Bücher mit dem Tag "mysterythriller"
25 Bücher
- Elizabeth Miles
Im Herzen die Rache
(489)Aktuelle Rezension von: bibliophilaraJeder Leser, der ein Lieblingsgenre hat, kennt wohl das Gefühl, eine Geschichte so oder ganz ähnlich bereits gelesen zu haben. Gerade bei meinem Favoriten, der Jugendliteratur, scheint einiges oft einfach nach Schema F zu verlaufen. Doch „Im Herzen die Rache“ von Elizabeth Miles aus dem Jahr 2013 verspricht sich vom uniformierten Genre abzuheben. Der Jugendroman ist der Auftakt der sogenannten „Furien-Trilogie“ und baut in fast 400 Seiten Elemente aus der griechischen Mythologie, Urban-Fantasy, Thriller und Romance mit ein.
Die sechzehnjährige Emily Winters wohnt mit ihren Eltern in Ascension, einer Kleinstadt im Bundesstaat Maine. Sie ist eine gute und beliebte Schülerin, genauso wie ihre beste Freundin Gabby Dove. Außerdem funkt es gerade zwischen ihr und ihrem Schwarm Zach McCord gewaltig. Es könnte also alles perfekt sein, gäbe es da nicht ein Problem: Zach ist bereits mit Gabby zusammen.
Überhaupt nicht perfekt läuft es bei Chase Singer. Er kommt aus armen Verhältnissen und muss darum kämpfen die Anerkennung seiner Mitschüler zu bewahren. Doch etwas anderes belastet ihn: Er hat einem Mitmenschen unglaublich schreckliche Dinge angetan.
Drei Rachegöttinnen namens Ty, Ali und Meg kommen nach Ascension, um dessen grausamste Bewohner zu bestrafen. Ihre Opfer sind Emily und Chase.Schon in der griechischen Mythologie fanden die Rachegöttinnen, die sogenannten Erinnyen, ihren Ursprung und wurden literarisch immer wieder aufgegriffen, unter anderem auch von Goethe. „Im Herzen die Rache“ besteht aus drei Akten. Dies ist eine Anlehnung an das Drama, die literarische Gattung, die ebenfalls im antiken Griechenland entstanden ist. Nach einem fesselnden Prolog beginnt der erste Akt, in dem die Protagonisten Emily und Chase im Präteritum abwechselnd vorgestellt werden. Der personale Erzähler springt nach einem Kapitel wieder zum jeweils anderen Charakter. Der Leser erhält einen ersten Eindruck der beiden, die außer ihrer Freundschaft zu Zach und ihrem Streben nach Beliebtheit an der Ascension Highschool nicht viel gemeinsam haben. Im zweiten Akt wird der Leser weiter in die Geschichte hineingezogen. Die Masken fallen, die Fassaden bröckeln und es wird schnell deutlich, dass der schöne Schein einiges vertuschen soll. Auch die Protagonisten machen hier keine Ausnahme.
Emily, kurz Em, kommt aus einem reichen Elternhaus. Ihre Eltern sind Ärzte und sie ist ein Einzelkind, das finanziell verwöhnt wird. Dafür fühlt sie sich von ihnen allerdings emotional nicht beachtet genug. Sie lebt den typischen American Lifestyle zusammen mit ihrer besten Freundin Gabby: Shoppen, auf Partys gehen und ihre Mitschüler daten, wobei Gabby dies bis auf den letzten Punkt noch exzessiver auslebt. Doch genau wie dieser Lebensstil, entpuppt sich auch die Freundschaft schnell als oberflächlich. Emily ist schon zu Beginn des Jungendbuches sehr in Zach verliebt, der ihr schon häufiger durch Flirts Hoffnungen gemacht hat. Als Gabby dann in den Urlaub nach Mallorca fliegt, nutzt sie die Gelegenheit und verführt Zach. Sympathiepunkte konnte sie damit nicht bei mir sammeln. Emily beweist, was für eine miserable Freundin sie ist und auch wenn sie gelegentlich das schlechte Gewissen plagt, zieht sie ihr Vorhaben durch. Obwohl sie das typische Lästermaul ist, zeigt sie zwischendurch immer wieder Intelligenz und Mitgefühl für ihre Schulkameraden und demonstriert, dass sie das Potenzial empathisch zu sein, durchaus besitzt.
Chase dagegen wohnt mit seiner verwitweten Mutter in einer Wohnwagensiedlung am Stadtrand. Er schämt sich so sehr für seine sozialen Verhältnisse, dass er diese um jeden Preis vertuschen will, indem er für Markenkleidung spart und niemanden zu sich nach Hause lässt. Nichts ist ihm wichtiger als von seinem Umfeld respektiert und gemocht zu werden, was einerseits seine Charakterlosigkeit zeigt, andererseits aber auch die mangelnde Zuwendung in seiner Kindheit. Mädchen müssen in seinen Augen vor allem gut aussehen und nett lächeln, damit er sie stolz seiner Footballmannschaft vorführen kann. Auch er ist also alles andere als ein Sympathieträger. Trotzdem hat es mir wahnsinnig gut gefallen, dass Miles Figuren mit solchem Tiefgang entwickelt hat. Sie folgen nicht dem typischen Schwarzweiß-Schema, das in so vielen Jugendbüchern umgesetzt wird, sondern wirken zwar nicht liebenswürdig, aber menschlich. Mein absoluter Lieblingscharakter ist JD Fount, Emilys bester Freund.Dass ich die Protagonisten nicht wirklich ins Herz schließen konnte, sorgte jedoch dafür, dass sich mein Mitleid mit den Opfern der Furien in Grenzen hielt, sondern ich eher mit den außergewöhnlichen Antagonistinnen sympathisierte. Hießen sie im antiken Griechenland Tisiphone, Alekto und Megaira, nennen sie sich hier Ty, Ali und Meg. Tisiphone ist die Göttin der Rache, wodurch sich auch der Buchtitel ableiten lässt. Alle drei sind wunderschöne junge Frauen, die eine knisternde Aura umgibt, sodass sie als nicht von dieser Welt erscheinen und Menschen schnell in ihren Bann ziehen.
Auch ich wurde in den Bann von Miles‘ Schreibstil gezogen. „Im Herzen die Rache“ spielt im tiefsten Winter. Der Schnee liegt zentimeterhoch und die Sonne scheint täglich nur wenige Stunden. Zwar merkt man an der einfachen Sprache deutlich, dass die Zielgruppe jugendlich ist, jedoch gelingt der Autorin es wunderbar die trügerische Idylle und finstere Bedrohung Ascensions atmosphärisch zu vermitteln. Auch das Tempo ist perfekt gewählt. Ich hatte nie das Gefühl Längen zu erleben oder zu sehr durch die Geschichte gehetzt zu werden.
