Bücher mit dem Tag "namibia"
40 Bücher
- Tommy Jaud
Hummeldumm
(1.491)Aktuelle Rezension von: ChiarraEine organisierte Gruppenreise durch Namibia sowie eine gemeinsame Eigentumswohnung soll die Liebe zweier jungen Menschen in ihrem verflixten siebten Jahr krönen. Dies hat Potenzial für eine wahrhaft humorvoll geschriebene Geschichte von Tommy Jaud.
Doch leider wurde ich enttäuscht: Mag sein, dass ich Glück hatte. Aber auf derart klischeehaft beschriebene Mitreisende bin ich noch auf keiner Reise in geballter Form gestoßen. Dazu war eine Vielzahl an pubertären Verhaltensweisen sowie dem „Dauerschleifenproblem“ mit dem Telefon und Ladekabel fast schon nervtötend. Daher konnte mich das Erzählte nicht wirklich zum Lachen, höchsten einmal hier und da zum Schmunzeln bringen.
Für mich sind die Bücher von Tommy Jaud entweder Top oder ein Flop. „Der Löwe büllt“ zum Beispiel ist mein unvergessliches Top-Buch des Autors. Bei diesem Buch tendiere ich leider zum Flop. Lediglich das Ende der Geschichte hat mir weitestgehend gefallen, wofür ich den dritten Stern vergebe.
- Gesa Neitzel
Frühstück mit Elefanten
(162)Aktuelle Rezension von: Anni04Dieses Buch hat mich direkt gefesselt, da man in eine völlig andere Welt mitgenommen wurde und gemeinsam mit der Autorin einen Zugang dazu bekommt. Mir hat es viel Spaß gemacht, Gesa bei ihrer Ausbildung zu begleiten und ich fand es faszinierend, auf welche Tiere und verschiedenen Menschen sie während ihrer Zeit in Afrika stößt. Ein bisschen gewundert hat mich aber, wie wenig vorbereitet Gesa in Bezug auf ihre Ausrüstung war. Da erkundigt man sich doch vorher und dass Tarnfarben nicht schwarz und weiß sind, weiß sogar ich. :D
Besonders spannend waren die vielen Fakten zu den Tieren, die dem Leser einfach vermittelt wurden. Das Buch hat mir nochmal bestätigt, was für tolle Tiere vor allem Elefanten sind. Ein Aspekt hat mich zu Tränen gerührt.
Auch die Fotos in der Mitte haben mir gut gefallen. Davon hätte ich gerne noch mehr gesehen, um mir alles noch besser vorstellen zu können.
Ein lesenswerter Erlebnisbericht, bei dem ich mich in der dunklen Jahreszeit gut wegträumen konnte.
- A.M. Ollikainen
TEAM HELSINKI
(87)Aktuelle Rezension von: shinyJulieNach dem Fund einer Toten in einem Container beginnen Kommissarin Paula und ihr Team zu ermitteln. Doch die verdächtige Familie gibt zu perfekte Antworten.
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Das Buch klang vielversprechend, aber ich wurde leider sehr enttäuscht. Paula als ermittelnde Kommissarin ist die Hauptperson, aber trotzdem hat sie keine wirklich herausstehenden Charaktereigenschaften und es gibt auch keinerlei Entwicklung. Sie ist und bleibt ein total flacher Charakter. Die Nebencharaktere sind noch schlimmer, sie bestehen praktisch nur aus ihren Namen, ansonsten könnte man sie ohne Probleme austauschen. Auch der zu lösende Kriminalfall ist nicht wirklich spannend. Davon einmal abgesehen, war das Buch ganz zu lesen. - Uwe Timm
Morenga
(37)Aktuelle Rezension von: DieFlammende"Ein Entsetzen über dieses fehlende Entsetzen. Eine Gleichgültigkeit, die keine Gleichgültigkeit sein durfte" (Timm: Morenga 164)
Uwe Timm hat sich als einer der ersten Autoren mit dem deutschen Kolonialismus beschäftigt und gab dadurch den entscheidenden Anstoß für die Wiederbeschäftigung.
Fakten und Fiktion
Timms Roman zeichnet sich durch eine unglaublich hohe Anzahl an historischer Dokumente aus. Ganze Kapitel bestehen aus historischen Dokumenten. Diese Dokumente zeichnen den Krieg ausschließlich aus deutscher Perspektive und damit ganz anders, als Timm es tut: als fatalen Vernichtungskrieg der Deutschen gegen die Herero und Nama. Nicht als die segensbringenden Zivilisierungsmissionen, sondern als inszeniert zur Landbeschaffung der deutschen Siedler. Timm liefert sowohl die vorgeschobenen Begründungen für die Kolonialisation, zeigt aber kurze Zeit später ebenfalls die dahinterliegende Gründe wie Geld, Land und Macht, auf.
Jedoch basiert alles Dargestellte auf historischen Geschehnissen. Ein vielstimmiges Bild der Ereignisse entsteht, durch die gezeigt werden soll, dass es eine objektive Darstellung der historischen Ereignisse niemals geben kann.
Protagonisten
Ebenfalls sind Timms Protagonisten historisch untermauert. So spielt unter anderem Trothas Proklamation von 1904 eine wichtige Rolle, die in der Geschichte Namibias den Ausschlag für den ersten Genozid des 20. Jahrhunderts gibt.
