Bücher mit dem Tag "nachkriegszeit"
477 Bücher
- Carlos Ruiz Zafón
Der Schatten des Windes
(5.833)Aktuelle Rezension von: LucieDaniel Sempere ist 10 als sein Vater, ein Buchhändler ihn mit zum "Friedhof der vergessenen Bücher" nimmt, ein besonderer und geheimer Ort, an dem viele Bücher sind, die es nur noch einmal gibt. So auch der Roman von Julian Carrax, den Daniel sich aussucht und womit er eine ungeahnte Kette von Ereignissen auslöst...
Es war nun schon das zweite mal, dass ich dieses Buch gelesen habe (das erste mal war vor 6 Jahren) und ich muss sagen, ich hatte es besser in Erinnerung! Also das buch ist spannend und fesselnd, gar keine Frage, aber eben auch sehr düster und hyperdramatisch. Außerdem finde ich einige Äußerungen ziemlich sexistisch.
Ich kann es trotzdem empfehlen, wenn auch nicht zu 100 Prozent!
- Lucinda Riley
Das Orchideenhaus
(2.823)Aktuelle Rezension von: buecher_t1na"Das Orchideenhaus" habe ich mittlerweile schon in 2024 gelesen und bisher leider nicht rezensiert. Weiß gar nicht genau warum 🙈
Dies war mein erstes Buch von Lucinda Riley, inzwischen habe ich auch schon den ersten Teil der "Sieben Schwestern"-Reihe gelesen.
Ich erinnere mich noch, dass mir das Buch gut gefallen hat. Einige andere haben allgemein zur Geschichte schon was geschrieben, daher lasse ich das jetzt hier aus.
Mir hat das alte Tagebuch vom Großvater sehr gut gefallen. Ich betreibe seit ich 18 Jahre bin Ahnenforschung in meiner eigenen Familie, wenn mir ein Tagebuch oder ähnliches in die Hände kommen würde - wow.
Daher fand ich das mit den zwei Zeitsträngen auch wirklich cool. Julias Großmutter berichtet aus der Vergangenheit, während Julia in der Gegenwart mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen hat.
Ich fand das daher wirklich ein spannendes und interessantes Buch.
Wenn ich mich recht erinnere, war jetzt die Love Story zwischen Kit und Julia für mich auch kein Muss, aber auch nicht schlimm. - Elena Ferrante
Meine geniale Freundin
(689)Aktuelle Rezension von: EgataEines meiner Lieblingsbücher. Die Inhaltsangabe klingt wenig aufregend. Elena und ihre Freundin Lila wachsen im Neapel in der Nachkriegszeit auf, zwischen Mafia und Familienfehden. Aus der Sicht des Kindes und der Jugendlichen erzählt Elena von Höhen und Tiefen des täglichen Lebens, vom Erwachsenwerden und der Armut, aus der sie versucht herauszukommen, indem sie um gute Bildung kämpft. Die Autorin wechselt öfter die Perspektive und erzählt scheinbare Kleinigkeiten so spannend, dass man das Buch nicht weglegen kann. Ich hatte es mir geliehen, aber dann sofort den Folgeband gekauft, auch, weil so viele Fragen offen blieben.
- Susanne Abel
Stay away from Gretchen
(610)Aktuelle Rezension von: ManonaTom, ein arroganter Fernsehmoderator, wird aus seiner perfekt inszenierten Welt gerissen, als seine Mutter an Demenz erkrankt. Ihre zunehmenden Ausfälle zwingen ihn, sich erstmals ernsthaft mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen. Dabei entfaltet sich eine bewegende Familiengeschichte, die bis in die Nachkriegszeit der 1950er-Jahre zurückreicht und ihn schließlich in die USA führt. Der Roman überzeugt durch den Kontrast zwischen Toms oberflächlichem Leben und der Tiefe der historischen Erzählung. Das Ende wirkt mir jedoch etwas zu überladen und fast kitschig. Insgesamt aber eine lesenswerte, emotionale Geschichte über Herkunft, Erinnerung und persönliche Veränderung.
- Bernhard Schlink
Der Vorleser
(5.816)Aktuelle Rezension von: LuliaDer junge Michael Berg geht eine leidenschaftliche Affäre mit der deutlich älteren Hanna Schmitz ein, die aus Baden, Liebesspiel und dem Vorlesen aus Klassikern der Weltliteratur besteht. Eines Tages verschwindet Hanna spurlos und erst Jahre später sieht Michael sie während der NS-Prozesse auf der Anklagebank wieder. Die Handlung entfaltet sich klar in drei Teilen und das Vorlesen ist sehr gelungen als gleichzeitiges Symbol für Intimität und Bildung/Unmündigkeit herausgearbeitet.
Bei den Protagonisten steht Michael Berg im Mittelpunkt der Handlung und ist sehr glaubwürdig und realitätsnah dargestellt. Die relevante Nebenprotagonistin Hanna Schmitz ist eine ebenso interessante Figur, die sehr viel zur Vielschichtigkeit der Geschichte beiträgt.