Der dritte Akt bildet, wie bei Dramen so üblich, den Höhepunkt der Geschichte. Er beginnt mit einem Schockmoment und ab diesem Zeitpunkt wirkt die Kleinstadt noch finsterer und gefährlicher als zuvor. Das Ende ist so spannend, wie es für mich in diesem Jahr noch kein anderes Jugendbuch war. Einige Fragen werden beantwortet, manche dagegen offen gelassen, die mich förmlich dazu zwingen die Fortsetzung zu lesen. Gerade das letzte Kapitel, Nummer 26, hat mich extrem in seinen Bann gezogen und ich will unbedingt wissen, wie es weitergeht.
„Im Herzen die Rache“ hat meine Aufmerksamkeit wegen seines Covers auf sich gezogen, aber auch der Inhalt konnte mich sehr überzeugen. Miles ist es tatsächlich gelungen, ein düsteres und bedrohliches Jugendbuch zu schaffen, das sich in zahlreichen Punkten von der einheitlichen Masse distanziert, wodurch es deutlich unvorhersehbarer wird. Einziges Manko ist, dass das Mitfiebern aufgrund von mangelnder Sympathie, vor allem mit Chase, fehlte und man das Geschehen teilweise eher als neutraler Beobachter verfolgt. Trotzdem kann ich den Auftakt der Furien-Trilogie allen empfehlen, die keine Lust mehr auf die standardisierte Jugendliteratur haben und offen für Neues sind. Ich gebe „Im Herzen die Rache“ vier von fünf Federn.
- Antje Wagner
Vakuum
(132)Aktuelle Rezension von: supersusiUm 15h07 bleibt die Zeit stehen und alle Menschen und Tiere sind verschwunden. Nur hier und da wacht ein Jugendlicher auf und findet diese veränderte Welt vor. Durch geheimnisvolle Botschaften scheint es Verbindungen zueinander zu geben. Das Buch springt von einem Jugendlichen zum anderen hin und her und verrät immer etwas mehr über dessen Leben und Schicksal. Das macht das Buch sehr spannend. Ebenso, wie das Verschwinden der Menschen. Ich habe das Buch, welches ich nur anlesen wollte, um zu entscheiden, ob es mit in den Urlaub genommen wird (und im Nu war ich auf Seite 100), regelrecht verschlungen.
Die Spannung bleibt das ganze Buch hindurch erhalten bis zum spannenden Schluß. Allerdings wird nur ein Teil erklärt und nicht das warum und wieso. Auch woher der Nebel kommt, was ihn speziell diese Teenager aussuchen lässt, wohin er verschwindet und wer oder was ihn steuert bleibt ein Geheimnis. Dennoch finde ich das Buch sehr lesenswert und empfehle es weiter. Gerade für Jugendliche, die etwas zu verarbeiten haben, ist es sicher toll.
- Andreas Eschbach
Teufelsgold
(144)Aktuelle Rezension von: MeryGrapeAm Anfang fand ich es noch ganz interessant, auch die Einblicke in die frühere Zeit. Etwa ab der Hälfte begann mich die Geschichte zu langweilen. Der Protagonist wurde immer unsympathischer, ich dachte, mehr geht gar nicht. Irgendwie hat mir was gefehlt und das kam einfach nicht. Für mich das schlechteste Buch von Eschbach.
- Saskia Calden
Der stille Feind
(33)Aktuelle Rezension von: Mel09Als Anika vom Tod ihres siebenjährigen Sohnes Sebastian erfährt,weigert sie sich daran zu glauben. Es gibt so vieles was dagegen spricht. So vieles was unmöglich erscheint. Warum begegnen ihr plötzlich Situationen von denen sie zuvor geträumt hat? Vor wem hatte ihr Sohn Angst? Was verheimlicht ihr Mann? Fest davon überzeugt das Sebastian noch lebt, macht sie sich auf die Suche nach ihm und muss bald feststellen daß jemand ihren Tod will....
Mal ein ganz anderer Thriller von ihr. Der Schreibstil wie immer super und man fliegt durch die Seiten und kann nicht aufhören zu lesen.
Die Mischung aus mystischem und realem hat mir gut gefallen. Es war von Anfang bis Ende spannend. Auch wenn ich irgendwann geahnt habe wer da vielleicht mit drin stecken könnte, habe ich es so nicht kommen sehen.
Der parapsychologische Aspekt war total interessant und das Thema fesselt einen, man fragt sich ständig ob das vielleicht möglich ist. Ich bin überzeugt davon das unser Gehirn zu mehr Dingen fähig ist, als man annimmt oder bzw bis jetzt weiß.
Die Protagonistin war vielleicht etwas naiv und neugierig, aber der Glaube daran das ihr Sohn nicht tot ist und die Träume eine Bedeutung haben macht sie sehr sympathisch und man fiebert und hofft die ganze Zeit mit ihr mit.
Das war jetzt mein 6 Buch von ihr und keins hat mich enttäuscht.
Ich freue mich jetzt schon auf das nächste Buch was ich von ihr lesen werde.
Zwar kein normaler Thriller aber definitiv wert zu lesen. Ganz klare Leseempfehlung
- S. K. Tremayne
Die Klippe - Ort ohne Wiederkehr
(19)Aktuelle Rezension von: LadybugNachdem ich bereits „Eisige Schwestern“ und „Die Stimme“ von S. K. Tremayne gelesen hatte, war ich gespannt auf seinen neuen Thriller – und wurde wieder in eine düstere, atmosphärische Welt gezogen.
Die forensische Psychologin Karenza Bray wird mit einem rätselhaften Todesfall konfrontiert: Die Mutter zweier Kinder wurde tot an den Klippen Cornwalls gefunden. Die Geschwister beschuldigen sich gegenseitig, und auf dem Familienanwesen Baldhu House scheint ohnehin nichts mit rechten Dingen zuzugehen. Geistererscheinungen, Familiengeheimnisse und eine düstere Vergangenheit rund um die kornischen Minen sorgen für ordentlich Spannung.
Besonders gefallen haben mir die eigenwillige und sympathische Karenza, die vielschichtigen Charaktere und das eindrucksvoll beschriebene Cornwall. Die gruselige Atmosphäre empfand ich als beklemmend, düster und geheimnisvoll. Gerade das Zusammenspiel aus Psychologie, Familiengeschichte und übersinnlichen Elementen hat für mich den besonderen Reiz ausgemacht.
Es gab leider ein paar Längen und manche Entwicklungen waren für mich auch etwas vorhersehbar, trotzdem blieb aber der Spannungsbogen erhalten und ich wollte wissen, was wirklich hinter den Geheimnissen steckt.
Insgesamt ein atmosphärischer Psycho-Thriller mit einem Hauch von Grusel, interessanter Protagonistin und viel Potenzial für weitere Fälle. Nach diesem Auftaktband darf mich Karenza gerne noch einmal nach Cornwall mitnehmen.
