Bücher mit dem Tag "mutterschaft"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "mutterschaft" gekennzeichnet haben.

147 Bücher

  1. Cover des Buches Love and Confess (ISBN: 9783423717595)
    Colleen Hoover

    Love and Confess

    (1.334)
    Aktuelle Rezension von: Magic_vanilla

    Inhalt:
    Auburn ist eine starke junge Frau. Als jugendliche hat sie ihren ersten Freund an Krebs verloren und seither niemanden mehr so richtig an sich ran gelassen. Als sie dorthin zurück zieht wo ihr Freund gestorben ist trifft sie auf Owen. Owen hat ein kleines aber feines Atelier, mit einer ganz speziellen Art wie es auf die Idee der Bilder kommt. Passanten schreiben beim vorbeigehen ihre Wahrheiten auf Zettel die, welche ihm am besten gefallen bringt er mit Farbe auf eine Leinwand.

    Charaktere:
    Sowohl das Leben von Auburn, als auch das von Owen ist verzwickt und zwar so wirklich. Was ich während dem Lesen alles über die beiden erfahren habe hat mich einfach nur schockiert, unglaublich mit was Menschen leben müssen.

    Schreibstil:
    Ich liebe die Bücher von Collen Hoover, besonders wegen ihrer Art wie sie Geschichten schreibt. Aber das beste ist, wie wenig vorhersehbar sie sind. Selbst wenn man sich sicher ist man weiss nun was passiert ist wird es wieder anders kommen.

    Meinung:
    Wow dieses Buch war einfach so toll! Mein erstes Highlight war, dass die Bilder welche gemalt wurden auch wirklich im Buch abgedruckt sind, das hat dem ganzen etwas sehr spezielles gegeben. Und was noch viel erstaunlicher war, die Wahrheiten, von welchen erzählt wurden sind alle wahr und von Zuschauern geschrieben.

    Fazit:
    Ein wirklich tolles Buch, welches einen aber auch etwas auseinander nehmen kann.

  2. Cover des Buches Reminders of Him – Für immer ein Teil von dir (ISBN: 9783423221696)
    Colleen Hoover

    Reminders of Him – Für immer ein Teil von dir

    (689)
    Aktuelle Rezension von: Bookworm_99

    Kenna versucht nach einem tragischen Fehler ihr Leben wieder aufzubauen, dabei will sie vor allem eines: ihre Tochter kennenlernen. Doch die Menschen aus ihrer Vergangenheit machen es ihr nicht einfach, allen voran Ledger, der zwischen Loyalität und seinen Gefühlen hin und hergerissen ist. Zwischen Schuld, Vergebung und Hoffnung auf einen Neuanfang stellt sich die Frage, ob Kenna je einen Platz im Leben ihrer Tochter bekommen kann.


     Ich muss ehrlicherweise sagen das Buch hat mich irgendwie gepackt, auch wenn es kein Highlight war.

     

    Kenna war mir grundsätzlich sympathisch, auch wenn ich ihre Entscheidungen nicht immer ganz nachvollziehen konnte, vor allem in Bezug auf ihre Vergangenheit. Die ganze Geschichte rund um den Unfall und die Zeit danach hätte meiner Meinung nach noch etwas besser ausgearbeitet werden können.

    Ledger hingegen mochte ich gerne. Er ist ein herzensguter, loyaler Mensch mit starkem Beschützerinstinkt. Sein innerer Konflikt zwischen Loyalität und seinen Gefühlen war greifbar und hat der Geschichte viel gegeben.

    Dann ist da noch Diem, sie ist einfach zuckersüss und ein kleiner Lichtblick in der ganzen Story.

     

    Insgesamt hat mich die Geschichte gut unterhalten und sogar stellenweise zu Tränen gerührt, auch wenn sie mich nicht komplett überzeugen konnte.

  3. Cover des Buches Eine Frage der Chemie (ISBN: B09V5N7C74)
    Bonnie Garmus

    Eine Frage der Chemie

    (139)
    Aktuelle Rezension von: MMMCreativeWork

    Im Mittelpunkt steht Elizabeth Zott, eine hochintelligente Chemikerin in den fünfziger und frühen sechziger Jahren, die sich weigert, in die damals vorgesehene Rolle als Ehefrau und Hausfrau gedrängt zu werden. Sie will in der Chemie forschen und ernst genommen werden und stößt dabei immer wieder auf Sexismus, Gewalt, Herabsetzung und offene Ungerechtigkeit.

    Die Geschichte ist durch und durch ernst und stellenweise sehr traurig. Es geht um Verlust, Einsamkeit, Demütigungen im beruflichen Umfeld und darum, wie schwer es für eine Frau ist, ihren eigenen Weg zu gehen, wenn die Gesellschaft sie dafür verurteilt. Gerade weil Elizabeth so konsequent und unbeirrbar bleibt, haben mich viele Szenen tief berührt und ich mir kamen beim Lesen mehr als einmal die Tränen..

    Trotz der Schwere gibt es leise humorvolle Momente, etwa wenn der Hund Halbsieben mit seiner klugen, treuen Art etwas Wärme in die Handlung bringt. Besonders interessant fand ich die ungewöhnliche Beziehung zwischen Elizabeth und ihrer Tochter Madeline, die eher wie zwei sehr kluge Menschen miteinander sprechen als wie eine klassische Mutter und ein Kind.

    Ein wichtiger Abschnitt der Geschichte ist Elizabeths Zeit als Fernsehköchin in der Sendung Essen um sechs. Für sie ist das keine glänzende Showkarriere, sondern eine Notlösung und ein Mittel zum Überleben, das sie trotzdem nutzt, um Frauen zu stärken und Wissen zu vermitteln. 

    Insgesamt ist dieses Buch für mich ein intensiver, feministischer und emotional sehr tief gehender Roman über Emanzipation, Trauer und Selbstbestimmung. Elizabeth Zott ist eine außergewöhnliche Figur, die mir lange im Gedächtnis bleiben wird, und ich kann diese Geschichte allen empfehlen, die starke Frauenfiguren und anspruchsvolle Familien- und Lebensgeschichten mögen, bei denen es nicht um heile Welt, sondern um echte Kämpfe und gesellschaftliche Themen geht.