Timm beleuchtet den Kolonialkrieg aus der deutschen Perspektive des Oberveterinärs Johannes Gottschalk. Der Protagonist durchzieht den ganzen Roman, wobei jedoch eine außergwöhnlich hohe Anzahl an weiteren Neben- und Episodenfiguren das Werk durchkreuzen. Von Händlern, Missionaren, Humanmedizinern, Soldaten ist quasi jede Personengruppe vertreten. Alle Figuren haben eine wichtige Rolle, die mir oftmals auf den ersten Blick verborgen blieb, sodass ich das Buch mehrmals durchsuchen musste, um die Zusammenhänge zu verstehen. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, dass mit jedem Kapitel auch neue Figuren in den Roman eingefügt wurden, die aber (wenn man Gottschalk und einige wenige andere ignoriert) genauso schnell wieder verschwinden. Jedoch zeigt sich, dass jede deutsche Figur eigene Gründe für die Kriegsteilnahme haben.
Der Großteil der Figuren sind Kolonialisatoren, da Timm eine "Einfühlungsästhetik" als kolonialen Akt bezeichnet und diesen vermeidet. So bekommen die Nama im Roman kaum eine Stimme und werden meist aus Sicht der Deutschen als Kollektiv dargestellt. Dies wird in der Literatur zu Timms Roman ebenfalls kritisiert, da den Indigenen auch historisch gesehen keine Stimme bei Verhandlungen über ihr Land (Stichwort Berliner Afrika-Konferenz) gegeben wird. Obwohl die Indigenen nicht oft zu Wort kommen, zeigt sich doch Timms Parteinahme mit ihnen aufgrund der Tatsache, dass die Deutschen meist mit ironischem Biss gezeichnet und damit der Lächerlichkeit preisgegeben werden. Kritisieren tun die Indigenen die Kolonialisatoren nie aktiv oder wörtlich. Es werden nur einige wenige Indigene mit Namen genannt, darunter die Titelfigur sowie weitere Anführer oder Bambusen. Der kollektiven indigenen Gruppe werden aber allerlei stereotype Eigenschaften zugeschrieben, durch die sie klassifiziert werden.
Der Protagonist (sofern man bei einer Beteiligung von gut 40% im ganzen Buch von einem Protagonisten sprechen kann) ist Johannes Gottschalk. Er ist, im Gegenteil zu den meisten anderen Figuren nicht überzeugt von dem Handeln der Deutschen. So versucht er, den Nama auf verschiedenste Arten zu helfen und nähert sich ihnen, ganz im Sinne des Going Native, an. Er wird von Timm ganz anders gezeichnet als andere Deutsche. Gottschalk scheint darüber nachzudenken, was dort geschieht.
Die Titelfigur Morenga ist der Anführer der Aufständischen. Jedoch wird dieser nur ein oder zweimal wirklich dargestellt, durch Begegnungen mit Deutschen. Ansonsten werden ihm ausschließlich Eigenschaften zugeschrieben.
Schreibstil
Ich hatte leider Probleme beim Lesen. Morenga ist definitiv keine leichte Abendlektüre. Durch die vermischung der Fiktion mit historischen Dokumenten, liest sich der Roman eher wie ein Geschichtsbuch, da vom Leser / der Leserin viel aufgenommen werden muss. Auch die kleinen Anmerkungen, die Ironie, der Sarkasmus, muss herausgefiltert werden, um das ganze Potential des Romans erschöpfen zu können. Somit muss sehr aufmerksam gelesen werden. Ebenfalls die Vielzahl an Figuren erschwert die Lesbarkeit. Ich konnte keinem Protagonisten wirklich folgen. Während man irendwann von dem Gedanken Abschied nimmt, Morenga würde das Buch durchziehen, wechselt man zu Gottschalk, der in manchen Kapiteln aber ebenfalls nicht auftaucht. Durch Zeitsprünge in die Vergangenheit (beispielsweise 1855) oder in die Zukunft (1960) erschwert sich das Lesen nochmals.
Fazit
Meist zeigt sich Timms Kritik an kleinen, Aspekten, Teilsätzen oder gar einzelnen Wörtern. Er zeigt das rassistische Klischee der vermeintlichen Höherwertigkeit der Deutschen, das widerum ad absurdum geführt wird. Gleichzeitig werden aber auch die Gründe der Indigenen zum Widerstand aufgeführt: Sie kämpfen auf Leben und Tod; dadurch wird die
Tragweite des Krieges in Deutsch-Südwestafrika verdeutlicht. Zimm zeigt ebenfalls durch Rückblicke in die Vergangenheit, wie die Kolonie entstehen konnte, sowie durch Ausblicke auf eine Zukunft, was die Folgen der Kolonialisierung noch heute sein können. Timm dekonstruiert Stereotypen und zeigt, dass das Bild des Fremden nicht fest und fixiert ist.Ich habe meine Masterarbeit über diesen Roman geschrieben und habe das Gefühl, trotzdem nicht alles verstanden zu haben, was Timm damit eventuell implizieren möchte. Es ist eine harte Lektüre, die sich mit dem deutschen Kolonialreich auseinandersetzt und die Geschichtsmythen aufhebt.
- Henno Martin
Wenn es Krieg gibt, gehen wir in die Wüste
(13)Aktuelle Rezension von: DocMarcMit Ausbruch des 2. WK fliehen zwei deutsche Geologen in die Namib und verstecken sich in unerträglicher Hitze und unfruchtbarem Sand für mehrere Jahre.Fragen über den Sinn des Lebens und das nacktes Überleben kommen auf. Rückfall aus der industrialisierten Zivilisation zurück in die Epoche der Jäger und Sammler. Zehntausend Jahre kulturelle Evolution haben nicht ausgereicht, die Natur des Menschen auszumerzen.