- Mikkel Birkegaard
Die Bibliothek der Schatten
(184)Aktuelle Rezension von: Elli64Die Bibliothek der Schatten von Mikkel Birkegaard,
John Campelli hat das Zeug zu einem sehr erfolgreichen Anwalt aufzusteigen. Wenn er im Gericht das Wort ergreift, gibt es niemanden, der nicht völlig gebannt zuhört. Man könnte glauben, dass er eine besondere Kraft in seiner Stimme hat, oder er ist ein begnadeter Rhetoriker. John steht kurz vor seinem Durchbruch, denn er bekommt einen der wichtigsten, aber auch schwierigsten, Fälle zugeteilt. Dadurch hofft er endlich Teilhaber werden zu können. Doch plötzlich kommt ihm ein familiäres Ereignis da wischen, denn sein Vater, Luca, verstirbt und John muss sich um den Nachlass, ein kleines Antiquariat, kümmern. Er fährt hin und möchte es so schnell wie möglich verkaufen, denn sein Vater hatte ihn vor vielen Jahren fortgeschickt und jeglichen Kontakt abgebrochen.
Das Antiquariat birgt mehr Geheimnisse, als John je geahnt hat.
Bei seinem Eintritt ins Antiquariat fühlt John sich wieder wie ein Kind. Es steht immer noch der beste Freund seines Vaters, Iversen, hinter der Kasse und auch sonst sieht es fast wie früher aus. Während John in seinen schönen Erinnerungen seiner Kindheit schwelgt, denn diese war schön, bis seine Mutter plötzlich starb, versucht Iversen ihn zu überreden nicht zu verkaufen, denn erst sollte er alles über die Libri di Luca erfahren. John ist aber schon längst von der Atmosphäre gefangen und erklärt sich bereit, Iversen und einer weiteren Angestellten zuzuhören. Er erfährt, dass es Menschen mit einer besonderen Begabung des Lesens gibt, und das sowohl sein Vater und auch er selbst diese Begabung besitzen. Diese Menschen haben sich immer im Libri de Luca getroffen um gemeinsam zu Lesen und die Welt ein kleines bisschen besser zu machen. Eine kleine Lesung der Drei als Beweis lässt einen zu tiefst erschütterten John zurück. Und das ist erst der Anfang, wenn John geahnt hätte, was noch auf ihn zukommt, wäre er wohl nie zurück zu seinen Wurzeln gekehrt, denn da wo Gutes getan wird, ist oft das Böse nicht fern.
Fazit
Ich finde schon das Cover und den Titel sehr ansprechend. Nur deshalb habe ich es überhaupt gelesen. Der Schreibstil ist sehr flüssig und ich fand ihn angenehm zu lesen. Das Buch ist spannend ohne reißerisch zu sein. Ich fand die Charaktere überzeugend und auch die Story gut durchdacht. Es fängt sehr seicht an, aber wird im Laufe immer magischer. Ich finde ja auch, dass Lesen etwas Magisches hat und hier hat der Autor diese Magie auf einen anderen Level gehoben. Ein sehr schönes Buch, mit Spannung ohne Blut und Gewalt, das für gute Unterhaltung sorgt.
- Jennifer McMahon
Winter People - Wer die Toten weckt
(240)Aktuelle Rezension von: jess_nixxPuhhh, das war anstrengend und hätte ich es nicht im Rahmen einer Challenge gelesen, hätte ich dieses Buch ungefähr bei Seite 190 spätestens abgebrochen. Der Anfang war für mich sehr verwirrend, mit den zeitlichen und perspektivlichen Sprüngen, aber das alleine hätte mich wohl eher nicht abgeschreckt. Denn obwohl es einerseits schon irgendwie interessant ist was da passiert, ist es gleichzeitig für mich extrem langweilig umgesetzt worden. Hier passiert nicht mal ansatzweise, was dem Leser im Vorfeld suggeriert wird. Ist an sich nicht schlimm, ich mag es überrascht zu werden. Wenn es sich denn positiv auswirkt. Hier fehlt es mir an allem. Null Spannung, kaum Bindung zu den Charakteren, weil die Tiefe fehlt, langatmige, teilweise unnötiges ausschmücken des Geschehens oder der Beschreibungen, wo es für mich an anderer Stelle aber genau daran gefehlt hat. Es hätte so schön gruselig, mystisch und spannend sein können. Aber bis auf einen Hauch Mystik gab es leider nichts was mich überzeugt hätte. Erst die rund letzten 50 Seiten haben etwas Spannung aufgebaut, die aber nur mäßig genutzt wurde. Auch das Ende lässt mich mit zu vielen offenen Fragen eher unbefriedigt zurück.
Fazit: Leider bleibt diese Geschichte weit hinter meinen Erwartungen zurück und ich musste mich oft zwingen mich durch die Seiten zu kämpfen. Und auch wenn die verschiedenen Handlungsstränge zum Ende hin gut zusammengeführt werden, fehlt es mir insgesamt an Tiefe, Spannung, Grusel und Gänsehaut. Am Ende habe ich zu viele "und was ist mit ..." Fragen im Kopf. Alles in allem muss ich leider sagen, dass dieses Buch wohl der Flop des Jahres für mich ist...
- Kathrin Lange
Herz zu Asche
(134)Aktuelle Rezension von: Zuzanna_Kinga_BerentIch habe mit allem gerechnet beim lesen aber nicht mit so einem Ende.
Ich bin wirklich froh die Reihe gelesen zu haben obwohl ich mich anfangs dagegen gewehrt habe.
Die Geschichte ist wirklich schön und der schreibstill ist wirklich gut ich kann die Geschichte wirklich jedem weiter empfehlen jeder der ein Gefühls Chaos braucht ist damit genau richtig.
- April Genevieve Tucholke
Fürchte nicht das tiefe blaue Meer
(100)Aktuelle Rezension von: Kitty_Catina
Und wieder einmal habe ich mit diesem Buch eines von meinem SuB befreit, welches dort schon viel zu lange herumstand. Letztendlich bin ich auch froh, dass ich es nun endlich gelesen habe und werde es auch aussortieren, denn leider war es größtenteils nichts für mich.
Das Buch besticht dabei durch ein wunderschönes, verwunschen und mysteriös wirkendes Setting, bei welchem einfach alles sehr ästhetisch zusammenpasst. Das alte, verwachsene Anwesen der Whites am Meer, der Wald ringsherum, das verschlafene Städtchen, der Friedhof als auch die gesamte, düstere Stimmung wirken sehr märchenhaft und verzaubert, was auch zur Grundhandlung der Geschichte passt.
Diese ist jedoch, bis auf kleine, etwas packendere Stellen, leider relativ langweilig und zieht sich dadurch trotz ihrer noch nicht einmal vierhundert Seiten ziemlich, plätschert oftmals nur vor sich hin. Dabei gab es einige Themen, die man hier viel besser und viel spannender hätte erzählen können, indem man diese mehr aufbaut und dafür andere Dinge weglässt. Außerdem kam ich ziemlich schnell darauf, was es mit River auf sich hat, selbst, wenn auch hier wieder nicht allzu tief gegangen wurde.
