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Aus Jacobs Sicht, aus der Sicht seines Bruders, aus Emmas Sicht und Olivers, Jacobs Anwalt.
Man bekommt auch einen guten Einblick in das Amerikanische Rechtssystem.
Allerdings fand ich das Ende zu kurz. Es war eher ein offenes Ende.
Ich kann das Buch sehr empfehlen!
- Michel Bussi
Das verlorene Kind
(51)Aktuelle Rezension von: brauneye29Zum Inhalt:
Der fünfjährige Malone ist ein ganz normales Kind, aber er behauptet, dass die Frau, bei der er lebt nicht seine Mutter ist. Erfindet er das nur oder hat er Recht? Zunächst will ihm keiner glauben, doch der Schulpsychologe glaubt ihm und beginnt zu forschen.
Meine Meinung:
Ich fand das Buch in erster Linie etwas verworren. Die Story hat schon was, aber so richtige Spannung kam nicht auf, weil man sich ständig neu orientieren musste in der Geschichte. Mir fehlte irgendwie der rote Faden. Die Idee fand ich gut, die Umsetzung nur bedingt gelungen.
Fazit:
Etwas verworren
- Louise Pelt
Die Halbwertszeit von Glück
(142)Aktuelle Rezension von: testethar„Die Halbwertzeit von Glück“ erzählt die Geschichten von drei Frauen, die auf unterschiedlichen Zeitebenen leben und deren Schicksale sich erst nach und nach miteinander verweben. Gerade dieses langsame Entwirren der Zusammenhänge hat für mich einen großen Reiz ausgemacht, denn bis zum Schluss blieb offen, wie alles zusammenhängt.
Im Mittelpunkt stehen Johanna im DDR-Grenzgebiet der 1980er Jahre, Holly im Los Angeles der frühen 2000er und Mylène im modernen Paris. Jede von ihnen kämpft mit Verlusten, Schuldgefühlen oder erschütternden Wahrheiten aus der Vergangenheit. Besonders Johannas Geschichte hat mich emotional am meisten berührt. Ihre zurückgezogene Lebensweise und die Begegnung mit dem verletzten Flüchtlingsmädchen sorgen für viele intensive Momente. Aber auch Hollys und Mylènes Kapitel konnten mich fesseln, weil ihre Entscheidungen und inneren Konflikte glaubwürdig dargestellt werden.
Der Roman liest sich angenehm flüssig und lebt vor allem von seinen wechselnden Perspektiven. Viele Kapitel enden an spannenden Stellen, wodurch man immer weiterlesen möchte. Sprachlich ist das Buch vielleicht nicht außergewöhnlich, doch die Geschichte entwickelt einen starken Sog und bleibt lange im Kopf.
Besonders gelungen fand ich die Botschaft des Romans: Auch nach schweren Schicksalsschlägen gibt es immer wieder Hoffnung und neue Glücksmomente. Manche Wendungen kamen überraschend, ohne konstruiert zu wirken, und das Ende hat die einzelnen Handlungsstränge auf schöne Weise zusammengeführt.
Zwar hatte die Handlung zwischendurch kleinere Längen, dennoch ist „Die Halbwertzeit von Glück“ ein bewegender und unterhaltsamer Roman über Verlust, Neuanfänge und die Frage, was Glück eigentlich bedeutet.