  4. Cover des Buches Im Leben nebenan (ISBN: 9783423149747)
    Anne Sauer

    Im Leben nebenan

    (267)
    Aktuelle Rezension von: Kedvessarah

    Für mich war das Buch ein schwer zu lesendes Werk, da ich ständig zurückblättern musste - dann wieder vor - um einigermaßen die Situationen nachvollziehen zu können. Als Mutter kann ich das Buch leider nicht weiterempfehlen. Die Geschichte arbeitet mit einem extrem unlogischen Weltenwechsel, der die Zeit nach der Geburt völlig verzerrt und beängstigend darstellt. Die Hauptfigur ist wochenlang völlig orientierungslos - es wird eine Situation konstruiert, die niemand selbst erleben möchte. Ich wende mich besonders an junge (noch) kinderlose Frauen mit einer Warnung vor dem Buch. Es schürt unbegründete Ängste, die mit den realen und völlig bewältigbaren Herausforderungen des Mutterwerdens nichts zu tun haben. 

  5. Cover des Buches Kleine Feuer überall (ISBN: 9783423148115)
    Celeste Ng

    Kleine Feuer überall

    (334)
    Aktuelle Rezension von: Gwhynwhyfar

    Der Anfang: «In jenem Sommer redeten alle in Shaker Heights darüber, wie Isabelle, das jüngste Kind der Richardsons, endgültig durchdrehte und das Haus abfackelte. Während das ganze Frühjahr über die kleine Mirabelle McCullough Gesprächsthema gewesen war – beziehungsweise, je nachdem, auf welcher Seite man stand, May Ling Chow –, gab es endlich neuen aufregenden Gesprächsstoff.»


    Es brennt! Fassungslos steht Elena Richardson im Bademantel und den Tennisschuhen ihres Sohnes draußen auf dem Rasen und starrt in die Flammen. Ihre jüngste Tochter hat in jedem Schlafzimmer Feuer gelegt. Shaker Heights, der wohlhabende Vorort von Cleveland, Ohio, hier ist es sauber, ruhig und völlig ungefährlich, Golf-, Reit-, Tennis-, Segelclub. Ein strukturiertes Straßennetz, beste Schulen; vom Außenanstrich der Häuser bis zur Höhe des Rasens ist alles vorgeschrieben, eine Scheinidylle. Rasen! Gemüse im Garten ist nicht erlaubt. Ordnungsfanatismus, Ordnung ist das ganze Leben! Wie konnte es zu diesem Unglück kommen? Gehen wir zurück zu dem Tag als das unkonventionelle Mutter-Tochter-Paar Mia und Pearl Warren zur Miete in eine der Wohnungen der Richardsons einzieht … 


    «‹Izzy nimmt alles ernst. Zu ernst. Das ist ihr Problem.›

    ‹Der Witz daran ist›, sagte Lexi eines Nachmittags, ‹dass Izzy in zehn Jahren bei Springer auftreten wird.»

    ‹In sieben›, widersprch Trip. ‹Höchstens acht. Jerry hol mich aus dem Knast.›

    ‹oder Hilfe meine Familie will mich einweisen›, sagte Lexi.


    Elena ist Journalistin, die für das heimische Provinzblatt zu schreibt, was eigentlich nicht ihr Lebensziel gewesen ist. Aber das wundervolle Shaker Heights ist ihre Geburtsstadt und ihr Mann ist ihr gefolgt, ein gut verdienender Anwalt im Ort geworden. Sie haben vier Kinder zur Welt gebracht, Lexie (17), Trip (16), Moody (15) und Isabelle (Izzy, 14), ein ansehnliches Haus gebaut – der amerikanische Traum ist perfekt. Natürlich haben alle Kinder völlig verschiedene Charaktere, doch Izzy, die Jüngste bereitet Sorgen. Rebellisch, gesellschaftskritisch, sie lässt Äußerungen fallen, die ihre Umgebung zu Schnappatmung bringt; sie lässt sich zu Aktionen hinreißen, die ihr mächtigen Ärger einbringen. Moody ist von der gleichaltrigen Pearl fasziniert, von ihrem Lebensstil, dem Vagabundenleben. Denn Pearls Mutter Mia ist Künstlerin. Sie fotografiert, zerlegt die Fotos, bearbeitet sie und gestaltet etwas Neues daraus. Sie leben von der Hand in den Mund; besorgen sich Möbel vom Sperrmüll, Bekleidung aus Secondhandläden, und wenn ihnen eine Stadt nicht mehr gefällt, ziehen sie weiter. Pearl wiederum, die sich nun täglich bei den Richardsons aufhält, beneidet Moody um diese Familie, die ein gemütliches Leben ohne Sorgen führt. Ein festes Heim, eine Heimat. Das hatte ihre Mutter ihr versprochen: Wir suchen einen Ort, an dem wir bleiben! Pearl soll in Ruhe ihre Schule abschließen können. Und Shaker Heights ist der perfekte Ort, um für immer zu bleiben.


    «Während der Nachmittage mit Pearl begriff er allmählich, wie ihr unstetes Leben ausgesehen hatte. Sie reisten mit leichtem Gepäck: zwei Teller, zwei Tassen, eine Handvoll bunt zusammengewürfeltes Besteck, jeder einen Seesack mit Kleidern und natürlich Mias Kameras. Im Sommer fuhren sie mit offenen Fenstern, weil der Golf keine Klimaanlage hatte; im Winter fuhren sie nachts bei aufgedrehter Heizung.  … Um die Privatsphäre zu wahren, hängten sie ein Laken von der Hecktür über die Kopfstützen der Vordersitze wie ein Zelt. Zum Essen hielten sie am Straßenrand und aßen, was sie hatten, aus der Papiertüte: Brot und Erdnussbutter, Obst, manchmal Salami oder ein Peperoniwürstchen, wenn es gerade im Angebot war. Manchmal waren sie nur ein paar Tage unterwegs, dann wieder eine Woche, bis Mia einen passenden Ort fand, an dem sie eine Weile blieben.»


    Pearl, die mit allen Kindern der Richardsons befreundet ist, mit jedem auf eine andere Weise, gehört bald zur Familie. Und dann macht Elena Mia das Angebot, bei ihr im Haushalt stundenweise zu arbeiten. Izzy ist fasziniert von Mia und sie will fotografieren lernen, Kunst schaffen; und Mia zeigt ihr, worauf es ankommt. Die beiden Familien sind eng miteinander verfochten. Wie es so ist im Leben, es passieren Dinge, die nicht geplant sind – Geheimnisse, Missverstandenes, schwelende Eifersucht … Bereits im zweiten Satz in diesem Roman begegnen wir Mirabelle McCullough – die am Ende das Fass zum überlaufen bringt … 


    «eine Utopie zu schaffen. Ordnen – und Verordnen, für Ordnung unerlässlich – galt den Shakern als Schlüssel zu Harmonie. Sie hatten alles verordnet: die angemessene Zeit, um morgens aufzustehen, die angemessene Farbe der Vorhänge, die angemessene Haarlänge für Männer, die angemessene Art, wie man die Hände zum Gebet faltet (den rechten Daumen über den linken). Die Shaker waren fest überzeugt, wenn sie jede Kleinigkeit planten, könnten sie ein Stück Himmel auf Erden schaffen, einen kleinen Zufluchtsort, und die Gründer von Shaker Heights hatten genauso gedacht. In Werbeannoncen zeigten sie Shaker Heights hoch oben auf einem Berggipfel am Ende eines Regenbogens, mit Blick auf das schmutzige Cleveland. Perfektion war das Ziel.»