- Jane Hell
Fischbrötchen und Roibuschtee
(89)Aktuelle Rezension von: Jayjay94Wieder ein passender Titel. Die Affen hätten auch gerne noch vorne auf das Cover gekonnt. :)
In dem Teil 5 der Reihe, der auch unabhängig voneinander gelesen werden kann, geht es um Hanna. Ihr Freund hat sie für eine andere verlassen. Also fliegt sie zu ihrer besten Freundin alleine von Schleswig-Holstein nach Namibia. Denn sie ist die Trauzeugin auf ihrer Hochzeit. Am Flughafen trifft sie auf den charmanten Louis. Überraschenderweise sehen sie sich auf der Hochzeit wieder. Und Louis möchte Hanna, die Tage die sie im Urlaub ist, die Gegend zeigen. Dabei kommen sich beide näher...
Diesmal spielt der Roman nicht an der Ostsee, was ich aber gar nicht so schlecht finde. Etwas von einer anderen Gegend kennen zu lernen, finde ich echt toll. Ich hätte gerne noch mehr über das tolle Land und deren Leute erfahren. Das Setting hat mir auf jeden Fall sehr gut gefallen.
Hanna ist eine interessante Persönlichkeit und auch sympatisch.
Louis dagegen ist etwas schwer einschätzbar.
Auch hätte ich mir in der Handlung noch etwas mehr Tiefe gewünscht. Da bleiben noch Fragen offen und das Ende war sehr schnell da
Zum Schluss hin wird die Geschichte auch dann interessanter. In der ersten Hälfte war es noch etwas zäh.
Ansonsten war dieser Roman jedoch eine kurzweilige Reise, die mir gut gefallen hat. Positiv ist hier wirklich das tolle Setting. Jedoch etwas Abzug von mir. Daher nur 3,5 Sterne!
- Hannah Siebern
Barfuß im Sand
(35)Aktuelle Rezension von: MogniIch liebe die Bücher von Hannah Sieben, wobei ich beim Kauf nur ihre Weihnachtsbücher kannte. Aber diese waren so gut,dass ich mir letztes Jahr sofort die ganze Barfußreihe gekauft habe und bis zu diesen Wochenende lagen sie auf meinen SUB. Ich möchte euch heute den 2 Teil vorstellen, es ist eine Reihe, aber man kann sie unabhängig von einander gut lesen. Kurzbeschreibung: Chrissie will einfach nur weg. Weg aus Deutschland, weg von ihren Problemen und weg von dem Wahnsinn, der ihr Leben sein soll. Daher kommt ihr ein Praktikum in Namibia gerade recht. Sonne, Palmen und Strand, so hat Chrissie sich ihren Aufenthalt dort vorgestellt. Stattdessen landet sie mitten in den Slums von Namibia, wo Chrissies komplettes Weltbild auf den Kopf gestellt wird. Am liebsten würde sie sofort wieder zurückfliegen. Doch dann trifft sie auf den Projektmitarbeiter Adam. Der unnahbare Mann kann mit Chrissie nichts anfangen, aber übt trotzdem eine große Faszination auf sie aus. Trotz aller Widrigkeiten kommen die beiden einander näher, aber gibt es für sie überhaupt eine Zukunft? Immerhin hat Chrissie nicht vor für immer in Namibia zu bleiben ... Meine Meinung: Ich kann euch eins versprechen, wenn ihr das Buch anfangt,macht es am besten wenn alle Hausarbeiten erledigt sind. Denn ich dachte Samstag morgen mal kurz reinlesen und abends kann ich in Ruhe auf dem Sofa das Buch weiter lesen. Der Gedanke an sich war gut, aber es sah so aus, dass ich immer wieder das Buch schnappte und dachte, nur ein Kapitel. Zum Glück sind diese recht kurz und es wird aus der Sichtweise von Adam und Chrissie geschrieben. Die Sprache ist fesselnd, ich war sofort im Buch drin und wollte nicht mehr aufhören. Das ist recht bildlich geschrieben, ich konnte die Slims von Namibia vor mir sehen und zu meiner Erheiterung auch Chrissie. Ich musste über sie den Kopf schütteln, sie ist wirklich eine richtige Barbie. Wo man sich wirklich fragt, was bitte schön möchte sie in Namibia. Und genau so geht es Adam, er mag die "Weissen" sowieso nicht und versucht sich so wenig wie möglich mit ihnen zubeschäftigen, aber Chrissie interessiert ihn mehr als er sich eingestehen möchte. Ma fragt sich bei beiden warum sie so sind und es stellt sich bald raus, dass ihre Vergangenheit sie sehr geprägt haben, bedingt durch Rassenfeindlichkeit und Cybermobbing. Und da sind so einige große Wunden. Hannah Siebern befasst sich auch mit so Problemen die Aids und HIV, denn leider sind ein grosser Prozentsatz der Bevölkerung positiv (viele seit der Geburt). Fazit: Eine eindeutige 🌟🌟🌟🌟🌟 von 5. Die Reihe wird auch faszinieren.
- Anke Weber
Regenbogenasche
(40)Aktuelle Rezension von: MiiiRhina ist Halbwaise. Der Gedanke daran, dass es der letzte Wunsch ihres Vaters war, in Namibia begraben zu werden, lässt sie nicht mehr los, sodass sie beschließt, diesen Wunsch zu erfüllen. Gemeinsam mit ihrem Freund Uncas macht sie sich auf den Weg nach Namibia, wo sie nicht nur nach einer geeigneten Ruhestätte sucht, sondern auch so einiges mehr über das Leben ihres Vaters erfährt.
Regenbogenasche war ein süßes Buch. Es erzählt die Geschichte eines Teenagers, der noch nicht ganz weiß, wo sein Platz im Leben ist und was richtig oder falsch ist. Schulalltag, erste große Liebe, Probleme mit den Eltern… all das ist noch normal für Rhina.
