Bücher mit dem Tag "mysterythriller"

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103 Bücher

  1. Cover des Buches Der Nachtwandler (ISBN: 9783426503744)
    Sebastian Fitzek

    Der Nachtwandler

     (2.215)
    Aktuelle Rezension von: TabithaEgger

    Ich denke, die meisten, die gerne Thriller lesen, stoßen irgendwann auf ein Werk von Sebastian Fitzek. Ich habe einige seiner Bücher gelesen und ja, ich würde mich schon als anspruchsvoll bezeichnen. Natürlich gibt es aber immer Bücher, die einem besser gefallen als andere. Mein absoluter Favorit ist der Nachtwandler. Fitzek schafft es mit diesem Buch meisterhaft, absolute Verwirrung zu stiften und den Leser zu fesseln. Ich habe das Buch tatsächlich an einem Tag gelesen, da ich es einfach nicht weglegen konnte. Mit jedem Fragezeichen, das auftaucht, wird die Spannung größer. Irgendwann ist man an einem Punkt angelangt, an dem man daran Zweifelt, dass es für diese Geschichte eine Erklärung gibt, mit der man sich auch nur ansatzweise zufrieden geben würde. Aber der Leser wird nicht enttäuscht! Ein Psychothriller, der keinen Wunsch offen lasst und alles liefert, was das Leserherz begehrt. Mit knapp 320 Seiten in der Taschenbuch-Version, wird man auch nicht unnötig hingehalten, was mir persönlich sehr gefällt. Ich bin nunmal ein sehr neugieriger Mensch ☺️

  2. Cover des Buches Wen der Rabe ruft (ISBN: 9783839001530)
    Maggie Stiefvater

    Wen der Rabe ruft

     (1.085)
    Aktuelle Rezension von: Claudchen

    Blue wusste schon immer, dass ihre wahre Liebe sterben wird, wenn sie sich küssen, dass dieser Zeitpunkt aber schon näher ist als gedacht, findet sie heraus, als sie die toten Seelen für dieses Jahr empfängt. Schon bald wird sie sich mit dem Raven Circle auf eine gefährliche Mission begeben und mehr über die Ley Linien herauszufinden.

    In letzter Zeit war ich öfters überrascht davon, wie gut mir die Protagonistinnen in Dystopian/ Fantasy Büchern gefallen und hier habe ich wieder bemerkt, warum das eine positive Überraschung ist. Mit Blue konnte ich nämlich gar keine Verbindung aufbauen. Ich denke, dass das auch mit dem Schreibstil zusammenhängt, da man einfach aus der Er-Erzähler- Sicht die Gedanken und Gefühle der Charaktere nicht ganz so gut nachvollziehen kann. Irgendwie hat mir bei Blue einfach ein aussagekräftiger Charakter oder wenigstens eine Charaktereigenschaft gefehlt. Klar sie kann Energie verstärken, aber ich finde, dass das nicht wirklich etwas über ihre Persönlichkeit aussagt. Diese wird nämlich, wie ich das Gefühl habe, eher über ihre Familie ihre Freunde oder ihre Kraft definiert. Das finde ich schade, denn sie könnte sicherlich zu einem einzigartigen Charakter werden, so wie es die Jungs aus der Raven Clique sind.
    Mit denen wurde ich nämlich recht schnell warm. Jeder von ihnen ist durch seine Denkweise, seine Vorgeschichte und Handlungen auf ihre eigene Art einzigartig. Man könnte sie leicht mit Adjektiven beschreiben und das gefällt mir sehr gut. Meine Favoriten sind bis jetzt Noah und Adam, aber ich glaube auch Gansey und Ronan haben noch einiges zu bieten.

    Die Handlung war in diesem Buch das Highlight für mich, da die Charaktere wirklich besser sein könnten. Die spannenden Prophezeiungen regen zum mit rätseln an und selbst wenn man sich darunter etwas vorstellt, kann man immer noch überrascht werden, das liebe ich so sehr an den vagen Aussagen der Wahrsagerinnen. Stück für Stück habe ich mich auch besser in die Welt eingefunden und es war eine richtige Erforschungstour, wie sie Gansey sicherlich geliebt hätte. Seine Forschernatur und die Art wie er Logik anwendet, hat mir nämlich was den Plot angeht gut gefallen. Er sorgt dafür, dass man den Geheimnissen ein Stück näher kommt, denn sein Ehrgeiz und seine Neugier machen ihn unermüdlich. Die Freundschaften und Verbindungen unter den Jungs war auch ein klares Highlight für mich. Ich bin allgemein ein großer Fan von starken Beziehungen die nicht romantischer Herkunft sind und dieses Buch liefert da wirklich klasse ab. Es fühlt sich ein wenig wie gefundene Familie an und man merkt, dass nicht einmal magische Kräfte sie auseinander bringen können, obwohl sie so von Grund auf verschieden sind. Auf mich wirkte die Geschichte wie ein großes Puzzle, dass sich geheimnisvoll immer mal wieder ein wenig zusammensetzt, doch es kann auch vorkommen, dass die Teile doch nicht passen. Ich fand es teilweise aber auch ein wenig nervig, wenn so viele Fragen unbeantwortet blieben oder teilweise gar nicht richtig ausgeführt wurden. Der Überblick ist hier schnell mal verloren und die Welt wurde nicht so toll beschrieben, dass man sich nach kurzer Zeit wieder zurechtfindet.

    Mir hat der Schreibstil gar nicht zugesagt. Die Er-Erzähler- Sicht hat dieser Geschichte meines Erachtens nicht gut getan. Es werden schon von Anfang zu viele Namen in den Raum geworfen und bis man die Zusammenhänge ausfindig machen kann und in die Geschichte reinfindet, kann man schnell die Lust verlieren. Außerdem kam es durch diese Art zu erzählen dazu, dass man sich nicht so richtig mit den Gefühlen der Charaktere auseinandersetzten kann und auch ihre Gedanken nur teilweise erahnen kann. Mir hätten ein paar Sichtweisen der Protagonisten gereicht und daraus hätte man sicherlich auch was die Handlung angeht einen Vorteil ziehen können.

    Fazit: Jeder der sich bei gruseligen Filmen mit einer mysteriösen Atmosphäre nichts schöneres vorstellen kann, sollte dieses Buch lesen.

  3. Cover des Buches Die Arena (ISBN: 9783453435230)
    Stephen King

    Die Arena

     (1.185)
    Aktuelle Rezension von: Wepie

    Was passiert wenn eine Kleinstadt von der Außenwelt abgeschnitten ist und kein herkömmliches Gesetz mehr gilt? 

    Diese Grundidee hat mir gefallen und deshalb wollte ich das Buch auch lesen.

    Ich hab jetzt einen Monat gebraucht bis ich es gelesen habe. An manchen Stellen hat sich das Buch schnell weglesen lassen da die einzelnen Handlungen tolle Höhepunkte haben.   Bei anderen Stellen hab ich darüber nachgedacht ob ich es abbrechen soll. Der Roman hatte mir  einfach  zu viele Figuren die keine Handlungsträger sind. Aber sein  typischer plauderhafte Schreibstil von King hat mich weiterlesen lassen. Mir haben die Dialoge sehr gefallen.

    wer lange Romane mit vielen Figuren mag ist hier richtig.


  4. Cover des Buches Monday Club - Das erste Opfer (ISBN: 9783789140617)
    Krystyna Kuhn

    Monday Club - Das erste Opfer

     (338)
    Aktuelle Rezension von: mrsmietzekatzemiauzgesicht

    MEINE MEINUNG

    Vor vielen Jahren war das Buch sehr beliebt. Überall war es zu sehen und jeder mochte es. Nun konnte ich es günstig ergattern und habe es prompt gelesen. So viel sei gesagt, nicht nur das Cover hat meinen Geschmack getroffen.


    Finde jetzt mehr heraus.