Wer Geschichten mit psychologischen Figurenstudien vor einem historischen Hintergrund mag, wird hier fündig.
Der Schreibstil ist klar, schnörkellos und voller Subtext.
Insgesamt kann ich das Buch empfehlen. - J. D. Salinger
Lektüre Kopiervorlagen: Jerome D. Salinger, Der Fänger im Roggen / Catcher in the Rye
(1.567)Aktuelle Rezension von: Trishen77"Sie hatte eine angenehme Stimme. Vor allem für Telefongespräche geeignet. Sie hätte immer ein gottverdammtes Telefon mit sich herumtragen sollen."
Seit ich auf Amazon.de Rezensionen schreibe, habe ich mich immer bemüht alle Kritikpunkte und Ansätze zu einem Buch in meine Besprechungen mit einfließen zu lassen. Nicht um mich lieb Kind zu machen, sondern weil die Summe aller Meinungen der Spiegel eines jeden Buches ist, ob sie nun zutreffen oder nicht.
Bei jedem Buch, das der amerikanische Schriftsteller J.D. Salinger geschrieben hat (es sind genau 4), fällt mir diese Taktik jedoch sehr schwer. Ich liebe seine Bücher und doch möchte ich nicht ausschließen, dass sie für manche eine eher unbeeindruckende Erfahrung darstellen können, auch wenn ich jedem ans Herz legen möchte, sie zu lesen. Mich haben diese Bücher verändert. Ich kann sie immer wieder lesen, ich bin immer wieder aufs Neue fasziniert und gepackt, gehe immer wieder durch diese Prosa, die ganz ohne Manierismen und fast ohne Sorgfalt auskommt, mit einem Gefühl, als wäre alles, was dort geschrieben steht, ein Geschehen irgendwo zwischen Leben und Kunst, eine nahe und doch zugleich sehr literarische Erfahrung. Auf der Höhe der Literatur und doch in vielen Untiefen.
Der Fänger im Roggen ist nun ein ganz besonderes Werk und ich weiß nicht, ob ich es hinkriege, darüber etwas Gescheites zu schreiben. Ich bin mal wieder, nach der 4ten Lektüre, überrascht, wie schnell dieser Roman doch vorbeigeht und wie viel (in den Zwischenräumen) und zugleich wenig (an der Oberfläche) darin passiert. Doch am meisten hat mich wieder einmal die unglaubliche Nähe, die Aufrichtigkeit und Authentizität, die Empathie und der plötzliche Witz dieses Buches begeistert. Ich frage mich wie immer: Wer traut sich wirklich, so ein Buch zu schreiben, wie "Catcher in the rye" eines ist? So wahr und doch (oder deswegen) so gegen den Strom.
Eine Bekannte, der ich das Buch zu Lesen gab, meinte Holden wäre ein Außenseiter, ein Verrückter gar, ein Nihilist, ein Abgedrehter. Ich bin nicht der Ansicht. Ich glaube Holden geht einfach an der Welt kaputt (und ist nebenbei sehr viel gesünder als die meisten von uns). Aber er geht eben nicht spektakulär kaputt. Überhaupt ist nichts in diesem Buch spektakulär, äußerlich. Es ist alles ganz einfach - und doch so kompliziert. Und Salinger schafft es, dies auf den Punkt zu bringen - er hat ein wundervolles Buch darüber geschrieben, mit einer der besten, in seinen Empfindungen wirklich nachzuempfindenden Figur, die je auf den Leser losgelassen wurde. Wer glaubt, dass Kunst nicht das Leben abbilden könne, weil sie idealisiert, trickst, glättet, der sollte den Fänger im Roggen lesen.
"Aber wenn man am Leben bleiben will, muss man eben dieses Zeug mitmachen."
Ein Buch das sagt: Take it or leave it und das doch im Geheimen weiß: So einfach ist es nicht. Viele Leute sehen in Holden gerne einen klassischen Antihelden (aber Held und Antiheld sind Konstruktionen der Kunst und damit wird man Holden nicht gerecht) oder einen sehr sprunghaften, sonderbaren Kerl. Aber werden wir nicht alle von denselben Dingen wie er umgetrieben? Spontane Abneigung, Verlorenheit, Daseinsjammer und oft dieses Gefühl der Oberflächlichkeit, als hätte man sich in einer Welt der Schemata und Konventionen verlaufen, aus denen stets nur das immer gleiche, beschränkte erwächst – wo man selbst doch nur ein bisschen etwas Wahres haben will? Salinger hat sich getraut diese Emotionen und Ideen am Beispiel eines Heranwachsenden wunderbar zu durchleuchten, das ganze Problem, mit der Welt klarzukommen, mit den Menschen, die alle so verschieden sind und die doch alle in einer Gleichung zusammenkommen sollen, die man Zusammenleben nennt.