Allerdings konnte man das von Violet nicht behaupten. Sie war nämlich eine echt komische Protagonistin, leichtgläubig, naiv und kindisch. Manchmal hat mich ihre Sorglosigkeit schon ziemlich genervt. Versteht mich aber nicht falsch, denn ja, sie hinterfragt Dinge, überlegt auch einigermaßen viel und ist auch mal sauer, aber es scheint fast durchgängig so, als würde das alles keine Früchte tragen. Dabei hätte auch sie super interessant sein können, denn sie ist anders als andere Mädchen in ihrem Alter, wobei hier ebenfalls wieder das gewisse Etwas gefehlt hat.
Die restlichen Charaktere waren so weit zwar okay, aber ich könnte sie wahrscheinlich in einer Woche schon nicht mehr beschreiben. Außer vielleicht Sunshine, denn die ging mir, wenn sie mal auftauchte, mit ihrem Verhalten schon sehr auf die Nerven, aber ich denke, das sollte bei ihr so sein. Und auch den kleinen Jack werde ich wohl nicht ganz so schnell vergessen, denn er war wirklich niedlich und seine Geschichte hat mich noch am meisten berührt. Die andern alle waren jedoch recht flach, nicht sehr charismatisch oder eindrücklich geschrieben, nicht einmal River.
Ebenfalls konnte ich die zwischenmenschlichen Beziehungen in diesem Buch nicht so richtig verstehen. Eltern lassen ihre Kinder ohne Geld wochen- oder gar monatelang allein, ohne, dass es jemanden juckt? Violet lässt sich von ihrem Bruder und Sunshine in den Schrank sperren und behandelt letztere dennoch wie eine Freundin? Und warum interessiert sich niemand für einen Minderjährigen, dessen Vater gerade gestorben ist und der plötzlich einfach woanders wohnt?
Für mich war dieses Buch jedenfalls recht verwirrend und ich muss sagen, ich war froh, als ich es endlich beendet hatte. Wäre das Setting nicht so toll gewesen und hätte ich nicht zumindest noch ein spannendes Finale erwartet, ich wüsste nicht, ob ich es nicht sogar abgebrochen hätte. Weiterempfehlen würde ich es nicht, aber wer weiß, vielleicht gefällt es dem ein oder anderen aber auch wirklich gut.
- Blake Crouch
Psychose
(157)Aktuelle Rezension von: InisPsychose von Blake Crouch hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Der Anfang war richtig stark und hat mich sofort gepackt. In der Mitte hat die Geschichte für mich allerdings deutlich nachgelassen. Teilweise war es ziemlich langatmig und ich hatte das Gefühl, dass nicht wirklich etwas passiert. Ich war tatsächlich kurz davor, das Buch abzubrechen.
Zum Ende hin wurde es dann aber wieder richtig gut und spannend. Auch die Kreaturen fand ich plötzlich richtig interessant und super umgesetzt. Inhaltlich geht es um den Agenten Ethan Burke, der nach einem Unfall in der merkwürdigen Kleinstadt Wayward Pines landet und dort versucht herauszufinden, was eigentlich vor sich geht.
Trotz der etwas zähen Mitte bin ich froh, weitergelesen zu haben, das Ende hat mich wieder komplett abgeholt.
- Simone St. James
Die schwarze Frau
(91)Aktuelle Rezension von: TobieVermont 1950. Idlewild Hall ist ein Ort für Mädchen, die keinen anderen Platz in der Gesellschaft haben. Abends erzählen sich die Schülerinnen Schauergeschichten von der »schwarzen Mary«. Doch als eines Nachts eine von ihnen unter mysteriösen Umständen ums Leben kommt, wird der Schrecken real. 2014 ist das Internat eine Ruine, aber die Journalistin Fiona Sheridan kann nicht von Idlewild Hall lassen: Hier wurde vor 20 Jahren ihre Schwester ermordet. Als man bei Renovierungsarbeiten eine weitere Mädchenleiche findet, beginnt Fiona zu recherchieren. Dabei rührt sie an dunkle Geheimnisse, die besser für immer verborgen geblieben wären . . . (Klappentext)
Der Titel ist irreführend. Es geht in erster Linie um das Leben von Fiona und die beiden Morde, deren Begleitumstände von unterschiedlichen Personen gefühlt immer und immer wieder erörtert und zusammengefasst werden ohne dass dabei irgendwelche neuen Erkenntnisse preisgegeben werden. Mysteriös würde ich sie auch nicht bezeichnen. Ich empfinde den Roman als sehr ermüdend und habe irgendwann begonnen mich durch die Seiten zu ackern. Als es im letzten Viertel endlich vorwärts geht mit der Handlung hatte ich bereits kein Interesse mehr an der Auflösung. Zudem finde ich sie dann auch unbefriedigend weil sie mir an den Haaren herbei gezogen vorkommt.
Einzig positiv kommen die Charaktere daher, die sowohl mit einer komplexen Vergangenheit als auch mit einer vielschichtigen Persönlichkeit ausgestattet wurden.
- Katharina V. Haderer
Das Hotel - ein Mysterythriller
(76)Aktuelle Rezension von: MadiebooksIch hatte mich sehr gefreut auf dieses Buch da die Inhaltsangabe sehr vielversprechend war. Am Anfang war das Buch auch echt gut mit Ihren ganzen Geheimnissen. Aber um so länger ich gelsen habe um so mehr stellte ich mir die Frage was hat das alles mit einem verschwunden Mädchen zu tun. Es war nicht mehr present. Das Buch zog sich auch viel zu lange hin und die ständigen wiederholungen. Am Ende ist das total in die Since Fiction gegangen.
- Jay Bonansinga
Die Eismumie
(50)Aktuelle Rezension von: Dias89Die Story war sehr spannend. Hatte das Buch wegen des tollen Schreibstils schnell durch. Auch gab es immer Spannung und kein Abflachen der Story. Wer Mystisches und Mysteriöses mag, wird dieses Buch lieben.
- Yves Patak
DER SCREENER - Teil 2
(30)Aktuelle Rezension von: ShelliDer Schreibstil ist ebenfalls bildhaft, spannend und fesselnd, man möchte das Buch garnicht mehr aus der Hand legen. Es werden vom Autor verschiedene Erzählperspektiven in das Buch verpackt und das Buch wird aus den unterschiedlichen Blickwinkeln erlebt. In diesem Teil wurden auch unterschiedliche Zeitsprünge eingebaut, wodurch der Leser nur Häppchenweise wie es mit den Figuren im Buch weitergeht. Die Spannung wird dadurch noch weiter erhöht.
