Bücher mit dem Tag "nahtod"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "nahtod" gekennzeichnet haben.

39 Bücher

  1. Cover des Buches Wenn ich bleibe (ISBN: 9783442384044)
    Gayle Forman

    Wenn ich bleibe

     (1.182)
    Aktuelle Rezension von: gedankengarten

    Dieses Buch hat mich von Seite 1 gepackt und nicht mehr losgelassen. Das Buch ist aus Sicht von Mia geschrieben und abwechselnd spielt die Geschichte in der Gegenwart und in der Vergangenheit. So bekommt man langsam nach und nach Einblicke, wie es zur aktuellen Situation kam und wieso Mia so handelt und fühlt. Ich mag die Idee der Geschichte sehr, ich fand sie unglaublich berührend und außergewöhnlich. Die Emotionen der Charaktere waren für mich so intensiv spürbar, als wäre ich Teil der Geschichte. Ich habe die Personen richtig lieb gewonnen und fand jeden einzelnen Charakter detailliert und liebevoll ausgearbeitet. Was mich jedoch anfangs irritierte, war die Liebesbeziehung von Mia und Adam. Ich hatte den Film zuerst gesehen und dort war der Fokus ganz klar auf ihre Liebe gelegt und auch sehr deutlich herausgearbeitet worden. Im Buch habe ich dies nicht so empfunden. Mia war sich der Beziehung oft unsicher, es gab in der vergleichbar kurzen Geschichte öfter Streitthemen (die ich absolut nachvollziehen kann) und selbst Mia konnte die Liebe nicht immer so greifen. Gegen Ende fand ich ihre Liebe greifbarer und ich bin sehr gespannt, wie es in Band 2 weitergehen wird.

  2. Cover des Buches Vicious - Das Böse in uns (ISBN: 9783596705030)
    V. E. Schwab

    Vicious - Das Böse in uns

     (366)
    Aktuelle Rezension von: faanie

    V.E. Schwabs Trilogieauftakt ‚Vicious – Das Böse in uns‘ ist eine andere Heldengeschichte, als man sie sonst so kennen mag. Sie zeigt, dass nicht Superkräfte einen Helden definieren – sondern das, was man daraus macht. Aber so toll diese Idee ist und so gut sie mir gefallen hat, ist der letzte Funke doch nicht auf mich übergesprungen.

    Jedoch allein schon wegen Schwabs Schreibstil ist ‚Vicious‘ immer eine Empfehlung wert. Wie sie die Charakterzüge ihrer Figuren herausarbeitet ist eine wahre Schau. Authentisch und nachvollziehbar, moralisch auf keinen Fall einwandfrei, mit Eigenschaften, die einem die Figur einerseits mögen lässt und andererseits auch irgendwie nicht. Den Fanatismus, dem sich ein Charakter hingibt, die Rechtfertigung, die dieser für sein Handeln findet. Und dann die kühle Abgeklärtheit der anderen Figur, die sich ihres Handelns und den Folgen daraus mehr als bewusst ist. Und immer das Extrem, das aufgrund der Superkräfte in jeder Aktion spürbar ist. Ein Wanderung am Abgrund, die ganze Geschichte hindurch, ein Spiel Gut gegen Böse. Wobei Ersteres eigentlich Auslegungssache ist und im Auge des Betrachters liegt. Dafür hat Letzteres so unglaublich tolle Abstufungen und Facetten, dass es eine Freude ist, darüber zu lesen. Und davon wird man lesen. Viel und eigentlich immer. Denn ‚Vicious‘ ist ziemlich düster und brutal, böse und geheimnisvoll.

    Und dann noch diese ganze Sache mit den Superkräften. Sooo interessant! Schon allein, wie die sogenannten ExtraOrdinären (kurz EOs) entstehen, wie sich ihre Fähigkeiten manifestieren, wie sie mit ihrer zweiten Chance umgehen, dabei mit ihrem Schicksal hadern oder ihre Kräfte bestens zu nutzen wissen. Die Vielseitigkeit kann hier ebenso punkten wie Schwabs  bewusste, anfängliche „Geheimhaltung“  der Fähigkeiten der einzelnen EOs, damit man selbst Vermutungen anstellen kann und die Spannung noch etwas erhöht wird.

    Was mir auch gut gefallen hat, selbst wenn es mich mitunter, vor allem zu Beginn, sehr verwirrt hat, war die Erzählweise der Geschichte. Was ist das Gegenteil von linear? Dann habt ihr die Kapitelaufteilung in ‚Vicious‘. „Vor zehn Jahren“ oder „Zwei Tage vorher“ sind die Zeitangaben, mit denen man sich erst mal zurecht finden muss. Denn von welchem Ereignis geht die Zeitrechnung Schwabs aus? Eigentlich ist das gar nicht so wichtig, aber die Kürze der Kapitel und das dauernde Hin- und Herspringen auf der Zeitachse ließen mich des Öfteren innehalten um nochmal kurz darüber nachzudenken, wo ich mich zeitlich denn eigentlich gerade befinde. Schon irgendwie cool gemacht, aber ich finde, dass dabei sowohl die Tiefe der Figuren als auch die Beziehung zueinander etwas auf der Strecke geblieben ist. Da hatte ich mir noch ein bisschen mehr gewünscht.

    Warum es für mich trotz der Liebe zur Idee und zur Erzählweise nicht für die ganze Punktzahl reicht? Irgendwas hat mir gefehlt. Es war spannend und düster und geheimnisvoll. Aber es hat mich nicht vollends gepackt und mitgerissen. Weiterlesen werde ich auf alle Fälle, Band 2 liegt schon bereit. Band 3 erscheint irgendwann in den nächsten Jahren, so Gott und VE Schwab wollen. 4 Sterne.

  3. Cover des Buches Monday Club - Der zweite Verrat (ISBN: 9783789140624)
    Krystyna Kuhn

    Monday Club - Der zweite Verrat

     (191)
    Aktuelle Rezension von: Naike
    Verdiente 5 Sterne für dieses herausragende Jugendbuch. Selten ist ein zweiter Teil spannend von der ersten bis zur letzten Seite, dazu noch wunderbar geschrieben. Hoffentlich bleibt es dabei, dass die Autorin den dritten Band 2018 als eBook herausbringen wird, wie sie es angekündigt hat. Es wäre echt ein Drama, wenn diese tolle Story keinen würdigen Abschluss bekäme.Definitiv eines meiner Jahres-Highlights 2017!
  4. Cover des Buches Morgen wirst du bleiben (ISBN: 9783551317537)
    Nica Stevens

    Morgen wirst du bleiben

     (143)
    Aktuelle Rezension von: Liber_fanaticus

    Morgen wirst du bleiben - Nica Stevens

    Eine Liebesgeschichte, die unter die Haut geht und dich garantiert in ihren Bann zieht!

     

    Die 17-jährige Jill muss wegen dem neuen Job ihres Vaters nach Santa Barbara ziehen. Sie hat ihre beste Freundin und ihr altes Leben in San Francisco gelassen und ist nun ganz fremd in der neuen Stadt. In der Schule wird sie immer angestarrt und das nicht nur, weil sie die neue ist. Dann begegnet sie Adam und verliebt sich augenblicklich in ihn. Doch irgendein Geheimnis hat er, denn je näher sie ihm kommt, desto mehr geht er auf Abstand. Dazu kommt, dass sich plötzlich jeder ihrer Klassenkameraden von ihr abwendet. Was geht da nur vor? 

     

    Die Handlung rund um die beiden hat mich außer Atem gehalten. Ich habe das Buch angefangen, weil ich neugierig auf die Geschichte war, dabei hätte ich niemals erwartet, dass sie mich so dermaßen berührt.

    Die Story geht weit über jeden x-beliebigen Jugendroman hinaus. Sie ist nicht nur viel tiefgründiger, sondern auch etwas total Besonderes. Es geht nicht nur darum, dass Jill hinter Adams Geheimnis kommt, so wie mit den Geschichten in denen hinter jedem harten Badboy ein Grund für sein Verhalten steckt und somit ein weicher Kern. 

    Nein, denn hier geht die Geschichte dann erst richtig los. Das ganze Chaos nimmt erst seinen Lauf, als Jill herausfindet, was mit Adam los ist. 

