Bücher mit dem Tag "nachforschungen"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "nachforschungen" gekennzeichnet haben.

64 Bücher

  1. Cover des Buches Silber - Das dritte Buch der Träume (ISBN: 9783596522910)
    Kerstin Gier

    Silber - Das dritte Buch der Träume

    (3.073)
    Aktuelle Rezension von: _lxrxnx_

    Mit „Silber – Das dritte Buch der Träume“ verabschiedet sich Kerstin Gier von Liv Silber und ihrer traumhaften Parallelwelt – und schafft es, ihre Geschichte mit Wärme, Witz und ganz viel Herz zu Ende zu bringen. Schon nach wenigen Seiten war wieder dieses vertraute Gefühl da, als würde man alte Freunde treffen: Liv mit ihrer unverblümten Art, Mia mit ihrem klugen Sarkasmus, Henry mit seiner charmanten Unzuverlässigkeit und natürlich Grayson, der nach wie vor als Fels in der Brandung fungiert.

    Was ich an Kerstin Gier so schätze, zeigt sich hier noch einmal deutlich: Sie schreibt mit einer Leichtigkeit, die täuscht. Zwischen all den humorvollen Dialogen, den Familienmomenten und den peinlich-ehrlichen Gedanken steckt erstaunlich viel Beobachtungsgabe. Sie trifft genau diesen Punkt zwischen Witz und Echtheit – so, dass man lacht und gleichzeitig denkt: Ja, genauso fühlt sich das an, sechzehn zu sein und die Welt nicht zu verstehen.

    Der Roman bleibt durchweg unterhaltsam, verliert aber ein klein wenig von der geheimnisvollen Spannung, die die ersten beiden Bände so stark getragen hat. Die Traumwelt, einst voller Rätsel und Andeutungen, tritt hier stärker in den Hintergrund. Stattdessen stehen die Figuren und ihre Beziehungen im Vordergrund – was schön ist, aber auch dazu führt, dass die Magie, die „Silber“ ursprünglich so besonders machte, ein wenig verblasst.
    Man merkt, dass Gier sich mehr auf das emotionale Finale konzentriert: auf Vertrauen, Freundschaft, Liebe und das Erwachsenwerden. Das ist feinfühlig umgesetzt, nimmt aber etwas Tempo aus der Handlung.

    Dennoch überzeugt der Abschluss durch seine gewohnt klugen Dialoge und den unverkennbaren Humor. Besonders Livs innere Kommentare sind wieder ein Highlight – herrlich ehrlich, manchmal leicht sarkastisch, aber nie verbittert. Auch die Dynamik der Familie Silber bleibt ein großer Pluspunkt: chaotisch, liebevoll, manchmal absurd, aber immer realistisch.

    Ich habe das Buch mit einem Lächeln geschlossen – und mit einem kleinen Stich Wehmut, weil sich diese Reihe für mich immer ein bisschen wie ein sicherer Ort angefühlt hat. Vielleicht, weil Gier es schafft, Geschichten zu schreiben, die leicht wirken, aber im Kern etwas ganz Menschliches erzählen: das Bedürfnis, verstanden zu werden – auch in einer Welt, die sich manchmal wie ein Traum anfühlt, aus dem man nicht ganz aufwachen will.

    4 von 5 Sternen.
    Ein warmherziger, humorvoller Abschluss, der weniger auf große Wendungen setzt, dafür aber auf echte Gefühle. Nicht der spektakulärste, aber der emotional ehrlichste Teil der Trilogie – und damit ein schöner Abschied von Liv Silber und ihrer wunderbaren Traumwelt.

  2. Cover des Buches Nachtzug nach Lissabon (ISBN: 9783442746248)
    Pascal Mercier

    Nachtzug nach Lissabon

    (1.388)
    Aktuelle Rezension von: Jossele

    Dieser Roman des Schweizer Philosophieprofessors, der seine Bücher unter Pseudonym veröffentlicht hat, erschien im Jahr 2004. Der Altphilologe Raimund „Mundus“ Gregorius, der sein ganze Erwachsenenleben Lehrer für Latein, Griechisch und Hebräisch an einem Gymnasium in Bern war, bricht eines Tages unerwartet und ohne Abschied zu einer Reise mit dem Zug nach Lissabon auf. Dort begibt er sich auf die Spur des Autors Amadeu de Almeida Prado, dessen Buch der Auslöser für seinen Aufbruch war. Immer tiefer dringt er in dessen Leben vor, das ehemalige Wegbegleiter überraschend bereitwillig vor ihm ausbreiten. Er erfährt Dinge, die bisher geheim gehalten wurden und seine Nachforschungen erweisen sich manchen Wegbegleiter des Autors als Therapie.

    Die deutsche Übersetzung des Werkes, um das sich der Roman dreht, beschreibt im Grunde ganz wunderbar den Autor selbst. Er ist ein „Goldschmied der Worte“. Einige der schönen Formulierungen, die man durchaus teilweise als „Fabulierungen“ betiteln könnte, möchte ich hier zitieren.

    Gregorius‘ Gedanken über die Leser: „Es gab die Menschen, die lasen, und es gab die anderen. Ob einer ein Leser war oder ein Nichtleser – man merkte es schnell. Es gab zwischen den Menschen keinen größeren Unterschied als diesen. (btb Tb, 9. Aufl. 2006, S. 96)

    „Ein Teil der menschlichen Würde besteht in der Kraft, seinem Geschick, auch dem schweren, ins Auge sehen zu können.“ (ebd., S. 98)

    Über die Eitelkeit: „Sie ist eine verkannte Form von Dummheit, pflegte er zu sagen, man muss die kosmische Bedeutungslosigkeit unseres gesamten Tuns vergessen, um eitel sein zu können, und das ist eine krasse Form von Dummheit.“ (ebd., S. 186)

    Über die Liebe zum Leben: „Sie wollen nicht, dass es zu Ende sei, auch wenn sie das fehlende Leben nach dem Ende nicht mehr vermissen können – und das wissen.“ (ebd., S. 244)

    Über Religion: „Es gibt Dinge, die für uns Menschen zu groß sind: Schmerz, Einsamkeit und Tod, aber auch Schönheit, Erhabenheit und Glück. Dafür haben wir die Religion erschaffen. Was geschieht, wenn wir sie verlieren?“ (ebd., S. 469)

    Ein angenehm zu lesendes philosophisches Buch über das Leben, das für seine feinen Formulierungen zu Recht gelobt wurde und wird. Für meinen Geschmack jedoch weist es einige Längen zu viel und ein seltsames Ende auf. Drei Sterne.