Es wurde erneut vom Autor detailreich und authentisch gearbeitet, auch die magischen Aspekte sind glaubwürdig und man kann in das Buch komplett abtauchen.
Eine unglaublich gute Fortsetzung, die süchtig macht. Die Spannung ist bereits ab der ersten Seite spürbar und baut sich immer weiter auf, bis zum großen Showdown. Doch auch diesmal lässt das Buch das Ende ein wenig offen und diesmal hoffe ich sehr das es noch ein 3. Teil geben wird. - Ella Blix
Der Schein
(70)Aktuelle Rezension von: BuchpfoteAllgemein:
Ella Blix ist das Autorinnenduo um Antje Wagner und Tania Witte, die bereits zwei Jugendromane beim Arena-Verlag veröffentlichten. Darunter die im Jahr 2018 erschienene Geschichte der jungen Alina. Von ihrem Vater auf die viel zu ruhige Ostseeinsel Griffiun geschickt, um 6 Monate das Internat Schloss Hoge Zand zu besuchen, reagiert sie alles andere als begeistert. Alina will nur eins, zurück nach Berlin. Doch es heißt es Augen zu und durch. Was sie allerdings nicht erwartet hat, sind die merkwürdigen Ereignisse und Regeln auf Griffiun. Warum darf man das Naturschutzgebiet nicht betreten? Was ist das für ein blitzewerfendes Schiff mitten in der Nacht? Was steckt hinter dem neuen Kioskbesitzer und der heimlich Camperin? Fragen, denen Alina mit den „Lonelies“, ihren neuen Mitschülern, auf den Grund gehen will.
Mein Bild:
„Der Schein“ lag über 2 Jahre auf meinem SUB, eine echte Schande, wenn ich bedenke, wie gut mir die Geschichte um Alina und vieles mehr gefallen hat. Doch erst einmal von vorn. 2018 hatte ich das Buch auf der LBM ergattert, natürlich nach einer Lesung der Autorinnen inklusive Signiermöglichkeit, ist ja wohl logisch. Irgendwie klang es spannend und der Klappentext wahrte eindeutig mehr den „Schein“ (haha, Wortspiel!) als das er viel preis gab. Dass ich zudem völlig in dieses Cover verliebt bin, brauch ich wohl nicht sagen. Gold auf schwarzem Untergrund geht immer und eh ich mitbekommen habe, dass dieser verschlungene Nebel ein Wort bildet...Meine Überraschung war groß.
Auf 470 Seiten erzählen Antje Wagner und Tania Witte mir, wie die bald 16-jährige Alina von ihrem „Pa“ auf die Ostseeinsel Griffiun geschickt wird und bereits die ersten Sätze verrieten, dass sie nicht viel davon hält. Generell habe ich wirklich herzlich geschmunzelt über manche Situation, die Alina erlebte. Der Schreibstil in Ich-Perspektive hatte genau den jugendlichen Slang, den es brauchte, um locker zu sein. Glücklicherweise nicht in einer dämlichen Art und Weise, sondern bildlich, emotional und glaubhaft. Was ich damit sagen sollte: Mein Herzchen fieberte mit und zauberte mir mit mancher Andeutung auf Game of Thrones oder Harry Potter ein Glitzern in die Augen.
Obwohl die Protagonistin es mir eingangs echt schwer machte. Ich mochte sie nicht. Alina kam rüber wie eine verwöhnte Göre, die jede Person, die sie sah in eine Klischee-Schublade schob. Dazu unnahbar, arrogant und für ein Mädel aus Berlin absolut nicht weltoffen. Für sie gab es nur wenige Menschen, die zählten, der Rest viel hinten runter. Sie war echt unfair, ließ den Menschen keine Chance an sie ran zu kommen. Jedoch war das ein guter Ansatz, um mich als Leserin selbst zu fragen, was ich in einer Situation gemacht hätte, in der ich nie landen wollte? Mit knapp 16! Ich muss daher echt zugeben, dass sie mich nicht nervte, ich wollte einfach wissen, wie sie sich im Verlauf veränderte. Denn das musste doch so kommen.
Und Griffiun? Eine Ostseeinsel mit knapp 600 Einwohnern, Solarautos, Naturschutzgebiet, Touristenkutschen und einem Internat in einem richtigen Schloss. Und wow, fand ich das Setting toll. Mal abgesehen davon, dass ich ein Ostsee-Freund bin, haben Ella Blix genau die richtige Atmosphäre geschaffen. Schon allein die Beschreibung des Schlosses, die Regeln dazu, so stellte ich es mir vor, ebenso wie die Nächte, die unvergleichlich dunkel und voller Sterne sind und einem Wind, den man nur von der See kennt. Ich als Großstadtkind konnte gut nachempfinden, wie Alina sich fühlte.
Die Handlung wurde durch viele Aspekte dominiert, wie unter anderem das bereits angesprochene Schubladendenken, ebenso wie Trauerbewältigung oder ganz besondere Mysterien der Insel. Ich glaube „Ausbrechen“ ist der richtige Ausdruck, um den weiteren Verlauf zu beschreiben. Hier kommt der Titel so oft ins Spiel: Man sollte den Schein nicht wahren, denn der Schein kann trügen. Mir wurde das Zusammenspiel aber erst viel später wirklich bewusst. Echt gut gemacht.
Dank der „Lonelies“ schwamm Alina bald in Gefilden, die die richtigen Vibes hatten. Denn die Gruppe von Jugendlichen sprühte nur so vor Vielfalt und Dynamik. Ich möchte nicht zu viel verraten, denn ihr solltet die Vier und auch die Nicht-Internatsschülerin Cara selbst kennenlernen. Sie geben der Geschichte nicht nur Vertrauen und Freundschaft, nein, mit einem weiteren Handlungsstrang werden sie zu wahrhaften Detektiven, deren einzelne Charaktereigenschaften sich entweder gar nicht für einen Fall oder erst recht dafür eignen. Im Übrigen gibt es am Anfang einen Aufhänger zum ersten Auftreten der Lonelies, der sich auf ihre vollen Namen und das Schubladendenken bezieht, bei dem ich mich im Endeffekt selbst erwischt habe, wie weit weg meine Erwartungen von dem wirklichen Bild der Personen waren. Touché!
Nichtsdestotrotz muss ich sagen, dass ich wahnsinnig viel vorausahnte, gedanklich schneller war als Alina und mich manchmal wirklich fragte, warum sie nicht einfach die Fakten zusammennahm. Lustigerweise gab es auch Dinge, die ich wieder verwarf aufgrund des einfachen Gedanken „Nee, das kann nicht sein“, um sie später wieder auszupacken. Denn der Plot ist mysteriös, geheimnisvoll und wirft viele Fragen auf. Ich meine, die Legende des dunklen Schiffs klingt nicht nur spannend, sie ist es auch. Außerdem arbeiteten die Autorinnen mit vielen Einschüben in Form von Alinas Tagebucheinträgen, die ihre Vergangenheit und die Trauer um ihre Mutter einwoben. Das ging schon ans Herz und es hing wirklich offensichtlich alles miteinander zusammen. Nur wie, das war die riesen Frage (die ich hier natürlich nicht beantworte).