    "Einsamkeit - das Wort hatte ich bisher nicht gekannt, doch es war der erste Schultag in meinem Leben, an dem ich die Pausen in der Toilette verbrachte und mir ein Stein vom Herzen fiel, als er endlich vorbei war."

    Schreibstil Der Stil von Krystyna Kuhn ist sehr angenehm zu lesen. Ich kam schnell durch die Seiten, durch die gute Kapitellänge und der flüssigen Art der Autorin. Die Geschichte wird nur aus der Sicht von der Protagonistin Faye erzählt. Ihr Leben ist sehr geheimnisvoll und aufregend. Ich freue mich weiterhin alle Geheimnisse zu lüften und hinter der Fassade vom Monday Club blicken zu können.


    Charaktere  Faye ist ein junges Mädchen mit massiven Schlafproblemen. Sie kann ohne Medikamente keine Nacht durchschlafen - und wenn sie Tabletten schläft sie mehrere Tage lang. Ansonsten hat sie ein recht normales Leben. Ihre Mutter ist leider bei ihrer Geburt verstorben, dafür hat sie einen wundervollen Vater und eine aufopfernde Tante. Außerdem hat sie noch ihre Clique bestehend aus ihrem Freund Josh, ihrer Seelenverwandtin Amy und ihren anderen Freunden Ginger und Caleb. Die Jungendlichen kleben zusammen wie Pech und Schwefel und leben nach dem Motto 'Einer für alle, alle für einen'. 


    Handlung  Faye lebt ein normales Leben mit Ausnahme ihrer Schlafstörung. Doch damit kommt sie klar. Sie besucht die Highschool mit ihren Freunden und gerade bricht das letzte Schuljahr für die jungen Leute an. Amy, die beste Freundin von Faye, war den ganzen Sommer über in einem Lerncamp, deshalb freut sich Faye riesig als sie sich in der Schule begegnen. Doch Amy sieht sehr mitgenommen aus und verhält sich ziemlich merkwürdig. Nachfragen blockt sie ab und bittet Faye sich am Abend mit ihr zu treffen. Doch bevor das stattfinden kann, ist Amy in einen schweren Unfall verwickelt und stirbt. Jenes zieht Faye den Boden unter den Füßen weg. Sie kann es nicht begreifen und igelt sich ein. Ihre anderen Freunde schließt sie aus, denn ausgerechnet Ginger war bei Amy als der Unfall passierte und Faye gibt ihr Mitschuld. Noch am Abend von Amy´s Tod sieht Faye sie mitten auf der Straße. Wie kann das sein? Halluziniert sie vom Schlafmangel oder ist Amy von den Toten auferstanden? Viele Fragen kann Faye nicht stellen aus Angst andere würden sie für verrückt erklären. Außerdem würde das dem Monday Club sauer aufstoßen, denn die scheinen auch ihre Finger mit im Spiel zu haben. Der Club existiert seit der Gründung von Bluehaven. Dort engagieren sich die ältesten und wohlhabendsten Familien der Stadt. Dieser verfolgt wohltätige und wirtschaftliche Interessen. Außerdem ist er ziemlich mysteriös. Niemand außer den Mitglieder weiß was jeden Montag auf den Versammlung besprochen wird. Faye versucht unbemerkt den rätselhaften Tod ihrer Freundin auf den Grund zu gehen. Dabei wird sie mehr oder weniger unterstütz von Missy, der stadtbekannten Verrückten, und Luke, der plötzlich auftauchte und Nachforschungen zu seinem verschwunden Vater anstellt. Wem kann sie vertrauen? Was wird sie herausfinden? Und wie viele werden noch sterben?

    LESEEMPFEHLUNG

    "Monday Club - das erste Opfer" hat mir wirklich gut gefallen. Es ist alles noch sehr geheimnisvoll und viele Fragen müssen geklärt werden. Deshalb freue ich mich die Reihe weiterzulesen. Die Figuren sind nett. Besonders den Dad von Faye mag ich gern. Ansonsten gefällt mir aber auch Amy. Die Protagonistin hat mich noch nicht ganz auf ihrer Seite. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen auch wenn viele medizinische Begriffe fallen. Für mich als Erwachsene ist das nicht schlimm, aber ob mir das als Jugendliche gefallen hätte wage ich zu bezweifeln.

  5. Cover des Buches Soul Beach (Band 1) – Frostiges Paradies (ISBN: 9783785573860)
    Kate Harrison

    Soul Beach (Band 1) – Frostiges Paradies

     (646)
    Aktuelle Rezension von: gsimak

    Man sollte die Toten ruhen lassen. Was aber, wenn die Toten die Lebenden nicht ruhen lassen?

    Alice ist ein junges Mädchen, welches lernen muss, ohne ihre Schwester zu leben. Die Beerdigung steht sie nicht bis zum Ende durch. Für ihren Freund kann sie keine Gefühle mehr aufbringen. Ihre Mutter rennt von einer Trauerhilfe zur anderen. Ihr Vater kann seine Gefühle nicht zeigen. Die Ehe ihrer Eltern war auch schon mal besser. Eigentlich möchte Alice nicht mehr auf ihre tote Schwester Megan angesprochen werden. Eigentlich macht es sie traurig, wenn ihre Schwester nicht mehr erwähnt wird. Alice ist traurig. Alice ist total zerrissen. Alice bekommt eine Mail von ihrer ermordeten Schwester! Megan ist tot. Megan geht es eigentlich gut. Sie lebt nun auf Soul Beach. Alle Menschen dort sind wunderschön. Wasser, Licht und Farben sind nicht von dieser Welt. Zu schön. Zu perfekt. Das Paradies. 

    Dieses Buch stand bei mir jahrelang ungelesen im Regal. Was eine Schande. Ich habe zu lesen begonnen und war gefangen. Fasziniert und neugierig. Hatte stellenweise den Wunsch so etwas erleben zu dürfen. Natürlich als Besucher. Hab mir mehrmals die Frage gestellt, ob Alice sich das Ganze nur einbildet. Hab die Frage wieder verworfen um sie mir dann wieder zu stellen. Im Grunde wissen wir doch gar nichts.  Alice findet zu Soul Beach Zugang. Sie und ihre Schwester sind glücklich. Sie können wieder miteinander reden. Obwohl Alice vor ihrem PC sitzt, hat sie dennoch das Gefühl, selbst auf der Insel zu sein. Alice lebt nun in zwei Welten. Fühlt sich oftmals in der realen Welt nicht mehr wohl. Auf Soul Beach ist, trotz strenger Regeln, alles so perfekt. Dennoch ... irgendwas stimmt dort nicht. Nur mysteriöse Todesfälle dürfen auf der Insel leben. Megan kann sich nicht daran erinnern, wer ihr Mörder ist. Megan ist noch schöner als zu Lebzeiten. Im Leben war sie schön und erfolgreich. Jetzt ist sie traurig. Alles ist perfekt. Zu perfekt!!!

     

    Ich bin von diesem Thema total fasziniert. Der Autorin ist die Umsetzung perfekt gelungen. Fast jeder Mensch hat doch den Wunsch, mit geliebten Verstorbenen noch einmal reden zu dürfen. Nur noch einmal! Was aber, wenn genau das zur Last wird? Wenn der Verstorbene jeden Tag reden will? Die Geschichte wird aus der Sicht von Alice erzählt. Sie lässt sich lesen wie Butter. Mich konnte sie von Anfang an abholen. Ihr müsst mich entschuldigen. Bin dann mal wieder auf dieser wunderbaren, komischen und rätselhaften Insel. Soul Beach! Das Ende zwingt mich dazu!