  3. Cover des Buches Die Insel der besonderen Kinder (ISBN: 9783426520260)
    Ransom Riggs

    Die Insel der besonderen Kinder

    (2.142)
    Aktuelle Rezension von: Randaleranke

    📖In "Die Insel der besonderen Kinder" von @ransomriggs geht es um Jacob, dessen Großvater ihm von seinen unglaublichen Entdeckungsreisen, Kindern mit besonderen Fähigkeiten und brutalen Monstern erzählt. Eines Tages wird Jacobs Großvater ermordet und Jacob findet heraus, dass all die Geschichten wahr sind.


    ❗Dieser Text kann Spoiler enthalten.


    ✅ Dieses Buch ist etwas für dich, wenn...

    - du eine Gruppe Jugendlicher beim Zusammenwachsen und einem lebensverändernden Abenteuer begleiten willst.

    - du daran glaubst, dass unter uns besondere Menschen mit übernatürlichen Fähigkeiten und Monster leben.

    - du keine Lust auf viele komplizierte Fantasynamen hast, du aber auch nicht ganz darauf verzichten willst.


    ❌Dieses Buch ist nichts für dich, wenn...

    - du mit Tod und Gewalt in Büchern nicht gut umgehen kannst.

    - du ein schnelles Erzähltempo bevorzugst.

    - Inselsetting und Zeitreisen nicht dein Ding sind.


    ✨ Eigentlich bin ich kein Fan von entspanntem Erzähltempo, aber in diesem Buch ist mir das fast nicht aufgefallen. Als die Action dann anfing, habe ich lediglich im Nachhinein gedacht, dass ich doch schon einen ganz schön großen Teil des Buches gelesen hatte. Die Geschichte hat mich total gut mit seinen unterschiedlichen Atmosphären gecatched. Teilweise war es gruselig, actionreich, hat mich zum Weinen und auch zum Lachen gebracht, also aus meinen Augen eine wirklich gute Balance gehalten. Oft habe ich Jana auch geschrieben, dass ich mich gerade super wohl mit dem Buch fühle. Auch die Charaktere fand ich wirklich gut und abwechslungsreich, die Welt war toll gestaltet und das Ende hatte einen super fairen Cliffhanger, dafür dass es der erste Teil einer Buchreihe ist. Untermalt wurde die Geschichte noch von, meiner Meinung nach, sehr coolen und passenden alten schwarz-weiß Fotos.


    P.S. Das Buch ist der erste Teil einer Buchreihe.


  4. Cover des Buches A Good Girl’s Guide to Murder (ISBN: 9783846602454)
    Holly Jackson

    A Good Girl’s Guide to Murder

    (751)
    Aktuelle Rezension von: binesbuecherwelt


     Vor ein paar Jahren habe ich die erste Ausgabe von "A good girl's guide to murder" günstig gebraucht gekauft (die Ausgabe mit dem langweiligen schwarzen Cover), dann lag sie erst mal sehr lange auf meinem SuB. Damals war mir nicht klar, dass das Buch so durch die Decke geht. Dann kam die nächste Ausgabe, etwas hübscher, und die beiden Folgebände, und von da ab ist mir die Reihe ständig begegnet. In diesem Jahr habe ich mir dann endlich die Schmuckausgaben besorgt, weil ich sie richtig hübsch finde. Und in diesem Jahr möchte ich die Reihe nun endlich lesen. Die Ausgabe mit dem langweiligen Cover habe ich aber immer noch zu Hause.

    Da das Buch nun schon einige Jahre alt ist habe ich schon sehr viele Meinungen darüber gelesen und ich war gespannt, ob es hält, was es verspricht. Pippa ist eine sehr lebendige Hauptprotagonistin, die man sich mit ihrem Perfektionismus und ihren Schwächen richtig gut vorstellen kann. Sie ist mutig, ein bisschen verrückt und vor allem nicht so wie die anderen. Man kann mit ihr mitfiebern, miträtseln und manchmal auch mitlachen.

    Die Story ist dann auch sehr gut aufgebaut und obwohl es sehr viele Charaktere gibt, hatte ich hier gar keine Probleme, sie mir zu merken. Wahrscheinlich weil man selbst so darauf konzentriert ist, den Fall  Andie Bell aufzuklären.

    Viele Kapitel sind in der 1. Person aus Pippas Sicht geschrieben, dann gibt es zwischendurch Interviews, die Pippa führt, es gibt Kapitel in Erzählform, Chat-Verläufe und auch Karten, die sie zeichnet um alle Zusammenhänge zu verstehen. Das macht es dem Leser dann sehr einfach Pippas Gedankengänge und den Fall mitzuverfolgen und es kommt vor allem keine Langeweile auf, weil alles sehr abwechslungsreich ist.

    Aber als dann die Auflösung kam fand ich es fast schon ein bisschen plump. Jetzt nicht falsch verstehen, es hat mir alles sehr gut gefallen, aber dieser Gedankengang zum Ende hin, den Pippa hat, was sie da tut, dass konnte ich nicht ganz nachvollziehen. Ich kanns nicht richtig erklären ohne dabei zu spoilern, deswegen lasse ich es lieber ;-) Insgesamt hat mich das Buch sehr gut unterhalten und wer gerne spannende Jugendbücher liest, dem empfehle ich "A good girl's guide to murder" auf jeden Fall weiter.

  5. Cover des Buches Die ewigen Toten (ISBN: 9783499000959)
    Simon Beckett

    Die ewigen Toten

    (532)
    Aktuelle Rezension von: sabrina95

    Die ewigen Toten bringt einen weiterer spannender Fall für David Hunter, der mich insgesamt gut unterhalten hat. Besonders gefallen hat mir das Setting: Das alte, verlassene Krankenhaus sorgt für eine düstere Atmosphäre, die hervorragend zur Geschichte passt und von Beginn an Spannung erzeugt.


    Der kleine Konkurrenzkampf zwischen David Hunter und dem jüngeren Forensiker bringt eine willkommene Abwechslung in die Handlung und lockert die Ermittlungsarbeit etwas auf. Diese Dynamik verleiht den Figuren mehr Tiefe und sorgt zwischendurch für interessante Reibung.


    Die Spannung ist allerdings nicht durchgehend packend. An manchen Stellen zieht sich die Handlung etwas, auch wenn Beckett es schafft, eine konstante Grundspannung aufrechtzuerhalten. Dafür entschädigt das Finale umso mehr: Der Schluss bietet eine Wendung, die ich so absolut nicht kommen gesehen habe, ein echter WOW Moment, das den Roman stark abschliesst.