Der Showdown, die ultimative Auflösung, die Antworten auf all meine und Alinas Fragen lief in eine Richtung, die ich mal wieder irgendwie ahnte, aber nicht wollte. Wie soll ich es am besten ausdrücken? Das Ende nimmt eine neue Möglichkeit in die Geschichte auf, an die vorher nicht zu denken war oder ich es nicht wollte. Ich bin zwiegespalten. Einerseits lösen sich so alle Stränge sauber auf ohne ein typisches Jugendbuchende zu haben. Andererseits ist mir der Cut bzw. Wechsel zu heftig gewesen, um mich darauf einzulassen. Das Schöne ist, Alina und ich fühlten dabei ähnlich. Das noch Schönere ist, dass wir Beide auf den letzten Seiten Zeit bekamen das Gefühl zu verarbeiten.
Fazit:
„Der Schein“ ist ein Jugendroman, der mehr beinhaltet als man ahnt. Es wird mysteriös, kriminalistisch, spaßig, gefühlvoll, vorausschauend und dann wieder überraschend. Folgt Alina und den Lonelies auf Griffiun – auch wenn ich mit Beginn und Ende warm werden musste.
- Rafael Ábalos
Die Formel des Bösen
(4)Aktuelle Rezension von: lucatrkis„Formel des Bösen“ war in drei Teile gegliedert, welche wiederum drei verschiedene Handlungsstränge abwechselnd verfolgten: die fünfzehnjährigen Astronautenanwärter Beth und Nicholas der EEJA beim Erkunden eines in London angesetzten Videospiels, das ihnen im Internet zugespielt wurde und seltsam eng mit der Realität verknüpft war, den Ermittler Aldous Fowler mit seiner Partnerin Lieutenant Taylor vom FBI auf der Suche nach dem als „Zauberkünstler“ betitelten Mörder, welcher mehrere renommierte Wissenschaftler umgebracht und ihnen das Gehirn entnommen hatte, sowie die Gegenseite. (SPOILER) Deren Perspektive gestaltete sich zunächst in Form eines von der hinter den Morden steckenden Geheimgesellschaft in einem dunklen Verlies gefangen gehaltenen Mann, ab Teil zwei als Sicht des Anführers des seit dem Mittelalter bestehenden Bundes, welcher Aldous Fowlers Schwester näher war, als es ihm lieb sein konnte. (SPOILER ENDE)
So sehr ich mich auf die Geschichte gefreut hatte, war mein Einstieg zunächst holprig: Beth und Nicholas boten mir wenig Möglichkeit zur Identifizierung, weil sie einerseits total intelligent und computeraffin (unnahbar für mich), andererseits aber fast schon zu kindlich-naiv waren. Auch mit den Kapiteln des in der Kammer gefangenen Mannes konnte ich erst einmal nicht viel anfangen, obgleich sich die drei Handlungsstränge gottlob rasch abwechselten, weshalb es zu keinen unangenehmen Längen kam.
Mit der Zeit, vor allem ab Teil zwei, der nach rund hundert Seiten folgte, kamen mir Beth und Nicholas näher, desgleichen fand ich die Sicht des Geheimbundführers deutlich interessanter als die redundanten Gräuelbeschreibungen im Verlies. Die Spannung wurde zunehmend angezogen, wodurch ich eigentlich bis zum Ende gefesselt war.
Sehr nett fand ich, dass Hinweise, die die Charaktere fanden, häufig als Symbole oder Illustrationen/Gemäldeabdrucke auf den Buchseiten zu finden waren. Nicholas und Beth wurden im Computerspiel zwar ständig angegriffen, ohne sonderlich häufig verwundet zu werden oder gar zu sterben und teilweise wirkte die digitale Welt zu realistisch (ich glaube, einmal schilderten die Kinder sogar Gerüche), aber das störte mich nicht sonderlich. Vielleicht erklärt das die Einordnung als Fantasy auf dem Cover, welche ich mir sonst nicht erklären kann.
Als Deutscher wird man bei dem Plot zwangsläufig an Ursula Poznanskis „Erebos“ denken, abgesehen von dem in das echte Leben übergreifenden Videospiel gab es trotz London als gleiches Setting indes kaum Parallelen.
Mehrmals wurde der junge Gelehrte Grimpow aus dem Mittelalter erwähnt, welcher (SPOILER) das „Manuskript der kosmischen Wunder“ geschrieben haben soll, ferner war die Quelle des Mysteriums, um die sich die Suche der Kinder und der Geheimgesellschaft drehte, anscheinend nichts anderes als der Stein der Weisen. (SPOILER ENDE) Daher frage ich mich, inwieweit sich die Handlung mit dem anderen auf Deutsch erschienen Buch des Autors – tatsächlich genau „Grimpow“ betitelt – überschneidet. Leider ist davon der zweite Teil nicht übersetzt worden.
Das Ende von „Formel des Bösen“ war jedenfalls sehr rund. (SPOILER) Das Einzige, was mich störte, war, dass nicht geschildert wurde, wie Beth und Nicholas gefangen genommen wurden, sondern lediglich, wie sie plötzlich in ebenjenem Verlies waren, in dem sich am Anfang der nicht weiter definierte Mann befunden hatte. Für einen kurzen Moment fürchtete ich einen Cliffhanger, weil Nicholas glaubte, die Hirndaten Adam Groslings, des verrückten Kopfes, der hinter allem gesteckt hatte, implantiert bekommen zu haben, doch bei Berührung mit dem Stein der Weisen wurde beschrieben, wie ihn die „Monster des Geistes“ verließen. (SPOILER ENDE)
Ansonsten kann ich lediglich auf das Gewicht des Buches hinweisen, was bei mir am Anfang und Ende des Lesens ein wenig Schmerz im Handgelenk verursachte.Fazit: „Formel des Bösen“ war für mich ein echtes Highlight: Die Charaktere wuchsen mir ans Herz und die Jagd durch London in Videospiel wie Realität nach einem alten Mysterium boten Hochspannung.
Noch eine kleine Anmerkung: Auf Seite 258 wird ein Satz durch eine Leerzeile entzweigespalten, auf Seite 268 ist ein Symbol zwei Zeilen, auf Seite 288 drei nach oben gerutscht und auf Seite 547 steht ein Punkt statt einem Fragezeichen.