    Ja, in manchen minimalen Kleinigkeiten ist das Buch vorhersehbar, doch man muss beachten, dass es ja schließlich ein Jugend-Liebesroman ist. 

    Ich kann mit purer Sicherheit aber sagen, dass die Wendung so keiner erwarten konnte.

    Der Einstieg war etwas zäh, doch nach den ersten 15 Seiten war ich in der Handlung drin und konnte einfach nicht mehr aufhören zu lesen.

    Adam und Jill haben mich in ihren Bann gezogen, haben mich Wut, Trauer, Angst und pure Liebe fühlen lassen.

    "Morgen wirst du bleiben" ist eine Geschichte mit sehr viel Gefühl und dies in jeder Hinsicht. Kein Auge bleibt trocken und kein Mundwinkel unbewegt, mit dem Figuren mitzufühlen ist ganz einfach. In der Geschichte wird nicht nur die junge Liebe thematisiert, sondern auch das Abschließen mit der Vergangenheit, das Weiterleben nach einem einschneidenden Ereignis. 

     

    5/5 Schmetterlingen für die außergewöhnlichste Liebesgeschichte, die ich bis jetzt gelesen habe. 



    Julia 

  5. Cover des Buches Jenseits (ISBN: 9783442379675)
    Meg Cabot

    Jenseits

     (152)
    Aktuelle Rezension von: Gedankenflüge

    Diese Geschichte reiht sich in die Bücher ein die sich mit Göttern befassen. Und ich liebe solche Geschichte ja, wer mich kennt, oder mein alten Blog auch schon verfolgt hat weiss, das ich diese verschlinge. Klar gefällt mir das ein oder andere besser als andere aber eigentlich wurde ich noch nie enttäuscht. Aber worum geht es jetzt in dieser Geschichte? 

    Nun, hier begleiten wir Pierce durch ihre Zeit nach dem Unfall bei dem sie auch starb. Während des Buches erfahren wir nach und nach was genau passiert ist und vor allem was sie während der Zeit, in dem sie Tod war, erlebt hat. Die Autorin greift hier das Thema der Nahtod-Erfahrung auf, was ich natürlich sehr spannend finde, also das Thema. Klar hat sie dieses in eine fantastische Geschichte gepackt aber dennoch verändert dieses Erlebnis das Leben dieser Menschen, genau so ist das Leben von Pierce nicht mehr das selbe wie zuvor. 

    Nach dem die Ärzte sie also wieder zurück geholt haben erzählt sie den Ärzten und ihrer Mutter von ihrem Erlebnis und keiner glaubt ihr. Die Ärzte tun dies ab in dem sie sagen das es nur die Chemie im Hirn ist, diese rufe Halluzinationen hervorruft währen das Hirn abstirbt. Und das es alles eingebildet war, doch sie hat einen Beweis von da mit gebracht, von der anderen Seite, der Unterwelt, denn sie war dort und konnte fliehen. Und der Diamant an ihrem Hals, welcher sie vor dem Bösen schützen soll, ist der Beweis. Sie hat ihn von John Hayden bekommen. Einem mysteriösen jungen Mann den sie damals schon mit 7 Jahren kennen gelernt hat. 

    Die Idee ist sicher nicht neu, Göttergeschichten gab immer schon, auch das Thema Tod kommt immer mal wieder vor, auf irgend welche Art, auch wenn es nur als Metapher erscheint. Es ist ein Thema das sich tief im kollektiven Seelenbewusstsein eingeprägt hat. Die Frage was nach dem Tod passiert. 

    Aber ich fand die Umsetzung echt gelungen und fand es wirklich spannend. Es passiert ständig was und man fiebert mit Pierce mit. 

    Prota- und Antagonisten & Co

    Mir ist Pierce schnell ans Herz gewachsen, obwohl sie mir manchmal auf den Geist ging *gg* Aber das darf sie auch, denn sie ist noch jung, hat viel erlebt und nichts läuft grade so wie es eigentlich sollte. Sie versucht wirklich das alles um wieder in die Spur zu kommen, aber es ist leider nicht so einfach. Es ist schwer an einem neuen Ort wieder von vorn zu beginnen und niemanden zu haben dem man sich anvertrauen kann, weil alle eh nicht glauben was man erzählt. Was ich auch toll finde, sie wird während der Geschichte doch immer erwachsener, denkt etwas weiter als nur bis zum Tellerrand und denkt auch mal darüber nach wie es vielleicht dem anderen geht. Sieht hinter die Maske. 

    Und natürlich John Hayden. Der mysteriöse, attraktive junge Mann, der Pierce zu verfolgen scheint. Die Autorin hat ihn wohl als Antagonist angelegt. Stur, voller Emotionen und impulsiv und dennoch empfand ich ihn nie als böse oder schlecht. Auch wenn er nicht grade dem netten Jungen entspricht der nebenan wohnt. 

    Die Autorin Schaft es die Emotionen und Gefühle zu transportieren und das macht die Geschichte spannend. Man kann mitfiebern, sich ärgern. Man spürte die Unsicherheit aber auch die Hoffnung auf ein neues, unbeschwertes Leben.

    Die Sache mit dem Text

    Ich mag den Schreibstil von Mag Cabot. Er ist leicht und flüssig zu lesen. Und ist auch dem Alter und der Geschichte angemessen. Auch die Länge der Kapitel sind angemessen, nicht zu lang und werden immer von einer Strophe aus Dante’s Göttliche Komödie eingeleitet, die zum Thema des Kapitels passt. 

    Meine ganz persönliche Meinung zum Buch

    Hier möchte ich das Cover als erstes Loben. ich mochte es wirklich. Der Stil wie es gezeichnet ist hat mich erst auf das Buch aufmerksam gemacht. Leider hat sich der Verlag dann ab dem 2. Teil für einen total anderen Stil entschieden der nicht mehr zum ersten passt und der mir auch nicht mehr so gefällt. Diese sehen aus wie alle anderen auch. Schade. 

    Der Originaltitel „Abadon„gefällt mir auch besser, er ist nicht neutraler als „Jenseits“, sondern würde den Todesengel bezeichnen. Denn das Jenseits ist nur ein winziger Teil der Geschichte. Denn als ich das Buch zum ersten mal gesehen habe, hab ich mir eine andere Geschichte vorgestellt. Vielfach bewirkt ja der Titel eines Buches schon welche Erwartungen wir an eine Geschichte haben. Aber keine Angst, hier wird man nicht total in die Irre geführt

    Spannend war es auf alle Fälle und das von Anfang bis zum Ende. Den man erfährt nicht häppchenweise etwas über John, sondern begleitet Pierce durch ihre schwere Zeit des Neuanfangs. 

    Leider merkte ich erst gegen Schluss das es wohl mehr als ein Teil gibt. Denn das ich endet mit einem Cliffhanger. Leider gibts die Bücher nicht mehr, nur noch als eBook, also werd ich bei Gelegenheit mir diese dann holen, denn ich will wirklich wissen wie es weiter geht. Und ich denke ich werde auch noch andere Bücher von ihr genauer angucken. Ich muss ja gestehen, ich kannte die Autorin zuvor gar nicht *hust*

  6. Cover des Buches Noir (ISBN: 9783862520282)
    Jenny-Mai Nuyen

    Noir

     (207)
    Aktuelle Rezension von: Lumiel_H_Nox

    Was man nicht alles in den kleinen Schatztruhen anderer Leute findet. Da stöbert man einmal im Bücherregal der Nachbarin zum Kaffee und schon kehrt man mit solch einem feinen Stück zurück nach Hause.

    Noir muss ich ganz ehrlich gestehen, wäre wohl ein Werk gewesen das ich mir aus freien Stücken in der Buchhandlung wohl nicht gekauft hätte. Doch gerade wenn man einmal die Interessen der anderen Leute verfolgt und sich deren Auffassung etwas genauer anhört, so animiert es einen doch mal in ein ganz anderes Genre zu hüpfen. Einen erwarten andere Thematiken, neue Charaktere und ganz andere Eigenschaften die der Schwerpunkt des Story-Verlaufes sind.

    Und somit bin ich zu diesem einzigartigen Buch gekommen.

