Bücher mit dem Tag "nahtod"
19 Bücher
- Marisha Pessl
Niemalswelt
(385)Aktuelle Rezension von: Bella0070Schon das Buchcover hat mich gereizt, das Buch in die Hand zu nehmen. Die Schrift, die sich im Nebel auflöst und das Thema Wasser passen gut zum Inhalt des Buches, denn es regnet die ganze Zeit und in viele Szenen spielt Wasser eine Rolle.
Die Hauptprotagonistin Beatrice, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wir, ist durch den plötzlichen Tod ihres Freundes Jim stark traumatisiert und bricht den Kontakt zu ihren Freunden völlig ab. Fünf Jahre später kommt es zu einem Treffen und zu einem folgenschweren Unfall, der sie und ihre Freunde in die Niemalswelt katapultiert, einer Welt zwischen Leben und Tod, in der sich der gleichen Tag immer aufs neue wiederholt, bis sich die fünf Freunde entscheiden, wer von ihnen überleben soll.
Die Idee an sich ist schon sehr interessant, wenn auch nicht neu. Was würde ich tun in dieser Situation? Beatrice und ihre Freunde gehen verschiedene Stadien durch, jeder versucht die Situation auf seine Weise zu bewältigen und lernen sich dabei immer besser kennen.
Ein sehr spannendes Buch, das am Schluss auch etwas nachdenklich macht mit einer Protagonistin, in die ich mich gut hineinversetzen konnte.
- Franzobel
Das Floß der Medusa
(96)Aktuelle Rezension von: Eva_ReichmannIch hatte einen "historischen Roman" befürchtet - aber das war es nicht: bekommen habe ich etwas, das ich sprachliches Kunstwerk nennen möchte, und zwar deshalb, weil es Franzobel durch seine Art der Beschreibung gelingt, dass ich den Hafen von Rochefort (und das ländliche Frankreich) und die Kombüse und die engen Quartiere au dem Schiff förmlich riechen kann. Das gelingt ihm, obwohl der Erzählton durchaus etwas Ironisches hat.
Riechen und Spüren konnte ich auch die letzten Tage auf dem Floss - mit allen Schrecklichkeiten. Ja, das Buch ist grauslich - genauso wie die reale Situation, um die es geht. Die Vorgeschichte, wie es dazu kam (ein Versagen vieler Menschen auf vielen Ebenen) ist grotesk und ebenso brilliant erzählt.
Ein Buch, dass ich mit Sicherheit irgendwann wieder lesen werde!
- V. E. Schwab
Vicious - Das Böse in uns
(487)Aktuelle Rezension von: LissiannaDie Geschichte dreht sich um zwei ambitionierte Medizinstudenten, die ein riskantes Experiment wagen: Sie wollen den Tod überwinden, um mit besonderen Fähigkeiten ins Leben zurückzukehren. Der Plan gelingt – doch die Konsequenzen sind weitreichender und düsterer als erwartet. Während der eine nahezu unsterblich wird, kann der andere Schmerz kontrollieren. Schnell wird klar, dass solche Kräfte nicht automatisch etwas Gutes bedeuten.
Der Roman ist durchgehend spannend und lebt von seiner düsteren, fast schon beklemmenden Atmosphäre. Allerdings hatte ich einige Schwierigkeiten mit dem Erzählstil. Die zahlreichen Zeitsprünge haben es mir nicht leicht gemacht, der Handlung immer zu folgen und die Zusammenhänge vollständig zu erfassen. Auch die beiden Hauptfiguren blieben mir emotional eher fern. Ihre Entscheidungen wirkten oft extrem und schwer nachvollziehbar. Besonders Eli erschien mir zunehmend problematisch, da er sich selbst eine gottähnliche Rolle zuschreibt. Victor hingegen wirkte im Vergleich etwas greifbarer.
Sehr gelungen fand ich die Nebenfiguren, vor allem Serena und Syd, die der Geschichte zusätzliche Tiefe verleihen. Insgesamt bietet das Buch viel Action und Spannung, besonders im Zusammenspiel mit Victor und Syd. Dennoch hatte ich das Gefühl, dass die Thriller-Elemente die eigentliche Fantasy zu stark in den Hintergrund gedrängt haben. Das Ende überzeugt mit überraschenden Wendungen und einem offenen, neugierig machenden Abschluss.