Und doch ist Der Fänger im Roggen kein Manifest, keine psychologische Studie und Holden ist kein Ankläger, keine Thomas Bernhard Figur, keiner, der es sich in seiner Opposition leicht macht. Nein, auch er sucht nur seinen Platz in dem Ganzen und hält sich selbst für reichlich schwierig. Dabei zeigt sich gerade an seinem Beispiel, wie schwierig es ist, man selbst zu sein, wenn dieses selbst sich fast nirgendwo mit der Umwelt deckt und sich nicht in eine maßgeschneiderte Existenz begeben will.
Dies alles und noch mehr, verteilt und oft unscheinbar, steckt in diesem Buch.
Mancher mag meinen, es sei ein bloßer Kniff aus Stilmitteln und Vulgärsprache, wie Salinger Holden reden lässt und das sei das ganze Revolutionäre an diesem Buch. Weit gefehlt - weiter geht kaum mehr. Wer den Fänger im Roggen auf diese Dinge festmacht, wird ein großartiges Buch versäumen. Denn all diese sprachlichen Kleinigkeiten - wenn man genau hinhört, nachfühlt, sind es Signale der Seele, wie auch wir selbst sie für einen Moment oft spüren. Dinge, die einen umhauen. Die einen wütend machen. Die einen abrutschen lassen in eine plötzlich Melancholie oder Abgewandtheit. Die einen euphorisch machen oder einen irgendwie seltsam beruhigen oder gar glücklich machen. Dinge, die uns eben umtreiben, weil wir in einer Welt leben, die ständig mit uns kommuniziert und unser Selbst auch ausmacht. All das hat Salinger seiner Figur eingegeben und wenn man dies beim Lesen bedenkt, ist es wahrlich umwerfend, das er dieses Buch überhaupt geschrieben hat. Vor allem, dass er es geschrieben hat, ohne es zu kommentieren, ohne in irgendeiner Weise in Rhetorik oder Abhandlung oder Essayistik zu verfallen.
Bei allem was ich sage, möchte ich dennoch nicht verhehlen, dass dieses Buch kein Wegweiser ist oder eine wirkliche Philosophie vertritt. Holden ist nicht Salinger und selbst wenn, dann ist Holden kein Prophet. Er ist ein Mensch, ein Teenager, wie tausend andere und er spricht mit der Stimme eines solchen und nur damit. Und das, diese einfache Tatsache, macht dieses Buch letztlich (und allein schon) so lesenswert. Nichts türmt sich darüber auf, keine unterschwellige philosophische Strömung hat dieses Werk aufgeschüttet. Es ist ein Werk, das einfach erzählen will, wie das so ist, das Problem mit dem Leben, mit der Schule, mit den Mädchen, mit der Freude, mit der Liebe, mit der Angst, mit dem Glück. Man kann Salinger nur dankbar sein, dass er es geschrieben hat. Für mich und vielleicht nur für mich, ist der Fänger im Roggen eines der schönsten und eindrucksvollsten Werke, die je zwischen zwei Buchdeckeln veröffentlicht wurden. So konzentrierte Erzählkunst und doch ist es ist kein großer, erlesener Roman - es ist viel mehr als das, viel näher am Leben. Es ist Literatur, im besten Sinne.
Zuletzt zur Übersetzung: Übersetzungen sind immer so eine Sache. Ich glaube nicht, dass man Den Fänger im Roggen im Original lesen muss, auch wenn das wiederum eine ganz besondere Erfahrung ist. Die neue Übersetzung von Schönfeld finde ich auch okay, wobei mir die von Böll besser gefällt, wenn sie auch anfangs etwas verstellt wirkt. Aber in dieser Übersetzung habe ich mehr das Gefühl, dass das Werk wirklich in die deutsche Sprache übersetzt wurde und ihren Ansprüchen, ihrer Art gerecht wurde, während Schönfelds Übersetzung mehr ein Versuch ist, die Legerheit und Eigenheit der englischen Version auch im Deutschen erreichbar zu machen (aber es ist nun mal das Problem, dass diese Art im Englischen total gut kommt, mit ihrer Knappheit etc., aber im Deutschen etwas zu BAM-mäßig klingt). Sind eben zwei Konzepte, die man beide nicht aburteilen sollte. - Jojo Moyes
Über uns der Himmel, unter uns das Meer
(688)Aktuelle Rezension von: Alinchen600 Frauen besteigen das Schiff Victoria, das sie von Australien nach England bringen soll. Sie alle haben englische Soldaten geheiratet und oft nur kurze Zeit mit ihnen verbracht, bevor der Krieg sie wieder trennte. Nun reisen sie in eine ungewisse Zukunft. Unter ihnen sind auch die Krankenschwester Frances, die schwangere Margaret, Avice aus reichem Hause und die erst 16-jährige Jean. Die vier teilen sich eine Kabine. Das Buch wird aus ihren unterscheiden Perspektiven erzählt, dazu noch aus Kapitän Highfields Sicht und aus der eines Marinesoldaten, der auf der Victoria dient und jede Nacht die vier Frauen bewacht. Während die Frauen mehr oder weniger zusammen wachsen und der ungewissen Zukunft entgegen blicken, nähern sich Frances und der Soldat an. Da bricht eine Katastrophe aus...