    Unbedingt lesen. Danke Kate Harris

  6. Cover des Buches Im Herzen die Rache (ISBN: 9783785573778)
    Elizabeth Miles

    Im Herzen die Rache

     (475)
    Aktuelle Rezension von: Lauras_bunte_buecherregal

    Der Schreibstil ist angenehm flüssig zu lesen. Ich habe etwas Zeit gebraucht um in die Geschichte eintauchen zu können. Mir ist es schwer gefallen die Charaktere bildlich vorzustellen. Der Spannungsbogen ist etwas langatmig. Die Atmosphäre in dem Buch ist mystisch und der Autorin gut gelungen.


    Insgesamt glaube ich, dass ich zu alt für das Buch war. Mir hat die Geschichte und die Entwicklung gefallen, jedoch konnte ich mich nicht mit den Protagonisten identifizieren. Ich konnte zu dem kompletten Buch keine Verbindung aufbauen. Dennoch möchte ich die Folgebände lesen. 


    Ich gebe dem Buch 3,5 von 5 Sterne.

  7. Cover des Buches Numbers - Den Tod im Blick (Numbers 1) (ISBN: 9783551311511)
    Rachel Ward

    Numbers - Den Tod im Blick (Numbers 1)

     (1.156)
    Aktuelle Rezension von: lucatrkis

    Anfangs fand ich Jem und Spinne richtig unsympathisch und der Name „Spinne“ nervte mich richtig. Ich war sogar kurz davor das Buch abzubrechen, aber jetzt bin ich froh, dass ich es nicht getan habe. Nachdem man sich durch die ersten ungefähr 70 Seiten gequält hat, nimmt das Buch an Fahrt auf. Es entwickelt sich eine tolle, romantische Geschichte. Gegen Ende in der Kirche wird es wieder ein bisschen weniger spannend, aber trotzdem ist es noch nicht langweilig. Das Ende ist dann sehr traurig und konnte mich sehr berühren. 

  8. Cover des Buches Winter People - Wer die Toten weckt (ISBN: 9783548286099)
    Jennifer McMahon

    Winter People - Wer die Toten weckt

     (225)
    Aktuelle Rezension von: wambamm

    Ich liebe mystisches Zeug und Spukgschichten fast so sehr wie ich Pizza liebe. Also sehr. Wirklich sehr. Okay. Mit “Winter People” von Jennifer McMahon habe ich nach langer Zeit wieder einen solchen Thriller gelesen, der mich bis zum Schluss mit jeder Seite fühlen ließ. Ein Buch, das mich bis zum Ende festhielt. Ich habe gebangt, war neugierig, habe Erleichterung verspürt. Nahezu jeder Charakter und die Umgebung haben mich für sich vereinnahmt. Die vielen Tagebucheinträge sind nicht nur die Erzählungen von früher, sondern so geschrieben, dass sie einen noch tiefer in die Story hineinziehen und lässt einen als ein Teil der alten Geschichte fühlen. Das Buch erzählt von zwei verschiedenen Zeiten, enger miteinander verknüpft als es zuerst den Anschein macht. Meist bin ich misstrauisch, wenn in Büchern des Öfteren Zeitsprünge passieren, aber hier mochte ich beide Zeiten, beide Geschichten so gern, dass ich auf jeden Sprung gespannt war. Die Atmosphäre war so schön, dass ich diese Welt am liebsten nicht verlassen hätte. Nur zu manchen Ereignissen hätte ich mir gewünscht mehr Informationen zu haben.
    Für mich der beste Thriller, den ich dieses Jahr gelesen habe.

    Persönliche Leseempfehlung für jene, die sich in längst vergangenen Geschichten wohlfühlen und dabei weder Spannung noch Horror missen wollen.

  9. Cover des Buches Monday Club - Der zweite Verrat (ISBN: 9783789140624)
    Krystyna Kuhn

    Monday Club - Der zweite Verrat

     (191)
    Aktuelle Rezension von: Naike
    Verdiente 5 Sterne für dieses herausragende Jugendbuch. Selten ist ein zweiter Teil spannend von der ersten bis zur letzten Seite, dazu noch wunderbar geschrieben. Hoffentlich bleibt es dabei, dass die Autorin den dritten Band 2018 als eBook herausbringen wird, wie sie es angekündigt hat. Es wäre echt ein Drama, wenn diese tolle Story keinen würdigen Abschluss bekäme.Definitiv eines meiner Jahres-Highlights 2017!
  10. Cover des Buches Teufelsgold (ISBN: 9783785725689)
    Andreas Eschbach

    Teufelsgold

     (126)
    Aktuelle Rezension von: Seaice

    Von dem Buch hatte ich mir ehrlich gesagt etwas mehr erhofft. Gier war - wie zu erwarten - ein zentraler Faktor, aber für meinen Geschmack hätte es bei dem Thema gar noch ein wenig "böser" werden können - tiefer in menschliche Abgründe hinein. Ich mochte den Wechsel zwischen mittelalterlicher und moderner Geschichte tatsächlich. Von Anfang bis Mitte plätschert die Geschichte - das Alltagsleben des Protagonisten Hendrik - so dahin, was ein wenig dröge wirkt, jedoch kommt man durch den flüssigen Schreibstil des Autors dennoch voran, am Ende nimmt es dann an Fahrt auf, die Geschichte wird da jedoch auch immer abgedrehter. Der Protagonist selbst war leider unsympathisch - löste bei mir statt starker Abneigung jedoch eher Augenverdrehen aus. Ein normaler Geschäftsmann, der immerzu andere beneidet, Affären ohne Reuen beginnt und dem es nie genug ist - auch dann nicht, wenn er wohlhabender und bekannter wird. Ein ständiges Streben nach mehr, eine ständige Undankbarkeit, immer auf der Suche darauf, dass "wenn XY erreicht ist, dann könnte sein wahres Leben beginnen!" - innerlich war Hendrik aber ein Weichei und Jammerlappen, der sich in Gedanken stets selbst bemitleided hat und das fand ich furchtbar nervig. Das meinte ich mit dem "nicht böse genug". Kurzgesagt: Schreibstil flüssig, storytechnisch nett bis unterhaltsam, Charaktere eher mau. Außerdem: Auch wenn der liebe Hendrik stets meinte zu Scheitern, so hat er mir nicht genug gescheitert. Was das Voranbringen der Story betraf, fiel ihm die Dinge meistens ziemlich leicht zu.

  11. Cover des Buches Finstermoos - Aller Frevel Anfang (ISBN: 9783785577486)
    Janet Clark

    Finstermoos - Aller Frevel Anfang

     (173)
    Aktuelle Rezension von: sjule
    Vorweg mich stört schonmal eins: Es ist eine Reihe von 4 Büchern a um die 230 Seiten a 9,95 € . Das scheint mir eine reine Geldmache zu sein, denn man hätte die gesamte Geschichte auch in ein bis zwei Büchern und eventuell etwas komprimierter bringen können. 

    Wir lesen zwei Zeitstränge in Finstermoos. Zum einen den, in dem Mascha aus Berlin mit ihrer Mutter in das hinterwäldlerische Dorf Finstermoos kommt, in dem gerade ein Babyleiche in der Baugrube von Valentins Vater gefunden wurde. Seine Freunde Luzi und Basti begleiten ihn und erleben einige Abenteuer. 
    Das ganze Dorf scheint Dreck am Stecken zu haben.
    Zum anderen sitzen Basti, sein Bruder und Valentin in einem Bunker fest und versuchen rauszukommen. Doch wie sind sie darein gekommen. Und wo sind Mascha und Luzie. 

    Gerade zu Beginn hat man viele Fragezeichen. Nicht weil die Story das hergibt, sondern weil man mit Personen und Verhältnissen nur so zugeschmissen wird und man einfach immer wieder durcheinander kommt. Ich habe mehr als die Hälfte des Buches gebraucht um alles zu sortieren. 