    Insgesamt ein solides Buch, das vor allem mit seinem Setting und dem überraschenden Ende überzeugt.⚡️⚡️

  6. Cover des Buches Vermiss mein nicht (ISBN: 9783596297184)
    Cecelia Ahern

    Vermiss mein nicht

    (1.144)
    Aktuelle Rezension von: Tine04

    Mich konnte das Buch nicht überzeugen. 

    Die Idee, dass es einen Ort gibt, wo alle verschwundenen Menschen und Gegenstände hinkommen ist eigentlich ziemlich süß. Allerdings hat mir der Tiefgang gefehlt. Die verschiedenen Sprünge in Ort und Zeit fand ich sehr schwierig zu lesen, vorallem weil man erstmal rausfinden musste, wo und zu welcher Zeit man gerade ist.

  7. Cover des Buches Smillas Gespür für Schnee (ISBN: 9783446286405)
    Peter Hoeg

    Smillas Gespür für Schnee

    (690)
    Aktuelle Rezension von: Favole

    Smilla, halb Grönländerin, halb Dänin, ist eine verletzlich aggressive, über große Strecken unsympathische und für mich kaum nachvollziehbare Protagonistin. Sie erinnert in Ihrer Art an die Klischees von Autismus, auch wenn es wohl nicht so ist. 

    Dazu kommt eine langsam vorangehende Handlung in drei Abschnitten (Die Stadt, Das Meer, Das Eis), die vor allem in der ersten Hälfte des Buches ständig durch Rückblenden in Smillas Kindheit, ihre Auseinandersetzung mit Geschichte und Kultur Grönlands, durch zusätzliche Zeit- und Ortssprünge in der Gegenwart und durch philosphische und naturwissenschaftliche Betrachtungen und Erklärungen unterbrochen wird. Das macht das Lesen langsam und anstrengend. Ich habe sicher nicht alles verstanden, wenn auch die Handlung mit Tathergängen und Motiven durchaus klar herausschaut. 

    Es hat nicht viel gefehlt und ich hätte das Buch abgebrochen. Ich bin dran geblieben und vor allem nach der guten Hälfte des Buches, ab dem Meer-Abschnitt, wurde es spannender, auch weil vor allem die Rückblenden und Unterbrechungen deutlich weniger wurden. Ich hatte es sehr auf ein erlösendes und rundes Ende gehofft, aber irgendwie wäre das dem Buch wohl nicht gerecht geworden. Es ist nicht gänzlich offen. Der Fall ist in gewissem Maße abgeschlossen und doch bleibe ich als Leser ein wenig ratlos im kalten Eis zurück. 

    Alles in allem ist es kein schlechtes Buch. Es ist anspruchsvoll und das macht es per se nicht einfacher, es zu mögen. Ich bin froh, dass ich bis zum Ende durchgehalten habe, kann aber nicht sagen, ob und wem ich es empfehlen würde.

  8. Cover des Buches Creepers (ISBN: 9783426509739)
    David Morrell

    Creepers

    (532)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    3,5 Sterne

    Ein altes Luxushotel, das seit 30 Jahren leer steht. Fünf Menschen dringen in das Gebäude ein auf der Suche nach Abenteuer. Es gibt geheime Gänge, die erforscht werden wollen. Doch aus dem Spaß wird bald bitterer Ernst…

    Die erste Hälfte des Buches hat mir am besten gefallen. Ich mochte das Geheimnisvolle an der Geschichte, die Schrecken der Dunkelheit, das Rätsel um den früheren Besitzer…

    Irgendwann hat mich die Geschichte dann aber ein wenig verloren. Es wurde ein bisschen zu seltsam, zu übertrieben, trotzdem aber immer noch interessant und unterhaltsam.

    06.03.2025

  9. Cover des Buches Die geliehene Schuld (ISBN: 9783453428386)
    Claire Winter

    Die geliehene Schuld

    (161)
    Aktuelle Rezension von: Marina_Prokopp

    Berlin, 1949: Vera Lessing hatte es in den letzten Jahren nicht leicht: Der 2. Weltkrieg hat ihr ihren Mann und ihre Eltern genommen und jetzt liegt Deutschland in den Trümmern und ist mitten in der Nachkriegszeit. Gemeinsam mit ihrem Jugendfreund und Kollege Jonathan arbeitet sie bei einer Zeitung. Plötzlich stirbt Jonathan in Köln, er wollte dort etwas für seinen aktuellen Artikel recherchieren. Die Polizei geht von einem Unfall aus, aber Vera glaubt, dass mehr dahintersteckt. Als sie seine Unterlagen und eine Nachricht von ihm bekommt, die er kurz vor seinem Tod abgeschickt hatte, ist ihr klar, dass Jonathan an einer großen Sache dran war. Sie beginnt auf eigene Faust zu ermitteln und folgt seinen Spuren, die sie in die Vergangenheit und in Gefahr bringen ... 

    Die Autorin Claire Winter hat mit „Die geliehene Schuld“ wieder ein sehr packendes, vielseitiges, facettenreiches und emotionales Buch geschrieben. Der Roman fesselt von der ersten Seite und lässt bis zum Schluss nicht mehr los. Die Geschichte spielt in Deutschland in der Nachkriegszeit und die Autorin hatte die Lebensumstände der Menschen greifbar dargestellt und ihr bildhafter Schreibstil erweckt das Gefühl, dass man direkt dabei ist. In dem Buch wechseln die Zeiten, mal ist man in der Gegenwart und manchmal ein paar Jahre zurück in der Vergangenheit. Das sorgt aber nicht für Verwirrung, sondern macht das Buch noch ergreifender, emotionaler und tiefgründiger, da man den Verlauf der Geschichte immer wieder aus anderen Augen und Blickwinkel betrachten kann. Die Autorin hat sehr gut recherchiert und verknüpft ihre fiktive Erzählung mit realen Geschehnissen. 

  10. Cover des Buches Heilige und andere Tote (ISBN: 9783832165055)
    Jess Kidd

    Heilige und andere Tote

    (225)
    Aktuelle Rezension von: MikkaLiest

    Seine Kindheit in einem Dubliner Waisenhaus hat der Tunichtgut Mahoney schon einige Jahre hinter sich gelassen. Mit Witz und Charme mogelt er sich nun durchs Leben und ist auch dem gelegentlichen Diebstahl nicht abgeneigt. Doch seine Überzeugung, seine Mutter habe ihn aus mangelnder Liebe verstoßen, gerät jäh ins Wanken, als er einen Brief erhält, der eine viel grausamere Erklärung andeutet. Was ist damals mit seiner Mutter geschehen?

