Bücher mit dem Tag "nachbarschaft"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "nachbarschaft" gekennzeichnet haben.

131 Bücher

  1. Cover des Buches Die Bücherdiebin (ISBN: 9783570403235)
    Markus Zusak

    Die Bücherdiebin

    (4.692)
    Aktuelle Rezension von: _lenas-buecherwelt_

    "Die Bücherdiebin" zeigt, dass Worte ein Rückzugsort und ein Abenteuer sein können, doch gleichzeitig können sie auch gefährlich werden.
    Der Schreibstil war etwas anders als bei den meisten Büchern, die ich bis jetzt gelesen habe. Daran musste ich mich erst ein wenig gewöhnen, war dann aber schnell in der Geschichte drin.
    Der Tod ist in der Geschichte der Erzähler. Er berichtet von dem kleinen Mädchen Liesel, dem er öfter in verschiedenen Situationen begegnet ist und dessen Geschichte ihn nicht losgelassen hat. Er schildert auch auf eine besondere Weise die Zeit während des zweiten Weltkriegs und berichtet über den Alltag und das Überleben in Deutschland, über Hoffnung, Schuld und eben auch über den Tod.
    Liesel ist ein mutiges Mädchen, das in Büchern und Worten ihren Rückzugsort gefunden hat und die in ihren jungen Jahren schon einiges erlebt hat und nun bei Pflegeeltern aufwachsen soll. Hans Hubermann war für sie ein toller Vater und ist für sie ebenfalls zu ihrem Rückzugsort geworden. Auch Rosa Hubermann hat Liesel in ihr Herz geschlossen, sie hat nur eine andere Art und Weise ihre Liebe auszudrücken. Rudi und Max sind für Liesel zu zwei guten Freunden geworden.
    Auch die Gestaltung de Buchs war etwas besonderes, mit Zeichnungen, Geschichten und Bildern von Max.
    Die Geschichte hat mich nachdenklich gemacht, mich berührt und mir auch die ein oder andere Träne entlockt.

  2. Cover des Buches Obsidian 1: Obsidian. Schattendunkel (ISBN: 9783551321053)
    Jennifer L. Armentrout

    Obsidian 1: Obsidian. Schattendunkel

    (6.141)
    Aktuelle Rezension von: asome

    Obsidian – Schattendunkel von Jennifer L. Armentrout ist der erste Band einer fünfteiligen Reihe, die in den letzten Jahren irgendwie an mir vorbeigegangen ist. Immer wieder habe ich das Buch in Buchhandlungen gesehen oder etwas darüber gelesen, es aber nie wirklich auf dem Schirm gehabt.

    Mit Mitte 40 gehöre ich nicht mehr ganz zur eigentlichen Zielgruppe, daher fiel mir der Einstieg zunächst etwas schwer. Der Beginn erinnert stark an einen typischen Teenagerroman – Umzug, Herzschmerz und Highschooldrama inklusive. Doch etwa ab der Mitte nimmt die Geschichte spürbar Fahrt auf, und die Welt der Lux erweist sich als erfrischend anders.

    Die Handlung wird zunehmend spannender, und die Hintergründe um die Lux sowie ihre Präsenz auf der Erde werden nach und nach aufgedeckt. Obsidian – Schattendunkel ist sicher kein absolutes Highlight, aber ein unterhaltsamer Zeitvertreib, der Lust auf die weiteren Bände der Reihe macht.

  3. Cover des Buches Vergissmeinnicht - Was man bei Licht nicht sehen kann (ISBN: 9783596706181)
    Kerstin Gier

    Vergissmeinnicht - Was man bei Licht nicht sehen kann

    (1.309)
    Aktuelle Rezension von: Bookish_Thoughts

    Kerstin Gier war für mich früher einfach Magie pur ✨

    Ich habe ihre Silber-Reihe und die Edelstein-Trilogie geliebt, sie waren ein riesiger Teil meiner Lesejugend. Ihr Schreibstil, die Fantasiewelten, der Humor… all das hat mich damals total verzaubert. Ich habe besonders Silber so oft gelesen, sie war meine Wohlfühl-Buchreihe. Ich würde sogar soweit gehen und sagen ihre Bücher waren mein Einstieg in die Fantasywelt der Bücher. 

    Als ich Vergissmeinnicht angefangen habe, kam dieses nostalgische Gefühl direkt wieder hoch. Es war, als würde ich kurz in meine alte Lesezeit zurückkehren mit einem warmen Lächeln.

    Ich muss aber ehrlich sagen: Vielleicht bin ich einfach ein bisschen rausgewachsen aus dem Stil. Trotzdem war es schön, wieder in diese verspielte, verträumte Fantasy-Welt einzutauchen, die Kerstin Gier erschaffen hat. 

    Die Beziehung zwischen Matilda und Quinn fand ich richtig süß! Langsam, charmant und mit dieser typischen Kerstin-Gier-Leichtigkeit.

    Auch wenn mich das Buch nicht ganz so gefesselt hat wie Silber, hat es mir ein Stück meines alten Lesezaubers zurückgegeben und allein dafür mochte ich es sehr. 💜

  4. Cover des Buches Unterleuten (ISBN: 9783442719761)
    Juli Zeh

    Unterleuten

    (680)
    Aktuelle Rezension von: Hubertus_Feldmann

    Um es vorwegzusagen: Dieses Buch ist zum Wiederlesen geeignet, auch zum Verschenken. Ja, auch zum Verschenken, trotz seiner über 600 Seiten und erst recht, aus dem Gefühl heraus, es könnte dem Beschenkten nicht gefallen. Diese Gefahr besteht hier kaum. Eher besteht die Gefahr, dass der Beschenke dieses Buch bereits gelesen hat.

    Für die Erstleser empfiehlt sich ein gut gespitzter Bleistift, denn hier wird nicht nur eine äußerst vielseitige und vertrackte Geschichte (es sind eher Geschichten, die zueinanderfinden) aufgeblättert, sondern es kommt so manche Lebensweisheit zum Zuge oder ins „Gespräch“, die den Leser einnimmt, ihn aufrüttelt und ein stückweit begleitet – bis zum nächsten Highlight. Und dies alles in einer Sprache, die komponiert erscheint, in denen die Worte stilsicher zueinander finden, die das Lesen als solches schon zu einem Genuss machen.