- Eben Alexander
Blick in die Ewigkeit
(57)Aktuelle Rezension von: mymagicalbookwonderlandRezension
Buchname: Blick in die Ewigkeit: Die faszinierende Nahtoderfahrung eines Neurochirurgen
Autor: Eben Alexander
Seiten: 256 (Print)
Fromat: als Print, Hörbuch und Ebook erhältlich
Verlag: Heyne Verlag; 2. Auflage, Mai 2016 (11. April 2016)
Sterne: 4
Cover:
Das Cover ist richtig schön gestaltet worden. Der Buchtitel steht in hellen bzw weiß- und goldfarbenen Buchstaben im oberen Bereich. Man kann den Himmel und Schmetterlinge auf dem Cover erkennen. Auf dem ersten Blick ist das schon mal sehr ansprechend.
Klappentext: (aus Amazon übernommen)
Die Ärzte hatten ihn schon aufgegeben. Als Eben Alexander an bakterieller Meningitis erkrankt und schlagartig ins Koma fällt, fallen seine Gehirnfunktionen nach und nach aus. Doch nach sieben Tagen erwacht er wie durch ein Wunder – und berichtet von einer der faszinierendsten Nahtoderfahrungen, die je ein Mensch erlebt hat. Als international renommierter Neurochirurg überprüft Dr. Alexander seine Reise ins Jenseits nach streng wissenschaftlichen Kriterien. Die Ergebnisse lassen nur einen Schluss zu: Wir alle sind Teil eines universalen, unsterblichen Bewusstseins – es gibt tatsächlich ein Leben nach dem Tod!
Schreibstil:
Der Schreibstil des Autors ist total flüssig, liest sich super und ist sehr leicht verständlich.
Meinung:
!!!! Achtung !!! Könnte Spoiler erhalten!!!
Mir hat „Blick in die Ewigkeit: Die faszinierende Nahtoderfahrung eines Neurochirurgen“ von Dr. med. Eben Alexander gut gefallen. Meine Therapeutin hat mir empfohlen Bücher mit dem Thema Nahtoderfahrungen zu lesen, da ich leider schon selbst mal eine Nahtoderfahrung gemacht habe und es mich sehr geprägt hat. Deshalb war ich auch sehr gespannt auf das Buch und auf die Geschichte von Dr. Alexander. Also meine Nahtoderfahrung war jetzt bei weiten nicht so krass wie beim Autor, aber mich hat meine Vergangenheit schon sehr geprägt. Was mir persönlich so gut gefallen hat ist, dass das Buch ein richtiger Arzt geschrieben hat, der eigentlich nur auf Fakten und Daten sich bezieht und dass das Jenseits doch etwas sehr spirituelles an sich hat. Diese zwei doch kontroverse Gegensätze haben mich sehr fasziniert. Das Buch an sich war sehr spannend und gut geschrieben. Der Lesefluss war recht flüssig und auch einfach und klar zu verstehen, dass ich gut durch das Buch gekommen bin. Ich fande es sehr interessant, aber dennoch bleibt es für mich noch ein Thema, wofür ich lange brauche um „geheilt“ zu werden. Nichtsdestotrotz fande ich die Thematik unheimlich spannend und freue mich auf mehr solcher Bücher. Deshalb bekommt „Blick in die Ewigkeit“ von mir auch sehr verdiente 4 Sterne und eine klare Leseempfehlung.
Fazit:
Faszinierendes und spannendes Buch, mit einem Thema über das viel zu selten gesprochen wird.
- J.D. Barker
The Fourth Monkey - Das Mädchen im Eis
(145)Aktuelle Rezension von: Kathrin_HermannSowohl Band 1 als auch Band 2 habe ich gern gelesen. Beide sind zum größten Teil sehr spannend, wenige Passagen mit unnötigen Längen stören das Lesevergnügen nicht sonderlich.
Den offenen Schluss nach Band 1 habe ich noch als originell empfunden. Aber auch Band 2 lässt das Ende völlig offen. Mir reicht es jetzt mit den Cliffhangern. Für mich ist damit der Spannungsbogen überzogen.
Wenn ich nach insgesamt über 1300 Seiten noch immer sehr wenig in Richtung Auflösung weiß, dann entsteht der gegenteilige Effekt: Die Spannung verliert sich. Es wird mir zunehmend egal, wie es weitergeht.