    Kurz entschlossen reist er ins irische Städtchen Mulderrig, wo sie einst lebte. Dort findet er eine Verbündete in der alten Mrs Cauley, die überzeugt ist, Mahoneys Mutter sei ermordet worden. Andere Bewohner begegnen ihm mit Misstrauen und Ablehnung, denn sie sehen in seinen Zügen den Schatten einer Vergangenheit, die sie schon lange begraben wähnten … Doch Mahoney besitzt eine ungewöhnliche Gabe: Er kann Geister sehen, die ihn auf ihre eigene Weise unterstützen oder beeinflussen.

    Die Handlung sprüht vor Einfallsreichtum; Jess Kidd verwebt Krimi, Urban Fantasy, Schelmen- und Entwicklungsroman zu einer stimmigen Mischung, gewürzt mit Humor und irischem Flair. Ich bin beeindruckt von ihrer literarischen Bandbreite: Drama und Tragik, Unterhaltsamkeit und Spannung, Liebe und feiner Witz, sie porträtiert alles mit der gleichen Leichtigkeit, ohne je ins Banale abzugleiten.

    Ihre Sprache tanzt nur so durch die Geschichte, mit poetischen Worten, bildgewaltigen Beschreibungen und viel Charme und Ambiente. Sie schreckt allerdings auch vor dem Makabren nicht zurück.

    Die Spannung baut sich schnell auf, und die Kombination aus Geheimnissen, ungelösten Rätseln und übernatürlichen Elementen sorgt für eine ganz eigene Note. Man sollte ja meinen, dass Geister der Logik und Schlüssigkeit abträglich wären! Tatsächlich fügen sie sich jedoch organisch in die Geschichte ein und tragen sogar zur Enthüllung der Geheimnisse bei.

    Die Charaktere sind komplex und vielschichtig, gut ausgearbeitet und lebendig. Sie haben alle ihre Schrullen und Schwächen, und gerade das macht sie einnehmend und überzeugend.

    Ich hatte viel Freude an diesem rundum außergewöhnlichen Roman.

  11. Cover des Buches Magische Glut (ISBN: 9783570380048)
    Cate Tiernan

    Magische Glut

    (206)
    Aktuelle Rezension von: Blutmaedchen

    "Magische Glut" ist das zweite Buch der Schatten aus der Feder von Cate Tiernan. Nach dem ersten Band "Verwandlung" war ich wirklich hin und weg. Von der Art, wie Tiernan ihre Geschichte rüberbringt, sie präsentiert, der magische Funke, der mich beim lesen einfach erwischt hat - es gab nichts anderes, bis ich das Buch beendet hatte.

    Bei "Magische Glut" war es leider ein bisschen anders. Auf den ersten Blick wieder ein kurzes Buch, aber die Geschichte erzählte sich schleppend, kam stellenweise absolut nicht von der Stelle und etwas extrem überraschendes ist auch nicht passiert...

    Dieser Teil hat es nicht geschafft mich zu verzaubern. Klar ist Morgans Familiengeheimnis ultraspannend, aber nachdem es bereits eindeutige Hinweise im ersten Buch gab, fand ich es absolut nicht schokierend oder neu. Man konnte es sich schon denken...
    Morgan selbst kommt mir diesmal weniger symapthisch rüber. Sie ist ultramäßig naiv und entwickelt sich nicht wirklich weiter, auch wenn sie Potenzial dazu hat. Wahrscheinlich kommt das erst im nächsten Buch...Cal sollte als ihr Freund einen größeren Spielraum haben, aber auch das fehlte ein wenig... Die restliche Gang ist zwar auch da, aber irgendwie oberflächlich und unwichtig - Kompasen, die man vielleicht irgendwann mal wieder gebrauchen könnte.

    Spannend waren hingegen die Tagebucheinträge einer unbekannten Frau, die theoretisch Morgans leibliche Mutter sein könnte. Es werden in diesem Buch quasi zwei Geschichten erzählt. Die eine, die auf der Stelle tanzt, während die andere etwas enthüllt, was sich nur mühselig schnappen lässt. Diese Gegensätze haben mich am lesen gehalten. Ich wollte mehr über diese Bradhadair wissen, die das Buch seit ihrem vierzehnten Lebensjahr führt und am Ende hat es mir dann doch die Sprache verschlagen...

    Alles in allem kam mir das Buch wie ein Übergang vor, zu einem nächsten, was erst wieder spannend wird. Da hätte man defintiv mehr draus machen können. Erst am Ende kribbelte es dann bei mir - was mich sehr stark aufs nächste Buch - was in den nächsten Tagen erscheint - freuen lässt.

    Es gibt also nicht wirklich extrem viel über dieses Buch zu sagen. Nur, dass das nächste garantiert spannender wird. ^^ Wäre zumindest nicht schwer ^^

    Fazit:

    Cate Tiernan hat es diesmal nicht geschafft mich in einem magischen Bann zu fangen. Ich habe viel länger für die paar Seiten gebraucht, als ich zunächst dachte, gerade auch, weil ich Band eins in nahezu einem Ruck verschlungen habe. Das beste an dem Buch ist die Covergestaltung, die wirklich toll gelungen ist. Dass mir dieser Band nicht gefallen hat, heißt aber nicht, dass die Folgebände nicht toll sein werden. Im Gegenteil - ich freue mich sogar sehr auf die Fortsetzung. Denn das hat "Magische Glut" geschafft: Ein kurzes Aufblitzen am Ende, das sehr vielversprechend klingt...

  12. Cover des Buches Die Sonnenfeuer-Ballade 2: A Storm to Kill a Kiss (ISBN: 9783522508148)
    Julia Dippel

    Die Sonnenfeuer-Ballade 2: A Storm to Kill a Kiss

    (219)
    Aktuelle Rezension von: Silke-Lu

    Nach den Ereignissen aus Band 1 ist Sintha die Gefangene von Arez und seiner Skall und wird von ihnen an den Königshof der Monarchin gebracht. Dort erwartet sie ein Netz aus Machtspielen, Geheimnissen und Intrigen, bei dem nichts so klar ist, wie es zunächst scheint.