    Die Irrungen und Wirrungen sind dann zwar interessant und Janet Clark schafft es auch ein paar spannende Szenen einzubauen, doch endet das Buch gerade als es Fahrt auf nimmt sehr abrupt nach 225 Seiten.
  12. Cover des Buches Ich bin kein Serienkiller (ISBN: 9783492267717)
    Dan Wells

    Ich bin kein Serienkiller

     (665)
    Aktuelle Rezension von: CherryFairy

    Cover

    Das Cover selbst ist glatt gehalten und wirkt wie eine gräuliche Mauer. 

    Die rote Titelschrift ist gut fühlbar und lässt die Schrift wie tropfendes Blut aussehen. Passend zur Story.

    376 Seiten


    Inhalt/Story

    1 Band der 6 teiligen Reihe.

    Wir begleiten die Gedanken und Gefühle eines 15 jährigen Jungen, der selbst merkt, dass mit ihm etwas nicht stimmt. 

    Er interessiert sich extrem für Serienkiller, will keine Freunde haben und würde am liebsten selber töten.... Morde und Leichen ziehen ihn magisch an.....

    In seinen Inneren spürt er, dass er selbst auch ein perfekter Killer werden könnte, wäre da nur nicht dieses Gewissen, was einem genau diese Lust verbieten will :-)


    Meine Meinung

    Ich muss zugeben, dass ich echt skeptisch war, ob diese Story nicht zu seltsam ist, um sie zu lesen, aber ich bin wirklich positiv überrascht!

    Die Beschreibung Thriller würde ich allerdings noch ergänzen, denn für mich ist es ehr ein Jugendthriller mit leichten Fantasy Touch.

    Die Story wird in der "Ich-Perspektive" erzählt.

    Es war richtig spannend und interessant die Gedanken des Protagonisten zu lesen, denn dieser innerliche Kampf, die er gegen sein "eigenes" Monster führt, macht mit dir selber ein Psychospielchen!

    Da ich ohne Klappentext gestartet bin, wusste ich überhaupt nicht in welche Richtung sich das Ganze entwickelt!

    Begleitet man hier einen Psychopaten der demnächst ein Serienkiller wird? Steckt ein "richtiges Monster (Fantasy)" in ihm? 

    Oder ist die ganze Reihe eine Art Therapiebuch in der man die verschiedenen Stadien des Protagonisten liest???! Fragen über Fragen!

    Auch die Tatsache das Johns Mutter ausgerechnet in einem Leichenhaus arbeitet macht die Sache umso skurriler, denn dadurch hat er auch noch regelmäßigen "Kontakt" zu seiner Lieblingsbeschäftigung ;D


    Mein Fazit

    Unterhaltend und mal was völlig Neues für mich, gerade weil es so seltsam ist war es schon wieder interessant ^^

    4*





  13. Cover des Buches Terror (ISBN: 9783453406131)
    Dan Simmons

    Terror

     (209)
    Aktuelle Rezension von: Luthien_Tinuviel

    Terror von Dan Simmons verdient die Bezeichnung, mit der es beworben wird, voll und ganz: Epos.

    Das Werk erzählt die dramatische Geschichte der sog. Franklin Expedition, die im Jahr 1845 aufbrach, als erste Gruppe die Nordwestpassage durch die Arktis ganz zu durchfahren und im Eis der Arktis festfror.

    Dan Simmons gelingt es durch seine Erzählung in 3. Person sowie 1. Person aus Sicht der Expeditionsteilnehmer meisterhaft, die Atmosphäre auf den im Eis feststeckenden Schiffen HMS Terror und HMS Erebus, die Verzweiflung, Hoffnung, Tragik aufzufangen und die Geschichte der Expedition zu erzählen.

     Beeindruckend fand ich insbesondere, wie die fiktiven Inhalte dieses historischen Romans mit historischen Fakten zur Expedition verwoben wurden. Selten hat mich ein historischer Roman so motiviert, mich über das Werk hinaus mit dem Schicksal der Charaktere auseinanderzusetzen und aktiv die historischen Fakten nachzulesen.

    Nur an vereinzelten Stellen empfand ich das Werk als etwas langatmig.

     Fazit: Fesselndes Historiendrama.

  14. Cover des Buches Sorry (ISBN: 9783548281834)
    Zoran Drvenkar

    Sorry

     (455)
    Aktuelle Rezension von: Saskia_N
    Normalerweise mag ich keine Bücher, die aus unterschiedlichen Perspektiven geschrieben sind, weil ich oft das Gefühl habe, ich lese drei oder sogar fünf Bücher anstatt nur eines. Bei „Sorry“ hatte ich deshalb auch so meine Anfangsschwierigkeiten. Aber nachdem mir „Still“ sehr gut gefallen hat, kämpfte ich mich durch. Ich fand, dass die Geschichte einige Zeit brauchte, um endlich Fahrt aufzunehmen, aber als dann die ersten Ereignisse auf die Freunde einprasselten, wollte ich unbedingt wissen, wie es weitergeht und was hinter dem ganzen steckt. Das nämlich hat der Autor sehr gekonnt verschleiert und jedes Mal, wenn ich dachte, ich weiß wer der Bösewicht ist, hat sich das Blatt wieder gewendet. Zum Ende hin war ich teilweise richtig geschockt von dem, was der Autor einem zumutet. Aber nicht im negativen Sinne. Auch wenn der Thriller kein direkter Pageturner ist, so fühlte ich mich dennoch sehr gut unterhalten und bin beeindruckt, wie durchdacht und raffiniert verwebt die Geschichte ist.
  15. Cover des Buches Psychose (ISBN: 9783442489701)
    Blake Crouch

    Psychose

     (115)
    Aktuelle Rezension von: Prinzesschn

    Auf der Suche nach zwei verschwundenen Secret Service Agents verschlägt es Ethan Burke in das beschauliche Örtchen Wayward Pines in Idaho. Doch seine Reise beginnt mit einem Unfall, bei dem er sein Gedächtnis verliert. Die einzelnen Puzzleteile setzen sich erst nach und nach zusammen. Die Einwohner, die zunächst freundlich und ihm gutgesinnt erscheinen, verhalten sich zunehmend seltsam und scheinen Informationen vor ihm zurückzuhalten.

    Die Geschichte wird aus Ethans Sicht geschildert, die immer wieder von früheren Erlebnissen durchbrochen wird. 

    Ethans Charakter hat mir sehr gut gefallen. Man erhält Einblicke in seine Gedankenwelt und fühlt sich sofort mit ihm verbunden. Ich hatte von der ersten Seite an das Gefühl, mit Ethan in seiner misslichen Lage zu stecken.
    Die übrigen Charaktere bleiben blass, aber in meinen Augen braucht es dort auch keine weiteren Einblicke. Es wird schnell klar, dass mit den Einwohnern irgendetwas nicht stimmt, ohne dass man die Personen näher kennen müsste.

    Die Spannung ist durchweg zu spüren. Ebenso Verzweiflung, Misstrauen und die allgegenwärtige Angst, dass in Wayward Pines irgendetwas nicht stimmt.

    Der Schreibstil ist mitreißend und nimmt die*den Leser*in mit auf eine Hetzjagd, die einem den Atem raubt.

    Ich bin mir nicht sicher, ob mir das Ende nicht ein wenig zu viel gewesen ist, aber wenn ich mich komplett darauf einlasse, ist es eine faszinierende Idee, die noch viel Potenzial für die weiteren beiden Bände offen gelassen hat.

  16. Cover des Buches Die schwarze Frau (ISBN: 9783442488223)
    Simone St. James

    Die schwarze Frau

     (74)
    Aktuelle Rezension von: misery3103

    Die Journalistin Fiona Sheridan erfährt, dass Idlewild Hall, ein ehemaliges Mädcheninternat, renoviert werden soll. Auf dem Gelände des verlassenen Internats wurde 20 Jahre zuvor ihre Schwester Deb ermordet aufgefunden. Als Fiona in die Geschichte von Idlewild Hall eintaucht, wird auf dem Gelände eine weitere Leiche gefunden. Was geschah wirklich in den Hallen des Internats und wer ist Mary Hand?