Ihre Beziehung zu ihrem Vater ist tief. So tief, dass sie das Risiko auf sich nimmt, seine Urne auszugraben und einen wilden Plan aufzustellen, um seine Asche nach Namibia bringen zu können.
Ich hab während des Lesens oft daran denken müssen, dass das, was Rhina macht, zwar einen bedeutenden Hintergedanken hat, aber dennoch ja eigentlich strafbar ist. Ich finde, das wurde im Buch nicht ganz deutlich gezeigt, sondern eher noch verharmlost. Klar, es ist nur eine fiktive Geschichte, aber grade weil sie für Teenager gedacht ist, sollte der Aspekt, dass es nicht erlaubt ist, deutlicher hervorkommen als nur mit einem Auszug aus dem Strafgesetzbuch ganz am Ende.
Was mir gefallen hat, war die Entwicklung zwischen Rhina und Uncas. Es war eine so schöne und zarte Liebe, die ganz unschuldig beginnt und sich auf sehr angenehme Art entwickelt. Hier war nichts überstürztes, keine kochenden Gefühle, keine Überwältigung. Es waren ganz harmlose Schmetterlinge im Bauch, Schwärmerei, sanfte Berührungen und kleine Emotionen, die mit den gemeinsamen Erlebnissen größer werden.
Definitiv ein schönes Buch, wenn auch mit kleinen Schwächen.
- Margie Orford
Blutrose
(41)Aktuelle Rezension von: haberleiEin fesselnder Thriller, zwei sympathische Protagnoisten, Clare und Riedwaan, die einem Serienmörder das Handwerk legen. Das besondere an diesem Buch war für mich das Umfeld, die Handlung spielt nämlich in Namibia, also in einem afrikanischen Land, von dem ich sehr, sehr wenig weiß, vor allem auch was die historischen Geschehnisse anbelangt. Landschaft, Flora und Fauna, Ureinwohner - es bot neben der spannenden Handlung vieles an Informationen bzw. Anregung, noch mehr über dieses Land in Erfahrung zu bringen. Ob alle relevanten Personen tatsächlich Weiße sind, hat sich mir anhand der Personenbeschreibungen nicht gänzlich eröffnet.
"Blutrose" ist der 3. Band einer Serie, was der Spannung des Romans keinen Abbruch tut, der rote Faden, die Beziehungen von Clare mit Riedwaan und anscheinend auch mit anderen, ihre Vorgeschichte, wäre halt klarer, hätte man alle Bücher in der richtigen Reihenfolge gelesen (nehme ich an). Ich möchte die anderen nachlesen.
- Tanya Stewner
Liliane Susewind – Giraffen übersieht man nicht
(78)Aktuelle Rezension von: VanillezimtzauberCover/Gestaltung: Das Cover ist etwas überladen meiner Meinung nach. Aaaaber das gleichen die Illustrationen vollkommen aus. Ich würde sagen, Band 12 ist der Lilli-Band mit den schönsten Illustrationen!!! Jede Illustration ist mit viel Liebe gezeichnet – das sieht man (Lieblingsbild Seite 75).
Schreibstil: Das Buch lässt fast in einem Rutsch lesen, da der Schreibstil sehr flüssig ist. Tanya Stewner lässt die Wüste lebendig werden mit ihren Worten. Man konnte sich alles sehr gut bildlich vorstellen und ich hatte das Gefühl mit in Namibia zu sein.
Thematiken: Band 12 spielt in Afrika und damit werden wir mit relevanten Themen vertraut gemacht, die in Deutschland nicht wirklich präsent sind. So geht es um Trophäenjagd und das „Töten aus Spaß“. Eine schwierige Thematik, die aber altersgerecht vermittelt wird. Das Buch macht Kinder auf die Probleme aufmerksam, die Entwicklungsländer haben, wenn sie durch Korruption versuchen, Profit zu machen und damit zur Gefährdung der Tierwelt werden. Beide Seiten der Trophäenjagd werden aufgezeigt, was der Leserschaft ermöglicht, sich ein ganzheitliches Bild der schwierigen Thematik zu machen.
Außerdem wird Lillis vegetarische Lebensweise mehrfach angesprochen, da auf dem Rinderfarm viel Fleisch gegessen wird (auch von der restlichen Familie Susewind). Ich finde es schön, dass das Buch nicht bekehren möchte, sondern Vegetarierin und Fleischesser in eine Familie setzt.
Neben schweren Themen lernt man aber das Land Namibia und seine Leute kennen. Tiere, Pflanzen (ich kannte die Hakuntu noch nicht…) und Menschen werden schön dargestellt.
Charaktere: Lilli und Jesahja wachsen über sich hinaus bei ihrem Abenteuer in der Wüste. Lilli steht für das ein, was ihr wichtig ist und bringt sich für andere (Tiere) in Lebensgefahr. Natürlich sollte keine Kind dazu geraten werden, nachts alleine in der Savanne herumzusträunern, aber es ist eben Liliane Susewind Lilli – überzeugte Vegetarierin - lernt zu akzeptieren, dass Tiere andere Tiere fressen. Es fällt ihr nicht leicht zu verstehen, dass sich nicht alle Lebewesen vegetarisch ernähren.
Jesahja ist genervt von seinem (unsympathischen) Vater, der unbedingt möchte, dass sein Sohn Afrika mit seinen Augen erlebt. Hier können auch Eltern noch was lernen und sich vielleicht in Jesahjas Vater an der ein oder anderen Stelle wiederfinden.