    Rein vom Cover her muss ich sagen: Wow ! Schlicht und trotz sehr vielsagend. Dies hat mich voll und ganz von Beginn an von sich überzeugen können. Die leichte 3D Musterung des zersplitterten Glases sind dabei ebenfalls sehr gelungen und bereiten nebenher wirklich Lust auf das eigentliche Lesen. 

    Ich denke für ein Regal dessen Leute ganz unter dem Motto: Weniger ist mehr ! Ist dieses Cover ein kleiner Blickfang. 

    Ebenfalls hoch anrechnen möchte ich immer wieder den Büchern die Liebe zum Detail, sobald selbst einzelne Kapitel mit einem winzigen Design unterzeichnet werden. Dies ist uns auch hierbei geboten und macht immer mehr Lust auf das Buch. Ich weiß, dies kann sich teilweise etwas weit hergeholt anhören, spielt für mich jedoch eine große Rolle an dem wie viele Gedanken man sich über die Gestaltung und den Wiedererkennungswert gemacht hat. 

    Doch worum geht es überhaupt?

    Erleben tun wir die Geschichte aus der Sicht des jungen Mannes Nino aus der reinen Erzählerperspektive. 

    Denn gleich zu Beginn der Geschichte werden wir in eine höchst dramatische Situation geschmissen. 

    Nino ist noch ein kleines Kind, versteht nicht viel von der Welt und lebt in seiner eigenen kleinen Blase. So zumindest wird die Wahrnehmung dieser grausigen Situation für uns Leser dargestellt. Denn das Unheil beginnt direkt.

    Nino sitzt auf der Rückbank des Autos während seine Eltern dem Schicksal vorne nicht mehr entweichen können. Ein tragischer Autorunfall lässt die komplette kleine Familie zersplittern und lässt den kleinen Nino ganz allein zurück. Doch noch innerhalb dieser absurden Situation wird uns gezeigt, dies ist kein " normales" Ableben. Denn Nino nimmt selbst als Kleinkind alles ganz anders wahr, er sieht die Seelen dahin gleiten, das sanfte Licht das sie begleitet.

    Und schnell wird klar: Nino ist ein kleines Wunderkind mit einer ganz besonderes Gabe. Die ihm aber leider selbst noch zum Verhängnis werden soll. 

    Dies ist gleich einer der Hauptaspekte die ich für mich leider im Verlauf etwas bemängeln muss. Denn wir bekommen von der eigentlichen Gabe recht wenig zu sehen? Warum ist das so ?

    Gute Frage, denn ich habe das Gefühl es werden viel mehr okkulte Thematiken und die Kommunikation zwischen den Welten angesprochen. Natürlich auch auf eine ganz besondere und Interesse Art und Weise, jedoch ist dies nicht was man uns im Klappentext verspricht. Somit hatte sich in mir während des Lesens ein bisschen Enttäuschung breit gemacht. Hierbei hätte ich mir einen äußerst starken Charakter gewünscht der im Kampf zwischen seinem Talent und dem normalen Leben steht.

    Auch wieso, weshalb, warum bleibt uns erspart. Woher kommt diese Gabe? Was ist die Geschichte dahinter? Gibt es mehr die so sind wie Nino? Vielleicht eine kleine Gemeinschaft die unter den normal lebenden nicht zurecht kommt. All solche kleinen Aspekte hätten der Geschichte den gewissen Kick und die Tiefe verliehen, die mir trotz der tragischen Situation rein in thematischer Hinsicht etwas gefehlt hat. 

    Trotzdem sind die einzelnen Protagonisten und Handlungen sehr sympathisch und liebevoll ausgearbeitet. Für mich eine kleine Stärke der Autorin, neben ihrem einzigartigen und besonderen Schreibstil. Dieser ist fordernd jedoch auch äußerst humorvoll und durch grandiose Anekdoten toll ausgeschmückt. 

    Demnach kommen hier Leser gewiss nicht zu kurz, die auf authentisches Handeln und schwerwiegende unterhaltsame Dialoge viel wert legen. 

    Denn auch emotional erreichen wir eine gewisse Tiefe. Sei es menschlich untereinander, wie aber auch den schweren Stein den Nino ganz allein in seiner Brust schlägt. Ohne spoilern zu wollen, handelt er wirklich realistisch und atemberaubenden in seiner momentanen Lage die aussichtslos erscheint. Denn mit wem soll er darüber reden, wenn niemand weiß was er wirklich kann und was ihn auf außergewöhnliche Weise ausmacht?

    Fazit: Der Story Verlauf ist meiner Meinung nach leider etwas anders interpretiert worden, als wie der Klappentext es zuvor verspricht. Die Thematik hält sich für mich in zu vielen anderen Richtungen auf, die mir keinen Aufschluss über das geben, was ich eigentlich wissen wollte.

    Die Charaktere und Protagonisten dagegen sind äußerst realistisch und erwecken in einem eine gewisse Sympathie. Neben dem fordernden und tollen Schreibstil geschwungen durch grandiose Anekdoten und humorvolle Dialoge eine absolute Stärke der Autorin. 

    Wer einmal Lust auf etwas ganz anderes haben sollte, mit einem Hauch von Grusel und dem Kampf um das eigene Ich, der ist hier genau richtig. Ich denke das es eine Menge Anhänger für dieses Buch geben wird. Denn auch wenn es mich nicht zu 100% inhaltlich überzeugen konnte, so bereue ich es keinesfalls es gelesen zu haben. Denn schon allein für das Regal ist es ein kleiner Blickfang. Von mir gibt es hierfür 3/5 Sterne. Ein guter Mittelweg !


  7. Cover des Buches Den Himmel gibt's echt (ISBN: 9783775152785)
    Todd Burpo

    Den Himmel gibt's echt

     (71)
    Aktuelle Rezension von: Keksisbaby

    Eine Frage, die wohl jeden beschäftigt, ist was kommt nach dem Tod. Nur wenige, die eine Nahtoderfahrung hatten, können Eindrücke schildern, wie es ausschaut das Leben Danach. So auch der kleine Colton. Eine akute Blinddarmentzündung bringt den Vierjährigen an den Rand des Todes. Später als alles überstanden ist, beginnt er seltsame Bemerkungen zu machen. Er fragt nach der Gottesfurcht verstorbener, behauptet neben Jesus gesessen zu haben und das er seine kleine Schwester getroffen hat, von deren Existenz er gar nichts wissen dürfte. Behutsam versucht der Vater über die nächsten Jahre Colton auszuhorchen, wie es denn sei im Himmel. All dies hat der evangelische Pfarrer nach langen Bitten seiner Gemeinde zu Papier gebracht mit dem Titel: „Den Himmel gibt es echt.“

     

    Ich kann auch mich nicht von der Neugier freisprechen zu erfahren, was mich nach meinem Tod erwartet und da dieses Buch im Rahmen von Amazon Primereading kostenlos zur Verfügung stand, musste ich es einfach lesen. Ich fand die Geschichte der Familie Burpo spannend, aber vom Himmel war ich ehrlich gesagt enttäuscht. Der Himmel passt eins zu eins zur Bibel. Ich möchte gar nicht abstreiten, dass das was Colton erlebt hat, nicht seinen eigenen Wahrheitsgehalt hat, vielmehr weigere ich mich einfach anzunehmen, dass die biblische Geschichte vom Himmel den Menschen zugesandt wurde, wie ein Fax. Es handelt sich für mich um Erzählungen damaliger Ereignisse, die mündlich weitergegeben wurde, bis jemand sie zu Papier brachte. Der Junge berichtet von Schlachten zwischen Satan und Gott, Jesus der die Kinderlein zu sich kommen lässt und antike Kleidungsstücke, ähnlich einer Togaparty mit Schärpen in unterschiedlichen Farben, wahrscheinlich je nach Dienstgrad. Nein in diesen Himmel möchte ich nicht, würde es doch bedeuten, dass dieser nur Christen offen steht. Was ist mit all den anderen Religionen? Muslime, Hinduisten, Juden und Buddhisten? Ich glaube einfach nicht, dass die Christen die alleinige wahre Religion für sich gepachtet haben, vielmehr glaube ich dass das was Colton gesehen hat, sehr geprägt war von seinem familiären Umfeld. Es stellt sich nämlich die Frage hätte ein Kind, dass nicht aus einer streng gläubigen Pfarrersfamilie stammt, all dies auch so bewertet oder sähe der Himmel eines Moslems genauso aus? Außerdem betont mir der Vater zu oft, dass ein Kind solche Details nicht wissen könne. Nein das war einfach nicht mein Buch.