Ich fühle mich wie ein Leser, dem eine Karotte vor die Nase gehalten wird, die er nie kriegt. Diese Hinhaltetaktik bzw. die kleinen Babyschritte bis zu einer Auflösung nehmen mir die Motivation, auch noch den dritten Teil anzufangen. Auch wenn ich (noch) wissen möchte, wie es weitergeht, habe ich die Angst, nach dem dritten Teil wieder bis zu einem womöglich vierten Teil hingehalten zu werden. - Banana Yoshimoto
Lebensgeister
(86)Aktuelle Rezension von: HerbstroseZuvor waren sie noch beim Baden in einer heißen Quelle und hatten viel Spaß, dann kam der Autounfall – die achtundzwanzigjährige Sayoko überlebt schwer verletzt, ihr Freund und Lebenspartner Yoichi ist tot. Zwei Jahre braucht sie, bis die körperlichen Blessuren verheilt sind und sie wieder alleine im Leben zurechtkommt, doch sie wird nie wieder die sein, die sie vorher war. Den Schmerz ihres Verlustes versucht sie allabendlich in einer Bar zu ertränken, bis sie eines Tages merkt, dass sie mehr sehen kann als andere Menschen. Durch ihre Nahtoderfahrung lebt sie in einer anderen Sphäre, in einer Zwischenwelt, und ist plötzlich in der Lage, Verstorbene zu sehen und die Lebenden neu wahrzunehmen. „Er fehlte mir, meine Trauer war unbeschreiblich. Doch als ich das Schlimmste überstanden hatte, merkte ich auf einmal, wie sich die Welt um mich herum lichtete und durchsichtig wurde – eine verblüffende Erfahrung“ (S. 31). In diesem Bewusstseinszustand versucht sie nun, Yoichis Atelier zu räumen und seinen Nachlass zu verwalten …
Banana Yoshimoto ist der Künstlername der am 24.7.1964 in Tokio geborenen japanischen Schriftstellerin Mahoko Yoshimoto, für den sie sich aufgrund der Schönheit der roten Bananenblüten entschieden hat. Sie ist seit dem Jahr 2000 verheiratet und hat einen Sohn.
Sehr feinsinnig und empfindsam beschreibt die Autorin in diesem Buch die Zeit die ein Mensch benötigt, um Tod und Leben, den vorigen und den jetzigen Zustand, wieder in Einklang zu bringen. Die Protagonistin lebt zwischen Trauern und Hoffen, zwischen Traum und Wirklichkeit. Sie lässt die schönen Erinnerungen zu und durchstreift Orte in Kyoto, an denen das Paar gemeinsam glücklich war. Sayoko wendet sich aber auch dem Heute zu, knüpft neue Freundschaften, besucht die Eltern des Verstorbenen in Tokyo und bemüht sich um ein besseres Verhältnis auch mit ihren eigenen Eltern. Sie lernt zu akzeptieren, dass der Tod allgegenwärtig ist und die Toten im Herzen weiter leben.
„Lebensgeister“ ist eine besinnliche, eine nachdenkliche Geschichte, die sich mit okkulter Gedankenwelt, japanischer Lebensanschauung und buddhistischer Denkart auseinandersetzt. Die bildhafte Schreibweise ist vielleicht etwas ungewohnt und fremdartig, hindert jedoch nicht den Lesefluss. Sich häufig wiederholende Gedanken und Erinnerungen der Protagonistin sind hier ein gutes Stilmittel, um ihre innere Zerrissenheit und Verzweiflung auszudrücken. Spezielle japanische Ausdrucksweisen und Begriffe sind durch Fußnoten erklärt, was ich als sehr hilfreich empfand.
Fazit: Ein feinfühlig geschriebenes Buch, das trotz seiner Thematik nicht traurig stimmt, sondern den Leser eher zum Nachdenken anregt.
- Sarah Kleck
Du bist mein Licht
(31)Aktuelle Rezension von: schafswolkeJune steht vor ihrem schönsten Tag im Leben, denn bald wird sie Casper heiraten. Doch in einem unbedachten Moment verändert sich alles und keiner denkt mehr an eine Hochzeit. Während June um ihr Leben kämpft, kommen immer mehr Geheimnisse zu Tage.