    Gruselig! Mary Hand ist der Geist von Idlewild Hall. Schon immer erzählen sich die Mädchen Geschichten über sie. Die jetzt gefundene Leiche ist eine ehemalige Schülerin, die 1950 spurlos verschwand. Es wurde nicht viel unternommen, um sie zu finden, da alle davon ausgingen, dass sie weggelaufen ist. Doch Fiona taucht tiefer in die Geschichte ein.

    Das Buch ist in unterschiedlichen Kapiteln einmal aus dem Jahr 1950 und den Mädchen in Idlewild Hall erzählt, zum anderen aus der heutigen Sicht und mit Blick auf Fionas Ermittlungen. Gleichzeitig findet Fiona auch noch Wahrheiten über den Tod ihrer Schwester heraus – und bringt sich selbst dadurch in Gefahr.

    Das Buch hat mir richtig gut gefallen. Die Passagen mit Mary Hand waren gruselig, die Ermittlungen im Fall der getöteten Mädchen spannend. Mir hat Fiona gefallen, die nicht lockerlässt und sich auch nicht von ihrem Weg abbringen lässt, egal wie gefährlich es wird. Spannend!

  17. Cover des Buches Mr. Monster (ISBN: 9783492271851)
    Dan Wells

    Mr. Monster

     (336)
    Aktuelle Rezension von: SabineSchaefer
    John Cleaver ist sechzehn und kein ganz normaler Junge. Er ist ein Soziopath, der in sich das Bedürfnis spürt, seine Mitmenschen und Mitgeschöpfe zu quälen, foltern, verletzen und töten. Doch er tut es nicht. Um seine Umwelt vor seinen Serienkiller-Neigungen zu schützen, hat er sich feste Regeln gesetzt, die er peinlich genau befolgt. Eine davon ist, seinen Mitmenschen nichts anzutun. Im ersten Band brach er diese Regel bereits, aber nur um einen dämonischen Killer aufzuhalten, der in seiner Heimatstadt wütete. 

    In diesem zweiten Band meldet sich nun "Mr. Monster", die böse Seite in ihm, noch stärker als zuvor zu Wort. Zuerst kämpft John nur gegen Mr. Monster, dann taucht ein neuer Serienmörder mit einer ganz anderen Handschrift als der Erste auf, und John fragt sich, ob das wieder ein Dämon ist. Als sich herausstellt, dass dieser Killer ein alter Bekannter von ihm ist, der ihn entführt und mit seinen anderen Opfern, die alle Frauen sind, in seinem Haus festhält, nimmt John den Kampf gegen diese neue Bedrohung auf.

    Mir hat dieser Roman sehr gut gefallen. Der ständige innere Konflikt des Helden erzeugt kontinuierlich Spannung, und John ist trotz seiner soziopathischen Disposition sympathisch, weil er immer wieder an seine Mitmenschen denkt und sie vor sich und anderen Bedrohungen schützen will. Meiner Erfahrung nach sind Soziopathen aber überhaupt nicht am Wohlergehen ihrer Mitmenschen interessiert. Eine realistische Darstellung eines Soziopathen ist das meiner Meinung nach nicht, aber im Kontext des Romans funktioniert es sehr gut.
  18. Cover des Buches Der Schein (ISBN: 9783401604138)
    Ella Blix

    Der Schein

     (66)
    Aktuelle Rezension von: Buchpfote

    Allgemein:

    Ella Blix ist das Autorinnenduo um Antje Wagner und Tania Witte, die bereits zwei Jugendromane beim Arena-Verlag veröffentlichten. Darunter die im Jahr 2018 erschienene Geschichte der jungen Alina. Von ihrem Vater auf die viel zu ruhige Ostseeinsel Griffiun geschickt, um 6 Monate das Internat Schloss Hoge Zand zu besuchen, reagiert sie alles andere als begeistert. Alina will nur eins, zurück nach Berlin. Doch es heißt es Augen zu und durch. Was sie allerdings nicht erwartet hat, sind die merkwürdigen Ereignisse und Regeln auf Griffiun. Warum darf man das Naturschutzgebiet nicht betreten? Was ist das für ein blitzewerfendes Schiff mitten in der Nacht? Was steckt hinter dem neuen Kioskbesitzer und der heimlich Camperin? Fragen, denen Alina mit den „Lonelies“, ihren neuen Mitschülern, auf den Grund gehen will.

    Mein Bild:

    „Der Schein“ lag über 2 Jahre auf meinem SUB, eine echte Schande, wenn ich bedenke, wie gut mir die Geschichte um Alina und vieles mehr gefallen hat. Doch erst einmal von vorn. 2018 hatte ich das Buch auf der LBM ergattert, natürlich nach einer Lesung der Autorinnen inklusive Signiermöglichkeit, ist ja wohl logisch. Irgendwie klang es spannend und der Klappentext wahrte eindeutig mehr den „Schein“ (haha, Wortspiel!) als das er viel preis gab. Dass ich zudem völlig in dieses Cover verliebt bin, brauch ich wohl nicht sagen. Gold auf schwarzem Untergrund geht immer und eh ich mitbekommen habe, dass dieser verschlungene Nebel ein Wort bildet...Meine Überraschung war groß.

    Auf 470 Seiten erzählen Antje Wagner und Tania Witte mir, wie die bald 16-jährige Alina von ihrem „Pa“ auf die Ostseeinsel Griffiun geschickt wird und bereits die ersten Sätze verrieten, dass sie nicht viel davon hält. Generell habe ich wirklich herzlich geschmunzelt über manche Situation, die Alina erlebte. Der Schreibstil in Ich-Perspektive hatte genau den jugendlichen Slang, den es brauchte, um locker zu sein. Glücklicherweise nicht in einer dämlichen Art und Weise, sondern  bildlich, emotional und glaubhaft. Was ich damit sagen sollte: Mein Herzchen fieberte mit und zauberte mir mit mancher Andeutung auf Game of Thrones oder Harry Potter ein Glitzern in die Augen.

    Obwohl die Protagonistin es mir eingangs echt schwer machte. Ich mochte sie nicht. Alina kam rüber wie eine verwöhnte Göre, die jede Person, die sie sah in eine Klischee-Schublade schob. Dazu unnahbar, arrogant und für ein Mädel aus Berlin absolut nicht weltoffen. Für sie gab es nur wenige Menschen, die zählten, der Rest viel hinten runter. Sie war echt unfair, ließ den Menschen keine Chance an sie ran zu kommen. Jedoch war das ein guter Ansatz, um mich als Leserin selbst zu fragen, was ich in einer Situation gemacht hätte, in der ich nie landen wollte? Mit knapp 16! Ich muss daher echt zugeben, dass sie mich nicht nervte, ich wollte einfach wissen, wie sie sich im Verlauf veränderte. Denn das musste doch so kommen.

    Und Griffiun? Eine Ostseeinsel mit knapp 600 Einwohnern, Solarautos, Naturschutzgebiet, Touristenkutschen und einem Internat in einem richtigen Schloss. Und wow, fand ich das Setting toll. Mal abgesehen davon, dass ich ein Ostsee-Freund bin, haben Ella Blix genau die richtige Atmosphäre geschaffen. Schon allein die Beschreibung des Schlosses, die Regeln dazu, so stellte ich es mir vor, ebenso wie die Nächte, die unvergleichlich dunkel und voller Sterne sind und einem Wind, den man nur von der See kennt. Ich als Großstadtkind konnte gut nachempfinden, wie Alina sich fühlte.

    Die Handlung wurde durch viele Aspekte dominiert, wie unter anderem das bereits angesprochene Schubladendenken, ebenso wie Trauerbewältigung oder ganz besondere Mysterien der Insel. Ich glaube „Ausbrechen“ ist der richtige Ausdruck, um den weiteren Verlauf zu beschreiben. Hier kommt der Titel so oft ins Spiel: Man sollte den Schein nicht wahren, denn der Schein kann trügen. Mir wurde das Zusammenspiel aber erst viel später wirklich bewusst. Echt gut gemacht.