    Ich mag Julia Dippels Schreibstil sehr: Er ist angenehm, flüssig und lässt sich genauso gut lesen wie schon im ersten Band. Es gibt wieder viele richtig lustige Stellen, bei denen ich lachen musste, und insgesamt war die Handlung erneut sehr spannend. Besonders überrascht hat mich die Enthüllung rund um die Stimme aus den Schatten, damit habe ich absolut nicht gerechnet, was ich als sehr gelungene Wendung empfand.

    Ein Highlight war für mich auch der erneute Auftritt von Nivi: witzig, bezaubernd und einfach ein Charakter, den man gern liest. Und wer hätte gedacht, dass ein kleines Irrlicht eine so wichtige Rolle spielen könnte? Das fand ich wirklich toll umgesetzt.

    Es gab zwar auch einen traurigen Moment, der mich emotional jedoch nicht abgeholt hat. Vielleicht wird dieser Aspekt aber im dritten Band noch einmal stärker aufgegriffen. Insgesamt habe ich im Vergleich zu Band 1 etwas weniger Intensität gespürt, mir hat stellenweise das ganz große Gefühl gefehlt. 


  13. Cover des Buches Der Puzzlemörder von Zons: Thriller (ISBN: 9783000390098)
    Catherine Shepherd

    Der Puzzlemörder von Zons: Thriller

    (189)
    Aktuelle Rezension von: Ente-Luli

    Der erste Teil der Zons- Krimireihe, Der Puzzlemörder von Zons, bildet den Auftakt zur genannten Reihe.

    Da ich schon viele Teile der Reihe kenne und den zeitlichen  Wechsel zwischen 1495 und der Gegenwart liebe, wollte ich nun auch den Anfang der Reihe lesen.

    Die Teile lassen sich alle unabhängig voneinander lesen und jeder Fall ist in sich abgeschlossen, aber die Ermittler und ihr Umfeld ziehen sich natürlich durch alle Teile und mich interessierten nun einfach mal die Anfänge.

    Ich mochte auch diesen Teil der Reihe und bin froh nun auch den Anfang zu kennen, aber dieser Teil hat durchaus noch etwas Luft nach oben.

    Mir haben einige Details gefehlt und die Story scheint ein wenig zu kurz zu kommen. Das gelingt der Autorin in den späteren Teilen deutlich besser, aber meine Lücke schießt sich langsam...

  14. Cover des Buches Die vermisste Tochter (ISBN: 9783426530245)
    Soraya Lane

    Die vermisste Tochter

    (132)
    Aktuelle Rezension von: Jayjay94

    Wieder ein schönes Cover. Im zweiten Teil der Reihe geht es um Claudia. Sie erhält als Nachlass ihrer Großmutter eine Schachtel mit einer Zeichnung eines Familienwappens und einer Visitenkarte. Ihre Nachforschungen führen sie nach Kuba. Dort lebte in den 1950-er Jahren die reiche Familie Diaz. Um noch mehr über die Familie herauszufinden, fliegt sie nach Havanna. Dort trifft sie auch den Koch Matteo. Er macht nicht cht nur das Beste Street Food, sondern er hilft ihr auch bei der Spurensuche. Wird Claudia das große Rätsel lösen?

    Der Schreibstil ist flüssig und ansprechend.

    Besonders gut gefällt mir der Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit. So kommt man dem Rätsel immer ein Stück näher.

    Die Spannung ist zwar da, jedoch fand ich Band 1 spannender. 

    Was mir gut gefallen hat, war wie die Autorin Havanna beschrieben hat. Vor allem das Essen. Ich muss auf alle Fälle einige Gerichte selbst mal probieren. ;)

    Claudia und Matteo sind zwei interessante Charaktere.

    Die Story war auch interessant umgesetzt. Das Ende hat mich sehr überrascht, ich war aber auch etwas enttäuscht, muss ich sagen. 

    Jedoch freue ich mich schon auf Band 3 der Reihe.

    Das Buch bekommt von mir 4 Sterne und eine Leseempfehlung!

  15. Cover des Buches Die Grausamen (ISBN: 9783426306161)
    John Katzenbach

    Die Grausamen

    (139)
    Aktuelle Rezension von: Frenx51

    Ein nobler Vorort an der US-Ostküste: Schon unzählige Male ist die dreizehnjährige Tessa, den kurzen Weg von ihrer Freundin nach Hause gelaufen. Doch in dieser Herbstnacht kommt sie dort nicht an und verschwindet spurlos. Die Stadt ist schockiert, Angst breitet sich aus und Tessas Familie zerbricht daran, denn Tessa wurde nie gefunden. 20 Jahre später müssen zwei “ausrangierte” Ermittler sich mit Cold Case Ermittlungen befassen. Und dabei stoßen sie auf eine bislang unentdeckte Spur, doch schnell wird klar: Wer nachforscht, spielt mit seinem Leben.


    Die beiden Ermittler wurden dorthin versetzt, wo sie hoffentlich am wenigsten Ärger bereiten. Gabriel wird von einer Familientragödie verfolgt und ist Alkoholiker. Marta eine ehemalige Drogenfahnderin, die versehentlich ihren Partner erschossen hat. Beide haben ein Trauma und niemand rechnet damit, dass sie in den alten Fällen noch etwas herausfinden können. Jedoch haben mich beide auch nicht so richtig angesprochen. Verkorkste Ermittler können ja oft auch interessant sein, aber bei den beiden hat mir irgendwas gefehlt. 

    Das Buch war an vielen Stellen sehr langatmig und ausschweifend, was ja auch schon die sehr beachtliche Seiten zahl zeigt. Leider konnte es dadurch nicht immer mit Spannung überzeugen. Auch wenn ich die Idee hinter dem Buch und die Geschichte an sich sehr interessant fand. Für mich ist es jedoch kein Thriller sondern eher ein Kriminalroman, da viel auf die Ermittlung und das Sammeln von Indizien gelegt wird, aber weniger auf ein schnelles Tempo, kurzweilige Geschichten, Spannung und je nachdem auch eine gewissen Grausamkeit gelegt wird. 

     Interessante Geschichte, aber zu langatmig.

  16. Cover des Buches Two Lives to Rise (Breaking Waves 2) (ISBN: 9783958187177)
    Kristina Moninger

    Two Lives to Rise (Breaking Waves 2)

    (202)
    Aktuelle Rezension von: Geerthi

    «Two Lives to Rise» ist der zweite Band der Breaking Waves-Reihe von Kristina Moninger und für mich ganz klar der bisher stärkste.