    So werden beim Lesen Verstand und Emotionen vielfach gefordert, ohne zu überfordern. Mal staunt man über die „Hartnäckigkeit“ (oder ist es Sturheit, Überforderung, Verletztheit, Traurigkeit?) mancher Akteure, mal über die Leichtigkeit, mit der Dinge angepackt werden. Wären da nicht diese Einflüsse von außen, so könnte die Geschichte sicher endlos weitergesponnen werden. So aber kann sich auch Unterleuten nicht weiter wegducken und das Lebensspiel „unter sich“ ausmachen. Wie die sich daraus ergebenden alten Fälle in die neuen hineinschleichen, wie all dies verwoben ist, dafür gibt es nur einen Begriff: brillant.

    (20.11.2018)

  5. Cover des Buches Girl on the Train (ISBN: 9783764506018)
    Paula Hawkins

    Girl on the Train

    (1.259)
    Aktuelle Rezension von: Buch_blume

    Girl on the Train von Paula Hawkins hatte für mich ehrlich gesagt massiv viel Potenzial und genau das wurde leider komplett verschenkt. Und ja, ich sage es wie es ist. Man hat eine richtig gute Idee genommen und sie gefühlt einfach in die Mülltonne geworfen. 🙃


    Was mich tatsächlich bis zur letzten Seite getragen hat, war einzig und allein der Schreibstil der Autorin. Der ist detailliert, atmosphärisch und wirklich stark. Das Lesen an sich hat Spaß gemacht, weil sie einfach wahnsinnig gut schreiben kann. Dafür gibt es von mir ein klares Wow. ✨


    Aber der Rest war eher ernüchternd. Die Spannung war kaum vorhanden. Plot Twists habe ich entweder früh kommen sehen oder sie haben mich einfach komplett kaltgelassen. Teilweise habe ich mich wirklich gelangweilt und mich gefragt, warum manche Szenen so ausgeschlachtet werden mussten. Und die Charaktere sind mir stellenweise einfach nur auf die Nerven gegangen. Ich habe manche Entscheidungen überhaupt nicht nachvollziehen können. 😅


    Einige wichtige Themen werden zwar gut aufgegriffen und das möchte ich dem Buch auch lassen. Ich will hier gar nicht spoilern. Aber genau darauf wurde sich dann fast ausschließlich fokussiert, während Spannung und Dynamik komplett auf der Strecke geblieben sind. Das gesamte Drumherum hat sich für mich dadurch einfach verloren angefühlt.


    Unterm Strich wird es definitiv kein Lieblingsbuch von mir. Der Schreibstil war das klare Highlight, die Geschichte selbst leider nicht mein Fall. Schade, denn da wäre wirklich so viel mehr drin gewesen. 🤷‍♀️📖


  6. Cover des Buches Altes Land (ISBN: 9783328602101)
    Dörte Hansen

    Altes Land

    (757)
    Aktuelle Rezension von: ratherbehappythandignified

    In „Altes Land“ von Dörte Hansen geht es um Vera, die in jungen Jahren mit Ihrer Mutter aus Ostpreußen in das Alte Land bei Hamburg flüchtet. Vera wächst dort in einem alten Bauernhaus auf und fühlt sich unglaublich verwurzelt, aber doch nie wie angekommen in diesem Haus. In Dörte Hansen Roman erfahren wir wie Vera aufwächst, aber erhalten auch Einblicke in die Leben ihrer Nachbarn und Familienmitglieder. Das Leben für Vera nimmt noch einmal eine Wendung, als ihre Nichte bei ihr einzieht. Auch diese hat einige Erfahrungen in ihrem Leben machen müssen. Doch schweißt das die Beiden zusammen?

    Mir hat „Altes Land“ an sich gut gefallen, nur fand ich es sehr schwer in die Geschichte reinzukommen. Man fühlt sich als Leser:in manchmal etwas allein gestellt, denn es werden von Anfang an sehr viele Personen genannt, die man erst einmal allein versuchen muss einzuordnen. Wir werden richtig in die Handlung reingeworfen und hat man den einen Teil sortiert, ist man schon wieder eine Zeitebene weiter. Doch wenn man hier erst einmal einen roten Faden gefunden hat, macht die Geschichte wirklich Spaß und hat einen Tiefgang, der einen wirklich in seinen Bann zieht. Im Laufe der Seiten werden dann noch weitere Figuren vorgestellt, die das Leben auf dem „Alten Land“ in humorvoller Weise einmal mehr veranschaulichen. Ich fand es insgesamt ein schönes Buch und auch jetzt, Tage nach dem Lesen, kann ich mich noch an Vera und ihre Nichte zurückerinnern und mit ihnen mitfühlen.

  7. Cover des Buches Das Jahr, in dem ich dich traf (ISBN: 9783596521166)
    Cecelia Ahern

    Das Jahr, in dem ich dich traf

    (398)
    Aktuelle Rezension von: Miripanda

    Schwaches Buch der Autorin...

    Jasmine wird von der Arbeit freigestellt und kümmert sich 1 Jahr um sich selbst und ihren Garten. Ihrem Nachbarn Matt geschieht Ähnliches, sie kann ihn allerdings nicht ab, stalkt ihn aber aus Gründen...

    Letztendlich entwickelt sich über Umwege eine Freundschaft und das Leben von Jasmine ändert sich.

    Die Geschichte beginnt interessant und bis zur Hälfte bin ich auch am Ball geblieben, allerdings ändert sich nur das Leben von Jasmine. Sie selber entwickelt sich gefühlt auf den letzten 10 Seiten. 

    Man sollte auch meinen, dass sie keine Erwachsene ist. Sie trifft nicht nachvollziehbare Entscheidungen, lügt mehrfach und lernt nix daraus. Welcher Erwachsene verteilt bitte als Rache Klopapier in Nachbars Garten...

    Der Alkoholmissbrauch ging mir auch zu weit in diesem Buch.

    3 Sterne nur gerade so, weil es bis zur Hälfte gut war und ich die Nebenrollen mochte.

  8. Cover des Buches Ein Mann namens Ove (ISBN: 9783442493951)
    Fredrik Backman

    Ein Mann namens Ove

    (848)
    Aktuelle Rezension von: Sanne54

    Ich denke, der Inhalt ist hinlänglich bekannt. Für mich war Parvaneh, die Nachbarin Oves und Vertreterin einer neuen (Ove suspekten) Generation, der eigentliche Star des Buches, der es auf sehr empathische, aber auch bestimmte Art und Weise immer wieder (unausgesprochen) gelingt, das Leben des Witwers zu retten, der mit allerlei Möglichkeiten versucht sich das Leben zu nehmen, nachdem er kurz nach dem Tod seiner geliebten Frau in den Vorruhestand geschickt wird. Ove selbst ist kein Sympathieträger und will es auch nicht sein, aber sie sieht seine gute Seele.