- Bernd Desinger
Der Schütze: Roman
(1)Aktuelle Rezension von: Elmo_TunaEin mysteriöser Thriller, der mich sehr gefangen nahm. Deshalb habe ich nach einigen Jahren auch nochmal das Buch als E-Book heruntergeladen, um es auf dem Weg zur Arbeit im Zug nochmal zu lesen. - Alina Stoica
Leuchtender Sand
(14)Aktuelle Rezension von: DanielabeDas Cover gefällt mir sehr gut, auch der Klappentext hat mich zum Lesen des Buches verführt. Ich bin gut in die Handlung hinein gekommen und war gleich mittendrin. Es hat mich von Anfang an gefesselt und begeistert. Ich musste mich oft zwingen das Buch aus der Hand zu legen, so spannend fand ich es. Die Handlung ist überzeugend und nachvollziehbar. Auch der Schreibstil ist flüssig und detailliert. Die Autorin hat alles gut beschrieben, so dass ich mir vieles gut vorstellen konnte. Joana ist mir sympathisch und ich habe mit ihr mitgefühlt und mitgelitten. Marcelas Schicksal ging mir sehr ans Herz, sie tat mir leid. Zum Schluss musste ich mir einige Tränen verkneifen. Es ist an vielen Stellen emotional und bewegend. Ich finde es spannend von Anfang an. Die Spannung ist bis zum Schluss vorhanden. Es ist ein schönes Ende. - Gordon McBane
Das Vermächtnis des Künstlers
(32)Aktuelle Rezension von: sunnypage"Das Vermächtnis des Künstlers" ist der erste Teil einer Mystik-Thriller-Trilogie. Das Genre Krimi ist etwas irreführend. Man begleitet den Doktor der Psychologie, Spezielgebiet Parapsychologie Dr. George Mallory und die Kunsthistorikerin Dr. Josephine Canino auf ihrer Reise durch diverse Länder um dem Geheimnis der Bragolin-Bilder auf die Spur zukommen.
65 zutiefst verstörende Bilder von unfassbar traurigen Kindern, alle nach Entstehung der Portraits tot aufgefunden, sollen verflucht sein. Es heißt das die Seelen der Kinder in den Bildern inne wohnen und das sie ihre Besitzer aggressiv machen und zu Handlungen verführen, welche man nie gedacht hätte. So kam es vor, dass verstreut in ganz Europa immer wieder Häuser niedergebrannt sind und immer ein Gegenstand das Feuer umbeschadet überlebt hat. Ein Bragolin-Bild.
Die Bilder sind wohl alle in Venedig während der Nachkriegszeit entstanden. Eine spannende und nicht ungefährliche Reise auf der Suche nach dem Künstler der die Kinder gemalt hat. Was ist den Kindern passiert und warum geht eine so unheimliche Kraft von den Bildern auf den Betrachter über?
Die Geschichte ist sehr spannend und fesselnd zu lesen. Man bekommt beim Lesen der Beschreibung der Bilder ebenfalls Gänsehaut und ein beklemmendes Gefühl. Der Autor versteht es sehr anschaulich zu schreiben und nimmt seine Leser mit auf die abenteuerliche Reise um hinter das Geheimnis der Bilder zukommen. Er schafft es sehr gut die unterschiedlichen Charaktere der Protagonisten in Szene zu setzen. - Melanie Golding
Kalte Wasser
(106)Aktuelle Rezension von: lucatrkis„Kalte Wasser“ brauchte eine Weile, um Spannung aufzubauen, doch nach rund hundert Seiten zog es sich nicht mehr. Ich fand die Idee interessant und mochte Lauren von Anfang an, ebenso wie die Polizistin Harper, die im Alleingang ermittelte. Es gab ständig neue Wendungen, die ich nicht vorhergesehen hatte, doch das Ende war dann irgendwie unbefriedigend. (SPOILER) Es wurde nämlich nicht ganz deutlich, ob Lauren sich alles nur eingebildet hatte oder nicht, denn eigentlich hatten ja auch andere Personen bemerkt, dass sich die Babys komisch verhielten und einer anderen Frau war 1976 das Gleiche passiert. Außerdem fand die Polizei im See zwei tote Babys. Im Nachwort informiert die Autorin dann aber über Wochenbettpsychosen. Ich war jedenfalls die ganze Zeit auf Laurens Seite und fieberte mit, dass es ihr gelingen würde, die Babys unterzutauchen, bevor die Polizei sie erwischte, damit sie sie zurückverwandeln konnte, wie sie es schlussendlich auch tat. Leider wurde am Ende aber auch nicht aufgelöst, was mit Laurens Mann los war, denn ich hatte, genau wie sie und auch Harper teilweise, die ganze Zeit schon den Eindruck, dass er irgendetwas zu verbergen hatte und gegen seine Frau handelte. Und ich war mir die ganze Zeit sicher, dass dahinter mehr stecken musste als nur eine Affäre. Es schien so, als wolle er seine Frau als Irre darstellen, zum Beispiel behauptete er, die Frau vor ihrem Haus nicht zu sehen, rannte dann aber minutenlang draußen herum, um sie zu suchen, was er nicht tun würde, wenn sie nicht existierte. Außerdem fand Harper dann das plattgedrückte Gebüsch, was wieder dafürspräche, dass Lauren nicht halluziniert hatte. Auf jeden Fall war Patrick ein ziemlicher Egoist und ein miserabler Vater, weswegen ich es unglaubwürdig fand, dass er am Ende als der perfekte Vater dargestellt wurde, als Lauren in der Klinik war. (SPOILER ENDE) Noch eine kleine Anmerkung: Auf Seite 65 steht „die meisten Frau“ statt „die meisten Frauen“.
Fazit: „Kalte Wasser“ war nach einem längeren Einstieg spannend und wendungsreich, doch das Ende enttäuschte mich. Es blieb unklar, was genau Sache war und die Geschichte fand keinen richtigen Abschluss. Schade, weil sie mir eigentlich echt gut gefiel
- Michael C. Grumley
Durch den Nebel
(1)Aktuelle Rezension von: Ka6ukiEvan Nash ist ein normaler Teenager an der Highschool, der nach einem unglücklichen Unfall auf einmal hellseherische Fähigkeiten erhält. Wenn er schläft, durchbricht er den Nebel der Realität und kann Dinge sehen, von denen er nichts wissen kann. Das dumme daran ist, dass sein Körper dadurch jedesmal wieder in einen schweren Schock gerät. Am Anfang hält er es nur für böse Träume...
Mit medizinischer Hilfe seiner Psychaterin versucht er seine Probleme in den Griff zu bekommen. Es zeichnet sich schnell ab, dass es sich nicht nur um Träume handelt. Als Evan auf einmal Einblicke in die furchtbaren Probleme seiner Ärztin erhält, versucht er ihr mit seinen neuen Fähigkeiten zu helfen. Aber das könnte ihn umbringen.
Kurzweilig und unterhaltsam geschriebener Mystery-Thriller mit sympatischen Figuren. Die Novelle erfindet das Rad nicht neu, liest sich aber flott wech und macht Spaß.
Die Fortsetzung wurde bereits geschrieben, ist aber noch nicht übersetzt worden. Aber keine Sorge, der erste Teil hat kein offenes Ende.