    Die Geschichte führt uns erneut auf eine kleine, abgelegene Insel vor der Küste South Carolinas, wo sich Avery, Isabella, Odina, Lee und Josie einst in einem Surfcamp begegneten. Was als unbeschwerter Sommer begann, wurde zum Albtraum. Josie verschwand spurlos.

    In diesem Band steht Isabella im Mittelpunkt, deren Perspektive in einem Wechselspiel zwischen Gegenwart und Vergangenheit erzählt wird. In der Gegenwart kämpft sie mit Schlaflosigkeit wegen ihres mysteriösen Nachbarn Preston, der sie mit seinem nächtlichen Lärm in den Wahnsinn treibt. Doch es ist nicht nur der Lärm, der sie wach hält. Josies Verschwinden lässt sie auch nicht los. Die Frage, ob ihre Freundin noch lebt, bleibt quälend offen. Wird in diesem Band endlich das Rätsel gelöst?

    Was mich besonders begeistert hat, ist die Spannung. Die Spannung ist von der ersten bis zur letzten Seite spürbar. Im Vergleich zum ersten Band fühlte sich dieser Teil emotionaler und intensiver an. Ich wollte unbedingt wissen, was mit Josie passiert ist und genau das hat mich durch die Seiten getrieben.

    Isabella war für mich eine sehr greifbare Figur. Ihre Gedanken, ihre Zweifel, ihre Schuldgefühle… all das war nachvollziehbar und berührend. Ich konnte gut verstehen, warum sie sich von ihren Freundinnen distanzierte, auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass sie oder die anderen mehr um ihre Freundschaft kämpfen. Und Preston? Der bleibt mysteriös. Er ist eine Figur, die man nie ganz durchschaut und die dadurch umso spannender ist.

    Jetzt blicke ich gespannt auf Band drei, in dem Odina im Mittelpunkt stehen wird. Welche Geheimnisse trägt sie mit sich? Und wird endlich Licht ins Dunkel um Josies Schicksal gebracht? 🔍🏝️

    Von mir gibt es für «Two Lives to Rise»  4 von 5 Sternen ⭐️⭐️⭐️⭐️

  17. Cover des Buches Die eisblaue Spur (ISBN: B00A4ERD52)
    Yrsa Sigurdardottir

    Die eisblaue Spur

    (106)
    Aktuelle Rezension von: Gute_Nacht

    Inhalt 

    In einem entlegenen Forschungscamp in Grönland sind zwei isländische Arbeiter verschwunden und der Rest des Teams weigert sich, ins Camp zurückzukehren. Dóra muss der Sache auf den Grund gehen. Warum verhalten sich die Einheimischen so ungewöhnlich feindselig? Offenbar ermittelt die Anwältin an einem verbotenen, heiligen Ort. Als Dóra dann bei einem heftigen Schneesturm im Camp festsitzt, entdeckt sie alte Kultgegenstände sowie menschliche Knochen. Doch nachdem der Sturm sich gelegt hat, macht die grönländische Polizei einen viel grausigeren Fund.

    Fazit 

    Ein weiterer spannender Fall für Dóra. Die Autorin hat einfach einen tollen Schreibstil und versteht es, eine fesselnde Handlung aufzubauen.

  18. Cover des Buches Honigduft und Meeresbrise (ISBN: 9783365001400)
    Anne Barns

    Honigduft und Meeresbrise

    (130)
    Aktuelle Rezension von: Henri3tt3

    Man nehme ein paar Frauen verschiedener Generationen, Natur, Strand, Freundschaft, Liebe und ein paar Geheimnisse und fertig ist der seichte Sommerroman. Etwas unrealistisch finde ich, wie verständnisvoll und liebenswert alle sind. Ich persönlich mag ja auch gern schrullige Figuren, die gibt es hier leider nicht. Gut finde ich, dass die Frauen in dieser Geschichte bis auf einen Friseurbesuch keinen Gedanken daran verschwenden, wie sie aussehen. Sie tragen keinen Lippenstift auf, tuschen nicht ihre Wimpern, benutzen kein Haarspray, stöckeln nicht in High Heels herum, haben keine sexy Kleidung nötig. Das fand ich sehr erfrischend.

  19. Cover des Buches Akte Nordsee - Der Teufelshof (ISBN: 9783404189977)
    Eva Almstädt

    Akte Nordsee - Der Teufelshof

    (117)
    Aktuelle Rezension von: witchqueen

    Bibliographische Angaben

     

    Titel: Akte Nordsee – Der Teufelshof

    Autor: Eva Almstädt

    Verlag: Lübbe

    Erscheinungsjahr: 2023

    Taschenbuch, 352 Seiten

     

     

    Zum Inhalt / Klappentext

     

    Ein einsamer Hof, eine alte Legende und ein dunkles Geheimnis

     

    Rechtsanwältin Fentje Jacobsen ist auf die Hochzeit ihres alten Freundes Henning eingeladen. Als eine Nachbarin am nächsten Morgen das frisch vermählte Paar auf dem Hof der Familie aufsuchen will, findet sie die Eltern des Bräutigams ermordet, den Sohn schwer verletzt vor. Nur die Schwiegertochter konnte sich retten. War es ein Überfall oder ein Familiendrama? Als die Polizei Letzteres vermutet, will Fentje Hennings Unschuld beweisen. Dabei trifft sie auf den Journalisten Niklas John, der im Interesse der überlebenden Ehefrau ganz eigene Ziele verfolgt. Dieses Mal werden sie bestimmt nicht gemeinsam ermitteln. Aber dann wird ein Anschlag auf Niklas verübt, und es muss Fentje um Hilfe bitten …

     

    Der zweite Fall für Rechtsanwältin Fentje Jacobsen und den Journalisten Niklas John

     

     

    Meine Meinung:

     

    Ich tue mich hier tatsächlich etwas schwer. Die Geschichte geht sehr spannend damit los, dass die Toten von der Nachbarin entdeckt werden. So denkt man zunächst: Oh, was für ein spannendes Buch. Leider bleibt es nicht so, denn an die Entdeckung schließen sich endlose „Ermittlungen“ einer Rechtsanwältin und eines Journalisten. Irgendwelche Ermittlungen der Polizei? Fehlanzeige! Wenn, dann wird hier höchstens in einem Nebensatz erwähnt, dass die Polizei irgendwo dran ist. Das ist für mich total unrealistisch. Dann wird es, mit dem Anschlag auf den Journalisten wieder spannender nur um ein paar Seiten später wieder in den üblichen Trott aus langwierigen Ermittlungen zu enden, bis es ganz zum Schluss zu einem recht überzogenen Showdown kommt.  Es ist halt immer so ein Auf und Ab. Wobei die Längen bei den Ermittlungen der beiden Hobby-Detektive überwiegen.
    Irgendwie erinnert mich das Ganze an eine Fernsehserie aus den 1980/1990er-Jahren namens „Ein Fall für zwei“.
    Mit der im Klappentext viel gepriesenen Legende um den Teufelshof hat die Geschichte nichts – aber auch gar nichts – zu tun. Die wird lediglich auf 2 Seiten am Rande erwähnt.