    Darüberhinaus haben mir leider weder der Schreibstil noch der Humor zugesagt, wobei ich die Rückblenden, die nach und nach Einblick in die Biografie Oves geben, gut gefallen haben. Geschickt gelingt es dem Autor mehr und mehr Verständnis für seinen Protagonisten aufzubauen.

    Das Ende war mir dann aber doch too much und Oves Entwicklung auf den letzten ca 50 Seiten irgendwie auch nicht glaubwürdig. 

    Trotz allem natürlich gute Unterhaltung mit guter Botschaft. Auch die Überzeichnung ist natürlich ein probates Stilmittel, aber in dem Fall leider nicht meins.

  9. Cover des Buches Der Joker (ISBN: 9783570315170)
    Markus Zusak

    Der Joker

    (1.365)
    Aktuelle Rezension von: UnkreativeKreative

    Ed erhält Spielkarten, auf denen verschiedene Informationen stehen und er muss herausfinden, was es mit diesen auf sich hat. Jede Information, die er erhält, zielt darauf ab, jemandem zu helfen, der gerade dringend Hilfe braucht. Während Ed anfangs total überfordert und planlos ist, weiß er mit der Zeit sich selbst und den anderen Leuten immer besser zu helfen und erhält auch auf sein eigenes Leben einen neuen Blick.

    Das Buch ist leicht zu lesen und die Seiten blättern sich quasi von selbst um.

    Das Beste war für mich, dass Ed gelernt hat, dass die Dinge, die für ihn banal erscheinen, für andere Leute super wichtig sein können und sich unerwartet positiv auswirken können - auch auf das eigene Leben. Gerade für jüngere Leser eine schöne Moral - die für dich unbedeutendsten Kleinigkeiten können für jemand anderen die Welt bedeuten. Und wenn du anderen Leuten hilfst kommt auch immer wieder etwas Gutes auf dich zurück - nicht nur ein gutes Gefühl. Und letztendlich hilft Ed sich selbst damit am meisten.

  10. Cover des Buches Über Menschen (ISBN: 9783442772193)
    Juli Zeh

    Über Menschen

    (439)
    Aktuelle Rezension von: Hubertus_Feldmann

     „Über Menschen“, „Unterleuten“, die Ähnlichkeit in den Titeln der beiden Bücher von Juli Zeh ist natürlich kein Zufall. Das wird nicht nur an den subtil ausgewählten Titeln deutlich, sondern auch spätestens bei geschickt eingewobenen Schlenkern im aktuellen Buch der Autorin: „In solchen Gegenden stellt man noch eine Menge Windräder ab, verbietet den Pendlern den Diesel, versteigert die Felder der Bauern meistbietend an Investoren […]“. 

    Geht es in „Unterleuten“ primär um Windräder, ist in „Über Menschen“ die Auseinandersetzung mit rechtem Gedankengut und rechter Gewalt Dreh- und Angelpunkt einer außergewöhnlichen Beziehungsgeschichte. Beide Werken sind in fiktiven Orten in der „Sandbüchse Deutschlands“, Brandenburg, angesiedelt, beide Werke gehen irgendwie verständnisvoll, ja man könnte sagen, fast liebevoll, mit dem besonderen Menschanschlag der „Leute vom Dorf“ um. Und noch immer klingt mit: Und im Osten ist alles noch viel ausgeprägter (um den Begriff „schlimmer“ zu vermeiden).

    Kaum einen Unterschied gibt es allerdings bei der tiefgründigen, dem Menschen zugewandten Auseinandersetzung mit den verschieden Themen – in dem ganz eigenen Juli Zeh-Sound. In den man sich durchaus verlieben kann: alle Worte am richtigen Platz, kein Wort verschwendet. Liebe durchweht auch „Über Menschen“ und zwar auf eine schließlich so feinfühlige Art, dass einem vor lauter Fragen und mitfühlen ganz schwindelig wird. Dabei ist die Auseinandersetzung, trotz aller aufkommenden Fragen, immer deutlich: „‘Das 21. Jahrhundert springt euch mit dem Arsch ins Gesicht. Jede Frau bei der Bundeswehr, jede Homo-Ehe, jeder Zuwanderer, jedes neue Klimapaket, das alles springt euch ins Gesicht, und zwar mit dem Arsch!‘“ Ohne jedoch den Menschen dabei aus den Augen zu verlieren oder auch: verloren zu geben.

    Ein „Dorf-Nazi“ mit seiner Tochter, einem Hund, der auf den seltsamen Namen „Jochen-der-Rochen“ hört, ein zuvorkommender Nachbar, zwei nicht nur pflanzenverliebte „rechte Gestalten“ und das Dorf „Bracken“, das zu mancherlei Wortspiel verführt, bilden die neue Heimat (?) der Protagonistin, die sich von ihrem Mann getrennt hat und nun auf dem Land eine neue Lebensform ausprobieren möchte. Denn schließlich kann man das „Home-Office“ von nahezu jedem Platz auf dieser Erdkugel betreiben. Die Geschichte greift tief in die jüngere Vergangenheit der Republik ein, Stichwort: Rostock-Lichtenhagen 1992. Sie zeigt aber auch die Hintergründe für ein „Hineingeraten“, für die Macht der jeweiligen Realität, sprich Umwelt. Und das alles nicht so einfach ist, wie es scheint oder wie man es haben möchte: „Horst Wessel und Hortensien. Könnte der Anfang eines dadaistischen Gedichts sein. Natürlich steht nirgendwo geschrieben, dass Neonazis keine Hortensien mögen. Komisch ist es trotzdem [wenn man sie in ihrem Umfeld vorfindet]. Eine Bedrohung des lebenswichtigen Irrtums, man könnte das Gute und das Böse spielend leicht auseinanderhalten.“

    Dieses Buch ist auch ein Buch der Annäherung, möglicherweise der Aussöhnung, die, falls sie gelingen soll, wohl nur zwischen einzelnen Menschen selbst gelingen kann. Aber das wäre ja schon mal ein Anfang. Bleiben wir im Gespräch …

    (27.4.2021)