Ich bin schnell in die Geschichte reingekommen und durch den flüssigen Schreibstil habe ich das Buch schnell durchgehabt. Aber auch die Geschichte hat mir bis auf ein paar Abstriche sehr gut gefallen. Nun muss ich allerdings ein klein wenig spoilern, um das zu begründen. Ich bin so ein wenig im Zwiespalt mit den Szenen, wo June zwar im Koma ist, aber die Menschen um sich herum als "Geist" betrachtet, für mich war es ein wenig zuviel des Guten.
Trotzdem fand ich die Thematik sehr spannend und auch die Schicksale sehr tragisch, ich will aber nicht zuviel vorweg nehmen und werde nicht mehr verraten, aber am Ende hatte ich schon einen Kloß im Hals. Hier kommen die Gefühle jedenfalls nicht zu kurz.
Ich hatte ein kurzweiliges und schönes Lesevergnügen und vergebe 4 Sterne.
- Nica Stevens
Morgen wirst du bleiben
(211)Aktuelle Rezension von: BevAnnDas Buch ist eine absolute Empfehlung.
Es hat mich von der ersten Seite an gefesselt und in seinen Bann gezogen.
Die Charaktere sind bis ins Detail ausgearbeitet. Man kann mit ihnen mitfühlen und eine Verbindung zu ihnen herstellen.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig. Man möchte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.
- Emma Steele
Die Sekunde zwischen dir und mir
(53)Aktuelle Rezension von: goldschatzzzDirekt am Anfang erfährt man, in welcher Situation Robbie und Jenn sich befinden, daher fiebert man direkt mit den beiden. Zu entdecken, was den beidem widerfährt und wie sie jeweils damit umgehen, bricht einem das Herz und lässt aber trotzdem weiter hoffen. Es endet nicht so, wie man es erwartet, dass am Ende trotzdem Tränen fließen werden, ist aber unvermeidlich.
- Thomas Pierce
Die Leben danach
(64)Aktuelle Rezension von: YukBookWer dem Tode nahe war, sieht seine verbleibende Lebenszeit mit ganz neuen Augen. So ergeht es Jim Byrd, Held dieses Romans, der in einer vergreisten Kleinstadt in den Südstaaten lebt. Mit 33 erleidet der Kreditberater einen kurzzeitigen Herzstillstand und bekommt ein HeartNet, einen hoch entwickelten Defibrillator, implantiert. Einerseits ist er dankbar für die zweite Chance auf ein Leben, andererseits ständig in Angst, dass das Gerät explodieren könnte. Regelmäßig checkt er auf seiner Handy-App, ob sein Herz noch schlägt.
Als Jim geschäftlich das Restaurant Su Casa Siempre aufsucht, tritt eine weitere zweite Chance in Erscheinung – in Form von Annie, seiner Jugendliebe. Auch Annie macht sich viele Gedanken über das Leben und den Tod, zumal sie ihrem Mann Anthony auf tragische Weise verloren hat. Als Jim und Annie von der Restaurantbesitzerin erfahren, dass es neben der Wendeltreppe spukt, stellen sie auf eigene Faust Nachforschungen und kommen sich dabei näher.
Was passiert, wenn man einen geliebten Menchen verliert? Gibt es ein Leben nach dem Tod? Um diese Fragen kreist diese Geschichte und konfrontiert uns nicht nur mit philosophischen und religiösen Gedanken, sondern auch mit möglichen Zukunftsszenarien. Wird Annie eine High-Tech-Maschine nutzen, um ihren verstorbenen Mann wiederzusehen? Welche Auswirkungen wird dies auf ihr Leben haben? Über der ganzen Handlung schwebt immanent die Frage, ob Jim all diese Dinge tatsächlich erlebt oder sich nur einbildet. Leider hat der Roman im Mittelteil einige Längen, doch insgesamt hat er mich dank dem Humor von Thomas Pierce gut unterhalten und zum Nachdenken angeregt.
- Gerald F. Rubisch
Abenteuer Jenseits: Nahtoderfahrungen und wie das Leben danach weitergeht
(2)Aktuelle Rezension von: Wichmann„Es ist noch kein Mensch zurückgekommen“, habe ich als Rezensent noch im Ohr und doch gibt es sie: Die Nahtoderfahrungen oder Berichte aus dem Jenseits, von denen ich selbst zumindest zwei aus Erster Hand erfahren durfte. Was aber ist dran, an solchen Berichten und wie geht man damit um?