    Die Charaktere und die Handlungsorte sind aus dem ersten Teil der Serie bekannt. Da das Buch aber in sich abgeschlossen ist, muss man den Vorgängerband nicht zwingend kennen. Es lässt sich auch ganz hervorragend als Einzelband lesen.

     Der Schreibstil ist flüssig und alles lässt sich ganz angenehm lesen. Aufgeteilt in 37 Kapitel kann man dieses Buch sowohl in einem Rutsch aber auch in mehreren Abschnitten lesen. Da es in diesem Buch nicht besonders blutig zugeht, ist es auch für Freunde des Cosy-Crime gut geeignet

     

    Mein Fazit:
    Ein Krimi, wie viele andere auch. Nichts, was besonders hervorsticht. Mir allerdings etwas weit an der Realität vorbei. Daher von mir 3 Sterne.

  20. Cover des Buches 13 Stufen (ISBN: 9783328101536)
    Kazuaki Takano

    13 Stufen

    (44)
    Aktuelle Rezension von: D_H_11

    Takano Kazuakis „13 Stufen“ beginnt mit einer interessanten Prämisse: Ein zum Tode verurteilter Mann kann sich angeblich nicht an seine Tat erinnern, und zwei ungleiche Ermittler – ein Ex-Häftling und ein Ex-Polizist – sollen klären, ob ein Justizirrtum vorliegt. Der Autor verknüpft diese Ausgangslage mit Fragen nach Schuld, Reue und der Legitimität der Todesstrafe.


    Anfangs wirkt die Geschichte vielversprechend. Die psychologische Tiefe der Figuren, besonders bei Jun’ichi Mikami, ist spürbar, und das gesellschaftskritische Potenzial des Romans ist durchaus vorhanden. Auch der symbolische Titel – die 13 Stufen bis zur Hinrichtung – schafft eine düstere Grundspannung.

    Leider hält diese Spannung nicht über die gesamte Länge des Buches an. Nach einem starken Einstieg flacht der Erzählfluss spürbar ab. Wiederholungen, etwas zähe Dialoge und ein nur mäßig überraschendes Ende dämpfen das Leseerlebnis. Die Ermittlungsarbeit wirkt stellenweise konstruiert, und obwohl wichtige moralische Fragen aufgeworfen werden, bleiben viele Aspekte unausgereift.


    Fazit:

    „13 Stufen“ ist kein schlechtes Buch – aber auch kein Pageturner. Wer sich für das japanische Justizsystem und moralische Dilemmata interessiert, findet hier interessante Ansätze. Wer jedoch durchgehend fesselnde Spannung erwartet, könnte enttäuscht sein.

  21. Cover des Buches Der Duft von Nelken (ISBN: 9781503942141)
    Noa C. Walker

    Der Duft von Nelken

    (43)
    Aktuelle Rezension von: mabuerele

    „...Ein Mitarbeiter der europäischen Flugsicherungsagentur Eurocontrol aus Maastricht hat bei uns angerufen. Eines unserer beiden Firmenflugzeuge sei laut eingereichten Flugplan überfällig. Zudem hat ein Frachter in der Keltischen See Flugzeugwrackteile gemeldet...“


    Für Sandra bricht eine Welt zusammen. In dem Flugzeug war ihr Mann Oliver und ihre beidne kleinen Kinder.

    Die Autorin hat einen fesselnden und berührenden Roman geschrieben. Der Schriftstil ist gehoben. Er lässt viel Platz für die Emotionen der Protagonisten, sorgt aber auch für den hohen Spannungsbogen.

    Mittlerweile sind 7 Jahre vergangen. Sandra arbeitet als Kinderkrankenschwester. Die Gewinne aus der Fabrik ihres verstorbenen Vaters spendet sie zum großen Teil. Die Leitung des Unternehmens liegt in der Hand von Siegfried Müller, einem Freund ihres Vaters. Sandra nimmt aber an den wichtigsten Sitzungen teil.

    Der wird unruhig, weil plötzlich jemand bemüht ist, Aktien des Unternehmens aufkauft.


    „...Abgesehen davon ist noch nicht verloren. Wir haben es rechtzeitig bemerkt...“


    Mit diesen Worten beruhigt Siegfried Sandra, die sich schuldig fühlt, weil sie früher alles Oliver überlassen hat. Es bleibt aber die Frage, wer hinter den Aufkäufen steckt. Es muss ein Insider sein, denn die Aktien wurden nie an der Börse gehandelt.

    Nach Olivers Tod lag die geschäftliche Abwicklung in den Händen von Monika Scheibe. Die hat kurz darauf das Unternehmen verlassen, weil sie in London ein lukratives Angebot erhielt. Sandra setzt alles in Bewegung,um sie zu kontaktieren. Das erweist sich als schwierig. Sandra reist nach Cornwall, wo sie beim Halbbruder ihres Mannes und dessen Frau unterkommt. Doch hier häufen sich mysteriöse Ereignisse. Bald muss sie sich fragen, wem sie wirklich trauen kann.

    Die Geschichte erlaubt einen tiefen Einblick in Sandras Psyche. Immer wieder gibt sie sich die Schuld am Tode ihrer Kinder. Das verfolgt sie auch in ihren Träumen. Doch nach und nach zeigt sich, dass sie trotzdem an innerer Stärke gewonnen hat. Sie versucht, sich die Geschehnisse logisch zu erklären. Und dann macht sie eine unerwartete Entdeckung...

    Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen.


  22. Cover des Buches Feuerbrandung (ISBN: 9783802599590)
    Elizabeth George

    Feuerbrandung

    (55)
    Aktuelle Rezension von: pantaubooks

    „Feuerbrandung“ ist der dritte Teil der „Whisper Island“-Trilogie von Elisabeth George. Schon die Bänder eins und zwei, „Sturmwarnung“ und „Wetterleuchten“, haben mir so gut gefallen, dass ich ganz gespannt war auf den Abschluss der Geschichte.