  11. Cover des Buches Mein Sommer nebenan (ISBN: 9783570317020)
    Huntley Fitzpatrick

    Mein Sommer nebenan

    (1.003)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Samantha ist siebzehn Jahre alt, als sich in einem Sommer ihr ganzes Leben verändert. Vor Jahren zog sie mit ihrer Mutter und ihrer Schwester in eine schönes Haus. Nach der Trennung der Eltern versuchte die übereifrige Senatorin alles für ihre Töchter zu tun und in Samantha sah sie ihre Zuverlässigkeit, ihren Anker. Zum entsetzen der Mutter zog im Nebenhaus eine 10 köpfige Familie ein. Kontaktverbot galt vom ersten Tag an. In diesem Sommer aber steht plötzlich Jase auf Sams Dach. Er ist hübsch, nett, mit einem unglaublichen Lächeln und er verändert ihre Gefühle. Sie verliebt sich in ihn und ist hin und weg. Ihre Mutter ist geschockt und hätte von ihrer Tochter etwas anderes erwartet, aber sie ist zu sehr mit ihrem nächsten Wahlkampf beschäftig, als wirklich massiv gegen diese erste Liebe vorzugehen. Samantha lernt zum ersten mal das Leben in einer intakten Familie kennen und die Gefühle zu Jase wachsen jeden Tag, aber dann passiert ein grauenhafter Unfall. Huntley Fitzpatrick hat zwei Familien erschaffen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Die Liebesbeziehung zwischen Samantha und Jase ist so wunderschön, zart, realistisch und bezaubernd, dass man sich selbst verlieben möchte. Die Beschreibung der schrecklichen Ereignisse sind spannend wie ein Krimi und so ist es nicht nur eine Liebesgeschichte, sondern auch ein Buch über Suchen und Finden, über Macht und Taubheit und Vergebung und Glück. Großartig!

  12. Cover des Buches Sherlock Holmes und der Hund von Baskerville (ISBN: 9783954187065)
    Arthur Conan Doyle

    Sherlock Holmes und der Hund von Baskerville

    (463)
    Aktuelle Rezension von: Christian_Fis

    Ich habe den Roman in der Übersetzung von Gisbert Haefs gelesen.

    Doyles Roman verbindet gekonnt Schauergeschichte und Detektivroman: In der düsteren Moorlandschaft wird ein möglicherweise übernatürliches Verbrechen durch Holmes’ kühle Logik aufgelöst. Die Auflösung ist vollständig und berücksichtigt alle zuvor verstreuten Hinweise – ein Paradebeispiel für klassische Kriminallogik.

    Aus heutiger Sicht wirkt es unfreiwillig komisch, dass das Übernatürliche im Namen der Wissenschaft als Aberglaube einfacher Leute abgetan wird, während gleichzeitig die Phrenologie – das Deuten von Charakter und Intelligenz anhand der Schädelform – als ernsthafte wissenschaftliche Beschäftigung dargestellt wird. Die weiblichen Figuren sind passiv, klischeehaft und rein funktional. Insgesamt spiegeln sich hier sehr verstaubte Weltbilder. 

    Dennoch – oder gerade deshalb – bleibt der Roman sehr lesenswert, nicht nur als Krimi, sondern auch als spannendes Dokument seiner Zeit.

  13. Cover des Buches Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie (ISBN: 9783596522507)
    Rachel Joyce

    Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie

    (161)
    Aktuelle Rezension von: Metalfischchen

    Zusammenfassung:

    Der gutmütige, Bärengrosse Frank besitzt Ende Achtzigerjahre einen Plattenladen in einer heruntergekommenen Strasse. Ein kurzes Gespräch reicht ihm, um genau zu wissen, welches Lied seine Kundschaft gerade hören muss, um sich besser zu fühlen. Die Nachbarschaft setzt sich aus Exzentrikern zusammen, die sich gegenseitig helfen und sich tapfer gegen den Niedergang wehren.

    Frank ist Dauer-Single. Ein Umstand, der sich mit dem Auftauchen der mysteriösen Deutschen Ilse zu ändern droht, auch wenn sich beide wegen vergangener Erlebnisse dagegen sträuben. Nebenbei kämpft Frank zunehmend einsam gegen die Übermacht der CD.

    Meinung:

    Weil ich nicht in der Stimmung war für etwas so Melancholisches wie Das Geheimnis der Queenie Hennessy oder Das Jahr, das zwei Sekunden brauchte, habe ich lange mit weiteren Werken von Joyce gezögert.  Mister Frank war aber wieder etwas näher an der unwahrscheinlichen Pilgerreise, in dem Sinn, dass neben der ruhigen Melancholie auch wieder mehr situativer Humor dabei war, mehr Hoffnung auf gute Zeiten, mehr Leichtherzigkeit. Wobei es schon einige Jahre her ist, dass ich Joyces ältere Bände gelesen habe, es kann also auch sein, dass mich die Erinnerung trügt.

    Der Schauplatz ist trostlos und alle Figuren haben (wie im echten Leben) einen grösseren oder kleineren Knacks, auf Englisch "Baggage". Und trotzdem sind alle im Kern so gut, trotzdem gibt es so viel Schönes in dieser Geschichte. Da ist z.B. Maud, die streitbare Punklady mit gepflegtem Innengarten; Ex-Priester Anthony, der durchgebrannte Pärchen segnet und vergilbte Jesusfiguren verkauft. Oder die kulinarisch untalentierte Wirtin, die sich ungefragt zur Liebesbotschafterin mausert.

    Auf jeden Fall war Mister Frank während der längsten Lesedauer eine Wohlfühllektüre – bis es dann kurz vor Ende, wie man es von Joyce kennt, doch noch so richtig traurig wird. In diesem Fall geht es jedoch auch wieder bergauf und man wird nicht niedergeschlagen zurückgelassen, im Gegenteil.

    Neben schräg-sympathischen Figuren und dem langsamen Aufdecken und Aufarbeiten einer Tragödie, wie gewohnt von Joyce, spielt hier auch die Musik eine wichtige Rolle.

    Wenn im Text ein Song erwähnt wurde, habe ich ihn zum Lesen gehört. Das hat natürlich geholfen, noch mehr Leben in die Geschichte zu bekommen. Etwas musikalische Allgemeinbildung und Inspiration, aus meinen gewohnten Genres auszubrechen, habe ich so nebenbei auch gesammelt.