    Dank der „Lonelies“ schwamm Alina bald in Gefilden, die die richtigen Vibes hatten. Denn die Gruppe von Jugendlichen sprühte nur so vor Vielfalt und Dynamik. Ich möchte nicht zu viel verraten, denn ihr solltet die Vier und auch die Nicht-Internatsschülerin Cara selbst kennenlernen. Sie geben der Geschichte nicht nur Vertrauen und Freundschaft, nein, mit einem weiteren Handlungsstrang werden sie zu wahrhaften Detektiven, deren einzelne Charaktereigenschaften sich entweder gar nicht für einen Fall oder erst recht dafür eignen. Im Übrigen gibt es am Anfang einen Aufhänger zum ersten Auftreten der Lonelies, der sich auf ihre vollen Namen und das Schubladendenken bezieht, bei dem ich mich im Endeffekt selbst erwischt habe, wie weit weg meine Erwartungen von dem wirklichen Bild der Personen waren. Touché!

    Nichtsdestotrotz muss ich sagen, dass ich wahnsinnig viel vorausahnte, gedanklich schneller war als Alina und mich manchmal wirklich fragte, warum sie nicht einfach die Fakten zusammennahm. Lustigerweise gab es auch Dinge, die ich wieder verwarf aufgrund des einfachen Gedanken „Nee, das kann nicht sein“, um sie später wieder auszupacken. Denn der Plot ist mysteriös, geheimnisvoll und wirft viele Fragen auf. Ich meine, die Legende des dunklen Schiffs klingt nicht nur spannend, sie ist es auch. Außerdem arbeiteten die Autorinnen mit vielen Einschüben in Form von Alinas Tagebucheinträgen, die ihre Vergangenheit und die Trauer um ihre Mutter einwoben. Das ging schon ans Herz und es hing wirklich offensichtlich alles miteinander zusammen. Nur wie, das war die riesen Frage (die ich hier natürlich nicht beantworte).

    Der Showdown, die ultimative Auflösung, die Antworten auf all meine und Alinas Fragen lief in eine Richtung, die ich mal wieder irgendwie ahnte, aber nicht wollte. Wie soll ich es am besten ausdrücken? Das Ende nimmt eine neue Möglichkeit in die Geschichte auf, an die vorher nicht zu denken war oder ich es nicht wollte. Ich bin zwiegespalten. Einerseits lösen sich so alle Stränge sauber auf ohne ein typisches Jugendbuchende zu haben. Andererseits ist mir der Cut bzw. Wechsel zu heftig gewesen, um mich darauf einzulassen. Das Schöne ist, Alina und ich fühlten dabei ähnlich. Das noch Schönere ist, dass wir Beide auf den letzten Seiten Zeit bekamen das Gefühl zu verarbeiten.

    Fazit:

    „Der Schein“ ist ein Jugendroman, der mehr beinhaltet als man ahnt. Es wird mysteriös, kriminalistisch, spaßig, gefühlvoll, vorausschauend und dann wieder überraschend. Folgt Alina und den Lonelies auf Griffiun – auch wenn ich mit Beginn und Ende warm werden musste.


  19. Cover des Buches Dunkellicht (ISBN: 9783944544618)
    Martin Ulmer

    Dunkellicht

     (49)
    Aktuelle Rezension von: NiWa

    Unsere Welt ist von den Brüdern des Lichts und der Dunkelheit geprägt. Beide Orden agieren seit jeher verborgen im Untergrund. Als immer mehr Ordensbrüder verschwinden, schließen sie Waffenstillstand. Das Licht und die Dunkelheit arbeiten Hand in Hand, um Antworten zu finden und sich der unbekannten Bedrohung gegenüberzustellen.

    "Dunkellicht" ist ein Fantasy-Thriller voller Mythen, der sich dennoch an unsere Gegenwart schmiegt und somit im Untergrund seinen Kampf ausführt. 

    Gleich am Anfang muss ich sagen, dass ich äußerst selten im Fantasybereich lese. Sobald mir Welten zu fantastisch werden, finde ich mich nur schwer ein, und daher habe ich lange gezögert, bis ich zu "Dunkellicht" griff.

    Im Mittelpunkt stehen das Licht und die Dunkelheit beziehungsweise Johannes Sturm, Krieger der Bruderschaft des Lichtes, und Antoine Chevallier, ein Bruder der Dunkelheit. Von Natur aus zu Feinden erkoren, überwinden sie sich und stellen sich gemeinsam dem Kampf gegen das Verschwinden der Bruderschaften. Wichtig scheint es, ein verschollenes Buch aufzutreiben, in dem die Lösung des Rätsels und möglicherweise der Ausweg aus dem Ungemach geschrieben steht. 

    Gleichzeitig ist Büro 13 auf sie angesetzt. Dabei handelt es sich um ein ominöses Söldnerbüro angeführt von Steiner, das mit allen Mitteln gegen Zielpersonen vorgeht. Dieser Steiner führt weiter nichts als Aufträge aus und ist sich nicht bewusst, dass er damit Dunkelheit und Licht auf die Finger haut.

    Ich mag das Buch, obwohl es weniger meinen bevorzugten Genres entspricht. Es hat etwas von einem zügigen Thriller, weil etliche Kampfszenen vorkommen. Als ausgebildeter Krieger des Lichts hat Johannes einiges drauf, dabei legt sich ausgerechnet mit ihm ein Söldnertrupp an. Im Gegensatz dazu entspricht Antoine eher dem Gelehrten in der Runde, wobei der Dunkellicht-Trupp zusätzlich aus der jungen Frau Ella und dem Magier Martus besteht. 

    Die Figuren sind meinem Empfinden nach gut und glaubhaft dargestellt. Sie machen einen lebendigen Eindruck und ich fieberte rasch mit ihnen mit. Aus der Handlung heraus, weiß man nicht, wem man trauen soll, wer nun die gute beziehungsweise die böse Seite repräsentiert, und wer, aus welchen Motiven heraus, wie handelt. Dadurch ergibt sich neben Kampfszenen und Action-Spaß eine packende Stimmung, weil man unbedingt wissen will, wer für welches Lager spielt. 

    Das bringt mich zu meinem einzigen Kritikpunkt. Ich fand das gesamte Buch von der Handlung, dem Schreib- und Erzählstil und den Figuren her großartig. Trotzdem fehlt mir die Hintergrundgeschichte dazu. Denn mit Licht und Dunkelheit und vereinzelten mythischen Kräften der Ordensbrüder ist es für mich nicht getan. Denn nach der Lektüre weiß ich trotzdem nicht, wozu diese Orden überhaupt existieren. Was ist ihre Aufgabe, wenn sie sich nicht gerade gegenseitig bekämpfen oder gegen ihr eigenes Verschwinden vorgehen? Und warum gibt es eine Fehde zwischen den Organisationen, wenn sie offenbar blendend zusammenarbeiten? Vielleicht werden diese Fragen in der Fortsetzung beantwortet.

    Ansonsten war es ein packendes, mythisches Abenteuer. Action-Thrill ist mit fantastischen Magie-Elementen gepaart, rasante Kampfhandlungen wechseln sich mit mystischen Ebenen ab, und die Charaktere sind authentisch sowie in ihrem Verhalten nachvollziehbar.

    „Dunkellicht“ ist ein gut zu lesendes Fantasywerk, das trotz der magischen Elemente in Deutschland Ende der 1990er-Jahre verortet ist, und daher Realität und Fantasie auf geheimnisvolle Weise vereint. Ich denke, wer gern Fantasy und Thriller liest, hat damit den richtigen Griff getan. 