     

    Ein Buch das Christen helfen kann, die einen lieben Angehörigen vermissen, nur für mich als Atheist liefert diese Schilderung keine realistische Vorstellung vom Himmel, dazu passt das was Colton erzählt zu sehr auf Bibelzitate, die er wahrscheinlich sehr oft gehört hat, wenn sein Vater predigte.

  8. Cover des Buches Wer im Himmel auf dich wartet (ISBN: 9783793424109)
    Mitch Albom

    Wer im Himmel auf dich wartet

     (78)
    Aktuelle Rezension von: junia

    Wie kam ich zu diesem Buch?

    Durch Zufall wurde ich auf den Autor aufmerksam. Es ist das zweite Buch von Mitch Albom, das ich gelesen habe. Nachdem dieses hier dann einige Zeit auf dem eBook-Reader vor sich hin schlummerte, habe ich es mir nun endlich mal gegriffen.


    Um was geht’s?

    Auf den Inhalt gehe ich an dieser Stelle nicht allzu detailliert ein, den Klappentext könnt ihr ja selbst lesen, und eine Zusammenfassung des Buches muss ja nun nicht in die Rezension. Ich dachte im ersten Moment, es handle sich um die Neuauflage eines von mir bereits gelesenen Buchs des Autors, aber dann stellte ich fest, dass die Handlung (trotz Parallelen und Überschneidungen) eine andere ist, ebenso berührend schön und traurig zugleich. Es beginnt mit dem Lebenscountdown von Annie. Der Leser erhält sensible Rückblicke in Annies Kindheit, Jugend und Erwachsenenleben, in Situationen und Erlebnisse, die sie geprägt haben. Im Himmel trifft Annie fünf Personen, die sie und ihr Leben bewusst oder unbewusst beeinflusst haben. Da es auch um das Ereignis im Vergnügungspark geht, ist die Idee nichts neues, im Prinzip das gleiche Gerüst, nur aus einer anderen Perspektive. Die gesamte Story ist spannend aufgebaut und hatte einige für mich überraschende Wendungen.


    Wie ist es geschrieben?

    Es handelt sich um den 2. Teil einer unabhängig voneinander zu lesenden Reihe, und ich hatte keine Probleme, wieder in die Geschichte einzutauchen. Das Buch kann aber sicher auch problemlos ohne Vorwissen gelesen werden, auch wenn die Bücher schon zusammengehören, denn Annie trifft auf Eddie, den Protagonisten aus „Die fünf Menschen, die dir im Himmel begegnen“. Eine Zusammenfassung der relevanten Geschehnisse gibt's aber auch im Text. Der Schreibstil ist flüssig und zügig zu lesen, aber auch kurz und prägnant, schwer zu beschreiben, irgendwie direkt, aber ausführlich genug, um sich alles hautnah vorstellen zu können. Sehr gut gefällt mir, dass die Erzählperspektive wechselt, so bekommt man sehr viel aus verschiedenen Sichtweisen mit. Angenehm kurze Abschnitte verleiten dazu, eben mal schnell nuuur einen noch zu lesen.


    Wer spielt mit?

    Die Charaktere und deren Entwicklung sind gut gezeichnet. Ich habe sie kennengelernt, ich habe mitgefiebert und mitgelitten.


    Mein Fazit?

    Das Buch hat mir auch als nicht sonderlich spiritueller Mensch sehr gut gefallen, somit erhält es von mir 5 von 5 Sternchen und kann guten Gewissens weiterempfohlen werden. Es wird nicht das letzte Buch des Autors sein, das ich lese.

  9. Cover des Buches Das Floß der Medusa (ISBN: 9783442717194)
    Franzobel

    Das Floß der Medusa

     (81)
    Aktuelle Rezension von: TanteGhost

    Langatmig, umständlicher Erzählstil und viel zu Spät Besinnung auf das Wesentliche.


    Inhalt: Die Fregatte Medusa sticht in See mit einem vollkommen unfähigen Kapitän, der mehr mit seinem Reizdarm zu tun hat, als dass er in der Lage ist, das Schiff zu befehligen.
    Auf dem Schiff herrschen rauhe Sitten und die paar Passagiere haben ihre ganz eigenen Sorgen. Doch als das Schiff auf eine Sandbank aufläuft und zu kippen droht, sind es am Ende doch alles nur Menschen, die überleben wollen, für die aber die Rettungsboote nicht ausreichen. Es muss gelöst werden, wer ein Platz auf einem Rettungsboot bekommt, oder wer eben auf dem Floß stehen muss.
    Zunächst wird das Floß von den Rettungsbooten gezogen, aber schnell ist die Leine gekappt, weil das Floß die Boote abtreiben lässt.
    Allein treibt das Floß nun übers Meer und von den einstmals mal 147 Menschen an Bord, überleben gerade einmal 15 Menschen. Menschen, die ans Äußerste gehen müssen, um zu überleben.


    Fazit: Franzobel sagte mir nichts, und tatsächlich bin ich zunächst über den Namen des Autors förmlich gestolpert. Das kann nur ein Pseudonym sein. Ich glaube nicht, dass man einfach mal Vor- und Nachname zusammenlegen kann. - Aber wie gesagt, das ist auch nur eine Vermutung.
    Auf jeden Fall hat sich der Stoff lesen lassen, wie ein historischer Roman, der es im weitesten Sinne ja auch war. Die ganze Story beruht auf einer wahren Begebenheit, die man bei Wikipedia nachlesen kann, was ich auch getan habe. Erst diese Wikipedia-Seite hat mir geholfen damit ich verstehen konnte, worauf der Autor hier hinaus wollte und was er mir mit dem Geschriebenen sagen wollte. Sein Stil war altbacken, passend zur Zeit, in der die ganze Geschichte spielt. Aber dann nimmt er immer mal wieder Bezug zur “Neuzeit”, was mich dann vollends verwirrt hat. Hier musste ich mir dann immer wieder in Erinnerung rufen, dass dieses Buch im Jahr 2017 erschienen ist und man da das Drama der Titanic bereits kannte und auch Star Wars bereits ein Begriff war.
    Ansonsten hat das Ganze Drama ziemlich lang gebraucht, bis da mal was in Fahrt geraten ist. Ja klar, die Begebenheiten auf dem Schiff waren schon grausam und brutal, aber so war es am Ende doch nicht das, was ich eigentlich lesen wollte. Ich wollte endlich wissen, wie es geschehen konnte, dass das Schiff auf eine Sandbank aufläuft und wie es dann zu wessen Rettung kam. - Aber das ging dann erst auf Seite 200 los. Bis dahin habe ich mich mit den wirklich seltsamen Eigenheiten einiger Passagiere, dem verrückten Kombüsenchef und einigen anderen komischen Dingen herum geschlagen.
    Weiter hat mir das Lesen erschwert, dass einem hier in kurzer Abfolge wirklich jede Menge Namen um die Ohren gehauen werden. Zu den Namen kommen dann teilweise noch Spitznamen und schon war mein ganz persönliches Chaos perfekt. - Das was ich an Story heraus gefiltert habe, war ganz interessant, hat mich in gewisser Weise auch gepackt, aber die ganzen Namen haben mich immer wieder aus der Handlung heraus katapultiert. Zumal es ja dann auch noch französisch klingende Namen waren. - Für mich persönlich alles nicht so einfach.


    Das Buch hat mich auf der einen Seite komplett fasziniert und aber gerade am Anfang auch ziemlich gelangweilt. Ich wage zu bezweifeln, dass es wirklich so extrem brutal auf den Schiffen zugegangen ist. Es hätte ja niemand etwas davon gehabt, wenn man die Leute zu Tode peitscht oder dem Küchenjungen die Hand verbrennt, mit der er ja eigentlich noch arbeiten soll.
    Fasziniert hat mich dann aber wieder die pragmatische Herangehensweise an die Überlebensstrategie auf dem Floß. Meiner Meinung nach hätte man sein Hauptaugenmerk auf jeden Fall darauf legen können. Das Ganze Drumherum hätte es in dieser Ausführlichkeit gar nicht gebraucht.