  14. Cover des Buches Happy Ever After – Wo das Glück zu Hause ist (ISBN: 9783492316347)
    Jenny Colgan

    Happy Ever After – Wo das Glück zu Hause ist

    (283)
    Aktuelle Rezension von: miah

    Inhalt:
    Als die Bibliothek, in der Nina arbeitet, schließt, steht sie plötzlich vor dem Nichts und muss sich dringend einen neuen Job suchen. Das ist doch die Gelegenheit, sich den Traum einer eigenen Buchhandlung zu erfüllen, oder?

    Meine Meinung:
    Ich habe das Buch vor dem Sommerurlaub in einem Bücherschrank gefunden und war mir sicher, dass ein Buch über eine bücherliebende Protagonistin nur gut sein kann. Ich kannte die Autorin vorher nicht, auch wenn ich schon einige ihrer Titel in der Hand hatte. Mit Nina konnte ich mich von Beginn an sehr gut identifizieren.

    Nina arbeitet in einer Bibliothek und liebt ihren Job. Sie hat ein großartiges Gespür dafür, was die Besucher der Bibliothek lesen möchten oder gerade brauchen. Als die Bibliothek geschlossen und modernisiert werden soll, wird Ninas Stelle gestrichen. Ich fand die beschriebene Entwicklung in der Branche glaubwürdig, denn Bibliotheken sind inzwischen oftmals viel mehr als nur ein Ort, um Bücher auszuleihen. Doch Nina steht vor einem großen Problem. Sie denkt, dass sie nichts anderes kann, aber sie braucht dringend einen neuen Job, vor allem um sich neue Bücher kaufen zu können. Nina besitzt so viele (ungelesene) Bücher, das konnte ich mir nicht nur sehr gut vorstellen, sondern auch nachvollziehen.

    Nina ist eher schüchtern und zurückhaltend, doch die Not zwingt sie, einen Plan zu schmieden und was liegt näher als eine eigene Buchhandlung zu eröffnen? Nina steht vor einigen Schwierigkeiten, doch sie gibt nicht auf und versucht, für alles eine Lösung zu finden.

    Mir hat die Geschichte von Nina sehr gefallen. Die Sprache ist angenehm, leicht und locker, sodass sich das Buch sehr gut lesen lässt. Ninas Liebe für Bücher wird sehr deutlich, die ganze Geschichte ist eine Hommage ans Lesen. Besonders gefallen hat mir das tolle schottische Setting. Man hatte wirklich das Gefühl, vor Ort zu sein und ich fand vor allem Ninas neues Zuhause sehr gemütlich.

    Trotzdem gibt es auch ernste Themen. Nicht nur, dass es Nina immer wieder auf Schwierigkeiten stößt, auch das Leben in Schottland ist mit Höhen und Tiefen verbunden. Nina gelingt es, sehr schnell ein Teil der Gemeinschaft zu werden. Sie blüht richtig auf und erobert die Herzen der Bewohner. Nina gibt auch etwas zurück.

    Natürlich gibt es auch eine Liebesgeschichte, die zwar ziemlich vorhersehbar war, aber irgendwie trotzdem schön war. Für mich war das Buch die perfekte Urlaubslektüre und da sehe ich auch gerne über einige Kleinigkeiten hinweg. Daher wollte ich auch unbedingt noch den zweiten Teil der Geschichte lesen.

  15. Cover des Buches Ich bleibe hier (ISBN: 9783548288932)
    Catherine Ryan Hyde

    Ich bleibe hier

    (148)
    Aktuelle Rezension von: dodo2025

    Ich denke, das Buchcover sagt schon viel über den Buchinhalt aus. Der Inhalt erinnerte mich etwas an den Buchspazierer vom Carsten Henn,  da wie auch in diesem Buch geht es um ein Mädchen - Grace - was zwar altklug rüber kommen kann, aber doch irgendwie auch herzlich ist, wie sie sich um die Nachbarn kümmert und sogar Freundschaft schließt. Was auch dazu führt, dass es dem Nachbarn Billy Shine, der schon jahrelang nicht mehr aus dem Haus ging, weil er unter Agoraphobie leidet, langsam wieder besser geht und er wieder mehr am Leben teilnehmen kann. Somit unterstützen sich die Beiden gemeinsam, da Grace mit einer drogenabhängigen Mutter  zusammen lebt und dadurch Probleme entstehen, geben sie sich Unterstützung.

    Der Schreibstil war flüssig und gut geordnet. Mir hat das Buch gut gefallen und ich würde es weiter empfehlen, da es auch nicht so oberflächlich erzählt wird.

  16. Cover des Buches Rico, Oskar und die Tieferschatten (ISBN: 9783551316035)
    Andreas Steinhöfel

    Rico, Oskar und die Tieferschatten

    (404)
    Aktuelle Rezension von: Koala_1

    Rico ist ein Tiefbegabter Junge was so ungefähr das Gegenteil von Hochbegabt ist .Er verläuft sich schnell oder vergisst Sachen was sein Leben in Berlin nicht einfach macht zumal der gefährliche Entführer Mister 2000 gerade unterwegs ist es verschwinden deswegen viele Kinder.Rico hat keine Angst vor Mister 2000 er hat  keine Angst vorm Alleinsein oder dem Dunkeln das ist Rico ja ständig da seine Mutter im Nachtclub arbeitet . Er hat nur Angst vor dem verlaufen und vor den Tieferschatten das sind die Schatten die in leeren Wohnung gegenüber von ihm rumspuken . Alles in einem ist sein Leben sehr schwierig bis er Oscar trifft einen hochbegabten Jungen der wohl mehr als nur einen Plan von allem zu haben scheint .Doch dann passiert etwas schreckliches und das Buch geht erst richtig los.

    Ich finde das Buch lustig und spannend ich würde es jedem weiterempfehlen egal wie alt man ist . Ich gebe nur vier Sterne weil ich manchmal ein paar Sehnen sehr zäh fand sonst aber gut .