Wir lernen viele neue Tiercharaktere kennen. Die Erdmännchen Schnick, Schnack und Schnuck muss man einfach gern haben. Außerdem begenen Lilli und Jesahja der verpeilten Griaffe Lula und dem Panther Lex, der aus seiner Heimat zur Trophäenjagd nach Namibia gebracht worden ist (ein weiteres ernstes Thema, das in diesem Buch behandelt wird). Bonsai und Frau von Schmidt haben mich wie immer zum Lachen gebracht. Aber man muss ganz klar sagen, dass die Erdmännchen in Kinderaugen den anderen Tieren sicherlich die Show gestohlen haben.
Fazit: Im Vergleich zu den ersten Bänden merkt man eine deutliche Steigerung der Autorin. Die Geschichte wirkt gut durchdacht und die Charaktere zeigen viel Tiefe. Die Bilder sind die schönsten Illustrationen der Kinderbuchreihe und die Geschichte sicherlich eine der aufregendsten. Das Buch regt zum Nachdenken und Diskutieren an und bietet somit einen großen Mehrwert für die ganze Familie.
- Karin Brynard
Weinende Wasser
(9)Aktuelle Rezension von: -elly-Ich als Südafrika-Fan bin wirklich begeistert von Inspector Beeslaars erstem Fall im Veld Südafrikas. Die Morde sind zum Teil brutal, jedoch relativ nüchtern geschildert. Die Spannung bleibt bis zum Schluss mit einem Ende, das viele mit Sicherheit nicht erwartet hätten! Die einzige negative Kritik muss an den schier zahllosen Charakteren geübt werden: Um die 70 Namen lassen einen schnell den Überblick verlieren, wenn man sich nicht die wichtigsten markiert. Sonst wirklich top! - Andreas Schröfl
Brauerehre
(31)Aktuelle Rezension von: peedeeSanktus, Band 1: Ein Mitarbeiter der Münchner Sternbrauerei wird tot aufgefunden. Offiziell heisst es, es sei ein Unfall gewesen, aber das können die Kollegen nicht glauben. Alfred Sanktjohanser „Sanktus“ – Ex-Bierbrauer, Ex-Polizist und Original-Münchner, der soeben aus Namibia zurückgekommen ist – will der Sache auf den Grund gehen. Ein Prosit auf die Gemütlichkeit? Von wegen…
Erster Eindruck: Ein zum „Bierkrimi“ sehr gut passendes Cover.
Das ist Band 1 einer bisher 6-teiligen Reihe. Wenn auf dem Cover „Bierkrimi“ steht, ist garantiert auch Bier drin – das war mir schon klar. Aber wie viel Bier da gesoffen wird, ich kann es gar nicht mehr anders nennen, war mir unklar.
Aus dem Sanktus wurde ich nicht so schlau: er ist ein Ur-Münchner, grantelt in einem vor sich hin (und da meinte ich, dass er schon alt sein müsste), fährt gerne mit der Trambahn, hasst aber die U-Bahn. Er ist Ex-Brauer und Ex-Polizist. Was will er nun machen? Ach ja, er steht auf schöne Füsse. Ist das wichtig für diese Geschichte? Eigentlich nicht. Sanktus meint, er sei der Einzige, der den Fall lösen könnte. Okay. Dafür geht er die ganze Sache aber nicht gerade professionell an.
Diese Geschichte besteht aus Übernamen, viel Dialekt, kurzen Sätzen und enorm viel Bier – wirklich extrem viel!
Der Sanktus und ich wurden definitiv keine Freunde. Ich habe das Buch mehrfach abbrechen wollen, aber da ich diesen Krimi einfach gut finden wollte (da ich mich auf weitere fünf Bände bayerische Unterhaltung freute), habe ich weitergelesen. Lange Zeit passierte irgendwie nichts, ausser dass bis zum wiederholten Erbrechen gebechert wurde, dazwischen wurde gegrantelt, viel über die Bierherstellung gefachsimpelt. Ich hatte nicht das Gefühl, dass Sanktus wirklich ermittelt hat, sondern dass da mehr Kommissar Zufall am Werk war, und nicht vergessen: zwischen all diesen Schritten muss zünftig gesoffen werden – absolut nicht meins. Die letzten fünf Prozent des Buches haben sich die Ereignisse überschlagen.
Fazit: Nur mit grosser Mühe zu Ende gelesen, keine Empfehlung meinerseits, schade. Die Reihe ist für mich hiermit bereits beendet. - Henning Mankell
Die rote Antilope
(75)Aktuelle Rezension von: Ana80Molo wird von dem schwedischen Naturforscher Hans Bengler aus seiner afrikanischen Heimat mit nach Schweden genommen. Bengler meint es eigentlich gut mit dem Kind, was er von nun an Daniel nennt, denn dessen ganze Familie ist von Weißen ermordet worden und er möchte sich um das Kind kümmern. Er bedenkt dabei allerdings nicht, was es für dieses Kind bedeutet seiner Heimat, seinen Wurzeln, seiner Kultur und seines Glaubens entrissen zu werden. Erst in Schweden stellt sich heraus, dass er dem Kind damit keinen Gefallen getan hat.
Henning Mankell hat hier einen intensiven Roman geschrieben, der mich sehr berührt und streckenweise auch sehr zum Nachdenken gebracht hat. Er beleuchtet eindrücklich, was Sehnsucht und Heimweh mit einem Menschen machen können, der seinen Wurzeln entrissen wurde. Das Buch ist so geschrieben, dass man es schnell weglesen kann, die schwere Thematik und manch schlimme Szene haben mich allerdings immer wieder auch innehalten lassen. Dem Kind Molo/Daniel fühlte ich mich sehr nah und habe immer wieder unfassbares Mitleid mit ihm empfunden. Die anderen Charaktere blieben für mich eher oberflächlich, was der Geschichte aber keinen Abbruch getan hat.