    Ich habe keine Ahnung, ob ich das Buch in irgendeiner Weise weiter empfehlen soll. Schon mit den drei Sternen bin ich ja eigentlich hin und her gerissen. Ja sicher, es hat durchaus seine interessanten Seiten und spannenden Stellen, aber die sind irgendwie durch den wirren Erzählstil kaputt gemacht. Wenn ich schon so altbacken schreibe, dann nehme ich doch nicht Bezug auf neuere Begebenheiten. Und dann dieses ewige Gerede um den heißen Brei herum.

    Franzobel an sich muss man wohl mögen, wie er eben ist. Was bei mir aber leider nicht gegeben ist. 

  10. Cover des Buches Kühlfach 4 (ISBN: 9783423211291)
    Jutta Profijt

    Kühlfach 4

     (239)
    Aktuelle Rezension von: misspider

    Fast hätte ich aufgrund sprachlicher Differenzen aufgegeben - und damit einen durchaus noch unterhaltsamen Krimi verpasst. Nachdem ich mich jedoch dazu entschieden hatte, die Dialoge weitestgehend auszublenden, sprich: zu überlesen, und mich stattdessen voll auf die Handlung zu konzentrieren, war die Geschichte gar nicht so übel.

    Als der Kleinkriminelle Pascha bei Martin Gänsewein auf dem Seziertisch landet, staunt dieser nicht schlecht als plötzlich Paschas Geist zu ihm spricht. Pascha setzt alles daran, dass Martin ihm bei der Aufklärung seiner Ermordung, die dem ersten Anschein nach als Selbstmord eingestuft wird, hilft. Dabei geht er Martin gewaltig auf die Nerven, aber mit der Zeit raufen die beiden sich tatsächlich noch zusammen.

    Leider ging mir Martin vom ersten Moment an mit seinem derben 'Proletenslang' tierisch auf die Nerven - das war nicht witzig, das war einfach nur unerträglich. Natürlich sollte die sprachliche Differenz zwischen Pascha und Martin einen Teil des Humors ausmachen, aber das ist leider völlig missglückt da maßlos und bis ins Absurde übertrieben.

    Der Krimi an sich dagegen war gar nicht schlecht. Fazit: brauchbarer Kern in ungenießbarer Hülle.

  11. Cover des Buches Lily Frost (ISBN: 9783407746542)
    Nova Weetman

    Lily Frost

     (57)
    Aktuelle Rezension von: TanteGhost

    Schade um den Stoff, da er wirklich mehr als ungenügend verarbeitet ist.


    Inhalt: Lily Frost zieht mit ihrer Familie in eine Kleinstadt Sie hat es schwer, sich in die Gemeinschaft einzufügen und somit ist sie auf sich allein gestellt, was die Aufklärung der seltsamen Geistererscheinungen angeht.
    Im neuen Haus spukt es und Lily findet schnell heraus, wer da spukt. Warum allerdings, da trifft sie auf eine Mauer des Schweigens.
    Doch Lily kämpft. Um ihres Seelenfriedens willen und dem des verstorbenen Mädchens.


    Fazit: Ein Roman, bei dem es laut den Rezis anderer um Geister gehen soll. Das ist ja mal ein Thema, aus dem man so richtig viel machen kann. da erschienen mir die 180 Seiten schon mal ganz schön kurz. Ob das so viel werden konnte, blieb noch abzuwarten.
    Gleich zu Anfang wird der Leser erst einmal auf die falsche Fährte gelockt. Die Protagonistin erzählt in der Ich-Form von ihrem Beinahe-Tod. Aber eben so, dass ich dachte, sie wäre gestorben und dann als Geist weiter bei ihrer Familie. Es kam dann aber doch anders.
    Der Umzug ist ja ein Klassiker. Die Familie landet in einem seltsamen Haus. Hier treten dann auch die ersten seltsamen Ereignisse auf, aber alles in Allem will die Geschichte nicht wirklich voran gehen. Alles wird bis ins kleinste Detail beschrieben und die hier und da eingestreuten seltsamen Ereignisse verschwinden fast darunter. - Spannung habe ich hier nicht wirklich empfunden. Vielmehr war es Neugier und die Hoffnung auf etwas Action, die mich hat weiter lesen lassen.
    Die seltsamen Ereignisse nehmen im Lauf der Zeit zu. Die Teenager-Probleme allerdings auch. Und die Probleme, die durch den Umzug entstanden sind. - Der Teenager als Protagonist hat mich einfach nur noch genervt.
    Ab der Mitte etwa war mir klar, wo die Sache hinführt. Ab da fühlte sich jede Wendung der Story nur noch an, als wollte man das Buch künstlich in die Länge ziehen. Es sollte wohl Dramatik erzeugt werden, die aber in keinster Weise aufgekommen ist.
    Und am Ende war es eben so, wie es war. Der Fall, der lange Zeit keiner war, wurde aufgeklärt und das Buch war zu Ende. Jede Menge offene Fragen bleiben zurück.


    Die Handlung selber hätte jede Menge Potential haben können. Stattdessen bleiben die Charaktere flach und statisch. Zu keinem Zeitpunkt war ich gepackt. Nicht ein Stück Film in meinem Kopfkino gelaufen und jede kleine Ablenkung war willkommen. Ich wurde null gecatcht.
    Der Schreibstil war sehr einfach gehalten. Schön artig nach Verlagsstandart lektoriert und korrigiert. - Zum Glück aber kurz gehalten. Sodass die Quälerei nicht so lang gedauert hat.


    Nein, empfehlen kann ich dieses Buch nicht. Selbst für ein Kinder- und Jugendbuch fehlt da einiges an Tiefgang und Spannung, den der Stoff durchaus hergegeben hätte. - leider

  12. Cover des Buches Du bist mein Licht (ISBN: 9782919803248)
    Sarah Kleck

    Du bist mein Licht

     (27)
    Aktuelle Rezension von: schafswolke
    June steht vor ihrem schönsten Tag im Leben, denn bald wird sie Casper heiraten. Doch in einem unbedachten Moment verändert sich alles und keiner denkt mehr an eine Hochzeit. Während June um ihr Leben kämpft, kommen immer mehr Geheimnisse zu Tage.

    Ich bin schnell in die Geschichte reingekommen und durch den flüssigen Schreibstil habe ich das Buch schnell durchgehabt. Aber auch die Geschichte hat mir bis auf ein paar Abstriche sehr gut gefallen. Nun muss ich allerdings ein klein wenig spoilern, um das zu begründen. Ich bin so ein wenig im Zwiespalt mit den Szenen, wo June zwar im Koma ist, aber die Menschen um sich herum als "Geist" betrachtet, für mich war es ein wenig zuviel des Guten.
    Trotzdem fand ich die Thematik sehr spannend und auch die Schicksale sehr tragisch, ich will aber nicht zuviel vorweg nehmen und werde nicht mehr verraten, aber am Ende hatte ich schon einen Kloß im Hals. Hier kommen die Gefühle jedenfalls nicht zu kurz.

    Ich hatte ein kurzweiliges und schönes Lesevergnügen und vergebe 4 Sterne.
  13. Cover des Buches Die Leben danach (ISBN: 9783832198930)
    Thomas Pierce

    Die Leben danach

     (64)
    Aktuelle Rezension von: YukBook

    Wer dem Tode nahe war, sieht seine verbleibende Lebenszeit mit ganz neuen Augen. So ergeht es Jim Byrd, Held dieses Romans, der in einer vergreisten Kleinstadt in den Südstaaten lebt. Mit 33 erleidet der Kreditberater einen kurzzeitigen Herzstillstand und bekommt ein HeartNet, einen hoch entwickelten Defibrillator, implantiert. Einerseits ist er dankbar für die zweite Chance auf ein Leben, andererseits ständig in Angst, dass das Gerät explodieren könnte. Regelmäßig checkt er auf seiner Handy-App, ob sein Herz noch schlägt.