Der Autor ist bewandert in den Themen Naturheilverfahren und führte jahrelang eine eigene psychologische Praxis. Für sein Buch recherchierte er Nahtoderlebnisse und jenseitige Begegnungen mit Verstorbenen, erzählt eigenes Erleben und Auswirkungen auf das Diesseits. Dr. Rer.nat. Eibl führt in das Thema ein, ehe eine Begrüßung und ein Prolog den Blick auf verschiedene Kapitel freigeben. Diese erzählen vom Weg ins Jenseits und beleuchten nicht nur positive, sondern auch negative Erfahrungen, Beschreiben persönliche Herausforderungen und Mystik und stellen die Frage stellen, wohin wir wollen.
Sehr interessant beschreibt der Autor seine Kindheitserfahrung mit der Kirche, berichtet von seinem schlechten Gewissen, dass über eine Verunsicherung schließlich in die Angst vor dem Tod führt. Dabei greift er die Frage auf, was Angst eigentlich ist, bevor er das Thema Tod mit dessen Stationen weiter beleuchtet und Erlebnisse einbindet. Diese lesen sich neutral, weder reißerisch noch übertrieben oder unglaubwürdig. Entsprechend gibt es viel Interessantes zu erfahren, etwa was der Geist noch alles vermag, während der Körper noch um das Leben ringt. Teils konnten die außerkörperlichen Beobachtungen im Nachhinein überprüft werden, etwa dass der Notarzt den Anruf tatsächlich in einer Kneipe erhielt. Ein Bericht handelt gar von der Antwort während eines Nahtoderlebnisses, welche Kirche denn nun die Richtige sei. Doch damit nicht genug. Neben all diesen Erinnerungen, selbst von einem Schamanen, wird auch aufgezeigt, dass sich das Leben durch solch ein Erleben ändert. In Verbindung mit dem Bericht über seine eigenen Erfahrungen berichtet er sehr ehrlich und erstaunlich offen vom Umgang mit dem Todeserlebnis seiner Lebensgefährtin und den Änderungen, denen es sich aufgrund ihrer Erkrankung zu stellen gilt.
Fazit
Das Buch lebt von den Berichten verschiedener Personen, den Ausführungen beispielsweise zur Entwicklung der Menschheit und deren Abkehr von der Natur im Zusammenhang mit dem Zugang zu Nahtoderlebnissen. Sicherlich muss jeder zum Schluss selbst endscheiden, ob er den Berichten Glauben schenken mag oder nicht, ob Furcht vor dem Tod nötig oder unsinnig ist. Eine gute Grundlage diese Entscheidung zu treffen bietet dieses Buch, deshalb die klare Empfehlung! - Walter Meili
Phänomen Nahtod: Faszinierende Entdeckungen eines Psychiaters
(7)Aktuelle Rezension von: Susanne_DegenhardtDas Thema Nahtod ist äußerst interessant, deswegen war ich sehr gespannt auf die Ausführungen des christlichen Psychiaters Walter Meili aus der Schweiz. Ich kenne selbst einen Missionar, der eine Nahtoderfahrung hatte, welche er allerdings nicht an die Öffentlichkeit weiter gab. Für mich steht es außer Frage, dass es dieses Phänomen gibt, doch wie ist es zu verstehen, was steht dahinter?
Zunächst einmal würde ich dieses Sachbuch als gut lesbar einstufen. Walter Meili hat sich ausgiebig mit dem Nahtod auseinandergesetzt, viel darüber gelesen und zitiert somit auch sehr viele Erlebnisse aus anderen Büchern (u.a. „Den Himmel gibt’s echt“ oder „90 Minuten im Himmel“, aber auch einige Bücher aus dem nichtchristlichen / teilw. esoterischen Bereich). Diese Nahtoderfahrungen zu lesen war zunächst sehr spannend und interessant. Man kann feststellen, dass sich viele ähneln, dennoch ist jede ein Unikat. Ich muss dazu sagen, dass ich die Nahtoderfahrungen nicht abstreite, aber manche betrachtete ich mit leichter Skepsis. Es werden auch Visionen und nahtodähnliche Situationen geschildert.