    Sterne :⭐️⭐️⭐️⭐️

  17. Cover des Buches Miss Ellie meistert das Leben (ISBN: 9783442486663)
    Frances Maynard

    Miss Ellie meistert das Leben

    (22)
    Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerin

    Elvira Carr ist 27 Jahre alt und lebt bei ihrer Mutter Agnes, ihr Vater ist bereits verstorben. Als Agnes einen Schlaganfall erleidet und letztlich ins Pflegeheim muss, ist Ellie zum ersten Mal in ihrem Leben auf sich allein gestellt, was in ihrem Alter nicht weiter ungewöhnlich ist, aber Ellie ist Autistin. Ihr fällt es schwer, Emotionen zu zeigen und einzuordnen, zu kommunizieren und die "normalen" Menschen zu verstehen. Sie hat keinen Sinn für Ironie oder Redewendungen und nimmt jedes Wort für bare Münze. Ellie hat nach der Schule keinen Beruf erlernt und war seitdem rund um die Uhr mit der Betreuung ihrer körperlich gebrechlichen Mutter beschäftigt. Diese hat Ellie nicht viel zugetraut und ihre Entfaltungsmöglichkeiten - auch aus Schutz vor Anfeindungen - stark eingeschränkt. Ellie kennt das wirkliche Leben nicht, denn weiter bis zum Supermarkt ist sie kaum gekommen.

    Aus Angst, selbst in ein Heim zu müssen, strengt sich Ellie an, ein eigenständiges, selbstständiges Leben zu führen und stellt für sich sieben Regeln auf, die ihr den Umgang mit anderen Menschen erleichtern sollen, um nicht unangenehm aufzufallen. Hilfe erhält sie von ihrer Nachbarin Sylvia, die die Carrs schon lange kennt und Ellie mit Rat und Tat zur Seite steht. Ellie wagt es sodann aus sich herauszugehen und nimmt sogar ein Ehrenamt in einem Tierpark an.
    Auch wenn sie immer wieder auf Schwierigkeiten stößt, andere vor den Kopf stößt und selbst vom Verhalten der "normalen" Menschen irritiert ist, lässt sie sich nicht unterkriegen. Sie stellt sich selbst zudem Fragen, auf die sie noch keine Antworten bekommen hat, denn das Verhältnis ihrer Eltern konnte sie nicht begreifen und auch welches Geheimnis ihr Vater verbarg, ist ihr bisher schleierhaft.

    "Wie Ellie Carr zu Leben lernt" ist der passende Titel, denn er fasst den Inhalt des Romans treffend zusammen. Ellie ist Autistin, deshalb aber nicht weniger intelligent als andere Menschen. Sie hat Probleme mit dem Sozialverhalten und dem Umgang mit anderen Menschen. Diese Schwierigkeiten werden durch diverse Beispiele aus ihrem Alltag anschaulich geschildert. Auch wenn man sich nicht wirklich in Ellies Denkweise hineinversetzen kann, ist es von außen betrachtet nachvollziehbar, weshalb die soziale Interaktion mit anderen gestört ist und sich Ellie in Gesellschaft unbeholfen und unsicher fühlt. Selbst wenn sie sich anstrengt, genau das Richtige zu tun, macht sie Fehler, mit denen sie nicht gerechnet hat.

    Ihre Mutter wird als unsympathisch und herrisch dargestellt, die ihre Tochter unterdrückt und von der Außenwelt abgeschottet hat. Durch Ellies Erlebnisse und Erinnerungen muss jedoch auch in Betracht gezogen werden, dass sie Ellie vor Fettnäpfchen bewahren und vor Verletzungen schützen wollte. Dennoch wirkt sie verbittert und als würde sie Ellie für ihr Schicksal verantwortlich machen.

    Die Geschichte ist etwas spröde, zu nüchtern und wenig lebendig. Das Leben eines autistischen Menschen wird dabei plakativ dargestellt. Ähnlich wie in einem Ratgeber werden typische Probleme von Autisten aneinandergereiht, um diese Entwicklungsstörung anderen Menschen näher zu bringen und Verständnis dafür aufzubringen. Die Gedanken von Ellie wiederholen sich, auch werden immer wieder in den Dialogen aufgesetzt Redewendungen verwendet, die künstlich für Probleme sorgen. Auf die Dauer ist Ellie enervierend begriffsstutzig und gutgläubig und der Roman entwickelt sich nach dem Einschnitt zu Beginn nicht wirklich weiter. Ellie macht, nachdem sie sich mit dem Alleinleben arrangiert hat, keine entscheidende persönliche Entwicklung mehr durch. Die Aufdeckung des Geheimnisses des Vaters hätte der Geschichte einen neuen Impuls verleihen können, sein Handeln wirkte jedoch unglaubwürdig und arg konstruiert. Die Aufklärung dieser Räuberpistole wird durch die Unbeholfenheit Ellies zäh in die Länge gezogen.
    Ich habe schon mehrere Bücher über Autisten gelesen, aber bei diesem fehlte mir der Charme. Ein wenig Spannung kam durch Ellies Überlegungen hinsichtlich des Geheimnisses ihres Vaters auf, dennoch fehlte es dem Roman an fesselnden Momenten, Dramatik und Witz.

  18. Cover des Buches Time to Love – Tausche altes Leben gegen neue Liebe (ISBN: 9783453360365)
    Beth O'Leary

    Time to Love – Tausche altes Leben gegen neue Liebe

    (243)
    Aktuelle Rezension von: EmmaWinter

    Leenas Schwester ist gestorben, seit dem ist nichts mehr wie es war: Zerstritten mit der Mutter, Fehler im Büro und eine innere Leere. Als ihre Arbeitgeberin Leena eine zweimonatige Zwangspause vom Job in London verordnet, wird im Gespräch mit der geliebten Großmutter eine wunderbare Idee geboren. Warum nicht die Wohnungen und die Handys tauschen? Landleben in Yorkshire gegen die Großstadt London. Eileen ist mit Ende 70 noch extrem rüstig und ohnehin auf der Suche nach einem neuen Lover, da sind Leenas Mitbewohner und Freundinnen natürlich gerne behilflich. Während Eileen London unsicher macht und ihr Organisationstalent voll auslebt, übernimmt Leena in Hamleigh-in-Harksdale alle scheinbar harmlosen ehrenamtlichen Tätigkeiten ihrer Großmutter.

    Die Handlung ist vorhersehbar, aber wirklich sehr niedlich. Ein Wolldeckenroman zum Abtauchen, mit allen Zutaten, die zu erwarten sind, inklusive vorwitzigem Hund. Viele kleine und größere Stolpersteine werden den zwei Frauen in den Weg gelegt, bis sich am Ende alles in Wohlgefallen auflöst und jede Figur im Roman bekommt, was sie verdient. Nach 444 Seiten klappen wir mit einem Seufzer das Buch zu und können sagen: "Hab' ich's doch gewußt!".