    Als Jim geschäftlich das Restaurant Su Casa Siempre aufsucht, tritt eine weitere zweite Chance in Erscheinung – in Form von Annie, seiner Jugendliebe. Auch Annie macht sich viele Gedanken über das Leben und den Tod, zumal sie ihrem Mann Anthony auf tragische Weise verloren hat. Als Jim und Annie von der Restaurantbesitzerin erfahren, dass es neben der Wendeltreppe spukt, stellen sie auf eigene Faust Nachforschungen und kommen sich dabei näher.

    Was passiert, wenn man einen geliebten Menchen verliert? Gibt es ein Leben nach dem Tod? Um diese Fragen kreist diese Geschichte und konfrontiert uns nicht nur mit philosophischen und religiösen Gedanken, sondern auch mit möglichen Zukunftsszenarien. Wird Annie eine High-Tech-Maschine nutzen, um ihren verstorbenen Mann wiederzusehen? Welche Auswirkungen wird dies auf ihr Leben haben? Über der ganzen Handlung schwebt immanent die Frage, ob Jim all diese Dinge tatsächlich erlebt oder sich nur einbildet. Leider hat der Roman im Mittelteil einige Längen, doch insgesamt hat er mich dank dem Humor von Thomas Pierce gut unterhalten und zum Nachdenken angeregt.

  14. Cover des Buches Gregory & Tintori: Das Buch der Namen (ISBN: B003CPDGVK)
    Gregory & Tintori

    Gregory & Tintori: Das Buch der Namen

     (32)
    Aktuelle Rezension von: Thornwald
    Ich versuche mich mal an meiner ersten Rezension hier.

    Also, ich habe das Buch schon vor einer Weile gelesen, und doch ist es mir in Erinnerung geblieben. Das sagt ja schon einiges aus.
    Die Handlung ist recht fließend, Langeweile taucht meines Erachtens an kaum einer Stelle auf. Aber die Geschichte erinnert mich doch arg an eine Kombination des Buches "Illuminati" oder "Sakrileg" von Dan Brown und dem Film "Wanted".
    Aber dennoch eine nette Kurzweil für einen entspannten Urlaub. Auf jeden Fall 4 Sterne wert.
  15. Cover des Buches Glut (ISBN: 9783802584923)
    Lori Handeland

    Glut

     (88)
    Aktuelle Rezension von: Rayne-Sunshine
    Lizzy ist mir nicht sonderlich sympathisch. Gefühlt auf jeder zweiten Seite wird erwähnt, dass die Protagonistin dauernd Sex haben muss. Dann jammert sie auch, dass sie Jimmy retten muss und poppt nebenbei dauert mit Saywer. In der Geschichte wird von A nach B gereist, ohne dass auch im entferntesten was passiert. Verstört hat mich schließlich der Moment, als die Frau aus Rauch, die der Feind und Saywers Mutter ist, sich an ihren Sohn ran macht und ihn auch noch befummelt. Zwischenzeitlich musste ich das Buch weg legen. Eine eher langweilige Fortsetzung.
  16. Cover des Buches Engel der Verdammnis (ISBN: 9783570306338)
    Lisa J. Smith

    Engel der Verdammnis

     (167)
    Aktuelle Rezension von: ReaderButterfly

    Gillian steht wartend vor der Schule, als sie jemanden im Wald weinen hört. Langsam geht sie hinein und trifft auf einen Bach, doch als sie sich vorbeugt, rutscht sie aus und fällt hinein. Durch die Anstrengung und Unterkühlung wird sie ohnmächtig.  Als sie zu sich kommt ist es als würde sie aus ihrem Körper steigen und fliegen, als würde sie auf ein Licht zufliegen und durch eine Tür gehen. Hinter einer Art Tür taucht ein Schatten auf, der sich als Junge heraustellt. Dieser fordert sie auf eine Entscheidung zu treffen. Will sie leben oder sterben. Gillian entscheidet sich zu leben, doch das wird ihr Leben auf den Kopf stellen.

    Dieses Buch war meine älteste SuB Leiche, denn sie lag 3 Jahre, weil ich erst die anderen Bände haben wollte. Doch jetzt hab ich mich entschieden die Bände zu lesen die ich habe. Anfangs dachte ich die Geschichte ist so lala, doch dann wurde es besser. Eigentlich beschriebt der Klappentext die ersten 200 Seiten, trotzdem war die Geschichte anders als erwartet. Der Schluss war dann auch noch mal eine unerwartete Wendung, sodass ich das Buch doch gut gefunden habe.
  17. Cover des Buches Playground – Leben oder Sterben (ISBN: 9783492312011)
    Lars Kepler

    Playground – Leben oder Sterben

     (39)
    Aktuelle Rezension von: JaHu_712
    Vielleicht bin ich thrillergeschädigt, aber wenn der Klappentext mit "Dies ist kein Spiel, denn du bezahlst mit deinem Leben" wirbt, erwarte ich atemlose Spannung und sehe vor meinem inneren Auge sofort einen durchgeknallten Killer, der Freude daran hat, Spielchen mit seinen Opfern zu spielen, die alles dafür tun müssen, um zu überleben. Oder meinetwegen auch ein Plot wie in "Tribute von Panem - Hungerspiele", wo Menschen in einer Art Wettkampf gegeneinander antreten, bis schließlich der letzte Überlebende als Sieger feststeht.

    Mit diesen Erwartungen bin ich also an "Playground" herangegangen, doch das Buch hält eine komplett andere Handlung bereit. Es geht um eine Zwischenwelt, die man während einer Nahtoderfahrung betritt und aus der man nur ins Leben zurückkehren kann, wenn man eine der begehrten Plaketten erhält. Um eben diese entbrennt ein erbitterter Kampf, der in aller Härte und Brutalität ausgetragen wird. 
    Weiter von einander entfernt könnten meine Erwartung und die Realität gar nicht sein. Das wäre ja auch vollkommen okay, wenn die Story dann wenigstens trotzdem spannend und für mich ansprechend wäre. Ist sie aber leider nicht. 
    Dabei fängt die Sache durchaus vielversprechend an mit dem Einsatz im Kosovo, der überhaupt erst zu Jasmins posttraumatischer Belastungsstörung führt. Der Schreibstil des Autorenduos hinter Lars Kepler ist in "Playground" sehr langatmig und ausufernd, es gibt viele Passagen, in denen über mehrere Abschnitte hinweg erzählt wird, ohne Dialog, ohne actionreiche Handlung - für mich als Leser ein absoluter Killer. Hinzu kommt, dass die Protagonistin so dermaßen unsympathisch auf mich wirkt, dass ich eigentlich gar keine Lust hatte, mich mit ihr auf diese Reise zu begeben. 

    Zum Glück ist jedes Buch immer Geschmackssache, aber "Playground" konnte mich leider nicht überzeugen.
  18. Cover des Buches 90 Minuten im Himmel (ISBN: 9783957342355)
    Don Piper

    90 Minuten im Himmel

     (24)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Auf einer Heimreise hat Don Piper einen schweren Verkehrsunfall. Sein Auto wird durch einen LKW frontal getroffen und total zerquetscht. Die herbei geeilten Sanitäter können jedoch nur den Tod feststellen. Während sein toter Körper in dem Auto ist, erlebt seine Seele etwas Unbeschreibliches – die Schönheit des Himmels in seiner ganzen Pracht.

     Dann nach 90 Minuten kehrt er ins Leben zurück. Sein Körper ist zerstört und es ist ein unglaublich langer und weiter Weg zurück ins Leben. Jahre später schafft er es dann, das Erlebte dort im Himmel festzuhalten und lässt den Leser an seinen Erlebnissen im Himmel teilhaben. 

    Meine Meinung

    Don Piper lässt den Leser an seinen sehr privaten Erinnerungen teilhaben. Die Erlebnisse die er schildert sind unglaublich und tief bewegend. Es ist ein Unfall, den ein Mensch normalerweise nicht überlebt. Man kann sich vorstellen, dass seine Erlebnisse im Himmel fast nicht in Worte zu fassen und zu beschreiben sind. Das was er aus dem Himmel berichtet klingt sehr glaubwürdig, gerade auch weil er dort alles Personen getroffen hat, die er kennt oder die in irgendeiner Art und Weise eine Rolle in seinem Glaubensleben gespielt haben. Auch wenn ihm die Worte fehlen, die ganze Schönheit des Himmels zu beschreiben, kann man als Leser gut erahnen, was er dort wundervolles erlebt hat.