    Die Brüder des Lichts und der Dunkelheit:

    1) Dunkellicht

    2) Schattenschein

  20. Cover des Buches Kalte Wasser (ISBN: 9783959672962)
    Melanie Golding

    Kalte Wasser

     (102)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Eine Geschichte die bewegt und einem Gänsehaut beschert.

    Kalte Wasser:
    Lauren und Patrick erwarten die Geburt ihrer Zwillinge. Bisher arbeitete Lauren in einer Agentur, alles schien ihrer Erinnerung nach "in Ordnung" gewesen zu sein. Die Entbindung verläuft für Lauren traumatisch, in ihrem Schmerz fühlt sie sich allein gelassen. Währen des Geburtsvorganges scheint sich in ihr etwas abzuspalten, etwas das nicht mehr mit dem was um sie herum geschieht in Einklang steht. Als ihre Kinder endlich auf der Welt sind, kann sie sich in ihren Gefühlen nicht fallen lassen. Eine routinierte und ruppige Hebamme und der etwas überfordert anmutende Patrick ahnen nicht was in der jungen Frau vor geht. Als die junge Mutter nachts mit ihren Zwillingen die nun Morgan und Riley heißen, alleine ist, nimmt das Schicksal seinen Lauf...

    Die Autorin kannte ich bisher noch nicht, habe aber nach einer Leseprobe, diesen spannenden Roman, der mittlerweile in der deutschen Ausgabe als Mysterythriller gehandelt wird, unbedingt lesen wollen und es nicht bereut.

    Interessant war für mich auch die Figur der Kommissarin Harper, die mit ihrer unkonventionellen Art und ihrem Eigensinn der Geschichte eine besondere Note verleiht. Harper fühlt sich für den Fall, der für ihre Kollegen keiner ist, verantwortlich. Es wäre nicht das erste Mal dass Harper mit ihrem Spürsinn für Aufklärung und die Überführung von Tätern sorgt. Ihre Nähe zu der Journalistin Amy, für die sie schwärmt, könnte Harper in diesem Fall von Nutzen sein. Oder wird sie sich verstricken? Kann sie einen kühlen Kopf behalten?

    Beim Lesen wurde ich von ambivalenten Gefühlen gebeutelt, denn es gelingt Melanie Goulding höchst spannend, dem Leser die Geschichte so darzulegen, dass mehrere Perspektiven eingenommen werden können. Nie war ich mir ganz sicher, die Story durchschauen zu können. Bis zum Schluss schlägt die Autorin Haken und das Ende hat mich mit einer Gänsehaut zurückgelassen.

    Ich konnte "Kalte Wasser" nicht zur Seite legen, so spannend aber auch dramatisch wirkten die Schicksale der Protagonisten auf mich. Keine leichte Lektüre, jedoch mit Tiefgang.

  21. Cover des Buches Blind Walk (ISBN: 9783570403303)
    Patricia Schröder

    Blind Walk

     (301)
    Aktuelle Rezension von: Larika

    Jesper und Lida sind ein Paar, zumindest glaubt Lida das. Aber dennoch möchte er sie nicht zu diesem Abenteuer im Wald mitnehmen. Als wäre das noch nicht genug, finden sich die Jugendlichen nach einer endlosen Fahrt über Stock und Stein irgendwo im nirgendwo wieder und müssen versuchen, wieder nach Hause zu finden. So weit, so gut. Doch es gibt mehr Hürden als gedacht. Als ein Mord die Gruppe erschüttert, sind die Nerven bei allen zum Zerreißen gespannt...

    Die Idee des Blind Walks finde ich gut; eine Gruppe Jugendliche, zusammengewürfelt aus Charakteren, die verschiedener nicht sein könnten und scheinbar jeder mit einer kleinen Macke oder einem Geheimnis, das man als Leser lüften möchte. Seite um Seite habe ich steigerte ich mich in die Geschichte, hatte Gänsehaut und konnte mit den Protagonisten fühlen. Für mich überschlugen sich die Ereignisse teilweise zu sehr, ein Problem ist aufgetreten, bevor es gelöst ist, passiert wieder etwas Schreckliches, es hat sich noch keiner davon wirklich erholt und schon gibt es den nächsten Schock. Parallel gibt es neben den Jugendlichen im Wald einen weiteren Schauplatz: den im Krankenhaus liegenden Sten. Ich habe mich von Anfang an gefragt, was er mit der ganzen Sache zu tun hat und war beim Lesen etwas irritiert, weil er irgendwie nicht ins Bild passte. Am Ende hat sich herausgestellt, dass es ein geschickt gewählter zweiter Handlungsstrang war. Das Ende der Geschichte hätte ich mir dennoch anders vorgestellt, ich hatte ein bisschen gehofft, dass es eine Art Wiedersehen oder "Abrechnung" gibt. 

    Insgesamt war es eine spannende, nervenkitzelnde Lektüre, die mir das ein oder andere Mal Gänsehaut beschert und sich am Ende zum Guten gewandt hat.

  22. Cover des Buches Stigmata (ISBN: 9783401508306)
    Beatrix Gurian

    Stigmata

     (291)
    Aktuelle Rezension von: Wortmagie

    Der Jugendthriller „Stigmata: Nichts bleibt verborgen“ ist ein Projekt der deutschen Autorin Beatrix Gurian, das sie gemeinsam mit ihrem Ehemann Erol Gurian realisierte. In dem Roman spielen alte Fotos eine entscheidende Rolle. Bevor das Buch erschien, entwickelte sich in einem Gespräch zwischen der Schriftstellerin und ihrer Agentin die Idee, diese Fotos tatsächlich abzubilden. Glücklicherweise ist ihr Mann hauptberuflich Fotograf und war sofort bereit, seinen kreativen Beitrag zu leisten. Die Motive ergaben sich aus der Geschichte, an einigen Stellen passte Beatrix Gurian diese jedoch den Ergebnissen ihres Shootings an. Auf diese Weise entstand ein einzigartiges Gesamtwerk, in dem die Fotos von Erol Gurian mehr als Illustrationen sind.

    Emmas letzte Worte an ihre Mutter waren hässlich. Leider kann sie sie nicht zurücknehmen, denn ihre Mutter verunglückte bei einem Autounfall. Seit zwei Wochen verbarrikadiert sich Emma in ihrer Wohnung, zerfressen von Schuld und Kummer. Das penetrante Klingeln an der Tür ignoriert sie. Als das Läuten endlich aufhört, liegt auf ihrer Schwelle ein Päckchen. Es enthält ein altmodisches Fotoalbum, aus dem alle Fotos entfernt wurden. Bis auf eines. Auf der letzten Seite klebt eine Fotografie, die ihre Mutter als Kleinkind zeigt. Darunter steht in Druckbuchstaben „Wenn du wissen willst, wer die Mörder deiner Mutter sind, meldest du dich an“. Ein beigelegtes Prospekt führt Emma zu einem elitären Jugendcamp in einem alten Schloss. Was hat das mit dem Tod ihrer Mutter zu tun? Wieso behauptet der unbekannte Absender, sie sei ermordet worden? Fest entschlossen, dem Rätsel auf den Grund zu gehen, meldet sich Emma für das Camp an und erreicht wenige Wochen später das mysteriöse Schloss. Doch die Geheimnisse ihrer Mutter sind tief vergraben und schon bald gerät Emma selbst in tödliche Gefahr…