Nur bei Amazon Crossing erhältlich, ich las es gratis in der Prime Leihbücherei. - Ivar Leon Menger
Monster 1983 - Staffel 2
(59)Aktuelle Rezension von: kristinaliestNachdem ich bereits Staffel 1 von 𝙈𝙤𝙣𝙨𝙩𝙚𝙧 1983 von @ivarleonmenger richtig abgefeiert habe, musste natürlich schnell Staffel 2 her.
Die Geschichte knüpft direkt an die Geschehnisse aus Staffel 1 an, man lernt weitere Bewohner und Personen kennen. Die Mischung aus Spannung und Grusel und natürlich die tollen Sprecher haben mich auch in Staffel 2 wieder sehr begeistert. Ich lieb einfach alles an der Geschichte! Und nicht nur einmal dachte ich mir bei der Geschichte „Ne, das kann doch nicht sein!“.
- Wolfram Benisch
BENSKI Die Jagd nach dem Artefakt: Thriller
(46)Aktuelle Rezension von: Crazzoline_leseratte
Benski, Die Jagd nach dem Artefakt empfehle ich euch von Herzen, wenn ihr bereit seid, euch auf einen Thriller der besonderen Art einzulassen.
Gleich vorab, Langeweile kommt bei dieser Geschichte definitiv nicht auf.
Der Autor hat ein Buch geschrieben, das nicht eindeutig in ein einzelnen Genre gepresst werden kann. Es ist ei Thriller, der zunächst historische Anteile aus der Zeit des zweiten Weltkrieges enthält. Außerdem erinnert er phasenweise an einen Tech-Thriller. In manchen Kapiteln ist er actiongeladen und abenteuerlich à la Indiana Jones. Im weiteren Verlauf wird es mysteriös und dystopisch.
Der Schreibstil ist abweschlungsreich und rasant. Wechselnde Orte, Rückblicke in die Vergangenheit, viele Personen und ein Mix aus Begriffen der militärischen Waffen und Hubschrauberkunde, haben mich zu Beginn ganz schön ins Schwitzen gebracht.
Im Verlauf staunt man man dann, in welche Richtung sich das Ganze entwickelt. Es gibt immer wieder Wendungen, die man nicht vorhersehen kann.
Das Ende hat mich sprachlos gemacht, aber positiv überrascht.
An diesen Thriller muss man offen ran gehen. Man muss sich von der Entwicklung der Geschichte treiben lassen und darf sich von den technischen Begriffen nicht einschüchtern lassen.
Dann bekommt man eine packende Story, die überrascht und zum Nachdenken anregt.
Ich habe das Abenteuer mit Benski gerne mitgemacht.
- Peter Swanson
Her Every Fear
(5)Aktuelle Rezension von: Caro.bookloverFollowing a brutal attack by her ex-boyfriend, Kate Priddy makes an uncharacteristically bold decision after her cousin, Corbin Dell, suggests a temporary apartment swap - and she moves from London to Boston. But soon after her arrival Kate makes a shocking discovery: Corbin's next-door neighbour, a young woman named Audrey Marshall, has been murdered. When the police begin asking questions about Corbin's relationship with Audrey, and his neighbours come forward with their own suspicions, a shaken Kate has few answers, and many questions of her own. Jetlagged and emotionally unstable, her imagination playing out her every fear, Kate can barely trust herself. so how can she trust any of the strangers she's just met?
Die Ausgangssituation bietet viel Spielraum für Fantasie, mögliche Täter, verschiedene Motive und dabei mal eine andere Sichtweise auf den Fall - in letzter Zeit habe ich viele Krimis gelesen, die aus Sicht der Ermittler beschrieben werden. Hier steht zunächst Kates Perspektive im Vordergrund, die gerade in das Nachbarapartment der Ermordeten eingezogen ist. Der Beginn war also sehr vielversprechend. Doch dann macht der Autor etwas, was ich absolut nicht verstehen kann. Noch innerhalb des 1. Drittels erfolgt ein Perspektivwechsel - Kates Cousin Corbin Dell, der eigentlich in der Bostoner Wohnung wohnt, kommt zu Wort. So weit, so gut. Aber wie kommt man auf die Idee, in einem Krimi/Thriller schon im 1. Drittel die komplette Hintergrundgeschichte zu Täter und Motiv zu offenbaren? Je mehr Krimis man liest, desto häufiger erahnt man das Suspekte in irgendeiner Nebenfigur, die der Autor mit Absicht zwar ins Spiel bringt, aber irgendwie im Dunkeln lässt. Doch auch Leser, die sonst nicht zu diesem Genre greifen, werden hier das Offensichtliche sehen, meiner Meinung nach ist das gerade Geschriebene nicht einmal gespoilert. Ich hatte gehofft, dass doch noch eine überraschende Wendung kommt, dass er nicht ernsthaft so früh schon das Wesentliche preisgegeben hat. Aber das hat er. Zu keiner Zeit kam das Gefühl auf, dass es sich irgendwie anders zugetragen haben könnte. Kleinere Fragen zum "Wie?" werden im Laufe des Buches noch beantwortet, aber die entscheidenden (und spannendsten) Dinge sind leider relativ früh klar.
Peter Swanson ist sicherlich in der Lage, sich gut in die Protagonisten hinein versetzen zu können. Da ist einerseits Kate mit ihrer Zwangsstörung und PTBS (wobei nicht jede ihrer Entscheidungen und Handlungen mit ihrem Krankheitsbild konform geht, aber nun gut, darüber kann ich hinweg sehen), andererseits ein kranker Psychopath. Ein gewisses Interesse für die Figuren und ihr Schicksal wurde in mir durchaus geweckt, aber spannend ist das Buch ab dem 2. Drittel überhaupt nicht mehr. Zusätzlich lässt der Autor die verschiedenen Personen nach einem Perspektivwechsel dieselbe Szene nochmal beschreiben....*schnarch*. Nur ein einziges Mal war eine Szene derart gestaltet, dass man durch das nochmal Erzählte irgendeinen Zugewinn hatte.Enttäuschend war dann auch noch der Schluss. Der Autor hätte das Buch ein paar Seiten früher beenden sollen. Die letzten Seiten sind einfach nur noch langweilig und tragen nichts zur Geschichte bei, außer vielleicht ein bißchen Rührseligkeit, die in diesem Genre fehl am Platz ist.
Fazit:Die Grundidee zum Plot hätte sehr viel Potential gehabt. Leider nimmt der Autor bereits im 1. Drittel den Großteil der Auflösung vorweg, indem er in einer Rückblende viel zu viel preisgibt. Zusätzlich gibt es einige Wiederholungen, weil bei Perspektivwechseln die gleiche Szene nochmals erzählt wird. Großes Potential verschenkt - s ehr, sehr schade.