    Ein vielschichtiges Familien-Psychogramm von zwei Familien, dazu ein Kleinstadt-Psychogramm. Eine erstickende Kleinstadtidylle, in der der ein freundlicher, freiheitsliebender Paradiesvogel auftaucht. Eine alleinerziehende Mutter, die dem Bürgertum ganz ohne Absicht ihr Spießertum offenbart, aufdeckt, dass dieser ganze Luxus nur verdeckt, was darunter brodelt, dass er letztendlich nichts wert ist. Diese Stadt hat viele Pläne, Regeln, Gesetze. Mia zu ihrer Kunst gefragt, antwortet: «Ich fürchte, ich habe keinen Plan. Aber den hat eigentlich niemand, auch wenn alle das Gegenteil behaupten.» Der Stich ins Wespennest. Izzy sprengt ihre Ketten: «Sie sann nach Möglichkeiten, um sich zu rächen. Und sie suchte sich die Beste aus.» Zu viel Neugier, Kontrollsucht, Geheimnisse, Intrigen, Rache und ein paralleles Drama in der Stadt machen die Geschichte zu einem spannenden Roman, den man nicht aus der Hand legen mag. Ein Drama, das ist auf der ersten Seite klar. Aber was brachte Izzy dazu? «und Izzy ließ das Streichholz auf das Bett ihrer Schwester fallen und rannte zur Tür hinaus.» Mit feiner Beobachtungsgabe nähert sich Celeste Ng empathisch ihren Protagonist:innen, den Müttern und den Kindern. Die auktoriale Perspektive erlaubt dem Leser den Einblick. Wir kennen die Geheimnisse aller Beteiligten. Und das macht es spannend. Wann fliegt wer auf und was mag das auslösen? Bitterböse und gesellschaftskritisch. Es gibt hier keine fiesen Charaktere – im Gegenteil, letztendlich hat man Verständnis für jeden Einzelnen – und was sich hier entblättert ist großes Kino! Empfehlung!


    «Seit ihrer Jugend hatte sie einen Plan gehabt und ihn minutiös eingehalten … Sie hatte, kurz gefasst, alles richtig gemacht und sich ein gutes Leben aufgebaut, ein Leben wie sie es sich wünschte, wie alle es sich wünschten. Und jetzt kam diese Mia, eine vollkommen andere Frau mit einem vollkommen anderen Lebensstil, die sich ohne Entschuldigungen ihre eigenen Regeln setzte.»



    Celeste Ng, geboren 1980, wuchs in Pittsburgh, Pennsylvania, und in Shaker Heights, Ohio, auf. Sie studierte Englisch in Harvard und Kreatives Schreiben an der University of Michigan. ›Was ich euch nicht erzählte‹ stand genauso auf der Bestsellerliste wie ›Kleine Feuer überall‹, das auch als Miniserie verfilmt wurde. Celeste Ng lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn in Cambridge, Massachusetts.


  6. Cover des Buches Ava liebt noch (ISBN: 9783548073446)
    Vera Zischke

    Ava liebt noch

    (238)
    Aktuelle Rezension von: Eva_Gruebl_Widmann

    Nun ja.... ich gebe niemals einen Stern, denn in einem Roman, ob er nun gefällt oder nicht, steckt unglaublich viel Arbeit. Der Schreibstil ist gut, das Cover toll, der Titel ansprechend. Aber gefallen hat mir die Geschichte nicht. Warum nicht? Nun es ist eine Story, die mit umgedrehten Geschlechtern entsetzlich hohe Wellen schlagen würde. Und reden sich nun emanzipierte Frauen ein, nur weil die Frau den gleichen Mist macht, den wir bei Männern verurteilen, ist es nun in Ordnung?

    Eine Frau die fremdgeht, ist für mich nicht anders zu bewerten, als ein Mann der fremdgeht. Kann passieren - natürlich, aber so richtig toll ist es nicht. Sehr klischeehaft - es ist auch noch ein jugendlicher Adonis - man bedenke nur, es wäre umgekehrt - eine vollbusige, schlanke Blondine!! Das hat mit Feminismus nichts zu tun. Das ist einfach nur mies.

    Mich stört, dass, obwohl der Ehemann vernünftig und sehr nett geschildert wird, Ava niemals versucht, ihre Gefühle und Probleme anzusprechen. Verdammt noch mal, wenigstens versucht, aus dem ewigen Trott auszubrechen. Ich war wie viele andere Frauen in der gleichen Lage, habe zwei Kinder, bin berufstätig und klar - manchmal hat man den Mädchen-für-alles-Dienst schon mal satt. Aber so etwas muss man doch mit dem Partner besprechen, wenn man eine Familie plant oder zumindest dann, wenn man das Gefühl hat, dass es nicht mehr so weiter geht. Aber nein, Ava bespricht gar nichts mit ihm, versucht auch nichts an ihrem Leben zu ändern, sie geht einfach los, sucht sich einen Liebhaber und gut ist es.

    Was ist denn daran so hervorragend? Ich verstehe es nicht? Der Betrug? Dass es ein junger Bursche ist? Dass sie zu feig ist, sich ihren Problemen zu stellen und mit ihrem Mann zu reden? Dann arbeitet sie auch noch heimlich im Supermarkt. Warum heimlich? So wie der Ehemann geschildert wird, hätte er wohl nichts dagegen und wenn es sich zeitlich ausgeht, im Supermarkt zu arbeiten, könnte sie ebenso mehr Stunden in ihrem Hauptberuf arbeiten, wenn sie denn will.

    Nein, ganz ehrlich - der Roman hat mich eher verärgert, als dass er mir gefallen hätte. Das zweite Buch der Autorin "Pina fällt aus" fand ich hingegen ganz hervorragend. 

  7. Cover des Buches Ich bleibe hier (ISBN: 9783257261806)
    Marco Balzano

    Ich bleibe hier

    (283)
    Aktuelle Rezension von: Hubertus_Feldmann

    Es gibt Regionen in Europa, die haben eine besonders dramatische, eine besonders leidvolle Geschichte. Süd-Tirol oder Alto Adige Sudtirolo (ital.) gehört sicher dazu. Die alternative Namensgebung verweist schon auf das politische, teils kriegerische Hin und Her in dieser inzwischen (1972) autonomen Provinz Italiens. Und zwischen den Mühlsteinen widerstreitender „Interessen“ reibt sich die Bevölkerung auf. Und nicht nur einmal stellt sich ihnen die Frage: Bleiben oder Fortgehen, Verharren oder Neuanfang?