     

    Ich glaube der Autor will auch gar nicht mit seinen Erlebnissen prahlen sondern schildert dem Leser in authentischer Weise das, was er dort erlebt und gesehen hat.

    Nach seiner Beschreibung muss der Genesungsweg lange und sehr qualvoll gewesen sein. Man spürt als Leser, wie hart die Zeit für ihn war und trotzdem oder auch gerade deshalb geht er gemeinsam mit seiner Familie gestärkt aus der Situation. Sehr schön fand ich wie er die Kraft und Macht des Gebets beschreibt.

    Das Cover finde sehr passend zu dem Buch und dem Thema gestaltet. Schön finde ich wie im Titel der " Himmel " abgesetzt ist, als würde er strahlen und leuchten.

    Fazit

    Don Piper gibt dem Leser einen authentischen Bericht über das was er im Himmel erlebt hat. Egal ob Christ oder Nichtchrist ist die Geschichte sehr lesenswert wenn man sich mit dem Thema Nahtoderfahrung auseinandersetzen möchte.

  19. Cover des Buches Blick in die Ewigkeit (ISBN: 9783453703124)
    Eben Alexander

    Blick in die Ewigkeit

     (50)
    Aktuelle Rezension von: kittyqueen

    Der Autor hat einen munteren Schreibstil, allerdings ist das Ganze mehr eine extrem breit gewalzte Biographie. Er schreibt von seiner tollen Frau, seinen mindestens ebenso tollen Kindern und davon, wie wissenschaftlich und mit Abstand er doch alles sieht. Das eigentliche 'Nahtoderlebnis' kommt mit gut drei Seiten sehr kurz - und wirkt trotz gegenteiliger Beteuerungen wie ein ganz gewöhnlicher Traum; was es wohl auch war.

    Und dafür, dass der Verfasser meint, nunmehr das Universum samt Gott und Liebe gesehen und sogar verstanden zu haben, schreibt er doch ganz schön flach. Kurz: ich fühle mich auf den Arm genommen, obwohl ich der Thematik gegenüber eigentlich offen bin.

  20. Cover des Buches Der Schlaf und der Tod (ISBN: 9783453437968)
    A. J. Kazinski

    Der Schlaf und der Tod

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Krimifee86

    Eine junge Frau springt von einer Brücke und Niels Bentzon ist erschüttert, weil er es nicht verhindern konnte. Schließlich hat der Kopenhagener Kommissar noch nie jemanden im Einsatz verloren. Doch schnell wird klar, dass die Tänzerin Dicte nicht wirklich freiwillig gesprungen ist. Jemand war hinter ihr her. Jemand, der sie immer und immer wieder gequält hat, solange bis der Tod der bessere Weg schien. Doch wer? Niels nimmt die Ermittlungen auf ohne zu ahnen, dass seine eigene Frau bereits ebenfalls im Fadenkreuz des Mörders ist.


    Insgesamt hat mir „Der Schlaf und der Tod“ ganz gut gefallen. Der ganze Aufhänger um die Geschwister Schlaf und Tod war einfach mal etwas ganz anderes und dem Autoren ist es sehr gut gelungen mich als Leser in diese andere Welt zu ziehen. Das hat mir wirklich gut gefallen. Ich fand die Geschichte auch weitestgehend spannend, wenn sie auch sehr lang war, und mir war relativ lange zwar klar, wer der Täter nicht ist, jedoch wusste ich nicht, wer es wohl ist. Dafür war aber auch das Motiv des Täters in gewisser Weise zu abgehoben. Anders ja, aber irgendwie auch ziemlich verquer.

    Massiv gestört hat mich die „Gerichtsverhandlung“, die Hannah, Niels Ehefrau, abgehalten hat. Das war aus meiner Sicht einfach total über und total unwichtig. Ja, am Ende hat es natürlich dann doch wieder eine Rolle gespielt, aber alles in allem hätte ich das wirklich nicht gebraucht. Ich möchte bei einem Krimi / Thriller den Kriminalfall miterleben und mich gruseln und die Spannung nicht aushalten können. Ich möchte nicht permanent in die Eheprobleme des Ermittlers hineingezogen werden. Wenn ich das wollen würde, würde ich einen Liebesroman lesen.

    Ansonsten war das Buch aber gut und ansprechend geschrieben, wenn mich am Ende auch die Zusammenhänge und die tatsächliche Auflösung nicht ganz überzeugen konnten.


    Am Ende vergebe ich 6/10 Punkten. Ich glaube allerdings, dass ich weitere Bücher der Reihe nicht lesen werde. Dazu konnte mich der Autor einfach nicht genug überzeugen, es hat sich doch irgendwie alles sehr gezogen, das Privatleben des Detektivs war zu sehr im Vordergrund und die Auflösung / die Zusammenhänge in gewisser Weise zu abgehoben.


    Mehr von mir zu den Themen Bücher, Essen, Reisen, Fotos, Geocachen, Disney, Harry Potter und noch vieles mehr gibt es unter: https://www.facebook.com/TaesschenTee/

  21. Cover des Buches The Fourth Monkey - Das Mädchen im Eis (ISBN: 9783734104961)
    J.D. Barker

    The Fourth Monkey - Das Mädchen im Eis

     (117)
    Aktuelle Rezension von: my-book-addict-world

    In Chicago ist es seit Monaten klirrend kalt und die seit 3 Wochen vermisste Ella Reynolds wird eingefroren in einem See gefunden, in einem See der bereits vor Ellas Verschwinden zugefroren war.

    Der Verdacht fällt auf den Four Monkey Killer Anson Bishop, die Medien haben sofort den Schuldigen festgemacht, nur Detective Sam Porter, der mit dem Fall bzw. mit dem Serienkiller zuvor zu tun hatte, glaubt nicht daran.

    Durch einen Fehler der ihm passiert, wird Porter vom Fall abgezogen und begibt sich inoffiziell alleine auf die Suche nach Bishop, er begibt sich in Gefahr und das FBI sitzt ihm auch im Nacken, dass hinter dem Serienkiller her ist. Es verschwinden immer mehr Mädchen, nach der 15-Jährigen Ella. Viele Verwicklungen und Verwirrungen die den Fall unlösbar erscheinen lassen.

    Und bevor überhaupt einer der Fälle gelöst werden, endet das Buch mittendrin, ganz abrupt und unerwartet.


    Ohne zu wissen dass es bereits der 2. Band einer Thriller-Reihe von The Fourth Monkey ist, las ich diesed Buch. Es gibt viele Rückblicke auf Band 1, so kommt man etwas besser in die Story rein, wird aber gleichzeitig neugierig auf Band 1 der noch spannender sein soll, als dieser und da es so unerwartet endet, kann ich Band 3 kaum abwarten.


    Der Schreibstil ist super einfach und flüssig lesbar und das Buch ist in mehreren kurzen Kapiteln verfasst und zwischendurch hat man immer den Ermittlungsstand zu lesen, sehr übersichtlich,  auch wenn die Fälle sehr verwirrend sind. 


    Das Cover ist der Wahnsinn und passt perfekt zum Buch und zeigt den Fall Ella im Eis als Leiche ganz dezent.  Die Farben sind passend kühl und düster.

  22. Cover des Buches Lebensgeister (ISBN: 9783257244601)
    Banana Yoshimoto

    Lebensgeister

     (77)
    Aktuelle Rezension von: Herbstrose

    Zuvor waren sie noch beim Baden in einer heißen Quelle und hatten viel Spaß, dann kam der Autounfall – die achtundzwanzigjährige Sayoko überlebt schwer verletzt, ihr Freund und Lebenspartner Yoichi ist tot. Zwei Jahre braucht sie, bis die körperlichen Blessuren verheilt sind und sie wieder alleine im Leben zurechtkommt, doch sie wird nie wieder die sein, die sie vorher war. Den Schmerz ihres Verlustes versucht sie allabendlich in einer Bar zu ertränken, bis sie eines Tages merkt, dass sie mehr sehen kann als andere Menschen. Durch ihre Nahtoderfahrung lebt sie in einer anderen Sphäre, in einer Zwischenwelt, und ist plötzlich in der Lage, Verstorbene zu sehen und die Lebenden neu wahrzunehmen. „Er fehlte mir, meine Trauer war unbeschreiblich. Doch als ich das Schlimmste überstanden hatte, merkte ich auf einmal, wie sich die Welt um mich herum lichtete und durchsichtig wurde – eine verblüffende Erfahrung“ (S. 31). In diesem Bewusstseinszustand versucht sie nun, Yoichis Atelier zu räumen und seinen Nachlass zu verwalten … 

    Banana Yoshimoto ist der Künstlername der am 24.7.1964 in Tokio geborenen japanischen Schriftstellerin Mahoko Yoshimoto, für den sie sich aufgrund der Schönheit der roten Bananenblüten entschieden hat. Sie ist seit dem Jahr 2000 verheiratet und hat einen Sohn. 