    „Stigmata: Nichts bleibt verborgen“ weist erstaunlich viele Parallelen zu einem Slasher-Horrorfilm auf. Diese Erkenntnis überrascht mich selbst, denn anfangs war es lediglich die Ausgangssituation des Romans, die mich an dieses Filmgenre erinnerte: vier Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren werden unter einem Vorwand in ein baufälliges, einsam gelegenes Jagdschloss gelockt und müssen ihre Handys an drei Betreuer_innen abgeben. Ich hätte ja schon da schnurstracks kehrt gemacht, weil ich sofort roch, dass irgendwas faul ist, aber natürlich hat unsere Protagonistin und Ich-Erzählerin Emma legitime Gründe, zu bleiben. Schließlich will sie herausfinden, wer ihre Mutter ermordete und warum. Je länger ich über das Buch nachdachte, desto deutlicher entpuppte sich der weitere Verlauf ebenfalls als Slasher-Reminiszenz. Die Teenager werden zunehmend Opfer seltsamer Ereignisse, die darauf schließen lassen, dass jemand ihnen Böses will. Emma betreibt unterdessen Nachforschungen, schnüffelt herum und entdeckt geschickt platzierte Hinweise, die ihr klarmachen, dass sie absolut nichts über die Vergangenheit ihrer Mutter weiß. Dennoch entzieht sich ihr des Rätsels Lösung, bis der Täter entscheidet, die Situation eskalieren zu lassen und es zum Showdown kommt. Diese Handlungsstruktur findet man in verschiedenen Abwandlungen sehr häufig in Slasherfilmen. Das entscheidende Element darin ist die fehlende Kontrolle der Opfer. Beatrix Gurian gaukelt ihren Figuren, vor allem Emma, in „Stigmata“ die Illusion von Kontrolle vor, bis diese Illusion durch den großen Auftritt des Täters zerplatzt und sie ihm plötzlich hilflos gegenüberstehen. Emma glaubt, sie käme der Antwort, was wirklich mit ihrer Mutter geschehen ist, durch ihre eigenen Bemühungen näher, in Wahrheit folgt sie jedoch nur den Brotkrumen, die der Antagonist absichtlich hinterlässt. Für mich erklärt diese Analyse, wieso mir Emmas Spurensuche von Beginn an merkwürdig ziellos erschien und ich ihre Prioritäten nicht nachvollziehen konnte, obwohl ich den Thriller durchaus spannend fand und die involvierten Fotos die schaurige Atmosphäre des Settings vorteilhaft unterstützen. Gurian konnte Emma nicht erlauben, eigenständig Fortschritte zu machen, weil sie ihr dadurch mehr Kontrolle zugestanden hätte, als sie angesichts des nahenden Showdowns haben durfte. Zusätzlich bringt sie Leser_innen von „Stigmata“ in eine Position, in der sie Emma überlegen sind, indem sie eine zweite Zeitlinie eröffnet, die die Kindheit und Jugend ihrer Mutter thematisiert und eine Einordnung der Fotografien ermöglicht. Ich fand diese Entscheidung unglücklich, weil ich lieber mit Emma zusammen gerätselt hätte, statt ihr in einigen Punkten voraus zu sein. Meine Unwissenheit hätte der offenbarenden Konfrontation mit dem Täter mehr Gewicht verliehen, die auf mich so wie sie ist etwas lahm wirkte. Ähnlich wie in einem Slasherfilm streifte Beatrix Gurian die sich anbietende Systemkritik lediglich und richtete das Finale von „Stigmata“ beinahe völlig auf ihren Bösewicht aus, dessen Handlungsweise mich nicht so recht überzeugen wollte. Da wäre mehr drin gewesen.

    Ich mag Slasher-Horror. Ich mochte auch „Stigmata: Nichts bleibt verborgen“. Die spezifische Handlungsstruktur, die die Filme ebenso auszeichnet wie das Buch, enthält jedoch einige Fallstricke, die, bleiben sie unbeachtet, dazu führen, dass diese Form der Unterhaltung niemals die vorderen Plätze meiner Favoritenliste füllen wird. „Stigmata“ ist ein kurzweiliger, angemessen dramatischer Jugendthriller, dessen Geschichte mir insgesamt weniger imponierte als die Kulisse und die Eindrücke, die ich durch die integrierten Fotos gewann. Beatrix Gurian gelang es, mir eine unterhaltsame Lektüre zu schenken, aber meiner Meinung nach blieb sie hinter dem tatsächlichen Potential ihrer Geschichte zurück, weil sie sich zu sehr auf Einzelschicksale konzentrierte, statt die Frage nach der hintergründigen Verantwortlichkeit aufzuwerfen. Nichts bleibt verborgen – vergolten wird hingegen längst nicht alles.

  23. Cover des Buches Devil's River (ISBN: 9783426517154)
    Thomas Thiemeyer

    Devil's River

     (65)
    Aktuelle Rezension von: Taya

    Durch den Tod ihrer Großmutter "Lizzy" erbt die 26jährige Eve das Haus und einen Schlüssel, den niemand zu kennen scheint. Als sie das Haus mit ihrer besten Freundin betritt, suchen sie überall, wo dieser Schlüssel passen könnte, doch keine Chance. Bis sie dann auf den Dachboden kommen, wo Eve sich früher schon oft aufgehalten hat. Dort finden sie eine - für Eve - neue Truhe, zu welcher der Schlüssel passt. 

    In der Truhe sind allerhand Bücher, Zettel und Kleinigkeiten. Gemeinsam mit einem Brief ihrer Großmutter. Schnell beginnt sie mit ihrer besten Freundin, die Truhe zu durchforsten, alles zu sortieren durch zu schauen. Bis sie das Buch findet, was sie als erstes lesen sollte. 


    In diesem Buch geht es um River. Diese lebt als Weiße in einem Indianerstamm, als Heilerin. Sie wurde als Kind von diesem Stamm aufgenommen, als ihre Eltern verstarben. Doch warum nahmen die Indianer eine Weiße auf. Und was hat das ganze mit dem Serienmörder Nathan Blake zu tun? 

    Schnell wird klar, dass es eine Familiengeschichte zu sein scheint, denn das Amulett, das River immer trägt, ist ebenfalls mit in der Kiste. 


    River und Nathan Blake machen sich, nachdem River Nathan aus der Gefangenschaft der Sherriffs befreit hat, auf den Weg, einen Dämon zu suchen, der das ganze Dorf von Rivers Stamm verjagt und Großteils getötet hat. Nur sie wäre noch in der Lage, diesen Dämon zu stoppen. 

    Ob River und Nathan es schaffen, wie der Dämon aufgetaucht ist und was da noch so alles hinter steckt, möchte ich hier gar nicht weiter aufschreiben, denn ihr sollt dieses Buch selber lesen, denn es lohnt sich auf jeden Fall. Die Geschichte um River, Nathan und irgendwie auch von Eve, sind wirklich interessant und machen einfach nur neugierig. 


    Von mir bekommt "Devil's River" 4 Schmetterlinge für tolle Unterhalten, Spannung und kleinere Überraschungen. 

    Danke an Thomas Thiemeyer, dass er dieses Buch geschrieben hat. 

  24. Cover des Buches Fürchte nicht das tiefe blaue Meer (ISBN: 9783570308844)
    April Genevieve Tucholke

    Fürchte nicht das tiefe blaue Meer

     (99)
    Aktuelle Rezension von: mangomops

    Inhalt: 

    In Violet Whites verschlafenem Küstenort ist nicht viel los – bis River West in Violets Gästehaus einzieht. Plötzlich wird ein Phantom gesichtet, Kinder verschwinden und ein Mann bringt sich um. Hat River damit zu tun? Er weicht jeder Frage über seine Vergangenheit aus. Violets Großmutter hat sie vor dem Teufel gewarnt – aber dass er ein Junge sein könnte, der viel Kaffee trinkt, gerne in der Sonne schläft und Violet auf dem Friedhof so küsst, dass man zurückküssen möchte – das hat sie nicht gesagt. Während der Horror eskaliert, verliebt sich Violet so heftig, dass sie River nicht mehr widerstehen kann – und genau das ist seine Absicht … 


    Meine Meinung:
    Ein tolles Buch, was man nicht aus der Hand legen möchte. Es ist eine Story, die mich nicht so schnell an andere Bücher erinnert.
    Die Charaktere sind toll und es ist auch schön geschrieben. Ich kann es auf jeden Fall weiter empfehlen. 

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