Ich kann dieses Buch wirklich empfehlen, da es den/die Leser:in wirklich zum Nachdenken bringt. Nur den Anfang fand ich etwas zu lang und ausführlich.
- Deon Meyer
Dreizehn Stunden
(11)Aktuelle Rezension von: HorstErnstMan rennt förmlich mit der amerikanischen Studentin, die durch die Stadt gejagt wird, mit und hofft, dass sie am Leben bleiben wird.
Die Polizist*innen, ihre komplexe Struktur mit Weißen, Farbigen und Schwarzen kommt sehr gut raus und wer mit welchen Schachzügen immer oder meist einen Schritt voraus ist, macht die Entwicklung und die seltsamen Wendungen zu einer sehr spannenden Lektüre. - Rafael Fuchsgruber
Running wild in Afrika
(1)Aktuelle Rezension von: Kati-BooksEine besondere Reise.
Eine intensive Zeit.
Eine verrückte Idee.
Ein beeindruckendes Unterfangen.
Ein im Gedächtnis bleibendes Erlebnis.
Eine Reise zu sich selbst und zur Natur.
Zitat: „Der Doc ist vor uns an der Reihe. Mit Mütze auf dem Kopf, Mundschutz und Arztkoffer in der Hand winkt ihn eine nette Frau durch den Zoll. „Madame, you can go.““
Ja, Humor ist in diesem Buch zu finden, wie auch die Tränen großer Emotionen.
Ich selber war viele Male in Namibia, und weiß um die Wetterbedingten und deren Auswirkungen. Um so beeindruckter bin ich über diese unglaubliche Leistung bin Fuchsgruber und Schönenborn. Ein Land der Extreme, welches mit einem extremen Vorhaben erlebt wurde.
Mich begeistert dies Buch auf vielerlei Weise. Es ist berührend, beeindruckend, humorvoll, ergreifend und Mut machend. Der Text, sowie die Fotos versprühen Lebendigkeit und lassen das Abenteuer spüren.
All die Orte, die hier im Buch beschrieben sind habe ich selber gesehen und erlebt. Dies lässt mich noch ehrfürchtiger dieser Leistung der Beiden gegenüber sein, als ich es schon ohne mein Wissen wäre.
Dies Buch ist nicht nur für Freunde des Laufsport geeignet, sondern für alle Menschen.
Ein Leseerlebnis welches ich so schnell nicht vergessen werde. Grandios.
- Bernhard Jaumann
Der lange Schatten
(4)Aktuelle Rezension von: PongokaterSprachlich nicht immer auf der Höhe ist dieser Krimi geprägt von tief gehender Kenntnis der heutigen namibischen Gesellschaft. Daher wird der Kampf der heutigen Herero um Anerkennung des Völkermordes an ihren Vorfahren durch die deutsche Kolonialmacht nicht romantisiert. Es wird gezeigt, wie sehr dieser Kampf in die politischen Ränkespiele der politischen Klasse Namibias einbezogen ist, so sehr, dass die Opfer zweiträngig werden.
- David Whitehouse
Der Blumensammler
(109)Aktuelle Rezension von: SamuelDer Blumensammler von David Whitehouse
Im Buch geht es um das Menschsein, Liebe, Eifersucht und ein paar bestimmte faszinierende Blumenarten. Peter Manyweather führt ein stabiles, aber nicht sehr aufregendes Leben. Das ändert sich, als er einen Liebesbrief findet, in dem die seltensten Blumenarten der Welt gelistet sind. Der Brief weckt Peters Entdeckerdrang und bringen ihn auf eine Reise, auf der er neue Erfahrungen macht und verschiedene Menschen kennenlernt. Drei Jahrzehnte später bringen den jungen Dove Gale Erinnerungsfetzen, die nicht seine eigenen sind dazu den Spuren Peter Manyweathers zu folgen. Doch warum hat er diese Erinnerungen, die ihn mit Peter verbinden?
Mich hat die Handlung fasziniert und eingesogen. Die verschiedenen Szenerien, denen Peter auf seiner Reise begegnet sind wundervoll beschrieben und die Beziehungen der Charaktere gut ausgearbeitet und clever dargestellt. Ich konnte gut mit Peter und Dove fühlen. Am schönsten Gefiel mir die Zeit, die Peter mit Harum bei der Kadapul verbracht hat und die Entwicklung, die seine Beziehung zu Hens Berg durchmacht. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen.
- Erika von Wietersheim
Nur 24 Zeilen
(4)Aktuelle Rezension von: Thea_Loedeck24 Zeilen als Liebesband
Durch diesen großartigen Briefroman führt die Autorin den Leser auf Samtpfoten. Mit behutsam gewählten Worten und Formulierungen reiht sie liebevoll die vielen Briefe ihrer Eltern aus 10 Jahren bewegter Liebe in Trennung, historisch genau recherchiert, zu einer fast unglaublichen Geschichte aneinander.
Es entsteht sowohl ein Zeugnis inniger Verbundenheit der Liebenden, trotz riesengroßer physischer Entfernung und beklemmender Lebensgefahr für ihren Vater, als auch eine ungewöhnliche Schilderung von Menschenschicksalen abseits der bekannten Kriegsfronten des 2. Weltkriegs.
Wer von uns hat schon gewusst was damals mit Deutschen in Südafrika passierte, oder wie ein australisches Internierungslager aussieht.