Der Autor nimmt mögliche psychologische, wissenschaftliche und medizinische Erklärungen unter die Lupe, aber auch einen Abstecher in die Esoterik gibt es (sind Nahtoderfahrungen okkult?). Und ab diesem Punkt gab es für mich zunehmend gewagte Aussagen, die für mich nicht mit der Bibel konform gingen:
Ausgehend von der Reformation, mit der sich das Christentum auseinandersetzen musste, schreibt Meili auf S. 125: „So gesehen braucht man sich vor esoterischen Lehren nicht zu fürchten, sondern kann sie als Herausforderung sehen, mögliche Schwachstellen in unserer Theologie zu überdenken und gegebenenfalls zu neuen Erkenntnissen kommen.“
Auf S. 174 zitiert er Howard Storm: „Einige Menschen dieser Erde hinterlassen bei ihrem Tod geliebte Angehörige, die ihren Schutz und ihre Führung brauchen. Dann ist es möglich, eine Zeit lang als Schutzengel zu leben, und auch dies wird Teil der eigenen spirituellen Entwicklung.“
S. 177: „‚Nicht in den Himmel kommen‘, heißt nicht zwangsläufig, ewig in der Hölle zu sein.“
Auf S. 182/183 erweckte es in mir den Eindruck, man könne für die Toten beten, so dass sie sich noch bekehren könnten.
S. 190: „Die Demut ermöglicht einem, immer wieder umzukehren, auch nach dem Tod.“
Gerade dass man nach dem Tod noch eine Chance bekommt, halte ich für sehr fragwürdig und möchte da ein riesengroßes Fragezeichen dahinter stellen. Vielleicht hat sich der Autor missverständlich ausgedrückt, dennoch könnte dies alles einen falschen Eindruck erwecken.
Insgesamt ist das Buch interessant zu lesen, hat jedoch m.E. ein paar theologische Ungereimtheiten, weswegen ich 3 Sterne vergebe. Des Weiteren möchte ich darauf hinweisen, dass ich es Angehörigen, die um einen durch Selbstmord verstorbenen Menschen trauern, nicht empfehlen kann. Ich belasse es absichtlich bei dieser Andeutung, da jedes Wort darüber zu viel sein könnte. - Lars Kepler
Playground – Leben oder Sterben
(43)Aktuelle Rezension von: trollchenPlayground-Leben oder Sterben
Herausgber ist Piper Paperback (4. Oktober 2016) und hat 464 Seiten.
Kurzinhalt: Jasmin Pascal-Andersson, Lieutenant in der schwedischen Armee, wird bei einem Kriegseinsatz schwer verwundet. Vierzig Sekunden lang steht ihr Herz still. Nach der Reanimation leidet sie an Halluzinationen, die Ärzte attestieren ihr ein posttraumatisches Stresssyndrom. Eine schwierige Rekonvaleszenzzeit steht ihr bevor, und zurück in Stockholm entscheidet sie sich, aus dem Militärdienst auszutreten, um ein ruhigeres Leben zu führen. Sie findet einen Job als Sekretärin, bringt wenig später ein Kind zur Welt. Alles scheint in bester Ordnung. Doch als Jasmin mit ihrem Sohn in einen furchtbaren Autounfall verwickelt wird, kehren die Halluzinationen zurück ...
Meine Meinung: Nicht schlecht gemacht, obwohl ich manchmal ziemlich überlegen musste, ob dies wirklich so passieren kann und was ist gedankliches und was passiert wirklich. Auf jeden Fall ein Buch, bei dem nan nachdenken muss und was etwas anders ist. Die andere Seite wird sehr präzise beschrieben und dort gibt es natürlich auch viele schlechte Menschen, die nur auf ihren Vorteil bedacht sind, wie im realen Leben. Schlimm, dass viele Meschen sich auch auf der anderen Seite am Leid anderer ergötzen, aber so ist halt das Leben, jeder denkt nur an sich. Dass Jasmin ihr Kind wieder mit in das reale Leben holen kann ist schön, dass ihr Freud immer noch im Koma liegt, sehr schlimm.
Mein Fazit: Ein tolles Buch, welches ich so nicht erwartet hätte, der Autor ist immer für Überraschungen gut.Ich vergeb 5 tolle Sterne und kann das Buch jedem Thrillerfan wärmstens empfehlen.