  19. Cover des Buches Schwimmen mit Rosemary (ISBN: 9783548062464)
    Libby Page

    Schwimmen mit Rosemary

    (227)
    Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerin

    Seit über 60 Jahren schwimmt Rosemary jeden Morgen im Brixtoner Freibad, als sie erfährt, dass es nicht mehr rentabel ist und einer Luxusimmobilie weichen soll. All die schönen Momente ihres Lebens hat sie dort verbracht und verbindet das Freibad auch insbesondere mit ihren Erinnerungen an ihren verstorbenen Ehemann.

    Kate ist Journalistin für den Chronicle und erhält den Auftrag, die treueste Schwimmerin des Freibads zu interviewen. Diese stimmt nur zu, wenn Kate selbst den Sprung ins Wasser wagt. Sie lebt bereits seit einiger Zeit in London, kennt jedoch nicht einmal die Mitbewohner in ihrer Wohngemeinschaft und fühlt sich einsam. Sie überwindet sich und findet sogar Gefallen am Schwimmen und freundet sich schnell mit der älteren Dame Rosemary an. Gemeinsam beschließen sie, das Freibad zu retten, initiieren eine Petition und haben bald das gesamte Stadtviertel hinter sich. Während Kate durch ihr Engagement und ihren Erfolg als Journalistin aufblüht, scheinen die Tage des Schwimmbads dennoch gezählt zu sein, was Rosemary schmerzlich trifft.

    Der Roman wird abwechselnd aus den Perspektiven der beiden Frauen geschildert, wobei sie sich immer wieder in Erinnerungen verlieren, Kate an ihre Schwester Erin, zu der sie nicht ehrlich ist und Rosemary an ihr Leben mit ihrem Ehemann, in dem das Freibad eine wesentliche Rolle spielte. Durch die gemeinsame Kampagne zur Rettung des Stadtteilbads werden sie zu Freundinnen und erhalten bei ihren Aktionen Unterstützung Nachbarn, Bekannten und immer mehr Menschen, die auf die traurige Schließung des Freibads aufmerksam gemacht werden.

    Durch die Erinnerungen lernt man beide Hauptfiguren besser kennen, begreift, was Rosemary das Freibad bedeutet und kann nachvollziehen, wie Kate aus ihrer Routine ausbricht und sie durch eine Aufgabe, die ihr wichtig wird und die ihr Selbstvertrauen gibt, ihre Ängste und Panikattacken zurückdrängen kann.

    Das Freibad ist mehr als nur ein Ort für ein Hobby oder ein Sommervergnügen. Es ist ein Symbol für Heimat und Nostalgie, für Gemeinschaft, Geborgenheit und Zusammenhalt. Für Rosemary steht es für ihre unsterbliche Liebe zu ihrem Mann und Kate lernt dort nicht nur wieder zu schwimmen, sondern auch zu leben.

    "Im Freibad" ist eine warmherzige Geschichte mit liebenswerten Charakteren, eine Geschichte über eine generationenübergreifende Freundschaft, über Liebe und die Hoffnung, gemeinsam etwas bewirken zu können und gegen Gentrifizierung, soziale Benachteiligung, Abschottung, Verdrängung und Ignoranz vorzugehen. Es ist ein empathisch geschriebener, Trost spendender Wohlfühlroman für Herz und Seele.

  20. Cover des Buches Petronella Apfelmus - Verhext und festgeklebt (Sonderausgabe) (ISBN: 9783414825100)
    Sabine Städing

    Petronella Apfelmus - Verhext und festgeklebt (Sonderausgabe)

    (161)
    Aktuelle Rezension von: Pegasus1989

    Diese Geschichte ist gut gemacht. Sie ist nicht nur für Kinder schön zu lesen, sondern auch ein schönes magisches Erlebnis für so manchen Erwachsenen, der gedanklich nochmal Kind sein möchte.

    Diese Geschichte zeigt, dass man auch als kleine Hexe jede Menge schaffen kann und niemals allein ist. Petronella stellt sich für Lea und Luis als treue Freundin heraus, mit der man auch in diesem Abenteuer eine Menge Spaß haben, von der man aber auch einiges lernen kann. So auch in dieser Geschichte, was ich sehr unterhaltsam und auch wichtig finde, da Sabine Städing versteckt in jedem Abenteuer das Thema Freundschaft anklingen lässt und auch immer irgendwelche Weisheiten oder Botschaften übermittelt, die für Kinder zukünftig wichtig sind.

    Es ist faszinierend, wie Petronella sowohl als kleine Apfelhexe, als auch als große Nachbarin klar kommt und wie schnell sie sich in der wachsenden und dann wieder schrumpfenden Welt zurecht finden kann. Ein sehr unterhaltsames Abenteuer für groß und klein mit jeder Menge sympathischen Charakteren.

  21. Cover des Buches Der Klang des Herzens (ISBN: 9783499017377)
    Jojo Moyes

    Der Klang des Herzens

    (195)
    Aktuelle Rezension von: Lesebesessen

    Nachdem der Mann von Isabel und Vater von zwei Kindern gestorben ist, bleibt ein Schuldenberg zurück und in der Ausweglosigkeit zieht Isabel mit ihren zwei Kindern aus London weg aufs Land und findet dort eine Bruchbude vor. Das bisherige Leben von Isabel und ihren Kindern bricht vollständig in sich zusammen.

    Meinung:

    Ein herausfordernder Liebesroman mit sehr vielen Prüfungen.

    Ich liebe alle Bücher von Jojo Moyes, da diese immer sehr emotional und realitätsnah sind, und daher hatte ich bereits einiges erwartet, aber der Einstieg in diese Geschichte ist eine wirkliche Prüfung – auch für den Leser. Denn ab Beginn der Geschichte stehen alle Zeichen auf vollständiges Scheitern und Zusammenbruch. Entsprechend ist die Stimmung der Geschichte trübe und dunkel.

    Das wird auch durch das Erscheinen des handwerklichen „Retters“ Matt eher schlimmer als besser, denn als Leser war mir sofort klar, dass Matt eigene Ziele verfolgt und dabei auch Isabel schamlos ausnutzt. Außerdem wird auf den ersten Seiten auch klar, dass Matt einer der Menschen ist, die durch ihren Charme oft verbrannte Erde hinterlassen, ohne es zu beachten.