Besonders die Briefe ihres Vaters spiegeln einen bemerkenswerten Freigeist, der auch frei bleibt, trotz 10 Jahren Gefangenschaft und Ungewissheit , was seine Liebe, seine Familie und seine geliebte Heimat Deutschland betrifft; ein Mann, der auch in der Fremde unter trostlosen Bedingungen seine Werte behält und lebt, wo und wie er nur kann.
Erika von Wietersheim gelingt ein Spannungsbogen bis zum Happy End ihrer Eltern. Bis zuletzt bangt der Leser, ob eine so lange Trennung zweier Menschen, die sich zwar verliebt, aber sonst kaum kennengelernt haben, halten kann. Die Schwierigkeiten erscheinen zwischendurch unüberwindbar, wie der große Altersunterschied, die unterschiedlichen familiären Hintergründe, die teilweise monatelangen Briefpausen durch die Schiffspassagen und die Tatsache, dass Hildegard, die Mutter der Autorin, mitten im Leben steht, während Kurt , ihr Vater, fast 10 Jahre als Gefangener lebt. Durch die Hartnäckigkeit ihres Vaters, an die innere Verbindung der beiden zu glauben, gelingt diese besondere Geschichte zweier Menschen zu glücklicher Zweisamkeit mit 4 Kindern.
Diesen Roman kann ich uneingeschränkt als sehr lesenswert empfehlen!
- Livia Pack
Stefan Loose Reiseführer Namibia
(3)Aktuelle Rezension von: Roswitha_BoehmNamibia, der vielleicht faszinierendster Teil Afrikas.
Was hier fehlt ist eine Übersichtskarte zum Herausnehmen. Zwar gibt es Übersichtskarten, aber da diese durch das ganze Buch verteilt sind, ist es schwierig etwas im Voraus zu planen. Wer zumindest ungefähr weiß, in welchen Teil die Reise führen wird, kann sich die einzelnen Abschnitte entlanghangeln: Von Windhoek über den Süden bis hin zum Nordosten. Einige Highlights stoßen den Unschlüssigen auf tolle Orte, die einen Besuch wert sind. Wer Namibia ganz und mit allen Facetten kennenlernen möchte, kann der vorgeschlagenen Reiseroute folgen.
Besonders für Neulinge sind die vielen Reiseinfos sehr hilfreich: Ob nun Grenzübergänge, Reisekosten, Übernachtungskosten und selbst Tipps für reisende Frauen, hier gibt es einiges zu lernen und zu beachten, damit die Reise auch ein voller Erfolg wird.
Ein absolutes Highlight in diesem Reisehandbuch ist für mich der Safari-Guide. Natürlich gilt es hier nicht darum, irgendein Tier zu töten! Vielmehr es live und in seiner natürlichen Umgebung zu erleben. Aufgelistet sind hier mehr als die „Big Five“, sondern alles was kreucht und fleucht: Sei es die Leierantilope, der kleine Kudu, der Honigdachs oder der Klippspringer. Neben einem Foto zu jedem Tier, gibt es auch - zu jedem Tier - einen Absatz mit interessanten Beschreibungen. Hervorheben möchte ich auch, dass die Autoren auch auf die Schattenseite, wie z.B. die Elefantenjagd und die Notwendigkeit des Schutzes der Tiere.
Wer natürlich einfach „nur“ die Städte und Dörfer zu erkunden, der erhält hier Tipps zu Übernachtungsmöglichkeiten und kulinarischen Genüssen.
- Lucia Engombe
Kind Nr. 95
(19)Aktuelle Rezension von: Papiertiger17Hochinteressante und aufrichtig erzählte Autobiographie, die das Leben in der DDR und in Namibia durch eine unerwartete Perspektive auf sehr persönliche Weise der Leserschaft näher bringt. Sehr empfehlenswerte Lektüre.
- Alesia Fridman
Mutterland: In der Hitze Afrikas
(24)Aktuelle Rezension von: Katis-BuecherweltKlappentext:
Eine junge Ärztin begibt sich auf die Suche nach ihren familiären
Wurzeln – und entdeckt sich selbst im Herzen Afrikas.
Tara hat einen erfüllenden Job und ist ein bisschen in ihren Kollegen Michael verliebt. Spontan entschließt sie sich, mit Michael und zwei Freunden eine Reise nach Namibia zu unternehmen, von woher möglicherweise auch Taras Familie stammt. Das geheimnisvolle Paradies im Süden Afrikas ist eine Landschaft krasser Gegensätze. Auch Tara bekommt bald zu spüren, dass hier neben der atemberaubenden Kulisse auch alte Vorurteile sehr lebendig sind und dass raue Schönheit schnell in tödliche Gefahr umschlagen kann. Die vier Reisenden folgen den Spuren eines sagenumwobenen Diamanten, der sie quer durch das Land und tief in die Vergangenheit zu dramatischen Ereignissen in Taras Familiengeschichte führt.
In der Gruppe kommt es zu Spannungen, als sich alle vier in einer cocktailgeschwängerten Nacht näherkommen und beschließen, ihr gemeinsames Abenteuer in der Hitze Afrikas zu wiederholen. Ist die Gruppe den zunehmenden Spannungen gewachsen oder wird die Freundschaft auseinanderbrechen? Wird Tara das Geheimnis ihrer Familie finden?
Zum Buch:
Die Buchcovergestaltung zeigt ein Liebespaar in einer eindeutigen erotischen Pose. Im Hintergrund erkennt man die Kulisse Namibias. Mir gefällt die Gestaltung nicht so sehr, weil die Umgebung optisch wie eine Art Tapete wirkt, an dem das Pärchen sich räkelt. Die junge Frau hat sehr stark gemalte Augenbrauen, die sehr unnatürlich aussehen. Im Gesamtbild konnte mich diese Darstellung nicht überzeugen.