Das Buch ist fiktiv, doch es basiert auf einer wahren Geschichte: auf dem Leben der Großmutter der Autorin. Jojo Moyes hat es wieder mal geschafft, mich mit ihrer Geschichte in den Bann zu ziehen. Ihr Schreibstil ist wunderbar. Trotz ein paar Längen fliegt man nur so durch das Buch. Die Frau weiß einfach, wie man gute Bücher schreibt!
- Dörte Hansen
Altes Land
(760)Aktuelle Rezension von: Renate1964Ein Buch, welches sich mit vielen Fragen auseinandersetzt. Eine Hauptfigur ist Vera,ein ehemaliges Flüchtlingskind.Ihre Mutter war aus Ostpreußen vertrieben auf einem Hof im alten Land gestrandet,hatte den kriegsversehrten Hoferben geheiratet und für einen anderen verlassen. Bei der nun alten Vera zieht nach einer unglücklichen Liebe die Nichte Anne mit Sohn Leon ein. Neben der berührenden Familiengeschichte gibt es Städter mit idyllischen Vorstellungen, Generationskonflikte und viel mehr. Es ist sehr ironisch und realistisch, aber auch zum Nachdenken
- Lucinda Riley
Die Schattenschwester
(711)Aktuelle Rezension von: miahAchtung! Es handelt sich um den dritten Band einer Reihe! Die Bücher können unabängig voneinander gelesen werden.
Inhalt:
Star ist die dritte der sieben Schwestern und besonders eng mit CeCe verbunden. Die beiden sind unzertrennlich und machen alles gemeinsam. Doch nach dem Tod ihres Vaters bekommt jede Schwester ihr eigenes Rätsel zu ihrer Herkunft. Star beginnt in einem Antiquariat in London mit ihrer Suche und ist schon bald gefesselt von der Vergangenheit...
Meine Meinung:
Es ist schon sehr lange her, dass ich die ersten beiden Bände der Reihe gelesen habe, doch die Geschichten der Schwestern sind im Prinzip auch unabhängig voneinander lesbar. Dadurch braucht es an sich kein Hintergrundwissen, um sich in dieser Geschichte zurechtzufinden.
Der Einstieg fiel mir sehr leicht. Star ist eher zurückhaltend und schüchtern. Sie spricht wenig und weiß mit ihren 27 Jahren noch nicht, was sie mit ihren Leben anfangen möchte. Mit ihrer Schwester CeCe ist sie so eng verbunden, dass man die beiden immer nur gemeinsam antrifft. Sie sind zusammen um die Welt gereist und leben nun gemeinsam in London. CeCe gibt immer den Ton an.
Schnell ist klar, dass sich die beiden Schwestern voneinander lösen müssen. Mir war ihre Beziehung schon fast zu eng und ich war froh, dass Star das nun auch zu merken schien. Die perfekte Gelegenheit ergibt sich, als Star endlich den Mut findet, den Brief ihres verstorbenen Vaters zu öffnen und sich mit ihrer Herkunft zu beschäftigen. Mir hat sie ein bisschen zu lange damit gehadert, aber danach kam Star relativ leicht und schnell ans Ziel.
Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Star erzählt und wechselt irgendwann in die Vergangenheit. Mir haben die Rückblenden viel besser gefallen als die Geschichte in der Gegenwart.
Mit Star hatte ich meine Schwierigkeiten. Ihre Entscheidungen konnte ich nicht immer nachvollziehen. Bei vielen Sachen hat sie sich sehr zurückgehalten, aber anscheinend hat sie sich einfach ihr Leben lang ihrer Schwester CeCe untergeordnet. Das Verhältnis der beiden kann man nur als toxisch beschreiben.
Aber auch die Nebenfiguren in der Gegenwart empfand ich als schwierig. Alle stecken irgendwie in ihrem eigenen Leben fest und hegen einen Groll gegeneinander. Einzig Rory hat mir sehr gefallen.
Die Liebesgeschichte war leider auch absolut nicht meins. Bei mir kamen da keine Gefühle an und es wirkte eher erzwungen und altbacken. Star bekam ständig ein Ultimatum gesetzt, da konnte sich einfach nichts entwickeln.
Insgesamt fand ich Stars Reise interessant. Ihre Familiengeschichte ist verworren und ein Stammbaum hätte sicher geholfen, den Überblick zu behalten. Die Vergangenheit an sich hat mit Flora eine für mich starke Heldin gefunden und ich habe mich immer über ihre Kapitel gefreut.
Die Gegenwart ging mir generell tatsächlich ein bisschen zu schnell. Am Ende waren alle zu versöhnlich und alle Probleme haben sich schnell aufgelöst.
Ich werde die Reihe vermutlich noch weiterverfolgen, da sich die Bücher schnell lesen lassen und mich die Hintergründe zu den Schwestern interessieren. Aber ich werde mir damit weiterhin Zeit lassen. - Julia Franck
Die Mittagsfrau
(407)Aktuelle Rezension von: Lesekatze22Ich lese viel, gern und äußerst unterschiedliche Genre, aber dieses Buch "Die Mittagsfrau" von Julia Franck hat mich fast die Flinte ins Korn werfen lassen.
Mir fehlen Anführungszeichen und in weiten Teilen finde ich den Roman einfach zu langatmig.
Das Buch beginnt mit einem Prolog, der es in sich hat. Eine Mutter lässt ihren Sohn am Bahnsteig zurück.
Es folgt die Lebensgeschichte der Mutter, die mit ihrer Schwester bei ihrer eigenartigen Mutter aufwächst, während der Vater im 1. Weltkrieg kämpft und später eigentlich nur zum Sterben nach Hause kommt.
Man erfährt mehr von den Mädchen, der damaligen Zeit.....
Es folgt ein Epilog, der sich wieder mit dem zurückgelassenen Jungen beschäftigt.
Man findet im Netz einige Informationen zu Beweggründen dieses Buch zu schreiben.
Traurig und heftig.
- Benjamin Myers
Offene See
(442)Aktuelle Rezension von: KaaathiMan begleitet Robert auf seinem Weg zur Küste – und vor allem zu sich selbst. Die Begegnung mit Dulcie und die vielen kleinen Momente am Meer erzeugen eine ganz ruhige, warme Stimmung. Die Atmosphäre bleibt dennoch kraftvoll, geprägt von der anschaulichen Schilderung der wilden Küstenlandschaft und der geheimnisvollen Vergangenheit von Dulcie.
Herausragend ist auch die Sprachgewalt des Romans, bei dem man sich am liebsten jeden zweiten Satz markieren würde.
Absolute Empfehlung für Liebhaber klassischer Literatur, Poesie und atmosphärischen Geschichten, die nicht viel Action brauchen, um zu wirken. - Herta Müller
Atemschaukel
(288)Aktuelle Rezension von: Tanja_WueDie Jahre, nachdem man deponiert wurde und jetzt im Arbeitslager schuftet. Genau diese Gefühl wird hier sehr überzeugende dargestellt. Manchmal ein bisschen abschweifen, manchmal genau treffend.
Ich fand das Buch wirklich gut. Auch wenn es ein schweres Thema war. Hatte nur das Gefühl, dass mich die Gefühle nicht ganz mitnehmen könnte.
Jedoch sehr empfehlenswert!
- Stefan Zweig
Die Welt von gestern
(116)Aktuelle Rezension von: itwt69Das Leben des Autors und Künstlers von den späten 1880-ern bis 1939: Es ist kaum verwunderlich, dass sich Stefan Zweig nach diesem ereignisreichen und niederschmetternden Erfahrungen das Leben nahm, weil er es nicht mehr ertragen konnte, was in seiner Heimat verbrochen wurde. Ein ehrlicher und intimer Blick auf die Kunstszene der ersten 4 Jahrzehnte des 20.Jahrhunderts liefert dieses Buche ebenso wie für mich neue Einblicke in die Psychologie der vom Krieg gebeutelten Menschen zwischen den Weltkriegen.
- Heinrich Böll
Ansichten eines Clowns
(474)Aktuelle Rezension von: Friedrich_SchoenhoffImmer wenn ich nicht begreife, warum ich so bin, wie ich bin, brauche ich nur das Buch zur Hand nehmen und mich an die Moral der Wirtschaftswunder-Gesellschaft erinnern. An Marie, die ihre Liebe Hans verlässt, weil er sich weigert, die Kinder, die sie bekommen könnten katholisch taufen zu lassen. Und Hans selbst, der, ohne sich hätte anstrengen müssen, in Wohlstand alt geworden wäre.
Statt dessen beschließt er, der Gesellschaft einen Spiegel vorzuhalten, und Clown zu werden.
Er verachtet seine Eltern, die überzeugte Nazis waren und zeigt dem Spießertum erfolgreich den gestreckten Mittelfinger, bis Marie ihn verlässt
Nun wird er der traurigste aller Komödianten, ist völlig mittellos und blickt sentimental auf sein Leben zurück.
Das Buch reflektiert in Ansätzen eine Zeit, deren Macher mich groß gezogen haben, bis ich selbst gemerkt habe, wohin das Streben nach immer mehr führt und welchen Preis ich dafür bezahlen müsste.
Jeder ist ein Kind seiner Zeit und die, die folgen, bleiben Zeit ihres Lebens ein Stück Zeuge der Zeit, ob sie wollen oder nicht. Berührend und damals 1963 skandalös, als jemand sich traute, das Gesicht des Katholizismusses zu entlarven.
Der steht heute vor ganz anderen Problemen und löst sich gerade selbst auf
- Daniel Speck
Bella Germania
(214)Aktuelle Rezension von: MaviBella Germania ist ein Roman, der wie ein Kaleidoskop verschiedener Kulturen auf mich wirkte. Er transportiere mich auf eine Zeitreise geschichtlicher Ereignisse, die mir nahe am Herzen liegt, nämlich die eines Gastarbeiters in Deutschland.
Ich habe die packende deutsch-italienische Familiensaga über 600 Seiten innerhalb weniger Tage gelesen. Auf persönlicher Ebene befand ich mich auf einer kritischen Reise wegen einer Not-OP und war froh, mich in eine völlig andere Welt zurück zu ziehen.
Der historische Teil des Romans ist besonders gut recherchiert und beschränkt sich nicht nur auf die sozialen Aspekte der Einwanderer, sondern enthält die Kernelemente des Wirtschaftswunders in der Automobilindustrie in Deutschland und Italien. Dabei habe ich es auch geliebt eine virtuelle Spritztour mit der Iso Rivolta Gt zu machen. 🫶🛣️
Daniel Speck‘s eloquenter Schreibstil löst starke Emotionen in seiner Leserschaft aus und schafft die Atmosphäre im jeweiligen Land und Zeitfenster, so dass ich mir alles bildlich vorstellen konnte.
Die fehlerhaften und verletzlichen Charakter der Protagonisten transformieren sich glaubwürdig tiefgreifend, während sie alte Morale und Werte über Bord werfen und neue Persönlichkeitsschichten aufbauen.
Zu guter Letzt, spitzt sich der Spannungsbogen von Beginn zu Ende über einen Mordfall zu, wobei lang gehütete Geheimnisse über das Schicksal der Hauptprotagonistin enthüllt werden.
Der Plottwist am Ende hat mich vollkommen vom Hocker gehauen 😳🤯.
Absolute Leseempfehlung ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️.
Bella Germania ist nicht erste Reise mit Daniel Speck und wird auch nicht meine letzte sein.
- M. L. Stedman
Das Licht zwischen den Meeren
(373)Aktuelle Rezension von: kapitelschlagEine tief bewegende Geschichte über Moral, Schuld, Liebe und die Grauzonen dazwischen. In poetischer Sprache erzählt die Autorin eine Geschichte, die mich nach dem Lesen noch lange nicht loslassen konnte. Ich habe so sehr mit den Protagonisten gelitten.
Stedmans Sprache ist atmosphärisch und feinfühlig. Die Einsamkeit des Leuchtturmlebens, die raue Natur und die emotionalen Spannungen werden eindrucksvoll geschildert. Besonders hervorzuheben ist die differenzierte Charakterzeichnung. Tom ist ein zutiefst moralischer Mann, gefangen zwischen Loyalität zu seiner Frau und seinem eigenen Gerechtigkeitsempfinden. Isabel wiederum ist eine komplexe Figur, deren Liebe zu dem Kind ebenso echt wie tragisch ist. Der Roman stellt keine einfachen Fragen – und gibt keine einfachen Antworten.
Wer Romane liebt, die das Herz ebenso fordern wie den Verstand, wird dieses Buch kaum aus der Hand legen können.
Herzzerreißend. Nachdenklich. Wunderschön erzählt. Unbedingt lesen !
- Trude Teige
Als Großmutter im Regen tanzte
(350)Aktuelle Rezension von: Vreni_liestAls Großmutter im Regen tanzte von Trude Teige ist eine ruhige, aber sehr eindringliche Geschichte, die sich langsam entfaltet und einen dann richtig packt.
Im Mittelpunkt steht eine Großmutter, deren Vergangenheit Stück für Stück ans Licht kommt – voller Geheimnisse, Verluste und unerwarteter Stärke.
Der Einstieg war für mich etwas holprig. Die wechselnden Zeitebenen und abrupten Kapitel haben es anfangs nicht ganz leicht gemacht. Nach ein paar Kapiteln war ich aber drin und konnte den flüssigen, gut lesbaren Stil richtig genießen.
Die Geschichte ist emotional, tiefgründig und teilweise auch schwer. Man geht mit den Figuren durch Schmerz, Hoffnung und Versöhnung – alles wirkt dabei sehr nahbar und authentisch.
Fazit:
Ein gefühlvoller, kraftvoller Roman über Vergangenheit und ihre Spuren in der Gegenwart. Bleibt definitiv im Kopf.
- Annette Hess
Deutsches Haus
(237)Aktuelle Rezension von: PepaleFrankfurt 1963: Eva ist Dolmetscherin. Durch einen Zufall kommt sie an eine Job als Übersetzerin für Polnisch beim Auschwitz Prozess. Unbedarft und naiv stürzt sie sich in ihre Arbeit, ohne zu ahnen was sie dort erwartet. Die Berichte der Zeugen wie Juden ermordet, gedemütigt, gefoltert wurden, setzen Eva schwer zu. Evas Eltern hatten ihr abgeraten diesen Job zu übernehmen. Am Ende sind ihre Eltern in das ganze Geschehen verknüpft und die Familie zerstört.
Mit ihrem Verlobten führt sie eine typische Beziehung, wie es in den 1960er Jahren verbreitet war, sie ordnet sich ihm unter. Das Gesellschaftliche Rollenbild sah es so vor, sonst galten Frauen als „unweiblich“.
Annegret, die ältere Schwester von Eva, leidet unter dem Helden-Syndrom (Profilneurose). Als Säuglingsschwester infiziert sie Babys mit Bakterien um sie hinterher wieder gesund zu pflegen und dafür Lob und Geschenke zu bekommen.
Die Autorin hat gut recherchiert.
Der Schreibstil ist leicht und flüssig. Die Geschichte ist fesselnd und bewegend. Die Protagonisten sind gut beschrieben und entwickeln sich weiter.
Es handelt sich um eine gelungene Geschichte.
- Christopher Morley
Das Haus der vergessenen Bücher
(209)Aktuelle Rezension von: Lisi_WirthRoger Mifflin betreibt eine antiquarate Buchhandlung. Dort ist es düster, staubig, riecht nach Tabak und anscheinend soll es Geister geben. Roger stellt die Tochter seines Freundes als Gehilfin ein, damit beginnt der ganze Schlamassel. Ich konnte leider nicht immer alle Handlungen nachvollziehen und würde dieses Buch nur an geübte Leser weiterempfehlen.
- Anne Jacobs
Das Erbe der Tuchvilla
(190)Aktuelle Rezension von: MarinaHIch war sehr gespannt auf den dritten Band der “Tuchvilla Reihe”, da auch die anderen beiden Bände mir sehr gefallen haben. Bei diesem Buch war es nicht anders, es hatte mich von der ersten Seite an gepackt, ich habe sehr genossen es zu lesen.
Das Cover ist schön gestaltet, es hat eine passende Farbpalette und man erkennt, dass alle Bücher aus der Reihe zusammengehören. Auch der Titel des Buches macht auf den Inhalt bezogen Sinn, was mit wichtig ist, wenn ich einen Roman lese.Ich habe es sofort genossen, wieder in das Leben der Melzers einzutauchen. Die ganzen Charaktere kommen mir selber schon vor wie eine große Familie, ich konnte mich nur schwer von dem Buch lösen.
Unsere Protagonistin Marie war mir auch in diesem Band wieder sehr sympathisch, meiner Meinung nach ist sie hier sogar nochmal über sich selbst hinausgewachsen und hate ihren Charakter gestärkt. Auch Kitty und Lisa haben sich entwickelt und obwohl ich die beiden im ersten Band nicht ausstehen konnte, so sind sie mir, insbesondere Kitty, sehr ans Herz gewachsen. Von den männlichen Charakteren wurde ich leider enttäuscht, was in Romanen die ich lese, leider sehr oft der Fall ist. Ganz gleich was man für Eindrücke und Erwartungen an sie hat, irgendwann machen sie dies alles selbst wieder zunichte.
Selbstverständlich gab es jedoch auch Figuren, die mir überhaupt nicht gefallen haben, doch ich nenne sie hier nicht, um den anderen Lesern den Spaß nicht zu rauben.
Der Schreibstil war wieder sehr ansprechend, er war sehr flüssig und ich bin problemlos durch das Buch gekommen, nach einer Woche hatte ich es schon durch. Man konnte sich meiner Meinung nach, auch sehr in die Charaktere und ihre Gefühle reinversetzten und Empathie für sie aufbringen. Außerdem hat mir gefallen, dass Leo und Dodo auch ein wenig Raum im Buch bekommen haben.
Die Autorin kann die historische Zeit in ihren Roman sehr genau und gut beschreiben, was mir sehr gefällt.Ich bin sehr gespannt wie es weitergeht und freue mich auf den nächsten Band.
- Susanne Abel
Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104
(202)Aktuelle Rezension von: m_massaMit „Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104“ beweist Susanne Abel erneut, warum sie für mich zu den stärksten deutschen Autorinnen gehört. Bereits ihre Gretchen-Bücher konnten mich komplett überzeugen – und auch dieser Roman ist hervorragend geschrieben. Man merkt auf jeder Seite, wie viel Arbeit, Fingerspitzengefühl und intensive Recherche in dieser Geschichte stecken. Gerade die Tatsache, dass sich vieles so oder so ähnlich tatsächlich hätte zutragen können, macht die Handlung besonders lebendig, nachvollziehbar und erschreckend authentisch.
Im Mittelpunkt steht Hardy, ein kleiner Junge, der kurz nach dem Zweiten Weltkrieg ohne Erinnerung an seine Herkunft gefunden wird und in einem katholischen Kinderheim aufwächst – einem Ort geprägt von Strenge, Härte und fehlender Zuneigung. Dort begegnet er Margret, ebenfalls ein Heimkind, die zu seinem Anker wird. Gemeinsam versuchen die beiden, trotz ihrer traumatischen Vergangenheit ein Leben aufzubauen. Doch das Schweigen über das Erlebte wirkt bis in die nächsten Generationen hinein und prägt schließlich auch die junge Emily, die beginnt, Fragen zu stellen und sich der Familiengeschichte zu nähern. Die Geschichte springt dabei zwischen verschiedenen Zeiten und Generationen, was den Roman trotz seiner Schwere abwechslungsreich und fesselnd macht.
Besonders beeindruckt haben mich die Charaktere. Susanne Abel beschreibt sie mit unglaublich viel Liebe, Tiefe und Menschlichkeit. Sie wirken nie konstruiert, sondern echt – mit Ecken, Brüchen und Verletzungen. Gerade dadurch gehen ihre Schicksale unter die Haut und bleiben lange im Kopf.
Die Geschichte ist hart, teils schwer auszuhalten und emotional aufwühlend, gleichzeitig aber nie reißerisch erzählt. Vielmehr schafft Susanne Abel es, Schmerz, Verlust, Liebe und generationsübergreifende Folgen von Traumata auf eine Weise greifbar zu machen, die bewegt und nachhallt. Ein eindringlicher, hervorragend recherchierter Roman, der zeigt, wie stark Vergangenheit noch Jahrzehnte später nachwirken kann. Für mich ganz klar: 5 Sterne. ⭐️
- Robert Harris
Vaterland
(373)Aktuelle Rezension von: FelixLibrisIn “Vaterland” von Robert Harris, einem alternativen Geschichtsroman, hat Deutschland den Zweiten Weltkrieg gewonnen. Die Handlung folgt einem SS-Ermittler, der einen Mordfall aufklärt, während er auf dunkle Geheimnisse des Nazi-Regimes stößt.
Thematisch erinnert das Buch mich an „NSA“ von Eschbach. Eine unbedingte Leseempfehlung. Besonders an alle „Recht und Ordnung“ Fanatiker.
- Friedrich Dürrenmatt
Der Richter und sein Henker / Der Verdacht
(1.289)Aktuelle Rezension von: Lassmallesen_chrisEin Krimi, der eigentlich alles mitbringt. Eine interessante Handlung um einen ermordeten Polizisten, ein eigenwilliger Ermittler und in der zweiten Hälfte einige Plot-Twists sowie ein großer Knall am Ende, auf den es im Verlauf der Handlung aber schon den einen oder anderen Hinweis gibt. Sprachlich ist das Buch natürlich nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit, ließ sich aber trotzdem gut lesen. Mich persönlich regte Kommissar Bärlach im Handlungsverlauf auf, weil er sich mehrmals selbst verschuldet in Todesnähe begab und er mehr durch Glück als durch Geschick am Leben blieb. Wer lässt bitteschön freiwillig seine Haustür offen stehen??? Dazu geriet mir Bärlach teilweise zu sehr ins Philosophieren. Das schmälerte ein wenig meinen Lesespaß. Außerdem blieb auf nur 117 Seiten natürlich auch das eine oder andere an der Oberfläche, wo ich mir mehr Tiefgang gewünscht hätte. Dennoch zurecht ein Klassiker.
- Helga Schubert
Luft zum Leben
(110)Aktuelle Rezension von: mimitati_555Im vorliegenden Buch sind Texte aus einem Lebenszeitraum von 65 Jahren versammelt, wie die Autorin im Vorwort schreibt. Darunter sind Erzählungen, Vorträge, Aufsätze und sogar WhatsApp-Nachrichten, was eben so zusammenkommt in dem unglaublichen Zeitraum zwischen 1960 und 2025. Als Helga Schubert mit dem Schreiben anfing, war ich also noch nicht einmal geboren, man stelle sich das nur vor!
»Mit meinen Erzählungen wollte ich mich meiner Welt vergewissern.« (Seite 9)
Das Buch von Helga Schubert mit dem Titel »Der heutige Tag: Ein Stundenbuch der Liebe« hat mich vor ein paar Jahren begeistert und sehr berührt. Ich mochte ihre Art zu schreiben, die schöne Sprache und ihre Gedankengänge gefielen mir, sodass ich sehr gespannt war auf diese Sammlung ihrer Texte. Nicht alle konnten mich überzeugen, was bei einer solchen Fülle jedoch ganz natürlich ist, aber sprachlich ist auch dieser Band einfach toll. Meine unangefochtenen Favoriten waren das Gedicht »Lebenstopf« sowie ein Text mit dem Titel »Ein Opfer der Literatur«, weniger gefallen haben mir Texte, die so persönlich sind, dass diese für mich nicht ganz verständlich waren, weil mir da der Bezug fehlte und ein Zusammenhang sich nicht erschloss. Insgesamt aber ein schöner und lesenswerter Band. Vielen Dank.