    Die Handlung beginnt schon rasant: Ein Feuer bricht auf dem Jahrmarkt aus. In Panik hasten die Menschen umher und versuchen sämtliche Tiere zu retten, die auf dem Markt ausgestellt wurden. Becca King und ihre Freunde Derric und Jenn flüchten vor den Flammen und werden dabei von einem Reporter abgelichtet. Beccas Foto erscheint in der Zeitung und ist für die ganze Welt im Internet abrufbar. Das ist eine Katastrophe für Becca, die sich vor ihrem Stiefvater auf der Insel versteckt hält. Die Bedrohung ist greifbar und Becca muss jeden Tag damit rechnen, dass ihr Stiefvater, der einen Mord begangen hat von dem sie weiß, sie findet.

    Mir hat bei diesem letzten Buch der Trilogie die Spannungskurve besser gefallen, als in den ersten beiden Bänden. Die Geschichte startet mit einem mysteriösen Brand, der Becca unmittelbar in Gefahr bringt. Der Leser wird sofort in die Handlung hineingezogen und muss sich noch einige Kapitel gedulden, bevor die Ursache der geheimnisvollen Brände auf der Insel gelöst wird. Dass Becca schon seit Monaten nichts von ihrer Mutter gehört hat, ist ebenfalls sehr spannend und lässt zahlreiche Interpretationen zu, was ihr geschehen sein könnte. Gewundert hat mich, dass Becca nur sehr selten an ihre Mutter denkt, sondern vielmehr von ihren neuen Bekanntschaften auf der Insel abgelenkt ist. Ich hätte eher vermutet, dass sie ununterbrochen über das Schicksal ihrer Mutter nachdenkt, was aber vermutlich die Handlung nicht wirklich voran gebracht hätte.

    In „Feuerbrandung“ hat mir sehr gut gefallen, dass, wie in den ersten beiden Bänden auch, wieder neue Figuren in die Handlung eingeführt werden. Mysteriöse Situationen und Gegebenheiten häufen sich und Becca hat genug damit zu tun, den Gedanken der fremden Menschen zu lauschen und ihr Geheimnis zu lüften. So sind die beiden Geschwister Aidan und Isis neu auf der Insel, doch keiner weiß, warum sie dort ohne ihre Eltern sind und weshalb beide sich so sonderbar verhalten. Auch der neue Geiger Parker in Seths Band scheint etwas zu verbergen. Alle Charaktere aus der „Whisper-Island“-Trilogie werden von George mit sehr viel Tiefe und Einfühlungsvermögen ausgestattet, was mir wirklich gut gefallen hat.

    Das Einzige, was mich an „Feuerbrandung“ etwas gestört hat,  war der mehrmals auftretende Perspektivwechsel zwischen den Figuren. Zwar hatte man so die Möglichkeit, aus der Sicht verschiedener Figuren den Geheimnissen der Insel näher zu kommen, trotzdem war ich an jedem Kapitelanfang zunächst irritiert, aus wessen Sicht die Geschichte nun erzählt wird, weil das oft nicht sofort erkennbar war. Was mich weiterhin gestört hat war, dass bei fast jeder Nennung der Figurennamen auch der Nachname genannt wird: Hayley Cartwright, Becca King, Derric Mathieson, Jenn Mc Daniels, Seth Darrow… Das hat meiner Meinung nach das Auseinanderhalten der vielen Figuren verkompliziert und den Lesefluss erschwert.

    Zusammenfassend kann man über „Feuerbrandung“ sagen, dass Elisabeth George es geschafft hat, eine durchweg spannende Geschichte zu konstruieren, die mich von Anfang an gefesselt hat. Die Geheimnisse um die Insel, in die auch Becca verstrickt ist, werden so gekonnt bis zu einem Höhepunkt hinausgezögert, dass man das Buch kaum aus der Hand legen möchte.

  23. Cover des Buches Slow Burn - Verhängnisvolle Begierde (ISBN: 9783736300248)
    Maya Banks

    Slow Burn - Verhängnisvolle Begierde

    (13)
    Aktuelle Rezension von: RAMOBA79
    Inhalt:
    Als Kind wurde Arial von ihren wahren Eltern verlassen und stattdessen von einem reichen Ehepaar aufgenommen und großgezogen. Ihre Adoptiveltern haben sie stets von der Welt abgeschirmt, denn Ari besitzt eine außergewöhnliche Gabe: telekinetische Kräfte. Doch nun hat es jemand auf Aris Leben abgesehen, und der Einzige, der sie beschützen kann, ist der Bodyguard Beau Devereaux. Was für Beau zunächst nur ein Job ist, wird schon bald sehr persönlich, als er sich in seine schöne Klientin verliebt. Er hat keine Ahnung, wer Ari bedroht, aber er weiß, dass er ohne Zögern sein Leben für sie geben würde.

    Das Buch ist gut, flüssig und sehr spannend geschrieben, so dass es schnell zu lesen ist und freude auf mehr macht.
    Nachdem Ari entführt wurde, setzt Beau alles daran, sie zu finden.
    Ari kann durch ihre Kräfte ihre Eltern schützen und fast alle Entführer unschädlich machen. Wird aber kurz vor Rettung angeschossen, sodass unklar ist ob sie überlebt....
  24. Cover des Buches Ohne ein Wort (ISBN: 9783828990845)
    Linwood Barclay

    Ohne ein Wort

    (844)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Eltern und ihr Bruder spurlos verschwinden. Lange Jahre voller Trauer und Hoffnung liegen nun hinter ihr. Seit ein paar Jahren ist sie nun verheiratet und ihre Tochter ist ihr ein und alles. Zu ihrer Tante Tess. der Schwester ihrer verstorbenen Mutter, hat sie ein prima Verhältnis, denn bei ihr ist sie aufgewachsen. Alles scheint gut zu laufen. Aber dann kommt ein Brief, eine eMail und eines Tages liegt der alte Filzhut ihres Vaters auf dem Küchentisch. Was ist hier los? Will jemand ein böses Spiel mit ihr treiben oder lebt ihre Familie tatsächlich noch? In einem Kaufhaus meint sie ihrem Bruder zu begegnen, aber der junge Mann beweist mit seinem Ausweis, dass er anders heißt. Cynthia glaubt ihm nicht, denn er sah Todd zum verwechseln ähnlich.

     Ein super spannender Thriller bei dem man nie weiß, wem man trauen kann oder wer doch Feind ist.

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