- Gregory & Tintori
Gregory & Tintori: Das Buch der Namen
(34)Aktuelle Rezension von: ThornwaldIch versuche mich mal an meiner ersten Rezension hier.
Also, ich habe das Buch schon vor einer Weile gelesen, und doch ist es mir in Erinnerung geblieben. Das sagt ja schon einiges aus.
Die Handlung ist recht fließend, Langeweile taucht meines Erachtens an kaum einer Stelle auf. Aber die Geschichte erinnert mich doch arg an eine Kombination des Buches "Illuminati" oder "Sakrileg" von Dan Brown und dem Film "Wanted".
Aber dennoch eine nette Kurzweil für einen entspannten Urlaub. Auf jeden Fall 4 Sterne wert. - Crystal McVea
Mein Tod war mein Glück
(6)Aktuelle Rezension von: Arwen10Einige Leser werden die Autorin sicherlich von ihrem Buch über ihr Nahtoderlebnis kennen. In diesem Buch ist nur kurz die Rede davon. Es werden Erlebnisse aus dem ersten Buch der Autorin noch weiter vertieft bzw. man erfährt als Leser nun wie es der Autorin nach diesem Erlebnis erging.
In diesem Buch geht es auch ganz konkret darum, wie die Autorin ihre Erfahrungen mit Gott nun im täglichen Leben umsetzt und hier gibt es, finde ich , einige Erlebnisse, die sehr bemerkenswert sind. Weniger, dass hier große Wunder passieren, obwohl das eine oder andere sicherlich dazu passt. Crystal MCVea setzt, ich weiß das hört sich einfach an, Gottes Liebe im Alltag um. Mit oft einfachen Mitteln wird Großes erreicht und das deshalb, weil man den Menschen um sich herum mit Liebe begegnet.
Sicher ist manches amerikanisch, die Autorin lebt schließlich dort. Doch kommt man als Leser unweigerlich ins Grübeln darüber, was man selbst als Christ tun würde. Damit ist kein Tätigwerden im Sinne, was kann ich tun, um errettet zu werden, sondern ein Tätigwerden aus Liebe zu Gott gemeint. Die Autorin berichtet hier auch einige persönliche Erlebnisse, die sie hatte, wenn sie aus ihrer Vergangenheit Menschen und in Gottesdiensten erzählt.
Besonders beeindruckt hat mich ihr Umgang mit Obdachlosen. Auch bei uns gibt es viele Obdachlose und ein solcher würdevoller Umgang wäre auch hier sehr wichtig, ist aber wenn nur teilweise vorhanden. Das Gros der Bevölkerung wird wohl mit Vorurteilen die Obdachlosen ansehen. Dieses Buch hat mir mehr als so manches andere christliche Buch gezeigt, wie wichtig es ist, dass die Verstoßenen unserer Gesellschaft Gottes Liebe erfahren sollten. Leider wird zu oft nach Äußerlichkeiten beurteilt. So wurde die Autorin selbst nach einem Fernsehauftritt im Internet heruntergemacht wegen ihres Aussehens. Es stellt sich wirklich die Frage , wie handele ich als Christ im täglichen Leben?
Manches Erlebnis hat mich sogar zu Tränen gerührt, was ich selten habe.
Ich fand es erschreckend, dass so mancher Kriegsveteran obdachlos ist. Dabei dachte ich immer, dass die Kriegshelden in Amerika verehrt werden. Meist bedarf es nur einer Kleinigkeit, um auf der Strasse zu landen. Wirklich sehr schlimm ist das. Anders wie bei uns, wird auch mehr gebetet, was ich persönlich wirklich gut finde. Bei uns wird das manchmal vernachlässigt bzw. es geht viel zu steif zu.
Fazit: Ein ganz besonderes Buch mit sehr berührenden wahren Erlebnissen der Autorin. Das Buch ist hilfreich und trostvoll zugleich für alle, die Gott im Alltag suchen und finden.
- Don Piper
90 Minuten im Himmel
(24)Aktuelle Rezension von: SeelenfunkeDieses Buch habe ich mit großem Interesse gelesen – auch wenn es stellenweise wirklich schwerer Stoff war.