    Sehr feinsinnig und empfindsam beschreibt die Autorin in diesem Buch die Zeit die ein Mensch benötigt, um Tod und Leben, den vorigen und den jetzigen Zustand, wieder in Einklang zu bringen. Die Protagonistin lebt zwischen Trauern und Hoffen, zwischen Traum und Wirklichkeit. Sie lässt die schönen Erinnerungen zu und durchstreift Orte in Kyoto, an denen das Paar gemeinsam glücklich war. Sayoko wendet sich aber auch dem Heute zu, knüpft neue Freundschaften, besucht die Eltern des Verstorbenen in Tokyo und bemüht sich um ein besseres Verhältnis auch mit ihren eigenen Eltern. Sie lernt zu akzeptieren, dass der Tod allgegenwärtig ist und die Toten im Herzen weiter leben. 

    „Lebensgeister“ ist eine besinnliche, eine nachdenkliche Geschichte, die sich mit okkulter Gedankenwelt, japanischer Lebensanschauung und buddhistischer Denkart auseinandersetzt. Die bildhafte Schreibweise ist vielleicht etwas ungewohnt und fremdartig, hindert jedoch nicht den Lesefluss. Sich häufig wiederholende Gedanken und Erinnerungen der Protagonistin sind hier ein gutes Stilmittel, um ihre innere Zerrissenheit und Verzweiflung auszudrücken. Spezielle japanische Ausdrucksweisen und Begriffe sind durch Fußnoten erklärt, was ich als sehr hilfreich empfand. 

    Fazit: Ein feinfühlig geschriebenes Buch, das trotz seiner Thematik nicht traurig stimmt, sondern den Leser eher zum Nachdenken anregt. 

  23. Cover des Buches Zuhause in Gott (ISBN: 9783442218745)
    Neale Donald Walsch

    Zuhause in Gott

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Kari_Lessir

    Das Buch hat mich gepackt und nicht mehr losgelassen. Dabei sind sowohl das Thema als auch die Sprache nicht ganz einfach. Ich meine, wer beschäftigt sich schon gerne (und freiwillig) mit der Frage, was nach dem Tod kommt? Tja, ich beschäftige mich gerade sehr intensiv damit, weil in meinen Augen der Tod schlicht und einfach zum Leben dazu gehört.
    Im klassischen Stil der "Gespräche mit Gott" schreibt Walsch auch in diesem Band über das Leben nach dem Tod. Teilweise waren die Antworten sehr komplex; sie haben mein Vorstellungsvermögen ziemlich überfordert. Das des Autors allerdings auch und so griff er selbst zu Metaphern, die ich mir bildlich vorstellen konnte, und damit kam ich wiederum klar.
    Das Bild, das Walsch zeichnet, ist faszinierend und beruhigend. Für mich fühlt es sich gut an, aber ich denke, das muss jeder für sich selbst entscheiden. In jedem Fall kann ich das Buch empfehlen, wenn man sich mit dem Thema beschäftigt bzw. beschäftigen muss …
    Klare fünf Sterne dafür von mir.
  24. Cover des Buches Süße Rache (ISBN: 9783442373154)
    Linda Howard

    Süße Rache

     (42)
    Aktuelle Rezension von: Buechergarten

    INHALT:

    Bereits über Jahre hinweg spielt Drea Russeau ihre Rolle als Geliebte des Drogenbarons Rafael Salinas hervorragend. Dabei genießt sie die schönen Seiten dieses Lebens und akzeptiert, dass sie dafür in die Rolle einer sehr einfach gestrickten Blondine schlüpfen muss. Für beide Seiten das perfekte Geschäft. Doch als Rafael sie in einem Tauschhandel für einige erotische Stunden an einen Auftragskiller verleiht, bekommt ihr Lebensentwurf einen Knacks. In einem Moment der Klarheit verlässt Drea Rafael – zusammen mit zwei Millionen Dollar von seinem Konto. Dass dieser darauf hin genau den Auftragskiller auf ihre Fersen schickt, der ihr zuvor unvergessliche Stunden bereitetet hat war so jedoch nicht geplant…

     

    EIGENE MEINUNG:

    Also im Nachhinein bin ich entsetzt wie viel der Originalklappentext schon von der Handlung der Geschichte erzählt und habe meine Zusammenfassung deshalb etwas anders gewählt… Das Cover des Buches zeigt den unteren Teil einer Tür, daneben den Körper einer Frau bis zu den Knien. Sie trägt einen gepunkteten Rock und Stöckelschuhe. Neben ihren Füßen liegt eine rote Rose. Tatsächlich kann ich weder den Titel (im engl. Original: Death Angel) noch das Bild wirklich mit der Geschichte in Einklang bringen.

     

    Dies ist tatsächlich bereits mein 7. Roman den ich von der Autorin Linda Howard gelesen habe, aber wohl auch der bisher schwächste. Insgesamt kann man sagen, dass der Roman für mich gefühlt in zwei Akte aufgeteilt ist. Im ersten lernt man Drea Russeau, Rafael Salinas und ihre Lebensumstände kennen. Der Auftragskiller tritt in ihr Leben und ein Plan wird in die Tat umgesetzt. Dann folgt ein extremer und meiner Meinung nach viel zu ausführlicher Cut, der für mich absolut unglaubwürdig war, außer man mag es sehr spirituell. Danach weiß der Leser oft leider mehr als Drea selbst und das macht wenig Spaß. Gegen Ende findet die Geschichte langsam zum Anfang zurück und hat dabei auch noch einen seltsamen Showdown.

     

    Zu den Charakteren muss ich sagen, dass ich tatsächlich keinen besonders toll fand. Drea führt am Anfang ein Leben, dass ich auch nach der Auflösung warum sie dieses gewählt hat, nicht wirklich nachvollziehen kann. Sie war mir durch die anfänglichen Beschreibungen sogar unsympathischer als Rafael, der wenigstens nicht vorgibt etwas anderes zu sein als er ist. Egal wie er sie über die Jahre hinweg behandelt hat, sie ist diesen Deal eingegangen und ihr plötzlicher Sinneswandel und wie einfach sie sein Verhalten vor ihrer Flucht abtut, war absolut nicht mein Ding! Auch der Auftragskiller hat es mir nicht so leicht gemacht. Einerseits soll er so völlig kaltblütig sein und keine Reue empfinden und dann wieder handelt er komplett gegenteilig. Nein, da konnte mich keiner richtig packen und mitfiebern lassen und dementsprechend fand ich auch die Liebesgeschichte nicht mitreißend.

     

    Dabei war der erste Teil der Geschichte eindeutig noch der spannendere! Dreas Flucht und das sexuelle Abenteuer mit dem Auftragskiller waren gut beschrieben und fesselnd! Der oben schon angesprochene Cut kam für mich wie aus dem Nichts und ich konnte diese Wendung im ersten Moment gar nicht glauben. Auch nach längerem war es für mich absolut nicht nachvollziehbar, nicht passend und auch nicht schön. Der zweite Abschnitt hatte dann wesentlich weniger Spannung und an Erotik auch nicht wirklich etwas zu bieten. Der Schluss war so möglich, aber das Herz ist mir dabei wirklich nicht mehr aufgegangen.

     

    FAZIT:

    Die bisher schwächste Geschichte die ich von der Autorin gelesen habe. Ein spannender und knisternder Anfang, aber dann wenig Erotik, eine seltsam spirituelle Wendung und durchwegs nicht wirklich lieb gewonnene Charaktere. Hinterlässt bei mir einen schalen Nachgeschmack.

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