Das Buch ist etwas größer als ein genormtes Taschenbuch und liegt sehr schwer in der Hand. Der Umschlag verbiegt sich bereits nach dem ersten Aufschlagen und steht unschön vom Buchinneren ab.
Stark aufgefallen ist mir die Formatierung, die sehr viele Leerzeilen aufweisen, was mich beim Lesen enorm angestrengt hat und die Übergänge zu den Szenen sehr hart wirken lässt.
Erster Satz:
"Manchmal merkt man erst, dass man auf der Suche nach etwas war, wenn man es gefunden hat."
Meine Meinung:
"Mutterland - In der Hitze Afrikas" ist der zweite Roman der Autorin Alesia Fridman und für mich selbst, der erste Roman, welchen ich von ihr gelesen habe. Ich habe mich auf eine wunderbare Kulisse gefreut und konnte die Hitze Namibias einige Male am eigenem Leib mitfühlen.
Tara, Michael, Felix und Sven sind junge Ärzte, die gemeinsam eine spontane Reise nach Namibia unternehmen. Dabei ist Tara auf der Suche nach ihren Wurzeln. Sie erhält einen Teil eines Zwillingsdiamanten von ihrem Vater mit der Aufgabe, diesen wieder nach Namibia zurückzubringen. Doch wo genau soll sie den kostbaren Stein ablegen? Gemeinsam mit ihren Kollegen macht sie sich auf die Suche und kommt dabei den Jungs sehr nahe. Dabei ist sie doch in Michael verliebt ... Wird Tara zu Michael finden? Und was ist mit Felix und Sven?
Alesia Fridman hat einen sehr flüssigen und bildhaften Schreibstil, der mich immer wieder in die Kulisse Namibias hat eintauchen lassen. Vor meinem inneren Auge sah ich die Tiere, die unendliche Weite und Dürre und spürte die brennende Sonne auf meiner Haut. Ich bin sehr begeistert von der Beschreibung und beim Lesen merkt man, dass die Autorin an Afrika ihr Herz verloren hat und es selbst schon zweimal bereist hat.
Im Buch finden sich zahlreiche schwarz-weiß Fotografien wieder, die mir sehr gut gefallen haben und ich mir dadurch noch bildhafter die Szenen vorstellen konnte.
Die Autorin liefert sehr interessante Daten zum Land, der Sehenswürdigkeiten, Menschen und der Kultur, die ich interessant fand.
Zeitweise ging sie etwas zu ausschweifend in die Vergangenheit und berichtete, was mir zu geschichtlich und etwas in die Länge gezogen war.
Vom Stil her liest sich "Mutterland" wie ein Reisebericht als Roman mit vielen erotischen Elementen. Ab der Hälfte des Buches wird es sehr heiß in Namibia und die erotischen Szenen finden ihren Platz und durchziehen sich bis zum Ende des Buches. Dabei ist zu erwähnen, dass in dieser Geschichte Gruppensex, wechselnde Sexualpartner unter den Protas, Liebesakt mit Zuschauern und Sex unter Männern praktiziert wird.
Mir haben diese Szenen sehr gut gefallen und waren sehr prickelnd beschrieben.
Die Charaktere waren mir zwischenzeitlich sehr unverständlich in ihrem Handeln und emotional konnte mich die Autorin nicht fesseln. Das Gefühlschaos von Tara konnte ich nicht miterleben und das fand ich sehr schade. Der lebhafte emotionale Schreibstil hat mir gefehlt.
Trotz den Anmerkungen hatte ich unterhaltsame Lesestunden und bin neugierig auf den ersten Roman der Autorin geworden.
Fazit:
In "Mutterland - In der Hitze Afrikas" fand ich einen speziellen Reisebericht über Namibia mit prickelnder Erotik zwischen Hetero- und Homosexuellen. ~ bildhaft ~ erotisch ~ faszinierende Kulisse Afrikas - Klaus Heimann
Spur nach Namibia
(11)Aktuelle Rezension von: IsadorDieses Buch ist die Fortsetzung von "Reise zum Nordkap". Hauptkommissar Sigi Siebert konnte den Fall im ersten Teil nicht zu seiner Zufriedenheit beenden. Da ihm dieser Fall jedoch sehr am Herzen liegt und nicht mehr aus dem Kopf geht, beginnt er erneut und diesmal auf eigene Faust zu ermitteln.
Dank der Mithilfe seiner cleveren Kollegin Möhrchen führt ihn die Spur recht schnell nach Namibia, und schließlich führt Sigi auch eine heimliche Ermittlungsreise in das afrikanische Land...
Der Schreibstil ist sehr flüssig und hat mir somit gut gefallen. Auch wenn man, wie ich, den ersten Band nicht gelesen hat, kommt man sehr schnell in die Vorgeschichte rein und hat nicht das Gefühl, etwas verpasst zu haben.
Der Protagonist hat einen sehr speziellen Charakter und plaudert zwischendurch auch immer wieder gerne aus seinem Privatleben. Das hat dem Buch neben dem Fall eine unterhaltsame Komponente gegeben und gezeigt, dass ein Hauptkommissar auch ein Privatleben hat.
Auch die Orte waren sehr gut beschrieben, so dass ich mich, obwohl ich bisher weder in Essen noch in Namibia war, gleich dort heimisch gefühlt habe.
Von mir gibt es 4 Sterne und eine Leseempfehlung!