Manches wiederholt sich, doch genau darin spürt man die ganze Tiefe und Schwere des Erlebten. Ich denke, das war auch beabsichtigt – um uns als Leser noch stärker fühlen zu lassen, was dieser Weg bedeutet hat.Hut ab vor diesem unglaublichen Durchhaltevermögen – trotz all der Wut, Verzweiflung und den unvorstellbaren Schmerzen, die der Protagonist ertragen musste. Besonders berührt hat mich auch der Pastor, der niemals aufgehört hat, an den Verletzten zu glauben, und mit so viel Mitgefühl und Standhaftigkeit für ihn da war.
Während des Lesens musste ich oft an seine Familie denken – an seine Ehefrau und Kinder, die trotz allem bei ihm geblieben sind und diesen Weg mitgetragen haben.
Eine tief emotionale Geschichte, so unfassbar, dass sie am Ende gerade deshalb wieder Hoffnung schenkt. - Mitch Albom
Wer im Himmel auf dich wartet
(84)Aktuelle Rezension von: palzbuecher24Die Fortsetzung von >Die fünf Menschen, die dir im Himmel begegnen< ist mindestens genauso schön wie der 1. Teil, den man aber nicht zwingend für dieses Buch gelesen haben muss. Mitch Albom hat es wieder geschafft den Leser auf seine ganz eigene Weise in die Traumwelt einzuführen und ihn gar nicht mehr rauszulassen, weswegen der Roman meist innerhalb eines Tages gelesen ist. Wir tauchen in die Geschichte von Annie ein, die bei einem Unfall ihren Arm verlor und sich fortan viele Fragen stellen wird. Gerade an dem schönsten Tag im Leben, ihrer Hochzeit, werden Annie und ihr Ehemann Opfer einer Katastrophe und auf einmal ist alles anders, sie findet sich im Himmel wieder. Der Leser wird fortan tiefe Einblicke in ihr Leben erhalten, das von Unglück, Einsamkeit und schweren Schicksalsschlägen geprägt. Die Geschichte wird in drei Zeitebenen erzählt, was sich sehr gut in den Lesefluss einfügt. Sie wird in diesem Himmel fünf, in ihrem Leben bedeutenden Menschen, begegnen, die wunderschönen Geschichten und lang ersehnte Wahrheiten bereithalten. Auf der Suche nach ihrem Mann werden sich Fragen, die bisher unbeantwortet blieben, beantworten, sie wird Dinge verstehen, die so lange ein Rätsel blieben und Annie wird währenddessen immer wieder zwischen Frieden und Verzweiflung schwanken. Albom lehrt den Leser über den Wert der Familie, die Fähigkeit zu Verzeihen und die Bedeutung eines jeden Lebewesens in unserem Leben. Wer eine spannende, harmonische, gefühlsvolle und einfach wunderschöne Geschichte lesen möchte, muss sich dieses Buch zur Hand nehmen, ein typischer Mitch Albom Roman – einfach nur wundervoll!
- Margaret Fortune
New Sol
(2)Aktuelle Rezension von: vormiNach zwei Jahren in einem Kriegsgefangenenlager kommt Lia Johansen frei und wird auf die Raumstation New Sol gebracht. Sie hat kaum Erinnerungen an die vergangenen Jahre, was sie auf einen kürzlich erlittenen Stromstoß zurückführt. Doch die Wahrheit ist jenseits aller Vorstellungskraft. Denn plötzlich startet in Lias Kopf ein Countdown: 35:59:59.
Lia weiß auf einmal: Sie ist eine lebende, genetisch modifizierte Bombe, und sie soll die Raumstation in die Luft jagen. Doch erst muss sie es schaffen, 36 Stunden lang unentdeckt zu bleiben. Ein atemberaubender Wettlauf gegen die Zeit beginnt.
Inhaltsangabe auf amazon
Grundsätzlich hat mir das Hörbuch sehr gut gefallen.
Eine gut durchdachte Science-Fiction-Geschichte.
Mir war sie besonders zu Beginn, etwas zu langatmig. Es hat eine ganze Weile gedauert, bis Spannung aufkam. Am Anfang habe ich eher aus Neugierde weiter gehört. Aber es war interessant genug, um mich von der Story zu überzeugen. Eine Serie, die ich weiter hören würde... - 8
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