    „Bis zum Marsch auf Bozen [1922] verlief das Leben in den Grenztälern im Rhythmus des Jahreszeiten. Es schien, als käme die Geschichte nicht bis hier herauf.“ Doch dann sind es gleich zwei Großereignisse, die die Bevölkerung in der Nordostecke Südtirols nachhaltig beeinflussen: der Zweite Weltkrieg (den Faschisten Mussolinis trotzen oder dem „Gröfaz“ hinterherlaufen?) sowie ein gewaltiges Staudammprojekt (mit Umsiedlungen). In einer anrührenden Geschichte werden die daraus entstehenden Konflikte im Großen wie die persönlichen Kämpfe innerhalb einer Familie geschildert.  Und über dieser ohnehin am Existenzminimum lebenden Familie schwebt, meist unausgesprochen, die Sehnsucht nach der in jungen Jahren fortgegangenen der Tochter (erzwungen oder freiwillig?). 

    Diese Sehnsucht bildet sich auch in der Erzählweise (Ich-Erzählerin) der Geschichte ab, die auch als eine Art Berichterstattung der Mutter an die Tochter gelesen werden kann – inklusive der immer wieder anbrandenden Gefühle: „Die wenigen Fotos, die ich noch [von dir] habe, hole ich nur selten hervor, mit der Zeit ist man nah am Wasser gebaut. Und ich hasse es zu weinen […], weil es mich nicht tröstet.“

    In diesem Roman wird nicht nur eine bewegende Geschichte erzählt, sondern auch ein Stück Zeitgeschichte sichtbar gemacht – sowie eine, trotz aller Unbilden des Lebens, aufmunternde Lebenshaltung der Erzählerin: „Die einzige Möglichkeit weiterzuleben ist vielleicht, sich zu verändern und nicht zu erstarren.“

    (9.4.2022)

  8. Cover des Buches Suleika öffnet die Augen (ISBN: 9783746634517)
    Gusel Jachina

    Suleika öffnet die Augen

    (70)
    Aktuelle Rezension von: JanaRuh

    Suleika lebt mit ihrem Mann und ihrer grausamen Schwiegermutter in einem Dorf Nähe Kasan. Eines Tages kommt die "Rote Armee" und enteignen Suleika's Mann und nimmt Suleika als Umsiedlerin mit auf eine lange Reise durch Sibirien. Suleika stellt sich ihrem Schicksal und merkt, dass alles, was sie als Kind beigebracht bekommen hat, Demut, ihr Glaube und dessen Regeln keinen Platz im rauen Sibirien haben. Was hier zählt ist Lebenswille und harte Arbeit. Suleika findet sich selbst und beginnt ein neues Leben, fern ab von ihrer Heimat. Hier lernt sie zu Lieben und zu Leben.


    Das Buch beschreibt sehr bildhaft und deutlich, wie in Russland 1930 die Kulaken aus Tatarien vertrieben wurden und nach Sibirien umgesiedelt wurden. Die Umsiedler mussten eine neue Siedlung erbauen und führen.

    Gusel Jachina schreibt mit einer leichten Feder und trifft mitten ins Herz. Die Heldin des Buches, Suleika, macht eine unglaubliche Wandlung und überrascht mit ihrer Stärke und ihren Talenten. Mit der Kraft eines Löwenherzens zieht sie ihren Sohn groß und überlebt sowohl die Hungersnot, als auch die grausame Kälte Sibiriens.


    Dieses Buch ist absolut empfehlenswert, es rüttelt einen auf, schockiert und bleibt im Herzen.

  9. Cover des Buches Geheime Tochter (Geschenkbuch) (ISBN: 9783462047820)
    Shilpi Somaya Gowda

    Geheime Tochter (Geschenkbuch)

    (173)
    Aktuelle Rezension von: Petra54

    Es ist eine Parallelgeschichte über zwei Familien, eine amerikanische und eine indische. Unter jeder Kapitelüberschrift werden Ort und Zeit des Geschehens genannt und um welche Person es geht – so findet sich der Leser wunderbar leicht zurecht.

    Ein Inder studiert in Amerika Medizin und will den amerikanischen Traum leben. Dazu heiratet er eine blonde Amerikanerin und adoptiert ein Mädchen aus einem indischen Waisenhaus. Die Gefühlskälte der Amerikaner war für mich schier unerträglich. Nicht einmal das adoptierte Mädchen möchte etwas über seine Herkunft und die indische Familie ihres Vaters wissen. Erst ein Stipendium weckt ihren Ehrgeiz und sie reist nach Bombay, wo sie trotz allem auf sich und ihre persönlichen Bedürfnisse reduziert bleibt.

    Geschrieben ist diese Geschichte derart spannend, dass ich hin und wieder Seiten überblätterte. Leider befriedigt mich der Schluss keinesfalls, obwohl er zu all den wirklich gut und lebendig beschriebenen Personen passt. Sympathisch fand ich nur die indische Großmutter und die biologische Mutter des Mädchens.

  10. Cover des Buches Nie, nie, nie (ISBN: 9783832166212)
    Linn Strømsborg

    Nie, nie, nie

    (150)
    Aktuelle Rezension von: melis_buchzauber

    Es gibt Fragen, die wirken harmlos und sind doch tiefgreifend. „Nie, nie, nie“ von Linn Strømsborg kreist genau um eine von ihnen und legt offen, wie selbstverständlich wir Lebensentscheidungen kommentieren und bewerten.


    Im Mittelpunkt steht eine Frau, die sich bewusst gegen Kinder entschieden hat. Diese Klarheit bewahrt sie jedoch nicht vor Nachfragen und unterschwelligen Vorwürfen. Besonders deutlich wird dabei, wie fest die Vorstellung verankert ist, dass ein erfülltes Frauenleben zwangsläufig mit Mutterschaft verbunden sein muss. 


    Besonders gefallen hat mir an diesem Buch die spürbare Nähe zur Realität. Immer wieder wird deutlich, wie schnell eine persönliche Entscheidung zur öffentlichen Angelegenheit wird. Warum glauben wir, ein Recht darauf zu haben, diese Frage zu stellen und weshalb fällt es uns so schwer, ein Nein zu akzeptieren?


    In dem Buch geht es in erster Linie um gesellschaftlichen Normen, mit Rollenbildern und mit der eigenen Haltung.


    „Nie, nie, nie“ ist ein ehrliches Buch. Es hat mich an einigen Stellen nachdenklich gemacht und mir das Gefühl gegeben, verstanden zu werden. 


    Eine klare Leseempfehlung für alle, die bereit sind, gängige Selbstverständlichkeiten zu hinterfragen. Personen mit unerfülltem Kinderwunsch sollten sich jedoch bewusst sein, dass diese Lektüre emotional fordernd sein kann. 


  11. Cover des Buches milk and honey - milch und honig (ISBN: 9783957612762)
    Rupi Kaur

    milk and honey - milch und honig

    (98)
    Aktuelle Rezension von: Alrik

    Manchmal braucht es keine langen Geschichten, um etwas im Innersten auszulösen. Genau das habe ich beim Lesen von milk and honey immer wieder gespürt. Rupi Kaur schreibt mit einer unglaublichen Klarheit über Schmerz, Verlust, Liebe, Verletzlichkeit, Wut und Heilung. Ihre Worte sind kurz, aber sie haben Gewicht.


    Besonders gefallen hat mir, dass die Texte nichts schönreden. Manche Zeilen fühlen sich zart an, andere treffen überraschend hart. Dazu kommen die kleinen Illustrationen, die für mich perfekt zu dieser sehr persönlichen und reduzierten Art der Lyrik passen. Es ist ein Buch, das ich nicht einfach nur gelesen habe. Einige Seiten habe ich mehrfach angeschaut, weil bestimmte Gedanken erst einmal nachwirken mussten.


    Nicht jeder Text hat mich gleichermaßen erreicht und genau das gehört für mich zur Ehrlichkeit dieser Sammlung. Manche Gedichte waren mir etwas zu direkt oder zu schlicht, während andere mich dafür umso stärker erwischt haben. Gerade diese Mischung macht das Buch für mich interessant.


    milk and honey ist für mich kein Buch, das man einfach schnell durchliest und anschließend ins Regal stellt. Es ist eher ein stiller Begleiter für bestimmte Momente. Man schlägt es auf, findet vielleicht genau den einen Satz, den man gerade gebraucht hat, und bleibt noch ein bisschen bei ihm.

  12. Cover des Buches Die Schönheit der Nacht (ISBN: 9783426519882)
    Nina George

    Die Schönheit der Nacht

    (210)
    Aktuelle Rezension von: Bumbilou

    Der Roman handelt von Claire, erfolgreiche Verhaltensbiologin, Mutter und verheiratet & von Julie, halb so alt wie Claire und unsicher, was sie sich vom Leben erwartet.

    Das erste Mal treffen die beiden im Flur eines Hotels aufeinander - Julie putzt dort die Zimmer und Claire ist nach einem Treffen mit einem Liebhaber auf dem Weg nachhause.

    Die zweite Begegnung findet in Claires Wohnung statt, denn ihr Sohn ist zum Essen eingeladen um seinen Eltern seine Freundin vorzustellen: Julie.


    In diesem Sommer lernen die zwei Frauen sich selbst besser kennen, entdecken, was für sie "leben" bedeutet und wie sie das Feuer (wieder)finden können. Sie sind leidenschaftlich, verletzlich und mutig.


    Große Leseempfehlung !

  13. Cover des Buches Hot Mess (ISBN: 9783759600080)
    Sophie White

    Hot Mess

    (48)
    Aktuelle Rezension von: Feelblack

    Also ich hab so einiges in Freundschaften erlebt und bin an einem Punkt, wo ich mir selbst die beste Gesellschaft sein kann. Nicht weil ich denke,dass ich besser wäre als andere sondern weil ich dieses verletzen,hintergehen und immer mehr geben als andere nicht mehr will in meinem Leben. In Hot Mess geht es darum. Verschiedene Frauen, verschiedene Geschichten und wie Freundschaft sein kann in allen Facetten. Ich habe am Anfang wirklich sehr gebraucht reinzukommen. Ich musste erst verstehen das die Personen immer wechselten. Ich kann das Buch aber empfehlen. Es war wirklich fesselnd und das vorallem auch so auf die psychischen Probleme eingegangen wurde.

  14. Cover des Buches Nightbitch (ISBN: 9783608986877)
    Rachel Yoder

    Nightbitch

    (82)
    Aktuelle Rezension von: Kathibo

    2.5 | 5 Sternen


    Ich meine zu 90% die Überschrift ernst - erst mit dem Ende konnte ich mich mit dem Gedanken anfreunden, vielleicht doch irgendwann Mutter werden zu müssen/wollen/sollen….
    mein Gott war der Mann grauenhaft. Aber am frustrierendsten war es für mich, dass es oft an mangelnder Kommunikation gefehlt hat. Ja, er schaut nicht links und rechts und ja, sie schluckt ihre Bedürfnisse runter. Beides funktioniert nicht.
    Das Kind … naja, irgendwie ein süßer Fratz, aber erst später im Buch. Zu Beginn musste ich oft durchatmen, um nicht frustriert von einem fiktionalen Kind zu werden.

    Die Idee der „Nightbitch“ hat mir gut gefallen, genauso wie die „Moral von der Geschichte“;)

    [Allerdings bin ich kein Fan von Performance Art, just saying]
    Der Mittelteil war gelinde gesagt sehr sehr langatmig. Obwohl das Buch nun wirklich kein wälzer ist, hatte ich teilweise das Gefühl mich nur durchzuarbeiten, um es beenden zu können.
    Das Ende hat es wieder etwas rausgehauen…

    Ich lese gerne Bücher dieser Art, but this was not it for me! Solide, 


  15. Cover des Buches Die Liebe im Ernstfall (ISBN: 9783257261752)
    Daniela Krien

    Die Liebe im Ernstfall

    (297)
    Aktuelle Rezension von: Meinbuecherregal

    Die Liebe im Ernstfall von Daniela Krien

    🩵

    Ein Highlight 

    .

    Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen.

    .

    Es geht um 5 Frauen. Jeder hat ihre eigene Geschichte. Jede bekommt ihre eigene Kurzgeschichte.

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    Die Schicksale sind traurig, unglücklich und nicht wünschenswert.

    .

    Und trotzdem ist das Buch einfach zu lesen. Ich bin durch die Seiten geflogen. 

    .

    Über zwei Dinge ärgere ich mich: 1. warum lag das Buch solange auf meinem Stapel ungelesener Bücher 2. warum habe ich die „Schmuckausgabe“ aus dem #diogenesverlag ? 😅 ist mir zu klein im Regal und zu klein zum Lesen… ich befürchte ich muss mir das Normal große Buch kaufen… denn ich hätte richtig Lust, dieses Buch nocheinmal zu lesen, um die Überschneidungen der Geschichten zu entdecken.

    .

    5 Sterne ⭐️ 

  16. Cover des Buches Unter dem Herzen (ISBN: 9783499630019)
    Ildikó von Kürthy

    Unter dem Herzen

    (110)
    Aktuelle Rezension von: peedee

    Die Autorin erzählt über die abenteuerliche Zeit als Schwangere und als „neugeborene“ Mutter. Sie wünscht sich eine Bedienungsanleitung für das Kind, denn obwohl Mama und Baby schon viele Monate Schwangerschaft gemeinsam unterwegs waren, verstehen sie einander nicht: Warum weint das Baby? Warum weint es nun nicht? Warum schläft es so lange? Warum will es nicht einschlafen? Wer sagt einem, was normal ist? Ein Sachbuch der etwas anderen Art.

    Erster Eindruck: Ein Sachbuch in Tagebuchform mit vielen Illustrationen von Stefan Werthmüller und Auszügen aus Chats mit Freundinnen – aussergewöhnlich, gefällt mir.

    Das erste Mal musste ich gleich beim Lesen der inneren Klappen in Bezug auf einen möglichen Gast laut auflachen, denn da stand: „Babys Herzchen schlägt, und ich ringe mit mir, meinen Frauenarzt zu bitten, in unser Gästezimmer einzuziehen. Nur zur Sicherheit und bloss für die nächsten acht Monate.“ Ich fand das so eine herrliche Vorstellung, denn ich habe mir als junge Erwachsene immer gedacht, als Schwangere am liebsten spätestens im sechsten Monat in ein Geburtshaus einzuziehen und mich dann die letzten vier Wochen nicht mehr als fünfhundert Meter davon zu entfernen!

    Der Humor der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Es hat so viele amüsante Passagen, die mich zum Lachen gebracht haben. Hier ein paar meiner Highlights:
    - „Schwanger sehe ich nicht aus, sondern verfressen. Ich glaube, meine Taille hatte sich schon wenige Stunden nach der Zeugung von mir verabschiedet.“ (S. 41)
    - „Ich finde, wenn man schwanger ist, sollte man nicht nur Rohmilchkäse, rotes Fleisch, Drogen, Springreiten und das Wühlen in frischem Katzenkot vermeiden, sondern auch das Internet. Wehe, du hast eine winzige Beschwerde, ein leichtes Ziepen, ein minimales Wehwehchen.“ (S. 76)
    Ja, das mit dem Internet kann ich durchaus bestätigen. Aus einem einfachen Schnupfen kann da durch das Googlen und Surfen in Foren kurzum eine lebensbedrohende Krankheit entstehen. „Denn ich als neurotische Erst-Schwangere mit zu viel Internetwissen und überbordender Phantasie kann zurzeit nicht einordnen, was von dem, was da gerade Seltsames mit meinem Körper passiert, nur normal und was tatsächlich Grund zur Sorgen ist.“ (S. 103)
    - „Ich habe zwar davon gehört, dass bereits Frauen vor mir schwanger gewesen sein sollen, aber ich kann nicht anders, als all das für einzigartig zu halten.“ (S. 124)

    Mir hat Johanna, eine gute Freundin der Autorin, sehr gefallen. Sie selbst war zum Zeitpunkt der hier beschriebenen Schwangerschaft bereits zweifache Mutter und hat daher aus ihrem Erfahrungsschatz schöpfen können und Ildikó auch ungeschönte Wahrheiten präsentiert. Vom Humor und Unterhaltungswert hätte das Buch 5 Sterne verdient. Einen Stern Abzug mache ich jedoch für die aus meiner Sicht unnötigen (und uncharmanten) Verweise auf diverse Prominente.

  17. Cover des Buches Alligatoren (ISBN: 9783959673594)
    Deb Spera

    Alligatoren

    (143)
    Aktuelle Rezension von: lili_1302

    „Alligatoren“ von Deb Spera ist wirklich ein mitreißender Roman über drei Frauen, die unterschiedlicher kaum sein könnten und doch so viel miteinander verbindet. Wir begleiten Gertrude, Annie und Oretta in den Südstaaten der 1920er-Jahre und bekommen dabei einen sehr eindringlichen Einblick in eine Zeit, in der das Leben für viele Menschen alles andere als einfach war. Armut, Hunger, Rassismus, Gewalt und die fehlende Selbstbestimmung von Frauen sind nur einige der Themen, mit denen sich das Buch beschäftigt.

    Mich hat vor allem traurig gemacht zu lesen, mit was für Umständen manche Menschen damals leben mussten und zu welchen Mitteln sie greifen mussten, um sich selbst und ihre Kinder zu schützen. Gleichzeitig fand ich es unglaublich bemerkenswert, welche Kraft diese drei Frauen immer wieder aufbringen und wie viel Willensstärke in ihnen steckt. Jede von ihnen trägt ihr eigenes Päckchen und trotzdem geben sie nicht einfach auf.

    Das Buch ist definitiv sehr dramatisch und teilweise auch ziemlich heftig – also wirklich nichts für allzu weiche Seelen. 😅 Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb hat mich die Geschichte gepackt. Die Atmosphäre ist düster, die Schicksale gehen unter die Haut und manche Szenen bleiben definitiv länger im Kopf. Besonders schön fand ich, dass hier nicht einfach nur eine Geschichte erzählt wird, sondern dass man auch viel über eine Zeit erfährt, die man sich aus heutiger Sicht teilweise nur schwer vorstellen kann.

    „Alligatoren“ ist für mich ein Roman über Überleben, Mut, Zusammenhalt und vor allem über drei unglaublich starke Frauen. Keine leichte Kost, aber definitiv eine Geschichte, die Eindruck hinterlässt.


  18. Cover des Buches Regretting Motherhood (ISBN: 9783328109709)
    Orna Donath

    Regretting Motherhood

    (18)
    Aktuelle Rezension von: Lolo_Hmpf

    In Regretting Motherhood geht es um Orna Donaths Analyse der bereuten Mutterschaft anhand von Interviewausschnitten Ihrer Studienteilnehmerinnen.

    Das Thema finde ich sehr spannend, aber - ich weiß nicht, ob es an der Übersetzung liegt - ich konnte mich mit der Erzählstruktur nicht anfreunden. Sehr viele Schachtelsätze und Wiederholungen. Ich bin gedanklich immer wieder abgeschweift oder hab nach der halben Seite gemerkt, dass ich sie zwar gelesen, aber den Inhalt nicht aufgenommen habe. Ich habe auch einige Abschnitte übersprungen.

    Der Interviewanteil hätte höher sein können. Schließlich heißt der Untertitel des Buches "wie Frauen mit einem unerlaubten Gefühl leben". Da bin ich davon ausgegangen, dass man wirklich mehr darüber erfährt, wie der Weg der Mutterschaft der Studienteilnehmerinnen aussieht. Das wird immer nur kurz angerissen.

    Ich denke man hätte das ganze etwas knackiger und weniger umständlich schreiben können.

  19. Cover des Buches Only Margo (ISBN: 9783753001036)
    Rufi Thorpe

    Only Margo

    (182)
    Aktuelle Rezension von: PigletandherBooks

    🥰 Welches Buch hat dich zuletzt total überrascht? 


    Dank xbuchschwesternx bin ich auf „Only Margo“ aufmerksam geworden und auch wenn ich am Anfang noch Zweifel hatte, ob mir die Geschichte zusagen würde, war ich am Ende absolut überzeugt und dankbar, diese Margos Geschichte erleben zu dürfen.

     

    📖 Worum geht es im Buch?

    Margo ist schwanger und ihr Collegeprofessor ist der Vater. Das allein ist schon eine ungünstige Konstellation, als Margo dann aber beschließt das Kind zu behalten ist der Vater weg. Und Margo steht alleine da, ohne Geld und Rückhalt. Ihren Job ist sie los und in dem Moment der größten Not entdeckt sie durch Zufall die Plattform OnlyFans. Der Austausch dort fasziniert sie sofort, die Möglichkeit mit dem Körper selbstbestimmt Geld zu verdienen scheint die Lösung zu sein. Ihr Mitbewohnerin Suzie und ihr Vater Jinx unterstützen sie und schnell wird Margo zu einem kleinen Onlinephänomen. Als plötzlich der Vater des Kindes wieder auftaucht und sie anprangert für ihren Job muss Margo jedoch bangen. Wie viel ist sie bereits aufzugeben? Und was ist ein zu hoher Preis?

     

    💜 Wie hat mir das Buch gefallen?

    Das Buch hat mich von Anfang begeistert, meine Erwartungen waren durch die Empfehlung recht hoch, aber ich wurde auch nicht enttäuscht. Margo als Protagonist war faszinierend, sie wirkt nicht unbedingt sympathisch in jeder Situation aber sie ist sehr realistisch gezeichnet. Man findet sich schnell in ihr wieder als Person und vor allem als Frau in einer Welt die, ob man es wahrhaben will oder nicht, immer noch patriarchale Strukturen hat. Vor allem die Reaktionen aus ihrem Umfeld auf ihre Arbeit bei OnlyFans haben mich richtig wütend gemacht. Der Körper von Frauen wird bis heute fremdbestimmt und bewertet, aber wenn sie ihn vollumfänglich für sich beansprucht, dann wird sie direkt abgestempelt. Ich war teilweise wirklich sehr wütend beim Lesen 😡. Aber genau das hat das Buch ausgemacht, denn neben der Wut gibt es auch viele tolle und witzige Momente. Zum Beispiel dann wenn Margo OnlyFans entdeckt oder wenn sie lernt über sich hinauswächst und für sich einsteht. Für mich ein runde Geschichte mit allem was es braucht! 

  20. Cover des Buches Die Wunderfrauen - Von allem nur das Beste (ISBN: 9783596000708)
    Stephanie Schuster

    Die Wunderfrauen - Von allem nur das Beste

    (133)
    Aktuelle Rezension von: Buchwurm05

    Inhalt:
    Anfang der 60er Jahre läuft Luise Dahlmanns kleiner Laden richtig gut. Zu ihr kommen die Dorfbewohner nicht nur zum Einkaufen, sondern auch zum Tratschen oder auch um von Luise Tipps für die Essenszubereitung zu bekommen. Ihre Schwägerin Marie hat unterdessen 3 Kinder und mit ihnen und ihrer kleinen Landwirtschaft alle Hände voll zu tun. Auch Helga taucht wieder mit ihrem unehelichem Kind auf. Sie ist Frauenärztin und hat eine Stelle in der Klinik von Dr. von Thaler bekommen. Doch es ist nicht alles Gold was glänzt. Alle 3 werden immer wieder vom Schicksal heraus gefordert......

    Leseeindruck:
    Unterdessen sind seit Band 1 einige Jahre vergangen. Die Freundinnen Luise, Marie und Helga haben es durch Mut und Fleiß zu etwas gebracht. Ich war sofort wieder mittendrin. Der Titel "Die Wunderfrauen - Von allem nur das Beste" ist gut gewählt. Die Wirtschaft ist im Aufschwung und auch das Leben wird durch einige neue Erfindungen einfacher. Man merkt die Zeit des Umbruchs. Frauen bekommen immer mehr Rechte. Trotzdem sind sie noch oft von ihren Ehemännern abhängig. Obwohl der Roman eher leichte Kost ist, konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Durch kleinere Andeutungen am Kapitelende und der abwechselnden Erzählweise aus Sicht der jeweiligen Hauptprotagonistin, ist die Zeit wie im Flug vergangen. Interessant fand ich das Contergan Thema, das mit eingeflossen ist. Wie schrecklich muss es für die Frauen gewesen sein, plötzlich ein Kind ohne Arme oder schlimmeres zu haben.

    Fazit:
    Ich bin gespannt wie es weiter geht. Denn "Die Wunderfrauen - Von allem nur das Beste" hört mit einem Cliffhanger auf. Während sich Luise, Marie und Helga zu starken Frauen entwickelt haben, zeigen die Ehemänner in diesem Band ihre schlechteren Seiten. Jetzt freue ich mich, bald den Abschluss der Reihe zu lesen, der dann in den 70er Jahren spielt. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

  21. Cover des Buches Die Tochter – Deiner Vergangenheit entkommst du nicht! (ISBN: 9783404185351)
    Rose Klay

    Die Tochter – Deiner Vergangenheit entkommst du nicht!

    (66)
    Aktuelle Rezension von: kerstinsbooks

    … für mich leider auch zu vorhersehbar, was auf Kosten der Spannung ging.