    Es ist faszinierend, wie in der Geschichte durch unausgesprochene Vermutungen oder Beobachtungen, die Gesamtsituation immer schlimmer wird. Selbst die sich bietenden Chancen werden durch Schweigen unbewusst alle zerstört. Schwelende Konflikte durch Schweigen vergrößert und manifestiert. Es ist eine eindringliche Warnung an alle, angemessen zu kommunizieren.

    Isabels Leben war bisher ausschließlich auf Musik fokussiert und da jetzt alle anderen Unterstützer wegen Geldmangels wegfallen erweist sich Isabel als völlig überfordert, im Umgang mit ihren beiden Kindern und den Alltagsproblemen und das tritt hier schonungslos und offen zu Tage.

    Wer das Buch während dem ersten Drittel aus der Hand legt, ist nicht hart genug im Nehmen, denn erst ab da zeigen sich erste hauchdünne Änderungen und Isabel beendet „die Traumwelt“ und beginnt „zu leben“. Mit allen entsprechenden Herausforderungen und Prüfungen.

    Eine spannend und herausfordernd erzählte Geschichte, die einen bis in die Träume verfolgen kann. Erst der ultimative Knall am Ende der Geschichte bietet Antworten.

    Fazit:

    Das Buch kann man auch als eindringliche Warnung an alle „Träumer“ verstehen, die den Bodenkontakt verlieren: vier Sterne.

  22. Cover des Buches Highland Happiness – Die Bücherstube von Kirkby (ISBN: 9783910843219)
    Charlotte McGregor

    Highland Happiness – Die Bücherstube von Kirkby

    (64)
    Aktuelle Rezension von: Siegfried

    Wieder ein wunderbare Möglichkeit für viele Stunden aus dem Alltag auszusteigen und  im wunderbaren Schottland mit Phantasie einzutauchen.  Die Protagonisten sind herrlich beschrieben und die Geschichte ist so richtig schön nachzuvollziehen. Sie wie halt das Lebens spielt. Ich genieße diese Reihe...

  23. Cover des Buches Akte Nordsee - Der Teufelshof (ISBN: 9783404189977)
    Eva Almstädt

    Akte Nordsee - Der Teufelshof

    (117)
    Aktuelle Rezension von: witchqueen

    Bibliographische Angaben

     

    Titel: Akte Nordsee – Der Teufelshof

    Autor: Eva Almstädt

    Verlag: Lübbe

    Erscheinungsjahr: 2023

    Taschenbuch, 352 Seiten

     

     

    Zum Inhalt / Klappentext

     

    Ein einsamer Hof, eine alte Legende und ein dunkles Geheimnis

     

    Rechtsanwältin Fentje Jacobsen ist auf die Hochzeit ihres alten Freundes Henning eingeladen. Als eine Nachbarin am nächsten Morgen das frisch vermählte Paar auf dem Hof der Familie aufsuchen will, findet sie die Eltern des Bräutigams ermordet, den Sohn schwer verletzt vor. Nur die Schwiegertochter konnte sich retten. War es ein Überfall oder ein Familiendrama? Als die Polizei Letzteres vermutet, will Fentje Hennings Unschuld beweisen. Dabei trifft sie auf den Journalisten Niklas John, der im Interesse der überlebenden Ehefrau ganz eigene Ziele verfolgt. Dieses Mal werden sie bestimmt nicht gemeinsam ermitteln. Aber dann wird ein Anschlag auf Niklas verübt, und es muss Fentje um Hilfe bitten …

     

    Der zweite Fall für Rechtsanwältin Fentje Jacobsen und den Journalisten Niklas John

     

     

    Meine Meinung:

     

    Ich tue mich hier tatsächlich etwas schwer. Die Geschichte geht sehr spannend damit los, dass die Toten von der Nachbarin entdeckt werden. So denkt man zunächst: Oh, was für ein spannendes Buch. Leider bleibt es nicht so, denn an die Entdeckung schließen sich endlose „Ermittlungen“ einer Rechtsanwältin und eines Journalisten. Irgendwelche Ermittlungen der Polizei? Fehlanzeige! Wenn, dann wird hier höchstens in einem Nebensatz erwähnt, dass die Polizei irgendwo dran ist. Das ist für mich total unrealistisch. Dann wird es, mit dem Anschlag auf den Journalisten wieder spannender nur um ein paar Seiten später wieder in den üblichen Trott aus langwierigen Ermittlungen zu enden, bis es ganz zum Schluss zu einem recht überzogenen Showdown kommt.  Es ist halt immer so ein Auf und Ab. Wobei die Längen bei den Ermittlungen der beiden Hobby-Detektive überwiegen.
    Irgendwie erinnert mich das Ganze an eine Fernsehserie aus den 1980/1990er-Jahren namens „Ein Fall für zwei“.
    Mit der im Klappentext viel gepriesenen Legende um den Teufelshof hat die Geschichte nichts – aber auch gar nichts – zu tun. Die wird lediglich auf 2 Seiten am Rande erwähnt.

    Die Charaktere und die Handlungsorte sind aus dem ersten Teil der Serie bekannt. Da das Buch aber in sich abgeschlossen ist, muss man den Vorgängerband nicht zwingend kennen. Es lässt sich auch ganz hervorragend als Einzelband lesen.

     Der Schreibstil ist flüssig und alles lässt sich ganz angenehm lesen. Aufgeteilt in 37 Kapitel kann man dieses Buch sowohl in einem Rutsch aber auch in mehreren Abschnitten lesen. Da es in diesem Buch nicht besonders blutig zugeht, ist es auch für Freunde des Cosy-Crime gut geeignet

     

    Mein Fazit:
    Ein Krimi, wie viele andere auch. Nichts, was besonders hervorsticht. Mir allerdings etwas weit an der Realität vorbei. Daher von mir 3 Sterne.

  24. Cover des Buches Home, Sweet Home (ISBN: 9783442493524)
    Joy Fielding

    Home, Sweet Home

    (81)
    Aktuelle Rezension von: Kirschkompott

    Home, sweet home ist bereits das neunte Buch dass ich von der Autorin Joy Fielding gelesen habe. Das Buch hat mich begeistert zurück gelassen und ich habe es sehr gerne gelesen und dem Ende entgegen gefiebert. Die Geschichte war im Vergleich zu anderen Büchern der Autorin etwas weniger spannungsgeladen hat mich aber trotzdem gut unterhalten. Fazit: von mir bekommt Home, sweet home eine klare Leseempfehlung!

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks