Bücher mit dem Tag "nagasaki"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "nagasaki" gekennzeichnet haben.

5 Bücher

  1. Cover des Buches Damals in Nagasaki (ISBN: 9783896676993)
    Kazuo Ishiguro

    Damals in Nagasaki

    (69)
    Aktuelle Rezension von: MEva

    Ich gebe zu - ab und an wusste ich nicht was das Ziel des Buches ist. Das ist ein Kritikpunkt den ich gut verstehen kann, aber Ishiguro kann man einfach vertrauen gut geleitet zu werden. Dementsprechend ist das Ende trotz Spannungsaufbaus, geschürten Vermutungen und ungutem Gefühl trotzdem ein heftiger Schlag in die Magengrube. Absolut gelungen!

  2. Cover des Buches Nagasaki, ca. 1642 (ISBN: 9783905513516)
    Christine Wunnicke

    Nagasaki, ca. 1642

    (3)
    Aktuelle Rezension von: Thomas_Kastura
    Eine Art Mini-Shogun (wir erinnern uns an die TV-Serie nach dem Roman von James Clavell), d. h. nur gut hundert Seiten lang. Holländer kommt als Dolmetscher ins Japan des 17. Jh. und trifft dort einen japanischen Würdenträger und Ex-Krieger. Die beiden freunden sich an, aber Traditionen und kulturelle Gegensätze sind ihnen im Weg. Sehr schöner Stil, Historienroman mal in der Kurzform.
  3. Cover des Buches Madame Butterflys Schatten (ISBN: 9783570580172)
    Lee Langley

    Madame Butterflys Schatten

    (2)
    Aktuelle Rezension von: jasbr
    Das Buch habe ich mal geschenkt bekommen, der Titel und das Cover haben mich nicht wirklich angesprochen und so lag es erstmal auf dem SuB, bis ich es im Rahmen der SuB-Destroyer-Challenge hervorkramte. 
    Und ich muss sagen: Never judge a book by its cover.
    Am Anfang fiel es mir etwas schwer in das Buch hineinzukommen, aber dann konnte ich es gar nicht mehr aus der Hand legen. Es ist wunderschön ergreifend, bewegend, traurig, einfühlsam,... einfach toll zu lesen.
    Die Thematik ist ganz schön extrem: Ein amerikanischer Navy heiratet eine junge Japanerin als er in Nagasaki ist, weil das billiger als eine annehmbare Unterkunft ist und gleichzeitig Spaß bringt. Sie bekommt ein Kind, dass seine neue, amerikanische Verlobte drei Jahre später mit nach Amerika bringt.
    Ich will nicht zu viel vom Inhalt verraten, auf jeden Fall habe ich Dinge  auch über den Zweiten Weltkrieg - erfahren, die man allgemein nicht weiß, weil diese Teile der Geschichte totgeschwiegen werden. Das große Ganze wird vermittelt durch die Geschichte eines einzelnen Jungen, seiner leiblichen Eltern und seiner Ziehmutter. So wird die Geschichte aus einer sehr persönlichen Sicht erzählt.
    Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen und war eindeutig eine Überraschung! Ich vergebe 4 Sterne.
  4. Cover des Buches Sadako. Ein Wunsch aus tausend Kranichen (ISBN: 9783848920990)
    Johanna Hohnhold

    Sadako. Ein Wunsch aus tausend Kranichen

    (9)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Sadako tritt in diesem Kinderroman als sportliche Schülerin auf, die sich für die 400-m-Staffel qualifiziert hat und zu Ehren ihrer verstorbenen Großmutter an diesem Wettkampf teilnehmen will. Nach dem Lauf bricht Sadako zusammen. Im Krankenhaus wird bei  ihr Leukämie diagnostiziert, eine Krankheit, die Erwachsene und Kinder in Japan  nach dem Zweiten Weltkriegt bereits gut kennen. Mit der Legende von den 1000 Kranichen will Sadakos Freundin Chizuko  der Kranken Lebensmut geben. Wer 1000 Origami-Kraniche faltet, dem würden die Götter einen Wunsch erfüllen, wird in Japan überliefert. Papier ist zu der Zeit kurz nach dem zweiten Weltkrieg noch knapp. So sammeln die Krankenschwestern und Sadakos Freunde für sie Papier, damit sie Kraniche falten kann. Doch Sadako überlebt ihre Krankheit nicht. Nach Sadakos Tod beschließen ihre Mitschüler, ein dauerhaftes Denkmal für sie zu schaffen, an dem Ketten mit  Papierkranichen aufgehängt werden können. 

    Mit Tränen in den Augen vergebe ich five stars, ein sehr bewegendes Buch!

  5. Cover des Buches Fallout (ISBN: 9783956143595)
    Fred Pearce

    Fallout

    (2)
    Aktuelle Rezension von: Thomas_Lawall

    Für alle, die sich an "Fallout" nicht so recht herantrauen, weil sie einen ebenso trockenen wie lieblos aneinandergereihten Faktenberg erwarten, kann Entwarnung gegeben werden. Fred Pearce, Umweltberater des New Scientist-Magazins, bringt das Kunststück fertig, seinen durchaus sachlich orientierten Überblick zum Thema fast wie einen spannenden Roman aussehen zu lassen. Gleichwohl kann diese äußere Hülle keineswegs leicht verdauliche Inhalte versprechen.

    Von den Atomunfällen in Tschernobyl oder Fukushima hat jeder schon einmal gehört. Was und wie genau es passierte dann schon eher weniger. Noch weniger oder gar nichts weiß man beispielsweise über den sibirischen Fluss Tetscha, und doch war er jahrelang "der am stärksten radioaktiv belastete Wasserlauf der Welt", verseucht durch radioaktive Abfälle aus der kerntechnischen Anlage Majak im heutigen Osjorsk. Erst 1976 kam heraus, dass sich dort bereits 1957 ein schwerer Unfall ereignete.

    Oder wer kann sich noch oder überhaupt an das ehemalige Kernwaffentestgelände der Sowjetunion in Kasachstan "Semipalatinsk" erinnern, sowie amerikanische Pendants in New Mexico, Nevada oder verschiedenen Inseln des pazifischen Ozeans?

    Fred Pearce erinnert auch an Kuriositäten wie der alljährlichen Wahl einer "Miss Atomic Bomb" in Las Vegas von 1952 bis 1957. Die Atomtests in Nevada waren eine Touristenattraktion. Wollte man Zimmer mit Blick zum Testgelände mieten, war ein Aufpreis zu entrichten! Und er reist weiter in der Zeit zurück, zu einem kurzen Besuch bei Marie Curie. Der Strahlung des von ihr entdeckten Metalls Radium schrieb man damals eine heilende Wirkung zu ...

    Fallout leistet sich einen umfassenden Überblick über 70 Jahre Atomwirtschaft, wobei der Autor auch widersprüchlichen Aussagen Raum gibt. Fast befremdlich wirkt die Feststellung, moderne Kraftwerke für die zivile Nutzung seien "sicher - oder zumindest weit weniger gefährlich als häufig angenommen". Deshalb sieht er das sich abzeichnende Ende des Atomzeitalters weniger aus sicherheitstechnischen Bedenken notwendig, sondern als Resultat eines jahrzehntelangen Vertrauensverlustes durch katastrophale Fehl- und Desinformation bei durchweg durch menschliches Versagen entstandenen Unfällen.

    Dem gegenüber stehen gewaltige Entsorgungsprobleme, die nicht nur immense Kosten verursachen, sondern auch und vor allem Zeit erfordern. In Fukushima werden die Aufräumarbeiten mindestens weitere 40 Jahre dauern, in Tschernobyl (und anderswo) werden es 100 Jahre sein. Dann wäre da das immer noch nicht gelöste Problem der Endlagerung von hochradioaktiven Abfällen, allen voran die sichere Verwahrung von Plutonium, jenes Bombenmaterials, das (hoffentlich) nicht mehr gebraucht wird.

    Eine Spitzenposition nimmt, man höre und staune, Großbritannien ein, dort oben im Norden, wo ein "nuklearer Alptraum" lagert. In Sellafield werden bis zur vollständigen Räumung des Geländes weitere 100 Jahre veranschlagt sowie 153 Milliarden Dollar Kosten. Doch wohin mit 240 strahlenverseuchten Gebäuden und vor allem wohin mit dem zitierten Plutonium?

    Die weiteren Zahlenspiele und Hochrechnungen, welche die Atomindustrie zu Fall bringen werden, sind alles andere als beruhigend, ob man nun der Kernenergie grundsätzlich positiv gegenübersteht oder nicht. Information und lückenlose Aufklärung sind ein Weg. Die Übersicht dazu liefert Fred Pearce und belegt seine jahrelangen Recherchen mit einem knapp 40seitigen Glossar, Quellen- und Stichwortverzeichnis.

     

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