    Die alleinerziehende Kathi ist nach dem Verschwinden ihres Freundes mit der gemeinsamen Tochter Lucy in ihr Elternhaus und damit in ihren Heimatort zurückgekehrt. Tief traumatisiert von vorerst im Verborgenen, stets nur angedeuteten Erfahrungen im elterlichen Heim, die Kathi von Kindheit an zur Außenseiterin machten, lebt sie einsam im Schatten der Geister der Vergangenheit und fühlt sich ständig kritisch beäugt. Als sie feststellt, dass Lucy an ihrer Grundschule gemobbt wird und dieses insbesondere von zwei Töchtern gerade der Frauen, die auch Kathi ständig das Leben schwer gemacht haben, will sie die Mädchen mit ihrem Verhalten konfrontieren. Durch die neu hinzugezogene Jennifer, mit der sich Kathi schnell anfreundet und verbündet, fühlt sie sich gestärkt. Doch nach einem Gespräch vor der Schule verschwindet eins der Mädchen spurlos und Kathi steht als letzte Kontaktperson im Fokus der Beobachtungen…

    Deutliche Stärken hat diese Geschichte, die sich ernst-und glaubhaft dem Thema Mobbing, beginnend in früher Kindheit über das Erwachsenenalter bis in die nächste Generation, annimmt. Es zeigt auf, welch katastrophale Folgen dieses auf mentaler, psychologischer, gesundheitlicher und vor allem auch gesellschaftlicher Ebene hat. Gleichzeitig hebt sie die Kraft von Freundschaft hervor, die oft dort am stärksten greift, wo man dieses am wenigsten erwartet. Es ermahnt, eigene und fremde Glaubenssätze öfter kritisch zu hinterfragen und lieber der Intuition statt der Masse zu folgen.

    Dennoch war diese Geschichte auf der Spannungsebene etwas enttäuschend. Schnell ahnte ich, worauf die losen Enden hinauslaufen und auch wenn es noch kleine Überraschungen gab, wurden diese zum Schluss schnell abgehandelt. Darüber hinaus hätte ich mir bei den Figuren mehr Tiefe gewünscht. Einige Handlungsmotive und Sichtweisen ließen mich nur stirnrunzelnd weiterlesen… Schade!

    Ich werde aber noch einen Roman der Autorin lesen, denn ich sehe durchaus Potential.

  22. Cover des Buches Gewässer im Ziplock (ISBN: 9783518474440)
    Dana Vowinckel

    Gewässer im Ziplock

    (70)
    Aktuelle Rezension von: sydneysider47

    Worum geht es in dem Buch?
    Margarita lebt mit ihrem Vater Avi in Berlin. Beide sind Juden. Avi ist als Kantor der jüdischen Gemeinde in Berlin tätig. Margarita ist 15 Jahre alt, den Sommer verbringt sie bei der Großmutter in Chicago.
    Doch in diesem Sommer ist alles anders. Margaritas Mutter Marsha, eine Amerikanerin, die in Tel Aviv lebt, hat ihre Tochter nach Israel eingeladen. Die ersten Tage in Israel verlaufen chaotisch, weil Marsha von einem anderen Ankunftstag ihrer Tochter ausging. Marsha zeigt Margarita einige Höhepunkte des Landes Israel.
    In dieser Zeit lernt Avi Hannah kennen. Auch Hannah ist Jüdin. Sie reisen auf die ostfriesische Insel Spiekeroog, um dort einige Tage zu verbringen. Dabei tauschen sie sich über ihr Leben und ihre Ansichten aus.

    Meine Meinung:
    Ich habe das Buch gelesen, weil ich Margarita interessant fand. Ein Teenager, die nach langer Zeit ihre leibliche Mutter wieder trifft, obwohl sie doch lieber den Sommer in Chicago verbringen würde. Die Passagen, die von Margarita und Marsha erzählen, interessierten mich, während ich die Passagen, in denen Avi mit Hannah redet oder andere Dinge tut, nicht spannend fand. Da trat die Handlung oft auf der Stelle.
    Angesprochen haben mich die jüdischen Rituale, wann man was tut – das fand ich gut zu lesen, auch wenn ich durch die vielen Fremdwörter nicht alles verstand. Hinten im Buch gibt es ein Glossar, in dem viel erklärt wird, aber längst nicht alles.
    Fazit: Ein Buch, das man lesen kann, wenn man sich für jüdische Bräuche und das Leben von Juden in Deutschland interessiert. In dieser Art und Weise hatte ich darüber noch nie gelesen. Von mir gibt es vier Sterne.


  23. Cover des Buches Das Tränenhaus. Roman (ISBN: 9783150115787)
    Gabriele Reuter

    Das Tränenhaus. Roman

    (51)
    Aktuelle Rezension von: Wolf-Macbeth

    Der 1908 erschienene Roman "Das Tränenhaus" erzählt von einer unverheirateten Schriftstellerin, die sich zur Entbindung in ein abgelegenes Frauenheim zurückziehen muss.

     Für mich war das kein Buch, das man einfach nebenbei liest. Die Sprache ist alt, teilweise anspruchsvoll, und dazu kommen immer wieder Dialektausdrücke. Besonders wenn Gabriele Reuter das Innenleben ihrer Figuren beschreibt, musste ich manche Sätze mehrmals lesen. Das macht das Lesen nicht immer einfach. Gleichzeitig hat genau das den Roman für mich unglaublich authentisch und lebendig wirken lassen.

    Äußerlich passiert oft gar nicht so viel. Das eigentliche Geschehen findet in den Gedanken, Gefühlen und Erkenntnissen der Figuren statt. Gerade diese psychologische Tiefe hat mich beeindruckt.

    Am meisten beschäftigt hat mich aber, dass Reuter kaum urteilt. Sie zeigt die Menschen und ihre Lebenswirklichkeit, ohne sie nachträglich zu bewerten. Gerade dadurch musste ich beim Lesen immer wieder selbst darüber nachdenken, warum Ausgrenzung, Scham und Ungerechtigkeit für viele völlig selbstverständlich waren.

    Man weiß vieles über diese Zeit. Aber zwischen etwas zu wissen und es beim Lesen zu erleben, liegt ein großer Unterschied. Genau das ist Gabriele Reuter für mich gelungen.

    Ein Roman, der Geduld verlangt, mich dafür aber mit einer außergewöhnlichen psychologischen Tiefe und einem Leseerlebnis belohnt hat, das noch lange nachwirkt.

  24. Cover des Buches Institut für gute Mütter (ISBN: 9783548074634)
    Jessamine Chan

    Institut für gute Mütter

    (161)
    Aktuelle Rezension von: EllenKnorr

    "Institut für gute Mütter" von Jessamine Chan hat mich vor allem nachdenklich gestimmt. In diesem Buch wird die Rolle der Frau auf das "Mutter sein" herunter gebrochen. Die Frauen sollen lernen eine gute Mutter zu werden. Das Buch spiegelt irgendwie die überzogenen Erwartungen der Gesellschaft an die heutigen Mütter wieder. Frei nach dem Prinzip - egal wie man es macht, am Ende ist es doch nicht richtig - 

    Ich fand das Buch gut geschrieben und würde es auf jeden Fall weiterempfehlen. Gerade weil es so realitätsnah und aktuell ist. 

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